Bücher mit dem Tag "1941"
19 Bücher
- Margrit Cantieni
1941. Liebe in herzlosen Zeiten
(24)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffVor kurzem habe ich auch "1941. Liebe in herzlosen Zeiten" von Margrit Cantieni gelesen. Das Buch ist 2023 in der Emons Verlag GmbH erschienen und als historischer Liebesroman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Sommer 1941. Tausende polnische Soldaten werden auf der Flucht vor der deutschen Wehrmacht in der Schweiz interniert und von den Einheimischen als Helden gefeiert. Doch bald schon kippt die Stimmung, und die zuvor willkommenen Flüchtlinge werden zur vermeintlichen Bedrohung. So auch Marek, der im Arbeitslager auf die junge Sofia trifft. Es ist Liebe auf den ersten Blick, aber je länger der Krieg dauert, desto unerwünschter wird ihre Beziehung. Schaffen sie es, sich den Regeln der Gesellschaft zu widersetzen und ihr gemeinsames Glück zu finden?
"1941. Liebe in herzlosen Zeiten" ist mein erstes Buch der schweizerischen Autorin Margrit Cantieni - und diese Herkunft merkt man dem Buch auch an, das schweizerische Lektorat hat hier sicherlich auch dazu beigetragen. Denn das Buch ist gespickt mit schweizerischen Begriffen, auch außerhalb von Dialogen, und ignoriert teils die gängige deutsche Rechtschreibung, was bei mir als Leser durchaus für Irritationen sorgt.
Die Handlung ist durchaus abwechslungsreich und kurzweilig, allerdings auch etwas spannungsarm - was bei einem Buch, das größtenteils zur Zeit des zweiten Weltkriegs spielt, doch etwas verwundert. Teils gravierende Zeitsprünge und ein sehr antiklimaktisches Ende sorgen für ein doch sehr angenehmes aber auch etwas eintöniges Leseerlebnis. Dabei werden neben der Liebesgeschichte jedoch spannende historische Fakten über die Schweiz zu dieser Zeit vermittelt, die gerade hier doch eher unbekannt sind.
Das Setting ist gelungen. So entführt die Autorin den Leser nach Graubünden zur Zeit des zweiten Weltkrieges, insbesondere in das kleine Dorf Rodels, das seit 2015 keine eigene Gemeinde mehr ist, im Buch aber deutlich größer vorkommt als die weniger als 200 Einwohner, die das Dorf wohl zu dieser Zeit hatte - die Internierten nicht mitgezählt. Dabei gelingt es der Autorin gut, die damalige Stimmung und die Spannungen innerhalb der Gesellschaft einzufangen - und atmosphärisch für den Leser greifbar zu machen.
Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen vor allem (wichtige) Nebenfiguren wie Leonora und der Lehrer Lorenz, während gerade Marek teils nicht wirklich nachvollziehbar handelt. Margrit Cantienis Schreibstil lässt sich dabei, trotz der Authentizität, leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anspringen.
Die Buchgestaltung ist ebenfalls solide. Lektorat und Korrektorat haben - im Wesentlichen - sauber gearbeitet, der Buchsatz ist simpel, aber fehlerfrei, auch wenn ich mir eine Karte von Graubünden zur Unterstützung noch gut hätte vorstellen können. Das Covermotiv ist etwas beliebig, aber schön anzusehen - und zieht sich toll über Buchrücken und Coverrückseite, sodass ein tolles Gesamtbild entsteht.
Mein Fazit? "1941. Liebe in herzlosen Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Liebesroman, der eher unbekannte Aspekte des zweiten Weltkrieges in den Mittelpunkt rückt, dabei teils aber etwas ereignisarm daherkommt. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von 14 Jahren.
- Donna Douglas
Die Nightingale Schwestern - Ein Weihnachtsfest der Hoffnung
(48)Aktuelle Rezension von: EngelAnniIn dem 7. Teil der Nightingale Schwestern begegnen wir alten Bekannten wieder, z.B. Millie, die nach drei Jahren Ausbildung heiratet und das Krankenhaus verlassen hat.
Diesmal steht nicht das Nightingale Hospital in London im Fokus, sondern der "Ableger" auf dem Land. Aber auch dieses Krankenhaus hat mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen.
Die Geschichte dreht sich wie immer mehr um die Krankenschwestern und ihre Wirrungen der Liebe, als um die Krankenpflege selbst. Aber ich mag diese Art von Wohlfühlromanen, wo eigentlich alles gut ausgeht.
Ich vergebe wieder 5 Sterne und freue mich schon auf dem 8. Teil.
