Bücher mit dem Tag "20. jh"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "20. jh" gekennzeichnet haben.

1.260 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.360)
    Aktuelle Rezension von: JeyeL

    Da die Serie zu den Büchern sehr Erfolgreich war, dachte ich mir, es ist an der Zeit, diese Bücher zu lesen und anschließend die Filme zu gucken. 

    Allerdings fand ich das Buch nicht fesselnd und mit den vielen Namen und Charakteren sehr verwirrend. Der Titel zum Buch passt meiner Meinung nach nur bedingt. "Das Lied von Eis und Feuer" hatte nichts mit dem zu tun gehabt. Außer das der Winter naht/kommt. Hatte ich nie das Gefühl das irgendwo ein Feuer entfacht wird...   

    Viele schreiben ein Fantasy Epos (so auch die Rückseite) ich habe mich nicht in eine Fantasy Universum versetzt gefühlt. Die Welt wird kaum beschrieben (außer das ein paar Drachen Eier hin und wieder erwähnt werden) gibt es nicht mal Fantasy Charaktere.

    Mehrere Königshäuser und viele Personen machen für mich kein Fantasy aus. 

    Hoffe die Serie ist dann besser und die anderen Bücher ebenfalls.      


  2. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.424)
    Aktuelle Rezension von: MarionS

    Staunend und neugierig habe ich mit Sofie die verschiedenen Ansichten der große Philosophen kennengelernt. Ein wunderbares Buch über das Sein und Werden. Es war eine große Freude, das Buch zu lesen. 

  3. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

     (1.499)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Lyra Belacqua führt ein unbeschwertes, wildes Leben bei den Gelehrten des Jordan College in Oxford. Immer an ihrer Seite ist Pantalaimon, ihr Tierdæmon. Doch mit der Ankunft von Lyras Onkel, dem düsteren Lord Asriel, beginnt für sie ein gefährliches Abenteuer. Denn es gibt geheime Pläne, die Lyras Welt ins Chaos stürzen: Es geht um gestohlene Kinder und verlorene Dæmonen, um Hexenclans und kämpfende Eisbären – und um eine rätselhafte, weltenverändernde Substanz namens Staub … (Klappentext Band 1 - der goldene Kompass)


    Eine wirklich wunderbare Trilogie, die jedoch trotz der jungen Protagonistin nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet ist.

    Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht verständlich, doch je weiter die Handlung voranschreitet und sich verstrickt, desto düsterer und teils auch brutaler wird die Geschichte.

    Der Anfang ist noch unbeschwert, denn Lyra führt ein solches Leben. Die Stadt, die ihrem Pendant in unserer Welt so ähnlich ist, scheint ihr zu Füßen zu liegen. Finstere Gerüchte über verschwundene Kinder gelangen auch an ihre Ohren, doch sie macht sich darum keine Sorgen. Bis eines Tages ihr bester Freund wie vom Erdboden verschluckt ist.

    Damit beginnt für sie eine Reise, die so viel größer wird, als sie erwartet hatte. Die halbe Welt durchquert sie auf der Suche nach ihm, doch auch sie wird verfolgt. Denn sie scheint in einem größeren Plan eine wichtige Rolle zu spielen, von der sie noch nichts weiß. Einige wollen, dass sie ihre Rolle einnimmt. Andere wollen das um jeden Preis vermeiden. Es bleibt ihr nur die Flucht in eine andere Welt, doch damit ist die Geschichte noch lange nicht vorbei.

    Eine rasante Geschichte. Die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man es sich versieht, sind die drei Bände durchgelesen.

    Allerdings gab es auch hier Dinge, die mich gestört haben.

    Der Anfang ans ich hat sich ziemlich in die Länge gezogen und ich fand es für mich wirklich schwierig bei der Sache zu bleiben. Außerdem wird so gut wie nichts erklärt und wir Lesenden müssen uns die Welt, wie sie ist, selbst zusammenschustern, nur um mehrere Kapitel später noch ein Bröckchen Information zu bekommen, die alles nichtig macht.

