Bücher mit dem Tag "1970er jahre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1970er jahre" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  2. Cover des Buches Die Lichtung (ISBN: 9783548286365)
    Linus Geschke

    Die Lichtung

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Linus Geschke bringt mit „Die Lichtung“ seinen Debütroman und den ersten Teil der Jan-Römer-Reihe auf den Markt. Erzählt wird ein Kriminalfall der sich vor Jahren ereignete und nie geklärt werden konnte. Jan ist Journalist und soll für seine Zeitung in der Rubrik „Ungelöste Kriminalfälle“ darüber berichten. Brisant an der Story ist allerdings, dass er die Beteiligten kennt - es sind seine Jugendfreunde. Jan beginnt also zu recherchieren. Dabei erhält er Hilfe von Stefanie Schneider, genannt „Mütze“, einer ehemaligen Volontärin und jetzigen Freundin. Gemeinsam  bringen sie Ungereimtheiten ans Tageslicht. Durch zahlreiche Rückblenden in die 80er Jahre gelingt es dem Autor die Handlung spannend zu halten. Das Ermittler-Duo besticht durch ihre gegensätzlichen Charaktere, die aber gerade deswegen hervorragend miteinander harmonieren. Man fiebert dem Ende durchaus entgegen und wird mit der überraschenden Auflösung nicht enttäuscht. Das Buch/der Autor war für mich eine positive Überraschung. Ich kann dieses Buch absolut allen empfehlen die einen spannenden und toll geschriebenen Krimi lesen möchten. Ich vergebe volle 5 Sterne.

  3. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (878)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 4 einer Reihe!

     

    Triggerwarnung: Vergewaltigung!

     

    Jamie und Claire haben ihren Neffen Ian gerettet, doch haben sie es nicht zurück nach Schottland geschafft, sondern sind in Amerika gelandet. Eigentlich wollten sie wieder zurück, doch sie entscheiden sich stattdessen zu bleiben, obwohl sie wissen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Unabhängigkeitskrieg ausbrechen wird. Zunächst müssen sie sich aber ein Leben aufbauen. Liegt ihre Zukunft auf der Plantage von Jamies Tante Jocasta? Aber können sie mit der dort vorherrschenden Sklaverei leben? Oder sollen sie das Angebot des Gouverneurs annehmen, eigenes Land zu erhalten und mit der Hilfe von Pächtern zu bewirtschaften?

    Gleichzeitig hat Brianna in der Gegenwart eine schockierende Entdeckung gemacht. Sie kann nicht untätig bleiben, sie muss ihre Eltern warnen. Aber haben nicht die Bemühungen ihrer Eltern in der Vergangenheit bewiesen, dass sich die Zukunft nicht verändern lässt?

     

     

    In diesem Band geht es hoch her – wie immer eigentlich, aber doch noch mal eine Ecke härter. 

     

    Die Dynamik in diesem Buch verschiebt sich. Claire und Jamie müssen sich ihr neues Leben aufbauen, entweder auf der Plantage von Jamies Tante, oder in der Wildnis. Das allein ist schon schwierig genug. Aber durch Briannas Ankunft ändert sich noch einmal sehr viel. Natürlich ist es schön, dass die Familie vereint ist, aber Brianna hat auch einiges im Gepäck. Auch Jamies und Claires Beziehung verändert sich dadurch. Bislang war Claire immer auf Jamies Seite, er war das Zentrum ihrer Welt. Doch jetzt ist da auch ihre Tochter, die sie bedingungslos liebt. Für alle drei eine komplett neue Situation.

     

    Brianna und Roger kommen als neue „vollwertige“ Protagonisten jetzt hinzu. Sie erzählen Teile der Handlung aus ihrer Sicht und das Buch erweitert sich dadurch auf vier Sichtweisen. Einerseits ist das toll, andererseits tut man sich damit auch manchmal schwer. Brianna und Roger sind eigenständige Charaktere und ich zumindest habe jedes Mal wieder Probleme, mit ihnen warm zu werden. Man darf nicht vergessen: Brianna ist eine Fraser und das durch und durch. Das Fraser-Temperament ist eben eine Sache für sich.

     

     

    Fazit: Ich liebe diese Reihe, das ist auch bei diesem Buch nicht anders. Es ist wie immer und doch auch anders. Durch Brianna und Roger, die hier präsenter sind, als in den Bänden zuvor, bekommt das Buch eine neue Ausrichtung. Wieder passiert unheimlich viel und Brianna scheint das Unglück ebenso wie ihre Eltern magisch anzuziehen. 

    Die Frage ist nun, ob sie es schaffen als Familie zu funktionieren, obwohl Brianna und Jamie für einander letztlich Fremde sind. Und wenn man dann noch berücksichtigt, was alles passiert, kann man eigentlich nur die Hände vor die Augen schlagen und „oje, oje, oje!“ jammern. Trotzdem habe ich jede einzelne Seite geliebt.

