Bücher mit dem Tag "1970er"
39 Bücher
- Taylor Jenkins Reid
Atmosphere
(217)Aktuelle Rezension von: yayitslizzyAtmosphere ist eine unfassbar packende Geschichte, die mich auch Tage nach dem Lesen nicht loslässt und eins meiner Jahreshighlights ist. Mich fasziniert alles, was mit Raumfahrt zu tun hat, auch wenn ich mir selbst nie vorstellen könnte, ins All zu fliegen. Entsprechend packend fand ich es aber, die gesamte Ausbildung einer Astronautin mitzubekommen, auch wenn ich nicht alle Fachbegriffe kannte. Man kann die Geschichte ohne Probleme auch so verstehen, ich vermute, dass es nur auf einer zusätzlichen Ebene Spaß macht, wenn man sich auf dem Gebiet auskennt. Die Story startet direkt mit einem sehr dramatischen Ereignis, weswegen man das Buch quasi nicht aus der Hand legen kann. Auch wenn man dann zeitlich erstmal sehr weit zurückgehen muss bevor es mit der aktuellen Raummission weitergeht, ist man erstmal richtig hooked. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie es für die ersten Frauen in der Ausbildung zur Astronautin und schließlich im Weltall gewesen sein muss. Die Autorin hat hier meiner Meinung nach mit ihrer Recherche großartige Arbeit geleistet. Dazu noch eine Liebesgeschichte, die im Gesamtkonzept Sinn macht, aber nicht von den anderen Geschehnisse ablenkt. Das Buch war einfach nur grandios!
- Meg Wolitzer
Die Interessanten
(116)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinJulie Jacobson erhält nach dem Tod ihres Vaters durch ein Stipendium die Chance, an dem Sommercamp "Spirit-in-the-Woods", ein Ferienlager für künstlerisch ausgerichtete Schüler und Schülerinnen, teilzunehmen. Dort trifft sie auf eine elitäre, privilegierte Gruppe von Jugendlichen aus New York City, mit denen sie sich anfreundet. Aus einer Laune heraus nennen sie sich "Die Interessanten". Jeder von ihnen hat andere Talente und Ziele. Ethan Figman möchte Trickfilmzeichner werden, Cathy Kiplinger träumt von einer Karriere als Tänzerin, Jonah Bay möchte in die Fußstapfen seiner Mutter, einer berühmten Folksängerin, treten und Musiker werden, Goodman Wolf möchte Architektur studieren, während seine Schwester Ash Schauspielerin werden möchte.
Jules und Ash werden enge Freundinnen und Jules orientiert sich stark an ihr, möchte auch Schauspielerin werden, obwohl ihr das Talent dafür fehlt. An der Seite der reichen Jugendlichen fühlt sich das Mädchen aus dem Vorort stets unzulänglich und nicht wirklich zugehörig, auch wenn den anderen ihre Herkunft gleichgültig ist.
Drei Sommer verbringen sie miteinander, aber im letzten ist alles anders. Ein Ereignis zum Jahreswechsel 1976 stellt die Freundschaft auf eine harte Probe und von sechs Freunden sind am Ende nur noch vier übrig.
Der Roman beginnt im Sommer 1974 und wechselt dann in die Gegenwart in das Jahr 2009, als Jules verheiratet, Mutter einer Tochter und Psychotherapeutin ist. Anschließend erfolgt wiederum eine Rückblende in die Vergangenheit und eine chronologische Schilderung der Lebenswege der "Interessanten".
Nur Ethan hat es geschafft, seinen Traum zu verwirklichen und sich erfolgreich in der Trickfilmbranche einen Namen zu machen. Er ist inzwischen mit Ash verheiratet, die als Theater-Regisseurin um Anerkennung kämpft. Cathy konnte aufgrund ihres Körperbaus keine Tänzerin werden und Goodman hat sich durch einen fatalen Fehler seine Zukunft verbaut. Jonah wurde durch ein traumatisches Erlebnis die Lust an der Musik genommen, weshalb rt sich komplett umorientiert und Maschinenbau studiert hat.
"Die Interessanten" erzählt von einer langjährigen Freundschaft, die als Teenager begann und Höhen und Tiefen erlebte. Die Jugendlichen haben sich weiterentwickelt und sind erwachsen geworden, haben selbst Kinder bekommen.
Der Fokus der Geschichte rückt im Erwachsenenalter insbesondere auf die beiden Paare Ash und Ethan sowie Jules, die unabhängig von den Sommern im Camp den Ultraschalltechniker Dennis Boyd geheiratet hat. Die Paare führen unterschiedliche Leben, denn während Ethan und Ash im Luxus leben, haben Jules und Dennis stets mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Jedes der Paare hat zudem eigene Probleme, hat mit Krankheiten, Geheimnissen und den Belastungen des Alltags zu kämpfen.
Erzählt werden 40 Jahre, in denen sich naturgemäß nicht immer viel ereignet, weshalb der Roman seine Längen hat. Durch kleinere und größere Dramen, die die Protagonisten erleben und durchmachen müssen, erhält die Geschichte immer wieder neuen Schwung.
Der Roman handelt von den Wünschen, Träumen und Vorstellungen, die die Jugendlichen haben und was letztlich aus ihnen geworden ist. Es geht um Selbstverwirklichung und das Streben nach Glück.
