Bücher mit dem Tag "2012"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2012" gekennzeichnet haben.

32 Bücher

  1. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

    (1.616)
    Aktuelle Rezension von: OHanf

    Ein gut geschriebener Thriller der es schafft den Leser in eine intensive Endzeit Athmosphäre zu versetzen. Terroristen legen das halbe Globale Strom lahm und die Welt versinkt im Chaos. Sehr gut dargestellt und erzählt vor welchen Problematiken die Welt in so einem Fall steht. Der Verfall der Emphatie und Menschlichkeit weil Menschen Gruppensozial verkommen sind wenn es an die eigene Suppe geht. Muss man nur mal auf Facebook schauen da braucht es keine grossen Gründe!

    Ich war auf jeden Fall von Marc Elsberg wieder mal gut unterhalten. Was ich nicht so ganz bei 540 Seiten verstanden habe warum die Agressoren in der Geschichte fast garnicht vorkamen eigentlich auf den letzten 20 Seiten beim zweiten Showdown. Fand ich schade da hätte man anstatt der etwas vielen Randdramen lieber die Agressoren in verschiedenen Kapiteln einbauen können das hätte für mich absolut Mehrwert gehabt. Auf jeden Fall trotzdem lesenswert!

  2. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

    (6.244)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.

    Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.

    Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe. 

    Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!

  3. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

    (1.412)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Ich habe mich so auf ein neues Buch von Carlos Ruiz Zafón gefreut, aber es war so enttäuschend! Natürlich habe ich diesen Roman mit „Der Schatten des Windes“ verglichen. Natürlich muss sich ein weiterer Roman mit dem davor Messen können. Besser sollte es werden, nicht schlechter.

    Die Idee der Geschichte ist gut, allerdings verzettelt sich Carlos Ruiz Zafón mit den vielen Handlungssträngen und löst sie einfach nicht auf. So bin ich nach dem Lesen nicht wirklich schlau aus einigen Teilen des Buches geworden und dies ärgert mich. Auch ist der Protagonist so wahnsinnig blass. Ich finde überhaupt keine Beziehung zu ihm und es ist mir schlicht egal, was er erlebt.

    Dann wirkt das Buch teilweise gruselig, depressiv, andererseits wieder lieb, verträumt und spannend. Wie es wirklich wirken sollte, weis ich nicht und finde keinen Draht.

    Fazit: keine Empfehlung, oder man interpretiert selbst sehr viel ins Buch herein und es stört einen nicht, wenn Themen, die für die Geschichte wichtig sind nicht aufgelöst werden. 

  4. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453442047)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

    (2.590)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Die Fortsetzung von "Verblendung" toppt definitiv seinen Vorgänger. Wurde der erste Teil gegen Ende immer langweiliger, da er plötzlich zu einem kompletten Wirtschaftskrimi mutierte, wurde Verdammnis zum Ende hin immer spannender, so wie sich das für eine ordentliche Geschichte gehört.

    Besonders hervorzuheben an diesem Teil ist, dass nun die Vergangenheit von Lisbeth Salander beleuchtet wird. Definitiv sehr spannend und nicht so, wie man es sich selbst ausgemalt hätte.

    Da das Buch aber nicht die Sogwirkung auf mich hatte, wie es die besten Bücher normalerweise haben, 4 statt 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453442054)
    Stieg Larsson

    Vergebung

    (2.349)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Das letzte Buch der Triologie und es war, wie die anderen teilen davor auch sehr Charakterbezogen, komplex und vielschichtiger als ich von anfang dachte. 

    Ich mag die ganzen Protagonisten innerhalb der Reihe und das dieses Buch zwar ein richtiges dicke Buch war und es dennoch nicht langweilig war.

    Kann die Reihe einfach nur empfehlen!

    Es gibt ja noch Bücher danach, aber ob die sich lohnen? Wer das weiß, kann es mir gerne mitteilen. 

  6. Cover des Buches Das Lied des Achill (ISBN: 9783961612048)
    Madeline Miller

    Das Lied des Achill

    (458)
    Aktuelle Rezension von: marie_d

    Das Lied des Achill von Madeline Miller hat mir sehr gut gefallen, vor allem wegen der besonderen Perspektive auf eine so bekannte und historisch geprägte Geschichte. Die Erzählung rund um Achill und Patroklos, die man meist nur aus klassischen, oft sehr männlich geprägten Darstellungen kennt, wird hier viel persönlicher und emotionaler erzählt.

    Besonders schön fand ich, wie es Miller gelingt, den Figuren mehr Tiefe zu geben. Durch die Perspektive von Patroklos entsteht eine große Nähe zu den Charakteren, die man in historischen Aufzeichnungen oder klassischen Mythen oft nicht findet. Dadurch wirkt die Geschichte nicht nur wie eine alte Legende, sondern wie eine sehr menschliche Erzählung über Freundschaft, Liebe und Schicksal.

    Der Roman liest sich sehr angenehm und schafft es, eine bekannte Geschichte auf eine neue und berührende Weise zu erzählen. Gerade weil man den Figuren so nah kommt, entfaltet das Ende eine besondere emotionale Wirkung.

  7. Cover des Buches Wilde Schafsjagd (ISBN: B005QJS7C8)
    Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd

    (420)
    Aktuelle Rezension von: Syakka

    Die Geschichte liest sich locker weg. 

    Mir ist aber nicht klar, was mir der Künstler nun sagen wollte. Gefallen hat mir das Atmosphärische, man bekommt einen gewissen Eindruck vom alltäglichen Japan (der 70er). Aber die Schafsjagd war nicht wild, eher lahm, zu viele „Zufälle“, die die Suche weiterbringen, das Ende auch irgendwie dämlich...

