Bücher mit dem Tag "20.jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "20.jahrhundert" gekennzeichnet haben.

108 Bücher

  1. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453272408)
    Stephen King

    Es

    (2.395)
    Aktuelle Rezension von: M_L777

    Ich habe „Es“ von Stephen King das erste Mal mit 14 Jahren gelesen. Heute, genau 16 Jahre später, liebe ich dieses epische Meisterwerk noch immer ganz genauso sehr wie damals. Egal, ob ich es klassisch auf dem Papier lese oder mich von der dichten Atmosphäre des Hörbuchs in den Bann ziehen lasse – die Faszination reißt einfach nicht ab.

    Was dieses Buch für mich so unfassbar stark und einzigartig macht, sind Kings detaillierte Beschreibungen. Besonders am Anfang, wenn er sich extrem viel Zeit nimmt, jedem einzelnen Charakter eigene, tiefgehende Kapitel zu widmen. Man lernt die Figuren wirklich von Grund auf kennen und schließt sie ins Herz. Auch diese eindringlichen Monolog-Erzählungen, durch die man noch tiefer in die Geschichte eintaucht, sind genau das, was ich an seinem Schreibstil so liebe.

    Und auch wenn ich früher große Angst vor Clowns hatte: Dieses Buch ist und bleibt ein absoluter Dauerbrenner in meinem Regal. Für meinen Geschmack schlichtweg genial!

  2. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596710775)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

    (2.725)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Anne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.

    Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.

  3. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.016)
    Aktuelle Rezension von: Weida

    Eine Familie zieht in ihr Traumhaus, doch direkt am angrenzenden Wald liegt ein geheimnisvoller Tierfriedhof.

    Friedhof der Kuscheltiere war mein erstes Buch von Stephen King und es hat mich sofort gepackt. Die Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben und erzeugt durchgehend eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt.

    Ich war komplett in der Handlung drin und fand sowohl die Geschichte als auch das Ende sehr gelungen. Die Verfilmung ergänzte das Buch für mich als Abschluss perfekt

  4. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

    (853)
    Aktuelle Rezension von: Emmas_Bookhouse


    Re-Read


    Nachdem ich das Ende der Welt, wie wir sie kennen, gelesen hatte, habe ich richtig Lust darauf bekommen, The Stand noch einmal zu lesen. 


    Es ist mein absolutes Lieblingsbuch vom Meister und auch nach mindestens 20 Jahren (wahrscheinlich ist es länger her, als ich es gelesen hatte) hat es immer noch seinen Charme. 


    Als die Charaktere, die ich wiedergetroffen habe, Stu, Fran, Nick, Tom und noch so viele mehr, waren, war es fast wie nach Hause kommen. 


    Eine Geschichte um Gut und Böse. Ein Virus löscht fast ganz Amerika aus und die letzten Überlebenden schließen sich entweder dem Guten oder dem Bösen an. 


    Eine ausschweifende Geschichte, wie man es von King kennt. Nicht umsonst hat meine Ausgabe über 1400 Seiten, die neueren Auflagen sogar 1700 Seiten, aber da ist nur die Schrift größer, also die gleiche Geschichte. 


    Man lernt viele Charaktere lieben und tatsächlich auch auf der bösen Seite. Charaktere kommen und gehen, bei einigen tut es vielleicht weh und bei anderen ist man froh. Aber ich will auch nicht zu viel verraten. 


    Das Ende hat mich wieder richtig mitgerissen. Die letzten 200 Seiten waren sowas von fesselnd. 


    Da dies mein Lieblingsbuch vom Meister ist, kann ich hier nur 5 von 5 Sternen geben.

  5. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

    (1.750)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Wer nur Stanley Kubricks Filmklassiker kennt, kennt nur die halbe Wahrheit. Während der Film auf visuelle Kälte und einen von Anfang an wahnsinnigen Jack Nicholson setzt, entfaltet Stephen King im Buch eine Tragödie, die einem das Herz bricht. Warum das Buch triumphiert:

    Der psychologische Verfall: Jack Torrance ist im Buch kein geborenes Monster. Er ist ein liebender Vater und Ehemann, der verzweifelt gegen seine Alkoholsucht, seine innere Wut und die Isolation kämpft. Das Overlook-Hotel nutzt diese Risse in seiner Psyche perfide aus. Dieser schleichende Verlust der Kontrolle ist emotionaler und packender als jeder Jumpscare.

    Das lebendige Hotel: Das Overlook ist im Buch kein bloßes Setting, sondern eine eigenständige, bösartige Figur. Von den unheimlichen Heckentieren bis zum tickenden, metaphorischen Heizkessel im Keller – die Atmosphäre ist so dicht, dass man beim Lesen selbst Beklemmungen bekommt.  Fazit:

    King zeigt hier meisterhaft, dass der größte Horror nicht von außen kommt, sondern aus dem Inneren eines Menschen entspringt. Ein absolutes Paradebeispiel dafür, dass kein Film jemals die Komplexität und die emotionale Wucht eines genial geschriebenen Buches ersetzen kann. 5 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453441590)
    Stephen King

    Der Anschlag

    (762)
    Aktuelle Rezension von: Heleflo

    In diesem, meines Erachtens, Meisterwerk konfrontiert uns King mit der Frage: was würdest du ändern wenn du in die Vergangenheit reisen  könntest? Und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gegenwart und Zukunft.

    Wie immer erzählt der Autor sehr ausschweifend ohne aber  langatmig oder langweilig zu werden. Ich finde das ist eine Kunst die nur wenige Autoren beherrschen und Stephen King hat diese Art zu schreiben zur Perfektion gebracht.

    Ständig will man wissen wie es mit Jake und Sadie weitergeht, schafft er es das Attentat auf Kennedy zu verhindern und wenn ja wie und wie sieht dann die Gegenwart aus, wenn er zurückkehrt? 