- Lilly Bernstein
Trümmermädchen
(179)Aktuelle Rezension von: zuppiAnna lebt bei ihrer Tante Marie und Onkel Mathias. Sie wächst auf mit dem Duft von gebackenem Brot. Besser als jeder Geselle kennst sie die Geheimnisse, wie das köstliche Gut entsteht. Die Bäckerei von Onkel Mathias sorgt dafür, dass sie auch nach Beginn des Krieges nicht hungern müssen. Doch Mathias wird an die Front geschickt. Marie hält die Bäckerei mit Hilfe des Zwangsarbeiters Joseph am Laufen. Doch Köln wird zerbombt
Nach dem Krieg, Hungerwinter 1946: Marie ist am Ende ihrer Kräfte. Vom Haus der Bäckerei ist nicht mehr viel bewohnbar, der Ofen steht still. Es ist kalt, alle Menschen hungern. Marie und Anna versuchen jede für sich, das Überleben der kleinen Familie zu gewährleisten. Dabei leben sie sich zunehmend auseinander, Geheimnisse treten zwischen sie. Schlussendlich geht es in dieser Zeit um Leben und Tod. Kann die kleine Familie den Winter überstehen und das alte Leben Stück für Stück wieder aufbauen?
Das Buch ist sehr bewegend, wie es geschrieben ist hat es einfach mein Herz erreicht. Dieser Mut der Protagonistinnen zeichnet das Buch aus. Der Großteil der Handlung spielt im Hungerwinter 1946. Es gab eine Phase im Buch, als Marie länger als mir lieb war mutlos war. Da musste ich etwas Geduld beim Lesen aufbringen. Davon abgesehen ist es wirklich ein wunderbarer Roman und lässt uns die Auswirkungen des Krieges auf die nicht-verfolgte Deutsche Bevölkerung gut nachvollziehen.
- Dan Gordon
Murder in the First
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenEine wahre Begebenheit, die traurige Geschichte von William Moore, einen Kleinkriminellen, der aufgrund eines Fluchtversuchs von der Gefängnisinsel Alcatraz ins pechschwarze "Loch" gesteckt wird, drei Jahre in völliger Dunkelheit gehalten wird, und als er aus der Isolationsfolterhaft entlassen wird, den vermeintlichen Verräter Avery Clark brutal vor aller Augen tötet. Sein Verteidiger Henry "Hank" Davidson schreibt Rechtsgeschichte, indem er das menschenunwürdige System Alcatraz anprangert, das Moores psychisches Leiden verursacht hat. Davidson gibt nicht auf, obwohl ihm beruflich und privat alle möglichen Steine in den Weg gelegt werden. Unglaublich, daß es laut Anhang bis 1963 gedauert hat (ca. 20 Jahre nach dem aufsehenerregenden Mordprozeß gegen Moore), bis man das Foltergefängnis endlich geschlossen hat. Direktoren und Wärter hat man wahrscheinlich nicht zur Rechenschaft gezogen, so ist das ja häufig.. "In the first" entspricht vielleicht dem Dolus directus 1. Grades, den man als Strafrechtsstudent kennengelernt hat. Erinnert an "Papillon" und "Die Verurteilten".
- Melanie Metzenthin
Mehr als die Ehre
(20)Aktuelle Rezension von: NicolePDie psychiatrische Klinik Gut Mohlenberg wurde mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geschlossen. Friederike führt das Gut seither offiziell als Gestüt. Sie beschäftigt weiterhin Menschen mit geistigen Einschränkungen. Als ein Witwer 1941 den benachbarten Brenner-Hof saniert, kommen er und Friederike sich näher. Doch kann sie in Zeiten wie diesen überhaupt noch jemandem trauen?
Es sind schwere Zeiten, trotzdem geht es den Bewohnern von Gut Mohlenberg den Umständen entsprechend gut. Bis ein Mord geschieht, und die SS ihre Ermittlungen aufnimmt. Mit „Mehr als die Ehre“ erwartet den Leser eine spannende Fortsetzung der Reihe um Gut Mohlenberg.
Die Figuren haben sich weiterentwickelt und versuchen, irgendwie durch diese Zeiten zu kommen. Die Geschichte liest sich gut und hat einige Wendungen zu bieten. Sie zeigt gut den Balanceakt, den die Hauptfigur zu überstehen hat. Die Reihe um Gut Mohlenberg wird fortgesetzt, und ich freue mich bereits auf den nächsten Teil.
- Rindert Kromhout
Anders als wir
(4)Aktuelle Rezension von: HoppsiKlappentext
Angelica wächst in einer Welt voller Freiheit, Kunst und Kultur auf. Sie wird ermutigt, ihren eigenen Weg zu gehen, sich selbst zu behaupten. Doch in dem Moment, wo sie beginnt, Freundschaften mit Gleichaltrigen zu schließen, entdeckt sie eine ihr unbekannte „normale Welt“. Erst jetzt fällt ihr auf, welch ungewöhnliches Leben ihre Familie führt. Sie beginnt sich nach Normalität zu sehnen, denn zu viel Freiheit kann auch bedrückend sein.
