Bücher mit dem Tag "1923"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1923" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Fräulein Gold: Scheunenkinder (ISBN: 9783499004308)
    Anne Stern

    Fräulein Gold: Scheunenkinder

    (130)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    1923: Die Berliner Hebamme Hulda Gold wird zu einer Geburt ins Scheunenviertel nach Mitte gerufen. Obwohl die jüdische Familie dort nach ihren ganz eigenen, strengen Regeln lebt, gewinnt Hulda das Vertrauen der jungen Mutter. Als das Neugeborene nach wenigen Tagen verschwindet, macht sich Hulda auf die Suche nach ihm. Wie kann ein Kind in dieser engen Gemeinschaft einfach so verlorengehen? Je hartnäckiger Hulda den Spuren folgt, desto stärker stößt sie auf Widerstand, denn die Bewohner des Viertels haben ihre gut gehüteten Geheimnisse. Bald zeigt sich, dass die Berliner Polizei zur gleichen Zeit nach Kinderhändlern fahndet, und Hulda ahnt einen Zusammenhang. Kann Kommissar Karl North ihr helfen, das Neugeborene zu finden? Doch dann entlädt sich im Scheunenviertel der Judenhass in einem Pogrom, und Hulda selbst gerät in höchste Gefahr. 

    Ich habe den ersten Teil schon vor einigen Jahren gelesen, aber irgendwie hat die Reihe mich nie ganz losgelassen, da ich den Mix aus historischem Roman, die Arbeit einer Hebamme und den Krimianteil einfach sehr gelungen finde, deshalb habe ich mich nun an den zweiten Teil der Reihe gemacht und bin begeistert. Der Schreibstil ist sehr locker und leicht wie von der Autorin gewohnt und ich habe die Geschichte in wenigen Tagen verschlungen. Hulda ist eigenwillig, hat das Herz aber am rechten Fleck und ist vorallem für ihre kleinen Patienten immer zur Stelle. Auch die historischen Begebenheiten wie die Inflation oder das Progrom im Scheunenviertel werden von der Autorin sehr schön mit der Handlung verwebt- so lernt man ganz nebenbei noch etwas dazu. 

    Wieder bin ich begeistert und werde wohl bald den dritten Teil lesen. 

  2. Cover des Buches Gut Greifenau - Silberstreif (ISBN: 9783426525456)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Silberstreif

    (145)
    Aktuelle Rezension von: kunterbunt79

    Dieses Buch ist das 5 dieser Reihe und spricht mich vom Cover her schon an, wenngleich dieses Buch zu einer Zeit spielt, in der der Glanz der Grafen am verblassen ist.

    Es handelt sich um eine Familie, wobei es sich vorwiegend um das Geschehen auf dem Gut Greifenau bewegt. In den 20 er Jahren gibt es viele Ereignisse, die Menschen sind gespalten und wo man nur hinblickt gibt es Veränderungen.

    Mhh, doch wo beginne ich zu erzählen, ohne zu viel zu spoilern? Das fällt mir hier wirklich sehr schwer.

    Diese Geschichte spielt im Zeitraum von 1923 bis 1928.

    Das Grafenpaar hat 4 Kinder, die aber alle schon Erwachsen sind. So haben sie sich aber nicht alle so entwickelt, wie Gräfin Feodora es sich erhofft hat. Ihr Mann nahm sich das Leben und sie selber lebt nicht mehr auf dem Gut, da sie mit Konstantins Lebensweise nicht eins ist. Sie hält immer noch an der vergangenen Zeit fest. Dies als kleiner Einstieg von den vorherigen Bänden.

    Konstantin der Erbe des Gutes ist mit einer Dorflehrerin verheiratet und hat allerhand mit dem Gut zu tun. Da hat natürlich die Inflation sehr starken Einfluss auf das Leben dort. Ein Aufschwung ist zu merken, was aber auch mit Investitionen zu tun hat. Kurzerhand wird das Gut so umfunktioniert, dass Sommergäste beherbergt werden können, was natürlich Geld in die Kasse bringt. Doch dies ist nicht alles, denn vom Nachbarn werden ihm noch Steine in den Weg gelegt, dem er aber schnell Herr wird.

    So passiert allerhand auf dem Gut, Rebecca die Frau von Konstantin bekommt ein zweites Kind, ein Mädchen und auch bei den Mitarbeitern des Gutes passiert so vieles.

    Doch auch von den anderen Geschwistern liest man in diesem Buch. So versucht Katharina den Spagat wischen Medizinstudium, Mama sein und eine gute Ehefrau zu sein, doch wo bleibt sie als Person? Alles nicht so einfach zur damaligen Zeit.

    Alexander, der sich ganz der Musik widmet und an Männern Gefallen hat versucht sein Geheimnis für sic zu behalten. Ob er dies schafft?

    Ja und dann haben wir noch Nikolaus, der Bruder, mit dem so keiner recht was gemein hat. Er entwickelt sich in eine Richtung, die dann doch politischer ist, als er im Vorfeld dachte.