    All das entwickelt sehr schnell einen regelrechten Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Und so sind selbst über 1000 Seiten schnell gelesen.

    Ich kann das Buch jedem ans Herz legen. Es ist eine Mischung aus Thriller, Romanze, Drama und Fantasy, die wirklich sehr gut funktioniert.

    Von mir eine klare Leseempfehlung, das Buch hat Potenzial mein Jahreshighlight zu werden.

  7. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

    (578)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Buendía über mehrere Generationen hinweg im Ort Macondo. Realität und Fantasie gehen dabei ständig ineinander über, wodurch eine sehr eigene, fast schon entrückte Welt entsteht.


    Der Einstieg war für mich eher schwierig. Viele Figuren, ähnliche Namen und schnelle Wechsel innerhalb der Handlung haben es unübersichtlich gemacht. Auch im weiteren Verlauf bleibt das Buch fordernd und verlangt viel Aufmerksamkeit.


    Mit dem Schreibstil bin ich nicht wirklich warm geworden. Die Erzählweise wirkt oft sehr dicht und gleichzeitig sprunghaft, wodurch für mich wenig Lesefluss entstanden ist. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen.


    Inhaltlich steckt viel in dem Roman, vor allem in Bezug auf Familie, Wiederholungen und Einsamkeit. Allerdings blieb vieles für mich eher schwer greifbar und hat mich emotional nicht wirklich erreicht.


    Insgesamt ein literarisch besonderer Klassiker, der viele interessante Ansätze hat, mich aber weder sprachlich noch inhaltlich richtig überzeugen konnte.


  8. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

    (534)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die junge Marie kommt als Küchenmädchen in die sogenannte Tuchvilla, das Haus des Fabrikanten Johann Melzer. Von Beginn an hat sie es nicht leicht, aber dann stößt sie auf ein Geheimnis, dass sie selbst mit der Familie Melzer verbindet.

    In ruhigem, gemächlichem Erzählstil nimmt die Autorin den Leser mit ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie erzählt die Geschichte der Waisen Marie, die eine Chance bekommt, als Küchenmädchen in einer noblen Villa zu arbeiten und zu leben. Stückchenweise wird das Leben und die Personen in der Tuchvilla beschrieben, die zwischenmenschlichen Beziehungen, ein erster Eindruck zur Tuchfabrik vermittelt. Obwohl die Geschichte selbst interessant ist und sich hervorragend lesen lässt, so kommt es gerade in der ersten Hälfte des Buches doch zu Längen, da einfach zu ausführlich über die kleinsten Kleinigkeiten berichtet wird. Als dann mehr Bewegung in die Geschichte kommt, wird es allerdings viel fataler, denn nun ist Schluss mit historischer Glaubwürdigkeit. Ein Küchenmädchen das innerhalb von Monaten zur Kammerzofe wird und zur Vertrauten und Ratgeberin der halben Familie, ist doch arg weit hergeholt.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Tuchvilla gerne gelesen habe, sollte dem Leser zumindest klar sein, dass der historische Anspruch hier doch eher ziemlich gering ist und ein paar Seiten weniger, hätten der Geschichte sicherlich auch nicht geschadet.


  9. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833307652)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

    (313)
    Aktuelle Rezension von: argenteum

    Über dieses Buch bin ich nur ganz zufällig gestolpert, da es total unbekannt ist. Hier geht es auf die Suche nach Dracula. Ist er noch am Leben? Wenn ja, wo ist er? Auch hier wundert es mich, dass dieses Buch total untergeht, da es heute sehr viele beliebte Themen vereint. Ein überraschender Element ist das Dark Academia. Das durchforsten von Folianten und alten Pergamentfragmenten. Schon beim Schreiben, geht einem das Herz auf. Eine lange Reise mit vielen unerwarteten Begegnungen und neuen Orten. Ich habe jede Seite geliebt.

  10. Cover des Buches Sie (ISBN: 9783453441637)
    Stephen King

    Sie

    (970)
    Aktuelle Rezension von: Shame

    Misery von Stephen King

    Mit dem Buch Misery ist es dem Meister des Horros wieder gelungen einen echten Psychothriller zu schreiben.

    King schreibt sehr makaber und auch manchmal auf brutale Weise.

    Es handelt von einer wahnsinnigen Ex-Krankenschwester (Annie Wilkes) die einen verunfallten Schriftsteller (Paul Sheldon) bei sich zu hause gefangen hält, die anscheinend sein grösster Fan ist und von seinen Misery Büchern wie besessen ist.

    Der arme Schriftsteller Paul Sheldon wird von Annie grausam gequält und mit Schmerzmitteln (Novril) versorgt wegen seinen schmerzenden Beinen.

    Dazu kommen ihre brutalen "Bestrafungen" wie seinen Daumen amputieren oder seinen Fuss abhacken mit einer Axt. Und sie zwingt ihn sein neues Manuskript zu verbrennen und ein weiteres Misery Buch zu schreiben.

    Für Paul Sheldon beginnt ein richtiger Überlebenskampf und das Ende ist auch sehr Spektakulär.

    Ich war sehr gespannt beim lesen wie die ganze Geschichte wohl ausgehen wird und manchmal ist mir beim lesen sogar übel geworden aufgrund Annies Brutalität und dennoch war ich auf das Ende gespannt.

    Stephen King beschreibt Annies Handlungen sehr grausam und brutal und mit "Liebe" zum Detail bis sich einem fast der Magen umdreht.

    King ist ein wahrhafter Meister des Horrors und ich gebe dem Buch dafür 4 von 5 Sternen.

  11. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453440852)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

    (904)
    Aktuelle Rezension von: ChrisGrimm

    Zwei Menschen, eine Glasscheibe dazwischen, und jede Antwort kostet etwas.

