Bücher mit dem Tag "2013"
45 Bücher
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(2.993)Aktuelle Rezension von: FuexchenMutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.
Ich wollte mal wieder ein Buch lesen, das außerhalb meiner gewohnten Genre anzusiedeln ist und so griff ich zu diesem von Wolfgang Herrndorf aus dem Rowohlt Verlag.
Schon auf den ersten Seiten wusste ich, dass ich einen Glücksgriff gemacht hatte.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Maik, einem Teenager, in der Ich-Form. Entsprechend ist der Schreibstil nicht großartig anspruchsvoll, sondern jugendlich. Und verdammt unterhaltsam. Einnehmend nimmt uns Maik mit auf einen Roadtrip und das macht einfach nur Spaß. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich lachen musste, aber es war nicht nur ein Mal.
Maik bringt uns seine Gedanken sehr nahe, lässt uns die Geschehen hautnah miterleben. Und zwar so, dass wir eigentlich gemeinsam mit ihm mittendrin stecken und es nicht nur als Erzählung wahrnehmen.
Ich mag es, wie er ausgearbeitet ist. Er ist realistisch dargestellt und daher absolut authentisch. Ich kann ihm all seine Handlungsausführungen abnehmen und nachvollziehen.Wenn mich jemand fragt, ob ich den Roman empfehlen kann, dann ist meine Antwort ein glasklares Ja.
Ich fühlte mich richtig gut unterhalten. Das Buch besticht durch seine Einfachheit und macht es dadurch zu etwas Besonderem. Auch wenn es für ein Highlight bei mir nicht reicht, so kann ich doch tolle vier Sterne vergeben.
- Marlen Haushofer
Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)
(966)Aktuelle Rezension von: VeeziIch liebe Dystopien und fand auch dieses Werk richtig gut gelungen. Aber an einigen Stellen haben sich mir schon Fragen ergeben, auf die ich keine Antwort erhalten habe. Was genau ist denn nun eigentlich hinter der Wand passiert? Und warum ist sie nicht ausgebrochen? Und wieso wurde die Begegnung mit dem Mann wirklich ganz am Schluss mit 3 Sätzen behandelt?? Das hat sich leider echt unbefriedigend angefühlt :(
- J.R.Ward
Fallen Angels - Die Ankunft
(303)Aktuelle Rezension von: Bücherfuchs_ZeilenmagieDas Ende der Welt soll entschieden werden. Sieben Seelen wurden dazu ausgesucht, um erlöst oder in die ewige Verdammnis geschickt zu werden. Doch wie soll das entschieden werden?
Die Antwort ist einstimmig: Ein Erlöser muss her und diesen undankbaren Job bekommt Jim Heron aufs Auge gedrückt.
Er muss diesen sieben Seelen am Scheideweg beistehen und ihnen helfen die richtige Entscheidung zu treffen. Jede Seele bringt für die entsprechende Seite einen Sieg. Wer am Ende mehr Punkte hat, hat gewonnen.
Simpel, oder?
Nicht unbedingt.
Jim ist alles andere als ein Engel und wenig begeistert von seinem neuen Job als Englein. Vor allem weil der Gegenpart aus der Hölle nicht zimperlich ist und obendrein aussieht wie ein Victoria Secret Model.
Für seinen ersten Fall bekommt Jim einen kleinen Hinweis in Form des Films „Pretty Woman“. Er muss einem Geschäftsmann mit dunkler Vergangenheit helfen die richtige Entscheidung am Scheideweg zu treffen.
Die neue Aufgabe ist nicht leicht und birgt viele Risiken.
Der Roman ist anders als die „Black Dagger“-Reihe der Autorin. Die Charaktere haben allesamt ihre Eigenarten, Witz und Charme.
Der Schreibstil der Autorin ist spitze und brachte mich auch das ein oder andere Mal zum schmunzeln. Die Story ist gut durchdacht und mal etwas anderes als Vampire. Die Geschehnisse sind bis zur letzten Seite gut miteinander verflochten und fügen sich am Ende zu einem Ganzen zusammen.
- Ellen Sandberg
Die Vergessenen
(305)Aktuelle Rezension von: IvonneSpringerIch muss offen zugeben: Ich bin totaler Fan von Ellen Sandberg! Kaum eine andere Autorin schafft es, Figuren so facettenreich und lebensecht zu zeichnen – und genau das liebe ich auch an Die Vergessenen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder völlig in ihrem Kosmos gefangen.