    Ein Buch mit vielen Geschehnissen und so vielen unterschiedlichen einzelnen Geschichten und Schicksalen. Auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, so wird gekonnt immer wieder erzählt, warum dies nun so ist und ein wenig von der Vorgeschichte erzählt. Mir selber hat das Buch sehr gefallen, wenngleich mir diese Wiederholungen so manches Mal zu viel waren. Aber mir ist auch klar, dass man hier auch die Quereinsteiger mitreißen mag.

    Das Buch ist wirklich sehr gut und es lässt sich flüssig lesen. Man ist schnell in der Geschichte drin und kann sich absolut in die einzelnen Lagen hinein versetzen.

    Wer solche Familiengeschichten mag, welche dann noch mit Geschichte gespickt ist, ist hier genau richtig. Da ich alle 5 Bände gelesen habe und somit einen Vergleich ziehen kann, würde ich hier 4 von 5 Sternen vergeben.

  3. Cover des Buches Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten (ISBN: 9783404193028)
    Michaela Grünig

    Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Marw

    Cover: Das Cover ist wieder sehr schön gemacht mit dem Hintergrund der Seebrücke von Heiligendamm. Ausserdem passt das Cover wunderbar zum ersten Teil der Reihe und fügt sich sehr gut ein. 

    Inhalt: Palais Heiligendamm, 1922: Während der Währungskrise kämpft Elisabeth erneut um das Überleben des frisch renovierten Palais. Erst als ein berühmter Regisseur in der schönen Kulisse des Hotels einen Film dreht, gibt es neue Hoffnung. Während der berufliche Erfolg zum Greifen nah ist, steht Elisabeths Liebe zu Julius unter keinem guten Stern. Auch ihr Bruder Paul muss Abschied von seinen Träumen nehmen. Er ist zutiefst unglücklich. Als er in den Dunstkreis der NSDAP gerät, trifft er eine Entscheidung, die die ganze Familie in Gefahr bringt ... 

    Meine Meinung: Ich habe mich sehr gefreut all die bekannten Charatere aus dem ersten Teil wiederzusehen und diese erneut zu begleiten. Ich war direkt wieder in ihrem Leben drin und ich konnte wieder richtig mitfiebern. Der Schreibstil wie im ersten Teil auch schon sehr bildhaft und und passt sehr gut zur Geschichte. Die Seiten sind regelrecht dahingeflogen und ich hatte das Buch in wenigen Tagen gelesen. Die verschiedenen Charaktere wurden wieder sehr authentisch dargestellt und die meisten waren unglaublich sympathisch aber es gab auch einige sehr erschreckende Entwicklung die mir sehr leid getan haben. In der Geschichte findet sich wieder viel Spannung, Drama, Liebe und überraschende Wendungen. Ausserdem werden bekannte historische Ereignisse in der Handlung gut eingeflochten. Ich konnte durch das Buch viel über die historischen Ereignisse lernen. Die Fortsetzung ist einfach so klasse geschrieben und so gelungen, dass ich es kaum erwarten kann den dritten Teil zu lesen. Von mir erhält das Buch auf jeden Fall 5 von 5 Sternen und eine sehr große Empfehlung!

  4. Cover des Buches Im Rausch des Aufruhrs (ISBN: 9783423352024)
    Christian Bommarius

    Im Rausch des Aufruhrs

    (76)
    Aktuelle Rezension von: lebensfluten

    Wer die Werke von Florian Illies mag, wird dieses Buch lieben.
    Die detailreiche und analytisch klug beschriebene Aufarbeitung des Jahres 1923 erinnert in vielerlei Hinsicht an die Werke von Illies.
    Es werden politische, gesellschaftliche und auch kulturelle Seiten beleuchtet. Man merkt, dass dem Werk eine genaue Analyse und Recherche des über das Jahr 1923 vorausgegangen sein muss.
    Schon das Cover lädt zum Lesen ein und baut Spannung auf. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte und es sich dadurch gut und schnell lesen lässt.
    Auch wenn man historisches Interesse hat, kann man durch das Lesen des Buches viele neue, kleine Informationen und Fakten erfahren.
    Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Vor allem für Freund*innen und Bekannte, die sich für die 20er Jahre begeistern können eine absolute Geschenkempfehlung.


