Bücher mit dem Tag "2011"
47 Bücher
- Timur Vermes
Er ist wieder da
(3.406)Aktuelle Rezension von: deidreeDas Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte.
„Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen.
In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt.
Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen.
- Emma Donoghue
Raum
(928)Aktuelle Rezension von: pinkyliciousbooksEine schreckliche Geschichte aus Kinderaugen erzählt, die noch lange nachhallt und zum nachdenken anregt.
Für mich waren die Kapitel teilweise zu langatmig. Auch den Schreibstil der Autorin muss man mögen.
Da das Buch aus der Sicht eines 5-Jährigen geschrieben ist, muss man sich an seine Sprache gewöhnen, aber diese Art und Weise macht das ganze auch liebenswert. - Guillaume Musso
Vielleicht morgen
(580)Aktuelle Rezension von: Melanie_LudwigInhalt
Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft – eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.«
Ein Buch das mich gut unterhalten hat. Es war interessant sowohl Emma als auch Matthew kennenzulernen. Es hat viele Themen gestriffen z.b Ängste, Depressionen und liebe. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung.
- Michael Lüders
Wer den Wind sät
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenMichael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.
- Pierre Jarawan
Ein Lied für die Vermissten
(53)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalEin Lied für die Vermissten von Pierre Jarawan aus dem #piperverlag
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Ein Buch über den Libanon oder einen Teil oder die Menschen. Ein Einblick in ein mir unbekanntes Land. Eine Begegnung mit unsagbaren Lebensumständen.
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Ein Buch gegen das Vergessen.
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Den Anfang fand ich großartig. Ich habe die Liebe zu diesem Land gespürt. Ich war fasziniert und begeistert.
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Dann taucht man in die Geschichte ein. Natürlich muss sich die Stimmung ändern. Die alten Zeiten sind vergangenen. Es herrscht Krieg, Angst und Misstrauen.
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Amin stolpert durch diese Zeit „danach“ und wir mit ihm. Er sucht und findet nicht. Keine Erklärungen und keine Antworten.
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Ich selber habe den roten Faden gesucht. Mir persönlich war es ein Tick zu durcheinander. Ich war auch verloren in den leichten Wirren dieser Geschichte.
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Genau wie Amin habe ich Klarheit gesucht.
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Was stimmt, was nicht? Amin wurde im Dunkeln gelassen… Ich auch?
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Ich mag es, wenn ich durch Bücher in fremde Welten eintauchen kann. Das hat geklappt. Ich mag es, wenn ich etwas lernen kann. Da bin ich durcheinander geraten. Ich mag es, wenn eine Geschichte interessant erzählt wird. Durch Sprünge und Ahnungslosigkeit wurde ich nicht durchgängig gefesselt… eher immer wieder mal.
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Gradliniger hätte mir besser gefallen. Unterhalten wurde ich trotzdem.
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Ich vergebe 4 Sterne.
- Stéphane Hessel
Empört Euch!
(189)Aktuelle Rezension von: Kerstin-ScheuerÜber dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.
- Ralf Husmann
Nicht mein Tag
(178)Aktuelle Rezension von: ArmilleeTill Reiners ist so einer, der so ist wie alle, und bislang hat er es für etwas positives gehalten. Er ist verheiratet, ein Kind, kaum Sex, arbeitet in einer Bank und schmachtet eine viel jüngere Arbeitskollegin an.
Und dann kommt der Tag, an dem die Bank überfallen wird und ausgerechnet ihn nimmt der Bankräuber als Geisel mit. In deinem eigenen Auto. Die Gitarre auf dem Rücksitz.
Und nun beginnt eine Reise voller Überraschungen und Herausforderungen. Auch für den Leser ;o)
Was mir hier besonders gefallen hat : Rückblicke von ihm, seiner Frau + dem Kommissar. Was hatten diese Drei für Träume. Wo sind sie falsch abgebogen und was hätte geschehen können, wenn andere Entscheidungen getroffen worden wären.
Das I-Tüpfelchen ist der schwarze Humor, der sich bis zur letzten Seite wie ein roter Faden präsentiert. Echt lustige Szenen und viele nachdenkliche.
