Bücher mit dem Tag "1912"
18 Bücher
- Jojo Moyes
Die Tage in Paris
(633)Aktuelle Rezension von: Rebecca_26Ein zauberhaftes Buch, das mit wenigen Seiten die Fantasie beflügelt. Es hat mich in eine Welt voller Träume und bunter Illustrationen Über Paris entführ. Der einfache, aber packende Schreibstil von Jojo Moyes ist einfach toll.. Besonders gelungen ist die Idee, die Liebe zu anderen und sich selbst zu thematisieren. Das Buch hat mich so begeistert, dass ich sofort die Vorgeschichte für das Buch lesen möchte .
Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Die wunderschönen Illustrationen und der fesselnde Schreibstil machten es mir leicht, mich in die Geschichten von Liv und Sophie zu vertiefen. Die Geschichte entführt einem in die Welt dieser beiden Frauen, und man fühlt mit und erlebt die Höhen und Tiefen mit, während nebenbei immer wieder Paris verzaubert.
also das Buch ist für alle ein Muss die :- Liebesgeschichten mit viel Romantik lieben.
- Wenn du gern zwischen verschiedenen Zeitspannen wechselst, ist dieses Buch ebenso perfekt.
- Kurzromane sollten dich nicht abschrecken, denn dies ist eins .
- Falls du Frankreich liebt ist das Buch ebenso was für dich
- Henrike Engel
Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
(95)Aktuelle Rezension von: Martina1964Das Cover ist analog zu den vorherigen Büchern gestaltet worden und passt wieder sehr gut zum Titel. Die Autorin hat auch diesen Band wieder sehr flüssig und spannend geschrieben, so dass wieder schnell in die Geschichte eintauchen konnte. Auch wenn dies schon der 4. Teil der Hafenärztin ist, habe ich mich keine Minute gelangweilt, was man ja manchmal bei einer Serie hat. Was Anne in diesem Buch alles widerfährt ist schon sehr emotional. So wird sie erpresst und ihre Freundin wird entführt, so dass sie diese tagelang sucht. Auch der Kommissar Berthold Rheydt spielt in dem ganzen Geschehen wieder eine grosse Rolle. Er ist immer noch nicht über den Tod seiner Frau hinweg und hat wieder diese Erscheinungen, wo er meint sie zu sehen. Helene seine Freundin ist mittlerweile Lehrerin und wird auch mit in die ganze Geschichte hingezogen.
Der 4. Band ist zwar in sich abgeschlossen und man trifft wieder alte Bekannte, aber ich bin der Meinung, man sollte die vorherigen Bände vorher lesen um die ganze Geschichte auch richtig zu verstehen und die Protagonisten/-innen von Anfang kennen zu lernen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der die vorherigen Bücher bereits gelesen oder gehört hat und der Romane aus der Kaiserzeit mag.
- Charlotte Jacobi
Die Villa am Elbstrand
(51)Aktuelle Rezension von: NicolePIm Jahr 1912 rettet Sofie der Reederei-Erbin Anna das Leben. Nach einer zweijährigen Brieffreundschaft kommt Sofie als Gesellschafterin zu Anna nach Hamburg. Dort erwartet die Bauerstochter ein neues Leben. Doch der bald beginnende Erste Weltkrieg verändert alles.
Was auf den ersten Blick für eine glückliche Zukunft Sofies spricht, denn sie ist auch zum ersten Mal verliebt, wird zu einem dramatischen Abenteuer. Als Leser erfährt man hautnah, was die Männer während ihrer Zeit als Soldaten durchleben mussten. Zeitgleich kämpft Anna mit ihrem Cousin um den Erhalt der Reederei.
Die damalige Zeit wird von dem Autorenduo Eva-Maria Bast und Jørn Precht, welche sich hinter Charlotte Jacobi verbergen, dem Leser intensiv nahe gebracht. Man freut sich mit den gut ausgearbeiteten Charakteren und leidet mit ihnen mit. Der Buchtitel lässt auf Romantik in schweren Zeiten hoffen, und man wird nicht enttäuscht. Trotz der historischen Umständen erhalten auch die schönen Seiten des Lebens einen Platz.
Es hat Spaß gemacht, Sofie und die anderen Charaktere durch die Zeit zu begleiten. „Die Villa am Elbstrand“ ist der Auftakt einer Reihe.
- Rebecca Martin.