  5. Cover des Buches Die Nebelkrähe (ISBN: 9783958295834)
    Alexander Pechmann

    Die Nebelkrähe

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    London, 1923. Der Große Krieg ist mehr als vier Jahre vorbei, aber die Gräuel sind noch lange nicht vergessen. Auch Peter Vane, ein junger Wissenschaftler, ist tief traumatisiert. Besonders den Verlust seines Kameraden Finley hat er nicht verwunden. Dieser gilt seit einer Verletzung an der Front als vermisst und gab ihm kurz vor seinem Verschwinden eine kleine Daguerrographie, die ein Mädchen darstellt und die Peter zu einer Art Talisman geworden ist.
    Seit einiger Zeit hört der junge Mann Stimmen. Eine raunt ihm immer wieder ins Ohr: „Lily, Lily.“ Peter kennt niemanden dieses Namens, glaubt aber an eine Verbindung zu Finley und dem Bild. Ein Kommilitone, Frank Bunyan, rät ihm zu einem Besuch der London Spiritualist Alliance, wo man Séancen abhält. Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende boomte diese Form der Geisterbeschwörung und tatsächlich beruht auch Alexander Pechmanns Romangeschehen auf realen historischen Vorbildern. Nicht nur die Alliance gab es, sondern auch das Medium, an das sich Peter Vane wendet, die Irin Hester Dowden, ist eine historische Figur. Zunächst sehr zögerlich und skeptisch beschließt Peter, sich einer solchen Séance anzuschließen, um Kontakt mit der jenseitigen Welt aufzunehmen und so vielleicht etwas über das Mädchen auf der Daguerrographie und das Schicksal seines Kriegskameraden herauszufinden.
    Tatsächlich scheint Peter zugänglich für Botschaften aus der Geisterwelt zu sein, nur der, der ihm Botschaften mittels des Ouija-Boards schickt, ist nicht sein alter Freund, sondern – Oscar Wilde. Peter hält daran fest, eine rationale Erklärung für die Vorgänge zu finden, die alle auf merkwürdige Weise zusammenhängen. Doch Klarheit lässt sich nicht endgültig finden.
    Nach Aufzeichnungen der historischen Hester Dowden, die in ihren Protokollen sowohl Botschaften von Wilde als auch die Anwesenheit eines „Mr.V“ erwähnt, strickt Alexander Pechmann eine erstaunliche, abenteuerliche Geschichte. Bestens recherchiert und atmosphärisch perfekt inszeniert, dazu spannend erzählt, fesselt der kurze Roman auch dem Spirituellen und Übernatürlichen völlig ablehnend gegenüberstehende Leser*innen. Dichte, berührende Passagen aus dem Kriegsgeschehen, Referenzen an den klassischen Detektivroman, ein düster-geheimnisvolles London-Porträt, ein wenig Oscar Wilde und die Kunstszene der damaligen Zeit – die Nebelkrähe hat noch viel mehr zu bieten als eine Geister- und Gruselgeschichte. Dem Wiener Autor Alexander Pechmann, der u.a. auch Werke von Herman Melville und Mary Shelley übersetzt und herausgibt, ist ein wirklich origineller Roman gelungen.
  6. Cover des Buches Clochemerle (ISBN: 9783596118366)
    Gabriel Chevallier

    Clochemerle

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Faidit
    Zu Beginn dieses in den fünfziger Jahren geschriebenen Romans erinnerte es mich an Don Camillo und Peppone mit von französischer Mentalität geprägter Handlung. Der Ort des Geschehens ist eine Kleinstadt unweit der Großstadt Lyon in den wilden Zwanzigern.
    Der Autor porträtiert deren Einwohner, die Protagonisten dieses Romans kapitelweise durch eine kurze Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte und ihren daraus resultierenden Charaktereigenschaften, welche in der Mehrzahl eine Schwäche ist, die sich im sexuellen Verhalten der jeweiligen Person zeigt. Meistens sind es frustrierte Männer, die mit Impotenz kämpfen sowie Frauen, die aufgrund der Schwäche der Männer zu Ehebrecherinnen werden. Aus den Einzelgeschichten zeichnet sich schließlich irgendwann ein zusammenhängender Roman ab, in welchem die Protagonisten aufgrund einer öffentlichen Bedürfnisanstalt dann durch Neid, Lüsternheit, Geschwätzigkeit, Frömmlerei und übermäßigen Weingenuss, des in der Region gedeihenden Beaujolais zusammenfinden und gegenseitig in das Ärgernis ihrer Charakterfehler kommen.

    Es könnte, trotz der Langatmigkeit aufgrund der sehr poetischen Darstellung der ländlichen Kleinkariertheit durchaus ein unterhaltsamer Roman sein, wenn es nicht immer nur um die körperliche Leidenschaft ginge, die ich in diesem Zusammenhang auch nicht Liebe nennen möchte, weil der Autor es nicht offenkundig selbst nicht wusste, dass Liebe mehr als Sex ist und dass die vernachlässigten Frauen nicht nach körperlicher Befriedigung, sondern nach Gefühl, Beachtung, Respekt und wahrer Lebensgemeinschaft dürsteten.
    Dabei ist es aufgrund der schönen Sprache keineswegs ein pornografischer Roman.
    Doch da jeglicher Tiefgang und Verständnis für die weibliche Seele fehlt, es beim Lesen auch keinerlei Mitgefühl und Herzensberührung weckt, die Frauen im Roman samt und sonders entweder zu dumm sind, um sich gegen Vergewaltigung zu wehren oder einfach nur geil oder vertrocknete und darum bösartige Jungfern, kann ich diesem literarischen Werk keinerlei Wert, außer dem sprachlichen, mehr abgewinnen. Hinzu kommt, dass der Autor im letzten Sechstel des Buches plötzlich die Erzählperspektive wechselt, indem er einen Einwohner Clochmerles die Ereignisse in dessen Sichtweise erzählen lässt, der sich natürlich noch herablassender ausdrückt. Der Tod des "Dorfdeppen", eines geistig behinderten Mannes, wird derart kühl beschrieben, dass dieser Unfall beinahe belanglos wirkt.