Inhalt & Meinung
Der Titel „Anders als wir“ erweckt schon beim ersten Anblick den Eindruck dass es sich um ein Buch handeln wird was sich mit dem „anderssein“ auseinander setzt. Dies trifft auch zu, aber auf eine andere Art und Weise als vielleicht zunächst erwartet.
Rahmenhandlung des Romans bildet das Verschwinden von Virginia Woolf im Jahr 1941. Sie ist die Tante von Angelica, deren Geschichte in diesem Roman erzählt wird.
Wir lernen Angelica kennen. Ein Mädchen welches in Charleston, in völliger Freiheit aufwachsen kann. Ein Mädchen welches eine blühende Fantasie besitzt, die keine Grenzen kennt. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt ob es denn viele Kinder heutzutage gibt die in solch einer Freiheit aufwachsen, in welcher sie sich frei von allen gesellschaftlichen Zwängen entwickeln können. Ich habe es genossen zu lesen wie Angelica, wie Alice im Wunderland mit den Blumen spricht. Durch die Bloomsbury-Group, hat sie eigentlich von Anfang an Kontakt zu Kunst, Literatur und Kultur. Für sie ist es normal bestimme Bücher zu kennen, als Model für Gemälde zu stehen, aber auch viel Zeit allein zu verbringen. Außerdem weiß sie auch schon in jungen Jahren das Liebe grenzenlos ist, egal zwischen wem und dass in den 1930er Jahren. Sie vergöttert ihre Tante Virginia die immer mit ihr spielt und sich mit ihr beschäftigt, sei es die beiden sind Hexen, fahren zusammen Shoppen nach London oder führen gemeinsam Theaterstücke auf. Von ihrer Mutter Vanessa fühlt sich Angelica oft vernachlässigt und nicht beachtet, daher unternimmt sie viel um die Gunst ihrer Mutter für sich zu gewinnen, doch dies ist kein leichtes Unterfangen. Als sie eines Tages ein anderes Mädchen kennenlernt und sich mit diesem anfreundet, fühlt sie sich zum ersten Mal anders. Ihre Freundin weiß nicht wer Alice im Wunderland ist, sie kennt Liebe zwischen Männern nicht und versteht nicht, warum Angelica mit ihr lieber Vater, Vater, Kind, als das übliche Mutter, Vater, Kind spielen möchte. Ihr wird auch bewusst, das andere Eltern sich um ihre Kinder sorgen, ihnen Grenzen setzten und es Strafen gibt, dass alles kennt sie von ihrer Familie nicht. Sie wünscht sich ein normales Leben und möchte auch eine Schule besuchen. Das darf sie dann früher oder später auch, aber auch dort merkt sie dass sie einfach anders ist. Da sie nie so richtig aufgeklärt wurde, wird ihr mit dem Älter werden der Kontakt mit manchen Jungs unangenehm, sie versteht nicht, warum sie auf eine gewisse Art und Weise angeschaut wird. Eines Tages lernt sie dann durch ihre Tante Nigel kennen und ihr „anderssein“ verbindet die beiden. Auch vor England macht der 2. Weltkrieg leider keinen Halt und auch die Stimmung in Charleston wird bedrückter. Dabei zeigt der Autor eindrücklich das Krieg nicht nur die Soldaten an der Front betrifft sondern, jeden Einzelnen, Krieg ist überall. Am Ende liest die Mutter ihren Kindern die Geschichte von ihr und Virginia vor, in der Hoffnung dass vieles für sie damit verständlicher wird.
Dieses Buch ist zwar ein Jugendbuch, ich finde aber viele Aspekte für Jugendliche schwer zu greifen und kann dieses Buch auch jedem Erwachsenen empfehlen.
- Harlan Lebo
Citizen Kane: A Filmmaker's Journey
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintEin faszinierendes Buch, welches dem geneigten Filmfreund da 2016 anlässlich des 75. Jubiläums von "Citizen Kane" vorgelegt wurde. Der Autor Harlan Lebo hat über 4.000 Seiten an Studiounterlagen, Memos, Entwürfen, Briefen und Rechnungen sowie die privaten und geschäftlichen Unterlagen von Orson Welles in der Lilly Library an der Indiana University durchgesehen und daraus ein voluminöses "coffee-table"-Buch geschaffen, das von der Idee, der Entwicklung, dem Dreh und dem Schneiden bis hin zur Premiere mit den Nachfolgewirkungen anscheinend lückenlos die Arbeit eines Genies an einem Film, der zugleich Opus magnum und wohl auch Fallstrick war, nachzeichnet.
