Bücher mit dem Tag "2 sterne"
132 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.711)Aktuelle Rezension von: Silke-LuIn der zwielichtigen Hafenstadt Ketterdam erhält der gerissene Dieb Kaz Brekker ein verlockendes Angebot: ein nahezu unmöglicher Coup, der ihm unermesslichen Reichtum bringen könnte. Gemeinsam mit fünf sehr unterschiedlichen Verbündeten macht er sich auf den Weg, um einen gefährlichen Magier aus einem streng bewachten Gefängnis zu befreien. Doch der Plan ist riskant und verlangt ihnen alles ab.
Das Lied der Krähen hat mich einfach komplett überzeugt. Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt und dabei sehr atmosphärisch. Es ist eines dieser Bücher, zu denen man nicht viel schreiben muss, da es sich von Anfang bis Ende einfach gut angefühlt hat.
Besonders hervorzuheben sind die Charaktere. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und Motivation mit, was die Dynamik innerhalb der Gruppe sehr interessant macht. Am meisten haben mich die Beziehungen zwischen Kaz und Inej sowie zwischen Nina und Matthias gefesselt. Wobei Jesper und Wylan auch sehr interessant sind, also eigentlich sind alle sechs spannend!
Kaz’ Hintergrundgeschichte ist dabei besonders intensiv und emotional. Seine Vergangenheit ist hart und traurig, und man kann seine Beweggründe wirklich gut nachvollziehen. Die Geschichte, die hinter den Handschuhen steckt, da gruselt es mich schon wieder. Ähnlich ging es mir auch bei Inej, deren Geschichte auch unter die Haut geht.
Nina mochte ich ebenfalls total gerne. Sie bringt mit ihrer selbstbewussten und humorvollen Art eine gewisse Leichtigkeit in die Handlung.
Der eigentliche Coup ist dann das absolute Highlight: clever aufgebaut, spannend umgesetzt und voller unerwarteter Wendungen. Man fiebert die ganze Zeit mit und wird immer wieder überrascht.
Für mich ist das Buch ein echtes Highlight und bekommt ganz klar 5 Sterne.
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.561)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppEin wirklich guter erster Band, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat, vor allen Dingen bei diesem Cliffhanger am Ende.
Es ist wirklich spannend, mit anzusehen, wie quasi gleich zwei Männer das Herz seiner Frau erobern können. Aber ist doch im Herzen der Frau immer nur ein Mann gibt, der wirklich heraussticht.
Die Welt und das World Building dazu waren wirklich sehr sehr schön. Sie waren nicht so ausführlich, aber dennoch, so dass man es sich gut vorstellen konnte. Zudem finde ich es diese gesamte Welt auch sehr hübsch anzusehen.
Den Schreibstil finde ich mehr als angenehm. Nicht nur dass wir die Perspektive haben, sondern auch dass wir gleich mehrere Perspektiven haben und dann somit in wirklich jedem hineinversetzen kann. Besonders spannend fand ich, dass man nicht wusste, werde ich ja der beiden Männer wirklich der Attentäter ist und man somit auch noch ein wenig mit rätseln musste. Oft hab ich gedacht, ich bin auf der sicheren Seite und habe mich dann doch getäuscht.
Lia ist eine wirklich sehr, sehr starke Protagonistin. Natürlich könnte man sagen, sie ist vielleicht anfänglich ein wenig naiv, da sie ihre eigenen Bedürfnisse über die Ihres Volkes stellt ohne darüber nachzudenken, dass sie natürlich verfolgt werden . Andererseits muss ich sagen, dass ich voll auf ihr Seite bin, niemand solche zu gezwungen sei, jemanden zu heiraten, den er nicht liebt. Ihr sind die Bedürfnisse der anderen wichtiger als ihre eigene. Sie denkt zuerst an alle anderen, bevor sie an sich selbst denkt und sie hat ein großes Herz das ist nicht verdient hat gebrochen zu werden.
Ich würde sagen, dass auch der Attentäter langsam Gefühle für sie entwickelt und man schon merkt, dass er seinen Job eigentlich nicht ausführen möchte und alles versucht um sich noch ein wenig Zeit zu schaufeln was ja auch zeigt, dass er ein gutes Herz hat und wahrscheinlich eine sehr schwierige Vergangenheit.
Auch der Prinz ist mir eigentlich sehr sympathisch. Trotzdem Bedürfnis, sie eigentlich von sich zu stoßen, merkt er, dass sie eigentlich einfach nur das getan hat, wozu er sich nicht getraut hat. Ich denke er kommt hier auch gerade charakterlich sehr weit vor da merkt was er für Fehler in der Vergangenheit gemacht hat und merkt, dass man vielleicht nicht immer das tun kann, was man auch tun möchte und andersherum. Dass er sich so in sie verkuckt hat und ihre Nähe sucht zeigt ja eigentlich auch noch mal mehr was für ein großes Herz Lia eigentlich haben muss.
Die kleinen zwischen Kapitel sage ich jetzt mal, in denen man so ein bisschen in den Einblick der Geschichte bekommt. Finde ich auch wirklich spannend vor allen Dingen, wenn es um die Entschlüsselung des Buches geht welches Lia entwendet hat.
Ich muss sagen, ich bin sehr froh, dass das Cover mittlerweile geändert wurde und nicht mehr eine Frau das Cover ziert, sondern jetzt sehr viele verknackte Symbole auf dem Cover sind. Das macht das wesentlich schöner und viel ansprechender.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(885)Aktuelle Rezension von: Eve_WaeKlappentext:
Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. Ein totalitärer Staat, der keine Gnade kennt. Und eine stille Heldin, die den Ausbruch versucht: »Der Report der Magd« ist große Literatur und noch viel mehr.
