Bücher mit dem Tag "60er jahre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "60er jahre" gekennzeichnet haben.

342 Bücher

  1. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453437166)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (666)
    Aktuelle Rezension von: Zeke

    "Der Anschlag" war leider eine absolute Enttäuschung gewesen. Bevor ich anfing die Bücher von Stephen King chronologisch nach Veröffentlichungsdatum zu lesen, hatte ich mir ein paar seiner bekannteren Werke auf Empfehlung der Allgemeinheit bedient. Leider war "Der Anschlag" von 2009 eine absolute Enttäuschung für mich gewesen. Mag vielleicht sein, dass meine Erwartungen viel zu hoch waren, aber dennoch. 

    Die knapp 850 Seiten hätte man gut und gern auf 400 Seiten kürzen können. Es waren etliche Seiten enthalten, die absolut überflüssig waren und die "Spannung" der Handlung bremsten. Da wären die todlangweilige Nebenhandlung in der Kleinstadt, in der sich Jake kurz zur Ruhe gesetzt hatte oder die ellenlange Erzählung über die Familiengeschichte der Oswalds. Die Krönung der schlechtesten Nebenhandlungen in "Der Anschlag" ist aber immer noch die Vorbereitung für die Highschool-Tanzveranstaltung, welche absolut irrelevant war. Statt einer spannenden Zeitreisegeschichte, las ich die ach so schönen 60er Jahre aus Sicht eines alten Mannes aus dem 21. Jahrhunderts. Vielleicht können ältere Leser etwas damit anfangen aber für mich ist das nichts. Die Hälfte des Buches handelt davon, wie schön die 60er Jahre doch sind aber man kennt ja von King, dass er nicht wirklich der grösste Fan der Technologie ist. 

    Der einzige Trostpflaster war wohl die kleine "Nebenstory" in Derry, aber der Rest? Absolut nichts für mich. Keine fesselnde Story, keine spannenden Charakter und eher eine Biografie über Lee Harwey Oswald, als eine Zeitreisegeschichte. 


  2. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.185)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  3. Cover des Buches Sturmherz (ISBN: 9783548288390)
    Corina Bomann

    Sturmherz

     (200)
    Aktuelle Rezension von: Leylascrap

    Alexa Petri, hatte überwiegend keine schöne Kindheit. Ihre Mutter hatte sich nach ihren 11 Lebensjahr mächtig verändert, was sie sich nie erklären konnte. Sie verhielt sich sehr herzlos ihrer Tochter gegenüber. 

    Doch dann ändert sich plötzlich alles alls ihre Mutter wegen eines Schlaganfalles im Krankenhaus kommt und im künstlichen Koma liegt, wird sie in die Pflicht gebeten. Sie muss sich um eine Verfügung kümmern usw. Das führt dazu, dass sie in die Vergangenheit ihrer Mutter taucht, die mit der Sturmflut im Jahre 1962 zusammenhängt und der ersten großen Liebe der Mutter. Durch ihn erfährt sie einiges, auch warum ihre Mutter plötzlich irgendwann so verändert hatte.

    Die Geschichte ist sehr echt und man kann sich super hinein versetzen. Man landet sowohl in der Zeit der Sturmflut mit all seinen Folgen und das ganze drum herum, so wie wenn ein Familienmitglied eine Verfügung benötigt und was zu tun ist. Hervorragend geschrieben und wirklich sehr ergreifend. Ich kann die Autorin wärmstens weiter empfehlen. 

  4. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (872)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Nachdem Claire und Jamie in der "neuen Welt" angekommen sind, versuchen sie dort so gut es geht Fuß zu fassen. Dabei stoßen sie natürlich auf einige Probleme. Auch Brianna und Roger versuchen mit der neuen Situation umzugehen. Doch bei ihrer Recherche von der sie einfach nicht ablassen können, finden sie etwas raus, was sie auf eine gefährliche Mission bringt...

    Auch der vierte Band der Reihe konnte mich überzeugen. Die vielen Seiten schrecken zwar zunächst etwas ab, aber durch den leichten, flüssigen Schreibstil kommt man schnell durch. Wir kennen Claire, Jamie, Roger und Brianna jetzt schon sehr gut und es ist beim lesen, als würde man sich mit alten Freunden treffen. Es kommen auch wieder alte Bekannte vor, sowie zahlreiche neue, spannende Figuren. Ich finde es jedes Mal wieder interessant, wie das Leben damals so war und wie gut Claire und Jamie jedes mal mit den vielen Problemen zurechtkommen. Es wird nie langweilig mit den beiden, obwohl manche Stellen recht langatmig sind, aber das gehört irgendwie schon fast dazu. Ich bin gespannt auf die anderen Teile :)

  5. Cover des Buches Die Nickel Boys (ISBN: 9783446262768)
    Colson Whitehead

    Die Nickel Boys

     (166)
    Aktuelle Rezension von: my-book-addict-world

    Elwood wächst bei seiner Großmutter in Florida auf und hat kaum Perspektiven. Er ist ein Schwarzer Mensch in Zeiten von Rassismus und Benachteiligung. Trotz allen Schwierigkeiten und wenig Mitteln steht das College bevor.

