Bücher mit dem Tag "3.reich"
11 Bücher
- Andreas Eschbach
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
(369)Aktuelle Rezension von: BuecherhexeNSA - Andreas Eschbach
Andreas Eschbachs Roman NSA basiert auf einer ebenso faszinierenden wie beunruhigenden Grundidee: Was wäre geschehen, wenn dem nationalsozialistischen Deutschland bereits die technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters zur Verfügung gestanden hätten? Konkret entwirft Eschbach eine Welt, in der Computer, soziale Netzwerke und allgegenwärtige elektronische Überwachung schon während des Dritten Reiches existieren. Diese Prämisse macht NSA zunächst zu einem äußerst spannenden und beklemmenden Werk der Alternative History.
Besonders zu Beginn überzeugt der Roman durch seine konsequente Ausarbeitung des Szenarios. Eschbach gelingt es eindrucksvoll, die Mechanismen moderner digitaler Überwachung mit den totalitären Strukturen des NS-Staates zu verknüpfen. Die Vorstellung, dass Gestapo und SS nicht mehr mühsam Akten durchsuchen müssten, sondern per Mausklick auf umfassende Datensätze zugreifen könnten, entfaltet eine enorme Wirkung. Gerade weil viele der geschilderten Technologien heutigen Lesern vertraut sind, wirkt die dargestellte Dystopie erschreckend plausibel.
Auch die Figurenzeichnung ist zunächst gelungen. Die Protagonistin Helene Bodenkamp, eine talentierte Programmiererin, steht exemplarisch für Menschen, die sich in autoritären Systemen arrangieren, ohne deren Konsequenzen vollständig zu überblicken. Ihre Entwicklung verdeutlicht, wie technische Expertise und politische Verantwortung miteinander verknüpft sind – oder eben nicht. Eschbach stellt damit wichtige Fragen nach der moralischen Verantwortung von Informatikern und Technikern, die auch für die Gegenwart hochaktuell bleiben.
Dennoch weist der Roman gerade aus Sicht der Alternative History für mich erhebliche Schwächen auf. Zwar ist die Ausgangsidee originell, doch erscheint die technische Entwicklung häufig zu wenig historisch eingebettet. Die digitale Revolution wird nahezu vollständig in die 1930er- und 1940er-Jahre transplantiert, ohne dass die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Voraussetzungen ausreichend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht stellenweise der Eindruck, dass weniger eine alternative historische Entwicklung beschrieben wird als vielmehr die heutige Gegenwart mit NS-Symbolik überzogen wird. Das eigentliche Potenzial alternativer Geschichtsschreibung – nämlich nachvollziehbar zu zeigen, wie sich historische Prozesse unter veränderten Bedingungen entwickeln könnten – wird nur teilweise ausgeschöpft.
Hinzu kommt, dass der Roman im letzten Drittel zunehmend an Plausibilität verliert. Während die Handlung anfangs noch von ihrer beklemmenden Realitätsnähe lebt, steigert sich die Geschichte gegen Ende immer stärker in spektakuläre und teilweise abstrus wirkende Wendungen. Die Ereignisse überschlagen sich, Zufälle häufen sich, und einige Entwicklungen erscheinen eher konstruiert als organisch aus dem zuvor etablierten Szenario hervorgegangen. Dadurch büßt die Geschichte einen Teil jener Glaubwürdigkeit ein, die ihre größte Stärke ausmacht.
Daher mein Fazit: trotz des anfänglichen spannenden Buchs, habe ich die letzten Seiten möglichst schnell hinter mich gebracht - 3 Sterne
Das Haus der Bücher
(14)Aktuelle Rezension von: LBS1987Basierend auf realen Ereignissen hat der Autor eine sehr spannende Geschichte über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte geschrieben. Rund um das 'Haus der Bücher' in Königsberg (die Anfänge des heutigen Verlags Gräfe und Unzer) spielt die dramatische, spannende Handlung um einen Buchhändler und Verleger, der im Angesicht des Nationalsozialismus versucht, Literatur zu retten und sich treu zu bleiben. Das Klischee des gewalttätigen, bösen Nazis wird hier ordentlich bedient, auch die des armen Würstchen, dass unter der neuen Herrschaft Chancen sieht. Das ist aber in meinen Augen kein Manko, da der Rahmen stimmt und das ganze wunderbar unterhält und die Spannung gerade zum Ende hin kaum auszuhalten ist. Auch das fundierte Vor- und Nachwort tragen dazu bei, zeugen sie doch von der gründlichen Recherche und Auseinandersetzung des Autors mit dem Thema.
