Bücher mit dem Tag "1963"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1963" gekennzeichnet haben.

52 Bücher

  1. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453437166)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (666)
    Aktuelle Rezension von: Zeke

    "Der Anschlag" war leider eine absolute Enttäuschung gewesen. Bevor ich anfing die Bücher von Stephen King chronologisch nach Veröffentlichungsdatum zu lesen, hatte ich mir ein paar seiner bekannteren Werke auf Empfehlung der Allgemeinheit bedient. Leider war "Der Anschlag" von 2009 eine absolute Enttäuschung für mich gewesen. Mag vielleicht sein, dass meine Erwartungen viel zu hoch waren, aber dennoch. 

    Die knapp 850 Seiten hätte man gut und gern auf 400 Seiten kürzen können. Es waren etliche Seiten enthalten, die absolut überflüssig waren und die "Spannung" der Handlung bremsten. Da wären die todlangweilige Nebenhandlung in der Kleinstadt, in der sich Jake kurz zur Ruhe gesetzt hatte oder die ellenlange Erzählung über die Familiengeschichte der Oswalds. Die Krönung der schlechtesten Nebenhandlungen in "Der Anschlag" ist aber immer noch die Vorbereitung für die Highschool-Tanzveranstaltung, welche absolut irrelevant war. Statt einer spannenden Zeitreisegeschichte, las ich die ach so schönen 60er Jahre aus Sicht eines alten Mannes aus dem 21. Jahrhunderts. Vielleicht können ältere Leser etwas damit anfangen aber für mich ist das nichts. Die Hälfte des Buches handelt davon, wie schön die 60er Jahre doch sind aber man kennt ja von King, dass er nicht wirklich der grösste Fan der Technologie ist. 

    Der einzige Trostpflaster war wohl die kleine "Nebenstory" in Derry, aber der Rest? Absolut nichts für mich. Keine fesselnde Story, keine spannenden Charakter und eher eine Biografie über Lee Harwey Oswald, als eine Zeitreisegeschichte. 


  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (675)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

  3. Cover des Buches Mehr als nur ein Traum (ISBN: 9783957344601)
    Elisabeth Büchle

    Mehr als nur ein Traum

     (56)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    Felicitas hat mit jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt sie in den 1960er Jahren nach Mississippi. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. In der Stadt findet sie schnell Freunde, obwohl sie auch als die „Fremde“ beäugt wird. Sie gerät mitten in die brodelnden Rassenunruhen der Zeit. Und dann ist dort dieser Deputy Landon - von dem sie nicht weiß, ob er Freund oder Feind ist.


    Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um mit der tollpatschigen und naiven Hauptfigur anzufreunden. Aber bald hatte sie mein Herz erobert. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung hochhält. Alle aus dem Dorf scheinen Geheimnisse zu haben. Irgendwann bringt der Roman eine Wendung mit einem Thema auf den Plan, mit dem ich nicht gerechnet habe. Zudem gibt es einen fulminanten Shwodown mit einem schönen Schluss. Eine absolute Leseempfehlung. 

  4. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837111071)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Panobbi

    (Hörbuch-)Empfehlung: Kings - Der Anschlag. Ich mag Kings -non Horror- ja für die Welten, die er baut. Bei King ist es ja eher immer die Reise, als das Ende. Hierbei finde ich das reine Ende toll. Die Auflösung eines der Grundthemen lahm. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass mich das letzte Viertel langsam verliert. War dieses Mal nicht der Fall. Und die ohne Auflösung angenehm knapp gehalten.

  5. Cover des Buches Deutsches Haus (ISBN: 9783548061177)
    Annette Hess

    Deutsches Haus

     (203)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Frankfurt, 1963. Die junge Dolmetscherin Eva wird für einen Gerichtsprozess engagiert und gerät völlig unbedarft in einen Jahrhundertprozess. Auf der Anklagebank sitzen Angehörige der SS, es geht um die Gräueltaten im Konzentrationslager Ausschwitz.

    Eva, die zum Ende des Kriegs noch ein Kind von fünf Jahren war, erfährt erstmals vom Holocaust. Obwohl die Ereignisse nur zwanzig Jahre zurück liegen, scheinen sie wie aus dem kollektiven Wissen der Welt gelöscht zu sein. Kaum jemand will sich der Wahrheit stellen und die Geschehnisse aufarbeiten. Nur gegen großen Widerstand kommt es überhaupt zum Prozessauftakt.