    An seinen ersten Tag, auf dem Weg ins College, wird Elwoods komplette Zukunft zerstört, ein Vorfall wird ihm angelastet und er kommt nun als Krimineller in eine Besserungsanstalt und wird zu einem der Nickel Boys, wie die Insassen dieser Einrichtung genannt werden.

    Der Roman der auf wahren Ereignissen in den 60ern beruht ist mehr ein Zeitzeuge voller Ungerechtigkeit, als dass man ihn nur als Roman abtun könnte.

    Während ich das Buch las, hatte ich ein Gefühlschaos von Trauer, Wut bis Unverständnis, und dem Beigeschmack dass all diese Ungerechtigkeit heute noch auf der ganzen Welt vorhanden ist und man dass am eigenen Leib spürt, wenn man eine andere Biologie hat, oder Lebensform etc. Ich konnte mich sehr gut in das Buch hineinversetzen.

    Colson Whitehead ist einer der besten Autoren die über Tatsachen schreiben ohne wenn und aber. Ich konnte durch seinen Schreibstil sehr gut alles nachempfinden und seine Zeilen trafen mich sehr.

    Trotz des traurig hoffnungslosen Inhalts, gibt es viele Botschaften die Hoffnung geben und Botschaften wie wir alle dieser Ungerechtigkeit die Stirn bieten können, indem wir selbst achtsamer mit Anderen umgehen.


  6. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (692)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die kleine Nombeko kommt als Tochter einer drogensüchtigen Mutter in einem Armenviertel Sowetos zur Welt und ist schon als Fünfjährige als Latrinentonnenträgerin tätig. Mit 12 wird sie Chefin Ihres Latrinen-Bezirkes. Mit 15 beschließt sie in die Welt zu ziehen um die Nationalbibliothek in Pretoria zu sehen. Auf dem Weg dahin gerät sie in einen Unfall, der ihr Leben für die nächsten 10 Jahre sehr einengen wird, in denen sie aber viel über Atomwaffen lernt und die chinesische Sprache.

    Währenddessen wird in Schweden der Postbeamte Ingmar vom Monarchisten zum Republikaner und versucht seine Zwillingssöhne Holger und Holger, von denen nur einer bei den Behörden existiert, in seinem Sinne und mit Blick auf seine Mission, die Ausrottung der Monarchie, zu erziehen.

    Mit 25 kommt Nombeko nach Schweden und trifft dort auf Holger 2 samt Anhang. Die Atomwaffen werden sie auch die nächsten 20 Jahre nicht loslassen. Doch ihre Überintelligenz hilft ihr durch jedes unwegsame Problem, dass das Leben ihr in den Weg stellt und ermöglicht ihr sogar Zugang zu Präsidenten und dem schwedischen König.

    In jeder Buchhandlung trifft man auf die einprägsamen Cover von Jonas Jonasson und so habe ich mal wieder bei einem Kindle-Angebot zugeschlagen, um einen Eindruck zu bekommen, was hinter den Giraffen, Elefanten und Affen steckt. In dem Fall ziert das Cover ein praller Zebrahintern, der einem eine unglaublich sarkastische Geschichte mit den Schauplätzen Südafrika und Schweden präsentiert.

    Durchzogen ist das Ganze mit einer Menge südafrikanischer und schwedischer Politikgeschichte. Und da sich mein Wissen in südafrikanischer Politik, abgesehen von Nelson Mandela, gen null richtet, ging der Witz an mir in der ersten Hälfte des Buches höchstwahrscheinlich an vielen Stellen vorbei. Bei einem Blick auf den schwedischen König im hinteren Drittel fühlte ich mich da schon eher angekommen. :-) Neben dem Unterhaltungswert der offensichtlich fantasievoll ausgeschmückten Passagen, lernt man in diesem Buch eine Menge über Land, Leute und Regierung. Wenn man die historischen Personen nicht kennt, tut man sicher gut daran sie parallel mal bei Wikipedia nachzuschlagen, was den Lesefluss aber natürlich eine wenig hemmt, weswegen ich das nur am Rande getan habe. Vielleicht ein Fehler, denn dann hätte ich sicher einen besseren Zugang zum Inhalt bekommen.

    Aber auch so hat das Buch seinen Charme, eine sehr sympathische Hauptdarstellerin inklusive ihres sehr sympathischen Freundes und eine Menge verschroben schrulliger Charaktere, über deren Dummheit man lachen und den Kopf schütteln kann.

    Meine Unwissenheit in Politik kann ich dem Autor nicht zum Vorwurf machen, weswegen das Buch von mir trotzdem 4 von 5 Sternen erhält.