- Olivia Kiernan
Zu nah
(202)Aktuelle Rezension von: abuelitaTja nun….Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello ist tot. Erhängt in ihrem Schlafzimmer. Frankie Sheehan, Detective im Dubliner Police Department und schwer gezeichnet von ihrem letzten Fall, glaubt nicht an Selbstmord. Jemand war bei Eleanor, als sie starb. Jemand, der sadistische Lust an brutalen Spielchen hat. Schon bald wird eine zweite Leiche gefunden: eine junge Frau - zu Tode gefoltert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und für Frankie geht es erneut um Leben und Tod. Packend. Überraschend. Nervenaufreibend.(Klappentext)
Immer wenn ich so etwas lese - überschwängliche Reaktionen - dann zweifle ich nach dem Lesen des Buches manchmal an mir selber. Ich fand das alles nämlich nicht.
Okay, schlecht ist es nicht, aber auch nicht gut; ich habe mich eher mal wieder gelangweilt und vom Inhalt bereits - vor einer Woche gelesen - wieder die Hälfte vergessen.
Darum werde ich jetzt auch nicht weiter darauf eingehen - ausführliche Rezensionen gibt es sicher genug.
- Laura Imai Messina
Die Telefonzelle am Ende der Welt
(89)Aktuelle Rezension von: Ela1993Laura Imai Messina beschreibt in ihrem Roman einen Weg der Heilung und mit der Trauer umzugehen. Das "Heilmittel" ist eine Telefonzelle, die von der Hauptprotagonistin Yui nach dem Verlust ihrer Mutter und Tochter im Tsunami, immer wieder an diesen speziellen Ort fährt und dabei auf verschiedene Menschen trifft.
Durch einen kurzweiligen Schreibstil mit kurzen abswechslungsreichen Kapitelpausen, entführt die Autorin gekonnt in das ferne Japan.
Ich hätte fast nicht zu dem Buch gegriffen, da es eigentlich nicht meine Themen und meine Art des Romans anspricht. Ich bin aber doch froh, dass mich das Cover nicht losgelassen hat. Das Buch selbst lässt mich tatsächlich auch noch nicht ganz los und bringt mich immer wieder zum Nachdenken.
Eine absolute Leseempfehlung!
- Conni Lubek
Entlieben für Fortgeschrittene
(96)Aktuelle Rezension von: Ela1989Nachdem ich damals "Anleitung zum Entlieben" gelesen hab, musste ich mir natürlich sofort auch "Entlieben für Fortgeschrittene" kaufen.
Es ist an vielen Stellen lustig und erschreckend zugleich, dass vieles wirklich wahr ist. Wenn man das Buch liest, denkt man nur, wie kann eine Frau so blind sein? Warum schießt sie diesen Kerl nicht endlich in den Wind? Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, stellt man fest, dass man selbst auch schon öfter in einer ähnlichen Situation gewesen ist. Man wurde von einem Menschen total hintergangen, aber wollte immer noch an das Gute glauben. Dieses Buch öffnet einem die Augen, dass man vor Liebe nicht blind werden sollte.
Wie auch im ersten Buch, ist Curd natürlich wieder dabei und er darf auch nicht fehlen!!
Im Allgemeinen kommt dieses Buch, meiner Meinung nach, aber nicht an seinen Vorgänger heran. - Roger Schmelzer
Die besten zehn Sekunden meines Lebens
(70)Aktuelle Rezension von: Giselle74Ein Teenager lernt den Ernst des Lebens kennen und wir bekommen eine Einführung in das heute herrschende Idealbild: Erfolgreich ist nur, wer smart und schlank ist. Das war zumindest der erste Gedanke, der mir beim Lesen des Klappentextes durch den Kopf schoß. Der zweite war: hoffentlich ist es nicht nur ein Adrian Mole-Abklatsch mit Murmeltier-Anwandlungen.
Ist es erfreulicherweise beides nicht! Das Buch entwickelt sich nach dem entscheidenden Moment völlig anders, als ich erwartet habe und ist eigentlich ein Plädoyer dafür, das Leben zu nehmen, wie es nunmal ist und nicht die Zeit damit zu verschwenden, unerfüllbaren Träumen hinterherzuhängen - denn wehe! sie werden erfüllt...
Außerdem werden die 80iger Jahre ausgesprochen naturgetreu und liebevoll wiederbelebt und mehr als einmal habe ich darüber leise schmunzeln müssen. Insgesamt also ein Buch mit durchaus überraschenden Entwicklungen und einem angenehm zu lesenden Stil. Nur grandios lustig und unfassbar komisch, wie im Klappentext angekündigt, konnte ich das Ganze nicht finden. Aber das ist ja, wie so vieles, Geschmackssache...