    Im zweiten Band ist das schon deutlich besser, hier kommen allerdings mehrere neue Sichten dazu, die mich anfangs eher verwirrt haben. Natürlich haben diese sich irgendwann verflochten, doch das geschieht teils erst im letzten Band der Reihe.

    Alles in allem fand ich die Trilogie, trotz ein paar kleinerer Schwächen, sehr gut und empfehle sie gerne weiter. Jedoch definitiv nicht an Kinder, obwohl sie vom Verlag als Kinderbücher deklariert werden.

  4. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783827013842)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (665)
    Aktuelle Rezension von: maibe_schreibt

    Die Magd Desfred lebt in einer Welt, in der sie nur eine Aufgabe hat: Schwanger werden und ein Kind zu gebären. Sie lebt ein unglückliches und einsames Leben, geplagt von den Erinnerungen an ihr Kind und ihren Mann. Trotzdem verliert sie nicht die Hoffnung auf eine bessere Zeit.

    Absolut packend und verstörend. Ich gebe zu, ich bin ein Margaret Atwood Fan und das liegt zu achtzig Prozent an diesem Buch. Dieses Buch konnte ich vom ersten Satz an nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendurch musste ich immer tief durchatmen, aus Wut auf die Handlung und die Welt, in der die Hauptperson leben muss. Eine Welt in der Frauen keine Rechte haben.

  5. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.907)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  6. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (317)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Im Sommer liege ich oft nachts draußen und schaue in den Sternenhimmel raus. Je länger man die Sterne betrachtet, desto weiter scheint der Himmel sich über einem auszudehnen. 

    Ich habe mich so oft gefragt, was außerhalb der Erde und den paar Planeten dir wir kennen noch alles existiert. 


    Was ist überhaupt das Universum? Was ist der Ursprung und was bedeutet Schicksal?


    Hawking liefert so viele interessante Fakten über das Universum und seine Galaxien und konnte meinen Wissensdurst zu diesem Thema super abdecken. Das Buch ist speziell und manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen, da Hawking anhand der physikalischen Gesetze versucht das Universum für den Leser verständlich zu erklären. Ich finde es trotzdem klasse geschrieben und viele meiner Fragen wurden erklärt. 


    Ich finde es beeindruckend wie klein wir Menschen sind und wie kurz die Zeit in unserem Universum für uns eigentlich ist. Als ich das Buch las, habe ich oft über unser Verhalten nachgedacht. Wir machen uns das Leben manchmal selbst viel zu schwer, vor allem gegenseitig. 


  7. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  8. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (504)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  9. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

     (917)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Mein dritter Murakami und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern waren mir die Charaktere hier überhaupt nicht sympathisch, was die Geschichte für mich natürlich extra erschwert hat. Das typisch fantastische von ihm fehlt hier auch komplett, der Untertitel sagt tatsächlich aus, was es ist: Nur eine Liebesgeschichte. Und wirklich sonst gar nichts. Zwar eine sehr tragische aber trotzdem. Die Handlung zieht sich, es passiert kaum mal was spannendes, geschweige denn etwas unerwartetes. Irgendwann weiß man auch schon genau wie das Buch enden wird. Ob man das dann als gutes oder schlechtes Ende bezeichnen würde, ist wohl Ansichtssache. Für mich war es ein gutes.
    Die Themen, die am meisten angesprochen wurden, waren Suizid, Depression und Sex. Beim Lesen gleicht das einer Achterbahnfahrt.
    Nur der typische Schreibstil von Murakami war ab und zu erkennbar, weswegen ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. 

    Fazit: Sollte man sich für Bücher von dem Autor interessieren: Nicht dieses hier als erstes lesen! Er kann es eindeutig besser. Das Buch hat mich leider enttäuscht.

  10. Cover des Buches His Dark Materials 2: Das Magische Messer (ISBN: 9783551583413)
    Philip Pullman

    His Dark Materials 2: Das Magische Messer

     (1.018)
    Aktuelle Rezension von: Se_zink

    Philip Pullman erschafft in seiner Reihe fantastische Welten, wie es nur die ganz großen Autoren beherrschen. In diesem zweiten Band wird die Geschichte um das Mädchen Lyra fortgesetzt, das eine geheimnisvolle Rolle in einem noch drohenden Krieg spielen sollen. Der Roman ist multiperspektivisch angelegt, was mir persönlich sehr gut gefällt, und der detailreiche Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich mir alles genau vorstellen konnte und zwischendurch sogar vergessen habe, dass ich nur eine erfundene Geschichte lese. Absolute Leseempfehlung für alle, die Fantasy lieben!