    Also nein.... 

  8. Cover des Buches Der Gefangene des Himmels (ISBN: 9783596513161)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Gefangene des Himmels

    (562)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Ende der 50er Jahre: Daniel, der bei seinem Vater in dessen Buchhandlung arbeitet, bekommt Besuch von einem seltsamen, invaliden Fremden, der ein Buch kauft, es aber dem Ladengehilfen Fermin mit einer Botschaft dalässt. Daraufhin berichtet Fermin Daniel von seiner schlimmen Gefangenschaft gut 20 Jahre zuvor. Man erfährt dann also einiges aus seiner schlimmen Vergangenheit,  erfährt aber auch weiterhin in der Gegenwart,  warum z.B. Fermin Bedenken hat, seine Verlobte zu heiraten. 

    Vor langer Zeit hatte ich mal Band 1 gelesen,  kann mich aber nicht mehr erinnern,  aber ich fand diesen Band 3 schwierig zu lesen. Ich hab fast bis zur Hälfte gebraucht,  bis es mich dann gepackt hatte; das lag aber zum größten Teil an der sehr gestelzten,  mit vielen Fremdwörtern versehenen Sprache, was das Lesen für mich sehr anstrengend machte. Deshalb gibt es nur 3 Sterne 🤷‍♀️. Trotzdem interessiert mich irgendwie ein ReRead von Band 1 und der Band 2. 

  9. Cover des Buches AERA – Die Rückkehr der Götter (ISBN: 9783426518618)
    Markus Heitz

    AERA – Die Rückkehr der Götter

    (141)
    Aktuelle Rezension von: hannah_b

    Die Grundidee, dass alle Götter zurückgekommen sind, ist sehr interessant, die Götter stehen aber nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles ist sehr bürokratisch-deutsch, die Götter haben klare Zuständigkeiten, Ausbreitungsgebiete und Regeln.

    Hauptsächlich geht es um Kriminalfälle, an denen sich die Story entlanghangelt, und die an sich spannend sind, und einen Ermittler, der nicht daran glaubt, dass die Götter wirklich existieren. Am Anfang macht es noch Spaß, Bourreau bei den Ermittlungen zu begleiten, und es passiert immer etwas Neues, Unvorhersehbares. Am Ende wird mir die unerklärliche Magie von Borreau aber etwas zu viel.

    Man merkt leider sehr, dass das Buch und die Charaktere von einem Mann geschrieben wurden. Die Frauenfiguren sind alle sehr platt, und haben ihren Platz in der Story, aber kaum Charakter. Bourreau ist dagegen der coolste, schlauste Typ, der existiert, und steht natürlich über allem (selbst den Göttern). Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört.

    Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen und habe mir den zweiten Teil nur gekauft, um wenigstens eine Auflösung für die ganzen unerklärlichen Vorfälle zu bekommen.

  10. Cover des Buches Sieben verdammt lange Tage (ISBN: 9783426637432)
    Jonathan Tropper

    Sieben verdammt lange Tage

    (203)
    Aktuelle Rezension von: Couchminion

    Judd ist wohl der unglücklichste Mann auf der Welt. Er hat eine schlechte Beziehung zu seiner Familie, seine Frau betrügt ihn mit seinem Chef, verliert seinen Job und wohnt in einer Bruchbude. Genau zu dieser Zeit stirbt auch sein Vater. Doch der letzte Wunsch seines Vaters bringt ihn in eine Zwickmühle. Sein Vater wollte vor seinem Tod, dass seine Familie Shiwa sitzt. Nun muss Judd sieben Tage zurück nach Hause und mit seiner Familie Shiwa sitzen. Dabei kommen viele Gefühle hoch.

    Das Buch hat mich an vielen Stellen sehr getriggert. So viel Pech kann ein Mensch doch nicht haben?! Die zerrüttete Familie macht es einem auch nicht leichter. Man lernt die Charaktere ziemlich gut kennen, aber die Frage bleibt: Will man das überhaupt? Alle tragen ein dunkles Geheimnis und ziehen direkt oder indirekt die anderen mit sich. 

    Judds Entscheidungen lassen manchmal zu wünschen übrig. Aber tatsächlich wird er auch vor extremen Herausforderungen gestellt, dass eine "richtige" Entscheidung schwer zu fällen ist.

    Gelegentlich gibt es auch lustige Szenen, die aber eher dem britischen Humor ähneln. Nicht gerade für jedermann und kaum kommt eine lustige Szene schlägt das Leben im Buch wieder einen runter.

    Vom Stil her war es gut zu lesen. Dennoch hat es sich für mich gezogen. Meiner subjektiven Meinung nach war es extrem triggernd. Gefühlt wurde es nie besser. Auch die Erfolge, die die Charakteren gemacht hatten waren für mich eher ziemlich wenig. Wie gesagt, eine Geschichte, die nur das Leben schreiben kann.

    Das Buch war mal was anderes und es war auch nicht schlecht. Da hatte ich schon schlimmere gelesen, aber ein zweites Mal würde ich es dennoch nicht lesen wollen. Es war einfach schwer zu beschreiben. Es war eine Mischung aus Drama und Komödie mit ein wenig "Romantik" und dennoch nichts von denen.

    Mit Sicherheit fragt man sich: "Wieso hast du das Buch denn dann gelesen?". Eine Freundin gab es mir. Es ist ihr Lieblingsbuch. Aus diesem Grund wollte ich es durchlesen. Ich verstehe auch, wieso sie das Buch so mag. Für mich war es leider nichts besonderes.