    Anette Hess‘ Roman zeigt uns eine von Schuld und Mitläufertum verfilzte Nachkriegsgesellschaft, die sich hartnäckig an ihr Schweigen klammert. Es ist die Zeit des Wirtschaftswunders. Die Menschen blicken nach vorn. Niemand erinnert sich gerne an den Krieg. Man verdrängt, verleugnet und bagatellisiert. Hess legt dar, wie groß der inneren Widerstände gegen jede Form der geschichtlichen Aufarbeitung sind: Die Traumata der Opfer auf der einen Seite, die Schuldgefühle der Mitläufer auf der anderen Seite und dazwischen die Täter, die Mörder, die sich hinter ihren neu gewonnenen bürgerlichen Fassaden verstecken.

    Die Autorin stattet ihren Roman detailreich aus, um das Zeitgefühl jener Jahre zu transportieren.

    Die gesellschaftliche Position der Frau, die fehlende Emanzipation, wird durch das Verhältnis der Hauptfigur Eva zu ihrem Verlobten intensiv dargestellt. Es entsteht ein recht vielschichtiges Bild dieser Jahre ab 1963.

    Allerdings liegt in dieser Stärke meiner Meinung nach auch eine Schwäche des Romans: Für meinen Geschmack schadet diese Ausführlichkeit der Handlung. Hess bewegt sich auf zu vielen Nebenschauplätzen und kommt dadurch immer wieder vom eigentlichen Thema ab. Zwar findet sie auch immer wieder zurück, verliert durch diese erzählerischen Umwege aber einiges an Intensität.

    Die aus meiner Sicht stärksten Phasen befinden sich am Ende des Buches. Mit dem Unfassbaren konfrontiert verliert Eva ihre letzte Naivität. Nach Prozessende reist sie nach Polen und begegnet einem Überlebenden von Ausschwitz. Traumatisiert von der Schuld ihrer Eltern-Generation sucht sie verzweifelt nach Trost und muss erfahren, dass es angesichts des Unfassbaren für niemanden eine Erlösung geben kann.

    Vielleicht ist der Ansatz, ein unbequemes Kapitel der Nachkriegsgeschichte in einen Unterhaltungsroman zu packen, an sich schon ein Widerspruch?

    Hess‘ Roman liest sich flüssig, mitunter sogar spannend. Ihrer Absicht, einem breiten Publikum Geschichte leicht zugänglich zu machen, wird sie gerecht, was die zufriedenen Rückmeldungen zahlreicher Leser*innen  belegen.

  6. Cover des Buches Totgeglaubte leben länger (ISBN: 9783453436602)
    Kathy Reichs

    Totgeglaubte leben länger

     (324)
    Aktuelle Rezension von: buechernarr

    Als die Leiche eines Mannes gefunden wird, der mit religiösen Gegenständen aus Israel gehandelt hat, und Tempe Brennan nachweisen kann, dass es sich nicht, wie zunächst angenommen, um Selbstmord handelt, wird sie zusammen mit Ryan tief in mutmaßliche Verschwörungstheorien hineingezogen, die alle 3 Weltreligionen betreffen. Zunächst taucht das Foto eines alten Skeletts aus, das angeblich das Mordmotiv sein soll und von dem Tempe bald herausfindet, dass es wahrscheinlich bei Ausgrabungen in Masada aufgenommen wurde, dann führen sie weitere Ermittlungen nach Israel, wo sie mit ultra-orthodoxen Juden in Konflikt geraten.

    Der Schreibstil ist, wie in allen Büchern von Kathy Reichs, sehr flüssig, auch wenn sich die Geschichte in diesem Fall deutlich mehr zieht, schon aufgrund der vielen geschichtlichen Hintergrundinformationen, die mit eingewebt werden. Diese sorgfältig recherchierten Informationen sind auch das, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmachen: Während der Mordfall an und für sich eher langweilig ist, werden die Ermittlungen durch die Verstrickungen in tatsächliche Ereignisse bei Ausgrabungen in Jerusalem und Masada (einer jüdischen Festung, in der sich Widerstandskämpfer gegen die Römer verschanzt hatten im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende) zu einem Exkurs in jüdisch-israelischer Geschichte zum Einen und die Geschichte des Christentums (und der Abweichungen von heutiger Deutung) zum Anderen.