    Die Verhörszenen in Baltimore sind ikonisch — wegen Lecter, aber insbesondere wegen Clarice, die genau weiß, dass sie benutzt wird, und trotzdem wiederkommt. Weil sie glaubt, dass der Fall wichtiger ist als sie selbst.

    Harris traut sich, das stehen zu lassen, ohne es aufzulösen. Wie er auch das Lamm-Motiv stehen lässt — keine Backstory-Erklärung, sondern eine offene Wunde, die Clarice freiwillig auf den Tisch legt, weil Lecter keinen anderen Preis akzeptiert.

    Buffalo Bill daneben fast blass. Aber vielleicht gehört das zum Buch: Der Nachahmer ist nie so interessant wie das Original.

  12. Cover des Buches Garp und wie er die Welt sah (ISBN: 9783499014499)
    John Irving

    Garp und wie er die Welt sah

    (801)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    John Irvings "Garp und wie er die Welt sah" ist literarisch ambitioniert und im historischen Kontext interessant, bietet komplexe Themen und originelle Figuren. Er ist zweifellos gut geschrieben und entfaltet seine Stärke vor allem dann, wenn die Handlung an Fahrt aufnimmt. 

    Garp bleibt jedoch der Nabel der Welt, während die Frauenfiguren vor allem dazu dienen, seine Entwicklung zu ermöglichen – ein altmodisches Rollenbild, das aus heutiger Sicht irritiert, da es völlig unreflektiert bleibt. Hätte Irving die Geschichte auf die Hälfte der Seiten konzentriert und die selbstgefälligen Metafiktionseinschübe samt ihrer Referenzen gestrichen, wäre der Roman deutlich prägnanter geworden. So leidet er unter erheblichen Längen. Ich habe mich stellenweise sehr gelangweilt. 

  13. Cover des Buches Roter Drache (ISBN: 9783453440869)
    Thomas Harris

    Roter Drache

    (577)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Ein Serienkiller verbreitet Angst und Schrecken. Bereits zwei Familien sind im zum Opfer gefallen und das FBI tappt weiterhin im Dunkeln und hat keinerlei Hinweise, die Rückschlüsse auf die Identität des Täters zulassen. Deshalb beschließt das FBI für diesen Fall Will Graham hinzuziehen, denn diesem herausragenden Ermittler ist es einst auch gelungen den berühmten Serienkiller Hannibal Lecter zu stoppen. Das hat ihn damals aber beinahe das Leben gekostet und auch diesmal gerät Will schon bald in Lebensgefahr…

    Der Wahnsinn hatte das Haus durch jene Tür auf Schuhen der Größe elf betreten. Während er im Dunkel am Frühstückstisch saß, konnte er diesen Wahnsinn spüren wie ein Bluthund, der an einem Hemd eine Fährte aufnimmt. (S. 19/20)

    Meine Meinung:

    Ich habe die Hannibal-Lecter-Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen, sondern als erstes „Das Schweigen der Lämmer“ (Band 2) gelesen, weil ich den Film so toll fand. Ehrlich gesagt hatte ich die Befürchtung, dass Band 1 eventuell nicht mit „Das Schweigen der Lämmer“ mithalten kann, aber da lag ich zum Glück falsch. „Roter Drache“ ist so spannend und mitreißend, dass ich es vielleicht sogar noch etwas besser als „Das Schweigen der Lämmer“ gefunden habe. Das Buch zählt auf jeden Fall zu den besten Thrillern, die ich bisher gelesen habe und ich finde es ist zu Unrecht deutlich unbekannter als „Das Schweigen der Lämmer“.

    Das Buch hat mich schon mit einer der ersten Szenen in seinen Bann gezogen und von sich überzeugt: Man begleitet den FBI-Agenten Will bei einer nächtlichen Tatortbegehung und das wird außergewöhnlich atmosphärisch und eindrücklich beschrieben. Wie Will in seinen Gedanken den Tathergang und die Gedanken des Täters rekonstruiert wird richtig gelungen beschrieben. Es gibt so einige andere Thriller und Krimis die es nicht schaffen einem die tatsächliche Tat so eindrücklich vor Augen zu führen wie es das hier die bloße Schilderung der Tatortbegehung vermag.

    Für viel Spannung und Abwechslung sorgt die Tatsache, dass man die Geschehnisse nicht nur aus Sicht des FBI erlebt, sondern parallel auch immer wieder in die Gedankenwelt des Täters eintaucht und Einblicke in dessen Leben bekommt. Während das FBI noch im Dunkeln tappt weiß man als Leser bereits auf welch unerwartete Art der Täter seine Opfer auswählt und hofft sehnlichst, dass ihm das FBI noch rechtzeitig auf die Spur kommt. Es hat einen besonderen Gruselfaktor, wenn man mitbekommt wie der Täter ein ganz normales und unauffälliges Leben führt und ihn die Leute in seiner Umgebung für einen harmlosen und anständigen Kerl halten. Vor allem um eine sehr sympathische und liebeswerte Person bangt man sehr, denn diese gewinnt den Täter immer mehr lieb und ahnt nicht in welche Gefahr sie sich damit begibt.

    Die FBI-Ermittlungen werden richtig toll und packend beschrieben. Es ist interessant und faszinierend zu verfolgen wie gut es Will gelingt sich in die Gefühls- und Gedankenwelt des Täters hineinzuversetzen und wie er auf dieser Grundlage Rückschlüsse auf dessen Persönlichkeit und sein Verhalten zieht. Trotzdem bangt man sehr, ob das reichen wird den Täter zu schnappen, weil dieser nun mal ein intelligenter Psychopath ist, der ohne erkennbares Motiv mordet, weshalb folglich sämtliche Anhaltspunkt fehlen, die dem FBI in „Standard-Mordfällen“ zu Verfügung stehen. Klar ist nur eines: Beim nächsten Vollmond wird der Täter wieder zuschlagen. Ich mochte ich es, dass es sich um einen von den „guten alten Thrillern“ handelt: Die Ermittler müssen noch weitgehend ohne Hightech auskommen, Filme müssen noch in Laboren entwickelt werden und der Täter nutzt Zeitungsannoncen um Botschaften zu platzieren.