- Ellen Sandberg
Die Vergessenen
(23)Aktuelle Rezension von: BriggsFür mich ein faszinierendes Buch, das die Euthansie im Dritten Reich aus der Anonymität in die Gegenwart holt.
Es hat einen Moment gedauert zu realisieren, dass ich in zwei Zeitebenen höre. Ich wüsste gern, ob das im haptischen Buch auch so unmittelbar ohne Kennzeichnung durcheinander geht. Als das aber klar war, ging mir das Buch gleich in Mark und Bein.
Es gibt gefühlt viele Hauptpersonen, von denen wir unterschiedlich viel erfahren. Das ergibt manches Unübersichtliche, aber vor allem doch viel Ineinandergreifendes, und das gefällt mir gut.
Für mich ein sehr berührendes Buch, das in mir nachhallen wird. Diese Mischung der Zeiten, der Kriege, der Verbrechen. Ich liebe dieses Buch.
- Jesper Bugge Kold
Wintermänner
(21)Aktuelle Rezension von: Susanna_SchoberDas Buch startet damit, dass sich langsam die Nazi-Bewegung in die Stadt Hamburg schleicht. Immer mehr und mehr wird auffällig, dass sich bald etwas verändern wird und schnell stellt sich auch heraus, dass die beiden Brüder Karl und Gerhard davon betroffen sein werden.
Während der Familienvater Karl allerdings im Laufe der Jahre zum Offizier wird, lehnt der andere es vorerst ab, mitzumachen. Später allerdings hat er kaum noch eine Wahl und schließt sich doch den Nazis an ...
Beide Brüder könnten verschiedener nicht sein, dennoch haben sie einen ähnlichen Weg gewählt. Zumindest was ihre eigenen Überzeugungen betrifft und wie sie diese ignoriert haben.
Leider fehlte mir in diesem Buch gänzlich die 'Spannung' die ich sonst bei solchen Geschichten immer wieder verspüre. Auch die ständigen Zeitsprünge waren mehr anstrengend, als hilfreich für das Werk. Aus diesem Grund zog sich das gesamte Buch unendlich.
Der Klappentext:
n den 1930er-Jahren führen die Brüder Karl und Gerhard ein beschauliches Dasein in ihrer Geburtsstadt Hamburg. Doch dann geraten sie gegen ihren Willen in den Sog der Nazibewegung. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, erlebt Karl als Offizier beim Nachschub das Grauen an der Front sowohl in Frankreich als auch in Russland aus nächster Nähe. Gerhard bleibt in Deutschland, ist mitverantwortlich für den Transport der Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager und steigt schließlich zum Kommandanten eines Konzentrationslagers auf.
Mein Fazit: Leider nicht mein Fall. Es fehlte an Spannung und die Geschichte plätscherte nur vor sich hin, sodass ich wenig Lust verspürte, weiterzulesen.
- Takis Würger
Stella
(342)Aktuelle Rezension von: DankeAnke⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 Sterne
Stella ist eines dieser Bücher, das man beendet – und das trotzdem noch lange nachhallt.
Es ist schon eine Weile her, seit ich es gelesen habe, aber bis heute gehört es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
Die Geschichte spielt im Jahr 1942 – mitten in einer der dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte. Zwischen dem Verbot, dass Juden keine Haustiere halten dürfen, der Schließung der letzten jüdischen Schulen, den ersten Deportationen nach Auschwitz und dem Erlass von Heinrich Himmler, dass in Auschwitz nun Menschen und Tiere zu Versuchszwecken freigegeben sind, lesen wir über eine junge Liebe.
Das Buch ist so intensiv.
Während man liest, vergisst man nie, in welcher Zeit man sich befindet. Dieses bedrückende Gefühl zieht sich durch jede Seite. Gleichzeitig schafft Würger es mit seinem einzigartigen Schreibstil, eine Geschichte zu erzählen, die emotional komplett mitreißt.
Nach dem Buch habe ich direkt eine Dokumentation über Stella gesucht, weil mich die Geschichte und vor allem die reale Person dahinter nicht mehr losgelassen haben.
