Bücher mit dem Tag "2020"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2020" gekennzeichnet haben.

446 Bücher

  1. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783150207680)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

    (4.074)
    Aktuelle Rezension von: Anirah

    Jane Austens Stolz und Vorurteil ist weit mehr als nur ein klassischer Liebesroman; es ist eine brillante Gesellschaftssatire, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.

    Was mir besonders gefallen hat:

    • Humor und Ironie: Austens Schreibstil ist ein Genuss. Ihr trockener Humor und die feine Ironie, mit der sie die steifen Konventionen ihrer Zeit aufs Korn nimmt, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Besonders die Dialoge sind messerscharf und intelligent konstruiert.

    • Farbenfrohe Charaktere: Die Figuren sind das Herzstück des Buches. Sie fühlen sich trotz des historischen Settings erstaunlich realitätsnah an. Von der schlagfertigen Elizabeth Bennet über den (zunächst) unterkühlten Mr. Darcy bis hin zur herrlich anstrengenden Mrs. Bennet – Austen zeichnet ihre Charaktere mit so viel Tiefe und Menschlichkeit, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.

    • Hilfreicher Kontext: Ein großes Lob verdient auch die Aufbereitung dieser Ausgabe. Den Anhang und die Schlussbemerkungen fand ich extrem hilfreich. Sie werfen ein Licht auf die historischen Hintergründe und gesellschaftlichen Feinheiten, die einem modernen Leser sonst vielleicht entgehen würden, und runden das Leseerlebnis perfekt ab.

    Fazit: Ein absolutes Muss für jeden, der kluge Unterhaltung, starke Frauenfiguren und eine ordentliche Portion Wortwitz liebt. Dieses Buch beweist, dass Klassiker alles andere als staubig sein müssen!

  2. Cover des Buches Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel (ISBN: 9783551321053)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel

    (6.143)
    Aktuelle Rezension von: asome

    Obsidian – Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout ist der erste Band einer fünfteiligen Reihe, die in den letzten Jahren irgendwie an mir vorbeigegangen ist. Immer wieder habe ich das Buch in Buchhandlungen gesehen oder etwas darüber gelesen, es aber nie wirklich auf dem Schirm gehabt.

    Mit Mitte 40 gehöre ich nicht mehr ganz zur eigentlichen Zielgruppe, daher fiel mir der Einstieg zunächst etwas schwer. Der Beginn erinnert stark an einen typischen Teenagerroman – Umzug, Herzschmerz und Highschooldrama inklusive. Doch etwa ab der Mitte nimmt die Geschichte spürbar Fahrt auf, und die Welt der Lux erweist sich als erfrischend anders.

    Die Handlung wird zunehmend spannender, und die Hintergründe um die Lux sowie ihre Präsenz auf der Erde werden nach und nach aufgedeckt. Obsidian – Schattendunkel ist sicher kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer Zeitvertreib, der Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.

  3. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

    (14.334)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    ... eine chaotische Kombination, mit der sich die 16-jährige Gwendolyn plötzlich auseinandersetzen muss. Denn sie ist die Letzte im Kreis von 12 Zeitreisenden, mit denen sich eine Londoner Geheimloge befasst. Genau diese ultrageheime Geheimloge macht Gwendolyn nun das Leben schwer. Da hilft es auch nicht, dass sie einen Zeitreisebegleiter hat - der sieht nämlich unverschämt gut aus und bringt Gwen fast die ganze Zeit auf die Palme.

    Schon seit Jahren ist die Edelsteintrilogie eine meiner liebsten Reihen. 

    Denn es steht fest:

    1. Man lacht, fühlt und fiebert mit.

    2. Die Zeit vergeht wie im Flug und

    3. Man merkt überhaupt nicht, dass man liest.

    Sympathische, liebenswürdige Charaktere mit Macken zum Gernhaben machen es einem leicht, in dieser magischen Welt zu versinken. Dazu kommt ein humorvoller und leichter Schreibstil, der einen durch die Seiten zieht. Es wurde nie langweilig und ehe man sich versieht, ist das Buch auch schon zu Ende.

    Am besten hat man dann sofort den zweiten Teil parat, denn den Cliffhanger kann man so einfach nicht stehen lassen. Spannend, humorvoll und voller Gefühl.

    Außerdem: Parallelen zur Verfilmung findet man auf jeden Fall, wenn auch nicht zu 100%.

  4. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783548375892)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

    (871)
    Aktuelle Rezension von: BuecherWurm24-7

    Ein lehrreiches und gleichzeitig angenehm leichtes Sachbuch über DAS Organ, das viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und für unseren Körper, als auch unser Immunsystem eine bedeutende Rolle spielt.

    Mit humorvollen und einfachen Erläuterungen erklärt Giulia Enders alles über Verdauung, das Immunsystem und was der  Darm damit zu tun hat.

      Ihre humorvolle und schwungvolle Erzählweise gekoppelt mit schonungsloser Direktheit macht das Erforschen unseres Körperinneren zu einem besonderen und aufschlussreichen Leseerlebnis.


    Mir war der wissenschaftliche Teil über manche Darmbewohner die Krankheiten verursachen können, zu ausufernd und lange. Auch genaueste Erklärung zu manchen Studien waren für mich nicht zwingend notwendig.

    Ich fand es wichtig, das Zusammenspiel der einzelnen Verdauungsabschnitte zu verstehen und was unserer Darmflora guttut, was nicht und weshalb.