    Will Graham ist ein toller und interessanter Protagonist, den ich sehr ins Herz geschlossen habe. Wills Intelligenz und seine besondere Fähigkeit sich in den Täter hineinzuversetzen und Rückschlüsse auf seine Gedanken, seine Gefühle und sein Handeln zu ziehen machen ihn zu etwas Besonderem. Will ist aber trotzdem bescheiden geblieben und das macht ihn sehr sympathisch. Es geht Will nicht darum mit Erfolgen anzugeben, sondern er ist einfach ein guter und eher zurückhaltender Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat und dem es darum geht sich für das Gute und für Gerechtigkeit einzusetzen. Deshalb habe ich umso mehr Mitgefühl für ihn gehabt als die Geschehnisse außer Kontrolle geraten sind und er selbst ins Visier des Serienmörders geraten ist. Es macht Will nahbar, dass er neben Stärken auch Schwächen hat und dass nicht einfach alles an ihm abprallt. Man erfährt, dass er bei einem früheren Einsatz (= Jagd auf Hannibal Lecter) beinahe gestorben wäre und dass es einige Zeit gedauert hat bis er dieses traumatische Erlebnis verarbeitet hatte. Diese verletzliche Seite lässt ihn menschlich erscheinen und man kann sich gut mit ihm identifizieren. Außerdem zeigt sich gegen Ende des Buches wie einfühlsam Will sein kann. Er spendet nämlich einer sehr niedergeschlagenen Person Trost und diese Szenen war sehr bewegend und schön zu lesen.

    Eine weitere große Stärke des Buches ist die vielschichtige Charakterisierung des Täters Francis. Man taucht in die Abgründe seiner Seele ein und erfährt von seinen grausamen Taten und seinen schrecklichen Plänen. Gleichzeitig wird Francis einem aber auch von einer anderen Seite gezeigt, indem man mitbekommt wie er eine Person kennenlernt, die nichts von seiner wahren Natur ahnt und ihm mit außergewöhnlich viel Freundlichkeit und Liebeswürdigkeit begegnet. Das führt dazu, dass Francis sich dieser Person gegenüber von seiner guten Seite zeigt und man als Leser erkennt, dass er nicht einfach nur ein Monster ist. Zudem gibt es ein Kapitel, das einem in die Kindheit von Francis zurückkatapultiert und einem im Schnelldurchlauf einige Schlüsselmomente aus seinem Leben zeigt. Das lässt einem zumindest ein Stück weit verstehen wie aus Francis ein Killer werden konnte. Außerdem verleihen diese Rückblicke der Geschichte mehr Dramatik, denn man kommt nicht umhin sich zu fragen, ob er vielleicht nie zum Mörder geworden wäre, wenn es in seinem Umfeld empathischere Menschen gegeben hätte, die in kritischen Momenten für ihn dagewesen wären.

    Die Nebenfiguren werden ebenfalls sehr gelungen charakterisiert – allen voran der ebenso faszinierende und intelligent wie erschreckende Hannibal Lecter, der ein fähiger Psychiater mit langjähriger Berufserfahrung, aber zugleich auch ein Massenmörder ist. Es sorgt für Gänsehautmomente wie Will sich Lecters besonderer Ausstrahlung nicht entziehen kann, wie er sich von Lecter durchschaut fühlt und wie er den Eindruck hat, dass es Lecter gelingt bis in sein Innerstes vorzudringen. Darüber hinaus ist auch der skrupellose und ehrgeizige Skandalreporter Freddy Lounds eine Nebenfigur, die die Handlung bereichert hat.

    Insgesamt punktet die Handlung mit einer über das ganze Buch hinweg aufrecht erhaltenen Spannung. Man wird mit Wendungen überrascht, die man so nicht hat kommen sehen. Der Täter ist relativ schwer einzuschätzen und man kann sich nicht sicher sein was er als nächstes tun wird. Das Ende des Buches hält auch nochmal einen Überraschungsmoment bereit. Überhaupt fand ich das Ende sehr gelungen, weil es einen aufregenden und mitreißenden Showdown gibt. Zugleich hat das Ende letztlich aber auch sehr bewegende und nachdenklich stimmende Momente zu bieten.

    Ich finde es übrigens ein bisschen schade, dass Will in keinem der anderen drei Bände nochmal in Erscheinung tritt. Ich hätte ihn gerne nochmal „wiedergetroffen“.

    Vergleich mit den beiden gleichnamigen Verfilmungen von 1986 bzw. 2002:

    Nach dem Lesen des Buches habe ich mir die beiden Verfilmungen angesehen. Schon die Verfilmung von 1986 fand ich gelungen, aber die von 2002 übertrifft diese nochmals erheblich. Beide Verfilmungen halten sich sehr genau an das Buch und schaffen es dieses in absolut gelungener Weise auf die Leinwand zu bringen. Die Verfilmung von 2002 hat mir noch besser gefallen, weil ich die Darstellung von Hannibal Lecter und von Francis Dolarhyde noch beeindruckender, überzeugender und buchgetreuer fand. Zudem wird die Beziehung zwischen Francis und Reba besser verdeutlicht und die Charakterisierung von Francis fällt vielschichtiger und tiefgründiger aus. Gut fand ich auch die Idee, dass beide Verfilmungen den Täter in „Zahnfee“ umgetauft haben, weil ich den im Buch verwendeten Namen nicht gut fand. Zu guter Letzt fand ich es auch schön, dass die beiden Verfilmungen damit enden, dass Will zu Molly und Kevin zurückkehrt. Im Buch zerbricht hingegen die Beziehung zu Molly und Graham ist am Ende alleine und muss ohne familiären Rückhalt mit seinen Erlebnissen fertig werden.

