Bücher mit dem Tag "1996"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1996" gekennzeichnet haben.

83 Bücher

  1. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 9783453435841)
    Stephen King

    The Green Mile

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Stephen King hat schon vor vielen Jahren – eher Jahrzehnten – die Grenzen des Horrorgenres hinter sich gelassen und in diverse Richtungen gearbeitet. „The Green Mile“ gehört zu diesen Ausflügen in andere Genres. Und mit welcher Intensität der Meister dieses Drama zu Papier bringt, verursacht mir eine Gänsehaut.

    Das fängt schon bei den Charakteren an. Paul Edgecomb und seine Mitarbeiter im Todestrakt sind mehr als Kollegen. Sie sind Freunde, die respektvoll miteinander umgehen und aufeinander achten. Und auch den Gefangenen wollen sie die letzten Jahre, Monate und Tage vor der Hinrichtung erträglich gestalten. Diese Menschlichkeit ist der Kern von „The Green Mile“, der Dreh- und Angelpunkt.

    Denn auch John Coffey – die Initialen sind kein Zufall – steht für diese Menschlichkeit. Er nimmt klaglos die Strafe an, die ihm auferlegt wurde, und bringt trotz seiner Situation im Todestrakt unfassbar viel Mitgefühl für seine Mitmenschen auf. Vor allem die Dialoge zwischen ihm und Edgecomb gehen unter die Haut.

    Überhaupt sind die Charaktere eine der größten Stärken des Romans, auch abseits der Protagonisten. Sei es der fiese Percy Wetmore, der sich am Leid der Gefangenen ergötzt, sei es der hünenhafte Brutus Howell, der das Herz am rechten Fleck hat, oder sei es Eduard Delacroix, ein Gefangener, der seine letzte Lebensfreude aus einer kleinen Maus als Freund zieht.

    Und dann verwebt King dieses intensive Drama um Todesstrafe, Rassismus und Sühne mit genau der richtigen Prise Phantastik. Die Handlung wird dadurch nicht weniger glaubwürdig, im Gegenteil: Durch diese Phantastik bekommt der Roman etwas Märchenhaftes, das den bedrückenden Themen ein klein wenig Härte nimmt.

  2. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Das sich entwickelnde Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und Täter wird rasant beschrieben und dies wird noch durch die kurzgehaltenen Kapitel unterstrichen. Die beiden Hauptprotagonisten wiederum sind sehr detailliert dargestellt, wirken aber dadurch auch überzeichnet und stereotyp. Der Fall selbst kann natürlich (abgesehen der Ungereimtheiten) souverän aufgeklärt werden. Und damit dies nicht zu schnell passiert, wurden einige unerwartete Wendung eingebaut. Der Schreibstil von Karen Sander ist eingängig und flüssig zu lesen. Und wer damit klar kommt die Todesumstände der Opfer sehr detailreich und förmlich bluttriefend beschrieben zu bekommen, erhält hier ein Buch, dass ihn zu unterhalten vermag. Ich spreche trotz der kleinen Kritik eine Leseempfehlung aus.

  3. Cover des Buches Weit wie das Meer (ISBN: 9783453408692)
    Nicholas Sparks

    Weit wie das Meer

     (819)
    Aktuelle Rezension von: Nackt_und_Gluecklich

    Ich habe es in einem Ferienhaus gelesen. Ich hatte alle Bücher daheim vergessen und es war das einzige Buch, was es dort gab. Ich hätte es besser verbrannt. Das ganze Buch ist eine Unverschämtheit einem denkenden Menschen gegenüber.

    N. Sparks sagt sich, jetzt zeige ich es euch und werde Millionär. Er hat alles gelesen, was man braucht, um einen Weltbestseller zu schreiben und das umgesetzt. Hat zwei Dutzend Klischees genommen und sich einen Traummann gebacken und noch jede Frau bekommt feuchte Höschen, wenn sie es liest, weil Herr Sparks jeden geheimen Wunsch verkitschter Frauen bedient. Wenn ihr wissen wollt, wie eine Frau tickt, dann fragt sie danach. Wenn sie sich immerhin schämt, es gelesen zu haben, oder es gut zu finden, ist noch nicht alles verloren, dann kann man in Erwägung ziehen, sie zu wählen. Für diese Eigenschaft des Buches gebe ich gerne einen ganzen Stern.

  4. Cover des Buches Wir beide, irgendwann (ISBN: 9783570309384)
    Jay Asher

    Wir beide, irgendwann

     (1.065)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist durchschnittlich und sticht durch seine Farben hervor.
    Der Schreibstil ist wunderschön und locker leicht gehalten. Man fühlt sich direkt in der Geschichte wohl und hofft mit den Protagonisten gemeinsam auf ein Happy End.
    Die Idee hinter der Geschichte ist mal etwas anderes. Dadurch, dass Facebook, Netflix und Co für uns zur Normalität gehören, ist es toll zu sehen, was Menschen, die nichts damit anzufangen wissen, davon halten.

    Alles in allem also ein locker leichter Roman für Zwischendurch.

  5. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (736)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  6. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783570311950)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

     (4.857)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Tote Mädchen lügen nicht
    Ich habe ein Paar Folgen im Fernsehen gesehen und als ich das Buch bekommen hatte, hatte ich mich sehr gefreut.

