Bücher mit dem Tag "90er"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "90er" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Die Blutschule (ISBN: 9783404175024)
    Max Rhode

    Die Blutschule

     (973)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Lohner

    Das Cover des Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut. Der Schreibstil ist flüssig und sehr spannend. Man wird sehr schnell in den Bann der Geschichte gezogen, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Sebastian Fitzek schreibt hier unter dem Pseudonym Max Rhode. Es war ein klassischer Fitzek und doch ganz anders als die Psychothriller die er unter seinem Namen Sebastian Fitzek schreibt. Die Geschichte wird aus der Ich Perspektive von Simon erzählt. Simon schreibt die Story als eine Art Bewältigungstagebuch in der Psychiatrie.

  2. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.359)
    Aktuelle Rezension von: bookilicious_de

    Klappentext:

    Clare ist Kunststudentin und eine Boticelli- Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. 

    Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. 

    Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint. 

    Meinung:

    Das Buch habe ich vor über zehn Jahren von einer sehr sehr guten Freundin für entspannte Abende geschenkt bekommen. Ich kannte bis dahin noch nicht die kleinen Bücher aus der Fischer Taschenbibliothek und war schonmal von dem handlichen Format begeistert. Immerhin passte es locker in meine Handtasche :-) Ihr müsst euch vorstellen, dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Verfilmung gab, die ich übrigens nicht besonders toll fand (ich bin kein besonders großer Fan von Rachel McAdams). Seitdem habe ich das Buch sicherlich schon dreimal verschlungen und es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern (so zerfleddert sieht es teilweise auch schon aus!). Ich muss gestehen, dass ich ein Fan von Zeitreise Geschichten bin. Und Audrey Niffenegger zeigt mit dieser Liebesgeschichte, dass Zeitreisen nicht nur aus Abenteuern, Action oder Science- Fiction bestehen. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten Henry und Clare erzählt in einer Art Tagebuchstil. Dabei wird jeder Abschnitt mit einem Datum versehen und dem aktuellen Alter von Clare und Henry. Dies ist auch wichtig, um als Leser nicht die Übersicht zu verlieren. Wenn man sich erst einmal auf die Story eingelassen hat und davon absieht, dass sich nicht alles logisch erklären lässt, erlebt man eine wunderschöne Liebesgeschichte, die zumindest ich nicht als kitschig empfunden habe. Die Autorin erzählt die Geschichte halbwegs chronologisch. Aber Zeitsprünge bleiben halt Zeitsprünge. So hat man als Leser auch eine ungefähre Ahnung, wie sich Clare und Henry teilweise fühlen müssen. Der Plot hält auch einige lustige und chaotische Szenen parat, vor allem wenn Henry wieder einmal nackt in einer ihm unbekannten Zeit landet und sich zunächst auf die Suche nach passenden Klamotten machen muss. Aber wir leiden auch mit Clare und Henry mit und hoffen auf ein gutes Ende. Wie gesagt, es handelt sich hierbei um eines meiner Lieblingsbücher, deshalb kann ich natürlich auch nur 5 Sterne vergeben :)

  3. Cover des Buches Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht (ISBN: 9783570304976)
    Lisa J. Smith

    Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht

     (1.246)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Die Geschichte um Elena und die zwei Salvator-Vampir-Brüder Band 1.

    Okay dieses Buch geht schon in die Kategorie SUB-Leiche... Damals die Serie geliebt und die Bücher für irgendwann aufgehoben... leider war es kein schönes wiedersehen... Die Protagonistin war nervig, oberflächig und anstrengend... Die Liebesgeschichte ist plötzlich da und ohne einander können sie nicht...Der Schreibstil irgendwie nicht meins (kann aber am schlechten Resten liegen). Ich bin fast schockiert dass man so ein Buch als Grundlage für die Verfilmung ausgesucht hat und zugleich fasziniert was daraus entstanden ist... 

    Leider keine Empfehlung, da gibt es weit bessere Vampir-Bücher

  4. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783036959375)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.669)
    Aktuelle Rezension von: Theresamaria

    𝓓𝓾 𝓴𝓪𝓷𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮𝓼 𝓛𝓮𝓫𝓮𝓷 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓻𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷, 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝔃𝓾 𝓫𝓮𝓰𝓻𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓪𝓼, 𝔀𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓼𝓾𝓬𝓱𝓼𝓽, 𝓭𝓲𝓻𝓮𝓴𝓽 𝓿𝓲𝓻 𝓭𝓲𝓻 𝓵𝓲𝓮𝓰𝓽.