    Ein Hinweis für Fans der Krimiserie „The Mentalist“:

    „The Mentalist“ ist eine meiner Lieblingsserien und überraschenderweise gibt es ein paar Parallelen zwischen dieser Serie und dem vorliegenden Buch, die bei mir die Frage aufkommen ließen, ob die Serienmacher sich vom Buch haben inspirieren lassen. In beiden Fällen hat der Täter ein Faible für William Blake: Im Buch ist der Täter von Blakes Gemälde „Der große rote Drache und die mit der Sonne bekleidete Frau“ fasziniert, während es dem Täter in der Serie Blakes Gedicht „Der Tiger“ angetan hat. Der Täter im Buch nennt sich „Roter Drache“ und der Täter in der Serie „Red (= Roter) John“. Sowohl in der Serie als auch im Buch ist der Täter darüber erbost wie respektlos in den Medien über ihn gesprochen wird, weshalb er sich durch eine Gewalttat rächt. Zudem macht in beiden Fällen eine blinde Frau unwissentlich die Bekanntschaft des Täters ohne dass ihr klar ist mit was für einer gefährlichen Person sie es in Wahrheit zu tun hat. Außerdem nutzen sowohl Hannibal Lecter als auch Patrick Jane einen Gedächtnispalst um ihre Erinnerungen zu strukturieren.

    Fazit:

    Dieses Buch ist ein großartiger Thriller, der mich durchweg begeistern konnte, weil er richtig spannend und mitreißend ist. Mit dem FBI-Agenten Will Graham hat man einen tollen Protagonist mit dem man sehr mitfiebert und den man ins Herz schließt. Aber nicht nur Will Graham wird sehr gelungen charakterisiert: Auch der Täter bekommt ein Gesicht indem er sehr vielschichtig charakterisiert wird.

    Das Buch hat mir überraschendere Weise vielleicht sogar noch ein bisschen besser gefallen wie das ebenfalls sehr empfehlenswerte „Das Schweigen der Lämmer“

    Inzwischen habe ich alle vier Hannibal-Lecter-Romane gelesen und für mich sind „Roter Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“ eindeutig die Highlights der Reihe. „Hannibal“ und „Hannibal Rising“ fand ich dagegen leider vergleichsweise enttäuschend.

  14. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

    (544)
    Aktuelle Rezension von: Sandy-Buchgefuehl

    Achtung: Diese Rezension enthält inhaltliche Spoiler.

    Ok, das war mal wieder ein echter Grisham. Genau diese Art von Justizthriller mag ich an seinen Büchern so sehr: intensiv, unbequem, spannend und mit einer Geschichte, die einen nicht einfach kalt lässt.

    In Die Jury geht es um einen schwarzen Vater, der sich dafür rächt, dass seiner Tochter Schreckliches angetan wurde. Er nimmt das Recht selbst in die Hand und steht danach vor Gericht. Sein Anwalt kämpft darum, ihn vor der Todesstrafe zu bewahren und plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit. Und damit beginnt ein Prozess, der nicht nur juristisch spannend ist, sondern auch menschlich richtig unter die Haut geht.

    Was dieses Buch für mich so stark macht, ist diese ganze Wucht der Geschichte. Es geht nicht nur um Schuld oder Unschuld, sondern um Schmerz, Wut, Gerechtigkeit und die Frage, wie weit ein Mensch gehen kann, wenn seinem eigenen Kind etwas Unfassbares passiert. Genau dadurch bekommt die Handlung eine Schwere, die man beim Lesen deutlich spürt.

    John Grisham schafft es hier wieder einmal, diesen Gerichtssaal lebendig werden zu lassen. Man ist beim Lesen mitten drin, fiebert mit, hofft, zweifelt und möchte unbedingt wissen, wie dieser Prozess ausgeht. Gerade diese Spannung, ob der Angeklagte am Ende freigesprochen wird oder nicht, hat mich total gepackt.

    Auch die vielen Schattenseiten der Geschichte machen das Buch so eindringlich. Es ist kein leichter Thriller, sondern einer, der zeigt, wie ungerecht, hart und grausam die Welt manchmal sein kann. Trotzdem liest sich das Ganze unglaublich fesselnd, weil Grisham es schafft, diese ernsten Themen mit einem starken Justizthriller zu verbinden.

    Für mich war Die Jury ein richtig starkes Buch. Spannend von Anfang bis Ende, emotional aufgeladen und mit einem Ende, das für mich sehr gut funktioniert hat. Genau solche Geschichten zeigen mir wieder, warum ich John Grisham so gerne lese.

    Ein Justizthriller, der nicht nur vor Gericht spielt, sondern mitten im Gewissen – dunkel, aufwühlend und einfach richtig stark erzählt.

  15. Cover des Buches Der Pate I (ISBN: 4010884252668)
    Mario Puzo

    Der Pate I

    (443)
    Aktuelle Rezension von: NikoVoss

    »Der Pate« bekommt von mir volle 5 Sterne. Ich kenne den Film schon seit vielen Jahren und habe ihn unzählige Male gesehen – genau deshalb habe ich das Buch lange vor mir hergeschoben. Ich dachte, ich kenne die Geschichte ja. Aber beim Lesen war ich wirklich erstaunt, wie viel komplexer, tiefgehender und vielschichtiger Mario Puzo den gesamten Kosmos eigentlich angelegt hat.