     

    Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Ein fauler Gott (ISBN: 9783518425879)
    Stephan Lohse

    Ein fauler Gott

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Yvo3
    Wir begleiten in dem Buch den 11 jährigen Ben. Vor kurzem ist sein Bruder verstorben und Ben muss mit dem Verlust klar kommen. Er kümmert sich um seine Mutter und wächst zum Teenager heran.
    Der Schreibstil hat mir gefallen, aber ich fand, dass die Gefühle und Schmerzen des Verlustes des Sohnes/ Bruders zu kurz kamen. Es wird eher berichtet, wie Bens Kindheit verläuft. Das fand ich sehr schade. Man hätte aus der Geschichte mehr heraus holen können. 
  5. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    In Celeste Ngs Romanen (ich habe zuerst "Kleine Feuer überall" gelesen und nun endlich auch ihr Debüt "Was ich euch nicht erzählte") wimmelt es von Problemfeldern. Dabei wird die Autorin beeindruckenderweise allen Themen gleichermaßen gerecht und schafft es zudem, das ganze in einen sehr eingänglichen, gut lesbaren Text umzusetzen. Hier beschäftigt sie sich u.a. mit  Rassismus, fehlender Kommunikation, Geschlechterrollen und übersteigerten Erwartungen an die eigenen Kinder – keine schönen Themen, aber so umgesetzt, dass es bei der Lektüre weder trübsinnig, noch leichtfertig wirkt.

  6. Cover des Buches Hippie (ISBN: 9783257070491)
    Paulo Coelho

    Hippie

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Fabienne

    Das Buch hat auf jeden Fall seine Längen und Passagen an denen man ein paar Seiten vorspulen möchte, jedoch lohnt es sich diese Passagen durchzuhalten. 

    Man findet viele Informationen darüber wie Hippies damals gelebt haben, wie die Zeit generell war. Es wird sich viel mit Spiritualität auseinander gesetzt und es ist wahnsinnig spannend von Paulo Coelhos persönlichen Erfahrungen zu hören.

  7. Cover des Buches Bittere Wunden (ISBN: 9783734102288)
    Karin Slaughter

    Bittere Wunden

     (218)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette
    Der wahrscheinlich am besten durchdachte Slaughter der Sara Linton / Will Trent - Reihe...

    Geradezu retrospektivisch erzählt Slaughter in "Bittere Wunden" von einem Verbrechen, welches in den 70ern begann und sich bis in die Gegenwart zieht.

    In zwei Zeitebenen erfahren wir unter anderem wie es dazu kam, dass Will Trent im Waisenhaus aufwuchs und wie Amanda Wagner diese starke Persönlichkeit entwickelt, die wir von ihr kennen.

    Atlanta, 1974:

    In der ärmsten Siedlung Atlantas verschwinden nach und nach Mädchen spurlos. Da es sich um teilweise drogenabhängige Prostituierte handelt, werden die Fälle nicht all zu ernst genommen. In der ganzen Einheit des Atlanta Police Department interessieren sich gerade mal die beiden Polizistinnen Amanda Wagner und Evelyn Mitchell.

    Durch die Cleverness und den Mut der beiden Frauen, gelingt es, den Täter zu fassen und hinter Gittern zu bringen.

    Atlanta, heute:

    Erneut verschwinden Mädchen. Der Täter von damals ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Hat er wieder zugeschlagen?
    Die Erzähldynamik von „Bittere Wunden“ unterscheidet sich sehr von den üblichen Reihen Slaughters. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließen logisch und unterhaltsam ineinander.

    Besonders hervorheben möchte ich hierbei die detaillierte und realistische Darstellung des Alltags von Frauen im Polizeitdienst, im Amerika der 70er Jahre. Zu einer Zeit, in der Feminismus noch in den Kinderschuhen steckte und Frauen auf der Arbeit, Übergriffe ihrer männlichen Kollegen ausgesetzt waren.

  8. Cover des Buches Zwei fremde Leben (ISBN: 9783423262552)
    Frank Goldammer

    Zwei fremde Leben

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Pukkelpop

    Das Thema ist spannend, die Art der Erzählung und der Schreibstiel ist generell auch gut. Ich kann nicht wirklich sagen weshalb ich mich durch den Mittelteil so durchgequält habe.

    Die letzten 70 Seiten habe ich dann verschlungen,



  9. Cover des Buches Die Wunderfrauen: Freiheit im Angebot (ISBN: 9783596705641)
    Stephanie Schuster

    Die Wunderfrauen: Freiheit im Angebot

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Klappentext:

    1972, das Jahr der Olympischen Spiele in München: Mit allen Mitteln kämpft Luise der Supermarkt Konkurrenz zum Trotz um ihr kleines Lebensmittelgeschäft in Starnberg. Außerdem will sie sich immer noch nicht eingestehen, dass ihre Ehe am Ende ist. Ihren Kindern zu liebe versucht sie, irgendwie die Familie zusammenzu halten.

