Bücher mit dem Tag "2. weltkrieg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2. weltkrieg" gekennzeichnet haben.

1.680 Bücher

  1. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.584)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Im Auftakt der Reihe reist die junge Krankenschwester Claire auf ihrer Hochzeitsreise durch einen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts. Sie begegnet dort Jamie und seinen Gefolgsleuten und Freunden....

    Der Schreibstil ist sehr detailliert und gefühlvoll, dabei mitreißend und mit einer guten Portion Spannung versehen. Trotz der vielen Seiten fliegt man durchs Buch und die Geschichte.  

    Man lernt Schottland näher kennen und lieben, ebenso wie die Schotten selbst mit ihren Bräuchen und Eigenarten.  

    Es gibt aber auch grausames und brutales in dieser Zeit und auch dies wird vom Leser erlebt. 

    Eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart,  aber auch viel wissenswertes über Land und Leute im 18. Jahrhundert ist hier vereint. 

    Fazit: Toller Auftakt einer mitreißenden Reihe.

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.259)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Lange habe ich mich gesträubt mir diesen Wälzer mit ins Bett zu nehmen, was besonders witzig ist, da ich alle drei Bände direkt auf einen Schlag gekauft hatte und meine Frau damals noch meinte, dass ich die wahrscheinlich dann doch nicht zur Hand nehmen würde. Nun habe ich sie, wenn auch einige Jahre später, dann doch eines Besseren belehrt. 

    Dies ist mein erstes Buch, das ich vom weltweiten Phänomen, Ken Follett, gelesen habe, wie ich mit Grauen bemerkt habe. Und was kann ich anderes sagen, als, das ich vollkommen überzeugt bin. Er schreibt wirklich außergewöhnlich gut und lässt in jeden seiner verschiedenen Erzählperspektiven einen gewissen eigenen Touch einfließen. Die Portraits, der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die Follett in diesem Buch zeichnet haben mir besonders gut gefallen. Jeder der Protagonistinnen und Protagonisten hat sein kleines Bisschen zur gesamten Geschichte beigetragen und wusste zu überzeugen. Besonders schön fand ich den gesamten Handlungsbogen um Ethel Williams, die mir beim Lesen einfach besonders eng ans Herz gewachsen ist. Fragt mich bitte nicht wieso, es ist einfach so. 

    Aber generell habe ich bis zur letzten Seite vollkommen mitgefiebert und hoffe, dass es auch in den Fortsetzungsromanen unseren liebgewonnen Charakteren immer noch gut geht. 

    Ein wirkliches Highlight für mich ist aber die gesamte Authentizität, die Follett in diesem Roman an den Tag legt: In wirklich jeder Zeile ist man in den Jahren kurz vorm ersten Weltkrieg gefangen und hat das Gefühl die Handlung live vor sich zu sehen. Kopfkino pur! 

    Fazit:

    Ich bereue bei diesem Buch nur Eines: es zu spät erst gelesen zu haben  

    Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 2, den ich ganz sicher schneller lesen werde. 

  3. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499267338)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Vier junge australische Kriegsbräute machen sich mit hunderten anderen Bräuten auf den Weg nach England. Auf einem alten Flugzeugträger fahren sie sechs Wochen über die Meere, um endlich mit ihren Ehemännern vereint zu sein. Auf der Reise werden tragische Schicksale enthüllt und leider auch einige Träume zum platzen gebracht.

    Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich in die Geschichte zu einzufinden, da diese aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Wenn man aber erst einmal den Überblick gewonnen hat, machen die unterschiedlichen Sichten überhaupt erst den Reiz der Geschichte aus. So erhält man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der doch so unterschiedlichen Charaktere. Manchmal plätschert die Geschichte etwas vor sich hin, das wird aber von den Geheimnissen, die Anfangs immer mal wieder nur erwähnt werden wett gemacht.

    Eine nette Geschichte für zwischendurch.

  4. Cover des Buches Ein Bild von dir (ISBN: 9783499269721)
    Jojo Moyes

    Ein Bild von dir

     (818)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Spannende Geschichte auf zwei Zeitebenen!