    Spannend war vor allem die Erkenntnis, dass viele Teile aus dem Roman, die im ersten Film fehlen, erst in der zweiten Verfilmung verarbeitet wurden. Dadurch wurde mir klar, wie groß und reich dieses Buch wirklich ist. Puzo baut psychologische Tiefe auf, die selbst die legendären Filme nicht vollständig einfangen können – besonders was Motive, Familienstrukturen, Loyalität und innere Konflikte betrifft.

    Trotz meiner Vorliebe für die Filme (und obwohl sie Meisterwerke sind) muss ich sagen: Das Buch ist noch stärker. Intensiver, detaillierter und psychologisch tiefer. Absolute Empfehlung – egal ob man die Filme schon kennt oder nicht. Lohnt sich immer.

  16. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783104922867)
    Thomas Mann

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

    (322)
    Aktuelle Rezension von: MelB2508

    Thomas Mann ist natürlich ein Autor, den man direkt mit Deutschunterricht in der Schule in Verbindung bringt. Auch ich habe ihn seit meiner Schulzeit nicht mehr gelesen. Meine mittlere Tochter macht jetzt gerade Abitur und als ich ihr den Felix Krull besorgt habe, habe ich sie gebeten, ihn nach ihr lesen zu dürfen. Okay, es braucht ein bisschen, um in die Sprache einzutauchen - die berüchtigten Kettensätze, die sich über halbe Seiten ziehen, sind wie ich es noch erinnere definitiv kein Vergnügen beim Lesen. Mir persönlich gefällt es gut, wenn die Sprache nicht allzu modern ist und ich genieße es, wenn die Wortwahl ein bisschen altmodisch ist und Wörter einschließt, die definitiv nicht in meinem aktiven Wortschatz vorkommen. Wenn man diese stilistischen Dinge bedenkt und "reingekommen" ist, wird man mit einer Geschichte belohnt, die wirklich teilweise abstrus und haarsträubend ist und auch durchaus voller Komik. Einiges ist mir sogar ein bisschen zu abgedreht gewesen - wie die ältere Dame, die sich auf einen ONS mit Felix, dem Liftboy, einlässt und sich davon erregen lässt, dass er sie bestiehlt, oder natürlich auch die ganze "Sache" zwischen Felix und Mutter und Tochter Kuckuck in Lissabon. 

    Auch ist zu bedenken, dass die Geschichte recht abrupt endet, da das Buch nicht fertig gestellt wurde. 

    Alles in allem aber auf jeden Fall ein Roman von Thomas Mann, den man durchaus zum Vergnügen lesen kann und den ich daher auch weiter empfehlen kann! 

  17. Cover des Buches Kolyma (ISBN: 9783641111472)
    Tom Rob Smith

    Kolyma

    (290)
    Aktuelle Rezension von: die_solveig_liest

    „Kolyma“ ist die Fortsetzung des Thrillers „Kind 44“ um den ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow.
    Moskau 1956: Die Sowjetunion befindet sich in der sogenannten Tauwetterperiode. Stalin ist tot, und mit der Geheimrede, die Chruschtschow auf dem 20. Parteitag der KPdSU hält, wird die Entstalinisierung eingeleitet. Das Volk ist in Aufruhr und versucht, sich an den alten Machthabern zu rächen – es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.
    Auch an Leo Demidow will man Vergeltung üben. Schließlich ist er für die Denunzierung und den Tod vieler seiner Landsleute verantwortlich. Seine Tochter wird von Rebellen entführt. Um sie zurückzubekommen, soll Leo sich nach Kolyma begeben, eines der schlimmsten Gulags der Sowjetunion, um dort einen Gefangenen zum Austausch zu befreien. Als er jedoch bereits am ersten Tag erkannt wird, sitzt Leo in einer tödlichen Falle.
    Wow – was für ein Buch! Schon von „Kind 44“ war ich hellauf begeistert. Über „Kolyma“, den zweiten Band der Reihe, gab es sehr geteilte Meinungen, weshalb das Buch völlig unberechtigt eine ganze Weile auf meinem SuB verharren musste, bevor ich mich endlich daran gewagt habe.
    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich war entsetzt über das politische Geschehen, das hier erneut eindrucksvoll und greifbar vor Augen geführt wird. Gleichzeitig ließ mich die nervenzerreißende Geschichte um Leo Demidow immer wieder den Atem anhalten.
    Keine Frage: Ein Buch auf höchstem Niveau, ganz wie sein Vorgänger. Man kann es nicht zuklappen, ohne sich anschließend noch lange damit auseinanderzusetzen.

  18. Cover des Buches Cujo (ISBN: 9783641206154)
    Stephen King

    Cujo

    (657)
    Aktuelle Rezension von: Antonios

    Die Zeit spielt eine Rolle in diesem Buch, das muss man sich erstmal klar machen, heute wurde man locker mit einem Handy und irgendwelchen Tierschutzverein direkt eine mögliche Tollwutgefahr beseitigen. Aber so einfach ist es nicht, vor allem nicht wenn man sich in der Welt von Stephen King befindet. 

    Cujo ist "ein guter Junge", den man direkt in sein Herz schließt. Durch einen blöden Vorfall aber kriegt er Tollwut und niemand merkt es, bis es zu spät wird. Die Geschichte handelt eigentlich nicht mal von ihm (obwohl es zwischendurch aus seiner Sache die Geschichte erzählt wird, was das ganze nochmal spannend und irgendwie schön sogar macht), sondern von Menschen die einfach ihr Leben leben und alles dann so kommt, dass eben ein tollwütiger Hund ins Spiel rein kommt. 

    Die Geschichte ist interessant, mit den Charakteren kann man schon klar kommen und die Handlung wird nicht langweilig. Wer also den Schreibstil von King mag, wird sich mit dem Buch ganz gut zurecht finden.  