    Ich habe dieses Buch verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich so in seinen Bann zieht, doch es hat es getan. Nach jedem Kapitel musste ich unbedingt wissen, was das nächste Jahr für Emma und Dex bringt. Oft saß ich verzweifelt da, und konnte mir nur die Haare raufen wegen Dexter. Er hat es mir nicht leicht gemacht ihn zu mögen mit seiner zu Beginn arroganten Art.
    Emma hingegen fand ich von der ersten Seite her toll. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen und sie ist für mich ein sehr sympathischer Charakter.

    David Nicholls beschreibt die beiden Geschichten von Emma und Dex, die sich immer wieder Verbinden, authentisch und humorvoll, und obwohl es einfach eine Lebens- und Liebesgeschichte erzählt, war es nie langweilig.

    Zwei an einem Tag ist keine typische Liebesgeschichte. Sie zeigt die Höhen und Tiefen, die einem im Leben immer wieder begegnen, nicht nur in einer Beziehung.

  5. Cover des Buches Die geheime Geschichte (ISBN: 9783442487332)
    Donna Tartt

    Die geheime Geschichte

     (494)
    Aktuelle Rezension von: MaFu

    Donna Tartt lässt sich sehr viel Zeit beim Erzählen... Auch wenn sie ihre Charaktere psychologisch sehr gut und nachvollziehbar auftreten lässt, überzeugt mich die Geschichte einfach nicht. Auch in "Ein kleiner Freund" hatte ich bereits dieses Gefühl, obwohl ich dort die psychologische Ausarbeitung der Figuren viel besser fand. Schade!

  6. Cover des Buches All About a Girl (ISBN: 9783570585429)
    Caitlin Moran

    All About a Girl

     (75)
    Aktuelle Rezension von: KateRapp

    All about a Girl“ist ein wunderbar frecher Entwicklungsroman der Times-Kolumnistin Caitlin Moran. Er beschreibt in einer Mischung aus schnoddriger Poesie und metaphernden Kraftausdrücken die schwierigen Jahre von Johanna, bevor sie von Zuhause auszieht und sich in ihre langersehnte Selbstständigkeit stürzt.

    Dieses Zuhause ist eine siebenköpfige Familie im Wolverhampton der Neunziger Jahren, die auf Sozialhilfe angewiesen ist und hinter der brüchigen Fassade aus Wut und gegenseitiger Beschimpfung steht eine Liebe und ein Zusammenhalt, die Johanna die Kraft geben, auszubrechen.

    „Denn als Teenager ist man eine silberne, leere Rakete. Die Musik ist unser Treibstoff, und die Informationen aus Büchern sind die Weltkarten mit den Koordinaten, die uns zeigen, wohin die Reise geht.“

    Sie ist eine pummelige Antiheldin, die sich danach sehnt, endlich geküsst zu werden und die sich mit frechen Musikkritiken einen Job als freie Mitarbeiterin bei einem Musikmagazin erschreibt. Sie nennt sich fortan Dolly Wilde, färbt die Haare knallrot und trägt ausschließlich schwarze Klamotten und einen Zylinder. Sie lernt Musiker und Musikkritiker kennen, taucht ein in die wilde Welt der Rockmusik. Und es dauert ein wenig, bis sie bemerkt, dass auch unter den bewunderten Kollegen fiese Idioten sind, und sie sich nicht mehr ausnutzen lässt, ihre eigene Stimme findet.

    „Ich dagegen - ich hätte diesen Tag mit Haut und Haaren verspeist. Noch das letzte kleine Funkeln hätte ich aus dem Nachthimmel herausgequetscht, und im Morgengrauen wäre ich auf dem Balkongitter geritten. Wenn man mich am Mittag erschossen hätte, wäre ich mit einem Lächeln auf den Lippen gestorben. Warum bin ich nicht dortgewesen?“

    Dieses als Jugendbuch erschienene Werk ist spritzig und humorvoll, mit Herzblut geschrieben und very british. Es beschwört den Zeitgeist der Neunziger Jahre in einer heruntergekommenen Kleinstadt und London so anschaulich herauf, dass es nicht verwundert, dass es 2020 verfilmt wurde.

