Bücher mit dem Tag "30er jahre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "30er jahre" gekennzeichnet haben.

83 Bücher

  1. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

    (1.051)
    Aktuelle Rezension von: einbisschenbuecherei

    Das Buch befasst sich eingehend mit den Themen Rassismus, gesellschaftliche Unterschiede und soziale Ausgrenzung.  Besonders interessant fand ich die Erzählung aus der Perspektive eines Kindes, das die Menschen als gleich empfindet, Hass nicht versteht und völlig unvoreingenommen ist. Trotz seines Alters hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt und ist heute genauso relevant wie in den 1960er Jahren. Das Buch ist eine prägnante Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig leicht zu lesen ist.

  2. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

    (447)
    Aktuelle Rezension von: Karandi

    Ich muss sagen, Bulgakow hat es geschafft, mich in den ersten zehn Seiten zu packen, zumal einer der Protagonisten, die am Anfang erwähnt wurden, auf so rabiate und schauerliche Weise aus dem Buch getreten ist. Der Teufel spielt hier schon fast eine gute Rolle, aber eben nur fast um nicht blasphemisch wirken zu wollen. Dieser Roman bietet einen Blick in die Gesellschaft, wie sie sich auch heute noch finden lässt. An manchen Orten wäre ein Woland vielleicht angebracht.

  3. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

    (534)
    Aktuelle Rezension von: Nicolas_Jean_Marie_POIRIER

     

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  4. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783641118655)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

    (899)
    Aktuelle Rezension von: Schattensprengerin

    Frank kommt als kleines Kind in den 30er-Jahren mit seiner Familie von Brooklyn nach Irland.

    Die Familie ist arm. Richtig arm. Der Vater vertrinkt das Stempelgeld, die Mutter muss betteln gehen, um die Familie vor dem Verhungern zu retten. Frank wird schon in jungen Jahren überfordert und erlebt Schlimmes. Trotzdem erzählt er liebevoll von seinen Eltern.

    Der Vater ist ein Phantast. Er singt, er kennt viele Geschichten, die er am Feuer erzählt. Aber er ist auch alkoholkrank und lässt Frank und seine Brüder nachts Appell stehen und schwören, dass sie für Irland sterben werden. Und er versäuft alles Geld, selbst das Geld, das für das neue Baby gedacht war. Dennoch liebt Frank seinen Vater, auch wenn seine Gefühle ihm gegenüber ambivalent sind.

    Im Laufe der Jahre beobachtet er aber auch die Überforderung der Mutter, die ein Kind nach dem anderen bekommt und auch Kinder verliert.

    Tod, Schmutz, Ungeziefer und immer wieder Hunger werden von Frank aus der Sicht eines Kindes geschildert. Was einen wirklich sprachlos macht, ist die katholische Kirche, die viel Scham und Schuld erzeugt, aber wenig Hilfe für die ausweglose Situation der Familie bietet.

    Für mich war das Buch definitiv mein Jahreshighlight. Ich hatte es schon damals bei seinem Erscheinen gelesen, den Inhalt aber fast vergessen. Ich kann hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

  5. Cover des Buches Wie ein Leuchten in tiefer Nacht (ISBN: 9783499020346)
    Jojo Moyes

    Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

    (287)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Alice begegnet dem Mann ihrer Träume 1937 und heiratet ihn. Alice will ihm in die USA folgen, um aus dem kleinteiligen Familienleben rauszukommen. Doch dort angekommen landet sie in dem kleinen Ort Baileyville. Alice wohnt in dem Haushalt des Vaters von Bennet. Doch damit enden die Überraschungen nicht.

    Meinung:

    Ein historischer Roman.

    Alice hatte Erwartungen an das neue Familienleben, doch diese erfüllen sich in keiner Weise. Da bietet sich eine Gelegenheit Bücher einer Satteltaschenbibliothek auszuführen zur Unterstützung von Margery gerade recht. Die Idee stammt von der Gattin des amerikanischen Präsidenten Eleanor Roosevelt und Margery übernimmt in der Bibliothek die Organisation. Doch in Margery findet Alice nicht nur eine Freundin, sondern sie findet auch durch das Reiten in der freien Landschaft eine neue Freiheit und die Dankbarkeit der Kinder und Erwachsenen, die endlich Gelegenheit bekommen, etwas lesen zu können.

    Die Geschichte beginnt 1937 und offenbart gleich mehrere besondere Probleme. Einerseits die vorbestimmte Rolle einer Frau in einer Familie vor fast hundert Jahren. Gewalt in der Familie. Schwach entwickelte Infrastruktur in ländlichen Gegenden. Abhängigkeiten von gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätzen in Gegenden, in denen es keine alternativen Arbeitsplatzangebote gibt. Spätfolgen der Prohibition und vieles mehr.

    Zu Margery und Alice kommen später noch andere Frauen hinzu und diese bestärken sich gegenseitig, bilden eine feste Gemeinschaft und beginnen sich in gewissem Umfang freizukämpfen. Der Roman hat mich mit den Herausforderungen und Prüfungen mitgerissen. Zum Finale hin wird alles auf den Prüfstand gestellt.

    Fazit:

    Fesselnde Aufarbeitung vieler Probleme früherer vorbestimmter Strukturen: fünf Sterne.