Für Millionen Leserinnen auf der ganzen Welt ist Margaret Atwood die wichtigste literarische Stimme eines warnenden Feminismus. Ihre beklemmende Dystopie löste bei Erscheinen im Jahr 1985 einen kollektiven Aufschrei aus. Die weltweite Faszination ist geblieben.
Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...
Meine Meinung:Ich bin über die Serie The Handmaid’s Tale auf Disney+ gestolpert und war sofort gefesselt. Ich bin komplett in diese Welt eingetaucht und wollte unbedingt wissen, woher das alles kommt. So bin ich schließlich bei Der Report der Magd von Margaret Atwood gelandet.
Und ehrlich gesagt hat mich das Buch genauso wenig losgelassen wie die Serie.
Die Geschichte spielt in Gilead, einem ehemaligen Teil der USA, der nach einem religiösen Umsturz zu einem totalitären Regime geworden ist. Frauen haben keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten noch über ihr eigenes Leben bestimmen. Sie existieren nur noch als Besitz und im schlimmsten Fall als Gebärmaschinen.
Im Zentrum steht June Osborn, die als Magd im Haushalt eines Kommandanten lebt und gezwungen wird, für ihn ein Kind zu bekommen. Allein diese Ausgangssituation ist schon schwer auszuhalten, aber was das Buch daraus macht, geht noch viel tiefer.
Besonders spannend fand ich die Form. Die Geschichte ist wie ein Bericht aufgebaut, fast wie ein persönliches Protokoll. June erzählt bruchstückhaft von ihrem Leben nach dem Umsturz, ihren Erinnerungen, ihren Gedanken. Dazwischen stehen die sogenannten historischen Anmerkungen aus der Zukunft, in denen ihr Bericht wie ein Fundstück analysiert wird. Das macht das Ganze noch beklemmender, weil es plötzlich nicht mehr nur wie Fiktion wirkt, sondern wie etwas, das tatsächlich passiert sein könnte.
Die Handlung an sich ist ruhig und unspektakulär. Es geht nicht um große Action, sondern um das Aushalten, das Erinnern und das Überleben. Gerade das hat es für mich so intensiv gemacht. Margaret Atwood schreibt nüchtern und teilweise fragmentarisch, was die Ausweglosigkeit nur noch verstärkt.
Ein Detail, das mir erst nach und nach bewusst wurde, hat mich besonders getroffen. Die Namen der Mägde. June wird „Desfred“ genannt, eine Andere heißt zum Beispiel „Desglen“. Am Anfang habe ich das einfach hingenommen, ohne groß darüber nachzudenken. Bis mir klar wurde, dass das nicht einfach Namen sind. Sie bedeuten „des Fred“, „des Glen“. Die Frauen besitzen nicht einmal mehr ihre eigene Identität. Sie gehören ihren Kommandanten. In Junes Fall ist das Fred Waterford. Dieser Moment des Verstehens hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie konsequent dieses System Frauen entmenschlicht.
Es ist definitiv keine leichte Lektüre. Der Umgang mit Frauen, die völlige Kontrolle über ihre Körper und ihr Leben, das alles ist schwer auszuhalten. Und gleichzeitig wirkt es erschreckend real. Gerade weil das Buch schon in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich heute fast noch aktueller an.
Fazit:
Für mich war „Der Report der Magd“ keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt. Es ist ein Buch, das nachwirkt, das einen beschäftigt und das einem unangenehme Fragen stellt. Genau das macht es so stark.
- Jane Austen
Emma
(1.027)Aktuelle Rezension von: JordanbakerJane Austens Emma ist ein Roman voller Eleganz, feinem Witz und psychologischem Gespür. Ich gebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten hat, ich aber nicht durchgehend begeistert war.
Im Mittelpunkt steht Emma Woodhouse – jung, wohlhabend und überzeugt, eine begnadete Heiratsvermittlerin zu sein. Was sie dabei übersieht, sind ihre eigenen Gefühle und die der Menschen um sie herum. Austen zeichnet Emma mit viel Ironie, aber auch Sympathie: Sie ist weder perfekt noch böse, sondern einfach menschlich in ihrer Selbstüberschätzung. Die Entwicklung dieser Figur ist großartig beobachtet und macht den Reiz des Buches aus.
Der Schreibstil ist – wie bei Austen gewohnt – brillant: die Dialoge sprühen vor feiner Gesellschaftskritik, die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet, und die romantischen Verwicklungen sind mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert.
Den einen Stern ziehe ich ab, weil die Handlung in der Mitte etwas zu sehr tritt und einige Nebenstränge für meinen Geschmack zu ausführlich geraten. Auch Emma selbst war mir stellenweise etwas zu sehr in ihrer privilegierten Welt gefangen, sodass mir die kritische Distanz fehlte.
Dennoch: Ein wunderbarer Klassiker für alle, die intelligente Unterhaltung mit Tiefgang schätzen – und sich nicht scheuen, sich auf eine etwas langsamere Erzählweise einzulassen.
- Kami Garcia
Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
(1.046)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenEthan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.
Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht.
Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert.
Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können.
Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht.
Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet.
Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮
- Erin Watt
Paper Palace
(1.296)Aktuelle Rezension von: BiblioLoniGerade als man denkt, Ella und Reed hätten endlich zueinandergefunden, kommt der nächste Schock: Reed wird plötzlich des Mordes beschuldigt. Diese Wendung stellt nicht nur ihre Beziehung, sondern auch Reeds gesamte Familie auf eine harte Probe.
Die Handlung bleibt spannend, keine Frage. Aber im Vergleich zu den ersten beiden Teilen konnte mich dieses Buch nicht ganz so mitreißen. Vielleicht lag’s auch an meinen eher zurückhaltenden Erwartungen, aber trotzdem bin ich froh, dass ich es bis zum Ende gelesen habe.
