Bücher mit dem Tag "2021"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2021" gekennzeichnet haben.

284 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442756841)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

     (913)
    Aktuelle Rezension von: Dragonfly666

    Dieses Buch setzt sich mit einem sehr aktuellen und akuten Thema unserer Zeit auseinander. Das Bienensterben und vor allem: was wird die Menschheit tun, wenn es keine Bienen mehr gibt - wenn die Pflanzen nicht mehr bestäubt werden. 

    Erzählt wird in 3 verschiedenen Zeiten - von 3 verschiedene Leben, die doch am Ende in gewisser Weise miteinander zu tun haben.

    Ich hatte am Anfang etwas Mühe mit dem Buch, jedoch gegen Mitte war ich dann doch in der Story drin und fand dann schon, dass es sehr zum Nachdenken anregt. Definitiv ein ernstes Thema, was wir nicht unterschätzen sollten. Man kann der Story gut folgen, es gibt keine Plottlöcher und die Handlung und die Geschichte der einzelnen Personen klingt sinnig.

  2. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.544)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Auch der dritte Teil von der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" oder "Game of Thrones" geht genauso sagenhaft weiter wie die Teile vor ihm. Jeder Charakter bestreitet seinen Weg weiter, mehr oder weniger erfolgreich. Dabei wird keiner zu kurz behandelt. 

    Mittlerweile fiebere ich sogar richtig mit den Ereignissen mit. 

    Die Buchreihe nimmt mich gefangen in seiner Welt und lässt mich so schnell nicht wieder los. Trotz seiner länger lässt es sich insgesamt gut lesen. Manche Kapitel zehren ein wenig aber auch die gehören einfach dazu. 

    Ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht. 

  3. Cover des Buches Mein bester letzter Sommer (ISBN: 9783453270121)
    Anne Freytag

    Mein bester letzter Sommer

     (829)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Bei der Lektüre dieses berührenden Jugendbuchs (vor ein paar Jahren nominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis) habe ich Rotz und Wasser geheult. Es erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Tess und Oskar. Beide erleben die erste große Liebe. Allerdings ist Tess todkrank, hat nur noch wenige Wochen zu leben. Und das tut sie - indem sie mit Oskar einen Roadtrip durch Italien unternimmt!

    Das Buch handelt also von Liebe, Krankheit und Tod. Aber auch davon, wie alle Betroffenen (Tessa, Oskar, die Eltern und Schwester, Freunde) damit umgehen, dass Tessas Leben jeden Moment vorbei sein kann. 

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Das Buch enthält übrigens auch eine Playlist mit Songs, die Tessa und Oskar hören bzw. über die sie sprechen. Auf Spotify habe ich sie wiedergefunden und während des Lesens gehört, was sämtliche Gefühle intensiviert hat.

  4. Cover des Buches Der Heimweg (ISBN: 9783426281550)
    Sebastian Fitzek

    Der Heimweg

     (763)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Jules, Ex-Mitarbeiter der Notrufzentrale,  hat die Nachtschicht am Begleittelefon von einem Freund übernommen. In der Berliner Wohnung erreicht ihn der zufällige Anruf von Klara, die um ihr Leben fürchtet. Verfolgt von einem gewalttätigen Ehemann und einem Serienkiller flüchtet sie durch die Nacht - mit Jules am Telefon.

    Die Geschichte, die größtenteils in einer einzigen Nacht spielt,  wird abwechselnd aus der Sicht von Jules und Klara geschildert. Einschübe erzählen immer wieder Teile der Vorgeschichte, so dass sich für die Lesenden langsam ein Bild der Personen und Zusammenhänge ergibt. Die Charaktere bleiben etwas flach, allerdings stehen ausgefeilte Charaktere bei einem Thriller auch nicht an erster Stelle. So hat man die Figuren aber auch schnell wieder vergessen. Wie gewohnt hält Fitzek das hohe Erzähltempo durch kurze Kapitel und ständig neue Cliffhanger aufrecht. Dies lädt dazu ein, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen. Somit werden Fitzek-Fans voll auf ihre Kosten kommen. 

    Obwohl das Begleittelefon (eine großartige Einrichtung, siehe dazu auch die Anmerkungen des Autors) durch den Roman sicherlich an Aufmerksamkeit gewonnen hat, war mir in diesem Thriller doch zu viel Gewalt gegen Frauen enthalten; das nahm gar kein Ende. Überraschende Wendungen hielten die Spannung lange aufrecht, aber das Ende war letztlich etwas wirr für mich. Da kam es dann doch ziemlich dicke und einiges war eher unglaubwürdig. 

    Insgesamt ein typischer Fitzek-Thriller, der die eingefleischten Fans begeistern wird. Ich habe das Buch rasch gelesen, aber für mich war "Der Heimweg" leider kein herausragendes Leseerlebnis, daher vergebe ich dreieinhalb Sterne.



