Bücher mit dem Tag "1938"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1938" gekennzeichnet haben.

76 Bücher

  1. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (418)
    Aktuelle Rezension von: Juliapeach

    Inhalt (kurz): Das Buch handelt von einem jungen Jugendlichen namens Franz Huchel, welcher behütet in einem Dorf mit seiner Mutter aufwächst. Durch ein Ereignis wird Franz von seiner Mutter nach Wien geschickt und trifft dort auf Otto Trsnjek, welcher ihn im Laufe des Buches leitet und begleitet. Sowie den Juden Siegmund Freud, der ihm als Hilfe dient, zu dem er aufschaut kann und um Rat bittet und seine erste große Liebe Anezka.

    Der Schreibstil ist leicht zu verstehen und die Charaktere sind sehr liebenswürdig. Das Buch hat keine Kapitel, weshalb man einen guten Lesefluss hat. Es wird deutlich wie hin und hergerissen die Figuren mit ihren Gefühlen sind. Außerdem kann man diese gut nachvollziehen. Der zweite Weltkrieg spielt eine große Rolle und zeigt auch welchen Einfluss dies auf die Entwicklung eines jungen Erwachsenen hat. 

    Fazit: Ein sehr schönes und spannendes Buch mit Wendungen die man nicht erwartet hat. Sehr schön für zwischendurch!!

  2. Cover des Buches München (ISBN: 9783453271432)
    Robert Harris

    München

     (70)
    Aktuelle Rezension von: tharos

    https://read.tharos-web.de/2021/01/02/muenchen-robert-harris/

  3. Cover des Buches Das Winterkarussell (ISBN: 9783734108877)
    Anna Liebig

    Das Winterkarussell

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Irina_Dorn

    Die Autorin hat eine zauberhafte Wintergeschichte aufs Papier gebracht, die ich im Januar gelesen habe. Das Cover ist absolut perfekt: romantisch, verträumt und märchenhaft. Ich war sofort verzaubert und gefesselt. Der Schreibstil hat einen sehr frischen Erzählstil und ich mag die Leichtigkeit, die in ihren Worten mitschwingt.

     

    „Er wäre jemand, zu dem ich gehören könnte.…. Er wäre so etwas wie Familie.“

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir einfach und es beginnt recht traurig. Antonia erlebt einen schweren Schicksalsschlag, was ich habe mit ihr richtig mitgelitten! Ihr Schmerz ist zwischen den Zeilen spürbar und dann unverhofft lernt sie Otto kennen, doch er ist eine wirklich schwierigere Persönlichkeit, mürrisch und abweisend. Er hat nur noch sein Karussell und sie hat nur noch ihn. Ob sie mit ihm wieder glücklich werden kann?

     

    "Es war ein bisschen wie Heidi und der Alm-Öhi. Nur ohne Berge."

    Fazit: Eine wärmende, nostalgische, gefühlvolle und rührselige Familiengeschichte in zwei Zeitebenen, rund um ein nostalgisches Karussell, über verlorene Träume und ein Neuanfang. Absolute #leseempfehlung!

    Einen herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für das #Rezensionsexemplar! (unbezahlte Werbung)

  4. Cover des Buches Die Nightingale Schwestern: Ein Geschenk der Hoffnung (ISBN: 9783404175055)
    Donna Douglas

    Die Nightingale Schwestern: Ein Geschenk der Hoffnung

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Pepale

    England bereitet sich auf den Krieg vor, und das berühmte Nightingale Hospital in London steht 1938 kurz vor der Evakuierung.

    Auch im fünften Band, kann ich mich wieder gut in die Figuren hineinversetzen und mitfühlen. Es ist spannend und mit einer Portion Humor. Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig. Die Geschichte macht Lust weiterlesen zu wollen. Ich fühlte mich gut unterhalten.


  5. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (543)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  6. Cover des Buches Das Erbe (ISBN: 9783328106357)
    Ellen Sandberg

    Das Erbe

     (133)
    Aktuelle Rezension von: beaknopf

    DAS ERBE

    Roman mit Zügen eines Thrillers

    Rezensionsexemplar


    In „Das Erbe“ geht es um das unendlich große Unrecht, das den Juden im Dritten Reich angetan wurde. Mona Lang wird über Nacht im Spätsommer 2018 als Alleinerbin ihrer Großtante Klara ernannt. Diese vermacht ihr ein großes Haus in München Schwabing mit den Worten „Mona wird das Richtige tun“. Mona weiß nicht, was damit gemeint ist, findet es aber im Laufe des Buches heraus, indem sie ein großes Familiengeheimnis aufdeckt.

    Immer wiedergibt es in dem Buch Szenen- und Zeitwechsel so auch in die Sicht von Klara in den späten 30er Jahren, als sie ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem jüdischen Vermieter belauscht. Es geht um die geplante Auswanderung der Familie Roth, zu der auch ihre beste Freundin gehört und um ein geheimes Abkommen.


    Dies war mein zweites Buch der Autorin, die als Krimiautorin unter ihrem echten Namen „Inge Löhning“ veröffentlicht. 2018 kam ihr erster Roman „Die Vergessenen“ heraus und zeigte damit wie spannend und nah Romane sein können. Ich bin von ihrem Schreibstil absolut begeistert, denn die Spannung eines Krimis passt perfekt in die Bücher, die sie als „Ellen Sandberg“ veröffentlicht.

    (Hier gelangst du übrigens zu der Rezension von „Die Schweigende“, meinem erstem, gelesenem Buch der Autorin.)

    Die Protagnisten in dem Buch sind Mona Lang und ihre Großtante Klara. Wichtige Nebendarsteller sind Sabine und ihre Familie, die von Hartz IV leben und gerade so über die Runden kommen. Wie diese in die Geschichte passen möchte ich nicht verraten. Seid sicher: Es fügt sich alles und die Puzzleteilchen ergeben am Ende das Bild „Das Erbe“.

    Besonders betonen möchte ich die wunderbare Art, mit der die Überlegungen und Gefühle von Mona beschrieben werden, die vor einer schier unbezwingbaren Entscheidung steht und die Spannung bis zum Ende des Buches damit aufrecht erhält.


    Ganz klar eine Leseempfehlung, die die Ohren bei „Rückerstattung von Immobilien und Vermögen aufgrund von Verfolgung während des Nationalsozialismus“ spitzen und Lust auf einen sehr spannenden Roman haben.


  7. Cover des Buches Jugend ohne Gott (ISBN: 9783744830072)
    Ödön von Horváth

    Jugend ohne Gott

     (537)
    Aktuelle Rezension von: Jamii
    ...Sie vergessen den Henker, Herr Lehrer- den Henker, der den Mörder um Verzeihung bittet. In jener geheimnisvollen Stunde, da eine Schuld getilgt wird, verschmilzt der Henker mit dem Mörder zu einem Wesen, der Mörder geht gewissermaßen im Henker auf. "      -T


    Inhalt  

    Ein junger Lehrer, der von den Idealen der Nazis, die gerade die Macht ergreifen, nichts hält, ist mit dem angepassten Weltbild seiner Schüler konfrontiert. 