  11. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (858)
    Aktuelle Rezension von: abookslife

    Auch du hast deine Lämmer, die du zum Schweigen bringen musst. - Welcher ist euer Lieblingsroman der Hannibal Lecter Reihe und welcher euer Lieblingsfilm? Kennt ihr auch bereits die Geschichte von „das Schweigen der Lämmer“ von Thomas Harris? Ich liebe die Verfilmung, die Bücher habe ich allerdings vor kurzem zum ersten Mal angefangen und bin nun mit „das Schweigen der Lämmer“ fertig. Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und an das Bloggerportal für die Rezensionsexemplare der Hannibal Lecter Reihe.

    Ich dachte ja, dass es nach „roter Drache“ nicht spannender und brutaler werden würde. Aber dass „das Schweigen der Lämmer“ ein Klassiker ist, dürfte den meisten bewusst sein. Dementsprechend faszinierend ist eben auch die Geschichte absolut tiefsinnig, Charaktere sehr düster und mit jeder Menge Geheimnisse und tiefgründigen Charaktereigenschaften. Der psychologische Aspekt in diesem Buch, gerade wenn es um die Aufklärung der Fälle geht, ist äußerst interessant und sorgt bei dem Leser permanent für jede Menge Neugier. Der Erzähl- und Schreibstil mag durch die Zeit etwas veraltet sein, dennoch schafft das Buch nach Jahren, noch immer kontinuierlich Spannung aufzubauen. Thomas Harris erzählt sehr detailliert und beschreibt daher Charaktere und Ereignisse sehr ausschweifend, dennoch nicht unnötig. Durch das vergleichsweise niedrig gehaltene Tempo, entwickelt sich die Story durchgehend weiter, ohne unnötige Lückenfüller oder unbrauchbare Inhalte.

    Auch, oder besser gesagt, trotz der Gefangenschaft und die Zeit hinter den Gittern spielt Dr. Hannibal Lecter hier eine wesentliche Rolle und fungiert als eine wichtige Unterstützung für die Polizei. Ganz besonders ist hier die Ausstrahlung, die Gelassenheit und Ruhe beim Dr. Hannibal Lecter. Man bekommt schon fast den Eindruck, dass in einigen Situationen er in der Machtposition ist und die Polizei und alle weiteren Beteiligten auf ihn angewiesen sind. Er ist ein Psychopath, ein Kannibale. Die Ruhe in Person, clever, denkt mehrere Schritte voraus und haut immer genau die Sprüche raus, die die Beteiligten Gesprächsteilnehmer am meisten treffen und manipuliert diese ungemein.

    Ich kenn den Film von „das Schweigen der Lämmer“ bereits seit einigen Jahren und finde ihn große Klasse. Dennoch überzeugt mich das Buch um längen besser, gerade weil der Autor sich dazu entschieden hat, eine so detailreiche, lebhafte und ausführlich durchdachte Geschichte zu erzählen. Ich kann die Bücher zu Hannibal Lecter, so auch diesen, jeden nur wärmstens empfehlen. Sie hinterlassen einen viel tiefgründigeren Eindruck, wie in Filme, gerade im Hinblick auf Hannibal und seine Psyche. Eine absolute Kauf-Leseempfehlung meinerseits mit 5 von 5 Sternen.

     

  12. Cover des Buches Harry Potter and the Chamber of Secrets (ISBN: 9781408855669)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Chamber of Secrets

     (1.014)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Das zweite Jahr in Hogwarts beginnt für Harry rasant. Erst wird er im Privet Drive festgehalten, dann kommt er nicht zum Hogwarts Express und als er endlich in der Zauberschule ankommt, erwartet ihn richtig viel Ärger. Doch damit hat sein neues Jahr erst begonnen. Neue Lehrer, neue Schüler und eine neue Gefahr erwarten ihn. Nach und nach werden Schüler angegriffen und alles hat mit einer verschollenen Kammer zu tun, die mehr Legende zu sein scheint, als real. Um hinter das Geheimnis der Kammer des Schreckens zu kommen, geht Harry einmal mehr ungewöhnliche Wege und stößt dabei auch auf seine eigene Geschichte.