  5. Cover des Buches Burning Bridges (ISBN: 9783426524572)
    Tami Fischer

    Burning Bridges

     (727)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    Ella trifft per zu Fall auf den geheimnissen Ches und das nicht nur einmal. Sie helfen sich immer wieder auf und sie kommt seinem Geheimnis immer näher, denn er lebt im Untergrund, um sich vor seiner Vergangenheit zu schützen.

    Ella war finde ich eine sehr schöne Protagonisten. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und sie erschien mir "echt". Ches hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er wurde mal nicht nur als Bad Boy gehandelt, sondern steckte wirklich in schlimmen Sachen drinnen. Auch die ganzen Nebencharakter haben mir total gut gefallen. Sie waren alle wirklich individuell und hatten ihren eigenen Charakter. Ich freue mich schon auf ihre Geschichten.

    Tami Fischers Schreibstil war angenehm zu lesen und flüssig. Im vergleich zu A Whisper auf Stars (das Buch von ihr ist eines meiner Jahreshighlights) hat er sich jedoch noch um einiges verbessert. Auch wenn ich gar nicht richtig sagen kann worin. Dort war er einfach noch flüssiger.

    Das Konzept ist ziemlich klassisch für einen New Adult Romance Roman. Studentin (good girl) trifft auf bad Boy und sie verleiben sich, aber die Details machen es besonders. Es werden immer wieder wichtige Themen angetastet, so kommt Ella aus einer toxischen Beziehung und eine ihrer Freundinnen leidet manchmal noch unter Depressionen. Vor allem aber sind die Charaktere viel tiefer als sie klingen. Und die Stimmung war einfach so zum wohlfühlen.

    Mit Spannung konnte Burning Bridges nicht unbedingt punkten, aber das musste es auch nicht. Die wundervolle Stimmung und die Charaktere haben das Wettgemacht. Ches Geheimnisse war meiner Meinung nach absolut nicht vorhersehbar. Und Ellas und Ches Handlungen waren eigentlich immer nachvollziehbar und /oder realistisch.

    Insgesamt hat es mir ziemlich gut gefallen und wirklich etwas auszusetzen habe ich nicht. Dennoch hat für mich persönlich noch so der letzte Funke für die 5 Sterne gefehlt. Vielleicht auch weil es nicht absolut meine Richtung im New Adult Bereich ist. Ich habe es hauptsächlich für die Folge Bände gelesen. Dafür hat es mir noch total gut gefallen und meine Vorfreude auf die nächsten Teile nur noch mehr gesteigert.

  6. Cover des Buches Die Mitternachtsbibliothek (ISBN: 9783426282564)
    Matt Haig

    Die Mitternachtsbibliothek

     (565)
    Aktuelle Rezension von: buecher_und_schokolade

    Die Mitternachtsbibliothek betritt man aus Noras Sicht, die aus der Erzählerperspektive begleitet wird. Die Grundidee an sich fand ich dabei faszinierend, denn sie findet sich zwischen unendlich vielen Büchern wieder, die jeweils eine Variante ihres Lebens darstellen, während sie selbst zwischen Leben und Tod steckt. Ich denke aber, bei diesem Buch kommt es stark darauf an, mit welcher Erwartungshaltung man an die Geschichte herangeht. Ansätze zum Weiterdenken, Weiterphilosophieren sind da, aber es handelt sich eher nicht um ein lebensveränderndes Buch. Zumindest nicht für mich. Dafür ist es aber auf der anderen Seite überhaupt nicht so schwer zu lesen, wie ich anfänglich dachte, sondern war für mich sehr flüssig und ohne Stolpersteine. Ich wollte immer wieder gerne wissen, in welche Richtung, in welches Leben es Nora als Nächstes verschlägt, auch, wenn mir die Grundessenz ab etwa Zweidritteln klar war. Gestört hat mich in der Übersetzung das kleine Wörtchen "wo", das leider auch in der Bedeutung "als, da, ..." eingesetzt wurde und damit einen starken Charakter der Umgangssprache im Fließtext hinterlassen hat. Als Fazit würde ich sagen, ein schönes, unterhaltsames Buch für alle, die einmal in die Richtung philosophisch angehauchter Geschichten lesen möchten, ohne davon erschlagen zu werden. 😉

  7. Cover des Buches Show me the Stars (ISBN: 9783499275999)
    Kira Mohn

    Show me the Stars

     (660)
    Aktuelle Rezension von: bookspirit

    Um die Leuchtturmtrilogie kommt man nur schwer herum und ich bin froh, sie jetzt auch endlich angefangen zu haben. Das Cover ist ja schon einmal ein absoluter Traum. Außerdem liebe ich es, wenn der Titel des Buches sich auf den Inhalt bezieht, was hier der Fall ist. ♥

    Mit der Protagonistin Liv musste ich erst eine Weile warm werden. Anfangs kam mir ihr Verhalten oft sehr kindlich vor und auch zwischendurch hätte ich manchmal am Liebsten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, aber sie hat eine positive Entwicklung durchgemacht.
    Kjer hat mir als Charakter wirklich gut gefallen - geheimnisvoll, verschlossen, gutaussehend. Allerdings habe ich für meinen Geschmack zu wenig von ihm erfahren. Bis zum Ende des Buches hin gibt er sehr wenig preis und ich hätte ein paar mehr Informationen gebraucht, um Livs Schwärmerei nachzuvollziehen. Trotz allem ein toller Charakter.

