Bücher mit dem Tag "2023"
282 Bücher
- E. L. James
Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
(10.325)Aktuelle Rezension von: SeelenfunkeIch habe das Buch nach einiger Zeit abgebrochen – nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sondern weil ich einfach keinen Zugang dazu gefunden habe.
Die Beziehung zwischen Anastasia und Mr. Grey konnte ich weder fühlen noch nachvollziehen.
Auch über die weiteren Bände habe ich nur gehört, und ich bin ehrlich froh, sie nicht weitergelesen zu haben.Für mich war es einfach nicht das richtige Buch – aber jede Geschichte verdient Respekt.
- E. L. James
Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe
(4.373)Aktuelle Rezension von: Xenia_FDas Buch ist ein würdiger zweiter Teil der Reihe.
Nachdem sich Christian und Ana am Ende des ersten Buchs getrennt haben, finden sie im zweiten Band wieder zusammen. Man erfährt nach und nach immer mehr über Christians Vergangenheit. Gemeinsam stellen sie sich den Problemen die damit einhergehen. Zudem tauchen auch neue Probleme wie Anas neuer Chef oder Kates Neugierde auf. Doch gemeinsam meistern sie jede Situation und gestehen sich ihre Liebe. Christian nimmt ein Stück weit Abschied von seinem bisherigen Leben und legt Ana seine Welt zu Füßen. Das Buch endet mit einer total romantischen Geste und einer neuen Gefahr.Es ist toll die Liebesgeschichte zwischen Ana und Christian weiter voran schreiten zu sehen. Allerdings werden die Anspielungen auf Anas innere Göttin irgendwann nervig. Zudem würde ich gerne wissen was Christian mit seiner Mutter spricht nachdem sie von Mrs. Robinson erfahren hat.
Trotzdem ist das Buch sehr mitreißend. Man versteht besser warum sich Christian so verhält und freut sich für die beiden wie sich ihre Beziehung entwickelt.
Das Buch lohnt sich für alle, die vom ersten Teil begeistert waren und wissen wollen ob und wie Christian und Ana wieder zusammen finden.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.300)Aktuelle Rezension von: Anna_Lea_ThielVergiss mein nicht ist für mich eine der besten Romantasys, die ich bisher gelesen habe. Die Mischung aus Magie, Romantik und Spannung funktioniert unglaublich gut und zieht einen richtig in die Geschichte hinein. Die Welt ist kreativ und detailreich aufgebaut, ohne dabei überfordernd zu wirken, und der Schreibstil liest sich flüssig und emotional. Besonders die Charaktere bleiben im Kopf – allen voran Professor Casian, der ganz klar mein Lieblingscharakter war. Seine Art bringt Tiefe und besondere Dynamik in die Handlung. Das Ende macht extrem neugierig, weshalb ich Teil 2 kaum erwarten kann. Insgesamt ein Buch, das begeistert und definitiv im Gedächtnis bleibt ✨
- E. L. James
Fifty Shades of Grey - Befreite Lust
(3.802)Aktuelle Rezension von: Xenia_FEine weitere spannende Reise im Leben von Ana und Christian. Nach ihrer Hochzeit geht es auf und ab. Romantische Flitterwochen, Bedrohungen durch den Exchef, Entführungen, Exgeliebte und schließlich eine Schwangerschaft. Die zwei erleben das volle Programm an emotionalen Höhen und Tiefen.
Es zeigt wir stark die Liebe zwischen den beiden ist und was sie alles meistern können. Trotzdem kommen auch die Streitgespräche nicht zu kurz. Zu viel Sonnenschein wäre schließlich unglaubwürdig.
Man fühlt mit Ana und Christian mit und würde gerne noch mehr von ihrer neuen Familiengeschichte hören.
Für alle die das Happy End der Reihe nicht verpassen wollen.
- Kiera Cass
Selection – Die Kronprinzessin
(2.235)Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage4,5 Sterne
Nachdem in den ersten drei Bänden Prinz Maxon seine Prinzessin per Casting gesucht hat steht nun Jahre später seine Tochter, Kronprinzessin Eadlyn, vor demselben Problem. Obwohl der König vor Jahren das Kastensystem abgeschafft hat, entstehen wieder Unruhen in seinem Volk und er bittet seine Tochter, das Volk mit einem Casting um den Prinzgemahl abzulenken, bis er eine Lösung gefunden hat. Eadlyn ist überhaupt nicht begeistert von der Idee, denn sie ist unabhängig und braucht keinen Mann an ihrer Seite. Doch sie bemerkt die Verzweiflung ihres Vaters und kommt ihm daher entgegen, unter der Bedingung, dass sie am Ende nicht gezwungen ist, einen der Herren zu heiraten. Somit steht ihrem Plan, alle Kandidaten zu vergraulen nichts mehr im Weg. Doch dann schleichen sich die ersten Männer in ihr Herz und sie ist überfordert. Kann sie an ihrem Plan festhalten und ist dieser überhaupt noch erstrebenswert?