    Als dann auf einem Zeltlager einer seiner Schüler ermordet wird, fängt eine lange Suche nach dem Mördern und anderen Schuldigen an, während dieser sich der Lehrer eingestehen muss, dass auch er nicht ohne Schuld ist. 


    Meine Meinung

    Ich war überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Am Anfang war es etwas langwierig und hat ziemlich lange gebraucht, bis ich mich in der Geschichte eingefunden habe, aber dann war die Handlung sehr interessant und die inneren Konflikte des Lehrers boten einen guten Einblick. 

    Auch der Blick des Lehrers auf Gott, wie er von dem nicht gläubigen Menschen sich immer mehr zu einem verwandelt, der nicht unbedingt an die klassische Gottdarstellung glaubt, aber ihn trotzdem in vielen Menschen und hinter jeder Ecke sieht.

    Das ist natürlich abhängig von der Ausgabe, aber ich fand auch die Fußnoten spannend, die immer wieder Faktenchecks und zusätzliche Informationen gegeben haben. 


    Fazit

    Ziemlich interessantes Buch, das durchaus lesenswert ist.

  8. Cover des Buches Kind aller Länder (ISBN: 9783462048971)
    Irmgard Keun

    Kind aller Länder

     (33)
    Aktuelle Rezension von: stuff-books-pictures

    In dem Roman Kind aller Länder von Irmgard Keun, der während der NS-Zeit spielt, erzählt die zehnjährige Kully von ihrem Leben, dass durch die Flucht des Vaters aus Deutschland zu einer scheinbaren endlosen Reise mit vielen Länderwechsel wird. 

    Ich habe den Roman mit dem Hintergrund des Kosmopolitismus gelesen. Daher konnte ich ihm den einen oder anderen Gedanken abgewinnen. Alles in allem aber kein Buch, dass ich freiwillig gelesen hätte. Aber auch nicht „so schlimm“ wie viele andere Bücher die ich im Zuge meines Studiums lesen musste. Für mich nicht sein Geld wert.


    Randfakten:

    🌝🌝🌛/5  -  224 Seiten - HC: 17,99€ - von: Irmgard Keun

  9. Cover des Buches Die Abenteuer der Cluny Brown (ISBN: 9783961610044)
    Margery Sharp

    Die Abenteuer der Cluny Brown

     (22)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Die zwanzigjährige Clover Brown, genannt Cluny, ist Waise und lebt daher bei Ihrem Onkel Arnold Porritt. Der mag seine Nichte, aber findet es sehr schwer mit Cluny umzugehen, denn Cluny ist sehr speziell. Ihr Onkel ist der Meinung, dass sie einfach keine Ahnung hat, was sich gehört. Sie nimmt ihren Tee im Ritz und verbringt den Tag orangenessend im Bett. Dann übernimmt sie auch noch einen Auftrag ihres Onkels, weil der gerade nicht verfügbar ist. Da das so nicht weitergehen kann, schickt ihr Onkel sie in Stellung. Cluny wird Stubenmädchen bei Aristokraten auf dem Land. In Friars Carmel trifft sie Sir Henry und seine Gattin Lady Carmel, Sohn Andrew und seine Freundin Betty aus London sowie den Polen Adam Belinski. Auf Frias Carmel scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, obwohl England sich auf den krieg vorbereitet.

    Dieses Buch ist eine Neuveröffentlichung des 1944 erstmals veröffentlichten Romans „Das Mädchen Cluny Brown“.

    Der Schreibstil passt wunderbar zum britischen Leben jener Zeit. Die Charaktere sind sehr gut und individuell dargestellt. Der Herr des Hauses Sir Henry frönt dem süßen Nichtstun, Lady Carmel hat alles im Griff und Andrew ist fasziniert vom drohenden Krieg. Cluny ist natürlich die Hauptperson. Sie ist einfach Cluny, will sich nicht anpassen und gibt nichts auf gesellschaftliche Konventionen. Mit ihrer ungewöhnlichen Art zieht sie die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich, auch die des Apothekers Wilson.

    Der Roman spielt in einer Zeit, in der das Klassendenken gepflegt wurde, aber die Protagonistin Cluny schert sich nicht darum, sondern begegnet allen Menschen auf Augenhöhe. Sie erfüllt ihre Aufgaben und tut doch das, was sie will.

    Ein unterhaltsamer Roman mit einer liebenswert spontanen und etwas unkonventionellen Protagonistin, der mir gut gefallen hat.

     

  10. Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
    Isaac Asimov

    Ich, der Roboter

     (45)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Mit der Erfindung von Robotern hat die Menschheit im auslaufenden 20. Jahrhundert riesige Schritte in der Entwicklung von Antrieben und die somit der Erkundung des Weltalls gemacht. Die Roboter-Psychologin Dr. Susan Calvin hat diesen Aufstieg des führenden Unternehmens U.S. Robot Company innerhalb dessen Reihen mitgemacht und weiß dementsprechend zu berichten, wie die Roboter in den Alltag der Menschen eingefügt wurden und auch, welche Zweifel sowie Diskussionen es über die obersten Roboter-Gesetze gab. Ein Menschenleben zu bewahren, ist die oberste Priorität - doch lässt sich dies immer zu den jeweiligen Situationen vereinbaren? Calvin fallen da viele Geschichten ein, bei denen die Grenze womöglich überschritten wurde ... was gleichbedeutend mit dem Tod von Menschen zu setzen wäre!