  11. Cover des Buches Von Mäusen und Menschen (Graphic Novel) (ISBN: 9783987210426)
    John Steinbeck

    Von Mäusen und Menschen (Graphic Novel)

    (353)
    Aktuelle Rezension von: Daisys_bookcorner

    4/5 🌟 "Von Mäusen und Menschen"

    Hello Bookies, wir sind wieder auf der Rory-Gilmore-Liste unterwegs. ☕️📖 Diesmal wieder ein etwas bekannteres Werk "Von Mäusen und Menschen". Das ist ein Roman, der oft als Schullektüre in den USA genutzt wird. 🏫🇺🇲 Das Buch ist sehr kurz. Ich habe ein Exemplar in Großschrift, das ca. 200 Seiten hat. Aber eigentlich wären es maximal 100 Seiten. 🧐

    Es geht um zwei Farmarbeiter: der eine geistig beeinträchtigt (Lennie), und der andere (George) kümmert sich fürsorglich um ihn. George kannte Lennies Tante Clara und hat ihr vor ihrem Tod versprochen, dass er sich um Lennie kümmert. 🤝 Der beeinträchtigte Lennie liebt es, Tiere zu streicheln, aber er schafft es nicht, seine immense Kraft zu kontrollieren. 🐁💀Dadurch gerät er oft in Schwierigkeiten. Deshalb müssen sie öfter als andere die Farm wechseln. Die beiden träumen davon, ihre eigene Farm zu besitzen, um von niemandem abhängig zu sein. 🏡💭 Damit sie, wenn z. B. ein Spiel in der Stadt ist, sagen können: "Egal, wir lassen die Arbeit liegen und gehen zum Spiel oder zum Zirkus." 🎡

    Wie man sich denken kann, gerät Lennie wegen seiner Beeinträchtigung wieder in Schwierigkeiten. Besonders als die neue Frau des Gutsherrn auftaucht und sich intensiver mit ihm unterhalten will. 👠👗💬

    Ich kann nur sagen: Das Buch hat mich literarisch auf jeden Fall sehr herausgefordert. Vor allem, weil ich viel drüber nachdenken musste und es eine ernsthafte Thematik ist. 🤯 Wer die Rory-Gilmore-Liste lesen möchte dann: Lest Von Mäusen und Menschen! 🐭🐁👥️

    XoXo Daisy 🌼

  12. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

    (286)
    Aktuelle Rezension von: Ellekens

    Schon lange wollte ich dieses Buch lesen. Nun haben wir uns es im Lesekreis vorgenommen.

    Fiona Maye, Familienrichterin im Londoner High Court, hat in ihrem langjährigen, sehr erfolgreichen Berufsleben schon viele schwere Entscheidungen treffen müssen. Ob es die Trennung eines siamesischen Zwillingpaars war oder die verschieden Bildungswünsche eines getrennten Ehepaars für Ihre Kinder - immer stand und steht bei Fiona das Kindeswohl an erster Stelle.
    Nun hat sie selbst Eheprobleme. Ihr Mann möchte mit ihrem Einverständnis fremdgehen.
    Gleichzeitig muss sie über einen besonderen Fall richten. In diesem geht es um Adam, der in drei Monaten 18 Jahre und somit volljährig wird und an Leukämie erkrankt ist. Er und seine Eltern sind Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Diese erlauben keine Bluttransfusionen, die jedoch für Adam lebensrettend sind. Kann ein junger Mann kurz vor seiner Volljährigkeit selbst Entscheidungen treffen? (3 Monate später konnte und dürfte keiner mehr was dazu sagen noch richten können.) Fiona will selbst mit ihm sprechen und lernt Adam im Krankenhaus kennen.

    Weiter möchte ich hier nicht spoilern, möchte das Buch aber sehr empfehlen!

    McEwan gelingt es in diesem schmalen Buch in eindringlicher Sprache eine sehr intime Atmosphäre zu schaffen. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und bin schon jetzt auf die Meinungen meiner Lese-Freunde gespannt.

  13. Cover des Buches 2012 - Schatten der Verdammnis (ISBN: 9783453434820)
    Steve Alten

    2012 - Schatten der Verdammnis

    (61)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Eine spannende Konstruktion aus Zusammenhängen zwischen Maya- und ägyptischen Pyramiden und einem auserwählten Menschen, der die Zusammenhänge kennt.


    Inhalt: Mick und Dominque lernen sich als Patient und Psychologin in einer Anstalt kennen. Doch Dominique merkt schnell, dass Mik nicht der verrückte Psychopath ist, als der er hingestellt wird. – Zwar sind seine Theorien über den Weltuntergang am 21.12.12 wild und gewagt, entbehren aber nicht einer gewissen Logik, wenn er anfängt, alles zu erklären.

    Während Mick immer wieder die Hilfe von Dominique sucht, um aus der Anstalt entkommen zu können, weil er den Weltuntergang verhindern will, setzen seine Widersacher alles daran, dass er sich eben nicht mehr wehren kann. – Unterdessen geschehen auf der Welt verschiedene Dinge, die auf den bevorstehenden Weltuntergang hindeuten.

    Dominque und Mick können diesem gnadenlosen System entkommen, haben dann aber nicht mehr viel Zeit, um ihr Ziel zu erreichen und zu verwirklichen. – Hinter den seltsamen Vorkommnissen und Detonationen auf der ganzen Welt steht eine außerirdische Macht, welche schon lang ihren Samen in der Menschheit gesät hat, nun aber der Erde habhaft werden will.