    Am Ende des Buches gibt es auch die Aufzählung dessen, was tatsächlich Fakten sind und einen kurzen Bericht der verschiedenen Ausgrabungen, sodass man als Leser noch mal kurz rekapitulieren kann, was „bewiesen“ ist und was reine Fiktion.

    Nervig sind viele Wiederholungen, die durch das wiederkehrende Aufzählen von bereits bekannten Fakten herrühren. Tempe und Ryan kauen viele Aspekte des Falles wieder und wieder durch, was zum Teil ermüdend ist. Auch kommen den beiden ein bisschen viele Zufälle zuhilfe (zB muss Ryan natürlich auch nach Israel fliegen, als Tempe hinfliegt, damit die zwei auch ja schön zusammen ermitteln können, was insgesamt ein bisschen unwahrscheinlich ist, aber es ist halt wichtig für den Fortgang der Geschichte).

    Und auch in diesem Teil kann mich die Liebesgeschichte zwischen Tempe und Ryan nicht überzeugen. Ich finde ihre Dialoge oft so gestellt und krampfig, dass da bei mir beim Lesen keinerlei Anziehung zwischen den beiden ankommt. Das zieht sich bei mir aber schon durch die ganze Reihe hindurch und ich kenne auch viele Leser, die mir da vehement wiedersprechen – ist also wie so vieles absolut subjektiv.

    Aufgrund dieser Kritikpunkte gibt es bei mir 1.5 Sterne Abzug, aber wenn man sich vor dem Lesen klar macht, dass man keinen typischen Temprance Brennan Fall vor sich hat, durchaus eine Leseempfehlung.

  7. Cover des Buches Die Show (ISBN: 9783453675124)
    Richard Laymon

    Die Show

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten, kleinen Eindruck vom Geschehen kann sich der Leser hier auf der Buchseite verschaffen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Wer sich einen "Laymon" zur Hand nimmt, dem ist in der Regel klar, auf was er sich einlässt. Und sollte es das erste Buch dieses Autors sein und er daher gänzlich unvorbereitet auf dessen Geschichten trifft, dann kann daraus nur Begeisterung oder aber tiefste Abscheu entstehen.

    Ich liebe die Bücher dieses Autors und habe mir nach längerer Pause wieder mal eines seiner Bücher gegönnt. Natürlich wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch strotzt vor sexuellen Anspielungen und vor Geilheit sabbernden Figuren. Da hüpfen die nackten Brüste und auch an ekeligen Horror-Momenten wird nicht gespart.

    OK, es gab durchaus ein paar deutliche Längen. Aber selbst die füllt der Autor mit seiner unnachahmlichen Schreibweise, sodass es dem Leser auch an diesen Stellen nicht wirklich langweilig wird.  Es ist schon erstaunlich, das er es schafft seitenweise nur darüber zu schreiben, ob die Protagonisten sich so oder anders entscheiden wollen und sich der Leser nicht mit einem Gähnen verabschiedet. Einfach genial...!


  8. Cover des Buches Nachtschicht (ISBN: B009WC8GW6)
    Stephen King

    Nachtschicht

     (384)
    Aktuelle Rezension von: Zeke

    Wer den Meister des Horrors kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt sein erstes Kurzgeschichtenbuch "Nachtschicht" holen. Von Kurzgeschichten die nur ein paar Seiten lang sind, bis zu Kurzgeschichten die 40 Seiten haben, Vampire, mordende Wäschetrockner und psychologische Urängste des Menschen, alles ist in dieser Kurzgeschichtensammlung dabei. 

    Erwähnenswert ist auch, dass der Prolog und Epilog von "Brennen muss Salem" enthalten ist, sowie eine Nebenstory aus dem "The Stand"-Universum. Stephen King hat hier meiner Meinung nach Kurzgeschichten präsentiert, die eigentlich ziemlich lächerlich scheinen, aber dennoch eine gewisse Angst im hintersten Eck der Gedanken auslösen könnten, aber auch über jene Ängste des Menschen über die man sich keinen Kopf machen möchte. Nicht alle Kurzgeschichten sagen mir zu, einige waren schlecht, aber der Grossteil hat mir gefallen. Lustigerweise habe ich bemerkt, dass es bei diesen 20 Storys unterschiedliche Meinung der Leser gibt, sodass ihr am besten selbst die Geschichten lesen sollt. Lohnen tut es sich auf jeden Fall!