    Fun Fact: Ich hab gelesen, dass Stephen King sich gar nicht an diese Geschichte errinern kann (dass ER sie sogar geschrieben hat), weil er sehr high war als er sie eben geschrieben hatte - er nimmt eben manchmal... verschiedenes, um wohl das bestmögliche aus seinem Gehirn heraus zu holen - und das merkt man auch an vielen anderen seiner Geschichten. 

    Trotzdem ist es eine erfrischende Geschichte, eine Spannung baut sich langsam aber sicher auf und am Ende kommts zum Showdown, nichts mehr und nichts weniger. 

  19. Cover des Buches Tote lügen nicht (ISBN: 9783641106652)
    Kathy Reichs

    Tote lügen nicht

    (859)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Temperance Brennan ist Kult und das schon sehr lange. Der erste Band, "Toten lügen nicht", ist 1997 erschienen, spielt aber 1994. Liest man dieses Buch im Jahr 2025, liest man also quasi einen historischen Krimi. Große Unterschiede gibt es aber eigentlich nicht. Ja, man hatte noch kein Handy; das ist einerseits ziemlich erfrischend, andererseits erschwert es die Arbeit der Ermittler aber doch sehr. Man hört Musik außerdem noch über CDs, Email und Internet stecken noch in den Kinderschuhen.
    Trotzdem hat das erste Buch der Reihe nicht gelitten. Es liest sich immer noch sehr gut.

    Temperance Brennan jagt ihren ersten Serienmörder in Montreal. Dieser geht sehr brutal vor, bringt mehrere Frauen um und hat es später auch auf Tempe abgesehen. Da die (männlichen) Polizisten, mit denen sie arbeitet, ihr nicht zuhören (auch ein bisschen deshalb, weil sie eine Frau ist), macht sie sich selbst an die Arbeit und ermittelt.

    Ich habe Kathy Reichs' Krimireihe immer sehr gerne gelesen und immer das neue Buch gekauft, wenn es erschienen ist, irgendwann dann aber aufgehört, wie man das meistens macht bei Reihen, die schon (zu) lange existieren. Jetzt hatte ich aber wieder einmal große Lust darauf und habe zufällig das erste Buch in die Hände bekommen und es dann noch einmal gelesen.

    Ich kann absolut verstehen, warum die Reihe so erfolgreich ist.
    Kathy Reichs kann die Handlung und die Figuren unheimlich gut lebendig werden lassen. Obwohl ich noch nie in Montreal war, weiß ich jetzt ziemlich genau, wie es dort Mitte der 90er war. Temperance Brennan ist für mich eine realistische und authentische Person (anders als ihr TV-Counterpart), die ich ziemlich genau kennenlernen und begleiten durfte. Ähnlich verhält es sich mit Andrew Ryan und vielleicht auch noch mit Claudel. Ich habe erfahren, wie Temperance und ihre Kollegen arbeiten und wie schwierig und mühselig dies in den 90ern mitunter noch war, weil es keine Handys gab und die Technik noch nicht so weit war wie heute.

    Ja, das Buch ist ein etwas unorigineller Serienkiller-Schmöker, bei der auch die Heldin in Gefahr gerät. Was ihn jedoch von den anderen des Genres unterscheidet, ist eben Kathy Reichs' Talent, der Geschichte und den Figuren Leben einzuhauchen.
    Dass dabei einige Szenen und vor allem die Beschreibungen wissenschaftlicher Vorgänge ein wenig zu lang geraten sind, muss ich dafür in Kauf nehmen. Das kann ich aber auch.

  20. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    „Mörder ohne Gesicht“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Fall ist spannend aufgebaut, atmosphärisch dicht und entwickelt eine stetige, fast unheimliche Sogwirkung. Die Ermittlungen wirken realistisch, die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und die Wendungen sitzen genau an den richtigen Stellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent und präzise die Spannung gehalten wird – kein Durchhänger, kein unnötiger Ballast. Für mich ein fesselnder Krimi auf hohem Niveau, der zeigt, warum dieses Buch als Klassiker gilt.

  21. Cover des Buches Ein ganzes Leben (ISBN: 9783446278424)
    Robert Seethaler

    Ein ganzes Leben

    (480)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Ich hatte das Buch schon lange hier im Regal, bin aber nie dazu gekommen, es mal zu lesen. Da ich den Film sehen wollte, fand ich die Reihenfolge "Buch -> Film" sinnvoll und hab's mir mal geschnappt. 


    Und wie's dann so ist... 

    Ich war so fasziniert und gefesselt, dass ich's in eins durchgelesen habe - es ist einfach großartig. Seethaler findet Worte und Bilder, die einfach so plastisch und treffend sind, dass es gar keine langen Sätze und verschachtelten Mühen braucht - die Beschreibungen "sitzen", die Bilder sind bunt und anschaulich, und die Charaktere und Szenen entstehen unmittelbar vor dem geistigen Auge. 

    Ein großartiges und super bewegendes Buch. 

    Seufz. 🥹

  22. Cover des Buches Das Monstrum – Tommyknockers (ISBN: 9783453435858)
    Stephen King

    Das Monstrum – Tommyknockers

    (377)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Die Autorin Bobbi Anderson findet im Wald ein vergrabenes, metallisches Objekt, das sich als ein außerirdisches Raumschiff entpuppt, das eine unsichtbare Strahlung abgibt gegen dessen Einfluss lediglich Bobbis alkoholkranker Freund, der Dichter James Gardener, durch eine Metallplatte im Kopf immun ist. Die stille Handlung mit einigen zähen Stellen entwickelt sich beständig und wirkt durch die relativ vielen Handlungssprünge konfus und unrund.
    Bei den Protagonisten stehen Bobbi und James im Mittelpunkt der Handlung, die realistisch und glaubwürdig dargestellt werden. Nebenprotagonisten sind zahlreich vorhanden und bereichern die Handlung.
    Wer stille und detailreiche Sci-Fi Horror mit Alien-Thematik mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist detailreich und ausschweifend, was die Atmosphäre des Buches gut untersützt.
    Minuspunkte: Die Kombination aus zähen Stellen und der konfusen Handlung mindern den Lesespaß.