    Ich lese unheimlich gern Geschichten auf zwei Zeitebenen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch. Die Vorgeschichte dazu, als man die beiden Protagonistinnen bereits kennengelernt hat, hat mir die beiden ans Herz wachsen lassen.
    So hat mir der Teil von Sophie aus dem Ersten Weltkrieg sehr gut gefallen. Sophie ist so eine starke und beeindruckende Persönlichkeit und ihre Geschichte ging wirklich unter die Haut. Jojo Moyes hat die Zeit, Sophies Geschichte und Gefühle so eindringlich beschrieben, dass ich so gern noch mehr von ihr erfahren hätte.
    Der Teil von Liv aus der Gegenwart konnte mich leider nicht so begeistern. Auch hier konnte man so gut mit ihr mitfühlen und hat mit ihr mitgefiebert, ihre Gefühle dem Bild gegenüber wurden so verständlich und einfühlsam beschrieben. Allerdings zog sich ihr Handlungsstrang anfangs etwas in die Länge und dann ging es mit einem Mal sehr schnell und einige Ereignisse wurden in wenigen Sätzen abgehandelt.
    Das emotionale Ende hat mich dann allerdings wieder sehr überzeugt, passt für mich zur Geschichte und hat die Geschichte am Ende rund gemacht.

  5. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.581)
    Aktuelle Rezension von: Krizzy

    Zusammenfassung

    Liesel klaut Bücher. Liesel lebt für Bücher. Doch in Nazi-Deutschland ist das Leben nicht so leicht. Der Tod erzählt uns ihre Geschichte.


    Rezension

    Wow. Was für ein Ende. Ich möchte nicht Spoilern, aber das Buch ist nicht umsonst ein Beststeller. Ein Meisterwerk mit den Themen Freundschaft, Liebe, Leidenschaft. Dazu im krassen Gegenzug der Hass der Nazis, der Mangelwirtschaft des Krieges und die Zerstörung. Und zu alles Überfluss wird die Geschichte von niemand geringerem Erzählt als vom Tod himself!


    An die Erzählform muss man sich allerdings erstmal gewöhnen. Geschmückt von unzähligen Metaphern, wirft der Tod ständig Erklärungen und Anmerkungen in den Text. Hat ein wenig gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Anfangs dachte ich, mein Buch sei ein Mängelexemplar, dass komische Kommentare enthalten hatte :-)

    Außerdem fand ich doof, dass uns der Tod selbst immer wieder gespoilert hat. Aber das tat er wohl absichtlich...


    Soviel dazu, dass ich das Buch großartig fand. Jetzt zum schrecklichen Teil: Der Krieg, die Verfolgung und die Massenmorde. Die Kriegsjahre 1939 bis 1945 sind und bleiben ein schwarzer Fleck in der Geschichte Deutschlands. Hoffentlich wird sich ein solches Ereignis wie wiederholen.


    Es gab in der Geschichte auch mal längen. Den ein oder anderen Raubzug hätte man wohl weglassen oder verkürzt erzählen können. Dennoch ist und bleibt es ein Wunderwerk der deutschen Literatur.

  6. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.074)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Aber was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind.  

    Als Abraham unter mysteriösen Umständen stirbt, betritt der sechzehnjährigen Jacob eine abgelegene Insel vor der Küste von Wales, um mehr über die seltsamen Geschichten seines Großvaters zu erfahren. Bald findet er sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

  7. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.392)
    Aktuelle Rezension von: WeltbuntmalendeBuecher

    MORD IM GURKENBEET 

    (Band 1 einer Reihe mit 10 Bänden) von Alan Bradley


    Klappentext: "Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schliesslich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ..."


    Eine spannende, toll verschachtelte Geschichte mit einer liebenswerten jungen Protagonistin, die sehr viel älter wirkt, als sie eigentlich ist. Aber leider sind die Sätze, die Beschreibungen etc so unglaublich ausführlich, dass sie teilweise gefühlt sehr lange von der eigentlichen Begebenheit abweichen, um danach mehrere Seiten später (bin aber nicht sicher ob das mein Gefühlt ist, oder wirklich wahr) wieder den Faden aufzunehmen. Dadurch entstehen auch mehrere Nebenhandlungen. 

    Das ist für mich etwas anstrengend, weshalb ich gewisse Passagen ehrlicherweise nur überflogen habe.

    Ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen. Flavia nimmt der ganzen schrecklichen Angelegenheit etwas den Schrecken, denn sie ist extrem rational, aber eben auch liebenswert!