    5/5 Briefe aus Jerusalem (Prolog "Brennen muss Salem")

    5/5 Spätschicht

    5/5 Nächtliche Brandung

    4/5 Ich bin das Tor

    3/5 Der Wäschemangler

    1/5 Das Schreckgespenst

    2/5 Graue Masse

    5/5 Schlachtfeld

    2/5 Lastwagen

    3/5 Manchmal kommen sie wieder

    2/5 Erdbeerfrühling

    2/5 Der Mauervorsprung

    2/5 Der Rasenmähermann

    5/5 Quitters Inc.

    3/5 Ich weiss was du brauchst

    4/5 Kinder des Mais

    5/5 Die letzte Sprosse

    3/5 Der Man der Blumen liebte

    4/5 Einen auf den Weg (Epilog "Brennen muss Salem")

    5/5 Die Frau im Zimmer

    Mein persönlicher Favorit wären "Quitters Inc." und "Die letzte Sprosse" (Wobei "Die letzte Sprosse" ein Tick besser ist, da es eine Geschichte ist, über die man sich wohl auch nach dem Lesen Gedanken macht.)

  9. Cover des Buches Die Moselreise (ISBN: 9783442744176)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Moselreise

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    So beschaulich die Moselreise des Autors mit seinem Vater war, so gemütlich liest sich dieses Buch auch. Nachdem ich die 1 Jahr zuvor gemachte Reise des Autors mit seinem Vater nach Berlin per Hörbuch gehört habe, hatte ich mir gleich die "Moselreise" geholt. Denn die Art, wie Hanns-Josef Ortheil die gemachten

    Skizzen als Reisetagebuch niederschrieb, ist schon sehr besonders. Der musisch begabte Junge, der er ist, hat so eine besondere Art und ist auf so herzliche Weise mit seinen Eltern verbunden.

    Schwimmen und Klavier spielen sind seine Lieblingsbeschäftigungen. Bücher liest er im Schnelltempo. Alles kann er auf seinen Reisen machen, in der Mosel schwimmen gehen, Klavier spielen, denn es findet sich immer ein lange nicht gespieltes Klavier unterwegs und ein Buch hat er auch immer dabei. Nur seine Mutter fehlt ihm so sehr, das ihn unterwegs das Heimweh überfällt und beinahe die Reise abgebrochen werden muss. Mit Fingerspitzengefühl bekommt sein Vater ihn wieder auf die Spur. Jeden Tag schreibt er eine Postkarte mit den wesentlichen Erlebnissen an seine Mutter. So läßt er sie teilhaben. Schön auch die alten Fotos im Buch. Die Ähnlichkeit mit seinem Vater ist verblüffend.

    Die Reise begann mit dem Zug von Köln nach Koblenz. Von dort zu Fuß weiter entlang der Mosel Richtung Cochem und dann auch mit dem Fahrrad nach Bernkasel-Kues und Traben-Trarbach. Endet dann in Trier, der Stadt, die von den Römern noch sehr geprägt war.  
     
    Der Autor unternahm später noch viele weitere schöne Reisen mit seinem Vater, die immer weiter ausgebaut wurden. Nach dem Tod des Vaters (dessen Verlust für ihn kaum zu überwinden war) unternahm Hanns-Josef Ortheil genau diese Moselreise noch ein weiteres Mal. Immer in Zwiesprache mit dem Vater. Das war seine Art mit der Trauer umzugehen und die Erinnerungen noch mal aufleben zu lassen. Ich habe noch lange nicht alle Bücher des Autors gelesen, werde sie aber gleich auf meine Wunschliste setzen.
  10. Cover des Buches Der Schakal (ISBN: 9783492231251)
    Frederick Forsyth

    Der Schakal

     (123)
    Aktuelle Rezension von: BeaMilana
    Die Story dieses weltberühmten Thrillers dürfte den meisten durch die Verfilmungen bekannt sein. Die französische Untergundorgansiation OAS engagiert einen eiskalten Auftragskiller, um den verhassten Präsidenten Charles de Gaulle endlich aus dem Weg zu räumen. Der Leser wird nicht nur Zeuge eines atemberaubenden Kopf an Kopf Rennens zwischen dem  Schakal und seinem Jäger, Kommissar Claude Lebel, sondern erfährt auch authentische Hintergrundinformationen zur Arbeit europäischer Geheimdienstorgansiationen und den politischen Gegnern Frankreichs im Kontext der Historie.