Der entschwundene Sommer
(65)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Mia erbt nach dem Tod ihrer Großmutter ein halb verfallenes, idyllisch an einem See gelegenes Hotel im Taunus. Als sie mehr über die Vergangenheit des einst glanzvollen Hauses erfahren will, begegnet sie dem Iren Séan, der dort ebenfalls nach Antworten sucht. Gemeinsam stoßen sie auf die Geschichte jenes dramatischen Sommers kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der das Schicksal von vier Menschen für immer veränderte …
Etwas langatmig aber trotzdem spannend die beiden Geschichte. Mir hat es gut gefallen.
- Miriam Georg
Das Tor zur Welt: Hoffnung
(69)Aktuelle Rezension von: Kati-BooksHamburg
Die Ballin Stadt.
HAPAG wird größer und kleine Redereien müssen aufgeben.
Einsamkeit hat viele Facetten. Auch wenn du jemanden um dich hast, kannst du innerlich einsam sein.
Magnus Godebrink und seine Affäre mit Claire. Linda seine Frau die die Scheidung einreicht. Die Reederei von Magnus am Ende?
Welche Geschäfte machen Magnus und Quint zusammen?
Die Oldenburgs am Jungfernstieg, deren Tochter Linda um ihr Glück kämpft, oder in Hass verfällt?
Ava, die bereit ist Liebe zu schenken, und doch nie genug ist?
Dies ist der 2. Band dieser Diologie mit Einblicken in die Ballin Stadt, ihrer Auswanderer und denen die dort ihren Lebensunterhalt verdienten. Ein Buch über Ängste, Hoffnungen, Verrat, Intriegen, Verlust und noch so viel mehr. Leider kommt dieser 2. Band nicht im entferntesten an den 1. Band heran, den ich auch gelesen habe.
Ohne Vorkenntnisse aus dem 1 Buch würde man hier nun nichts verstehen, und selbst dann ist es so unübersichtlich mit Zeitsprüngen und Erzähl-Perspektiven wechseln, dass der Überblick verloren geht und die Handlung für mich in einem Durcheinander versinkt.
Die Geschichte um Ava und Claire, die die Hauptprotagonisten sind, wird durch ein Riesenpaket an Charakteren verschluckt, was ich persönlich als sehr schade empfinde. Ein spannendes Thema welches mich interessiert, doch nicht den entsprechenden Rahmen bekommt.
Leider bin ich enttäuscht von dem Buch.
- Kerstin Gier
Liebe geht durch alle Zeiten (2). Saphirblau
(36)Aktuelle Rezension von: FjolamausiVorab: Meine Erwartungen
Band 1 hat mich direkt in das gleiche euphorische Gefühl von damals versetzt. Ich bin sicher, es geht genau so weiter in Band 2.
Meine Meinung
Wie schon Band 1, begeistert auch Band 2 meiner All Time Favorite Reihe mich genau so wie zu meiner Teeniezeit.
Inhaltlich schließen wir direkt an den Ereignissen von Rubinrot an und treffen direkt auf meinen absoluten Lieblingsnebencharakter - Xemerius. Der kleine Wasserspeier Dämon, der zu Gwendolyns neuem Sidekick wird.
Der Schreibstil bleibt locker und absolut humorvoll. Die Dialoge und insbesondere Gwennys inneren Monologe sind einfach pures Gold.
Inhaltlich passiert unfassbar viel in in nur wenigen Tagen. Wir kommen Gideon näher, erfahren Wichtiges über die Prophezeiung und den Grafen.
Freude und Herzschmerz liegen so nah beieinander. Es ist ein emotionales Wirrwarr, das einen in die Seiten zieht und auch Saphirblau zu einem absoluten Pageturner werden lässt.Fazit
Die Edelstein Trilogie gibt mir einfach ein Gefühl von „nach Hause kommen“. Egal, ob zu Teeniezeiten oder jetzt - diese Gedchichte, dieser Schreibstil, diese Charaktere. Ich liebe alles daran.
- Walter Lord
Die letzte Nacht der Titanic
(63)Aktuelle Rezension von: daisys_libraryDieses Buch basiert auf Zeugenaussagen von Überlebenden, die dazu beigetragen haben, dass Walter Lord dieses Buch in die Welt tragen konnte und somit den Mythos dieses Schiffes und die verlorenden Seelen am Leben zu halten und sie unvergessen zu machen. Zudem diente es zur Inspiration der James Cameron Version aus dem Jahre 1997, der dem Schiff eine neue Welle an nicht enden wollender Faszination und Bewunderung erbrachte.