    Rowlings zweiter Band, startet schneller in die Handlung und nimmt rasant an Fahrtwind auf. Wir erfahren mehr über den ominösen Tom Riddle und auch Dumbledores, Hagrids und Harrys eigener Hintergrund werden mehr und mehr beleuchtet. Und das zu lesen, macht einfach Spaß. Denn Rowling versteht es die richtigen Infos zur richtigen Zeit einzustreuen, so dass man, wie Harry, nach und nach ein Gesamtbild erhält. Auch die neuen Charaktere, wie Lucius Malfoy, Gilderoy Lockhart oder auch Ginny Weasley sind tolle Figuren, die Potters Zauberwelt  bereichern und die beiden Seiten jener Welt toll illustrieren.

    Kurzum: Ein guter Folgeband, der schon etwas erwachsener daherkommt und die gesamte Geschichte alles in allem gut trägt. Lesenswert.

  13. Cover des Buches Die Nebel von Avalon (ISBN: 9783898971072)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Nebel von Avalon

     (1.261)
    Aktuelle Rezension von: Christiane_Vini

    Ein sher tolles und spannendes Buch. 

    Ich liebe alte Fantasy und die Sagen um König Arthur, daher habe ich mich dazu entschlossen dieses Buch zu lesen. 

    Ich wurde nicht enttäuscht und konnte ein spannendes Buch mit tollen Sagen lesen. 

    Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter an alle die solche Genre mögen. 

  14. Cover des Buches Harry Potter and the Philosopher's Stone (ISBN: 8601404313097)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Philosopher's Stone

     (1.590)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    An seinem elften Geburtstag findet Harry Potter heraus, dass er kein normaler Junge, sondern ein Zauberer ist. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden beginnt er, das Böse der Zaubererwelt zu bekämpfen.
    .
    Dieses Buch habe ich nicht zum ersten Mal gelesen, sondern vor Jahren schon einmal verschlungen, weshalb es einfach genial war, noch einmal in diese Kindheitserinnerung abzutauchen. Nicht nur die Charaktere habe ich über die Jahre sehr lieb gewonnen, sondern auch die Handlungsorte, insbesondere natürlich Hogwarts. Obwohl ich die Geschichte schon kenne, sind mir beim Lesen doch wieder kleine Details aufgefallen, die mir vorher noch nicht klar waren. Auch für Nichtmuttersprachler ist das Englisch sehr gut verständlich.

  15. Cover des Buches Das Bernstein-Teleskop (ISBN: 9783551583420)
    Philip Pullman

    Das Bernstein-Teleskop

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Se_zink

    In diesem dritten Teil wird das Geheimnis um Staub endlich gelüftet und alle Handlungsstränge aus den vorangegangen Teilen der His-Dark-Materials-Saga zu Ende gebracht. Eine spannende Geschichte, ambivalente Charaktere, mit denen der Leser mitfiebern kann und ein liebevoll gestaltetes Setting aus vielen Parallelwelten. Der große Höhepunkt der Geschichte verlief leider nicht so fulminant wie ich ihn mir vorgestellt hatte, aber das ist vielleicht auch Geschmackssache. Auf jeden Fall unterhält das Buch gut und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Leseempfehlung für alle, die Fantasy lieben.

  16. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.487)
    Aktuelle Rezension von: thepassionsofalice

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

    "Denn Mut ist die wichtigste Gabe für denjenigen, der die Sprache der Welt sucht."

     

     

    Diese kleine, feine Literatur hat mich eine lange Zeit begleitet. Unterwegs mit einem Bleistift lag sie, wie ein wertvoller Schatz, in meinen Taschen. 

    Sie wurde gezeichnet. 