Ganz wichtig:
Lest unbedingt den Epilog‼️
Ich verstehe absolut, warum dieses Buch damals eine große Debatte ausgelöst hat. Die Frage, wer über diese Zeit schreiben „darf“ und wie man mit realen Personen aus dieser Epoche literarisch umgeht, ist sicher diskutabel. Aber ich persönlich finde solche Bücher unglaublich wichtig. Diese Zeit darf niemals vergessen werden. Und sie darf NIE WIEDER passieren.
Für mich war Takis Würger damals eine völlige Neuentdeckung. „Stella“ war mein erstes Buch von ihm – und danach mussten sofort alle anderen folgen, weil mich sein Schreibstil so überzeugt hat.
- Morton Rhue
Die Welle
(16)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrMorton Rhue hat einen Klassiker geschaffen, der an Aktualität wohl niemals einbüßen wird. Denn es darf nicht vergessen werden. Auf erschreckende Weise führt einem der Autor vor, wie schnell man Teil einer größeren Sache werden kann und wo der Faschismus beginnt. Wichtiges Buch, dass man gelesen haben sollte.
- Alex Beer
Unter Wölfen - Der verborgene Feind
(42)Aktuelle Rezension von: kleine_leseeckeIch mag die Figur Isaac Rubinstein unglaublich gern. Leider nimmt die eigentlich sehr spannende Handlung Wendungen, die zu der Zeit damals tatsächlich fatal für jeden jüdischen Bürger gewesen wären. Rubinstein ist so oft kurz vorm Auffliegen, dass es absolut unglaubwürdig wirkt. Eigentlich schätze ich die Autorin sehr für ihre erstklassige Recherche und tollen Geschichten. Hier kann ich leider nur den Kopf schütteln.
Nichtsdestotrotz ist es ein spannendes und mitreißendes Buch, welches sich gut weglesen lässt. Daher gebe ich faire 3 Sterne.
- Heike Wolf
Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf
(12)Aktuelle Rezension von: BabajagaDas Buch:
Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil der Schönau-Dilogie. Er umfasst den Zeitrahmen 1935 bis 1957 im Leben der Familie Schönau. Den ersten Teil sollte man vorher gelesen haben, da der 2. Teil direkt an dessen Ende ansetzt. Das Buch ist Kapitel aufgeteilt, die über die meiste Zeit jeweils ein Jahr umfassen.
Worum geht’s?
1935 – das Naziregime gewinnt zusehends an Macht und das Leben der Familie Schönau ändert sich ein weiteres Mal drastisch. Alle Familienmitglieder müssen sich in dieser dunklen Zeit arrangieren und tun es auf die unterschiedlichsten Weisen. Dabei müssen alle schwerste Verluste hinnehmen und mit dem größer werdenden menschlichen Zwiespalt innerhalb der Familie klar kommen. Auch nach dem Krieg können nicht alle Schönau-Kinder ein gutes Leben führen. Gerade Lotte geht einen sehr schweren Weg, der – als sie vermeintlich am Ziel ist – wieder nur einen schmerzlichen Verlust für sie bereit hält. Erst an ihrem 90. Geburtstag am 09.11.1989 darf sie sich endlich über ein Geschenk freuen, mit dem sie nicht mehr gerechnet hatte.
Die Charaktere:
Lotte ist auch in diesem 2. Teil die Sympathieträgerin für die ich zu jeder Zeit Wohlwollen empfunden habe. Mehr als einmal habe ich gedacht, dass sie kaum noch mehr Rückschläge ertragen kann. Eine lange Zeit muss sie das Leben mit ihren beiden Kindern Agnes und Irene allein meistern, weil Richard entweder im Krieg ist oder im Gefängnis einsitzt. Oftmals weiß Lotte noch nicht einmal, wo genau Richard sich gerade befindet. Diese ständige Unsicherheit macht einen schon als Leser nervös und es ist kaum vorstellbar, was genau Lotte empfunden haben muss. Der Autorin gelingt es zu jeder Zeit absolut glaubwürdig diesen bedrückenden Umstand zu beschreiben. Lottes Verhaltensweisen und Entscheidungen kann ich oftmals sehr gut nachvollziehen, insbesondere vor dem Hintergrund, da ich selbst nicht sagen könnte, wie ich in diesen Situationen reagiert hätte.