- Kay Hooper
Kalte Angst
(33)Aktuelle Rezension von: NadyKlappentext: Ein abgelegenes Hotel in Tennessee: FBI-Agent Quentin Hayes wird unerwartet mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, als man ihn zur Aufklärung einer Serie mysteriöser Entführungen ruft – denn vor zwanzig Jahren wurde an diesem Ort eine Freundin aus Kindertagen ermordet. Unterstützung findet Hayes bei Diana Brisco, ebenfalls Gast im Hotel, die immer wieder von unheimlichen Albräumen heimgesucht wird. Bald schon zeigt sich, dass zwischen ihren Träumen und den Verbrechen möglicherweise ein Zusammenhang besteht. Und nicht nur das, auch der ungeklärte Mordfall von einst erscheint plötzlich in ganz neuem Licht… Rezension: FBI-Agent Quentin Hayes gehört zu einer Einheit, die sich mit Übernatürlichem beschäftigt. Als kleiner Junge war er Gast in dem einsam gelegenen Hotel „Der Lodge“, als ein kleines Mädchen, mit welchem er sich damals angefreundet hatte, verschwand. Sein ganzes Leben lang ließ ihn das nicht los und als Erwachsener recherchierte er weiter über diesen Fall. Trotz seiner paranormalen Fähigkeiten, fand er nie heraus, was damals wirklich mit Missy geschah. Als dann noch weitere Kinder und auch Erwachsene in dem Hotel auf mysteriöse Weise verschwinden, ist sein Interesse geweckt. Die Fälle konnten nie aufgeklärt werden. In unregelmäßige Abständen zieht es ihn immer wieder in das Hotel zurück. Dieses Mal begegnet er hier Diana Brisco, die angeblich eine psychische Erkrankung habe. Doch Quentin entdeckt schnell, dass Diana nicht krank ist, sondern ebenfalls paranormale Fähigkeiten besitzt. Sie leidet unter Alpträume und hört immer wieder Stimmen in ihrem Kopf. Oder sie sieht Personen, die gar nicht anwesend sind. Mehr als ihr halbes Leben wurde sie daher mit Psychopharmaka behandelt, weil keiner auf den waren Grund kam. Quentin versucht Diana behutsam auf ihre wahren Fähigkeiten hinzuweisen, den seit sie in dem Hotel ist, sieht sie und spricht mit Kindern, die gar nicht da sind und es handelt sich um die Kinder, die vor vielen Jahren verschwanden. Diana hat Angst und kann einfach nicht akzeptieren, dass sie nicht krank ist, sondern dass sie ein Medium ist und die Kinder nur ihre Hilfe wollen. Werden die Beiden je erfahren, wer hinter dem Verschwinden der Kinder steckt und was ihnen wirklich widerfahren ist? Meine Meinung: Eins super spannender mysteriöser Thriller. Spannend und teilweise bekam ich echt Gänzehaut. Immer wieder reist Diana in die „graue Zone“, dorthin wo die Toten bleiben, wenn sie auf der Erde noch etwas zu erledigen haben, oder einfach nicht gehen wollen. Ich war sehr gefesselt von dem Roman und kann ihn jedem, der sich für paranomale Aktivitäten interessiert, empfehlen. - Elfriede Vavrik
Nacktbadestrand
(79)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchZuerst einmal hab ich das Buch vor gut fünf Jahren schon einmal gelesen. da ich mir vor einigen Jahren aber den zweiten Teil gekauft habe, diesen aber nie gelesen habe, und mittlerweile nicht mehr genau wusste um was es ging hab ich das Buch kurzerhand nochmals innerhalb weniger stunden durchgelesen.
Der Schreibstil ist angenehm und sehr flüssig zu lesen. ich habe mich sofort in der Geschichte zurecht gefunden.
Allerdings, bin ich mir nicht mehr ganz sooo sicher was ich davon halten soll. Damals fand ich das Buch sehr cool und witzig. Mittlerweile bin ich eher etwas hin und her gerissen.
An einigen stellen fand Ichs schon wirklich etwas arg übertrieben - aber vielleicht bin ich da jetzt wohl etwas verklemmter geworden? keine Ahnung?