Es ist ungewohnt, einige Charaktere aus den ersten drei Bänden so viele Jahre später zu erleben. Vor allem die Entwicklung von May fand ich super, sie hebt sich von den anderen Erwachsenen ab. Die Kinder, die im Palast aufgewachsen sind, wirken anfangs verzogen, eingebildet und anstrengend und ich habe die Freundschaften unter den Jüngeren, wie ich es aus den vorherigen Bänden gewohnt war, vermisst. Vor allem die Kronprinzessin war anfangs so dermaßen unsympathisch, dass ich schon Sorge hatte, dass ich mich durch eine Geschichte mit schrecklicher Protagonistin schlagen muss. Doch das hat sich Gott sei Dank im Laufe der Geschichte geändert.
Ich mag es, dass es in dieser Geschichte kein Love Triangle gibt und mehrere sympathische Herren der Prinzessin ans Herz wachsen. Außerdem gibt es im Vergleich zum Frauencasting kein Drama und unangenehme Personen werden direkt rausgeschmissen und dürfen nicht für die Unterhaltung und eine gute Quote bleiben. Das war so viel angenehmer beim Lesen und dadurch war es auch nicht langweiliger. Ich mag auch die Entwicklung der Prinzessin. Man merkt, wie sie dank des Castings und der neuen Erfahrungen dazu lernt und über sich hinauswächst, gerade emotional. Ich bin gespannt, wie es in Teil fünf weitergeht und wie Eadlyn sich entscheiden wird. Sie hat auf jeden Fall eine gute Auswahl und es wird nicht leicht werden.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
(493)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war (Vergissmeinnicht Band 2)
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kerstin Gier
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Verlag
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: No
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Spannend - Zauberhaft - Leicht zu lesen
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Während Quinn fleißig seine Fähigkeiten in Saum auf die Probe stellt, sehnt er sich insgeheim nach Matilda. Leider kann er jedoch nicht mit ihr zusammen sein, da er sie nicht in Gefahr bringen will.
Doch Mathilda wäre nicht Matilda, wenn sie nicht ihren eigenen Kopf hätte und sich kopfüber ins Abenteuer zu stürzen.
Doch ganz so einfach ist das leider nicht, denn die Gefahren sind durchaus real und lauern den beiden auf.
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es geht zurück in Matildas und Quinns Abenteuer. 🥳 Und ich fands wieder toll. Matilda und Quinn sind beide sehr coole Charaktere, die ein richtig tolles Abenteuer erleben.
Matilda und Quinn sind definitiv nicht perfekt und machen Fehler. Deshalb mag ich sie auch so gerne. 🤭
Und die Geschichte der beiden bleibt auch in Band 2 spannend. Immer neue Fakten kommen ans Licht und nach und nach kann man sich immer besser eine Meinung bilden.
Dabei bleibt das ganze sehr locker und leicht zu lesen.
Für mich definitiv schöne Lesestunden. ❤️
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Definitiv! Eine Leseempfehlung für alle Fans von Jugendbücher mit coolen Protagonisten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(742)Aktuelle Rezension von: sabrina95Die Geschichte erinnert mich stark an die Serie Pretty little liars: geheimnisvoll, spannend und voller überraschender Wendungen.
Holly Jackson schafft es meisterhaft, mich immer wieder auf falsche Fährten zu führen und die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Besonders beeindruckend ist, wie vielschichtig die Charaktere sind, niemand ist wirklich nur gut oder nur böse. Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass es oft schwer ist, Menschen zu beurteilen, wenn man ihre ganze Geschichte nicht kennt. Ein absolutes Muss für alle, die Mystery, Rätsel und clevere Ermittlungen lieben!✨🕯️
- Caroline Wahl
22 Bahnen
(1.058)Aktuelle Rezension von: koechlTilda hat ihr Leben organisiert um die trinkende Mutter zu ersetzen. Uni, sich um die kleine Schwester Ida kümmern, an der Supermarktkasse arbeiten und im Schwimmbad genau 22 Bahnen schwimmen. Dich dann kommt ihr die Aussicht einer Promotion in Berlin und Viktor dazwischen. Viktor, der wie sie immer genau 22 Bahnen schwimmt und der der Bruder eines Freundes ist.
Mich hat das Buch sehr berührt. Tilda hat es geschafft trotz ihrer alkoholabhängigen Mutter Abitur zu machen und zu studieren. Jetzt seht das Ende des Studiums bevor und das Angebot nach Berlin zu gehen, bietet einerseits ein Stück Freiheit, allerdings ist da auch Ida, die Tildas Meinung nach nicht stark genug ist, um alleine bei der unzuverlässigen Mutter zu bleiben. Ich fand es beeindruckend, wie sie sich aufmacht, ihre Schwester selbstbewusster zu machen und selbstständiger werden zu lassen.
Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, ich konnte mich gut in Tilda versetzen. Besonders gut gefallen hat mir der Spagat zwischen Verantwortungsbewusstsein und einfach mal jung und unvernünftig sein wollen. Eigentlich hat sie keine Zeit zum jung und unvernünftig sein und schon gar nicht um sich zu verlieben und trotzdem tut sie es.
Ich fand die beiden Schwestern einfach nur grandios und freue mich jetzt auf Idas weitere Geschichte im Nachfolgeband Windstärke 17. - Kiera Cass
Selection - Die Krone
(1.391)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersagePrinzessin Eadlyn sucht weiter im Casting nach ihrem zukünftigen Prinzgemahl. Aufgrund schwerwiegender Ereignisse muss sie die Entscheidung vorantreiben und den Kreis der Herren verkleinern, um all ihren Pflichten und Aufgaben gerecht zu werden. Ihre fünf Finalisten hat sie alle ins Herz geschlossen, doch wer wird der Mann an ihrer Seite und wird es einer der Herren schaffen, sich endgültig in ihr Herz zu schleichen?
