Bücher mit dem Tag "50er-jahre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "50er-jahre" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.378)
    Aktuelle Rezension von: Frea

    Ich hatte mich schon auf dieses Buch gefreut, da der Klappentext erahnen ließ, dass Flavia nicht die typische Figur ist und ich muss sagen, dass ich ihre Eigenheit mag. Ich finde es immer toll, wenn Charaktere sich von der Maße abheben. Allerdings haben mich oft die vielen Ausschweifungen genervt, da mich einfach keine Seitenlangeerklärungen zur Physik interessiert haben. Generell war mir am Anfang zu wenig los und die Spannung hat sich nur langsam aufgebaut. Auch das Ende war für mich nicht wirklich eine Überraschung. Deshalb gebe ich mit beiden Augen zugedrückt drei Sterne für eine tolle, eigensinnige Protagonistin und einen flüssigen Schreibstill. 

  2. Cover des Buches EVIL (ISBN: 9783453677005)
    Jack Ketchum

    EVIL

     (871)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Inhalt:

    Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.


    Meine Meinung:

    Ich wurde letztens von einem Freund nach einer Buchempfehlung gefragt. Er suchte etwas Brutales, eher blutig - ein Hauch von "The Punisher" (falls jemand die Serie kennt?!). Mir ist ehrlich gesagt, nichts eingefallen. Ich lese in der Regel eher Psychothriller. Die sind oft faszinierend und dunkel, aber eigentlich nie wirklich brutal und heftig. Deshalb habe ich gegoogelt und bin auf "EVIL" gestoßen. Laut vieler Rezensionen eins der brutalsten und heftigsten Bücher - viele konnten es nicht mal zu Ende lesen. Ich wollte mal selbst reinschnuppern, um meinem Freund doch noch eine Empfehlung geben zu können... Ich nehme mal vorweg: Ich habs ihm nicht empfohlen. Weil es absolut nicht das ist, was ich erwartet habe und auch nicht das ist, was er sucht. Sollte also jemand eine andere Idee haben - gerne her damit. 

    Aber nun zu EVIL: 

    Diese Geschichte ist wirklich einfach nur krankhaft. Die Idee an sich ist schon echt verstörend, die Umsetzung gleichermaßen. Man kann einfach in keiner Weise verstehen, warum der Autor diese Geschichte schreibt. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich habe am Ende darauf gehofft, dass der Autor uns eine kleine Moral oder eine Sinnhaftigkeit seiner Geschichte präsentiert - aber das macht er nicht. Es geht ihm glaube ich nur darum, seine Leser zu schocken. Dabei fehlt aber der psychologische Effekt, also der Tiefgang und der Sinn, die schockierende Erkenntnis einer Figur.... oder irgendwas in der Richtung. Hier ist es einfach nur eine Beschreibung von Folter. Und das ist irgendwie zu wenig - sogar dann, wenn man einfach nur etwas Brutales lesen will. 


    Fazit:

    Ich war auf der Suche nach einer brutalen, heftigen, vielleicht blutigen Geschichte - ein bisschen wie in der Serie "Punisher". Bekommen habe ich mit EVIL einfach nur eine krankhafte Beschreibung von Folter. Ohne Moral, ohne tieferen Sinn, ohne schockierende Erkenntnis. Das ist nicht mal ausreichend, wenn man einfach nur etwas Brutales lesen will. 2 Sterne!

  3. Cover des Buches Das Haus der bösen Träume (ISBN: 9783442744671)
    Frank R. Tallis

    Das Haus der bösen Träume

     (36)
    Aktuelle Rezension von: martina_turbanisch

    Der junge Psychiater James Richardson ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Erfreut und auch geschmeichelt nimmt er das Angebot des bekannten Kollegen Dr. Hugh Maitland an, in seiner  Privatklinik Wyldehope Hall eine leitende Position  zu bekleiden.

