Bücher mit dem Tag "1989"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1989" gekennzeichnet haben.

113 Bücher

  1. Cover des Buches Die Chroniken des Magnus Bane (ISBN: 9783401508191)
    Cassandra Clare

    Die Chroniken des Magnus Bane

     (714)
    Aktuelle Rezension von: Hannicake

    Ihr mögt Magnus auch so gerne und freut euch über jede Szene, in der er auftaucht? Dann sind diese zehn Kurzgeschichten genau das Richtige für euch.

    Wir lernen ganz neue Seiten an Magnus kennen. Er ist nicht länger nur der gut gelaunte, selbstsichere Freund und Helfer, sondern zeigt sich auch von einer verletzlichen, unsicheren Seite. Er wird noch vielschichtiger und runder dargestellt, sodass wir ein umfassenderes Bild von ihm erhalten.

    Alle Kurzgeschichten beinhalten den für Magnus typischen Humor und komische, amüsante Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen.

    Zugleich treffen wir aber auch andere Bekannte wieder und erfahren mehr über deren Vergangenheit und ihre Beziehung zu Magnus - sei es Raphael, Ragnor oder Kreismitglieder wie Luke, Maryse oder Clarys Mutter. Und nicht zu vergessen Alec - wolltet ihr auch schon immer mal lesen, wie das erste Date der beiden verlief? Dann ist habt ihr hier die Gelegenheit dazu. Darüber hinaus gibt es auch einige weitere Charaktere, die nur in einer Kurzgeschichte auftauchen, das heißt die man vorher nicht kannte, aber die für Magnus Leben eine entscheidende Rolle einnehmen.

    Der Schreibstil ist wie gewohnt für Cassandra Clares Bücher locker und leicht, mit vielen Beschreibungen, sodass wir uns das Setting und die dargestellten Personen gut vorstellen können. Die Kurzgeschichten sind zwar in sich abgeschlossen und spielen zu verschiedenen Zeiten, jedoch nehmen sie das ein oder andere Mal aufeinander Bezug, sodass es im großen und ganzen doch ein in sich rundes Buch wird.

    Dadurch, dass es sich um Kurzgeschichten handelt, darf man keinen wirklichen Spannungsbogen erwarten, aber man erhält Einblicke in Magnus Gedanken und Gefühle und erfährt Hintergrundgeschichten, für die in den anderen Büchern bisher kein Raum war.

  2. Cover des Buches Die gute Tochter (ISBN: 9783959671101)
    Karin Slaughter

    Die gute Tochter

     (204)
    Aktuelle Rezension von: Marisa_Saiano

    Also dieses Buch hat mich nicht überzeugen können. Bis zur Hälfte des Buches habe ich darauf gewartet, dass mich die Geschichte mitreißt. Bis zum Ende ist das nicht passiert. Es ist natürlich gut geschrieben, aber ich finde Karin Slaughter hat viele bessere Bücher geschrieben (zum Beispiel die Sara Linton Reihe).

  3. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (236)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  4. Cover des Buches Kruso (ISBN: 9783518466308)
    Lutz Seiler

    Kruso

     (119)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Was man weiß: Edgar merkt, dass er nach dem Unfalltod seiner Freundin kurz davor ist, sein Leben zu beenden Um neu anzufangen, reist er nach Hiddensee und erhält dort halb illegal einen Job als Abwäscher.
    Edgar schließt sich besonders an Kurso an. Was auch noch wichtig ist, Edgar ist Germanistik-Student mit dem Schwerpunkt "Deutsche Romantik" 
    Und es ist auch eine Tatsache, dass DDR-Flüchtlinge von Hiddensee aus versuchten, die Ostsee schwimmend zu überqueren und Schweden zu erreichen. Die meisten sind dabei umgekommen.

    Was man vermutet: Kruso hat (wahrscheinlich) einen Hirntumor, der dazu führt, dass er Fantasie und Wirklichkeit nicht mehr recht unterscheiden kann. Am Ende wird er immer misstrauischer, bis er sogar seinen engsten Freund Edgar überfällt, weil er ihn für einen Verräter hält. Am Ende stirbt er - wahrscheinlich.

    Was stimmt oder auch nicht: Kruso glaubt, ein Aufenthalt auf Hiddensee heile von seelischen Leiden. Also hat er ein riesiges Netzwerk organisiert, an dem alle Saisonkräfte der Insel beteiligt sind. mit dessen Hilfe Besucher ohne Übernachtungsmöglichkeit illegal und heimlich untergebracht werden. Dabei gibt es seltsame Rituale. Edgar lässt sich von Kruse gerne für seine Zwecke einspannen - ein solche scheinbare oder echte Riesenverschwörung passt genau zu seiner Stimmung: hier hat jemand das Zauberwort getroffen, das für ihn die Welt zum singen bringt.

    Erst viele Jahre später erfährt Edgar von den Toten in der Ostsee. Er sucht ihr Grab, denn den Toten wahrt er die Treue.

    Mir hat der Roman nicht so gefallen. Normalerweise mag ich Geschichten, wo man einem Erzähler nicht trauen kann und man durch genaues Lesen rauskriegen muss, was wirklich ist und was nicht. Hier hatte ich eher das Gefühl, der erzählerische Aufwand ist mir zu groß und weder Kruso noch Edgar haben mich wirklich interessiert.

  5. Cover des Buches Der Teufel vom Brocken (ISBN: 9783740809232)
    Eva-Maria Silber

    Der Teufel vom Brocken

     (55)
    Aktuelle Rezension von: claireb

    In ihrem Kriminalroman "Der Teufel vom Brocken" erzählt Eva-Maria Silber die Geschichte einer Wanderexpeditionsgruppe 1989 am Brocken, die durch mysteriöse Umstände ums Leben kommt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Ermittelnden.

    Die Beschreibung der Todesumstände ist zum Teil sehr heftig, darauf sollte man beim Lesen eingestellt sein.

    Die Geschichte hat mich mitgerissen, sie hat menschliche Abgründe aufgezeigt und war von Anfang an spannend.

    Für Krimifans kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.

  6. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich zwanzig wurde (ISBN: 9783458359937)
    Jan Ellison

    Das Jahr, in dem ich zwanzig wurde

     (30)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Annie Black lebt gemeinsam mit ihrem Mann in San Francisco. Eigentlich führt sie ein schönes Leben und hat auch einen tollen eigenen Laden. Eines Tages jedoch taucht ein Foto von ihr auf, dass vor über 20 Jahren aufgenommen wurde und nun muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. 