    Fazit:

    Ein leichtes und unterhaltsames Sachbuch über ein besonders wichtiges Organ, auf das wir unbedingt unseren Fokus legen sollten.


  5. Cover des Buches Erebos (Limited Edition) (ISBN: 9783743205314)
    Ursula Poznanski

    Erebos (Limited Edition)

    (3.808)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Da von dieser Reihe bald der 3. Band erscheinen sollte, wollte ich sie noch einmal in „Vorbereitung“ lesen. Das letzte mal liegt auch schon etliche Jahre zurück und ich war gespannt, wie sich mein Blick auf das Buch verändert hat.

    Insgesamt fand ich es noch immer klasse! 

    Das Vermischen des realen Lebens mit der Spielwelt aus Erebos war genial umgesetzt. Und als die Aufträge des Spiels in die reale Welt gewechselt haben, bin ich wieder völlig in den Bann des Buches (oder des Spiels) geraten und habe mitgefiebert und gerätselt - obwohl ich das Ende ja eigentlich schon kannte! 

    Was mir dieses mal allerdings unangenehm aufgefallen ist, war die Art, wie der Protagonist teilweise über Mitschüler gesprochen hat. Es passte zwar irgendwie zu seiner Art und meiner Vorstellung, wie Jungs in dem Alter miteinander und anderen umgehen, aber es hat mich trotzdem gestört. Denn es klang für mich nach Mobbing. Das hatte für mich einen faden Beigeschmack.

    Trotzdem hat mir das Buch noch immer sehr gut gefallen und ich kann es unabhängig vom Alter der Lesenden empfehlen. Wer Games mag, kommt hier noch einmal mehr auf seine Kosten, doch auch so ist die Geschichte fantastisch.

  6. Cover des Buches Eragon - Der Auftrag des Ältesten (ISBN: 9783734162145)
    Christopher Paolini

    Eragon - Der Auftrag des Ältesten

    (2.965)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Es ist der zweite Teil. 

    Die Reise geht weiter. Neue Charaktere. Neue Aufgaben. Neue Verbündete und Feinde. 

    Eragon wird wieder viel lernen und ab seine Grenzen kommen. 

    Und auch Saphira entwickelt sich weiter. 

    Es ist denn Autor sehr gut gelungen alles visuell und super zu schreiben. 

    Ich liebe das Buch. 

  7. Cover des Buches Emma (ISBN: 9783150207673)
    Jane Austen

    Emma

    (1.027)
    Aktuelle Rezension von: Jordanbaker

    Jane Austens Emma ist ein Roman voller Eleganz, feinem Witz und psychologischem Gespür. Ich gebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten hat, ich aber nicht durchgehend begeistert war.

    Im Mittelpunkt steht Emma Woodhouse – jung, wohlhabend und überzeugt, eine begnadete Heiratsvermittlerin zu sein. Was sie dabei übersieht, sind ihre eigenen Gefühle und die der Menschen um sie herum. Austen zeichnet Emma mit viel Ironie, aber auch Sympathie: Sie ist weder perfekt noch böse, sondern einfach menschlich in ihrer Selbstüberschätzung. Die Entwicklung dieser Figur ist großartig beobachtet und macht den Reiz des Buches aus.

    Der Schreibstil ist – wie bei Austen gewohnt – brillant: die Dialoge sprühen vor feiner Gesellschaftskritik, die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet, und die romantischen Verwicklungen sind mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert.

    Den einen Stern ziehe ich ab, weil die Handlung in der Mitte etwas zu sehr tritt und einige Nebenstränge für meinen Geschmack zu ausführlich geraten. Auch Emma selbst war mir stellenweise etwas zu sehr in ihrer privilegierten Welt gefangen, sodass mir die kritische Distanz fehlte.

    Dennoch: Ein wunderbarer Klassiker für alle, die intelligente Unterhaltung mit Tiefgang schätzen – und sich nicht scheuen, sich auf eine etwas langsamere Erzählweise einzulassen.


  8. Cover des Buches Animant Crumbs Staubchronik (ISBN: 9783959913935)
    Lin Rina

    Animant Crumbs Staubchronik

    (1.202)
    Aktuelle Rezension von: Shontelle_Books

    Bälle, Männer und Verlobungen – das sollte eigentlich im Kopf einer jungen 17-jährigen Dame aus dem Jahr 1890 in England herumschwirren. Doch bei Animant sind es Bücher, Bücher und noch mehr Bücher! (Wer kennt es nicht🫢) 


    Bälle sind nur gezwungenes Begleit, um die Güte ihrer Mutter nicht überzustrapazieren.

    Doch dann soll Animant nach London zu ihrem Onkel ziehen: Animant wittert Freiheit! Doch sie landet als Assistenz sie bei einem grimmigen jungen Bibliothekar ... der sie scheinbar so gar nicht leiden kann.

    Staubchronik ist seit 2018 mein Wohlfühlbuch – mein Zuhause, wenn ich mich in der Buchwelt verloren fühle. Mein Weg führt mich jedes Jahr mindestens einmal zurück zu dieser Geschichte. Eine Geschichte der selbstbewussten Animant und ihrer Ansicht der Welt in einem Zeitalter, welches … nun, wie soll ich sagen, doch gern gegen die Frauen gestimmt war.