    Bei mir hat dieser sogenannte humoristische Klassiker nicht ein einziges Lächeln ausgelöst.
  7. Cover des Buches Totentanz – 1923 und seine Folgen (ungekürzt) (ISBN: 9783365002315)
    Jutta Hoffritz

    Totentanz – 1923 und seine Folgen (ungekürzt)

    (12)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    In „Totentanz – 1923 und seine Folgen“ gelingt es Jutta Hoffritz mit ihrem Sachbuch auf ganz außergewöhnliche Weise, in die Geschichte einzutauchen – besonders eindrucksvoll in der ungekürzten Hörbuchfassung, die von Stephan Schad gesprochen wird.

    Die großen politischen Gegebenheiten der Zeit beeinflussen das Leben der einzelnen Menschen, Hoffritz hat ihr Figureninventar aber so geschickt zusammengestellt, dass wir merken, wie sehr auch einzelne die Geschichte beeinflussen. Nehmen wir beispielsweise die berühmte Malerin Käthe Kollwitz. Obwohl sie seit Jahren SPD-Mitglied war, malte sie aus Mitleid mit den schlimmen Zuständen immer wieder Plakate für die Kommunist*innen, wie die Arbeiterhilfe des „kreativen Jungkommunisten“ Willi Münzenberg. Dieser wird ab September 1923 auch Revolutionsbestrebungen in Thüringen und Sachen unterstützen. Neben Kollwitz sind weitere Hauptcharakters des Buchs der Ruhrbaron Hugo Sinnes, die (Nackt-)Tänzerin Anita Berber, Schriftsteller Kurt Tucholsky, der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer und Reichsbankchef Rudolf Havenstein. Autorin Hoffritz bildet einen Reigen aus diesem Figureninventar, um das herum sie die zentralen Ereignisse dieses Jahres ebenso erzählt Weggefährt*innen und Kontrahent*innen, Putschist*innen und Demokrat*innen, Verlierer*innen und Gewinner*innen der Zeit. Das Buch behandelt nach und nach jeden Monat des Jahres 1923, zentral ist die Hyperinflation, und die historischen Personen werden so geschickt verflochten, dass Hoffritz mit ihnen ein geschlossenes Ganzes erschafft.

    Gerade weil aktuell international der Rechtspopulismus erstarkt, die letzten zwei Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts durch Krisen gekennzeichnet sind und die Armut auch in Deutschland zunimmt, lohnt es sich zusätzlich mit Jutta Hoffritz den Blick ins Jahr 1923 zu wagen.

    Ich habe zuerst das Hörbuch gehört und später dann in die Buchausgabe hineingeguckt, die mit einigen schwarz-weiß Fotografien aufwartet und sich außerdem durch sehr knappe Absätze von nur wenigen Zeilen auszeichnet. Aber im Hörbuch ist sich für mich das Jahr 1923 besonders eindringlich lebendig geworden. Sprecher Stephan Schad gibt den jeweiligen historischen Figuren nicht übertrieben unterschiedliche Stimmen, aber er hat oft feine Nuancen in der Stimme, die die einzelnen Abschnitte doch den jeweiligen Personen zuordnet. Bei einigen kommt eine gewisse Ironie über deren Handeln zum Tragen. So waren die Personen ab ihrem ersten Erscheinen für mich total plastisch und lebendig. Wirklich toll.

  8. Cover des Buches Fräulein Gold. Scheunenkinder (ISBN: 9783732454662)
    Anne Stern

    Fräulein Gold. Scheunenkinder

    (52)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    Berlin, 1923. Hebamme Hulda Gold wird zu einer Geburt ins Scheunenviertel gerufen. Die jüdische Familie lebt nach ihren ganz eigenen, strengen Regeln, aber Hulda gewinnt das Vertrauen der jungen Mutter. Und als das Neugeborene nach wenigen Tagen verschwindet, wird sie unvermittelt in die rätselhafte Suche verstrickt. Denn wie kann ein Kind in dieser engen Gemeinschaft einfach so verschwinden? Bald zeigt sich, dass auch die Berliner Polizei nach Kinderhändlern fahndet. Kann Kommissar Karl North helfen, das Neugeborene zu finden? Als sich der Judenhass der Berliner Nazis in einem Pogrom entlädt, gerät Hulda selbst in höchste Gefahr.
    Band 2 der farbenprächtigen Saga um Hebamme Hulda Gold, die im Berlin der 1920er-Jahre in rätselhafte Fälle verstrickt wird.

    Meine Meinung:

    Ich habe direkt im Anschluss an Teil 1 nun Teil 2 "Fräulein Gold. Scheunenkinder" der Reihe "Die Hebamme von Berlin" von Anne Stern gehört. Wie beim 1.Hörbuch konnte mich auch diesmal die wunderbare und vielfältige Stimme von Anna Thalbach wieder fesseln, mitreissen und verzaubern. Hulda Gold geht ihrer Hebammentätigkeit nach, steckt ihre (Spür-)Nase aber auch gerne in die Angelegenheiten anderer Leute, egal, ob es für sie selbst dabei gefährlich werden könnte. Ein paar Schläge muss Hulda schon einstecken, körperlich und emotional auch. Diesmal ist sie einer Bande von Kinderhändlern auf der Spur, natürlich ist sie schneller als Kommissar North - süß, wie die beiden immer noch umeinander rumschleichen. Hier hoffe ich auf eine Weiterentwicklung in Band 3.
    Neben dem Leben in den 1920er Jahren erfährt der Hörer auch, wie die Menschen mit den damaligen Themen Judenhass, Wertverlust des Geldes, Nazis, etc. mehr schlecht als recht lebten und was das für die Zukunft hieß. Die ermittelnde Hebamme kombiniert mit den damals aktuellen Themen ist wieder ein empfehlenswertes Hörerlebnis, die knapp 7 Stunden Hörzeit sind viel zu schnell vorbei. Hulda Gold bekommt von mir 5 Sterne, mir hat dieser Teil noch etwas besser gefallen, als Teil 1.

