Bücher mit dem Tag "60er jahre"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "60er jahre" gekennzeichnet haben.

348 Bücher

  1. Cover des Buches Sturmherz (ISBN: 9783548288390)
    Corina Bomann

    Sturmherz

     (204)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Warmherzig erzählte Geschichte um die Folgen der Sturmflut 1962 in Hamburg für die Menschen, die das hautnah erleben mussten.

    Sehr schön geschriebenes Buch, sehr zu empfehlen!

  2. Cover des Buches Die Nickel Boys (ISBN: 9783446262768)
    Colson Whitehead

    Die Nickel Boys

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Federstrich

    Colson Whiteheads Buch ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Rassenpolitik der USA, sondern auch zum Umgang mit Minderjährigen in staatlichen/kirchlichen Einrichtungen insgesamt, der leider absolut nichts an Aktualität eingebüßt hat. Es war und ist beschämend, wie mit Kindern, egal welchen Backgrounds, umgegangen wurde, wenn sie an Institutionen abgegeben, vom dortigen Personal auf das Abscheulichste misshandelt wurden, um deren Willen zu brechen. Weil den Trägern die Aufarbeitung so schwer fällt, sind Geschichten, wie die von Whitehead, umso wichtiger, damit deren Opfer nicht vergessen werden und ihnen endlich doch noch so etwas wie Gerechtigkeit widerfahren kann. Weglesen gilt nicht!

  3. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (103)
    Aktuelle Rezension von: berlinerkatze

    Wer hier nach einem spannenden Plot sucht, sucht vergeblich. Die Geschichte ist recht vorhersehbar und beschränkt sich inhaltlich auf klassische Themen der 60er Hippie-Bewegung: Sex und LSD. Dafür sind diese ausführlich und gut beschrieben, sodass ich das Buch flüssig lesen konnte und es an Personen weiterempfehlen würde, die sich für diese Themen interessieren 

  4. Cover des Buches Zeiten des Aufbruchs (ISBN: 9783499272141)
    Carmen Korn

    Zeiten des Aufbruchs

     (119)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein Roman über die Nachkriegsjahre bis zur Wirtschaftswunderzeit in Hamburg. Unsere Eltern oder Großeltern wurden von dieser Zeit geprägt

  5. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (687)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Anfangs hatte ich mit dem Schreibstil des Buches ein wenig zu kämpfen und stolperte über einige Wörter, aber nach ein paar Seiten gewöhnt man sich dran.

    Die Geschichte ist äußerst berührend und regt zum Nachdenken an. Obwohl man über die Rassentrennung in den Südstaaten Bescheid weiß, schockieren und betrüben einen dennoch einige Details in dem Buch, die die damalige Realität widerspiegeln. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Zustand "nur" 60 Jahre zurückliegt.

    Die drei Hauptcharaktere sind äußerst liebenswert.

  6. Cover des Buches Es klingelte an der Tür (ISBN: 9783608981117)
    Rex Stout

    Es klingelte an der Tür

     (98)
    Aktuelle Rezension von: books_games_and_more

    Der Krimi „Es klingelt an der Tür“ von Rex Stout ist im Verlag Klett-Cotta erschienen. Als Hardcover hat er einen wunderschönen bedruckten Leineneinband, wo am Rücken des Buches der Kopf von Nero Wolf über dem Titel prangt. Aus diesem Verlagshaus konnte ich schon andere Krimis lesen, die mich bisher nicht nur vom äußeren voll überzeugt haben.

    In diesem Krimi geht es um die reiche Exzentrikerin Mrs. Bruner, die einige tausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI kauft und landesweit an hochrangige Personen verschickt. Daraufhin wird sie ihre Angestellten, sowie Freunde und Familie vom FBI observiert, was sie verärgert. Da sie keinen anderen Ausweg weiß, wendet sie sich an berühmtesten Privatermittler ihrer Zeit, Nero Wolfe. Nur leider möchte er erst gar nicht ihren Auftrag annehmen, bis ein Scheck über 100 000 Dollar ihn doch reizen, es zumindest zu versuchen.


    Dieses ist mein erster Krimi von Rex Stout und ich muss sagen, ich habe mich echt erstmal ziemlich schwer damit getan. Die ersten Kapitel, konnte ich mich schon in die Situation hineinversetzten, aber so richtig angekommen war ich nicht. Mir fiel es schwer die Personen zuzuordnen und auch ein wenig Hintergrundwissen von der damaligen politischen Situation fehlte mir. Doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Krimi echt zu schätzen gelernt. Er hat einfach charmante, snobistische Protagonisten. Das Geschehene wird aus der Sicht von Nero Wolfs Assistent Archie Goodwin berichtet und mit einigen wenigen persönlichen Aspekten verziert.

    Es ist ganz klar ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Eigenmächtigeshandeln und einschränken der Bürgerrechte durch Handlungen des FBI. Dadurch war dieses Krimi auch als er erschienen ist sehr brisant und das FBI war auch gegenüber Rex Stout sehr skeptisch. Doch das wird im Nachwort des Buches sehr informative geschildert. 


    Vom Inhaltlichen ist der Krimi erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich dann aber  hineingefunden hat ist es ein spannender und ziemlich aktueller Krimi. 