Was mich berührt hat, war die unerschütterliche Loyalität zwischen Ella und Reed. Trotz aller Zweifel von außen haben sie nie aneinander gezweifelt. Ihre Liebe stand immer im Mittelpunkt, und sie konnten sich vollkommen aufeinander verlassen. Auch Reeds Familie hat Ella weiterhin unterstützt. Das fand ich besonders schön. Sie hatte Menschen um sich, die sie aufgefangen haben, selbst als ihr totgeglaubter Vater plötzlich wieder auf der Bildfläche erschien.
Das Ende hat mir dann doch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Liebesgeschichte von Ella und Reed ist stark, ehrlich und voller Vertrauen. Und auch wenn dieser Teil für mich nicht ganz an die Vorgänger herankam, war es ein würdiger Abschluss für eine intensive Reise. - Freida McFadden
Wenn sie wüsste
(1.157)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannDas ist das beste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe (okay es ist auch das erste Buch der Autorin).
Die Geschichte ist von Anfang an spannend geschrieben und kann diesen Spannungsbogen auch bis zum Ende des Buches behalten.
Man fühlt mit den Charakteren der Geschichte mit und ich hätte mit dem Ende der Geschichte nicht gerechnet. - Colleen Hoover
Weil wir uns lieben
(1.286)Aktuelle Rezension von: annalogHab vieles Überflogen, weil es 1:1 auf Band zwei kam. Die neuen Stellen waren sehr schön vor allem, weil man die Perspektive von Will auf Geschehnisse aus Band eins, die aus Laykens POV erzählt ist, erhält. Die Geschichte an sich ist auch wirklich einfach ein Zuckerstück, aber ich hab mich manchmal gelangweilt. Für mich auf jeden Fall der schwächste Band der Reihe.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.020)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIm zweiten Band dieser Trilogie reist Anna ins 17. Jahrhundert nach Paris. Sebastiano ist bereits dort und scheint sein Gedächtnis verloren zu haben. Er kennt Anna nicht mehr und weiß auch nicht, dass er ein Zeitreisender ist. Er hält sich für einen Musketier. Anna muss es irgendwie gelingen, seinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen..
❤️ Hat mir wie bereits Band 1 sehr gut gefallen. Ich mag Zeitreiseabenteuer, und das Paris im 17. Jahrhundert ist an sich schon spannend! :)
19.12.25
- Brittainy C. Cherry
Wie die Luft zum Atmen
(1.128)Aktuelle Rezension von: weltinseiten_vanessaEmotional und nah an der Trauer.
liz und Tristan sind zwei gebrochene Seelen, die beide einen geliebten Menschen verloren haben und versuchen, in einer Welt weiterzulebe, die plötzlich stillsteht.
Liz mochte ich für Ihre Sensibilität und ihre innere Zerissenheit sehr.
Tristan, ein Charakter mit viel Tiefe, voller Schuldgefühle und Schmerz.
ihre Verbindung basiert auf gegenseitigem Verständnis.
Spoiler: Ich liebe die Gesxhichten von Cherry. Allerdings hatte ich hier ein großes Problem: das Liz und Tristan sich gegenseitig mit den Namen ihrer verstorbenen Apartment angesprochen haben, um zu heilen und loszulassen, hat für mich überhaupt nicht funktionier.
- Arno Strobel
Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
(1.140)Aktuelle Rezension von: Stefy87Eine Auszeit gefällig? Ohne Internet, ohne technische Geräte, genau das erleben einige Menschen gemeinsam. Eine junge Gruppe wagt dieses Experiment und verlässt ihre Komfortzone und ihr Zuhause, um einige Tage in einem Bergsteigerhotel auf über 2000 Metern Höhe zu verbringen.
Doch schon am zweiten Tag wird die Auszeit zum absoluten Horror: Einer aus der Gruppe verschwindet und wird später misshandelt aufgefunden. Von diesem Moment an wächst das Misstrauen untereinander, denn plötzlich könnte jeder der Täter sein. Jeder wird verdächtigt.
Ich fand die Geschichte mega spannend, sie hat mich bereits auf der ersten Seite abgeholt. Durch die kurzen Kapitel fliegt man nur so durch die Seiten. Auch wenn sich einige Stellen zwischendurch etwas in die Länge gezogen haben, war der Schreibstil insgesamt sehr flüssig und modern.
Es gab mehrere unerwartete Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr interessant. Allerdings war es am Anfang etwas schwierig, den Überblick zu behalten, da gleich zu Beginn der Reise alle Charaktere vorgestellt werden. Dadurch fiel es mir zunächst schwer, sie voneinander zu unterscheiden. Im Laufe der Geschichte wurde das jedoch deutlich einfacher.
Das Ende kam für mich komplett unerwartet, bis zuletzt war ich mir nicht sicher, worauf alles hinauslaufen würde.
Ganz klare Leseempfehlung!
- Freida McFadden
Sie kann dich hören
(605)Aktuelle Rezension von: Nadine21Im zweiten Band der Reihe erleben wir erst, wie es Millie geschafft hat, sich ein neues Leben aufzubauen. Enzo ist zwar zu seiner kranken Mutter nach Italien gegangen, doch Millie steht kurz vor der Verlobung mit dem erfolgreichen Anwalt Brock. Sie arbeitet weiterhin als Haus- und Kindermädchen. Durch eine unglückliche Begebenheit verliert sie ihren aktuellen Job. Doch schnell lernt sie den reichen Doug Garrick kennen, der sie als Hausmädchen haben möchte. Seine Frau ist seit einiger Zeit krank und kann sich nicht mehr um das Haus kümmern. Millie nimmt den Job an und merkt schnell, dass es im Haus nicht mir rechten Dingen zugeht. Warum ist Wendy Douglas immer in ihrem Zimmer? Und warum brauchen sie ein Hausmädchen, wenn doch eigentlich alles sauber ist?