- Fenja Lüders
Der Duft der weiten Welt
(128)Aktuelle Rezension von: Thess12345Der Duft der weiten Welt ist der Auftakt einer Trilogie, die in der Hamburger Speicherstadt spielt und den Kaffeehandel in den 1910er Jahren in den Fokus rückt. Im Mittelpunkt steht Mina Deharde, die Tochter eines angesehenen Kaffeehändlers. Mina träumt davon, ihren eigenen Weg zu gehen und im Geschäft ihres Vaters mitzuwirken, doch als Frau ist das in dieser Zeit nicht so einfach. Zwischen familiären Verpflichtungen, Freundschaften und Zukunftsträumen muss Mina schwere Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Familie beeinflussen.
Mina war mir von Anfang an eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist zielstrebig und weiß, was sie in Zukunft machen möchte, verteidigt ihren Plan, hört aber auch auf andere. Es war interessant zu sehen, wie ihre Entscheidungen und die der Menschen um sie herum ihr Leben beeinflussen. Besonders schade fand ich, dass sie manchmal Entscheidungen treffen musste, die sie nicht wollte, aber für andere besser waren. Ich hätte mir gewünscht, dass sie ihre Träume vollständig verfolgen kann.
Der Schauplatz in Hamburg, insbesondere die Speicherstadt, hat mir sehr gut gefallen, da dies auch meine persönliche Lieblingsecke in der Stadt ist. Die Atmosphäre des Hafens und die Welt des Kaffeehandels wurden schön eingefangen, auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und Details zu dieser Welt gewünscht hätte. Edo, der Kontorist, war ebenfalls ein sympathischer Charakter, und die langjährige Verbindung zwischen ihm und Mina war spürbar. Frederick hingegen war mir von Anfang an unsympathisch und wirkte falsch.
Obwohl das Buch insgesamt gut gelungen ist, sehe ich noch Potenzial für die Fortsetzungen. Der Auftakt der Trilogie hat mich unterhalten, aber ich hoffe, dass die folgenden Bände noch etwas mehr Tiefe bieten werden.
Fazit:
Der Duft der weiten Welt ist ein schöner Einstieg in die Trilogie, der sich durch eine sympathische Hauptfigur und den atmosphärischen Schauplatz in Hamburg auszeichnet. Obwohl das Buch noch Luft nach oben hat, ist es ein guter Auftakt.
- Sarah Lark
Die Tierärztin - Große Träume
(42)Aktuelle Rezension von: madamecurieBuchcover:Um 1912 als Tierärztin arbeiten zu können, heiratet Nellie ihren Jugendfreund Philipp De Groot, der die väterliche Praxis übernimmt. Sie liebt ihn zwar nicht, aber die beiden verbindet seit ihrer Kindheit eine innige Freundschaft. Sie verspricht jedoch, ihn freizugeben, sobald er eine Chance sieht, seinen eigenen Berufswunsch als Musiker zu verwirklichen. Als sich ihm diese nach dem Ersten Weltkrieg bietet, verschwindet er plötzlich aus ihrem Leben. Mit ihrer Kollegin Maria versucht Nellie nun, eine Tierarztpraxis in Berlin aufzubauen. Doch die Vergangenheit und die Liebe holen Nellie schnell wieder ein.
Die Bücher von Sarah Lark sind gut geschrieben sehr spannend und lassen sich super lesen . Sie gehört schon lange zu meinen Lieblings Autoren. Werde weiter von ihr Bücher lesen oder Hören .Super.
- Carrie Turansky
Das Tagebuch von Longdale Manor
(17)Aktuelle Rezension von: Nicolas_LesestubeVon Anfang an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, was auch am angenehmen Schreibstil lag.
Ich hatte teilweise das Gefühl neben ihnen zu stehen und alles direkt mitzuerleben.
Man merkte wie tief die Figuren in ihrem Glauben verwurzelt sind und Gott in schweren Zeiten oder auch Unsicherheit um Rat fragten. Sie vertrauen darauf das Er ihnen den Weg zeigt.
Wenn etwas nicht gleich ersichtlich war, haben sich sowohl Gwen als auch David an andere Personen gewandt. Das kann oftmals zu einer anderen bzw neuen und auch besseren Sicht auf Dinge führen, an denen man sonst zu nah dran ist.