Die Geschichte selbst ist spannend und tiefgründig, aber gleichzeitig wunderbar locker erzählt. Sandberg verwebt Gegenwart und Vergangenheit mit einer Leichtigkeit, die alles andere als oberflächlich ist. Gerade die Dynamik zwischen den Figuren überzeugt mich immer wieder aufs Neue: Jede Person bekommt Raum und Tiefe, selbst Nebenfiguren wirken nie beliebig, sondern stecken voller kleiner Details und Widersprüche. Das macht für mich den ganz besonderen Sandberg-Stil aus.
Was das Buch außerdem auszeichnet, ist diese atmosphärische Dichte – die schwingt einfach auf jeder Seite mit. Egal, ob man gerade in der Vergangenheit mitfiebert oder in den aktuellen Handlungssträngen unterwegs ist, die Charaktere nehmen einen einfach mit. Besonders gefallen hat mir, wie klug und einfühlsam Sandberg familiäre Abgründe, alte Geheimnisse und das Thema Schuld anpackt – dabei bleibt es immer spannend, aber nie reißerisch.
Für mich war Die Vergessenen wieder mal ein absoluter Volltreffer: Ein Roman, der fesselt, zum Nachdenken anregt und mit detailreicher Figurenzeichnung einfach begeistert. Wer komplexe Charaktere mag und Geschichten, die noch lange nachklingen, kommt an Ellen Sandberg nicht vorbei!
- Oliver Uschmann
Hartmut und ich
(269)Aktuelle Rezension von: JorokaIch habe die Reihenfolge nicht eingehalten, wahrscheinlich geht das als „hartmutesk“ durch.
Habe nun also etwas nachzüglerisch das 1. Buch der Hartmut-Serie von Uschmann gelesen.
Hartmut und der Ich-Erzähler ziehen in eine gemeinsame Wohnung in einem schiefstehenden und wahrscheinlich ziemlich baufälligen Haus mit illustren Nachbarn ein. Als erstes finden sie eine alte Fliegerbombe im Keller, die entschärft werden muss. Nach diesem Schreck richten sie sich im Haus und in ihrem Leben ein. Während der Ich-Erzähler arbeiten geht, studiert Hartmut Philosophie, was nicht ohne Auswirkungen auf die Unterhaltungen zwischen beiden bleibt. Hartmut ist auch regelmäßig auf Freiersfüße, worüber der Ich-Erzähler nur staunen und sich fragen kann, wie er das macht. Doch wenn er krank wird, benötigt Hartmut quasi Rund-um-die-Uhr-Pflege. Natürlich hat er seltsame Freunde, die in regelmäßigen Abständen in die Wohnung einfallen. Doch z.T. werden sie auch genutzt, um ‚ironisch gebrochene’ Mitstudenten von Hartmut zu schockieren. Um an Geld für den Lebensunterhalt zu kommen, startet Hartmut eine Online-Lebensberatung und hat noch andere verrückte Ideen zum Money-Maker......
Das Buch ist eine Ansammlung von skurrilen WG-Geschichten. Die beiden Hauptakteur sind so liebenswert verschroben, dass man sich einfach ins Herz schließen muss.
Fazit: Natürlich kann man über Uschmanns Schreibstil strittiger Meinung sein. Mir persönlich haben z.B. „Murp!“ und „ Wandelgermanen“ besser gefallen. Sie sind noch eine Spur bissiger. Aber auch das vorliegende Werk bereitete mir Lesevergnügen und einige nachdenkliche Kopfschüttler, ob es so was auch im wahren Leben geben könnte?
- Michael Lüders
Wer den Wind sät
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenMichael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.
- Linda Castillo
Tödliche Wut
(351)Aktuelle Rezension von: FrieIch wollte einmal einen literarischen Thriller lesen, und dieses Buch wurde mir dafür empfohlen. Unter dem Strich ist es für mich allerdings zu viel Thriller und zu wenig Literatur, sodass dieser Ausflug in das Genre vermutlich erst einmal beendet ist.
Linda Castillo lässt ihre Amish-Ermittlerin Kate Burkholder in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA ermitteln. Gemeinsam mit ihrem Team und ihrem Lebensgefährten Tomasetti, der bei einer anderen Behörde arbeitet und sie unterstützt, verfolgt sie die Spur mehrerer verschwundener Mädchen.
Das Buch ist flüssig geschrieben und sehr gut lesbar. Die Geschichte entwickelt Spannung und hat mich durchaus bei der Stange gehalten. Gleichzeitig ist sie mir aber deutlich zu brutal. Viele Szenen werden sehr explizit geschildert, was für mich den Lesegenuss eher geschmälert hat.