  7. Cover des Buches Die fremde Spionin (ISBN: 9783453441255)
    Titus Müller

    Die fremde Spionin

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Undine_Sittel



    ,,Die fremde Spionin,, von Titus Müller . Bis jetzt war mir der Autor unbekannt aber die Reihe hab ich schon einmal im Visier gehabt. 


    Ich hab schon länger mit dieser Reihe geliebäugelt aber da meine Rub's gut überfüllt sind sagte der Verstand,, nein☝️,,. 

    Umso toller fand ich das ich sie im Dezember geschenkt bekommen habe. 


    Ich mußte es auch sofort lesen. 


    Ich,als in der DDR aufgewachsene, '62 geborene, war sehr an dem Thema Stasi interessiert. 


    Das was man so gehört hat zu DDR Zeiten ist nichts zu dem was in diesem Buch geschrieben steht. Mir fehlte einfach auch die Vorstellungskraft,man kann es nicht glauben,ich kam aus dem kopfschütteln nicht raus. Einfach unvorstellbar was da abging. 


    Von Stasi Spitzel, Doppelagenten, den Mauerbau über Nacht und Hinrichtungen in der DDR bei Staatsverrätern oder Spitzeln die nicht mehr gebraucht wurden. Kindesentzug und Zwangsadoption. 

    Es macht einfach sprachlos. 

    Auch wenn man von der Stasi gehört hatte und wusste das man manchmal lieber die Klappe halten sollte,das hätte ich nicht erwartet. Die Würde des Menschen war in der DDR einfach nicht da.


    Ich werde teil 2 jetzt beginnen, wie wird es wohl weitergehen. Ich bin gespannt und hab auch ein bisschen Angst was noch so ans Licht kommt. Trauen konnte man sichtlich niemanden. 


    Es ist ein absolut spannendes und interessantes Buch. 

    Eine 100 Prozentige Leseempfehlung.

  8. Cover des Buches Ein Koffer voller Schönheit (ISBN: 9783426308356)
    Kristina Engel

    Ein Koffer voller Schönheit

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Pepale

    Lüneburg Anfang der 1960er Jahre: Anne ist eine schüchterne junge Frau, deren Aufgabe aus Kindererziehung und Haushalt besteht. Die Kinder sind aus dem gröbsten heraus und Anne sehnt sich nach Abwechslung und vermisst einen Beruf. Als sie die Anzeige in der Zeitung liest, dass die Firma Avon nach Beraterinnen sucht, wird sie hellhörig. Nach einiger Zeit des Haderns bewirbt sie sich dann doch.

    Gleichzeitig steckt ihr Mann mitten im Aufbau eines neuen Geschäfts und zieht sich immer mehr zurück.

    Was ist aus der großen Liebe geworden, die sie beide alle Prüfungen von Krieg und Nachkriegszeit hat überstehen lassen?

    In dieser Geschichte geht es weniger um die Marke „Avon“, wie ich gehofft hatte. Es wird eher eine Familiengeschichte beschrieben, wie sie damals in vielen Haushalten vorkam. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, es fehlte jedoch an Tiefe. Emotional konnte ich keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen.



  9. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  10. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (298)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    84, Charing Cross Road von Helene Hanff ist bereits 1970 erschienen, jedoch ins Deutsche erst 2002 übersetzt und erschienen.

     

    In dem Buch geht es um die New Yorkerin Helene Hanff, die auf der Suche nach seltenen Bücher ist und dabei auf die Adresse eines kleinen Londoner Antiquariats in einer Zeitungsannonce stößt.

    Als sie ihren ersten Brief mit einer Bestellung abschickt, weiß sie nicht, dass sich daraus eine Brieffreundschaft zwischen ihr und dem Antiquariat anfängt.

    Der rege Briefwechsel hält ganze 20 Jahre lang an. Sie schickt den Arbeiter:innen des Antiquariats oft auch Lebensmittel zu, da sie über die Lebensmittelrationierungen in England der Nachkriegszeit erfährt.

    Obwohl sie selber nicht viel Geld hat, macht sie dem Antiquariat damit immer eine sehr große Freude und diese Briefe und Geschenke sind für die Menschen ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit.

     

  11. Cover des Buches Du und ich und das Meer (ISBN: 9783959671927)
    Sandy Taylor

    Du und ich und das Meer

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Charleen

    Ich habe mir das Buch aufgrund der Empfehlung einer Arbeitskollegin gekauft und wurde definitiv nicht enttäuscht.

    Die Geschichte spielt in den 50er und 60er Jahren in der englischen Stadt Brighton. Mary und Dottie kennen sich seit ihrer Kindheit und verbringen fast jede freie Minute miteinander.
    Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Mary ist eine mutige Künstlerin mit dem Wunsch die Welt zu bereisen. Dottie hingegen wünscht sich ein bodenstädiges Leben mit Mann und Kindern in ihrer Heimat. Trotz der Unterschiede verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft, welche auf eine harte Probe gestellt wird.

    Obwohl ich selbst erst viele Jahre nach den 60ern geboren bin, fühlte ich mich durch den gelungenen Erzähl- und Schreibstil der Autorin schnell in die Zeit hineinversetzt.

    Mich erwartete eine sehr emotionale und ergreifende Geschichte über eine tiefe Freundschaft, welche mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Immer wieder gab es Momente und Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe. Die Geschichte konnte mich so sehr fesseln und mitfühlen lassen, dass sie mich am Ende weinen lies.

    Ich habe das Buch bereits vor drei Jahren zum ersten Mal gelesen und auch beim zweiten und dritten lesen konnte es mich wieder überzeugen.
    Eines der Bücher, welches mir wirklich sehr am Herzen liegt und deshalb eine klare Leseempfehlung von meiner Seite.

  12. Cover des Buches Deutsches Haus (ISBN: 9783548061177)
    Annette Hess

    Deutsches Haus

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Als ich dieses Buch vor einiger Zeit in die Hand genommen habe, hätte ich nicht gedacht, dass es diese Wirkung auf mich haben würde. Ich gestehe: Ich habe mich noch nicht erkundigt, welche Teile dieses Buches auf wahren Gegebenheiten beruhen und welche Teile reine Fiktion sind, aber realistisch und authentisch ist die Geschichte auf jeden Fall! 

    Gerade die Protagonistin, Eva, ist mir so realistisch vorgekommen - ich bin der Meinung sie persönlich zu kennen  Ihre Gedanken und gerade ab dem Beginn der Prozesse das Durcheinandergeraten der Emotionen sind beim Lesen vollends auf mich übergesprungen.

    Was sage ich? Dieses Buch ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle: Da ist zum Einen die emotionale Ebene - die mich mit den Geschädigten und Nachkommen der Auschwitz mitleiden hat lassen und dann noch die Ebene, auf der meine eigenen Emotionen, meine Wut die Überhand gewonnen hat, wegen der Tatsache wie schnell man doch versucht hat, Fakten zu ignorieren und so zu tun, als ob die ganze Geschichte zwischen 1933 und 1945 niemals stattgefunden hätte. 

    Einen Handlungsbogen sehe ich in der Geschichte allerdings keinen, was in diesem Fall aber daran liegt, dass die Handlung sehr schnell an Fahrt aufnimmt und dann auch nicht mehr langsamer wird. 

     

    Fazit:

     

    Ich habe es bereits oben geschrieben und ich kann mich nur wiederholen: Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe! 

     

  13. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (894)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Im 4. Band der Outlander-Reihe bauen sich Claire und Jamie ein neues Zuhause in Amerika auf. Um Land in Anspruch nehmen zu können, musste Jamie Bedingungen zustimmen, welche zukünftig Ärger versprechen. Der Aufbau der Ortschaft Fraser's Ridge beginnt. In der Zeit verfolgt der Leser auch das Schicksal von Brianna und Rodger. Denn die junge Frau hat zunehmend das Bedürfnis zu erfahren, wer sie eigentlich ist. Was sie mit ihrem echten Vater verbindet und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln zu suchen, wird immer größer.

    Dieser Band unterscheidet sich von den Vorgängern. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf Claire und Jamie, sondern auch auf deren Tochter. Dieser neue Erzählstrang gibt der Reihe einen neuen Reiz, verleiht ihr eine ebenso mitreißende und spannende, neue Liebesgeschichte. Dabei bleibt die Autorin sich treu und beschreibt weiterhin alles sehr detailliert, naturlieb und überzeugend. Und was ich am besten finde, es bleibt unvorhersehbar.

    In der ersten Hälfte des Buches ging es noch viel um Claire und Jamie. Und da die beiden in den ersten 3 Büchern so viele Hürden und Streitigkeiten überwinden mussten, hat meine schiere Begeisterung leider kurze Zeit langsam abgenommen, weil bestimmte Szenen oder Konzepte sich wiederholten oder ähnlich abliefen. Bei der Hälfte wurde die Geschichte rund um Brianna und Roger intensiver aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es kam frischer Wind rein. Neue Aspekte wurden aufgenommen, allein schon deswegen, weil man das ursprüngliche Paar Claire und Jamie, nunmehr aus einer anderen Perspektive gesehen hat. Nämlich als Eltern. Vor allem war es interessant zu sehen, was für Charaktereigenschaften Brianna von ihren Eltern geerbt hat. Wie gut diese beschrieben worden sind.

    Es waren lustige Momente vorhanden, insbesondere dann, wenn Jamie „altmodische“ Ansichten äußerte, doch der Leser nur zu gut wusste, dass die sture, freiheitsliebende Brianna damit überhaupt nicht einverstanden wäre.

    Mit Roger haben wir einen neuen Helden näher kennengelernt. Anders als Jamie, aber nicht weniger mutig und liebenswert. Ich habe genauso mitgefiebert mit seinem Handlungsstrang, wie schon damals bei Claire und Jamie.

    Indianer haben eine große Rolle in dieser Fortsetzung gespielt. Von ihnen lief eine schaurige, raue Atmosphäre aus. Man lernte neue Bräuche und Verhaltensweisen kennen. Besonders Jamies Neffe Ian trat in Zusammenhang mit den „Wilden“ ins Spiel. Es passierten skurrile und gefährliche Begebenheiten. Auch hier hat Diana Gabaldon es geschafft einen neuen Schauplatz zum Leben zu erwecken. Ich staune immer wieder, wie vielfältig sie schreiben kann. Nachdem wir im 2. Band glaubwürdig am französischen Hof waren, sind wir hier ebenso glaubwürdig mitten in der Wildnis bei Indianern.

    Ich freue mich auf den 5. Band! Und wenn es jemanden gibt, der zwischenzeitlich auch einen Abschnitt nicht mehr ganz so fesselnd findet, dann bleibt dran. Es lohnt sich.   

  14. Cover des Buches Große Freiheit (ISBN: 9783446262560)
    Rocko Schamoni

    Große Freiheit

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Es ist kurzweilig und unterhaltsam. Keine Hochkultur, aber das erwartet glaube ich auch niemand von den Büchern Schamonis. Eine nette Gute-Nacht-Lektüre, welche die intellektuellen Fähigkeiten sicherlich nicht überstrapaziert.

  15. Cover des Buches Just Kids (ISBN: 9783596188857)
    Patti Smith

    Just Kids

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Chris_Lieh

    Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ehrlich, poetisch und unglaublich echt. 

  16. Cover des Buches Das indiskrete Leben der Alice Horn (ISBN: 9783458176138)
    Anne Lise Marstrand-Jørgensen

    Das indiskrete Leben der Alice Horn

     (21)
    Aktuelle Rezension von: schafswolke
    Das Buch spielt in den 70er Jahren in einer Kleinstadt in Dänemark. Alice und Eric Horn haben drei Kinder und scheinen eine perfekte Ehe zu führen. Aber irgendwann erscheint alles so eintönig und auch sie wollen sich der sexuellen Revolution anschließen. Obwohl auch Alice davon fasziniert ist, verliert sie sich selbst immer mehr aus den Augen und trifft dann eine Entscheidung, die keiner erwartet hat.

    Das Buch dreht sich nicht nur um Alice, denn im Laufe der Geschichte wird die mittlere Tochter Flora zur Hauptperson, von daher finde ich den deutschen Titel schon etwas irreführend.  

    Ich habe mich mit dem Buch sehr geschleppt. Am Schreibstil lag es nicht, eher an der Geschichte selbst. Das Buch plätschert so dahin und immer wenn es mal ein wenig in Schwung kommt, wird dieser Schwung nicht über einen längeren Zeitraum mitgenommen:
    ich musste mich immer dazu aufraffen in dem Buch weiterzulesen. Abbrechen wollte ich das Buch auch nicht, dafür war ich zu neugierig und wollte dann doch wissen, worauf das Ganze noch hinausläuft.

    Bei diesem Buch bin ich sehr zwiegespalten. Es ist nicht schlecht, aber durch die vielen langatmigen Stellen konnte ich mich nicht für die Geschichte der Familie Horn erwärmen. Ich mag gerne dicke Wälzer lesen, aber in diesem Fall, wäre für mich weniger mehr gewesen.
    Als Einblick in eine eher nach außen spießig wirkende Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet, ist das Buch gut geeignet.


  17. Cover des Buches Winterleuchten am Liliensee (ISBN: 9783957346612)
    Elisabeth Büchle

    Winterleuchten am Liliensee

     (33)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Es ist schon eine Weile her, dass ich diesen Roman von Elisabeth Büchle gelesen habe, aber im Moment passt er perfekt in die Zeit. Außerdem überlege ich gerade, ob ich mir nicht auch den zweiten Band in den nächsten Monaten kaufen soll, der "Fühlingsfunkeln am Liliensee" heißt.

    Unsere Protagonistin Lisa ist ohne Mutterliebe aufgewachsen. Nach ihrem Tod wird sie von Charlotte Vogel, einer Freundin ihrer Mutter eingeladen, die mit ihrer Familie im Schwarzwald wohnt. Die junge Frau, die an Selbstzweifeln leidet, hofft auf eine schöne Zeit in den Bergen und etwas Ablenkung. Bei ihrer Ankunft sind ihr jedoch nicht alle Hausbewohner wohl gesonnen. Die drei Söhne von Charlotte sind skeptisch und Lisa gegenüber alles andere als aufgeschlossen. Dabei würde sie die junge Frau am liebsten mit einem ihrer Söhne verkuppeln, damit sie endlich unter die Haube kommen. Für Charlotte wäre ihr mittlerer Sohn Georg der geeignete Kandidat. Sie versucht alles, um Georg von Lisa zu überzeugen. Großvater Johann ist jedoch anderer Meinung: Er setzt auf seinen ältesten Enkel Robert und schießt bei Charlottes Verkupplungsversuchen gehörig dazwischen. Das kann nur zu einem heillosen Durcheinander führen. Ein gemeinsamer Ausflug in die Berge endet nicht wie geplant, denn Robert und Lisa werden von einem Schneesturm überrascht und müssen sich in eine Hütte flüchten, wo sie nun gemeinsam festsitzen…

    Ähnliche Situationen hat sicher schon jeder in einem Buch gelesen - egal, ob ein Gewitter, Platzregen oder Schneesturm....ein typisches Ereignis für eine Lovestory. Ein Klischee, bei dem ich immer öfter mit den Augen rollen muss und der auch bei diesem Buch Abzüge in der Bewertung bringt.
    Jedoch hat Elisabeth Büchle ihre Charaktere so wunderbar lebendig angelegt, dass man mit ihnen mitfühlt und ihnen wirklich nahe kommt. In dieser auswegslosen Situation müssen Robert und Lisa versuchen sich gegenseitig zu vertrauen und sich zu öffnen..
    So erfährt auch der Leser mehr über Lisas Schicksal, die ohne Mutterliebe aufgewachsen ist. Einzig ihre Großtante Camille hat dem Kind etwas Liebe entgegengebracht, doch ein Familienleben ist Lisa unbekannt. Bei den Vogels wird ihr das einmal mehr schmerzlich bewusst. Gleichzeitig genießt sie den dort gelebten Zusammenhalt und das liebevolle Miteinander.
    Robert knabbert seinerseits an einer schlechten Erfahrung und lässt seitdem keine Frau näher an sich heran. Da soll auch Lisa keine Ausnahme sein. Er ist eher griesgrämig und ein Einzelgänger. Georg hingegen ist ein offener und fröhlicher junger Mann, Charlotte eine warmherzige Frau, die nur das Beste für ihre Familie möchte. Sie kann dabei aber auch furchtbar nerven.

    Die Naturbeschreibungen rund um das Forsthaus und den See sind sehr bildhaft und gelungen. Auch die Szenen in der Schutzhütte am Berg, mit Massen an Schnee, konnte ich mir zu jeder Zeit vorstellen.

    Elisabeth Büchles Romane erscheinen im christlichen Gerth Medien Verlag. Ich bin nicht sehr gläubig und trotzdem lese ich Romane aus diesem Verlag (und vom Francke Verlag) sehr gerne. Dabei habe ich schon einige Schätzchen entdeckt. Der christliche Aspekt ist nicht vordergründig im Roman zu finden, taucht aber immer wieder auf. Es geht dabei aber um Fragen, über die sich jeder Mensch Gedanken machen sollte, wie zum Thema Familie oder Zusammenhalt, aber auch gegen Vorurteile Menschen gegenüber, über die wir nicht viel wissen oder über die wir wegen Äußerlichkeiten urteilen.

    Neben den ernsteren Themen fand ich auch den Humor wunderbar. Vorallem, wenn Großvater Johann mit allerlei Tricks versucht Lisa und Robert zusammenzubringen und Charlottes Ideen zu manipulieren.


    Fazit:
    Ein warmherziger und atmosphärischer Wohlfühlroman mit einigen klischeehaften Szenen. Nicht wirklich etwas Neues, aber man weiß, was man bekommt. Zum Entspannen und Abtauchen perfekt geeignet.

  18. Cover des Buches Ein so junger Hund (ISBN: 9783351036096)
    Patrick Modiano

    Ein so junger Hund

     (37)
    Aktuelle Rezension von: alasca
    Die Dinge der Welt zärtlich umwehen
    (Klappentext) Paris im Frühling 1992: Der Erzähler stößt auf ein altes Foto, und seine Erinnerung setzt sich in Gang. Das Bild stammt von Francis Jansen, dem Fotografen mit der Rolleiflex, der bald darauf für immer verschwand. Das war 1964, es war Frühling in Paris, und der Erzähler ein so junger Hund.

    Aus der Begegnung, bei der Jansen den Erzähler fotografiert hat, entsteht eine nähere Bekanntschaft; der Erzähler ist fasziniert von Jansen und dessen Lebensstil. Jansen jedoch ist klar geworden, dass er mit seiner Arbeit Erinnerung nicht konservieren kann und entscheidet, sich bewusst dem Vergessen anheimzugeben. Der Erzähler wird Zeuge dieses Rückzugsprozesses, in dessen Verlauf Jansen auch alle Freundschaftsbande auflöst, und er versucht, dagegen anzukämpfen, „… weil ich mich weigerte, Personen und Dinge einfach verschwinden zu lassen.“ Er beginnt, Jansens Fotos zu katalogisieren, die dieser lose in drei Koffern aufbewahrt, doch eines Tages ist Jansen mitsamt seinen Koffern verschwunden. Der Fund eines einzelnen Fotos von damals in der erzählerischen Gegenwart von 1992 bewegt den Erzähler, der Vergangenheit nachzuspüren, indem er die damaligen Stätten der Begegnung aufsucht und die wenigen ehemaligen Freunde Jansens ausfindig zu machen sucht, was ihm nicht gelingt.

    Das Minimum an Handlung tritt zurück hinter die eigentlichen Themen des Romans. Die Welt des Erzählers, die Welt von Modiano, ist eine Welt ohne feste Grenzen in der Zeit. Verschwimmende Grenzen („Es ist leicht, auf die andere Seite zu gelangen.“) sind überhaupt das Thema des Romans; sei es die zwischen Traum und Wachheit, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fiktion und Realität, Umgebung und Selbst („mit dem Dekor verschmelzen“) oder den Lebenden und den Toten. Auf seiner Suche gerät der Erzähler in einen Zustand von Unwirklichkeit, so dass er „noch einmal das Datum und die Schlagzeilen der Zeitung [las], die ich in der Hand hielt, um mich der äußeren Welt zu vergewissern.“ Ein weiteres Thema ist das Licht: Das Licht in den Straßen von Paris; das Licht „in dem wir in meiner Erinnerung spazieren gehen, …“; das natürliche Licht, das Jansen auf seinen Fotos einzufangen sucht und das so schwer zu fassen ist. Oft glaubt er zu träumen, oder Erinnerungsfetzen von Träumen drängen sich in sein Bewusstsein, und einmal widerfährt ihm im Traum die Erkenntnis, er selbst sei Francis Jansen, so dass sich in die Liste der Entgrenzungen auch die zwischen den Identitäten reiht, die in völlige Auflösung übergehen: „Es war zu Ende. Ich war nichts mehr.“

    Die Melancholie des Textes, der die wehmütige Empfindung eines Déja vu vermittelt, nimmt unweigerlich gefangen und versetzt in eine wie schwebende Stimmung. Dazu tragen auch die atmosphärischen Beschreibungen des Pariser Frühlings bei, den man mit dem Erzähler zu erleben meint. Wie sein deutscher Verleger Jo Lendle sagt, besteht Modianos Kunst darin, „die Dinge der Welt auf eine zärtliche Weise zu umwehen“.

    Modianos Text ist keiner, der zur Identifikation einlädt oder (zumindest mir) persönliche Aufschlüsse verschafft. Ich hätte mir mehr Substanz, Biss, ein Ziel gewünscht. Und doch ist er auf unverkennbare Art besonders.
  19. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Die Kinder von Eden" sind eine bunt zusammengewürftelte Aussteigergruppe, in einem Tal der Rockys in Kalifornien. Sie passen sich nicht an, leben aber sonst friedlich in ihrer eigenen Welt, bauen einen hervorragenden Wein an und mit dem Erlös dieser Arbeit finanzieren sie ihr Leben. 

    So ziemlich jedes Gruppenmitglied hatte in seinem vorherigen, bürgerlichen Leben einen dunklen oder schwachen Punkt den man hinter sich ließ, bzw. lassen musste, wollte man nicht im Gefängnis landen. Deshalb verabschiedete man sich  aus seinem bürgerlichen Dasein. Ewig könnten sie in ihrem "freien" Leben weiterhin ihr Dasein fristen, wäre da nicht der Regierungsbescheid, dass dieses komplette Tal bis zu einem bestimmten Termin zu räumen sei, da man die Schlucht für einen Wasserspeicher fluten wird. 

    Dieser Entscheid wird Anlass und setzt eine Welle der Gewalt in Gang. Die Idee ist, den Gouverneut des Staates Kalifornien mit der Drohung, ein künstliches Erdbeben auszulösen, unter Druck zu setzen.  Niemand in Sacramento glaubt, dass dies möglich sein und man tut es als Spinnerei ab. Erst als die junge FBI-Agentin Judy, der man diesen irrwitzigen Fall zuteilt um sie kalt zu stellen, den führenden Erdbebenforscher kontaktiert und sein Fachwissen einholt wird klar, dass es eine Möglichkeit gibt, über dem San Andreas Graben in Kalifornien mit einem seismischen Vibrator tatsächlich die Erde beben zu lassen. Die Gewaltbereitschaft von Priest, dem Kopf dieser Gruppe,  war schon immer latent vorhanden, doch nun bricht sich seine kriminelle Energie so richtig Bahn. Es wird gelogen, betrogen und gemordet um das Ziel zu erreichen. 

    Mehr will ich über den Inhalt des Buches nicht verraten. 

    Auf jeden Fall ist es ein spannender Ken Follet. Auch hier gelingt es dem Autor, Realität und Fiktion so miteinander zu verbinden, dass dem Leser nahezu alles schlüssig erscheint und man gebannt weiterliest. 

    Ungefähr bis Dreiviertel des Romans war ich total fasziniert, wollte das Buch nicht aus der Hand legen.. Doch dann wurde es mir doch etwas too much von allem. Deshalb ein Sternchen Abzug.  

    Trotzdem, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders interessant dabei ist, dass man als Leser immer wieder Infos zu Erdbeben erhät die in die Geschichte  eingewoben sind. 

  20. Cover des Buches Die Affäre (ISBN: 9783746625447)
    Gill Paul

    Die Affäre

     (30)
    Aktuelle Rezension von: vienna
    Hollywood meets Italy

    das Cover

    Es ist anders. Fällt irgendwie aus der Reihe.

    Die farblose und leicht verschwommene Kulisse Roms im Hintergrund und das farblich gestaltete Liebespärchen im Vordergrund, lässt erstmal vermuten, dass es sich um einen typischen Liebesroman handelt. Amore in Italia.

    Andererseits wird dieser Eindruck durch die fehlenden Farben des ansatzweise verwaschenen Hintergrunds auch wieder getrübt.

    Die Kleidung der Verliebten legt den Schluß nahe, dass uns die Geschichte in die 60er Jahre entführt.

    Das Cover hat meine Neugierde geweckt, insofern: Daumen hoch!

    die Story

    Diana ist Museumsangestellte und führt ein beschauliches Leben an der Seite ihres viel älteren Ehemannes Trevor.

    Ein berühmter Filmproduzent, Walter Wagner, lockt Diana nach Rom. Als historische Beraterin soll sie an dem Film "Cleopatra" mitarbeiten.

    Gegen Trevors Willen nimmt sie dieses Angebot an und verliebt sich, verzaubert und unter Einfluß der selbstbewussten und weiblichen Liz Taylor, in den rätselhaften Ernesto.

    das Fazit

    Es ist kein klassischer Liebesroman, keine heile Hollywoodschmonzette, die zum Träumen einlädt.

    Viel mehr wird ein Blick hinter die Kulissen gewagt, nicht nur hinter die schmutzigen Kulissen der Filmindustrie, sondern auch in die wenig glamouröse Welt ihrer handelnden Protagonisten.

    Betrug, Drogen und Mauscheleien sind an der Tagesordnung und der naiv anmutenden Diana fällt es schwer, sich in dem ganzen Schlamassel nicht aus den Augen zu verlieren. Sie verliebt sich in den falschen Mann und setzt ihre Ehe aufs Spiel.

    Einer Frau des 21. Jahrhunderts tut ihr Rollenverständnis in der Ehe, ihre Denke und ihr leichtgläubiges Handeln manchmal richtig weh, man muss sich halt wieder und wieder ermahnen, dass der Roman in den 60er Jahren spielt.

    Diana erkennt im Laufe des Buchs, dass nicht alles Gold ist, was in Hollywood glänzt. Dass auch ein umjubelter Weltstar wie Liz Taylor, von Männern und Filmmenschen umschwärmt, im Grunde ein kreuzunglücklicher Mensch ist.

    Die Reise nach Rom ist für Diana vielmehr eine Reise zu sich selbst und es ist schön zu lesen, dass sie am Ende des Romans wagt, auf eigenen Füßen stehen zu wollen.

    Ausgesprochen gut gefallen haben mir die Beschreibungen und Ausführungen rund um das Filmset und die Dreharbeiten zu dem Film Cleopatra. An Dianas Hand alten Hollywoodgrößen über den Weg zu laufen und aus ihrem Privatleben zu erfahren, ob nun fiktiv oder auf Tatsachen beruhend, hat irre Spaß gemacht.

    Für den weiteren Handlungsstrang rund um Scott und die italienische Mafia konnte ich mich nicht so erwärmen, dennoch werden die Handlungsstränge am Ende verknüpt, was mich wieder etwas versöhnt hat.

    Schlußendlich driftet der erwartete Liebesroman ein wenig in Richtung Krimi ab, was zu einem Sterneabzug führt.

    Auch der flüssig lesbare, aber wenig anspruchsvolle Schreibstil konnte dies nicht mehr korrigieren.

    Dennoch eine runde Sache, 4 Sterne...

  21. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.211)
    Aktuelle Rezension von: Stopkaofbooks

    Ich habe per Zufall mir einen schwedischen Krimi herausgesucht.

    Auf den ersten 300 Seiten gab es zwar durchaus spannende Momente, aber zwischendurch war ich auch gelangweilt. Trotzdem zog mich Larsson nach und nach in die Bahn der Geschichte, Spannung stieg und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los. Das Ende (sobald der Fall gelöst ist - also ca. 160 Seiten) fand ich wieder etwas zu langgezogen.

    Die Geschichte ist gut überlegt und die Wendungen sind nicht vorhersehbar, das hat mich absolut überzeugt.

    Mir gefallen selten Krimis, wo privat auf eigene Faust Dilettanten ermitteln, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Weder Journalist noch die private Ermittlerin handeln dumm, unüberlegt oder naiv.

    Fazit: Ein Krimi, den ich jedem empfehlen würde.

  22. Cover des Buches Rubinrotes Herz, eisblaue See (ISBN: 9783839891063)
    Morgan Callan Rogers

    Rubinrotes Herz, eisblaue See

     (53)
    Aktuelle Rezension von: KajaN

    Rubinrotes Herz, eisblaue See, von Morgan Callan Rogers ist ein Buch, das ich auf einem Wühltisch gefunden habe.  Die Geschichte spielt in Maine und beschreibt das Leben an der See, unter den Fischern, deren Familien sich dort seit Ewigkeiten angesiedelt haben, wunderbar plastisch und unmittelbar. Irgendwann hat man beim Lesen Salzgeruch in der Nase und hört die Möwen schreien. Es ist ein hartes, einfaches Leben. Manche Menschen sind glücklich, manche nicht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die kleine Florine, deren Mutter ohne Vorwarnung verschwindet. Es könnte alles Mögliche mit ihr passiert sein. Es könnte alles Mögliche mit ihr passiert sein. Sie könnte die Familie, die nur aus Florine, ihrem Ehemann und ihrer liebenswerten, aber kauzigen Schwiegermutter besteht, freiwillig verlassen haben. Oder sie ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Ich sage es lieber gleich, das wird der erste Teil nicht klären. (Es gibt noch einen zweiten: „Eisblaue See, endloser Himmel“,). Aber das ist auch kein Buch, das eine spannende Frage aufwirft und dann ins Trudel gerät.  Der Roman beschreibt mit so viel Kraft, Klarheit und Wärme das Erwachsenwerden der Hauptfigur unter den denkbar schwierigsten Umständen, das dieses Mysterium immer da ist und doch zweitrangig wird. In erster Linie geht es darum, wie Florine ihr Dasein nach der „Stunde Null“ meistert. Sie ist ungerecht zu ihrem Vater und zu seiner neuen Freundin, weil sie nicht will, dass er mit allem abschließt (was er im Übrigen nie tut), sie zieht zu ihrer Großmutter, schwänzt die Schule, verliebt sich mehrfach und macht Erfahrungen mit einer Gesellschaft, die so ganz anders ist, als ihre Dorfgemeinschaft. Die Gemeinschaft der Fischer wird nicht romantisiert. Aber trotzdem sind es gerade diese Menschen, die das kleine Mädchen mit schlichter Aufmerksamkeit umgeben und auffangen, wenn ihre eigene Familie nicht mehr weiterweiß. In Zeiten des Individualismus ist man daran gewohnt, feste Gemeinschaften als repressiv, nervig und kontrollierend darzustellen. Aber sie können auch anders, und wie das geht, zeigt dieser Roman. Es gibt nichts Gutes im Schlechten, sagt man. Aber es gibt Gutes, das sich im Schlechten bewährt. Florine, ihre lebenskluge Großmutter, die sich erlaubt, alle mit ihrem unerschütterlichen Glauben zu nerven, weil sie selbst vorlebt, was sie für richtig hält und die wunderbaren Freunde von Florine machen aus dieser Coming of age Story, einen Roman über die Dinge, die uns aus Krisen helfen: Verbundenheit und Verbindlichkeit, Zuneigung und Verständnis, auch wenn man beides manchmal scheinbar nicht verdient. 

    Florine sagt einmal: Es war gut, dass Grand mich liebte, denn in dem Frühjahr, als ich vierzehn wurde, hätte mir jeder andere einen Zementsack ans Bein gebunden und mich im Meer versenkt.“

    Und das ist noch so ein Baustein zu einem gelungenen Roman und einem gelungenen Leben: Echter Humor und das Streben nach einem Sinn, der immer auch das Schöne wahrnimmt. Gut, das kann man mit der Kraft eines Teenagers besser als mit der Last kommender Jahre. Aber ich habe die kleine, große Hauptfigur Florine mit ihren Ängsten, ihrer Verletzlichkeit und ihrer Wut sofort ins Herz geschlossen. Sie hadert mit ihrem Leben und der Unsicherheit, die das Verschwinden ihrer Mutter hinterlassen hat, aber sie liebt auch mit der gleichen Power. Und Morgan Callan Rogers hat ihr eine wunderbare Schar von Freunden an die Seite gestellt. Mich erinnerten Dottie, Bud und Glen an eine heranwachsende Version der „Ferien auf Saltkrokan- Kinder“. Es sehr unterhaltsam diesen unterschiedlichen Charakteren auf ihrem Weg durch harte wie schöne Teenie-Jahre zu folgen. Morgan Callan Rogers hat ein ebenso witziges wie weises Buch geschrieben, und ich kann es nur jedem ans eigene rubinrote Herz legen. Für eiskalte Tage. Oder ab sofort.

     

  23. Cover des Buches Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra (ISBN: 9783641140656)
    Robin Sloan

    Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra" gilt als die Vorgeschichte des Romans "Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" und ist sogar am Ende einiger Ausgaben dieses Romans verankert.

    Ich persönlich empfand es als gewöhnungsbedürftig eine Vorgeschichte am Schluss eines Buches zu lesen, konnte mich dennoch schnell darauf einlassen.
    Sie beinhaltet eine kurze Zusammenfassung vom Leben des Protagonisten Ajax Penumbra und wie es ihn nach San Francisco und in die Buchhandlung verschlagen hat. Ich würde die Geschichte einfach als nett bezeichnen, da sie auf mich nicht sonderlich spannend, aber auch nicht vollkommen uninteressant wirkt. Es ist schlicht und ergreifend eine nette Zusatzinformation, aber nichts, was man braucht um die andere Geschichte zu verstehen.

    Somit würde ich dieses Buch nicht unbedingt als einzelne Lektüre empfehlen, sie kann zwar durchaus als eine Art Auflockerung zwischen zwei anspruchsvolleren Werken dienen oder als eine Art Lückenfüller; ich persönlich jedoch würde empfehlen, diese Geschichte im Zusammenhang mit dem anderen Roman zu lesen.
  24. Cover des Buches Die Musik der Wale (ISBN: 9783548605944)
    Wally Lamb

    Die Musik der Wale

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ein Buch, das mir außerordentlich gut gefallen hat und ein Lebenshighlight werden könnte. Besonders gelungen finde ich die Charaktere, die sehr lebensecht, schrullig, aber größtenteils trotzdem sympathisch gezeichnet sind.
    Eine wirklich ergreifende Geschichte, die eine Suche nach Liebe zeigt, wie man sie wahrscheinlich selten liest.

    Noch eine kleine Anmerkung: Das Buch wurde 1992 geschrieben, ist also schon 30 Jahre alt. Eventuell kann es daran liegen, aber mir ist aufgefallen, dass sich vielleicht einige an der Darstellung adipöser Personen und deren Verhaltensweisen stören. Wie gesagt, damals war diese Darstellung noch weniger irritierend als heute.

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