Bücher mit dem Tag "2006"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2006" gekennzeichnet haben.

360 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

     (1.919)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    514 Seiten langer und harte Materie. Was ich vorher nicht ahnte, mich aber schon gewundert hatte, war dass dieses Buch noch in der ersten Staffel der Serie verfilmt wurde. Somit hatte ich einen Vorlauf, weil ich wusste was passiert. Laut dem Internet ist die erste Staffel noch die Staffel, die dem Buch genau entspricht und dies bestätige ich hiermit. Nichtsdestotrotz habe ich es gerne noch mal gelesen. Das Buch ist immer noch mehr ausgeschmückt mit allen Details und Gedanken eines jeden Protagonisten dort. Die ausführlichen Beschreibungen über verschiedene Szenen sagen mir wirklich zu. Das Zusammenspiel der verschiedenen Königshäuser ist wahnsinnig spannend und faszinierend. Jedes Königshaus hat seine Faszination, wenn es sich bei den Lennisters auch auf den Gnom beschränkt. 

    Ich bin nach wie vor ein Stark-Fan aber auch für die Targaryens blutet mein Herz. Dementsprechend hat mich (wie in der Serie auch), die Szenen mit den beiden Häusern am meisten berührt. Ich war wieder fassungslos über den frühen Tod eines der besten Protagonisten.

    Bis zur letzten Minute war das Buch Spannung pur und ich habe das Gefühl, das es jetzt erst richtig los geht. 

  2. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.547)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Dieses Buch hat alles, was ich für ein gutes Buch brauche! 

    Nachdem ich bereits die erste Staffel der Serie geliebt habe, war ich umso neugieriger auf das Buch - und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil! Ich habe mit gefiebert, gelitten, gehofft, geweint, geliebt und vieles mehr. Claire und Jamie und ihre Geschichte sind mir noch mehr ans herz gewachsen, als es zuvor schon der Fall vor. 

    Dieses Buch nimmt einfach einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein ❤

  3. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.534)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Auch der dritte Teil von der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Game of Thrones" geht genauso sagenhaft weiter wie die Teile vor ihm. Jeder Charakter bestreitet seinen Weg weiter, mehr oder weniger erfolgreich. Dabei wird keiner zu kurz behandelt. 

    Mittlerweile fiebere ich sogar richtig mit den Ereignissen mit. 

    Die Buchreihe nimmt mich gefangen in seiner Welt und lässt mich so schnell nicht wieder los. Trotz seiner länger lässt es sich insgesamt gut lesen. Manche Kapitel zehren ein wenig aber auch die gehören einfach dazu. 

    Ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht. 

  4. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.616)
    Aktuelle Rezension von: Crumble1307

    Mein erstes Buch von Sebastian Fitzek.

    Insgesamt sehr spannend, auch wenn sich manche Teile sehr gezogen haben. Trotzdem sehr interessant und hat mich reingezogen. Hat auch spannende Wendepunkte und echt coole zweideutige Rätsel :)

  5. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 04 (ISBN: 9783442268214)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 04

     (1.302)
    Aktuelle Rezension von: Ninniach

    Die neuen Charaktere, die sich ebenfalls auf die weite Reise zum Eisernen Thron begeben, sind genauso interessant und vielschichtig wie die bisher bekannten Protagonisten (einige erhalten jetzt ebenfalls ihre eigenen Kapitel oder mehr Aufmerksamkeit als im ersten Band). Und die erste große Schlacht in Westeros findet ebenfalls statt: Zwar ist deren Verlauf nicht immer einfach zu verfolgen, was aber das Chaos einer solchen Auseinandersetzung nur realistischer macht. Auch in diesem Bereich zeigt sich, dass Martin gelungene Szenen schreiben kann.

  6. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 05 (ISBN: 9783442268467)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 05

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: andheu

    https://andheu.com/2021/04/10/sturm-der-schwerter-george-r-r-martin/

  7. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 06 (ISBN: 9783442268474)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 06

     (1.031)
    Aktuelle Rezension von: Ninniach

    ... wird hier von Martin eiskalt durchgezogen. Jeder, der die Geschichte kennt weiß, wovon die Rede ist. Und ja, wen hat es nicht erwischt - der ultimative Beweis, dass einem die Charaktere am Herzen liegen. Dass der Autor es geschafft hat, solch liebenswerte Protagonisten und bedeutende Momente zu schaffen, die einem wirklich nahe gehen.

  8. Cover des Buches Tintenherz (ISBN: 9783791504650)
    Cornelia Funke

    Tintenherz

     (10.610)
    Aktuelle Rezension von: Imagine_daydreaming

    Mit dem Roman „Tintenherz“ von Cornelia Funke kann heutzutage fast jeder Lesebegeisterte etwas anfangen. Für die meisten von uns hat der Roman etwas damit zu tun, weswegen wir angefangen haben zu lesen. Das würde ich gerne auch über mich behaupten. Als ich 12 Jahre alt war hat mir meine Patentante das Buch geschenkt in der Hoffnung, dass ich mich in dieses Meisterwerk verlieben würde. Nun ja leider muss ich sagen, dass ich mir damals sehr schwergetan habe. Über ein Jahrzehnt später und ich habe dem Buch wieder eine Chance gegeben und ich muss sagen, ich verstehe jetzt wovon alle Leute so sehr schwärmen.