    Die Geschichte klang laut Klappentext sehr vielversprechend, aber mich persönlich konnte sie leider nicht überzeugen. Ich habe mir sehr schwer getan in das Buch hineinzufinden und fand die Geschichte leider auch nicht spannend. 


    Die Protagonisten konnte man meiner Meinung nach nicht soo gut kennenlernen und daher hat man auch keine so gute Bindung zu ihnen aufbauen können. Die einzige, die man näher kennengelernt hat, war Annie, nur leider war sie mir eher nicht so sympathisch. 


    Während des Lesens haben sich mir viele Fragen aufgetan, wovon viele bis zum Ende hin leider nicht geklärt wurden. Ich habe auf eine Wendung gewartet, die leider nicht gekommen ist. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Ende dann doch ein wenig besser gefunden habe, als den Rest der Geschichte.

  7. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.204)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  8. Cover des Buches Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (ISBN: 9783522185202)
    Michael Ende

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

     (924)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    1989 schrieb Michael Ende die Umkehrwünsche des bösen Duos aus Zauberer und Hexe nieder, sie sollten sich laut ihrem Plan ins Gegenteil verkehren. 

    Zeitlos, erschreckend aktuell, vor allem die beiden letzten Wünsche. Ein großartiges Buch! 

    "Punsch aller Pünsche, erfüll meine Wünsche: 

    Zehntausend sterbende Bäume im Wald sollen wieder treiben, 

    und die, die noch gesund sind, jung oder alt, sollen's auch bleiben.

    ... 

    Die Elbe, die Weser, die Donau, der Rhein und alle Gewässer

    sollen sauber und fischreich wie früher sein, oder noch besser.

    ... 

    Wer Brunnen vergiftet um Dreck zu verkaufen zum eigenen Nutz, 

    soll nie wieder Wein und Champagner saufen, nur den eigenen Schmutz. 

    ... 

    Wer mit Robbenfellen und Elfenbein und dem Fleisch von den letzten Walen

    Geschäfte macht, gehe jämmerlich ein, denn niemand mehr soll dafür zahlen. 

    ... 

    Keine einzige Tierart, ob nützlich oder nicht, soll mehr ausgerottet werden. 

    Sie soll leben, wie es ihrer Natur entspricht, im Meer, in der Luft und auf Erden. 

    ... 

    Und die Jahreszeiten, die warmen und die kalten, durch Smog und Gase gestört, 

    sollen wieder die alte Ordnung erhalten, so wie sich's gehört. 

    ... 

    Wer Zwietracht schürt zwischen Völkern und Rassen, um Krieg zu entfachen, 

    und mit Waffen handelt, zwecks klimpernder Kassen, soll pleite machen. 

    ... 

    Der Reichtum, mit dem man hierzulande prahlt, und den man verdient zu genießen glaubt, 

    sei nicht mit der Not andrer Völker bezahlt, die man durch Zinsen um alles beraubt. 

    ... 

    Verkauft soll nur werden, was gut ist und echt und menschlicher Arbeit entstammt. 

    Doch niemals das Leben, Gewissen und Recht und niemals Würde und Amt. 

    ... 

    Keine neuen Seuchen sollen entstehen, nicht natürlich, noch künstlich gemacht. 

    Und die alten sollen verschwinden, vergehen, und zwar über Nacht. 

    ... 

    Und den Kindern sei Hoffnung und Freude gestiftet, Vertrauen in die künftige Welt. 

    An Leib und Seele seien sie unvergiftet, ihr Wohl gelte mehr als Geld."


    Eine tolle Geschichte schon für Grundschulkinder zum Vorlesen, für ältere zum selber lesen und für Erwachsene natürlich auch! 

  9. Cover des Buches Der japanische Verlobte (ISBN: 9783257241518)
    Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

     (85)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Prinzipiell muss ich sagen, dass mir Teil eins dieser Erfahrungen einer Belgierin in Japan wesentlich besser als dieses Buch gefallen hat. Ursprünglich habe ich Mit Staunen und Zittern nur deshalb 4 Sterne verliehen, da mir diese großartige berufliche Groteske einfach zu kurz war, aber damals wusste ich noch nicht, dass die Fortsetzung in Form eines anderen Buches exisitiert. Deshalb habe ich nun Teil eins nachträglich auch aufgewertet, denn mein Hauptkritikpunkt existiert durch diese Fortsetzung der Geschichte de facto nicht mehr.

    Der Zweite Teil der Geschichte, nämlich Der japanische Verlobte spielt nahezu zeitgleich, aber betrachtet ausschließlich den privaten Aspekt der Erfahrungen der belgischen Protagonistin in Japan. Er startet ein halbes Jahr vor der beruflichen Karriere mit dem zarten Beginn einer Liason mit dem Studenten Rinri, überlappt dann Teil 1 indem er ausschließlich das Privatleben des Paares schildert und beleuchtet in einer Nachschau noch den endgültigen Schlusspunkt der Beziehung Jahre später.

    Was mir sehr gefallen hat, war die Authentizität, die im Plot vermittelt wurde: zwar nicht so wie wir im europäischen Stil den Start einer Liebe schildern würden mit all unseren Gefühlsaufwallungen, sondern eben völlig anders. Was mir weniger gefallen hat, ist der Umstand, dass mir so eine Beziehung einfach literarisch zu langweilig ist. Der Anfang war wie gesagt holprig und a bissi fad, nämlich die zarte Pflanze des Flirts in der japanischen Gesellschaft. Weil die Japaner ja diesbezüglich extrem verklemmt und vielen gesellschaftlichen Konventionen unterworfen sind, lähmte die Beschreibung dieser linkischen Art von jungen japanischen Männern ordentlich, war aber auch a bissi niedlich in ihrer Unbeholfenheit. Die Handlung plätscherte so dahin, ohne wirkliche Flirt-Highlights bis zur Fondueszene, dann legt sich der Schalter sofort auf total schräg um - als Analogie möchte ich Euch die Folgende anbieten: vom Kinderzimmer gleich auf die Fetischmesse gehupft 😂.

    Anschließend geht es wieder sehr konventionell weiter, der Leserschaft offenbart sich eine mäßig spannende Beziehung ohne Höhen und Tiefen, die allmählich ernst wird. Interessant waren aber die Sidekicks durch Einblicke ins Land und in die Gesellschaft, die durch die vielen typischen Pärchen-Unternehmungen, die die beiden absolvieren, von der Autorin in die Handlung eingebunden wurden. Offenbar gibt es eine Romatik-Liste, die japanische Paare, die sich ja auch nicht zu Hause herumtreiben und Sex haben dürfen, abarbeiten sollten, um gesellschaftlich anerkannte und standesgemäße Werbung zu betreiben. Darauf stehen zum Beispiel eine Wanderung auf den Fuji, Abendessen der Frau mit Freunden des Partners, Besuch der Insel Sado und ein Wellness-Bad in heißen Quellen, Kino-Besuche, Parks, Förmliche Vorstellung bei der Familie ... .