  8. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (778)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Allys Leben läuft hervorragend! Sie liebt ihr Leben als Profiseglerin und fährt eine Regatte nach der Nächsten. Außerdem verliebt sie sich in den Skipper Theo, der ihre Gefühle erwiedert. Mitten in einem romantischen Ausflug erfährt Ally schließlich vom Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt. Sie reist sofort nach "Atlantis", wo sie ihre Schwestern und den Anwalt des Vaters trifft. Wie man aus dem ersten Band schon weiß, erhält sie wie alle anderen Schwestern auch einen Brief und Koordinaten als Hinweis auf ihre Herkunft. Doch zunächst will sie vor allem zurück zu Theo und zur nächsten Regatta. nicht wissend, dass dort etwas Furchtbares passiert. Danach macht sie sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit und reist nach Norwegen, wo einst eine junge Frau vom Land in die Stadt zog, weil sie dort singen sollte. 

    Nachdem ich den ersten Band rund um Maia, die erste der sieben Schwestern, nicht mehr aus der Hand legen konnte, hatte ich einerseits hohe Erwartungen an dieses Buch und gleichzeitig Angst, enttäuscht zu werden. Wie schon beim ersten Buch hat mich die Geschichte der Vergangenheit mehr gefesselt als die der Gegenwart. Wie schon manch Anderer erwähnt hat, habe auch ich manche Ereignisse vorhersehen können. Und ehrlich gesagt finde ich Theo nicht so sympathisch. Er sagt Ally quasi 3 Tage nach Zusammenkommen, dass er sie liebt. Das finde ich halt etwas früh. Aber das ist meine persönliche Meinung und hat dem Buch auch keinen Abbruch getan. Ich bin eher froh, dass ich diese Reihe entdeckt habe. Ich bin auch gespannt, was für Geheimnisse rund um Pa Salt vielleicht noch auftreten und dann hoffentlich auch irgendwann gelöst werden. 

    Dem Buch gebe ich gerne trotz manch kleinem Kritikpunkt die volle Punktzahl, weil ich auch hier nicht mehr aufhören wollte und konnte zu lesen. Ich freue mich schon auf Band 3!

  9. Cover des Buches Die Stadt der besonderen Kinder (ISBN: 9783426517185)
    Ransom Riggs

    Die Stadt der besonderen Kinder

     (585)
    Aktuelle Rezension von: phoenixfire8

    Jacob & Co. konnten der Insel entkommen. Doch es gibt ein Problem: Miss Peregrine steckt in ihrer Vogelgestalt fest. Jetzt rennt die Zeit davon. Die Gruppe muss einen anderen Vogel finden, um Miss Peregrine zurück in einen Menschen zu verwandeln, bevor diese für immer ein Vogel bleibt. Und es gibt noch ein weiteres Problem: Ohne passende Zeitschleife werden unsere Freunde zu Staub zerfallen. Damit beginnt der lange und beschwerliche Weg nach London, die einzige Hoffnung für die kleine Gruppe.

    Im ersten Band hatte ich noch ziemliche Schwierigkeiten alle auseinander zu halten. So viele Namen, Fähigkeiten und Geschichten. Das wurde jetzt besser und ich musste nicht mehr jedes Mal überlegen, wen ich gerade vor mir hatte. 

    Ich habe viel davon gehört, dass die Reihe ab dem zweiten Band nicht mehr so gut sein soll. Das verstehe ich überhaupt nicht. Sie ist super, nur total unvorhersehbar. Unsere Freunde erleben auf ihrem Weg nach London sehr viel und lernen immer mehr über ihre eigene Welt dazu. Sie müssen Hollows bekämpfen, aber auch Menschen aus dem Weg gehen.


    Der Schreibstil ist wie im letzten Band ganz angenehm. Mich begeistern vor allem die schmuckhaften Seiten und die Bilder, die sich so gut in die Geschichte reinfügen. Allein für die Darstellung muss der Autor so viel Zeit und Mühe investiert haben, es ist beeindruckend.


    Ein hat mich dieser Band gelehrt: der Autor ist unberechenbar.

  10. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (788)
    Aktuelle Rezension von: Lisi33

    Die Geschichte handelt von der Zeit vor und während dem 2. Weltkriegs. Sie wird anhand vieler Handlungsstränge erzählt, von denen viele die Fortsetzung des 1. Buchs der Trilogie sind. Das Buch ist sehr spannend zu lesen, auch und vor allem weil viele vertraute Bekannte aus dem 1. Teil  wieder vorkommen. Außerdem frischt man quasi im Vorübergehen sein geschichtliches Wissen auf  

    Teilweise ist die Handlung jedoch etwas zu blumig erzählt, und rein ‚zufällig‘ ist an jedem großen, geschichtlichen Ereignis einer der Hauptcharaktere hautnah vor Ort.