    Voller Granitstriche, 

    voller Gedanken, 

    voller Eselsohren, 

    voller Leserillen. 

    Schiefgelesen.

    Umgekippte Kaffeeflecken. 

    Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Roman nicht in einem Zug verschlungen habe, sondern er ein längerer Begleiter war und mich hat viel und oft über den Inhalt nachdenken lassen. Über mein eigenes Leben, über meine eigenen Visionen. 

    Eine Lektüre voller Gebrauchsspuren, voller Leben. 

    Wortwörtlich eine Lektüre fürs Leben. 

     

    Eine 'klassische Rezension' wird und kann es für dieses Meisterwerk von meiner Seite aus nicht geben. Ich glaube, dass Vielen, die diese Geschichte kennen, bewusst ist, welch wertvollen Schlüssel für ein erfülltes Leben dieser Roman darstellt. Ich glaube, ich habe noch nie solch eine große qualitative Menge an Zitaten aus einem Buch herausgeschrieben, wie aus diesem. Wenn man sich darauf einlässt, ist es eine riesige Sammlung an Lebenstipps und Weisheiten, die man sich wirklich zu Herzen nehmen kann. Eingebettet in eine magische und wunder-volle Geschichte, die einen an Wunschträume glauben lässt. Um diese meisterlich aneinandergereihten Wörter zu würdigen, die eine wundersame Geschichte erzählen, an der wir uns alle ein Beispiel nehmen sollten, wird es hier in der kommenden Zeit immer wieder Postings mit den bereichernden Zitaten aus dem Alchimisten geben. 

    Zitaten, die mich umdenken ließen. 

    Zitaten, die meinen Blickwinkel auf die Welt veränderten. 

    Zitaten, die mich angestoßen haben, an meine Wunschträume ganz fest zu glauben. 

     

     

    "Das Leben ist wirklich sehr großzügig mit dem, der seinem persönlichen Lebensweg folgt."

     

     

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  17. Cover des Buches Agnes (ISBN: 9783596511518)
    Peter Stamm

    Agnes

     (350)
    Aktuelle Rezension von: Bemyberlinbaby

    Der Roman Agnes beschreibt eine aufblühende Liebe, all ihre Facetten und so vieles mehr. Tiefe Trauer, Einsamkeit und die Einfachheit des menschlichen Daseins, werden in höchster, literarischer Form zum Besten gegeben. Ein faszinierendes Werk zum mitfiebern, mitfühlen und weiterdenken. Nicht die Handlung hat meine große Begeisterung ausgelöst, sondern die wundervolle Art, den simplen Alltag-und all jene Probleme die er mit sich bringt-in Worte zu fassen. Einer der herausragendsten Romane des 21. Jahrhunderts. 

  18. Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9780316769174)
    J. D. Salinger

    The Catcher in the Rye

     (450)
    Aktuelle Rezension von: lulu_liest

    Der im Jahre 1946 16-jährige Holden Caulfield lädt den Leser ein mit ihm 3 Tage seines Lebens auf den Straßen von New York City zu verbringen.


    Die im Buch vermittelte Stimmung rund um den Protagonisten sowie das Setting muten ziemlich düster an und entsprechen nicht unbedingt dem Bild, das man sich normalerweise von einem Teenager  ausmalen würde, außerdem fällt relativ schnell auf dass Caulfield sich eines sehr derben Wortschatzes bedient. 


    Die Handlung haut mich nicht unbedingt vom Hocker, dennoch finde ich, dass der Fänger im Roggen zu den Büchern gehört, die man im Laufe des Lebens mal gelesen haben sollte - ein echter Klassiker eben.

  19. Cover des Buches Sputnik Sweetheart (ISBN: 9783832161002)
    Haruki Murakami

    Sputnik Sweetheart

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Viele Bücher, des populären japanischen Autors Haruki Murakami, sind bereits in Deutschland erschienen, und einer meiner Lieblingsautoren. Einmal mit einem Murakami begonnen, kann man nicht mehr aufhören.