    In diesen turbulenten Zeiten geben ihr die drei Freundinnen Halt. Helga, die von einer eigenen Arztpraxis träumt, Marie, die alle Energie in ihren Reiterhof steckt und Annabel, die sich endlich der Vergangenheit ihrer Familie stellt. Bei all den neuen Chancen merken Sie:

     Das größte Abenteuer des Lebens fängt erst jetzt an.…

    Meine Meinung:

    Auch  im dritten und letzten Band dieser tollen Reihe, warten noch einige Überraschungen auf die Leser*innen.

    Lange gehütete Geheimnisse drängen ans Licht, lange gehegte Pläne werden in die Tat umgesetzt. Neben dem turbulenten Leben der Protagonistinnen bleibt auch genug Raum für die vielen Ereignisse der Vergangenheit, die unser Leben geprägt und begleitet haben.

    Zum Schluss hat sich im Leben der vier Frauen einiges geändert, die Weichen in Richtung Neuanfang sind gestellt und so schließt die Reihe mit einem positiven Ende.

    Ich habe die Protagonistinnen sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und nehme ein bisschen traurig Abschied. Für alle Freunde  von Familiengeschichten, mit realem Hintergrund, eine absolute Leseempfehlung.


  10. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    In den 1970er Jahre geht die junge Serena Frome zum britischen Geheimdienst, weil ihr Liebhaber diese Arbeit ihr schmackhaft machen kann und sie selbst nicht so richtig weiß, was sie nach ihrem Studium, eigentlich machen soll. Weil sie gerne liest wird Serena auf eine literarische Mission geschickt. Sie soll ein Projekt betreuen, das Autoren unterstützt, die dann unbewusst positiv über die Demokratie und den Kapitalismus schreiben und den Kommunismus ablehnen. Sie verliebt sich dabei in den Autor, den sie betreut und findet heraus, dass ihr ehemaliger Liebhaber offenbar ein Verräter war. Immer tiefer in der verbotenen Liebe zum Autor gefangen wird das Erstlingswerk des Autors ein Erfolg, gleichzeitig kommt die Unterstützung durch den Geheimdienst ans Licht. Serena will alles gestehen und liest das neue Manuskript und muss dabei feststellen, dass nicht sie den Autor beobachtete, sondern dieser sie und letztlich alle Informationen sich bereits zusammengetragen hat.

    McEwan kann mit seiner Sprache und seinem Schreibstil wieder einmal überzeugen und widmet sich einer Geschichte aus Liebe, Spionage und Spannung. Die Geschichte ist zwar gut erzählt, konnte mich dieses Mal aber nicht überzeugen. Das Thema franst aus und es werden zu viele Nebenpersonen installiert. Das Ende ist überraschend, aber gut passend. Eine Auflösung ist das Ende aber nicht. Ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Nicht das beste Buch von McEwan.

  11. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.358)
    Aktuelle Rezension von: Xander-77

    Es gibt Bücher, die würde man gerne gut finden wollen, weil sehr viele andere  Leser sie gut finden und als großartig bewerten, dieses ist so eines, in meinen Augen.

    Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Ich fand es furchtbar langatmig und langweilig und "Ein fesselndes Abenteuer" (Spiegel) konnte ich beim allerbesten Willen nicht ausmachen.

    Trotzdem habe ich mich bis zum Schluss durchgekämpft, fast schon gequält, immer in der Hoffnung, es könnte noch die Erleuchtung für mich kommen, sie kam aber nicht.

    Aufgrund einiger philosophischer Gedanken im Buch, die mir durchaus gefallen haben, würde ich eigentlich 1,5 von 5 Sternen geben, Tendenz aber eher Richtung 1/5.

    Aktuell ist es für  mich schwer vorstellbar, ein weiteres Buch des Autors zu lesen.

  12. Cover des Buches Das Glück kurz hinter Graceland (ISBN: 9783548289120)
    Kim Wright

    Das Glück kurz hinter Graceland

     (54)
    Aktuelle Rezension von: airbusat

    Klappentext:

    Cory Ainsworth schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Blues-Sängerin durch. Bis sie im alten Schuppen ihres Elternhauses ein Erinnerungsstück der Rock 'n' Roll-Geschichte entdeckt: den Blackhawk, das legendäre Auto von Elvis Presley. Für Cory ist das der langgesuchte Beweis: Elvis muss ihr biologischer Vater sein! Vor 37 Jahren war ihre Mutter Honey Backgroundsängerin beim King persönlich. Alles, was sie weiß, ist, dass Honey nach einem Jahr reumütig nach Hause zurückkehrte, um ihre Jugendliebe zu heiraten. Kurzerhand startet Cory das Auto und fährt dieselbe Route ab, die Honey damals genommen hat. Dabei erfährt sie nicht nur viel über ihre Mutter, sondern auch über Elvis, die 70er und ihren eigenen Platz in dieser Geschichte. 