    Lin Rinas Schreibstil ist so wohlig warm wie ein heißer Tee bei Regen. Diese Geschichte umhüllt mich jedes Mal, als würde ich sie das erste Mal lesen. Eine ruhige, cozy Liebesgeschichte, ungezwungen, gefühlvoll und verspielt. Die Geschichte kann man ohne Probleme mühelos weglesen, der Schreibstil ist bildhaft und charmant. Zurück bleibt: die kribbelnde Wärme der Worte und der Gefühle. 

    Lin hat hier ein Herzstück für mein Bücherregal gezaubert.

    Die Charaktere sind allesamt fantastisch – von der Protagonistin hin zu diversen kleinen Nebencharakteren, die ebenfalls so lebhaft sind, dass sie keine Statisten darstellen.

    Animant ist eine junge, freche Dame, welche so gar nicht in das damalige Zeitalter hineinpasst. Genau das macht sie so charmant und sehr humorvoll. Ihre Einstellung und ihr Hitzkopf sind großartig geschrieben, man kann sich in ihre Situationen des Erwachsenwerdens sehr einfühlen, und sie ist sehr nahbar. Ich wäre genauso 1890! 

    Mr. Reed ist genau nach meinem Geschmack – ein kalkühner, bissig dreinschauender, schöner Mann, der anfangs sehr einfach und naja … reserviert dargestellt wird. Mit der Zeit erweichen seine Gesichtszüge und seine Art (für Animant), und dennoch bleibt er genau so kühl wie am Anfang. Diese Balance ist unfassbar geschrieben, und ich habe das selten so gut dosiert gelesen. Er ist er, und niemand kann ihn ändern: Nur für manche lässt er sein Herz spielen, ein bisschen!

    Mein Herz hat ebenfalls Miss Hamilton erobert – sie ist einfach … unverbesserlich und unfassbar genial! Mein kleiner weiblicher Crush!

    Die Geschichte ist manchmal ein kleines Auf und Ab und so gefühlvoll geschrieben! Sucht ihr ein cozy Reading ohne Zwang und ohne großes Denken, aber mit viel Herz? Dann seid ihr genau richtig!

  9. Cover des Buches Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter. (ISBN: 9783570167113)
    Christopher Paolini

    Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter.

    (3.065)
    Aktuelle Rezension von: hackenoh

    Der erste Band der Reihe hat für mich etwas ganz Besonderes. Christopher Paolini erschafft eine klassische Fantasywelt mit Drachen, Magie und einer großen Prophezeiung, schafft es aber gleichzeitig, der Geschichte eine eigene Atmosphäre zu geben. Gerade die Beziehung zwischen Eragon und Saphira trägt den Roman und macht viele Szenen sehr emotional.

    Natürlich merkt man stellenweise, dass der Autor beim Schreiben noch sehr jung war. Einige Motive erinnern stark an bekannte Fantasyklassiker. Trotzdem funktioniert die Geschichte erstaunlich gut, weil sie mit viel Begeisterung und Liebe zum Detail erzählt wird.

    Für mich ist „Eragon“ ein würdiger Einstieg in eine der bekanntesten Fantasyreihen der letzten Jahrzehnte und ein Buch, das viele Leser überhaupt erst für epische Fantasy begeistert hat.

  10. Cover des Buches Selection (ISBN: 9783733510220)
    Kiera Cass

    Selection

    (5.400)
    Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads

    35 Mädchen kämpfen um das Herz von Prinz Maxon und die Krone. America, ein Mädchen aus der Unterschicht hat eigentlich nur vor das gute Essen zu genießen und will den Prinzen zunächst ignorieren. Zwischen Konkurrenzkampf, luxuriösem Palastleben und gefährlichen Rebellenangriffen, die tödlich enden können gerät sie jedoch zunehmend in ein Gefühlschaos, denn was wenn Maxon gar nicht so langweilig ist wie gedacht und wäre da nicht auch noch ihre Jugendliebe Aspen, den sie immernoch nicht vergessen kann…

    Ehrlich ich hab geweint, hatte Herzklopfen, hab mitgezittert und ganz viel gelacht und vor Freude gequietscht. 

    Ich hab die Bücher schon mehrmals gelesen und die Geschichte um America, Maxon und Aspen hat mich jedes mal wieder komplett mitgenommen.

    Für immer eine meiner liebsten Reihen und absolut empfehlenswert!

  11. Cover des Buches Der Heimweg (ISBN: 9783426519462)
    Sebastian Fitzek

    Der Heimweg

    (1.304)
    Aktuelle Rezension von: Jojo4102

    Das war endlich Mal wieder ein Fitzek, der zu den genialen seiner Sorte gehört.

    Es kann potentiell triggernd sein, da Perversion und Gewalt, sowie Suizid in diesem Buch Hauptthemen sind. Und gerade Gewalt in der Ehe ist ein Thema, das ich für viele Romane dieser Art eine spannende Grundlage bildet. 

    Dennoch bitte vorsichtig mit sich umgehen, wenn beim Lesen bemerkt wird, dass man gerade getriggert wird.

    Die Charaktere waren super interessant, auch wenn ich mit Klara als Protagonistin nicht ganz sympathisiert habe. Auch wenn sie in einer Ausnahmesituation gehandelt hat, muss ich doch sagen, dass sie teilweise so unverständlich gehandelt hat. 

    Jules war ein wirklich spannender Charakter, der eine sehr starke Entwicklung hingelegt hat im Verlaufe des Buches und man kann ihn, meiner Meinung nach, bis zum Ende nachvollziehen. Außerdem finde ich, dass er sich ziemlich von anderen Protagonisten aus anderen Büchern positiv abhebt (ist im Bezug auf das Helfersyndrom nicht so nervig, sondern einfach sehr interessiert). Gerade gegen Ende finde ich seine Reflexion und seine Ansicht über die Problematik, die in der Geschichte aufgegriffen wird, und sich selbst nicht nur sehr interessant, sondern zum Teil auch humorvoll. Ich konnte nicht anders, als ihn am Ende sympathisch zu finden. 