Das starke Band der Freundschaft hält die Clique - oder Teile davon - zusammen. Es geht dabei um Zusammenhalt und Vertrauen, Geheimnisse, die trennen und zusammenschweißen, um Vergleiche, Eifersucht und Neid. Der Roman ist geprägt von vielen ernsthaften Themen, mit denen die Figuren umgehen müssen und auch zeitgeschichtliche Ereignisse und gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen werden stimmig in die fiktive Geschichte eingearbeitet. Die Charaktere bleiben jedoch unnahbar und auf Distanz, so dass ihre Schicksale trotz aller Dramatik nicht emotional berühren können.
Nach einem langatmigen Mittelteil fehlte mir ein befriedigender Abschluss der Geschichte. Auch wenn es keine offenen Handlungsstränge gab, die zwingend hätten weitererzählt werden müssen, endet der Roman einfalls- und belanglos ohne noch einmal einen Bezug zu den wirklich interessanten Jahren der Jugendlichen und jungen Erwachsenen herzustellen.
- Heike Specht
Die Frau der Stunde
(133)Aktuelle Rezension von: DanshiBeim ersten Blick auf das Cover fällt sofort seine stille Eleganz auf, die hervorragend zur Atmosphäre des Romans passt. Die Geschichte führt direkt in die späten siebziger Jahre, in denen die liberale Politikerin Catharina Cornelius überraschend zur Außenministerin aufsteigt und sich in einer Welt behaupten muss, die von selbstbewussten Männern geprägt ist. Besonders eindrucksvoll wirkt, wie feinfühlig die politischen Räume dieser Zeit nachgezeichnet werden und wie Catharina darin ihren Platz sucht. Die Freundschaft zu Suzanne und Azadeh verleiht der Handlung emotionalen Tiefgang und schenkt dem politischen Geschehen eine menschliche Dimension. Azadehs Erlebnisse im revolutionären Teheran erscheinen besonders eindringlich und bedrückend, denn sie spiegeln die Gefahren wider, denen Frauen weltweit ausgesetzt sind. Der Schreibstil von Heike Specht ist klar, lebendig und zugleich angenehm leicht, sodass selbst komplexe politische Themen mühelos zugänglich bleiben. Manche Entscheidungen von Catharina wirken bewusst uneindeutig, was ihre Figur zugleich realistischer und vielschichtiger erscheinen lässt. Die Autorin setzt ihre Dialoge so, dass jeder Satz die Stimmung der Zeit trägt und die Szenen lebendig entfaltet. Insgesamt entsteht ein vielschichtiges und atmosphärisches Buch, das Fakten und Fiktion harmonisch miteinander verwebt.
Im Fazit bleibt für mich ein mutiges Porträt einer Frau, die ihren Weg geht und dabei nicht immer leicht zu fassen ist, aber als Figur lange nachhallt. - Chris Whitaker
In den Farben des Dunkels
(160)Aktuelle Rezension von: FeelblackUnglaublich! Was für eine Geschichte. Ich möchte gar nicht auf den Inhalt im Detail eingehen. Ich hatte sehr große Schwierigkeiten am Anfang rein zu kommen und bin aufs Hörbuch umgestiegen. Und irgendwann hat es mich gepackt. Aber so richtig. Ich habe so sehr mitgefühlt. Ich habe teilweise auch gezweifelt ob es sie gibt. Und habe tiefsten Respekt wie ein Mensch ein ganzes Leben "opfert" um sie zu finden.
Zum Schluss rollte dann auch wirklich die Tränen weil es wirklich beeindruckend war.
- Stephen King
Dead Zone – Das Attentat
(383)Aktuelle Rezension von: KayuriJohn Smith hat als Kind einen Unfall. Nun kann er zwischendurch Sachen vorher erahnen oder sehen. Jahre später, als sich weder er noch seine Eltern an den Unfall erinnern schlägt das Schicksal zu. Nach einem Jahre andauernden Koma wacht er auf und sieht plötzlich zu vieles voraus.
Die Geschichte ist hierbei wirklich gut geschrieben. Dennoch hatte sie einige Längen die irgendwie wenn ich das Ende betrachte nicht so recht gut gelungen sind. Die Szenen in denen die Geschichte wirklich voran getrieben wurde waren gut und einnehmend gestaltet.
Die Charaktere gefallen mir nicht zu 100%. Dennoch kann ich beispielsweise die Beweggründe von Johnny verstehen. Auch die Art wie die Geschichte zwischen verschiedenen Ereignissen springt war gut, da man so die anderen Charaktere besser verstand bzw. Die Geschichte die sich daraus ergab nachvollziehen konnte.
- Charlotte Link
Sturmzeit - Die Stunde der Erben
(280)Aktuelle Rezension von: _jamii_Deutschland 1977. Alexandra Marty hat viel von ihrer Großmutter Felicia geerbt – nicht nur deren Familiensinn, sondern vor allem auch ihren Ehrgeiz und Freiheitsdrang. Aufgewachsen in den Jahren politischer Unruhen und Veränderungen, ist Alexandra eine junge Frau ihrer Zeit, kühl und zärtlich, eigenwillig und anschmiegsam, träumerisch und mit einem ausgeprägten Blick für die Wirklichkeit. Doch als sie das große Erbe Felicias antritt und das Familienunternehmen übernimmt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung, durch die auf einmal alles auf dem Spiel steht. Ein Zurück in die behütete Idylle auf dem Gut der Familie kann es nicht geben, und Alexandra muss sich erneut entscheiden, ob sie ihren ganz eigenen unabhängigen Weg gehen und sich endlich aus dem Schatten ihrer Familie lösen möchte ...
Ich hatte echt meine Zweifel, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte, weil ich solche Mühe mit dem zweiten Teil bzw. vor allem mit Felicia und Belle gehabt habe.