Grundsätzlich find ich die Messages des Buches aber wichtig - das auch ältere Menschen immer noch ein Bedürfnis nach Nähe und vor allem Zuneigung haben. Grad das Thema find ich wichtig und sollte auch bearbeitet werden.
Die Geschichte hier ist jetzt vielleicht etwas arg drüber - ich wie nicht wie es mir im Alter ergehen wird, aber schon allein die Vorstellung ist eher so..nahja.
kann man mal lesen, denk ich..aber ob Mans wirklich muss? ich weiß nicht.
Es kommen eben viele sexuelle Handlungen vor, da muss man schon drüber stehen, und eben auch einige vulgäre Wörter, das sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein - mich haben sich z.B. nicht gestört, dennoch fand ich sie irgendwie dem Alter der Autorin irgendwie etwas "drüber" aber natürlich ist mir auch bewusst dass auch die Autorin einmal jung war...deshalb waren die Wörter von einer alten Dame etwas ungewohnt ;-)
- Christoph Maria Herbst
Ein Traum von einem Schiff
(87)Aktuelle Rezension von: DuffyDas ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Verlag mit einem bekannten Namen ein paar Euros macht. Nehmen wir einfach mal den äußerst talentierten Schauspieler Herbst, der sich ja auch als Humorist einen guten Ruf erspielt hat und lassen den ein Protokoll seiner Traumschiffreise schreiben. Es ist anzunehmen, dass man ihn nicht mit vorgehaltener Waffe zwingen musste, denn man merkt, dass ihm das wohl auch ansatzweise Spaß gemacht hat. Herbst versucht so manches Mal in Bandwurmsätzen viel von seiner Komik auf engstem Raum unterzubringen, doch leider scheitert er, denn er kann es einfach nicht, liest sich zu bemüht und konstruiert, scheitert am Anspruch, so etwas wie einen eigenen Stil zu entwickeln. Er ist eben Schauspieler, ein begnadeter Sprecher (das Hörbuch dürfte sicher interessanter sein) und hat als Komiker einen Status erreicht, den er selbst mit diesem Buch nicht demontieren kann. Da will man ihm gönnerhaft zurufen: "Schuster, bleib' bei Deinem Leisten", doch das wird er selbst herausgefunden haben. Ach ja, der Inhalt: Ein paar Gimmicks auf der Kreuzfahrt, Unwohlsein, bisschen Saufen, bisschen Leute-niedermachen, na, alles was Stromberg besser kann, aber Herbst ist ja nicht Sromberg, gibt sich aber Mühe, ein wenig wie Stromberg zu klingen und ... Ach, das Ganze ist zu belanglos, um sich darüber auszulassen, kurz vor dem Ärgerlichen, aber doch nicht ganz so schlimm und machen wir mal das, was das Beste ist: Decken wir den Mantel des Schweigens darüber. - Conni Lubek
Anleitung zum Entlieben
(204)Aktuelle Rezension von: herrzettDieses Buch wurde mir von einem sehr guten Freund empfohlen, der sich nach seiner damaligen Trennung in diesem Buch Trost suchte und ihn auch fand. Die 'Anleitung zum Entlieben' ist die Geschichte von Lchen, die sich quasi dazu zwingen möchte ihren damaligen Freund, gemeinsam mit Curd Rock zu vergessen. Dabei passiert ihr natürlich dank der inneren Hin-und-Her-Gerissenheit der ein oder anderer Patzer. Jeder der einmal so richtig verliebt war, findet sich hier wieder und man fragt sich natürlich wie sie es schafft und was noch passiert. Es ist irgendwie eine recht niedliche Geschichte, aber auch nicht mehr. Ich muss leider sagen, dass sie mich nicht wirklich mitgerissen hat - weder von der Story, noch von der Verbundenheit zur Hauptfigur. - Steffi von Wolff
Rostfrei
(97)Aktuelle Rezension von: TuppisJuliane Knop feiert ihren 97sten Geburtstag. Von ihrer Tochter bekommt sie einen Treppenlift - sie ist entrüstet, denn so alt und senil ist sie schließlich noch nicht. Sie ist seit 80 Jahren verheiratet und mit dem Tag der Hochzeit hat sich Heiner geändert: er wurde zum Tyrann und hat Juliane regelmäßig verprügelt. Damit soll nun Schluss sein! Nach einer weiteren Prügelattacke, weil das Mittagessen nicht fertig war, fasst Juliane nachts den Entschluss, dem endlich ein Ende zu setzen und ihn zu verlassen. Im Zug nach Hamburg kommt sie mit einem jungen Mann ins Gespräch, der ihr helfen möchte…
Ich habe schon einige Werke dieser Autorin gelesen und dieses Mal war ich anfangs wieder begeistert. Mit viel Humor wird Juliane dargestellt. Eine rüstige Seniorin, die noch mit beiden Beinen im Leben steht. Sehr zum Leidwesen ihrer betagten Kinder und Enkel. Ans Ableben denkt sie noch lange nicht, denn schließlich will sie noch was erleben!
