Bücher mit dem Tag "1913"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1913" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

    (533)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die junge Marie kommt als Küchenmädchen in die sogenannte Tuchvilla, das Haus des Fabrikanten Johann Melzer. Von Beginn an hat sie es nicht leicht, aber dann stößt sie auf ein Geheimnis, dass sie selbst mit der Familie Melzer verbindet.

    In ruhigem, gemächlichem Erzählstil nimmt die Autorin den Leser mit ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie erzählt die Geschichte der Waisen Marie, die eine Chance bekommt, als Küchenmädchen in einer noblen Villa zu arbeiten und zu leben. Stückchenweise wird das Leben und die Personen in der Tuchvilla beschrieben, die zwischenmenschlichen Beziehungen, ein erster Eindruck zur Tuchfabrik vermittelt. Obwohl die Geschichte selbst interessant ist und sich hervorragend lesen lässt, so kommt es gerade in der ersten Hälfte des Buches doch zu Längen, da einfach zu ausführlich über die kleinsten Kleinigkeiten berichtet wird. Als dann mehr Bewegung in die Geschichte kommt, wird es allerdings viel fataler, denn nun ist Schluss mit historischer Glaubwürdigkeit. Ein Küchenmädchen das innerhalb von Monaten zur Kammerzofe wird und zur Vertrauten und Ratgeberin der halben Familie, ist doch arg weit hergeholt.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Tuchvilla gerne gelesen habe, sollte dem Leser zumindest klar sein, dass der historische Anspruch hier doch eher ziemlich gering ist und ein paar Seiten weniger, hätten der Geschichte sicherlich auch nicht geschadet.


  2. Cover des Buches Der Hydrograf (ISBN: 9783866482623)
    Allard Schröder

    Der Hydrograf

    (20)
    Aktuelle Rezension von: lesestunden
    Insgesamt habe ich die Geschichte als unterhaltsam empfunden, wurde aber vom Buch nicht mitgerissen oder begeistert. Dazu ist Franz ein zu farbloser Mensch und auch die anderen Passagiere sind einem nicht wirklich sympathisch. Nennenswerte Spannung hat die Geschichte ebenfalls nicht. Die Darstellung des Meeres und den Bezug, den Schröder immer wieder zu Franz Innenleben herstellt, ist hingegen sehr gut gelungen. Die Stärke von diesem Roman liegt in der Charakterisierung eines durchschnittlichen Menschen, die sich durchaus echt anfühlt und mit dem geschilderten Lebensweg, Gedanken und Gefühlen sehr gut eine Persönlichkeit portraitiert. Als kurzweilige Zwischenlektüre zur Zerstreuung ist das Buch durchaus empfehlenswert, große Gefühle, Emotionen oder eine packende Liebesgeschichte erwarten hier den Leser allerdings nicht.

    Ausführliche Rezension:  http://www.lesestunden.de/2017/02/der-hydrograf-allard-schroeder/
  3. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

    (298)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Geschichte fand ich früher meistens furchtbar langweilig. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich einen Lehrer hatte, der ununterbrochen nur zusammenhanglose Monologe geführt und irgendwelche Daten von unterzeichneten Verträgen in seinen Bart genuschelt hat, ohne jemals etwas an die Tafel geschrieben zu haben. Aber der Kunsthistoriker Florian Illies beweist, dass es auch anders geht. 2012 veröffentlichte er ein historisches Sachbuch, das nur in einem einzigen Jahr spielt: „1913“. In über 300 Seiten entführt er den Leser in ein Zeitalter, das selbst unsere Großeltern nicht miterlebt haben und bietet eine neue Perspektive auf längst vergangene Epochen. 

    Was ist eigentlich 1913 so alles Wichtiges passiert? Ich wusste vor dem Lesen dieses Buches nur, dass ein Jahr zuvor die Titanic unterging und ein Jahr danach der erste Weltkrieg durch die Ermordung Franz Ferdinands ausgelöst wurde. 1913 selber war für mich aber ein unbeschriebenes Blatt Papier. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich fast alles weiß: Wie Louis Armstrong an seine erste Trompete kam oder Sigmund Freud an seine Katze, welche Intentionen der Kubismus hegte, wie Thomas Mann seine Homosexualität vertuschte und noch vieles mehr. Illies beschäftigt sich mit zahlreichen Themen wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Mode, Musik, Literatur, Architektur, Philosophie und vor allem Kunst. Dabei stellt er die bedeutendsten Persönlichkeiten dieser Zeit vor. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei unter anderem auf Franz Kafka, Adolf Hitler, Alma Mahler, Ernst Ludwig Kirchner oder Else Lasker-Schüler und wirft einen Blick hinter die Kulissen dieser großen Namen. 

    Das Sachbuch ist in insgesamt zwölf Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel steht für einen Monat und beginnt jeweils mit einem Bild und einer Vorschau. Innerhalb dieser Kapitel wird wieder in Abschnitte gegliedert, die nicht mehr unbedingt chronologisch vorgehen. Ihre Länge kann von einem Satz bis zu maximal fünf Seiten variieren und befasst sich entweder mit einem Ereignis oder einer Anekdote über eine Berühmtheit, bei der häufig auch Zitate aus Büchern, Briefen, Tagebüchern oder anderen Niederschriften eingefügt werden.

