Bücher mit dem Tag "9. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "9. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Die Herren des Nordens (ISBN: 9783499245381)
    Bernard Cornwell

    Die Herren des Nordens

     (315)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    ...und er hat eine Menge erlebt. Ich bin voll in der Reihe drin, weil mir die Hauptcharakter so sympathisch ist. Allerdings... sollte man vielleicht nicht alle Bände hintereinander weg lesen, weil einem dann die ganzen Wiederholungen auffallen und die sind wirklich umfangreich. Ich nenne die Serie manchmal nur die "Schildwall"-Serie und wer die einzelnen Personen sind, ist wirklich nur in Band 1 ein kleines Problem. 

    Trotzdem hat es mich gepackt, weil so viel geschieht und ständig die Seiten gewechselt werden. Auch hier gibt es wieder am Ende eine Übersicht, was Wahrheit und was Fiktion ist. - Man weiß, was man bekommt und ich bin zufrieden.

  2. Cover des Buches Der weiße Reiter (ISBN: 9783499242830)
    Bernard Cornwell

    Der weiße Reiter

     (333)
    Aktuelle Rezension von: Maylaa

    Mir kam es während des ersten Drittel so vor, als würde ich die Gedankenwelt von irgendeinem Blödmann vom Schulhof lesen, nur dass Uthred zusätzlich noch irgendwelche Leute auf See überfällt, alle abschlachtet ohne Grund... Nun ja, der einzige Grund ist, dass er sich wieder wie ein Wikinger fühlen will.

    Streitlustig, arrogant, naiv, oberflächlich. So würde ich ihn beschreiben. Wenn er auf etwas keine Antwort hat, teilt er Beleidigungen aus oder holt gleich sein Schwert raus. Er hortet irgendwo seinen fetten Schatz, den er noch aus dem verbrannten Dorf hat, anstatt mal die Schulden von Mildreth zu bezahlen, die immerhin seine Frau ist und die die meiste Zeit unglücklich daheim hockt.

    Ach und dann (ich glaube, das war die Szene in Wales, wo er sich mit diesem Geistlichen auseinandersetzt): Seine gesamte Mannschaft außer 2 Personen besteht aus Christen. Was sagt er zu dem Mann? "Ich hasse alle Christen." Also mal ernsthaft... Ich geh doch auch nicht auf ein Schiff mit ganz vielen Kindern und sag dann: "Ich hasse alle Kinder." Sorry für den Vergleich, aber genauso kam es für mich rüber.

    So ziemlich jede Person im Buch mochte ich lieber als Uthred. Als mir das klar wurde, habe ich mir gedacht, warum gebe ich mich mit jemandem ab, den ich nicht mag? Und habe das Buch kurzerhand zur Seite gelegt.

    Ich will nur noch sagen: Ich glaube nicht, dass die Bücher insgesamt schlecht sind oder so. Die Geschichte ist bestimmt spannend und emotional und episch und so weiter. Aber sie ist nun mal in der Ich-Perspektive geschrieben und ich kann mich absolut nicht mit diesem Typen identifizieren. Ich war richtig genervt zwischendurch.

    Ich wollte die Bücherreihe als Vorbereitung auf die Serie lesen, die ich noch nicht kenne. Ob ich mir die überhaupt noch anschaue, weiß ich nicht.

  3. Cover des Buches Schwertgesang (ISBN: 9783499248023)
    Bernard Cornwell

    Schwertgesang

     (227)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Der Autor gibt am Ende zu, dass hier mehr dazugedichtet wurde als in den Vorgängern, was die Geschichte aber nicht weniger interessant macht. Schreibstiltechnisch bleibt sich der Autor treu und auch die Wiederholungen nehmen nicht ab. 

    Ich hatte Spaß und wollte wie zuvor auch sofort weiterlesen. Ich werde diese Reihe mit großer Wahrscheinlichkeit beenden, wenn der Autor die Spannung halten kann.

  4. Cover des Buches Die Tochter der Wälder (ISBN: 9783426509067)
    Juliet Marillier

    Die Tochter der Wälder

     (396)
    Aktuelle Rezension von: Seitenhain
    "Ich hätte der siebte Sohn eines siebten Sohns sein sollen, aber die Göttin hat uns einen Streich gespielt, und ich war ein Mädchen."



    Das Mädchen Sorcha (sprich: Sor-ra) wächst, von ihren sechs älteren Brüdern behütet, in den Wäldern von Irland auf. Sie kennt viele Pflanzen und deren heilende Wirkung und ihr Vater besitzt die Ländereien von Sevenwaters.

    Eines Tages jedoch kehrt ihr Vater mit einer neuen Ehefrau heim, die nichts Gutes verheißt. Sorchas Leben stellt sich auf den Kopf und sie und ihren Brüdern wird ein unglaubliches Schicksal zuteil: die neue Frau verwandelt ihre Brüder in Schwäne und nur wenn Sorcha schweigend sechs Hemden aus der extrem schmerzenden Miere-Pflanze herstellt, können sie wieder zurückverwandelt werden.

    Als ob das nicht genug wäre, hat das Feenvolk ihren Weg mit einer extremen Prüfung nach der anderen versehen und der Leser kann nur hilflos zusehen, wie die kleine Sorcha eine unglaubliche Stärke und Kraft an den Tag legt.



    "Die Tochter der Wälder" ist der erste Band der Sevenwaters-Saga und löste beim Lesen in mir das gleiche Gefühl aus wie "Die Nebel von Avalon". Da es eines der Lieblingsbücher von Sarabandi ist, musste es auch auf meine Zu-Lesen-Liste. Glücklicherweise hat der Pan Verlag nun eine Neuauflage herausgebracht.