  6. Cover des Buches Der Meister und Margarita (ISBN: 9783328115267)
    Michail Bulgakow

    Der Meister und Margarita

    (46)
    Aktuelle Rezension von: east

    Seltsame Dinge geschehen in Moskau. Zunächst kommt ein Zeitschriftenvorsitzender unter einigermaßen rätselhaften Bedingungen ums Leben, dann trifft es immer mehr Menschen: Unerklärliche Dinge geschehen, Menschen verlieren den Verstand oder gehen ganz verloren. Den wenigen, die versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen, glaubt niemand ein einziges Wort, nur einer, der Meister, ein Schriftsteller in Schwierigkeiten, erkennt, was wirklich passiert: Der Teufel ist in der Stadt…


    Michail Bulgakow lädt den Leser mit seinem Hauptwerk, „Meister und Margarita“, auf eine Reise ins Moskau der 1930er Jahre ein. Zwischen Realität und Fantasie baut er eine Brücke, um der Gesellschaft seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten. Kein Wunder also, dass das Werk in Russland erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde. 


    Inspiriert wurde Bulgakow wohl von Faust und anderen Erzählungen über das Wirken des Teufels, doch er fügt dem ganzen einen ganz neuen Ton bei. Bitterböse sarkastisch betrachtet er die Moskauer Gesellschaft und nimmt die Politik der Zeit aufs Korn, kritisiert Zensur und das Leben in Angst unter Stalin und dem Sowjetregime, spart dabei nicht mit schwarzem Humor.


    Erzählt wird auf drei verschiedenen Ebenen, das Bild, das der Autor wohl im Kopf hatte, setzt sich allerdings erst ganz zum Schluss zusammen. Vorher kann das Buch einigermaßen verwirrend sein. Genau darin liegt aber auch sein Charme, es geschehen unzählige absolut absurde (und auf jeder Seite moralisch fragwürdige) Dinge, die dem Leser auf erstaunlich unterhaltsame Weise nähergebracht werden.


    Trotz all seiner möglichen Interpretationsebenen, seinem bewusst chaotischen und zunächst zusammenhanglos wirkenden Erzählstil, trotz sehr vieler verschiedener Charaktere und Perspektiven erweist sich der Roman als auch erstaunlich einsteigerfreundlicher Klassiker mit lockerem und auf seine ganz eigene Weise mitreißenden Schreibstil. Es stört bei diesem Buch gar nicht, wenn man keine Ahnung hat, wo die Reise enden soll, der Weg ist das Ziel und der wiederum ist ein äußerst wilder Ritt, der noch lange nach dem Beenden des Buches als fasziniertes Fragezeichen nachhallt.

  7. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453427907)
    Kate Morton

    Das Seehaus

    (392)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    „Das Seehaus“ erzählt die Geschichte eines jahrzehntealten Vermisstenfalls, der nie aufgeklärt wurde, und einer Ermittlerin, die viele Jahre später auf neue Spuren stößt. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergibt sich nach und nach ein komplexes Geflecht aus Familiengeheimnissen und persönlichen Schicksalen.

    Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die detaillierte Verknüpfung der einzelnen Figuren und ihrer Geschichten fand ich sehr spannend. Kate Morton versteht es, nach und nach Geheimnisse aufzudecken und dabei verschiedene Zeitebenen geschickt miteinander zu verbinden.

    Allerdings hatte die Geschichte für mich zwischendurch auch einige Längen, wodurch sich das Lesen stellenweise etwas zäh angefühlt hat. Trotzdem hat mich die Handlung immer wieder eingefangen, vor allem durch die vielen offenen Fragen und das Bedürfnis, die Zusammenhänge zu verstehen.

    Insgesamt ist „Das Seehaus“ ein Familiengeheimnisroman mit interessanten Figuren und einer vielschichtigen Handlung. Trotz kleinerer Längen spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle aus, die Geschichten auf mehreren Zeitebenen und mit geheimnisvollen Familienverstrickungen lieben so wie ich.

  8. Cover des Buches Fabian (ISBN: 9783038820086)
    Erich Kästner

    Fabian

    (339)
    Aktuelle Rezension von: Loly

    Zum Inhalt:

    Dr. Jacob Fabian ist Germanist und arbeitet als Werbetexter in Berlin. Er stürzt sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Reportern und versucht, im stürmischen Treiben der Großstadt an seinen Idealen festzuhalten. Doch die Stadt bewegt sich im Zickzack und die demokratischen Grundlagen der Weimarer Republik geraten zunehmend ins Wanken. Als Fabian die junge Anwältin Cornelia in einem Bildhaueratelier kennenlernt, verändert sich sein Leben und die beiden verlieben sich – doch ihre Liebe soll nicht von Dauer sein.


    Mein Eindruck:

    Ich habe in diesem Wintersemester ein Seminar zu Erich Kästner belegt und dafür dieses Buch gelesen, doch das Cover ist mir schon eine ganze Weile vorher gelegentlich in der Buchhandlung aufgefallen, weswegen es mich gefreut hat, es auf der Lektüreliste zu finden.

    Besonders nach ‚Emil und die Detektive und Emil und die drei Zwillinge‘ und ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ war ich gespannt darauf, wie anders Kästner für seine erwachsene Leserschaft geschrieben hat und ein Unterschied war definitiv erkennbar. Wo in seinen Kinderbüchern die Hoffnung und die Kraft des Guten einen großen Raum einnehmen, ist diese in ‚Fabian‘ so gut wie gar nicht zu finden. Mir ist bewusst, dass es sich um eine gesellschaftskritische Perspektive handelt und es gefiel mir, wie unverblümt er manche Umstände und Situationen geschildert hat. Doch irgendwie wurde die triste Atmosphäre, in der selbst die kleinste Flamme der Hoffnung sofort erlischt, nach einigen Seiten langweilig und fade. Sie deprimierte und frustrierte mich, da Fabian kein flacher, schlecht konstruierter Charakter ist. Er hätte die Umstände, die seinen Alltag geprägt haben, definitiv verändern können, wenn er es genug gewollt und die Energie dafür aufgebracht hätte.