    KOMMENTAR:
    Das Werk 'Ich, der Roboter' ist eigentlich kein Roman. In diesem Buch wurden die ersten Kurzgeschichten des amerikanischen Autors Isaac Asimov geschickt umschrieben zusammen gepackt. So erscheint es, dass die Protagonistin Dr. Susan Calvin die Geschichten einem Reporter erzählt. Beginnend bei der einfachen Story von 'Robbie' und der Beziehung eines kleinen Mädchen zu ihrem mechanischem Freund, wird sich in den Novellen zum einen mit den drei Geboten der Robotik sowie den ethischen Fragen hierzu auseinander gesetzt. Vor allem die Techniker Gregory Powell und Michael Donovan werden oft damit bei ihren Außeneinsätzen auf den verschiedensten Planeten des Sonnensystems damit konfrontiert. Die Geschichten von Asimov sind dabei weniger action-geladen und leben von starken Dialogen wie auch Gedankengängen, welche beim Lesen wirklich zum Nachdenken anregen. Besonders stark sind hierbei die Stories 'Ein Lügner' in der der Roboter Herbie die Gedanken der Menschen vorausschauend erkennen zu scheint und somit die komplette Führung der U.S. Robot Company verwirrt, sowie 'Kleiner verlorener Robot', in der ein Roboter untertaucht und auf beinahe kriminalistische Art und Weise unter vielen anderen Roboter-Exemplaren wieder herausgefischt werden muss. Das Buch wurde so zum Grundstein für das gesamte Asimov-Universum, wobei man schon hier erkennt, wie durchdacht die gesamte Problematik des Verhältnis von Roboter zu Mensch war. Obwohl die Geschichten aus den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts sind, brachten sie wegweisende Artefakte hervor. Das positronische Gehirn, welches die komplexen Gedankengänge und Analysen der Roboter verarbeitet, ist nur eine von vielen. Asimov, der in seiner Abstammung zu russischen Auswanderern gehörte, war ein wahrhaftiger Vorreiter in dieser Sparte und belebte das Genre Science Fiction damit regelrecht. Die Geschichten sind trotz vieler technischer Erklärungen immer noch sehr spannend lesbar und halten den Schmöker-Freund bei der Stange. Besonders, weil sich die Gebote der Robotik auch beim Leser unbewusst in die Hirnwindungen fressen. Sehr nachhaltig angebracht von dem Autor. Wer sich mit dem großen Zukunfts-Epos von Isaac Asimov auseinandersetzen möchte, dem sei wirklich empfohlen mit diesem Buch zu starten. Es vermittelt gerade in der heutigen Zeit ein sehr unheimliches Gefühl, denn Asimovs Zukunft ist heute schon da: Dr. Susan Calvin stieß im Jahre 2007 zur U.S. Robot Company - vor zwölf Jahren also!
    7,9 Sterne

  11. Cover des Buches Sturmzeit - Wilde Lupinen (ISBN: 9783734106019)
    Charlotte Link

    Sturmzeit - Wilde Lupinen

     (301)
    Aktuelle Rezension von: NikoLaus

    Während der erste Teil der Trilogie zur Zeit des ersten Weltkrieges spielt, dreht sich hier alles um die Zeit während des zweiten Weltkrieges.

    Natürlich geht es auch diesmal um Felicia, aber auch um das Leben ihrer Tochter Belle, die nächste Generation der Familie Degnelly.

    Die Zeiten sind furchtbar, Krieg, Leid, menschliches Elend. Die geschichtlichen Ereignisse sind gut verwoben mit den persönlichen Schicksal der Frauen und ihrer Angehörigen und Freunde. Man fühlt als Leser mit und ist genauso machtlos wie die Protagonisten. 

    Eine wunderbare Familiensage, die nicht nur das Leben in dieser schwierigen Zeit schildert , auch die politische Lage ist sehr interessant und schonungslos.



  12. Cover des Buches Eine Frage der Höflichkeit (ISBN: 9783548288222)
    Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

     (94)
    Aktuelle Rezension von: alex_we

    Ein wirklich sehr guter Roman, liest man "unfreiwillig" in paar Tagen aus. Erinnert mich sehr an den Schreibstil von F. Scott Fitzgerald in "Die Schönen und Verdammten". Habe anschließend "Ein Gentleman in Moskau gelesen, ist leider bei weitem nicht so gut.

  13. Cover des Buches Geliebter Roboter (ISBN: 9783453528437)
    Isaac Asimov

    Geliebter Roboter

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Letztlich hatte ich ja bereits „Ich, der Roboter“ von Asimov konsumiert und war von den 1950 erstveröffentlichten Werk begeistert. Somit war es klar dass der Nachfolger auf jeden Fall auch konsumiert werden musste.

    Klappentext:
    Claire Belmont, Ehefrau eines Angestellten der U. S. Robot Company, soll das Modell TN3, genannt Tony, als Haushaltshilfe testen. Nur widerwillig stimmt sie dem Projekt zu, Robots sind ihr nicht ganz geheuer. Aber Tony ist darauf programmiert, ihr jeden Wunsch zu erfüllen – und er erkennt mehr als nur die offensichtlichen … In insgesamt zehn Kurzgeschichten wirft Isaac Asimov in „Geliebter Roboter“ einen Blick in die Zukunft, deren Grundsteine heute schon gelegt werden. Zusammen mit „Ich, der Roboter“ und „Der Zweihundertjährige“ legt Asimov hier auch den Grundstein zu seiner gigantischen Future History, dem Foundation-Zyklus.

    Zum Inhalt:
    Isaac Asimov welcher während seiner Studienzeit mit dem Schreiben von SF-Kurzgeschichten begonnen hat, dürfte den meisten durch „I, Robot“ oder durch seine Robotergesetze ein Begriff sein. Hier liegt nun der zweite Teil der dreiteiligen Reihe aus dem Heyne Verlag vor.

    Zwischen den Buchdeckel befinden sich zwölf Geschichten welche Asimov zwischen 1951 und 1957 erschaffen hat.

    Auch in diesem Werk versetzt Asimov in eine damals Fiktive Zukunft, welche sich heute fast wie eine Vorhersage anhört, allerdings immer noch top aktuelle erscheint.

    Die hier versammelten Storys drehen sich um Fragen wie etwa ob das menschliche Handeln von Maschinen vorherberechnet werden kann oder aber ob ein Zusammenleben zwischen Mensch und KI/Maschine ohne Vorbehalte oder Diskriminierung möglich ist.

    Die Storys hangeln sich dabei immer wieder um einen festen Pro- und Antagonistenstamm auf, welches einem das „reinkommen“ wohlwissend erleichtert.

    Meine Meinung:
    „Ich, der Roboter“ war schon ein gelungenes Leseerlebnis, und „Geliebter Roboter“ steht diesem in nichts nach und ich kann absolut nachvollziehen warum diese Werke als must-read Klassiker gehandelt werden.

    Auch wenn dieses Werk Mitte des letzten Jahrhunderts den Weg zwischen die Buchdeckel gefunden hat, es ist aus meiner Sicht, aufgrund der technischen Entwicklungen z.B. bei Künstlichen Intelligenzen immer noch aktuell und stellt heute immer noch die richtigen Fragen.

    Die kleine Meckerei vom ersten Teil muss ich hier auch übernehmen, aber das Cover ist mir einfach nicht passend genug. Und ein Hinweis noch, der Heyne Verlag kann in die Zukunft schauen, zu mindestens wenn es ums Copyright geht, da steht dann „2018“.

    Meine Wertung:
    4,75 von 5 Robbie`s

  14. Cover des Buches Es geht uns gut (ISBN: 9783423146500)
    Arno Geiger

    Es geht uns gut

     (144)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Drei Generationen, eine Geschichte. Oder doch eigentlich ganz viele Geschichten? Arno Geiger reiht eine Episode an die andere, springt jede Chronologie verleugnend durch die Zeit und verwebt alles zu einem großen Familienroman. Und irgendwie gelingt es ihm dabei, jede Epoche so lebensecht einzufangen, dass einem beim Lesen ganz oft die Luft wegbleibt.