    Fazit: Ein Buch, was im Jahre 2001 erschienen ist. Also nicht mehr die jüngste Lektüre. Aber ich weiß noch, dass ich mir das Buch mal vor einem anstehenden Sommerurlaub gekauft habe und das dann am Strand lesen wollte. – Was genau dazu geführt hat, dass es dann doch so viele Jahre auf dem Sub geblieben ist, kann ich nicht sagen. Ich kann aber sagen, dass ich das Zögern aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehen kann.


    Ich muss sagen, dass ich am Ende dann doch recht unbedarft an die Lektüre herangegangen bin. Alle in zu dem Thema 2012 und das Ende des Maya-Kalenders gab es so viele verschiedene Bücher, dass der Markt hier eine ganze Weile komplett damit gesättigt war.  – Dieses Buch hier, bietet am Ende eine weiter Interpretation der Bauwerke der Maya und dem Ende des Kalenders.

    In die Handlung rein geht es erst einmal so harmlos wie normal. Da wird ein Mann in einer psychiatrischen Anstalt festgehalten, der sich im Laufe der Handlung als Protagonist entpuppen sollte, und eine junge Frau, welche ihr Praktikum in jener Anstalt machen will, bekommt ihn als Patienten zugeteilt. – Schnell ist klar, dass die beiden eine innigere Beziehung haben, als es zwischen Arzt und Patient sein sollte. Aber klar ist auch, dass beide Personen irgendetwas mit den Maya zu tun hatten. Dass sie gewissermaßen so etwas wie Nachfahren dieser großartigen Schöpfer sind.

    Schnell wird klar, warum Mick in der Anstalt sitzt, was ihm vorgeworfen wird und dass es hier eben nicht mit rechten Dingen zugeht. Der arme Kerl büßt für das, was seine Eltern einstmals getan haben. Aber er trägt auch ein Geheimnis in sich, was er mit Dominque teilen kann. Allerdings ist die junge Psychiaterin die Einzige, die ihn diesbezüglich auch nur ansatzweise ernst nimmt.

    So richtig interessant wird es, als die ersten Ereignisse auf der Welt auftreten. Das äußert sich zunächst mit einer Art schwarzer Flut. Eine Substanz, die bei bloßer Berührung mit der Haut sämtliche Lebewesen tötet. - Eine Epidemie wird ausgelöst, jedoch nicht weiter ausgeführt, was fast schon wieder ein wenig schade ist.

    Dann stoßen erste Nachforschungen auf privater Ebene auf Unmut in der Regierung. Und auf Unmut bei der Macht, welche eigentlich ungestört die Erde zerstören will. – Ja, hier kommen dann wirklich außerirdische Wesen mit ins Spiel, die die Erde in eine weitere Venus verwandeln wollen, um selber darauf zu leben. Und dieses ganze Sezenario ist so glaubhaft in Zusammenhang gesetzt mit sämtlichen alten Bauwerken auf der Welt, dass ich das fast schon für bare Münze genommen habe. Unter den Pyramiden, unter den Maya-Tempeln und unter dem Eis der Arktis sitzen Relaisstationen, die ein weltumspannendes Energienetz erzeugen, welches dann bei der Vernichtung helfen soll. 

    Eine spannende Mischung aus Politik, Machtbedürfnis, Konflikten zwischen Ländern und einer zart aufkeimenden Liebe zwischen den Protagonisten mit all ihren schwierigen Momenten aus der Vergangenheit.


    Mit fast 600 Seiten war das Buch recht dick und dadurch leider ziemlich unhandlich. Mein Problem war dann noch das Vermeiden von Leserillen, was dazu geführt hat, dass ich das Buch immer irgendwie abstützen musste. Ansonsten habe ich innerhalb kürzester Zeit Krämpfe in der jeweiligen Hand gehabt.

    Die Seitenaufteilung war wirklich augenfreundlich. Dauerlesen war bequem möglich und auch bitternötig. Denn wenn mich die Handlung so richtig in ihrem Bann hatte, konnte ich so schnell davon nicht mehr lassen. Und beim Lesen hatte ich dann wirklich ein grandioses Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Wobei mich die politischen Querelen hier irgendwie gar nicht  interessiert haben, aber sie gehörten nun einmal zur Handlung dazu. Aufgefallen ist mir da nur, dass mal wieder der Russe als absoluter Sturschädel dargestellt wird, der um jeden Preis wohl einen Atomkrieg vom Zaun brechen will.

    Interessant waren die wohl in echt gemachten Fotos verschiedener Maya-Bauten, ägyptischer Pyramiden und den Linien in der Nazca-Ebene. Wie gesagt, da hat der Autor einen Zusammenhang geschaffen, der so logisch ist, dass man das wirklich direkt auch glauben könnte, wenn man da anfällig ist.

    Ein gewaltiges Gesamtkonstrukt von Zusammenhängen, wirklich vorhandenen Monumenten und unerklärbaren Vorkommnissen und sogar ein wenig SkiFy dabei. – Das ist mal eine Umsetzung dieses Themas gewesen, wie ich es nur als gelungen bezeichnen kann.


    Dick, unhandlich und unbequem, aber spannend und fesselnd hat mich diese Geschichte in ihrer gesamten Konstruktion mal zu einhundert Prozent überzeugt. Eine wirklich gelungene Mischung aus History, SkiFy und Thriller. 

    Ich kann das Buch all denen empfehlen, die sich auf neue Denkweisen und abenteuerlich konstruierte Zusammenhänge sowie dem außerirdischen Leben einstellen können.

  14. Cover des Buches The Illustrated Man (ISBN: 9781451678185)
  15. Cover des Buches Der Geiger (ISBN: 9783426654446)
    Mechtild Borrmann

    Der Geiger

    (144)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Nachdem ich „Feldpost“ gehört hatte und auch „Der Geiger“ in der Onleihe entdeckte, beschloss ich, diesen historischen Krimi direkt anzuhängen. Ich erhoffte mir einen Wow-Moment wie bei „Trümmerkind“.