     
    Die Handlung fand ich interessant und schön zu lesen. Lediglich das Ende hat mich etwas irritiert, weil alles sehr schnell ging. Nach meinem Gefühl hätten 50 Seiten mehr dem Buch gut getan, um einen nachvollziehbaren Abschluss zu schaffen.
    Das Setting! Oh mein Gott, dieses Setting. Ich möchte jetzt sofort nach Caorach in Matthew einziehen! Ich habe das Setting so sehr geliebt. Gerade jetzt, wenn so langsam der Herbst einkehrt, finde ich dieses Buch so perfekt! ♥️

    Alles in allem war Show Me The Stars ein wirklich gelungener Reihenauftakt mit einigen kleinen Schwächen. Ich gebe daher 4,5/5 Sternen. 

  8. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.513)
    Aktuelle Rezension von: lara_celina

    „Eine kurze Bemerkung am Rande: Ihr werdet sterben.“

     

    Einen besonders außergewöhnlichen Erzähler schaffte Markus Zusak in seinem 2005 erschienenen Roman Die Bücherdiebin (Orig.: The Book Thief). Niemand geringeres erzählt die Geschichte als der Tod selbst.

     

    Der Tod ist hierbei nicht der unheilvolle Sensenmann, den man sonst kennt, sondern ein äußerst sympathischer und mitfühlender Erzähler. Er erzählt die Geschichte der namensgebenden Bücherdiebin, Liesel Meminger, während des Zweiten Weltkriegs. Seine Geschichte beginnt damit, wie Liesel ihr erstes Buch stiehlt, denn der Tod ist anwesend, da es während der Beerdigung ihres Bruders passiert. Von da an erzählt er ihre Geschichte, über ihr Leben bei ihrer Pflegefamilie in der Himmelstraße in Molching und vor allem davon, wie sie zur Bücherdiebin wird und sich ihren Titel verdient.

     

    Das Buch ist ein Meisterwerk, vom Anfang bis zum Ende, und nicht umsonst ist es ein Bestseller geworden. Selten habe ich einen Roman so schnell durchgelesen und selten hat mich eine Geschichte so sehr berührt wie die von Liesel.

     

    Das Setting während des Zweiten Weltkriegs macht die ganze Geschichte unterschwellig sehr bedrückend, selbst die schönen Momente werden oftmals schnell wieder getrübt und das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. So freundlich wie der Tod in Zusaks Roman auch ist, seine Arbeit ist dennoch die allseits bekannte.

     

    Ich bin der Meinung, jeder sollte Die Bücherdiebin mindestens ein Mal gelesen haben. Zusak stellt die Zeit während des Zweiten Weltkriegs gut dar und schafft eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Die 2013 erschienene Verfilmung kommt nicht annähernd an die Buchvorlage heran und ich würde letztere wirklich jedem ans Herz legen. Es ist kein Buch, welches man nebenbei lesen kann, man sollte sich Zeit nehmen, sich ihm wirklich hinzugeben. Aber wenn man das tut, dann denke ich, entwickelt man genauso eine Schwäche für die Bücherdiebin, wie der Tod es tat.

     

    „Eine letzte Bemerkung eures Erzählers: Ich bin von Menschen verfolgt.“

  9. Cover des Buches Vicious Love (ISBN: 9783736306868)
    L. J. Shen

    Vicious Love

     (539)
    Aktuelle Rezension von: Cece13

    Bücher aus der Sinners of Saint Reihe sind keine Wohlfühlbücher. Sie sind ernst und tiefgründig. Es werden wichtige Themen behandelt. Es geht darum, wie eine zu privilegierte Umgebung toxisch sein kann. Und darum wie die Liebe Menschen verändern kann, wenn sie anfangen auch an andere zu denken. 

    Vicious ist gemein zu jedem. Aber unter seiner harten Schale steckt ein weicher Kern - vor allem, wenn es um Emilia geht. 

    Emilia ist eine einzigartige Persönlichkeit, die einfach nicht zu der Elite um sie herum passt. Und sie erreicht etwas in Vicious von dem alle dachten es sei nicht da. 

    Außerdem gibt es neben ernsten Themen auch die ganz großen Gefühle voller Emotionen und mitreißender Leidenschaft. Und der Stil von L. J. Shen ist fantastisch. 