Ich bin froh, habe ich es dann doch gelesen, denn Teil 3 ist um Längen besser als der Vorgänger! Zum einen hilft, dass Felicia und Belle nicht mehr die Hauptfiguren sind, sondern eben ihre Erben, mit welchen ich deutlich besser klargekommen bin. Belle nimmt nur noch eine Rolle am Rande ein, Felicia ist immer noch präsent. Während diese am Anfang immer noch schwierig zu ertragen war, ging das im Verlaufe des Buches besser.
Es gibt hier mehr unabhängige Einzelgeschichten als vorher. Man kann an mehreren Schicksalen teilhaben, welche eigentlich nichts miteinander zu tun haben, ausser dass die einzelnen Personen auf welche Art auch immer miteinander verwandt sind. Entsprechend weniger sind sie auch miteinander verknüpft.
Ebenfalls wird die Zeit der deutschen Spaltung sehr interessant und bildlich dargestellt.
Manchmal, vor allem gegen Ende, ziehen sich die Ausführungen etwas in die Länge, aber ansonsten sehr gelungener Roman mit starken Charakteren!
- Taylor Jenkins Reid
Daisy Jones & The Six
(372)Aktuelle Rezension von: sumaFür mich kam Daisy Jones & The Six nicht ganz an Carrie Soto is back heran.
Das ganze Buch ist im Interviewstil geschrieben, dadurch war es zu Beginn ein bisschen schwierig reinzukommen. Mit der Zeit habe ich mich aber darangewöhnt.
Die Charaktere waren mir unterschiedlich sympathisch, aber die Probleme waren gut beschrieben.
Die ganze Thematik um Rock‘n‘Roll und Hollywood fand ich auch sehr spannend.
Trotzdem hatte es für mich nicht ganz so viel Tiefe wie Carrie Soto.
- Matthias Brandt
Blackbird
(131)Aktuelle Rezension von: ErikWir haben Blackbird in der Schule gelesen, sonst hätte ich es wahrscheinlich nie angefangen. Und jetzt, wo ich es durch hab, weiß ich auch warum: Das Buch war einfach nichts für mich.
Die Geschichte fand ich total langweilig. Es passiert irgendwie fast gar nichts, und wenn mal was passiert, ist es nicht wirklich spannend. Ich hab mich oft gefragt, worauf das Ganze eigentlich hinausläuft – aber es kam einfach nix, was mich richtig gepackt hat. Irgendwie war das alles total zäh.
Auch die Hauptfigur fand ich nicht besonders spannend. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen, und ihre Gedanken waren manchmal voll wirr oder übertrieben. Die anderen Charaktere blieben auch eher blass – keiner war dabei, den ich wirklich interessant fand.
Der Schreibstil war für mich ehrlich gesagt anstrengend. Manche Sätze waren so kompliziert oder seltsam formuliert, dass ich sie mehrmals lesen musste. Ich verstehe, dass der Autor vielleicht was Künstlerisches machen wollte, aber für mich war das eher verwirrend als cool.
Insgesamt war das Buch echt enttäuschend. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der Schule was lesen, das mehr mit uns zu tun hat oder einfach spannender ist. Blackbird war einfach nicht meins – schade.
- Claire Stihlé
Wie uns die Liebe fand
(146)Aktuelle Rezension von: MaryliestEin sehr berührender Roman über die Liebe, Familie und das alt werden.
Madame Nan hat ihr ganzes Leben in Bois de Val verbracht und viel erlebt. Sie hat vier unterschiedliche Töchter groß gezogen.
Madame Nans Tochter Marie und ihr Freund Malou haben mit Ihren Liebesbomben reichlich leben in das kleine Dorf gebracht.
Nachdem Monsieur Boberschramm ihnen seinen kleinen Lebensmittel Laden übergeben hat, hat die Familie einen Ort voller Magie gezaubert.
Madame Nan und Monsieur Boberschramm verbringen viel Zeit miteinander und verlieben sich.
Doch diese Liebe ist nicht einfach, denn es gibt etwas, dass Madame Nan nicht über Monsieur Boberschramm weiß.
Dieser Roman verdient Vergangenheit und Gegenwart zu einer wundervollen Liebesgeschichte. - Kevin Brooks
Live Fast, Play Dirty, Get Naked
(70)Aktuelle Rezension von: BlintschikLili ist jung und es ist der Sommer ihres Lebens. Zusammen mit ein paar Freunden gründet sie eine Band und dann ist da plötzlich der geheimnisvolle William Bonney, der einfach perfekt in die Band passt. Doch keiner der Jugendlichen weiß, dass dieser Sommer ein ganz besonderer sein wird. Schon allein am Schreibstil habe ich gemerkt wie gedühlvoll diese Geschichte ist. Dadurch, dass sie von Lili erzählt wird, wirkt alles sehr atmosphärisch und ich konnte mir gut vorstellen wie sie alles erzählt hat. Das Buch gibt einen wirklich tolle Eindruck in die Punkszene der 70er Jahre. Man spürt einfach wie das Leben für die Jugendlichen war und das es nicht immer so schön war wie man manchmal glaubt. Vorallem spürt man aber die Liebe zur Musik in diesem Buch. Ich habe sie beim Lesen fast schon gehört. Daran merkt man wie gut sich der Autor mit diesem Thema auskennt. Auch der Beginn und die Entwicklung der Band werden so real und autentisch beschrieben, dass ich mir wirklich bildlich vorstellen konnte wie so etwas abläuft und ich glaube für so einige Bands, die heute als Klassiker gelten, waren die Anfänge genau so. Neben der Musik wird jedoch auch der Bürgerkrieg in Irland angesprochen, was dem Buch etwas Dramatisches verleiht und es noch autentischer wirken lässt. Und auch die Charaktere haben mir gefallen. Sie hatte alle ihre ganz eigene Art und im Laufe der Geschichte konnte ich sie wirklich gut kennenlernen. Dabei war es sehr interessant zu sehen wie sie sich verändern und nach und nach eine reifere Persönlichkeit bekommen. Letztendlich konnte ich wirklich gut in diesem Buch versinken und bin begeistert davon wie viel Musik in diesem Buch mitschwingt. Es ist eine dramatische und doch sehr autentische Geschichte über Jugendliche, die mit einer Band erfolgreich werden wollten und ich hatte sehr viel Spaß sie dabei zu begleiten. Außerdem habe ich tolle Einblicke in die Punkszene bekommen, was sehr interessant war. Ein wirklich gelungenes Buch! - Jan Christophersen
Schneetage
(27)Aktuelle Rezension von: ArmilleeIch habe die Erfahrung gemacht : je mehr auf dem Umschlag und Klappentext ein Buch gelobt wird, desto weniger wird es der Erwartung gerecht.