Außerdem sind mir einige Wiederholungen aufgefallen. Mehrfach wird beschrieben, dass Personen so vertieft in ihre Arbeit sind, dass sie nicht bemerken, wenn jemand den Raum betritt oder sie anspricht. Solche Formulierungen tauchen so oft auf, dass sie irgendwann auffallen.
Auch der Aufbau der Ermittlungen hat mich nicht ganz überzeugt. Ein wichtiger Hinweis auf den späteren Tatort wird bereits früh im Buch erwähnt, zunächst jedoch ohne jede Konsequenz. Später wird derselbe Hinweis erneut genannt und schließlich von einer dritten Person noch einmal ausdrücklich als möglicher Ermittlungsansatz hervorgehoben. Das wirkte auf mich etwas konstruiert.
Für Thriller-Fans ist Tödliche Wut sicherlich ein sehr gutes und spannendes Buch. Mir persönlich fehlte jedoch die literarische Tiefe, die ich mir erhofft hatte. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.
- Andreas Eschbach
Die Haarteppichknüpfer
(210)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Einfach eine tolle Erzählung! Jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt, aber die einzelnen Geschichten sind miteinander verknüpft und man trifft Personen aus anderen Kapiteln wieder. Insgesamt ergibt es am Ende eine runde Geschichte. Auch wenn das Buch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, hat dieses nichts von seiner Faszination eingebüßt.
- Delphine de Vigan
Das Lächeln meiner Mutter
(62)Aktuelle Rezension von: EmmaWinter"Wenn ich sie [Luciles Texte] heute lese, scheint mir, dass Lucile nichts so sehr geliebt hat wie Trinken, Rauchen und Sichschaden." (S. 337)
Die Autorin Delphine de Vigan versucht mit diesem Buch eine Annäherung an ihre Mutter Lucile, die sich 2008 mit 61 Jahren das Leben nahm, welches über lange Zeiträume geprägt war von einer psychischen Erkrankungen. Was als Beschreibung einer turbulenten Großfamilie beginnt, entwickelt sich rasch zu einer Bestandsaufnahme von zahlreichen Unglücken, Todesfällen, Erkrankungen und Verdrängungen. De Vigan läßt auch den eigenen Schreibprozess zum Thema werden. Sie arbeitet die Gespräche, Briefe und Tonaufnahmen von Verwandten und Bekannten ein und weiß zugleich, dass sie sich auch den Lebenden damit annähert. Wie werden die anderen über den Text denken? Aber letztlich ist es der Text von Delphine und ihre Sicht auf die unkonventionelle Mutter und zugleich auf die ganze verzweigte Familie.
Der erste Teil (Kinderheit der Mutter bis zur Heirat) liest sich geschmeidiger, möglicherweise, weil sich die Autorin allein auf die Berichte anderer verlassen musste. Im zweiten Teil kommen mehr Zweifel am Schreibprozess hinzu, und durch die nun persönliche Beziehung zur Mutter bekommt der Text eine andere Nuance. Delphine schreibt aus eigenem Erleben.
Das autofiktionale Buch ist erschütternd, berührend und hat für mich einen Sog entwickelt und mich noch lange beschäftigt.
Triggerwarnung: Es um Depression, psychische Erkrankungen, Suizid. Lesen sollte das Buch nur, wer sich psychisch stabil fühlt.
- Fran Ray
Die Saat
(134)Aktuelle Rezension von: abuelita..der sich allerdings doch sehr in die Länge zieht – und man muss aufpassen, um nicht den Überblick zu verlieren in den mehreren parallel verlaufenden Geschichten.
„Wir müssen die Welt retten“ – kurz gesagt geht es um eine Genveränderung und was damit alles zusammenhängen kann. Jede Menge Morde, die nicht immer plausibel sind. Und das Ende ist einfach zu theatralisch und eher lächerlich.
Schade.
- Tess Gerritsen
Abendruh
(437)Aktuelle Rezension von: Pappbecher- Buchtitel: Abendruh
- Autor/in: Tess Gerritsen
- Verlag: Weltbild
- ISBN: 9783734110702
- Ausgabe: Taschenbuch
- Erscheinung: 15.11.2021
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Inhalt:
"Ein Internat für traumatisierte Kinder: Zufluchtsort oder Quell des Bösen? Jane Rizzoli und Maura Isles bringen Schreckliches ans Licht ...