Ich kann es auch bei diesem Teil wieder nur betonen, dass mir das Casting der Männer einfach so viel besser gefällt. Es ist so entspannt und freundschaftlich und Eadlyn spielt nicht wie ihr Vater vorher mehrere Personen gegeneinander aus, weil sie Gefühle für mehrere entwickelt und sich nicht entscheiden kann oder will. Sie behandelt alle, die es verdient haben, höflich und respektvoll und macht niemandem unnötig Hoffnungen. Außerdem entwickeln sich ihre Gefühle in einem langsamen, realistischen Tempo. Jeder Charakter entwickelt sich in der Geschichte weiter und lernt etwas dazu, vor allem Eadlyn selbst. Sie wird so schnell erwachsen und verantwortungsvoll und lernt, mit ihrem Erbe umzugehen und es für etwas Gutes zu nutzen.
Obwohl die Geschichte weniger Drama enthält, ist sie trotzdem spannend gestaltet und ein Pageturner mit Überraschungen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ihr Herz für meinen Favoriten schlägt und sie für alle Probleme eine clevere Lösung gefunden hat. Der poetische Epilog hat noch länger bei mir nachgewirkt. Für mich ist der letzte Band der Reihe der Beste gewesen und ich werde die Charaktere vermissen.
- Walter Moers
Die Insel der Tausend Leuchttürme
(117)Aktuelle Rezension von: JoLIn "Die Insel der tausend Leuchttürme" bekommt man Briefe von Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund Hachmed zu lesen. Dieser ist Zwecks seines Kuraufenthalts auf der Insel Eydernorn. In seinen Briefen berichtet er von seinen Kurbehandlungen aber auch von seinen Eindrücken auf der Insel.
Die Briefe sind lebendig, humorvoll und durch jede Menge Zeichnungen ergänzt. Mann kann somit prima in die Welt hineinfinden und dieses Bild kontinuierlich weiter entwickeln. Einziger Kritikpunkt ist die Handlung der Geschichte, die auf sich warten lässt. Erst im letzten Drittel des Buches kommt Wind in die Sache und das Finale der Geschichte kam mir schließlich - verglichen mit den vorangegangenen Briefen - knapp gehalten und übereilt vor.
- Heather Fawcett
Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
(188)Aktuelle Rezension von: sxnnenblxndEmily ist eine fantastische Protagonistin – brillant, eigenwillig, gnadenlos ehrlich und zugleich wunderbar Socially awkward. Bambleby ist dagegen eine verwöhnte Drama Queen, der Emily offensichtlich schätzt. Ihr Schlagabtausch trägt viel zum Charme der Geschichte bei und ist ein Highlight.
Die Welt wirkt mit ihrem winterlichen Island-Setting lebendig und atmosphärisch. Die Feen-Lore ist spannend, kreativ und voller verspielter Details. Auch die Tagebuch-Form verleiht dem Roman eine besondere Note – manchmal ein wenig blumig, aber sehr stimmig.
Die Nebenfiguren und das „Found Family“-Element sind grundsätzlich schön, aber ich konnte mich nicht so stark an die Dorfbewohner gewöhnen wie erwartet. Zudem wirkt das Tempo der Handlung stellenweise etwas holprig, bevor die letzten Kapitel dann richtig Fahrt aufnehmen.
Die Romanze ist eher ein sanftes Nebenrauschen – der Fokus liegt klar auf den Figuren, der Forschung, der Magie und den Feen-Schabernack.
Trotz kleiner Schwächen hatte das Buch viel Witz, Herz und Atmosphäre. Ich habe es gern gelesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen – nur nicht sofort.
- Penelope Douglas
Punk 57
(330)Aktuelle Rezension von: SyranaPunk 57 von Penelope Douglas war das erste Buch welches ich von dieser Autorin gelesen habe und es hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen.
Zum einen fand ich die Story wirklich gut, sie war spannend und mitreißend, auch wenn hier einiges sehr vorhersehbar war. Zum anderen fand ich die Message die uns das Buch zum Thema Mobbing mit auf den Weg gibt ziemlich wichtig...Jede einzelne Person hat Macht und kann den Unterschied ausmachen und ein echter Freund ist besser als zehn falsche.
NIcht gefallen hat mir die Beziehung zwischen Misha und Ryen...irgendwie kamen da für mich nicht wirklich die großen Gefühle rüber und die spice Szenen waren irgendwie nicht passend...was eventuell auch dem Alter der Protagonisten lag.
Der Schreibstil an sich war gut und flüssig.
- Michael Robotham
Sag, es tut dir leid
(357)Aktuelle Rezension von: Lisi_WirthZwei Freundinnen verschwinden im der kleinen Ortschaft Bingham spurlos. Piper Hadley stammt aus einer tollen Familie und Tash McBain stammt aus einer zweifelhaften Familie Was verbindet diese beiden Madchen? Das Ermittlerteam findet keine Spur der Beiden. Nach drei Jahren gelingt Tash die Flucht. Sie wird erfrohren in einem See aufgefunden - wo ist Piper? Die Suche wird erneut aufgenommen. Wird Piper lebend gefunden? Diese Buch war spannend bis zum Schluß!