    Sorcha wächst mit den alten Wegen auf, sie ehrt die Göttin und kennt alle Rituale und Gebräuche zu den alten Feiertagen. Ihre Prüfung ist unglaublich nervenaufreibend und das Ende ist unheimlich spannend. Die letzten 140 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen und dabei öfters Tränen in den Augen gehabt, so schön ist es. Zum Glück ist das Ende nicht extrem traurig, sodass man mit einem Glücksgefühl zurückbleibt und nicht zwingend mit dem zweiten Band fortfahren muss.

    Eine fantastische Lektüre, die ich jedem empfehle, der sich für eines der folgenden Themen interessiert:

    - Die Macht und Kraft der Frau

    - Irland

    - Alte Götter, Traditionen und Gebräuche

    - Strategiespiele der Mächtigen, Verrat und Intrigentum

    - Familiengeschichten

    - Herdfeuergeschichten

    - .......

    Am Ende gibt es zudem einen praktischen Anhang mit Karten und Namenserläuterungen, sodass man zugleich ein wenig irisch(e Tradition) kennenlernt.
  5. Cover des Buches Das brennende Land (ISBN: 9783499254147)
    Bernard Cornwell

    Das brennende Land

     (167)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Uthred muss sich gegen Bluthaar, der seinen Namen nicht zu unrecht trägt, verteidigen und bemächtigt sich deshalb seiner Zauberin, die Uthred daraufhin das Leben zur Hölle macht.

    Die Schlachten sind wie gewohnt gewaltig und er bleibt sich im Stil treu.

    Die Netflix-Serie weicht immer stärker von der Vorlage ab, wenngleich sie manchmal ähnlich spannend bleibt.

    Ob auch der sechste Band das Niveau halten kann? 

  6. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783404153961)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und fand alle einfach wundervoll. Bei diesem Buch allerdings war ich skeptisch: Immerhin geht es in diesem Buch nicht um direkte Historie, sondern um ein Buch, dass nach einem Spiel entstanden ist. Ob das funktionieren kann?

    Nun, die Antwort ist JA! Der Roman kann von Anfang an fesseln und den Leser in das Geschehen hineinziehen. Die verschiedenen Protagonisten sind sehr liebevoll gezeichnet und lassen weder Tiefe noch Charakter vermissen. Der Plot strotzt von Verwicklungen, gefährlichen Abenteuern und den Auftrieb und Zerfall einen neuen Gemeinschaft. Auch der Widerstreit der alten Religion und dem beginnenden Christentum fügt sich nahtlos in die Geschichte ein.

    Die Schreibweise ist - wie immer - hervorragend und bildlich sodass der Leser praktischen das Geschehen hineingezogen wird. Ich habe dieses Buch sehr genossen!
  7. Cover des Buches Das Kind der Stürme (ISBN: 9783426509081)
    Juliet Marillier

    Das Kind der Stürme

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    Der dritte Band der "Sevenwaters"-Reihe befasst sich mit der Tochter von Ciarán und Niamh, die der Leser bereits im Vorgänger kennen gelernt hat. Fainne wurde von ihrem Vater zur Zauberin ausgebildet, doch während er seine Kräfte für das Gute einsetzt, ist ihre Großmutter, die Hexe Oonagh, nach wie vor auf Rache aus und sie plant, ihre Enkelin in ihre Machenschaften einzuspannen. Doch dabei hat sie nicht damit gerechnet, dass die junge Frau vielleicht nicht bereit ist, die ehemalige Heimat ihrer Mutter zu zerstören.

    Lady Oonagh war das ganze Buch über eine konstante, deutlich präsente Bedrohung und der Einfluss, den sie auf die Handlung und ihre Enkelin nimmt, war deutlich spürbar. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass es Fainne gelingen würde, ihren Plan zu vereiteln, und die Parallelen sowie Kontraste zwischen ihnen wurden gut herausgearbeitet. Mir hat gefallen, wie die Protagonistin sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und dass sie nach und nach gelernt hat zu akzeptieren, wer sie ist und wer sie sein kann. Sie muss über sich selbst hinauswachsen und durch ihre Makel und Schwächen wurde sie als Figur greifbarer.

    Fainne ist ein sehr komplexer Charakter, der mir nicht immer sympathisch war. Sie ist hin und her gerissen zwischen verschiedenen Seiten, wird von ihrer Großmutter manipuliert und ist bei ihrer Rückkehr nach Sevenwaters auf sich alleine gestellt, sodass ich nachvollziehen konnte, dass ihre Situation sehr schwer war und sie zu furchtbaren Entscheidungen gezwungen wurde, die ich nicht hätte treffen wollen. Es ist schwer zu sagen, ob man in ihrer Lage anders handeln würde, und sie hat mein Mitgefühl, aber sie hat trotzdem Dinge getan, die schrecklich waren, selbst wenn es oft unbedachte Konsequenzen waren. Andererseits macht diese eher dunkle Seite ihres Charakters sie aber auch vielschichtiger und die Autorin hat den Kampf, der in ihr tobt, sehr gut dargestellt.

    Die Handlung selbst fand ich interessant, gerade, was die Prophezeiung und den angekündigten großen Kampf betrifft, allerdings hat mir besonders gefallen, die ganzen bereits bekannten Figuren wiederzusehen und herauszufinden, wie sie sich im Laufe der Jahre verändert haben und wie sie auf die neuen Probleme reagieren. Besonders Conor mochte ich schon immer sehr und ich habe mich gefreut, ihn und die anderen Bewohner Sevenwaters' wiederzusehen. Ich bin schon gespannt, was Band 4 für alle bereit hält.
  8. Cover des Buches Holunderliebe (ISBN: 9783492300407)
    Katrin Tempel

    Holunderliebe

     (64)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Lena studiert Geschichte und nimmt ein Buch aus der Universitätsbibliothek mit ohne es zu Fragen. Sie fällt mit ihr Rad und das Buch wird beschädigt. Während die Restaurierung wird ein altes Dokument entdeckt das ein Kraut beschreibt das Lena nicht bekannt vorkommt. Sie möchte mehr wissen und reist dafür auf eine Insel in der Bodensee. Langsam erfährt Lena mehr über die Geheimnisse des Klosters und auch über ihr eigenes Leben.