    Bei den Antagonisten hat sich Fitzek selbst übertroffen, weil ich jedes Mal denke, er könnte sich nichts Krasseres ausdenken und jedes Mal schockieren die Figuren den Leser aufs Neue. Abgesehen von den Plottwists, die mich ein ums andere Mal aufstehen lassen haben, um mir an den Kopf zu fassen und zu verdauen, was ich da gerade gelesen habe, hat die Abartigkeit und Perversion der Antagonisten genau das Gleiche bewirkt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und musste wissen wie es weitergeht, aber gleichzeitig konnte ich nicht fassen was zum Teil passiert ist. 

    Die Plottwists haben mich ganz zerstört und obwohl ich immernoch nicht weiß, ob ich es gut oder schlecht fand, dass mich das Buch zwischen ca. Seite 320 ~ Ende hinterfragen lassen hat, ob ich Seiten übersprungen habe, weil ich gar nichts mehr verstanden habe, hat das Buch genau die Reaktionen bei mir hervorgerufen, die ich mir gehofft habe. Und zwar schockiert und ungläubig durchs Zimmer laufen und realisieren was passiert ist. Die Plottwists waren also ziemlich hart, Danke dafür.

    Die Geschichte hatte durchgehend einen extrem hohen Spannungsbogen. Er hat sich sofort aufgebaut und sich ab da konstant gehalten, also quasi die Definition eines Page Turners. Allerdings gab es ein paar kleine Logistikfehler, bei denen bis zum Ende nicht klargeworden geworden ist, was genau in der Zeit passiert ist. Zum Beispiel wann Jules mit dem Taxi gefahren ist (wer das Buch gelesen hat weiß was ich meine, ich versuche nicht zu spoilern) oder dass im Vergleich zum Ende die Gespräche zwischen Jules und seinem Vater nicht mehr wirklich viel Sinn ergeben. Das ist aber interessanterweise eines der Bücher, bei denen der Rest des Buches so gut ist, dass diese Fehler das Buch nicht schlechter machen.


    Also alles in allem hat es mich zumindest temporär aus einer Leseflaute geholt und damit würde ich das Buch allen Leseflautegeplagten, Psychothriller habern, Feministinnen und Menschen, denen das Thema nahegeht, empfehlen.

  12. Cover des Buches Eragon - Die Weisheit des Feuers (ISBN: 9783734162169)
    Christopher Paolini

    Eragon - Die Weisheit des Feuers

    (2.243)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Auch in diesem Teil ist es gelungen wieder alles visuell zu schreiben und zu beschreiben. 

    Ich las den Teil sehr gerne. 

    Die Charaktere wurden weiter ausgebaut und neue kommen dazu. 

    Eragon lernt sehr viel und auch schnell dazu. 

    Ich kann jeden nur empfehlen dieses Buch zu lesen. 

    Ich bin damit groß geworden und es hat mich auch sehr geprägt. 

  13. Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick (ISBN: 9783499275388)
    Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

    (1.246)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Kleine Stadt, große Gefühle                
    Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt … 


    Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.

  14. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

    (4.592)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Nach dem ganzen Hype um das Buch erwartete ich einen Knaller,das Ergebnis ist aber einem lauen Lüftchen gleichzustellen. Ca. ab der Mitte des Buches war für mich klar wer der Täter ist. Habe das Buch trotzdem fertig gelesen und gebe jetzt dem weiterführendem Exemplar eine Chance. Empfehlen kann ich es nicht.

  15. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

    (1.221)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt von Aufstieg, Sehnsucht und einer Gesellschaft, die stark von äußeren Bildern geprägt ist. Im Mittelpunkt steht Gatsby und die Frage, was hinter seinem Lebensstil wirklich steckt. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick elegant und leicht, hat aber deutlich mehr Tiefe.


    Der Einstieg ist sprachlich besonders. Der Stil ist ruhig, teilweise distanziert und trotzdem sehr bildhaft. Ich brauchte etwas Zeit, um in den Rhythmus zu finden, aber danach entfaltet die Geschichte eine klare Wirkung.


    Die Figuren bleiben in gewisser Weise auf Abstand, was gut zur Grundstimmung passt. Gerade diese Distanz macht aber auch deutlich, wie wenig echte Nähe in dieser Welt existiert. Das hat für mich gut funktioniert, auch wenn ich emotional nicht immer komplett drin war.


    Am stärksten ist der Roman in seiner Atmosphäre. Er zeigt eine Welt voller Illusionen und unerfüllter Wünsche, ohne das ständig zu erklären. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, trotzdem bleibt die Gesamtwirkung sehr stimmig.


    Insgesamt ein sehr gelungener Klassiker, der mich vor allem durch seine Stimmung und Sprache überzeugt hat. Ich habe ihn gerne gelesen und viele Szenen bleiben im Kopf, auch wenn er mich nicht durchgehend gleich stark emotional erreicht hat.


  16. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783036959542)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

    (3.304)
    Aktuelle Rezension von: AndreasW

    Ich habe Per Anhalter durch die Galaxis gelesen, weil ich mal etwas anderes als klassische Fantasy wollte – und genau das bekommt man hier auch.