    Illies schreibt optimistisch, humorvoll und manchmal auch sarkastisch, verwendet außerdem den Präsens und wendet sich gelegentlich direkt an den Leser, um Wissenswertes, das inzwischen 103 Jahre auf dem Buckel hat, wieder lebendig zu machen. Sein schriftstellerisches Talent zeigt sich ebenfalls darin, wie geschickt er Verknüpfungen zwischen an sich voneinander unabhängigen Abschnitten mit Wortspielen, Randinformationen, Vergleichen, Wiederholungen oder rhetorischen Fragen schafft und somit aus der episodischen Erzählung, wie aus tausend kleiner Scherben, ein buntes, vollständiges Mosaik kreiert. Der intellektuelle Anspruch wird neben dem Inhalt, der gewisse künstlerische Vorkenntnisse erfordert, mit hoher Eloquenz und komplexem Vokabular fortgeführt. Nicht Wenige werden von Begriffen wie Galopin, exaltieren, Mäzen, Samowar, Clochard, sakrosankt oder Päderastie zumindest einen nicht aus dem Stegreif definieren können.

    Bemerkenswert ist ebenfalls der große Aufwand an Recherchen, den Illies über sich hat ergehen lassen. Die Auswahlbibliographie ist klein gedruckt und ellenlang. Es ist demnach nur ein Ausschnitt aus den zahllosen Werken, die er durchwälzt hat, um das Jahr 1913 perfekt zu rekapitulieren. Allein das hat meiner Meinung nach volle Anerkennung verdient. Leider ist ihm dann doch ein kleiner Fehler unterlaufen, denn er verwechselt Kokoswasser mit Kokosmilch. Kokoswasser ist die Flüssigkeit, die im Hohlraum einer Kokosnuss liegt; Kokosmilch wird dagegen aus dem gepressten Fruchtfleisch gewonnen. Die Anekdoten sich gleichermaßen faszinierend, wie auch verstörend. Neben Homosexualität sind auch Inzest, Polygamie, Prostitution, Drogenkonsum und Psychosen keine Tabuthemen.

    Warum gerade das Jahr 1913 gewählt wurde, vermag ich lediglich zu mutmaßen. Es könnte einerseits daran liegen, dass der erste Weltkrieg sich bereits anbahnte, das Jahr also historisch betrachtet wie ein Wetterumschwung war und die Menschheit damit gut repräsentiert: Eine Mischung aus Gut und Böse. Künstlerisch gesehen waren die 1910er ein Zusammenprall vieler verschiedener Stile, die facettenreiche und widersprüchliche Kunstwerke zutage brachten. Genau das Richtige also für einen Kunsthistoriker wie Florian Illies. Andererseits liegt das Jahr auch inzwischen weit genug zurück, um keine Zeitzeugen mehr zu haben, die sich noch daran erinnern könnten. Es bleiben uns also nur noch Archive, um Informationen einzuholen.

    Falls es jemals eine Fortsetzung von „1913“ geben sollte, würde ich sie definitiv auch lesen, jedoch bezweifle ich, dass es dazu kommen wird. Es würde mich wirklich brennend interessieren, für welches Jahr sich Illies dann entscheiden würde. Aber vielleicht kann sogar er die Frage nicht richtig beantworten.

    Wer weder vor Kunstgeschichte noch vor hochgestochener Sprache zurückschreckt, hat mit „1913“ von Florian Illies das perfekte Lesefutter gefunden. Egal wie viel Vorwissen man besitzen mag, niemand wird nach dem Lesen behaupten können, nichts spannendes Neues in Erfahrung gebracht zu haben. Wer sich allerdings eher als Kulturbanause bezeichnet, sollte um dieses historische Sachbuch einen großen Bogen machen. Ich zolle Illies‘ Recherchearbeit und fantastischem Schreibstil höchsten Respekt. Besser hätte man ein Buch zu diesem Thema gar nicht umsetzen können. Der kleine Fehler mit der Kokosnuss ist zu gering, als dass er hier ins Gewicht fallen könnte, deswegen erhält „1913“ von mir verdiente fünf Federn.

  4. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

    (316)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Ein schwedisches Landgut, eine mächtige Familie, eine Frau zwischen Liebe und Pflicht: Die große Saga von Corina Bomann

    Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …


    Meine Meinung:

    Der erste Teil der Trilogie „Die Frauen vom Löwenhof“ fing gut an. Der Schreibstil war sehr flüssig und verständlich geschrieben. Man konnte sich die einzelnen Personen gut vorstellen. Eine fesselnde Geschichte in der sehr viele Ereignisse geschehen und spannend herüber kommt.

    Agneta hat es nicht immer leicht, viel Trauer um geliebte Menschen, falsche Entscheidungen die sie in ihrem Leben trifft was ihr viel Schmerz bringt. Aber auch in der Liebe hat sie kein glückliches Händchen. Erst auf Umwegen findet sie ihr Glück.

    Eine wirklich sehr schöne Geschichte, die ausführlich erzählt wird so das man sich gut mit hinein versetzen konnte. 

  5. Cover des Buches 1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte (ISBN: 9783596523160)
    Florian Illies

    1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE

     

    INHALT:

    Sie hätten sich gewünscht, dass das Buch »1913« von Florian Illies noch lange nicht zu Ende ist? Dem Autor ging es genauso. Seit Jahren hat er nach neuen aufregenden Geschichten aus diesem unglaublichen Jahr gesucht – und sie gefunden. So gibt es jetzt 271 neue Seiten mit vielen hundert weiteren aberwitzigen, berührenden, umwerfenden und bahnbrechenden Episoden aus diesem Jahr außer Rand und Band. Die genau da weitermachen, wo »1913. Der Sommer des Jahrhunderts« aufgehört hat.
    Freuen Sie sich auf neue Geschichten voll Liebe und Witz, die so unglaublich sind, dass sie nur wahr sein können.
    Der Nachfolgeband des internationalen Beststellers und »erzählerischen Juwels« (The Guardian) »1913. Der Sommer des Jahrhunderts«, der in 26 Sprachen übersetzt wurde.
    Mit dem Register für beide Bände!

