Bücher mit dem Tag "1982"
5 Bücher
- Ian McEwan
Maschinen wie ich
(124)Aktuelle Rezension von: petitpapillonWenn wir unser eigenes Innerstes nicht begreifen, wie sollten wir da ihres gestalten und erwarten, dass sie mit uns glücklich werden?
Kann eine lebensechte Maschine den Menschen ersetzen? Nicht nur das, sondern vielmehr eine verbesserte Version des Menschen bilden?
Bei McEwans Roman "Maschinen wie ich" handelt es sich nicht nur um eine verhängnisvolle Dreiecksdynamik zwischen den Figuren Charlie, Miranda und dem Androiden Adam. Wir Leser:innen stehen inmitten von grundsätzlichsten Fragestellungen rund ums "Menschsein". Was ist Gerechtigkeit? Und kann ein Mensch wirklich gerecht und selbstbestimmt agieren? Oder ist er das bloße Resultat eigener Emotionen und Gesellschaftsstrukturen?
Mit "Maschinen wie ich" ermöglicht McEwan uns nicht nur einen faszinierenden Einblick in eine mögliche Realität mit menschenähnlichen Maschinen an unserer Seite. Er konfrontiert uns mit unseren inneresten Grundsätzen und appeliert in diesem Zuge an die unvollkommene Menschlichkeit in allen von uns.
Ich kann McEwans Roman all denjenigen empfehlen, die gerne Geschichten rund um Künstliche Intelligenz lesen und sich mit ihrer moralischen Verantwortung befassen möchten.
- Vera Buck
Der dunkle Sommer
(241)Aktuelle Rezension von: RabeaDer dunkle Sommer ist ein düsterer, kurzweiliger Thriller, der seine Spannung aus der beklemmenden Einsamkeit eines sterbenden Bergdorfes zieht. Nach und nach wird dessen grausame Vergangenheit enthüllt – und genau darin liegt der große Reiz der Geschichte.
Die Handlung ist komplexer, als man zunächst vermutet. Erzählt wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven, deren Zusammenhänge sich erst im Verlauf des Romans vollständig entfalten. Besonders zum Ende hin gewinnen die Verknüpfungen zwischen den Figuren deutlich an Spannung und Tiefe. Die Atmosphäre ist dicht, bedrückend und durchgehend passend zur Handlung.
Spürbar ist zudem die hervorragende Recherchearbeit der Autorin: Die aufgegriffenen Themen basieren auf realen historischen Begebenheiten, was der Geschichte zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht. Der flüssige und angenehme Schreibstil trägt mühelos durch das Buch, auch wenn es stellenweise kleinere Längen gibt. Diese werden jedoch durch die faszinierende Hintergrundgeschichte mehr als ausgeglichen, denn man möchte unbedingt wissen, was damals wirklich geschehen ist.
- Maria Sveland
Bitterfotze
(105)Aktuelle Rezension von: Ikopiko"Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt" verspricht der Klappentext des ersten Romans der jungen Schwedin Maria Sveland. Unter Gleichberechtigung verstehe ich jedoch nicht, dass nur die schlechte Seite der Männer aufgezeigt wird.
Verpackt werden diese oberflächlichen Vorwürfe in der Geschichte Saras, die sich eine Auszeit von Familie und Alltag nimmt und allein nach Teneriffa fliegt. Auf ihrer Reise liest sie "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong. Sie beneidet Erica um ihr ausschweifendes Leben in den 70er Jahren.
Sara selbst ist in den 80er Jahren aufgewachsen und sieht auch darin eine Ursache, dass die Frauen ihres Alters bitterfotzig sind. Eine Bitterfotze ist verbiestert, spießig, aggresiv und lustlos.
Auf über 270 Seiten zergeht Sara in Selbstmitleid. Sie ist gefrustet, weil sie ihr Leben als Mutter nicht erfüllt. Ich habe sie manches Mal fragen wollen, warum sie ihr Leben dann nicht selbst in die Hand nimmt und etwas ändert. Nur jammern nützt nichts. - Merit Niemeitz
Starling Nights 2
(142)Aktuelle Rezension von: Tintenklex„Starling Nights 2“ schließt direkt an Teil eins an, sodass man gleich wieder eintauchen kann. Das Setting ist ein klein wenig düsterer, weil von Anfang an eine bedrohliche und aussichtslos scheinende Zukunft wie ein Damokles-Schwert über den Protagonisten schwebt. Niemeitz schafft es trotzdem ganz wunderbar einige wunderschöne Momente voller Humor, Leichtigkeit und großer Emotionen in die Geschichte einzuflechten. Die Romanze und die Spannung halten sich in etwa die Waage, sodass ein rundes Gesamtbild entsteht. Ashton wurde mir mit jedem Kapitel sympathischer und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, seine persönliche Entwicklung zu verfolgen. Diese verläuft ganz sanft und allmählich, sodass man in jeder seiner Situationen mit ihm fühlen kann. Auch Zoe wächst in diesem Buch über sich hinaus, aber Ashton war mein Favorit in dieser Geschichte. Auch war es schön, die „alten Bekannten“ aus Teil eins wiederzusehen. Ein toller Abschluss dieser Dilogie.
- Tony Crawley
Steven Spielberg
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDie frühe bis mittlere Karriere eines der größten Künstler aller Zeiten, Jemand der das Bewusstsein der Welt verändert hat. Unglaublich, wie lange Spielberg Klinkenputzen mußte, bis er seine erste Chance erhielt, andere Leute hätten längst aufgegeben. Man wäre gern dabei gewesen, wie er in wenigen Jahren (mit der Unterstützung von George Lucas) die Filmwelt für immer veränderte, später konnte nur Quentin Tarantino die Filmwelt ähnlich "auf links ziehen". Man wäre gern dabei gewesen und hätte bewußt mit gekriegt, wie Indy, E.T. und Star wars eingeschlagen sind. Und natürlich wirkte nach außen hin und hinterher alles so souverän, während Spielberg selbst von Unsicherheit geplagt wurde und die Filmdrehs (zB zum "Weißen Hai" aka Bruce) sich zum Alptraum entwickelten. Zeit für eine Neuauflage mit den Filme seit Mitte der 90er Jahre, vielleicht mit einer Auflistung der aktuell erfolgreichsten Filme aller Zeiten?