  7. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (95)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist der Stil, der dieses Buch so besonders gut macht. Ich liebe es, wie er mit der Sprache umgeht mit kurzen Sätzen, mit einer gewissen Hektik darin, die einen nicht stört, weil der Stil den Leser mitzieht und dafür sorgt, dass man nicht nur die Figuren kennt, sondern zu den Figuren wird.

    Das Buch ist nicht eines dieser Drogengeschichten, die mit Farben zu punkten versuchen oder ein miserables Leben zur Schau stellen, sondern es beginnt langsam, zeigt uns den Effekt von LSD, nicht alles, zumindest eine Ahnung davon, und sorgt dann Schritt für Schritt dafür, dass die Figur von einem Wissenschaftler zu einem Junkie mit Diplom mutiert.

    Ich bin von der Sprache begeistert, der Wortgewandtheit des Autoren, der gerade aus einer langweiligen Geschichten etwas so Großartiges kreiert hat. Im Laufe der Handlung tauchen viele Fragen, bei denen ich mich gefragt habe, wie der Autor gedenkt, diese zu beantwortet. Er tut es nicht, was nicht raffiniert ist, sondern einfach nur blöd. Vor allem das Ende ist weit offen für jegliche Interpretation, was ich nicht ausstehen kann. Wieso schließt der Autor nicht einfach die Geschichte ab? Es wirkte für mich so, als wäre Boyle am Schluss die Puste ausgegangen und er hätte einfach beschlossen, die Geschichte so zu beenden.

    Trotzdem habe ich es gern gelesen. T.C. Boyle ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren.

  8. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

     (919)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Mein dritter Murakami und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern waren mir die Charaktere hier überhaupt nicht sympathisch, was die Geschichte für mich natürlich extra erschwert hat. Das typisch fantastische von ihm fehlt hier auch komplett, der Untertitel sagt tatsächlich aus, was es ist: Nur eine Liebesgeschichte. Und wirklich sonst gar nichts. Zwar eine sehr tragische aber trotzdem. Die Handlung zieht sich, es passiert kaum mal was spannendes, geschweige denn etwas unerwartetes. Irgendwann weiß man auch schon genau wie das Buch enden wird. Ob man das dann als gutes oder schlechtes Ende bezeichnen würde, ist wohl Ansichtssache. Für mich war es ein gutes.
    Die Themen, die am meisten angesprochen wurden, waren Suizid, Depression und Sex. Beim Lesen gleicht das einer Achterbahnfahrt.
    Nur der typische Schreibstil von Murakami war ab und zu erkennbar, weswegen ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. 

    Fazit: Sollte man sich für Bücher von dem Autor interessieren: Nicht dieses hier als erstes lesen! Er kann es eindeutig besser. Das Buch hat mich leider enttäuscht.

  9. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen (ISBN: 9783548289991)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Sanni

    Für mich, zwar ein wenig zu lang, aber ansonsten eine schöne Geschichte.

  10. Cover des Buches Zeiten des Aufbruchs (ISBN: 9783499272141)
    Carmen Korn

    Zeiten des Aufbruchs

     (107)
    Aktuelle Rezension von: melie6a

    Titel: Zeiten des Aufbruchs

    Autor: Carmen Korn

    Seitenanzahl: 608

    Erscheinungsjahr: 2017

    Verlag: Rowohlt

     

    Klappentext:

    Wirtschaftswunder, Rock ‘n‘ Roll, Cocktailpartys – der zweite Teil der Jahrhundert-Trilogie

    1949: Die vier Freundinnen Henny, Käthe, Ida und Lina stammen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen. Dabei sind sie im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst nicht weit voneinander entfernt aufgewachsen. Seit Jahrzehnten schon teilen sie Glück und Unglück miteinander, die kleinen Freuden genauso wie die dunkelsten Momente.

    Hinter ihnen liegen zwei Weltkriege. Hamburg ist zerstört. Doch mit den Fünfzigern beginnt das deutsche Wirtschaftswunder. Endlich geht es aufwärts: Hennys Tochter Marike wird Ärztin, Sohn Klaus bekommt eine Stelle beim Rundfunk. Ganz neue Klänge sind es, die da aus den Radios der jungen Republik schallen. Lina gründet eine Buchhandlung, und auch Ida findet endlich ihre Berufung. Aufbruch überall. Nur wohin der Krieg Käthe verschlagen hat, wissen die Freundinnen noch immer nicht. 


    Meine Meinung:

    Wir befinden uns nun in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die vier Freundinnen müssen ihre Leben neu strukturieren und die Leser/innen können sie dabei begleiten. Zusätzlich werden die Kinder der Freundinnen immer weiter in den Vordergrund gestellt. Schade ist es, dass dadurch meiner Meinung nach die Hauptcharaktere nicht weiter ausgebaut bzw. vertieft werden. Es ist eine neue Generation und auch diese muss einige Schicksalsschläge hinnehmen. Wir dürfen sie aber auch in den schönen Momenten des Lebens begleiten. Genau diese Mischung macht die Jahrhunderttrilogie für mich so besonders. Ein tolles Buch. Es kommt leider nicht ganz an den ersten Teil ran, aber ist trotzdem ein sehr gutes Werk.