Dieses Buch zeigt wozu Glaube fähig ist. Man überdenkt Meinungen, kann Größe zeigen und feststellen, daß in einem mehr Stärke steckt als gedacht.
Gerade in schweren Zeiten auf Gott zu vertrauen fällt nicht immer leicht, doch es ist möglich!
Zitat:
"Ich habe gelernt, daß Vergebung mir selbst genauso hilft wie demjenigen, dem ich vergebe. Durch Vergebung verzichte ich auf mein Recht, es dem anderen gleich zu tun, und überlasse es Gott, für Gerechtigkeit zu sorgen,nach seinem Maßstab und zu seiner Zeit."
Für dieses wunderbare Buch kann ich gar nicht anders, als dafür eine große Leseempfehlung auszusprechen!
- Michaela Grünig
Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
(121)Aktuelle Rezension von: anne_layDa ich im vergangenen Herbst in Heiligendamm war, fiel mir dieses Buch ins Auge: Eine Zeitreise an den Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Hoteliersfamilie. Von den fünf Kindern des Hoteliers Kuhlmann, interessiert sich ausgerechnet die mittlere Tochter für das Hotel. Aber eine Frau aus der feinen Gesellschaft arbeitet nicht. Für sie wird eine vorteilhafte Partie gesucht, damit sie heiraten und sich fortan um Kinder und den Status der Familie kümmern kann ... Aber danach steht Elisabeth nicht der Sinn. Anders als ihre Brüder, der eine studiert Medizin, der andere ist ein schüchtener Künstler, interessiert sie sich für das Geschäft und hat auch Ideen, die sie über Bruder und Vater mitunter einfließen lassen kann.
Mir gefällt der Einblick in diese andere Welt. Die Gesellschaft des Kaiserreiches, der Adeligen und allgemein der Reichen und Schönen zu einer vollkommen anderen Zeit. Da ich mir beim Lesen Bad Doberan (damals noch Doberan) und auch die weiße Stadt am Meer (Heiligendamm) vorstellen kann, fliegen die Seiten nur so dahin. Wie es sich gehört, ist nicht alles einfach, läuft nicht alles rund, sondern es gibt Verwicklungen, Bösewichte, Tragödien und schließlich den ersten Weltkrieg, der das Leben der Familie Kuhlmann auf den Kopf stellt.
Für mich der gelungene Auftakt der Trilogie und ich liebe es, liebgewonnene Figuren mehrere Bücher lang zu begleiten.
- Michael Ritter
Wiener Hochzeitsmord
(7)Aktuelle Rezension von: WDPDer Plot:
Die Geschichte spielt in der gehobenen Mittelschicht, zwei Jahre vor dem ersten Weltkrieg. Von der Tristesse bzw. der Atmosphäre die in diesen Jahren in Wien vorherrschte, bekommt der Leser sehr wenig mit.
Ritter versucht auch nicht, den Flair der Gesellschaft mittels des typischen Wiener Zungenschlages zu vermitteln. Erst sehr spät in dem Text, wird der Tote gefunden. Unmittelbar im Anschluss keimt beim Leser ein Verdacht auf, wer der Mörder sein könnte, der sich am Ende bestätigt.
Ohne überraschenden Wendungen und spannungslos plätschert die Geschichte dahin. Eher ein Gesellschaftsroman als ein Krimi. Schließlich konzentrieren sich Frieds Ermittlungen auf die Vergangenheit des Opfers. Als er diese lückenlos vor sich hat, ist das Motiv klar und er kann den Täter verhaften.
Die Charaktere:
Die Protagonisten werden als alltägliche Typen beschrieben. Ohne Ecken und Kanten. Einzig die Mutter des Bräutigams hat einen Hang zum Spirituellen und Aberglauben. Selbst dieser Umstand spielt in der Story keine Rolle. Alles ist gutbürgerlich. Keiner der Hauptdarsteller hat eine Marotte. Mit einem Wort: FAD.
Die Sprache:
Hier, und nur hier, liegt die Stärke des Literaturwissenschaftlers Dr. Ritter. Wunderschöne Sprache. Eine Wohltat für alle, die gerne lesen um des Lesens Willen.