Die Handlungen spielen einmal in den Jahren nach dem Krieg und dann um 1978 mit dem Schneechaos an der Deutsch-Dänischen Grenze.
Gerne lese ich ein Buch, wo ein Protagonist mich mit durch die Geschichte nimmt. Jemand mit Sympathie, Humor und Tiefe. (etc.) Hier waren die Personen meist mit verhaltenen Emotionen, wo man z.B. an der Haltung des Rückens erkennen sollte, was diesen Menschen gerade bewegt.
Okay, nach dem Krieg waren die Leute traumatisiert, machten nicht viele Worte über das Geschehene und wollten nur nach vorne schauen. Aber wie kann man das für den Leser interessant und einfühlsam nieder schreiben.
Das ist diesem Autor nicht gelungen. Teilweise war es nur langweilig und die Suche den untergegangenen Schätzen von Rungholt lahmte sehr schnell.
Ich habe mir mehr versprochen. Schade
- Dora Heldt
Drei Frauen am See
(118)Aktuelle Rezension von: Kado'Drei Frauen am See' ist ein wunderbar angenehmer Auftakt zur Haus-am-See-Triologie von Dora Heldt.
Erschienen bereits 2018, ist es mal was Älteres - und wie schön ist das bitte, wenn man nicht ewig auf die Fortsetzungen warten muss. 😍
Die Geschichte ist schnell erzählt:
Vier Freundinnen, seit ihrer Jugend eng verbunden, jede mit ganz eigener Persönlichkeit - bilden zusammen ein lustiges Mädchen-Kleeblatt.
Nichts scheint sie trennen zu können, bis ein Zerwürfnis alles auseinanderreißt.
Eine von ihnen, Marie, ist leider mit keiner guten Gesundheit gesegnet, und ihr letzter Wunsch ist, alle wieder zu versöhnen.
Ob ihr das gelingt?
Ich mochte besonders die atmosphärische Kulisse am See, die unterschiedlichen Charaktere der Protagonistinnen und ihre liebevoll gezeichneten Eigenheiten.
Trotz der vielen Seiten empfand ich das Buch als sehr kurzweilig - es liest sich leicht und flüssig. Die Perspektiven wechseln regelmäßig, sodass jede der Frauen zu Wort kommt.
Rückblenden in die Vergangenheit ergänzen das Bild und lassen uns als Leser*innen die tiefe Verbindung zwischen den Figuren nachvollziehen.
Ein wirklich schöner Roman über Freundschaft, Verlust, Versöhnung und das Leben selbst - mit emotionalen Höhen und Tiefen, aber ohne ins Kitschige abzudriften.
Für alle die einfach mal wieder in eine warmherzige Geschichte abtauchen möchten, eine klare Empfehlung.
Ich freue mich jetzt schon auf Teil zwei und drei. - Tomasz Jedrowski
Im Wasser sind wir schwerelos
(117)Aktuelle Rezension von: AndreasKueckAnfang Februar des Jahres 2021 erreichte mich eine Nachricht von der Buchhändlerin meines Vertrauens: „Tolles Buch, unbedingt lesen, lass dir ein Rezi-Exemplar schicken, wenn du keins mehr bekommst, leihe ich Dir meins.“ Die Rede war von IM WASSER SIND WIR SCHWERELOS von Tomasz Jedrowski. Ich bestellte ein Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, und begann voller Vorfreude und Neugier zu lesen…!
Ludwik ist verliebt. Es ist der Sommer nach dem Examen, ein Sommer, in dem alles anders wird. Denn Ludwik ist verliebt in Janusz, eine Unmöglichkeit in Polen im Jahr 1980. Zu zweit verbringen sie magische Tage an einem verborgenen See im Wald. Hier können sie sich einander offenbaren, hier erleben sie die große Liebe. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende, sie müssen zurück in die Stadt. Die Welt befindet sich im Umbruch, Ludwik träumt von der Flucht in den Westen, Janusz wählt eine Karriere innerhalb des Systems. Ludwik muss sich entscheiden: für ein Leben voller Heimlichkeiten – oder den Mut, er selbst zu sein.