  11. Cover des Buches Im Café der verlorenen Jugend (ISBN: 9783423142748)
    Patrick Modiano

    Im Café der verlorenen Jugend

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Speziell, auf so mancher Ebene. Schöne Atmosphäre. Dennoch wären mir weniger Straßennamen und mehr Beschreibungen hilfreich gewesen, dann und wann. Recht frei und unvollendet fühlte es sich immer wieder an, als ob ich was verpasst oder überlesen hätte - was die Thematik der Geschichte wohl ganz gut ergänzt/spiegelt. Definitiv interessant zu lesen, für ein weiteres Buch des Autors (sppntan unterstellend, daß sein Schreibstil immer so ist) reicht es bei mir nicht. Es braucht, denke ich, auf jeden Fall eine gewisse Offenheit und Bereitschaft.

  12. Cover des Buches Dolores (ISBN: 9783453435766)
    Stephen King

    Dolores

     (617)
    Aktuelle Rezension von: Nati89

    Es ist ein Autor wo ich es blind lese oder anhören um nicht zu wissen um was es geht. Diesmal ist es an hörbuch was mir von RandomHouse Audio wie auch von bloggerportal als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt wurde dankeschön dafür. 


    Die geschichte hat mir wirklich gut gefallen, am anfang hatte ich meine schwierigkeit in die geschichte reinzukommen bzw. mitzu verfolgen, aber es wurde immer besser, die charaktere wie auch der Hintergrund wurde von der Sprecherin gut beschrieben wie gesagt ich kann nicht viel dazu sagen außer es hat mir super gut gefallen. Abrobo der Sprecherin was ich sagen muss ich war einbisschen überrascht das es von einer Sprecherin gesprochen wurde, da ich wie gesagt den Namen sehe muss ich es lesen oder anhören, aber es ist kein Beinbrich für mich, sie hat es trotzallem gut eingesprochen. 

    Ich kann es aufjedenfall weiter empfehlen. 

    Der gerne Stephen King liest wird auch dieses lieben!!!  

     nochmal an RandomHouse Audio Verlag wie auch an Bloggerportal für die Bereitstellung des Hörbuchs 

  13. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (675)
    Aktuelle Rezension von: primweltenarchiv

    Wir werden zurückversetzt in eine Zeit, die vielleicht in manchen Belangen besser war, jedoch in keiner Weise in dem Punkt, den dieses Buch behandelt: Die Rassentrennung.

    Inmitten vieler furchtbarer Charaktere, die man aus heutiger Sicht nur verurteilen kann, haben wir eine herrlich sympathische Weiße, die die Rassentrennung für falsch hält – stand sie doch selbst ihrem wunderbaren Häusmädchen näher, als es zur damaligen Zeit "normal" war. Um die Missstände aufzudecken und das System ins Wanken zu bringen, will sie über die Geschichten der schwarzen Dienstmädchen schreiben. Ein absolutes No Go für solche, sich negativ über ihre Hausherren zu äußern. Doch eine mutige Frau wagt den Anfang und viele folgen ihr. 

    Ich liebe die Protagonistin, ihre Aufgeschlossenheit, sie ist ein fröhlicher Wirbelwind in finsteren Zeiten. Und ganz besonders sind mir die verschiedenen Dienstmädchen nahegegangen. Es gab traurige Moment, in denen ich den Kopf schütteln musste, und ich durfte herzlich lachen (insbesondere bei dieser einen speziellen Szene :D)

     

    Mein Fazit:

    Ein Buch, das meiner Ansicht nach jeder Mensch mal gelesen haben sollte. Hier wird ein wichtiges Thema behandelt, das zwar heute nicht mehr in diesem Ausmaß vorhanden ist, aber es ist noch da, wir bekommen es immer wieder mit, wie unsere dunkelhäutigen Mitmenschen herabgesetzt werden. Das muss aufhören und dieses Buch zeigt uns, dass wir zumindest schon einen ganzen Schritt geschafft haben in den letzten Jahrzehnten. Must Read und 5 von 5 Sternen!

  14. Cover des Buches Das geheime Glück (ISBN: 9783453359925)
    Julie Cohen

    Das geheime Glück

     (82)
    Aktuelle Rezension von: TamiraS

    Im September 2016 beschließt der achtzigjährige Robbie, den Freitod zu wählen. Er leidet unter einer frühen Form von Alzheimer und weiß, dass es mit seinem Gedächtnis nicht mehr besser wird. Bevor er nicht mehr dazu in der Lage ist, entscheidet er sich dazu, seiner Frau Emily diese schwere Last zu nehmen – und lässt sie allein zurück mit einem großen Geheimnis, von dem nur sie beide wussten.