Fazit:
Auf dem Cover steht nicht Thriller oder Krimi, sondern Kriminalroman. „Roman“ alleine wäre treffender gewesen. Doch für einen „Gesellschaftsroman“ vermisse ich die atmosphärische Beschreibung des Lokalkolorits bzw. das Herausarbeiten von inhärenten Charakterzügen der Protagonisten.
Noch nie sind mir 274 Seiten so endlos lang vorgekommen. Eine spannungslos dahinplätschernde Geschichte. Es ist die Beschreibung einer Hochzeit und der Tage danach, ohne dramatische Wendungen und ohne außergewöhnlichen Typen.
Wäre da nicht der wunderschöne, genussvoll zu lesende Schreibstil des Autors gewesen, wäre das Buch längst im Rundordner gelandet. Ich hätte es nicht einmal bis zur Entdeckung des Opfers geschafft.
- Christiane Lind
Weiße Rosen und die Titanic
(35)Aktuelle Rezension von: KlusiFrühjahr 1912: Paula und Luise sind beste Freundinnen und teilen sich eine Wohnung. Während Paula als Schauspielerin am Theater arbeitet, ist Luise dort als Kostümbildnerin tätig.Die beiden jungen Frauen lieben ihre Freiheit, ihren Beruf und das Leben in Berlin.
Doch dann ändert sich mit einem Schlag alles. Beide Frauen verlieren ihre Arbeit, die Wohnung wird ihnen gekündigt, und zu allem Überfluss taucht ein gefälschter Schuldschein auf. Paula und Luise stehen vor dem Ruin. Als Paula von einem Verehrer eine Einladung erhält, ihn in New York zu besuchen und auch gleich ein Erste-Klasse-Ticket für die Titanic beiliegt, schöpfen die Freundinnen Hoffnung. Mutig stellen sie sich der neuen Herausforderung und begeben sich an Bord des großen, neuen und sehr luxuriösen Schiffs.
Während sich Luise in den Steward Leonard verliebt, erlebt Paula allerhand Ärgerliches mit ihrem Verehrer Ferdinand von Fahlbusch. Der Mann heckt einen hinterhältigen Plan aus, von dem die Freundinnen ebenso wenig ahnen wie von dem tragischen Schiffsunglück, in das sie unweigerlich geraten werden.
Das Unglück der Titanic und die damit verbundenen tragischen Schicksale der Fahrgäste sind hinreichend bekannt. Es gibt zahlreiche Geschichten, die sich mit Mythos und Wahrheit rund um das wohl berühmteste Schiffsunglück befassen. Christiane Lind hat interessante Charaktere entworfen und ihren Protagonisten einen Platz auf der Titanic eingeräumt.
Paula und Luise sind zwei liebenswerte junge Frauen mit ganz normalen Wünschen und Zukunftsplänen. Als ihre Träume zerplatzen, wagen sie mutig einen neuen Anfang, indem sie der Einladung folgen und sich auf die Reise nach Amerika begeben. Mit von der Partie ist auch Paulas kleiner Hund Valentino, der seine eigenen Vorstellungen davon hat, wie so eine Schiffsreise sein sollte.Begeistert legt er sich mit der Schiffskatze Jenny an. So eine richtige Charakterkatze ist in Christiane Linds Romanen unverzichtbar, und ich möchte behaupten, das ist ein Markenzeichen der Autorin. Ich jedenfalls habe noch keinen Roman von ihr gelesen, in dem nicht mindestens ein Exemplar dieser Spezies mitwirkt.
Auch zwei liebenswerte junge Helden hat der Roman vorzuweisen. Die Geschwister Harri und Gretchen sind mit ihren Eltern Passagiere der dritten Klasse, und Paula und Luise schließen die beiden Kinder gleich ins Herz. Im Lauf der Fahrt auf der Titanic können die Kinder den Freundinnen so manchen guten Dienst erweisen.
Sehr gespannt war ich, zu erfahren, was es mit Fahlbuschs Plänen auf sich hat. Was er mit seiner Inszenierung bewirken will und seine Beweggründe dafür erfährt man erst ziemlich am Schluss der Geschichte, wodurch die Spannung langfristig angekurbelt wird.
Die Atmosphäre auf der Titanic ist sehr detailliert und realistisch wiedergegeben. Hier hat Christiane Lind wirklich sehr gründliche Recherchearbeit geleistet. Ich konnte mir das Ambiente lebhaft vorstellen und hatte zeitweise das Gefühl, an der Seite der Protagonistinnen durch die Gänge des Schiffs zu laufen und alles mitzuerleben. Dass sich dies dann doch alles nur in meinen Gedanken abgespielt hat, darüber war ich spätestens froh, als die Titanic den Eisberg rammte. Auch die darauf folgenden Ereignisse sind im Roman beängstigend greifbar und realistisch dargestellt.