  11. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (788)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel


    Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch sicher nicht gekauft, aber nachdem mich die Autorin bereits positiv überrascht hat, wollte ich es gern lesen. Der Roman greift auch frühere Themen wieder auf. Ein scheinbar in ruhigen Bahnen verlaufendes Leben und die plötzliche Wende durch eine verschwiegene Vergangenheit.


    Im Roman begleiten wir Hope, die Massachusetts eine Bäckerei führt; ein Familienunternehmen mit traditionellen Backwaren, die an sich gut ankommen, aber wirtschaftlich kann sie kaum gegen Bäckereiketten ankommen und so steht das Geschäft eines Tages kurz vor dem Aus. Damit nicht genug kämpft Hope mit dem Ex-Ehemann um Erziehungsfragen, erlebt die täglichen Auseinandersetzungen mit ihrer pubertierenden Tochter und kümmert sich noch um die Großmutter, Rose, mit einer beginnenden Demenz.


    In einem 'lichten' Moment vertraut die ihr eine Liste mit Namen an, französische Namen, die ihr etwas bedeuten, aber was, verrät sie nicht. Hope hat diese Namen niemals gehört und kann sich keinen Reim darauf machen, aber sie beginnt nachzuforschen und deckt ein Familiengeheimnis auf. Ohne zu viel zu verraten stellt sich heraus dass die Großmutter eine aus Paris geflohene Jüdin ist, die ihre Familie und auch ihre grosse Liebe in Auschwitz verloren hat.

    Hope gibt die Hoffnung nach anfänglicher Skepsis dennoch nicht auf und die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung...


    Der Roman war gut zu lesen, nach stellenweise etwas langatmigen Passagen nimmt das Schicksal die LeserIn mit und am liebsten möchte man Hope bei der Suche unterstützen und Rose Mut machen und bitten nicht aufzugeben, noch nicht.


    Lesenswerte und bewegende Geschichte; Cover und Titel zu seicht.

  12. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Ich habe es getan meine erster Hanni Münzer.

    Er stand jetzt schon eine ganze weil in Regal und wartete darauf von mir gelesen zu werden.

    Ich bereue es ihn so lange warten lassen zu haben.

    Hanni schafft es, einen in zwei verschiedenen Zeiten eintauchen, zu lassen.

    Honigtot ist der erste Teil.

    Mal wird regelrecht in das Geschehen um Deborah und Marlene rein gezogen. Dazu kommt dann viel Hintergrund wissen zu der ns Zeit.

    Ich hatte Tränen in den Augen als die Mutter starb. Musste mich zwischendurch aber auch bremsen, um nicht zu spoilern und das Ende des Buches zu lesen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Marlene" dieser warten auch im Regal auf mich.

    Ich tauche dann mal wieder ab.

  13. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (452)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Im Sommer 1937 kommt der junge Franz Huchel nach Wien und beginnt dort eine Ausbildung zum Trafikanten bei Otto Trsnjek. Schnell taucht der aus dem beschaulichen Salzkammergut stammende Franz in das hektische und aktive Leben Wiens ein, lernt neue Vergnügungen kennen, begegnet der Liebe und tritt unter anderem auch in Kontakt zu Siegmund Freud, der Stammkunde der Trafik ist,. Schnell kann dieser den jungen Mann faszinieren und ihn als Gesprächspartner für sich gewinnen. Doch es ist der Vorabend des Anschlusses an Deutschland und neben den Freuden des Stadtlebens muss Franz recht schnell auch mit den Schattenseiten des politischen Epizentrums Wien Bekanntschaft machen. 