    Cornelia Funke ist eine meiner ersten Autorinnen gewesen die mich dank ihrer Bücher über die Wilden Hühner zum lesen gebracht hat. Ihre Schreibweise, die ich damals so geliebt habe spiegelt sich auch in Tintenherz wider. Kurz zusammengefasst, in Tintenherz geht es um die zwölfjährige Maggie und ihren Vater Mo. Beide sind ein eingespieltes Team und lieben Bücher über alles. Was Maggie jedoch nicht weiß ist, dass Mo ein Geheimnis hat was ihn nun droht einzuholen.

    Der Jugendroman trotzt nur so vor Spannung und auch Leute die keine Jugendliche mehr sind können ohne Probleme in diese wunderbare Welt eintauchen. Maggie ist eine sehr schlauer und vor allem mutige Protagonistin. Wenn ich mir vorstelle in ihren Schuhen zu stecken würde ich die Hälfte der Zeit nicht so standhaft sein wie sie. Mein Lieblingscharakter der Serie ist bei weitem Elinor, mit ihr können sich glaube ich die meisten Bücherfans identifizieren. Allein ihre schlagkräftigen Aussagen haben mich jedes Mal zum Schmunzeln gebracht.

    Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, diesem wunderbaren Roman eine weitere Chance gegeben zu haben und freue mich schon auf den nächsten Teil.

  9. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783404148660)
    Dan Brown

    Illuminati

     (4.967)
    Aktuelle Rezension von: Nicole01

    Ganz kurze Zusammenfassung:

    Robert Langdon wird nach Schweiz gerufen. Es wurde ein Kernforscher tot aufgefunden und Antimaterie entwendet. Auf seiner Brust sind Symbole eingraviert, die nur der Symbolologe und Harvardprofessor lösen kann. Er findet heraus, dass diese mit den Illuminati in Verbindung stehen. Langdon reist nach Italien um die Antimaterie zu finden und den dunklen Plan der Illuminati zu verhindern.


    Ich bin begeistert! "Illuminati" ist mein Lieblingsbuch. Die Spannung ist von Anfang an da und hält bis zum Ende an. Dan Brown beschreibt die Orte und Situation zwar ausführlich, aber realistisch, weshalb es sich dennoch sehr gut liest. Besonders fasziniert bin ich von den wahren Fakten über die Illuminati, auf denen seine Erzählung beruht. Dazu passt der Protagonist Robert Langdon als Symbolologe perfekt in die Geschichte.

    "Illuminati" ist für jeden zu empfehlen, der eben gerne Geschichten mit historischen Fakten, Mysterien und Verfolgungen liest!!!

  10. Cover des Buches Bartimäus - Das Amulett von Samarkand (ISBN: 9783570216958)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

     (1.877)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

    Verlag: cbj (7. Juni 2004)

    ISBN-13: 978-3570127759

    Originaltitel: The Amulet of Samarkand

    Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung

    empfohlenes Alter: ab ca. 10 Jahren

    Preis: als HC vergriffen

    als TB, als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Fantasievolles und äußerst spannendes Abenteuer


    Inhalt:

    Nathanael ist fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn einem Zauberer zur Ausbildung überlassen. Leider erkennt sein Meister nicht Nathanaels große Begabung. So wagt sich der Junge eigenmächtig an schwierige Beschwörungen und richtet damit auch einiges an Unheil an. Doch nebenbei kommt er einer Verschwörung mächtiger Zauberer auf die Spur und setzt alles daran, sie zu stoppen. Dies kann natürlich nur mit Hilfe eines mächtigen Dschinns gelingen: Bartimäus.


    Meine Meinung:

    Der Verlag empfiehlt dieses Buch ab einem Alter von 10 Jahren. Allerdings sollte das Kind dann sehr gerne lesen, da der Umfang von weit über 500 Seiten sonst abschreckend wirkt. Und es sollte nicht besonders sensibel sein, denn es geht manchmal ganz schön zur Sache. Zart besaitete Kinder könnte Albträume bekommen, wenn Dämonen mit fiesen Fratzen erscheinen, Menschen sterben usw.


    Auf der anderen Seite sorgt aber Jonathan Strouts lockerer Schreibstil mit viel Fantasie, Humor, Ironie und Sarkasmus dafür, dass man die Geschehnisse nicht allzu ernst nimmt. 


    Erzählt wird zum einen in der Ich-Perspektive von Bartimäus, zum anderen aus Nathanaels Sicht. Nathanael ist eine interessante Figur. Anfangs tut er einem wirklich leid, denn er leidet unter der Trennung von seiner Familie. Sein Meister ist nicht besonders nett zu ihm. Nur dessen Frau schließt den Kleinen in ihr Herz und umgekehrt. Schnell merkt man dann, dass der Junge außergewöhnlich begabt ist, auch wenn er sich zunächst noch als unsicher erweist. Aber Mut hat er auf jeden Fall. Was er tut, ist moralisch nicht immer einwandfrei, und doch merkt man, dass er im Innersten kein schlechter Mensch ist und niemandem etwas Böses will - es sei denn, es ist ein Feind.


    Mir haben besonders gut die Kapitel aus Bartimäus’ Sicht gefallen. Der Dschinn ist herrlich frech und arrogant und zieht über alles und jeden her, während er sich selbst in den höchsten Tönen lobt. Ich musste hier einfach ständig grinsen. Das ist so herrlich amüsant zu lesen. Und auch wenn er zu Beginn in einer Tour über seinen Herrn und Meister Nathanael schimpft, kristallisiert sich bald heraus, dass da doch auch eine gewisse Zuneigung ist. Diese Entwicklung fand ich ganz großartig.