    Das Cover in rot mit den Neon grünen Streifen und der schwarzen Schrift fand ich ganz gut.

    Es wurde um die Serie so ein Hype gemacht, also habe ich es gelesen und war nicht wirklich von dem Buch überzeugt.

    Der Protagonist Clay bekommt 13 Kassetten (MC's), darauf hört er die Stimme seines verstorbenen Schwarms Hannah. Diese hat sich das Leben genommen. Sehr viele haben an ihrem Tod Schild.

    Der Schreibstil hat mich sehr überrascht, denn er ist sehr kurz angebunden. Teilweise wirken die Sätze wie abgeschnitten. Die zwei Zeiten sind aber gut verknüpft worden.

    Gereizt hat eigentlich nur, inwiefern Clay mit Hannahs Tod zu tun hat. Hannah bringt sich sogar selbst in Situationen, die ihr einen Grund geben soll, sich ihr Leben zu nehmen. Das ist aber gut erklärt. 3 von 5 Sternen 🌟.

  7. Cover des Buches Geschichte machen (ISBN: 9783746623337)
    Stephen Fry

    Geschichte machen

     (176)
    Aktuelle Rezension von: scoobs_turner
    Mein absolutes Lieblingsbuch seit Weihnachten 1997, das eine Buch, das ich mit auf die berühmte einsame Insel nehmen würde. Ich schreibe jetzt aber nicht NOCH eine Rezi, in der steht, wie Michael und Leo es tatsächlich schaffen, Adolfs Geburt zu verhindern .. So wichtig das Thema Nationalsozialismus ist .. ist niemandem die wunderbare Liebesgeschichte erwähnenswert, die Stephen Fry erzählt? Ich habe natürlich nicht alle Beiträge gelesen, und vielleicht habe ich mir nur die Stichproben rausgesucht, in denen ausgerechnet nichts davon geschrieben wird... aber, hach und seufz, wie schön ist diese Liebesgeschichte! Und wie schön, dass ich heute hier drüber gestolpert bin - die Ausgabe, die oben abgebildet ist, kannte ich noch gar nicht. Mal gucken, ob die noch erhältlich ist, das wäre dann für mich Variante Nr. 4. Ich beneide immer noch jeden, der das Buch zum ersten Mal liest ... aber auch beim fünfzehnten Mal ist es immer noch spannend. <3
  8. Cover des Buches Die fünfte Frau (ISBN: 9783423212175)
    Henning Mankell

    Die fünfte Frau

     (718)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Wallander soll die brutalen Morde an fünf Männern - alles scheinbar achtbare Bürger - aufklären. Wallanders siebter Fall

    Bei der Mordserie, die Kurt Wallander gerade aufzuklären hat, kann es selbst erfahrenen Polizisten kalt den Rücken hinunterlaufen: Einen alten Mann findet man in einer Pfahlgrube aufgespießt, einen anderen halbverhungert, beinahe nackt an einen Baum gebunden und erwürgt. Ein dritter wurde in einem mit Steinen beschwerten Sack in einem See ertränkt.

    Die Opfer scheinen auf den ersten Blick achtbare Bürger gewesen zu sein, doch stellt sich bei genaueren Nachforschungen sehr bald heraus, daß auch sie Frauen grausam mißhandelt haben. Wenn nun aber der Mord die Rache eines Opfers an Mördern und Vergewaltigern ist, muß Wallander sich beeilen, bevor das nächste, noch grausamere Verbrechen geschieht ...

    In diesem Fall wird es richtig unheimlich! Ein Roman über Rache, Angst und Brutalität. Der Schreibstil des Autors ist wieder fesselnd und auch wenn ich den Roman vor einigen Jahren gelesen habe, so kann ich mich immer noch haargenau an den Inhalt erinnern.
  9. Cover des Buches Die Zeugin (ISBN: 9783442350124)
    Sandra Brown

    Die Zeugin

     (126)
    Aktuelle Rezension von: annasbookworld

    Ein Buch, das sich flott lesen lässt. Es ist kein literarisches Werk, doch das weiß man natürlich. Es war interessant, immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit der Zeugin geführt zu werden. Für die Sofaecke und Bettlektüre zu empfehlen, da es spannend doch nicht brutal geschrieben ist. Man kann also gut einschlafen.

  10. Cover des Buches Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich (ISBN: 9783866481473)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Christopher_B
    Man hätte es wissen können. Nachdem David Foster Wallace im März 1995 eine Karibik-Kreuzfahrt unternommen und darüber geschrieben hat, hätte man es wissen können. Eine Zeitung hatte ihn beauftragt, eine »persönliche Doku-Postkarte im Breitwandformat« zu schreiben. Er hat sich der Sache angenommen und allen, die noch niemals eine Luxuskreuzfahrt unternommen haben, erklärt, was da passiert, wie es sich anfühlt und wen man dabei trifft.

    Und das, obwohl ziemlich schnell klar wird, dass David Foster Wallace sich niemals von selbst auf das Deck des Luxusliners Nadir von Celebrity Cruises Inc. verirrt hätte. Hut ab, dazu gehören Mut und enorm viel Überwindung, so weit über den eigenen Schatten zu springen. Und sympathisch macht es ihn obendrein. Das Buch hätte gern doppelt so lang sein dürfen – wenn das nicht zugleich bedeutet hätte, dass Wallace auch doppelt so lang an Bord hätte bleiben müssen.