  10. Cover des Buches When We Dream (ISBN: 9783736313040)
    Anne Pätzold

    When We Dream

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Vikiheartsjay

    ~Achtung Spoiler ~

    Dieses Buch ist ein absolutes Highlight für mich. Die Charaktere waren mir sofort sympathisch und ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.  Wenn ich es doch mal aus der Hand legen müsste, hat es sich angefühlt wie nach Hause kommen, als ich es weiter gelesen habe. Jae-yong ist so ein toller Charakter und ich hab mich nach dem ersten Kapitel, wo er vorgekommen ist, in ihn verliebt. Ella ist eine fantastische Protagonistin, die so sympathisch rüberkommt, dass man sie einfach mögen muss. Nicht zu vergessen das auch ihre Schwestern und Min-ho einfach super Charaktere sind. Die Beziehung zwischen Ella und Jae-yong ist so zuckersüß, dass ich dahin schmelzen könnte. 

    Ein wirklich gelungenes Buch, wovon ich mir definitiv den zweiten Band besorgen werde, um herauszufinden wie es weiter geht. 


  11. Cover des Buches Hard Land (ISBN: 9783257071481)
    Benedict Wells

    Hard Land

     (334)
    Aktuelle Rezension von: mixtapemaedchen

    Die Geschichte dieses Romans spielt 1985 ,die Zeit meiner Jugend und handelt vom Erwachsen werden.
    Jedoch hält Benedict Wells etwas Distanz zu unserer Jugend in dem er die Geschichte in die USA verlegt in eine Kleinstadt in Missouri aus der man gleichzeitig so schnell wie möglich weg will, aber die gleichzeitig eine Gemütlichkeit ausstrahlt.
    Als Frau mochte ich die Jungssicht des ersten Verliebtseins sehr , ich konnte es damals natürlicherweise nur erahnen wie sie es erlebten .
    Benedict Wells fing an zu lesen und sich für Bücher zu interessieren, um mit Mädchen ins Gespräch zu kommen, das nur eine Bemerkung am Rande, aber wie ich finde zum Thema passend.
    Nett fand ich die Idee des Titel gebenden, in der Stadt berühmten Gedichtsband " Hard Land" , dessen versteckte Pointe/Geheimnis nur wenige lösen konnten. Und dass Wells den Gedichtsband als zentrales Thema verwendet und mit dem Roman verbindet.
    B. Wells wundervoller Schreibstil ist geprägt von John Irving und einiges erinnerte mich hier auch sofort an ihn..
    Er erzählt in einfühlsamer Weise wie schwierig und auf einmal anders die Jugendzeit ist. Sam die Hauptperson beschreibt dieses Erwachen als Sehen mit neuen Augen , er nicht mehr Blind ist. Und für ihn ist es noch schwieriger da seine Mutter an Krebs erkrankt ist.

    " Kind sein ist wie einen Ball hoch werfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunter fällt"

  12. Cover des Buches A Court of Thorns and Roses (ISBN: 9781408857861)
    Sarah J. Maas

    A Court of Thorns and Roses

     (324)
    Aktuelle Rezension von: jessewa

    Die Story an sich war super spannend, aber es gab einige Dinge, die anders hätten thematisiert werden sollen. 

  13. Cover des Buches Mortal Engines - Krieg der Städte (ISBN: 9783596702121)
    Philip Reeve

    Mortal Engines - Krieg der Städte

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    "Krieg der Städte" ist der Auftakt zur Mortal Engines Reihe von Philip Reeve, welche auch bereits verfilmt wurde. Ich hatte mir vorgenommen, das Buch vor dem Film zu schauen und bin mit einiger Erwartungshaltung rangegangen.
    Was mir wirklich gut gefallen hat war die Idee hinter der Geschichte und die Anlegung der Charaktere. Auch die Konflikte waren schnell klar und waren interessant und die Schreibe des Autors hat ein schnelles Eintauchen in die Handlung ermöglicht. Was mir jedoch nicht gut gefallen hat waren die Charakterentwicklung - allen voran bei Valentine - und dass die Charaktere und die Hintergründe irgendwie oberflächlich bleiben. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und mehr innere Konflikte. Das ist auch der Grund, warum ich die Reihe nicht weiterlesen werde, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass das etwas sein wird, was sich im Laufe der Reihe ändern wird.

  14. Cover des Buches Madly (ISBN: 9783736312975)
    Ava Reed

    Madly

     (348)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    In »Truly« wird die Beziehung zwischen June und Mason ja schon angeteasert. Schon da, habe ich mich wahnsinnig auf »Madly« gefreut, weil ihre Wortgefechte einfach so amüsant und spritzig waren und ich wurde keinesfalls enttäuscht.


    June hat ein Geheimnis. Eines, das sie mit aller Macht bewahren will. Deshalb hält sie jeden Mann, der an mehr als einem One-Night-Stand interessiert ist, auf Abstand. Beziehungen machen verwundbar, genauso wie die Liebe. Doch June hat nicht mit Mason gerechnet. Er ist witzig, reich und absolut planlos, was seine Zukunft angeht - aber vor allem kann er nicht genug von der temperamentvollen Studentin bekommen. Mason will weitaus mehr als nur eine Nacht mit ihr. Und June fragt sich das erste Mal, was passieren würde, wenn sie ihre Mauern einreißt ...