Orson Welles hatte mit seinen 23 Jahren für landesweites Aufsehen gesorgt, als er mit seinem "Mercury Theatre" 1938 im Radio eine Adaption des Romans "War of the Worlds" ("Krieg der Welten") von H.G. Wells präsentierte. Seine Umsetzung der Geschichte über eine Invasion vom Mars war so glaubhaft, dass es zu einer Massenpanik kam und der Name Welles mit dem Begriff "Wunderkind" versehen wurde. Es dauerte nicht lange, bis sich Hollywood bei dem jungen Talent meldete - in der Person von George Schaefer, dem Produktionschef des kleinen auf Billigfilme spezialisierten Studios "RKO". Schaefer wollte das Studio aus dem Nischendasein führen und mit prestigeträchtigen und ambitionierten Filmen zu den großen traditionellen Studios aufschließen. Orson Welles hatte nun den Ruf, ein ganzes Land allein mit seiner Regie und seiner Gabe, eine Geschichte derart fesselnd zu erzählen, und war somit ideal für Schaefer's Plan. Um sich der Qualitäten des jungen Visionärs zu vergewissern, lockte der Filmstudioleiter mit einem Zuckerl, welches die Filmbranche bis dato noch nicht gesehen hatte: BEINAHE KOMPLETTE UNEINGESCHRÄNKTE KONTROLLE über das noch zu entwickelnde Projekt. Die Branche war geschockt und empört über die Entscheidung, die aus Orson Welles mit einem Schlag zu einem erstmaligen Regisseur, zu einem Drehbuchautor, einem Produzenten und erstmaligen Hauptdarsteller eines mit großem Budget veranschlagten Filmes machte. Als Klatschkolumnistin Louella Parsons uneingeladen zu einem Rohschnitt des Filmes auftauchte und in der Figur des Charles Foster Kane ihren Arbeitgeber, den Millardär William Randolph Hearst, zu erkennen glaubte, wurde keine Gelegenheit seitens Parsons und dem Hearst-Imperium ausgelassen, den Film zu torpedieren. Es wurde seitens des Zeitungsimperiums Hearst nichts über "Kane" berichtet und Kinos unter Druck gesetzt, den Film auf keinen Fall zu spielen. Auch Versuche, den Film zu zerstören, wurden unternommen...
Von der Idee und dem Schreiben des Drehbuchs mit Herman J. Mankiewicz, dem Casting, den Streitereien mit dem Filmstudio und der Filmbranche, den neuartigen Wegen in der Art des Drehens, dem Kampf mit Parsons und der Presse, der Entwicklung des wunderbaren Scores von Bernard Herrmann und den Dreharbeiten bis hin zu dem großartigen Moment der Premiere des Filmes am 1. Mai 1941 versteht es der Autor, den Leser interessiert und gefesselt zu halten. Man erlebt die Zeugung, die Schwangerschaft und die Geburt eines visuell wundervollen Filmes, der über 50 Jahre lang als "bester Film aller Zeiten" galt und heute noch nichts von der Faszination dieses getriebenen Mannes Charles Foster Kane und dem Kinderschlitten "Rosebud" eingebüßt hat.
Ein Buch für Filmliebhaber, für Freunde des Filmschaffens von Orson Welles und Geschichten über Visionäre und Mogule, die da hoch oben fern der schnöden Welt in ihrem "Xanadu" hocken. Eine absolute Empfehlung!
- Jürgen Kleindienst
Gebrannte Kinder. Kindheit in Deutschland 1939-1945. 61 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen
(2)Noch keine Rezension vorhanden - Christian Hardinghaus
Wofür es lohnte, das Leben zu wagen
(9)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Angesichts des Todes werden die Werte des Lebens ein Nichts...“
Das Sachbuch beginnt mit einem Vorwort von Hans Machemer. Dort legt er kurz dar, wie und weshalb es zur Veröffentlichung der Geschichte kam. Es sind die Briefe seines Vaters, die den Inhalt des Buches bilden.
Anschließend folgen von Christian Hardinghaus eine geschichtliche Beurteilung und die Vorgeschichte.
Helmut Machemer ist Augenarzt. Mit 36 Jahren und auf Grund seines Berufs wäre er vom Kriegsdienst freigestellt gewesen. Doch seine Frau Erna ist nach Lesart der damaligen Zeit halbjüdisch. Damit gelten sie und die drei kleinen Söhne als Mischlinge. Erna musste deshalb schon ihr Medizinstudium aufgegeben. Da sich Helmut nicht von seiner Familie trennen will, sieht er nur eine Chance. Wenn er sich freiwillig zum Heer meldet und dort alle Tapferkeitsauszeichnungen erhält, kann er damit erreichen, dass seine Familie arisiert wird. Diese Sonderregelung gibt es im Rassengesetz.