     

    Die Geschichte über das liebende Paar Emily und Robbie führt uns rückwärts durch die Zeit und durch das Leben der beiden Protagonisten. Wir begleiten sie durch ihre Hochs und Tiefs, ihren Kinderwunsche, ihre Vergangenheit, ihr Kennenlernen – doch alles wird überschattet von einem großen Geheimnis, dessen Last so groß und schwer ist, dass sowohl Emily als auch Robbie manchmal darunter erdrückt zu werden scheinen.

     

    Es fällt mir schwer, mehr über die Geschichte zu verraten, denn durch den stilistischen Kniff des rückwärts Erzählens fiebert man jeder neuen Erkenntnis entgegen, die ein wenig von der Vergangenheit aufdeckt, was jedes weitere Wort über die Geschichte als zu viel erscheinen lässt.

    Trotz dieser Erzählart schafft es die Autorin, eine sichtbare Entwicklung ihrer Protagonisten voranzutreiben, nur eben in die umgekehrte Richtung. Gleichzeitig ist man jedoch immer traurig, einen Zeitabschnitt hinter sich zu lassen, denn wir wissen, dass die Zukunft der beiden bereits vorbei ist. Ein ungewöhnliches Gefühl beim Lesen, denn das Hoffen-auf-Glück-am-Ende bleibt so irgendwie auf der Strecke.

    Dennoch stehen Robbie und Emily einem sehr nahe und den Schmerz, den sie erfahren, kann man beinah spüren. Dass die Geschichte dabei teilweise ein wenig süßlich, ein wenig kitschig ist, kann man verkraften.

    Dieses Buch hat mich tief berührt und überrascht, denn es befasst sich mit vielen schweren Themen, die in unserer Gesellschaft gerne totgeschwiegen werden und daher sollten geneigte Leser, die einen netten Liebesroman erwarten, zweimal darüber nachdenken, sich dieser Lektüre zu widmen.

    Wer sich daran jedoch nicht stört, könnte große Freude – und auch Traurigkeit – mit diesem Roman haben.

    Ein Buch, das nachwirkt. Großartig!

  15. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (347)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Für Esther Greenwood könnte es eigentlich nicht besser laufen. Sie hat ein Stipendium fürs College bekommen und zusätzlich einen Aufenthalt im mondänen New York inklusive begehrter Praktikantenstelle als Journalistin gewonnen. Esther träumt von einer Karriere als Dichterin oder Journalistin und vom ersten Sex. All das scheint in greifbarer Nähe aber immer mehr kommen ihr Zweifel ins Gehege. Will sie wirklich Dichterin werden? Oder lieber Sprachen lernen? Europa bereisen? Oder doch einen Mann und Kinder? – Was sie bisher immer kategorisch angelehnt hat. Jeder neue Traum scheint einen alten platzen zu lassen und plötzlich sieht Esther sich nicht mehr in der Lage so grundlegende Dinge zu tun, wie ihren Koffer zu packen, zu lesen oder zu duschen.

    Ich wußte, dass ich Mrs. Guinea dankbar sein mußte, und trotzdem empfand ich nichts. Hätte sie mir eine Fahrkarte nach Europa oder eine Kreuzfahrt rund um die Welt geschenkt, so hätte sich für mich nicht das geringste verändert, denn egal, wo ich saß – ob auf dem Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok -, immer saß ich unter der gleichen Glasglocke in meinem eigenen sauren Dunst.
    Seite 200

    Silvia Plaths Roman wird im Laufe der Geschichte immer düsterer. Auch wenn es eher leicht und durchaus witzig begann ist davon bald nicht mehr viel übrig. Esther ist gefangen in ihrer Depression, kennt sich selbst nicht mehr und kreist gedanklich ständig um Selbstmord. Nach außen hin versucht sie die Fassade der selbstbewussten, engagierten Studentin aufrecht zu erhalten, was ihr immer weniger gelingt.

    Im Bezug auf die Depression ist der Roman äußerst gelungen. Plath wusste nur zu gut, worüber sie schreibt. Abgesehen davon, war mir der Aufbau teilweise etwas zu wirr. Esther gerät in manch seltsame Situation, die dann meines Erachtens einfach nicht richtig aufgelöst wird. Mehr als einmal hing ich etwas in der Luft und habe mich gefragt was denn nun genau los war. Auch, dass mehrfach das N-Wort zusammen mit rassistischen Figurenzeichnungen fällt hat mir nicht gefallen. Gegen die Figurenzeichnung kann man nun nichts tun aber in der 2020er Auflage hätte man zumindest das N-Wort entschärfen können. Dafür haben mir die Gedanken über die Doppelmoral im Bezug auf Mann und Frau, über Ehe und Sex ziemlich gut gefallen. Esthers Verzweiflung angesichts diverser Ungerechtigkeiten konnte ich allzu gut verstehen.