    Der Roman bietet wirklich gute Unterhaltung. Bedingt durch den simplen und geradlinigen Schreibstil wird man sehr schnell und flüssig durch die Geschichte getragen und ließt lange Passagen am Stück. Dazu kommt noch, dass durch die persönlichen Lebensleiden Franz Huchels und durch die Zeit des Anschlusses und den damit verbundenen politischen Umbrüchen, die in diesem Buch aufgearbeitet werden, ein enormer Spannungsbogen entsteht, der die Leserschaft an der Stange hält. Gerade diese Mischung ist es aber auch, die das Buch so interessant macht. Weder die Geschichte rund um den Protagonisten, noch die historischen Hintergründe gewinnen an Übergewicht. Diese Balance verursacht deshalb, dass das Buch weder zu kitschig und emotional verwirrend wird, noch, dass trockene historisch interessante Passagen den Lesefluss und die Spannung beeinträchtigen. Im Generellen bietet das Buch eine sehr anschauliche und unterhaltsame Möglichkeit, sich mit der österreichischen Gesellschafts- und Politiklage der Jahre 1937, 38 und 39 auseinanderzusetzen, da diese spielerisch und authentisch in den Inhalt mit einfließen. Einzig und alleine den Protagonisten Franz empfand ich als ein wenig blass und unindividuell gestaltet. Da habe ich definitiv schon Erfahrungen mit einem facettenreicher gestalteten Figurenensamble machen können. 

    Nichts destotrotz ist und bleibt das Buch eine spannende und interessante Lektüre, die ich nur weiter ans Herz legen kann. 

  14. Cover des Buches Das Vermächtnis des Vaters (ISBN: 9783453471351)
    Jeffrey Archer

    Das Vermächtnis des Vaters

     (303)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Nachdem Harry Clifton als Tom Bradshaw im Jahr 1939 in New York angekommen ist, wird er gleich festgenommen. Ihm wird ein Anwalt zu Seite gestellt, der ihn überzeugt, seine wahre Identität nicht preiszugeben. Ein Fehler, wie sich erweist, denn so landet Harry in der Haftanstalt Lavenham. Nach England kam allerdings die Nachricht, dass Harry bei einem Schiffsunglück umgekommen sei. Seine Braut Emma kann das nicht glauben und folgt ihm in die USA. Sein Schulfreund Giles Barringham meldet sich als Freiwilliger in die Armee. Der Krieg ist inzwischen ausgebrochen und Giles will sein Land verteidigen.


    Dieser zweite Band der Clifton-Saga ist zeitlich hauptsächlich während des zweiten Weltkriegs angesiedelt. Wobei die Kriegshandlungen für den Fortgang der Familiengeschichte nur in geringerem Umfang eine Rolle spielen. Es geht vielmehr um Harry Cliftons Verschwinden und Emmas Suche nach ihm. Mit etwas Glück und einem guten Kumpel gelingt es Harry, in der Haftanstalt einigermaßen zu recht zu kommen. Währenddessen unternimmt Emma so einiges, um sich für die Reise nach New York zu rüsten. Dabei geht sie sehr gewitzt und zielstrebig vor. Eine moderne junge Frau zu einer Zeit, in der moderne junge Frauen gerade erst erfunden waren. 


    Der zweite Weltkrieg ohne zweiten Weltkrieg, das ist etwas, von dem man sich lösen muss. Aber wieso nicht? Schließlich hat es sicher tatsächlich Menschen gegeben, die von dem Krieg nicht so betroffen waren. Jedenfalls versteht es der Autor seine Clifton-Saga auf sehr spannende Art und Weise fortzuführen. Man kann manchmal kaum glauben, welche Kapriolen das Schicksal schlägt, man ist aber immer gefesselt und fliegt nur so durch die Seiten, weil man unbedingt wissen muss, welchen Lauf das Leben von Harry und Emma nimmt. Der Autor hat eine sehr abwechslungsreiche Familiengeschichte geschaffen, die es sich lohnt zu verfolgen.

  15. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Was kann ich zu diesem Buch nur sagen? Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich wirklich davon halten soll. Wie man durchaus bemerkt, wenn man sich auch übrige Rezensionen von mir anschaut, ist das Thema, welches dieses Buch anstimmt, mir immer sehr wichtig. Von Takis Würger hatte ich bisher auch nur Gutes gehört und so war ich mir sicher, das Stella mein erstes Buch dieses Autors sein sollte. 

    Gerade die Kombination mit einer wahren Begebenheit hat mich besonders angesprochen ... 

    Und genau diese Erwartungen haben sich leider als zu groß erwiesen. Die Geschichte ist in meinen Augen einfach nur flach dargstellt worden und wird der echten "Stella" nicht wirklich gerecht. Auch die Charaktere waren äußerst eindimensional und haben in mir keinerlei Bedürfnis nach Mitgefühl geweckt. 

    Dass ich das Buch nicht direkt abgebrochen habe, kann ich nur dem sehr guten Schreibstil zuschreiben. Dieser zeigt nämlich, dass Würger zu weitaus mehr fähig ist. 