Der zweite Band war auch sehr spannend mit einigen Wendungen, aber für mich nicht ganz so gut wie der erste. Die Beziehung zwischen Millie und Brock habe ich über weite Teile als störend empfunden. Die beiden passen gar nicht zusammen. Außerdem finde ich es merkwürdig, dass Millie manchmal etwas blauäugig ist, nach allem was ihr schon passiert ist.
Aber dennoch ist "sie kann dich hören" eine gelungene und sehr spannende Fortsetzung von Band 1 und auf jeden Fall lesenswert. Die Autorin hat erneut eine düstere Atmosphäre geschaffen, bei der ich auf jeden Fall wissen wollte, wie es weitergeht. Allerdings bleiben die Charaktere rund um die "Familie Garrick" deutlich schwächer als die Charaktere in Band 1.
Aber als es zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten kam, hat mir das Buch noch besser gefallen.
Von mir eine klare Leseemfehlung.
- Lyssa Kay Adams
The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
(865)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Nach außen hin ist das Leben von Baseball-Star Gavin perfekt, aber der Schein trügt. Seine Ehe steht vor dem aus und er droht das zu verlieren was ihm am wichtigsten ist. Gavin ist fest entschlossen um Theas Liebe zu kämpfen, aber er weiß nicht wie. Zum Glück hat einer seiner Freunde die rettende Idee und nimmt ihn in den „Secret Book Club“ auf in dem Männer gemeinsam Liebesromane lesen und darüber diskutieren. Gavin ist zunächst noch skeptisch, aber schon bald stellt er fest, dass man überraschenderweise doch das eine oder andere aus Büchern lernen kann...
[Vlad:] „Seit ich Liebesromane lese, ich weiß, dass Frau und ich Welt mit verschiedene Augen sehen. Und dass ich muss lernen, ihre Sprache zu sprechen.“ (S. 46)
Meine Meinung:
Was für eine geniale, lustige und ausgefallene Idee! In diesem Liebesroman dreht sich zur Abwechslung mal alles darum was Männer über Liebeskummer, Beziehungskrisen und Gefühlschaos denken. Es ist unglaublich unterhaltsam, lustig und süß zu verfolgen wie dieser liebenswerte und sympathische Haufen gemeinsam versucht Gavins Ehe zu retten und wie sie sich dabei Denkanstöße aus Liebesromanen holen. Die kleinen Sticheleien und (freundschaftlich gemeinten!) Beleidigungen zwischen diesen Freunden sorgen für lustige Momente, aber zugleich ist auch die Freundschaft zwischen ihnen spürbar und der Zusammenhalt und die Unterstützung, die sie sich gegenseitig geben, gehen zu Herzen.
Gavin ist ein richtig lieber und sympathischer Kerl mit einem guten Herzen. Man wünscht es ihm sehr, dass es ihm gelingt seine Thea zurückzugewinnen, denn man merkt, dass sie für ihn die Liebe seines Lebens ist. Er kämpft mit so viel Herz, charmanter Beharrlichkeit und Einsatz um sie, dass man sehr mit ihm mitfiebert. Auch Thea gewinnt man schnell lieb und man verstehen warum sie zunächst keine Hoffnung mehr hat noch einmal mit Gavin glücklich zu werden. Zu erwähnen sich außerdem die tollen Nebencharaktere, die ebenfalls eine große Bereicherung für die Geschichte sind. Die Mitglieder des „Secret Book Club“ schließt man sehr ins Herz – allen voran der charmante und freche Mack und der sensible und gutherzige Vlad. Da freut man sich richtig darauf unter anderem diese beiden in den anderen Bänden der Reihe noch besser kennenzulernen.
Die Liebesgeschichte zwischen Gavin und Thea ist wunderschön und sehr berührend. Ihre Wiederannährung und zweite Chance werden gefühlvoller beschrieben und gehen mehr zu Herzen als in so manch anderem Buch ein erstes Kennenlernen bzw. der Anfang einer Beziehung. Obwohl Gavin und Thea sich schon lange kennen, verheiratet sind und zwei Kinder haben gibt es viele Momente, die für Romantik sorgen und zwischen den beiden für Herzklopfen sorgen. Es wird sehr schön und gelungen beschrieben wie die beiden im Laufe der Geschichte neue Seiten aneinander entdecken und wie sie sich sehr persönliche Dinge anvertrauen über die zu sprechen sie sich früher nie getraut haben. Die beiden nehmen sich mehr Zeit füreinander und unternehmen Dinge, die sie vorher noch nie zusammen gemacht haben. Beide reflektieren ihr eigenes Verhalten und stehen dazu, dass sie im Umgang mit dem anderen Fehler begangen haben.
Es wird prima beschrieben wie es dem „Secret Book Club“ tatsächlich gelingt mithilfe der Liebesromanen einige handfeste und hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen, die Gavin weiterhelfen. So wird Gavin zum Beispiel klar, dass es in Theas Fall unter anderem auch auf die Vorgeschichte ankommt: Thea hat in der Vergangenheit negative zwischenmenschliche Erfahrungen gemacht, die unbewusst Einfluss darauf haben wie sie auf Gavin reagiert. Außerdem bekommt Gavin einige Anregungen wie er Thea mittels kleiner Gesten seine Liebe zeigen kann ohne dass er gleich „Ich liebe dich“ zu ihr sagt, denn Thea ist zunächst noch nicht bereit diese Worte von Gavin anzunehmen. Gavin erkennt, dass er mit Thea bisher zu wenig über seine Gefühle gesprochen hat, sich ihr gegenüber nicht genug geöffnet hat und dass er sich ruhig auch mal seine verletzliche Seite zeigen kann. Außerdem wird er durch die Liebesromane letztlich dazu inspiriert mit einer „großen Geste“ alles auf eine Karte zu setzen und Thea zu zeigen wieviel sie ihm bedeutet.