    Auch wenn die Sprache manchmal etwas umständlich und gestelzt klingt, beeindruckt die Story durch Glaubwürdigkeit, Detailgenauigkeit und ein hohes Erzähltempo, das nie durchhängt.

    Aufgrund eines ersten Exposés wurde Forsyths Erstlingsroman von zwanzig Verlegern abgelehnt, weil er von einem Attentat an dem höchsten französischen Politiker handelte, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebte. Als er jedoch den fertigen Roman vorlegte, brachte er es fertig, den Leser permanent in einem Zustand negativer Spannung zu halten, und wurde ein Millionenbestseller. Zu Recht: DER SCHAKAL ist ein handwerklich erstklassiger Pageturner – es lohnt sich ihn zu lesen!
  11. Cover des Buches Menschen im Hotel (ISBN: 9783462308938)
    Vicki Baum

    Menschen im Hotel

     (93)
    Aktuelle Rezension von: SanneL

    In einem großen, renommierten Berliner Hotel sammeln sich unterschiedlichste Menschen, z.B. der Hilfsbuchhalter Otto Kringelein, der Herr Doktor Otternschlag mit halbem Gesicht, die Grusinskaja, alternde Balletttänzerin, der dubiose Baron Gaigern, Generaldirektor Preysing , die lebenslustige Flämmchen und andere. 

    Kleine, aber charakteristische Details machen die Figuren unverwechselbar und lassen sie lebendig wirken.

    Vicky Baum skizziert Zimmerkellner, Nachtstubenmädchen, Pagen, Chauffeure, zeigt in kurzen Szenen Momentaufnahmen verschiedener Situationen, manchmal lässt sie einen Blick in Privates zu. Und manchmal erzählt sie Lebensgeschichten. 

    Ihre Sprache ist verspielt, reich an wenig benutzten Formulierungen, mitunter überzogen originell, dem Zeitgeist geschuldet, alles ein wenig kitschig, sentimental. Aber gut zu lesen, um Aufmerksamkeit heischend, Spannung, Tragik, Liebe sind enthalten, unerwartete Wendungen ebenso, leider aber auch weitschweifige und langgezogene Beschreibungen. 

    Roman aus dem Jahre 1929, herausgegeben von Kiepenheuer & Witsch. 

  12. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423191166)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

     (452)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Allein sprachlich und vom Figurenentwurf, von der Tiefe und Komplexität der Figur, her ist das Buch eine Wucht.
    Fasziniert hat mich auch die Kontroverse Katholizismus- Evang.- Atheismus/ Nichtkirchlich. Die Thematik spielt heute ja nur noch in sehr kleinen Kreisen eine Rolle, weil sie durch andere ersetzt wurde und ersetzt wird. In ein paar Jahren werden wir das Buch wohl als Parabel auf aktuelle quasi-religiöse und nicht minder unvereinbare Konflikte lesen.

  13. Cover des Buches Ein Ort für die Ewigkeit (ISBN: 9783870709778)
    Val McDermid

    Ein Ort für die Ewigkeit

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »George zog an seiner Zigarette und dachte einen Moment darüber nach. Er hatte von solchen Orten gehört, nur noch nie einen besucht. Er konnte sich das Leben in einem so abgelegenen, eingegrenzten Winkel der Welt kaum vorstellen, wo alles über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Menschen ein Wissen sein musste, das der ganzen Gemeinde bekannt war.«

     

    Scardale, ein winzig kleiner Ort in der Grafschaft Derbyshire. Die gerade einmal 30 Einwohner führen ein isoliertes Leben, genügen einander und fühlen sich in ihrer Abgeschiedenheit völlig sicher. Hier, anders als in den großen Städten, können sich Kinder noch frei und ohne Gefahr bewegen. Dachte man.