    Fabian hat interessante Ansichten in Bezug auf das Leben und die Gesellschaft, deshalb war es für mich nicht ganz verständlich, warum er tatenlos zugesehen hat, wo er doch genau wusste, was die Probleme sind. Das hat die Authentizität seiner Ideale für mich aufgehoben, denn er hat sich so verhalten, als wäre die Tatenlosigkeit zu bequem für ihn und die Aussicht auf Besserung seine Energie nicht wert. Es hat den Eindruck erweckt, er würde sich dieser Welt, die er kritisch betrachtet, nicht wirklich zugehörig fühlen – als wäre er ein unbeteiligter Beobachter.

    Genau da hat Kästner meiner Meinung nach alles richtig gemacht, denn die Geschichte hat mich mehrmals zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig hat es sich für mich so angefühlt, als hätte er es sich mit diesem Werk zu leicht gemacht und als würde ein bedeutender Teil zur endgültigen Vollendung fehlen. Hier sollte ich erwähnen, dass ich die zensierte Version und nicht ‚Fabian oder Ein Gang vor die Hunde‘ gelesen habe. Vielleicht würde meine Einschätzung anders ausfallen, hätte ich diese Version gelesen – wer weiß.

    ‚Fabian‘ zu lesen war auf jeden Fall interessant, besonders im Hinblick auf den Kontrast zu seinen Kinderbüchern. Kästners Schreibstil strahlt eine gewisse Intelligenz aus, was mir sehr gut gefällt, doch in diesem Werk hat mir, wie bereits erwähnt, einfach etwas gefehlt, um es genauso gut finden zu können, wie die anderen Bücher, die ich bereits von ihm kenne. An Fans seiner Arbeit würde ich es auf jeden Fall weiter empfehlen.


    (https://book-souls.com/2025/05/19/fabian-von-erich-kaestner/)

  9. Cover des Buches Das kunstseidene Mädchen (ISBN: 9783548288765)
    Irmgard Keun

    Das kunstseidene Mädchen

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Ja, das Buch ist ein Klassiker, der sogar relevant fürs Abitur ist.

    Gleichwohl fand ich‘s super zäh und anstrengend zu lesen. Die Erzählweise von Keun, in der sich gedachte, gesagte, gefühlte, (…) Dinge unvermittelt abwechselten, hat mich sehr angestrengt. 


    Die Geschichte ist grundsätzlich spannend und mitreißend angelegt. Auf der manischen Suche, ein Glanz zu werden, zieht Doris mit ihrem gestohlenen Feh durchs Berlin der frühen 30er. 

    Die ganze Not und Armut der Stadt wird spannend geschildert, die Schere zwischen Arm und Reich ebenfalls. Auch zunehmender Judenhass, stets mitschwingender Aufstieg der Rechten sind eindrücklich beschrieben. Das ist schon wirklich klasse und beeindruckend.


    In der Summe fand ich‘s spannend, mal dieses Buch der neuen Sachlichkeit zu lesen, muss aber auch gestehen, dass ich froh bin, damit durch zu sein. 


  10. Cover des Buches Früchte des Zorns (ISBN: 9783552051911)
    John Steinbeck

    Früchte des Zorns

    (176)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Landarbeiter werden nach der Industrialisierung - Traktor - nicht mehr benötigt und hören vom reichen Kalifornien. Sie ziehen dorthin, um festzustellen, dass sie auch dort nicht wirklich "gebraucht" werden und ihre Zukunftschancen sehr gering sind.

    Ein sozialer Abriss der armen Landbevölkerung in den 1930iger Jahren in Amerika, deren Zukunftsaussichten, deren Wünsche, deren Träume. Hat sehr traurige Tendenzen und die langsamen Bilder des Autors lassen die Eindrücke noch intensiver werden.

  11. Cover des Buches Die Clique (ISBN: 9783869152363)
    Mary McCarthy

    Die Clique

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    ‚Die Clique‘ sind 8 Frauen, die zusammen in Upstate New York an einer kleinen, teuren Universität für Frauen studiert und 1933 ihr Examen gemacht haben. Der Roman erzählt, was sie in den 6 folgenden Jahren bis 1939 erlebt haben. Warum sollte man das lesen?

    Das sollte man lesen, weil es so witzig und anschaulich geschrieben ist, dass es einfach Spaß macht, das Leben der 8 Frauen zu verfolgen. Das sollte man aber auch lesen, weil es einen Einblick in eine Zeit erlaubt, in der studierende Frauen ein Novum und eine Rarität waren und die meisten Männer und Eltern der Ansicht waren, ein Studium habe für Frauen vorwiegend den Zweck, den Marktwert auf dem Heiratsmarkt zu erhöhen - und nebenbei die Armseligen, die trotzdem keinen Ehemann abkriegten, finanziell abzusichern.

    In diesem gesellschaftlichen Umfeld versuchen die 8 Frauen nun eine berufliche Karriere zu starten - in den wenigen Bereichen, in denen Frauen überhaupt eine Chance hatten. Gleichzeitig versuchen sich die meisten auch an Ehe und Familiengründung. Die Schwierigkeiten, einen halbwegs brauchbaren Ehemann zu finden sowie Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, kommen einem so bekannt vor, als würde die Geschichte in der Gegenwart spielen. Auch der Versuch der Frauen, einen eigenen Lebensstil zu finden und nicht den der Eltern zu kopieren, kommt einem bekannt vor. Nur dass es den Lebensstil der Eltern mit Butler, privaten Clubs und Debütantinnenbällen heute so nicht mehr gibt.