    Der Autorin gelang es, mir das Gefühl zu geben, diese Zeit mitzuerleben, als ob ich selbst im legendären Blackhawk von Elvis mitgefahren wäre. Die mir von einer eigenen Reise nach Graceland bekannten Handlungsorte waren sehr real beschrieben. Diese Reise hätte ruhig länger dauern können. Nicht nur für Elvis-Fans eine schön zu lesende Geschichte.


  13. Cover des Buches Die Geschichte der getrennten Wege (ISBN: 9783518469538)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte der getrennten Wege

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Die „Neapolitanische Saga“ geht weiter: Lila lebt weiterhin in Neapel. Ihre Ehe ist zerbrochen, sie hat sich von Stefano Carracci getrennt und lebt jetzt mit Enzo Scanno zusammen. Dieser kümmert sich auch rührend um Lilas Sohn Gennaro, dessen vermeintlicher Vater Nino Sarratore sein soll, der Mann, in den Elena seit ihrer Schulzeit heimlich verliebt ist. Nach einigen schlecht bezahlen Jobs haben sich Lila und Enzo auf die neuen elektronischen Rechner spezialisiert und arbeiten nun für ihren ehemaligen Erzfeind, den Camorra-Boss Michele Scolara. Elena hat Neapel verlassen und in Pisa studiert, wo sie auch Pietro Airota, einen jungen Professor aus angesehener Familie, kennen lernt. Sie hat ihr erstes Buch veröffentlich, heiratet Pietro und bekommt im Laufe der Jahre zwei Mädchen, Dede und Elsa. Die Familie lebt nun in Florenz. Die beiden Freundinnen haben kaum noch Kontakt. Lila erinnert sich nur an Elena als sie dringend deren Hilfe brauchte, sonst bricht sie alle Kontaktversuche von Elenas Seite ab. Wider Erwarten geht deren Ehe geht gut, die Mädchen wachsen heran, und sie beginnt ein neues Buch zu schreiben. Dann taucht plötzlich wieder Nino in Florenz auf …                                                     

    Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Schriftstellerin, deren Debütroman „L’amore molesto“ bereits 1992 in Italien und unter dem Titel „Lästige Liebe“ 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde. Internationale Bekanntheit erreichte sie durch ihre Neapolitanische Saga, deren erster Band „Meine geniale Freundin“ 2016 in Deutschland erschienen ist, der zweite Teil „Die Geschichte eines neuen Namens“ folgte 2017. In einem schriftlichen Interview gab die Autorin einige Informationen zu ihrer Person bekannt. Sie sei in einem Außenbezirk von Neapel geboren und aufgewachsen, heiße im realen Leben auch Elena und sei Mutter von Töchtern. Die Schriftstellerei sei nicht ihr Hauptberuf … 

    „Die Geschichte der getrennten Wege“ ist der dritte Band der „Neapolitanischen Saga“, die insgesamt vier Bände umfasst. Er erschien bereits 2013 im italienischen Original und 2017 in deutscher Übersetzung beim Suhrkamp-Verlag und behandelt das weitere Leben der beiden Freundinnen als reife Frauen. Wir befinden uns in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, einer Zeit, in der Italien von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen und von Studentenunruhen geprägt war. Ehescheidungen sind nun auch in Italien möglich. Diese Umbrüche, die Stellung der Frauen und wie die beiden Freundinnen darin involviert sind, bilden überwiegend den Hintergrund dieser Geschichte. Sie sind jetzt Mitte Dreißig und während Elena eher intellektuell in Frauengruppen rebelliert, ist Lila aktiv an gefährlichen Aktionen beteiligt. Ihre Lebenswege haben sich getrennt, sie sind sich fremd geworden und bleiben doch auf seltsame Art verbunden, denn jede sieht in der anderen etwas, das sie selbst nie erreichen konnte. Da die Geschichte aus der Erinnerung Elenas erzählt wird (Band 1), erhält man naturgemäß tiefere Einblicke in deren Leben und Entwicklung, über das sie des Öfteren reflektiert. Die bisher meist unspektakulär verlaufene Geschichte nimmt gegen Ende zu deutlich Fahrt auf und der übliche Cliffhanger der Autorin lässt uns doch gerne zu Band 4 greifen. 

  14. Cover des Buches Dr. Siri und seine Toten (ISBN: 9783442466795)
    Colin Cotterill

    Dr. Siri und seine Toten

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Drei Tote aus einem See und die Leiche der Frau eines Parteimitglieds landen auf dem Tisch von dem 72jährigen Leichenbeschauer Dr. Siri. Er ist in Laos der einzige seines Fachs, mangelhaft ausgestattet und ebenso ausgebildet. Mithilfe seiner Assistenten, seiner Intuition und manchem Fingerzeig aus der Geisterwelt macht sich der Doktor daran die Fälle zu lösen...

    Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors ist locker und voller schwarzem Humor. Cotterill schafft eine interessante Atmosphäre, die ich nicht ganz ernst nehmen konnte - überhaupt nachdem das Buch dann derart ins Übersinnliche rutschte. Mit Dr. Siri wurde ein Original geschaffen und auch die "Nebendarsteller" kamen mir oft reichlich skurril vor. Siris Methoden und die Beschreibung der politische Situation fand ich zwar fragwürdig - habe mich aber nicht näher damit beschäftigt. Zu einem sehr starken Thema wurde die Geisterwelt, was für mich ein bisschen unerwartet kam. Es brachte aber die laotische Kultur ins Spiel, was durchaus spannend war. Auch Sprünge und Längen in der Geschichte tauchten auf. Trotzdem konnte ich das Buch gut lesen.

    Mein Fazit: Dieser Krimi hat seinen ganz eigenen Charme auf den man sich einlassen muss und den man am besten nicht hinterfragt. Eine Empfehlung für all jene, die eine etwas Abwechslung in ihren Lesealltag bringen wollen. 

  15. Cover des Buches Der Pinguin meines Lebens (ISBN: 9783596036028)
    Tom Michell

    Der Pinguin meines Lebens

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    "Der Pinguin meines Lebens" macht auf den (meinen) ersten Blick nicht viel her: das Coverbild wirft immer mehr Fragen auf, je länger man es betrachtet (Photoshop fail), und auch der Titel klingt seicht und einfallslos. Immerhin der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte, verschweigt aber, dass es im Buch auch zu einem guten Teil um die Erlebnisse eines jungen englischen Lehrers im Argentinien der 1970er Jahre geht, was ich fast genauso spannend finde wie die Geschichte des liebenswerten Magellanpinguins Juan Salvado. Das Buch liest sich gut und flüssig.
    Insgesamt eine schöne, interessante, andere Geschichte - Lesempfehlung!
  16. Cover des Buches Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (ISBN: 9783492272315)
    Dai Sijie

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    China zur Zeit von Maos Kulturrevolution: Ein namenloser Ich-Erzähler und sein bester Freund Luo werden zur Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Dorthin ist kein Fortschritt gedrungen und die beiden sehnen sich nach etwas Abwechslung von ihrer tumben Plackerei. Sie vermuten, dass ein anderer Umerzogener einen Koffer voller verbotener westlicher Literatur versteckt und wollen diesen nun unbedingt in ihren Besitz bringen. Durch die Werke von Balzac, Dumas und anderen verschaffen sie sich nicht nur selbst etwas Fantasie und Freiheit, sondern auch der Kleinen Schneiderin, in die Luo verliebt ist, mit ungeahnten Folgen.


    Über die sogenannte „Kulturrevolution“ in China und die „Umerziehung“ von Intellektuellen und ihren Familien, die durch harte, bäuerliche Arbeit über einige Jahre erreicht werden sollte, hatte ich bisher nur ein paar vage Informationen aufgeschnappt. Von den Erfahrungen der beiden jungen Männer zu lesen, war daher höchst interessant.


    Durch die Klassiker aus dem Koffer können sie wieder Hoffnung schöpfen, träumen und ihre Fantasie walten lassen. Die Geschichten schenken ihnen Freiheit, zumindest im Geiste. Doch nicht nur ihnen, auch den anderen Bergbewohnern, denen sie diese Geschichten erzählen und die dafür offen sind, das heißt nicht zu stark verankert in der kommunistischen Ideologie Maos. So emanzipiert sich auch die junge Frau, die als Tochter eines Schneiders sonst wohl nicht aus den Bergen weggekommen wäre. Neugier und Verstand werden niemals unterdrückt werden können. Diese Botschaft und der Bezug zur Literatur gefiel mir außerordentlich gut!


    Nur das Ende war mir zu abrupt und ließ für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Ohne zu spoilern kann ich hier kaum eine nennen, doch hätte es mich zum Beispiel interessiert, wie es für die beiden in der Umerziehung weiterging und wie lange sie noch in dem Bergdorf bleiben mussten. Fünfzig Seiten mehr hätten es ruhig noch sein dürfen.


    So vergebe ich für „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ 4 Sterne.