    Es ist als ob Geiger in die jeweilige Haut seiner Protagonisten schlüpft: Mal ist es der 15-jährige Hitlerjunge Peter im Jahr 1938, mal die Mitdreißigerin Ingrid Ende 1970, mal der orientierungslose Schriftsteller Philipp im Jahr 2001, der die Villa seiner Großmutter geerbt hat. Geigers Einfühlungsvermögen ist magisch und beschert seiner Leserschaft eine Zeitreise ohne erhobenen Zeigefinger. Denn jeder einzelnen Figur fühlt man sich sofort nahe. Geschichte, das spürt man, erzählt sich durch viele Einzelschicksale. Die Familie ist dabei wie ein Netz, das seine Mitglieder zusammenhält, ob sie wollen oder nicht, sogar über die Zeit hinaus.

    Geiger hat für „Uns geht es gut“ 2005 den Deutschen Buchpreis gewonnen. Sein Roman hat seitdem nichts an Intensität eingebüßt. Wer sich für geschichtliche Themen aus der jüngsten Vergangenheit interessiert und einen komplexen Erzählstil nicht scheut, wird voll auf seine Kosten kommen. Klare Lese-Empfehlung!

  15. Cover des Buches Die Stahlhöhlen (ISBN: 9783453527942)
    Isaac Asimov

    Die Stahlhöhlen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Gallert-Oktaeder

    Auf einer Erde in der die Weltbevölkerung auf 8 Billionen angewachsen ist, haben die Menschen sich gigantische Stadtkomplexe unter stählernen Kuppeln erschaffen. Stahlhöhlen, wenn man so will. Wie lange dieses System noch bestehen kann, ohne dass es zu einer Katastrophe kommt ist nur eine Frage der Zeit. Wenn die Lebensmittelversorgung irgendwo auch nur für kurze Zeit ausfallen sollte, könnte das schwerwiegende Folgen haben. Die Medievalists sprechen von einer Rückkehr zu einem Leben unter freiem Himmel (in den Augen der meisten Menschen ein mittlerweile völlig unvorstellbarer und grauenerregender Gedanke), während die Spacer, die selbst die Erde vor langer Zeit verlassen hatten als einzigen Ausweg die Kolonisierung neuer Planeten sehen.

    Als ein Mord auf der Station der Spacer nahe der Megapolis von New York geschieht, fällt der Fall dem Polizeibeamten Elijah „Lije“ Bailey in die Hände. Schnell ist klar, dass dieser Mord die Beziehungen zwischen Stadtbewohnern und Spacern stark beeinträchtigen könnte. Für die Aufklärung wird Elijah von den Spacern R. Daneel Olivaw zur Seite gestellt, einer der von ihm so sehr verhassten Roboter.


    Auch wenn sich Isaac Asimovs Zukunftsvision nicht mit der Welt, in der wir heute leben, gleichsetzen lässt, sind seine Thematiken immer noch aktuell. Die Erdbevölkerung wächst weiter an – im Jahr 2100 sollen es knappe 11 Milliarden sein. Die Angst, dass irgendwann ein Roboter den eigenen Job ersetzt ist momentan weniger spürbar, doch verstärkter Einsatz von Robotern ist ein fortschreitender Prozess, der im Laufe der nächsten Jahrzehnte bestimmt noch an Bedeutung zunehmen wird. Dafür das dieser Roman also nun schon vor fast siebzig Jahren geschrieben wurde, hat er kaum etwas von seiner Aktualität verloren.

    Auch was den Schreibstil angeht, empfand ich beim Lesen, dass der Text gut gealtert ist. The Caves of Steel ließen sich für mich sehr flüssig lesen, insbesondere die Dialoge zwischen Elijah Bailey und seinem Roboterkollegen Olivaw stellten sich als sehr unterhaltsam heraus. Die Kombination dieser beiden Charaktere und ihr Vorgehen als Ermittlerduo war wirklich großartig und machte Spaß zu verfolgen.

    Die Geschichte lässt sich insgesamt als eine Mischung zwischen Krimi und Sci-Fi-Literatur beschreiben, wobei sich Isaac Asimov vor allem intensiv mit dem Thema Roboter auseinandersetzt. Intelligent und spannend geschrieben. 

  16. Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981544)
    Ulrich Alexander Boschwitz

    Der Reisende

     (128)
    Aktuelle Rezension von: luisa_loves_literature

    Der Reisende ist ein sehr besonderes Buch. Sicher ist man mit der grundlegenden Thematik vertraut, hat auch schon zahlreiche Romane und Sachbücher dazu gelesen, aber hier wird das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich auf eine ungewohnte, unmittelbare und äußerst intensive Ebene gehoben, die erschütternd ist und einen zusammen mit dem Protagonisten Otto Silbermann verzweifeln lässt: am System, an dem Land, das man Heimat nannte, an der Realität, an der Vergangenheit, an den anderen Menschen und vor allem auch an sich selbst.

    Zusammen mit Otto Silbermann begibt sich der Leser auf eine Reise/Flucht ohne Ziel durch Deutschland, immer in der Hoffnung möglichst lange unerkannt, unauffällig und unentdeckt zu bleiben. Dabei beobachtet der Leser Silbermann und Silbermann sich selbst und beide entdecken dabei zutiefst menschliche, oftmals auch wenig sympathische Aspekte des Charakters – selten sind so authentische und gründliche Innensichten erfolgt. Die Blicke in das Ich gelingen so hervorragend, weil Ottos Austausch mit anderen Menschen nur noch zufälliger Art ist. Es handelt sich um Reisebekanntschaften, ansonsten aber ist er mit sich und seinen Gedanken allein. Besonders eindrücklich wird die Erfahrung transportiert, nicht erwünscht zu sein, nirgendwo und von niemandem: weder im eigenen Land noch im Ausland. Verquickt hiermit ist die Einsicht, dass egal, wie weit oder wohin man fährt, es kein Entkommen geben wird – eine bedrückende und im wahrsten Sinne des Wortes irrsinnige Erkenntnis.

    Ulrich Alexander Boschwitz Roman ist ein lesenswertes und wichtiges Buch, das ich mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen könnte – es ist zugleich Zeitzeugnis und aktueller Kommentar.

  17. Cover des Buches Erklärt Pereira (ISBN: 9783446253773)
    Antonio Tabucchi

    Erklärt Pereira

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Doktor Pereira ist Leiter der Kulturredaktion der neuen, kleinen und katholischen Lissaboner Abendzeitung Lisboa, die hauptsächlich Gesellschaftsnachrichten bringt und samstags eine Kulturseite. Doktor Pereira ist einziger Mitarbeiter der Abteilung und sein Büro befindet sich in einem kleinen 1-Zimmer-Apartment, abseits der Verlagsbüros. 