    Beeindruckend sind der Witz, die Klugheit und der Charme, mit denen Wallace die Situation an Bord beschreibt: eine real gewordene Phantasie, die so perfekt ist, dass die Gäste binnen Kurzem vergessen, dass es sich um eine Illusion handelt. Als wäre man ein Baby: Essen, Schlafen und Spielen, wann man möchte. Und vor allem: ohne sich um das Geringste sorgen zu müssen. Es fällt nicht schwer, die Luxuskreuzfahrt als die extremste Auswucherung des Massentourismus zu sehen, die es momentan auf der Welt gibt. Hedonismus in Reinform, aber dennoch gefragt. Ein Riesengeschäft. Was zum Teufel ist mit uns los?

    Am beeindruckendsten finde ich, dass es Wallace gelingt, während der gesamten Kreuzfahrt innerlich einen gewissen Abstand zu bewahren, stets ein wenig außen vor zu sein, zu beobachten und mit scharfem Auge mitzuteilen. Er versinkt nicht in der dargebotenen Luxus-Entertainment-Urlaubs-Welt, in der es zwischen acht und neun Mahlzeiten täglich gibt, in der der Room-Service nie länger als 15 Minuten braucht und in der Handtücher so schnell gewechselt werden, dass das Auge kaum nachkommt.

    Er bleibt der Kritiker dieser obszönen Welt, ein Funken Vernunft, vielleicht der letzte an Bord. Und wir sitzen auf seiner Schulter und fragen uns: Brauchen wir das alles? Ist es existentiell wichtig, dass wir mitten auf dem Pazifik Tontauben schießen können? Dass es Eisskulpturen am Buffet gibt? Dass das Bullauge zu unserer Kabine täglich von außen gereinigt wird?

    Man hätte es wissen können. Wenn man Wallace‘ Buch aufmerksam gelesen hätte, wären einem zwischen den Zeilen die ausbeuterischen Verhältnisse der Angestellten an Bord aufgefallen, die für einen mageren Lohn 12-Stunden-Schichten schieben müssen, fern von ihrer Familie, allzeit freundlich und lächelnd, weil sie wissen, dass sie sonst ihren Job verlieren. Man hätte die enorme Vergeudung von Ressourcen (Nahrung, Öl, Wasser …) sehen können, die dieses Luxusleben verursacht, angetrieben von nichts anderem als Eitelkeit und Feierlaune.

    Und wofür das alles? Für nichts. Unser Überleben auf diesem Planeten ist nicht abhängig davon, dass es Luxuskreuzfahrten gibt. Falls jemand in ein paar Jahren fragen sollte, warum unsere Welt zu Grunde geht – bei David Foster Wallace kann man es nachlesen. Man hätte es wissen können.
  11. Cover des Buches Liebe, fertig, los! (ISBN: 9783442479542)
    Rachel Gibson

    Liebe, fertig, los!

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Kitsune87

    Hallo meine Lieben.

    Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde "Abgebrochen". 

    Der heutigen Kandidat in der Übersicht:


    Titel: Liebe, fertig, los!: Roman - Seattle Chinooks 1
    Autor: Rachel Gibson
    Verlag: Goldmann
    Seiten: 448

     

    Derzeit habe ich seltsame Angewohnheiten, was Buchkäufe angeht. Um mich so weitestgehend vor Spoilern zu schützen wie es nur geht, kaufe ich teilweise Romane, ohne ihren Klappentext gelesen zu haben. Zum Beispiel, wenn Titel und Cover ansprechend sind, oder wenn mir andere Blogger, Instagramer (etc.) dazu geraten haben. Faktoren, wie bereits den Autor zu kennen, spielen natürlich auch mit rein. In diesem Fall suggerierte mir die Kombi aus Titel, Cover und "Hey, von der habe ich früher doch gerne mal etwas gelesen", einen unterhaltsamen und soliden ChicLit Roman. Denn ab und an brauche ich so einen, egal wie sehr ich mir versuche einzureden, dass ich diesem Genre entwachsen bin. Ein Blick auf den kompletten Titel ließ vermuten, dass sich Gibson in den Bereich des New Adults vorgedrungen hat und so schaute ich doch kurz auf die Inhaltsangabe, die wie folgt lautet:

    "Eigentlich sollte es für Georgeanne der schönste Tag ihres Lebens werden. Doch vor dem Traualtar kommen ihr plötzlich Zweifel, ob der knapp 60-jährige Virgil Duffy, Besitzer der Eishockey-Mannschaft „The Seattle Chinooks“, wirklich der Richtige für sie ist – und entscheidet sich für „Nein!“. Im letzten Moment flüchtet sie von der Hochzeitsgesellschaft und rennt direkt in die Arme des Eishockeyspielers John Kowalsky, den sie kurzfristig zum Fluchthelfer erklärt. John nimmt sie bereitwillig bei sich auf. Zwar nur für eine Nacht, doch diese bleibt nicht ganz folgenlos."