- Julia Dippel
A Song to Raise a Storm: Die Sonnenfeuer-Ballade 1
(329)Aktuelle Rezension von: Silke-LuIn Sonnenfeuerballade – Band 1 landet Sintha in einem eingeschneiten Gasthof, in dem sie auf den geheimnisvollen Arezander und die gefährlichen Vakar trifft. Schon bald verstricken sich ihre Wege in ein Netz aus Macht, Leidenschaft und unausweichlichen Konflikten. Julia Dippel erschafft hier eine Welt voller Intensität, in der knisternde Spannung, dunkle Geheimnisse und Funken von Romantik untrennbar miteinander verwoben sind.
Mich hat der Auftakt der Reihe sofort begeistert. Besonders das ungewöhnliche Setting und die erfrischend direkte Sprache haben das Buch zu etwas ganz Eigenem gemacht. Die Atmosphäre im eingeschneiten Gasthaus war extrem nervenaufreibend – man konnte die Anspannung förmlich spüren. Dazu kommt eine gute Portion Spice, die perfekt zur Handlung passt und für prickelnde Lesemomente sorgt. Für mich war dieser Band spannend, intensiv und einfach mal etwas anderes. Ich freue mich schon riesig auf Band 2 und 3!
Und eins darf nicht unerwähnt bleiben: Ich liebe das kleine Irrlicht. Es ist so bezaubernd😊
- Lexi Ryan
Court of Sun 1
(388)Aktuelle Rezension von: CEMaDRoIch habe das Buch als Hörbuch gehört und muss sagen: Ich hatte eigentlich keine Erwartungen – aber wow! So ein gutes Buch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu hören, weil die Spannung durchgehend hochgehalten wurde.
Kurz zum Inhalt: In Court of Sun geht es um Brie, die alles für ihre Schwester tun würde, und plötzlich zwischen zwei mächtigen Fae-Prinzen, Finnian und Sebastian, gerät. Das Buch verbindet geschickt Action, Magie, Intrigen und Romance und erinnert dabei ein wenig an ACOTAR – zwei Fae-Prinzen, die um ein Mädchen kämpfen, und ein spannendes, magisches Setting.
Brie war mir sofort sehr sympathisch, vor allem wegen ihrer Loyalität gegenüber ihrer Schwester und weil man mitleidet, unter welchen Umständen sie aufgewachsen ist. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Love Triangles, aber dieses Trope wurde hier wirklich gut umgesetzt. Ich war von Anfang an #TeamFinn, anstatt #TeamBash – und am Ende kam der Schock! Wow, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Die Plot-Twists waren clever eingebaut und haben mich immer wieder überrascht. Alles in allem: ein spannendes, emotionales Buch mit toller Atmosphäre. Ich wünschte, ich könnte es noch einmal zum ersten Mal lesen – absolut empfehlenswert!
- Arno Strobel
Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
(414)Aktuelle Rezension von: lisak_Arno Strobel versteht es wie gewohnt, Spannung aufzubauen und den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, was das Buch insgesamt zu einer kurzweiligen Lektüre macht. Die Grundidee ist packend und sorgt gerade zu Beginn für ein hohes Maß an Nervenkitzel.
Allerdings gab es für mich zwischendurch einige Längen, die den Lesefluss etwas gebremst haben. Zudem wurde die Handlung zum Ende hin vorhersehbarer, insbesondere der Epilog hat mich nicht mehr überrascht. Trotzdem bleibt es spannend genug, um dranzubleiben.
Wer psychologische Spannung mag und sich gerne in undurchsichtige Situationen hineinziehen lässt, wird hier auf seine Kosten kommen. Trotz kleiner Schwächen ist „Der Trip“ ein empfehlenswerter Thriller für zwischendurch.
- Linda Castillo
Die Zahlen der Toten
(818)Aktuelle Rezension von: CalipaEigene Meinung
Immer auf der Suche nach neuen Thriller-Autor habe ich zum Auftakt der Kate-Burkholder-Reihe von Linda Castillo gegriffen. Und ich darf dich spoilern: Ich werde Kate Burkholder definitiv noch länger begleiten.
Obwohl mir „Ermittler-Thriller“ eigentlich selten wirklich zusagen, war ich hier schon ab der ersten Seite gefesselt. Autorin Castillo hat mit ihrer Protagonistin Kate Burkholder genau meinen Geschmack getroffen. In Die Zahlen der Toten lese ich aus verschiedenen Perspektiven. Besonders spannend finde ich den Wechsel: Aus Kates Sicht wird die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, während die anderen Figuren in der Erzählperspektive auftreten. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und schafft es, die Spannung konstant oben zu halten. Polizeiarbeit nimmt zwar einen wichtigen Platz ein, wirkt aber nie zu technisch oder überladen – Fachbegriffe werden nachvollziehbar erklärt.
Natürlich steht Kate Burkholder im Fokus. Sie ist Polizeichefin in Painters Mill – und was sie in meinen Augen noch interessanter macht, ist ihre Vergangenheit als Amische. Die Thematik rund um die Amish People finde ich generell spannend, und hier wurde sie sehr gut aufgegriffen. Castillo verdeutlicht eindrücklich, was diese Vergangenheit für Kate bedeutet. Damit geht es in der Geschichte nicht „nur“ um die Jagd nach einem Serienkiller oder trockene Polizeiakten, sondern auch um Kates persönliche Vergangenheit – was sie als Figur für mich greifbarer und komplexer macht. Zusätzlich konnte ich wunderbar miträtseln (eine kleine Schwäche von mir 😅). Die Morde und Leichen werden detailliert beschrieben, ebenso die Autopsien, wodurch die Atmosphäre noch dichter wirkt. Geheimnisse – nicht nur von Kate selbst – bringen außerdem unerwartete Wendungen ins Spiel.