  9. Cover des Buches Bis unsre Seelen Sterne sind. Rilke und Lou Andreas-Salomé (ISBN: 9783458683810)
    Maxine Wildner

    Bis unsre Seelen Sterne sind. Rilke und Lou Andreas-Salomé

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Coriso

    Ich hatte mir mehr Poesie und Lesefluss in einem Buch über die Beziehungsgeschichte zwischen dem bekannten Dichter und seiner großen Liebe erhofft. Die Zeitsprünge und die Sprache ließen bei mir immer wieder Langeweile aufkommen. Da ich sehr begeistert bin von den Rilke Gedichten und auch einige vertonte Liebesgedichte an Lou Andreas -Salomé kenne, erhoffte ich mir ein sprachliches Lesevergnügen. Für mich war es eher eine Aneinanderreihung von biografischen Ereignissen, die mir zwar neue Informationen brachten, aber für mich nicht besonders unterhaltsam waren.

  10. Cover des Buches Deutschland 1923 (ISBN: 9783406837630)
    Volker Ullrich

    Deutschland 1923

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wir haben Krise? Gemessen an dem perfekten Sturm, der vor einhundert Jahren über Deutschland hinweggefegt ist, befinden wir uns in geradezu paradiesischen Zuständen. Hyperinflation, Ruhrbesetzung, rechte und linke Aufstände bzw. Putsch-Versuche, Separatisten und eine Regierung, die einer Fehleinschätzung aufgesessen ist.  

    Es kam einem Wunder gleich, dass die Weimarer Republik das Jahr überstanden hat. Zeitgenossen wussten das und haben es entsprechend geäußert. Was damals vielen nicht bewusst geworden ist, waren die Folgen dieses Katastrophenjahres, dem sich äußerlich goldene Jahre anschlossen.  

    Die strukturellen Probleme, wie die grotesk rechtslastige Justiz oder die niederträchtig agierende Reichswehr, blieben. Schlimmer noch waren die - oft vernachlässigten - Präzedenzfälle, die 1932 den antidemokratischen »Preußenschlag« vorbereitet haben. Außerdem blieben die Parteien in ihrem gewohnten Modus verhaften, statt der Verteidigung der Demokratie die höchste Aufmerksamkeit zu widmen.  

    Volker Ullrich erzählt in seinem hervorragenden Sachbuch von diesem Jahr, stellt die Entscheidungsträger vor und schildert dezidiert, wie und warum politische Maßnahmen eingeleitet bzw. ignoriert wurden. Ein großartiges Buch, das ich gern jedem ans Herz legen möchte. 

  11. Cover des Buches Totentanz – 1923 und seine Folgen (ISBN: 9783365001301)
    Jutta Hoffritz

    Totentanz – 1923 und seine Folgen

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Ein hervorragendes Panorama eines ausschlaggebenden Jahres. Die vorgestellten Personen sind interessant und repräsentieren verschiedene Ansichten. Minister auch nicht überfordert durch Fachwissen. Der Spannungsbogen wird gehalten. Mir fehlt allerdings ein " normaler " Arbeiter. Das Cover und der Titel haben mich sehr angesprochen

  12. Cover des Buches Totentanz - 1923 und seine Folgen (ISBN: B0B984RKM5)
    Jutta Hoffritz

    Totentanz - 1923 und seine Folgen

    (0)
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  13. Cover des Buches Die Frau an der Schreibmaschine (ISBN: 9783442748877)
    Suzanne Rindell

    Die Frau an der Schreibmaschine

    (60)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Dieser Roman zeigt sehr schön, wie ein Mensch einen anderen manipulieren kann und die Menschen um sich herum für sich arbeiten lassen kann (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Der Roman hat eine schöne Sprache, während Rose sehr reflektiert ist. Was nicht sonderlich verwunderlich ist, da sie ihre Erfahrungen aufschreibt, während sie in einer Anstalt ist. Es ist trotzdem ein Roman und nicht berichtartig geschrieben. 

    Am Anfang beschreibt Rose ihre Liebe zur Schreibmaschine in einer wunderschönen, verspielten Sprache. Gleichzeitig hat sie eine nüchterne Sicht zu ihrem Job als Stenotypistin. Auch dahin gehend, wie oft das, was sie tippt, als die eine Wahrheit angesehen wird und wie sehr man sich auf Maschinen verlässt, ohne an mögliche Fehler zu denken. 