    Klingt eindeutig nach Contemporary, was ja nichts schlechtes sein muss. Also wurde mein Versuch "Gibson versucht sich an NA" gestartet. Die Zeitangaben, die im Prolog und dann ab dem ersten Kapitel auftauchten, hielt ich zunächst beide für Rückblicke. Allerdings war die Zeit ab dem ersten Kapitel - 1989 - auch die tatsächliche Zeit im Roman. Dies erklärte auch, warum die Protagonistin den 60jährigen Duffy nicht ehelichen wollte. Mit 20 sieht so eine Romanze dann doch anders aus, als wenn sie, wie zunächst ausgerechnet, in ihren Fünfzigern gewesen wäre. Zur Aufklärung ging der nächste Blick dann in den vorderen Teil des Buchs der auch schnell verriet, dass das Buch in der Originalversion 1998 und dann bei uns 2012 erschienen ist. Mein Exemplar, dass ich neu erstanden habe, ist auch tatsächlich die Erstausgabe was vermuten lässt, dass sich die Reihe nicht so gut verkauft hat. Ein kurzer Blick auf das Veröffentlichungsdatum hätte mir wahrscheinlich den ganzen Ärger ersparen können, aber hey, so habe ich anscheinend die Mutter aller New Adult Romane, wie sie derzeit erscheinen, gefunden.

    Der Grund, warum ich den Roman einfach nicht fortführen möchte ist jedoch der ziemlich platte Plott und die wirklich unterirdischen Unterhaltungen der Protagonistin und ihrem Love Interest. Oder seiner Freunde. Oder einfacher gesagt, aller vorkommender Personen. Eine kleine Kostprobe:

    "Und Titten hat sie, dass man um Buttermilch betteln könnte." - Seite 16

    "Sie schaute in seine dunkelblauen Augen mit den dichten Wimpern und wusste, dass sie sich lieber mit einem Buttermesser die Pulsadern aufschneiden würde, als sich vor einem Mann zu übergeben, der so unerhört gut aussah." - Seite 23

    "Die dichten Wimpern und die vollen Lippen hätten ihm einen leicht femininen Touch geben können, aber Fehlanzeige. Der Typ strahlte so viel Maskulinität aus, dass man ihn für nichts anderes halten konnte als für einen hundertprozentig heterosexuellen Mann." - Ebenfalls Seite 23

    Ich habe noch mehr solcher Zitate gesammelt, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

    In diesem Roman werden alle Klischees bedient, die man so finden kann. Die Protagonistin ist natürlich das hübsche Dummchen und ihr männlicher Gegenpart der strahlende Held im Eishockeytrikot. Ihre Einfältigkeit wird sogar dadurch untermauert, als das man ihr diese in der Kindheit diagnostiziert hat. Na dann ist ja alles bester Ordnung. Nicht. Vielleicht ist es der Zeit geschuldet, in der dieser Roman veröffentlich wurde aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich zu der Zeit, in der ich regelmäßig Kinsella, Fielding, Harvey und Co. verschlungen habe, auch dieses Buch hier für gut befunden hätte. Die oben erwähnten Zitate sind nur ein kleiner Auszug. Ich habe bis ca. Seite 80 durchgehalten, danach war es dann vorbei. Ich versuche immer mindestens 100 Seiten zu lesen, bevor ich ein Buch endgültig abbreche, aber hier war mir die Zeit doch wirklich zu schade dafür. Der Plot ist auch so vorhersehbar, dass ich wahrscheinlich nichts verpassen werde. Dieses Buch wäre ein guter Kandidat für #bbfliest gewesen, denn er Grad zwischen Lachen und Verzweiflung war sehr hoch. Das Buch wandert nun in die Kiste für den Bücherschrank. Allerdings mit einer kleinen Notiz meinerseits versehen.


  12. Cover des Buches Solange du da bist (ISBN: 9783734108419)
    Marc Levy

    Solange du da bist

     (1.035)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Cover: Das Cover ist melancholisch und auch etwas mystisch/geheimnisvoll. Somit ist es passend zum Thema Tod und Geister gewählt. Allerdings habe ich es einfach aufgrund des Films gekauft, da mir dieser schon so gut gefallen hatte.

    Inhalt: "Er sieht sie, er liebt sie und er kämpft für sie, als alle sie aufgegeben haben ... San Francisco an einem verschneiten Winterabend: Als Arthur, ein erfolgreicher Architekt, von der Arbeit nach Hause kommt und seinen Schrank öffnet, weil darin ein merkwürdiges Summen zu hören ist, findet er eine Frau, die sich selbstvergessen zur Musik des Radios hin und her wiegt. Nur: Das kann eigentlich gar nicht sein, denn Lauren liegt seit einem Autounfall im Koma. Arthur traut seinen Augen nicht. Doch nach und nach besiegen seine aufkeimenden Gefühle jeden Zweifel und er setzt alles daran, der jungen Frau zu helfen..."

    Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr gut, so dass ich gut und flüssig lesen kann. Ich fliege nur so durch die Seiten.

    Charaktere: Arthur ist mir sympathisch und ich begleite ihn gerne in dieser Geschichte. Auch Lauren kann ich gut leiden. Paul ist ein Freund wie man ihn sich nur vorstellen kann - man merkt richtig, dass Arthur ihm sehr wichtig ist. Der Polizist ist etwas skurril, aber doch irgenwie auch sympathisch.

    Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Die Idee dahinter ist sehr interessant und daher wollte ich auch immer wissen wie es weiter- und ausgeht. Es war zu keinem Zeitpunkt langatmig, aber es gab "seichtere" Szenen und dann passierte wieder einiges - eine gute Abwechslung. Da mir die Charaktere alle sympathisch waren, habe ich sie auch gerne hier begleitet.

    Ich hatte den Film schon gesehen und fand ihn sehr gut und ich finde jetzt, nach Kenntnis von Film und Buch, beides gut und bin von keinem enttäuscht oder finde es schlechter. In dem Film ist zwar die Grundidee dahinter identisch, aber die Ereignisse sind doch anders als im Buch. Auch fand ich es beispielsweise interessant, dass im Buch noch die Polizei eine Rolle spielt und auch die Sicht und Ermittlungen des Polizisten zu erfahren. Es war spannend und ich bin durch das Buch recht schnell durchgekommen.

  13. Cover des Buches Im Abgrund (ISBN: 9783442356195)
    Jeff Long

    Im Abgrund

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Es beginnt im Jahre 1996 in Bosnien-Herzigowina. Die Nato-Friedenstruppe ist mit ein paar Ärzten bei den Massengräbern (vom Bürgerkrieg), um sie zu kartieren. Die Szenerie ist an sich schon gruselig genug, aber da geht nachts noch mehr ab. Aktivitäten, für die es (erstmal) keine Erklärungen gibt. Das ist aber nur der Anfang, denn die Ursache liegt tief in unserer Welt, im wahrsten Sinne des Wortes...! Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so begeistert und fasziniert, wie dieses. Alles las sich total spannend und sehr realistisch. Was war ich beim lesen manchmal froh, dass ich nicht 'da runter' musste...;o) Da ich mich gerne mit den Potagonisten identifiziere, hatte ich Probleme, mich in der realen Welt (hier oben) zurecht zu finden. Beklemmend die Athmosphäre und gruselig. Ich bin nicht der große Fantasie-Horror-Fan, aber das Buch hat mich total süchtig gemacht. (habs mir gerade nochmal ersteigert, da vorher geliehen) ;o) Beim ungewöhnlichen Bild auf dem Cover dachte ich schon, das sei Satan, aber weit gefehlt. 2 Tage, dann hatte ich die über 500 Seiten durch. Für mich sehr rasant. Das einzige, was ich 'etwas' langweilig fand, war die Vorgeschichte von Ali in Afrika. Wenn ich an einen Satan glauben würde, wäre er so, wie in diesem Buch beschrieben. Dieses Werk von Jeff Long verändert unsere Welt vor unseren (geistigen) Augen. Absolut zu empfehlen. Bin schon gespannt, wie die Verfilmung umgesetzt wird.
  14. Cover des Buches Wir sind dann wohl die Angehörigen (ISBN: 9783492314992)
    Johann Scheerer

    Wir sind dann wohl die Angehörigen

     (57)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Diese dramatische Entführungsgeschichte von Jan Philipp Reemtsma wird hier erzählt aus Sicht seines Sohnes. Diese Erfahrung, die man nur schwer begreifen und schon gar nicht selber erleben will, verändert den Dreizehnjährigen von einem Tag auf den anderen. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es war. Vertrautes wird verdrängt von Ungewissem, Angst überschattet den Alltag und das einzige was bleibt, ist die Hoffnung, die man kaum zu denken wagt. Er entwickelt seine ganz eigene Art, mit dieser nervenaufreibenden Situation umzugehen.


    Die Schilderungen und Briefe sind sachlich und trotzdem spürt man den grossen Zusammenhalt innerhalb Familie, welcher viel Geld zum Verhängnis geworden ist.

  15. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (159)
    Aktuelle Rezension von: MiGu
    Kurze Inhaltsangabe
    Im Mai 1996 nahm der Journalist Jon Krakauer an einer Expedition auf den Mount Everest teil und erlebt dabei eine Katastrophe, bei der fünf seiner Kameraden bei einem Schneesturm ums Leben kamen.
    Er selbst konnte sich in Sicherheit bringen doch insgesamt starben 12 Menschen.

    Meinung
    Als im Mai die Katastrophe ihren Lauf nahm, erlebte Jon Krakauer hautnah die Geschehnisse. In seinem Roman „In eisige Höhen“, der ein Augenzeugenbericht ist, erzählt er von diesem dramatischen Ereignis und äußert sich teilweise auch sehr kritisch.
    In seinem Vorwort bemerkt der Leser direkt, wie wichtig es ihm ist, noch einmal dieses Erlebnis Revue passieren zu lassen, davon zu berichten, was ihn so belastet.
    Die Erzählung ist in Kapitel chronologisch mit Datum und Höhenmeter versehen, aufgeteilt.

    Der Autor berichtet nicht sofort über die Katastrophe, sondern lässt den Leser teilhaben an den Vorbereitungen dieser Expedition. So erinnert er sich an die anderen Teilnehmer, die sich teilweise selbst zurückerinnern und berichtet von zwischenmenschlichen Gesprächen, die damals stattgefunden haben.
    Er berichtet von der Faszination der Berge, das Glücksgefühl, wenn man erschöpft im Lager ankommt, die eisige Kälte, wenn man den Minusgraden ausgesetzt ist und die menschliche Anspannung untereinander in der Gruppe oder die, die andere Gruppen betreffen.
    Dies machte für mich diese Erzählung sehr bewegend, denn man weiß, dass einige dieser Personen den Berg nicht lebend verlassen werden.