    Lange Rede kurzer Sinn: 

     

    Fazit:

     

    Ich bereue es selten, dass ich ein Buch zu Ende gelesen habe. Allerdings ist es hier zumindest ein wenig der Fall. Von mir aus, dürfte das Buch auch wieder in der Versenkung verschwinden.  

  16. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.118)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Claire kehrt in diesem Teil nach Schottland ins 18. Jahrhundert zurück um den totgeglaubten Jamie zu suchen. 

    Dies ist der dritte Teil der Reihe und ich würde hier empfehlen die richtige Reihenfolge einzuhalten,  da der inhaltlich der Bücher aufeinander aufbaut und weitergeführt wird. Ohne Vorwissen verpasst man da als Leser viel. 

    Dieses Abenteuer führt weg von Europa und mitten hinein in die Seefahrt des 18. Jahrhundert.  Wie war es damals für die Besatzung, welche Krankheiten sind auf See aufgebrochen,  wie war das Leben auf den Inseln rund um Jamaika? 

    Das Buch ist recht abenteuerlich und natürlich wieder sehr gefühlvoll geschrieben,  es hat mich aber nicht ganz so mitreißen können wie die ersten Teile und hatte hier und da auch mal Längen.  

  17. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783406680632)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (376)
    Aktuelle Rezension von: einstrauss_vollerbuecher

    Das Buch erzählt die Geschichte der blinden Marie-Laure, die im Jahr 1944 mit ihrem Vater aus Paris flieht und dem Waisenkind Werner, der auf Grund seiner technischen Begabung die deutsche Wehrmacht im zweiten Weltkrieg unterstützt. So unterschiedlich die beiden Leben auch sind, führt sie jedoch nichts schrecklicheres als der 2. Weltkrieg zusammen.

    Erzählt wird das Buch sowohl in unterschiedlichen Zeitsträngen als auch abwechselnd aus der Sicht von Marie-Laure und Werner. Am Anfang sind beide Geschichten noch unverbunden, aber man merkt im Laufe der Geschichte immer mehr, wie sie sich aufeinander zubewegen. Ein roter Faden spinnt sich zunächst ganz zart durchs Buch und wird dann immer sichtbarer und greifbarer. Dieser Aufbau, die Ruhe darin und die detailreiche Sprache machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Facettenreich, emotional, spannend und mit so vielen wichtigen Themen bestückt, wie zum Beispiel Verantwortung, Freundschaft und Loyalität.

    Es gibt Romane, die sind einfach was wunderschönes und besonderes, obwohl in ihnen so etwas schreckliches behandelt wird. Dieses Buch gehört definitiv dazu!

  18. Cover des Buches Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  19. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (238)
    Aktuelle Rezension von: berliness

    Der Aufbau dass zwei Geschichten in zwei Zeiten erst parallel erzählt und dann zusammengeführt werden ist nicht neu, aber hier durch die - man ahnt es ziemlich früh - familiäre Verbindung sehr gut erzählt. Die Enkelin und die ihr unbekannte Vergangenheit ihrer Großmutter.  Die Geschichte der Großmutter als junge Frau wird spannend erzählt und gibt einen guten Einblick in die Zeit im dritten Reich. Die Auflösung ist ebenfalls gut gelungen nur die notwendige, sehr zufällige Begegnung am Anfang der Geschichte finde ich nicht gut gelungen. Das Aufeinandertreffen von Ostfrau und Westmann in der Wendenacht, deren Familien - Achtung Spoiler - sich schon vor dem Krieg kannten ist mir, nun ja, zu zufällig. Da hätte ich mir eine elegantere Lösung gewünscht, obwohl das Leben ja manchmal die verrücktesten Geschichten schreibt. Aber hier im Buch war mir das zu durchsichtig. 

    Die Geschichte ist dann aber sehr gut erzählt, schöne Details, sehr kurzweilig, guter Erzählstil für meinen Geschmack. Gerne mehr von der Autorin!