Hans Machemer ist dabei, als die Deutsche Wehrmacht am 22. Juni 1941 ohne Kriegserklärung über die sowjetische Grenze marschiert. Er ist Unterarzt der Aufklärungs-Abteilung der 16. Panzerdivision. Gleichzeitig schreibt er in Briefen seine Erlebnisse und Gedanken nieder und fotografiert das Geschehen. Die Vielzahl dieser Briefe bildet den Hauptinhalt des Buches.
Der erste Brief datiert vom 5. Oktober 1941. Die Deutsche Wehrmacht befindet sich auf einem fast ungebremsten Vormarsch. Deshalb zeigen die ersten Briefe auch seinen Optimismus. Deutlich wird die Überlegenheit der deutschen Truppen herausgestellt. Es ist nicht zu überlesen, dass die Propaganda der letzten Jahre Spuren hinterlassen hat. Das zeigt sich in einer gewissen Überheblichkeit. Andererseits überwiegt auch im Verhalten gegenüber dem Gegner die Menschlichkeit. Das Regiment zieht durch die Ukraine und trifft dabei nicht nur auf Feinde. Exakt werden die Dörfer und das dortige Leben beschrieben. Schnell machen sie Bekanntschaft mit Wanzen und Flöhen.
Die ganze Widersprüchlichkeit der Gedankenwelt wird hier an einer Stelle besonders deutlich. Helmut möchte, dass seine Familie arisiert wird, nimmt aber den Judenhass in der Ukraine als gegeben hin.
Mit dem ersten Wintereinbruch ändert sich der Schriftstil leicht. Plötzlich geht es nicht mehr nach vorn. Die Langeweile des Stellungskrieges, erste Erfrierungen, fehlende Winterbekleidung gewinnen zunehmend Raum in den Briefen. Nachdem er im ersten Teil davon berichtet hat, dass die Rote Armee beim Rückzug verbrannte Erde zurückgelassen hat, verwendet nun die Deutsche Wehrmacht ebenfalls diese Taktik. Doch immer überwiegt die Hoffnung auf den Sieg.
Hinzu kommt, dass Helmut in den Briefen darauf drängt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Arisierung der Familie voranzutreiben. Er hat Angst um seine Kinder. Auf seine Beförderung wartet er seit zwei Jahren. Das ärgert ihn, ändert aber wenig an seinem Pflichtbewusstsein.
Deutlich wird, wie hart das Leben eines Arztes direkt an der Front ist. Es geht um die Erstversorgung der Verwundeten. Die nächste Schwierigkeit besteht darin, sie in ein Lazarett zu bringen. Das ist nur noch bedingt möglich. Der russische Winter lässt nicht nur Wasser gefrieren, sondern auch Füße und Hände. Fahrzeuge fallen aus. Der Stellungskrieg zermürbt. Bisher registrierte Helmut in seinen Briefen die Menge der gefallenen Russen. Nun werden zunehmend eigene Kameraden beerdigt. Außerdem gibt es Probleme mit der Post. Die mit Sehnsucht erwarteten Päckchen aus der Heimat bleiben aus.
Berührend zu lesen sind die Briefe der Kinder, die sie an ihren Vater schreiben. Im letzten Drittel des Buches sind auch Briefe von Erna veröffentlicht. Dort tauschen sich die Eheleute über Schreibstil und Lesbarkeit aus. Erna schreibt alle Briefe ihres Mannes ab.
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Buch die Hoffnung auf Sieg und Heimkehr. So schreibt Helmut:
„...Dass der Russe seine letzten Reserven ausschöpft, ist keine Frage...“
Auch das Eingangszitat stammt aus einem der letzten Briefe. Seine Zeilen sprechen von Kameradschaft selbst in schwierigen Situationen, setzen sich mit Fehlverhalten auseinander und bescheinigen dem Regiment einen Hauch preußischer Disziplin. Doch gerade in der letzten Zeit kommt er auch mit Ärzten in Kontakt, die die Situation wesentlich kritischer sehen. Helmut hat aber nur ein Ziel vor den Augen, und dafür setzt er sich mit ganzer Kraft ein: die Sicherheit seiner Familie. Dabei ahnt er aus meiner Sicht nicht einmal, wie groß die Gefahr für sie wirklich ist. Trotzdem gibt er Verhaltensratschläge, was zu tun ist, falls er nicht zurückkehrt. Die lange Zeit wirkt zermürbend. Heimaturlaub ist nicht in Sicht oder wird gestrichen.
Und dann stellt er eine Frage, die Monate vorher überhaupt nicht im Raum stand.
„...Dankt uns die Heimat einmal, was wir für sie tun?...“
Die Briefe ermöglichen mir als Leser einen Einblick in eine Gedankenwelt, die schwierig nachzuvollziehen ist. Die Soldaten sahen sich als Verteidiger der Heimat. Sie taten ihrer Ansicht nach ihre Pflicht. Dass es zunehmend von beiden Seiten Grausamkeiten gab, wurde registriert, aber kaum bewertet.