    Die Handlung ist wahnsinnig spannend, mit mehreren Höhepunkten zwischendurch, wo eine kleinere Schlacht geschlagen werden muss, und einem großen Showdown am Ende. 


    Aufgrund der Komplexität der Geschichte und der für ein Kinderbuch recht anspruchsvollen Sprache werden sicher auch viele Erwachsene ihren Spaß mit Bartimäus und Nathanael haben.


    Die Reihe:

    1. Das Amulett von Samarkand

    2. Das Auge des Golem

    3. Die Pforte des Magiers

    4. Der Ring des Salomo


    ★★★★★

  11. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, meine ersten spannenden Titel stammen aus der Feder von Stephen King. Sie haben mich gefesselt, geängstigt und haben lange in meinem Regal gestanden- irgendwann habe ich sie verschenkt, ausgelesen, überholt- fertig. Nochmal mit Joyland einen Versuch gestartet- mäßig begeistert und nun hat mich diese autobiographische Schreibanleitung von Stephen King wirklich absolut erfreut. Ich werde mich mit einem anderen Blick an mein Debüt setzen und die Türen solange zu lassen, bis es nach draußen kann. Ich kann dieses Buch nur jedem Autor und/ oder Fan von Stephen King ans Herz legen.

    Hätte ich die Zeit gehabt, wäre es in einem Rutsch durchgelesen worden.Super

  12. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (775)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Natürlich erinnert das Szenario mit dem Virus an unser derzeitiges Problem und es gibt so kleine Details, die einen an die jetzige Situation denken lassen - aber im Buch ist die Anzahl der Überlebenden so hoch, wie bei uns die Verstorbenen - die Welt erscheint hier also nahezu leer.
    Bis Amerika allerdings "entvölkert" ist, dauert es schon eine Weile, denn King lässt sich hier mal wieder sehr viel Zeit, um die Protagonisten, die eine Rolle spielen, gut kennenzulernen.

    Bis dahin beschreibt King aber sehr gut, wie das ganze abläuft. Es startet mit der Flucht aus einem Militär-Stützpunkt, einer Flucht aus Angst, die jedoch über das Schicksal der Menschen auf der ganzen Welt bestimmen wird. Der Virus kommt hier aus dem Labor, das er nie hätte verlassen sollen und breitet sich unglaublich schnell aus: Überlebenschance so gut wie Null.
    Wie das ganze seine Kreise zieht und sich ausbreitet erlebt man mit einigen Figuren, wie dem Musiker Larry, dem taubstummen Nick, der schwangeren Frann oder dem jungen Mann Stu. Deren Leben und die Veränderungen werden detailliert geschildert, wie man es von dem Autor kennt, das macht er ja sehr gerne - und dadurch lernt man jeden von ihnen auch sehr gut kennen. King´s Gespür fir seine Figuren ist schon jedes Mal wieder phänomenal!

    Diese Überlebenden haben eigentlich eine perfekte Chance, wieder zusammen zu finden und das Leben der Menschen von Grund auf neu zu organisieren. Natürlich gibts da auch ein paar irre Schläger und Waffenfanatiker, die das für sich ausnutzen wollen und denen man lieber nicht über den Weg laufen sollte. Vor allem auch das Fehlen medizinischer Versorgung ist wohl der schlimmste Faktor. Ein Gruppe, die ohne Arzt unterwegs ist, hat auch bei kleinen Infektionen wenig Chancen.
    Ansonsten könnte es aber eine Chance auf einen Neuanfang sein. Die Umwelt erholt sich, die Menschen finden sich, Techniker können den Strom wieder hochfahren und die kleinen Städte neu bewohnbar gemacht werden.
    Bei The Walking Dead kamen hier ja noch die Gefahr der Zombies dazu; und für King war das Drama wohl auch noch zu wenig, denn er stellt den Überlebenden einen Gegenspieler: den "dunklen Mann", den "eitlen Geck", eine Art Handlanger des Teufels, der seine ganz eigenen Vorstellungen hat, wie die Zukunft auf Erden aussehen soll. Und natürlich strömen auch zu ihm die Menschen - jene, die sich von der dunklen Aura der Macht und des Bösen angezogen fühlen.
    Dabei geht er teilweise auf sehr subtile und brutale Weise vor, um sich seine Anhänger gefügig zu machen und auch hier lernt man einzelne Charaktere näher kennen um zu verstehen, wie sie in seine Fänge geraten sind.

    Zum einen ist es wieder mal eine genial erzählte Geschichte, zum anderen gibt es aber auch wieder einige Längen. Mit 1400 Seiten kann man es schon als Mammutwerk betrachen, umso mehr fand ich es etwas schade, dass dieses "letzte Gefecht" auf die letzten 200 Seiten runtergebrochen worden ist und auch nicht das Spektakel war, das ich mir darunter vorgestellt hatte. Im Fokus steht das über- und weiterleben und die Bildung der Gruppen und wie sich diese miteinander verhalten.
    Andererseits hat er mit den Figuren wieder großartige Charaktere geschaffen, zum Beispiel mit dem taubstummen Nick, der sich nur mithilfe von Notizen verständigen kann - oder gerade auch mit Tom, der geistig zurückgeblieben ist, aber gerade dadurch eine besonders liebenswerte Art hat und dem zwischendurch die besten Gedanken kommen:

    Gerade das hatte ihm in [...] gefehlt, überlegte er: einfach Liebe. Gewiss, es gab genug nette Leute, aber in ihnen war wenig Liebe. Sie waren zu sehr mit ihrer Angst beschäftigt. Und dort, wo es nur Angst gab, gedieh Liebe nicht so besonders gut, ebenso wenig wie Pflanzen an Stellen wuchsen, wo es immer dunkel war.
    -Zitat-

    Dem "Bösen" hat King Mutter Abagail gegenübergestellt. Eine alte, wirklich sehr alte Frau, von der die Menschen träumen. Mit Träumen, Visionen und "dem Shining" spielt der Autor auch hier wieder und stellt die Menschen vor die Frage nach Gottes Glauben und Führung.