    „Ich möchte begreifen, welchen Einfluss bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres nehmen, wie ich sie integrieren und mich dennoch im Gleichgewicht halten kann.“

    Seite 61

    Sputnik Sweetheart erzählt die Geschichte drei Personen. Zu Beginn ist unser Erzähler uns völlig unbekannt, der Fokus liegt klar, auf der Protagonistin Sumire. Sumire ist Schriftstellerin und glaubt von sich selbst, keine sexuelle Neigungen zu verspüren, bis sie die verheiratete, 17 Jahre ältere Miu kennenlernt. Im Laufe des Buches, gewinnt unser unbekannter Erzähler immer mehr an Bedeutung.

    Ich habe mich in dieser Geschichte verloren. Murakami legt einen Bann über seine Bücher. Auch in diesem Buch, ist er sich treu geblieben. Musik spielt wieder eine große Rolle, sowie Literatur, Freundschaft, Leid, die Liebe, wie man mit Geschehnissen aus der Vergangenheit fertig wird und sich selbst findet. Auch in diesem Werk des Autor erhalten wir eine Parallelwelt aufgezeigt, die platz für Interpretation lässt. Besonders gerne habe ich die Geschichten, innerhalb der Geschichte gelesen.

    Kein Buch macht es mir so schwierig eine Rezension zu schreiben, weil man dem einfach nicht gerecht werden kann.

    „Kein Mensch, sollte durch das Leben gehen, ohne sich einmal der gesunden, ja langweiligen Einsamkeit auszusetzen, einer Situation, in der er allein auf sich selbst angewiesen ist und dadurch seine wahre und verborgenen Stärke kennenlernt“

    Seite 9

    Mein Fazit:

    Sputnik Sweetheart ist mein fünfter Murakami und durfte auf ein Siegertreppchen steigen. Es hat alles, was man von diesem Autor erwartet und noch viel mehr. Es ist schwierig ein Buch von diesem Autor zu bewerten, alles hierzu hört sich kryptisch an. Man muss es einfach erleben.

  20. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    1930 in New York geboren ,musste Frank McCourt vier Jahre später mit seinen Eltern und Geschwistern nach Limerick in Irland, weil sein Vater, wenn er Arbeit hatte, den ganzen Lohn vertrank.

    Was in New York wegen der Prohibition verboten war und heimlich in "Flüsterkneipen" vertrunken wurde, war in Irland legal und da der Vater so gut wie nie Geld nach Hause brachte, lebte die Familie in großer Armut, die man sich nicht vorstellen kann.

    Der kleine Frank, der der Älteste war, eine Schwester starb einige Wochen nach ihrer Geburt in Amerika und zwei weitere Brüder folgten ihr, nachdem sie in Irland waren, hatte noch drei Brüder.

    Ein intelligenter Junge, der sich durchschlug, trotz seiner schlimmen Augenentzündung und seinen Weg zurück nach New York machte.

    Seine Kindheit hat Frank McCourt interessant beschrieben und mir ist beim Lesen dieses Buches bewusst geworden, wie gut doch meine eigene Kindheit gelaufen ist.