Die politische Beeinflussung des Gegners durch Kommissare wird häufig angesprochen, die Wirkung der eigenen Propagandamaschinerie nicht registriert.
Eingebunden im Buch sind viele Originalfotos. Sie veranschaulichen die Situation.
Außerdem gehört zum Buch eine DVD. Auch dort befinden sich bisher unveröffentlichte Bilder. Gut gefallen hat mir der Kommentar des Autors. Unter anderen führt er aus, welchen Gefahren sich Helmut mit diesen Aufnahmen ausgesetzt hat.
Außerdem sind Originaldokumente dem Buch beigefügt.
Helmut erreicht sein Ziel. Seine Familie wird deutschblütigen Personen gleichgestellt. Doch er zahlt dafür einen hohen Preis. Seine Söhne werden ohne ihn aufwachsen.
Ich bin mir bewusst, dass diese Rezension dem Buch nicht allumfassend gerecht werden kann. Sie spiegelt nur einen Teil des Inhalts wider.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist ein wichtiges Zeitdokument, da es ungeschönt die Gedanken eines Arztes an der Front wiedergibt. Der meist sachliche Schriftstil wirkt besonders beeindruckend.
- Takuma Melber
Pearl Harbor
(2)Aktuelle Rezension von: FortiAus westlicher Sicht sieht man den Angriff auf Pearl Harbor meist nur aus dem amerikanischen Blickwinkel. Takuma Melber ändert das mit seinem Buch und beschreibt, warum Japan die USA im Dezember 1941 angegriffen hat. Auch wer sich - wie ich - bisher wenig mit der Rolle Japans im Zweiten Weltkrieg auseinander gesetzt hat, bekommt einen sehr guten Überblick über die japanischen Beweggründe, das Für-und-Wider und das amerikanisch-japanische politische Verhältnis vor Kriegseintritt der USA. Auch die militärischen Vorbereitungen und der Angriff selbst werden ausführlich dargelegt.
FAZIT: Ein sehr guter Überblick über den Angriff auf Pearl Harbor. - Jürgen Ehlers
Tod von oben
(21)Aktuelle Rezension von: Babsi123Mein Fazit:
Das Cover ist schlicht gehalten und paßt super zur Geschichte.
"Tod von oben " ist ein historischer Roman, der in dem von der deutschen Wehrmacht besetzten Niederlanden 1941 - 1942 spielt. Thematik wie: Verrat, Spionage, Liebe, Leben im Nationalsozialismus, die Rolle des Widerstands im Zweiten Weltkrieg, Größen wie Heydrich und Himmler in Nebenrollen, spielen eine große Rolle in diesem Buch.
Der Hamburger Autor J. Ehlers ist bekannt für seine gründlichen Recherchen über den Zweiten Weltkrieg, und er brilliert auch mit dieser Geschichte und zieht den Leser in seinen Bann.
Sein Hauptprotagonist, der Agent Gerhard Prange, ist eine charakterstarke Figur in der Geschichte und besticht durch seinen Mut, seinen Scharfsinn, seine Menschlichkeit und Offenherzigkeit. Er springt über den Niederlanden ab, wird gefangen genommen und hat die Wahl: Doppelagent oder erschossen zu werden. Seine Liebe zu Sofieke, einer Jüdin, ist ehrlich und er riskiert für sie sogar sein Leben. Können sie ihre Liebe genießen, oder werden sie durch die Gestapo enttarnt und ermordet? Gerhards Charakter gefällt mir sehr gut und er gibt dieser Geschichte einen besonderen Reiz. Die Story ist spannend aufgebaut, super recherchiert, mit viel Feingefühl und Sensibilität niedergeschrieben worden. Ich musste das Buch an einem Tag lesen, da ich wissen wollte, ob der Agent Gerhard sein Leben retten konnte. Das Ende ist etwas ungewöhnlich, aber durchaus passend und voller Überraschungen.
Der Autor hat Wendungen eingebaut, die nicht vorhersehbar waren … Der Schreibstil des Autors ist gewohnt bildgewaltig, zum Teil berührend, einfühlsam, mit wenigen Emotionen. Ein sehr interessantes Thema, und ich fühlte mich sehr gut unterhalten.
- Karen Kingsbury
Sarahs Liebeslied
(12)Aktuelle Rezension von: peedeeDie Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit für Sarah. In den zwölf Tagen vor Weihnachten hält sie ein Ritual ab, das sie an die Geschichte ihrer grossen Liebe, ihren verstorbenen Mann Sam, erinnert. Und an das Lied, das sie einst für Sam geschrieben hatte. Sarah ist 86 Jahre alt und lebt im Pflegeheim. Sie weiss, dass ihr nicht mehr viel Zeit auf Erden bleibt. Sie möchte ihre Erinnerungen mit jemandem teilen, denn sie ist überzeugt, dass eine Person die Erkenntnisse daraus benötigt. Pflegerin Beth wird ihre Zuhörerin…
Erster Eindruck: Ein unaufgeregtes, weihnächtliches Cover – gefällt mir.