    Die Geschichte startet direkt ziemlich absurd:
    Die Erde wird zerstört, und der Protagonist stolpert mehr oder weniger zufällig in ein intergalaktisches Abenteuer.

    Und genau das beschreibt das Buch eigentlich am besten:
    👉 ein chaotisches, völlig unvorhersehbares Abenteuer durch das Universum.

    Humor & Stil

    Der Humor ist das zentrale Element.

    Er ist:

    • trocken
    • absurd
    • teilweise komplett sinnlos – aber genau das macht ihn aus

    Man merkt schnell, dass das Buch sich selbst und das gesamte Genre nicht wirklich ernst nimmt.

    Handlung

    Die Handlung ist eher locker aufgebaut.

    Es gibt kein klares „Ziel“ wie in vielen anderen Geschichten.
    Stattdessen reiht sich ein verrücktes Ereignis an das nächste.

    Das muss man mögen.

    Wenn man eine klare Story erwartet, wird man hier eher nicht fündig.
    Wenn man sich aber darauf einlässt, macht genau das den Reiz aus.

    Charaktere

    Die Figuren sind bewusst überzeichnet und teilweise komplett absurd.

    Gerade dadurch bleiben sie im Kopf.

    Sie funktionieren weniger über Tiefe, sondern über ihre Eigenheiten und den Humor, den sie mitbringen.

    Stärken & Schwächen

    + sehr eigener, einzigartiger Humor
    + kreative und verrückte Ideen
    + leicht zu lesen

    – kaum klassische Handlung
    – nicht jeder kommt mit dem Humor klar

    Fazit

    Per Anhalter durch die Galaxis ist kein klassischer Roman.

    👉 Es ist eher ein humorvolles, chaotisches Gedankenexperiment im Gewand einer Geschichte.

    Wer auf trockenen, absurden Humor steht, wird hier viel Spaß haben.
    Wer eine klare, strukturierte Handlung sucht, eher weniger.

  17. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

    (1.417)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Stengl

    Flugangst hatte ich nie. Deshalb war Flugangst 7A für mich erst mal einfach nur ein Titel. Ein Thriller eben. 

    Ich habe das Buch vor Kurzem zu Hause gelesen – ganz unspektakulär, auf dem Sofa. Und dann passierte das, was bei guten Thrillern passiert: Der „Nur noch eine Seite-Sog“ ergriff von mir Besitz.

    Man klappt das Buch zu – und öffnet es sofort wieder. Nur noch ein Kapitel. Nur noch diese eine Auflösung.

    Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren nicht die Turbulenzen in der Luft, sondern die psychologischen Abgründe der Akteure. Und diese perfide Konstruktion der Geschichte, bei der man irgendwann merkt: Hier wird mit einer Ur-Angst gespielt. Mit Moral. Mit Schuld. Mit Manipulation.

    Und plötzlich sitzt man da – völlig sicher auf dem eigenen Sofa – und fühlt sich trotzdem innerlich unter Druck gesetzt.

    Ein Moment hat mich dabei besonders beschäftigt: Ich habe mich angesichts des Motivs des Entführers ertappt gefühlt. Und mich mich gefragt, ob dieses Buch manche Menschen dazu bringt, ihr eigenes Verhalten in diesem Punkt zu überdenken.

    Und genau das ist es, was für mich einen starken Psychothriller ausmacht: Nicht nur Spannung beim Lesen, sondern der bleibende Eindruck.

    Warum ich dir das erzähle?

    Weil Flugangst 7A für mich wieder einmal gezeigt hat: Manchmal ist Angst ein hervorragender Geschichtenerzähler. Sie zwingt uns, hinzusehen. Sie legt offen, wie gering manchmal unser Einfluss ist und wie leicht wir in Extremsituationen in innere Konflikte geraten können.

    Wenn du Thriller liebst, psychologische Abgründe spannend findest und Geschichten schätzt, die mehr sind als bloße Action, dann ist dieses Buch definitiv etwas für dich.

  18. Cover des Buches Illuminae (ISBN: 9783423761833)
    Amie Kaufman

    Illuminae

    (575)
    Aktuelle Rezension von: LeseEule28

    Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.

    Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.

    Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!

    Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.

  19. Cover des Buches Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551320407)
    Marissa Meyer

    Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern

    (1.733)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt: 

    In Wie Monde so silbern verbindet Marissa Meyer das Märchen von Cinderella mit einer düsteren, futuristischen Welt. Die Geschichte spielt in einer Gesellschaft, in der Technik, Androiden und Cyborgs zum Alltag gehören, Diskriminierung jedoch ebenso präsent ist. Im Mittelpunkt steht Cinder, eine talentierte Mechanikerin und Cyborg, die bei ihrer Stiefmutter lebt und von der Gesellschaft nicht als vollwertiger Mensch anerkannt wird. Als sie auf Prinz Kai trifft, gerät sie ungewollt in politische Spannungen, eine tödliche Krankheit und die Bedrohung durch das geheimnisvolle Mondvolk. Schritt für Schritt wird klar, dass Cinders Rolle in all dem weit größer ist, als sie selbst ahnt.

    Eigene Meinung:

    Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend und wird auf eine fantastische, atmosphärische Weise erzählt. Die Märchennacherzählung ist deutlich düsterer und geheimnisvoller, als man es vielleicht erwartet, und genau das hat mich sofort gepackt. Bekannte Motive sind klar erkennbar, werden aber so modern interpretiert, dass sie frisch und eigenständig wirken.