    Nach außen hin ist June eine selbstbewusste junge Frau. Sie ist mutig und nicht auf den Mund gefallen und weiß, was sie will. Innerlich sieht es ganz anders aus. Innerlich ist sie unsicher und überhaupt nicht mutig. Deswegen versteckt sie sich hinter ihrer Schlagfertigkeit. In Wahrheit hasst sie ihr Aussehen, woran nicht zuletzt ihre Mutter schuld ist. Ich habe June geliebt. Sie war witzig, loyal ihren Freunden gegenüber und durch ihre Selbstzweifel unglaublich nahbar.


    Auch der immer anzugtragende Mason hat mein Herz im Sturm erobert. Eigentlich hat er das schon in Band 1. Ich liebe die erste Begegnung zwischen den beiden, als June ihm eine Ananasscheibe in die Hemdtasche steckt und er das einfach super gelassen hinnimmt. Beide sind wie für einander gemacht, weil June temperamentvoll und Mason ehrgeizig ist und mit ihrem Temperament umzugehen weiß. Zumindest was June anbelangt ist er ehrgeizig. Was seine Zukunft betrifft, weiß er nicht so recht, wie die aussehen soll. Er besitzt zwar einen eigenen, gut laufenden Club, aber sein Vater erwartet, dass er mehr aus seinem Leben macht.


    Ich konnte gar nicht genug von den Szenen bekommen, in denen Mason und June aufeinandertreffen und habe bei jeder einzelnen gehofft, das June Mason endlich ihr Geheimnis offenbart oder er es herausfindet. Es war süße Folter so lange warten zu müssen. Aber es hat sich gelohnt. Es war toll mitzuverfolgen, wie June mit sich selbst ringt, versucht sich zu akzeptieren und doch wieder scheitert. Ava Reed hat das so authentisch und nahbar dargestellt, dass das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen war, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit zum Lesen hatte. Es vermittelt eine wirklich wichtige Message über Selbstakzeptanz, die man auf alles anwenden kann – egal, was man an sich selbst nicht mag. Und dann Mason, wie er June umworben und nicht aufgegeben hat, obwohl sie ihn wieder und wieder und wieder zurückgewiesen hat, weil sie glaubt, dass er die wahre June niemals mögen könnte.


    Zusammen mit Avas immer noch unglaublichem Schreibstil ein wundervolles Buch, mit dem man sich einfach auf die Couch kuscheln und die Welt vergessen kann.


    Fazit

    June und Mason aus »Madly« sind zwei Charaktere und zusammen ein Team, das man nicht verpassen sollte … nicht verpassen darf. Das Buch sprüht vor Charm, Witz, schlagfertigen Dialogen, vielschichtigen Charakteren, großen Gefühlen und wichtigen Messages. Definitiv eine Geschichte, die man nicht verpassen sollte. Jetzt freue ich mich wahnsinnig doll auf den letzten Band der In-Love-Reihe mit zwei Charakteren, die man noch fast gar nicht kennt – Zoe und Dylan.

  15. Cover des Buches After passion (ISBN: 9783453504066)
    Anna Todd

    After passion

     (4.665)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Reread

    Ich weiß noch nicht genau wie ich meine Gedanken zu diesem Buch ausdrücken soll.. ich möchte definitiv reflektieren, wie sich mein Denken seit der ersten Lektüre der Geschichte verändert hat.. ich habe mich definitiv weiterentwickelt und das macht mich froh.
    Ein Guilty Pleasure wird diese Geschichte wohl trotzdem irgendwie bleiben aber eben nur vor dem Hintergrund, dass ungefähr alles an dieser "Liebesgeschichte" so falsch ist, wie es nur falsch sein kann..

  16. Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)
    Ragnar Jónasson

    DUNKEL

     (326)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Ich konnte mich zwar gut in Hulda hineinversetzen, in ihre Probleme und Ängste, aber der Mordfall, den sie noch schnell vor der Pensionierung lösen will, wird langweilig und ohne Spannung vorgetragen. Die Enthüllungen über ihren Mann und ihre Tochter sind schockierend, passen aber überhaupt nicht zur Geschichte, und auch wenn ich es spannend fand, sozusagen das Ende vor dem Anfang zu lesen (in diesem ersten von drei Bänden werden kurz zwei Fälle angesprochen, die Hulda in der Vergangenheit gelöst hat und um die es wohl in den Nachfolgerbänden geht), fehlte mir einfach die Spannung und das Tempo, um noch mehr von Jonasson zu lesen.

  17. Cover des Buches Torn - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit (ISBN: 9783453319783)
    Jennifer L. Armentrout

    Torn - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit

     (284)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Ich fand die Seitenhiebe auf  Disney und die Schleichwerbung für Amazon sehr amüsant. Der Charakter Tink hätte ein eigenes Buch verdient. Dadurch wird das Buch bzw. die Geschichte auch nie fad.