    Es ist der 25. Juli des Jahres 1938 in Lissabon und rein zufällig blättert Doktor Pereira in einer avantgardistischen Literaturzeitschrift, die auch einen Philosophieteil hat und liest einen Artikel über den Tod von Francesco Monteiro Rossi. So kommt ihm der Gedanke, dass die Kulturredaktion einen freien Mitarbeiter bräuchte, der eine ständige Kolumne betreute und zwar jene der Nachrufe. 

    Er trifft sich mit dem jungen Philosophen und lernt auch Marta kennen. Doktor Pereira und der junge Philosoph kommen ins Gespräch und Monteiro Rossi nimmt sein Angebot an und verspricht, gute Texte zu verfassen. Doch was kommt, ist unbrauchbar und kann nicht veröffentlicht werden.

    Portugal befindet sich politisch im Umbruch. Diktator Salasar hat die Macht an sich gerissen, man unterstützt die Nationalisten in Spanien und ist dem Deutschen Reich wohlgesonnen. 

    Auf der Zugfahrt zu seinem Freund lernt Doktor Pereira eine jüdische Deutsche kennen wird durch sie bei einem Gespräch direkt mit der Realität konfrontiert, vor der er sich in seiner Kulturredaktion zu verstecken scheint.

    "Sie sind Intellektueller, sagen Sie, was in Europa vor sich geht, machen Sie von Ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch, mit einem Wort, tun Sie was."

    Doch noch kann sich Doktor Pereira der Wirklichkeit entziehen. Erst sein Aufenthalt in der Klinik für Thalassotherapie, in der er sich wegen seiner gesundheitlichen Probleme begibt, wird das Bewusstsein in ihm wecken.

    "Und wenn die beiden jungen Leute Recht hätten? Dann hätten sie recht, sagte Doktor Cardoso gelassen, aber das wird die Geschichte entscheiden, nicht Sie, Doktor Pereira."

    Er wird sich bewusst, dass es keinen Sinn macht, einen Kulturteil zu leiten, in dem er seine Meinung nicht zum Ausdruck bringen darf und dass er auf diese Weise gezwungen ist, seine 30jährige Journalistentätigkeit zu verleugnen.

    Als an einem Spätsommertag zur Abendessenszeit 3 Männer in seine Wohnung eindringen um Monteiro Rossi, den er für einige Tage bei sich untergebracht hatte, die patriotischen Werte in Erinnerung zu rufen und dabei auch gegen ihn handgreiflich werden, wird Pereira reagieren.

    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Es ist ein sympathischer älterer, gesundheitlich angeschlagener Doktor Pereira, dem ich in diesem Roman begegne und ich mag ihn auf Anhieb. Er lebt isoliert vor dem wirklichen Leben und arbeitet in seiner abgeschiedenen Kulturredaktion, die ihn vor der Realität des Regimes beschützt. Er bemerkt das Klima der Gewalt und Einschüchterung zuerst gar nicht und wähnt sich mit seinen Übersetzungen französischer Schriftsteller des 19. Jahrhundert von aller Zensur befreit.

    Doch dann beginnt Doktor Pereira an sich zu merken, dass ein innerer Wandel stattfindet. Er ignoriert das zwar am Anfang, er schiebt es auf seine Krankheit und ab diesen Moment denke ich ab und an: eine Heldengeschichte ist das nicht. 

    "Nun gut, sagte Pereria, es ist eine merkwürdige Empfindung, die sich am Rande meiner Persönlichkeit befindet, weshalb ich sie al peripher bezeichne, Tatsache ist, dass ich einerseits froh bin, mein Leben so geführt zu haben, wie ich es geführt habe, dass ich in Coimbra studiert und eine kranke Frau geheiratet habe, die ihr Leben im Sanatorium verbracht hat, dass ich viele Jahre lang als Lokalreporter für eine große Zeitung gearbeitet und jetzt zugesagt habe, den Kulturteil in dieser bescheidenen Abendzeitung zu leiten, gleichzeitig ist es jedoch so, als ob ich Lust hätte, mein Leben zu bereuen, ich weiß nicht, ob ich mich klar genug ausdrücke."

    Es braucht ein Verbrechen, in das er unmittelbar hineingezogen wird, damit er die Kraft findet zu handeln. Ich habe den Eindruck, dass er bis dato wirklich nicht realisieren wollte, was in Portugal vorgeht. Seine Courage besteht darin, seine ganze Schreibkunst in den Nachruf von Monteiro Rossi einzubringen und somit in subtiler und geschickter Ironie eine Kritik gegen das Gewaltregime in Portugal in der Zeitung veröffentlichen zu lassen. Er ist kein Held, er flieht um sich und sein Leben zu retten. Mehr sieht er sich nicht imstande zu tun.

    Fazit

    Ein niveauvoll geschriebener Roman über den Widerstand gegen das Regime und ein Kampf für die Freiheit. Es ist unmöglich, in schwierigen Zeiten neutral durchs Leben zu schreiten. Irgendwann muss jeder reagieren und Doktor Pereira tut es erst am Ende, als es ein Opfer gibt, das er ins Herz geschlossen hat und dessen Tod er nicht verhindern konnte. Eine Lektion fürs Leben, eine Hommage an die Freiheit, die Gerechtigkeit, die Rechtsstaatlichkeit und dass es nie zu spät ist, sich gegen etwas aufzulehnen, auch wenn dies der Verlust von vielem Persönlichem bedeutet. Der Roman ist ein Bekenntnis und eine Lektion über Menschlichkeit und dem Bewusstsein, dass sich jeder nach seinen Möglichkeiten für Freiheit einsetzen kann und muss.

  18. Cover des Buches Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf (ISBN: 9783748189879)
    Heike Wolf

    Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Schönau-Dilogie. Er umfasst den Zeitrahmen 1935 bis 1957 im Leben der Familie Schönau. Den ersten Teil sollte man vorher gelesen haben, da der 2. Teil direkt an dessen Ende ansetzt. Das Buch ist Kapitel aufgeteilt, die über die meiste Zeit jeweils ein Jahr umfassen.

    Worum geht’s?

    1935 – das Naziregime gewinnt zusehends an Macht und das Leben der Familie Schönau ändert sich ein weiteres Mal drastisch. Alle Familienmitglieder müssen sich in dieser dunklen Zeit arrangieren und tun es auf die unterschiedlichsten Weisen. Dabei müssen alle schwerste Verluste hinnehmen und mit dem größer werdenden menschlichen Zwiespalt innerhalb der Familie klar kommen. Auch nach dem Krieg können nicht alle Schönau-Kinder ein gutes Leben führen. Gerade Lotte geht einen sehr schweren Weg, der – als sie vermeintlich am Ziel ist – wieder nur einen schmerzlichen Verlust für sie bereit hält. Erst an ihrem 90. Geburtstag am 09.11.1989 darf sie sich endlich über ein Geschenk freuen, mit dem sie nicht mehr gerechnet hatte.