    Und ich wußte, trotz aller Rosen und Küsse und Essen im Restaurant, mit denen der Mann die Frau überschüttete, bevor er sie heiratete, war er insgeheim darauf aus, daß sie sich nach der Hochzeit unter seinen Füßen flach machte wie Mrs. Willards Küchenmatte.
    Seite 94

    Insgesamt war die Glasglocke für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Es war teils sehr düster, manchmal aber auch erstaunlich witzig. Die größten Probleme hatte ich mit dem Aufbau, dafür gab es viele interessante Gedanken und auch wenn ich Esther oft nicht verstanden habe, war sie eine lebendige Figur, der ich gerne gefolgt bin. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir aber mehr von diesem Roman versprochen.

  16. Cover des Buches Es klingelte an der Tür (ISBN: 9783608981117)
    Rex Stout

    Es klingelte an der Tür

     (98)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Der Krimi „Es klingelt an der Tür“ von Rex Stout ist im Verlag Klett-Cotta erschienen. Als Hardcover hat er einen wunderschönen bedruckten Leineneinband, wo am Rücken des Buches der Kopf von Nero Wolf über dem Titel prangt. Aus diesem Verlagshaus konnte ich schon andere Krimis lesen, die mich bisher nicht nur vom äußeren voll überzeugt haben.

    In diesem Krimi geht es um die reiche Exzentrikerin Mrs. Bruner, die einige tausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI kauft und landesweit an hochrangige Personen verschickt. Daraufhin wird sie ihre Angestellten, sowie Freunde und Familie vom FBI observiert, was sie verärgert. Da sie keinen anderen Ausweg weiß, wendet sie sich an berühmtesten Privatermittler ihrer Zeit, Nero Wolfe. Nur leider möchte er erst gar nicht ihren Auftrag annehmen, bis ein Scheck über 100 000 Dollar ihn doch reizen, es zumindest zu versuchen.


    Dieses ist mein erster Krimi von Rex Stout und ich muss sagen, ich habe mich echt erstmal ziemlich schwer damit getan. Die ersten Kapitel, konnte ich mich schon in die Situation hineinversetzten, aber so richtig angekommen war ich nicht. Mir fiel es schwer die Personen zuzuordnen und auch ein wenig Hintergrundwissen von der damaligen politischen Situation fehlte mir. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Krimi echt zu schätzen gelernt. Er hat einfach charmante, snobistische Protagonisten. Das Geschehene wird aus der Sicht von Nero Wolfs Assistent Archie Goodwin berichtet und mit einigen wenigen persönlichen Aspekten verziert.

    Es ist ganz klar ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Eigenmächtigeshandeln und einschränken der Bürgerrechte durch Handlungen des FBI. Dadurch war dieses Krimi auch als er erschienen ist sehr brisant und das FBI war auch gegenüber Rex Stout sehr skeptisch. Doch das wird im Nachwort des Buches sehr informative geschildert. 


    Vom Inhaltlichen ist der Krimi erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich dann aber  hineingefunden hat ist es ein spannender und ziemlich aktueller Krimi. 


  17. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.674)
    Aktuelle Rezension von: Lexitestet

    Das Werk "Der Vorleser" ist mal anders strukturiert, da es in drei Teile untergliedert ist, die alle einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt haben. Zudem bietet es zahlreiche Themen wie den Analphabetismus, Beziehungen mit großen Altersdifferenzen sowie die Verurteilung von NS-Verbrecher*innen. Die Themen sind immer noch aktuelle und durch den einfachen Schreibstil mehr als gut nachzuvollziehen. Jedoch enttäuschen die letzten beiden Teile, da die Emotionalität durch die distanzierte Beziehung ausbleibt.

    Empfehlenswert ist dieses Buch besonders für Menschen in juristischen wie auch sozialpädagogischen Berufen. Lernen aus Kasuistik.

  18. Cover des Buches Die Bienenhüterin (ISBN: 9783442732814)
    Sue Monk Kidd

    Die Bienenhüterin

     (279)
    Aktuelle Rezension von: DianaMirion

    Inhalt: Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor ...

    Meine Meinung: Anfangs hat mich dieses Buch noch nicht so gepackt. Aber dies änderte sich nach wenigen Seiten. Das Leben eines Mädchens, und auch aus ihrer Perspektive, zu lesen, Höhen und Tiefen ihres Lebens und somit die Züge ihres Charakters mitzuerleben war ein reines Abendteuer. 

  19. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (529)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeannette Walls erzählt in dem Buch "Schloss aus Glas" ihre Lebensgeschichte aus ihrer Sicht. Ihre Kindheit verbrachte sie in vielen verschiedenen Städten, zeitweise lebte sie auch mit ihrer Familie im Auto. Manchmal war es so schlimm, dass nicht mal mehr Geld für Essen da war. Fließend Wasser und Strom war etwas Besonderes. Geschenke gibt es auch nicht. Trotz allem blieb die Familie zusammen und stehen sich zur Seite. Früh musste Jeannette sich um ihre Geschwister kümmern. Sie wurde dadurch sehr schnell erwachsen. Erkannte schnell was gut ist und was nicht. Das lockere Leben ihrer Eltern stand für kein Kind als Vorbild. Sie schafften den Schritt in ein geregeltes Leben. 