  20. Cover des Buches Liebten wir (ISBN: 9783548285771)
    Nina Blazon

    Liebten wir

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Moira ist Fotografin. Der Beruf ist für sie eine Berufung, die sich mit Leidenschaft und Können ausübt. Das Besondere ist, dass Mo sehr viel mehr sehen kann, als nur die fotografierten Objekte und Personen. Sie sieht die Beziehungen, die dazwischen existieren, die unbewusst bestehen oder absichtlich verborgen werden sollen. Warum tut sie das? Es ist das Thema ihres Lebens: die Geheimnisse ihrer Familie, ihrer Vergangenheit zu lüften, die Verletzungen zu finden und zu heilen. Ihr eigenes Leben ist ziemlich kompliziert. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Die Mutter ist tot, der Vater hat sie verlassen, die Schwester ist fremd und eiskalt. Sie wünscht sich eine warmherzige und stabile Familie. Ihren Freund Leon liebt sie sehr. Es sieht aus, als hätte er eine solche Familie. Leute, die zusammenhalten, Eltern, die ein Ruhepol sind und so weiter. Als sie zu einer Familienfeier eingeladen wird und Leons Familie kennenlernt, schlägt sie böse auf die Wahrheit auf. Das hier sind keine warmherzigen Menschen, die sie gern in ihrer Mitte aufnehmen. Der Eklat wird perfekt, als Moiras Schwester Danae uneingeladen dort erscheint und in einer unbeobachteten Situation mit Leon Sex hat. Moira will nur noch weg dort. Sie springt ins nächste Auto und will abhauen. Überraschender Weise hat Leons Großmutter Aino das gleiche Bedürfnis und schafft es, trotzdem sie nicht mehr sehr gut zu Fuß ist, ebenfalls ins Auto zu steigen und Mo dazu zu bringen, sie mitzunehmen. Es stellt sich heraus, dass die ominöse Tasche, die Oma Aino stets mit sich führt, eine schon seit langer Zeit gepackte Reisetasche ist, und sie schon sehr lange auf eine Gelegenheit zur Flucht wartet. Anfangs mögen die beiden Frauen sich nicht besonders und versuchen auch, jeder auf seine Weise, die andere nicht länger als nötig um sich zu haben. Alles fügt sich jedoch so, dass sie gemeinsam nach Finnland reisen, da Aino dort noch eine alte Rechnung offen hat. Moira begleitet sie, da sie erstmal völlig ohne Orientierung ist und einfach nur weit weit weg will.
    Die beiden Frauen halten also zusammen, sind in gewisser Weise aufeinander angewiesen. Es wird deutlich, dass sie viel verbindet. Dadurch nähern sie sich einander an, es wird eine ehrliche Freundschaft. Der größte Teil des Buches spielt in Finnland. Das macht sehr viel Spaß, die Eigenheiten der Finnen zu beleuchten. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit schlimmen Ereignissen in der Geschichte Finnlands, wie Krieg und Besatzung. Da wird auch die europäische Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
    Liebten wir“ ist ein besonderes Buch. Es ist voller Humor, voller wichtiger Botschaften, voller ruppiger Ehrlichkeit. Es geht sehr in die Tiefe. Der Spannungsbogen ist raffiniert gezogen. Der zuweilen bestehende scheinbare Stillstand, das Verharren im Augenblick, ist sehr wichtig für die Dynamik in der Geschichte, die durch diese statischen Momente überhaupt erst möglich wird. Es gibt hier jede Menge Perlen, die der Leser finden kann / muss. So wie es mit Mos Fotos ist, ist es in der ganzen Geschichte: Du kannst im Außen nur das sehen, was du selbst in dir hast.
    Am Ende wissen wir, dass man den unvollendeten Geschehnissen im Leben nicht entfliehen kann. Weder Raum noch Zeit können Abstand schaffen. Schmerzen und Verletzungen werden sogar vererbt, wie Aino sagt. Dann wird es erst richtig schwierig, weil der Betroffene den Bezug zu seinen Verletzungen schwer oder gar nicht mehr finden kann. Deshalb ist es so wichtig, sich den eigenen Katastrophen im Leben zu stellen. Erst die Auseinandersetzung mit der Realität ermöglicht es den Wunden zu heilen, sich selbst wahrzunehmen, das eigene Leben weiter zu gestalten.