    Anfangs tat ich mich sehr schwer, überhaupt erstmal in der Geschichte anzukommen.
    Das lag mit Sicherheit zum einen an den Namen, die mir nicht so geläufig sind. Zum anderen aber auch an dem Erzählten an sich.

    Tatsächlich erwog ich das ein oder andere Mal, das Hörbuch abzubrechen.
    Ich hielt dann doch bis zum Schluss durch, weil ich mich einfach immer wieder an mein überragendes Erlebnis mit „Trümmerkind“ erinnert habe und nicht wahrhaben wollte, dass ich mich zu sehr darauf versteifte.

    Die Charaktere sind im vorliegenden Roman eher stereotypisch dargestellt, die Handlung plätschert teilweise vor sich hin und die Wendungen sind oft vorhersehbar.

    Doch Mechthild Borrmanns Schreibstil begeistert mich noch immer. Sie schreibt auf den Punkt, ohne Schnörkel. Ihre Recherchen sind präzise. Die Geschichten, die sie sich ausdenkt, berühren das Herz und lassen den Puls in die Höhe schnellen.
    Sie sind wirklich dafür gemacht, in die Welt hinaus getragen zu werden. Deshalb werde ich auch nicht aufgeben und mir weitere Romane aus ihrer Feder besorgen.

    ©2025 adlatb

  16. Cover des Buches Der Weihnachtswunsch (ISBN: 9783838726496)
    Richard Paul Evans

    Der Weihnachtswunsch

    (44)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Dann werde ich immer den Mann lieben, der er gewesen ist. Ich wünschte nur, ich hätte ihn retten können. Ich hätte alles dafür gegeben. Ich würde alles dafür geben, wenn ich den Mann zurückhaben könnte, den ich geheiratet habe...“


    Es ist ein Freitag drei Wochen vor Weihnachten, als der Immobilienentwickler James Kier in der Zeitung seine Todesnachricht liest. Angeblich ist er bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er befindet sich gerade in der Pension Snowed Inn und wartet dort auf eine Freundin. Sein Handy funktioniert wegen eines Wasserschadens nicht. Außerdem ist ein Schneesturm angekündigt. Als ihn die Unterkunft Internet zur Verfügung stellt, liest er die Kommentare zu seinem Tod. Nur einer ist es, der ein gutes Haar an ihm lässt. Die Diskussion entwickelt sich so, dass er erkennt, dass dies seine Frau Sara ist. Er hat sie in ihrer schwersten Stunde allein gelassen und betreibt die Scheidung. Sara ist krebskrank und hat nicht mehr lange zu leben. Sein Sohn will von ihm nichts wissen. Er weigert sich sogar, ihn zu seiner Hochzeit einzuladen.

    Es sind Saras Worte, die James zum Nachdenken bringen. Wieder zurück in der Firma bittet er seine Sekretärin, ihn eine Liste der Leute zusammenzustellen, denen er am meisten geschadet hat. Sechs Namen stehen auf der Liste. 

    Mittlerweile weiß er, dass es bei der Todesnachricht eine Verwechslung gab. Er geht zur Beerdigung seines Namensvetters und spricht dessen Sohn an. Die Antwort erschüttert ihn.


    „...Er war mein bester Freund. Ich hatte Glück, dass er mein Vater war...“


    Der Autor hat eine Weihnachtsgeschichte geschrieben, die in die Tiefe geht. Die Handlung hat mich schnell in ihren Bann gezogen.

    Der Schriftstil passt zum Geschehen. Kurze Kapitel und schnell wechselnde Handlungsorte sorgen für eine permanente innere Spannung. Zum einen erfahre ich die Schicksale der Personen, die auf James` Liste stehen. James` Besuche bei den Betroffenen bringen ihn eine Reihe an Überraschungen. Er trifft auf Wut und Vergebung, muss erkennen, wo er zu spät kommt oder dass seine Wiedergutmachung nicht gewünscht ist. 

    Einen gekonnten Vergleich für James` Geschäftspraktiken findet seine Anwalt: 


    „...Hören sie, Kier, wenn sie Omelettes machen wollen, müssen Sie ein paar Eier zerschlagen. Und Sie, mein Freund, sind ein Meisterkoch...“


    Sehr gut wird gezeigt, wie sich James ändert. Er hört seinen Mitarbeitern zu, gibt ihnen nach Fehlern eine neue Chance und zeigt Gefühle. Gleichzeitig erfahre ich, wie James zu dem Mann wurde, der er ist. Jetzt beginnt er auch, um seine Frau und seinen Sohn zu kämpfen.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich tief berührt.


  17. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783596184521)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

    (428)
    Aktuelle Rezension von: Heleflo

    In Painters Mill kommt es vermehrt zu Hassdelikten gegen die Amisch-Leute. Chief Kate Burkholder kommt aber nicht an die Täter ran  da die Amisch nicht mit der Polizei kooperieren. Als es zu einem tragische Unglück auf der Slabaugh-Farm kommt sieht zuerst nach einem Unfall aus. Doch der Coroner findet Anzeichen eines Mordes.

    Als Amtshilfe holt der Sheriff einen BCI-Beamten,  John Tomasetti. Für Kate ein Glücksfall  ist sie mit ihm doch liiert und vertraut ihm.

    Es kommt zu immer mehr Verletzten bei den Amisch und durch einen Zufall entdecken sie ein mögliches Motiv für den Mord.