    Ein angenehmer Schreibstil lässt die Lebensgeschichte wie einen Film vorbei ziehen. Ich bin froh über das Ende. Das die Kinder ein normales Leben haben und sich nicht so gehen lassen wie ihre Eltern. 

  20. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (312)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Gelockt hat mich hier, dass es um ein tatsächliches Ereignis geht und zwar genauer, um einen Familienmord. Ich hatte eher mit einem Thriller gerechnet und nicht mit einem nüchternen Sachbuch, aber ich denke, auch das kann man interessant gestalten. Leider ist das hier nicht geschehen. 

    Man merkt auch, dass der Autor viel Arbeit reingesteckt hat, aber auch hier wirkt sich das nicht positiv aus. Es ist eher so, dass man mehr oder weniger ungeordnet alle möglichen Informationen um die Ohren gehauen bekommt. Ich habe zwischenzeitlich auf die Zahnpasta- oder Make-Up-Marke gewartet.

    All das hat letztendlich dazu geführt, dass ich das Buch ungefähr nach der Hälfte abgebrochen habe, weil man in dem ganzen Informationsgewirr einfach untergeht und keine Beziehung zu irgendwem aufbaut. 

    Da war ich am Ende doch mit dem Wikipedia-Artikel bedient.  

  21. Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257224917)
    John Irving

    Owen Meany

     (460)
    Aktuelle Rezension von: isatopbell
    Das Buch ist zwar etwas langatmig,jedoch lohnt es sich auf jeden Fall, es bis zum Ende zu lesen. 
  22. Cover des Buches Am Strand (ISBN: 9783257237887)
    Ian McEwan

    Am Strand

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Edward Mayhew und Florence Ponting, beide 22 Jahre alt, sind frisch verheiratet und befinden sich nun in einem Landhaushotel am Strand von Chesil Beach an der Küste von Dorset, wo sie ihre Hochzeitsnacht und die Flitterwochen verbringen möchten. Sie sind zwar sehr verliebt, haben aber (man schreibt das Jahr 1962) noch keinerlei sexuelle Erfahrung. Entsprechend nervös sitzen sie in ihrer Suite beim Abendessen und machen sich die unterschiedlichsten Gedanken, wie es nun weiter gehen wird. Darüber sprechen können sie nicht, es fehlen ihnen die Worte. Während Edward stark erregt ist, macht sich bei Florence Panik breit. Sie ahnt, sie wird sich vor dem was nun kommen wird ekeln, möchte aber Edward keinesfalls enttäuschen. Edward hingegen hat bestimmte Vorstellungen, weiß diese jedoch nicht richtig anzuwenden. So steuern sie auf ein Desaster zu, das ihr Leben für immer verändern wird …

    Ian McEwan wurde 1948 in Aldershot/England geboren. Er studierte Englische Literatur an der Universität Sussex, besuchte Kurse für kreatives Schreiben und machte seinen Master an der University of East Anglia in Norwich. Seine Masterarbeit bestand aus einer Reihe von Kurzgeschichten, die später unter dem Titel „First Love, Last Rites“ veröffentlicht wurden. McEwan schrieb zahlreiche erfolgreiche Romane, die auf den Bestsellerlisten landeten und für die er mehrere englische Literaturpreise erhielt. Heute lebt er in London.

    Wie häufig in den Büchern McEwans geht es auch in „Am Strand“ um zwischenmenschliche Beziehungen, um tragische Verwicklungen, fatale Irrtümer und schicksalhafte Missverständnisse. Beinahe minuziös schildert uns der Autor die dramatischen Geschehnisse in der Hochzeitsnacht, immer wieder unterbrochen von zeitlichen Rückblenden und von gedanklichen Erinnerungen der Protagonisten. So erhalten wir Einblick in ihr Seelenleben und ihre Gefühlswelt, erfahren von ihren Hoffnungen und Wünschen und von Erlebnissen in ihrer Kindheit. Dabei wird dem Leser allmählich bewusst, dass Florences Widerwille gegen alles sexuelle wohl auf ein traumatisches Erlebnis mit ihrem Vater zurückzuführen ist. Am nächtlichen Strand findet dann eine Aussprache mit gegenseitigen Vorwürfen statt, die jedoch wiederum missverständlich endet. Mehr soll hier nicht verraten werden!

    Fazit: Ein großartiges Buch, beinahe ein Kammerstück, das aufwühlt und sehr nachdenklich macht.

  23. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783844921564)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

     (56)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Kathrine Danielle Clark - Kya - Das Marschmädchen..“

    Inhalt:
    Kya lebt völlig isoliert und ohne Familie im Marschland. Sie ist scheu und kaum jemand bekommt sie in der Küstenstadt Barkley Cove zu Gesicht. Das Marschland ist ihr Leben. Jeden Stein, Gras, Vogel und jede Muschel kennt sie und steckt alle Energie in die Natur. Doch ebenso begegnen ihr in ihrem Leben zwei Männer, die sie stark beeinflussen. Als Chaze tot aufgefunden wird, beginnt ein Prozess, wo Kya die Hauptverdächtige ist.

    Cover:
    Das Cover ist eher unauffällig, passt aber perfekt zum Buch. Sowohl zu den Naturbeschreibungen als auch zu dem Charakter von Kya. Die Landschaft im Dämmerlicht vermittelt den Eindruck von Ruhe und Stille.

    Meine persönliche Meinung:
    Anfangs denkt man sich noch, wie schräg Kya ist und wie sie mit ihrem Verhalten auf ihre Umgebung wirkt. Doch schon bald erfährt man mehr über ihre Lebensumstände, warum sie so zurückgezogen lebt und was ihr alles schon zugestoßen ist. Da ist es nur verständlich, dass sie scheu ist und sich niemanden zeigt. Dann lässt sie sich auf Tade ein und wird wieder verletzt. Für uns eine traurige, aber überwindbare Sache. Für Kya eine Tragödie, da sie nie gelernt hat mit Verlusten und Enttäuschungen umzugehen. Es ist extrem aufwühlend wie Kya von der Gesellschaft verstoßen wird. Andererseits ist es extrem schön zu sehen, was diese Frau lernt und erforscht und weiß über das gesamte Marschland ohne jemals die Schule besucht zu haben. Das veranlasste mich selbst zum Nachdenken. Wie schnell verurteile ich Leute, die nicht der Norm entsprechen? Was denke ich über Leute, die bettelnd an der Straße sitzen? Was halte ich von Leuten, die zurückgezogen leben und beispielsweise ihre Kinder selbst unterrichten? Tatsache ist: Ich weiß nichts über deren Leben und nichts über deren Umstände und nichts über deren Wissen. In diesem Buch ist es wunderbar zu sehen, wie sich alles fügt und Kya noch ein glückliches und erfülltes Leben führen kann.

    Fazit:
    Ein berührender Roman, der einen anregt seine Vorurteile gegenüber anderen über Bord zu werden und nebenbei noch unglaublich detaillierte Naturbeschreibungen liefert.

  24. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    John Irving erzählt in eindringlichen aber auch lustigen Worten, von einem Bi-Sexuellen  Jungen im Vermont der 50er Jahre, welcher sich selbst noch nicht versteht und somit auch die Welt, die ihn umgibt nicht versteht. Er fühlt sich immer wieder zu der wesentlich älteren Bibliothekarin Mrs. Frost hingezogen. Er sagt immer wieder er liebt Sie.

    Er erzählt auch, wie er sich als Teenager in einen Mitschüler „verliebt“ hat, der ihn aber irgendwie immer nieder macht. Immer wieder stellt er fest, dass er sich zu Jungen oder Männern hingezogen fühlt, aber auch zu Frauen - am besten mit breiten Schultern und wenig Brüsten.

    Sein Berufswunsch ist Schriftsteller zu werden, und diesen wird er  sich auch erfüllen. Sehr oft beschreibt er, wie man als Schwuler in den USA immer wieder diskriminiert wurde und wie es war, wenn man damals eine andere sexuelle Neigung hatte.

     

    Was mich auch sehr bewegt hatte, war die Art wie John Irving beschreibt, wie es in den 80er Jahren war, als die AIDS Welle ihren Höhepunkt hatte und immer mehr seiner Freunde und Weggefährten, auch die aus der Schule oder dem späteren Umfeld von William unseren Roman „Helden“

     

    Je länger man dieses Buch liest, desto mehr wachsen einem die Figuren in dem Buch ans Herz und man fühlt mit. Es beschäftigt einen und man ist froh, in einer toleranteren Zeit zu leben. Wobei man immer auch das Gefühl hat, dass noch nicht alles perfekt ist.

     

    Was das Buch so lesenswert macht ist, dass NIE mit einem erhobenen Zeigefinger gesagt wird so war es und das war schlecht.

    Nein, es wird ein Plädoyer für die Offenheit zwischen den Menschen und ihren verschiedenen Neigungen gehalten.

    Es werden Probleme aufgezeigt, die man immer irgendwie hat. Wo man denkt, ist man nun wirklich noch normal? Jeder Mensch hat etwas wo er sagt, ich glaube das ist doch nicht normal.

    Aber anstatt das wir es offen aussprechen, was uns bedrückt, fressen wir es immer wieder in uns rein. Wir sind nicht offen uns gegenüber, geschweige denn unserem Umfeld. Ich denke, dass vieles was in dem Buch beschrieben wird nur deswegen passiert ist, weil wir nicht offen miteinander umgehen.

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