    Er soll, weitestgehend selbstständig, das sogenannte Schlaflabor in den Kellerräumen der Klinik betreuen. Dort liegen sechs Patientinnen in einer Art künstlichem Dauerschlaf, die er betreuen muss. Bald schon kommen ihm aber Zweifel an seiner Aufgabe und an  der Klinik.

    Maitland arbeitete an einer bahnbrechenden, neuen Behandlungsform, die den Dauerschlaf mit den neuesten Medikamenten und der Elektrokrampftherapie verband. Das Haus der bösen Träume, S. 24/25

    Mein Eindruck:

    Ich war mir bei diesem Roman die ganze Zeit nicht wirklich sicher, welches Genre ich da gerade lese. Für einen Krimi war es nicht spannend genug, für einen Horror-Roman fand ich es nicht gruselig genug – also habe ich mich für Mystery-Roman entschieden :-) Es gab jede Menge übersinnliche Andeutung, ohne je tatsächlich konkret zu werden, was für meinen Geschmack der Spannung nicht wirklich gedient hat. Aber es weht halt die ganze Zeit etwas Mystisches  über dem Roman, was ich wiederum sehr angenehm fand.

    Welcome to the fifties :-)

    Die Handlung spielt sich in den 50er Jahren ab und ich finde den Ton, der damaligen Zeit hat F.R. Tallis, soweit ich das beurteilen kann, gut getroffen. Auch die Rolle der Frau in dieser Zeit wird hier am Rande ganz gut skizziert.  Es hatte ein bisschen was von Edgar Wallace, Alfred Hitchcock oder Francis Durbridge – allerdings ohne den „Straßenfegereffekt“ , den diese oft erreicht haben. Da half auch die leichte Liebesgeschichte, die eher nebenher lief,  nicht.

    Spannung – so lala

    Die ersten zwei Drittel sind einigermaßen spannend und hier gibt es sehr viel übersinnliche Wahrnehmungen oder entsprechende Sinnestäuschungen, je nachdem, welcher Fraktion man angehört :-) Die Mischung aus Klinikalltag, heute merkwürdig anmutenden Behandlungsmethoden und dem leichten Touch von „es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde…“ fand ich ganz ansprechend und es machte mich neugierig auf das Ende der Geschichte.

    Merkwürdiges Ende

    Da lag dann aber für mich das Problem. Das Ende war für mich wenig überraschend, hatte aber auch keinen wirklichen Showdown oder eine wirklich befriedigende Auflösung. Ich meine, es gab eine Auflösung, aber die fand ich irgendwie halbgar und nicht wirklich gut durchdacht, sondern eher platt und lieblos. Vielleicht bin ich zu unsensibel, aber ich fand sie unglaubwürdig.

    Toller Schreibstil

    Wirklich gut gefallen hat mir der Schreibstil von F. R. Tallis. Er hat den Ton der damaligen Zeit gut getroffen, hat es geschafft unterschwellig eine gewisse Spannung aufzubauen – die er dann aber leider immer wieder aus den Augen verloren hat. Aber insgesamt hat er es geschafft, mich an ein eigentlich eher mäßig spannendes Buch zu fesseln :-) Vielleicht liegt es ja an seinen Kenntnissen der Psychologie?  Wie auch immer, ich fand das Buch nicht so spannend, wie der Titel versprach, trotzdem habe ich es nicht bereut, es gelesen zu haben.

    Mein Fazit:

    Ein eigentlich eher mäßig spannendes Buch, das trotzdem zu fesseln weiß - genau das Richtige für einen gemütlichen Couchtag.