  18. Cover des Buches Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (ISBN: 9783596705818)
    V. E. Schwab

    Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

     (205)
    Aktuelle Rezension von: lara2609

    Das unsichtbare Leben der Addie LaRue enthält eine wunderschöne und zugleich dramatische Geschichte, die sich mit sehr vielen Facetten des menschlichen Lebens sowie mit menschlichen Wünschen und Notwendigkeiten auseinander setzt. Das Ende fand ich persönlich unglaublich berührend und emotional. Einziger Kritikpunkt ist, dass einige Kapitel zwischendurch etwas langatmig waren.

    Toller Bonus: Es lassen sich sehr viele wunderbare Zitate und Textpassagen zum markieren finden.

  19. Cover des Buches Bad At Love (ISBN: 9783736312999)
    Morgane Moncomble

    Bad At Love

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Schon beim Lesen der “Anmerkung der Autorin“ war ich gefasst auf ein Buch, das sehr viele Emotionen in mir auslösen würde. Ich gebe zu, dass ich auch ein wenig Schiss vor dem hatte, was mich erwarten würde. Dieses Buch ist eine wahre Gefühlsachterbahn. Man lacht, man weint, man ärgert sich, man empfindet tiefstes Mitgefühl. Was Azalées geschieht und was sie daraufhin über sich ergehen lassen muss, ist kaum auszuhalten. Ihre Stärke ist ihr Talent, sich nicht anmerken zu lassen, wie kaputt sie ist. Sie ist witzig, schlagfertig, sarkastisch und manchmal auch ein bisschen gemein, aber damit schützt sie nur sich selbst. Sie ist eine zutiefst traurige und unsichere Figur, die gelernt hat, eine Maske zu tragen, um zu überleben. Morgane Moncomble hat einen äußerst facetten- reichen und authentischen Charakter geschaffen, der mich sehr bewegt hat. Sie setzt sich sehr stark mit den Themen Feminismus, Rolle der Frau und Emanzipation auseinander, was mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat. Eden, Azalées nahezu unwiderstehlicher Nachbar, ist ein Lichtblick, hat aber auch eigene Kämpfe, die eine Beziehung nicht leicht machen. Trotz vieler schwerer Themen ist es ein wunderschönes und unterhalt- endes Buch, das Mut macht, überwältigend wirkt und Tiefe, Wahrheit und Liebe in sich vereint. Es ist definitiv das beste Buch, dass ich bisher von der Autorin gelesen habe.

  20. Cover des Buches Der große Sommer (ISBN: 9783832181536)
    Ewald Arenz

    Der große Sommer

     (210)
    Aktuelle Rezension von: bluesjj
    Ich bin ehrlich, ich habe von dem Buch etwas anderes erwartet. Und dennoch: So wie es ist, ist es perfekt. Dieser wundervolle Coming-of-age-Roman hat mir ein paar großartige Lesestunden bereitet, mich eine kleine Zeitreise machen lassen zurück in die 80er-Jahre und mich hineintauchen lassen in eine Geschichte voller warmherziger Charaktere (sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere), kleiner und großer Lebensweisheiten, jugendlichem Leichtsinn, großem Gefühlschaos und dem unstillbaren Durst nach Leben und Freiheit. Der Autor nimmt uns mit in einen Sommer, der geprägt ist von Freundschaft, Spaß, Liebe, Trauer, Familie, Zusammenhalt, Sorgen, Vertrauen und vielen Momenten, nach denen nichts mehr ist wie zuvor. Am Ende des Sommers haben alle einen großen Schritt Richtung Erwachsensein. Ein Buch zum Abtauchen. Soooo schön.


  21. Cover des Buches Night of Crowns, Band 2: Kämpf um dein Herz (ISBN: 9783473585694)
    Stella Tack

    Night of Crowns, Band 2: Kämpf um dein Herz

     (203)
    Aktuelle Rezension von: rita_andotherstories

    Nach Band 1 musste ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht. Und die Autorin hat mich auch nicht enttäuscht. Ich fand das Buch spannend, war gespannt auf die Auflösung, und musste so richtig mit Alice mitfiebern.

    Und ich war verwirrt. Was war ich verwirrt. Besonders am Anfang. Hola die Waldfee. Das hat echt eine Zeit gedauert, bis ich mal herausgefunden habe, was real, was der Fluch, was Einbildung und Wunschdenken ist.

    Ich konnte es kaum erwarten, dass Alic endlich aufwacht und mal realisiert, was hier so abgeht. Und so kam es auch wieder, dass das Audiobook hermusste, damit ich hier einfach schneller voran kam ;)

    Auch Teil 2 bietet wieder alles: Spannung, Abenteuer und eine gute Portion Romantik. Am meisten fand ich die Auflösungen gelungen, welche nach und nach ans Licht kamen. Der Fluch, der Kater, die Träume, es ist alles miteinander verwoben - one way or the other.

    Und Grace einfach mittendrin in ihrem Gefühlschaos.