    An einem kalten Dezembertag 1963 kehrt die 13jährige Alison von einem Spaziergang mit ihrem Hund nicht zurück. Die alarmierte Polizei startet sofort eine großangelegte Suchaktion, doch ohne Erfolg, das Mädchen wird nicht gefunden. Stattdessen aber Spuren, die auf ein Verbrechen hindeuten…

     

    Bücher über verschwundene Kinder und potentielle Sexualmörder gibt es reichlich, ich rechnete mit keinen großen Überraschungen, als ich die Lektüre begann, stellte dann aber hochzufrieden fest, dass ich mich geirrt hatte. Das Buch entwickelte seinen ganz eigenen Sog, fesselte mich bis zum Ende und sorgte dafür, dass ich nach dem Zuklappen weitergrübeln musste. Die berüchtigte „Was-hätte-ich-getan“-Frage tauchte ebenso auf wie die nach Schuld, Mitschuld und Gerechtigkeit.

     

    Für den jungen Detective Inspector George Bennett ist es der erste große Fall, den er leitet. Er kniet sich richtig rein, will sich zum einen beweisen und verfügt zudem nicht über die Fähigkeit anderer Ermittler, nach Feierabend abzuschalten. Wie es ihm ergeht, in welchem Maße ihn Zweifel und Versagensängste quälen und wie sich der Fall auf sein ganzes Leben auswirkt, ist ein weiteres zentrales Thema des Buchs. Letzteres wird besonders deutlich im 2. Teil, der im Jahr 1998, also fünfunddreißig Jahre nach Alisons Verschwinden, spielt.

     

    Er hat es aber auch nicht leicht bei seiner Arbeit. Scardale und seine Einwohner sind ein ganz spezieller Fall. Viele sind miteinander verwandt, die Dorfgemeinschaft schottet sich gegen jeden Fremden ab und präsentiert sich verschlossen. Probleme löst man normalerweise selbst und schaltet die Polizei nur dann ein, wenn es gar nicht mehr anders geht. George muss sich mächtig anstrengen, um ihr Vertrauen zu erlangen und sie kennenzulernen. Das fiktive Dorf nahe der tatsächlich existenten Stadt Buxton wird samt seiner umgebenden Landschaft so intensiv beschrieben, dass ich alles deutlich vor Augen hatte und mit den Protagonisten unter der fiesen Witterung litt.

     

    Ich möchte ansonsten über die Handlung nichts erzählen. Ich hatte mich zum Glück auch nicht weiter informiert und konnte so wunderbar mitermitteln, zweifeln, grübeln und mich so richtig packen lassen. Ein großartiges Buch!

     

    Fazit: Dieses Buch lässt einen nicht kalt. Ein ruhiger Krimi, aber sehr spannend und mit einer ganz eigenen, dichten Atmosphäre.

  14. Cover des Buches Die Stadt und die Hunde (ISBN: 9783518371220)
    Mario Vargas Llosa

    Die Stadt und die Hunde

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein sehr beeindruckendes und überraschendes, sehr gut durchdachtes, entlarvendes Buch. Die Durchleuchtung von Gruppenzwang, Überlebenswillen und Wegschauen lässt den Leser verstört zurück im Sumpf menschlicher Abgründe einer Kadettenschule, an der die zukünftigen Machos Perus geformt werden. Das Entstehen von korrupten Machtstrukturen wird anhand der Schicksale junger Männer unprätentiös dargestellt. Man entwickelt sogar Sympathie und Verständnis für die Beteiligten und legt das spannende Buch mit einem Gefühl schicksalhafter Unvermeidlichkeit zur Seite und fragt sich, wo solche Strukturen auch bei uns und in uns zu finden sind.

    Das Buch war ein wichtiger Meilenstein zum Nobelpreis für Literatur für Vargas Llosa und ist nicht nur deshalb sehr lesenswert.