Sarah ist krank und weiss, dass sie in Kürze sterben wird. Doch sie hat keine Angst, denn dann wird sie endlich mit ihrem Mann Sam vereint sein. Bevor sie ihr irdisches Zuhause verlässt, hat sie noch eine grosse Aufgabe: Sie will ihre weihnächtliche Routine mit den 12 Umschlägen und Weihnachtsanhängern, auf denen je ein Wort steht, und einen Teil ihrer Geschichte beinhält, mit jemandem teilen. Sie betet, dass Gott ihr die richtige Person schickt. Der erste Tag vergeht und sie hat die Person noch nicht gefunden. Schlussendlich ist es Beth, die Pflegerin, die zwar immer freundlich ist, aber nie ein Wort zu viel spricht. Sarah sieht, dass sie etwas belastet.
„Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben.“
Dies war mein erstes Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir viele Emotionen beschert. Ich habe mit Sarah mitgelitten, als absehbar war, dass der von ihr eingeschlagene Weg nicht der richtige war. Und ich habe mit ihr gebangt, ob sie ihre grosse Liebe wiederfindet. Der Einblick in Beths Leben hat mich nachdenklich gemacht: Hat sie die richtige Entscheidung getroffen oder ist sie dabei, den grössten Fehler ihres Lebens zu machen?
Mit einem grossen Seufzer habe ich das Buch, das leider nur 160 Seiten hat, zugeklappt. Ein Hoch auf die Liebe – 5 Sterne! - Mario Adorf
Der Mäusetöter
(9)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Töten hat er wahrscheinlich von der deutschen Seite seiner Verwandtschaft... nein, Scherz beiseite, scusi, erfrischend uneitel schildert Adorf seinen bisherigen Werdegang v.a. anhand von Mißgeschicken und Peinlichkeiten, völlig unerwartet von einem der wichtigsten deutschen Schauspieler. Sehr amüsant und manchmal wirklich zum Schenkelklopfen, manchmal traut man sich kaum weiterzulesen, weil man weiß, wie es womöglich (böse) enden wird. Es beginnt mit ihm als unerwünschtem Kind, dessen Mutter von allen rumgeschickt wird, um die sich niemand kümmern möchte, über seine Kindheit in der NS-Zeit, über seine Studienanfänge bis zum Beginn seiner Schauspielerkarriere. Sehr locker geschrieben, eine echte Überraschung für mich. Mille grazie signore!
- Judith Pella
Geschrieben im Wind
(22)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerKlappentext des Verlages:
1941: Keagan Hayes, der mächtigste Zeitungsmogul Kaliforniens, ist ein harter und verbitterter Mann. Was seine drei Töchter auch tun – die Anerkennung ihres dominanten Vaters können sie nicht erreichen. So versucht jede auf ihre Art, mit ihrem Schicksal ins Reine zu kommen.
Blair geht den Weg der Rebellion, Jackie sucht Kraft im Glauben und Cameron flieht in die Karriere. Als ehrgeizige Journalistin schlägt sie sich auf die Seite des schärfsten Konkurrenten ihres Vaters. Er schickt sie als Korrespondentin nach Europa. Für Cameron wird ein Traum wahr.
"...anstatt mit Söhnen gesegnet mit Töchtern geschlagen..." (S. 12)
Soll dies der Grund sein, warum Keagan Hayes seine drei Töchter abweisend, kühl und alles andere als liebevoll behandelt? Jedenfalls lässt er sie unermüdlich wissen, wie wenig er von ihnen und ihren Ambitionen im Leben hält. Keinerlei Zuneigung oder gar Wärme kommen in diesen Vater-Töchter-Verbindungen auf und jede von ihnen scheint auf ihre Art damit umzugehen.
Während man anfänglich noch in Beverly Hills, Kalifornien und Umgebung verweilt, reist man schon bald mit Cameron nach Europa, verfolgt ihre journalistischen Schilderungen inmitten des Krieges und stellt sich den daraus resultierenden Gefahren. Gewinn und Verlust, Schrecken und interessante Begegnungen - all das bringt dieser Strang mit sich, der sich mit dem Geschehen um ihre Schwestern Blair und Jackie abwechselt.
Jackie zu begleiten gestaltet sich hingegen ruhig, besonnen und mit ausführlichen Gedanken zu ihrem Glauben. Dies liegt Blair - die von Glanz und Glamour träumt - eher fern.