    Das Ende war für mich passend und die Geschichte hat einen tollen Abschluss gefunden.

  22. Cover des Buches Der Buchspazierer (ISBN: 9783866124776)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Buchspazierer

     (176)
    Aktuelle Rezension von: xshirleyx

    "Der Buchspazierer" von Carsten Henn ist ein Buch, das jeder Bücherliebhaber lesen sollte. Es erzählt auf liebevolle Art und Weise eine berührende Geschichte, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

    Das Cover ist meiner Meinung nach mit seiner Schlichtheit ein wahrer Hingucker! Es passt großartig zur Geschichte und ist einprägsam. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge und ist klangvoll. Der Schreibstil von Carsten Henn hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich mochte seine Wortwahl sehr. Ebenso der Hörbuchsprecher hat grandios zu diesem Werk gepasst. Dieser hat den Buchhändler Carl toll verkörpert.

    Die Charaktere besitzen trotz weniger Seiten relativ viel Komplexität und Tiefe. Ich konnte mich in alle Charaktere gut hineinversetzen, obwohl sie so unterschiedlich waren. Besonders Carl ist ein großartig dargestellter Charakter mit viel Gefühl, aber auch Schmerz. Seine Trauer wurde wiederum durch die Fröhlichkeit und Lebendigkeit des jungen Mädchens ausgeglichen. Alle Charaktere habe ich schnell in mein Herz geschlossen.

    Die Handlung ist einfach gehalten und nicht unbedingt spannend. Dennoch wollte ich immer mehr über das Leben des Buchhändlers erfahren und finde den Hintergedanken der Geschichte toll. Nämlich, dass es für jeden Menschen das perfekte Buch gibt. Ich finde es schön, wie stark die Charaktere sich in diesem Buch unterstützt haben und welche Werte an den Leser vermittelt wurden. Obwohl das Buch nur wenige Seiten hat, ist es sehr aussagekräftig und interessant. 

    Ich mochte es über den Alltag von Carl zu lesen und finde die sanften Messages an den Leser ganz besonders schön. Ich denke, dass jeder Mensch beim Lesen von "Der Buchspazierer" merken wird, wie viel Herzblut der Autor in das Buch gesteckt hat. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich es an jeden weiterempfehle und nicht zum letzten Mal gelesen bzw. gehört habe.

  23. Cover des Buches The Passengers (ISBN: 9783453320727)
    John Marrs

    The Passengers

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: England in naher Zukunft: Die Autos der Klasse 5 fahren völlig selbstständig und bringen ihre Passagiere dorthin, wohin der Fahrer sie programmiert hat. Das hat natürlich den Vorteil, dass man die Fahrtzeit gut für andere Dinge nutzen kann. Nur, wie sicher sind die Computersysteme, die in den Fahrzeugen verbaut sind? Diese Erfahrung machen acht Menschen, als plötzlich eine Computerstimme sagt, dass sie nicht mehr die Kontrolle über die Fahrzeuge haben. Und das dicke Ende: nur einer wird diese Irrfahrt überleben. Wer das ist, darüber entscheidet eine Kommission und das Internet, denn die Zuschauer sollen abstimmen, wer es verdient hat, weiterzuleben…

    Meine Meinung: Diese Geschichte hat mich des Öfteren erschauern lassen! Denn was ist das bitteschön für eine Horrorvorstellung? Du sitzt nichtsahnend in deinem Auto und hast ein Ziel und plötzlich sagt dir jemand, dass dir nur noch gute zwei Stunden bleiben, bis du stirbst…

    Die Regierung hat eine Unfallkommission ins Leben gerufen, der verschiedene Leute angehören und die darüber zu entscheiden hat, ob die selbstfahrenden Autos eine Mitschuld an Verkehrsunfällen tragen. Jede Woche sitzt auch ein Bürger in der Kommission. In dieser Woche ist dies Libby Dixon. Zu Beginn noch etwas eingeschüchtert vom Minister Jack Larsson, wächst sie aber in dieser Geschichte über sich hinaus. Ihren Charakter fand ich sehr interessant. Witzig war die Situation, dass sie seit einem halben Jahr nach einem Mann sucht, den sie in einem Club kennengelernt hat, aber nicht einmal den Namen weiß. Und plötzlich sieht sie über die Monitore genau dieses Gesicht vor sich!

    Aber auch die Passagiere lernen wir in einzelnen Kapiteln besser kennen. So hat jeder dieser Passagiere etwas zu verbergen und das kommt dann ans Licht und wirft so natürlich ein schlechteres Bild auf die jeweilige Person. Aber wer kann darüber entscheiden, ob ein Ehemann, der noch eine zweite Familie hat, oder eine Schauspielerin, die jahrelangen Kindesmissbrauch ihres Ehemannes gedeckt hat, sterben soll? Interessant zu sehen, wie der öffentliche Mob reagiert und wie schnell die Menschen hier umschalten.