    Besonders überzeugt haben mich die Figuren. Cinder ist eine starke, aber zugleich verletzliche Protagonistin, die mit gesellschaftlicher Ablehnung, inneren Konflikten und großen Erwartungen konfrontiert wird. Prinz Kai war mir ebenfalls sehr sympathisch. Er steht unter enormem Druck und versucht dennoch, menschlich zu bleiben und verantwortungsvoll zu handeln. Beide kämpfen ihre eigenen Kämpfe und wirken dadurch sehr glaubwürdig.

    Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch gesellschaftliche und ethische Fragen auf, ohne belehrend zu wirken. Der flüssige Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Fazit:

    Wie Monde so silbern ist ein starker Reihenauftakt, der weit mehr bietet als eine einfache Märchennacherzählung. Die gelungene Mischung aus Science Fiction, düsterer Stimmung und sympathischen Figuren macht das Buch zu einem echten Pageturner. Als Auftakt weckt es große Lust auf die weiteren Bände. Für mich ein absolutes Jahreshighlight zum Jahresende und verdiente 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5) (ISBN: 9783551320322)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)

    (350)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Ich war ehrlich gesagt skeptisch. Noch einmal dieselbe Geschichte? Nur aus Edwards Sicht? Ich dachte wirklich, das braucht doch kein Mensch mehr.


    Aber überraschenderweise fand ich es richtig cool.


    Die Perspektive von Edward macht alles deutlich intensiver. Seine Gedanken, seine Selbstzweifel, dieser permanente innere Kampf – das gibt der Geschichte eine ganz andere Tiefe. Viel düsterer, viel dramatischer, aber auch emotionaler. Manche Szenen haben mich dadurch tatsächlich stärker berührt als im Original.


    Trotzdem muss ich sagen: Das Tempo war mir teilweise zu langsam. Edwards endlose Gedankengänge ziehen die Geschichte schon in die Länge. Und ich war ehrlich schockiert, als ich gemerkt habe, dass es wirklich nur der erste Band ist – ich dachte zwischendurch ernsthaft, es wären mehrere Teile zusammengefasst.


    Die Cullens bekommen etwas mehr Raum, aber nicht so extrem, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Dafür fand ich Edwards Analysen und seine Sicht auf Bella wirklich interessant – auch wenn es manchmal fast ein bisschen zu viel war.


    Braucht die Reihe dieses Buch?

    Eigentlich nicht.

    Hat es mir trotzdem gefallen?

    Ja.


    Das Ende hat mich – obwohl ich es natürlich kannte – noch einmal emotional abgeholt. Und es hat mir sogar Lust gemacht, wieder mehr aus der Twilight-Welt zu lesen.


  21. Cover des Buches Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye (ISBN: 9783637002388)
    J. D. Salinger

    Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye

    (1.567)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Sie hatte eine angenehme Stimme. Vor allem für Telefongespräche geeignet. Sie hätte immer ein gottverdammtes Telefon mit sich herumtragen sollen."

    Seit ich auf Amazon.de Rezensionen schreibe, habe ich mich immer bemüht alle Kritikpunkte und Ansätze zu einem Buch in meine Besprechungen mit einfließen zu lassen. Nicht um mich lieb Kind zu machen, sondern weil die Summe aller Meinungen der Spiegel eines jeden Buches ist, ob sie nun zutreffen oder nicht.

    Bei jedem Buch, das der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger geschrieben hat (es sind genau 4), fällt mir diese Taktik jedoch sehr schwer. Ich liebe seine Bücher und doch möchte ich nicht ausschließen, dass sie für manche eine eher unbeeindruckende Erfahrung darstellen können, auch wenn ich jedem ans Herz legen möchte, sie zu lesen. Mich haben diese Bücher verändert. Ich kann sie immer wieder lesen, ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert und gepackt, gehe immer wieder durch diese Prosa, die ganz ohne Manierismen und fast ohne Sorgfalt auskommt, mit einem Gefühl, als wäre alles, was dort geschrieben steht, ein Geschehen irgendwo zwischen Leben und Kunst, eine nahe und doch zugleich sehr literarische Erfahrung. Auf der Höhe der Literatur und doch in vielen Untiefen.

    Der Fänger im Roggen ist nun ein ganz besonderes Werk und ich weiß nicht, ob ich es hinkriege, darüber etwas Gescheites zu schreiben. Ich bin mal wieder, nach der 4ten Lektüre, überrascht, wie schnell dieser Roman doch vorbeigeht und wie viel (in den Zwischenräumen) und zugleich wenig (an der Oberfläche) darin passiert. Doch am meisten hat mich wieder einmal die unglaubliche Nähe, die Aufrichtigkeit und Authentizität, die Empathie und der plötzliche Witz dieses Buches begeistert. Ich frage mich wie immer: Wer traut sich wirklich, so ein Buch zu schreiben, wie "Catcher in the rye" eines ist? So wahr und doch (oder deswegen) so gegen den Strom.
    Eine Bekannte, der ich das Buch zu Lesen gab, meinte Holden wäre ein Außenseiter, ein Verrückter gar, ein Nihilist, ein Abgedrehter. Ich bin nicht der Ansicht. Ich glaube Holden geht einfach an der Welt kaputt (und ist nebenbei sehr viel gesünder als die meisten von uns). Aber er geht eben nicht spektakulär kaputt. Überhaupt ist nichts in diesem Buch spektakulär, äußerlich. Es ist alles ganz einfach - und doch so kompliziert. Und Salinger schafft es, dies auf den Punkt zu bringen - er hat ein wundervolles Buch darüber geschrieben, mit einer der besten, in seinen Empfindungen wirklich nachzuempfindenden Figur, die je auf den Leser losgelassen wurde. Wer glaubt, dass Kunst nicht das Leben abbilden könne, weil sie idealisiert, trickst, glättet, der sollte den Fänger im Roggen lesen.