    Das wird auch einmal in einem Gespräch vertieft, das ich sehr berührend fand. Im Raum stand die Frage nach dem Sinn ihrer Aufgabe:

    "Vielleicht, um durch einen Reinigungsprozess Kraft und Frömmigkeit zu erlangen", sagte Glen. "Ihr müsst wissen, dass es hier symbolisch darum geht, Dinge abzuwerfen. Es ist eine Art Magie. Wenn man Dinge abwirft, wirft man auch andere Dinge ab, die symbolisch mit ihnen verbunden sind. Man beginnt einen Reinigungsprozess. Man beginnt, das Gefäß zu entleeren."
    -Zitat-

    Glen erklärt hier, wie man durch zeitweiligen Verzicht eine andere Sicht auf das Leben bekommt. Er spricht auch über die Initiationsriten von Stämmen, bei denen gefastet wird und bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. Eine Tradition, die schon über tausende von Jahren den Menschen begleiten.
    Für mich betrifft es eher den "häuslichen" Gebrauch, mich von "Dingen" zu lösen, die ich nicht unbedingt brauche, die mich eher fesseln als befreien und je mehr ich mich von diesem Ballast lossage, desto mehr Raum schaffe ich für anderes.
    Übrigens ja auch heute noch praktiziert im Sinne der Fastenzeit, wobei mir der eigentliche Zweck nicht mehr so ganz überlebt hat.
    Glen beschreibt es auch wie eine Batterie, die sich nicht voll aufladen kann, wenn sie nicht entladen wird. Den Vergleich fand ich sehr treffend.

    Was so ein "Neustart" wirklich bewirken würde ist schon eine Überlegung wert. Wie King hier die positive Seite des Wiederaufbaus mit kleinen negativen Steinchen spickt, die einem beim weitergehen immer wieder in die Füße stechen, hat er sehr gut gemacht!

    Insgesamt ein wirklich fesselndes und sehr wirklichkeitsnahes Endzeit Szenario, das an einigen Stellen zu ausufernd ins Detail geht. Mit dem Ende hatte ich mir etwas anderes erwartet, aber vielleicht muss ich das einfach auch noch etwas sacken lassen, denn ich hab so eine leise Ahnung, das ich noch nicht ganz erfasst habe, was King hier wirklich damit aussagen wollte.

  13. Cover des Buches A Long Way Down (ISBN: 9783426615362)
    Nick Hornby

    A Long Way Down

     (2.393)
    Aktuelle Rezension von: jannehanne

    4 Menschen treffen sich in der Sylvesternacht auf einem Hochhaus, um Selbstmord zu begehen. Wechselseitig erzählt jeder aus der Ich-Perspektive über die Beweggründe und über das, was nach dieser Nacht passiert. Die Figuren werden gut eingeführt, jeder hat seinen eigenen sprachlichen Ton. Flüche und Beleidigungen reihen sich später in einer Dosierung aneinander, dass ich das Gefühl hatte, nur noch durch sprachlichen Müll zu waten. Auch beim Überblättern hatte ich den Eindruck, dass es nicht wirklich besser wird, so dass ich es letztendlich einfach entnervt zur Seite gelegt habe. 

  14. Cover des Buches Todsünde (ISBN: 9783442364596)
    Tess Gerritsen

    Todsünde

     (980)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalte: Zwei Nonnen werden kurz vor Weihnachten brutal erschlagen. Bei der Autopsie stellt sich heraus, dass die jüngere Nonne kurz zuvor ein Kind entbunden hatte. Wie ist das möglich? Wenig später wir eine weitere Tote gefunden, die massiv verstümmelt wurde und die scheinbar nichts mit den Nonnen zu tun hat. Rizzoli ermittelt und kämpft dabei mit ihrem eigenen privaten Problem. Genauso ergeht es Doktor Maura Isles, die die Autopsien übernimmt. Als ihr Exmann auftaucht, reißt es ihr neues Leben ziemlich aus den Fugen.

     

    Ich muss ja sagen, dass ich anfangs etwas irritiert war, wie viel Perspektive Maura Isles in diesem Roman bekommen hat. Zwar habe ich durch die Serie geahnt, dass sie mehr Raum bekommt, aber gerade wenn man die beiden Vorgänger gelesen hat, verwirrt das etwas, wo Maura so gut wie keine Rolle gespielt hat. Gestört an sich hat es mich aber nicht, weil ich Maura als Figur ähnlich interessant finde wie Jane Rizzoli.

    Auch hat sich dadurch der Fokus des Buches etwas verlagert. In den vorherigen Bänden war man eher bei der Ermittlung mit dabei, gerade beim zweiten Band. Die Autopsie wurde auch dort detailreich erklärt. Da die Autorin ja einen medizinischen Hintergrund hat, fühlt sich das Beschriebene für mich als Laien sehr authentisch an. Gerade als sie im Krankenhaus waren und Isles mit den Doktoren dort gesprochen hat, sind sie ja fast in ihre eigene Sprache abgedriftet. Wenn da kein Charakter dabei ist, der auch Laie ist und etwas nachfragt, ist das fast schon etwas schwer zu verstehen.