  15. Cover des Buches Die dunkle Saat (ISBN: 9783499247644)
    Norman Partridge

    Die dunkle Saat

     (38)
    Aktuelle Rezension von: OlafBlumberg
    "Die dunkle Saat" viel mir in die Hände und erschien wie der perfekte Zugbegleiter für die österliche Fahrt nach Hause. Mit seinem 180 Seiten-Umfang hat sich der gute Partridge nun keinen Wolf geschrieben, das ist aber auch kein Muss.
    In Gedanken war ich bei einer Teenietruppe durch einen Wald hätzen, die den "Oktoberboy" zur Strecke bringen wollen, nur um einer nach dem Anderen das Zeitliche zu segnen.
    So war es leider nicht.
    Pete, der Hauptcharakter bleibt merklich blass, man weiß nur, dass er ein ziemlich beschissenes Leben in diesem Kaff hatte, das wars. Gleiches gilt für alle anderen Leute. Nach zwanzig Seiten tippte ich übrigens schon auf das Ende und genauso wars dann auch.
    Wie soll man ein Horrorbuch bewerten, das gar keinen Horror bedient? Wie kann man sich gruseln wenn der Octoberboy !ACHTUNG SPOILER! ein liebenswerter Kerl ist, der nur seinen Frieden will? Und was bitte soll das weinerliche Rumgejammer des Vaters, der sich am Ende selbst richtet?!"

    Das definitive Ende ist dann zwar so, wie man es sich vorstellt, alle entkommen, die Stadt brennt nieder, aber gruselig ist das Teil nicht. Dafür angenehm kurz!

  16. Cover des Buches La Chambre Bleue. (ISBN: 9782253143123)
    Georges Simenon

    La Chambre Bleue.

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Ratlines (ISBN: 9781846557378)
    Stuart Neville

    Ratlines

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Die Priesterkönige (ISBN: 9783935706360)
    John Norman

    Die Priesterkönige

     (3)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Tarl Cabot trifft endlich die Priesterkönige, doch diese haben ganz andere Pläne mit ihm. In der unterirdischen Höhlenwelt wird er in einen unvorstellbaren Kampf um Leben und Tod eingebunden. 3. Teil der Gor Saga auf dem "MachoFantasyplaneten"
  19. Cover des Buches Der Meuchelmörder von Gor (ISBN: 9783453308848)
    John Norman

    Der Meuchelmörder von Gor

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Der 5.Band des Gor Zyklus, in dem Tarl Cabot in die Rolle eines Meuchelmörders schlüpft und die Feinde der Priesterkönige sucht. Diese sind eine raumfahrende Rasse, hat er eine Möglichkeit gegen diese zu kämpfen? So langsam verliert John Norman den roten Faden und wichtig wird immer mehr wie Frauen in den verschiedenen Formen erniedrigt und als Sklaven gehalten werden.
  20. Cover des Buches The House of Slamming Doors (ISBN: 9781843511670)
    Mark Macauley

    The House of Slamming Doors

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Krieger (ISBN: 9783935706308)
    John Norman

    Der Krieger

     (12)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Der Gorzyklus ist ein Beispiel von Fanatsy in der es um Frauenunterdrückung, Bondage, erotische Spielarten geht, garniert mit grammatikalischen Unfähigkeiten, wenig Charakterbeschreibung und Tippfehlern. Ins Deutsche übersetzt mit gravierenden Kürzungen (um den armen Leser nicht zu überfordern) und inhaltlich dadurch stark eingeschränkt. Das erste Buch ist noch einigermassen verständlich und beschreibt noch die fremde Welt in die Tal Cabot stolpert. In den weiteren Bänden geht es mehr und mehr um die Unterdrückung der Frauen
  22. Cover des Buches Die Musterschüler (ISBN: 9783446251588)
    Michael Köhlmeier