    Interessant zu lesen ist, dass in den akademischen Kreisen New Yorks der dreißiger Jahre mit dem Kommunismus und Trotzkismus geflirtet wurde – in einem Land, in dem es keine kommunistische Arbeiterbewegung und damit keine Aussicht auf Verwirklichung des Gesellschaftsmodells gab. Ab und zu wird kurz erwähnt, was zeitgleich in Deutschland, Spanien oder in der Sowjetunion passierte, ohne dass die Protagonisten wissen, wie es dort endet. Auch die Psychoanalyse stand hoch im Kurs und erlaubte es, zum Entsetzen der älteren Generationen, offen über Sexualität zu diskutieren.

    Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Mitglieds der Clique erzählt. In langen Rückblenden wird mit einer Fülle von Details die Familien- und Lebensgeschichte dargestellt. Wenn man sie nicht gleich wieder vergessen will, darf man das Buch nicht allzu schnell lesen. Nach den Rückblenden kommt es im Leben der jeweiligen Protagonistin zu einer Schlüsselszene, die teilweise unter die Haut geht. Es ist also kein chronologischer Bericht darüber, was von Jahr zu Jahr passierte - die Zeitsprünge muss man sich aus der Handlung erschließen. Im letzten Kapitel sind die Charaktere so vertraut geworden, dass sich sogar ein leichter Abschiedsschmerz einstellt.

    Eine kleine technische Randbemerkung: In der deutschen Ausgabe von 2017 sind die Dialoge ohne Absätze in den Fließtext eingebaut, was eine unstrukturierte Bleiwüste erzeugt. Oft ist unklar, wer gerade spricht. Dialoge sind ohnehin nach meinem Geschmack etwas zu selten in dem Roman - daher könnte man sie ruhig etwas hervorheben, damit klar wird: jetzt passiert etwas in der Jetzt-Zeit!

    Die 8 Frauenschicksale repräsentieren die Alternativen, die Hochschulabsolventinnen der dreißiger Jahre zur Auswahl hatten. Am wenigsten unglücklich war diejenige der Clique, die im Verlagswesen Erfolg hatte – wie die Autorin selbst, die ebenfalls 1933 an derselben Hochschule ihren Abschluss gemacht hatte. Sie veröffentlichte das Buch 1963 und spielte in der gerade entstehenden amerikanischen Frauenbewegung eine große Rolle.

  12. Cover des Buches Heimat ist ein Sehnsuchtsort (ISBN: 9783492317054)
    Hanni Münzer

    Heimat ist ein Sehnsuchtsort

    (108)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt: 

    Schlesien, 1928: Nach dem Tod des Vaters muss der Komponist Laurenz den elterlichen Hof übernehmen. Mit seiner Frau Annemarie und den beiden Töchtern Kathi und Franzi findet Laurenz auch als Bauer sein Glück und die beiden Kinder wachsen auf dem elterlichen Hof auf. Während Kathi mathematisch hochbegabt ist, leidet Franzi an einer seltenen Krankheit und kann nicht sprechen. Als die Nationalsozialisten im Deutschen Reich die Macht übernehmen, scheint auch die dörfliche Idylle, in der die schlesische Familie lebt, zusehends betroffen. Denn Kathi gerät in den Fokus der Behörden, als sie einen Mathematikwettbewerb gewinnt und auch Annemarie hütet ein großes Geheimnis....


    Persönlicher Eindruck:

    Hanni Münzer erzählt im ersten Band ihrer Heimat-Dilogie vom Leben einer schlesischen Bauersfamilie. Das Leben auf dem Land, das Aufwachsen der beiden Kinder und die politischen Gegebenheiten, die Ende der 1920er Jahre zweifelsohne einen Umbruch in der Geschichte des Deutschen Reiches bringen, sind allesamt Thema dieses spannenden und mitreißenden Romans.

    Im Mittelpunkt stehen letztendlich die beiden Töchter der Sadlers, Kathi und Franzi. Kathi ist schon seit früher Kindheit ein Wunderkind – sie interessiert sich für komplexe Zusammenhänge, liebt Mathematik und Physik. Ihre kleine Schwester Franz hingehen leidet an einer seltenen Krankheit, weshalb sie auch nie sprechen lernt und sich mit Kathi lediglich durch Summen verständigt. Zudem scheint Kathi auch geistig etwas zurückgeblieben, wird aber dennoch von allen geliebt und wächst scheinbar glücklich und unbeschwert auf dem elterlichen Hof auf. 

    Die Erzählung ist eingängig, der Schreibstil sehr mitreißend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren sind mit Tiefe und Profil angelegt und man kann sich ein gutes Bild machen von diesem Stück Deutschland, das so sehr mit Polen verbunden war.

    Gut gefallen hat mir Dorota, die polnische Haushälterin der Sadlers. Sie ist ein mütterlicher Charakter für de Familie und für die beiden Kinder der Mittelpunkt ihrer Kindheit. 