Diese Geschichte hat so viel Herz und Humor! Die Mischung aus romantischen, lustigen und dramatischen Momenten ist absolut gelungen. Ganz besonders berührend ist die Szene in der Gavin Thea von einem belastenden Erlebnis aus seiner Highschool-Zeit erzählt und ihr gesteht wie das sein Selbstbewusstsein nachhaltig untergraben hat und ihn immer hat fürchten lassen, dass sie ihn nicht so sehr liebt wie er sie. Auch wie Thea Gavin vor einigen anderen Leuten verteidigt geht sehr nahe. Außerdem gibt es viele Momente, die einem zum Lächeln bringen. So ist es z. B. sehr lustig wie Mack versucht Thea und Gavin bei einem Date zu beschatten und dabei längst nicht so unauffällig ist wie er denkt. Überhaupt sorgt besonders Mack für viele lustige Momente, denn er ist zwar ein guter Freund, aber fällt Gavin auch öfters mal mit frechen Bemerkungen und kleinen Unverschämtheiten auf die Nerven. Auch wie Gavin und Liv (Theas Schwester) sich gegenseitig mit schlagfertigen Bemerkungen und Sticheleien das Leben schwer machen ist ziemlich unterhaltsam. Hier noch ein paar besonders lustige Zitate aus dem Buch:
Nichts und niemand ist stärker als eine wirklich angepisste Frau. (S. 17)
Er sah wirklich furchtbar aus. Gavin vertrug nichts Hartes. Weder harten Alkohol noch harte Wahrheiten. (S. 31)
[Gavin:] „Warum ist das Arschloch in eurem Club? Er ist nicht mal verheiratet.“ [Mack:] „Ich bin wegen der versauten Stellen dabei.“ (S. 49)
Soeben hatte eine Frau Braden Mack abblitzen lassen. „Hätte nicht gedacht, dass ich das mal erlebe“, sagte Malcolm in seinem ruhigen Bariton. „Als hätten wir ein Wunder miterlebt. Wie Elvis im Supermarkt zu treffen“, ergänzte Del. (S. 271)
Am Ende kommt es zum ersehnten Happy End, das wunderschön ist und eine „große Geste“ beinhaltet bei der die Mitglieder des „Secret Book Clubs“ dabei sind um ihren Freund Gavin zur unterstützen:
[Mack:] „Warum rennen wir?“ […] [Vlad:] „Weil das ist große Geste. […] Wir rennen für große Geste.“ [Gavin:] „Und weil du sieben Blocks entfernt geparkt hast! (S. 385)
Fazit:
Dieses Buch ist genau das Richtige, wenn man auf der Suche nach einer romantischen, berührenden und zugleich auch sehr lustigen Liebesgeschichte ist. Das Buch hat einen hohen Unterhaltungsfaktor und ich habe jede Seite davon unglaublich gerne gelesen.
Ohne Zögern habe ich mir direkt den nächsten Band gekauft und diese Reihe mit ihren liebenswerten Charakteren mit jedem weiteren Band nur noch mehr ins Herz geschlossen. Es spricht für die Reihe, dass ich alle 5 Bände innerhalb von nur 2 Monaten gelesen habe! Ich hatte viel Freude dabei den „Secret Book Club“ in den Folgebänden „wiederzusehen“. Diese Bücher geben einem ein gutes Gefühl und sorgen für gute Laune.
Meine Lieblingsbände sind Band 1 (Gavin & Thea), Band 2 (Mack & Liv) und vor allem auch Band 4 (Vlad & Elena). Im Vergleich dazu fand ich Band 3 (Noah & Alexis) und Band 5 (Colton & Gretchen) ein bisschen schwächer, aber auch diese Bände habe ich nichtsdestotrotz gerne gelesen und ich hätte sie nicht missen wollen.
Zum Schluss noch ein paar besonders schöne Zitate:
„Es ist nie zu spät. Nicht für die Liebe.“ (S. 55)
„Wenn sie kein ‚ich liebe dich‘ von dir hören will, musst du lernen, es auf eine Weise auszudrücken, die sie annehmen kann.“ (S. 125)
„Du hast immer geglaubt, du müsstest eine Frau finden, die dich trotz des Stotterns liebt. Aber du hättest nach einer suchen sollen, die dich wegen des Stotterns liebt. Denn das ist ein Teil von dir. Thea ist so eine Frau.“ (S. 193)
[Gavin:] „Aber wir reden hier über mein Leben, nicht über ein Buch.“ [Mack:] „Da gelten dieselben Prinzipien. Deshalb lesen wir doch überhaupt Romane: weil wir uns in ihnen wiedererkennen.“ (S. 125)
„Ich bin dir ausgeliefert, Thea. Seit ich dich zum ersten Mal sah, war ich nur noch die Hälfte meiner selbst. Denn die andere gehört dir.“ (S. 307)
- Ava Reed
Die Stille meiner Worte
(780)Aktuelle Rezension von: SophieRunnerIch habe vor etwas mehr als einem Jahr schonmal ein Buch von Ava REed gelesen, welches mir sehr gefiel. Viele haben mir gesagt, dass dieses iht Lieblingsbuch der Autorin ist. Ich finde den Schreibstil sehr angenehm, das Buch ist flüssig und ich konnte es in kurzer Zeit verschlingen. Ich finde s mega toll, wie Hannahs Trauma aufgearbeitet wird, vorallem weil es wichtige Themen anspricht. Und Levi ist sowieso eine Green Flag auf zwei Beinen.