    »Dieses Jahr 1913 lässt mich einfach nicht los. Und je tiefer ich hineingetaucht bin, um so schönere Schätze fand ich auf dem Meeresgrund.«
     Florian Illies

     

    MEINE MEINUNG:

    Nachdem mir Illies Buch LIEBE IN ZEITEN DES HASSES so gut gefallen hat, habe ich nun dieses gelesen, obwohl ich 1913 noch nicht kenne (was ich aber schnellstens nachholen werde!).

    Wieder werden Anekdoten von Künstlern, Politikern und der „Bohéme“ erzählt, dieses Mal aus dem Jahr 1913 – und der Autor tut dies in höchst unterhaltsamer Weise!

    Mir gefallen die oft süffisanten Kommentare außerordentlich gut!

    Stilistisch genau mein Geschmack, und da es wieder kleinere thematische Abschnitte sind, auch wunderbar etwas für zwischendurch! Obwohl: eigentlich…. konnte ich nur schlecht aufhören mit dem Lesen ;-)

  6. Cover des Buches Ungeduld des Herzens (ISBN: 9783746719740)
    Stefan Zweig

    Ungeduld des Herzens

    (104)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky

    this book took me over 2 months to finish. i found it so goddamn boring at times. full of yapping. nonsense. eye rolling moments. our mc has such a hard time saying no that he ends up engaged to someone he doesn’t even like and just visited (was nice to) out of pity. he deserved much for than what he got in the end and i hope it haunts him forever lol. i didn’t like the book but pushed through hoping for a great twist but no, he stays miserable throughout the entire book.

  7. Cover des Buches Gut Greifenau - Abendglanz (ISBN: 9783426521502)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Abendglanz

    (173)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    Als riesiger Downton Abbey Fan habe ich nach Büchern gesucht, die eine ähnliche Thematik haben und bin dabei auf "Abendglanz" der Reihe Gut Greifenau gestossen. Der Klappentext klang für mich vielversprechend und ich war sehr gespannt auf die Story. Meine Neugier ließ aber leider zum ersten Mal nach, als ich erfahren habe, wie jung Katharina ist. Klar, die Zeiten waren damals anders, aber das war mir persönlich dann doch zu enorm. Verstärkt wurde es noch dadurch, dass Katharina viel zu viele "erwachsene" Gedankengänge hatte. In meinen Augen wirkte dies einfach nicht wirklich authentisch. Auch die Geschichte zwischen Konstantin und Rebecca konnte mich nicht emotional erreichen. Der Sohn des Gutsherren war mir zu affektiert, zu unecht. Der einzige Strang, der als einziges mein Interesse zumindest ein wenig fangen konnte, war die Geschichte um den Kutscher Albert. Aber auch da konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen und er blieb mir komplett fremd. 

    Fazit:

    Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet und gehofft, dass mich die Erzählungen genauso mitreißen wie Downton Abbey. Leider hat das überhaupt nicht funktioniert und ich bin nur auf flache Charaktere ohne wirklichen Tiefgang gestoßen. Deshalb werde ich die Reihe natürlich auch nicht weiterverfolgen.

  8. Cover des Buches Die Bibliothek im Nebel (ISBN: 9783426530405)
    Kai Meyer

    Die Bibliothek im Nebel

    (135)
    Aktuelle Rezension von: Ulf_Borkowski

    Kai Meyers Roman „Die Bibliothek im Nebel“ ist ein faszinierendes Werk, das den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte entfaltet sich auf mehreren Zeitebenen und verbindet historische Ereignisse mit einer geheimnisvollen Aura, die den Büchern selbst eine fast magische Kraft verleiht. Besonders eindrucksvoll ist die Figur des jungen Bibliothekars Artur, der 1917 aus Russland flieht und dessen Schicksal eng mit der Macht der Literatur verknüpft bleibt. Meyer gelingt es, die Atmosphäre des Leipziger Graphischen Viertels ebenso lebendig zu zeichnen wie die Schauplätze in Südfrankreich, Paris und St. Petersburg. Die Handlung ist voller Spannung und Emotion, die Figuren sind vielschichtig und berühren durch ihre Verletzlichkeit und Stärke. Die drei Zeitebenen greifen ineinander wie Zahnräder und erzeugen ein komplexes, aber nie überforderndes Leseerlebnis. „Die Bibliothek im Nebel“ ist ein Roman, der nicht nur historische Ereignisse lebendig macht, sondern auch die Magie der Bücher feiert. Kai Meyer beweist erneut, dass er zu den großen Erzählern der deutschen Gegenwartsliteratur gehört, und schenkt seinen Lesern ein Werk, das gleichermaßen spannend, berührend und literarisch schön ist.

  9. Cover des Buches Das Tor zur Welt: Hoffnung (ISBN: 9783499008580)
    Miriam Georg

    Das Tor zur Welt: Hoffnung

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Kati-Books

    Hamburg

    Die Ballin Stadt.

    HAPAG wird größer und kleine Redereien müssen aufgeben.

    Einsamkeit hat viele Facetten. Auch wenn du jemanden um dich hast, kannst du innerlich einsam sein.

    Magnus Godebrink und seine Affäre mit Claire. Linda seine Frau die die Scheidung einreicht. Die Reederei von Magnus am Ende?

    Welche Geschäfte machen Magnus und Quint zusammen?

    Die Oldenburgs am Jungfernstieg, deren Tochter Linda um ihr Glück kämpft, oder in Hass verfällt?