  4. Cover des Buches Wenn die Mondblumen blühen (ISBN: 9783462040968)
    Jetta Carleton

    Wenn die Mondblumen blühen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Jacynthe

    Inhalt


    Missouri in den 50er-Jahren: Wie in jedem Sommer kehren die längst erwachsenen Töchter von Matthew und Callie Soames zurück auf die kleine Farm ihrer Eltern. Eine schmerzhaft schöne Reise zurück in die Kindheit beginnt. Jetta Carleton erzählt von einer Familie, die gemeinsam älter wird, von Kindern, die das Haus verlassen und wieder zurückkommen, von dem Gefühl, zueinander zu gehören, was auch immer geschieht. ( Quelle)

    Meine Meinung


    Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich dieses Buch liebe und wie froh ich bin, dass mich meine Erinnerungen daran nicht getäuscht haben. Es ist tatsächlich noch immer so wunderschön wie damals, als ich es vor Jahren zum ersten Mal las, und versetzte mich in genau die Stimmung, die ich mir erhoffte. Dennoch stehe ich vor einem Problem: dass ich nicht mit Worten ausdrücken kann, wie wundervoll ich diesen Roman finde.

    Das Buch ist im Großen und Ganzen leise und sehr emotional. Es passiert an sich nichts wirklich Außergewöhnliches, zumindest nicht verglichen mit den Geschehnissen in der großen weiten Welt. Stattdessen begleitet man eine amerikanische Familie durch die 1920er, 30er und 40er Jahre, erlebt die Höhen und Tiefen des familiären Zusammenlebens, begleitet die Töchter auf ihrem Weg, erwachsen zu werden, der nicht immer einfach ist. Es geht um den stillen Kampf um die Anerkennung der Eltern, um das Hin- und Hergerissensein zwischen Pflicht und dem Drang nach Freiheit und um die erste große Liebe. Doch auch das Leben und die Gefühlswelt der Eltern werden geschildert, die guten und auch die schlechten Zeiten, die sie miteinander meistern, obwohl sie sich oft genug nahe am Abgrund befinden. Ehebruch, der Wunsch nach mehr und das Leid über den Verlust eines Kindes, diese Thematiken hat Carleton eingeflochten, ohne den Roman damit zu sehr zu beschweren.

    Das Buch beginnt in der Gegenwart, als die erwachsenen Töchter zu Besuch auf die elterliche Farm kommen. Erzählt wird aus Sicht des Nesthäkchens Mary Joe und erste Hinweise und Verknüpfungen zum Folgenden werden gegeben. Schließlich springt das Buch in die Vergangenheit, wobei man weiterhin das angenehme Gefühl hat, dass Mary Joe erzählt, obwohl sie während eines Großteils des Romans noch gar nicht auf der Welt ist. Nacheinander werden in einzelnen Kapiteln die drei anderen Töchter Jessia, Mathy und Leonie, sowie die Eltern Matthew und Callie in den Fokus genommen. Nach und nach ergibt sich so ein umfassendes Familienportrait, das sich über mehrere Jahre erstreckt, und so tief blicken lässt, dass man denken könnte, selbst Teil der Familie zu sein.

    Jede Figur hat Carleton mit Charakter bedacht, mit Stärken und Schwächen, die sie wie jeder von uns stets versuchen im Gleichgewicht zu halten. Jede Figur ist einzigartigund es macht Spaß, sie nach und nach zu entdecken und kennenzulernen. Mathy war mir am sympathischsten, aber auch Callie mochte ich sehr. Sie habe ich mir immer ein wenig wie Francesca in Die Brücken am Fluss vorgestellt. Ihr Kapitel hat sich Carleton bis ganz zum Schluss aufgehoben - und das mit gutem Grund. Der Wow-Effekt ist beeindruckend und hallt noch immer in mir nach. Aber auch an andere Szenen kann ich mich sehr gut erinnern. In jedem findet sich ein kleiner Spannungsbogen, sodass das Buch alles andere als langatmig ist. Im Gegenteil - ich habe es geradezu verschlungen.

    Wie bereits gesagt ist der Roman sehr gefühlvoll und Carleton legte großen Wert auf das jeweilige Innenleben der Person. Dennoch ist das Buch nicht langweilig, denn jeder Charakter hat seine Eigenheiten, seine eigenen kleinen Geheimnisse und seine Laster, die das Buch spannend und unvorhersehbar machen. Dazu die Stimmungsvolle Umgebung, die ich so sehr liebe, das idyllische, aber nicht romantisierte Farmleben... Ich vergebe 5 von 5 Wolken. Hier kommt ihr außerdem zu meinem Bookish Moodboard, das ich zu diesem Roman erstellt habe. 
  5. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Buecherrauschen

    Der Film „Shutter Island“ von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ist den meisten ein Begriff. Aber die gleichnamige Buchvorlage steht diesem in nichts nach.