    Was da so en passant an japanischer Kultur vermittelt wird, die uns völlig fremd vorkommt, ist nicht unspannend. Zum Beispiel kommt heraus, dass schon im Alter von 5 Jahren ein ernormer Leistungdruck auf japanische Kinder ausgeübt wird, indem sie einen Intelligenztest machen müssen, der über ihre zukünftige akademische Karriere entscheidet. Das ist total bekloppt und megaheavy bezüglich Stress, kein Wunder dass es so viele Selbstmorde gibt. Nur während des Studiums können sich junge Leute austesten, nicht in der Schule, in der auch ein enormer Druck herrscht, und so gut wie nie wieder nachher, dann stecken sie im Hamsterrad der Arbeit fast ohne Freizeit fest. Erst nach der Pensionierung können die Japaner einigermaßen selbstbestimmtes Leben wiederaufnehmen.

    Auch die Vorstellung der Liebsten in einer formellen Zeremonie für alle Studentenfreunde, war sehr schräg und ungewöhnlich, aber sehr interessant, die Vorstellung von Rinris Familie insbesondere der Großeltern war überhaupt sehr überraschend.

    Nach und nach wird der Protagonistin die von ihr aus eher locker geführte Beziehung viel zu eng, ein Heiratsantrag steht ins Haus, den die junge Frau zwar nicht ablehnen möchte, damit sie die Beziehung nicht gefährdet, aber mit einer laangen unbestimmten Verlobungsphase, wie es in ihrem Heimatland Belgien angeblich üblich sein sollte, abwiegeln kann.



    "Ich wollte Rinri nicht heiraten. Außerdem war mir die Idee einer Heirat schon lange zuwider. Was hatte mich also daran gehindert abzulehnen? Die Erklärung war, dass ich Rinri mochte. Eine Ablehnung hätte Trennung bedeutet, und ich wollte nicht mit ihm brechen. Mich verband so viel Freundschaft, Zuneigung und Lachen mit diesem sentimentalen Jungen. Ich hatte keine Lust, auf seine charmante Gesellschaft zu verzichten. Ich segnete den Erfinder der Verlobung."

    Schließlich läuft sich die Beziehung ohne größere Friktionen ganz allmählich Schritt für Schritt tot, was zwar sehr realistisch ist, aber literarisch einfach sehr wenig Futter für spannende Auseinandersetzung bietet. Wobei - wie die Protagonistin strategisch klug ohne Streit und Verweigerung das Heiratsversprechen umgeht ist nicht unspannend - sie wählt eine eher männliche Art der Vermeidung beim Schlussmachen, ist aber etwas netter und kommunikativer im Nachgang der Beziehung.

    Fazit: Hat mich jetzt nicht so ganz vom Hocker gerissen, wie Teil 1, ist aber eine sehr gute behäbige Geschichte über Beziehungen in der japanischen Kultur. 3,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 4 und eine Leseempfehlung.

  10. Cover des Buches Sophie im Schloss des Zauberers (ISBN: 9783551356949)
    Diana Wynne Jones

    Sophie im Schloss des Zauberers

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Kagali
    Spätestens beim Original Titel dieses Buches dürften bei einigen die Alarmglocken klingeln. Howl's Moving Castle, gab es da nicht diesen Film? Ganz genau. 2004 kam der Studio Ghibli Film Das wandelnde Schloss von dem japanischen Filmemacher-Gott Hayao Miyazaki in die Kinos. Ich bin ein riesen Fan des Ghibli Studios und Hayao Miyazakis und Das wandelnde Schloss ist zusammen mit Prinzessin Mononoke mein Lieblingsfilm aus diesem Hause. Was ich wie so viele aber nicht wusste war, dass Miyazakis Meisterwerk auf einem britischen Kinderbuch basiert und es sogar zwei Fortsetzungen gibt. Ganz klar, das muss ich lesen. Leider sind die deutschen Ausgaben nur noch zu horrenden Preisen zu erhalten. Der Bibliothek sei dank konnte ich das Buch dennoch lesen und es hat sich definitiv gelohnt.

    Meine Meinung:

    Was tun, wenn man plötzlich 90 ist?
    Wer den Film nun schon kennt, braucht aber nicht gleich das Buch von der Leseliste streichen. Denn beim lesen wird schnell klar, dass sich Buch und Film deutlich unterscheiden. Beide sind auf ihre Weise großartig und der Film fängt wunderbar die Atmosphäre und den Kern des Buches ein, aber in der Handlung gibt es dennoch viele Unterschiede. (Mehr dazu in der kommenden Buch vs. Film Rubrik)

    Das Buch spielt größtenteils in der fiktiven Welt Ingari. Sophie ist die älteste von drei Geschwistern und erwartet als solche nicht viel von ihrem Leben. Doch plötzlich wird sie von der berüchtigten Hexe der Wüste verflucht und ist auf einmal eine alte rüstige Frau. Sie hofft vom gefürchteten Zauberer Howl ihre Gestalt zurück zu erlangen und fängt kurzerhand als Putzkraft bei ihm an.

    Wie ein Märchen
    Was schnell auffällt, ist der Sprache und der Erzählstil des Buches. Als Kinderbuch ist die Sprache natürlich einfacher gehalten, aber dennoch überzeugte sie mich auch mit Witz und gekonntem Wortbuilding. Der Stil, zusammen mit der ganzen Atmosphäre im Buch hat etwas von einem Kunstmärchen, das wird schon gleich am Anfang deutlich und zieht sich durch die gesamte Geschichte.
    Dabei glänzt die Handlung nicht durch übermäßig viel Acton, sondern vielmehr durch komische Situationen, witzige Dialoge und der Charakterentwicklungen der Protagonisten. Besonders Sophies Putzanfälle oder Howls Gefühlsausbrüche sind dabei sehr amüsant und das nicht nur für Kinder.

    Sophie auf dem Weg zu sich selbst
    Während auf den ersten Blick Sophies Probleme mit einem Fluch, einem egoistischen Zauberer und einem Feuerdämon im Vordergrund zu stehen scheint, merkt man im Verlauf der Handlung, das es auch vor allem um Sophie selbst geht. Es werden wichtige Fragen für einen jungen Menschen wie „Was will ich vom Leben?“ oder „Wer bin ich wirklich?“ aufgeworfen. Zwischen den Zeilen ist dieses Buch im Grunde eine Coming of Age Geschichte in der Sophie Schritt für Schritt zu sich selbst findet. Aber auch der Zauberer Howl macht eine Entwicklung durch, wobei es bei ihm weniger um die Selbstfindung, als vielmehr um die Überwindung von Ängsten geht und darum den Mut zu finden für seien Ziele und geliebte Personen einzustehen.

    Ein weiteres Lob, muss und will ich für Jones Kreativität aussprechen. Hayao Miyazaki ist ein Genie der Kreativität, aber hier hatte er auch eine echt tolle Vorlage. Von verzauberten Vogelscheuchen, einem Hund, der seine Gestalt nicht behalten kann, grünem Schleim als Ausdruck von Emotionen, bis hin zu sieben Meilen Stiefeln mit denen man nur allzu leicht über das Ziel hinaus schießt, strotzt dieses Buch nur so vor fantasievollen Ideen, die Groß und Klein zu begeistern verstehen.

    Fazit:

    Ganz egal, ob man den Film kennt oder nicht, Sophie im Schloss des Zauberers ist ein wunderbares, märchenhaftes Buch, das mit seinen fantasievollen Ideen und liebenswerten Charakteren sowohl Groß, als auch Klein zu begeistern weiß. Absolute Leseempfehlung von mir.

    Diese und mehr Rezensionen findet ihr auch auf Miss Page-Turner

  11. Cover des Buches Tod im Leuchtturm (ISBN: 9783839225967)
    Susanne Ziegert

    Tod im Leuchtturm

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Nach fast drei Jahrzehnten, kehrt Julia zurück auf die Insel Neuwerk. Dort möchte sie über den Winter den Leuchtturm hüten.

    Kurze Zeit später wird sie tot in der Badewanne gefunden. Der Dorfarzt geht von Selbstmord aus.

    Ihre Freundin Margo Valeska kann das nicht glauben, und wendet sich an die Hamburger Kommissarin Frederike von Menkendorf, die sie von einem früheren Fall kennt. Doch auch sie kann es nicht lassen und ermittelt auf eigene Faust, und bringt sich damit in Gefahr.

    Das Buch spielt auf der malerischen Insel Neuwerk, beim lesen bekommt man einen ganz tollen Eindruck von der Insel und den Begebenheiten dort.

    Das Buch besteht aus ganz vielen einzelnen Handlungssträngen, und lange Zeit konnte ich sie nicht zuordnen.Das hat bei mir leider keine richtige Spannung aufkommen lassen. Einige davon waren für mich fast unnötig, die hätte es aus meiner Sicht nicht für den Fall nicht gebraucht.

    Mit den Protagonisten bin ich leider nicht wirklich warm geworden.Es gibt zu viele die zwar erwähnt werden, aber nicht wirklich zur Lösung des Falles beitragen. Das ist sehr schade, denn der Plot der Geschichte ist wirklich sehr gut. Nur leider aus meiner Sicht nicht gut umgesetzt. Die Spannung ist am Anfang da und nimmt durch die langatmigen Ermittlungen, und viele Szenen die nicht unbedingt nötig waren sehr ab. Zur Mitte des Buches wird es wieder spannend. Da hat es mich gepackt und ich wollte wissen, was damals wirklich passiert ist.

    Das Buch konnte mich leider nicht völlig überzeugen.

  12. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783404170708)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

     (244)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Hat mir nicht zugesagt, bin einfach nicht warm geworden mit dem Buch. Hab es dann aufgegeben .. 😔

  13. Cover des Buches Montagsnächte (ISBN: 9783946086185)
    Kathrin Wildenberger

    Montagsnächte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Jezebelle
    Ein Buch mit einem schwarzen, dezenten Titel, der treffender nicht sein könnte. Jeder, der mit dem Wort Montagsdemos etwas anzufangen weiß, die Zeit davor und danach vielleicht selbst erlebt hat, wird dieses Buch schätzen. Es verbindet auf wundervoll poetische Art den Blick in das Ende der DDR mit einer starken Liebesgeschichte, die auch so sehr DDR ist, dass man fast den Eindruck gewinnen könnte, hier würde jemand seine eigene Geschichte erzählen. Um so erstaunlicher ist es, zu erfahren, dass die Autorin jünger ist. Es handelt sich um das Debüt, mit dem sie sich hier präsentiert und ihre Begabung zum Schreiben sehr anschaulich unter Beweis stellt. Das lässt auf sehr gute Recherche schließen und eben ein gutes Sprachgefühl gepaart mit toller Beobachtungsgabe. Das fängt an bei den vielen Details, wie etwa dem Sand in jeder Körperritze, mit dem man beim Zelten an der Ostsee zu rechnen hat, den Diskoabenden, dem Beginn ins Berufsleben, aber eben speziell in dieser Zeit, auch der Angst und dem Misstrauen, wenn man sich neuen Menschen mit neuen Ideen öffnet, den die Heldin der Geschichte erlebt. Auch die Sprachlosigkeit zwischen guten Freunden wegen bevorstehender Fluchtgedankebün und der zaghafte Austausch in Familie und Partnerschaft ist herrlich eingefangen. Die Protagonistin durchlebt neue Ideen, lernt ihre Gedanken neu kennen und wagt es, zu ihren Gefühlen zu stehen, obwohl sie damit eine gute Freundin tief verletzen muss. Herzallerliebst ist hierbei das Gespräch mit der Freundin eines anderen Mannes dieses konspirativen Zirkels, die eine ähnliche Situation durchlebt hat. Es ist das zweite Werk des Verlages, was ich damit kennenlernen durfte und der sich durch tolle Autoren, die er vertritt, sich bei mir einen Namen gemacht hat. Ein Buch, das mich so geflasht hat, dass es nach dem Auslesen gleich in andere gute Hände weiterwandern musste, die nach der Lektüre genauso begeistert waren.
  14. Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783518461600)
    Uwe Tellkamp

    Der Turm

     (174)
    Aktuelle Rezension von: werthelotte

    Im Jahre 2008 veröffentlicht Uwe Tellkamp seinen dritten Roman „Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land.“ und befasst sich darin mit einer Familiengeschichte in den letzten sieben Jahren der DDR, vor dem Mauerfall. Die Handlung spielt in dem Villenviertel am östlichen Elbgang in Dresden, in dem Tellkamp selbst ab 1977 aufwuchs. Der Roman verfolgt den 17-Jährigen Protagonisten Christian Hoffmann über sein Aufwachsen im bildungsbürgerlichen Milieu der DDR, seine Erfahrungen bei der Nationalen Volksarmee (kurz: NVA) und seinem Wunsch Arzt zu werden um den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Neben dem Untergang der DDR, skizziert Tellkamp eine Großfamilie und deren verschiedene Generationen, mit den daraus resultierenden Generationskonflikten.

    Tellkamp gelingt es einen glaubhaften Einblick in die letzten Jahre der deutschen demokratischen Republik zu geben. Seine kritischen Äußerungen gegenüber dem damaligen System und die Veranschaulichung der Notwendigkeit von Anpassung, weckt bei vielen Gleichaltrigen und Generationsvorgängern Erinnerungen an die damalige Zeit und persönliche Schicksale. Doch der Roman beinhaltet noch viel mehr als lediglich die kritische Auseinandersetzung mit dem Sozialismus: Das zahlreiche Auftreten verschiedener Generationen und deren unterschiedliche Werteauffassungen, führen zu einem fast endgültigen Bruch der Familie. Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Generationskonflikts wird bei der Behandlung dieses Romans leider zu häufig außer Acht gelassen, verdient aber auf Grund seiner Plausibilität und Zeitlosigkeit mehr Aufmerksamkeit. Denn Generationskonflikte werden zwar erst auf den zweiten Blick richtig wahrgenommen, geschehen aber jeden Tag innerhalb Familie, Beruf oder auf offener Straße.

    Tellkamp hat mit „Der Turm“ ein unglaublich umfangreiches Werk erschaffen, dass eine Vielzahl von Kritikäußerungen und Konflikten innerhalb einer Familie aufzeigt. Die realitätsnahe Schilderung und das Identifikationspotenzial, das dieser Roman aufzeigt, macht es zu einem ganz besonderen und außergewöhnlichen Werk.

  15. Cover des Buches Und morgen am Meer (ISBN: 9783746629858)
    Corina Bomann

    Und morgen am Meer

     (70)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Claudius macht für einen Tag einen Ausflug in die DDR und trifft dort in der Bahn auf Milena, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf und er versucht sie wiederzufinden. Milena geht es genauso und sie ist deshalb überglücklich, als sie sich endlich wieder treffen. Unter den wachsamen Augen der Stasi beginnt nun eine süße Liebesgeschichte, die beide dazu bringt bald aus der DDR fliehen zu müssen, da Claudius schließlich der "Feind" ist, weil er aus der BRD kommt.

    Das Buch fand ich ganz nett. Es ist teilweise aus der Sicht von Claudius und Milena geschrieben, was es abwechslungsreich gestaltet. Man lernt dadurch das Leben innerhalb der DDR besser kennen, was ich sehr interessant finde, wenn man erst nach der Wiedervereinigung geboren wurde und Deutschland nur als ein Land kennt und nicht als gespalten. Was mir nicht ganz so gefallen hat, war die Leichtigkeit, wie erstens Claudius in die DDR "einbrechen" und zweitens danach mit Milena fliehen konnte. 

    Im Großen und Ganzen war es ein süßer Roman für zwischendurch und wer auf Liebesgeschichten mit einem dicken Happy End steht, für den ist dieses Buch genau das Richtige.

  16. Cover des Buches All die ungesagten Worte (ISBN: 9783426512180)
    Marc Levy

    All die ungesagten Worte

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Katzenpersonal_Kleeblatt
    Obwohl sie sich schon lange mit ihrem Vater nichts zu sagen hat, hofft Julia, dass er an ihrem großen Tag, ihrem Hochzeitstag, dabei sein werde. Aber es kommt ganz anders, die Hochzeit findet nicht statt, da statt Trauung an diesem Tag die Beerdigung ihres Vaters stattfindet.
    Sie kann es nicht glauben, es sieht aus, als wäre es mit Absicht geschehen.
    Als sie in ihr Appartement kommt, findet sie dort eine riesige Kiste vor. Der Inhalt ist ein Android, eine 1:1-Kopie ihres Vaters. Einmal in Gang gesetzt, erzählt er ihr, dass er der Prototyp einer neuen Produktionsreihe ist, deren Investor er war.
    Der Android hat eine Lebensdauer von 6 Tagen, wenn er nicht vorher deaktiviert wird, so dass der Verstorbene nach seinem Ableben noch einmal die Gelegenheit hat, mit unerledigten Sachen ins Reine zu kommen bzw. mit seinen Angehörigen noch einmal Kontakt aufnehmen kann.
    Julia ist stinksauer auf ihren Vater, auch wenn er als "neugeborener" Tote vor ihr steht, und ist nicht bereit zu verzeihen, dass er sie in den letzten Jahren mehr oder weniger vergessen hat.
    Ihr Vater bittet sie um die 6 Tage, eine letzte Chance für ihn, Zeit mit Julia zu verbringen. Widerwillig gibt sie ihm die Zeit, nicht ahnend, dass auch sie ihren Vater in der Zeit neu kennenlernen wird. Eine Zeit, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird...

    Was für eine schöne Idee, nach dem Ableben noch einmal Kontakt aufnehmen zu können und längst vergangenes ins Reine zu bringen.

    Vater und Tochter fahren gemeinsam nach Montreal ins gebuchte Hotel, in dem Julia eigentlich ihre Hochzeitsreise verbringen wollte.
    Von dort geht die Reise nach Berlin, um Vergangenes aufzuarbeiten. Vor 20 Jahren hatte sie dort ihre große Liebe Thomas zurücklassen müssen, als ihr Vater sie urplötzlich nach Hause holte. Viele Briefe folgten zwischen Julia und Thomas, bis er in Afghanistan einem Bombenattentat zum Opfer fiel.
    Vergessen konnte Julia ihn nie, aber das Leben ging weiter. Nun steht sie wieder in der Stadt, die sie vor 20 Jahren erlebte, als die Mauer zwischen Ost und West fiel.

    Eine ans Herz gehende Geschichte von Marc Levy hält man mit diesem Roman in Händen. Julias Vater ist bemüht, in den ihm verbleibenden 6 Tagen gemeinsam mit seiner Tochter vieles wieder gutzumachen, wo er als Vater versagt hat. Julia macht es ihm nicht leicht, zu tief sitzt der Schmerz, der sie immer wieder traf, wenn ihr Vater vor Abwesenheit glänzte.

    Durch die Konfrontation mit ihrem Vater wird ihre Vergangenheit wieder lebendig, sie erinnert sich an die Zeit von vor 20 Jahren, als sie jung und glücklich war. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn ihr Vater damals nicht eingeschritten wäre?
    Was wäre wenn, eine Konstellation, die schwer nachzuempfinden ist.
    Was bezweckt ihr Vater, nun mit ihr nach Berlin zu reisen?

    Der Roman wurde aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben, die das Gesamtbild abrunden.
    Julia ist eine Frau, die man gern haben muss, mit dem Vater empfand ich nur Mitleid. Mitleid, dass es ihm erst nach seinem Tod gelungen ist, das Wichtige zu sondieren.
    Besondere Erwähnung möchte ich Julias schwulem Freund, Stanley, gewähren. Er ist für Julia der Fels in der Brandung, sei es beim Schuhekauf oder bei Ratschlägen. Wer so einen Freund hat, der ist fürs Leben gewappnet.

    Ein wunderbarer Roman, den man gelesen haben sollte, wenn man Fan von Marc Levy ist, aber auch, wenn man einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer Geschichte, die mich berührt hat.
  17. Cover des Buches Abgehauen (ISBN: 9783841503299)
    Grit Poppe

    Abgehauen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: beritjohh

    Es geht um Gonzo, die von ihrer Mutter nicht gewollt ist, weshalb sie ihre Kindheit in Heimen verbring. Da sie sich aber nicht der Norm entsprechen verhält, kommt sie in Jugendwerkhöfe der DDR und schließlich auch direkt in die Hölle, nach Torgau. Dort passieren so schlimme Sachen mit den Kinderm und Jugendliche, das man garnicht denken kann, das dies wirklich passiert ist. Als sie in einen neuen Hof gebracht werden soll, kann sie fliehen- durch Wiesen und Wälder, Hauptsache weg von da!

    Schließlich lernt sie René kennen, auch er ist weggelaufen, allerdings von seinem ganz normalen Zuhause bei seiner Mutter, da sie sich gestritten haben, und er hat auch einen Plan- er will in den Westen, über die Mauer. Gonzo freundet sich immer mehr mit dem Plan an, sodass sie das Abenteuer zusammen antreten. Schließlich schaffen sie es auch, sie müssen bloß mit vielen anderen Flüchtlingen auf das okay des Westens warten. In dieser Zeit merkt Gonzo, wer ihr mittlerweile wichtig ist, doch trotzdem kann sie den Leuten nichts von ihrer Vergangenheit erzählen, auch die Geister, die ihr schreckliches einreden, sind immer noch in ihrem Kopf. 

    Als das Okay von Genscher kommt, flippen alle aus, endlich in die Freiheit. Nach einigem, hin und her, kommt Gonza dann irgendwann endlich auch psychisch an, und vertraut sich langsam den ersten Menschen an, und trifft auch langersehnte Freundschaften wieder.

    Dieses Buch ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven, da gerade am Anfang, die schrecklichen Taten aus den Jugendwerkhöfen bis ins kleinste Detail beschrieben werden, sodass man sich kaum denken kann, das dies wirklich einmal geschehen ist, und dann auch noch in dem selben Land, indem wir heute immer noch leben... Trotzdessen ist es super geschrieben, ein total einfühlsamer Schreibstil, aus Sicht der Protagonistin. 




  18. Cover des Buches Mauerriss (ISBN: 9783839216217)
    Dieter Bührig

    Mauerriss

     (14)
    Aktuelle Rezension von: britta70
    "Mauerriss" ist kein gewöhnlicher Krimi. Wer mit der Erwartung das Buch liest, einen 'klassischen' Kriminalfall pràsentiert zu bekommen, wird vermutlich etwas enttäuscht sein. Lässt man sich dagegen auf die Geschichte ein, wird man um einen tiefen Einblick in die letzten Jahre der DDR Geschichte bereichert. Es geht um staatlich organisierten Kunstraub und Enteignungen, Westfluchten, zweifelhafte Wahlpraktiken, Verhaftungen und die Stimmung des Umbruchs kurz vor der Wende. Zum Personal gehören unter anderen ein Leuchtturmwärter, ein Pastor, eine Malerin, ein Zeitungsverleger, ein Parteifunktionär und diverse Schmuggler. 

    Dieter Bührig überzeugt in diesem Krimi mit einem brilliant recherchierten und authentisch gezeichneten Bild deutsch-deutscher Zeitgeschichte. Die Stimmung ist gut greifbar und man bekommt das Gefühl, nah am Geschehen dran zu sein. Die Charaktere mit ihren jeweiligen Beziehungen untereinander sind wie gewohnt plastisch dargestellt. Was dieses Mal für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt ist die typisch Bührigsche Kompositionsweise des Romans. Sie wird kompensiert durch die musische Gabe einer Protagonistin. In jedem Fall ein höchst lesenswerter Krimi. Ich freue mich schon jetzt auf den Nachfolger, der sicher - wie jeder Bührig - wieder einen ganz eigenen Ton haben wird. 
  19. Cover des Buches Die Abschussliste (ISBN: 9783442368402)
    Lee Child

    Die Abschussliste

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    An Silvester 1989/90 befindet sich die Welt im Umbruch. Das spürt auch Militärpolizist Jack Reacher deutlich, der urplötzlich von Panama auf einen kleinen Stützpunkt in den Vereinigten Staaten versetzt wird. Die Sorge um die zukünftige Ausrichtung der US Army wird auf einmal durch den Tod eines hochrangigen Generals verstärkt. Wie es sein Job verlangt, beginnt Reacher zu ermitteln. Doch je mehr er herausfindet, desto unruhiger werden seine Vorgesetzten. Bis auch sein Chef Leon Garber von einem Tag auf den anderen durch einen Nachfolger ersetzt wird und dieser die Nachforschungen unter den Teppich kehren will. Als Reacher nicht mitspielt, wird er zum Verdächtigen eines weiteren Mordfalls. Aber natürlich kann auch das unseren Superermittler nicht aufhalten.

    Nach „Größenwahn“ (Band 01) und „Der Janusmann“ (Band 07) ist „Die Abschussliste“ (Band 08) ein weiterer Reacher-Roman, der aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Die Handlung ist straff und spannend, außerdem spielen in der Geschichte auch Reachers Bruder und Mutter eine größere Rolle. Es gibt Ausflüge nach Deutschland und Paris, überhaupt ist Reacher in diesem Band sehr viel unterwegs. Das einzig Negative an der ansonsten tollen Geschichte ist Reachers etwas selbstgefällige Art in der zweiten Romanhälfte. Dadurch wirkt die Handlung stellenweise unrealistisch und wie eine Parodie auf andere Militärgeschichten.

  20. Cover des Buches Es geht uns gut (ISBN: 9783423146500)
    Arno Geiger

    Es geht uns gut

     (144)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Drei Generationen, eine Geschichte. Oder doch eigentlich ganz viele Geschichten? Arno Geiger reiht eine Episode an die andere, springt jede Chronologie verleugnend durch die Zeit und verwebt alles zu einem großen Familienroman. Und irgendwie gelingt es ihm dabei, jede Epoche so lebensecht einzufangen, dass einem beim Lesen ganz oft die Luft wegbleibt.

    Es ist als ob Geiger in die jeweilige Haut seiner Protagonisten schlüpft: Mal ist es der 15-jährige Hitlerjunge Peter im Jahr 1938, mal die Mitdreißigerin Ingrid Ende 1970, mal der orientierungslose Schriftsteller Philipp im Jahr 2001, der die Villa seiner Großmutter geerbt hat. Geigers Einfühlungsvermögen ist magisch und beschert seiner Leserschaft eine Zeitreise ohne erhobenen Zeigefinger. Denn jeder einzelnen Figur fühlt man sich sofort nahe. Geschichte, das spürt man, erzählt sich durch viele Einzelschicksale. Die Familie ist dabei wie ein Netz, das seine Mitglieder zusammenhält, ob sie wollen oder nicht, sogar über die Zeit hinaus.

    Geiger hat für „Uns geht es gut“ 2005 den Deutschen Buchpreis gewonnen. Sein Roman hat seitdem nichts an Intensität eingebüßt. Wer sich für geschichtliche Themen aus der jüngsten Vergangenheit interessiert und einen komplexen Erzählstil nicht scheut, wird voll auf seine Kosten kommen. Klare Lese-Empfehlung!

  21. Cover des Buches Der Sturm des Jahrhunderts (ISBN: B0065CT1ZM)
    Stephen King

    Der Sturm des Jahrhunderts

     (148)
    Aktuelle Rezension von: chuma

    1989: Ein Jahrhundertsturm bedroht die Küste Maines und die Einwohner von Little Tall Island treffen Vorkehrungen. Einige flüchten aufs Festland, andere bleiben und bereiten die Schutzmaßnahmen vor. Und ausgerechnet jetzt geschieht ein brutaler Mord auf der Insel. Der Täter wird gefasst (lässt sich vielmehr fassen), doch eine Zelle hält Andre Linoge nicht davon ab, weiteres Unheil über die Inselbewohner zu bringen. Und schon bald wird ihnen klar, dass sie es nicht mit einem gewöhnlichen Mörder zu tun haben. Doch was will Linoge? 

    »Der Sturm des Jahrhunderts« (OT: Storm of the Century) ist kein gewöhnlicher King-Roman, obwohl man den Stil des Autors auch hier deutlich herauslesen kann. King schrieb die Geschichte exklusiv für einen TV-Film (ABC), wie er im überaus interessanten und humordurchsetzten Vorwort berichtet. Es handelt sich hier also um ein Originaldrehbuch aus dem Jahr 1999, das nur noch gebraucht erhältlich ist. Die gleichnamige TV-Miniserie wurde noch im gleichen Jahr produziert. 

    Hat man sich erstmal an den Stil gewöhnt, liest sich die Geschichte sehr flüssig. Mit vielen Figuren und Kings typischem Faible für kleinere Ausschweifungen hier und da sollte man allerdings klarkommen. Es ist auch keine actionreiche, schnell erzählte Geschichte. King lässt sich viel Zeit, baut gemächlich die unheilvoll, anschwellende Atmosphäre auf. Ich persönlich mag das, und in diesem Fall lebt das Kopfkino davon umso mehr, da es ja zusätzlich noch durch die Regieanweisungen unterstützt wird. Natürlich gibt es auch brutale und schaurige Momente, aber der Fokus liegt hier eher auf den sozialen Konflikten innerhalb der Gemeinschaft. Dafür hat King ein Händchen, das beweisen bereits viele seiner Romane (In einer kleinen Stadt und Die Arena beispielsweise). 

    Und auch die Gemeinschaft von Little Tall wird vor eine schwere Prüfung gestellt. Der vermeintlich festgesetzte Mörder Linoge leitet das mörderische Spiel, dirigiert die Inselbewohner – seine Geiseln – wie Puppen, um dann zum finalen, vernichtenden Schlag auszuholen. Was er tut, was er verlangt und warum – das muss man selbst lesen. Ich für meinen Teil habe die Lektüre sehr genossen, auch wenn es ein paar Ungereimtheiten und auch an der ein oder anderen Stelle Vorhersehbarkeiten gab. Die düstere, unheilvolle Stimmung, die psychologischen Machtspielchen, die Gewissensfragen – all das transportiert King intensiv und authentisch. 

    Fazit

    Eine sehr gute und lesenswerte Geschichte, die vor allem ein intensives Kopfkino garantiert und auch stark zum Nachdenken anregt. Kleinerer Ungereimtheiten zum Trotz unterhält »Der Sturm des Jahrhunderts« hervorragend und bereitet besonders an dunkeln und kalten Herbstabenden auf der Couch so einige wohlige Gänsehautmomente.

  22. Cover des Buches Der Tag ist hell, ich schreibe dir (ISBN: 9783784433059)
    Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

     (25)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Helen und Julius trennen 32 Lebensjahre, sie ist Studentin, er ein Mann von Welt mit Rang und Namen. Sie sucht Antworten und einen Lebensweg, er erfreut sich an ihrer Leidenschaftlichkeit und überschäumenden Lebensfreude. Lange Zeit bleibt ihre Verbindung rein platonisch, manifestiert sich in Briefen und regelmäßigen Telefonaten – als sie schließlich auf die körperliche Ebene wechselt, erkennen beide die Vergänglichkeit, die fehlende Perspektive und letztlich vollkommen andere Lebensentwürfe. Jeder geht seinen eigenen Weg, behält den anderen und dessen Gedanken jedoch im Hinterkopf. Als Julius schließlich Opfer eines Attentats wird, recherchiert Helen sein Leben, seine politische Gesinnung, sein öffentliches Wirken und rollt damit das Zeitgeschehen einer ganzen Epoche auf. Fazit: Eine seltsame Beziehung verliert sich in den historischen Begebenheiten einer bewegten Zeit, stellenweise langatmig erzählt, nichts für Zwischendurch. Das größte Problem ist jedoch die Tatsache, dass der Leser immer mehr erwartet, als dann tatsächlich passiert.

     

  23. Cover des Buches Liebe, fertig, los! (ISBN: 9783442479542)
    Rachel Gibson

    Liebe, fertig, los!

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Kitsune87

    Hallo meine Lieben.

    Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde "Abgebrochen". 

    Der heutigen Kandidat in der Übersicht:


    Titel: Liebe, fertig, los!: Roman - Seattle Chinooks 1
    Autor: Rachel Gibson
    Verlag: Goldmann
    Seiten: 448

     

    Derzeit habe ich seltsame Angewohnheiten, was Buchkäufe angeht. Um mich so weitestgehend vor Spoilern zu schützen wie es nur geht, kaufe ich teilweise Romane, ohne ihren Klappentext gelesen zu haben. Zum Beispiel, wenn Titel und Cover ansprechend sind, oder wenn mir andere Blogger, Instagramer (etc.) dazu geraten haben. Faktoren, wie bereits den Autor zu kennen, spielen natürlich auch mit rein. In diesem Fall suggerierte mir die Kombi aus Titel, Cover und "Hey, von der habe ich früher doch gerne mal etwas gelesen", einen unterhaltsamen und soliden ChicLit Roman. Denn ab und an brauche ich so einen, egal wie sehr ich mir versuche einzureden, dass ich diesem Genre entwachsen bin. Ein Blick auf den kompletten Titel ließ vermuten, dass sich Gibson in den Bereich des New Adults vorgedrungen hat und so schaute ich doch kurz auf die Inhaltsangabe, die wie folgt lautet:

    "Eigentlich sollte es für Georgeanne der schönste Tag ihres Lebens werden. Doch vor dem Traualtar kommen ihr plötzlich Zweifel, ob der knapp 60-jährige Virgil Duffy, Besitzer der Eishockey-Mannschaft „The Seattle Chinooks“, wirklich der Richtige für sie ist – und entscheidet sich für „Nein!“. Im letzten Moment flüchtet sie von der Hochzeitsgesellschaft und rennt direkt in die Arme des Eishockeyspielers John Kowalsky, den sie kurzfristig zum Fluchthelfer erklärt. John nimmt sie bereitwillig bei sich auf. Zwar nur für eine Nacht, doch diese bleibt nicht ganz folgenlos."

    Klingt eindeutig nach Contemporary, was ja nichts schlechtes sein muss. Also wurde mein Versuch "Gibson versucht sich an NA" gestartet. Die Zeitangaben, die im Prolog und dann ab dem ersten Kapitel auftauchten, hielt ich zunächst beide für Rückblicke. Allerdings war die Zeit ab dem ersten Kapitel - 1989 - auch die tatsächliche Zeit im Roman. Dies erklärte auch, warum die Protagonistin den 60jährigen Duffy nicht ehelichen wollte. Mit 20 sieht so eine Romanze dann doch anders aus, als wenn sie, wie zunächst ausgerechnet, in ihren Fünfzigern gewesen wäre. Zur Aufklärung ging der nächste Blick dann in den vorderen Teil des Buchs der auch schnell verriet, dass das Buch in der Originalversion 1998 und dann bei uns 2012 erschienen ist. Mein Exemplar, dass ich neu erstanden habe, ist auch tatsächlich die Erstausgabe was vermuten lässt, dass sich die Reihe nicht so gut verkauft hat. Ein kurzer Blick auf das Veröffentlichungsdatum hätte mir wahrscheinlich den ganzen Ärger ersparen können, aber hey, so habe ich anscheinend die Mutter aller New Adult Romane, wie sie derzeit erscheinen, gefunden.

    Der Grund, warum ich den Roman einfach nicht fortführen möchte ist jedoch der ziemlich platte Plott und die wirklich unterirdischen Unterhaltungen der Protagonistin und ihrem Love Interest. Oder seiner Freunde. Oder einfacher gesagt, aller vorkommender Personen. Eine kleine Kostprobe:

    "Und Titten hat sie, dass man um Buttermilch betteln könnte." - Seite 16

    "Sie schaute in seine dunkelblauen Augen mit den dichten Wimpern und wusste, dass sie sich lieber mit einem Buttermesser die Pulsadern aufschneiden würde, als sich vor einem Mann zu übergeben, der so unerhört gut aussah." - Seite 23

    "Die dichten Wimpern und die vollen Lippen hätten ihm einen leicht femininen Touch geben können, aber Fehlanzeige. Der Typ strahlte so viel Maskulinität aus, dass man ihn für nichts anderes halten konnte als für einen hundertprozentig heterosexuellen Mann." - Ebenfalls Seite 23

    Ich habe noch mehr solcher Zitate gesammelt, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

    In diesem Roman werden alle Klischees bedient, die man so finden kann. Die Protagonistin ist natürlich das hübsche Dummchen und ihr männlicher Gegenpart der strahlende Held im Eishockeytrikot. Ihre Einfältigkeit wird sogar dadurch untermauert, als das man ihr diese in der Kindheit diagnostiziert hat. Na dann ist ja alles bester Ordnung. Nicht. Vielleicht ist es der Zeit geschuldet, in der dieser Roman veröffentlich wurde aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich zu der Zeit, in der ich regelmäßig Kinsella, Fielding, Harvey und Co. verschlungen habe, auch dieses Buch hier für gut befunden hätte. Die oben erwähnten Zitate sind nur ein kleiner Auszug. Ich habe bis ca. Seite 80 durchgehalten, danach war es dann vorbei. Ich versuche immer mindestens 100 Seiten zu lesen, bevor ich ein Buch endgültig abbreche, aber hier war mir die Zeit doch wirklich zu schade dafür. Der Plot ist auch so vorhersehbar, dass ich wahrscheinlich nichts verpassen werde. Dieses Buch wäre ein guter Kandidat für #bbfliest gewesen, denn er Grad zwischen Lachen und Verzweiflung war sehr hoch. Das Buch wandert nun in die Kiste für den Bücherschrank. Allerdings mit einer kleinen Notiz meinerseits versehen.


  24. Cover des Buches Das geheime Tagebuch der Laura Palmer (ISBN: 9783802533075)
    Jennifer Lynch

    Das geheime Tagebuch der Laura Palmer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: HeLo23

    Ich kenne die Serie nicht, dieses Buch konnte mich allerdings total fesseln. Laura Palmer schafft es ihr Doppelleben vor allen zu verbergen. Sie lebt in einem  wirren Mix aus Drogen, Gewalt, Sex und Familie/Freunde.

    Nicht nur wie Laura es schaffte ihre Geheimnisse zu verbergen sondern so einiges bleibt wohl ein Rätsel.

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