    Wie immer bei Linda Castillo sind die Figuren vielschichtig und gut gezeichnet. Kate und Tomasetti entwickeln sich von Band zu Band weiter , was das alles sehr glaubwürdig macht. Die Welt der Amisch wird gut beschrieben ohne es in irgend eine Richtung zu werten. Der Fall ist wieder sehr spannend und wendungsreich, hat mich gut unterhalten. 

  18. Cover des Buches Die Ameisenzählung (ISBN: 9783442467600)
    Daniel Glattauer

    Die Ameisenzählung

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Splashbooks

    Daniel Glattauer schrieb 20 Jahre lang für die österreichische Tageszeitung "Der Standard". In seinen Kolumnen auf der ersten Seite, im sogenannten "Einserkastl", traf der erfolgreiche Autor oftmals die Seele der Bürgerinnen und Bürger. Nach dieser langen Zeit als Redakteur entschied man sich nun also, die besten Kolumnen in Buchform zu veröffentlichen.

    Kein Thema bleibt dabei von Glattauer's scharfsinnigen und spitzzüngigen Kommentaren verschont. Ein Beispiel dafür ist die österreichische Gastlichkeit. Wenn die Lieblingsnachbarn der Alpenrepublikaner, ja das sind die Deutschen, in den Urlaub fahren und eine Unterkunft suchen, wird man oft mit der Aussage "Hamma net" ("Haben wir nicht") konfrontiert. Dicht gefolgt von "Is' heut schon aus".

    Gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen haben es dem Wiener angetan. So werden in "Weiche Männer" genau diese Gattung von Männern näher beleuchtet. Egal ob "Schwitzer", "Warmduscher" oder "Lulu" - am Ende dieser drei Seiten ist der Leser Profi im Bezug auf das vermeintlich starke Geschlecht.

    Tipps für die nächste bevorstehende Sonnenfinsternis finden sich ebenfalls in dem 220 Seiten starken Buch, wenngleich bezweifelt werden darf, dass man bis 2081 alle Hinweise im Kopf behält.



    Rest lesen unter:
    http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22175/die_ameisenzaehlung
  19. Cover des Buches Ohne Fußball wär’n wir gar nicht hier (ISBN: 9783895338557)
    Volker Backes

    Ohne Fußball wär’n wir gar nicht hier

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    In besagtem Hallenbad in Halle/Westfalen, in das (angeblich) gestrullt und gekotet wurde, bin ich auch schon geschwommen! Ansonsten wird befreiend vom Leder gezogen in diesem Buch über Promi-VIP-Fans Marke Ferres und Markwort, die 30 Minuten zu spät zum Spiel erscheinen und von den Spielern so gut wie keinen kennen, Hauptsache man wurde gesehen und verbreitet unverfängliche Interviews, in denen nur Plattitüden verbreitet werden. Die aktuelle Kommerzialisierung des Fußballs (s. "Elfmeter-Wurst" im deutschen Einzelhandel), wobei der Fußball der Fans von den Bonzen ausgebeutet wird, ist einem so schlimm bisher noch gar nicht aufgefallen, aber Schwachsinn zahlt sich eben aus. Aber so schlimm wie in Italien ist es zum Glück noch nicht, wo Berlusconis Partei "Forza Italia" heißt wie der Fangesang der Tifosi, so als hieße bei uns eine Partei "Deutschland vor... noch ein Tor". Und schon mal aufgefallen, daß "Trikot" auf "Kot" endet?

  20. Cover des Buches Nordsee-Nacht (ISBN: 9783442499205)
    Hannah Häffner

    Nordsee-Nacht

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Sabrinas_Buecherliebe

    Inhalt:

    Im Jahr 1987 verschwindet die kleine Friederike aus einem Zeltlager im Küstenort Hulthave spurlos. Alle Ermittlungsansätze des Teams rund um Kommissar Wedeland gehen ins Leere. Sascha, eine Betreuerin des Zeltlagers, gibt sich die Schuld und droht daran zu zerbrechen. 25 Jahre später: Eine bewusstlose Frau wird am Strand von Hulthave aufgefunden. Sie kann sich an nichts erinnern. Die Presse spekuliert, dass es sich um die verschwundene Friederike handeln könnte. Sascha und Kommissar Wedeland kehren daraufhin nach Hulthave zurück und gehen der Sache auf den Grund.

    Meine Meinung:

    Im 1. Teil des Buches verfolgen wir die Geschehnisse und Ermittlungen rund um Friederikes Verschwinden im Jahr 1987. Auch wenn man durch den Klappentext weiß, dass es zu keiner Aufklärung kommen wird, ist dieser Teil gut geschrieben und man bleibt dran. Wir lernen hier auch Schlüsselpersonen kennen, auf die wir auch im 2. Teil wieder treffen werden. 

    Der 2. Teil beginnt recht lahm und nimmt für mich erst wieder Fahrt auf, als Kommissar Wedeland wieder auf den Plan tritt.

    Insgesamt hat mir der Schreibstil gut gefallen. Die Auflösung war ab einem gewissen Punkt zu erahnen, leitete sich aber logisch her. 

    Die Figuren Sascha und Kommissar Wedeland sind gut gezeichnet und die Tragik um die Figur Sascha wird eindringlich und nachvollziehbar beschrieben.

    Für mich handelt es sich bei „Nordsee-Nacht“ um einen soliden Krimi für zwischendurch.