Neben dem Nervenkitzel, der nicht nur durch den Untergang dieses gewaltigen Schiffs ausgelöst wird, sondern den wir zu einem großen Teil auch Ferdinand von Fahlbusch zu verdanken haben, spielt auch die Liebe im Roman eine Rolle, wenn auch eine eher untergeordnete. Die fesselnde Handlung und der plastische Schreibstil machen die Geschichte zu einem großartigen und kurzweiligen Leseerlebnis. - Michael Reckordt
SV Meppen
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenEin Buch, das viele Erinnerungen weckte, als Gubbel zB sein erstes Heimspiel hatte, beim legendären 6:1-DFB-Pokal-Triumph gegen die Frankfurter Eintracht, hatte ich als Zivi Sanitätsdienst im damaligen Hindenburgstadion und stand zwischen den Trainerbänken, do daß ich hören konnte, was die Trainer aufs Feld riefen, auf Frankfurter Seite "Stepi" Stepanovic, und ich konnte den Trash talk der Spieler hören, zB gegen den Frankfurter Maurizio Gaudino. Als 1994 1860 München bei uns im Stadion aufstieg, hatten die Sechzger schon früh 1:o geführt, aber Werner Lorant war sauer, und sein grauer Haarhelm wackelte von vorne nach hinten, als er verärgert aufstampfte. Nach dem Spiel haben die Fans das Spielfeld gestürmt und Rasen rausgerissen und Tornetze entfernt, und als sich Leute, ua meine Mutter, aufregten, wie man sich so benehmen könnte, sagte Wilkdmoser sr. "Jo freili werden wir das ersetzen." Abends war eine Abiparty in unserer Disco, und nicht ganz schlanke und durchgeschwitzte 60-Fans sind bei uns versackt ("Aufgstiegn samma!). Und Stefan Brasasas war mein allererster Fahrgast als Taxifahrer. Sachen, die man nie wieder vergißt! Interessant natürlich auch zu erfahren, was "hinter den Kulissen" bei den einzelnen Fanorganisationen abläuft, mit was für Aufwand und Ernsthaftigkeit da gearbeitet wird. Nur die Abschnitte über angebliche rechte Fans aus Meppen konnte ich kaum glauben, da hätte man dabei sein sollen. Ein (ganz) moderner Klassiker der Fanliteratur.
- Gwen Bristow
Am Ufer des Ruhmes
(18)Aktuelle Rezension von: SaralondeAchtung, Spoiler für alle, die Teil 1 und 2 noch nicht gelesen haben Louisiana, 1912. Eleanor, die Enkelin von Corrie May aus “Die noble Straße” arbeitet im Deichbauunternehmen ihres mittlerweile sehr erfolgreichen Vaters. Sie ist klug, gebildet und ehrgeizig – die Familie Upjohn, die früher zum sogenannten “arm weiß Pack” gehörte, hat sich nach oben gekämpft. Eleanor begegnet Kester Larne, dem Enkel von Anne Sheramy Larne und Erben der Ardeith-Plantage. Es kommt, wie es kommen muss, die beiden verlieben sich. Eleanors Vater Fred ist strikt gegen eine Beziehung, er ist der Ansicht, dass die alte Baumwollaristokratie heruntergekommen und verdorben ist. Und auch wenn Kester Larne ein durchweg sympathischer Geselle ist, es soll sich herausstellen, dass er da nicht ganz Unrecht hat. Der dritte Teil der Louisana-Trilogie vereint die Nachkommen der Familie Sheramy, die einst Lousiana besiedelte, ohne dass die Betroffenen es ahnen. Gegenstand dieses Buchs sind vornehmlich die Beziehung zwischen Eleanor und Kester sowie die Schwierigkeiten, die sich für sie aus ihrer so unterschiedlichen, wenn auch letztlich gemeinsamen, Herkunft ergeben. Bezeichnend ist hierbei die Dekadenz des alten Südstaatenadels, der im Gegensatz steht zu den “neuen Amerikanern”, die sich alles selbst erkämpfen müssen und modern eingestellt sind. Seite 23: “Sie begann zu begreifen, warum die Menschen die Generationen hindurch in der konservierten Atmospähre derartiger Häuser gelebt und geatmet hatten, so wurden, wie sie sich ihrer Umwelt zeigten. Ihre natürlichen Triebe waren durch die unverletzlichen Regeln einer kultivierten