Besonders gefallen hat mir Kates Menschlichkeit und ihre Empathie gegenüber den Hinterbliebenen. Gefühle wirken bei Castillo immer authentisch, nie übertrieben oder zu gering. Auch John, der zunächst nur mit seinen Sprüchen punkten konnte, hat sich in der Zusammenarbeit mit Kate schnell zu einem Lieblingscharakter entwickelt. Ihre Dynamik ist großartig. Zwar hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass Kate viele spannende Gedanken mit sich trägt, diese aber selten ausspricht. Gleichzeitig passt genau das zu ihrer Figur: eine Polizeichefin, die noch nicht lange im Amt ist, ihren Platz sucht und ihren eigenen Weg innerhalb der Gemeinschaft finden muss.
Mein abschließendes Fazit
Wer auf durchgängige Spannung und gut gezeichnete Charaktere steht, wird mit Die Zahlen der Toten definitiv seine Freude haben. Die Geschichte rund um die ehemalige Amische und heutige Polizeichefin Kate Burkholder hat mich bestens unterhalten. Ihre Persönlichkeit, ihre Empathie und ihre Geheimnisse konnten mich ebenso überzeugen wie der Fall um den Serienmörder in Painters Mill. Der Schreibstil bleibt konstant spannend und erlaubt faszinierende Einblicke in die Amish-Welt. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Kate Burkholder in Painters Mill.
Für weitere Rezensionen, besuche mich doch gern auf meinem Buch Blogg :)
www.calipa.de
- TJ Klune
Die unerhörte Reise der Familie Lawson
(169)Aktuelle Rezension von: FernwehweltenT. J. Klune ist einer der wenigen Autor:innen, bei denen ich mit ziemlicher Treffsicherheit behaupten kann, dass mir die Geschichten unter die Haut gehen. Zugegeben, oft verfolgen sie dabei dasselbe Konzept und leben vor allem von ihren außergewöhnlichen, gar skurrilen und eben doch auch liebenswerten Charakteren. Aber die Art und Weise, wie diese Charaktere verbunden sind, sowie die Abenteuer, die sie erleben, zeugen immer wieder von einer ganz eigenen Fantasie.
Klunes Bücher sind keine Pageturner im eigentlichen Sinne, häufig geht es weniger um Tempo als um Gefühl. “Die unerhörte Reise der Familie Lawson” startet passend dazu: Die Charaktere stehen eine lange Zeit im Fokus und sind mir dadurch wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen. Sie verfügen über eine recht “typische” Dynamik, die ihrem Charme für mich aber nichts nehmen konnte.
Nichtsdestotrotz fiel es mir anfangs aber schwer, lesend am Ball zu bleiben. Bis der Plot richtig ans Rollen kam, verging eine kleine Weile und dafür schien ich nicht in der richtigen Stimmung zu sein - mein Fehler! Schließlich bin ich aber aufs Hörbuch gewechselt. Von da an kam ich viel besser voran und hatte auch wieder mehr Freude an der Story! Sie ist unfassbar gut vertont, was der ohnehin schon detailreichen und faszinierenden Erzählung noch mehr Farbe sowie Kontur verliehen hat. 📖🎧
Das letzte Drittel wurde dann sogar fast überraschend actionreich - was mich gleichzeitig gefreut und etwas überrumpelt hat. Hier und da hätte ich gerne mehr erfahren: Mehr über die Hintergründe, mehr über die Welt, in der wir uns befinden. Mir hätte es gefallen sowie grundlegend geholfen, zwischendurch den Fokus doch etwas fort von den Charakteren zu lenken und stattdessen weiter in das große Ganze rauszuzoomen. Doch schlussendlich erzählt Klune nun mal eben Geschichten mit viel Herz sowie emotionaler Tiefe, nimmt genau das allzeit in den Fokus - und dafür bin ich auch gewillt, ein paar andere Dinge hintenanzustellen. 💫 - Jasmin Schreiber
Marianengraben
(433)Aktuelle Rezension von: ReadarellaIch habe Marianengraben in einem Zug gelesen, eigentlich war ich mitten in einem anderen Buch, aber nach den ersten Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören. 🙈
Selten hat mich ein Buch auf so sanfte Weise berührt. Jasmin Schreiber schafft es, ein schweres Thema wie Verlust und Trauer so zu erzählen, dass man sich verstanden fühlt, ohne dass es jemals kitschig wird. Es gibt viele Sätze, die ich mir am liebsten markieren wollte, weil sie genau das ausdrücken, was man selbst schon gefühlt hat, aber nie in Worte fassen konnte.
