Bücher mit dem Tag "1933"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1933" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.499)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel


    Der 1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger

    Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem 'Handbuch für Totengräber' lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.


    Immer wieder ist mir dieses Buch über den Weg gelaufen und irgendwie schien es mir wie eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Das Buch spielt während des zweiten Weltkrieges und ist daher nichts für schwache Nerven. Ich finde es sehr interessant in dieser Zeit zu lesen und habe auch einiges mitnehmen können. Der Anfang und das Ende waren sehr stark und wirklich wirklich mitreisend. Vor allem das gefürchtete Ende. Leider war der Mittelteil stellenweise sehr lang gezogen und irgendwie schwer zu lesen. Ich habe dieses Buch in einem Buddyread gelesen, und ich bin mir nicht sicher ob ich das Buch alleine so hätte durchgezogen. Letzendlich hat es sich dennoch gelohnt. Denn das Buch hat ein paar wunderbare Charaktere. Ich gebe dem Buch 3.5/5 Sternen. 

  2. Cover des Buches Brombeerwinter (ISBN: 9783453357921)
    Sarah Jio

    Brombeerwinter

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Fanti2412
    Im Mai 2010 erlebt Seattle einen späten Schneesturm, den die Einheimischen „Brombeerwinter“ nennen, weil zu dieser Zeit die Brombeeren bereits blühen.
    Die Journalistin Claire erhält von ihrem Chef den Auftrag, darüber einen Artikel zu schreiben, da exakt am gleichen Datum vor 80 Jahren ein solches Naturereignis schon einmal vorgekommen ist.
    Claire kommt der Auftrag gerade recht, denn seit sie vor einem Jahr durch einen Unfall ihr ungeborenes Baby verloren hat, lebt sie in ihrer Trauer und auch ihre Ehe leidet sehr unter diesem Verlust.
    Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf die Geschichte von Vera Ray, deren kleiner Sohn Daniel vor 80 Jahren während dieses Schneesturms verschwand. Das Schicksal des kleinen Daniel berührt Claire sehr und sie macht sich auf Spurensuche nach Daniel und Vera Rays Geschichte.

    Die Geschichte wird in 2 Handlungssträngen und auf zwei Zeitebenen erzählt. Claire und auch Vera erzählen in der Ich-Form und die Kapitel sind jeweils entsprechend überschrieben, so dass man die Handlungsstränge gut erkennen kann.
    Durch die Erzählweise ist man beiden Frauen sehr nahe und erlebt ihre Gedanken und Emotionen mit.
    Veras Geschichte ist sehr berührend, denn sie ist alleinerziehend und lebt in armen Verhältnissen. Sie arbeitet in einem Hotel im Schichtdienst und muss ihren kleinen Sohn manchmal alleine zu Hause lassen, während sie arbeitet. In dieser schicksalhaften Nacht im Mai 1933 verschwindet der 3-jährige Junge und nur sein Teddy liegt auf der Straße im Schnee.
    Nach und nach erfahren wir viele Details aus Veras Leben und auch über Daniels Vater. Aber das Verschwinden des kleinen Daniel bleibt rätselhaft.
    In der Gegenwart ist Claire gefesselt von ihren Recherchen und der Suche nach Spuren, die das Verschwinden von Daniel aufklären können.
    Sie fühlt mit Vera, da ja auch sie selbst ein Kind verloren hat.

    Sarah Jio ist hier ein sehr fesselnder und emotionaler Roman gelungen.
    Mich haben beide Frauen-Schicksale sehr berührt und gebannt habe ich verfolgt, was im Jahr 1933 mit Vera geschah und erlebt, wie Claire in der Gegenwart während und durch ihre Recherchen ganz langsam ihre Trauer verarbeitet und ihren Blick wieder nach vorne richtet.
    Dass sie bei ihren Nachforschungen auf ein Familiengeheimnis stoßen wird, hat sie nicht geahnt, aber das treibt sie noch mehr an.
    Das war alles sehr schön und authentisch geschildert und ich habe mit Claire gefiebert, ob sie das Rätsel lösen kann.

    Der wunderschöne und gefühlvolle Schreibstil von Sarah Jio hat mich schon in anderen Büchern von ihr begeistert und auch in diesem Roman ist er sehr gelungen. Es war spannend und fesselnd, die Geschichte der beiden Frauen zu verfolgen, die von Liebe, Vertrauen, tiefen Gefühlen und einem alten Familiengeheimnis erzählt und am Ende mit einer großen Überraschung aufwartet.

    „Brombeerwinter“ ist ein sehr emotionaler Roman, der dramatische aber auch glückliche und schöne Momente enthält und mich sehr berührt hat!


    Fazit: 5 von 5 Sternen



  3. Cover des Buches Märzgefallene (ISBN: 9783462049039)
    Volker Kutscher

    Märzgefallene

     (88)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ist der 5. Band der Gereon Rath Reihe und spielt im Winter und Frühjahr 1933.

    Ein obdachloser Kriegsveteran liegt tot an der belebten Kreuzung mitten in Berlin und niemand kümmert sich. Was zuerst unspektakulär aussieht, entpuppt sich schon bald als Auftakt zu einer Mordserie, die ihren Ursprung im Jahr 1916 hat, als sich die deutschen Truppen auf die Siegfried-Linie im Osten Frankreichs zurückzogen. In einer Bankiersvilla stoßen deutsche Soldaten auf einen Schatz.

    Gleichzeitig mit dem Mord an dem Obdachlosen erscheint Leutnant Achim von Roddeck auf der Bühne, der eben diese Ereignisse aus 1916 zu einem Roman verarbeitet und passend zur Zeit einen jüdischen Bösewicht hat.

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    Der Roman behandelt neben einer Mordserie die Ereignisse in Deutschland die im Jahre 1933 zur Machtergreifung Hitlers führen. Schnell räumen die Nationalsozialisten mit ihren Gegnern auf. Kutscher schildert eindrucksvoll wie effektiv und manipulativ die neuen Machthaber vorgehen. Viele schwenken rasch auf die neue Linie ein, andere ergreifen die Flucht und nicht wenige stehen der Entwicklung tatenlos gegenüber. Zu letzteren gehört auch Gereon Rath. 

    Die Beziehung zwischen Charly und ihm hat sich erfreulich gefestigt und die Beiden bereiten ihre Trauung vor. Dafür treten die unschiedlichen politischen Auffassung stärker und trennend hervor. Charly, kritisch und politisch interessiert, sieht die Veränderungen kritischer als der unpolitische Gereon.

    Die Berliner Polizei steht vor einer Zerreißprobe. Die politische Polizei wird massiv gestärkt; unter anderem die weibliche Kriminalpolizei, in der Charly arbeitet.

    Auch Gereons Mordfall erhält eine politische Dimension, da von Roddeck als junger Schriftsteller des "neuen Deutschland" gefeiert wird. Der Fall selber ist wie gewohnt intelligent aufgebaut und hält manche Überraschung bereit.

    Die Auflösung ist auf eine gewisse Weise ein wenig zu zuckersüß - aber nichtsdestotrotz gelungen. 