    Die Kapitel sind gut strukturiert und auch durch die kleinen Nachrichteneinspieler wird das Buch aufgelockert. Der Schreibstil ist ähnlich wie im Vorgängerbuch „The One“ und hat mir sehr gut gefallen. Spannend wird das Buch durch die Tatsache, dass man nicht weiß, wer das Ganze überleben wird! Vom Ende war ich wirklich überrascht, auch wenn es vielleicht etwas überzogen wirkt. Manchmal war mir auch zu viel Technikinhalt, aber ansonsten wurde ich sehr gut unterhalten!

    Mein Fazit: Es macht einfach Spaß, John Marrs zu lesen! Er hat außergewöhnliche Ideen und einen Schreibstil mit Wiedererkennungswert! Auch wenn ich den Vorgänger noch besser fand, würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich auch schon auf weitere Werke aus John Marrs´ Feder! 

  24. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (303)
    Aktuelle Rezension von: angioletta

    Kim Jiyoung wird benachteiligt. Und das aus einem einzigen Grund: weil sie eine Frau ist. „Kim Jiyoung ist wie jede Frau“, heißt es im Klappentext. Und damit ist eigentlich schon alles verraten, um das es in diesem Buch geht.

    Kim Jiyoung ist eine fiktive Figur - Mitte 30, studiert, verheiratet, ein Kind – die ein seltsames Verhalten an den Tag legt: Sie beginnt plötzlich wie ihre Mutter oder eine Studentin zu sprechen, so als wäre sie diese und kann sich danach nicht daran erinnern. „Zuerst suchte (ihr Mann) Daehyon allein einen Psychiater auf, erzählte vom Zustand seiner Frau und fragte ihn um Rat, was zu tun sei.“ (S. 18) Schließlich geht sie selbst zum Psychiater, der sich nun ihre Lebensgeschichte erzählen lässt – Kindheit, Ausbildung, Beruf, Familiengründung - und wir Leser:innen sind dabei und hören mit.

    Diese Ausgangslage hört sich im ersten Moment noch außergewöhnlich an.
    Doch „Kim Jiyoung ist wie jede Frau“. Die südkoreanische Autorin Cho Nam-Joo hat sich sichtlich bemüht, ihrer Protagonistin ein möglichst durchschnittliches Leben anzudichten. Damit will sie erreichen, dass sich ebenso durchschnittliche Menschen in sie einfühlen können und erkennen, wie frauenfeindlich die heutige Gesellschaft immer noch ist. Dadurch, dass Kim Jiyoung’s Leben allerdings so völlig belanglos vor sich hinplätschert, muss sich auch die Leserschaft auf eine ziemlich langweilige Lektüre einstellen.

    Es ist allerdings nicht nur der ereignislose Inhalt, weswegen dieses Buch so überhaupt nicht mitreißt, sondern auch der allzu nüchterne Schreibstil. Über weite Strecken könnte es eine Reportage sein – es werden sogar Zahlen aus Studienergebnissen in den Text eingeflochten – doch dieses Konzept mit der gänzlich übergangslosen Mischung zwischen Fiktion und Realität ist in meinen Augen völlig missglückt. „Als Jiyoung 2005 ihr Studium abschloss, veröffentlichte ein Jobportal im Internet die Ergebnisse einer Untersuchung zur Frauenquote bei etwa hundert Unternehmen. Sie lag bei 29,6 Prozent.“ (S. 109)

    Wo die Beschreibungen von Kim Jiyoungs Kindheit wenigstens noch kleine Einblicke in die südkoreanische Lebenskultur liefert, reiht sich ab ihrem Studium eigentlich nur noch eine frauendiskriminierende Szene an die nächste.
    Der grundsätzliche schriftstellerische Leitsatz „show don’t tell“ blieb von der Autorin auf so schlimme Weise unbeachtet, dass es eigentlich nur noch weh tut.

    „Jiyoung wurde gelegentlich zu einer anderen Person. Manche dieser Personen lebten noch, andere waren bereits tot. Alle waren Frauen aus ihrem unmittelbaren Umfeld.“ (S. 196) So hatte ich erhofft, dass ihre sogenannte Verrücktheit am Ende des Buches noch für einen Plottwist sorgt. Doch selbst da wurde ich enttäuscht.

    Ja, ich verstehe das Anliegen dieses Buches.
    Ja, es ist ungerecht, dass gut ausgebildete Frauen keinen Job bekommen, nur weil sie Frauen sind.
    Ja, es ist haarsträubend, dass in unserer ach so fortschrittlichen Welt Frauen weniger verdienen als Männer.
    Aber: nicht in dieser Form!
    Diese in Selbstmitleid versinkende Frau hat mich überhaupt nicht angesprochen. Sie hat mich nur genervt.

    Ich war definitiv die richtige Adressatin für dieses Buch.
    Wahrscheinlich, weil ich mein eigenes Leben nicht als eine Aneinanderreihung von Benachteiligungen empfinde.
    Nein, Kim Jiyoung ist NICHT wie jede Frau - jedenfalls nicht wie ich.

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