  21. Cover des Buches Der Ekel (ISBN: 9783499105814)
    Jean-Paul Sartre

    Der Ekel

     (272)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Die Lektüre E. M. Ciorans "Vom Nachteil, geboren zu sein" hat mich auf die grandiose Idee gebracht wieder einmal Jean-Paul Sartres "Der Ekel" aus dem Regal zu nehmen. Fasziniert habe ich nach wenigen Sätzen festgestellt, dass dieser philosophische Roman über den Historiker Antoine Roquentin für mich nichts an Intensität verloren hat. Antoines Tagebucheinträge sind auch nach zwanzig Jahren, so lange ist es her, seit ich "Der Ekel" zuletzt gelesen habe, fesselnd und erstaunlich frisch. Sartre hat seine Philosophie des Existenzialismus in eine unkomplizierte Sprache verpackt..."es war einmal ein armer Kerl, der hatte sich in der Welt geirrt. Er existierte, wie die anderen Leute, in der Welt der Parks, der Kneipen, der Handelsstädte, und er wollte sich einreden, er lebe woanders, hinter der Leinwand der Gemälde, mit den Dogen Tintorettos, mit den ernsten Florentinern Gozzolis, hinter den Seiten der Bücher, mit Fabrice del Dongo und Julien Sorel, hinter den Grammophonplatten, mit den langen, spröden, klagenden Jazzmelodien. Und dann, nachdem er lange genug den Idioten gemacht hat, hat er verstanden, hat er die Augen geöffnet, hat er gemerkt, daß es da ein Versehen gab: er saß in einer Kneipe, ausgerechnet, vor einem Glas lauwarmem Bier..." für mich immer noch eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut empfehlenswert.
  22. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (392)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Es handelt sich scheinbar um eine ganz normale Familie aus einem englischen Vorort. Jedes der Familienmitglieder hat seine Eigenarten, doch nichts besonders auffälliges oder gar schlimmes. Als der Vater plötzlich stirbt beginnen sich die Familienmitglieder langsam zu verändern und driften langsam von einander Weg. Als die Mutter dann noch unerwartet an Krebs stirbt, bleiben Jack, Julie und ihre beiden jüngeren Geschwister alleine in dem Haus zurück. Da ihnen die Abschiebung in ein Kinderheim droht, fassen die Kinder den Entschluss die Mutter im Keller einzuzementieren, um so deren Ableben zu verbergen. Ohne die festen familiären Strukturen beginnt sich jedes der Kinder nun immer schneller zu verändern und driften dabei immer weiter von einander ab. 

    Nachdem ich von "Saturday" einigermaßen begeistert war, wollte ich noch etwas anderes von Ian McEwan lesen und da kam mir dieses kurze Buch mit seiner doch pikanten Thematik sehr zupass. Der Schreibstil des Autors konnte mich schon bei seinem anderen Buch begeistern, doch bei dieser Geschichte konnte mich der Autor auf sprachlicher Ebene sogar noch ein Stückchen mehr abholen. Man bekommt bunte beschreibende Bilder geliefert, ohne dass die Geschichte dabei zu zäh werden würde, oder der Lesefluss eingeschränkt werden würde. Ian McEwan konnte meiner Meinung nach also die besonderen Lebensumstände, in die sich die 4 Heranwachsenden manövriert hatten, sehr gut darstellen und erzeugte dabei eine besondere und drückende Atmosphäre, die ich ähnlich einem schwülen, drückend heißem Sommertag empfand, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem Schreibstil konnte mich die Geschichte auch mit ihrer kranken und gewöhnungsbedürftigen Handlung abholen. Dadurch, dass man in der Geschichte nur einen einzigen maßgebenden Handlungsstrang hat, der sich immer weiter auflädt und polarisiert fliegt man beim Lesen nur so durch die Geschichte. Das Thema mag nicht für jeden passend sein, doch man kann ihm nicht absprechen, dass er Garant für Spannung ist. Am meisten Begeistern konnte mich Ian McEwan aber mit den Charakterzeichnungen. Zwar kam ich keinem der Protagonisten auf emotionaler Ebene nahe, doch das wäre meiner Meinung nach bei dieser Handlung nicht möglich gewesen. Man blickt viel mehr als unbeteiligter Zuseher auf eine Horde kranker Minderjähriger herab und wünscht sich dabei, niemals in so einem emotional verwahrlostem Zustand wie diese zu Enden. Was Ian McEwan allerdings geschafft hat ist, dass jeder der Protagonisten eine andere Richtung in seiner emotionalen bzw. körperlichen Verwahrlosung einnimmt. Am besten merkt man dies in meinen Augen bei Jack und seinem kleinen Bruder. Jack verwahrloste körperlich und ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens vor ihm ziemlich ekelte, wohingegen bei seinem jüngeren Bruder die emotionale und soziale Verwahrlosung erschreckende Ausmaße annimmt. Das Meisterwerk des Autor besteht dabei aber, dass er mir die Charaktere und deren doch recht abartige Entwicklung als authentisch verkaufte. Ich hatte das Gefühl, dass das ganze so gerade sich irgendwo abspielen könnte, und ich nur nichts davon wissen würde. Ein einziges kleines Problem hatte ich allerdings damit, dass ich vor allem gegen Ende der Geschichte nicht mehr mit der Handlung auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Ich hatte am Ende einfach das Gefühl, dass es zu viel wurde. 