Dorchen ist wohl der Charakter, der sich am radikalsten verändert. War sie am Anfang lebenslustig, direkt und extrem gegen das Naziregime, entwickelt sie sich nach dem Krieg zu einer Fanatikerin, die den Sozialismus bejubelt, obwohl offensichtlich ist, dass die Russen nicht wirklich etwas anders machen als die Nazis vor ihnen. Die Diktatur unter Hitler hat sie rigoros abgelehnt, hat sogar Lotte und Richard verurteilt, weil sie ihrer Meinung nach zu wenig dagegen unternahmen; stets hat sie Heinrich verurteilt, wegen seiner Besessenheit in der NS Zeit. Und nun? Macht sie es genauso! Dorchen war mir immer sehr sympathisch, ich mochte sie wegen ihrer leichten Art zu leben, mir gefiel mit wie viel Enthusiasmus sie sich für ihre Arbeit eingesetzt hatte und natürlich ihre tiefen Gefühle für Levin. Nachdem sowohl Levin als auch ihre Tochter Margrit von ihrer Seite gerissen wurden, arbeitet Dorchen intensiv im Widerstand und verurteilt beinahe jeden, der etwas dezenter ist. Ich kann ihre Verluste nur all zu gut verstehen, ebenso wie den Umstand, dass sie etwas tun will. Dass sie jedoch sogar die eigene Familie verbal beginnt anzugreifen, bringt meine Sympathie ins Wanken. Bereits hier zeigen sich die ersten Züge von Fanatismus, die sich nach dem Krieg ganz extrem ausprägen. Zwar hilft sie Lotte in den wirklich schlechten Zeiten und zeigt hier dann das Dorchen, wie ich es kenne, aber kurz darauf ist sie wieder hart und ungerecht. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Krieg Dorchen verändert und hart gemacht hat, aber diese bedingungslose Besessenheit von einer anderen Diktatur hat sie mir am Ende beinahe unsympathisch werden lassen. Doch trotz aller Antipathie am Ende des Buches ist auch dieser Charakter authentisch, er gehört dazu und in gewisser Weise tut mir Dorchen sogar leid.
Heinrich taucht nicht ganz so oft auf wie Lotte und Dorchen, aber wenn, dann möchte man ihn schütteln und ihn fragen, ob er blind ist. Ich empfinde es als furchtbar, wie er alte Freunde und sogar die eigene Familie ans Messer liefert ohne mit der Wimper zu zucken. Und trotzdem ist Heinrich eine Figur, die von Ambivalenz strotzt. Einerseits diese Härte und blinder Fanatismus – allerdings zum NS Regime – und andererseits kümmert er sich beinahe rührend um Lotte, sowohl direkt nach dem Krieg und auch später. Seine Verhaltens- und Denkweisen scheinen nicht zusammenpassen zu wollen, aber trotzdem ist er eine Figur, die man sich lebhaft vorstellen kann.
Sämtliche Charaktere, auch Nebenfiguren, zeichnet die Autorin vielschichtig. Man kann eigentlich bei keiner Figur einfach sagen, dass man sie mag oder eben nicht. Und genau das ist der Grund, weshalb sie mit all ihren Sorgen und Nöten, mit den schönen und schlechten Dingen ihres Lebens absolut glaubwürdig sind. Es kommt einem immer ein bisschen so vor, als könnte man sie greifen, wenn man nur die Hand ausstreckte. Je länger man in der Geschichte liest, desto mehr wachsen einem die Figuren ans Herz und desto mehr glaubt man, einen Freund der Familie zu verlieren, wann immer jemand stirbt – und es sterben viele! Heike Wolf macht es einem wirklich schwer Figuren gehen zu lassen. Dies wird besonders deutlich, als nach einem Bombenangriff 3 wichtige Figuren auf einmal sterben.
Schreibstil:
Heike Wolf schreibt einfach großartig! Bildgewaltig ohne sich in Details zu verlieren. Sie beschreibt die Welt in ihrer Geschichte so, dass der Leser in sie abtauchen kann, so als wäre sie selbst dabei gewesen. Und auch wenn die Zeit furchtbar war, wenn man auf überhaupt gar keinen Fall in dieser Zeit gelebt haben möchte, so ist diese Zeit für die Zeit des Lesens so echt und so greifbar – mit all ihren schrecklichen Momenten, aber gerade auch mit den schönen Momenten.