    Von Odalie, der neuen Stenotypistin, ist sie sofort fasziniert und auch wenn sie sehr reflektiert schildert, in welchen Punkten sie misstrauisch hätte werden müssen, hängt sie so sehr an ihr, weil sie die erste Person ist, die sie annimmt und Teil von etwas sein lässt. Mit voranschreiten des Buches kommt immer mehr eine Geschichte von Lügen, Irrungen und Wirrung zum Vorschein, in die auch Rose immer mehr reingezogen wird. 


    Das fand ich nicht so gut: 

    Es spielt im New York der 20er Jahre. Hin und wieder habe ich diesen Bezug verloren. 

    Die Kapitel sind sehr lang, auch die Geschichte ist mitunter sehr langatmig und zäh.


    Fazit: 

    Viele Dinge haben mir gut gefallen und waren gut gemacht. Dennoch habe ich mich ziemlich durchkämpfen müssen, was für mich die Qualität des Leseerlebnisses geschmälert hat. 


    Behalten oder weg? Ich möchte dem Buch später nochmal eine Chance geben, deswegen bleibt es erst mal bei mir. 

  14. Cover des Buches Die letzte Geliebte (ISBN: 9783462053265)
    Christof Weigold

    Die letzte Geliebte

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Im Sommer 1923 erhält Privatdetektiv Hardy Engel einen Auftrag, bei dem er nicht nein sagen kann: Er soll herausfinden, in welchen Bereichen der ehemalige Postminister und jetziger Präsident der Produzentenvereinigung in Hollywood überall Dreck am Stecken hat. Diesem Auftrag kommt Hardy nur allzu gern nach, um jenen Mann zu Fall zu stürzen, mit dem er in den vergangenen Jahren bereits mehrfach aneinandergeraten war. Es dauert auch tatsächlich nicht lang, bis er erste Ansatzpunkte findet. Offenbar ist Hays nicht nur in den politischen Sumpf der Hauptstadt und allerlei dubiose Machenschaften in der Filmwelt involviert, er scheint auch Verbindungen zum Ku-Klux-Klan zu haben, der zu der Zeit gerade wieder erstarkt. Zudem gibt es Gerüchte über gleich mehrere Geliebte, die Hays haben soll. Um mehr darüber herauszufinden, reist Hardy nach Washington und San Francisco, besucht geheime Klan-Treffen und läuft sogar US-Präsident Warren G. Harding über den Weg. Unterstützt bei seiner Arbeit wird Hardy wie üblich von der Drehbuchautorin Polly und dem Barbesitzer Buck. Doch je mehr Hardy aufdeckt, desto mehr geraten er und die Menschen in seinem Umfeld in Gefahr.
    Mit Hardy Engels drittem Fall „Die letzte Geliebte“ ist Christof Weigold erneut ein angenehm verzwickter Noir-Fall rund um die Scheinwelt Hollywoods gelungen. Wie schon die vorherigen Bände ist die Geschichte beeindruckend gut recherchiert und orientiert sich an zahlreichen echten Begebenheiten. Hardys Ermittlungen führen den Leser an viele markante Orte und ganz nebenbei trifft man auf die Filmstars der damaligen Zeit, unter anderem Pola Negri und Gloria Swanson. Das alles greift hervorragend ineinander und schafft eine grandiose Atmosphäre. Ich habe den Roman sehr genossen. Übelnehmen kann man dem Autor eigentlich nur den Cliffhanger am Ende des Buches. Zum Glück erscheint der vierte Band „Der böse Vater“ in Kürze.

  15. Cover des Buches Rettung der Republik? (ISBN: 9783446274198)
  16. Cover des Buches Patricia Peacock und die Sache mit dem Fluch (ISBN: 9783968173245)
    Tiffany Crockham

    Patricia Peacock und die Sache mit dem Fluch

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Patricia Peacock und die Sache mit dem Fluch

    Ich bin super in das Buch gestartet. Der Schreibstil ist verständlich und sehr flüssig. Gefällt mir ehr gut, habe ja scon eins von Tiffany gelesen.

    Wie gesagt, der Einstieg war recht angenehm. Man kann die Geschichte von Anfang an gut mitverfolgen. Die Charaktere sind alle ziemlich sympathisch, nur den Privatdetektiv mochte ich am Anfang nicht. Hinter wurde er mir dann doch sympathischer. Ich glaubte nicht, dass sie das Haus verkaufen wird und den Hund behält sie sicher auch. Auch wenn sie davon am Anfang immer geredet hat.

    Im Grab habe ich gedacht, dass sie vielleicht etwas Wertvolles finden. Der Deckel der Taschenuhr hat sie ja leider nicht auf eine heiße Spur gebracht. Lady Blanvoort mag ich gar nicht und ihr Pudel Princess. Der Hund ist ja auch daran schuld, dass die Kristallgläser kaputt gegangen sind. John verliebt sich in Patricia. Ist nicht so ganz einfach sich zuändern, deshalb bekommt man seine Überheblichkeit noch oft mit. Der Hund Sir Tiny ist so niedlich. Die leichten Damen sind nett, haben schließlich Frauenpower. Der Anwalt hat Dreck am stecken und die alte Schrulle bekommt auch noch ihr Fett weg, Darling.