(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)
Über die ersten Seiten schien ich damals nur so zu fliegen. Dann bahnte sich bereits vor Ostern ein kleines persönliches Drama an, das sich über die weiteren zwei Wochen nach Ostern ausdehnen sollte. Mein Lesefluss wurde abrupt unterbrochen und tat sich in den Wochen danach extrem schwer, wieder in einen entspannten Flow zu geraten. Ich begann wieder mit der Lektüre des Romans. Doch nach nur wenigen Seiten schlug ich den Buchdeckel wieder zu. Irgendwie war aufgrund der Anspannung der vorangegangenen Wochen meine Leselust in Mitleidenschaft gezogen, und dieser Roman war leider nicht dazu geeignet, mich aus dieser Lese-Lethargie zu befreien. So legte ich ihn vorerst – durchaus mit Bedauern – zur Seite und hoffte auf eine weitere gemeinsame Chance zu einem späteren Zeitpunkt.
Im Laufe der Jahre bei Durchsicht meines SuBs hielt ich diesen Roman immer wieder in den Händen. Oft haderte ich mit mir und fragte mich, ob es nicht besser wäre, wenn ich ihn ungelesen gehenlasse – vor allem nachdem auch mein zweiter Versuch der Annäherung ähnlich scheiterte wie der erste Versuch. Doch irgendetwas hielt mich davon ab: Die Zeit war (noch) nicht reif, ihm die Chance zu geben, dank einem der nahen öffentlichen Bücherschränke ein neues Zuhause zu finden. Und so blieb er vorerst bei mir,…
…bis die Zeit für uns beide reif zu sein schien: Schmerzvoll, melancholisch und bittersüß erzählt Tomasz Jedrowski eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern vor dem Hintergrund der politischen Verhältnisse im Polen der 80er Jahre. Dabei ist es eigentlich unerheblich um welches Geschlecht es sich handelt. Hier gibt es zwei Menschen, die trotz ihrer großen Liebe zueinander nicht zueinander kommen können. Die Gründe können vielfältig sein und entziehen sich jeglicher Beurteilung Außenstehender. Was bleibt, ist eine große Tragik, ein großer Verlust und eine Lücke, die nicht gefüllt werden kann. Sie kann durchaus verdeckt werden, wird aber immer spürbar bleiben. Den inneren Barrieren unserer Helden stellt der Autor ein gesellschaftliches System gegenüber, das sie zusätzlich von außen hemmt, einengt und so zu ihren individuellen Handlungen „zwingt“.
Tomasz Jedrowski entlockt seinen Worten eine geballte emotionale Wucht – mal zart, mal heftig, immer echt. Ein Humor, der vielleicht lindert oder entschärfend wirkt, war für mich kaum wahrnehmbar. Er wurde von mir aber auch weder vermisst noch gewollt, da die Figuren so authentisch, so lebendig sind, und jedweder Humor die fragile Bitterkeit der Emotionen unangebracht verwässert hätte.
Gleichzeitig erinnerte mich diese Geschichte an meine eigene Suche nach Identität in den 80ern. Wie unsere Romanhelden fragte auch ich mich, wer ich bin, und (vor allem) was bin ich? Beim Lesen schien es mir, als würde ich Ludwiks Schmerz, der ein Sehnen nach etwas Unaussprechlichem erzeugen kann, körperlich spüren. Doch auch Janusz Ängste nach Ablehnung und Ausgrenzung konnte ich nur allzu gut nachempfinden. Tröpfchenweise sickerte die Erkenntnis in mein Bewusstsein, dass ich wohl deshalb intuitiv mit diesem Roman gefremdelt hatte, da er so nah an meine eigenen Geschichte, an meinen eigenen Empfindungen, an meinem eigenen Erlebten ist.
Tränen rannen mir beim Lesen über die Wangen. Die Brust wurde mir eng, um sich dann wieder mit Luft zu füllen und zu weiten. Die Wohltat eines frischen Atemzugs signalisierte mir: Es geht weiter! Es geht immer weiter! Irgendwie!
- Katharina Fuchs
Unser kostbares Leben
(160)Aktuelle Rezension von: Painiapulu,,Unser kostbares Leben" war mein drittes Buch von Katharina Fuchs. Von ,,Zwei Handvoll Leben" und ,,Neuleben" war ich hellauf begeistert, leider konnte ich mich mit ,,Unser kostbares Leben" nicht ganz so anfreunden.
Dieses Mal hatte ich Schwierigkeiten, mit den Charakteren warm zu werden und brauchte generell viel Zeit, um mich einzulesen. Minka und Caro sowie deren Familien verwechselte ich immer wieder, wodurch ich einige Passagen oft nochmal lesen musste. Die Politik und die Rivalität zwischen SPD und CDU nahm für meinen Geschmack in diesem Roman zu viel Raum ein - was sicher spannend sein mag, wenn man ein vertiefendes Interesse für diese Themen mitbringt. Ich persönlich fand dadurch einige Kapitel sehr trocken und zäh zu lesen, die Spannung hat mir hier gefehlt.
Sehr interessant hingegen fand ich jene Handlungsstränge, die die Themen Umweltschutz, Tierversuche und Medikamentenmissbrauch an Minderjährigen behandelten. Hier pausierte ich auch immer mal wieder und googelte aus Interesse im Buch beschriebene Begriffe oder Ereignisse.
Ab dem letzten Drittel des Buches, als sich einige Situationen zuspitzten und die Handlung etwas Fahrt aufnahm, war mehr Spannung vorhanden und ich wollte gerne wissen, wie es endet. Bis dorthin musste ich mich aber etwas durchbeißen, was ich mir von einem Buch eben nicht erwünsche. Daher 3 / 5 ⭐. Da ich die Autorin und ihren Schreibstil aber grundsätzlich sehr gerne mag, werde ich ,,Lebenssekunden" zu gegebener Zeit auf jeden Fall eine Chance geben.