    Letztendlich ist das Buch aber extrem lesenswert - wie alle Bücher des Autors - , alleine durch diese doch recht unkonventionelle und krasse Thematik. Die Umsetzung ist auch insofern gelungen, dass mich das Buch trotz seiner Knappheit schockieren konnte. 

  23. Cover des Buches Die Tote in der Bibliothek (ISBN: 9783455650051)
    Agatha Christie

    Die Tote in der Bibliothek

     (262)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Der zweite Fall von mir und Miss Marple.

    In der Bibliothek der Bantrys wird am Morgen die Leiche einer jungen Tänzerin gefunden. Niemand weiß mehr über die junge Dame im Abendkleid und so holt sich Mrs. Bantry Hilfe von ihrer alten Freundin Jane Marple.. Die beiden Frauen quartieren sich im Majestic Hotel in Danemouth ein, gehen auf Spurensuche und kommen einer dramatischen Familienintrige auf die Schliche..

    Ach ich liebe Agatha Christie für ihre tollen Krimis. Ich bin generell nicht sooo der Krimifan, blutige und gruslige Grausamkeiten sind einfach nicht mein Ding. Aber sie schafft es, einen höchstspannenden Krimi zu schreiben, ohne mit Banalitäten wie Horror und übertrieben dargestellter Gewalt auszukommen. Hut ab!

    Miss Marple, der menschliche Lügendetektor, zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Mit ihrem natürlichen Misstrauen gegenüber Menschen und dem nötigen (weiblichen) Einfühlungsvermögen verknüpft sie alle Details zu einem Ganzen. Gut – auch ein männlicher Ermittler, der Augen und Ohren aufmacht kann das.. Die männlichen Ermittler werden hier jedoch alle besonders sachlich und empathielos dargestellt. Aber dennoch, Miss Marple hat ganz ihren eigenen Charme und ein beneidenswertes Gespür für Situationen und ist so das Tüpfelchen auf dem i.

    Hmm ja die Geschichte ist verzwickt und verzwackt: Was ich von Agatha Christie Krimis schon kenne: Viele viele Namen und Figuren. Was diesmal neu war: Die Geschichte wurde aus vielen Perspektiven erzählt und nicht nur mehr aus der Sicht einer Person. Fand ich persönlich ansprechender, zwischendurch war ich aber schon kurz davor mir Notizen zu machen 😅.

    Ein herrlicher Sommerkrimi, mit Schmäh und Schmackes, so mag ich das… 5/5👠.


  24. Cover des Buches Die Brautprinzessin (ISBN: 9783608961409)
    William Goldman

    Die Brautprinzessin

     (463)
    Aktuelle Rezension von: Susanne-Reither

    Die Brautprinzessin, ein Märchen für Erwachsene. Ich empfehle bei diesem Buch unbedingt zuerst einen Blick ins Buch zu werfen, da Sprache und Stil des Buches eigen sind und anders als das was man üblicherweise zu lesen bekommt. Die Geschichte dreht sich so wie es sich für ein Märchen gehört um Abenteuer, Liebe, Risiko und Kämpfe. Es wird aber auch gefoltert, über andere hergezogen und mit hinterhältiger Herzlosigkeit für das eigene Ziel gekämpft. Sowohl die „Guten“ als auch die „Bösen“. 

    Der Schlüssel zu diesem Buch liegt in der Sprache und Stil. Wer sich hier nicht zu Hause fühlt, wird das Buch weder lustig noch spannend finden, sondern einfach nur langweilig.

    Genre: Abenteuer
    Held: Mann
    Erzählperspektive: Erzähler
    Hauptthema: Liebe
    Stichworte Inhalt: Liebe, Verleumdung, Hinterlist

    Figuren:

    Verhalten: Aktiv

    Liebe und Herzenswärme: +

    Hilfsbereitschaft: +++

    Distanziertheit (Figuren untereinander): ++++

    Intuition: +++

    Stichworte Stil: sachlich, originell


    Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.

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