Paula, die Hauptfigur, war mir sofort sympathisch, gerade, weil sie so unperfekt und ehrlich ist. Ihr Schmerz ist greifbar, aber sie verliert nie ihren trockenen Humor. Und dann kommt Helmut, dieser eigenwillige, liebenswürdige alte Mann, der das Buch mit seiner Lebensweisheit und seinen Eigenarten zu etwas ganz Besonderem macht. 💫
Ich mochte vor allem, dass die Geschichte zeigt, wie Trauer nicht einfach verschwindet, sondern sich langsam verwandelt. Man lernt, wieder zu atmen, Stück für Stück.
Dieses Buch schenkt, trotz des schweren Themas Hoffnung. Ein Buch, das nachhallt. Eins, das man nach dem Lesen kurz auf den Schoß legt und tieeeeef durchatmet.
- Dagmar Bach
Zimt und weg
(260)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Die 14-jährige Victoria King hat ein Geheimnis: Ohne Einfluss darauf zu haben springt sie durch die Zeit. Diese Zeitsprünge kündigen sich durch einen Zimtgeruch an und Victoria befindet sich daraufhin in einer alternativen Realität. In dieser alternativen Realität sind ihr eigenes Leben und auch die Leben von nahestehenden Personen anders verlaufen, weil andere Entscheidungen getroffen wurden. Diese ungewollten Ausflüge in ein alternatives Leben haben bislang nur Sekunden oder Minuten gedauert. Nun erlebt Victoria jedoch auch Zeitsprünge, die Stunden andauern und das verkompliziert ihr Leben erheblich, denn in der Zwischenzeit sorgt ihr Ich aus der Parallelwelt in ihrem echten Leben für Chaos. Eigentlich hat Victoria auch so schon genug, was sie beschäftigt: Sie ist zum ersten Mal verliebt…
Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe es einzig und allein deshalb zur Hand genommen, weil es darin um Zeitsprünge geht und ich Bücher und Filme zu diesem Thema besonders gerne lese bzw. anschaue. Ich hatte befürchtet, dass es mir zu langweilig und zu albern sein könnte, weil Erwachsene nun mal nicht die Zielgruppe dieses Buches sind. Tatsächlich habe ich es aber richtig gern gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.
Man kann sich richtig gut in Victoria und ihre Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen. Die mit dem Erwachsenwerden einhergehenden großen und kleinen Probleme werden einem sehr gut nahegebracht. Die Freundschaft zwischen Victoria und ihrer besten Freundin Pauline wird toll beschrieben und es geht zu Herzen wie Victoria sich erstmals verliebt. Man fiebert mit Victoria mit und fühlt mit ihr, wenn sie vom Gefühlschaos überwältigt wird und hofft darauf, dass ihre Liebe erwidert wird. Beim Lesen werden die Haupt- und Nebenfiguren der Geschichte lebendig und man kann sich diese mit all ihren Stärken und Schwächen vorstellen. So sind beispielsweise Victorias liebeswerte und chaotische Mutter Meg mit ihrer Liebe für alles Britische und die etwas exzentrische Tante Polly wirklich tolle Nebenfiguren.
Der Schreistil ist flüssig, es gibt kurze Kapitel und die Geschichte ist erfrischen und voller Humor. Auch die Anspielungen auf Filme bzw. Bücher wie z. B. Harry Potter, Herr der Ringe, Der große Gatsby und Stolz und Vorurteil gefallen mir. Dadurch dass es immer wieder zu Zeitsprüngen kommt wird Abwechslung geboten. Man ist gespannt, was Victoria über ihr Leben in der alternativen Realität herausfinden kann und ob sie es schafft die daraus entstehenden Probleme und Missverständnisse zu beheben. Man hat das Buch im Handumdrehen gelesen.
Zum Ende hin gibt es nochmals einige dramatische Geschehnisse, aber am Schluss ist alles wieder gut und man wird mit einem wunderschönen Ende belohnt. Es deutet sich allerdings an, dass Victorias Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, denn ein paar Fragen sind noch offen.
Fazit:
Auch für erwachsene Leser mit einer Vorliebe für Geschichten mit Zeitreiseelementen wird beste Unterhaltung geboten. Diese Geschichte hat viel Herz und es gibt eine Menge lustiger Momente. Es ist ein richtiges Wohlfühlbuch mit ausgefallener Grundidee und es macht Spaß zu verfolgen in welches Chaos die Zeitsprünge Victoria stürzen. Ich bin gespannt auf Band 2!
Zum Schluss noch eine besonders schöne Stelle aus dem Buch:
Welche Entscheidungen hatten welche Konsequenz? Welche winzigen Details gaben unserem Leben eine völlig andere Richtung? Was war dafür verantwortlich, dass unser Leben genau in den Bahnen verlief, in denen wir uns bewegten? Wie viele tausend Möglichkeiten gab es, wie unser Leben sich hätte entwickeln können? Welche Winzigkeiten machten genau den Unterschied? (S. 109)
- Lena Kiefer
Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
(601)Aktuelle Rezension von: LiaLee123Bis zur letzten Seite habe ich das zweite Buch verschlungen. Die Characktere sind so überzeugend das ganze Buch ist prima geschriebend es hat mich gefesselt bis zur letzten Seite. An einer Stelle habe ich mit Ophelia Rotz und Wasser geheult ich konnte so mitfühlen. Ophelia Scale ist mit Abstand meine Lieblings Buchreihe
- Martin Suter
Melody
(322)Aktuelle Rezension von: koechlDieses Buch war eine wohltuende Abwechslung zu den meist gleichförmigen SF-Werken, die ich sonst so lese. Daraufgekommen bin ich durch eine Reszension von Denis Scheck, in dem er anführte, dass ihm die Romane von Martin Suter eigentlich nicht gefallen würden, aber "Melody" wäre eine echte, positive Überraschung. Für mich ist dies der erste "Suter", aber bestimmt nicht der letzte.