  21. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie von Bremen nach Rügen und mietet ein Häuschen in Binz. Die Werbefachfrau will noch einmal ganz neu anfangen. Im Hafen von Sassnitz sieht sie einen alten Fischkutter und ist sofort begeistert. In ihr reift die Idee, die "Sturmrose" wieder heraus zu putzen und ein schwimmendes Café mit Kunst und Kultur daraus zu machen. Annabel findet heraus, dass die "Sturmrose" eine bewegte Vergangenheit hat und vor der Wende Flüchtlinge aus der DDR in den Westen gebracht hat. Sie wurde selbst in Leipzig geboren und vieles aus ihrer Kindheit ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung. Als sie auf dem Schiff den Brief einer jungen Frau findet, die anscheinend in den Westen geflüchtet ist, wächst in ihr der Wunsch, auch mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Aber beim Besichtigungstermin trifft sie mit Christian Merten auf einen Konkurrenten, der sich ebenfalls sehr für das Schiff interessiert. Hat sie da überhaupt eine Chance? Und was verbindet Merten mit der "Sturmrose"? 


    In "Die Sturmrose" kann man deutsch-deutsche Geschichte hautnah miterleben. Fesselnd, aufwühlend und authentisch erzählt. Geschrieben in der 1. Person aus Sicht von Annabel ist man immer direkt mitten im Geschehen. 

    Natürlich habe ich schon viel gehört und gelesen von den damaligen Zuständen in der DDR und es ist gut, dass die Mauer gefallen ist. Die Beschreibungen, wie der Staat mit den Bürgern umgegangen ist, die nicht "systemtreu" waren, sich nicht von der Stasi haben rekrutieren lassen, die einfach nur frei ihr Leben leben und ihre Meinung äußern wollten, das hat mich heute noch wütend gemacht beim Lesen. 


    Annabel ist eine sympathische Hauptfigur, die für sich und ihre Tochter ein schönes und ruhiges Leben haben möchte, einen Platz, an dem sich beide wohlfühlen. Und  die dabei auch ihren Traum vom Ausflugsschiff mit Kaffee und Kultur verwirklichen will. 

    Die zweite Hauptfigur ist eigentlich das Schiff, denn die "Sturmrose" hat über die Jahre auf viele Schicksale Einfluss genommen. Ihre bewegte Vergangenheit hat heute noch Wirkung auf die Gegenwart. 

    Schön dargestellt wird auch das Verhältnis von Annabel zu ihren Adoptiveltern, die sie aus dem Kinderheim holten, als ihre Mutter sie verlassen hat und die ihr ein liebevolles Zuhause gaben.  


    Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Umgebung auf Rügen, das Häuschen, den Hafen von Sassnitz. Auch das "Drumherum" passt einfach. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch über ein unschönes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt, mal traurig macht, aber auch mal schmunzeln lässt. 

  22. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (552)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  23. Cover des Buches Die Holunderschwestern (ISBN: 9783453419230)
    Teresa Simon

    Die Holunderschwestern

     (196)
    Aktuelle Rezension von: rapoed

    Ich bin absolut begeistert und sehr bewegt von dieser Familiengeschichte. Die Holunderschwestern haben mir unvergessliche Lesestunden beschert. Katharina Raith hat sich mit ihrer eigenen Werkstatt einen Traum erfüllt und arbeitet erfolgreich als Restauratorin gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin Isi.

    Eines Tages steht plötzlich Alex Bluebird aus London in ihrer Privatwohnung und übergibt ihr Tagebuchaufzeichnungen ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny. Katharina ist vollkommen perplex, denn soviel sie weiß, hat Fanny Deutschland nie verlassen. 

    Eine total aufregende, fesselnde Reise in die Vergangenheit ihrer Vorfahren beginnt und deckt unglaubliche Familiengeheimnisse auf.

    Der Schreibstil der Autorin ist so bildgebend, tiefgründig, gefühlvoll, authentisch, realitätsnah und versetzt mich dabei in einen Zustand, als wäre ich unmittelbar dabei, lässt mich die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leib spüren und fühlen. 

    Gelebte Geschichte, die für uns nicht besser aufbereitet werden kann.

    Für mich auf jeden Fall eine absolute Bereicherung. 

    Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin und kann auch für dieses Buch nur eine klare, deutliche Leseempfehlung aussprechen. 

  24. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (179)
    Aktuelle Rezension von: skyrell

    Ständig dachte ich, da muss noch etwas kommen, irgendein Hammer, irgendein Höhepunkt. Aber da kam nichts. Für mich war es langweilig und langatmig.

    Der einzig interessante Aspekt war, wie dieser „untadelige Mann“ langsam auseinandergenommen wurde. Unter der perfekten Schale kam ein kümmerliches Etwas zum Vorschein und ein Leben, das von vorn bis hinten ein Lüge war.

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