    Auf jeden Fall wurde hier mehr Wert darauf gelegt, die Toten auseinander zu nehmen und alle Informationen aus ihnen zu lesen, als die sonstige Ermittlungsarbeit in einem Krimi. Das fand ich ganz gut, aber für mich hat es das Buch an manchen Stellen zu sehr entschleunigt, vor allem wenn es dann noch um die privaten Angelegenheiten der Protagonisten ging.

    Ich kann hier an der Stelle sagen, dass ich die beiden Protagonistinnen Jane Rizzoli und Maura Isles bereits ins Herz geschlossen habe. Jane, die sehr temperamentvolle, meist etwas zu verbissene Polizistin, die gern auch mal über das Ziel hinausschießt (aber die eine Szene mit dem Vater von Camille war klasse, wie sie ihn zusammengestaucht hat und dieser sich nach seinem Schlaganfall nicht dagegen wehren konnte) und Maura Isles „Die Königin der Toten“ kühl, sachlich, kompetent, kaum aus der Ruhe zu bringen. Ich glaube, die werden als Team sehr gut harmonieren und ich bin schon gespannt darauf, wie sich die entstehende Freundschaft zwischen den Beiden weiter entwickelt.

     

    Übrigens spielte das Buch um die Weihnachtszeit, gerade beim Lesen nicht gerade passend. Aber da die Figuren nicht gerade in Weihnachtsstimmung waren und somit auch kein Weihnachtsfeeling direkt aufgebaut wurde, hat das wiederum gepasst. Aber da braucht man bei der Autorin anscheinend sowieso keine Sorge zu haben, denn immer wenn ich einen Roman von ihr lese, habe ich so ein beklemmendes, beängstigendes Gefühl. Sie schafft es immer wieder eine tolle düstere Atmosphäre aufzubauen. Ich denke, dass das an der Düsterkeit der Fälle an sich liegt und an diesem genauen, präzisen Beschreiben der Taten. Mehr und mehr Gräueltaten werden aufgedeckt, Zusammenhänge entschlüsselt und wenn man denkt, es kann gar nicht mehr schlimmer kommen, setzt sie doch noch einen drauf.

    Neben dem ganzen Fall fand ich besonders die Szene spannend, als Heiligabend war und Jane mit ihrer Mutter zusammen das Weihnachtsessen vorbereitet hat. Man hat wieder einen sehr tiefen Einblick in ihren familiären Hintergrund bekommen. Ich persönlich finde das ziemlich spannend, da das bei Rizzoli ja auch nicht ganz so einfach ist. Allerdings wenn das Private überhand nimmt, dann ist das nicht sehr zuträglich für einen Thriller. Bei diesem Buch fand ich es auf Messers Schneide. Noch ein Bisschen mehr und es wäre wirklich zu viel gewesen.

    Ach, weil ich das gerade selber so schreibe. Aus Janes Perspektive wird sie gern auch mal Rizzoli genannt, also mit ihren Nachnamen. Bei Maura fand ich das ja nachvollziehbar, da sie noch nicht so eine enge Beziehung hatten, aber wenn man aus ihrer Perspektive gelesen hat, hatte das noch einmal eine Distanz zur Figur geschaffen. Ich bin mir nicht sicher, warum man das so macht. Möchte man nicht eigentlich eine gewisse Nähe zur Figur aufbauen, um sie besser verstehen zu können?

     

    Fazit: Das Buch hat mir auch wie die Vorgänger gut gefallen. Ich liebe es, welche düstere Atmosphäre die Autorin aufbaut. Das hat sie wirklich drauf. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die vorherigen Bände etwas mehr gepackt haben (was nicht nur an der Perspektive lag). Hier hat es irgendwie gedauert, bis das Ganze ins Rollen kam. Daher von mir gute vier Sterne.

  15. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.356)
    Aktuelle Rezension von: Portia11

    Es ist schon viele Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich habe es geliebt und nie vergessen. Und ich weiß auch noch, dass eine Freundin es nach ein paar Seiten abgebrochen hat, weil sie es zu verwirrend fand. Darum sage ich: Klare Leseempfehlung – für alle, die sich die Mühe machen wollen, sich bei den ersten Seiten etwas zu konzentrieren.  

  16. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  17. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.130)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    In Anbetracht der Tatsache, dass Geschichten mit ihren Figuren stehen und fallen, kann man diesem Roman nur 5 Sterne geben. Er ist sehr poetisch gechrieben und gespickt mit sinnvollen Weisheiten und Reflexionen. Zwar wird er für meinen Geschmack gegen Ende hin zu politisch, eine solche subjektive Empfindung zieht ihm aber bestimmt keinen Stern ab.

  18. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.704)
    Aktuelle Rezension von: NiniMiau

    Das Buch war richtig spannend. Ich habe es in einem Zug gelesen und konnte nicht aufhören.  Das Buch beinhaltet ein total  hartes uns schockierendes Thema, welches leider total real in unserer Gesellschaft ist.
    Auch wenn ich am Anfang schon eine Vermutung hattes wie das Buch ausgehen würde, war ich total überrascht, das ich zwar ein kleines Stück recht hatte, aber das komplette Ende trotzdem eine große Überraschung für mich war.
    Auch Fand ich den Nebenplot zwischen Jeffrey und Sarah total süß und nicht too much! Sie ist zwar da aber hält sich ziemlich Im Hintergrund.