    "Aber wenn man am Leben bleiben will, muss man eben dieses Zeug mitmachen."

    Ein Buch das sagt: Take it or leave it und das doch im Geheimen weiß: So einfach ist es nicht. Viele Leute sehen in Holden gerne einen klassischen Antihelden (aber Held und Antiheld sind Konstruktionen der Kunst und damit wird man Holden nicht gerecht) oder einen sehr sprunghaften, sonderbaren Kerl. Aber werden wir nicht alle von denselben Dingen wie er umgetrieben? Spontane Abneigung, Verlorenheit, Daseinsjammer und oft dieses Gefühl der Oberflächlichkeit, als hätte man sich in einer Welt der Schemata und Konventionen verlaufen, aus denen stets nur das immer gleiche, beschränkte erwächst – wo man selbst doch nur ein bisschen etwas Wahres haben will? Salinger hat sich getraut diese Emotionen und Ideen am Beispiel eines Heranwachsenden wunderbar zu durchleuchten, das ganze Problem, mit der Welt klarzukommen, mit den Menschen, die alle so verschieden sind und die doch alle in einer Gleichung zusammenkommen sollen, die man Zusammenleben nennt.

    Und doch ist Der Fänger im Roggen kein Manifest, keine psychologische Studie und Holden ist kein Ankläger, keine Thomas Bernhard Figur, keiner, der es sich in seiner Opposition leicht macht. Nein, auch er sucht nur seinen Platz in dem Ganzen und hält sich selbst für reichlich schwierig. Dabei zeigt sich gerade an seinem Beispiel, wie schwierig es ist, man selbst zu sein, wenn dieses selbst sich fast nirgendwo mit der Umwelt deckt und sich nicht in eine maßgeschneiderte Existenz begeben will.
    Dies alles und noch mehr, verteilt und oft unscheinbar, steckt in diesem Buch.

    Mancher mag meinen, es sei ein bloßer Kniff aus Stilmitteln und Vulgärsprache, wie Salinger Holden reden lässt und das sei das ganze Revolutionäre an diesem Buch. Weit gefehlt - weiter geht kaum mehr. Wer den Fänger im Roggen auf diese Dinge festmacht, wird ein großartiges Buch versäumen. Denn all diese sprachlichen Kleinigkeiten - wenn man genau hinhört, nachfühlt, sind es Signale der Seele, wie auch wir selbst sie für einen Moment oft spüren. Dinge, die einen umhauen. Die einen wütend machen. Die einen abrutschen lassen in eine plötzlich Melancholie oder Abgewandtheit. Die einen euphorisch machen oder einen irgendwie seltsam beruhigen oder gar glücklich machen. Dinge, die uns eben umtreiben, weil wir in einer Welt leben, die ständig mit uns kommuniziert und unser Selbst auch ausmacht. All das hat Salinger seiner Figur eingegeben und wenn man dies beim Lesen bedenkt, ist es wahrlich umwerfend, das er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. Vor allem, dass er es geschrieben hat, ohne es zu kommentieren, ohne in irgendeiner Weise in Rhetorik oder Abhandlung oder Essayistik zu verfallen.

    Bei allem was ich sage, möchte ich dennoch nicht verhehlen, dass dieses Buch kein Wegweiser ist oder eine wirkliche Philosophie vertritt. Holden ist nicht Salinger und selbst wenn, dann ist Holden kein Prophet. Er ist ein Mensch, ein Teenager, wie tausend andere und er spricht mit der Stimme eines solchen und nur damit. Und das, diese einfache Tatsache, macht dieses Buch letztlich (und allein schon) so lesenswert. Nichts türmt sich darüber auf, keine unterschwellige philosophische Strömung hat dieses Werk aufgeschüttet. Es ist ein Werk, das einfach erzählen will, wie das so ist, das Problem mit dem Leben, mit der Schule, mit den Mädchen, mit der Freude, mit der Liebe, mit der Angst, mit dem Glück. Man kann Salinger nur dankbar sein, dass er es geschrieben hat. Für mich und vielleicht nur für mich, ist der Fänger im Roggen eines der schönsten und eindrucksvollsten Werke, die je zwischen zwei Buchdeckeln veröffentlicht wurden. So konzentrierte Erzählkunst und doch ist es ist kein großer, erlesener Roman - es ist viel mehr als das, viel näher am Leben. Es ist Literatur, im besten Sinne.

    Zuletzt zur Übersetzung: Übersetzungen sind immer so eine Sache. Ich glaube nicht, dass man Den Fänger im Roggen im Original lesen muss, auch wenn das wiederum eine ganz besondere Erfahrung ist. Die neue Übersetzung von Schönfeld finde ich auch okay, wobei mir die von Böll besser gefällt, wenn sie auch anfangs etwas verstellt wirkt. Aber in dieser Übersetzung habe ich mehr das Gefühl, dass das Werk wirklich in die deutsche Sprache übersetzt wurde und ihren Ansprüchen, ihrer Art gerecht wurde, während Schönfelds Übersetzung mehr ein Versuch ist, die Legerheit und Eigenheit der englischen Version auch im Deutschen erreichbar zu machen (aber es ist nun mal das Problem, dass diese Art im Englischen total gut kommt, mit ihrer Knappheit etc., aber im Deutschen etwas zu BAM-mäßig klingt). Sind eben zwei Konzepte, die man beide nicht aburteilen sollte.