Sie sind die einzigen Überlebenden schrecklicher Familientragödien. Erst wurden ihre Eltern und dann obendrein ihre Pflegefamilien brutal ermordet. In Abendruh, einem Internat in der Abgeschiedenheit Maines, sollen sie ihre Sicherheit wiedergewinnen und in ein normales Leben zurückfinden. Doch obwohl die Schule hermetisch gesichert ist, kommt es zu höchst beunruhigenden Vorfällen, und drei Jugendliche bangen um ihr Leben. Maura Isles, die eine persönliche Verbindung zu Abendruh hat, ist vor Ort, als die Bedrohung eskaliert …"
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Meinung:
Mich persönlich hat direkt das doch sehr auffallende Cover gecatched. Doch auch der Inhalt steht dem tollen Cover in nichts nach. Es handelt sich hierbei zwar um den bereits zehnten Teil der Reihe, jedoch habe ich mich ohne weiteres direkt im Buch zurecht gefunden. Ich wurde bis zum Schluss mit Spannung und unerwarteten Wendungen belohnt. Außerdem gab es sehr gut durchdachte Protagonisten, welche einen regelrecht durchs Werk tragen, gemeinsam mit dem angenehmen Schreibstil.
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Fazit:
Alles in allem gibt es an dieser Stelle von mir eine absolute Leseempfehlung für jeden Fan von Spannung!
- Andreas Eschbach
Solarstation
(60)Aktuelle Rezension von: snekistarDer Schreibstil des Autors ist beeindruckend doch es hilft bei dieser eher faden Story nicht viel. Nach den ersten Drittel musste ich mich eher zwingen weiterzulesen in der Hoffnung es wird spannender. Einfallsloser Schluss
- Craig Russell
Wolfsfährte
(160)Aktuelle Rezension von: Martin_Hildebrandt
„Wolfsfährte“ ist mir durch ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter untergekommen. Sehr spannend, gute Ablenkungsmanöver, Cliffhanger. Charaktere und deren Dialoge sind alle schlüssig. Schöne kurze oder geschmeidige Sätze, ab und zu mit originellen Bildern garniert.
Der Leser wird außerdem mit exzellent recherchierten Fakten um die Gebrüder Grimm und die Hamburger Gegend versorgt, ohne dass es wie Infodump daherkommt. Ich vermute, dass Russel in jedem Thriller ein Spezialgebiet streift und genauso gut wie hier ins Detail geht.
Und, was selten im Thriller- und Krimigenre ist, es sind auch philosophische Akzente eingebaut.
„Wolfsfährte“ ist der zweite Fall für Ermittler Jan Fabel. Deshalb werde ich mir auch defintiv mal Teil 1 „Blutadler“ holen … und wenn der auch so gut ist, die restlichen Teile aus der Reihe.
- Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Kate Mosse
Labyrinth
(20)Aktuelle Rezension von: hexepankiDie Legende des Heiligen Grals neu erfunden und in unsere Zeit transferiert, zwei Frauen über Jahrhunderte auf magische Weise miteinander verbunden und ein Geheimbund der über Leichen geht, um das ewige Leben zu erlangen. Das ist der Stoff, aus dem Kate Mosse ihren schönen Roman Labyrinth gesponnen hat. Sie erzählt auf der einen Seite von Alais, die zusammen mit ihrem Vater und ihrer intriganten Schwester im 13. Jahrhundert in Carcassonne lebt und in turbulenten politischen Zeiten ein großes Geheimnis schützen soll. Auf der anderen Seite erzählt sie von Alice, die im 21. Jahrhundert ungewollt in die Verstrickungen ebendiesen Geheimnisses verwickelt wird und nach und nach die Geschichte ihrer Vorfahren aufdeckt.
In wunderschöner, bildhafter Sprache beschreibt Mosse das mittelalterliche Carcassonne sowie Südfrankreich. Die Passagen, die im 13. Jahrhundert spielen, sind wie Schokolade, die langsam auf der Zunge zergeht. Die Geschichte ist in regelmäßigen Zeitsprüngen geschrieben, in denen im Grunde zwei Geschichten wie Fäden parallel gesponnen und am Ende meisterhaft verknüpft werden. Leider fiel es mir oft schwer, diesen Zeitsprüngen gedanklich zu folgen und nicht einen der Fäden zu verlieren, deshalb habe ich nur 4 Sterne vergeben. Es war für mich trotzdem faszinierend, nach und nach die Parallelen zwischen beiden Geschichten zu entdecken, außerdem schafft es das Buch, die Spannung bis zum Ende der fast 700 Seiten aufrecht zu erhalten.