    Im Laufe der Handlung schwingt der Roman ein bisschen ins Übersinnliche um, denn Dorota hat das „zweite Gesicht“ und öfter Visionen, die ihr die Zukunft verschiedener Personen voraussagen. Wenn ich ehrlich bin fand ich diese „Zufälle“ etwas zu sehr konstruiert. Ebenso die Tatsache, dass die Nationalsozialisten – nach allem, was man inzwischen über sie weiß – sich so rein gar nicht für die behinderte Franzi interessieren und eine kurze Rückmeldung an den Bürgermeister genügt, um sie aus dem Fadenkreuz zu bringen. Auch die Kommunikation von Franzi mttels Summen halte ich für unrealistisch - vor allem, dass dann auch nur Kathi diese Art der "Verständigung" verstehen soll und "übersetzen" muss. In meinen Augen schon sehr an den Haaren herbeigezogen, mit Verlaub. Ein bisschen zu viel Fantasy und Hokuspokus.....

    Die über allem stehende Antagonistin der Familie ist die Frau eben dieses Bürgermeisters, eine überzeugte Nationalsozialistin und ein Biest wie es im Buche steht. Gerade deshalb wundert mich umso mehr, dass die Familie ihre jüngere Tochter bei sich behalten darf.

    Kindheit und Jugend der beiden Mädchen sind sehr gut und unterhaltend geschildert, kleine und große Tragödien wechseln ab mit glücklichen Sommern, der Freundschaft zu anderen Kindern und auch zu Tieren, so hier der Hofhund oder ein zahmer Rehbock, den Kathi mit der Flasche aufzieht.

    Gegen Ende des Romans kommt dann Annemaries Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zum Tragen und die beiden Mädchen geraten in den Fokus der Roten Armee, was letztendlich in einem Cliffhanger zum zweiten Band überleitet. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht und kann hier trotz einiger Kritikpunkte eine Leseempfehlung aussprechen für alle, die historische Romane aus der Zeit der Weltkriege mögen und mehr über Schlesien uund seine Bewohner erfahren möchten.


  13. Cover des Buches Eine Frage der Höflichkeit (ISBN: 9783423148641)
    Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    (108)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Als Kate auf einer Fotoausstellung in den 1960ern zwei Fotos eines Mannes aus ihrer Vergangenheit entdeckt kommen Erinnerungen an die Vergangenheit hoch - New York, Silvester 1937: Die beiden Freundinnen Kate und Eve gabeln in einer Jazzkneipe den charmanten Tinker Grey auf. Er scheint Single zu sein und nicht verarmt. Eine turbulente Freundschaft à trois beginnt, zwischen schicken Partys und billigen Absteigen, Tinker wird der Schlüssel zu Kate und Eve's Träumen der High Society. Erst als ein jäher Unfall das dekadente Abenteuer abrupt beendet, rücken auch die Gefühle in den Vordergrund. Rückblickend erzählt Kate von der Zeit am Vorabend des Zweiten Weltkriegs und von einer Freundschaft, zwischen Naivität, Ignoranz und Lebensfreude.

    Amor Towles erzählt die Geschichte in ruhigen, leichten Tönen, mit  einem Hauch von Melancholie, der über Allem schwebt, und diesem Buch etwas Besonderes verleiht. Auch die Figuren bleiben eher oberflächlich in ihrer Beschreibung. Nur Eve und Tinker bekommen tiefere Charakterzüge, im Gegensatz zur Protagonistin Kate, die durchweg irgendwie blass und farblos bleibt, obwohl seltsamerweise  alle Menschen, die Kate begegnen, von ihr umgehend fasziniert zu sein scheinen. Die Oberflächlichkeit der Figuren passt allerdings zum Zeitpunkt, denn der Glanz der 20er Jahre ist längst verblasst im trüben Dunst der Weltwirtschaftskrise. Aber allein durch Ruhe und Melancholie getragen, verliert das Buch an einigen Punkten sich einfach zu sehr und verläuft leider zeitweise in die Langeweile.

    Mein Fazit: Ein ruhiger, fließender Roman mit stimmigen Flair und stellenweise bezaubernden Wortgeflechten. Leider hält er den Leser nicht durchgängig gefangen, bleibt teilweise einfach zu oberflächlich oder rutscht ins Langweilige. Trotzdem nehme ich einige besondere Momente mit und werde nach dem nächsten Werk des Autors Ausschau halten.

  14. Cover des Buches Das Haus der Malerin (ISBN: 9783492314671)
    Judith Lennox

    Das Haus der Malerin

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    Rose führt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern ein ruhiges und unaufgeregtes Leben, als plötzlich alles ins Wanken gerät. Nach dem Tod der Großmutter findet sie in deren Unterlagen Hinweise eine Großtante, von der sie bisher nichts wusste. Rose macht sich auf die Suche nach Großtante Sadie, einer begabten Künstlerin. Diese lenkt sie auch vom Medienskandal um ihren Mann ab, der ihr bisheriges Leben infrage stellt.

    Judith Lennox lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Mit ihren modernen Gesellschaftsromanen ist sie mit jedem neuen Buch auf den deutschen Bestsellerlisten zu finden. (Quelle: Klappentext)

    „Das Haus der Malerin“ ist mein erster Roman von Judith Lennox. Neugierig wurde ich durch den Klappentext, denn Geschichten, die sich um Familiengeheimnisse ranken, lese ich sehr gern. 

    Lennox erzählt diesen Roman in einem flüssigen und gut lesbaren Schreibstil auf zwei Zeitebenen. Im Prolog, der im Jahre 1928 spielt, wird sehr schnell deutlich, warum Großmutter Edith Rose nie von ihrer Schwester Sadie erzählt hat. Abwechselnd mit den Geschehnissen Anfang der 70ger Jahre des 20.Jahrhunderts wird aus Sadies Leben berichtet. Die Charaktere hätten für meine Begriffe etwas tiefer ausgestaltet werden können. Nicht immer wird deutlich, warum sie so handeln, wie sie handeln. Gut gefallen hat mir Roses Entwicklung von der Ehefrau, die sich den Wünschen ihres Mannes unterordnet, zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau. Sie verläuft vielleicht etwas zu problemlos, steht aber hier auch nicht im Vordergrund des Romans. 