    So ging es mir auch mit der chronologischen Aufteilung der Kapitel.
    Sie machen die Erzählung fesselnder aber auch beklemmender, denn man weiß, das tragische Schicksal kommt näher und näher …
    Diverse Fotoabbildungen begleiten die Erzählung und halfen mir persönlich dabei, das Basislager vorstellen zu können.
    Ein bisschen schwierig fand ich den verständlicherweise sehr emotionalen Schreibstil von Jon Krakauer, der zwischendurch auch kleine Wiederholungen beinhaltet.
    Da von diesem Schicksal sehr viele Menschen betroffen waren, tauchen in diesem Roman natürlich auch sehr viele Namen auf.
    Diese waren für mich schon teilweise schwer, zuzuordnen, doch zwischendurch verwirrte mich der Autor zusätzlich damit, dass er die Personen mal mit dem Vornamen ansprachen und einige Seiten später wieder mit dem Nachnamen.
    Andererseits ist es eben jener emotionale, sehr persönliche Schreibstil, der diese Erzählung dem Leser näherbringt.
    So ist es nicht verwunderlich, wenn man selbst emotional wird und um jeden verunglückten, trauert und sich über jeden Überlebenden freut.

    Fazit
    „In eisige Höhen“ ist ein dramatischer Roman, der von einem schrecklich tragischen Unglück berichtet und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt.
    Hätte diese Katastrophe verhindert werden können?
    Was verleitet Menschen dazu ausgerechnet diesen Berg bezwingen zu wollen?
    Ich selbst kann diese Faszination zwar nicht nachempfinden aber der Autor hat es zumindest geschafft, mich mit dieser Expedition zu fesseln und um jeden einzelnen Menschen zu bangen.










  16. Cover des Buches Schmetterling und Taucherglocke (ISBN: 9783552058668)
    Jean-Dominique Bauby

    Schmetterling und Taucherglocke

     (166)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Der durch Schlaganfall in sich selbst gefangene Autor digtiert seine Erinnerungen und Gedanken durch "Morsezeichen" anhand von Blinzeln. Inhaltlich dennoch wenig aussagekräftig und oberflächlich. 

  17. Cover des Buches Neues vom Watership Down (ISBN: 9783550082429)
    Richard Adams

    Neues vom Watership Down

     (18)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    1972 erschien das Buch "Watership Down" von Richard Adams und wurde zu seinem erfolgreichsten Werk. Über 50 Millionen Bücher sind von dieser wunderschönen und spannenden Geschichte um eine Gruppe Wildkaninchen, die aus ihrem bisherigen Gehege fliehen und sich eine neue Heimat finden muss, verkauft worden.
    1978 wurde das Buch verfilmt und der Titelsong von Art Garfunkel ("Bright Eyes") ein Welthit.

    1996 folgte dann "Neues vom Watership Down"... Dieses Buch ist keine wirkliche Fortsetzung des eingangs erwähnten Buches, sondern enthält neben neuen Sagen um El-ahrairah eine Sammlung kurzer Geschichten.

    Das in drei Teile geteilte Buch beginnt mit größtenteils belanglosen Geschichten. Erst der dritte Teil blüht zum Charme des ersten Buches auf und lässt die Lust entstehen, den Kampf gegen General Woundwort abermals zu lesen.

    Eine milde Enttäuschung für die Freunde des visionären Fiver, der sein Gehege mehr als nur einmal rettet und seines Bruders Hazel, des Anführers der Sandleford-Flüchtlinge und all der anderen liebenswerten Figuren.
  18. Cover des Buches Conan (ISBN: 9783453308053)
    Lin Carter

    Conan

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Dies ist der erste Teil von Conan dem Cimmerier. Archaisch verfilmt mit Schwarzenegger, der wie kein anderer in diese Rolle passt. Conan ist nicht vergleichbar mit anderen Muskelprotzen, benutzt er doch oft sein Gehirn und hat eine angeborene Schläue. Auch beherrscht er viele Fremdsprachen, die im das Überleben leichter machen. Ursprünglich erschaffen von Robert E.Howard, wurden die teilweise unvollständigen Geschichten von Sprague deCamp oder Lin Carter weitergeführt. Zu empfehlen ist auf jeden Fall die ungekürzte Version des Heyne Verlages, die in einer Neuauflage in gelben Büchern daherkommt. Ein Muss für jeden Fantasy Fan!
  19. Cover des Buches Die Königin von Zamba (ISBN: B0040ILFZ2)
    Lyon Sprague de Camp

    Die Königin von Zamba

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Erster Roman des Krishna Zyklus welcher als Sammlung von Novellen in den späten 40er Jahren begann. Von der Space Opera und den Schwert und Planeten Geschichten der damaligen Zeit beeinflusst beschreibt deCamp ein eigenes (doch etwas wirres) Universum. Es spielt in der Zukunft und hat meistens einen recht simplen Plot. Hier ist es die Suche des noch auf der Erde agierenden Victor Hasselborg der die Tochter Julnar sucht. Dabei kommt er auch dne Planeten Krishna. Durch die Zusammensetzung der Novellenart wirkt ide Geschichte etwas zerrissen. DeCamp Anhänger kommen hier aber auf ihre Kosten
  20. Cover des Buches Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde (ISBN: 9783423436632)
    Michael Greenberg

    Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Literatur würden erstaunliche Werke fehlen, wenn es die Psychose nicht gebe. Der menschliche Geist ist ein Phänomen, dessen Erkundung mich seit langem fasziniert. Er ist Quelle der Inspiration, aber auch des unendlichen Leidens.