  22. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis des Pan (ISBN: 9783551314932)
    Sandra Regnier

    Das geheime Vermächtnis des Pan

    (1.724)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Felicity Morgen ist nicht das was sich die Elfenwelt von ihrer Prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist nicht besonders attraktiv und etwas tollpatschig ist sie auch noch. Sie ist so ganz das Gegenteil von Lee, ihrem neuen Mitschüler. Er ist super sexy und ein richtiger Frauenschwarm. Umso verwunderlicher ist, dass er ausgerechnet ihr nicht von der Seite weicht. Doch irgendetwas ist seltsam. Er scheint ihre Gedanken lesen zu können, verschwindet einfach so wochenlang und hat etwas absolut magischen an sich. Was steckt dahinter?

    Ich muss sagen ich bin ehrlich ein wenig entsetzt…In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich darum, wie fett und hässlich Felicity denn ist und,, dass Lee eigentlich viel zu gut für sie ist. Also alles seeehr oberflächlich. Keine Ahnung wie dieses Buch je den Leserpreis gewinnen konnte. Denn gerade die Zielgruppe ab 14 Jahren sollte so etwas auf gar keinen Fall lesen müssen. Kein Wunder, dass so viele Jugendlichen sich in ihrem Körper nicht wirklich wohl fühlen. ich denke ich verstehe was die Autorin damit bezwecken wollte, nämlich dass jeder etwas aus sich machen kann. Das ging aber deutlich nach hinten los.

    Leider muss ich auch erwähnen, dass mich das Buch trotzdem irgendwie in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist auf jeden Fall mal etwas anderes und der Weltenaufbau ist etwas ganz besonderes. Ich wollte unbedingt herausfinden, was sich hinter all den Vorkommnissen verbirgt. Das spricht ja eigentlich für das Buch. Der Fantasy Teil zeigt sich leider erst so richtig nach der zweiten Hälfte. Vorher ziehen sich die Geschehnisse leider manchmal etwas. In der zweiten Hälfe geht es dann aber so richtig los.

    Ich denke eine Überarbeitung würde sicher nicht schaden. Ich hoffe wirklich darauf in Band zwei eine Verbesserung der Missstände zu sehen. Es wäre so schade um die Grundidee.

  23. Cover des Buches Mein Herz in zwei Welten (ISBN: 9783499012877)
    Jojo Moyes

    Mein Herz in zwei Welten

    (677)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks


    Nach dem Tod von Will Traynor versucht Louisa Clark ihr Leben neu zu ordnen. Sie verlässt ihre englische Heimat und zieht nach New York, um dort als persönliche Assistentin der wohlhabenden und exzentrischen Agnès Gopnik zu arbeiten. Lou lebt nun zwischen zwei Welten: dem glamourösen, schnellen Leben in Manhattan und ihrer bodenständigen Familie sowie ihrem Freund Sam in England, mit dem sie eine Fernbeziehung führt.
    In New York lernt Lou neue Menschen kennen, entdeckt ungeahnte Seiten an sich selbst und wird zunehmend selbstständiger. Gleichzeitig gerät sie in innere Konflikte: Sie muss entscheiden, wer sie sein möchte, wo sie wirklich hingehört und wie viel Mut es braucht, das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Die Erinnerung an Will und sein Vermächtnis begleiten sie dabei weiterhin und beeinflussen ihre Entscheidungen.
    .
    Der Roman handelt von Selbstfindung, Neuanfang, Liebe, Loslassen und persönlichem Wachstum. Jojo Moyes erzählt die Geschichte mit viel Gefühl, Humor und lebensnahen Figuren und zeigt, wie schwierig – aber auch befreiend – es sein kann, alte Sicherheiten hinter sich zu lassen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von den Büchern "Ein ganzes halbes Jahr" & "Ein ganz neues Leben". Fast sieben Jahre stand nun der dritte Band ungelesen in meinem Regal. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn damals nie gelesen habe, aber auch jetzt konnte er mich mehr als nur überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, Lou nochmals nach so vielen Jahren begleiten zu dürfen. Ein Roman, der sich ruhig und so schön lesen lässt. Nun weiß ich wieder, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so liebe!

  24. Cover des Buches Liebes Kind (ISBN: 9783423218368)
    Romy Hausmann

    Liebes Kind

    (1.129)
    Aktuelle Rezension von: Coco_Eberhardt

    Thematisiert wird der Vermisstenfall um Lena, die als junge Studentin vermisst gemeldet wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Dann wird Jahre später eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, die Lena sein könnte. Damit beginnt dieser spannende Thriller. Man Blick emotional in die verschiedenen Personen, die an der Sache beteiligt sind. Das Switchen zwischen den Charakteren fand ich sehr gut umgesetzt. Dabei tun sich menschliche Abgründe auf. Man fühlt richtig mit.

    Ich fand den Thriller sehr spannend. Es gab manchmal ein paar kleine nicht nachvollziehbare Sequenzen, die die Story aber nicht negativ belasten. Als nächstes werde ich erstmal wieder einen Wohlfühlroman lesen, um die düsteren Energie loszuwerden... ;-)

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