    Ich weiß gar nicht warum ich nicht direkt nach dem ersten Teil (Belladonna) weiter gelesen habe und die folgebände der Grant County Reihe seit 2 Jahren ungelesen in meinem Regal stehen. 🤔😅 Ich fand diesen Band sogar ein Stück besser als Belladona.  

  19. Cover des Buches Tintenblut (ISBN: 9783791504674)
    Cornelia Funke

    Tintenblut

     (3.355)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy

     

    Staubfinger möchte zurück in seine Geschichte, und Farid möchte mit. Letztendlich finden die beiden jmd, der meint das zu können. Sein Name ist Orpheus. 

    Doch er schafft nur Staubfinger wieder rein, Farid lässt er absichtlich, auf Befehle von Basta und Mortola, in der „normalen“ Welt. Farid ist klar, er muss Staubfinger warnen, dass die zwei zurückkommen und Unheil anrichten werden. 

    Also geht er zu Meggie und überredet sie, ihn in die Tintenwelt zu lesen. Und sich gleich dazu, denn ihre Sehnsucht nach dieser Welt ist über die Monate immer übermächtiger geworden… Also finden sich die zwei im Weglosen Wald wieder und begeben sich auf die Suche nach Staubfinger…. 


    Meine Meinung: 

    Also, der Band hat mir um einiges besser gefallen als der erste. Anfangs hat es sich iwie gezogen und es war schwer für mich, mich aufzuraffen und es weiter zu lesen, aber ich bin froh, dass ich es getan habe. Die Geschichte spielt zum größten Teil in der Tintenwelt, die im mittelalterlichen Stil gehalten wurde, was mir persönlich schon mal sehr zusagt 😊 dazu noch ein paar Feen hier, ein bisschen Magie da, perfekt! 

    Es wird auch blutiger als im ersten Teil, so ist es nicht mehr ganz so offensichtlich, dass die Geschichte eher dem jüngeren Publikum gewidmet wurde. 

    Gegen Ende passiert auch noch etwas Trauriges und Unerwartetes… das aber nicht endgültig sein wird… Eventuell :D Man weiß es noch nicht so recht! 

    Ich bin also auf den letzten Teil sehr gespannt 😊

  20. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (608)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana

    Meinung
    Dieses Werk ist definitiv anders und wahrlich nichts für schwache Nerven. Man hält hier eine ganz besondere Adaption zu Peter Pan in den Händen und insbesondere das Nachwort macht deutlich, warum diese Richtung für die vermeintlich verspielte und schöne Geschichte gegangen wurde. 

    Wer das Original kennt wird hier sehr viele Parallelen im Verlauf finden, aber so viele Konstrukte und kreativen Einschübe finden hier ihren Platz, welche mich Staunen ließen, herausforderten und ab und an auch an meine Grenzen brachten. Der Beginn ist sehr eindrucksvoll, spannend und brutal. Im mittleren Teil des Buches flachte die Story ein wenig ab, sodass es im Schlussteil wieder vollends überraschen konnte. Man erhält sehr viele Details, Kämpfe, Folter, Vergewaltigung und einiges mehr zieht sich durch das Buch. 

    Ich würde fast behaupten, dass es sich hier um ein Meisterwerk handelt. Es ist ein ganz besonderes Flair, welches mich beim Lesen begleitete und auch, wenn mir die ein oder andere Szene zu brutal wurde und ich das Buch kurz zur Seite legen musste, konnte ich dennoch nicht gänzlich davon ablassen. Ich wollte erfahren welche Abgründe hier schlummern, welchen Zeichnungen ich noch begegne und vor allem welche Hintergründe sich hier auftun.

    Fazit
    Abgesehen von der kleinen Länge im Mittelteil beeindruckte mich dieser Titel ungemein. Er verlangte mir einiges ab, aber ebenso konnte mich das Buch auch fesseln, in seine Fänge nehmen und begeistern. 5 von 5 Sternen ❤

  21. Cover des Buches Ostfriesenblut (ISBN: 9783596513017)
    Klaus-Peter Wolf

    Ostfriesenblut

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm_Lara

    Ann-Kathrin Klaasen hat es dieses Mal mit einem außergewöhnlichen Mörder zu tun. Denn er wählt sie bewusst aus, indem er ihr die Leiche einer alten Dame vor die Haustür legt.

    Von da an beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit ihm, in dem er den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Und was ist seine Verbindung zu Ann-Kathrin Klaasen? Warum kriegt sie eine Leiche von ihm an die Türschwelle geliefert? Wie viele andere Morde hat er begangen? Und wie nah ist er der Hauptkommissarin tatsächlich?


    Dies ist der zweite Fall für Ann-Kathrin Klaasen und damit auch der zweite Krimi aus der Reihe der Ostfriesen-Krimis.


    Klaus-Peter Wolfs Schreibstil ist eher etwas einfacher, aber dadurch nicht schlecht, sondern macht das ganze sogar einfacher zugänglich. Auch verzichtet er auf übermäßige blutrünstige Beschreibungen.


    Besonders schön an diesen Krimis finde ich jedes Mal, dass man nicht nur die Sicht der Ermittler sieht, sondern eben auch die Sicht des Täters und eventuell sogar die der Opfer, ohne dabei zu viel zu verraten und dem ganzen die Spannung zu nehmen.