Ich war sehr angetan von der Geschichte des reichen Zürcher Politiker, Geschäftsmann und General Dr. Peter Stotz, der im Sterben liegt und dem nicht mehr viel Zeit bleibt, allerhand kritische und inkriminierende Papiere von seinem Nachlassverwalter aus der Welt zu schaffen.
Also stellt der alternde Dr. Stotz den jungen, arbeitslosen Juristen Tom an, der auch in seinem mondänen Wohnsitz in Zürich wohnen soll und der seine Biografie "bereinigen" soll. Eigentlich sucht Stotz aber vielmehr jemanden, dem er die Geschichte von Melody erzählen kann, seiner großen Liebe, die kurz vor der Hochzeit verschwand.
Der junge Jurist muss sich nun mit der Selbstbeweihräucherung seines Dienstherren befassen, als dann diese mysteriöse Braut ins Spiel kommt, die Stotz kurz vor der geplanten Hochzeit davonläuft, wird es spannend: Er erzählt die Geschichte der Liebe seines Lebens, aber der findige Nachlassverwalter kann in Erfahrung bringen, dass Melody, so ihr Name, eine ganz andere Perspektive vertritt...
Was wie eine Liebesgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als eine Geschichte über "Selbstdarstellung und Außenwirkung"
Wie Martin Suter die verschiedenen Ebenen seines Romans immer wieder klug zu verweben weiß, hat mir sehr gefallen: Zunächst geht es um den jungen Juristen Tom, der eine Stelle als Nachlassverwalter eines ehemals hohen Tiers in der Politik- und Wirtschaftswelt der Schweiz annimmt. Dafür wird von ihm erwartet, das bislang kolportierte Image dieser Person aufrecht zu erhalten. Parallel erzähle er von seiner Liebe zur Buchhändlerin Melody und der erfolglosen Suche nach ihr. Es ergibt sich daraus eine so lehrreiche wie amüsante Geschichte um Wahrheit, Moral und Selbstdarstellung.
Der Roman enthält mehrere Plottwists, die ich nicht kommen gesehen habe und die Fragen, wer eine Geschichte erzählt und wie sie sich zu den eigenen Gunsten drehen läßt, hat mir immensen Spaß gemacht... - Michael Tsokos
Mit kalter Präzision
(215)Aktuelle Rezension von: TanteGhostGut verständlich, leicht zu lesen und doch schwerer zu verdauen. – Wahnsinnig gut konstruiert und geschrieben.
Inhalt: Eine Leiche, die tote Frau eines sehr bekannten Schönheitschirurgen, liegt in ihrer Villa und wird als Mordfall untersucht. Dr. Sabine Yao wird zu dem Mordfall gerufen und soll eine erste Leichenschau am Tatort vornehmen. Allerdings gibt es ein Problem. Das Stadium der Leichenstarre stimmt nicht mit dem bestimmten Todeszeitpunkt überein. – Wie kann das sein?
Zunächst schein der Ehemann aus dem Scheider, denn sein Alibi scheint wasserdicht zu sein. Allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, bis Frau Dr. Yao ihm durch einen dummen Zufall auf die Spur kommt. – Der festgestellte Todeszeitpunkt bröckelt und somit auch das Alibi des Chirurgen.
Als dann auch noch mehrere Colt Cases mit diesem Mann in Verbindung gebracht werden können, ist der Ehrgeiz von Yao geweckt. Sie verlässt ihr in der Gerichtsmedizin herrschendes Metier und ermittelt auf eigene Faust und innerhalb einer Sonderkommission. Und sie kann erheblich zur Auflösung des Falles beitragen. – Aber nur so lang, bis sie sich vom Täter selber einlullen lässt und ihm fast auf den Leim geht.
Fazit: Mit diesem Buch hat Herr Tsokos eine neue Reihe begonnen. Mit der neuen Reihe hat es eine neue Protagonistin. Dr. Sabine Yao ist kein völlig unbekannter Charakter, denn auch in den vorangegangenen Büchern hatte sie Immermal wieder die eine oder andere kleine Gastrolle gehabt. – Hier gibt sie nun die Protagonistin und verdrängt andere, bisher hervorgehobenen Charaktere, auf ihre Plätze.
Die Handlung startet im Grunde genau so, wie man es von den True-Crime-Thrillern von Michael Tsokos gewohnt ist. Wir haben einen Fall und einen Mitarbeiter aus der Rechtsmedizin, der sich die Leiche noch am Tatort anschaut. Erste Fakten werden evaluiert, so weit, so normal.
Mit der neuen Protagonistin musste ich erst einmal warm werden und hatte damit in jedem Fall so meine Probleme. Irgendwie war ich noch nicht wirklich drin, dass diese Person jetzt die hauptsächlich handelnde Person ist. Dazu kam ja, dass Frau Dr. so ihre ganz eigenen Eigenheiten und Arten hatte und immer wieder die Rede von ihrem Privatleben war. Immer wieder musste man etwas von ihrer Schwester lesen, welche zeitlich in der Psychiatrie behandelt wurde. Was Herr Tsokos hiermit bezweckt hat, war mir nicht ganz klar, denn für den Fall hatte es keinerlei Auswirkungen.