    Ebenfalls sehr gefallen hat mir die düstere Atmosphäre, die die Autorin in Sussex schafft. Die beiden Häuser mit ihrer sehr besonderen Architektur und der Wald, in dem sie stehen, sind wunderbar beschrieben. 


    Fazit: nette Unterhaltung für zwischendurch 


  15. Cover des Buches Transatlantik (ISBN: 9783492319874)
    Volker Kutscher

    Transatlantik

    (62)
    Aktuelle Rezension von: sofie


    “Frühjahr 1937: Die Familie Rath ist zersprengt. Gereon Rath ist verschwunden und gilt als tot, seine vermeintliche Witwe Charly muss sich allein in Berlin behaupten. Ihre beste Freundin Greta ist in einen Mordfall verwickelt, ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze wird in der Nervenheilanstalt festgehalten.” (Klappentext) 

    Leider konnte mich der neunte und vorletzte Band der Rath-Reihe nicht wirklich überzeugen. Nachdem ich schon von Band 8 weniger begeistert war, gab es hier nun noch mehr Dinge, die mich gestört haben: 

    Bereits im Epilog von Band 8 erfahren wir, dass Rath mit dem Zeppelin Hindenburg nach Amerika türmt. Hier erhalten wir nun noch die Vorgeschichte dazu, wobei Gereon Rath selbst erst auf Seite 62 auftaucht. Der Punkt, den wir bereits aus dem vorherigen Buch kennen, kommt erst nach über 200 Seiten. Und was mit der Hindenburg passiert, weiß auch jeder, der sich auch nur ein bisschen für Geschichte interessiert. Zusätzlich zeigt es auch das Cover des Buchs nochmal. Das Ergebnis ist, das dieser ganze Erzählstrang keinerlei Spannung hat. 

    Nachdem nun weder Gereon noch Charly bei der Polizei sind, muss sich der Autor einiges einfallen lassen, um noch richtige Mordermittlungen zeigen zu können. Entsprechend konstruiert und wieder wenig spannend ist der zentrale Fall des Buchs. Auch die Ermittlungen waren schon mal plausibler, hier beruht vieles auf Gefühl und Vermutungen, die nur deswegen nicht absurd sind, weil der Autor sie wahr werden lässt.  

    Genervt hat mich auch, dass quasi jeder Mann, mit dem Charly zu tun hat, sie attraktiv findet oder Gefühle für sie hat. Über einen von ihnen vergisst sie dann sogar ihren Pflegesohn Fritze. Das wäre Charly in den früheren Bänden nicht passiert. Aber auch der Autor vergisst Fritze am Ende des Buchs mehr oder weniger – zu viele Personen und Erzählstränge. 

    Ein Rückschritt zu den früheren Bänden ist es meiner Meinung nach auch, dass mittlerweile alle Personen, mit denen die Leser mitfiebern, natürlich Gegner (wenn teilweise auch nur innerlich) oder zumindest keine Unterstützer des Nazi-Regimes sind, während alle überzeugten Nationalsozialisten auch negative Figuren des Romans sind. Das ist für 1937 ziemlich unrealistisch. 

    Ich befürchte, ich werde den letzten Band trotzdem noch lesen, einfach um die Reihe zu beenden.  


  16. Cover des Buches Geheimnis in Rot (ISBN: 9783608985061)
    Mavis Doriel Hay

    Geheimnis in Rot

    (110)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Auf Weihnachten in Flaxmere hat sich außer den Kindern wohl keiner gefreut. So schön das Fest der Liebe auch sein könnte, will nicht wirklich Stimmung aufkommen, was vor allem am herrschsüchtigen und peniblen Sir Osmond Melbury liegt, welcher als Oberhaupt der Familie die Strippen zieht und sich dabei auch nicht ins Wort reden lässt. Nichtsdestotrotz arrangierte er für seine Enkel einen Weihnachtsmann, damit diese die Freude am Fest nicht verlieren. Doch so sehr er auch alles plante, eines berechnete er wohl nicht, nämlich das er erschossen wird. Auftritt für Colonel Halstock, welcher sich als leitender Ermittler dem Fall annimmt.


    Doch er hat es nicht leicht, denn nicht nur der Hausherr machte es den Personen schwer, sondern auch seine Familie, welche sich aufgrund ihres Standes zum größten Teil für etwas Besseres hielt und schon das bloße Abnehmen von Fingerabdrücken als Beleidigung und Kränkung sahen. Hier half nur gutes Zureden und Fingerspitzengefühl, obwohl auch dies nicht wirklich half weiter voranzukommen. Warum? Weil jeder lügte, Geschehnisse verheimlichte oder belastendendes Material loswerden wollte. Dazu kamen verzogene Kinder, welche bei der kleinsten Abweichung ihres eigenen Willens schrien und weinten.


    Ja, hier lernte man Charaktereigenschaften regelrecht zu hassen. Zum Glück aber nur die Eigenschaften, denn viele der Charaktere fand ich unglaublich sympathisch, da sie sich z.B. ihren Vater widersetzten und ihr eigenes Leben aufbauten oder gar Einbußen hinnahmen, um dem Haus zu entkommen. Der Wunsch nach Wohlstand und Bequemlichkeit schwang trotzdem oftmals mit und sorgte dafür, dass ich hin und wieder die Augen verdrehte, aber es passte einfach in diese Zeit.