    Die Charaktere:

    Lotte ist auch in diesem 2. Teil die Sympathieträgerin für die ich zu jeder Zeit Wohlwollen empfunden habe. Mehr als einmal habe ich gedacht, dass sie kaum noch mehr Rückschläge ertragen kann. Eine lange Zeit muss sie das Leben mit ihren beiden Kindern Agnes und Irene allein meistern, weil Richard entweder im Krieg ist oder im Gefängnis einsitzt. Oftmals weiß Lotte noch nicht einmal, wo genau Richard sich gerade befindet. Diese ständige Unsicherheit macht einen schon als Leser nervös und es ist kaum vorstellbar, was genau Lotte empfunden haben muss. Der Autorin gelingt es zu jeder Zeit absolut glaubwürdig diesen bedrückenden Umstand zu beschreiben. Lottes Verhaltensweisen und Entscheidungen kann ich oftmals sehr  gut nachvollziehen, insbesondere vor dem Hintergrund, da ich selbst nicht sagen könnte, wie ich in diesen Situationen reagiert hätte.

    Dorchen ist wohl der Charakter, der sich am radikalsten verändert. War sie am Anfang lebenslustig, direkt und extrem gegen das Naziregime, entwickelt sie sich nach dem Krieg zu einer Fanatikerin, die den Sozialismus bejubelt, obwohl offensichtlich ist, dass die Russen nicht wirklich etwas anders machen als die Nazis vor ihnen. Die Diktatur unter Hitler hat sie rigoros abgelehnt, hat sogar Lotte und Richard verurteilt, weil sie ihrer Meinung nach zu wenig dagegen unternahmen; stets hat sie Heinrich verurteilt, wegen seiner Besessenheit in der NS Zeit. Und nun? Macht sie es genauso! Dorchen war mir immer sehr sympathisch, ich mochte sie wegen ihrer leichten Art zu leben, mir gefiel mit wie viel Enthusiasmus sie sich für ihre Arbeit eingesetzt hatte und natürlich ihre tiefen Gefühle für Levin. Nachdem sowohl Levin als auch ihre Tochter Margrit von ihrer Seite gerissen wurden, arbeitet Dorchen intensiv im Widerstand und verurteilt beinahe jeden, der etwas dezenter ist. Ich kann ihre Verluste nur all zu gut verstehen, ebenso wie den Umstand, dass sie etwas tun will. Dass sie jedoch sogar die eigene Familie verbal beginnt anzugreifen, bringt meine Sympathie ins Wanken. Bereits hier zeigen sich die ersten Züge von Fanatismus, die sich nach dem Krieg ganz extrem ausprägen. Zwar hilft sie Lotte in den wirklich schlechten Zeiten und zeigt hier dann das Dorchen, wie ich es kenne, aber kurz darauf ist sie wieder hart und ungerecht. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Krieg Dorchen verändert und hart gemacht hat, aber diese bedingungslose Besessenheit von einer anderen Diktatur hat sie mir am Ende beinahe unsympathisch werden lassen. Doch trotz aller Antipathie am Ende des Buches ist auch dieser Charakter authentisch, er gehört dazu und in gewisser Weise tut mir Dorchen sogar leid.

    Heinrich taucht nicht ganz so oft auf wie Lotte und Dorchen, aber wenn, dann möchte man ihn schütteln und ihn fragen, ob er blind ist. Ich empfinde es als furchtbar, wie er alte Freunde und sogar die eigene Familie ans Messer liefert ohne mit der Wimper zu zucken. Und trotzdem ist Heinrich eine Figur, die von Ambivalenz strotzt. Einerseits diese Härte und blinder Fanatismus – allerdings zum NS Regime – und andererseits kümmert er sich beinahe rührend um Lotte, sowohl direkt nach dem Krieg und auch später. Seine Verhaltens- und Denkweisen scheinen nicht zusammenpassen zu wollen, aber trotzdem ist er eine Figur, die man sich lebhaft vorstellen kann.

    Sämtliche Charaktere, auch Nebenfiguren, zeichnet die Autorin vielschichtig. Man kann eigentlich bei keiner Figur einfach sagen, dass man sie mag oder eben nicht. Und genau das ist der Grund, weshalb sie mit all ihren Sorgen und Nöten, mit den schönen und schlechten Dingen ihres Lebens absolut glaubwürdig sind. Es kommt einem immer ein bisschen so vor, als könnte man sie greifen, wenn man nur die Hand ausstreckte. Je länger man in der Geschichte liest, desto mehr wachsen einem die Figuren ans Herz und desto mehr glaubt man, einen Freund der Familie zu verlieren, wann immer jemand stirbt – und es sterben viele! Heike Wolf macht es einem wirklich schwer Figuren gehen zu lassen. Dies wird besonders deutlich, als nach einem Bombenangriff 3 wichtige Figuren auf einmal sterben.

    Schreibstil:

    Heike Wolf schreibt einfach großartig! Bildgewaltig ohne sich in Details zu verlieren. Sie beschreibt die Welt in ihrer Geschichte so, dass der Leser in sie abtauchen kann, so als wäre sie selbst dabei gewesen. Und auch wenn die Zeit furchtbar war, wenn man auf überhaupt gar keinen Fall in dieser Zeit gelebt haben möchte, so ist diese Zeit für die Zeit des Lesens so echt und so greifbar – mit all ihren schrecklichen Momenten, aber gerade auch mit den schönen Momenten.

    Die Autorin wirft den Leser durch alle Emotionen. Immer wieder möchte der Leser hoffen und tut es auch, dass sie diesem oder jenem Charakter dies oder jenes nicht antun möge. Man hofft und bangt und doch kommt das Unvermeidliche. Wer mehr als ein Buch von Heike Wolf gelesen hat, der weiß, dass sie nicht zimperlich mit ihren Figuren ist, aber trotzdem schafft sie es immer wieder, dass man zu ihren Figuren ein Verhältnis aufbauen muss. Man kommt nicht umhin, eben weil sie so lebendig sind. Der Satz „Das kann sie jetzt nicht wirklich tun!“ war mein ständiger Begleiter, aber sie tut es trotzdem – erbarmungslos. Erbarmungslos ist hier ein Kompliment, denn die Zeit war genau das. Alles andere wäre nicht authentisch.