  21. Cover des Buches Unterwegs mit Mr. Einstein (ISBN: 9783498052959)
  22. Cover des Buches The Ladies of Grace Adieu (ISBN: 9780747592402)
    Susanna Clarke

    The Ladies of Grace Adieu

    (16)
    Aktuelle Rezension von: brudervomweber
    Mit THE LADIES OF GRACE ADIEU legt Susanna Clarke eine gelungene Kurzgeschichtensammlung vor, mit welcher sie die Atmosphäre ihres großartigen, umfangreichen Erstlings JONATHAN STRANGE & MR NORRELL mit einem Fingerschnippen wieder aufzurufen vermag.

    Die von dem fiktiven Sachverständigen Professor James Sunderland vorgestellten insgesamt 8 Geschichten berichten von der rätselhaften Überlagerung unserer Welt (bzw. unserer Welt des späten 18ten und frühen 19ten Jahrhunderts) mit dem legendären Faerie, dem Habitat der zumeist selbstsüchtigen Bewohner des Feenreichs, welches nach eigenen, geheimen Regeln funktioniert.

    Clarke setzt in den Erzählungen ihren Spagat zwischen britischer Spießigkeit und anarchistischer Revolte fort: Die Beschreibungen, häufig in Briefform oder mit entschieden eingeschränkter Perspektive dargeboten, kollidieren mit dem anarchisch-überheblichen Weltbild des Feenvolkes, nicht ohne dabei als Ergebnis die ebenfalls nicht unerhebliche Selbstbezogenheit der vermeintlich feinen britischen Gesellschaft offenzulegen.

    ----

    Die Geschichten seien im Folgenden kurz besichtigt und - ohne maßgebliches Spoiling - "geteasert".

    THE LADIES OF GRACE ADIEU
    Die Titelstory füllt eine Lücke aus dem umfangreichen JONATHAN STRANGE & MR. NORRELL aus, indem sie von Jonathan und Arabella Stranges Reise zu ihrem Schwager/Bruder Henry Woodhope erzählt und über die Umstände berichtet, die letzteren zum Verzicht auf eine Hochzeit mit einer der ortsansässigen Damen verleitet. Mit vortrefflicher Bissigkeit lässt Clarke hier das Thema Emanzipation in der Ausübung der magischen Künste durchschimmern, denn die Ladies von Grace Adieu sind alles andere als magische Leichtgewichte ...

    ON LICKERISH HILL
    Dies ist die m. E. schwächste Geschichte des Bandes, da sie im wesentlichen auf eine Neuerzählung des Rumpelstilzchen-Märchens hinausläuft und - abgesehen von der stilistischen Neufassung und dem auch hier natürlich vorhandenen phantastischen Überschneiden von Great Britain und Faerie - wenig Neues bietet.

    MRS. MABB
    Die Geschichte von Mrs. Mabb ist die von der jungen Venetia Moore, die von einem Tag auf den anderen von ihrem Verlobten Captain Fox sitzengelassen wird, weil dieser vom Besuch zum Kartenspiel bei der wohlhabenden Mrs. Mabb nicht zurückkehrt. Venetia ist entschlossen, ihren Verlobten zurückzugewinnen, nur gibt es ein kleines Problem: Jedermann im Dorf kennt Mrs. Mabb, jedoch scheint niemand recht zu wissen, wo sie wohnt. Und Mrs. Mabb selbst scheint fest entschlossen, sich von Venetia nicht finden zu lassen, koste es, was es wolle.

    THE DUKE OF WELLINGTON MISPLACES HIS HORSE
    Die kürzeste, aber auch eine der besten Geschichten dieses Bandes, mit einem wundervollen Titel. Susanna Clarke hatte sie seinerzeit bereits auf ihrer Homepage zum Lesen bereitgestellt, und ich habe sie seitdem bereits ein Dutzend mal gelesen. Der Duke of Wellington, dessen treues Pferd Copenhagen ihm von einer Weide nach Faerie entläuft, gerät selbst in das Feenreich und in Lebensgefahr, als er unversehens nur mit einer Sticknadel bewaffnet einem schwertschwingenden Ritter in voller Rüstung gegenüber steht. Sein Kommentar: "But this is most unfair!" Köstlich.

    MR. SIMONELLI or THE FAIRY WIDOWER
    Die längste und für mich beste Geschichte des Bandes. Der mittellose und nach eigener Auffassung brilliante Mr. Simonelli übernimmt eine Stelle als Pfarrer in einer Gemeinde in Derbyshire und wird bei seinem Eintreffen dort umgehend von einem seltsamen Gentleman in sein ebenfalls seltsames Haus gerufen, um einem nicht minder seltsamen Geschöpf auf die Welt zu helfen. Mehr noch, bald schon erfährt er, dass sein ihm unbekannter Vater mitnichten Italiener, sondern ein umtriebiger Angehöriger des Feenvolks sei. Das ist natürlich mehr als zuviel für den stocksteifen Gelehrten, der zudem feststellen muss, dass der hoffnungsvoll angetretene Posten miserabel bezahlt ist. Als schließlich eine junge Frau aus dem Dorf entführt wird, sieht sich Simonelli zum Handeln genötigt.

    TOM BRIGHTWIND or HOW THE FAIRY BRIDGE WAS BUILT AT THORESBY
    Diese Anekdote berichtet über eine Reise des britischen Arztes David Montefiore mit Tom Brightwind, einem äußerst eigensinnigen Vertreter des Feenvolks, auf der letzterer mit nicht unerheblichem Spektakel in nur einer Nacht eine Brücke für die Bewohner der desolaten Stadt Thoresby errichtet. Eine augenzwinkernde Erzählung mit den wohl ausuferndsten Spezialeffekten des ganzen Buchs.