  17. Cover des Buches Sommer in Super 8 (ISBN: 9783328600152)
    Anne Müller

    Sommer in Super 8

     (26)
    Aktuelle Rezension von: FraukeH

    Autorin Anne Müller schildert gekonnt das Leben einer turbulenten Großfamilie in den 70er Jahren. Hauptfigur ist Clara, eine Arzttochter, die sich ihrem Vater innig verbunden fühlt. Der Vater weist unterschiedlichste Charaktereigenschaften auf. Er ist zum einen charismatischer Landarzt und Frauenheld, aber auch humoriger und engagierter Familienvater. Seine Frau und Claras Mutter lebt das typische- , häufig beneidete Leben einer Arztgattin der 70er Jahre. Sie  verreist viel und lebt in einer schmucken Villa an der Ostsee. Doch wie der Vater weist die Mutter depressive Züge auf. 

    Es wird im Verlauf des Romans deutlich, dass Claras Mutter mit ihren eigenen Problemen, aber auch den Nöten ihres Mannes nicht klar kommt. Anne Müller schildert die Probleme, aber auch fröhlichen Erlebnisse aus Claras Teenagerleben in klarem schnörkellosem Deutsch. 

    Ich finde den Roman lesenswert. Es handelt sich nicht um ein  Saltkrokan-Lindgren-Idyll. Das anfangs unbeschwert wirkende Familienleben bekommt nach und nach schwere Risse.

    Besonders gefielen: die humorvollen,, zumeist aus Claras Perspektive geschilderten Anekdoten. So berichtet der Vater beispielsweise von Claras "Steißgeburt". Die Autorin gibt ferner viele Einblicke in ein für die 70er Jahre typisches Teenagerleben.

    . Müller beschreibt in ihrem Roman mit Tiefgang gelungen die dem Vater eigene Traurigkeit, die er schließlich nicht mehr mit seinen "Pillen" abzufedern vermag. Sie skizziert facettenreich ein von der Außenwelt beneidetes, sich später tragisch entwickelndes Familienschicksal. Das böse Gerede der Mitmenschen spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. 

    Anne Müller ist für mich eine Neuentdeckung. Der von ihr angestrebte Schreibstil, das unbewusste Komponieren mit Wörtern und Sätzen gelingt. Sie beschreibt schließlich auf lesenswerte Weise, die deutsch-dänisch Grenzkultur. Es fällt auf, dass die Schleswig-Holsteinerin hier weiß, worüber sie schreibt.

    (von Frauke Heiderhoff) 



  18. Cover des Buches Ich bin Legende (ISBN: 9783453501553)
    Richard Matheson

    Ich bin Legende

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    "Ich bin Legende" ist ein dystopischer Roman über den Überlebenskampf in einer Welt, die sich vollkommen gewandelt hat und der Hauptfigur kaum noch einen Grund zum Leben bietet.

    Der Roman ist lesenswert, insbesondere durch die Botschaft am Ende, die einen Neuanfang im Ende findet. Die Gesellschaftskritik ist deutlich und Jahrzehnte nach der Veröffentlichung noch relevanter. 
    (Diese Rezension bezieht sich nur auf den Hauptroman, nicht auf die Kurzgeschichten)

    Nicht durch dass unnötig effektheischende Cover abschrecken lassen, die Zombies/ Vampire sind eher eine Randerscheinung um die Charakterstudie zu ermöglichen.


    Meinung:

    Robert Neville ist einsam. Er scheint der letzte Mensch auf Erden zu sein, nur sein Hund begleitet ihn durch die trostlosen Tage. Dieses Tier ist ihm Begleiter, mehr als ein Mensch je vermochte - es gibt ihm einen Sinn den Alltag zu überstehen.
    Einen Alltag bestimmt durch den Kampf um das Überleben im Tageslicht auf der Straße (Haus sichern und Nahrung besorgen) und qualvollen Nächten, angefüllt sind mit den Stimmen der zombieesken Nachbarn, die nun ein anderes Leben führen.

    Der Autor weidet das Innenleben der Hauptfigur aus. Neville schwankt zwischen Euphorie und Verzweiflung, Wahn und Wahnsinn. Seine bedrückende Einsamkeit wird durch einen Funken Hoffnung aufrecht erhalten, doch noch herauszufinden was geschehen ist. Dazu führt er Experiment durch, die in ihm die verbliebene Menschlichkeit abstumpfen lassen.

    Eine Frau taucht auf, aus dem Nichts und er merkt wie sehr er sich von der Gesellschaft entfernt hat.


    Fazit:

    Sehr Lesenswert. Zeigt es doch die Arroganz mit denen wir Dingen begegnen, die wir nicht wahrhaben wollen, wie wir mit Grausamkeit Neuem begegnen.

    Aber Vorsicht: Mich hat das Buch in seiner bedrückenden Last manchmal runtergezogen. Für fröhliche Lesestunden zwischendurch ist es eher nicht geeignet.   

     

  19. Cover des Buches Die Kinder hören Pink Floyd (ISBN: 9783462052985)
    Alexander Gorkow

    Die Kinder hören Pink Floyd

     (28)
    Aktuelle Rezension von: stephanrossmann

    Da passt nicht zumsammen, die Sätze sind wahlos zusammengewürfelt, nichts ergibt eine Story, Spannung oder gar ein Lesegefühl. Hab tatsächlich wegeworfen und das hab ich noch nie mit einem Buch gemacht.