    In "Der Tag, an dem meine Tochter verrückt wurde" beschreibt Michael Greenberg wie seine Tochter im Alter von 15 Jahren eine akute Psychose erleidet und in einer Klinik psychatrisch behandelt wird. Immer stehen die Fragen im Raum: Wo ist die wahre Sally hin? Wann kehrt sie zurück? Kehrt sie überhaupt jemals zurück?

    Um die psychische Krankheit von Sally entspinnt sich eine ganze Familiengeschichte. Sie ist nicht die Einzige in der Familie, der der "normale" Menschenverstand abhanden gekommen ist. So berichtet Michael von seinem Bruder Steve, den er regelmäßig besucht und mit Essen versorgt.

    "Eine geistige Erkrankungen wird an den verschrobenen Gedanken des Patienten erkannt." (S. 129)

    Hm, was sind verschrobene Gedanken? Die Gedanken, welche Sally in ihrer Manie äußert, wirken eher weitsichtig und intelligent. Allein der Größenwahn, das Gefühl auserwählt zu sein und die totale ICH-Bezogenheit deuten auf einen unkontrollierbaren und gefährlichen Prozess hin.

    Die Geschichte von Sally hilft verstehen. Sie zeigt auf, dass der Betroffene nicht einfach abdreht, sondern durchaus spürt, dass etwas nicht stimmt und auch Möglichkeiten hat, dagegen zu wirken. Das gibt Hoffnung. Sehr wertvoller Lesestoff!        
  21. Cover des Buches Mordshunger (ISBN: 9783863580537)
    Frank Schätzing

    Mordshunger

     (351)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman erschien zuerst 1996 bei Emons. Zunächst war es wohl nur lokal bekannt und erst als Schätzing durch „Der Schwarm“ berühmt wurde, wurden auch seine früheren Bücher „entdeckt“.

    Mordshunger ist ein humoristischer Krimi, der Szenen enthält, die in den Slapstick abdriften. Und entsprechend skurrile Personen bevölkern das Buch. Ein Kommissar, der immer nur ans Essen denkt, ein Hauptmeister, der von der Mutter durch Anrufe schikaniert wird, ein Pathologe aus der Transvestitenszene und viele andere. Auch die zahlreichen Verdächtigen sind nicht nur verdächtig, sondern haben alle irgendeinen Schatten. Und einen Doppelgänger gibt es auch.

    Der Humor ist schwankt oft zwischen ziemlich platt: „„Warum tragen Sie keinen Trenchcoat. In den Filmen tragt ihr immer welche!“ wird Kommissar Cüpper einmal begrüßt.“ und originell „Eher kocht Bocuse mit Maggi.“ Vieles dreht sich ums Essen, vor allem um die gehobene Küche. Extrem platt kommt der schwarze Humor daher, wenn der Pathologe und der Kommissar sich zwischen Leichen über Rezepte unterhalten, das ist zu gewollt schwarz, geradezu billig.

    Leider gibt es auch saublöde handwerkliche Fehler: so heißt die Privatsekretärin von Barnecks auf S. 74 Eva Feldkamp, auf S. 82 aber plötzlich Eva Feldmann. Die Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe des Emons Verlags aus dem Jahr 2006.

    Manches ist ganz witzig, das meiste hat einen Bart und trägt vor allem insgesamt nicht über knapp 300 Seiten. Leider gar nicht zu empfehlen. Ein Stern von mir.

  22. Cover des Buches Der Gipfel: Tragödie am Mount Everest (ISBN: B004OL2TK0)
    Anatoli Boukreev

    Der Gipfel: Tragödie am Mount Everest

     (23)
    Aktuelle Rezension von: emilayana

    Der Gipfel – Anatoli Boukreev

     

    Genre: Drama

    Autor: Anatoli Boukreev und G. Weston DeWalt

    Verlag: Heyne

    Preis: 10 €

    Seiten: ca. 300

    ISBN: 978-3-453-40569-1

     

     

    1.     Handlung: Nach in eisige Höhen von Jon Krakauer kommt nun der Gipfel von Anatoli Boukreev. Dieser wurde in Krakauers Buch kritisiert. Oft wird dieses Buch aufgrund dessen mit einer Rechtfertigung gleichgesetzt. Er schrieb dieses Buch mit Hilfe seines Co-Autors DeWalt, da er selber nur brüchig Englisch sprach. Der Gipfel erzählt die bekannte Geschichte des Mount Everest Unglücks 1996, bei dem fünf Menschen an nur einem Aufstiegstag um Leben kamen.