- Bianca Marais
Summ, wenn du das Lied nicht kennst
(81)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRobin ist erst neun Jahre alt und verliert ihre Familie bei den Aufständen in Soweto und ist dann 1976 ganz allein. Zuerst wächst sie bei der Tante auf, aber diese fühlt sich schnell überfordert mit den Bedürfnissen. Beauty tritt so in das Leben von Robin. Sie sucht während des Schüleraufstands ihr Kind, aber findet es nicht und ist mehr als verzweifelt. Als Schwarze hat sie nicht so viele Rechte und findet Arbeit und kümmert sich dann um Robin. Eine ganz besondere Bindung entsteht hier und wird doch auf eine harte Probe gestellt. Die Geschichte ist so fesselnd, berührend und begeistert auch und erzählt von zwei starken Frauen unterschiedlichen Alters. Man erfährt viel von der Geschichte und erlebt Verlust und Leid, genauso wie Liebe und Kraft. Ich kann das Buch nur empfehlen.
- Morgan Callan Rogers
Eisblaue See, endloser Himmel
(79)Aktuelle Rezension von: GrauerVogelDen ersten Teil habe ich geliebt, der zweite hat mich dagegen leider enttäuscht.
Florine als Charakter mochte ich immer noch sehr, aber die Handlung des ganzen Buches ist im Grunde unnötig. 10 % davon sind tatsächlich relevant, ansonsten lesen wir nur Alltag.
Natürlich war es auch interessant zu lesen, wie Florines Leben und das der anderen Bewohner von The Point so weitergehen. Mir wirkte aber vieles davon viel zu gestellt oder einfach belanglos.
Bud wurde mir immer unsympatischer und ich sehe, dass einfach versucht wurde, hier einen Spannungsbogen zu erzeugen, der ist bei mir aber nicht angekommen, weil er ja mit dem zentralen Thema - dem Verschwinden von Florines Mutter - gar nichts zu tun hat. Ich habe mich über ihn nur aufgeregt und gehofft, sie würde ihn endlich verlassen.
Die Auflösung am Ende wirkte dann auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Immerhin wurde versucht, Szenen aus dem ersten Teil einzubeziehen, die bis dahin keine nähere Bedeutung hatten, das fand ich gut. Aber ansonsten hat das für mich alles hinten und vorne keinen Sinn ergeben und wirkte sehr erzwungen.
Das Buch bekommt von mir zwei Sterne, weil ich gerne wieder als Leser nach Point und zu Florine zurückgekehrt bin. Ansonsten hat es sich leider nicht gelohnt, es zu lesen, was mich schon irgendwo traurig macht.
- Caren Benedikt
Club Paradies - Im Licht der Freiheit
(63)Aktuelle Rezension von: ann-marieEin bezeichnender Titel für den zweiten Band rund um die ‚Familie Hanns und Marie Borchardt und die beiden Kinder Hanna und Holger. Müssen sie sich doch nach dem Tod von Hanns, womit der erste Band endete nun mit einer ganz neuen, unerwarteten und auch belastenden Situation beschäftigen und ihr Leben ganz neu ausrichten.
Marie, nicht nur völlig überfordert von einem gewaltigen Schuldenberg, hat sie auch ihre gesellschaftliche Stellung verloren. Resigniert, frustriert, mutlos entwickelt sie sich – auch mit Hilfe des ihr treu zur Seite stehenden Familienanwalts Klaus Schröder, zu einer selbstbewussten Frau, die unbeirrt ihren eigenen Weg geht.
Davon profitiert letztendlich auch Hanna, die große Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommt und von ihrer Mutter nun tatkräftig unterstützt wird.
Und Holger, im wahrsten Sinne blind vor Liebe, lässt sich von seiner Freundin letzten Endes erpressen, aktiv bei den Aktionen der RAF, zu denen er bereits im ersten durch seine Freundin Kontakte geknüpft hat, mitzuwirken.
Der Roman zeichnet sich aus, dass jede Charaktere zwar ihre eigene fesselnde Geschichte erhält, aber immer wieder auch im Verbund mit den anderen Familienmitgliedern geschildert wird.
Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig, die Atmosphäre und die Ereignisse der 1970er Jahre werden gekonnt in das Romangeschehen eingearbeitet und sorgen für eine gelungene Authentizität.
- Ira Habermeyer
Unter dem Roten Stern
(8)Aktuelle Rezension von: paevalill"Unter dem roten Stern" ist der Auftakt des Zweiteilers "Himmel-Erde-Schnee -Saga", der in Estland zu Zeiten der Besatzung durch die Sowjetunion spielt. Der Titel der Saga greift dabei die während der Sowjetzeit verbotene estnische Flagge auf. Wie der Titel andeutet handelt der Roman von Individuen, die sich innerhalb des politischen Systems behaupten müssen. Unterschwellig wächst dabei jedoch der Widerstand gegen das System.
Spannend fand ich die gelungene Balance zwischen den überaus authentischen Charakteren und dem Zeitgeschehen. Obwohl die Themen durchaus schwer sind, lässt sich das Buch sehr kurzweilig lesen. Erzählt wird mehr oder minder abwechselnd aus Lagles, Arvos, Enns und Sigruns Sicht. Das lässt die Handlungen und Denkweisen der genannten Personen sehr gut nachvollziehen.