und aufs äußerste sublimierten Lebenshaltung nach und nach eingedämmt worden, bis schließlich die letzte Unsicherheit schwand; ihre Charaktere waren in dieser abgeschlossenen Welt, in der alles ein für allemal feststand, in der jeder von klein auf wußte, was er zu tun hatte und was von ihm erwartet wurde, bis zur äußersten Glätte abgeschliffen.” Die ehrgeizige Eleanor nimmt es mit allen Problemen mit der Baumwollplantage auf, die sich ihr im Verlauf des Buches eröffnen. Eine große Rolle spielt dabei der Ausbruch des ersten Weltkriegs, der für die Protagonisten schwerwiegende Veränderungen bedeutet und ein schlimmes Ende vermuten lässt. Insgesamt hat mir dieses Buch nicht so gut gefallen wie seine beiden Vorgänger. Die Beziehung zwischen Eleanor und Kester steht für meinen Geschmack etwas zu sehr im Vordergrund, auch wenn ich das Thema und die Zeit sehr interessant finde. Wie auch in den ersten beiden Teilen durchleben die Protagonisten einen Krieg, in diesem Fall den 1. Weltkrieg, anders als in den ersten Bänden findet dieser jedoch weit weg in Europa statt, auch wenn die indirekten Auswirkungen auf die Plantage sehr groß sind. Was uns heute etwas unangenehm auffällt, ist die Art und Weise, in der von der schwarzen Bevölkerung geredet wird, es heißt immer: “die Neger”, es ist völlig selbständig, dass die früheren Sklaven weiterhin die Arbeitskräfte der Weißen sind, manchmal hat man den Eindruck, dass sich da im Grunde nicht viel verändert hat, abgesehen von Bezahlung und theoretischer Freiheit. Man muss es jedoch so hinnehmen, denn es war damals einfach so und wie auch im zweiten Band spielen die Schwarzen auch in diesem Buch nur eine Nebenrolle. (Achtung, kleiner Spoiler) Mit dem Ende dieses Buches schließt sich der Kreis, in den Kindern von Eleanor und Kester haben sich die beiden Zweige der Familie und ihre Eigenschaften und Erfahrungen wiedervereint und auf diesen Menschen baut sich schließlich das moderne Amerika auf. Ein würdiger und stimmiger Abschluss der Louisiana-Trilogie, der nicht ganz mit den ersten beiden Teilen mithalten kann. - Nora Amelie
Titanic Passage. Tagebücher
(15)Aktuelle Rezension von: Belis
Ruhig, kalt, sternenklar – und doch tödlich. So könnte man die Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 umschreiben.
Die Tagebucheinträge der fiktiven Personen Fräulein Nora Amelie und Herrn Wilhelm Friedel umfassen den Zeitraum März bis Anfang Mai 1912. Obwohl unabhängig voneinander geschrieben verflechten sich die Einträge durch die Geschehnisse. Jeder Tag ist in mehreren Abschnitten von Nora und Wilhelm abwechselnd geschildert. Durch namentliche Überschriften bin ich schnell im Lesefluss. Der verwendete Schreibstil versetzt mich bereits nach kurzer Zeit in das Jahr 1912.Wilhelms Wissbegierde erlaubt Einblicke in die Werft Harland and Wolff sowie den Bau der Titanic. Im Laufe der Erzählung trifft der Ingenieur viele interessante Zeitgenossen. Neben den Erbauern der Titanic zählt er unter anderem Bram Stoker, dessen Werk "Dracula" äußerst erfolgreich wird, zu seinen Bekannten. Des weiteren fließen in seine Tagebucheinträge immer wieder Erfindungen und Neuheiten der ersten zwanziger Jahre ein. Durch seine Beschreibungen "sehe" ich mich versetzt ins Belfast 1912, höre den Lärm der geschäftigen Werft und erlebe den Medienrummel um die Katastrophe hautnah.Nora, die Pflanzensammlerin aus gutem Hause, plant eine Reise nach Mexiko. Die bevorstehende Jungfernfahrt der Titanic wäre eine gute Gelegenheit um New York zu erreichen. Durch ihre Sichtweise darf ich die Gärten von Mount Stewart betrachten, sowie erleben welch ein Aufwand in Bezug auf