     

    Ein schönes Buch aber es dauert ein wenig bis man reinkommt. Am Anfang läuft es halt was weniger aber wenn man weiß wie Lena die Infos aus der Vergangenheit bekommt wird es deutlicher und einfacher zu lesen/verstehen. Gerade das ist eine Überraschendes Teil der Geschichte. 

  9. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    Der Anfang: «Mein Name ist Uhtred. Ich bin der Sohn Uhtreds, der wiederum Sohn Uhtreds war, dessen Vater ebenfalls Uhtred genannt wurde. Der Schreiber meines Vaters, ein Priester namens Beocca, buchstabierte den Namen Utred. Ich weiß nicht, wie ihn mein Vater geschrieben hätte – er konnte weder lesen noch schreiben; ich aber kann beides, und wenn ich manchmal die alten Schriftrollen aus der Holztruhe hole, sehe ich den Namen mal Uhtred oder Utred, mal Ughtred oder auch Ootred geschrieben. Diese Schriften beurkunden, dass Uhtred, der Sohn Uhtreds, alleiniger Besitzer jener Länder ist, deren Grenzen gewissenhaft markiert sind von Steinen und Deichen, Eichen und Eschen, von Sümpfen und vom Meer, und ich träume von diesen wilden Ländern unter dem windzerwühlten Himmel. Ich träume von ihnen und weiß, dass ich sie mir eines Tages von denen, die sie raubten, wieder zurückholen werde.»


    9. Jahrhundert, Nordengland im Jahre 866: Als der Ich-Erzähler zehn Jahre alt ist, erlebt der junge Fürstensohn den Einfall der Wikinger in Northumbrien, dem nordöstlichsten Gebiet «Englands» vor der schottischen Grenze. Sein älterer Bruder, der die Herrschaft als Aldermann über Bebbanburg (Bamburgh Castle) von seinem Vater übernehmen sollte, wird von den Dänen im Kampf getötet. Nun ist er der neue Erbe, erhält den Väter-Vornamen Uhtred. Nichts ist mehr wie zuvor. Die Dänen brandschatzen das Land, überfallen Gehöfte und Klöster. Der Aldermann der Bebbanburg stellt sich den Wikingern im Kampf und kommt ums Leben. Der junge Uhtred wehrt sich so tapfer, dass der Dänenführer Ragnar von ihm beeindruckt ist, mitnimmt und den Knaben zusammen mit seinen eigenen Kindern großzieht. Thor ist sein neuer Gott. Zwei Herzen in einer Brust: Der «Engländer» und der Däne. Uhtred kennt beide Seiten und versteht, die Unterschiede zu nutzen, beiderlei Denkweisen und zweierlei Arten zu kämpfen, er kennt beide Religionen. Doch irgendwann muss er sich als junger Mann für eine Seite entscheiden. Rückblickend erzählt uns Uhtred seine Lebensgeschichte – die gleichzeitig die des angelsächsischen Königs Alfred ist.


    «Wir nannten sie Wikinger, wenn sie brandschatzten, Dänen oder Heiden, wenn sie als Händler kamen.»


    Mit den Drachenbooten kommt der Tod. Alles beginnt mit der Plünderung des Klosters Lindisfarne im Jahre 793. Die Dänen wollen sich «England» einverleiben, Stück für Stück erobern sie das Land. Bis auf Wessex, das von einem schwachen König regiert wird, ist «England» erobert. Uhtred wird zunächst ein Däne, lernt, zu kämpfen, wie einer der ihnen. Er bewundert Ragnar, liebt seine neue Familie, bei Raub- und Eroberungszügen wird er zum Krieger. Doch auch seine dänische Familie wird zerstört – eine Intrige unter Dänen – er wird sogar beschuldigt, Ragnar ermordet zu haben. Uhtred muss fliehen, lernt Alfred kennen, einen gottesfürchtigen Mann. Als sein Bruder verstirbt, muss Alfred widerwillig die Krone übernehmen, denn die Erben sind noch zu jung, um zu regieren. Sein Ziel war es, in der Kirche seinen Weg zu gehen. Er ist ein kränklicher Schwächling, aber ein kluger Kopf. Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche steht kurz vor der Übernahme durch die Dänen. Uhtred, nun mittellos, erinnert sich daran, wer er wirklich ist: Der Aldermann Uhtred von Bebbanburg! Und er wird sich sein Erbe zurückholen vom Onkel, der den Vater verraten hatte. Alfred ernennt den jungen Mann zum Heerführer, denn er weiß, wie die Wikinger denken, wie sie sich organisieren. Am Ende des ersten Bands ist Uhtred 20 Jahre alt.


    Vorwort: «… Herrschaft Alfreds von 871 bis 899 zu finden ist. «Aber selbst diese Lösung ist nicht narrensicher. So wird die Insel Hayling dort für das Jahr 956 sowohl Heilincigae als auch Hæglingaiggæ geschrieben. Auch bin ich selbst nicht immer konsequent geblieben; habe die moderne Bezeichnung England dem älteren Englaland vorgezogen und, statt Norðhymbraland, Northumbrien geschrieben, dennoch sind die Grenzen des alten Königreiches nicht mit denjenigen des modernen Staates identisch.» 


    Uhtred von Bebbanburg ist eine literarische Figur, aber alle weiteren wichtigen Personen und Ereignisse sind historisch belegbar. Alfred, der später der Große genannt wird, die Heerführer der «Engländer» und Dänen, die Schlachten; Bernard Cornwell hat sich eng an den geschichtlichen Ablauf gehalten. Dieser Mehrbänder ist letztendlich die Geschichte zum Ursprung Englands, Alfred, der es sich zur Lebensaufgabe macht, den Wikingern erbittert Widerstand zu leisten, ein geeintes England zu gründen. Aber nicht nur das. Cornwell schreibt, beschreibt, mit bildnerischer Kraft, voller Atmosphäre, geht tief in die Charaktere hinein. Der Leser wird hineinversetzt in die Zeit des alten Englands mit allen Sinnen. Ich wollte schon immer Bernard Cornwell lesen … Und kürzlich lief auf Netflix die Verfilmung der Uhtred-Sage, die mich begeistert hat. Mittlerweile gibt es 12 Bände der Sage – der letzte erschien jetzt im September – und das war sicher nicht das Ende. Es lohnt sich, diese Romane zu lesen, den sie sind geschichtlich gut aufgearbeitet, sehr spannend, mit viel Humor bestückt. 


    Bernard Cornwell, geboren 1944 in London und aufgewachsen in Essex, arbeitete nach seinem Geschichtsstudium an der University of London lange als Journalist bei der BBC, wo er das Handwerk der gründlichen Recherche lernte (zuletzt als «Head of Current Affairs» in Nordirland). 1980 heiratete er eine Amerikanerin und lebt seither in Cape Cod und in Charleston/South Carolina. Weil er in den USA zunächst keine Arbeitserlaubnis erhielt, begann er Romane zu schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt – Gesamtauflage: mehr als 30 Millionen Exemplare. Die Queen zeichnete ihn mit dem «Order of the British Empire» aus.

    https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-letzte-konigreich-von-bernard.html

  10. Cover des Buches Die Erben von Sevenwaters (ISBN: 9783426508909)
    Juliet Marillier

    Die Erben von Sevenwaters

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    "Die Erben von Sevenwaters" hat mir, wie schon die anderen Bände der Reihe, gut gefallen. Ich fand die Protagonistin sehr sympathisch - sie ist im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen ganz anders charakterisiert, aber ich mochte diese Individualität und auch, dass ihre Stärken und Schwächen eine große Rolle für die Handlung spielen. Ihr wird einiges zugemutet, doch sie gibt nicht auf und ist fest entschlossen, alles für ihre Familie zu tun, koste es, was es wolle. Das fand ich bewundernswert, vor allem in Anbetracht der Umstände, und dadurch war sie mir wirklich sympathisch.

    Die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf, aber ich fand es interessant, Clodagh in ihrem natürlichen Umfeld kennen zu lernen und mehr über ihr Leben zu erfahren, bevor das Abenteuer richtig begonnen hat. Dennoch konnten die späteren Kapitel mich mehr fesseln; es passiert plötzlich so einiges, die Entwicklungen sind dramatisch und es scheint beinahe unmöglich zu sein, die komplexe Situation, in der die Charaktere sich finden, wieder aufzulösen, vor allem, da Clodagh alleine dazustehen scheint, wodurch die Spannung gestiegen ist. Leider muss ich sagen, dass sie meiner Meinung nach nicht aufrecht erhalten wurde - was hauptsächlich an der Liebesgeschichte lag, auch wenn sie mir an sich gefallen hat. Sie entwickelt sich zwar in mancherlei Hinsicht vorhersehbar, doch alles in allem war sie überzeugend. Die beiden passen zusammen und ich mochte, wie ihr Verhältnis zueinander sich durch die gemeinsamen Erlebnisse verändert hat, aber ich fand, dass in der zweiten Hälfte des Buches ein zu großer Fokus darauf gelegt wurde. Dadurch rückten die anderen Vorkommnisse ein wenig zu sehr in den Hintergrund, was ganz besonders deshalb schade war, da Clodagh in einer verzwickten Lage steckt und das Setting sehr interessant ist, weshalb ich gerne mehr darüber erfahren hätte. Ich hatte zudem den Eindruck, dass die Erzählung hier wieder zu langsam voranschritt und sogar ein wenig zäh war, da die Dringlichkeit fehlte. Ich hätte mir gewünscht, dass die Romanze nicht so präsent gewesen wäre, da ich andere Aspekte faszinierender und spannender fand.

    Der Schreibstil lässt sich wieder flüssig lesen, die Handlung war weitgehend fesselnd und die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Aufgrund der kleineren Längen in der Mitte habe ich aber einen halben Stern abgezogen.
    3,5/5 Sternen
  11. Cover des Buches Der Rubindrache (ISBN: 9783570400074)
    Peter D. Ward

    Der Rubindrache

     (21)
    Aktuelle Rezension von: BeeLu
    Wir befinden uns im chinesischen Kaiserreich im Jahre 818. Der Junge Rokshan hört vom Geschichtenerzähler Shou Lao die alten Mythen um die bösen Drachen, die einst vom Weisen Herrn zu den guten magischen Drachenpferden verwandelt wurden, um das Böse zu besiegen. Doch nun sind die alten bösen Kräfte wieder erwacht und wollen die die Macht an sich reißen, die Menschen unterwerfen und das Böse verbreiten.
    Shou Lao's Prophezeiung besagt, dass Rokshan in diesem Kampf zwischen Gut und Böse eine wichtige Rolle spielt und so macht er sich tapfer auf den Weg auf eine Reise ins Ungewisse.

    Wir begeben uns also mit Rokshan und seinen Begleitern auf eine lange, lange (wirklich lange) Reise mit mehreren Zielen durch China und ich muss zugeben, ich hatte schon relativ am Anfang nicht genau verstanden, wohin eigentlich wieso gereist wird. Tja, was soll ich sagen? Ein Buch, welches ich durchaus nach dem ersten "unguten Gefühl" hätte zur Seite legen sollen. Ich hatte aber die Hoffnung, dass es doch besser wird und habe mir also diese knapp 500 Seiten angetan. Eigentlich eine schöne Idee, die China, Mythen, Abenteuer und gefährliche Drachen und einen jungen Helden verbindet, aber für mich persönlich ging die Umsetzung völlig daneben. Der Schreibstil war langweilig, manchmal für meinen Geschmack viel zu dramatisch, ständig werden irgendwelche Kämpfe gegen irgendwen gefochten, so viel Leid und Elend (hach, seufz, ja, unsere armen, armen Protagonisten mussten echt viel durchstehen). Oftmals war mir nicht klar, wer gerade wieso eigentlich gegen wen kämpft und ich fand die ganze Geschichte ziemlich durcheinander und verwirrend.
    Und am Ende stehen sie doch alle vor den Toren der Hölle und kämpfen weiter. Die chinesische Hölle ist bis auf die feuerspuckenden Drachen übrigens gar nicht so viel anders, als "unsere" Hölle. Gut zu wissen. Lediglich die Teile mit den Helfertieren oder den Drachenpferden und Rokshans besondere Verbindung zu diesen einzigartigen Wesen waren zunächst noch ganz schön zu lesen aber spätestens nach der dritten inneren Farbexplosion zwischen Rokshan und seinem Lieblingsdrachenpferd, welches natürlich der ehemalige ultimativ böseste Drache Han Garid war, hatte ich kapiert, dass es zwischen beiden gefunkt hat.
    Ich bin sehr frustriert mit diesem Buch und froh, dass ich es endlich geschafft habe. Definitiv von meiner Seite keine Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Der sterbende König (ISBN: 9783499259036)
    Bernard Cornwell

    Der sterbende König

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Der sterbende König" ist der sechste Band aus der Uhtred-Reihe von Bernard Cornwell. Wessex im Winter 898, König Alfred ist schwer krank und sein Leben neigt sich dem Ende zu. In ganz Britannien lauern die jeweiligen Herrscher und warten auf dessen Tod. Denn man sieht die Chance die Krone Wessex an sich zu reißen. Uhtred, der sowohl Hass als auch Bewunderung für Alfred hegt, kehrt an dessen Hof zurück. Er ist immer noch Alfreds bedeutendster Kämpfer und sein Name ist weithin bekannt. Vor seinem Tod schafft es Alfred erneut Uhtred das Versprechen abzuringen dem Königsohn Edward den Treueschwur zu leisten. In diesem sechsten Band steht weniger Uhtred und sein Streben nach seinem Erbe in Bebbanburg im Mittelpunkt, viel mehr geht es um das Ableben von Alfred und dessen Nachfolge auf den Thron von Wessex. So ist die erste Hälfte des Buches geprägt von Alfred und den politischen Ereignissen, bei denen sich so mancher Landesfürst versucht in Stellung zu bringen. Die Dänen sind da natürlich auch mit im Spiel. Bündnisse werden geschmiedet, Verrat wird begangen, es wird taktiert. Die zweite Hälfte des Buches ist dann von der Inthronisierung Edwards geprägt und der ersten Sicherung des Königreichs. Uhtred's Rolle ist dabei klar wieder die des Kriegsherren. Aber es dauert, bis Edward das nötige Vertrauen in ihn setzt. Denn zu viele Einflüsterer in des Königs Ohren lassen diesen zaudern. Und damit ist auch der Schwachpunkt dieses sechsten Bandes aufgedeckt. Denn es wird eben viele Seiten gewartet. Gewartet auf die unausweichliche Schlacht mit den Gegnern von Wessex. Zwar treibt dies Cornwell nicht zum Exzess, so dass Langeweile aufkommt, aber es zieht sich speziell in den ersten zwei Drittel des Romans ein wenig. Jedoch macht dies der Autor dann im letzten Drittel wieder wett, als es dann wieder zum Duell der Sachsen gegen die Dänen und ihre Verbündeten kommt. Dies ist der eigentlich packende und spannende Teil des Buches. Und so reihe ich diesen Band eher als Zepterübergabe des Throns von Wessex ein und bin dennoch gespannt, wie diese Geschichte Bernard Cornwell dann zu Beginn des 10. Jahrhunderts in England fortführt.

  13. Cover des Buches Dschinnland (ISBN: 9783785737514)
    Kai Meyer

    Dschinnland

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Wolly

    Die Sturmkönige erzählt die Geschichte vom ehemaligen Schmuggler Tarik und seinem Bruder Junis aus Samarkand. Früher reiste Tarik zwischen seiner Heimatstadt und dem großen Bagdad auf seinem fliegenden Teppich durchs Land, bis eines Tages auf einem seiner Reisen seine Geliebte Maryam Opfer eines Dschinnenangriffs wurde. Seitdem meidet er das Dschinnenverseuchte Land zwischen den Städten wie die Pest und betäubt stattdessen lieber seinen Kummer um Maryams Verlust mit Alkohol, Frauen und illegalen Teppichrennen. Doch als Junis beschließt dem Haremsmädchen Sabatea zu helfen und sie nach Bagdad zu begleiten, muss Tarik einschreiten und wohl oder übel nochmal an den Ort, den er nie wieder sehen wollte.

    Meinung:

    Der Auftakt der Reihe ist unterhaltsam und ansprechend umgesetzt.
    Die Geschichte ist für mich kein Knüller, wie manch anderes Buch von Kai Meyer, aber eben nett zu lesen bzw. zu hören. Mir gefallen das Szenario im Morgenland, die musikalische Untermalung und die Stimme des Sprechers besonders gut. Die Art und Weise wie er liest ist flüssig und angenehm für die Ohren, bringt aber auch die nötige Dramatik spannender Szenen zum Ausdruck.
    Die Geschichte selbst ist interessant, aber nicht komplett fesselnd. Dafür sind mir die Charaktere nicht sympathisch oder emotional nah genug. Herrausstechend ist in meinen Augen Sabateas Geschichte, die eine eigene Dynamik mitbringt. Hier könnte noch interessante in den Folgebänden kommen.

    Fazit:
    Ein klares Plus für das Drumherum, trifft auf eine solide Geschichte. Mal sehen was da noch so kommt.

  14. Cover des Buches Der Hammer des Nordens (ISBN: 9783453156487)
    Harry Harrison

    Der Hammer des Nordens

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches The Last Kingdom (ISBN: 0060887184)
    Bernard Cornwell

    The Last Kingdom

     (14)
    Aktuelle Rezension von: BirgitConstant

    Ein späterer Band der Uhtred-Reihe ließ mich zu diesem Buch greifen, mit dem die ganze Uhtred-Saga beginnt.

    Der junge Uhtred, der erst nach dem Tod seines älteren Bruders diesen Namen erhält, ist 10 Jahre alt, als er in die Hände der Wikinger fällt und von ihnen aufgezogen wird. Damit beginnt eine Geschichte, in der Uhtred immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen seinen sächsischen Wurzeln und seiner dänischen Erziehung. Er dient beiden Seiten zu verschiedenen Zeiten seines Lebens, doch sein eigentlicher Antrieb ist nicht die Treue zu einem Herrn, sondern die Rache an seinem Onkel, der die Burg Bebbanburgh unrechtmäßig in seine Hände gebracht hat, obwohl Uhtred ihr rechtmäßiger Besitzer ist.

    Der geschichtliche Hintergrund des Buches ist ein wahnsinnig spannendes und dramatisches Kapitel der englischen Geschichte, denn die Wikinger haben zu dem Zeitpunkt einen Großteil Englands besetzt und stehen kurz davor, auch noch das letzte verbleibende englische Königreich Wessex von der Landkarte verschwinden zu lassen. Doch der junge König Alfred, später Alfred der Große, schafft es, dem dänischen Vordringen Einhalt zu gebieten.

    Weniger spannend fand ich allerdings Uhtreds Erzählung, die mir manchmal zu leidenschaftslos und gleichgültig ist, fast als würde Uhtred im Rückblick auf seine Jugendjahre eine teilnahmslose Auflistung von Ereignissen aneinanderreihen. Das ist schade, denn in dem späteren Roman, den ich aus der Reihe gelesen habe, ist Uhtred ein wunderbar schnoddriger und zielgerichteter Krieger, der macht, was er für richtig hält und sich durchzusetzen weiß.

    Auch auf dem Motto des Buches – und der ganzen Reihe –, wyrd biþ ful aræd, über dessen genaue Bedeutung sich die Experten bis heute trefflich streiten, wird meines Erachtens zu oft herumgeritten.

    Insgesamt wird mich das Buch jedoch nicht davon abhalten, die Reihe weiterzulesen, da die Hintergrundgeschichte der Entstehung Englands einfach zu interessant ist, um nicht weiter darüber zu lesen.

  16. Cover des Buches Ein Elefant für Karl den Großen (ISBN: 9783404172368)
    Dirk Husemann

    Ein Elefant für Karl den Großen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Im Jahr 802: Franken und Sarazenen kämpfen um die politische und religiöse Vormachtstellung. Um den Krieg endlich zu beenden, schickt der Kalif von Bagdad seinem Widersache Karl dem Großen einen Elefanten als Friedensangebot. Der Elefant muss unversehrt die lange Reise nach Aachen überstehen - verantwortlich dafür ist der Jude Isaak. Gemeinsam mit seinem Sklaven Thankmar und drei Arabern macht er sich auf die mühsame und gefahrvolle Reise.

    Mein Leseeindruck:

    Dieses Buch steckt voller Abenteuer. Wir begleiten nicht nur die Reisegruppe um Isaak und den Elefanten, sondern parallel auch die Nonne Imma und die Novizin Adelind. Alle Figuren müssen einiges an Gefahren überstehen, so dass die Geschichte niemals langweilig wird.

    Der Roman ist zwar fiktiv, aber er beruht doch auf wahren Begebenheiten. Was wahr und was fiktiv ist, wird im Nachwort erläutert. Man merkt beim Lesen, dass der Autor Ahnung hat und, so glaube ich, viel Zeit und Herz in dieses Buch gesteckt hat.

    Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen und Isaak, Thankmar, Imma und Adelind zu begleiten. Ich habe ihre Abenteuer mit Spannung verfolgt.

  17. Cover des Buches Das Buch der Sünden (ISBN: 9783499253805)
    Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

     (40)
    Aktuelle Rezension von: anne_lay
    Paris wird von den Dänen überfallen. Der junge Odo muss mitansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter geschändet wird. Der Junge kommt in ein Kloster, kann aber die Tat nicht vergessen und macht sich Jahre später auf, um seine Mutter zu suchen.
    Die Geschichte, die mit dem dänischen Überfall beginnt führt uns später nach Haithabu, in die Handelsstadt der Dänen, wie auch nach Rügen und zweimal nach St. Galen.
    So fasziniert ich vom Leben der Dänen und Slawen bin, so irritiert lässt mich die Figur Odo zurück. Aus dem verstörten Jungen wird ein Rächer, der bei aller christlichen, ja klösterlichen Erziehung, übergangslos zum Verbrecher wird, der alle Regeln der 10 Gebote über Bord wirft, als er sich als Vollstrecker göttlichen Handelns erkennt.
    Nachd dem spannenden Einstieg war das die Stelle, an der ich das Buch fast weggelegt hätte. Religiöser Fanatismus ist leider immer wieder auch ein aktuelles Thema, aber die Motivation Odos war für mich lückenhaft.
    Mit dem Neueinstieg Helgis gelingt ein Einblick in dänische Lebensverhältnisse der Zeit, der mich hat weiterlesen lassen, auch wenn der Junge mit seiner Verliebtheit zunächst übertrieben und wenig zeitgemäß wirkt. Trotzdem nimmt die Geschichte wieder an Spannung zu und hat mich weiterlesen lassen.
    Für die zum Teil unglaubwürdigen Handlungsweisen der Figuren ziehe ich trotz der zum Schluss packenden Handlung und des gut recherchierten Lebens der damaligen Zeit einen Stern ab.
    Nach meinem ersten Buch des Autors (Das Schwert der Götter) hatte ich ich mir dessen Vorgänger gekauft. Die Lebensweise und die Umgebung wird hier ebenso schnell lebendig, da ich dänische Langhäuser aus den Museen in Ribe und Haithabu kenne. Nach diesem, sagen wir mal holprigen Lesevergnügen bin ich gespannt auf das verbleibende Buch, das schon im Regal darauf wartet gelesen zu werden.
  18. Cover des Buches Das frühe Mittelalter (ISBN: 9783596600106)
    Jan Dhondt

    Das frühe Mittelalter

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    War noch Band 9 („Die Verwandlung der Mittelmeerwelt“) empfehlenswert, so war dieser Band des französischen Historikers Jan Dhondt eine Enttäuschung. Er bleibt mit den Fakten sehr oberflächlich, scheut Jahreszahlen und erzählt allenfalls die prägenden, herausragenden Ereignisse und Tendenzen. War der neunte Band für Vorlesungsnachbearbeitung und Klausurvorbereitung noch empfehlenswert, ist dieser Band leider allenfalls etwas zur Unterhaltung.
  19. Cover des Buches Die Gesandten der Sonne (ISBN: 9783426517208)
    Wolf Serno

    Die Gesandten der Sonne

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    "Die Gesandten der Sonne" ist ein Roman von Wolf Serno. In diesem Buch spielt die Geschichte in Bagdad im Jahre 797. Nach einem Auftrag von Karl dem Großen knüpft eine Gruppe mutiger Männer gute Kontakte zum Kalifen Harun al - Raschid. Sie nennen sich "Die Gesandten der Sonne" und ihre Rückkehr ins Frankenland stellt sie vor einige abenteuerliche Herausforderungen. 


    Einer der Männer, der junge Arzt Cunrad von Malmünd, wächst nach einer Weile immer mehr in die Rolle des Anführers hinein, doch auch er stößt schon bald an seine Grenzen. Eine besondere Grenze stellt da Aurona, eine stolze Langobardin dar, die ihm seine Grenzen deutlich aufzeigt ...

     

    Der Einstieg in diesen historischen Roman ist mir gut gelungen. Wolf Serno erzählt die Geschichte aus der Sicht des Protagonisten Cunrad von Malmüd, indem er den Protagonisten einem seiner Gastgeber, seine Geschichte in rückblickender Form erzählt. Diese Art hat mir gut gefallen und ich habe eine schöne Sichtweise auf die Erlebnisse des Protagonisten bekommen. 

     

    Zudem haben mir die Beschreibungen von Wolf Serno, die schön bildhaft sind, richtig gut gefallen. Durch diese Veranschaulichungen kam eine sehr gelungene Atmosphäre auf, die einem als Leser/Leserin ein bisschen von der Exotik des Orients nach Hause bringt. Gut beschrieben und sehr interessant fand ich auch die ärztliche Kunst im Mittelalter. Das löste bei mir eine Mischung aus Schock ( manches wußte ich ja schon ) und Faszination aus, wie die Menschen mit so wenigen Mittel medizinisch versorgt wurden und vorallem auch wie dankbar wir für die Fortschritte sein können. 

     

    Die Charaktere hat der Autor liebevoll gezeichnet und gut ausgearbeitet. Schön fand ich, dass "Die Gesandten der Sonne" jede/r einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, auch die Nebencharaktere. Die Handlung hätte, meiner Meinung nach, ein bisschen spannender gestaltet sein können. Sie war zwar interessant zu verfolgen, aber wirkliche Spannung kam bei mir nicht auf. Dafür war manches ein bisschen zu vorhersehbar geschildert.

     

    Positiv: 

    * bildhafte Beschreibungen schaffen eine tolle Atmosphäre

    * die Charaktere wurden gut dargestellt

    * die Medizin im Mittelalter wurde detailliert beschrieben

     

    Negativ: 

    * die Handlung hätte ein bisschen spannender sein können, so war mir manches ein bisschen zu leicht vorherzusehen

     

    "Die Gesandten der Sonne" ist ein gut ausgearbeiteter historischer Roman, bei dem die Charaktere und die schöne Atmosphäre, die mangelnde Spannung fast komplett wieder aufgewogen haben!

  20. Cover des Buches Der Heidenfürst (ISBN: 9783499268465)
    Bernard Cornwell

    Der Heidenfürst

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Der Heidenfürst" ist der siebte Band der Uthred-Saga von Bernard Cornwell. Es ist die Zeit zu Beginn des 10. Jahrhunderts, König Alfred ist tot und sein Sohn Edward folgte ihm auf den Thron von Wessex. Durch Jähzorn und Unbeherrschtheit bringt sich Uthred wieder einmal selbst um alles. Mehr durch ein Missgeschick tötet er einen Priester und wird verbannt. Mit seinen letzten treuen Kameraden zieht er Richtung Bebbanburg, seiner verlorenen Heimat. Nichts treibt ihn mehr an, als sein Geburtsrecht einzufordern und die Burg von seinem Onkel zurückzuerobern. Doch er erzielt nur einen Teilerfolg mit dessen Tod, aber das eigentliche Ziel bleibt verwehrt. Und es gilt einen anderen großen Kampf zu schlagen. Denn der dänische Jarl Cnut streckt seine Arme nach Mercien und Wessex aus. Uhtred verfolgt eine List um dessen Pläne zu durchkreuzen und sich Zeit zu verschaffen, bis Edwards Truppen eintreffen. Es mündet letztendlich in die Schlacht bei Tettenhall im Jahr 910. Cornwell lässt zum siebten Mal seinen Helden auf den Leser los. Uhtred wird langsam älter, ist weiterhin unerbittlich stur, aber doch teilweise immer nachdenklicher. Wie wird es mit ihm enden? Immer wieder treiben ihn Gedanken über sein Schicksal oder das seiner Söhne um. Er geht gefährliche Risiken ein, bleibt teilweise nur mit Glück am Leben. Als Leser kennt man Uhtred als unbeugsamen Kämpfer mit seinem Schwert Schlangenhauch, doch diese verletzliche Seite an ihm hat mir gut gefallen. Cornwell beschreibt seine Umtriebigkeit, aber auch seine Werte für die er einsteht und seinen Platz zwischen den Dänen und den Angeln. Wie gewohnt sind die Kämpfe und Schlachten blutig und hart beschrieben, daher nichts für zartbesaitete Leser. Intrigen, Betrug, List und Tücke ergänzen diesen Band und machen ihn in Summe für mich wieder zu einer fesselnden und sehr spannenden Lektüre. Man hält immer wieder mal kurz die Luft an wenn es heißt: Schildwall und dann die Äxte und Schwerter durch Kettenhemde dringen. Für mich weiterhin eine der besten Saga dieser Zeit, die ich sehr gerne weiterverfolge.

  21. Cover des Buches Die Schlüsselträgerin (ISBN: 9783442472918)
    Simone Neumann

    Die Schlüsselträgerin

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Henriette
    Inga ist mit Rothger verheiratet. Sie wurde in der Familienfehde entführt und musste Rothger ehelichen. Sie führt neben Rothger den Hof, sie hatte die Schlüsselgewalt. Eines Tages kommt Rothger nicht nach Hause. Er war bei einem Saufgelage mit Nachbaren. Inga findet in am nächsten Tag mit gebrochenem Genick. Als Witwe muss sie die Schlüssel an die Schwägerin Ada abgeben. Adas Mann Ansgar ist der rechtmäßige Erbe. Nun kann Inga nur noch mit Aufgaben, wie eine Magd, ihr Leben fristen, denn aus ihrer Ehe gibt es keine Nachkommen. Etwa zur selben Zeit versuchen Mönche in der Gegend den christlichen Glauben zu verbreiten. Mit der Zeit lernt Inga die beiden Mönche näher kennen. Und der Mönch Agius gefällt ihr besonders. Doch es bleibt nicht nur beim Tod von Rothger, auch die Nebenfrau von Rothger verschwindet auf unerklärlicher Weise und wird eines Tages tot aufgefunden. Inga wird bald auf dem Hof ihres Schwagers nicht mehr geduldet. Sie findet eine Bleibe und verdingt sich als Kräuterfrau. Und doch hören die Todesfälle nicht auf. Und das Band zum Mönch Agius wird immer stärker. Leider muss ich gestehen, dass mir das lesen dieser Geschichte nicht leicht gefallen ist. Der Schreibstil war der Zeit des 9. Jahrhunderts angelehnt und für mich nicht so schön zu lesen. Was mir besonders gefehlt hat, war die Spannung in der Geschichte. Es verlief immer gleich, ohne Höhen und Tiefen. So hatte ich nie das Gefühl: Oh, ich muss unbedingt weiterlesen und sehen, wie es weitergeht. Schade eigentlich, man hätte bestimmt mehr aus der Geschichte machen können. [B]Fazit:[/B] Für diese leider nicht ganz so gelungen Unterhaltung kann ich nur drei von fünf Sternen vergeben.
  22. Cover des Buches Die Braut des Nordens (ISBN: 9783453071902)
    Marie- Josephe Guers

    Die Braut des Nordens

     (2)
    Aktuelle Rezension von: ErleseneBuecher
    Wikinger, blutige Feste & Okkupation Ich mag historische Romane und ich mag vor allem Geschichten über die Wikingerzeit. Aber irgendwie war dieses Buch von Marie-Josèphe Guers nicht das, was ich mir gewünscht habe. Es eröffnet schon einen wirklich guten Eindruck, wie im 9. Jahrhundert in Norwegen, Schottland und Island die Landnahme bzw. Besiedelung ablief. Aber es sollte ja anscheinend keine Dokumentation oder ein Geschichtsbuch sein, sondern ein Roman. Leider berührt das Buch einen gar nicht. Man kommt irgendwie nicht in die Geschichte rein. Um es im Castingjargon zu sagen: Es touchte mich Null. Naja, vielleicht hatte es doch einen Grund, warum mein Mann es auf dem Sperrmüll gefunden hat. Das einzig wirklich Interessante und für mich auch Nützliche, war, dass viele Legenden rund um die nordgermanische Religion zu finden waren. Bewertung: 1 von 5 Punkten
  23. Cover des Buches Die Eispiraten (ISBN: 9783404175413)
    Dirk Husemann

    Die Eispiraten

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch greift eine Legende auf, nach der der Doge Buono di Malamocco die Gebeine des heiligen Markus in Alexandria stehlen ließ um seiner Heimatstadt (Der Vorgängerin von Venedig) Ansehen, Ruhm und Macht zu verschaffen. Diese Legende hat der Autor zu einem recht ordentlichen, teils rasanten Abenteuerroman ausgebaut.

    Die Protagonisten - bis auf wenige ohne echten historischen Hintergrund - sind teils recht gut und mit Tiefe, teils aber auch ziemlich klischeehaft gezeichnet.  Die Geschichte hat über weite Strecken ein gutes Tempo und kann durchaus Spannung erzeugen. Leider ist das Geschehen aber auch recht vorhersehbar. 

    Die Schreibweise und die Dialoge sind einfach und verständlich; zeitgenössische Begriff oder Begriffe aus der Welt der Seefahrt werden im Anhang erläutert. Das fand ich gut, wenngleich in den meisten Fällen überflüssig, weil dem halbwegs gebildeten Leser in der Regel bekannt. 

    Das Buch hat gut unterhalten können, ohne bei mir Begeisterungsstürme hervor zu rufen.
  24. Cover des Buches Die deutschen Kaiser (ISBN: 9783924896188)
    Gerhard Jaeckel

    Die deutschen Kaiser

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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