    Noch interessanter als die Charaktere, war aber der Fall selbst, da der Täter oder Täterin noch im Haus sein mussten und nun eine eifrige Suche nach Hinweisen und Indizien folgte. Dies fand ich unglaublich spannend, zumal man vorne und hinten einen Grundriss vom Erdgeschoss des Hauses hatte, mit dem man die Ermittlungswege verfolgen konnte. Ich nutzte dies tatsächlich hin und wieder, denn so manche Aussage verwirrte mich dann doch, besonders wenn es zu einer Anreihung von besuchten Räumen kam. Das Highlight war natürlich die Auflösung des Falles, welches mich dann doch etwas überraschte, denn bis zum Ende spielte das Buch regelrecht mit einem und wankte von einem Verdächtigen zum Nächsten. Vermutungen hatte ich somit viele, doch am Ende lag ich leider falsch.


    Das machte jedoch nichts, denn ich genoss den stimmungsvollen Ausflug in die 20er Jahre und erfreute mich an kleinen Details, welche es in diesem Buch zuhauf gab.


    Fazit:


    Weihnachtlich, stimmungsvoll, aber eben auch tödlich, fasst den Inhalt des Buches wirklich sehr gut zusammen. Dazu durften natürlich ein paar Geheimnisse und Vertuschungen nicht fehlen, welche es den armen Colonel Halstock nicht gerade leicht, aber eben auch nicht unmöglich machten den Fall zu lösen.

  17. Cover des Buches Manhattan Beach (ISBN: 9783596702190)
    Jennifer Egan

    Manhattan Beach

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Das Buch erzählt von Anna, die ihren Vater bei diversen "Botengängen" begleitet, von deren Familie und von Annas Traum, nicht nur am Hafen zu arbeiten, sondern Taucherin zu werden. Dabei wird Annas Geschichte mit weiteren Hauptfiguren erzählt, diese begegnen sich und die Verflechtungen beginnen.
    "Manhattan Beach" gibt einen Einblick in das New York der 30er und 40er Jahre, auch während des 2. Weltkrieges. Das ist mit Sicherheit gut recherchiert, aber nicht wirklich mitreißend geschrieben. Es gibt zu viele Erzählstränge, die jeweils eine eigene Geschichte darstellen und meiner Meinung nach zu arg aufgebläht wurden. Teilweise waren sehr interessante Passagen dabei, teilweise war es mir zu langatmig.
    Ich hatte mir mehr vom Buch versprochen, sehr schade.

  18. Cover des Buches Geheimnis in Weiß (ISBN: 9783608963304)
    J. Jefferson Farjeon

    Geheimnis in Weiß

    (92)
    Aktuelle Rezension von: TripleA

    Charmantes Setting, Spannung, interessante Figuren und ein rätselhafter Mord, der sich erst zum Schluss klärt.

    Trotz des überschaubaren Umfangs ist ein sehr unterhaltsamer Krimi gelungen. Das Setting aus den 1920er Jahren schafft eine gewissen Nostalgie. Der Sprachstil ist zwar etwas altmodisch, aber meiner Meinung nach sehr charmant.
    Ein echtes Lesevergnügen, wenn’s denn mal kein dicker Schmöker sein soll.

    Idealerweise zu Weihnachten

  19. Cover des Buches Die Zeit des Lichts (ISBN: 9783608984170)
    Whitney Scharer

    Die Zeit des Lichts

    (135)
    Aktuelle Rezension von: Pa57ro15

    Ich habe das Hörbuch von Whitney Scharer jetzt erst gehört. Es ist ein unterhaltsamer Roman über das Leben einer Fotografin in den 30er bis 50er Jahren, die in der Männer dominierten Welt ihren Weg geht. Einige Sex- und Alkohol-Szenen hätte es nicht gebraucht, doch in dieser fiktionalen Biografie konnte ich darüber hinweghören, zumal Tessa Mittelstaedt das HB hervorragend vorliest.

    Für mich eine schöne Sommer-Lektüre mit Tiefgang.

  20. Cover des Buches Sohn dieses Landes (ISBN: 9783036961415)
    Richard Wright

    Sohn dieses Landes

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Wie auch bei vielen seiner nachfolgenden Bücher, liefert Richard Wright mit seinem ersten großen Roman von 1940 ein sehr heftiges Werk ab. Dass er sich mit dem Rassismus und den sozialen Missständen seiner Zeit auseinandersetzt, hatte ich erwartet und erhofft, dass aber die Hauptfigur ein Verbrecher ist, hat mich völlig kalt erwischt. Weite Teile des Buches lesen sich wie ein Psychothriller mit Szenen, die richtig packend sind und an Meisterwerke von Alfred Hitchcock denken lassen. Zum Ende hin wird der Autor sehr moralisch und leidenschaftlich, mit einigen sehr beherzten Textpassagen, aber ohne, dass das Werk einseitig wirken würde. Dafür, dass die Hauptfigur mir kaum Sympathie abringen konnte, gibt es einen Stern Abzug. Ansonsten ist das Buch lesenswert und erkenntnisanregend. (Gelesen wurde die ungekürzte deutsche Fassung von 2019.)