  20. Cover des Buches Loney (ISBN: 9783548289878)
    Andrew Michael Hurley

    Loney

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Klappentext:

    »Die Einheimischen nannten es The Loney. Niemand, der auch nur das Geringste über diesen Ort wusste, näherte sich je dem Wasser. Zumindest abgesehen von uns. Doch wahrscheinlich hatte ich stets geahnt, dass das, was dort geschehen war, nicht für immer verborgen bleiben würde, so sehr ich es mir auch wünschte.«


    Zwei Brüder geraten an einem gottverlassenen Küstenort immer tiefer in eine rätselhafte, unheimliche Geschichte, in der sie selbst einander der einzige Halt sind. Ein berührender, packender Roman über die Suche nach Erlösung und die Abgründe, in die sie führen kann.


    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch aufgrund des schönen Covers und des interessant klingenden Klappentextes mitgenommen. 

    Niemals hätte ich erwartet, dass es in dieser Geschichte hauptsächlich um die Osterpilgerreise einer tief gläubigen Familie und ihresgleichen gehen würde. Das Thema Religion spielt in meinem Leben keine übergeordnete Rolle, weshalb ich mich mit den Ansichten und Taten der Protagonisten schwer tat. 

    Einzig und allein der Schreibstil von Andrew Michael Hurley und die bedrückende Atmosphäre des Buches ließen mich am Ball bleiben, sodass ich bis zum Ende durchhielt. Was mich da erwartete, passte zwar zur Thematik und der Autor blieb seinem Stil absolut treu, jedoch setze es für mich dem ganzen Wahnsinn die Krone auf. 

    Ich bin ja auch der Meinung ‚Glaube versetzt Berge‘, aber hier war alles einfach too much. 


    Fazit:

    Ein von Kritikern viel zu hoch gelobtes Buch mit der Thematik ‚die Macht des Glaubens‘. 


    Meine Bewertung:

    2,5/5 Sterne

  21. Cover des Buches Raumpatrouille (ISBN: 9783462053739)
    Matthias Brandt

    Raumpatrouille

     (110)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Schreibstil ist recht nett und die Geschichten um Matthias Brandt unterhaltsam. Jedoch nichts besonderes. Ich hätte gerne mehr über Willy Brandt erfahren. Kann man lesen muss man aber nicht. Es ist kein Buch was mir lange in Erinnerung bleiben wird. Daher 3 Sterne. 

  22. Cover des Buches Vor dem Frost (ISBN: 9783423212595)
    Henning Mankell

    Vor dem Frost

     (433)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Henning Mankell deutet in „Vor dem Forst“ den Generationenwechsel an: Linda Wallander steht kurz davor, in den Polizeidienst einzutreten und ihrem Vater nachzufolgen. Doch noch ehe sie den Dienst antritt, beginnen Linda und Kurt Wallander gemeinsam, getrennt, mit- und gegeneinander am neuesten Fall zu ermitteln. Dass die grausamen Tötungen von Tieren, die Schändungen von Kirchen und das seltsame Verhalten und Verschwinden von Lindas Freundin Anna zusammenhängen, ahnt der Leser sofort. Aber wie die beiden Wallander dem leicht konstruierten Plot auf die Spur kommen, ist toll erzählt. Linda macht mit Neugier und Unerschrockenheit (fast) wett, was Kurt mit Berufserfahrung und Instinkt gelingt.

    Die Folie der Handlung bildet religiöser Fanatismus. Schon im Prolog werden die Leser in den Massenmord einer extremistischen Christensekte geworfen. Und Fanatismus zieht sich durch den ganzen Roman. Menschenleben – und erst recht das Leben von Tieren – gilt diesen Verblendeten nichts im Angesicht der eingebildeten Größe ihres „gottgegebenen Auftrags“.

    Mankell hat eindrückliche Einfälle: Annas Mutter komponiert aus Lachern und Seufzern Musikstücke. In Flammen gesetzte Schwäne gehen brennend über einem schwedischen See nieder. Ein so qualvolles wie kräftiges Bild.

    Dass es Längen gibt, stört nicht übermäßig, und auch die Vorhersehbarkeit des Endes ist nur ein kleiner Abstrich für die Bewertung dieses gelungenen Wallanders!