Vor jedem Kapitel wird individuelles Wissen vermittelt. Es hat nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun. Ich vermute, weil Juliane im Lexikon liest und sich dadurch Wissen aneignet.
Juliane war mir sympathisch, was ich vom Rest ihrer Familie nicht behaupten kann. Was sie bisher durchgemacht hat, reicht für mehrere Leben. Dass sie jetzt die Reißleine zieht, dafür zolle ich ihr Respekt! Auch wenn sie nicht weiß, wie es jetzt weitergehen soll, denn sie war immer abhängig von ihrem Ehemann…
Jason war mir ebenfalls sympathisch. Ein 31-jähriger Rechtsmediziner, dem die alte Frau leid tat. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, der Heiner schaden soll. Doch dann kommt es immer wieder anders als gedacht, aber es geht jedes Mal gerade noch gut.
Ich musste viel schmunzeln und auch wenn es mitunter sehr übertrieben war, habe ich mich gut unterhalten. Aber etwa bei der Hälfte des Buches wurde es immer grotesker und ich konnte nur noch den Kopf schütteln über so viel Unvermögen. Trotzdem wollte ich wissen, wie es denn ausgehen wird.
Das Ende war genau so sonderbar und ich habe das Buch kopfschüttelnd aus der Hand gelegt. Ich vergebe 2,5 Sterne. - Kerstin Gier
Liebe geht durch alle Zeiten (2). Saphirblau
(29)Aktuelle Rezension von: xuscha01Wie schon beim ersten Teil war ich gefesselt und konnte nicht aufhören weiter zu hören (Hörbuhc). Hab es an 2 Tagen verschlungen und fange direkt den 3.Teil an. Die Sprecher*innen sind allesamt wundervoll und bringen eine so lebhafte Varianz ein, dass es einfach ist zu folgen, wer spricht! Einfach nur fantastisch.
Die Charaktere, die Welt, der Plot nehmen immer mehr Fahrt auf und machen es wirklich spannend! Nebenbei werden die Charaktere schärfer und die Vergangenheit noch verwobener, sodass die Spannung steigt. Ich will jetzt wissen, wie es ausgeht!
- Matthias Keidtel
Ein Mann wie Holm
(32)Aktuelle Rezension von: olgicaHolm ist der Inbegriff eines Losers. Mit 37 wohnt er zwar nicht mehr bei seinen Eltern, aber auf dem Sofa seiner Tante. Mit ihr verbringt er am liebsten seine Zeit und benimmt sich generell wie ein Rentner; die Tagesschau ist das Highlight seiner zwar minütiös durchgeplanten, doch ereignislosen Tage. Da er sich im Leben noch immer nicht angekommen fühlt, beschließt er dass es nun an der Zeit ist, sich endlich einzuleben. Deshalb sucht er sich Arbeit und lässt sich von seiner Tante mit einer Hemdenverkäuferin verkuppeln. Damit beginnen die Probleme erst richtig. Was habe ich mich bei dieser Lektüre amüsiert. Der Sonderling Holm ist dermaßen gut gezeichnet, sein lebensfremder Charakter absolut realistisch und bis ins kleinste dargestellt. Anfangs hat es mich noch verwirrt, dass die wörtliche Rede nicht mit Anführungsstrichen dargestellt ist, doch einmal eingelesen war ich in der Geschichte gefangen. Durch die gute Darstellung des Protagonisten habe ich mich desöfteren ob seines skurilen Verhaltens fremdgeschämt und auch lauthals gelacht. Matthias Keidtels nüchterne Sprache harmoniert hervorragend mit der Erzählweise, Holms Gedanken ohne Vorwarnung in die Geschichte einfließen zu lassen. Dadurch hat man gut an seinen Gedanken teil und kann seine seltsamen Handlungen besser nachvollziehen. "Ein Mann wie Holm" ist der erste Teil der Trilogie um das Leben eines modernen Mannes und hat meine Lust auf die folgenden Bände geweckt. - Christina Baker Kline
Der Zug der Waisen
(194)Aktuelle Rezension von: Simone_081"Der Zug der Waisen" ist eine schnelle und schmerzlose Lektüre.