    Über die Entwicklung der Charaktere haben ja andere schon viel geschrieben. Von mir nur so viel, einige der Nebencharaktere verändern sich dramatisch.

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    Mein Fazit:

    Die Reihe steigert sich von Band zu Band. Von den lebenslustigen und freizügigen End-20er in die düsteren 30er Jahre. Super gemacht und eine kurzweilige, lesenswerte Lektüre.

    Also los ...


  4. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (746)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  5. Cover des Buches Eine Familie in Deutschland (ISBN: 9783596299881)
    Peter Prange

    Eine Familie in Deutschland

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden

    Ich hatte lange nichts von Peter Prange gelesen, bis seine „Wunderbaren Jahre“ zum TV Film wurden und er obendrein zu einer Lesung in unser Städtchen kam. Mit der „Familie in Deutschland“ ging ich im Anschluss an dem Abend nach Hause, und war froh drum, als kurz darauf der Lockdown kam. Der Schmöker ( im besten Sinne, nicht als Tadel gemeint) hat mich fabelhaft unterhalten und mir - obwohl ich geschichtlich interessiert bin und schon einiges über die Nazis weiß- doch noch einige neue Informationen und Sichtweisen vermittelt. Es geht um die Entstehung der Autostadt Wolfsburg, die vor Adolf Hitler Fallersleben hieß und nicht viel mehr war als ein großes Dorf mit einer Zuckerrübenfabrik. Der vermeintliche Aufstieg zu einer modernen Industriestadt unter den Nazis wird anhand einer dort ansässigen Familie, den Isings, geschildert. Spannend, lebendig, abwechslungsreich: klare Leseempfehlung für alle, die historisch angehauchte Familiengeschichten mögen. Ich freue mich auf die Fortsetzung! 

  6. Cover des Buches Die Akte Vaterland (ISBN: 9783462046465)
    Volker Kutscher

    Die Akte Vaterland

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Dies ist der vierte Band um Kutschers Ermittler Gereon Rath. Er spielt im Sommer 1932 in Berlin und Ostpreußen. Sieht man von Prolog und Epilog ab, beschränkt sich die Handlung auf einen Zeitraum von einem Monat. Erstmals ermittelt Gereon Rath in diesem Band außerhalb Berlins, nämlich in Ostpreußen in und um Treuburg bzw. Marggrabowa, dem heutigen Olecko in Masuren.

    Wie immer versteht es Kutscher ausgezeichnet fiktive Ereignisse in echte historische Ereignisse einzubetten. Da wirkt nichts bemüht oder gekünstelt, das fügt sich harmonisch zusammen. Die damalige Zeit wird in den Geschichten sehr lebendig vor den Augen des Lesers. Besonders toll finde ich auch die Webseite https://www.nianli.de/ mit historischen Karten und Schauplätzen der Krimireihe, wo man auch Infos über die entsprechenden Gebäude und nicht selten eine Verlinkung zur Wikipedia findet. Ich weiß nicht, ob das die private Seite eines großen Fans ist oder etwas Offizielles, aber es lohnt sich, die Ereignisse dort mit zu verfolgen. Allerdings besteht Spoilergefahr, wenn man noch nicht weit im Buch ist.

    Die Handlung an sich fand ich in diesem Band weniger komplex, als in den vorangegangenen Bänden, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, zumal der Autor auch falsche Fährten legt. Schön finde ich auch, dass es sich um eine echte Reihe handelt, also nicht um eine reine Serie. Die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander entwickeln sich stetig weiter und immer mal wieder  wird auch Bezug auf vergangene Bände genommen. Es ist zwar grundsätzlich möglich, die Bände unabhängig voneinander zu lesen, aber man beraubt sich selbst eines Teils des Lesevergnügens sofern man so verfährt.

    In manchen Momenten erinnert mich das Duo Rath/Marlow an Ian Rankins Rebus/Cafferty. Jedenfalls ist sind beide Verbrecher so gezeichnet, dass der Leser immer mal wieder auch Sympathie für sie empfinden kann.

    Die Romane der Reihe haben bisher eine gleichbleibende Qualität, was auch nicht jeder Autor schafft. Den Showdown am Ende finde ich übertrieben und unwahrscheinlich, aber dieses Manko haben viele Krimis. Dennoch reicht es deshalb nicht für fünf Sterne. 

  7. Cover des Buches Die Wälder am Fluss (ISBN: 9783832161521)
    Joe R. Lansdale

    Die Wälder am Fluss

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Ein absolut fesselnder, großartiger erzählter Kriminalroman!

    Harry ist 11 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seiner 9jährigen Schwester Thomasia "Tom" am Sabine River in den Wäldern von OstTexas. Es ist eine harte Zeit, aber seiner Familie geht es gut, bis er eines Tages im Wald eine schlimm zugerichtete Leiche findet.
    Es handelt sich um eine schwarze Frau und deshalb kümmert es keinen groß, was mit ihr passiert ist. Die Sklaverei ist zu dieser Zeit zwar abgeschafft, trotzdem herrschen noch immer die Vorurteile und der Umgang mit Schwarzen wird nachdrücklich und in aller brutalen Deutlichkeit gezeigt.

    Harrys Vater ist Constable in dem kleinen Städtchen und trotzdem auch er noch immer die anerzogenen Vorbehalte nicht ganz ablegen kann, empfindet er keinen Hass gegen diese Menschen - vor allem geht es ihm gegen den Strich, dass dieser Mord ungesühnt bleiben soll. Seine Vehemenz, dem Mörder auf die Spur zu kommen, hat für alle aber ungeahnte Folgen.

    Von Anfang an wird man in diese Zeit zurückversetzt und mit dem Leben von Harry konfrontiert, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Es ist eine raue, aber sehr naturverbundene Lebensweise und spiegelt für mich sehr eindrucksvoll wieder, wie die Menschen damals gelebt und gefühlt haben.

    "... Tom und ich trieben uns von morgens bis abends in den Wäldern herum. Das war nicht unüblich zu der Zeit. Die Wälder waren für uns wie ein zweites Zuhause." Seite 14

    "... dass man damals viel früher mit dem Tod in Berührung kam als heutzutage. Man konnte ihm nicht ausweichen: Wir züchteten und schlachteten Schweine, wir jagten und fischten und waren somit ständig mit dem Tod konfrontiert. Vielleicht hatten wir dadurch mehr Respekt vor dem Leben - sinnloses Leid jedenfalls ließen wir nicht zu." Seite 15

    Die Atmosphäre ist geprägt einerseits durch eine gewisse Unbedarftheit, der strengen, aber dennoch ungestümen Kindheit der Geschwister - andererseits natürlich durch die Arbeit und Ernsthaftigkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen und den vielen Charakteren, die der Autor perfekt gezeichnet hat.
    Er schreibt sehr bildhaft, so dass man die Schauplätze immer direkt vor Augen hat, als säße man vor ihm und hört ihm beim Erzählen zu, während man sich völlig in der Geschichte verliert.
    Es gibt auch einige grausige Details, die sich aus der Ermittlung ergeben, allerdings kommt Joe R. Lansdale ohne Effekthascherei aus und zieht einen immer mehr in die tragischen Ereignisse, die Harrys Leben in diesen Monaten für immer prägen werden.