    Und ich hatte recht. Der schmierige Anwalt

    Ich bin ganz unvoreingenommene an dieses Buch angegangen. Ich fand es sehr unterhaltsam, auch weil Sir Tiny so viel anstellt. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

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  17. Cover des Buches Tod an der Wien (ISBN: 9783740802219)
    Beate Maly

    Tod an der Wien

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Sikal


    Wien, 1923: Schön langsam scheint sich Wien vom Ersten Weltkrieg wieder zu erholen und zumindest ein Teil der Bevölkerung kann sich wieder für Unterhaltungen interessieren. Doch ganz viele Menschen müssen immer noch ein Dasein unter der Armutsgrenze ertragen und sind für Almosen dankbar.

    Doch Ernestine und Anton gehören zu den Glücklichen, die einen Theaterbesuch anstreben können. Von Ernestine mit Feuereifer geplant, fügt sich Anton dem Unterfangen und hat zumindest Aussicht auf irgendein süßes Stück Apfelkuchen oder dergleichen. Ernestine begibt sich in die Künstlergardarobe um ein Autogramm zu ergattern und bekommt unfreiwillig einen Streit mit. Als man am nächsten Tag die Hauptdarstellerin Hermine Egger tot auffindet, wird Ernestine wieder mal von ihrer Neugierde getrieben und stellt so einige Nachforschungen an. Sehr zum Leidwesen von ihrem Freund Anton, der sich viel lieber um die Naschereien Wiens kümmern würde als um Ungereimtheiten und Zufälle.

     Im Prolog kommen Hinweise auf die Hintergründe bereits auf. Wie passen Prügelstrafe und Drill eines Gymnasiums zusammen mit dem Tod einer Operetten-Diva? Oder ist alles doch ganz anders? War vielleicht Eifersucht im Spiel?

    Wie von Ernestine gewohnt, wird sie nicht locker lassen, um sämtliche Hintergründe zu analysieren und ihre Fragen (und die des Lesers) zu beantworten. Mit ihrer quirligen Art und ihrer liebenswerten Neugierde entlockt sie dem Leser so manches Schmunzeln.

    Gut eingeflochten in den Krimi sind die neuen Errungenschaften im Schulalltag in Österreich. Die Reformpädagogik ist am Start und die ersten Schulen fernab von Prügelstrafe und Züchtigung entstehen.

    Der Schreibstil Beate Malys ist kurzweilig, mit einer Prise Humor und einer angemessenen Portion Spannung. Die hervorragend ausgearbeitenden Figuren tragen die Geschichte und zeigen die unterschiedlichen Charaktere sowie viel Lokalkolorit.

    Der sympathischen Schnüfflerin Ernestine sowie dem freundlichen Anton gebe ich gerne 5 Sterne.

  18. Cover des Buches The Girl from Hollywood (ISBN: 9781658283373)
  19. Cover des Buches A merry scary Christmas: Eine Patricia Peacock Weihnachtsgeschichte (Patricia Peacock-Reihe) (ISBN: B08NCSVDRJ)
    Tiffany Crockham

    A merry scary Christmas: Eine Patricia Peacock Weihnachtsgeschichte (Patricia Peacock-Reihe)

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    A merry scary Christmas: Eine Patricia Peacock Weihnachtsgeschichte (Patricia Peacock-Reihe) vonTiffany Crockham.

    Acht Pfoten für ein Weihnachtsfest
    Eine weihnachtliche Hund-und-Katz-Novelle

    Weihnachten 1923 in Kairo: Patricia Peacock holt in weihnachtlicher Stimmung die Straßenkatze Miss Kitty ins Haus. Miss Kitty – durchtrieben und mit allen Wassern gewaschen – hat es sich von Anfang an in den Kopf gesetzt, die gutmütige Dogge Sir Tiny mit allerlei Tricks aus dem Haus zu ekeln und das neue Revier für sich zu beanspruchen. Der Plan scheint aufzugehen, bis plötzlich ein alter Bekannter aus Miss Kittys Vergangenheit auftaucht und droht, das Weihnachtsfest zu zerstören. Können sich Missy Kitty und Sir Tiny zusammenraufen und Weihnachten retten?

    Das Cover ist sehr schön gestaltet worden. 

    Der Einstieg war recht angenehm. Man kann die Geschichte von Anfang an gut mitverfolgen. Die Charaktere sind alle ziemlich sympathisch und nett.

    Es gab diesmal einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Fand ich sehr gut.

    Ich fand es sehr unterhaltsam, auch weil Sir Tiny so viel anstellt, nur in diesem Buch nicht ganz so viel. Wie schön, dass Hund und Katze sich am Ende verstehen.

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  20. Cover des Buches Aufmarsch (ISBN: 9783518471500)
    Angelika Felenda

    Aufmarsch

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    München, Juli 1923. Eine Buchhalterin wird mit aufgeschlitzter Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Als wenig später noch ein verwahrlostes Mädchen ermordet wird, überschlagen sich die Ereignisse. Ein jüdischer Lumpensammler wird gejagt, rechte Kreise machen mobil, und Kommissär Reitmeyer hat alle Hände voll zu tun.