    Die Handlung hat mir auch gut gefallen. Es geht um persönliches, um alte Wunden und Ungerechtigkeiten. Um einen Menschen, der ganz offensichtlich Probleme hat, und eben um seine Psyche.
     Es ist einfach die einzelnen Schritte der Ermittler nachzuvollziehen, zu verstehen ohne dass man sich zurückgelassen fühlte. Gleichzeitig hatte ich aber auch nie das Gefühl, den Ermittlern weit voraus zu sein und viel mehr zu wissen als Ann-Kathrin und ihr Team. Es gab immer die Möglichkeit mitzufiebern und eben mit zu raten, welche Spuren und Wege sich als richtig, und welche nur als Irrfahrten erweisen würden.


    Im Gegensatz zum letzten Buch hatte ich hier weniger das Gefühl, dass Ann-Kathrins Privatleben, so gebeutelt es auch sein mag, die eigentliche Handlung erschlägt. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass dieses Mal eben diese Haupthandlung sehr eng mit dem Privatleben der Hauptkommissarin verknüpft zu sein scheint, daher ist vieles viel weniger störend als im Buch davor. Daher hatte ich auch das Gefühl, dass unsere Hauptermittlerin den anderen etwas weniger die Show stiehlt als noch im ersten Band. Sie haben etwas mehr Chancen auch mal etwas zu glänzen. Trotzdem dominiert, verständlicherweise, Ann-Kathrin Klaasen das Buch.


    Wie immer sehr gut gelungen ist auch dieses Mal der Nordsee-Flair. Hier fühlt man sich ins schöne Ostfriesland versetzt und bekommt ein kleines bisschen Sehnsucht.


    Insgesamt also eine schöne Fortsetzung zum ersten Band, einiges scheint etwas besser zu passen als noch im letzten Ostfriesenkrimi.


    Für mich also eine Empfehlung für Krimisfans und solche die das schöne Ostfriesland vermissen und lieben. Ich gebe mit gutem Gewissen 4/5 Sternen.

  22. Cover des Buches Für immer vielleicht (ISBN: 9783596297160)
    Cecelia Ahern

    Für immer vielleicht

     (2.816)
    Aktuelle Rezension von: LaNasBuchclub

    Wie viele andere auch, bin ich erst durch die zauberhafte Verfilmung der Geschichte auf das Ursprungswerk gestoßen. Als ich das Buch dann eines Abends in die Hände nahm, um es endlich zu lesen, war ich doch etwas überrascht. Es ist ein Roman, aber keiner im 'herkömmlichen' Sinn. Auf 445 Seiten erleben wir die Geschichte von Rosie und Alex, dargestellt allein in Form von Briefen, E-mails, Chatnarchichten und SMS, die sie einander über Jahre ihres Lebens hinweg geschrieben haben. 

    Rosie Dunne und Alex Stewart sind unzertrennlich. Mit fünf Jahren wurden sie beste Freunde und ab da, gab es kein Zurück mehr. Selbst als Alex kurz vor ihrem gemeinsamen Schulabschluss mit seiner Familie nach Amerika umzuiehn muss, kann die Distanz an dieser Tatsache nichts ändern und sie schmieden gemeinsame Pläne. Nach dem Abschluss soll Rosie auch nach Boston ziehen, wo dann beide gemeinsam Studieren wollen. Aber es kommt ganz anders, als geplant und es Beginnt ein Leben voller Höhen und Tiefen.

    Und während alle Wellt zu wissen scheint, dass Rosie und Alex zu mehr als nur Freunden bestimmt sind, scheint ihnen das Leben immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Es ist wie verhext!

    Das Konzept eines "Brief-Romans" war eher neu für mich, deshalb war ich auf den ersten Seiten skeptisch, wie sich das auf den Lesefluss auswirken würde. Schnell habe ich aber gemerkt, dass eine ganz besondere Form des Lesens ist.
    Kennt ihr das, wenn ihr beim Aufräumen auf alte Krams-Schachteln stoßt, in die alte Erinnerungsstücke verbannt wurden, um in der Ecke zu verstauben? Solche Dinge, die man nur durch Zufall mal zwischen die Finger bekommt, von denen man sich aber irgendwie nie trennen kann? Und obwohl man ja aufräumen wollte, findet man sich plötzlich in der Situation wieder, wie man jedem Stück Aufmerksamkeit schenkt, jedes Bild mit einem Lächeln mustert und sich erinnert, und jeden Brief mit einem Interesse ließt, als wäre es das erste Mal... 

    So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Als hätte man durch Zufall eine Schachtel gefunden und in ihr versteckt, ein ganzes Leben. 

    Ich bin von Brief zu Brief, von Nachricht zu Nachricht geflogen, weil ich nicht anders konnte, als zu erfahren, wie es weiter gehen wird. Und Rosie wie auch Alex haben es mir nicht leicht gemacht. 

    Es war intensiv, gefühlvoll, mit einer guten Prise Humor und Allem voran entsetzlich frustrierend. Wer sich auf eine leichte, locker-flockige Romanze mit Happy End freut, wird hier eine bittere Enttäuschung erfahren. Denn Alex' und Rosies Geschichte ist nicht leicht sondern gespickt mit Stolpersteinen. Andauernd habe ich mich dabei erwischt zu hoffen - obwohl ich es besser hätte wissen müssen - dass sie sich jetzt endlich finden würden, nur um wieder enttäuscht zu werden. Aber wer ein starkes Maß an Geduld mitbringt, wird die letzten Seiten dennoch mit einem seeligen Lächeln lesen können. 