  21. Cover des Buches Schuhhaus Pallas (ISBN: 9783423624640)
    Amelie Fried

    Schuhhaus Pallas

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Amelie Fried hat die Geschichte ihrer Familie nieder geschrieben. Anhand von Zeitdokumenten und begleitet von Bildern wird es besonders deutlich. Ein wichtiges SAchbuch zum Thema Juden im dritten Reich von der Bestsellerautorin Amelie Fried. Ganz nah bei uns ums Eck in Ulm, das macht das Buch noch wichtiger

  22. Cover des Buches Rache Royal: Band 5 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe) (ISBN: B08QVF5L2B)
    Rhys Bowen

    Rache Royal: Band 5 (Im Auftrag Ihrer Majestät-Reihe)

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie_Mauer

    Wie schafft Georgie es immer wieder in solche Situationen zu kommen? Georgie möchte ihre Freundin Belinda in Italien besuchen. Zuvor muss sie aber zu einer Unterredung mit der Königin. Dort bekommt sie den Auftrag, sich der Hausgesellschaft einer alten Schulfreundin in Italien anzuschließen. Auf dieser Hausgesellschaft sollen auch der Prinz und seine Freundin sein. Georgie soll für die Königin heraus finden, ob seine Freundin schon geschieden ist und die beiden heiraten wollen. Die Besucher der Hausgesellschaft sind ein bunt gemischter Haufen aus Deutschen, Italienern und Engländern, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Als dann plötzlich einer von Ihnen ermordet wird, stellt sich für Georgie wieder die Frage: Wer von den Anwesenden ist der Mörder? 

    Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es gab wieder Momente, in denen ich lauthals lachen musste und andere, in denen ich richtig mitgefiebert habe. Die Personen sind mittlerweile so vertraut, dass man traurig ist, wenn eine mal nicht so oft vorkommt wie sonst. Ich kann Georgie verstehen, dass sie Quennie vermisst. Ich freu mich schon auf das nächste Buch. 

  23. Cover des Buches Mit einem Mann möcht ich nicht tauschen (ISBN: 9783786175070)
    Rainer Noltenius

    Mit einem Mann möcht ich nicht tauschen

    (10)
    Aktuelle Rezension von: friederickesblog

    Das Cover:

     

    Das Cover zeigt Marie Bruns-Bode, die Frau, deren Leben in dieser Biografie aufgezeigt wird und das Buch zu einem ganz besonderen Buch macht.

     

    Das Buch:

     

    Rainer Noltenius erzählt aus den Tagebüchern und Briefen seiner Großmutter Marie Bruns-Bode, Tochter des Wilhelm Bode, Generaldirektor der Berliner Museen. Mit seiner Hilfe wurde sie 1907 als Lehrerin für Kunstgeschichte an den Kaiserhof berufen. 1915 heiratete sie Viktor Bruns, einen internationalen Richter beim Völkerbund in Den Haag. Ausführlichere Hinweise auch im Klappentext.

     

     

    Meine Meinung:

     

    Der Name Bode sagt jedem etwas, der sich für Kultur interessiert, oder auch als Gast in Berlin war, denn das Bode Museum ist in jedem Stadtführer. Der Autor hat ein bemerkenswertes Zeitgemälde aus den Tagebüchern und Briefen (1885 – 1952) geschaffen, das mich sehr fasziniert und tief beeindruckt hat.

    So habe ich diese faszinierende und außergewöhnliche Frau einerseits über ihre Tagebucheinträge und anderseits aus Briefen von Verwandten und Bekannten kennenlernen dürfen. Zahlreiche Fotos untermauern das geschriebene Wort.

    Eine Biografie, ein Stück Familiengeschichte, wunderbar aufbereitet und in guter Gliederung geschrieben und beschrieben, dabei werden uns nicht nur das junge Mädchen und die Frau nähergebracht, sondern auch ein großes Stück Zeitgeschichte vermittelt, und zwar von ihrer Kindheit an, über die Ehe mit Volker Bruns, während der Weimarer Republik, sowie die NS Zeit, bis über den Krieg und ersten Jahre danach.

     

     

    Es ist meines Erachtens kein Buch, das man liest und dann ins Bücherregal stellt. Es ist ein Buch, das immer wieder einmal in die Hand genommen werden will, zumal es durch den Gebr. Manns Verlag in einer wunderbaren hochwertigen Ausstattung vorgelegt wurde. Danke an den Autor für dieses meisterliche Werk.

     

    Heidelinde von friederickes Bücherblog

  24. Cover des Buches Feuerwerk mit Todesfolge (ISBN: 9783957285980)
    Robin Stevens

    Feuerwerk mit Todesfolge

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Auch der vierte Band der Wells & Wong-Reihe hat mich wieder vollkommen begeistert. Kaum angefangen, konnte ich das Buch schon nicht mehr aus der Hand legen und habe es schließlich an einem Tag verschlungen.

    Der neue Fall war von Anfang bis Ende spannend und die Ermittlungen haben mir wieder richtig gut gefallen. Besonders schön finde ich, wie sich Hazel im Laufe der Reihe weiterentwickelt. Ihre Entwicklung macht die Geschichte für mich noch interessanter und sorgt dafür, dass ich die Figuren immer lieber begleite.

    Auch die anderen Charaktere konnten mich wieder überzeugen und haben der Geschichte viel Charme verliehen. Das spannende Finale hat den Fall schließlich perfekt abgerundet und mich bis zur letzten Seite mitfiebern lassen.

    Für mich war auch dieser Band wieder ein rundum gelungener Krimi, der genau das bietet, was ich an der Reihe so liebe. Ich freue mich schon darauf, die beiden Detektivinnen im nächsten Fall wieder zu begleiten.

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