    In dem Psychothriller verschlägt es den US-Marshall Edward Daniels auf die abgelegene Insel Shutter Island, auf der eine mehrfache Kindsmörderin aus dem Spezialgefängnis für geistesgestörte Schwerverbrecher geflohen ist. Daniels soll herausfinden, wo sie abgeblieben ist und wie sie unerkannt aus der Zelle fliehen konnte. Aber er hat noch ein ganz eigenes Motiv auf die Insel zu fahren …

    Gleich zu Beginn gelingt es dem Autor eine düstere und mysteriöse Stimmung aufzubauen. Die ersten Rätsel kommen auf, als Daniels mit seinem Partner versucht herauszufinden, wie die Kindsmörderin es geschafft hat zu entkommen und was die merkwürdigen Zeichen, die Daniels findet zu bedeuten haben. Ein Hurrikan, der kurz nach der Ankunft beginnt zu toben, ruft zusätzlich ein beklemmendes Gefühl hervor und lässt den Protagonisten keine Möglichkeit von der Insel zu entkommen. Die Leser*innen folgen zusammen mit dem US-Marshall den Spuren und bekommen durch Rückblenden einige Einblicke in das Leben von Daniels. Bald fragt sich nicht mehr der Protagonist, was auf der Insel vor sich geht und was Wahrheit und Illusion ist, sondern auch die Leser*innen …

    „Shutter Island“ ist ein hervorragendes, verstörendes Psychospiel mit einer düsteren Atmosphäre, gut ausgearbeiteten Charakteren und einem schönen Schreibstil – Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Unsere ausführliche Rezension gibt es auch in Folge 26 unseres Podcasts zum Nachhören, auf allen gängigen Podcastportalen. Bei Spotify hier: open.spotify.com/episode/1YMpVhLk6c8Qpf9T1K45BB?si=4713b481826c4227

  6. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423191166)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Dolores999

    Allein sprachlich und vom Figurenentwurf, von der Tiefe und Komplexität der Figur, her ist das Buch eine Wucht.
    Fasziniert hat mich auch die Kontroverse Katholizismus- Evang.- Atheismus/ Nichtkirchlich. Die Thematik spielt heute ja nur noch in sehr kleinen Kreisen eine Rolle, weil sie durch andere ersetzt wurde und ersetzt wird. In ein paar Jahren werden wir das Buch wohl als Parabel auf aktuelle quasi-religiöse und nicht minder unvereinbare Konflikte lesen.

  7. Cover des Buches J. Robert Oppenheimer (ISBN: 9783548609805)
    Kai Bird

    J. Robert Oppenheimer

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkai
    "Ich bin der Tod, der alles raubt, Erschütterer der Welten", zitiert Robert Oppenheimer im Juli 1945 nach der Explosion der ersten Atombombe in der Wüste New Mexicos aus dem Bhagavadgita-Epos und benennt damit das Dilemma, in dem sich die amerikanischen Wissenschaftler des Manhattan-Projects in Los Alamos befanden. Vor allem Oppenheimer, der "American Prometheus" (so der passende Titel der Originalausgabe) beginnt zu zweifeln, ob es tatsächlich notwendig ist, dass alles was gedacht wird auch gemacht wird. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt diese Distanz und Zurückhaltung negativ auf ihn zurückzufallen. Er wird in der McCarthy-Ära zum Kommunisten gemacht, zum Sicherheitsrisiko erklärt, Kollegen distanzieren sich, wenden sich ab und er verliert damit seine Beteiligungsmöglichkeit an Regierungsprojekten. Bird und Sherwin, deren 25jährige Arbeit an diesem Buch man auf jeder Seite spüren kann, spannen den faszinierend weiten Bogen zwischen diesen beiden Extremen und füllen ihn mit Leben. Lebendig wird eine zerrissene Person in einer komplizierten Weltlage, die Ideen, Wünsche und Hoffnungen, die großen Erfolge und noch größeren Niederlagen, der Mensch J. Robert Oppenheimer.Eine großartigte Biografie, zurecht ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis.
  8. Cover des Buches Schlangenhaus (ISBN: 9783641126353)
    Sharon Bolton