  23. Cover des Buches Der Talisman (ISBN: 9783453444645)
    Stephen King

    Der Talisman

    (417)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Talisman begibt sich der 12-jährige Jack Sawyer auf eine gefährliche Reise sowohl quer durch die USA als auch durch die Parallelwelt der Territorien, um seine schwer kranke Mutter zu retten. Die Handlung ist eine gelungene und originelle Mischung aus Roadmovie, Dark Fantasy und Horror und besticht mit einer sehr gut ausgearbeiteten Parallelwelt in der sich Jack bewegt.
    Bei den Protagonisten steht Jack im Mittelpunkt der Handlung und durchlebt im Handlungsverlauf eine nachvollziehbare und große Entwicklung, die ihn sehr sympathisch macht. Relevante Nebenprotagonisten wie, z.B. das Werwesen Wolf oder Sloat unterstützten Jacks Entwicklung sehr gut und sorgen für zusätzliche emotionale Tiefe in der Geschichte.
    Wer Abenteuergeschichten mit einem gelungenen Genre-Mix mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist klar, bildreich und ist der Haupttreiber für die Atmosphäre des Buches.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  24. Cover des Buches Felidae - Katzencomic (ISBN: B008L218AU)
    Akif Pirinçci

    Felidae - Katzencomic

    (447)
    Aktuelle Rezension von: Perle

    Klappentext:

    Der ´Katzenkrimi

    Francis, der samtpfotige Klugscheißer, ist neu im Revier. Als er bei seinem ersten Erkundungsspaziergang auf einen grausam zugerichteten toten Artgenossen stößt, ist ihm klar, daß hier sein Intelligenzquotient gefordert ist. So rollt sich vor dem Leser mit katzenartiger Geschwindigkeit eine Geschichte von atemberaubender Spannung auf: eine Geschichte von serienmäßigen Morden und religiößen Sekten, von Computern und rolligen Katzen, von Wahnideen und Omnipotenz phantasien ... Eine Tierfabel, die in einem spannenden und furiosen Finale menschlich - moralische Abgründe enthüllt.


    Doch "Felidae" ist nicht nur eine Tierfabel, sondern auch ein Kriminalroman, ungewöhnlich gutgeschrieben und sehr logisch entwickelt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)


    " ... der wohl exquisite Krimi des Jahres (Stern)


    Eigene Meinung:

    Bin per Zufall auf dieses Buch bzw. Katzenkrimi gestoßen. Der Titel des Buches war mir schon irgendwie bekannt. Hatte bestimmt mal vor ca. 20-30 Jahren davon gehört oder ein Klappentext davon gelesen bzw. im TV von gehört oder in einem Büchershop oder Bücherecke in einem Laden gesichtet, ca. Ende der 80er, vielleicht als es erschien. Mir war bekannt, dass es sowas wie Stephen King sein musste oder sollte oder wäre. Deshalb las ich es damals sicher nicht und kaufte es mir nicht. Weil dass zu der Zeit nicht ganz mein Fall war mit um die 20-25 Jahren - aber jetzt mit über 40 und sogar schon über 50 traue ich mich auch, solche Bücher zu lesen. Man wird ja älter und muss heutzutage belesen sein, um mitreden zu können.


    Meine Meinung über diesen Krimi ist geteilt - halb mochte ich es - und andererseits wieder nicht - will gar nicht groß was dazu zu sagen. Es ist sehr schwer darüber eine offene Meinung zu äußern, dass muss jeder für sich entscheiden, was man darüber denkt. Auf jeden Fall geht es ja um eine Katze oder Katzen, und nicht um Menschen, dass muss man ja auseinanderhalten. So sehe ich das auf jeden Fall!


    Zum Autor:

    Akif Pirincci, geboren 1959, legte bereits mit zwanzig seinen ersten Roman vor, Tränen sind immer das Ende (Goldmann Taschenbuch 6380). Mit dem Bestseller Felidae gelang ihm der große Durchbruch. Das Buch wurde als bester deutscher Kriminalroman ausgezeichnet, seine Verfilmung ist in Vorbereitung. Nach "Der Rumpf" (Goldmann Taschenbuch" 42366 ist gerade mit Francis vierter Roman und die Fortsetzung von Felidae in gebundener Form bei Goldmann erschienen. Pirincci lebt heute als freier Autor in Bonn.


    Ja, und als ich dies gerade schrieb, fiel es mir wie Schuppen von den Haaren, dass ich mich gut dran erinnere, dass in der Zeit von 1987-1989 eher letzteres, der Film bestimmt bei RTLplus oder nem anderen privaten TV-Sender gezeigt wurde, ich ihn aber garantiert nicht gesehen habe, da ich damals sehr ängstlich war, da ich alleine wohnte, und dann eventuell nicht hätte schlafen können.


    Da ich eben geteilter Meinung bin - vergebe ich mittlere drei Sterne für dieses Buch bzw. für diesen schon gut geschriebenen Katzenkrimi. Hatte in ca. drei Tagen eine gute Unterhaltung von 282 Seiten Spannung und Freude und Liebe zu Katzen. Das Buch ist auch aus dem Jahre 1989, sieht man mal wie gut mein Gedächtnis ist. Ich liebe ja Katzen-Bücher - aber dieser Krimi war schon sehr außergewöhnlich!

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