Sie beleuchtet ein wichtiges und schändliches Thema der US-amerikanischen Vergangenheit, aber das leider auf sehr oberflächliche und klischeehafte Weise.
Die Geschichte hat wirklich Potenzial, wurde aber von der Autorin nicht gut gehandhabt. Die Handlung hat keinerlei Tiefe, alles wird sehr schnell und auch sehr vorhersehbar abgehandelt. Man weiß genau, was als Nächstes passieren wird. Das macht es langweilig.
Ähnlich verhält es sich mit den Figuren. Diese sind so klischeehaft und auf ein, zwei stereotypische Eigenschaften reduziert, dass sie einem einfach egal sind.
Schade, dass dieses Thema so schnulzig und oberflächlich behandelt wurde, denn so kann man es nicht ernst nehmen. - Christine Kabus
Töchter des Nordlichts
(83)Aktuelle Rezension von: jxwxIn dem Buch begleiten wir einmal Ailu und Nora.
Ailus Geschichte spielt in den 1910/20er Jahren. Es ist spannend, sie und ihr Leben kennen zu lernen und wir erfahren viel über die Samen. Zusätzlich werden geschichtliche Fakten eingearbeitet. Man begleitet sie in ihrem jungen Leben und es gibt einige Stellen, wo sie einem anderen Herz wächst. Sie ist offen und gutmütig und immer sympathisch. Ihr Leben ist von Rückschlägen geprägt und das lässt einen gut mitfühlen. Mir persönlich hat die Geschichte um Ailu besser gefallen und ich fand sie interessanter.
Nora lernt durch die verzwickte Familiengeschichte auch Samen kennen. Hier finde ich sehr schön, wie die Familie und ihr Verhalten beschrieben wird. Am Ende finden beide Geschichten elegant zusammen. Trotzdem bleibt Ailu der Star des Buches.
Ein toller Roman, der einen nach Norwegen und Lappland entführt, schöne Schilderungen hat und einen in die fremde Kultur und Zeit eintauchen lässt.
- Rafik Schami
Sami und der Wunsch nach Freiheit
(21)Aktuelle Rezension von: bibliophilecatsBewegende Geschichte(n) toll erzählt. Gerade wenn man Rafi Schamis Murmeln meiner Kindheit auch kennt gibt es einige interessante Quervernetzungen (Orte, die bei beiden Auftauchen, Erzählungen über die Regierung). - Walter Moers
Der Fönig
(170)Aktuelle Rezension von: Dave1206Leider nur drei Sterne... Habe mit witzigerem gerechnet doch als Walter Moers Fan muss man auch ihn gelesen haben!!
- Volker Backes
Ohne Fußball wär’n wir gar nicht hier
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenIn besagtem Hallenbad in Halle/Westfalen, in das (angeblich) gestrullt und gekotet wurde, bin ich auch schon geschwommen! Ansonsten wird befreiend vom Leder gezogen in diesem Buch über Promi-VIP-Fans Marke Ferres und Markwort, die 30 Minuten zu spät zum Spiel erscheinen und von den Spielern so gut wie keinen kennen, Hauptsache man wurde gesehen und verbreitet unverfängliche Interviews, in denen nur Plattitüden verbreitet werden. Die aktuelle Kommerzialisierung des Fußballs (s. "Elfmeter-Wurst" im deutschen Einzelhandel), wobei der Fußball der Fans von den Bonzen ausgebeutet wird, ist einem so schlimm bisher noch gar nicht aufgefallen, aber Schwachsinn zahlt sich eben aus. Aber so schlimm wie in Italien ist es zum Glück noch nicht, wo Berlusconis Partei "Forza Italia" heißt wie der Fangesang der Tifosi, so als hieße bei uns eine Partei "Deutschland vor... noch ein Tor". Und schon mal aufgefallen, daß "Trikot" auf "Kot" endet?