    2.     Schreibstil: Der Schreibstil DeWalts ist einfach, aber sicher. Allerdings stört es den Leser an manchen Stellen, dass zwischen den Perspektiven gewechselt wird. So gibt es normalerweise nur einen Wechsel zwischen der 3. Person Singular und der Ich-Perspektive Bourkeevs. Allerdings wechselt dann plötzlich diese  z.B. in die Ich-Perspektive Beidelmanns. Das irritiert den Leser und man muss sich erst wieder orientieren. Dies stört einen auch im Fluss des Lesens und ist an manchen Stellen, vor allem als es auf den Höhepunkt zuging, auch der Spannung abträglich. Ansonsten beschränkt sich DeWalt eigentlich auf einen relativ parataktischen Satzaufbau. Außerdem beschreibt er vieles, mit einigen Aussnahmen wenn es um Boukreev geht, sehr sachlich.

    3.     Charaktere: Die Charaktere lassen sich schwer bewerten, da es sich um echte Personen handelt, so werde ich natürlich nur etwas zur Darstellung dieser sagen. Anatoli Bourkeev, der ja in Krakauers Buch kritisiert wurde, wird in seinem eigenen natürlich durchaus positiv dargestellt. Alle seine Entscheidungen werden nicht nur gerechtfertigt sondern auch als absolut richtig in der jeweiligen Situation geschildert. Er mutiert in diesem Buch eigentlich fast schon zum Helden, der alleine alle rettet. Und das kann man ihm auch nicht absprechen. Anatoli Boukreev rettete im Alleingang noch mehreren Manchen das leben, die sich in der Dunkelheit verlaufen hatten. Diese Aktion gilt als eine der heldenhaftesten Rettungsaktionen der Bergsteigergeschichte.

    4.     Umsetzung: Die Umsetzung des Buches ist nicht einmal annähernd so spannend wie die Krakauers. DeWalt gelingt nicht die Grandwanderung zwischen: Das echte Ereignis wahrheitsgetreu wiederzugeben und eine spannende Geschichte zu erzählen. Diese Buch ist bis auf ein paar Stellen an denen Boukreevs Aktionen rechtfertigt werden allerdings sehr nüchtern und sachlich geschrieben. Zudem bekommen wir keinen Einblick in die Aktionen anderer Expeditionen zum Beispiel während der Akklimatisierungsphase. Das mag auch daran liegen, dass Boukreev ein Einzelgänger war. Allerdings wäre es wirklich wünschenswert gewesen auch die anderen Geschehnisse am Berg schon zu beginn des Buches ein wenig einzuführen, damit man während der Katastrophe nicht überrumpelt wird.

    5.     Cover: Das Cover des Buches ist passend zum Inhalt gewählt.

    6.     Ende: Das Ende des Buches, wenn auch vorhersehbar ist einigermaßen packend erzählt und man liest es gerne zu Ende. Auch wenn die schon oben angesprochenen Perspektivwechsel die Spannungskurve unterbrechen und eine neue Orientierung ( das doppelt lesen einiger Passagen ) bedeuteten.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:          30 / 40

    2.     Schreibstil:         9  / 15

    3.     Charaktere:      15 / 20

    4.     Umsetzung:        4 / 10

    5.     Cover:                  5 / 5

    6.     Ende                     6/ 10

     

                                                          69 / 100

     

    Gesamtwertung:   6.9 P

    Genrewertung:      7.5 P

     

    Der Gipfel von Anatoli Boukreev ist ein gelungenes Buch, dass es allerdings mit seinem Vorgänger von Krakauer nicht aufnehmen kann.

    Ich empfehle der Gipfel als eine Art Ergänzung nach dem von Krakauer zu lesen um beide Sichtweisen gut miteinander vergleichen zu können.

     

    Amazon Link: Der Gipfel – Boukreev und DeWalt

    Verlag Link: Heyne – Randomhouse

     

    Rezension von In eisige Höhen : hier

     

  23. Cover des Buches Bis zum letzten Tag (ISBN: 9783453423923)
    Nicholas Sparks

    Bis zum letzten Tag

     (610)
    Aktuelle Rezension von: DaniLeseBunny

    Bis zum letzten Tag ist ganz klar eines meiner liebsten Bücher von Nicholas Sparks. Er hat darin eine wirklich schöne und heimelige Atmosphäre geschaffen - ein richtiges Wohlfühl-Buch. So wie es im Film nun einmal nicht rüber kommen kann; auch wenn dieser sehr nah am Buch ist.
    Trotz der Wendung, die das Buch nimmt und die einem das Herz bricht, habe ich vor allem das mitgenommen.

    Die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil nicht zu bemängeln, die Liebesgeschichte süß und schön (und zwar nicht nur die zwischen Gabby und Travis, auch die zwischen ihnen und ihren Tieren :) )

  24. Cover des Buches Conan der Schwertkämpfer (ISBN: B003PKWWTE)
    L. Sprangue

    Conan der Schwertkämpfer

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Nach einem beispiellosen Bravourstück gegen die Legion der Toten befreit Conan die schöne Königin Marala und bringt ihr den Stern von Khorala zurück, einen Ring mit magischen Kräften. Aber nicht lange hält es der Cimmerier am Hofe seiner Gönnerin. Er schließt sich einer beutegierigen Seeräuberbande an, die das Juwel im Turm des Zauberers Siptah rauben will. Doch die grausame Tat hat Folgen, auch für den scheinbar unbesiegbaren Conan . Routinierte Fantasy Fortsetzung von der Conan Reihe jetzt schon im Band 15

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