    Schlangenhaus

     (106)
    Aktuelle Rezension von: BlueTulip

    Inhalt: Die Tierärztin Clara Benning lebt sehr zurückgezogen in einem englischen Dorf. Grund für diese Zurückgezogenheit ist die Narbe in Clara Bennings Gesicht, die sie sehr entstellt. Eines morgens wird Clara von ihrer Nachbarin um Hilfe gebeten. In dem Bett ihrer kleinen Tochter liegt eine Schlange. Clara entfernt die Schlange, bevor diese das Kind beißen kann. Doch damit nicht genug. Das ganze Dorf wird auf einmal von einer Schlangenplage heimgesucht. Nun ist Clara als Expertin gefragt. Als dann auch noch auf unerklärliche Weise ein Mensch stirbt, ermittelt Clara auf eigene Faust. Zuhilfe eilen ihr der Polizist Matt Hoare und der Schlangenforscher Sean North.

    Meinung: Ja, ich gebe es zu Schlangen sind nicht meine Lieblingstiere, kann es aber verstehen das es Menschen gibt die von diesen Tieren fasziniert sind. Habe es damals auch reinen Instinkt mitgenommen, und wurde nicht enttäuscht. Schlangenhaus ist ein spannender Roman, flüssig geschrieben, um eine junge, scheue Frau, die im Laufe des Buches immer wieder über sich hinauswächst und durch ihren Instinkt nach und nach das Geheimnis um die Schlangenansammlungen lösen kann. Hinzu kommen einige nicht unwichtige Nebenfiguren und auch der Schauplatz das kleinen englischen Dorf wird glaubhaft dargestellt. Es war einer dieser Thriller die ich nicht mehr aus der Hand legen mochte. ( Bin kein Freund von dieser Formulierung, aber hier stimmt sie zu 150%)

    Ich warte seitdem auf eine Fortsetzung, die es aber bis heute nicht gibt, da Frau Bolton immer wieder neue Titelheldinnen erschafft, hab das eine oder andere Buch gelesen die mochten mich aber leider nicht so sehr fesseln wie dieses...

  9. Cover des Buches Hasenherz (ISBN: B002AACD0I)
    John Updike

    Hasenherz

     (51)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Ich musste nach der Lektüre noch einmal nachgucken: Doch,  dieser Roman erschien 1960 in den USA und muss damals eingeschlagen haben wie eine Bombe, ähnlich wie Grass' Blechtrommel in der BRD.
    Schonungslos und offen erzählt Updike die Geschichte des jungen,  nach Orientierung suchenden Harry Angstrom,  genannt Rabbit. Auf dem Papier ein glücklicher Familienvater mit schwangerer Frau.  In der Realität hält er es zuhause kaum mehr aus, seine Frau mehr betrunken als nüchtern,  vegitierend vor dem TV. Rabbit bricht aus dieser Tristesse aus, doch sein Glück findet er nicht.... 
    Prostitution,  Oralsex, Kindsmord - für 1960 gleich mehrere Tabubrüche in einem Roman, der von Updike meisterlich erzählt wird.
  10. Cover des Buches Im unwahrscheinlichen Fall (ISBN: 9783453421790)
    Judy Blume

    Im unwahrscheinlichen Fall

     (30)
    Aktuelle Rezension von: DrunkenCherry

    Das Buch hatte eine sehr vielversprechende Geschichte zu erzählen. Über einer Kleinstadt in New Jersey stürzen in den 50er Jahren innerhalb kürzester Zeit 3 Flugzeuge ab. Und mittendrin versucht eine Teenagerin ihr Leben zu leben. 