Der Fall selber entwickelt sich von einer ganz normalen Ermittlung zu einem sprichwörtlichem Rätselraten. Es braucht eine Weile, bis man feststellt, dass der errechnete Todeszeitpunkt nicht zur vorhandenen Totenstarre passt. Dann muss ermittelt werden, wo denn dann jetzt genau der Fehler liegt und ganz nebenbei wird die Protagonistin gebeten, einen Cold Case zu beurteilen, in dem aber der frisch verwitwete Schönheitschirurg auch mit involviert war. Im Prinzip kommt durch einen Zufall heraus, wie der Todeszeitpunkt manipuliert worden sein könnte und dann kommt man diesem wirklich mehr als gerissenen Typen auf die Schliche.
Der Täter ist wirklich ein sehr von sich überzeugter Mann. Er glaubt wirklich, dass man ihm absolut nichts kann und ihm wohl nie auf die Schliche kommen wird. – Zum Glück hat er hier aber die Rechnung ohne das Justizsystem gemacht.
Der Alleingang der Protagonistin am Ende war überflüssig und leichtsinnig. Man muss wirklich kein Polizist sein, um das zu merken. Diese Handlung diente wohl einfach nur der Dramatik. Ich persönlich habe den so genannten Showdown eher als lästig empfunden. Es hat mir im Endeffekt nur verdeutlicht, dass der Protagonist mal mehr als deutlich einen an der Waffel hat.
Das Taschenbuch hatte eine sehr interessante Haptik. Die Buchdeckel waren irgendwie aufgeraut und haben sich fast ein wenig wie ein grober Leinenstoff angefühlt. Da brauchte es kein großartig gestaltetes Cover. Weniger war hier mehr und so, wie es gemacht war, hat das vollkommen ausgereicht. Es braucht keinen aufwendigen Farbschnitt oder Karakterkarten, die ein Buch nur unnötig verteuern. Der Inhalt sprach für sich und konnte mich auch ohne Firlefanz an sich binden.
Das Schriftbild war angenehm und die Seitenaufteilung hat gepasst soweit. Dauerlesen war, zumindest für die Augen, kein Problem. Lediglich der innere Rand hätte etwas großzügiger bemessen sein können, damit man keine Leserillen in den Buchrücken machen muss, wenn man die Zeile komplett sehen möchte.
Von der Stabilität her war das Buch locker, aber qualitativ hochwertig gebunden. Das Papier lediglich nicht sehr hochwertig, sodass ich davon ausgehe, dass es nicht lang dauert, bis alles vergilbt ist.
Beim Halten des Werkes hatte ich ein wenig meine Probleme. Ich musste es immer wieder irgendwo abstützen, ansonsten habe ich schmerzende Hände riskiert, weil das Buch irgendwie weniger stabil war, als man sich das immer so von einem hochwertigen Buch ausmalt.
Die Handlung hat mich, nachdem ich mich an die Eigenarten der neuen Protagonistin gewöhnt hatte, dann doch ganz gut unterhalten. Man merkt mehr als deutlich, dass Herr Tsokos ganz genau weiß, von was er hier schreibt. Das Wissen, welches in der Handlung steckt, ist definitiv nicht recherchiert, sondern etwas, was man in seinem Berufsfeld einfach wissen muss. Hier hat er einfach einen unschätzbaren Vorteil als True Crime Autor.
Ich kann dieses Buch nicht nur Tsokos-Fans, sondern wirklich allen True-Crime Fans empfehlen. Die Handlung ist echt und das rechtsmedizinische Wissen ist sehr fundiert und am Ende kann man, wenn man will, noch etwas lernen.
- Elena Fischer
Paradise Garden
(321)Aktuelle Rezension von: EuropeantravelgirlBillie wächst mit ihrer Mutter in einfachsten Verhältnissen, aber voller Glück auf. Doch mit der Ankunft ihrer Großmutter aus Ungarn verändert sich alles in ihrem Leben, und das ist eigentlich mehr als eine Vierzehnjährige verkraften kann.
Billies Geschichte reiht sich nahtlos in klassische Coming-of-Age-Romane ein und sticht doch heraus. Auf nicht einmal 350 Seiten schafft es die Erzählung, sich tief in mein Herz zu graben. Anfangs sind es die sozial schwierigen Verhältnisse, die mich betrüben und die doch mit viel Herz und Hoffnung geschildert sind. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und die Dramatik des Geschehens hätte die Handlung leicht in eine tragische Richtung abtauchen lassen können, doch Billie unternimmt einen Roadtrip, der ihrem Leben eine wunderbare Wendung verleiht.
Natürlich sind die Motive der Geschichte nicht neu. Sie sind aber auf einzigartige Weise und klug erzählt, und so schafft es die Autorin, dass ich dieses Buch nahezu in einem Rutsch gelesen habe und mir Billie auch noch Tage nach dem Zuklappen des Buchs im Kopf herumgeisterte. Ich mochte die Sprache, ich mochte die besondere Sichtweise der Vierzehnjährigen, ich liebe die Charaktere und gebe gerne eine Leseempfehlung ab.