Zentrale Themen, die die Geschichte unendlich bereichern, sind Liebe, Freundschaft und Loyalität/Treue. Besonders Alais und Sajhe als Personen und in ihrer Beziehung untereinander, erwärmen dem Leser das Herz, so dass man sie am liebsten für immer festhalten möchte. Mit diesem Buch kann man lieben, hoffen, verabscheuen, trauern und lachen.
Fazit: Zwei Geschichten, spannend erzählt und pitoresk geschrieben. Das Lesen erfodert allerdings ein gutes Erinnerungsvermögen.
- Peter Berling
Die Kinder des Gral
(93)Aktuelle Rezension von: FaiditAls Kennerin der historischen Hintergründe kann ich sehr gut mitfühlen, mit wie viel Herzblut der Autor bei der Sache war. Seine akribische Recherche ist auch besonders zu loben und zeigt sich durchgängig im Roman.
Die Thematik des Buches gibt normalerweise eine Unmenge an Kopfkino her, das teilweise leider sprachlich langweilig dargestellt wurde und andererseits durch abrupte Szenenwechsel verwirrt, wodurch mir der rote Faden verloren ging.
Ich habe den Roman dreimal in zeitlichen Abständen zu lesen begonnen, weil ich nur zu gerne in diese Zeit und Welt aus der Sicht Peter Berlings eingestiegen wäre. Leider war es mir mit diesem Buch viel zu mühselig und verschaffte mir weder Entspannung, noch Gefühlsregung, so dass ich das Ende nie erreicht habe. - Juno Dawson
How to Be Gay
(37)Aktuelle Rezension von: Bücher_TiniDieses Buch wurde mir empfohlen als ich auf der Suche für Bücher für eine Schulbibliothek war . Ich muss gestehen es ist gut, es ist locker geschrieben und man liest es sehr flott , ohne große Umwege wird erklärt und begrifflichkeiten nahe gebracht. Sowohl für Jugendliche als auch für mich als Mutter ist es ein wirklich gelungenes aufklärendes Buch um sich besser zu verständigen.
Es ist kein plattes Sachbuch , was nur erklärt , nein hier komm auch betroffene ( das klingt blöd) zu Wort und das ohne ihre Texte umzuschreiben, man merkt das es aus ihnen heraus kommt und das macht es verständlich und nahbar.
- Vicki Stiefel
Leichenschrei
(32)Aktuelle Rezension von: sala83Ich muss gestehen, dass ich das Buch nur beendet habe, weil ich im urlaub nichts anderes hatte. Der Anfang war schon sehr mau. Zwischendrin wurde es etwas besser, aber insgesamt ist es kein gutes Buch. Die Story ist langweilig und die Charaktere auch leider sehr konstruiert bzw. kaum ausgestaltet. Absolut kein Muss! - Kerstin Höckel
Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag drauf fast den
(10)Aktuelle Rezension von: QueenelyzaNun, da habe ich also nun dieses Buch gelesen, von dem ich ursprünglich gedacht habe, dass es interessant sein könnte, denn ich mag an und für sich solche Geschichten, in denen Stadtmenschen aufs Land ziehen, weil sie in der Stadt irgendwas vermissen und sich selbst verwirklichen wollen, aber obwohl dieses Buch vom Klappentext nach einer ähnlichen Geschichte klang, war sie es dann doch nicht, denn es ging eigentlich gar nicht um einen Umzug aufs Land, sondern um eine gescheiterte Beziehung und den Versuch, das auf dem Land gekaufte Anwesen zu verkaufen - und dann doch wieder nicht und mittels eines neuen Lovers möglichst rasch über den Nochehemann hinwegzukommen.
Die im Klappentext erwähnte Übelkeit und der Alois und das alles kommen dann auch erst irgendwie ganz kurz auf den letzten Seiten des Buches vor und irgendwie war das Rumgeheule dann doch nicht ganz so interessant, und was anfangs noch recht ungewohnt war, nämlich der Schreibstil, das ging mir dann zunehmend immer mehr auf dem Wecker, denn der Schreibstil ist eben genau so wie ich hier auch die Rezi schreibe, einfach wie ein Gedanke, der so an den anderen gekleistert wird und das ist dann doch irgendwie mit der Zeit sehr mühsam zu lesen.