    Ava, die bereit ist Liebe zu schenken, und doch nie genug ist?


    Dies ist der 2. Band dieser Diologie mit Einblicken in die Ballin Stadt, ihrer Auswanderer und denen die dort ihren Lebensunterhalt verdienten. Ein Buch über Ängste, Hoffnungen, Verrat, Intriegen, Verlust und noch so viel mehr. Leider kommt dieser 2. Band nicht im entferntesten an den 1. Band heran, den ich auch gelesen habe.

    Ohne Vorkenntnisse aus dem 1 Buch würde man hier nun nichts verstehen, und selbst dann ist es so unübersichtlich mit Zeitsprüngen und Erzähl-Perspektiven wechseln, dass der Überblick verloren geht und die Handlung für mich in einem Durcheinander versinkt.

    Die Geschichte um Ava und Claire, die die Hauptprotagonisten sind, wird durch ein Riesenpaket an Charakteren verschluckt, was ich persönlich als sehr schade empfinde. Ein spannendes Thema welches mich interessiert, doch nicht den entsprechenden Rahmen bekommt.

    Leider bin ich enttäuscht von dem Buch.

  10. Cover des Buches Im Nordwind (ISBN: 9783499012297)
    Miriam Georg

    Im Nordwind

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Mit Im Nordwind legt Miriam Georg den Auftakt zu ihrer dritten großen historischen Hamburg-Saga vor – nach der „Hanseatischen Familiensaga“ und der „Hamburger Auswandererstadt“. Wie schon in ihren vorherigen Werken verwebt die Autorin auch hier Themen wie die Lebenswirklichkeit von Frauen im frühen 20. Jahrhundert, soziale Ungleichheit, den Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit sowie eine berührende, verbotene Liebe zu einer mitreißenden Geschichte.

    Der Roman fesselt von der ersten Seite an. Trotz seines Umfangs fliegen die Seiten nur so dahin, was vor allem an der atmosphärischen Sprache, den lebendigen Figuren und der eindringlichen Darstellung des historischen Hamburg liegt. Besonders wirkungsvoll ist der gewagte Cliffhanger am Ende, der einen fast atemlos zurücklässt und den Wunsch weckt, sofort mit dem zweiten Band Im Nordlicht weiterzulesen.

    Für alle, die fesselnde historische Romane mit starken Emotionen und sozialem Tiefgang lieben, ist Im Nordwind eine klare Leseempfehlung. Gerne würde ich für dieses Buch sogar mehr als 5 Sterne vergeben.

  11. Cover des Buches Das Auktionshaus - Der Glanz Londons (ISBN: 9783548063966)
    Amelia Martin

    Das Auktionshaus - Der Glanz Londons

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Lisi_Wirth

    Sarah kommt aus einem Armenviertel und wird in den Haushalt von Lady Sudbury aufgenommen. Dort lernt Sarah Kunst, die Liebe zu Bücher usw kennen. Lady Sudbury nimmt sie immer wieder mit zu Auktionen und lernt dort ihre Liebe für schöne Dinge kennen. Als Frau ist es für Sarah schwer sich in dieser Männderdomäne durch zu setzten. Wird  sie es schaffen?

  12. Cover des Buches Das Haus der Bücher und Schatten (ISBN: 9783426293591)
    Kai Meyer

    Das Haus der Bücher und Schatten

    (136)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    Inhalt: Leipzig 1933. Nachdem der Polizeikommissar Cornelius Frey auf Druck der Nationalsozialisten von seinem Dienst suspendiert worden ist, arbeitet er als Nachtwächter im Graphischen Viertel. Auf seinem Weg zur Arbeit entdeckt er eine junge Frau, die sich das Leben nehmen möchte, doch es gelingt ihm, sie von dem Gegenteil zu überzeugen. Beim Abschied flüstert sie ihm die rätselhaften Worte “Sie weinen alle im Keller ohne Treppen” zu. Kurze Zeit später stößt er auf die Leiche der jungen Frau, die mit einem Kopfschuss ermordet wurde. Neben ihr liegt - ebenfalls tot - ein ehemaliger Kollege von Cornelius. Um den Fall zu klären, kehrt Cornelius widerwillig in seinen alten Beruf zurück - und entdeckt Unglaubliches…

    1914. Paula, Lektorin bei einem Leipziger Verlag, befindet sich gemeinsam mit ihrem Verlobten Jonathan auf dem Weg ins Baltikum, um dort das neuste Manuskript des erfolgreichen Schriftstellers Aschenbrand, das bereits vor Monaten eingereicht worden sein sollte, einzusehen. Dort angekommen erwarten sie ein nahezu verlassenes Herrenhaus, wirre Träume und ein merkwürdiger Schriftsteller…