Lagle und Sigrun sind Cousinen und gute Freundinnen. Als Lagle Sigrun aber deren Angebetenen und deutlich älteren Arvo ausspannt, ist es aus mit der Freundschaft und dem Familienfrieden. Dabei konnten Sigruns und Arvos Interessen kaum unterschiedlicher sein. Wissenschaftler Enn fällt dabei den Großteil des Buchs fast aus der Rolle, allein schon aufgrund anfänglich fehlender Bindung (allein schon räumlich) zu den anderen Protagonisten. Doch sie alle eint der aufkeimende Widerstand, der sich bei jedem anders äußert.
Liebesgeschichten sind normalerweise nicht mein Genre. Das liegt meist an der idealisierten Form. Die Beziehungen in diesem Band sind aber überaus authentisch, voller Höhen und Tiefen. Sie gehören genauso zum Alltag wie die Berufe der Protagonisten. Das machte für mich einen besonderen Reiz aus.
Ich kann das Buch schon deshalb weiter empfehlen, um mehr über die damalige Zeit der Besatzung (denn genau das war sie, auch wenn das seit Jahren von der heutigen russischen Regierung abgestritten wird) zu erfahren. Details wie das verbotene Weihnachtsfest, Hinweise auf Deportationen, ... - dabei wird alles sehr unaufgeregt und ruhig geschildert.
- Jo Nesbø
Blood on Snow - Der Auftrag / Das Versteck
(235)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessSpoilerwarnung
Diese Rezension enthält Details zum Handlungsverlauf und zum Ende von Blood on Snow – Der Auftrag. Wer das Buch noch lesen möchte, sollte vielleicht später wiederkommen.186 sehr kurzweilige Seiten. Jo Nesbø verzichtet darauf, eine große Vorgeschichte zu erzählen – man ist direkt drin im Game, aber nicht so, dass man das Gefühl hat, etwas im Vorfeld verpasst zu haben. Stattdessen wird man zeitgleich ganz sanft weiter in die Geschichte reingeführt. Das ist eine schöne Mischung. Zum einen, weil zwischendurch kurze Gedankengänge von Olav aus der Vergangenheit kommen (z. B. Kindheit, seine Beziehung zum Vater oder zu sich selbst), zum anderen, weil man ganz tief in Olavs Gedankenwelt eintaucht.
Und genau da liegt die Stärke von Blood on Snow: Nesbø versucht gar nicht erst, atmosphärisch eine dichte Umgebung zu bauen – aber umso mehr wird man in Olavs Innenleben hineingezogen. Seine Art, die fast schon etwas vom Asperger-Spektrum hat, macht ihn auf eine seltsame Weise sympathisch. Ja, er ist ein Killer, aber er erklärt, warum er das tut – und man nimmt es ihm ab.
Der Erzählstil macht das Buch sehr kurzweilig. Die Kapitel sind kurz und knackig, mit einer angenehmen Mischung aus Action, Humor (Olav ist stellenweise wirklich sehr witzig), tiefen Gedanken und Trauer. Zwischendurch dachte ich kurz, dass mir die Geschichte zu wenig Tiefgang hat – etwa, als sich Olav und Corina direkt verlieben. Der Killer, der sein Ziel verschont, die Frau, die ihn plötzlich liebt – das wirkt erst zu schnell, zu oberflächlich. Doch am Ende wird klar: Nesbø will genau diesen Eindruck erzeugen. Man freut sich für Olav – und merkt am Ende: "Ja, du warst natürlich zu naiv, Olav!"
Auf den letzten Seiten brilliert Nesbø mit echten Pageturner-Qualitäten: erst das falsche Spiel von Corina (damit habe ich nicht gerechnet), dann das vermeintliche Happy End mit Maria (fast zu schön, um wahr zu sein), und schließlich das letzte Kapitel – aus Marias Perspektive. Wahnsinn. Man trauert mit Olav, weil er von Corina verraten wurde, freut sich für ihn, dass er doch noch eine echte Liebe findet – und trauert letztlich doch wieder.
Kurz gesagt: Blood on Snow war genau das, was ich zwischen den schweren Noir-Krimis gesucht habe – und hat mir gleichzeitig mehr Tiefgang zur Figur Olav gegeben, als ich erwartet hätte.
- Rachael English
Das geheime Band
(23)Aktuelle Rezension von: Alexa-TimMich hatte der Klappentext gleich angesprochen und der Titel. Das Cover ist sehr niedlich.
In dem Buch geht es um Katie, die eine Schachtel mit Armbänder von Babys besitzt die sie damals als Krankenschwester heimlich aufbewahrt hat. Über 40 Jahre später möchte sie nun diese Bändchen zurückgeben und Mutter und Kind zusammenbringen.
Das Buch liest sich mega gut. Ich bin schon voll in der Geschichte drin und finde es voll schön erzählt. Katie habe ich schon ins Herz geschlossen und finde es voll schön, dass sie diese Bänder heimlich aufbewahrt hat, in dem Jahr wo sie dort gearbeitet hat.
Das Buch ist aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben und beinhaltet deren Geschichte.
Von mal zu mal bekommt man immer mehr von der Geschichte jeder einzelnen Person mit. Auch wuchsen die Charaktere mir sehr ans Herz.
Die Geschichte ist tatsächlich etwas anders als ich sie mor vorgestellt habem Katie war wie eine kleine Detektivin, was mir aber auch sehr gut gefallen hat.
Nur bei einigen Wiedersehen zwischen Kind und Mutter habe ich mir ein etwas emotionaleres Aufeinandertreffen gewünscht. Dennoch hat das Buch 5 Sterne verdient. - Caren Benedikt
Club Paradies - Im Glanz der Macht
(80)Aktuelle Rezension von: elycalxa1976, Hanns ist großer Immobilienpatriarch in Berlin. Er plant sein größtes Projekt, doch dafür muss Lea ihren Club verkaufen. Sie weigert sich jedoch strikt. Hanns Fassade beginnt zu bröckeln, seine Kinder Holger und Hanna wenden sich ab seine Frau Maria denkt über Scheidung nach. Hanns verstrickt sich in Lügen und Schulden.