Und so lernt man diese drei unterschiedlichen Schwestern nach und nach besser kennen, verfolgt, wie sich Träume erfüllen, Sichtweisen verschieben und dass man auch tief fallen kann.
Gemeinsam mit ihnen trifft man auf interessante Figuren, auf die man hoffentlich in der Fortsetzung nicht verzichten muss. Der flüssige, bildhafte Schreibstil und die leicht ansteigende Spannung sorgen dafür, dass man ein gutes Gefühl für die Kulisse dieser Zeit bekommt und das noch ausstehende Geschehen gern weiter verfolgen mag. - Elizabeth Jane Howard
Die Zeit des Wartens
(9)Aktuelle Rezension von: Angie*Meine Meinung zum 2. Band:
Dieser zweite Band der imposanten Familiengeschichte unterscheidet sich im Schreibstil nicht vom ersten Band (siehe oben) und das Buch lässt sich angenehm lesen.Die Familie wird weiter in die Strudel des 2. Weltkrieges gerissen, die Lebensqualität auf dem Land wird auch eingeschränkt. Die Jugendlichen und Kinder der Familie wachsen heran , wir verfolgen die Erlebnisse und Gedanken der drei Cousinen Polly, Louise und Clary. Die männlichen Mitglieder der Familie werden größtenteils eingezogen....und ich warte auf etwas mehr Spannung in der Handlung!Die Geschehnisse werden von der Autorin minutiös abgehandelt und es breitete sich eine leichte Langeweile und Unlust in mir aus. Das Landleben läuft mit kleinen Einschränkungen weiter. Der Krieg spielt sich woanders ab , die Jugendlichen Charaktere sind mit ihrer persönlichen Entwicklung beschäftigt und überraschen mich kaum. Schade , ich hätte mehr Aktion erwartet und werde nicht ungeduldig auf den dritten Band warten . Die Schreibweise der Autorin ist zwar bildhaft , packend , und doch verliert sie sich zu oft in unwichtigen und uninteressanten Beschreibungen.Ich bin gespannt was mich im dritten Band erwartet ! Wird es eine Steigerung des Spannungsbogen geben ?Meine Bewertung: Vier **** Sterne für dieses Buch mit kleinen Schwächen !Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
- Tony Crawley
Steven Spielberg
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDie frühe bis mittlere Karriere eines der größten Künstler aller Zeiten, Jemand der das Bewusstsein der Welt verändert hat. Unglaublich, wie lange Spielberg Klinkenputzen mußte, bis er seine erste Chance erhielt, andere Leute hätten längst aufgegeben. Man wäre gern dabei gewesen, wie er in wenigen Jahren (mit der Unterstützung von George Lucas) die Filmwelt für immer veränderte, später konnte nur Quentin Tarantino die Filmwelt ähnlich "auf links ziehen". Man wäre gern dabei gewesen und hätte bewußt mit gekriegt, wie Indy, E.T. und Star wars eingeschlagen sind. Und natürlich wirkte nach außen hin und hinterher alles so souverän, während Spielberg selbst von Unsicherheit geplagt wurde und die Filmdrehs (zB zum "Weißen Hai" aka Bruce) sich zum Alptraum entwickelten. Zeit für eine Neuauflage mit den Filme seit Mitte der 90er Jahre, vielleicht mit einer Auflistung der aktuell erfolgreichsten Filme aller Zeiten?
- Andrea Camilleri
Die Pension Eva
(38)Aktuelle Rezension von: TefelzDer Spiegel schrieb: " Ein bizarrer, sehr komischer Bildungsroman", wobei es sich aber eher um eine komische und vor allem warmherzige kleine Geschichte aus Sizilien im 2.Weltkrieg handelte , die einfach nur schön ist.
Geschichte: Nene steht kurz vor seinem 12.Geburtstag und würde wirklich gerne herausfinden, was das für ein Haus ist " Die Pension Eva ". Die Geschichte spielt vor und während des 2. Weltkriegs und erzählt sowohl die Entwicklung des jungen Nene, als auch die Geschichte der Pension Eva, nie natürlich nichts anderes als ein Bordell in Vigata ist, bei dem die Huren an ihren freien Tagen Nachhilfe in Sprachunterricht geben oder mit den fast Erwachsenen zu Abend essen.
Das Buch erzählt über Freundschaften, erste Liebe, unmögliche Liebe , lustige Anekdoten und verrückte Zufälle. Wunderschön beschrieben, mit einem Augenzwinkern und einem Melodramatischen Ende. Die Erzählform ist wie immer sehr direkt und sehr feinfühlig. Es ist kein Krimi, einfach eine gute Geschichte, die man gelesen haben sollte.
Fazit: Wunderbar ! - Detlef M. Plaisier
Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras
(11)Aktuelle Rezension von: HarpoDie Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.
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