    Persönliche Meinung: “Das Haus der Bücher und Schatten” ist ein Roman von Kai Meyer. Es handelt sich um den dritten Band der “Die Geheimnisse des Graphischen Viertels”-Reihe. Die Handlung der einzelnen Romane ist in sich abgeschlossen, sodass man die Bände der Reihe unabhängig voneinander lesen kann. Die Reihe ist aber sehr gelungen, weshalb ich sie jedem ans Herz legen möchte; außerdem finden sich immer mal wieder schöne, kleine Easter Eggs, die auch auf die anderen Romane verweisen. “Das Haus der Bücher und Schatten” lässt sich schwerlich einem Genre zuordnen. Während der 1933 spielende Handlungsstrang eher einem Kriminalroman ähnelt - Cornelius deckt nach und nach ein Netz aus Intrigen auf, wobei es mehrere unerwartbare Wendungen gibt -, erinnert der im Baltikum spielende Handlungsstrang an einen Schauerroman. Hier entführt Kai Meyer - gekonnt atmosphärisch erzählend - in einen andersweltlichen Raum: Das Herrenhaus ist abgelegen, die Bewohner undurchsichtig und die Zahl der schlummernden Geheimnisse groß, wodurch eine hohe Spannungskurve entsteht (diese wird durch die Ich-Erzählerin Paula auf die Spitze getrieben, da sie Züge einer unzuverlässigen Erzählinstanz besitzt). Beide Handlungsstränge eint ihr Hang zum Phantastischen, denn mehrfach finden sich Dinge, die nicht “einfach so” zu erklären sind. Schön gemacht ist auch, wie sich die beiden Handlungsstränge mehr und mehr bis zum großen Finale vermengen - hierzu möchte ich zwecks Spoilergefahr aber nichts weiter ausführen. Auch der historische Hintergrund kommt in dem Roman nicht zu kurz: Das Erstarken des Nationalsozialismus spielt ebenso eine wichtige Rolle wie der sich intensivierende Antisemitismus und völkerrechtliche Fragen im Baltikum. Wie von Kai Meyer gewohnt, ist auch  “Das Haus der Bücher und Schatten” sehr dicht, bildgewaltig und anschaulich geschrieben - ein Fabulieren im besten aller Sinne. Insgesamt ist “Das Haus der Bücher und Schatten” ein spannender Roman, der zwischen Krimi, Schauerliteratur und Buchliebhaberei changiert.

  13. Cover des Buches Stadt der verschwundenen Köche (ISBN: 9783813506051)
    Gregor Weber

    Stadt der verschwundenen Köche

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schiffskoch Carl Juniper ist ein forscher Typ, der offenbar seinen Job als Koch sehr gut macht. Er wacht nach einem Schiffbruch, bei dem er im kalten Wasser eigentlich hätte ertrinken sollen, in einer anderen, unbekannten Welt auf. Dort hat er Glück und wird von Bren, einem mutigen Einwohner, aufgelesen und aufgenommen. 

    Bren begibt sich damit selbst in Gefahr, weil in dieser Welt so gut wie alles außer arbeiten, schlafen und "einnehmen" einer Breimahlzeit verboten ist. Der Genuss ist hier vollkommen ausgeschaltet. Sowohl das Essen, als auch Zwischenmenschlichkeit finden eigentlich gar nicht statt. Selbst verheirateten Paaren ist es nicht erlaubt, zusammen zu leben. 

    Carl gelingt es, in dieser seltsamen Welt Fuß zu fassen, einen Job zu finden und sich zu arrangieren. Bis er durch Zufall auf eine Küche stößt, in der ein paar finstere und ruppige Gesellen kochen und fluchen was das Zeug hält. Die High Society hat so nämlich doch Zugang zu Gaumenschmaus und Fleischeslust. 

    Hier fühlt der Koch sich gleich wohl und ist ganz in seinem Element. Da er in illegalen Gefilden gelandet ist, muss er sich natürlich erst einmal beweisen. 

    Dann trifft er auch noch die Liebe seines Lebens... aber kann er bei ihr bleiben?

    Meine Meinung zum Buch:

    Leider ist dieses Buch absolut nicht meins gewesen. 

    Ich bin sehr beeindruckt davon, dass Gregor Weber eine neue Welt geschaffen hat, die schlüssig und detailreich daher kommt. Die Idee, dass eine Masse an Menschen einfach nur mit dem nötigsten gefüttert wird, um zu funktionieren - Genuss ist zum Überleben schließlich nicht zwingend erforderlich - ist interessant. Ebenso ist es nachvollziehbar, dass es dann doch eine privilegierte Gruppe gibt, die Zugang zu allem hat und diesen in vollen Zügen genießt. Irgendwie ist die Welt auch in Wirklichkeit manchmal ähnlich, oder nicht?

    Man merkt, dass der Autor selbst Koch ist. Ich habe selbst mal eine Gastronomieausbildung gemacht und weiß, dass der Ton in Küche und Service rau sein kann. Die Art, wie die Köche hier sprechen, fand ich sehr krass und eher abstoßend. Vielleicht ist das auch die Art, wie sie im echten Leben sprechen, wenn keine Frau anwesend ist...das würde ich zumindest nicht ausschließen. :-)

    Achtung, kleiner Spoiler:

    Außerdem mag ich es nicht so gern, wenn eine Liebesgeschichte so "holter die polter" die große Liebe des Lebens mit völliger Ergebenheit und verstehen ohne Worte etc. funktioniert. Vielleicht bin ich dafür zu pragmatisch. 

    Spoiler Ende

    Carl Juniper ist mir eher unsympathisch gewesen und auch zu den meisten anderen Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden.

    Gut fand ich allerdings das Ende! Es ist ja nicht wirklich leicht, ein gutes Ende für ein Buch hinzubekommen. Das ist Gregor Weber hier meiner Meinung nach gelungen. 

  14. Cover des Buches Die Fotografin - Die Welt von morgen (ISBN: 9783734106590)
    Petra Durst-Benning

    Die Fotografin - Die Welt von morgen

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Khepri

    Nach dem Tod ihres Onkels, kehrt Mimi zur Wanderfotografie zurück, doch diesmal nicht alleine sondern in Begleitung von Anton. Nach einem Berlin Aufenthalt, verschlägt es die beiden nach Münsingen, das sowohl für die Schafzucht, als auch für das Militärlager das dort steht, bekannt ist. Die Zeit in Berlin war wundervoll beschrieben und man konnte voll in diese Zeit eintauchen. Auch die zunehmende Emanzipation der Frauen wird angeschnitten. 

    Man trifft in diesem Band wieder alte als auch neue Bekannte. Alle zeichnen sich durch eine unglaublich tolle Charakterentwicklung und einer wundervollen Tiefe aus. Natürlich begleitet man auch wieder Alexander, der Kunst in Stuttgart studiert und muss sagen diese Einblicke waren wieder sehr interessant.

    Die Geschichte ist wieder unglaublich fesselnd, sodass ich wie bei den anderen beiden Bänden nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Dies wird durch den Schreibstil der Autorin deutlich, der Wiedermal flüssig und fesselnd ist.


    Fazit:

    Ein weiterer gelungener Teil der Reihe, der durch die lebendigen Charakteren als auch den historischen Einblicken überzeugt

  15. Cover des Buches Sturm über Rosefield Hall (ISBN: 9783442482146)
    Julie Leuze

    Sturm über Rosefield Hall

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Kathi1991

    Ich habe von Anfang an super in das Buch reingefunden. Der Schreibstil von Julie Leuze ist sehr flüssig, bildlich und detailliert.

    Nach der Kurzbeschreibung konnte man sich die Geschichte schon ein wenig ausmalen, doch das außer der Liebesgeschichte auch die Frauenrechte eine Rolle spielt war dann doch überraschend. 

    Die taffe Protagonistin Ruby hat mir sehr gut gefallen. Auch wie sich Sie ihre Denkweise im Laufe der Geschichte geändert hat, natürlich auch durch den charmanten Cyril. Man konnte deutlich erkennen, welche Rolle die Frau im 20. Jahrhundert spielte.  

    Ich konnte einfach in die Geschichte eintauchen und alles um mich rum vergessen - einfach schön!

    Ich werde den Roman von Julie Leuze gerne weiterempfehlen.


  16. Cover des Buches Die Strandvilla (ISBN: 9783426524121)
    Sina Beerwald

    Die Strandvilla

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Sylt, 1913: Moiken Jacobsen ist erstaunt, als sie erfährt, dass ihr Haus zum Verkauf steht. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass ihre Schwiegermutter es inserieren ließ, denn es gehört nach wie vor ihr, nicht Moiken, obwohl diese fest davon ausgegangen war. Außerdem erfährt sie in diesem Gespräch auch vom Tod ihres Mannes Peter, der bei einer seiner Seefahrten wohl von Bord gestürzt sei und so zu Tode gekommen ist. Moiken ist tieferschüttert, denn ihre Schwiegermutter ist bitterböse und konnte sie noch nie leiden, außerdem ist sie nun mit nur fünfunddreißig Jahren Witwe und alleine für ihre Tochter Emma zuständig, dabei reicht das Geld hinten und vorne kaum zum Überleben. Nur mit ihren Kuchen, die sie immer wieder auf Bestellung backt und ohne ein Dach über dem Kopf können die beiden Frauen nicht auf der Insel bleiben. Da kommt das Angebot von Hotelier Theodor von Langstedt gerade Recht und Moiken zögert nur kurz, es anzunehmen und nicht nach Hamburg zu gehen, wie sie es eigentlich geplant hatte. Denn nun darf sie in Hülle und Fülle, ganz nach ihren eigenen Vorstellungen, feinste Konditorwaren für die Gäste des Hotels "Strandvilla" in Westerland backen, außerdem haben sie und ihre Tochter freie Kost und Logis und plötzlich keine finanziellen Probleme mehr. Dass Theodor Gefühle für Moiken hat, dessen ist sie sich bewusst, zögert es dennoch bis nach dem Trauerjahr hinaus, sich mit ihm zu verloben. Allerdings macht er es ihr nicht immer leicht, sich in ihn zu verlieben und Gefühle für ihn zu entwickeln, denn er ist sehr eifersüchtig auf den Strandfotografen Boy, der Moikens große Jugendliebe war und nun plötzlich wieder in ihrem Leben aufgetaucht ist...

    Sina Beerwald gelingt es von der ersten Seite an, das schwere und entbehrliche Leben der Witwe Moiken Jacobsen zu erzählen. Dennoch ist diese eine starke und selbstbewusste Frau, die genau weiß, was ihre Träume sind und durchaus in der Lage ist, sich auch dafür einzusetzen. Trotzdem muss sie sich so manchen Lebensumständen fügen, vergisst dabei aber niemals ihren größten Wunsch. Die Insel Sylt bietet für diesen Roman die perfekte Kulisse und sorgt für eine wunderschöne Atmosphäre. 

    Da das Buch schon über zwei Jahre auf meinem SuB liegt, habe ich es nun endlich befreit und war sehr gespannt, wie es mir denn gefällt. Jetzt bin ich froh, dass ich auch schon die beiden Folgebände hier liegen habe, denn ich mochte den Roman von Beginn an sehr gerne. Einzig der Klappentext hat mich enttäuscht, denn es wird darin vieles erwähnt, was im Roman selbst erst bei der Hälfte oder noch später passiert, das hat die Handlung aber gar nicht nötig.

  17. Cover des Buches 1913 - Was ich unbedingt noch erzählen wollte (ISBN: B07HRL44K1)
  18. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1) (ISBN: 9783844917345)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1)

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Schweden 1913: Agneta Lejongård hat den elterlichen Gutshof verlassen, um in Stockholm Kunst zu studieren, und später als Malerin ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Doch ein tragisches Unglück ruft sie zurück auf den Löwenhof, und Agneta muss eine schwere Entscheidung treffen. Stellt sie sich der Verantwortung, die auf sie wartet, oder folgt sie weiterhin ihren eigenen Lebensträumen?