In diesem ersten Band des "Club Paradies" hat Caren Benedikt wieder einen Roman voller Geheimnisse, Intrigen und Dramen geschrieben. Der Schreibstil lässt sich, wie gewohnt flüssig lesen. Auch zieht sich die Spannung durch den gesamten Roman.
Die Charaktere finde ich sehr interessant beschrieben. Besonders beeindruckt war ich von Lea, aber aber auch Hanna war mir sofort sehr symapthsich.
Ein sehr interessanter Roman, der mich sehr neugierig auf den nächsten Teil gemacht hat.
- Taylor Jenkins Reid
Daisy Jones and The Six (English Edition)
(61)Aktuelle Rezension von: SelfsoulDas Buch begleitet den Aufstieg und das Ende der Band "Daisy Jones and the Six". Aus der Perspektive aller Beteiligten entsteht eine Biographie dieser Band und ihrer Mitglieder. Dabei kommen alle Band Mitglieder, aber auch ihre Begleiter zu Wort. Dadurch entsteht eine Geschichte aus vielen Perspektiven.
Taylor Jenkins Reid schafft durch ihren ganz eigenen Stil der Erzählung wieder ein spannendes Buch. Für mich eine ganz klare Lese empfehlung!
- Heinz Strunk
Junge rettet Freund aus Teich
(41)Aktuelle Rezension von: BibliomaniaSchon lange wollte ich mal ein Buch von Heinz Strunk lesen und mit „Junge rettet Freund aus Teich“ habe ich einen biografischen Roman erwischt, der sich vielleicht nicht sonderlich überraschend äußert, wie ein 6-, 10- oder 14-jähriger Junge in den Tag hineinlebt und denkt, aber doch den Charme trägt, der sich auch bei Meyerhoff, oder Knausgard finden lässt. Auch wenn die beiden letzteren mir mehr gefallen, war diese persönliche Geschichte teilweise anrührend, teilweise eklig, erschreckend und offen.
Heinz Strunk wächst ohne Vater auf. Er lebt mit seiner Mutter, die selbst als Musiklehrerin wenig Geld verdient bei deren Eltern in einem Haus. Er liebt seine Großeltern und vor allem seine Oma, die ihm täglich Kuchen backt. Er hat viele Freunde und erinnert mit so einfachen Fragen wie „Kann Axel kommen?“ an die eigene Kindheit, als man ebenso an den Türen der anderen klingelte, um zusammen spielen gehen zu können. Heinz Strunk macht Quatsch wie viele Jungs. Er raucht zu früh, stiehlt sich aus dem Haus, um Alkohol zu trinken, bricht auf ein Grundstück ein, um baden gehen zu können und lügt seine Erziehungsberechtigten an. Kein besonders überraschendes Verhalten. Am Rande wird klar, dass seine Mutter echt Probleme hat, ich tippe auf Depressionen. Auch in der Schule quält er sich mehr, als dass er Freude hat. Zu einem Abenteuer werden die Besuche bei seiner Großtante. Strunk ist ein Stadtkind, das aus Hamburg kommt. Die Großtante wohnt auf dem Land. Dort trifft er auf Manfred, ein Kind von Bauersleuten, den er zwar nicht besonders helle findet, mit dem er aber so viele Dinge erlebt, sodass er gar nicht mehr zu Hause sein will.
Charmant geschrieben ohne die schmerzlichen oder peinlichen Dinge im jungen Leben auszulassen begleitet der Leser Heinz Strunk zwischen 6 und 14 Jahren. Nett gemacht, ich fühlte mich gut unterhalten.
- Jane Sanderson
Das war die schönste Zeit
(47)Aktuelle Rezension von: AlinchenDan Lawrence ist Anfang 50 und lebt mit seiner Partnerin in Schottland. Von Beruf ist er freier Journalist und schreibt über Musik, womit er sein Hobby zum Beruf machen konnte. Eigentlich ist er ganz zufrieden mit seinem Leben. Bis ein alter Schulfreund ihm bei Twitter einen Link zum Profil von Alison McCormack (ehemals Conner) schickt. 35 Jahre zuvor war Alison Dans erste große Liebe, bevor sie den Kontakt abbrach, plötzlich weg zog und damit Dans Herz brach. Nach einigem Zögern nimmt Dan dennoch Kontakt mit Alison auf. Er schickt ihr ein Lied aus ihrer gemeinsamen Zeit. Alison, die inzwischen verheiratet ist, zwei Töchter hat und als Autorin in Australien lebt, antwortet - ebenfalls mit einem Song. Es entsteht eine neue Verbindung, die beide gleichzeitig an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert. In Rückblenden erfährt der Leser, wie Alison und Daniel damals zusammen gekommen waren und auch, warum die Beziehung nicht hielt.
Die Idee des Buchs fand ich ganz schön. Und von den Rückblicken in die Vergangenheit hätte ich gerne noch viel mehr gelesen. Doch der Erzählstrang in der Gegenwart (mal aus Dans und mal aus Alisons Sicht erzählt) hatte viele Längen. Beim ersten Lesen hatte ich das Buch abgebrochen und ich weiß wieder, warum. Auch waren mir viele Figuren nicht immer sympathisch.