    ANTICKES AND FRETS
    Eine kurze und etwas herausstechende Erzählung über Mary Stewart, Königin von Schottland und die Zeit ihrer Gefangenschaft unter Königin Elisabeth. Mary versucht durch den Einsatz von vermeintlich übernatürlichen Stickarbeiten ihre Rache an der Rivalin auf dem Thron zu nehmen, wird zuletzt aber Opfer ihres eigenen Plans. Eine eigenwillige Geschichte, die insbesondere aufgrund des sprachlich altbackenen Stils etwas sperrig daherkommt.

    JOHN USKGLASS AND THE CUMBRIAN CHARCOAL BURNER
    Diese Geschichte, in der der berühmte Raven King John Uskglass eine nicht unwesentliche Rolle spielt, kommt im Gewand eines Märchens daher. Versehentlich zerstört John Uskglass mit seiner Jagdgesellschaft das Lager und Abendessen eines alten Köhlers. Dieser erwartet Gerechtigkeit und wendet sich an diverse Heilige, die über die Kapellen und Kirchen der umliegenden Gemeinden zu erreichen sind. Das Kräftemessen zwischen dem größten Magier aller Zeiten und den ihm auferlegten Flüchen der Heiligen ist kurzweilig und kurios. Ein schöner Abschluss dieser Kurzgeschichtensammlung.

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    Wer sich mit den ausschweifenden Beschreibungen in Clarkes JONATHAN STRANGE & MR NORRELL schwer getan hat, der wird sich auch mit diesem Buch schwer tun. Wer vorgenanntes Buch gerne gelesen hat, der wird auch an diesen Kurzgeschichten seine Freude haben. Das Schöne an THE LADIES OF GRACE ADIEU ist, dass man sich damit portionsweise wieder nach Faerie zurückversetzen kann. Umgehend. Und immer wieder.
  23. Cover des Buches Goldfields (ISBN: 9782919803699)
    Izabelle Jardin

    Goldfields

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Klappentext von Goldfields:

    Einmal mehr verknüpft Izabelle Jardin über Jahrhunderte hinweg die Lebenswege starker Frauen und entführt uns in eine längst vergangene Epoche, die bis heute nachwirkt.

    London 2012: Die junge ehrgeizige Robin begegnet bei einer Abendgesellschaft auf einem englischen Landsitz einer faszinierenden alten Dame. Mit ihren Erzählungen entführt sie Robin ins London des Jahres 1851.

    Beatrice Ames, Tochter einer wohlhabenden Reederdynastie, ist schön, hat einen scharfen Verstand und mitreißende rhetorische Fähigkeiten. All ihr Denken und Handeln gilt sozialen Reformen und der Durchsetzung des Frauenwahlrechts – Ziele, die Beatrice mit einem hochangesehenen Mitglied des britischen Oberhauses verbinden, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hat.

    Doch Beatrices Talent, die Menschen zu begeistern und revolutionäre Kräfte zu entfesseln, ist nicht nur der Obrigkeit ein Dorn im Auge, sondern auch ihrem Bruder und Vormund Henry. Als sie England in Richtung Australien verlassen muss, lernt sie eine fremde raue Welt kennen. Und den attraktiven jungen Iren Peter O'Lalor …

    Meine Meinung:

    Auch im 2. Teil der "Funken der Vergangenheit-Reihe", konnte Izabelle Jardin mich wieder mehr  als begeistern.
    Er spielt auch, wie in "Funkenflug", dem 1. Band der Reihe, in zwei Zeitepochen.

    Izabelle Jardin entführt uns in das Jahr 2011, in der Robin auf einer Abendgesellschaft die ältere Dame Margaret kennenlernt, die ihr die unglaubliche Geschichte von Beatrice, der Schwester von Henry Ames, welcher mir aus "Funkenflug" noch bestens bekannt war, erzählt.

    Zwei Jahre später wird Robin von der Journalistin Faye, auch bekannt aus dem 1. Band, zu einem Interview gebeten. Robin weiß etwas über Faye und willigt endlich ein, die Geschichte um Beatrice Ames zu erzählen.
    Dann reisen wir in das Jahr 1851 und erfahren, was mit Beatrice, der Schwester von Henry Ames, damals geschehen ist und wie sie letztendlich in Australien landete.

    Wieder konnte mich die Autorin von der ersten Seite an begeistern. Ihr flüssiger und bildgewaltiger Schreibstil war fesselnd und die Charaktere hervorragend ausgearbeitet. Die Seiten flogen nur so an mir vorbei und mir wurde wieder bewusst, mich welchen Einschränkungen die Frauen damals leben mussten.

    Ich kann Euch auch diesen 2. Band wärmstens empfehlen und man kann ihn unabhängig vom ersten Band lesen. Allerdings begegnet man auch vielen Charakteren aus "Funkenflug" wieder, weshalb ich diese Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen würde.

    Sehr gerne vergebe ich hier 5 von 5 Sternen.

  24. Cover des Buches Mads Mikkelsen (ISBN: 9783862654642)
    Thorsten Wortmann

    Mads Mikkelsen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Eine tolle Biographie über einen der interessantesten Schauspieler unserer Zeit, in der man sowohl etwas Persönliches über den Mann Mads und über seine Einstellung zum Leben lernt wie auch über seinen Karriereweg mit Klassikern wie "Adams Äpfel" und "Die Jagd". Ein ganz bescheidener, bodenständiger Mensch aus einem tendenziell kommunistischen Elternhaus, der in einem sympathischen Land aufwächst, das seine Stars nicht zu groß werden läßt. Über manche Filme hätte man gern noch mehr erfahren, aber die Person hinter dem Schauspieler wird tiefschürfend präsentiert, und alles mit tollen Bildern abgerundet.

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