    Die nötige Leichtigkeit erhält der Roman durch seine wundervoll ausgestalteten Protagonisten. Da man Alex und Rosie über Jahrzehnte ihres Lebens begleitet, ist es spannend mitzuerleben, wie sich ihre Einstellung zum Leben und all seinen Facetten stetig weiterentwickeln. Gerade Rosie, die über die Jahre mit vielen unerwarteten Wendungen des Schicksals fertig werden muss, imponiert sehr durch ihre sympatische, hoffnungsvolle Steh-auf-Männchen-Art. Hierin manifestiert sich auch eine sehr schöne Botschaft, die der Roman meines Erachtens zu vermitteln versucht: Das Leben hält sich an keinen Plan, aber nur weil es das eine Mal nicht klappt, heißt es nicht, dass es immer so bleiben muss. 

    Gerade weil es keine "perfekte" Liebesgeschichte ist, wirkte sie auf mich so authentisch. Für immer vielleicht ist auf eine Weise sehr realitätsnah in dem Sinne, dass es versucht die Eigenheiten des Lebens oder Schicksals oder wie man es nennen mag einzufangen. Und obwohl man Liebesromane heufig ja doch nur in die Hand nimmt, weil man eben keine von der Realität "vermurkste" Geschichte haben möchte, sondern gerade die idealisierte sowas-würde-mir-im-Traum-nicht-passieren Variante, sticht Für immer vielleicht meiner Meinung nach heraus, weil es genau das nicht ist.

    Es ist ein wundervolles und emotionales Buch, das zeigt, dass man auch über viele Umwege durchaus ans Ziel kommen kann. Die Umsetzung in Briefen und Texten kann man sehr toll finden, oder eben nicht. Mir persönlich hat es durch die Andersartigkeit gefallen und ich hatte einen guten Lesefluss. Ich denke man muss sich einfach darauf einlassen können. Am Ende ist Für immer vielleicht eine mitreißende Geschichte, die mich durch ihre liebenswerten Charaktere und authenitsche Art sehr überzeugen konnte.

  23. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783036959375)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.669)
    Aktuelle Rezension von: Theresamaria

    𝓓𝓾 𝓴𝓪𝓷𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮𝓼 𝓛𝓮𝓫𝓮𝓷 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓻𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷, 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝔃𝓾 𝓫𝓮𝓰𝓻𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓪𝓼, 𝔀𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓼𝓾𝓬𝓱𝓼𝓽, 𝓭𝓲𝓻𝓮𝓴𝓽 𝓿𝓲𝓻 𝓭𝓲𝓻 𝓵𝓲𝓮𝓰𝓽.


    Ich habe dieses Buch verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich so in seinen Bann zieht, doch es hat es getan. Nach jedem Kapitel musste ich unbedingt wissen, was das nächste Jahr für Emma und Dex bringt. Oft saß ich verzweifelt da, und konnte mir nur die Haare raufen wegen Dexter. Er hat es mir nicht leicht gemacht ihn zu mögen mit seiner zu Beginn arroganten Art.
    Emma hingegen fand ich von der ersten Seite her toll. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen und sie ist für mich ein sehr sympathischer Charakter.

    David Nicholls beschreibt die beiden Geschichten von Emma und Dex, die sich immer wieder Verbinden, authentisch und humorvoll, und obwohl es einfach eine Lebens- und Liebesgeschichte erzählt, war es nie langweilig.

    Zwei an einem Tag ist keine typische Liebesgeschichte. Sie zeigt die Höhen und Tiefen, die einem im Leben immer wieder begegnen, nicht nur in einer Beziehung.

  24. Cover des Buches Wirst du da sein? (ISBN: 9783492307215)
    Guillaume Musso

    Wirst du da sein?

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Von außen betrachtet könnte Elliots Leben kaum besser sein. Er ist ein erfolgreicher Arzt der von allen geschätzt wird, hat eine Tochter die er abgöttisch liebt und einen besten Freund, der ihm seit Jahren zuverlässig zur Seite steht. Doch all das ist nur ein schwacher Trost, seit er vor 30 Jahren seine große Liebe verloren hat. Jetzt aber bekommt er die Möglichkeit, alles zu verändern. Nur zu welchem Preis?


    Ich hab von dem Buch vieles erwartet, aber (trotz des Klapptexts) keine Zeitreisen. Deshalb war ich umso überraschter, als Elliot die Möglichkeit erhielt, einige Male in der Zeit zurückzureisen und seinem früheren Ich zu begegnen. Jetzt hat er die Chance, seine damalige Frau zu retten, doch der Preis dafür ist hoch.

    Mir hat es unglaublich gefallen, dass es ein Zeitreisebuch war, das sich tatsächlich damit auseinander gesetzt hat, was für Auswirkungen nur eine kleine Veränderung in der Vergangenheit für die gesamte Zukunft haben könnte und dementsprechend gehandelt wurde. Selbst dann konnte man ja nicht mal alle Folgen absehen.


    Mir hat der Elliot aus der Vergangenheit sehr leidgetan. Er konnte ja gar nicht ahnen, was alles auf ihn zukommen wird und was er alles für Schwierigkeiten durchmachen würde, um das Leben seiner Frau und das seiner Tochter zugleich zu retten. Sich dem entgegenzusetzen, das war mit Sicherheit alles andere als einfach.


    Ein tolles Buch, das mich wirklich sehr berührt hat.

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