    Ich hatte damit gerechnet, dass die Familie von Protagonistin Miri selbst in irgendeiner Weise von der Katastrophe betroffen wäre – doch auf den 200 Seiten, die ich gelesen hatte, war dem nicht so. Generell wurden die zwei Abstürze, über die ich bis zu dem Zeitpunkt gelesen habe, sehr neutral beschrieben. Die Autorin hat es nicht geschafft, in mir Emotionen zu wecken – und das bei solch einem brisanten Thema. 

    Dazu kommt, dass es zwei Dutzend Figuren gab, aus deren Sicht abwechselnd berichtet wurde. Und das jeweils nur über wenige Seiten. Einige gehörten zu den Flugzeugopfern und wurden nur kurz erwähnt, andere erzählten mehr von ihrer Geschichte. Dadurch, dass aber auf jeder dritten Seite die Perspektive geändert wurde, habe ich irgendwann den Überblick darüber verloren, wer wer ist und was er zur Geschichte beiträgt – bezeichnend, dass es sogar ein Lesezeichen im Buch gab, auf dem eine Art Glossar abgedruckt war, das einem wohl helfen sollte, den Überblick zu behalten.

    Dass eine der Figuren dann noch einen übersinnlichen Touch hatte, hat mir den Rest gegeben. 

    Ich habe einfach gemerkt, dass es mich überhaupt nicht mehr zu der Geschichte hinzieht und dann beschlossen, das Buch abzubrechen. Ich finde, man hätte mit etwas mehr Dramatik, etwas weniger Figuren und mehr Bezug zu den Flugzeugabstürzen eine sehr tolle Geschichte schreiben können. Was Judy Blume hier abgeliefert hat, war aber einfach nichts für mich. 


  11. Cover des Buches Kanzler, Krisen, Koalitionen (ISBN: 9783641042189)
    Arnulf Baring

    Kanzler, Krisen, Koalitionen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein geschichtliches Lesebuch zu den Kanzlern unserer Republik. Dieser eine Satz reicht eigentlich, um "Kanzler, Krisen, Koalitionen" zu beschreiben. Wer ein übersichtliches, gut strukturiertes Nachschlagewerk zu den deutschen Bundeskanzlern sucht, wird weitersuchen müssen. Wer allerdings ein Buch sucht, das ihm nebenbei und in angenehm lesbarer Form die nötigen Grundinformationen und etwas mehr zu den Kanzlern von Adenauer bis Schröder liefert, der sollte zugreifen. Wie auch in "Jenseits von Hitler" schafft es Schöllgen, zusammen mit dem nicht zu unterschätzenden Arnulf Baring, ein großes Stück deutscher Zeitgeschichte für ein großes Publikum aufzubereiten - Daumen hoch.
  12. Cover des Buches Komm, wir schiessen Kusselkopp (ISBN: 9783922750352)
    Thomas Althoff

    Komm, wir schiessen Kusselkopp

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Zeit der Traubenblüte (ISBN: 9783442485758)
    Jan Moran

    Die Zeit der Traubenblüte

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Muschel
    Dieser Roman von Jan Moran rankt sich um Liebe, ein Familiengeheimnis und den Wein. Mitreissend und romantisch geschrieben. Auch wenn es doch etwas dramatisch zugeht, wer romantisches mag, wird begeistert sein.
  14. Cover des Buches Der Modenkönig - Ein musikalischer Liebesroman aus dem Berlin der 50er-Jahre (Roman) (ISBN: B016GYACKQ)
  15. Cover des Buches Kurze Geschichte von der ewigen Liebe (ISBN: 9783499249365)
    Szilárd Rubin