    Natürlich sind die altmodischen Moralvorstellungen und Vorurteile ständig präsent und zeigen ein deutliches Bild der Gesellschaft ...

    "Man muss wissen, dass weiße Männer sich nicht für farbige Frauen zu interessieren hatten; was natürlich, wie jeder wusste, eine Lüge war, aber es war eine von diesen wohlerzogenen Lügen damals. Wie auch die, dass Frauen nur zur Fortpflanzung Sex hatten und alle jungfräulich waren, wenn sie heirateten." Seite 129

    Es war sicher nicht leicht, der allgemeinen Stimmung gegenzuhalten und grade Harrys Vater hat hier schwer mit sich zu kämpfen. Aber ich mochte ihn, weil er sich dagegen gestellt hat und er seine offene, tolerante Haltung an seine Kinder weitergegeben hat. Er nimmt Harry ernst, fordert ihn und versucht, ihm Verantwortung beizubringen, was auch und gerade zu dieser Zeit eine Menge von Kindern in dem Alter gefordert hat.

    Es ist eine unglaublich gute Mischung aus einem bedrückendem Krimi, dessen Aufklärung viel Zeit in Anspruch nimmt, dadurch aber eher an Spannung gewinnt - und einem Roman über das Leben in den Wäldern am Fluss in einer Zeit, in der Diskriminierung, Härte und schlimme Schicksalsschläge an der Tagesordnung waren. Eine tiefgehende und beeindruckende Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

    Weltenwanderer

  8. Cover des Buches Abschied von Sidonie (ISBN: 9783257224283)
    Erich Hackl

    Abschied von Sidonie

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Das dünne Büchlein "Sidonie" ist ein frühes Werk von Erich Hackl, das ganz zufällig seinen Weg zu mir fand.

    Es ist eine Geschichte, die nahe geht. Eine Anklage und Mahnung. Sehr empfehlenswert!

    Der Stil ist vor allem anfangs sehr dokumentarisch, aber der Autor bleibt nicht neutral, sondern schreibt auch emotional und wertend – insgesamt ergibt das eine runde, angemessene Erzählung. Es handelt sich bei "Sidonie" nämlich um eine wahre Geschichte, die der Autor so authentisch wie möglich und dennoch auch mit den Mitteln eines Literaten aufschreibt.

  9. Cover des Buches Der Wind der Erinnerung (ISBN: 9783426511398)
    Kimberley Wilkins

    Der Wind der Erinnerung

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Booklovers0
    Mich hat der Roman sehr berührt.  Ich mag den Schreibstil wenn  er aus mehreren Richtungen kommt. In dem Buch zum Beispiel hatte man die Sicht von 1933 von Beatti die sich mit ihrer Tochter Lucy durch die schwere Zeit kämpfen muss um ihr beider überleben zu sichern, genauso musste sie gegen Rassen-Hass beweisen, weil sie einen schwarzen liebt. Die andere Seite ist die Sicht von 2009 ihrer Enkeln Emma die versucht rauszufinden was damals im Leben ihrer Oma passiert ist und wer das kleine Mädchen auf den Bild ist was sie zufällig finden und es ist einfach mehr als traumhaft schön. Die liebe einer Mutter, die für Ihr Kind alles tun wird und denoch ein tragisches Ende nimmt. 
  10. Cover des Buches Zur Hochzeit ein Mord: Band 6 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe) (ISBN: B08ZDS4SP2)
    Rhys Bowen

    Zur Hochzeit ein Mord: Band 6 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe)

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Georgie ärgert sich sehr darüber, dass sie und ihr Verlobter Darcy O`Mara nicht einfach durchgebrannt sind und im Ausland geheiratet haben. So muss sie nun eine Hochzeit organisieren, während Darcy mal wieder in der Welt unterwegs ist. Natürlich wieder auf geheimer Mission! Und als wäre das noch nicht genug, muss sich Geogrie auf einmal auch noch mit einem vollkommen verwahrlosten Hausstand herum ärgern. Und dabei handelt es sich nicht um irgendein Haus, sondern um ihr zukünftiges Zuhause. Irgendwas scheint dort nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Und Gerogie wäre nicht sie selbst, wenn sie dem nicht auf den Grund gehen würde. 

    Ach was habe ich mich gefreut, als es endlich wieder einen weiteren Schritt in Richtung der Hochzeit ging. Ich muss ja sagen, dass Georgie und Darcy mittlerweile zu meinen Lieblings-Buch-Pärchen gehören. 

    Ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens einfach köstlich amüsiert habe. Die Art wie die Autorin die Ermittlungen dargestellt und dabei diese vielen tollen Charaktere einbringt gefällt mir richtig gut. 

    Für mich ist dies einer der bisher stärksten Teile der Reihe und ich hatte sehr viel Freude beim Lesen.

  11. Cover des Buches Wintergeister (ISBN: 9783426507759)
    Kate Mosse

    Wintergeister

     (91)
    Aktuelle Rezension von: calimero8169

    Inhalt

    Der junge Engländer, der endlich vergessen will. Eine Reise, die ihm eine einzigartige Begegnung beschert. Eine Begegnung die so tief ist, dass sie ihn wieder an das Leben und die Liebe glauben lässt - und ein Jahrhunderte alter Brief, der von diesem Zusammentreffen zeugt.

    Eindruck

    Aus dem Brief:
    Wir sind, wer wir sind, wegen derjenigen, die wir beschließen zu lieben, und wegen
    der jenigen, die uns lieben. 


    Prima
    Im Jahre des Herrn 1329

    "Wintergeister" - eine mystische und sehr melancholische Reise durch Verlust, Trauer, Schmerz und Liebe. Eine magische - aber keinesfalls kitschige - Reise durch Raum und Zeit, die den Leser mitnimmt aus den 30er Jahren zurück zum Anfang des 14. Jahr-hunderts, zu den letzten Tagen der letzten Katharergemeinden.
    Diese Geschichte ist so voller Verzweiflung und Schmerz, aber auch Hoffnung und Liebe, dass sie mich hineingezogen hat in einen magischen Traum, aus dem ich nicht mehr aufwachen mochte und der mein Gefühl, dass es auf der Welt - egal ob in ferner Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft - diese eine Seele gibt, die mir verwandt ist. Man muss nur die Brücke finden,
    über die eine Kommunikation möglich ist. 

    Fazit

    Ein tiefgründiges Buch, für alle die fühlen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als wir rational erklären können und die sich fallen lassen können in das Mysterium Psyche.
  12. Cover des Buches Das Einstein-Mädchen (ISBN: 9783423213998)
    Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Physsie

    Ich bin sofort in das Buch "Das Einstein-Mädchen" von Phillip Sington eingetaucht. Der Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen.