    Historischer Hintergrund:

    Es gibt sicherlich viele Bücher, die sich mit dem 3. Reich befassen. Es gibt sicherlich auch viele gute Bücher über diese Zeit. Aber dieses hier vereint einfach alles. Es liefert einerseits sauber recherchiertes Hintergrundwissen sowohl über den Krieg als auch die Anfänge der DDR – ich habe mehr als einmal ungläubig gesagt „Das glaube ich jetzt nicht“ und doch ist es wahr. Andererseits lässt es diese Zeit so lebendig werden, als würde man selbst dabei sein. Hin und wieder musste ich beim Lesen unterbrechen um aus dem Fenster zu schauen, bevor die nächsten Bomben fielen.

    Fazit:

    Dieses Buch ist alles, aber keine leichte Unterhaltung! Wer sich auf dieses Buch einlässt, braucht mindestens ein Paket Taschentücher – besser zwei! Er sollte sich darauf einstellen, dass zwischen Liebe und Hass jedes Gefühl hochkommen wird – außer Gleichgültigkeit! Diese kann und wird sich der Leser nicht erlauben. Für Fans von wirklich realistischen, historischen Romanen ein absolutes Must read! 5 von 5 Sternen.


    Danke Heike!

  19. Cover des Buches Der Zweihundertjährige (ISBN: 9783453527966)
    Isaac Asimov

    Der Zweihundertjährige

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BettinaR87

    Bei "Der Zweihundertjährige" handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, die sowohl zueinander in Beziehung stehen als auch nicht zwangsläufig zueinander gehören. Das heißt, amn kann sie unabhängig voneinander lesen, dennoch bilden sie ein gemeinsames Konstrukt. Inhaltlich streut diese Ausgabe des Sci-Fi-Meisterautors sehr weit: Von einem Roboter, der zu einem Mensch werden möchte zu einer Gesellschaft, die Angst vor Robotern hat - und dies vielleicht auch ein wenig berechtigt. Von einer Masschine, die von Freiheit träumt zu Unternehmen, die in AI nur ein Produkt sehen, das sich angeblich nicht weiterentwickeln kann, als der Mensch es festlegt. Schaffen die Wissenschaftler eine Realität, die sie in Zukunft nicht mehr kontrollieren können?

    Es ist absolut erstaunlich, wie weit Isaac Asimov schon vor Jahrzehnten in die Zukunft gedacht hat: Diese Kurzgeschichten sind schon Mitte der 70er veröffentlicht worden. Das Bild, das Asimov von unserer zukünftigen Gesellschaft zeichnet ist dabei höchstwahrscheinlich zutreffend: Öffentliche Ressentiments gegenübern Robotern, die dazu führen werden, dass sie kein eigenes (Positronen-)Gehirn haben werden - sondern zentral gesteuert. Daraus könnte sich eine Instanz künstlicher Intelligenz entwickeln, die sehr wohl aktiv in das Leben der Menschen eingreifen kann - und damit nicht nur die Exekutive beinhalten könnte, sondern zwecks AI auch die Judikative ...

    Damit ist einer klar: Isaac Asimov drückt sich nicht vor den schwierigen Themen. Kann ein Roboter frei sein? Sich Freiheit wünschen? Wie argumentiert man dafür aus legaler Sicht? Manchmal bekommt man bei der Lektüre echt das Gefühl, dass Isaac Asimov die wichtigen Diskussionen der Zukunft schon geführt und entschieden hat und wir einfach nur seiner Lead folgen könnten. Von Geschichten, die vor über 30 Jahren veröffentlicht wurden ...

    Dabei setzt der Autor nicht auf Panik oder Angst als Stilmittel der Wahl, sondern Logik. Spock wäre ein Fan der Dialoge, die Asimov sich für seine Roboter ausgedacht hat, denn sie kommen unweigerlich zu einem Schluss: Roboter sind die besseren Menschen und wir sind ganz schön am Arsch.
  20. Cover des Buches Café Sehnsucht: Lenis Geheimnis (ISBN: 9783752877656)
    Ella Wünsche

    Café Sehnsucht: Lenis Geheimnis

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya

    Als Hannah in ihrem Stammcafé auf eine alte Nähmaschinestösst, weiss sie noch nicht, dass diese Maschine ihr Leben verändern wird – und nicht nur ihres…


    Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Einerseits begleiten wir Hannah, die ihren Platz in der Welt erst noch finden muss, andererseits folgen wir Leni, die ihren Lebensunterhalt in den 1930ern als Hausmädchen bei einer wohlhabenden (jüdischen) Familie verdient. Leider fand ich beide Handlungsstränge ziemlich vorhersehbar, weshalb sich keine wirkliche Spannung einstellen wollte.


    Unterhalten wurde ich allerdings nicht schlecht, die Handlung plätschert munter vor sich hin und der Schreibstil liest sich flüssig. Wer keine grosse Spannung braucht und auf Überraschungen verzichten kann, soll sich diesen Liebesroman ruhig mal ansehen. Wer allerdings von seiner Lektüre mitgerissen werden möchte, wird hier wohl nicht fündig.


    Mein Fazit

    Nett, aber ziemlich vorhersehbar.

  21. Cover des Buches Das geschenkte Leben (ISBN: 9783453317406)
    Robert A. Heinlein

    Das geschenkte Leben

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana
    Wer bin ich, was will ich sein? Mann oder Frau? Das ist die Hauptfrage, die sich der Hauptprotagonist Johann alias Joan (zweisilbig gesprochen) stellt.

    Wir befinden uns in der Zukunft und in dieser ist es nicht nur möglich Herzen; Leber usw. zu transplantieren, sondern auch Gehirne. Das Gehirn von Johann bekommt aufgrund seines alten Körpers ein neues Leben - in einer Frau - seiner Sekretärin.

    Welche Schwierigkeiten das mit sich bringen kann - lest selbst :)

    Fazit: Die Story war zum Teil sehr makaber, aber dennoch gefiel sie mir. Ich hoffe aber nicht, dass derartiges in der Zukunft möglich sein wird :O der Schreibstil war flüssig und man konnte die Gefühle der Protagonisten sehr gut nachvollziehen. 
    Eine Geschichte in dieser Form hab ich bisher noch nicht gelesen und hätte auch nicht erwartet, dass ich das je tue - aber siehe da es ist passiert.
    Wer auf Zukunftsvisionen steht, den ein oder anderen schwarzen Humor versteht, gern mal in andere Sphären des Bewusstseins einsteuert - wird hier bestens bedient :) 4 von 5 Sternen ♥
  22. Cover des Buches Damals war es Friedrich (ISBN: 9789990092165)
    Hans Peter Richter

    Damals war es Friedrich

     (591)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Wenn es Bücher gibt, welche zeitlos sind und jungen Menschen die Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland näherbringen soll, so ist dies eines der bekanntesten neben Anne Franks Tagebuch.