    Von Anfang an hat mich dieser wundervolle Roman um eine junge Frau aus schwedischen Adelskreisen in seinen Bann gezogen. Agneta, zwischen Pflichterfüllung und Selbstbestimmung hin- und hergerissen, fand ich charakterlich sehr gut dargestellt. Sie sympathisiert nicht nur mit den Suffragetten, sondern frönt auch der freien Liebe mit dem Studenten Michael.

    Den Kontrast zwischen Agnetas Leben in Stockholm und den engen Konventionen, denen sie sich auf dem heimatlichen Gutshof trotz allen fortschrittlichen Denkens immer noch unterwerfen muss, hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Unter Agnetas Mutter Stella herrschen strenge Regeln, und die Contenance ist unter allen Umständen zu wahren. Gefühle müssen stets dem Verstand untergeordnet werden, doch gerade davon will die Tochter nichts wissen. Agneta glaubt an die große Liebe, obwohl auch sie Enttäuschungen und Zurückweisungen erleben muss. Aber auch bei ihren Entscheidungen als junge Gutsherrin war mir Agneta äußerst sympathisch. Pferde sind ihre Lebensgrundlage und für sie somit Handelsware, und doch schlägt sie ein gutes Geschäft aus, weil die kostbaren Tiere nicht auf den europäischen Schlachtfeldern geopfert werden sollen. Nicht nur Stella und ihre Mutter wirken mit allen ihren Ecken und Kanten sehr authentisch, auch die männlichen Hauptdarsteller haben mir gut gefallen, ebenso wie die dienstbaren Geister des gräflichen Haushalts. 

    Sehr überzeugend hat Corina Bomann in ihrem Buch meiner Meinung nach auch den Anbruch eines neuen Zeitalters beschrieben. Die ersten Automobile bestehen neben Pferdekutschen, Röntgenuntersuchungen sollen ärztliche Diagnosen bestätigen, und Kaiserschnittentbindungen werden sogar bei Zwillingsgeburten erfolgreich durchgeführt. 

    Der Aufbau des Romans hat mir mit seiner inhaltlichen Vielfalt, seiner spannenden Handlung und seinen charakterstarken, glaubwürdigen Figuren ganz ausgezeichnet gefallen. Flüssig erzählt, hat mich nur die Stimme der Sprecherin Nora Jokhosha anfangs nicht zu begeistern vermocht. Ihre Intonation fand ich zuerst etwas zu aufgeregt, die Sätze hingegen kamen mir seltsam abgehackt vor. Im Laufe des weiteren Vortrages sind diese Störfaktoren jedoch verschwunden, und auf die Folgebände darf man durchaus gespannt sein.

  19. Cover des Buches Der tote Rittmeister (ISBN: 9783442490356)
    Elsa Dix

    Der tote Rittmeister

    (89)
    Aktuelle Rezension von: fbagoly

    Nach "Die Tote in der Sommerfrische" begibt sich auch im zweiten Band der Seebad-Krimireihe.

    Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil.

    Das Cover  ist gut gelungen und passend zu dem Buch. 

    Der Roman ist ein spannender Krimi mit der unerschrockenen Viktoria Berg, Tochter aus wohlhabendem Hause und mit dem Journalisten Christian Hinrichs. Die beide möchten die Wahrheit suchen und sie entdecken in der feinen Seebadgesellschaft Abgründe, tief und geheimnisvoll wie die Nordsee…

    Ein Rittmeister der kaiserlichen Kavallerie wird ermordet, und ein kleines Mädchen aus dem nahen Seehospiz verschwindet spurlos. Niemand weiß, wie sehr das verschwundene Mädchen mit dem toten Rittmeister zusammenhängt. Die Geschichte wechselt zwischen der Suche nach dem verschwundenen Mädchen und der Suche nach dem Mörder des Rittmeisters ab. Verschiedene Personen und Verdächtige wurden aufgeführt.

    Die Liebesgeschichte zwischen Viktoria und Christian ist super dargestellt. Sie müssen zuerst wissen, was sie eigentlich wollen. Vertrauen ist sehr wichtig!

    Endlich sind Täter und Motiv eine Überraschung.

    Dieses Buch hat mir gut gefallen, ich würde es empfehlen zu lesen.

  20. Cover des Buches Heller Mond, weite Träume (ISBN: 9783751743174)
  21. Cover des Buches Modehaus der Träume (ISBN: 9783423219808)
    Marlene Averbeck

    Modehaus der Träume

    (103)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Wir schreiben das Jahr 1913 und ich finde mich als Leserin im edlen Warenhaus Lichtenstein wieder, das von den Brüdern Ludwig und Jacob mit eben diesem Nachnamen, geführt wird. Während der jüngere der beiden Brüder, Ludwig, gerne alles so lassen würde, wie es ist, hat der ältere Bruder Jacob den Kopf voller neuer Ideen, um das Haus und seine Mode voranzutreiben. Unterstützt werden die Beiden unter anderem von dem Ladenmädchen Hedi und ihrer guten Freundin Thea, die im Haus als Näherin beschäftigt ist. Aufgrund der doch sehr unterschiedlichen Einstellung der Brüder, ist das gemeinsame Führen nicht immer einfach. Als schließlich ein Feuer ausbricht, das große Teile des Lichtensteins in Schutt und Asche legt, scheint ihr gemeinsames Schicksal, sowie das aller Angestellten, besiegelt …

    Zu Anfang tat ich mich etwas schwer in die Geschichte zu finden, da doch sehr viele verschiedene Charaktere vorgestellt werden. Die hieß es erstmal zuordnen! Doch bald schon fand ich mich mittendrin und genoss Berlin als DIE Stadt der Mode zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Doch auch hier, man ahnt es ja bereits, schlägt die oft grausame Geschichte, diesmal in Form des Ersten Weltkriegs, wieder zu. Sehr glaubhaft und authentisch verarbeitet die Autorin Marlene Averbeck die historischen Ereignisse und macht mit einem spannenden Ende mehr als Lust auf Band zwei und drei der Trilogie. Von mir erhält das „Modehaus der Träume“ sehr verdiente vier von fünf Sterne, natürlich verbunden mit einer Lese- bzw. Hörempfehlung.