Einige gute Ideen gibt es und es hätte auch wirklich eine tolle Geschichte werden können, aber leider reicht ein ungewöhnlicher Schreibstil und eine dann doch recht unspektatuläre Geschichte nicht aus, um mehr Sterne als eine Durchschnittswertung zu vergeben und es tut mir ja auch leid, weil auch der Buchtitel so originell war, aber was soll ich sagen, ich kann einfach nicht anders. - Raymond Khoury
Dogma
(68)Aktuelle Rezension von: GiseReilly und Tess sind erneut dem Rätsel der Templer auf den Spuren und geraten dabei auch diesmal in größte Gefahr. „Dogma“ knüpft an die Geschichte in „Scriptum“ an und schickt seine zwei Protagonisten in ein weiteres nervenzerfetzendes Abenteuer. Der Plot ist dabei geschickt auf zwei Zeitebenen angelegt: So wie Tess und Reilly den Templern auf die Spur kommen, lüftet sich auch die Geschichte um den Tempelritter Conrad und seine Begleiter.
Mit seinen 556 Seiten ist das Buch ein ganz schöner Wälzer. Ich habe ziemlich mitgefiebert bei der Jagd auf den Gegenspieler der beiden, allerdings hätte man die Geschichte auch gut straffen können, manche Wendung war mir einfach zu viel. Mit meinem vierjährigen Knirps hatte ich immer wieder Diskussionen darum, ob und warum er etwas machen soll, und wir drehten manche Ehrenrunde, bis endlich was passierte – das kann ich in einem Schmöker nicht auch noch gebrauchen… Was mir auch nicht so besonders gefiel, ist der Action-Schwerpunkt in diesem Buch, ich hätte mir mehr historischen Hintergrund erwartet. Aber das ist reine Geschmackssache, und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Obwohl das Buch die Fortsetzung von „Scriptum“ ist, kann man es auch gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Wem diese Action-Geschichts-Thriller jedoch gefallen, wird sicher mit Freuden beide Bände lesen wollen. - J.R.Ward
Fallen Angels - Der Dämon
(146)Aktuelle Rezension von: Bücherfuchs_ZeilenmagieDer Kampf zwischen Gut und Böse geht in diesem Band in die zweite Runde. Sieben Seelen, sieben Runden.
Obwohl Jim dazu auserwählt wurde, diese Seelen zu beeinflussen, haben auch die Dämonen jemanden ins Rennen geschickt. Sie spielt auf der anderen Seite und soll die Seelen in die Hölle führen.
In der zweiten Runde trifft Jim dabei auf ein ehemaliges Mitglied der geheimen Militärorganisation, der ziemlich in der Scheiße steckt und sich den Kopf von seiner Pflichtverteidigerin verdrehen lässt.
Diese scheint von dem Fall gradezu besessen und bewegt sich dabei auf dünnem Eis.
In Band zwei der Reihe wird viel mehr geboten als in Band eins. Aber ich erwarte auch, dass jede Seele ihr eigenes Buch bekommt.
Die beiden Protagonisten sind wie Wasser und Feuer, zwei Extreme, die sich anziehen. Es ist einfach nur lesenswert neben den vielen anderen Strängen der Geschichte.
Vor allem Jim Heron rückt nicht weniger in den Fokus. Vor allem, weil die Dämonin alles andere als fair spielt und Jim an die Regeln gebunden ist.
Der zweite Teil ist eine gelungene Fortsetzung zum ersten Teil und verspricht weitere, packende Bände.
- Brendon Burchard
Das Ticket zum Glück : Roman.
(2)Aktuelle Rezension von: SusiBartmannEines meiner absoluten Lieblingsbücher - auf Englisch gelesen.
- Anita Shreve
Die Frau des Piloten
(77)Aktuelle Rezension von: sanrafaelSehr einfühlsamer Roman, aufwühlend, verzweifelnd und am Ende alles infragestellend. Nach dem Flugzeugabsturz ihres Mannes ist nichts mehr wie es einmal war.
Toll geschrieben... aber ein etwas zu konstruiertes Ende - Matthias Jung
Meine erste Ampel
(6)Aktuelle Rezension von: RubiaEin witzig, charmanter Stadtführer. Bei Matthias Jung können die Leser erfahren, wie es den Leuten vom Land ergeht. Der Hüffelsheimer bringt viele Gags in seinem Buch und es ist sehr kurzweilig zu lesen. Hat mir super gefallen.