    Eine solide Krimistory mit feinem Zeit- und Lokalkolorit. Ich habe mich ertappt, wie ich auf das Auftreten von Kommissär Grandauer gewartet habe. Dass nämlich an allen Ecken und Enden Willy Puruckers grandiose "Löwengrube" durchschimmert, darf sich Angelika Felenda für meine Begriffe durchaus als Kompliment ans Revers heften.

    Für Leser_innen, die mit den Umständen der Zeit vertraut sind, wir vielleicht ein kleines Bisschen zu viel erklärt (das bekommt Volker Kutscher mit seinen Krimis irgendwie eleganter hin), aber dem Lesespaß tuts keinen Abbruch. Ich werde mir weitere Bände der Reihe gönnen, das steht fest.

  21. Cover des Buches Die Zärtlichkeit des Mörders (ISBN: 9783897054325)
    Mila Lippke

    Die Zärtlichkeit des Mörders

    (4)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Im Sommer 1923 nimmt die kölnische Frauenpolizei ihren Dienst auf, unterstützt durch weibliche Polizistinnen der britischen Besatzungsmacht. Von den männlichen Kollegen belächelt und von der Bevölkerung nicht ernst genommen, beginnen Jane und Magalie ihren täglichen Dienst. Wie in der ganzen Weimarer Republik hat auch die Kölner Bevölkerung durch die aufkommende Inflation zu leiden - Hunger und Elend findet man überall auf den Straßen. Hinzu kommt die feindliche Einstellung gegenüber der britischen Besatzungsmacht. In dieser gesellschaftlich brisanten Atmosphäre geschehen mehrere Morde an Prostituierten. Inmitten von Widerständen der eigenen Kollegen und großer Teile der Bevölkerung, machen sich die beiden Polizistinnen an die Aufklärung des Falls. Sprachlich leider etwas einfacher geschrieben, bekommt der Leser dennoch einen guten Eindruck der damaligen Lebensverhältnisse, der interessante Krimiplot tut sein übriges.
  22. Cover des Buches 1923 (ISBN: 9783549100301)
    Mark Jones

    1923

    (3)
    Aktuelle Rezension von: hexenaugen

    Meinung:

    Da im Geschichtsunterricht selbst der Gymnasien dieses Kapitel deutscher Geschichte so gut wie nicht behandelt wird, nehme ich dieses Buch zur Hand, um durch die Recherchen eines amerikanischen Historikers etwas mehr zu erfahren.
    Es ist nicht verkehrt, den Gesichtspunkt eines nicht so unmittelbar Betroffenen, jedoch eines Fachmanns, eines Historikers kennenzulernen.

    Mark Jones arbeitet, wie es Historikern eigen ist, sehr akribisch, er durchforstet Archiv um Archiv, fördert so Zeitungsartikel zutage und so besteht kein Zweifel an der Authentizität der Ereignisse, wobei er auch nicht verschweigt, wo es Wissenslücken gibt.

    Es ist ein spannendes sowie aufschlussreiches Sachbuch, das das Jahr 1923 in Deutschland detailreich untersucht.

    Fazit:

    Das Buch ist sehr gut lesbar, es ist eine bemerkenswerte, akribische Arbeit über diese Zeit und ich empfehle dieses interessante Buch sehr gerne weiter.

                                                                                                                            

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  23. Cover des Buches Geld und Geldpolitik / [Deutsche Bundesbank; Eurosystem. Hrsg. Deutsche Bundesbank (ISBN: 9783865589989)
    Deutsche Bundesbank

    Geld und Geldpolitik / [Deutsche Bundesbank; Eurosystem. Hrsg. Deutsche Bundesbank

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Ein von der Deutschen Bundesbank herausgegebenes "Erklärbuch" betreffend Geld und Geldpolitik. Es werden zB die Europäische Zentralbank vom Aufbau und von ihren Funktionen her beschrieben, es wird erklärt, warum gar keine Inflation auch nicht gut für das System ist und was G7 und G20 so machen. Daß Leute die letztgenannten Gremien ablehnen, weil eine unmittelbare demokratische Legitimation fehle und ein Großteil der Weltbevölkerung nicht beteiligt seien, wird unter den Tisch fallen gelassen, ebenso die häufig negative Beurteilung der großflächigen Anleihenaufkäufe der EZB (Stichwort no bail-out). Aber insgesamt ein gutes Einführungsbuch in die Geld- und Finanzwelt, auch vom (vorgebildeten) Laien zu verstehen.

  24. Cover des Buches Ein niederträchtiger Mord. Mutter Oberin Aquinas ermittelt (ISBN: 9783499002977)
    Cora Harrison

    Ein niederträchtiger Mord. Mutter Oberin Aquinas ermittelt

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Sarange

    Nette Charaktere und Location rund um die schon etwas betagte, lebensweise Mutter Oberin und den jungen Vertreter der staatlichen Verbrechensverfolgung, die sich wohl ein wenig an die grandiose „Cadfael“-Reihe anlehnen wollen, ohne dass ihnen das so recht gelingt. Die Krimihandlung ist von der Grundidee nicht schlecht, aber teilweise unlogisch bzw. einfach nur verworren dargelegt und braucht definitiv mehr Tempo.

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