Mode, gesellschaftliches Auftreten und Expeditionsgegenständen betrieben wurde. Ihre Überfahrt ermöglicht mir einen Blick auf das Treiben an Bord der Titanic. Die aufregenden Tage danach....Aufflammende Zuneigung der beiden Protagonisten durchströmt die mit viel Liebe zum Detail recherchierte Katastrophe um die Titanic. Geschilderte Emotionen der Überlebenden, sich überschlagende Zeitungsmeldungen und die Reaktionen darauf lassen die Ereignisse aufleben. Die Tagebucheinträge lesen sich wie ein Zeitzeugnis. Die aufwendige Vorbereitung zeigt sich unter anderem in dem anhängenden Personenregister mit ergänzenden Einzelheiten.Um dem Buch einen krönenden Abschluß zu geben hat sich das Autorenpaar zu einem Making of entschlossen. In diesem letzten Abschnitt erfährt der geneigte Leser viele Details zum Entstehen des Projektes.Der größte Dampfer damaliger Zeit ist untergegangen. Die Technik Euphorie hat einen Riß bekommen. Mögliche Hintergründe, Emotionen der Gesellschaft und Auswirkungen auf die Medienlandschaft werden versucht darzustellen. Mit Nora und Wilhelm, ihrer beginnenden Liebe und ihren Interessen zeigen die Protagonisten einen Einblick in diese Epoche. Gelungen wie ich finde. Daher vergebe ich verdiente fünf Sterne für dieses besondere Tagebuch.Neben dem Buch an sich hat mich die Leserunde sehr begeistert. Die Hintergundinformationen und zusätzlichen Möglichkeiten recherchiertes Material zu betrachten war einfach spitze. Dafür nochmals meinen herzlichen Dank.
- Kerstin Gier
Liebe geht durch alle Zeiten (1). Rubinrot
(78)Aktuelle Rezension von: FjolamausiVorab: Meine Erwartungen
Dies ist ein ReRead meiner All Time Favorite Jugendbuchreihe für mich.
Ich freu mich total darauf nochmal in diese Welt abzutauchen und bin gespannt, ob mir die Änderungen und Ergänzungen sofort auffallen werden.Meine Meinung
Ja was soll ich sagen…. Es ist wie nach Hause kommen. Mit Aufschlagen des Buches hatte ich ein Grinsen im Gesicht.
Nicht nur ist diese Ausgabe wundervoll gestaltet, ich konnte mich auch direkt wieder in der Geschichte verlieren.
Wir begleiten Gwendolyn, die in einer besonderen Familie lebt. In einer Familie, in der ein Zeitreisengen vererbt wird. Und eigentlich sollte dieses Gen an ihre Cousine Charlotte gehen… aufgrund von diversen Ereignissen ist es letztendlich jedoch Gwendolyn, die in der Zeit springt und sich mitten in einer geheimen Loge wiederfindet.
Kerstin Gier schreibt unfassbar atmosphärisch und hat das Talent, mir beim lesen einen Film vor mein inneres Auge zu zaubern. Ich liebe ihren Humor, ihre Dialoge (ganz besonders Gwennys inneren Monologe! :D) und die Art und Weise, in der sie ihre Charaktere in die lustigsten Situationen manövriert.
Die Seiten flogen nur so dahin. Seit langer Zeit, habe ich Stunden am Stück gelesen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Laut dem Vorwort sind einige Dinge angepasst worden, mir ist beim lesen jedoch nichts gravierendes aufgefallen.
Ich kann jedoch sagen, dass diese Geschichte ganz sicher auch heute vielen Lesern Freude bereiten wird - unabhängig davon, ob man die Bücher damals schon gelesen hat oder nicht.Fazit
Rubinrot - der Auftakt meiner Alltime Favorite Jugendbuchreihe - kann mich auch heute noch in absolute Begeisterung versetzen und gibt mir ein Gefühl von „nach Hause kommen“.
Ich liebe Kerstin Giers Schreibstil, den Humor, die Dialoge und den inneren Film, der mir vor mein inneres Auge gezaubert wird.
Auch heute noch… ein ganz großes Highlight für mich und ein Buch, für das man sich die Nacht um die Ohren schlägt, weil man es nicht aus der Hand legen kann. - 8
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