    Die Geschichte spielt in Berlin im Jahr 1932. Hauptschauplatz ist die psychiatrische Abteilung der Charité. Dr. Martin Kirsch, der dort als Psychiater tätig ist, ist verschwunden. Seine Verlobte macht sich auf die Suche nach ihm. In einer Rückblende wird seine Geschichte erzählt. Er wird behandelnder Arzt einer Frau, die in der Nähe von Albert Einsteins Sommerhaus fast nackt gefunden wurde. Sie leidet unter Amnesie und hatte nur einen Zettel mit einer Ankündigung eines Vortrags von A. Einstein dabei. Deshalb wird sie das Einstein-Mädchen genannt.

    Es wird eine ganze Menge über psychische Krankheiten, Vererbung, Rasse, usw. erzählt. Für meinen Geschmack etwas zu viel. Die darüber hinausgehende politische Situation wird nur soweit angesprochen, wie nötig, um die Atmosphäre zu beschreiben. Das gefällt mir sehr gut, es gibt schon genügend Bücher die sich mit Nazideutschland beschäftigen.

    Wie der Titel des Buches schon vermuten lässt, wird auch auf die physikalischen Theorien von A. Einstein eingegangen, allerdings nur sehr kurz und oberflächlich, genau richtig, um dem Roman das nötige Flair zu geben.

    Der Erzählstil zeichnet sich durch deutliche Sprünge zwischen den Erzählsträngen aus. Dies erzeugt Tempo und Spannung. Allerdings werden nicht alle zu Ende gebracht. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die ganze Geschichte nicht völlig durchdacht ist.

    Mein Fazit: Das Buch ist spannend und unterhaltsam. Reale Personen (Einstein, von Laue) und reale Begebenheiten werden mit Fiktion verknüpft. Dies macht die Geschichte lebendig, aber nicht zu anspruchsvoll. Als Lektüre zur Entspannung zu empfehlen!

  13. Cover des Buches Amory Ames und das mörderische Geheimnis (Amory Ames ermittelt-Reihe 3) (ISBN: B093TBCVQ1)
    Ashley Weaver

    Amory Ames und das mörderische Geheimnis (Amory Ames ermittelt-Reihe 3)

     (29)
    Aktuelle Rezension von: DramaLama

    Auch im dritten Band der Amory Ames Reihe stellt Ashley Weaver ihre schriftstellerischen Fähigkeiten unter Beweis.

    Ein kleiner Hinweis vorweg, man sollte am Besten die Reihenfolge der Bücher einhalten, da man sonst einige Andeutungen vielleicht nicht verstehen könnte. Amory Ames und das mörderische Geheimnis könnte zwar ohne Vorkenntnisse gelesen werden, der wahre Genuss kommt aber über die Reihe bzw. die Vorgängerbände.

    So muss sich Amory auf dieses Mal wieder einem Abenteuer stellen. Ein Abenteuer, in dem auch ihre Cousine involviert ist. Und auch Milo ist wieder mit von der Partie.

    Die Autorin zeigt, wie wendig ihre Ideen sind und wie kreativ ihre Schöpfungskraft ist. Aber reicht das wirklich? Meiner Meinung nach, flacht die Reihe so langsam an. Der erste Band war ein Knaller, dann jedoch fehlt das gewisse Etwas und es zeigen sich kleine Hänger. Durch den lockerleichten Schreibstil lässt sich aber das Buch gut lesen uns ist als seichte Strandlektüre geeignet.

    Ich bin froh, dass die weiteren Bände noch nicht übersetzt wurde, da ich mir unsicher bin, ob ich der Reihe weiter folgen möchte. Amory ist zwar eine sehr interessante Protagonistin, jedoch fehlt mir zunehmend der gewisse Pepp und die Spannung. Es plätschert alles so vor sich hin, ohne große Nachhaltigkeit! Schade!

    Dennoch werde ich die Autorin und die Reihe im Auge behalten!

  14. Cover des Buches Brandbücher (ISBN: 9783839214480)
    Birgit Ebbert

    Brandbücher

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Felice
    Leicht fällt es mir nie, Bücher über die Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs zu lesen. Dieses ist zwar nicht biografisch oder auf einer wahren Begebenheit basierend, aber die Autorin hat es sehr gut geschafft, eine Geschichte zu erzählen, die sich genau so hätte abspielen können.
    Die drei Erzählstränge sind logisch aufeinander aufgebaut, mir hat nur am Ende gefehlt, dass nicht auf den weiteren Lebensweg mancher Protagonistennach 1938 eingegangen wird. Auch finde ich die Vorgehensweise der Recherche nicht immer 100%ig logisch, insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Lektüre.
  15. Cover des Buches Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras (ISBN: 9783862824700)
    Detlef M. Plaisier

    Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Harpo

    Die Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.

  16. Cover des Buches Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Band 1-3 (ISBN: 9783473478309)
    Judith Kerr

    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Band 1-3

     (431)
    Aktuelle Rezension von: lovely-xy

    Der erste Band hat mich nur halb überzeugt. Für mich war das Buch zu sehr "Kinderbuch", allerdings hat man den sehr ernsten Hintergrund durchschaut. Der zweite Teil ist dann schon eher Jugendbuch, da ja auch die Hauptperson älter wird. Hier passieren bereits Dinge, die einem die Tränen in die Augen treiben können (vgl. Krieg, etc.) Im dritten Teil ist Anna ja bereits erwachsen, man erfährt noch viel mehr Details auch über ihr vergangenes Leben und ihr aktuelles in der Nachkriegszeit. 

    Für mich ist die Reihe insgesamt ein sehr gut gelungenes Gesamtwerk, das die Hitlerzeit für geflohene Juden klar und deutlich widerspiegelt. Der erste Teil mit Kinderaugen, der zweite Teil mit Teenageraugen und der dritte Teil schließlich mit den einer Heranwachsenden bzw. bereits Erwachsenen schildert das Leben kurz vor bis kurz nach dem 2.Weltkrieg. Es nicht nur unheimlich abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend und historisch interessant.

  17. Cover des Buches Blumen für den Führer (ISBN: 9783570401132)
    Jürgen Seidel

    Blumen für den Führer

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Lese-Krissi
    Aufmachung des Buches
    Das Cover zeigt ein schwarz-weißes Foto mit einem Mädchen im Vordergrund. Einzig die Blumen und der Mantel des Mädchens mit geflochtenen Zöpfen stechen mit roter Farbe hervor. Auch der Buchtitel „Blumen für den Führer“ ist in roter Schrift geschrieben. An dem Cover erkennt man, dass die Geschichte nicht in unserer heutigen Zeit spielt.

    Inhalt
    Im Sommer 1936 finden die Olympischen Sommerspiele in Berlin statt. Dazu wird die fünfzehnjährige Reni, die als Waise in dem Mädchenpensionat Ulmengrund lebt, dazu auserkoren dem Führer bei der Eröffnung der Olympiade Blumen zu überreichen. Reni ist überglücklich, schließlich schwärmt sie, wie viele andere Mädchen aus ihrem Pensionat für den Führer. Ihr Leben soll sich nun gehörig ändern. Bisher hat sie als Waisenkind auf Ulmengrund gelebt und ihren Freundinnen erfundene Geschichte von ihren Eltern erzählt, die in Afrika mit Albert Schweitzer arbeiten würden. Nun lernt Reni eine neue Welt kennen und ihren Vater, ein reicher Graf, der der Politik des Führers sehr zugeneigt ist. Er verachtet Renis Freundschaft zu dem Knecht Jockel und auch die Erzieherin Waltraud ist ihm ein Dorn im Auge. Warum sieht man beispielsweise Jockel und auch Waltraud als Gefahr für die deutsche Zukunft?