Zudem finde ich das Setting im Camp richtig toll und liebe es, wie die Lehrpersonen mit den Kindern (und Mo) umgehen 🥰
Tolles Buch
- Viola Shipman
Für immer in deinem Herzen
(285)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Großmutter Lolly lebt schon lange alleine. Sie ist im Dorf zwar seh beliebt, aber dennoch fühlt sie sich sehr einsam. Als kleiner Hilferuf schickt sie einen Brief mit Anhängern zu Arden und Lauren. Beide verstehen den Hinweis und eilen zu Lolly.
Dort lernen die beiden mehr über die vielen Anhänger an dem Armband ihrer Großmutter, denn jeder Anhänger hat seine eigenen Geschichte....
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man sieht regelrecht, wie die Generationen in diesem Buch durch die Familiengeschichte zusammenwachsen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und man kann sehr gut folgen. Mir hat das Buch gut gefallen.
- John Green
Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)
(516)Aktuelle Rezension von: Trishen77Vorweg: Dies ist eine etwas ausschweifende, sehr allgemeine Rezension.
"Mädchen sind eine uneinnehmbare Festung der Ungewissheit"
Seit jeher (will heißen, seit ich kann) Liebe ich die Literatur. Ich "erachte die Lektüre als eine der Formen der Glückseligkeit", wie Borges es sagte. Allerdings habe ich es nie über Herz gebracht mich auf eine Gattung der Literatur zu beschränken.
So habe ich im Lauf der Jahre großartige Sach- und Fachbücher ( Das Heilige und das Profane , Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und das Lebbare ), wunderbare Essayistik ("Die Kunst des Hungers", "Fragen der Zeit", Inquisitionen ), tolle Romane (vor allem von John Irving, Philip Roth, Albert Camus, Heinrich Böll, etc., etc.), tolle Fantasy und Sci-Fi Bücher (Robin Hobb, Timothy Zahn), fantastische Erzählungen ( Die Nacht auf dem Rücken , "Die Geschichte vom Leopardenmann") und schöne Gedichte ( Das Stundenbuch , "Schatten und Tiger", "Gedichte von Else Lasker-Schüler") gelesen. Und ja, nicht zuletzt auch zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Und durch diese bin ich dem Leben näher gekommen, als durch viele andere Bücher.
Es gibt tolle Kinderbücher. Roald Dahl hat einige geschrieben, Michael Ende zwei der wichtigsten, Astrid Lindgren ein paar der vollkommensten und auch Hans Baumann hat schöne geschrieben; nicht zu vergessen Cornelia Funke oder J.R.R. Tolkien, der mit einem der besten Bücher überhaupt (Der Hobbit) aufwarten kann.
Es mag stimmen, dass ein Kinderbuch selten ein Klassiker ist, aber auch unter ihnen gibt es zahllose unverwechselbare und einzigartige Erlebnisse und Eindrücke zu entdecken, auch für Erwachsene.
Das Jugendbuch wiederum ist eine Gattung, die schwerer zu durchleuchten ist. Dieser Teil unseres Lebens, die Jugend, ist gleichsam die größte Wandlung in unserem Dasein (noch stärker durch den Kult der sich darum entwickelt hat), aber es ist auch die Phase, wo wir am wenigsten konstant wir selbst zu seinen scheinen; eine Phase, wo wir viel mehr und viel weniger als wir selbst sind; mancher mag behaupten von dieser großen Verwirrung erholen wir uns nie. Aber viele sagen auch, dass die Jugend nun mal vorbei ist, wenn sie vorbei ist.
John Green ist ein geistreicher, ein guter und zugleich ein wunderbar pflichtvergessener Autor, was sein Genre angeht. Schon sein Debüt Eine wie Alaska ist ein ganz erstaunliches Buch, ein Jugendbuch und doch ein Buch was über diese Gattung hinauswächst.
Dagegen ist "Die erste Liebe" eher ein Buch, das in sich hineinwächst. Doch deswegen nicht umso eindringlicher und ungleich schön-unvollkommener..
"Man kann jemanden noch so lieben. Doch man liebt ihn nie so stark, wie man ihn später vermisst."
Jugendbücher zeigen uns die Wahrheiten unserer Haut und nicht unserer Welt, doch jene sind nicht weniger wichtig als letztere. Und sie lassen uns nicht damit allein. Wer ein paar gute Jugendbücher gelesen hat, wird feststellen, dass sie zwar nicht immer Stoff zum (Weiter-)Denken, aber oftmals viel Stoff zum Erinnern und Verstehen bieten. Und wer viel denkt, aber nie versteht oder erinnert, den würde ich (ich allein vielleicht) als arm bezeichnen. Denn wer nicht die Geschichten liest, die nicht durch das Abstrakte gegangen sind, Geschichten also, die das Leben noch vor sich haben, wie wir, im echten leben, jeden Tag, mag sich manchmal noch verloren fühlen, wo er es nicht mehr müsste.
"Und die Moral der Geschichte ist, man erinnert sich nicht an das, was geschehen ist. Woran man sich erinnert, wird zu dem, was geschehen ist."
Dies Buch, das eine Mischung aus Roadmovie, amerikanischer Freeland-Atmosphären-Party und Philosophiestunde ist, bringt einem auf kleinstem Raum ein paar Kleinigkeiten nah, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann es nur empfehlen und empfehlen auch andere Jugendbücher zu lesen (z.B.: "Die Nackten"). Auch der in diesem Buch erwähnte und von mir verehrte J.D. Salinger hat mit dem "Fänger im Roggen" ein Werk verfasst, welches, wenn auch virtuos und überragend, in diese Gattung gehört.