    Wir erfahren aus der Sicht eines Ich-Erzählers, der für uns ohne Namen bleibt, die Geschichte zweier Jungen in Deutschland mit Start 1925. Der uns unbenannte Erzähler ist hierbei ein deutscher Sohn es arbeitslosen Vaters und der andere ist der kleine Friedrich Schneider. Er ist Sohn einer jüdischen Familie welche keine Geldsorgen haben, da diese sehr wohlhabend sind. Mit dem aus dem Jahre 1979 erschienen Buch, erfährt man in vielen Kapiteln, die wie eine Zeitleiste sind, wie der Judenhass selbst beste Freunde vor schwere Entscheidungen stellt.

    Es beginnt für die Juden mit kleinen Schikanen, wie das Wechseln der Schule, sie nicht mehr auf jeder Bank sitzen durften, Öffentlichkeiten wie Kino und Schwimmbäder für sie Verboten wurde. Wo zuerst die Kinder versuchen noch zusammen zu halten, wird dies im Alltag und mit den Älter werden immer schwerer.

    Wenn der Vater des Ich-Erzählers gezwungen ist in eine Partei zu gehen, welche gegen Juden ist, um Geld zu verdienen und ziemlich zeitgleich der Beamtenvater von Friedrich seinen Job verliert.

    Die Jungs haben immer mehr Schwierigkeiten den Alltag zu verbringen, gerade mit dem Blick der Leute auf Friedrich.

    So erleben wir wie Friedrich erst seine Mutter und später auch den Vater verlieren soll. Wo du Mutter noch einer Giftspritze den schnellen und überraschenden, aber recht schonenden Tod erlebt, erfährt Friedrich das sein Vater verraten wurde und ins KZ gekommen ist.

    So steht das Kind alleine auf der Straße und weiß nicht wohin. Sein ehemals bester Freund ist es nicht mehr, darf es nicht mehr.

    An dem Tag wo dann die Bomben kamen, die Menschen ihm helfen hätten können, entscheiden sie sich jedoch ihn außerhalb des Bunkers sterben zu lassen.

    Für uns damals, in der sechsten Klasse, war das Buch meines Erachtens nicht passend gewesen. Die Thematik ist alles andere als einfach und sehr schwerwiegend. Wir reden von Rassismus, Mord, davon Menschen auf den Wert eines Gegenstandes herunter zu schrauben. Für meine Klasse war das Buch damals fehl am Platz, weil der Lehrer den Zugang zur Thematik hölzern und nach dem klassischen Prinzip Lehrer- Schüler vermittelte. So blieb uns Kinder keine richtige Haltemöglichkeit. Man kann ja nicht glauben was passiert ist, das Ende so schrecklich mitzuerleben.

    Wenn würde ich dieses Buch nach wie vor Kindern empfehlen. Aber nicht in der Schule. Sondern privat mit den Eltern. Die es besser vermitteln, mit den Kindern über die Gefühle reden können. Das Verständnis besser fördern.

    Aber ich hoffe immer, dass dieses Buch noch weitere 30 Jahre in den Zimmern der Menschen leben wird, denn die Geschichte ist für mich zeitlos und zeigt wieviel in einem Land schief gehen kann.

  23. Cover des Buches Unter dem Vulkan (ISBN: 9783498038281)
    Malcolm Lowry

    Unter dem Vulkan

     (24)
    Aktuelle Rezension von: verbalkind
    Was gäbe ich dafür, wenn die Inhaltsangabe hier eine andere wär! Mir ist es unmöglich, eine Rezension zu verfassen, ich schreibe diese Zeilen nur, um diejenigen unter Euch zu ermutigen, die diese lieblose Inhaltsangabe schlicht kalt lässt (so wie mich zunächst). In diesem außergewöhnlichen Werk geht es meiner Meinung nach ganz und gar nicht um Selbstvernichtung durch Trinksucht. Habt keine Angst, mit diesem Buch ein Tal der Tränen zu durchschreiten und mit einem – ich sag's mal ganz leger - Opfer konfrontiert zu sein. Ganz im Gegenteil. Der Konsul trinkt, das ist unbestritten, aber er transzendiert sein ganzes Sein damit – eigentlich geht es um Sehnsucht. Und um die Unmöglichkeit, die zu stillen. Und das hebt dieses Werk über alles, was ich sonst in den letzten 5 Jahren gelesen habe, das nicht einmal die Kraft hatte, überhaupt eine Sehnsucht zu formulieren. Nicht nur der trinkende Konsul, sondern auch alle anderen Figuren werden angetrieben von unglaublichen und großen Sehnsüchten. Und die Wirkung auf uns als Leser ist enorm belebend (und ich kann sie leider nur psychologisch beschreiben): ich zumindest wurde mir meines tiefsten Menschseins gewahr, weil ich an diese Sehnsüchte nicht nur andocken kann, sondern sie auch bewundere für ihre Intensität und Wahrhaftigkeit. Ganz schnell steht die Frage im Raum: und wie lebe ich? Was treibt mich an? Können sich meine Werte mit denen dieses versoffenen Konsuls, dessen Geschichte fast 80 Jahre alt ist, messen? Nein, können sie nicht, ist die ernüchternde Antwort. Aber warum gestatte ich mir in meinem Leben nicht auch eine solche Intensität? Ein solches Verlangen nach Leben?... Und genau das ist für mich zumindest das Erschütternde/Belebende an diesem Roman: wie kompromisslos die Figuren im Verfolgen ihrer Sehnsüchte sind. Da gibt es kein: aber die Wirklichkeit sieht nun mal so und so aus, kein: du musst dich aber anpassen, kein: du musst dich optimieren, um zu überleben. Nein, diese Figuren sind alle für etwas angetreten, auch politisches, und dass sie ihren Fokus verlieren/verloren haben, beraubt sie ihrer Seele. Damit will ich Vorrednern widersprechen, die sagten, dass die Lektüre den Leser deprimiert. Mir ging's wirklich genau andersrum: ich fand die Kompromisslosigkeit der Figuren erhebend, auch wenn alles keinen glücklichen Ausgang nimmt. Lowry ist beim Erzählen alles andere als effektiv. Gedanken mäandern, Assoziationen blühen, Leichtigkeit wird greifbar und Schönheit allgegenwärtig. Nicht immer leicht zu lesen, aber stets leicht zu fühlen. Das Leben pulsiert in diesem Buch der Sterbenden und es ist eine Freude, an dieser Fülle teilzuhaben. Ich schreib das hier auch, um Lovelybooks für das zu feiern, was es im besten Falle ist: Leute lernen einander kennen und empfehlen einander Bücher, die einem eine ganze Welt schenken – danke, Boris!
  24. Cover des Buches Utopia 2300 (ISBN: 9783453301399)
    Robert A. Heinlein

    Utopia 2300

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Ursprünglich als Episoden veröffentlich ist dies ein Versuch einen utopischen Roman zu schreiben, leider gelingt es Heinlien nicht einen roten Faden zu finden, zu oft entstehen längere, die Handlung störende, Dialoge. Man merkt, daß dies ein Frühwerk von Heinlein ist.

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