    Meine Meinung
    Wie man an der Inhaltsangabe erkennen kann, spielt „Blumen für den Führer“ in der NSDAP-Zeit. Das war mir natürlich von vorne herein klar, als ich mir das Buch zulegte. Aber eigentlich dachte ich, dass die Geschichte nicht nur um 1936 spielt, sondern dass man auch vielleicht etwas von der Kriegszeit erfährt. Mir bleiben am Ende des Romans zu viele Fragen offen und der Schluss ist für mich nicht zufriedenstellend.

    Interessant ist es, wie die jugendlichen Mädchen den Führer verehren. Sie „lieben“ ihn richtig. Fragt sich woher diese Verehrung damals kam. Vielleicht wurden die Kinder einfach schon darauf hin erzogen. Es werden Zeitungsartikel von ihm gesammelt und Bilder angehimmelt. So etwas hätte ich mir nicht vorstellen können, aber ich denke, dass dies der Realität von damals entspricht.

    Bemerkenswert ist auch, dass „der Führer“ in dem Buch nie mit seinem richtigen Namen genannt wird. Ob das Absicht war?

    In dem Buch werden beispielsweise Jockel und die Erzieherin Waltraud polizeilich verfolgt. Besonders bei letzterer war nicht so richtig klar, warum? Ich denke, der Autor möchte damit auch ausdrücken, dass man so einiges in der Zeit der NSDAP nicht nachvollziehen kann. Warum werden Menschen verfolgt und in Rassen untergliedert? Warum sind Menschen schlecht, wenn sie eine kritische Meinung gegen die damalige Politik äußern? Also ich habe die Vermutung, man soll als Leser selbst im Dunkeln tappen, warum Waltraud nicht der Norm der Politik entspricht, ihre Arbeit im Pensionat verliert und warum sie verfolgt wird.
    Leider bleibt am Ende auch Waltrauds Verbleib irgendwie offen. Ich hätte gerne noch mehr zu ihrer Person erfahren. Sie hat in ihrer letzten Szene eine Art Schockerlebnis. Da wurde mir zu wenig aufgeklärt.

    Reni und Jockel haben ein Auge aufeinander geworfen. Doch Reni ist jetzt eine Komtesse und Jockel „nur“ ein geflohener Knecht, der Pilot werden möchte. Renis Vater, den sie gerade erst kennengelernt hat, scheint diese Freundschaft nicht gutzuheißen. Es ist auch etwas passiert, dass Jockel in einem weniger guten Licht darstellt. Reni steht zwischen den Stühlen, aber entscheidet sich immer wieder für ihren Vater und seine Ansichten. Sie möchte ihm zu gerne als Tochter gefallen und verändert sich langsam vom Charakter und wendet sich auch etwas von ihren Freundinnen im Pensionat ab. Sie grübelt zwar immer wieder Mal auch über ihren Vater und den Führer, aber letztendlich wird sie meiner Meinung nach zu sehr von der Gesellschaft ihres Vaters beeinflusst.

    Einerseits kam mir Waltraud sehr sympathisch herüber. Aber andererseits auch etwas seltsam. Sie schwärmt regelrecht für Reni. Das kam mir nicht so ganz normal herüber. Vielleicht sind es wirklich Muttergefühle gewesen, aber der Altersunterschied zwischen den beiden war vielleicht elf Jahre.

    Reni wird mit ihren blonden Haaren und blauen Augen als Augenweide beschrieben. Sie entspricht ja auch dem arischen Idealbild aus dem Dritten Reich. Jeder schwärmt für sie.

    Renis Erfindungsreichtum ist bemerkenswert. Sie erzählt ihren Freundinnen immer wieder Geschichten über Albert Schweitzer. Sie möchte auch ihren Vater dazu überreden mit dem Führer zu sprechen, dass Welldächer nach Afrika geschickt werden. Man merkt als Leser immer wieder, dass der Vater bei diesem Gespräch ausweicht. Aber Reni scheint felsenfest der Überzeugung, dass ihre Bitte erhört wird. Leider hat man hierzu auch nicht mehr viel erfahren am Ende.

    Der Schluss berichtet noch über den Verbleib von Jockel, aber endet mir einfach zu abrupt und wie schon erwähnt unbefriedigend. Ich hatte eigentlich erwartet, dass man noch mehr von der damaligen Zeit erfährt. Und ob Reni vielleicht auch eine spätere Abneigung gegen diese Politik entwickelt.

    Gut finde ich, dass es hinten im Buch ein Glossar gibt. Dort werden erwähnte reale Personen beschrieben und Begriffe erklärt.

    Der Erzählstil hat mich leider auch nicht richtig überzeugt und mitgerissen. Ich konnte zu keinem Charakter einen richtigen Bezug aufbauen. Am Ende war ich irgendwie froh, dass ich das Buch fertiggelesen hatte.

    Mein Fazit
    Ein Buch, dass meiner Meinung nach noch mehr hätte ausgearbeitet werden können. Die Geschichte hat interessante Hintergründe und ist sicherlich auch vom Autor gut durchdacht. Leider konnte es mich nicht richtig fesseln. Zwei Sterne von mir.
  18. Cover des Buches Das Geheimnis der Grays (ISBN: 9783608983623)
    Anne Meredith

    Das Geheimnis der Grays

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Wisst ihr, was ich wirklich hasse? Schlecht gewählte deutsche Buchtitel. Der Originaltitel zu „Das Geheimnis der Grays“ lautet nämlich „Portait of a murderer“ und ist aus meiner Sicht so viel besser und passender als „Das Geheimnis der Grays“. Denn: Der deutsche Titel suggeriert ja, dass es ein Geheimnis gibt. Falls es eins gab, ist mir das aber beim Lesen verborgen geblieben.

     

    Tatsächlich wird der Mord an dem alten Adrian Gray an Heiligabend geschildert. Als Leser wissen wir auch sofort, wer ihn umgebracht hat, denn auch das wird gesagt. Insofern, ja, wir lesen hier das Porträt eines Mörders. Wie es dazu kam, was ihn angetrieben hat, wie er versucht seine Tat zu vertuschen. Und das ist nicht uninteressant, wirklich nicht. Aber es gibt eben auch kein Geheimnis und somit keine wirkliche Spannung. Das ist sehr schade und macht aus meiner Sicht auch einiges kaputt. Zudem fand ich das Buch auch schwer zu lesen, aufgrund der alten Sprache und der typisch alt-britischen Ausdrucksweise. Insofern gebe ich am Ende nur 5/10 Punkten und wieder einmal die Empfehlung, das Buch nicht unter denselben falschen Vorzeichen wie ich zu lesen. 

     

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  19. Cover des Buches Adressat unbekannt (ISBN: 9783455405866)
    Kathrine Kressmann Taylor

    Adressat unbekannt

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Ich habe noch nie ein kürzeres Buch gelesen das mich soooo bewegt hat.
    Es geht um Martin und Max. Max ist Jude und lebt in den USA - Martin, sein bester, engster Freund verlässt die Staaten und kehrt zurück nach Deutschland. Kurz darauf kommt die NSDAP an die Macht….

    Ich habe lange dagesessen und überlegt;

    Was hätte ich anders gemacht an Martins Stelle?

    Was hätte ich anders gemacht an Maxs stelle?

    Ich komme nur zu einem Ergebnis:

    Ich habe zu der Zeit nicht gelebt, ich habe NICHTS erfahren was die beiden erlebt und erfahren haben. Ich bin nichtig ihren Schuhen und ihren Weg gegangen. Ich kann und WILL nicht urteilen.

    SEHR EMPFEHLENSWERT 

  20. Cover des Buches Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück (ISBN: 9783944442402)
    Robert Scheer

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

     (42)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN PERSÖNLICHES MAHNMAL...

    Robert Scheer liebte seine Großmutter. Dies ist an und für sich nichts Besonderes, doch eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Autor überhaupt gibt. Denn eigentlich hätte seine Großmutter Pici nicht überleben, nicht heiraten und keine Familie gründen dürfen. Denn dies war der Plan von Hitler und seinen Schergen. Doch als einzige ihrer weitverzweigten jüdischen Familie überlebte Pici ("die Kleine") seinerzeit die Gräuel des Holocaust.


    "Die Weisen sagen, das Ziel des Lebens sei das Leben selbst. Dem folgend habe ich das Ziel erreicht. Denn ich lebe noch." (S. 56)


    Zum 90. Geburtstag seiner Großmutter beschloss Robert Scheer, diese nach ihren Erlebnissen zu befragen, damit ihr Zeugnis bewahrt bleibt. Und wo Pici jahrzehntelang geschwiegen hat, öffnete sie sich ihrem Enkel gegenüber und gab Auskunft über helle und dunkle Jahre ihrer Vergangenheit.

    Die ersten zwei Drittel des Buches erzählen von Picis Familie und ihrer Kindheit in Rumänien. Dort wohnte die Familie ungarischer Juden und lebte vom Holzhandel des Vaters. Arm, kinderreich, aber zufrieden, so wie viele andere Menschen der kleinen rumänischen Stadt auch. Als etwas langatmig habe ich diese Schilderungen zeitweise empfunden, aber andererseits als durchaus legitim - holte sich Pici auf diese Art noch einmal alle Mitglieder iher großen Familie in ihre Erinnerung zurück, alle in den Jahren des Holocaust ums Leben gekommen.

    Die schlimmen Erlebnisse Picis nach dem Verlust ihrer Heimat in den 40er Jahren nach der Machtergreifung Hitlers nehmen entsprechend etwa ein Drittel des Buches ein. Die Vertreibung ihrer Familie aus der kleinen rumänischen Stadt, die Erfahrungen im Ghetto, die Deportationen in verschiedene Konzentrationslager, die Kälte, die Hitze, der Hunger, die Unmenschlichkeit, die Angst, die Krankheiten, das Trauma, der Tod - Dinge, über die es sicher auch nach 70 Jahren noch schwerfallen dürfte zu sprechen.

    Was mich bei der Lektüre verblüffte, waren die großen Erinnerungslücken Picis, die viele schreckliche Erlebnisse und Details ausgeblendet zu haben scheint.


    "Und auch für die folgenden Zeiten gibt es solche kleinen Momente, die völlig in meinem Gedächtnis fehlen, aber nicht so, dass ich sie nach Jahren vergessen hatte, sondern so, als hätten sie nichts mit mir zu tun gehabt. Vielleicht, weil mein Verstand dies alles nicht nachvollziehen konnte und von sich wegschob..." (S. 90)


    Entsprechend rudimentär erscheinen denn auch teilweise die Erinnerungen, Spotlights der Schrecken, wobei die Schilderungen selbst nahezu nüchtern erscheinen. Dennoch kommt das Grauen beim Leser an, die Bilder lassen sich ncht verdrängen, die Unfassbarkeit der Erinnerungen bricht sich Bahn. Zahlreiche in den Text integrierte Fotos (viele aus dem Privatbesitz des Autors) unterstreichen das Geschriebene, geben dem Erzählten ein Gesicht und verankern das Grauen in der Realität.

    Der Schreibstil ist einfach, erinnert zeitweise an einen ungeübten Schulaufsatz. Doch vieles ist in wörtlicher Rede wiedergegeben und dokumentiert so eher das Gespräch zwischen dem Enkel und seiner Großmutter Pici als dass es literarisch aufgearbeitet ist. Dieses Stilmittel der wörtlichen Rede unterstreicht in meinen Augen die Authentizität der Erzählung.

    Neben den bereits erwähnten Fotos gibt es - vor allem in dem vielseitigen Anhang - auch zahlreiche Kopien von alten Briefen, Dokumenten und Listen, die die Erinnerungen Picis in Raum und Zeit des Holocaust verankern. Hier hätte ich mir eine bessere Qualität der Darstellung gewünscht, denn viele der genannten Quellen waren durch eine blasse und verschwommene Kopie für mich tatsächlich kaum leserlich, was ich wirklich bedauerlich fand.

    Robert Scheer hat mit diesem Buch nicht nur seiner geliebten Großmutter ein Denkmal gesetzt, sondern mit Picis Erinnerungen auch ein persönliches Mahnmal geschaffen. Ein Buch 'Gegen das Vergessen', das sehr persönliche Einblicke gewährt.


    © Parden
  21. Cover des Buches Carlsen Clips: Kopf runter, durchhalten! (ISBN: 9783551317896)
    Daniel Höra

    Carlsen Clips: Kopf runter, durchhalten!

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:
     Berlin, 1933: Als Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler ernannt wird, kann sich in Hans' Familie noch keiner vorstellen, dass nun alles anders werden soll. Der Spuk ist doch bestimmt bald wieder vorbei. Doch dann erlebt Hans mit, wie mitten in Berlin von ihm geliebte Bücher verbrannt und jüdische Geschäfte geplündert werden. Als Hans sich in die gleichaltrige Ursula verliebt, die Hitler glühend verehrt und von einer vollkommen neuen Weltordnung träumt, ist er immer mehr hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Zweifeln.

     

    Cover:

    Das Cover zeigt ein jugendliches Paar, welches auf einer Decke liegt und scheinbar entspannt. Durch die Aufmachung, bei der das Bild recht alt wirkt und dem Symbol unter dem Titel kann man sich schon schnell ausmalen, dass es sich bei der Geschichte um die Thematik des Dritten Reiches handelt. Das passt sehr gut und finde ich allgemein auch sehr ansprechend für jene, die sich für solche Geschichten interessieren.

     

    Eigener Eindruck:
     Hans Familie lebt in Berlin als 1933 der Führer an die Macht kommt. Noch denken seine Eltern, dass es sich bei dem Politiker um eine Eintagsfliege handelt und spätestens bei der nächsten Wahl alles vorbei ist und Hitler unbedeutend wird, da ja „niemand so blöd sein kann“ und den Werten dieses Menschen folgt. Doch schon bald beginnen die ersten Bücherverbrennungen, Juden werden verfolgt und auch das Privatleben der Familien wird immer mehr durch die Nazis unterwandert. So tritt Hans heimlicher Schwarm plötzlich der FDJ bei und versucht ihn auch dafür zu werben, seine Pfadfinderfreunde werden immer weniger und auch einer seiner besten Freunde ist plötzlich ganz begeistert von den Werten der Nazis, weil sein Vater plötzlich besser gestellt ist als zuvor. Doch wie soll man in so einer Zeit reagieren? Mitlaufen oder wie sein Vater es immer so schön sagt: „Kopf runter und durchhalten“?

     

    Die Geschichte von Hans liest sich wirklich sehr interessant und obwohl der Jugendroman recht kurz gehalten ist, greift er viele wichtige Themen rund um das Dritte Reich auf. Wir bekommen einen groben geschichtlichen Abschnitt indem wir den Aufstieg Hitlers und den Machenschaften seiner Gefolgsleute aus den Augen von Hans erleben. Dabei schafft es der Autor gut mit Emotionen zu spielen, sodass man fast schon glaubt man ist mittendrin dabei. Und auch den Fanatismus, den manche Menschen in dem Buch an den Tag legen hat der Autor so gut getroffen, dass man regelrecht abstoßend auf diese Charaktere reagiert. Man muss sich einfach fragen, wie man so verblendet sein konnte und muss auch schnell erkennen, dass viele Menschen scheinbar ihre neue „Macht“ anderen gegenüber schamlos ausgenutzt haben. Fakt ist, dass man, je weiter man in dem Buch voran kommt, einfach immer mehr schockiert wird und schlussendlich feststellen muss, dass wohl auch Hans Familie im Effekt nichts anderes übrig bleiben wird, als sich dem System zu fügen, wenn sie noch ein normales Leben führen wollen. Das Buch endet sehr früh in der Zeit rund um die Nationalsozialisten und man möchte gern wissen, was wohl aus Hans geworden ist. Das beschäftigt und das ist denke auch Ziel des Buches gewesen.

     

    Fazit:

    Eine wirklich gelungene Erzählung über einen Jugendlichen zu Beginn des dritten Weltkrieges und wie es gelungen ist so viele Menschen auf die Seite der Nationalsozialisten zu ziehen beziehungsweise so manchen in ein System zu drängen. Das Buch regt zum Nachdenken an und wird deshalb von mir wärmstens empfohlen.

     

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 3/5

    Emotionen: 4/5

     

     

    Gesamt: 4/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783551317896

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 112 Seiten

    Verlag: Carlsen

    Erscheinungsdatum: 31.05.2019

     

  22. Cover des Buches Das Haus der Bücher (ISBN: 9783947081011)
    Michael Paul

    Das Haus der Bücher

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Wir können das nicht einfach so hinnehmen. Niemand hat das Recht, diese wundervollen Bücher zu verbieten, zu verbrennen und unsere Schriftsteller umzubringen. Verstehst du, worum es geht?«

     

    Königsberg im Jahr 1933. Inhaber Wilhelm Kirchner, seine ebenfalls in der Buchhandlung arbeitende Nichte Emma und ihre Kollegen Konrad Gallinat und Otto Perlmann stehen unter Schock. Sie lieben ihren Beruf, Bücher sind ihr Leben – und nun werden sie gezwungen, sämtliche Werke zahlreicher Autoren der geplanten großen Bücherverbrennung zu opfern. Die vier sind sich schnell einig, sie wollen versuchen, so viele Bücher wie möglich vor den Flammen zu retten. Auch, wenn sie damit ihr eigenes Leben riskieren…

     

    Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man sich von Zeit zu Zeit mit bestimmten Themen auseinandersetzen muss, so bedrückend sie auch sind. Der Nationalsozialismus ist so ein Thema und gehört leider nicht nur zu unserer Vergangenheit. Da mir Bücher sehr am Herzen liegen, fiel meine Wahl diesmal auf diesen Roman vor historischem Hintergrund.

     

    Schauplatz der Handlung ist Königsberg, präzise die damals größte Buchhandlung Europas, das „Haus der Bücher“ des Unternehmens Gräfe und Unzer. Die Beschreibungen der Buchhandlung lassen das Herz jedes Bücherfreundes höherschlagen, eine Reihe alter Fotos gibt einen guten Eindruck der damaligen Pracht. Das sehr schöne Buch mit Hardcover passt perfekt, es macht einen hochwertigen Eindruck und das Cover mit der brennenden Ecke wirkt sehr eindringlich.

     

    In die traurige Handlung steigt man sofort ein, ich bewunderte den großen Mut von Kirchner, Emma, Konrad und Otto. Schließlich waren sie ganz normale Menschen, zu deren Alltag es normalerweise nicht gehört, das eigene Leben und das der liebsten Angehörigen zu riskieren. Aber sie verstanden, dass es noch um viel mehr als nur Bücher geht und lieferten ein Musterbeispiel an Zivilcourage.

     

    Wenn sich der Autor auch um einen kleinen Lichtblick zum Ende bemühte, darf man kein Happy End erwarten. Beim Lesen wechselten großes Mitgefühl und Trauer mit Wut und Fassungslosigkeit ab, die Handlung wirkte sehr realistisch. Bei der Vorstellung, dass Studierende, also vermeintlich gebildete Menschen, Bücher verbrennen, komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. So eine Verblendung ist beängstigend und leider bewies sich, wie recht Heine hatte, als er schon lange vor den Nazis schrieb »Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.« Passend dazu werden neben dem schon schrecklichen Thema der Bücherverbrennung im Zuge der „Aktion wider den undeutschen Geist“ natürlich auch andere Naziverbrechen angesprochen. Da wird die Universität von jüdischen Professoren „gereinigt“, es wird gefoltert und gemordet.

     

    Die Charaktere und ihr Plan zur Bücherrettung sind fiktiv, aber es ist bekannt, dass im Haus der Bücher „verbotene“ Bücher offenbar heimlich versteckt und unter dem Ladentisch an vertrauenswürdige Kunden verkauft wurden. Um diesen Fakt herum wurde eine spannende Romanhandlung ausgebaut. Ein detailliertes Nachwort gibt Informationen zum geschichtlichen Hintergrund, den Fakten (im Unterschied zur Romanhandlung) und zur Unternehmensgeschichte.

     

    Was mich vor allem zu Beginn leicht irritierte, war die recht einfach gehaltene Sprache. Das überraschte mich, damit hatte ich bei einem Buch über Bücher nicht gerechnet. Mir fielen beispielsweise die kurzen Sätze auf, die auch schon mal mit dem Wörtchen „Dann“ anfingen. Rückblickend stelle ich allerdings fest, dass mir diese Punkte im weiteren Verlauf nicht mehr auffielen. Entweder hatte der Autor sich warmgeschrieben oder ich war so von der Lektüre gefesselt, dass ich die zuvor empfundenen sprachlichen Holprigkeiten nicht mehr wahrnahm. Zudem kann die einfache Sprache auch ein Vorteil sein, denn sie erhöht die Zugangsmöglichkeit für Leser, die vor dem anspruchsvollen Thema Respekt haben. Eins ist sicher, die Auseinandersetzung mit diesem tiefschwarzen Punkt unserer Geschichte ist und bleibt wichtig und obwohl hier fiktive Personen agieren, wird es ähnliche Ereignisse und Schicksale gegeben haben. Sie dürfen nie vergessen werden.

     

    Fazit: Ein fesselndes und leider sehr trauriges Kapitel der Geschichte. Leicht lesbar trotz des ernsten Themas.

  23. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783837133233)
    Kate Morton

    Das Seehaus

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Bailylicious
    "Das Seehaus" von Kate Norton hat mir gut gefallen. Leider war es ja eine gekürzte Lesung aber ich war sehr gespannt auf die Stimme von Esther Schweins!
    Die Geschichte hat mir gut gefallen, unsere Protagonist Sadie mochte ich gerne sie war eine interessante Person. Auch Alice war sehr beeindruckend und hatte ein spannendes Leben . Das Buch wurde aus 2 Perspektiven geschrieben und auch auf zwei Zeit Ebenen.  
    Das Prinzip vom Buch und auch die grundhandlung fand ich super cool leider ging durch die gekürzte Lesung einiges verloren. Auch war ich von den Massen an Charakteren im  ich mehr als verwirrt. Esther schweins hat ihrer Sache wirklich gut gemacht aber die Kürzung war bei einer so komplexen Story doch etwas ungünstig gewählt. Dennoch wirddks nicht mein letztes Buch von Kate morton gewesen sein .
  24. Cover des Buches Märzgefallene (ISBN: 9783839813355)
    Volker Kutscher

    Märzgefallene

     (11)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Nicht nur der Mordfall, sondern auch die Zeichen der Zeit beleben diese Geschichte auf eine sehr einzigartige und fesselnde Art und Weise.


    Inhalt: Kommissar Rath wird aus seinem Urlaub in Köln, bei seinen Eltern, zurück in die Burg beordert. Es herrscht Urlaubssperre, da der Reichstagsbrand aufgeklärt werden muss.
    Doch Kommissar Rath wird einem Mordfall zugeteilt. Ein Weltkriegsveteran und Obdachloser wurde ermordet unter einer Brücke aufgefunden. Er wurde auf eine sehr spezielle Art getötet und schnell ist die Mordwaffe als Grabendolch aus dem 1. Weltkrieg identifiziert.
    Gleichzeitig bekommt Gereon aber auch mal wieder einen Auftrag von seinem Kumpel aus der “Unterwelt”. Die SA hat einen Ringvereinsvorsitzenden inhaftiert und Gereon soll ihn da raus holen.
    Gleichzeitig zu dem Rätsel des Mordfalls, gewinnen auch die Braunhemden immer mehr an Macht und Einfluss. Gereon und Charlotte müssen zusehen, wie gute Freunde und Fachleute aus ihren Ämtern gelobt werden. Wie ein ehemaliger Polizeipräsident vor dem braunen Mob fliehen muss und wie sich ganz Deutschland in eine Richtung bewegt, die den beiden gar nicht gefällt. Gerade Charlotte hat daran schlimm zu knabbern, da die politischen Situation dazu führt, dass ihr ihr Job so gar nicht mehr gefällt.

    Gereon hat eine ganze Menge um die Ohren. Er muss sich innerhalb der Polizei um seinen angestammten Job bemühen, es sind Hochzeitsvorbereitungen zu treffen und die neue politische Situation macht ihm das Leben noch einmal schwer.


    Fazit: Dieser Band der Gereon Rath - Reihe ist mal etwas länger und ausführlicher. Dazu kommt aber auch, dass man mal wirklich Einblick in das Leben der damaligen Zeit erhält. Der Autor hat hier die Veränderung unter der SA aus vielerlei Richtungen beleuchtet. Es wird geschaut, was privat mit Freundeskreisen und Einzelpersonen passiert. Es wird aufgezeigt, wie sich Wendehälse schnell zu ihrem eigenen Vorteil in die Situation eingliedern, wie sich Berufe verändern und und und. - Ich habe ja jetzt gewusst, aufgrund der tatsächlichen Geschichte, wo die Sache hinführt, aber hier bekommt das alles ein Gesicht. Es ist nicht pure Geschichte, sonder es wird greifbar, weil man mit den Protagonisten mitfiebert. Mit ihnen leidet und die kleinen Momente des Glücks genießt.
    Wobei Charlotte hier mein ganz besonderes Mitleid hat. Ich hatte auch schon einen Job, der mich so gar nicht ausgefüllt hat. Das führt zu Gedankengängen, die man besser so mal nicht erwähnt. - Zumal einem das auch heute noch kaum jemand abnimmt.


    Alles war gut und verständlich geschrieben. Ich konnte der Sache gut folgen und hatte nicht einmal groß Probleme mit den Namen. Es waren zwar eine ganze Menge Personen, die da mitgespielt haben, aber jede ist konstant in ihrer Rolle geblieben und so hatte ich die Möglichkeit zu sympathisieren oder eben Antipathien zu entwickeln. Das hat mir beim Verständnis und auch beim Auseinanderhalten sehr gut geholfen:
    Der Sprecher macht seine Sache auch prima. Er hat eine angenehme Stimme, wo man gern zuhört. Seine Stimme nimmt einen irgendwie gefangen. Dazu hat er noch eine zwar sparsame Betonung, aber eine angemessene. Das alles macht das Gesprochene noch einmal eine ganze Runde leb- und glaubhafter.


    Trotzdem das Buch relativ lang war, ist mir trotzdem zu keinem Zeitpunkt langweilig geworden. Es war alles nur richtig gut beschrieben, und auch Nebenhandlungen und ganz besonders der Abschluss waren hier gut beschrieben. Hier ist noch einmal richtig deutlich geworden, dass auch bei der damaligen Polizei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Ganz besonders da nicht, wo die SA dann an Macht und Einfluss gewonnen hat.
    Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt. Wie lang Gereon und Charlotte ein noch relativ friedliches Leben führen können und was sich aus dem neuen Pflegekind noch entwickelt.
    Die Sache hat eine Menge Potential.


    Ich kann nicht nur das Buch, sondern auch die komplette Reihe empfehlen.

    Eine chronologische Reihenfolge muss man hier nicht zwingend einhalten. Jede Geschichte ist irgendwie in sich geschlossen und selbst wenn einem irgendetwas unverständlich erscheint, weil es auf etwas früheres aufbaut, führt das nicht zum völligen Unverständnis. Das ergibt sich dann auch, wenn man einfach weiter hört.

    Traut euch. Eine Zeitgeschichte, wie sie kein Geschichtsunterricht der Welt besser darstellen könnte.

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