Die Autorin wirft den Leser durch alle Emotionen. Immer wieder möchte der Leser hoffen und tut es auch, dass sie diesem oder jenem Charakter dies oder jenes nicht antun möge. Man hofft und bangt und doch kommt das Unvermeidliche. Wer mehr als ein Buch von Heike Wolf gelesen hat, der weiß, dass sie nicht zimperlich mit ihren Figuren ist, aber trotzdem schafft sie es immer wieder, dass man zu ihren Figuren ein Verhältnis aufbauen muss. Man kommt nicht umhin, eben weil sie so lebendig sind. Der Satz „Das kann sie jetzt nicht wirklich tun!“ war mein ständiger Begleiter, aber sie tut es trotzdem – erbarmungslos. Erbarmungslos ist hier ein Kompliment, denn die Zeit war genau das. Alles andere wäre nicht authentisch.
Historischer Hintergrund:
Es gibt sicherlich viele Bücher, die sich mit dem 3. Reich befassen. Es gibt sicherlich auch viele gute Bücher über diese Zeit. Aber dieses hier vereint einfach alles. Es liefert einerseits sauber recherchiertes Hintergrundwissen sowohl über den Krieg als auch die Anfänge der DDR – ich habe mehr als einmal ungläubig gesagt „Das glaube ich jetzt nicht“ und doch ist es wahr. Andererseits lässt es diese Zeit so lebendig werden, als würde man selbst dabei sein. Hin und wieder musste ich beim Lesen unterbrechen um aus dem Fenster zu schauen, bevor die nächsten Bomben fielen.
Fazit:
Dieses Buch ist alles, aber keine leichte Unterhaltung! Wer sich auf dieses Buch einlässt, braucht mindestens ein Paket Taschentücher – besser zwei! Er sollte sich darauf einstellen, dass zwischen Liebe und Hass jedes Gefühl hochkommen wird – außer Gleichgültigkeit! Diese kann und wird sich der Leser nicht erlauben. Für Fans von wirklich realistischen, historischen Romanen ein absolutes Must read! 5 von 5 Sternen.
Danke Heike!
- Ulrike Renk
Jahre aus Seide
(139)Aktuelle Rezension von: anne_foxNach einer wahren Geschichte ist dieser Roman geschrieben und es geht um die jüdische Familie Meyer und deren Verwandt-und Bekanntschaft. Die Familie lebt in Krefeld um 1930. Es herrscht in der in der Familie und in deren Umfeld, Friede, Freude Eierkuchen, und so zieht sich auch die Handlung dahin. Es ist eine wohlhabende Familie die ihren jüdischen Glauben auslebt und wunderbare herzliche Menschen sind die jedem Helfen der in Not ist.Bis die Nazizeit anbricht und sie auf einmal statt in den Tag zu leben, Angst vor der Zukunft haben.
Fazit:
Eine Geschichte die so dahinplätschert und erst etwas Fahr mit der Judenverfolgung aufnimmt. Es ist der erste Teil einer Familien-Saga. Hoffentlich steigert sie sich in den Folgebänden.
- Morton Rhue
Die Welle
(4)Aktuelle Rezension von: NelebooksCover: Das Cover passt zu dem Gedanke, dass alle Menschen gleich sind. Es wirkt etwas unheimlich, was auch zum Inhalt passt.
Inhalt: "Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment: Er möchte seinen Schülern beweisen, dass wir alle immer und überall anfällig sind für faschistoides Handeln und Denken. Doch die »Bewegung«, die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle. Morton Rhues packender Roman beruht auf dem realen Experiment, das der Lehrer Ron Jones 1967 im kalifornischen Palo Alto mit einer Highschoolklasse durchführte."
Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Laurie war mir von Anfang an sympathisch und ich habe hier vor allem sie sehr gerne begleitet. Auch ihre Eltern fand ich sympathisch mit ihrer Einstellung. Ben wurde mir zunehmend unsympathisch. Seine Frau dagegen fand ich wiederum sehr sympathisch. Ben schien zu Anfang ein etwas verpeilter Lehrer, doch dann schien ihm diese Macht und Aufmerksamkeit zu gefallen und er verlor sich zunehmend in dieser Rolle, was ich sehr gruselig fand. Die ganze Geschichte ist einfach unheimlich interessant, unheimlich auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ist gruselig, wie leicht Menschen sich manipulieren lassen können und dadurch auch verändern - was man vor allem auch an David sehen konnte. Ich habe das Hörbuch an einem Stück durchgehört, da ich unbedingt wissen wollte, wie es ausging.
Ich denke, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre sein sollte. Es ist erschreckend und interessant und man nimmt auch für sich etwas aus diesem Buch mit - immer hinterfragen!
- 8
- 12