    Kurze Geschichte von der ewigen Liebe

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Das csirkejáték, zu Deutsch "Hühnchenspiel", spielt man auf Zuggleisen. Man harrt so lange auf den Gleisen aus, bis man im letzten Moment vor dem herannahenden Zug zur Seite springt. Attila und Orsolya sind die Könige dieses Spieles. Sie sind jung und unbesiegbar. Der Krieg ist vorbei und man lebt sein neues altes Leben im Ungarn der 50er Jahre. Doch Liebe währt nicht ewig und so sehr Attila auch versucht, die gutbürgerliche Orsi zu beeindrucken und sie zu halten, kommt sie ihm doch immer mehr abhanden. Aber er kann und will sie nicht loslassen. Immer wieder kehren die beiden zueinander zurück, streiten sich, schlagen sich, hassen sich, treffen sich wieder und verlassen sich. Hat eine Liebe unter diesen Bedingungen überhaupt eine Chance oder sind wir schlussendlich doch nur alleine? Diesen Fragen muss sich der heranwachsende Attila stellen, als er plötzlich alleine dasteht. Ohne Orsolya. Ohne Freunde. Allein zwischen Erwachsensein und Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage. Szilárd Rubins "Kurze Geschichte der ewigen Liebe" spielt im Budapest der Nachkriegszeit. Attila, genannt Till, erzählt seine Liebes- und Lebensgeschichte aus der Ich-Perspektive. Dennoch bleibt uns dieser junge Mann seltsam fremd. Wir erleben mit, wie er die schönste Zeit seines Lebens erlebt und wie ihm sein eigenes Leben immer mehr entgleitet. Für Neulinge im Bereich der ungarischen Literatur ist dieses Buch wenig empfehlenswert, da es ein surreales Werk voller Traurigkeit und Melancholie ist. Doch zeichnet ebendies die ungarische Literatur aus. Man sollte jedoch schon einige Werke gelesen haben, bevor man sich an dieses wagt. Attilas Geschichte ist sprunghaft erzählt, oft weiss man nicht einmal, wo genau man sich befindet. Was jedoch auffallend ist, ist das Reisen. Oft sind die Protagonisten unterwegs. In Kutschen, in Zügen, in Bussen. Die Ruhelosigkeit der Jugend kommt jedoch zu einem jähen Ende, als Attila immer öfter hinter Orsolya zurückbleibt. Immer tiefer wird Till in den Strudel der Einsamkeit und des Haben-Wollens gezogen. Und immer deutlicher zeigt sich Attilas Neigung zum Stalking, zu einer Zeit, als es dieses Wort noch gar nicht gab. Wer sich auf diese Erzählung einlässt, erlebt ein wildes Gefühlsabenteuer, das einen quer durch Ungarn und immer wieder nach Budapest treibt. Man lernt das Leben kennen, wie es ist. Die Zeit, wie sie vergeht und erfährt, was es heisst, einsam zu sein.
  16. Cover des Buches Der Nebel von gestern (ISBN: 9783293404847)
    Leonardo Padura

    Der Nebel von gestern

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Mario Conde, Expolizist, Padura-Fans vertraut aus Das Havanna-Quartett, verdient sein Geld als Antiquar. Eines Tages entdeckt er eine seit 40 Jahren unberührte Bibliothek unter der Obhut zweier alter Geschwister. Neben den kostbaren Büchern fasziniert ihn ein alter Zeitungsbericht über eine gefeierte Bolerosängerin, die sich 1960 überraschend von der Bühne zurückzog und Selbstmord beging. Schnell wird klar, dass ihr Geheimnis eng mit der Bibliothek verbunden ist, doch irgendjemand schreckt zu seinem Schutz nicht vor Mord zurück...

    Ein spannender, überaus atmosphärischer Roman, der die bunte Welt vor der Revolution dem tristen Havanna der 2000er-Jahre gegenüberstellt.
  17. Cover des Buches Werke in 16 Bänden (ISBN: 9783518418055)
    Wolfgang Koeppen

    Werke in 16 Bänden

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Nabil
    Ein schlechter Roman über Intrigen im politischen Bonn der Fünfzigerjahre.
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