  23. Cover des Buches Ozelot und Friesennerz (ISBN: 9783550200649)
    Susanne Matthiessen

    Ozelot und Friesennerz

     (89)
    Aktuelle Rezension von: shilo

    Ein Buch, welches durch seine heitere Art der Erzählung für viele Stunden guter Unterhaltung sorgt.
    Erzählt wird von einer Kindheit ganz anderer Art in den 70er Jahren auf Sylt.
    Die Anekdoten sind herrlich beschrieben und haben mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht.
    Die Geschichte zeigt eine Kindheit auf Sylt der 70er Jahre mit seiner Unbeschwertheit und Leichtigkeit und die Veränderung bis heute. Und dies ist nicht unbedingt zum Positiven. Es regt zum Nachdenken an, wie es um die Zukunft der Insel wohl stehen wird.
    Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen.
    Es bleibt nun zu hoffen, dass Susanne Matthiessen noch andere Bücher schreiben wird, denn schon ihr Erstlingswerk ist absolut lesenswert.

  24. Cover des Buches Liebe und Verderben (ISBN: 9783746635767)
    Kristin Hannah

    Liebe und Verderben

     (129)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1974 zieht Lenora Allbright im Alter von dreizehn Jahren mit ihren Eltern Cora und Ernt nach Kaneq in Alaska. Sie alle haben die Hoffnung auf einen Neuanfang und dort glücklich zu werden, nachdem sie inzwischen so oft umgezogen sind. Ernt ist Kriegsveteran aus Vietnam und war dort sechs Jahre in Gefangenschaft, weshalb er unter Flashbacks und Posttraumatischen Belastungsstörungen leidet. Seinen Frust darüber ertränkt er in Alkohol oder münzt ihn in Gewalt um. 

    Die Anfangszeit in Alaska ist hart und arbeitsreich, aber Ernt steht damit vor neuen Herausforderungen und ist beschäftigt und selbst Leni, die sich immer als "die Neue" in diversen Schulen vorstellen musste, fühlt sich in dem kleinen abgeschiedenen Ort bald wohl. In Matthew, dem einzigen gleichaltrigen Mitschüler, findet sie sogar einen guten Freund. Doch der lange Winter drückt auf die Stimmung und Ernt verfällt in alte Muster. Zudem spaltet er den einst friedlichen Ort, indem er aus Eifersucht und Neid Streit mit alteingesessenen Bewohnern anfängt. 

    Leni wächst heran und wird langsam zur Frau und verliebt sich in Matthew, zu dem Ernt ihr jedoch jeden Kontakt untersagt. Seine Wutausbrüche werden immer schlimmer, seine Ansichten und Weltuntergangsszenarien immer extremer, bis er seine Familie komplett von allen anderen abschottet, um sie zu schützen. Doch die Gefahr droht weniger von außen, sondern geht allein von ihm aus. Als Cora und Leni Ernt nicht mehr länger aus Liebe in Schutz nehmen können und endgültig beschließen, ihn zu verlassen, kommt es zur Katastrophe. 

    "Liebe und Verderben" ist ein ebenso dramatischer wie treffender Titel für einen Roman, der eine spannende und emotionale Geschichte voller Liebe, Tragik, Angst und den Kampf ums Überleben erzählt. Alaska ist dabei eine besondere, einerseits bezaubernde und wunderschöne Kulisse, andererseits aber auch ein unheimlicher und gefährlicher Ort. 

    Die Schilderung des einfachen Lebens in den 1970er-Jahren ohne Strom und fließendes Wasser, die Landschaftsbeschreibungen von Wäldern, Fjorden und den dort lebenden Tieren sind beeindruckend und so anschaulich, dass man als Leser tief in die Geschichte eintaucht. Die Erschwernisse durch Klima und Natur, aber auch durch die Einsamkeit, di die Menschen absonderlich werden lässt, sind eindrucksvoll und nachvollziehbar geschildert und sorgen für Beklemmung. 

    Diese unheimliche Grundstimmung passt perfekt zu der tragischen Familiengeschichte der Allbrights. Sie schildert die toxische Beziehung zweier Liebenden, die nicht ohne einander leben können, aber miteinander nicht glücklich werden. Ernt ist krankhaft eifersüchtig und verliert über die Jahre immer mehr die Kontrolle über sich, während Cora den Fehler macht, ihm immer wieder zu verzeihen und ihn provoziert, um seine Liebe zu spüren. Je älter Leni wird, desto mehr durchschaut sie die Situation, kann aber nichts an ihr ändern, was sich für sie am Ende besonders tragisch auswirkt. 

    Trotz der Weite des Landes sind sie gefangen und kämpfen bald wenige gegen die Wildheit der Natur, sondern vielmehr gegen die Wildheit, die im Menschen selbst innewohnt. 

    Nicht nur die außergewöhnliche Kulisse, auch die authentisch geschilderte dramatische Familien- und Liebesgeschichte machen das Buch zu einer Reise in ein beeindruckendes Land und zu Menschen, denen man erschüttert, aber doch nachvollziehbar folgerichtig zusieht, wie sie sich ins Verderben stürzen. Die Geschichte steckt voller individueller Charaktere, ist abwechslungsreich, realitätsnah und vor allem emotional mitreißend erzählt. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks