Bücher mit dem Tag "1996"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1996" gekennzeichnet haben.

84 Bücher

  1. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 9783453435841)
    Stephen King

    The Green Mile

     (903)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung! Die Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten.•
    Dem Autor ist mit "The Green Mile" wirklich ein Meisterwerk gelungen. Erschreckend schön, aber dennoch traurig, oftmals brutal und grausam, erleben wir hautnah die Geschichte des berühmten John Coffey mit. (Wie der Kaffee nur anders geschrieben)
    Ich habe das Buch teilweise nichtmehr aus der Hand legen können und war wirklich begeisert. (:

    Cover: Das Cover des Buches gefällt mir wirklich sehr Gut. (: Allgemein mag ich die neuen Versionen aus dem Heyne Verlag wirklich gern!
    Der Hintergrund ist in einem strahlenden weiß gehalten worden.
    Einzig und alleine der elektrische Stuhl links im Bild stört die sterile Kulisse. Schwarz und bedrohlich bäumt er sich auf und wirft dazu noch Schatten. 》Old Sparky《 so wurde der elektrische Stuhl von den Wärtern getauft, nimmt einen zentralen Punkt in der Geschichte ein, daher ist es nicht verwunderlich das er auch auf dem Cover seinen Ehrenplatz bekommt. Nur noch der Autor der in Giftgrünen Lettern aufleuchtet, nimmt noch eine wichtige Nebenrolle ein.

    Schreibstil: Der Schreibstil von Stephen King ist für mich immer ein Genuss. (: Neben "Friedhof der Kuscheltiere" & "Es" gehört "The Green Mile" nun auch zu meinen absoluten Lieblingen von ihm. (:
    Die Art und Weise wie er die Geschichten lebendig werden lässt, einen zum mitfiebern und mitbangen bringt, ist immerwieder faszinierend für mich- obwohl manche Werke von ihm richtige Schinken sind! Natürlich darf die Horrornote auch nicht fehlen. (: Ich mag die prickelnde Leseatmosphäre in den Büchern sehr gerne. Vor allem die locker, leichte Art des Autors zu Schreiben und das in Kombination mit vielerlei Schreckensthematiken und emotionalen Passagen ist jedes Mal absolut gelungen. (:
    Das wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein. ♡

    Idee: Die Idee des Buches hat mir wirklich sehr Gut gefallen.
    Wir dürfen in das Jahr 1932 eintauchen. Das Jahr wo ein besonderer "Mörder" in den Todestrakt- Der grünen Meile des Staatsgefängnisses Cold Mountain- eingeliefert wird. John Coffey.
    Zunächst einmal wird die Geschichte von einem der Wärter erzählt, aber nicht von irgendwem, sondern dem Obermotz zu der Zeit, dem Leiter des Ganzen, Paul Edgecomb.
    Paul ist nun ein alter Mann, doch die Geschehnisse von Früher lassen ihn nicht los und somit beschließt er, alles aufzuschreiben.
    Und was er zu erzählen hat ist auf soviele Weisen, erschreckend, gänsehauttreibend und einfach unglaublich!
    Paul hat schon so einige Insassen auf ihren Weg begleitet, in diesem besagten Jahr, gibt es jedoch so einige Besonderheiten.
    Da haben wir einmal Del, der Mann mit dem französischen Akzent und dem kleinen mausischen Freund den alle Mr. Jingles nennen und Billy the Kid, ein Mann den der Wahnsinn entgültig in Besitz genommen hat. Ein jeder hat seine eigene erschreckende Geschichte. Hat furchtbare Dinge getan. Während Del zunehmend lammfromm geworden ist, bringt der selbsternannte Billy the Kid die Wärter an ihre Grenzen.
    Ganz anders John Coffey. John Coffey scheint ein besonderer Mann zu sein- nicht nur durch seine Körpermaße.. Denn er ist ein Riese! Auch scheint er eine unglaubliche Gabe zu besitzen.. hat er tatsächlich die beiden Mädchen umgebracht? Oder ist er ein Engel, der tatsächlich vollkommen unschuldig zum Tode verurteilt wird..?


    Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel steigerte sich die Spannung. Ich konnte das Buch teilweise nichtmehr aus der Hand legen.. einfach fantastisch umgesetzt. (:
    Besonders spannend finde ich den Fakt, dass "The Green Mile" zur Erscheinung eigentlich kein Einzelband war, sondern das Ganze immer nur Stückchenhaft erschienen ist. Auch in diesem Buch gibt es die Aufschlüsselung. Sehr spannend wie der Autor dies damals aufgebaut hat. (: Alles in einem Band gefällt mir jedoch trotzdem besser. ;)
    Das Ende bzw. die letzten Kapitel fande ich unheimlich emotional und berührend! Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht das ein oder andere Tränchen vergossen hätte. Erschreckend und schön zugleich. (:

    Charaktere: Die Charaktere wurden wirklich super ausgearbeitet und haben mir insgesamt sehr gefallen. Sie sind unheimlich einzigartig, denn obwohl ihre Jobs und auch ihre Taten (z.B. bei Del) kein Zuckerschlecken sind, sympathisiert man mit ihnen.
    Kommen wir zunächst zu den Wärtern, die eine wichtige Rolle in diesem Buch einnehmen. (:
    Allen voran natürlich Paul. Paul konnte mich von der ersten Sekunde an komplett begeistern. Er ist einfühlsam, bewahrt in jeder Situation einen klaren Kopf und ist unglaublich menschlich. Selbst betagt, hat er seine guten Seiten nicht verloren. Aber auch all die anderen Wärter, haben mir sehr gefallen.
    Wenn man im Gegensatz dazu Percy nimmt. Oh man! Dieser Kerl hat mich einige Nerven gekostet. Seine ganze schmierige, verlogene und hinterhältige Art macht ihn zu dem perfekten "Hasscharakter".
    Meine letzten Sätze möchte ich noch Mr. Jingles widmen. Schade, dass er so ein trauriges Ende bekommen hat. Aber er war super. Eine ganz tolle Zirkusmaus. (:

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 5 Sternchen. Dieses Buch hat mir eine Achterbahnfahrt der Gefühle beschert. Tatsächlich ist das Buch ein Meisterwerk aus erschreckenden- und gleichzeitig berührenden Elementen und konnte mich daher fantastisch unterhalten! Ganz großes Kino. Auch den Film kann ich sehr empfehlen- Buch sowie Film sind absolute Highlights! ♡

  2. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Cat78

    Das Buch beginnt schon mit einem rasanten Tempo. Gleich zu Beginn wird man mir einem grausamen Mord konfrontiert und lernt schnell die Protagonisten kennen.

    Durch die Sprünge durch die Kapitel zu den verschiedenen Figuren bleibt die Story spannend auch wenn ein Teil mal etwas die Geschwindigkeit raus nahm.

    Das hat mir sehr gut gefallen, den so kam ich auch mal zum Durchatmen hatte aber dennoch im Hinterkopf, dass bei dem anderen Handlungsstrang es gerade extrem spannend war. Dadurch wurde ich ständig zum weiterlesen animiert.

    Die Figuren und ihre Handlungen waren gut und klar beschrieben. Es gab einen sehr guten Wiedererkennungswert da jeder auch so seine Ecken und Kanten und ganz eigenen Baustellen hatte die gut in die Story eingeflochten wurden.

    Auch wenn ich schon früh einen Verdacht hatte was das Ende betraf, war es dennoch nicht langweilig als es bestätigt wurde den der Weg dorthin war spannend und abwechslungsreich so das trotzdem der Spannungsbogen aufrecht erhalten wurde.

  3. Cover des Buches Wir beide, irgendwann (ISBN: 9783570309384)
    Jay Asher

    Wir beide, irgendwann

     (1.074)
    Aktuelle Rezension von: OLachKatzeO

    Die Geschichte spielt in einer Zeit, wo die Begegnung mit dem Internet und auch die des PCs für viele Menschen erst beginnt. Jeder von uns erinnert sich noch an den ersten PC und die damit einhergehenden Probleme von damals. So auch das Internet. Das gleichzeitige surfen im WWW und telefonieren, war damals undenkbar. Die Geschichte handelt von Emma und Josh. Emma bekommt einen eigenen Computer von ihrem Vater geschenkt und erlebt ihre ersten Berührungspunkte mit dem heutigen facebook. Sichtlich überfordert und irritiert zieht sie ihren Freund Josh zurate. Gemeinsam kommen sie zu der Erkenntnis, dass es sich um ein Blick in die Zukunft handelt. Durch diese Möglichkeit eröffnen sich für Emma und Josh viele Probleme.

    Die Grundidee der Geschichte finde ich sehr interessant und originell. Sie ist mal etwas anderes. Nur leider finde ich die Umsetzung nicht gelungen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh geschrieben, das fand ich noch ganz gut.

    Der Spannungsbogen ist nicht gelungen. Eher plätschert die Geschichte so vor sich in und das Lesen wird dadurch sehr mühsam.

    Die einzelnen Charaktere in dem Buch werden sehr oberflächlich behandelt. An einigen Stellen fehlt es an Tiefe. Einige Dialoge enden sehr plötzlich und der Leser bleibt zurück und fragt „Warum fragt sie nicht mehr? Warum endet das Gespräch so?“

    Der Schreibstil ist eher jugendlich. Das gesamte Buch ist für diese Zielgruppe geeignet. Somit spricht es mich vielleicht deswegen nicht.

  4. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783570311950)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

     (4.921)
    Aktuelle Rezension von: Lesefluss25

    Ein Roman über eine Schülerin, die durch Mobbing in den Suizid getrieben wurde? Klingt nach einem brisanten Thema. Dazu tonnenweise positive Besprechungen, ich habe mir also schon einiges davon versprochen.

    Bekommen habe ich eine pubertierende, restlos ich-bezogene Drama-Queen, die sich nicht entscheiden kann, ob sie nun zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, oder was sie überhaupt will.
    Ihr Charakter bleibt seltsam unspezifisch, mal tritt sie als wehrloses Opfer auf, dann gibt sie sich wieder als taffer Teenager, der genau weiß, was Sache ist. Man erfährt so gut wie nichts über ihren psychischen Hintergrund, zumindest spricht und handelt sie nicht wie jemand mit klinischer Depression. Warum veranstaltet sie dann das ganze Theater?

    Die Dinge, die ihr passieren, sind weder besonders bösartig noch besonders schlimm. Es sind die typischen Teenagerprobleme, mit denen sich so ziemlich jeder in diesem Alter herumschlagen muss. Von einem Mitschüler das Prädikat *hat den geilsten Arsch der Schule* zu bekommen und sich davon gemobbt zu fühlen, ja nee, is klar. Was sollen da die Mädchen sagen, die als *fettester Arsch der Schule* bezeichnet werden?

    Der Eindruck, dass sich Hannah auf sehr infantile Weise in etwas hineinsteigert, wird von Seite zu Seite größer. Zum Schluss gipfelt es in einem selbstmitleidigen so, das habt ihr jetzt davon, ich bringe mich um und es ist eure Schuld! Typisch Teenager halt, nur dass es Hannah tatsächlich durchzieht. Glaubwürdig ist es nicht.

    Hannah hatte nämlich immer wieder die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen und sich in die Schulgemeinschaft zu integrieren. Sie war ziemlich attraktiv und wurde auch gemocht, doch sie hat sich aktiv und bewusst gegen alles Positive entschieden und alle, die sich um sie bemüht haben, vor den Kopf gestoßen.
    Sie bauscht jedes Problemchen zu einem persönlichen Weltuntergang auf, suhlt sich im Selbstmitleid und schert sich nicht um andere. Selbst wirklich schlimme Sachen wie die Vergewaltigung einer Freundin, die Hannah beobachtet, betrachtet sie lediglich als weiteren Aufhänger für ihr persönliches Drama
    Zum Schluss noch dem Vertrauenslehrer die Schuld zu geben, der sie ja hätte retten können, wenn er ihr hinterhergelaufen wäre, als sie das Zimmer verlassen hat, ist der krönende Abschluss dieses unsäglichen Melodrams.

    Sämtliche Figuren sind hölzern und farblos gestaltet, der Schreibstil sehr einfach. Hannah wirkt völlig unausgegoren, infantil und kaum sympathisch. Ihre Gedankengänge sind schwer bis gar nicht nachvollziehbar.

    Stellt sich zum Schluss nur die Frage, was einem dieses Buch eigentlich sagen will.
    Mobbing kann schreckliche Folgen haben? Stimmt, aber dann sollte sich der Autor vorher informieren, wie echtes Mobbing aussieht. Was im Kopf eines sensiblen, depressiven Teenagers vor sich geht? Wäre eine Idee, allerdings ist Hannah keins von beidem. Ich bringe mich um, wenn ihr nicht nett zu mir seid und das habt ihr dann davon? Sowas in der Art hat sich im Alter von 10 bis 15 wohl jeder mal gedacht. Wirkliche Depressionen, die zum Suizid führen, laufen anders ab.
    Zu guter Letzt ist die auf diese haarsträubende Weise aufbereitete Thematik nicht ganz ungefährlich, denn labile und leicht beeinflussbare Teenager könnten daraus völlig falsche Schlüsse ziehen.

    Fazit: Ich verstehe den ganzen Hype mal wieder nicht und fand das Buch so richtig übel. Es endete in der Papiertonne.


  5. Cover des Buches Minigolf Paradiso (ISBN: 9783499236303)
    Alexandra Tobor

    Minigolf Paradiso

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Mary
    Die 16-jährige Malina ist gebürtige Polin und als kleines Kind gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland, genauer gesagt in den Ruhrpott ausgewandert. Malina ist ein nettes Mädchen, besucht ein Gymnasium, ist gut in der Schule nur hat sie eines nicht… Freunde! Als gebürtige Polin wird sie gemieden und wurde letztlich zum Außenseiter der einfach nicht wahrgenommen wird.
    Als ihre Eltern in den Sommerferien 1997 in den Urlaub fahren und Malina zuhause bleiben darf ahnt sie noch nicht dass in den kommenden Wochen das Abendteuer ihres Lebens auf sie wartet, denn durch puren Zufall stößt Malina auf ihren Großvater, der eigentlich schon lange Todgesagt ist…
    Gemeinsam mit ihm reist sie in die Vergangenheit und lernt endlich die Geschichte ihrer Familie kennen…

    Fazit:

    Cover:

    Sehr schönes Cover, das einen schon alleine durch den Anblick in die Vergangenheit reisen lässt

    Schreibstil:

    Toller, leicht zu lesender Schreibstil. Mir hat er gut gefallen

    Inhalt:

    Die Autorin Alexandra Tobor hat mit „Minigolf Paradiso“ einen Roman geschrieben, der nicht nur Malina in die Vergangenheit führt, sondern auch jeden einzelnen Leser. Ich selbst bin in den 80er/90er Jahren groß geworden und wurde durch so viele Dinge an meine eigene Kindheit/ Jugend erinnert.

    Malina war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihre Neugier nach ihrer eigenen Vergangenheit, die die Mutter mit aller Macht zu verdrängen versucht wurde sehr ausführlich beschrieben, selbst Malinas Gefühl der Nicht-Zugehörig- und Machtlosigkeit gingen auf mich als Außenstehenden über. Ganz oft ertappte ich mich bei dem Gedanken wie es mir selbst wohl in solch einer Situation ergehen würde… Opa Aldi war für mich von Anfang an ein komischer Kautz, dessen Verhalten ich oftmals nicht nachvollziehen konnte, jedoch hat sich dies gegen Ende des Buches geändert und so konnte er bei mir doch noch ein paar Sympathiepunkte einheimsen.

    Die Geschichte selbst "plätschert" leider wärend der ersten Leseabschnitten etwas „langweilig“ vor sich hin. Es passierte nichts wirklich aufregendes, sodass man das Gefühl hatte die Seiten ziehen sich ewig. Dies änderte sich jedoch dann ab ca. der Mitte des Buches, denn hier nimmt die Story dann richtig an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich, es wird spannend und ich erwischte mich selbst immer wieder beim mitfiebern, hoffen und bangen… einfach toll! Obwohl das Ende dann genau das war was ich mir erhofft und gewünscht hatte war es in meinen Augen leider etwas zu kurz gehalten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht!

    Alles in allem war dieses Buch aber eine runde Sache, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen

     

  6. Cover des Buches Hafenstraße 52 (ISBN: 9783740800024)
    Jobst Schlennstedt

    Hafenstraße 52

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:

    Fast 20 Jahre ist es her, dass in Lübeck ein Brandanschlag auf eine Asylunterkunft verübt wurde. Mit verheerenden Folgen. Nun scheint erneut etwas in der Luft zu liegen. Bisher wurde zwar nur in unbewohnten Unterkünften Feuer gelegt, aber Privatermittler Simon Winter bekommt einen Hinweis, dass sich das zum Jahrestag ändert. Kann er der Frau trauen, die ihm das bei einer zufälligen Begegnung mitgeteilt hat? Und woher weiß sie überhaupt wer er ist? Weitere Informationen hat er von ihr nicht bekommen. Denn sie kann ihn weder bezahlen, noch möchte sie verraten um wen es sich handelt. War genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht ist. Kann Winter tatsächlich schlimmeres verhindern?

    Leseeindruck:

    "Hafenstraße 52" ist der bereits dritte Fall für Privatermittler Simon Winter. Ich kenne die Vorgänger nicht, hatte aber keine Probleme der Geschichte zu folgen. Allerdings war mir Simon Winter nicht unbekannt. Bereits in einer anderen Reihe des Autors um Kriminalkommissar Birger Andresen konnte ich ihn kennenlernen. Im Übrigen spielt Andresen im vorliegendem Band auch eine kleine Rolle. Das Miteinander der Beiden hat mich an manchen Stellen zum Schmunzeln gebracht. Die Figuren selbst würde ich als nordisch unterkühlt und mit trockenem Humor beschreiben. Für mich macht das den Reiz bei den Krimis von Jobst Schlennstedt aus. Spannend fand ich den Fall. Dieser baut sich auf den realen Brandanschlag von 1996 auf. Setzt ziemlich genau 20 Jahre später an. Der Täter wurde damals nicht gefasst. Sehr authentisch hat dazu die fiktive Geschichte auf mich gewirkt. Gespannt habe ich verfolgt, ob und wie der Autor die damaligen Ereignisse aufklärt. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Ende passt meiner Meinung nach gut. Einen Showdown gibt es natürlich auch, der mich dann hinsichtlich des Täters und dessen Motiv überrascht hat. 

    Fazit:

    Für mich war Band 3 der Simon Winter Reihe ein gelungener Fall rund um den realen Brandanschlag auf eine Lübecker Asylunterkunft. Für mich spannend von Anfang an. Mit einer guten Mischung aus Ermittlungen und Privatleben. Lokalkolorit hat auch nicht gefehlt. Empfehle ich sehr gerne weiter. 

  7. Cover des Buches Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich (ISBN: 9783866481473)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Christopher_B
    Man hätte es wissen können. Nachdem David Foster Wallace im März 1995 eine Karibik-Kreuzfahrt unternommen und darüber geschrieben hat, hätte man es wissen können. Eine Zeitung hatte ihn beauftragt, eine »persönliche Doku-Postkarte im Breitwandformat« zu schreiben. Er hat sich der Sache angenommen und allen, die noch niemals eine Luxuskreuzfahrt unternommen haben, erklärt, was da passiert, wie es sich anfühlt und wen man dabei trifft.

    Und das, obwohl ziemlich schnell klar wird, dass David Foster Wallace sich niemals von selbst auf das Deck des Luxusliners Nadir von Celebrity Cruises Inc. verirrt hätte. Hut ab, dazu gehören Mut und enorm viel Überwindung, so weit über den eigenen Schatten zu springen. Und sympathisch macht es ihn obendrein. Das Buch hätte gern doppelt so lang sein dürfen – wenn das nicht zugleich bedeutet hätte, dass Wallace auch doppelt so lang an Bord hätte bleiben müssen.

    Beeindruckend sind der Witz, die Klugheit und der Charme, mit denen Wallace die Situation an Bord beschreibt: eine real gewordene Phantasie, die so perfekt ist, dass die Gäste binnen Kurzem vergessen, dass es sich um eine Illusion handelt. Als wäre man ein Baby: Essen, Schlafen und Spielen, wann man möchte. Und vor allem: ohne sich um das Geringste sorgen zu müssen. Es fällt nicht schwer, die Luxuskreuzfahrt als die extremste Auswucherung des Massentourismus zu sehen, die es momentan auf der Welt gibt. Hedonismus in Reinform, aber dennoch gefragt. Ein Riesengeschäft. Was zum Teufel ist mit uns los?

    Am beeindruckendsten finde ich, dass es Wallace gelingt, während der gesamten Kreuzfahrt innerlich einen gewissen Abstand zu bewahren, stets ein wenig außen vor zu sein, zu beobachten und mit scharfem Auge mitzuteilen. Er versinkt nicht in der dargebotenen Luxus-Entertainment-Urlaubs-Welt, in der es zwischen acht und neun Mahlzeiten täglich gibt, in der der Room-Service nie länger als 15 Minuten braucht und in der Handtücher so schnell gewechselt werden, dass das Auge kaum nachkommt.

    Er bleibt der Kritiker dieser obszönen Welt, ein Funken Vernunft, vielleicht der letzte an Bord. Und wir sitzen auf seiner Schulter und fragen uns: Brauchen wir das alles? Ist es existentiell wichtig, dass wir mitten auf dem Pazifik Tontauben schießen können? Dass es Eisskulpturen am Buffet gibt? Dass das Bullauge zu unserer Kabine täglich von außen gereinigt wird?

    Man hätte es wissen können. Wenn man Wallace‘ Buch aufmerksam gelesen hätte, wären einem zwischen den Zeilen die ausbeuterischen Verhältnisse der Angestellten an Bord aufgefallen, die für einen mageren Lohn 12-Stunden-Schichten schieben müssen, fern von ihrer Familie, allzeit freundlich und lächelnd, weil sie wissen, dass sie sonst ihren Job verlieren. Man hätte die enorme Vergeudung von Ressourcen (Nahrung, Öl, Wasser …) sehen können, die dieses Luxusleben verursacht, angetrieben von nichts anderem als Eitelkeit und Feierlaune.

    Und wofür das alles? Für nichts. Unser Überleben auf diesem Planeten ist nicht abhängig davon, dass es Luxuskreuzfahrten gibt. Falls jemand in ein paar Jahren fragen sollte, warum unsere Welt zu Grunde geht – bei David Foster Wallace kann man es nachlesen. Man hätte es wissen können.
  8. Cover des Buches Solange du da bist (ISBN: 9783734108419)
    Marc Levy

    Solange du da bist

     (1.041)
    Aktuelle Rezension von: MomentswithNessa

    "Solange du da bist" von Marc Levy ist ein Roman auf den ich erst durch dessen Verfilmung aufmerksam wurde.

    Ich liebe den Film und daher war klar ich muss das Buch dazu lesen. Es beginnt das wir Lauren kennenlernen, die mitten in ihrer Assistenzarztzeit ist und wie alle jungen Ärzte dabei völlig überfordert und überarbeitet ist. Eines Abends passiert dann etwas Unvorhersehbares, was ihr bisheriges Leben komplett aus der Bahn wirft.

    Wir lernen auch Arthur kennen, der sich in seiner neuen Wohnung einrichtet. Als er nach einem langen Arbeitstag nur noch ins Bett möchte findet er sie, Lauren in seinem Spiegelschrank im Bad. Klingt verrückt ist aber der Start einer wundervoll verrückten und emotionalen Geschichte die seinesgleichen sucht.

    Ja es wirkt mehr als unrealistisch und doch bedient es meine romantische Ader, zu wissen das Liebe über das Körperliche hinausgeht und man sich wirklich in die Seele eines Menschen verlieben kann. Die Widrigkeiten die Arthur für Lauren aufnimmt und bewältigt, sind die reinste Liebeserklärung und das obwohl die  drei Worte nur zweimal im ganzen Buch stehen.

    Benimmt sich Arthur grenzwertig? ABSOLUT.  Hat er dabei den besten Freund überhaupt an seiner Seite? ABSOLUT 🥰! Ist der Polizist im späteren Verlauf eine weitere gute Seele? DEFINITIV!

    Diese Geschichte wurde wirklich toll im Film umgesetzt und das Eine schmälert nicht das Andere ❤️. Absolute Leseempfehlung für Romantiker die über Liebe, weit über das Körperliche hinaus glauben.

  9. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Im Jahr 1996 steckte der Bergsteigertourismus am Mount Everest noch in seinen Kinderschuhen. Die beiden in der Szene bekannten Bergsteiger und -führer Rob Hall aus Neuseeland und Scott Fischer aus den USA erkannten das wirtschaftliche Potential um eine Mount Everest Besteigung und versprachen, zahlungsfähige (eine Besteigung kostete damals rund 65.000 US-Dollar) Kunden meist ohne große Erfahrungen am Berg auf das Dach der Welt zu führen. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es Anfang Mai 1996 endlich los: die Bergsteiger (und solche, die es gerne wären) machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg durch das Eis zum Gipfel des Mount Everests. Aufgrund menschlicher Fehlplanungen und mangelnder Unerfahrenheit in diesem Bergsteigertourismus führte ein plötzlich aufziehender Blizzard letztendlich dazu, dass die Gipfelbesteigung zu einem individuelle Todeskampf wurde, den nicht alle überleben sollten. 

    Der Journalist Jon Krakauer, der für das Bergsteigermagazin Outsider über seine Erfahrungen mit der Gipfelbesteigung und dem aufkommenden Tourismus am Mount Everest berichten sollte, verfasst über seine Erlebnisse in Form dieses Buches einen sehr aufwühlenden Bericht. Er schildet die Ereignisse der Gipfelbesteigung chronologisch und zeigt damit auf, wie ein Tag, der so euphorisch und voller Vorfreude begann, sich schleichend in eine Katastrophe wandelte. Das Buch mag literarisch kein Meisterwerk sein, aber selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgenommen, eben weil man weiß, dass viele der genannte Personen an diesem verheerenden Tag am Berg ihr Leben ließen. Wer vom Mount Everest fasziniert ist (auch wenn ich selbst nie auf den Gipfel stehen möchte, finde ich den Berg und die Geschichten drumherum sehr faszinierend) oder wer den bewegenden Hollywood-Film "Everest" (2015) gesehen hat, kann ich diesen Kurzbericht sehr ans Herz legen. 

  10. Cover des Buches Im Abgrund (ISBN: 9783442356195)
    Jeff Long

    Im Abgrund

     (38)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Das erste, was dachte ich war wtf. Es ist spannend, ist es echt gewesen oder ist es ein Roman/Thriller?

    Inhalt:

    Ike Crockett macht eine Reiseführung an den Gebirgen in Nepal. Er leitet seine Gruppe durch die Gegend, doch das Unwetter treibt sie in die Höhle. Dort finden sie einen verstorbenen und dann fängt das Unheil an, in den Tunneln, welche zum Labyrinth entwickelt und jeder auf die Probe gestellt wird.

    Meine Meinung:

    Das erste was mir auffällt, dass die Schrift klein ist und es ist anstrengend zu lesen, da man es nicht gewohnt ist, klein zu lesen, anstatt die Standart-Schriftnorm. Aber man kommt schnell rein und gewöhnt sich daran.

    Es fängt gleich spannend an in der Höhle, dass sie einen vereisten Mann finden.

    Teilweise, wusste ich echt nicht mehr, ob es ein Roman/Thriller erfunden war oder ob es real ist, da es so Real geschrieben worden ist. War die Realität sehr stark am kämpfen, teilweise, hatte ich das gefühl das ich selber dabei bin.

    Ich kann es nur empfehlen. Es ist wirklich gut geschrieben und zwingt einem das Buch zu verschlingen.

  11. Cover des Buches Liebe, fertig, los! (ISBN: 9783442479542)
    Rachel Gibson

    Liebe, fertig, los!

     (128)
    Aktuelle Rezension von: ToniNdck

    Zwei sich fremde Menschen sind verbunden. Doch eine weiß wieso und eine nicht. Steig hinter die Geschichte, was in dieser einen Nacht passierte und wie sich ein Leben von jetzt auf gleich verändern kann.

  12. Cover des Buches Die Wilden Hühner 2. Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt (ISBN: 9783751300650)
    Cornelia Funke

    Die Wilden Hühner 2. Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt

     (358)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Die vier „Wilden Hühner“ und die vier „Pygmäen“ begeben sich mit ihren Klassenkameraden auf eine Reise zu einer Insel, auf der es angeblich spuken soll. Die Mädchenbande und die Jungsbande müssen zusammenarbeiten um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

    Nachdem mich Band 1 nicht so sehr überzeugen konnte, hatte ich mich aber einigermaßen an die Hintergründe gewöhnt und konnte gut in Band 2 einsteigen. Für Neu-Lesende gibt es am Anfang eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse.

    Das Inselabenteuer ist sogar recht spannend erzählt und es gibt noch einige Nebenhandlungen, die die Geschichte auflockern.

    Trotz einiger weiterer offener Fragen konnte mich die Geschichte nicht genug fesseln um auch die folgenden Bände zu lesen. Auch wird nach wie vor nicht angegeben, wie alt die Protagonist*innen sind, weshalb ich für die Leseempfehlung wieder nur 8-10 Jahre schätzen kann.

  13. Cover des Buches Wir sind dann wohl die Angehörigen (ISBN: 9783492314992)
    Johann Scheerer

    Wir sind dann wohl die Angehörigen

     (59)
    Aktuelle Rezension von: bigpanda

    Johann Scheerer beschreibt in dem autobiographischen Buch sehr einfühlsam die Entführung seines Vaters und die tiefe Erschütterung, seiner idyllischen Kindheit. Dabei hat mich die unkonventionellen Einstellungen des Vaters beeindruckt, die mich fast zu einem Fan werden lässt. Weder wusste ich zuvor wirklich etwas über Jan Philipp Reemtsma noch über die Entführung, aber trotzdem habe ich voller Interesse das Buch gelesesn und musste beim Lesen mehrmals laut auflachen bei den Passagen über das familiäre Zusammenleben vor der Entführung. Die Entführung und die Hölle, durch die die Familie ging, kann ich mir kaum vorstellen.

  14. Cover des Buches Bis zum letzten Tag (ISBN: 9783453423923)
    Nicholas Sparks

    Bis zum letzten Tag

     (616)
    Aktuelle Rezension von: DaniLeseBunny

    Bis zum letzten Tag ist ganz klar eines meiner liebsten Bücher von Nicholas Sparks. Er hat darin eine wirklich schöne und heimelige Atmosphäre geschaffen - ein richtiges Wohlfühl-Buch. So wie es im Film nun einmal nicht rüber kommen kann; auch wenn dieser sehr nah am Buch ist.
    Trotz der Wendung, die das Buch nimmt und die einem das Herz bricht, habe ich vor allem das mitgenommen.

    Die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil nicht zu bemängeln, die Liebesgeschichte süß und schön (und zwar nicht nur die zwischen Gabby und Travis, auch die zwischen ihnen und ihren Tieren :) )

  15. Cover des Buches Twelve Monkeys (ISBN: 9783943864205)
    Elizabeth Hand

    Twelve Monkeys

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92


    Das Jahr 2035. In den verlassenen Städten haben die Tiere die Herrschaft übernommen. Die Erdoberfläche ist entvölkert, nachdem eine Virenkatastrophe im Jahre 1996 nahezu die gesamte Menschheit dahingerafft hat. Die wenigen Überlebenden vegetieren in einem klaustrophobischen Unterweltsystem dahin. Die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben besteht darin, einen selbstmörderischen Boten durch die Zeit zurückzuschicken, auf daß dieser den Ursprung der Apokalypse lokalisieren möge. Der Schwerkriminelle James Cole ist einer der Auserwählten...

    Mein Fazit: 

    Das Hörbuch ist gut gelungen , der Sprecher ist klasse gewählt. Die Geschichte ist ziemlich hart, aber spannend. Sehr erschrocken habe ich mich über die psychischen Schäden durch Zeitreisen, die hier sehr real zur Geltung kommen. Uve teschner spricht und interpretiert das so unglaublich authentisch, dass ich teilweise Gänsehaut bekam. Die Paradoxa der Zeitreisen hat die Autorin ehenfalls sehr gut durchgedacht.  Ich mochte das Hörbuch, ab und an war es mir jedoch zu lang gezogen. 



  16. Cover des Buches Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde (ISBN: 9783423436632)
    Michael Greenberg

    Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Literatur würden erstaunliche Werke fehlen, wenn es die Psychose nicht gebe. Der menschliche Geist ist ein Phänomen, dessen Erkundung mich seit langem fasziniert. Er ist Quelle der Inspiration, aber auch des unendlichen Leidens.

    In "Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde" beschreibt Michael Greenberg wie seine Tochter im Alter von 15 Jahren eine akute Psychose erleidet und in einer Klinik psychatrisch behandelt wird. Immer stehen die Fragen im Raum: Wo ist die wahre Sally hin? Wann kehrt sie zurück? Kehrt sie überhaupt jemals zurück?

    Um die psychische Krankheit von Sally entspinnt sich eine ganze Familiengeschichte. Sie ist nicht die Einzige in der Familie, der der "normale" Menschenverstand abhanden gekommen ist. So berichtet Michael von seinem Bruder Steve, den er regelmäßig besucht und mit Essen versorgt.

    "Eine geistige Erkrankungen wird an den verschrobenen Gedanken des Patienten erkannt." (S. 129)

    Hm, was sind verschrobene Gedanken? Die Gedanken, welche Sally in ihrer Manie äußert, wirken eher weitsichtig und intelligent. Allein der Größenwahn, das Gefühl auserwählt zu sein und die totale ICH-Bezogenheit deuten auf einen unkontrollierbaren und gefährlichen Prozess hin.

    Die Geschichte von Sally hilft verstehen. Sie zeigt auf, dass der Betroffene nicht einfach abdreht, sondern durchaus spürt, dass etwas nicht stimmt und auch Möglichkeiten hat, dagegen zu wirken. Das gibt Hoffnung. Sehr wertvoller Lesestoff!        
  17. Cover des Buches Mordshunger (ISBN: 9783863580537)
    Frank Schätzing

    Mordshunger

     (352)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman erschien zuerst 1996 bei Emons. Zunächst war es wohl nur lokal bekannt und erst als Schätzing durch „Der Schwarm“ berühmt wurde, wurden auch seine früheren Bücher „entdeckt“.

    Mordshunger ist ein humoristischer Krimi, der Szenen enthält, die in den Slapstick abdriften. Und entsprechend skurrile Personen bevölkern das Buch. Ein Kommissar, der immer nur ans Essen denkt, ein Hauptmeister, der von der Mutter durch Anrufe schikaniert wird, ein Pathologe aus der Transvestitenszene und viele andere. Auch die zahlreichen Verdächtigen sind nicht nur verdächtig, sondern haben alle irgendeinen Schatten. Und einen Doppelgänger gibt es auch.

    Der Humor ist schwankt oft zwischen ziemlich platt: „„Warum tragen Sie keinen Trenchcoat. In den Filmen tragt ihr immer welche!“ wird Kommissar Cüpper einmal begrüßt.“ und originell „Eher kocht Bocuse mit Maggi.“ Vieles dreht sich ums Essen, vor allem um die gehobene Küche. Extrem platt kommt der schwarze Humor daher, wenn der Pathologe und der Kommissar sich zwischen Leichen über Rezepte unterhalten, das ist zu gewollt schwarz, geradezu billig.

    Leider gibt es auch saublöde handwerkliche Fehler: so heißt die Privatsekretärin von Barnecks auf S. 74 Eva Feldkamp, auf S. 82 aber plötzlich Eva Feldmann. Die Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe des Emons Verlags aus dem Jahr 2006.

    Manches ist ganz witzig, das meiste hat einen Bart und trägt vor allem insgesamt nicht über knapp 300 Seiten. Leider gar nicht zu empfehlen. Ein Stern von mir.

  18. Cover des Buches Neues vom Watership Down (ISBN: 9783550082429)
    Richard Adams

    Neues vom Watership Down

     (18)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    1972 erschien das Buch "Watership Down" von Richard Adams und wurde zu seinem erfolgreichsten Werk. Über 50 Millionen Bücher sind von dieser wunderschönen und spannenden Geschichte um eine Gruppe Wildkaninchen, die aus ihrem bisherigen Gehege fliehen und sich eine neue Heimat finden muss, verkauft worden.
    1978 wurde das Buch verfilmt und der Titelsong von Art Garfunkel ("Bright Eyes") ein Welthit.

    1996 folgte dann "Neues vom Watership Down"... Dieses Buch ist keine wirkliche Fortsetzung des eingangs erwähnten Buches, sondern enthält neben neuen Sagen um El-ahrairah eine Sammlung kurzer Geschichten.

    Das in drei Teile geteilte Buch beginnt mit größtenteils belanglosen Geschichten. Erst der dritte Teil blüht zum Charme des ersten Buches auf und lässt die Lust entstehen, den Kampf gegen General Woundwort abermals zu lesen.

    Eine milde Enttäuschung für die Freunde des visionären Fiver, der sein Gehege mehr als nur einmal rettet und seines Bruders Hazel, des Anführers der Sandleford-Flüchtlinge und all der anderen liebenswerten Figuren.
  19. Cover des Buches Schmetterling und Taucherglocke (ISBN: 9783552058668)
    Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke

     (167)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Der durch Schlaganfall in sich selbst gefangene Autor digtiert seine Erinnerungen und Gedanken durch "Morsezeichen" anhand von Blinzeln. Inhaltlich dennoch wenig aussagekräftig und oberflächlich. 

  20. Cover des Buches Conan (ISBN: 9783453308053)
    Lin Carter

    Conan

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Dies ist der erste Teil von Conan dem Cimmerier. Archaisch verfilmt mit Schwarzenegger, der wie kein anderer in diese Rolle passt. Conan ist nicht vergleichbar mit anderen Muskelprotzen, benutzt er doch oft sein Gehirn und hat eine angeborene Schläue. Auch beherrscht er viele Fremdsprachen, die im das Überleben leichter machen. Ursprünglich erschaffen von Robert E.Howard, wurden die teilweise unvollständigen Geschichten von Sprague deCamp oder Lin Carter weitergeführt. Zu empfehlen ist auf jeden Fall die ungekürzte Version des Heyne Verlages, die in einer Neuauflage in gelben Büchern daherkommt. Ein Muss für jeden Fantasy Fan!
  21. Cover des Buches Die deutsche Rechtschreibung (ISBN: 9783411040117)

    Die deutsche Rechtschreibung

     (30)
    Aktuelle Rezension von: seoulinfo
    Ohne Duden wäre ich bei manchen Worten aufgeschmissen
  22. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783552056084)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Wukc

    Im Zentrum des Kriminalromans stehen rätselhafte Morde, bei denen der Täter die Toten wie ein Gemälde anordnet. Nicht weniger wichtig ist jedoch die Figur des Kurt Wallander, der in dieser Folge unter beginnender Diabetes leidet, die Krankheit aber vor seinen Mitmenschen verstecken will. Der Schreibstil, der sich der Figur sehr annähert, aber gleichzeitig filmisch distanziert bleibt, hat mir sehr gut gefallen. Die Figurengestaltung insgesamt, die komplexe Persönlichkeiten erschafft, ist sehr gelungen. Schließlich erfahre ich beim Lesen auch viel über die schwedische Gesellschaft. Toll, wie Mankell das hinkriegt.

    Langsam schreitet die Auflösung des Falles voran, Mankell lässt mich detailliert daran teilhaben. Ich habe das Buch in drei Tagen durchgelesen und jedem, den ich während der Zeit traf, erzählt, wie toll dieser Krimi ist. Dann wurde der Täter gefangen. Er hatte in der Tat die Gelegenheit zu den Morden. Das Motiv kann ich bedingt nachvollziehen, es war eben ein Verrückter. Aber die vielen Details - der Täter, ein Postbote, ist (zufällig ?) ein Meisterschütze, er will, dass seine Opfer verkleidet sind, er schleppt ohne mit der Wimper zu zucken halbverweste Körper durch die Gegend - blieben ohne Erklärung. Zum Schluss schreibt der extrem introvertierte Mörder ein Buch. Ich habe tatsächlich überlegt, ob es vielleicht einen zweiten Teil geben soll, in dem ich erfahre, warum der Mann die Leute nicht einfach nur abgeknallt hat. Echt schade, dass dieses tolle Buch so enttäuschend endet!

  23. Cover des Buches Der Afghane (ISBN: 9783328107262)
    Frederick Forsyth

    Der Afghane

     (56)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe

    Die Geschichte:
    Frederick Forsyth hat dieses Buch zwar bereits vor etwa 10 Jahren geschrieben, doch angesichts der Ereignisse der letzten Zeit ist es leider (wieder) sehr aktuell. Es geht um fanatische Glaubensanhänger, die der westlichen Welt den Kampf angesagt haben.
    Durch einen Zufall gelangen die Geheimdienste Amerikas und Englands an eine verschlüsselte Botschaft, die einen drohenden Terroranschlag enormen Ausmaßes ankündigen könnte. Keine ihrer Quellen kann ihnen Näheres dazu sagen, so dass langsam ein irrwitziger Plan Gestalt annimmt: sie wollen einen ihrer Agenten bei al-Qaida einschleusen.
    Mike Martin ist mit knapp Mitte Vierzig zwar bereits im Ruhestand, doch er erfüllt alle nötigen Voraussetzungen für diese Mission. Er wird in die Rolle eines inhaftierten Taliban-Kommandanten schlüpfen und kann nur hoffen, dass er überzeugend genug ist, um nach vielen Monaten Vorbereitungszeit nicht sofort enttarnt zu werden.

    Meine Meinung:
    Der Autor lässt anfangs noch einmal sehr übersichtlich einige wichtige Eckdaten und Ereignisse in die Geschichte einfließen, die erklären, wie es überhaupt zur heutigen Terrorbedrohung und zu den vielen fanatischen Gruppen gekommen ist, die den “Ungläubigen” den Dschihad erklärt haben. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, waren diese Informationen sehr interessant und aufschlussreich.
    Frederick Forsyth ist ein Mann “vom Fach”, was man an vielen Stellen deutlich merkt: die Arbeit der Geheimdienste, die eingesetzten Waffen und die technische Ausrüstung werden sehr authentisch beschrieben. Überhaupt wirkt die ganze Story sehr lebensnah und erschreckend real.

    An Spannung mangelt es nicht, obwohl zunächst viel Zeit für die Vorbereitung der Mission aufgewendet werden muss. Wechselnde Schauplätze bringen zusätzlich Tempo und Abwechslung in die Geschichte. Alles ist bestens durchdacht und es gibt zwar einige Zufälle, die maßgeblich zum Gelingen beitragen, aber diese nehmen nicht überhand.

    Hauptperson ist der Geheimagent Mike Martin, der gerade so sympathisch rüberkommt, dass man ihn gern auf seiner heiklen Mission begleitet und ihm wünscht, dass er am Ende wohlbehalten in seinen Ruhestand zurückkehren kann. Andererseits übertreibt es der Autor aber nicht mit emotionalen Hintergrundinformationen, so dass man als Leser trotzdem noch einen guten Abstand zu den Protagonisten wahren kann und nicht zu entsetzt ist über mögliche Verluste.

    Die zweite wichtige Person ist natürlich “der Afghane”, also der Gefangene, dessen Leben Mike übernimmt. Sein Lebenslauf ist ein gutes Beispiel dafür, wie eigentlich ganz normale, unschuldige Menschen irgendwann in den Fängen des Fanatismus enden.

    Sehr schön fand ich auch die Beschreibung der Schauplätze: der Autor erschafft authentische Szenarien, denen man sich nur schwer entziehen kann.

    Fazit:
    Interessant, fesselnd, erschreckend realistisch – ein Agententhriller mit viel Spannung und Action!

  24. Cover des Buches Die Königin von Zamba (ISBN: B0040ILFZ2)
    Lyon Sprague de Camp

    Die Königin von Zamba

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Erster Roman des Krishna Zyklus welcher als Sammlung von Novellen in den späten 40er Jahren begann. Von der Space Opera und den Schwert und Planeten Geschichten der damaligen Zeit beeinflusst beschreibt deCamp ein eigenes (doch etwas wirres) Universum. Es spielt in der Zukunft und hat meistens einen recht simplen Plot. Hier ist es die Suche des noch auf der Erde agierenden Victor Hasselborg der die Tochter Julnar sucht. Dabei kommt er auch dne Planeten Krishna. Durch die Zusammensetzung der Novellenart wirkt ide Geschichte etwas zerrissen. DeCamp Anhänger kommen hier aber auf ihre Kosten

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