  22. Cover des Buches Der Club der Bücherfreundinnen (ISBN: 9783963624063)
    Amy Lynn Green

    Der Club der Bücherfreundinnen

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Lesestern

    Auf den "Club der Bücherfreundinnen" von Amy Lynn Green , erschienen bei Francke-Buch hatte ich schon lange mein Augenmerk gerichtet.
    Bereits das Cover mit dem Hintergrund einer alten Bibliothek ,der Buchtitel und die ansprechende Inhaltsbeschreibung hat mein Bücherherz direkt erreicht.

    Zusammen mit Louise, Avis, Ginny und Martina bin ich eingetaucht in die Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen des 2.Weltkriegs

    So unterschiedlich die Frauen und ihre Lebensschicksale auch sind, finden sie sich zusammen in einer alten Bibliothek, die von der Schließung bedroht ist.
    Avis, die durch familiäre Bande zur Bibliotheksleiterin avanciert gründet aus der Not heraus einen Leseclub. Zu diesem Buchclub erscheint auch die rechtmäßige Besitzerin der Bibliothek, Louise, die mit ihrem Erbe eher auf Kriegsfuß steht und bereit ist, die Bibliothek zur Entstehung eines Kindergartens zu opfern. Ginny, ein junges Mädchen, das mit seiner Familie von ihrer Heimatinsel zugunsten Kriegsinteressen vertrieben wurde, und den Zugang zu Büchern über die beim Clubtreffen angebotenen Leckereien findet. Und dann gibt es noch Martina, die mit ihren beiden Kindern auf der Flucht ist und als Einzige ein großes Interesse an den Büchern selbst hat.

    Über die miteinander gelesenen Bücher und den gegenseitigen Austausch darüber lernen sie sich besser kennen, erfahren von ihrer Vergangenheit und wachsen zu einer starken Gemeinschaft.

    Verborgene Geheimnisse werden offenbar und lebensgefährliche Bedrohungen erschüttern Freundschaften und Beziehungen.

    Mein Leseeindruck:
    Als leidenschaftliche Bücherfreundin mit historischem Faible habe ich mich in der Bücherwelt dieses Romans sofort heimisch gefühlt und habe mit Interesse die Entstehung des immer größer werdenden Bücherclubs und die Vielfalt der dafür ausgewählten Lektüre verfolgt.
    Die Charaktere der Hauptprotagonistinnen sind authentisch gezeichnet und aufgrund ihren Erfahrungen und Erlebnissen nachvollziehbar.
    Ihre Entwicklung vollzieht sich in langsamen Zügen angepasst an den historischen und biographisch geprägten Hintergrund.
    So ist auch bei mir nicht sofort der Funke übergesprungen, da jede der vier Frauen mit ihrem Lebenspaket beladen sich nur zaghaft öffnete. Die miteinander gelesenen Bücher waren dabei ein Türöffner, um Geheimnisse und verborgene Ängste zu offenbaren.
    Der Glaube an einen durch alle Lebenssituationen begleitenden Gott ist hier wie ein zartes Band , das der Unterschiedlichkeit der Frauen gemäß und ihren Erlebnissen durch kleine Fäden sichtbar wird.
    Auch wenn das Buch in vielen Passagen einem dahinfließenden Lebensstrom gleicht, spürt man zwischen den Zeilen den immer näher kommenden Sturm, der sich im letzten Teil des Buches fast thrillerhaft entlädt...

    Mein Fazit:
    Ein lesenswerter Roman, der die Lebensschicksale von vier ungleichen Frauen in der Tiefe beleuchtet, Vergangenheit ans Licht bringt und aufzeigt, welche Möglichkeiten sich durch Bücher widerspiegeln und welche Kraft das Lesen und der Austausch darüber entfaltet. Man spürt ,dass
    Bücher wahre Kommunikationskünstler sind und unausgesprochene Wahrheiten auf einem leisen aber eindrücklichen Weg transportieren.
    Eine wunderbare Botschaft, für alle die Bücher lieben und die, die bereit sind dieses Metier zu entdecken.




  23. Cover des Buches Das Lichtenstein: Modehaus der Träume (ISBN: 9783958625808)
    Marlene Averbeck

    Das Lichtenstein: Modehaus der Träume

    (40)
    Aktuelle Rezension von: goejos

    Berlin in der Vorkriegszeit. die beiden Lichtenstein-Brüder führen mit ziemlich gegensätzlichen Vorstellungen ein Modehaus. Jacob möchte die Pariser Mode etwas verifiziert in seinem Haus anbieten. Er stößt nicht überall auf Zustimmung. Thea und Hedwig arbeiten dort und träumen von etwas Besserem. Ella ist eine Schauspielerin, welche es aber nach der ersten größeren Rolle zum Film zieht. Dann brennt das Lichtenstein. Ist es das Ende des Hauses und auch das Ende der Träum der Protagonisten? Die Autorin vermittelt ein lebensnahes Lesen. Ihre Schilderungen sind spannend, aber nicht übertrieben. Es kommt natürlich auch die Liebe nicht zu kurz und die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss. Was will man mehr. Über 450 Seiten Lesegenuss!

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