Wer mit Büchern durch das Leben gehen will, lese Kinderbücher für Herz und Moral, Jugendbücher für Haut und Gefühl und alles andere hauptsächlich für Kopf und Denken (und natürlich auch manches Mal für das Gefühl). - Tracy Banghart
Iron Flowers – Die Rebellinnen
(466)Aktuelle Rezension von: ButtaIch habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt
- Siri Hustvedt
Was ich liebte
(338)Aktuelle Rezension von: JorokaDer Ich-Erzähler Leo Hertzberg nimmt uns mit in seine Welt, in sein gelebtes Leben als Sohn jüdischer Emigranten in New York. Er ist unterdessen in die Jahre gekommen und sucht ein spätes Glück mit seiner jüngeren Frau Erica. Diese scheint mit der Geburt des gemeinsamen Sohnes Matthew perfekt. Die beiden leben Tür an Tür mit Bill, einem Künstler und Freud von Leo und seiner Frau Lucille, die fast gleichzeitig Eltern eines Sohnes, Mark werden. Sie beiden kleinen Familien stehen sich nahe und die beiden Jungs wachsen quasi wie Geschwister auf. Später übernimmt Violet dann die Rolle der Ersatz-Mutter von Mark. Die Kinder wachsen heran, das Leben geht seinen Weg, bis Mark bei einem Unglücksfall kurz vor Beginn der Pubertät ums Leben kommt. Das verkraftet die Beziehung zwischen Leo und Erica nicht. Fortan lebt Leo alleine und übernimmt mehr und mehr die Rolle des väterlichen Freundes für Mark und des Ansprechpartners in diesbezüglichen Fragen für Violet. Über ein großes Stück geht es dann im Fokus um Mark und seinen Sorgen erregenden Lebenswandel. Bill stirbt und Leo schlüpft noch ein Stück mehr in die Vaterrolle. Doch alles hilft wenig, denn Mark driftet mehr und mehr vom geradlinigen Weg ab ..
Mit fast 500 Seiten ein fast episch zu nennendes Werk. Zu Beginn etwas holprig einzulesen, doch wenn man dann den Zugang zu der Geschichte gefunden hat, hält einem der Verlauf ganz gut bei der Stange. Wir begleiten den Protagonisten ein paar Jahrzehnte durch sein Leben und nehmen teil an seinem Schicksal. Eine Geschichte von Liebe, Freundschaft, Eltern-Kind-Beziehung und dem nahezu unerschütterlichen Willen, die Hoffnung nicht gänzlich zu verlieren.
Sehr ausführlich werden die Kunstwerke von Bill geschildert. Ob es diese wohl tatsächlich gibt? Oder sind sie gänzlich der Phantasie von Frau Hustvedt entsprungen?
- Bettina Belitz
Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur
(153)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch fand die Idee des Romans wirklich sehr interessant, und auch die Charaktere machen einiges her.
So stellt sich während des Romans immer wieder die Frage, was die 17 Jährige Sara nun ist.
Dass dies Geheimgehalten wurde und auch dem Leser nicht verraten wurde, war ja anfangs ganz interessant. Doch nach einer Weile muss ich zugeben, dass es etwas nervig wurde.
Sara ist ein interessanter Charakter, von der ich glaube, dass sie noch viel Potential hat, dass ich hoffe in den nächsten Bänden zu sehen.
- Robert Galbraith
Weißer Tod
(154)Aktuelle Rezension von: berenikebonnerGalbraith/Rowling weiß genau, worauf die Leserschaft, vermutlich überwiegend weiblich, wartet: Wann klickt es zwischen den beiden Detektiven? Aber nein, wie stets hat mindestens einer von beiden zur Unzeit andere Tauben auf dem Dache. Und so wird die Erwartungshaltung weitergetragen zum nächsten Band: Wann denn endlich?
Der Fall, um den es geht, ist per se schon spannend genug. Erst als ein klein wenig ungewöhnliches Hintergrundwissen, über das kaum eine Leserin im Vorfeld verfügen dürfte, hinzugemixt wird, fallen die Puzzleteile plötzlich zusammen. Es bleibt spannend bis zum Schluss, auf beiden Ebenen. Der manchmal etwas ruhige Erzählstil mit genial wiedergegebenen emotionalen Zuständen vor allem von Robin und die tausend Leseseiten sind Genuss für mich, für ungeduldige Hau-ruck-Leser aber vielleicht nicht das Richtige.
Und wieder hat es geklappt: Ich warte auf den nächsten Band um Robin und Cormoran! - Maren Vivien Haase
Dance into my World
(318)Aktuelle Rezension von: toja1911Alsooo... an sich fand ich das Buch echt echt gut. Ich mochte den Protagonisten und den ganzen Vibe im Move District (Tanzschule) und die Freundesgruppe, die darin entstanden ist und es hat echt Spaß gemacht zu lesen. Was dazu beigetragen hat war außerdem der tolle Schteibstil von Maren Vivien Haase, der total flüssig und extrem humorvoll ist, ich musste echt oft schmunzeln beim Lesen.
Die Protagonistin war allerdings echt irgendwie nicht so meins. Will nichts über ihre Vergangenheit erzählen, erwartet aber, dass andere ihr alles sofort anvertrauen. Außerdem gab es eine Stelle, die mich extremst aufgeregt hat, ich meine wie du vertraust lieber irgendwelchen Gerüchten, die fremde Menschen über deinen Freund verbreiten als mal mit deinem Freund zu reden und ihm zu vertrauen? Zumal sie sich das ganze Buch darüber aufgeregt hat, dass ihr niemand glaubt, aber selber auch nicht den Menschn glauben, die dir wichtig sind oder wie?!?!?!? Dumme Kuh.