    Die Musterschüler

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Michael Köhlmeier ist für mich ein großer Erzähler. Seine Bücher sind schwer vergleichbar, gerade das mag ich an seinem Stil. Mit "Die Musterschüler" habe ich eine wahre Herausforderung gefunden. Die Seiten flogen nicht so dahin beim Lesen. Ich musste mir das Buch erarbeiten. Mundgerecht war es wirklich nicht, aber trotzdem fand ich es beeindruckend. Köhlmeier erzählt die Geschichte nicht geradlinig, sondern eher verwinkelt und konstruiert. Er weicht immer wieder vom roten Faden ab und schiebt neue, aber auch bereits bekannte Episoden aus dem Schul- und Heimalltag ein. Die häufigen Wiederholungen, die mitunter auch nur um kleinste Informationen verändert wurden, lassen den Roman mitunter etwas zäh erscheinen. Besonders ist auch die Erzählform des Romans, der Autor schrieb ihn in Form eines Interviews. Fragen und Antworten wechselten sich ab. Erst ganz zum Schluss bekommt der Leser einen Hinweis darauf, wer der Fragende sein könnte. Aber worum geht es in diesem Roman? Es geht um Schuld, um die Schuld des Einzelnen, mehr jedoch um die Schuld der Gemeinschaft und es geht um die Verantwortung, die aus der Schuld heraus übernommen werden muss. Es geht aber auch um die Rolle von Außenseitern, die Gruppendynamik und die Schuld von Höherstehenden, in diesem Falle, die des Präfekten. Assoziationen zu Morton Rhue's "Die Welle" blieben dabei nicht aus.
    Durch die Frage-Antwort-Situation kommt schnell ein Gefühl der Vertrautheit und Nähe zu den ehemaligen Schülern auf. Doch gibt es auch immer wieder Überraschungsmomente, die eine neue Sicht auf die Geschehnisse vor 25 Jahren erlauben.
    "Die Musterschüler" ist ein interessanter, überzeugend real wirkender und nachdenklich machender Roman, der stellenweise dem Leser einiges an Geduld abverlangt. Am Ende hat sich das Durchhalten dennoch gelohnt.
  23. Cover des Buches Die Marodeure von Gor (ISBN: B002ROZ3IG)
    John Norman

    Die Marodeure von Gor

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Tarl Cabot hat sich von seinem Abenteuer mit den Panthermädchen noch nicht erholt, seine linke Körperseite ist gelähmt, er kann sich kaum bewegen. Er findet heraus, daß Sarus, sein Gegner auf der Jagd in Wälder des Nordens, vergiftete Waffen benutzt hat. Er zieht mit Ivar zu den großen Wettkämpfen die einmal im Jahr sttfinden. Durchschnittliches wie üblich mit literarischen Schwächen ausgestattetes Abenteuer auf Gor.
  24. Cover des Buches Vier Tage im Juni (ISBN: 9783839227688)
    Jan-Christoph Nüse

    Vier Tage im Juni

     (28)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Ich kann mich noch gut an den Besuch von John F. Kennedy in Berlin im Juni 1963 erinnern. Wem sind nicht seine Worte „Ich bin ein Berliner“ im Ohr.

    Vor diesem Hintergrund spielt der Politthriller von Jan-Christoph Nüse. Während die einen dem amerikanischen Präsidenten zujubeln, gibt es andere, die seinen Tod wollen, den Kennedys Politik gefällt ihnen nicht. Man hält ihn für zu nachsichtig der Sowjetunion gegenüber. Gleich am ersten Tag des Besuches kommt es zum einem Attentatsversuch.

    Das Coverbild war es, was mich gleich angezogen hat. Es ist ein sehr spannender Thriller vor den realen historischen Geschehnissen. Auch wenn ich anfangs ein wenig Probleme hatte, so habe ich mich dann doch schnell eingelesen. Die Atmosphäre der sechziger Jahre ist sehr gut dargestellt. 

    Die Meinungen zum politischen Geschehen sind in Zeiten des Kalten Krieges sehr kontrovers. Der charismatische Präsident John F. Kennedy kommt bei vielen Menschen gut an. Aber es gibt auch die, die noch wütend sind über den Mauerbau und Kennedy dafür verantwortlich machen, weil er der Sowjetunion gegenüber zu nachgiebig ist. Auch der Wunsch einiger deutscher Politiker nach der Atombombe bietet Sprengstoff. Kompetenzgerangel sorgt dafür, dass die Sicherheitsmaßnahmen recht lasch sind und so konnte es zu dem Attentatsversuch kommen.

    Mir hat dieser Thriller, der historische Begebenheiten mit Fiktivem verknüpft, gut gefallen. Das Personenverzeichnis sowie die „Kleine Chronologie“ am Anfang des Buches waren informativ und hilfreich. 

    Ein spannender Politthriller, der politisch und historisch Interessierten gut gefallen wird.

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