Ich freu mich aber sehr auf den zweiten Teil, weil ich Olivia, die Protagonistin, in diesem Band seeeehr mochte!! 🧡
- Stephanie Butland
Hoffnung auf Papier
(192)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerStell dir vor, du schlenderst durch die gemütlichen Gassen von York, vorbei an Pubs, die nach Ale und Geschichte riechen, und stolperst plötzlich über ein Antiquariat, das nicht nur Bücher, sondern auch Hoffnung verkauft. Willkommen in Loveday Cardews Welt, in der ein Buch nicht nur Papier und Tinte ist, sondern eine Rettungsleine in Zeiten des Corona-Lockdowns.
Loveday Cardew, die ungekrönte Königin der Bücher
Loveday ist nicht deine durchschnittliche Buchladenbesitzerin. Sie könnte glatt als Superheldin durchgehen – wenn Superheldinnen alte Bücher, statt Capes, tragen würden. Als das Schicksal in Form eines Lockdowns zuschlägt, sitzt sie nicht einfach da und liest die Klassiker (obwohl, zugegeben, das auch eine Option wäre). Nein, sie findet eine geniale Idee: Eine Bücherapotheke, die in der Lage ist, jedes noch so gebrochene Herz zu heilen. Wer braucht schon Superman, wenn man Loveday hat?
Die Bücherapotheke – Heilung auf Rezept
Die Idee ist so einfach wie genial: Menschen schicken ihre Leidensgeschichten, und Loveday verschreibt die perfekte literarische Medizin. Von "Krieg und Frieden" gegen Einsamkeit bis hin zu "Der kleine Prinz" als Heilmittel gegen Existenzkrisen – Loveday hat für jedes Wehwehchen das passende Buch parat. Es ist fast so, als hätte Mary Poppins beschlossen, statt einem Regenschirm einen Buchladen zu eröffnen.
Ein Brief, der alles ändert
Der Auslöser für Lovedays genialen Einfall ist ein Brief von Rosemary und George, einem Ehepaar, das beweist, dass Liebe nicht nur durch den Magen, sondern auch durch gemeinsame Leseabenteuer geht. Dieser Brief ist der Funke, der Loveday dazu bringt, ihr Antiquariat in eine Oase der Hoffnung zu verwandeln. Denn wenn es etwas gibt, das noch ansteckender ist als ein Virus, dann ist es die Liebe zu Büchern.
Zwischen den Zeilen der Pandemie
Stephanie Butland schafft es, in "Hoffnung auf Papier" nicht nur eine Geschichte über Bücher zu erzählen, sondern auch ein lebendiges Bild der Pandemie zu zeichnen. Es ist, als würde man einen Roman lesen und gleichzeitig durch ein Fenster in die Seelen der Menschen blicken, die versuchen, ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden. Und genau wie im echten Leben, findet man auch in diesem Buch Lichtblicke, die einem das Herz wärmen.
Fazit: Ein Buch, das beweist, dass Lesen die beste Medizin ist
"Hoffnung auf Papier" ist mehr als nur ein Roman; es ist ein Plädoyer für die Kraft der Literatur und eine Erinnerung daran, dass in Zeiten der Not Bücher zu unseren besten Freunden werden können. Loveday Cardew ist die Freundin, die wir alle während des Lockdowns gebraucht hätten – eine, die genau weiß, welches Buch uns aufmuntern kann. Also, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen, erinnere dich an Loveday und greif zu einem Buch. Denn wie sie beweist, kann man selbst in den düstersten Zeiten Hoffnung auf Papier finden.
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(349)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannIm Allgemeinen lese ich immer mehrere Bücher parallel. Zum ersten Mal hatte ich keine Chance dazu. Insofern ist es empfehlenswert, die Lektüre dieses Buches auf ein Wochenende zu legen, ein möglichst störungsfreies dazu.
Nachdem Joel Dicker mit seinem Erstlingswerk „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ eine Steilvorlag im Bereich der Spannungsliteratur gelungen war, dann mit seinem zweiten Roman, „Die Geschichte der Baltimores“, etwas nachgelassen hatte, ist er jetzt wieder zurück: ein fulminantes, ein großartiges Werk für Freunde guter Kriminalliteratur.
Das Buch hat nicht nur die Qualität eine Pageturners, es empfiehlt sich nachgerade, diesem Sog nachzugeben, denn die hier miteinander verquickten Handlungsstränge (Aktuell und zwanzig Jahre zuvor) erfordern das ganze Hirn. Aber keine Sorge, durch die geschickte Erzählweise wird man immer wieder „in die Spur gebracht“, sodass sich quasi zwangsläufig dieser Lesefluss ergibt, die einen guten Roman auszeichnen.
Kurz: Es ist ein Genuss, sich diesem Buch zu überlassen.
(7.4.2019)
- Simon Beckett
Tiere
(914)Aktuelle Rezension von: AlissilaDie ganze Geschichte ist sehr verstörend.
Offenbar lief der Hauptprotagonist mit seinen, doch offensichtlichen, geistigen Einschränkungen immer unter dem Radar der Fürsorge.
Keine Psychologische Hilfe und völlig ungenügende Erziehung haben den jungen Mann zu einer wirklich gestörten Persönlichkeit werden lassen.
Generell hat dieses Buch keine richtige Story. Es wird aus dem Leben des jungen Mannes erzählt und was er gemacht hat, aber zum Ende hin führt die Geschichte zu nichts. Keine Aufklärung keine richtiges Ende, denn dieses ist offenbar dem Leser und seiner Vorstellung überlassen.
Mein Fall war es nicht. Ich mag lieber die Geschichten, die zu irgendeinem Ziel führen.