    „Wenn man allen Küssen der Welt flussaufwärts folgt, gelangt man schließlich an die Quelle, hierher, in den Eingang eines Pubs gegenüber der Waterloo Station (....) Und wenn man so geküsst wird, ist man Weihnachten, der erste Mondflug und ein Schwarm Feldlerchen zugleich. Meine Schuhe sind plötzlich Millionen wert, mein Atem ist der Weingeist im Champagner. Wenn man so geküsst wird, ist man der Sinn des Lebens.“


    Aus dem Englischen von Regina Rawlinson, Carl`s Books 2015

  7. Cover des Buches Blasse Helden (ISBN: 9783813507775)
    Arthur Isarin

    Blasse Helden

     (51)
    Aktuelle Rezension von: docshev
    Immer wieder kurze Ereignisse die mich haben vergessen lassen dass ich ein Buch lese. Angenehmer Schreibstil.
  8. Cover des Buches Wir beide, irgendwann (ISBN: 9783570309384)
    Jay Asher

    Wir beide, irgendwann

     (1.065)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist durchschnittlich und sticht durch seine Farben hervor.
    Der Schreibstil ist wunderschön und locker leicht gehalten. Man fühlt sich direkt in der Geschichte wohl und hofft mit den Protagonisten gemeinsam auf ein Happy End.
    Die Idee hinter der Geschichte ist mal etwas anderes. Dadurch, dass Facebook, Netflix und Co für uns zur Normalität gehören, ist es toll zu sehen, was Menschen, die nichts damit anzufangen wissen, davon halten.

    Alles in allem also ein locker leichter Roman für Zwischendurch.

  9. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.204)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  10. Cover des Buches Immer für dich da (ISBN: 9783548281063)
    Kristin Hannah

    Immer für dich da

     (77)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp
    Darum geht's:
    Tully und Kate sind die allerbesten Freundinnen und nichts kann sie trennen. Über Jahrzehnte bleibt ihre Freundschaft aufrecht, jedoch würde jede gerne das Leben der Anderen führen. Bis es das Schicksal alles andere als gut mit den zwei Frauen meint....

    Meine Meinung:
    Es fällt mir diesmal ein bisschen schwer diesen Roman zu bewerten, nachdem mich "Wie Blüten im Wind" wirklich absolut begeistert hat. Umso mehr freute ich mich auf "Immer für dich da".
    Zu Beginn hatte ich jedoch ein bisschen das Gefühl eine ähnliche Geschichte zu lesen. Auch hier geht es um zwei junge Mädchen, Freundinnen, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen und die versuchen ihr Leben auf ihre eigene Art zu meistern. Doch nach den anfänglichen Ähnlichkeiten änderte sich der Inhalt doch in eine ganz andere Richtung...

    Der Roman spielt in den 1970-ern und spiegelt sich hier in Modefragen, Musik und dem allgemeinen Hippiekult wider, was mir sehr gut gefallen hat. Während Kate behütet in ihrer Familie aufwächst, hat Tully eine drogensüchtige Hippiemutter, die sie als Baby bei der Großmutter abgegeben hat. Diese kümmert sich zwar liebevoll um sie, doch Tully hungert ihr ganzes Leben lang nach der Liebe ihrer Mutter. Dieses Thema ist in der Geschichte ebenso ein großes Thema, wie die Freundschaft zwischen den Mädchen, die sich über Jahrzehnte hält. Diese Verbundenheit beginnt im Teenageralter und ist sehr stark; so dass die Beiden nur mehr als "Die Mädels aus der Firefly Lane" genannt werden. Meiner Meinung aber besteht diese Freundschaft auch aus einer Art Abhängigkeit

    "Nur herumzusitzen und darauf zu warten, dass jemand anderer das eigene Leben ändert, ist nie eine gute Idee"     - Seite 29

    Obwohl Tully immer darunter leidet, dass ihre Mutter sie nie haben wollte, lernt sie von früh an auf eigenen Füßen zu stehen und sich zu behaupten. Kate hingegen bewundert die modische, selbstbewusste und hübsche Freundin, die jede Menge Freunde hat und immer im Mittelpunkt steht. Gerne wäre auch Kate so selbstbewusst wie Tully. Diese wiederum beneidet Kate um ihre Familie, die sie aber auch sehr schnell wie ein Familienmitglied behandelt. So entsteht neben der Freundschaft eine kleine Rivalität und auch eine Abhängigkeit zueinander.
    Tully wird erfolgreich im Beruf, während Kate sich nach dem Studium ihrer Familie widmet. Durch die verschiedenen Sichtweisen, die im Buch durch den Wechsel der Erzählperspektive gut dargestellt wird, sieht man recht deutlich, wie unterschiedlich sich die beiden Frauen entwickeln und fühlen, denn für die jeweilige Freundin sieht es so aus,  als hätte die andere das Glück gefunden. In Wirklichkeit haben aber beide Frauen  immer wieder das Gefühl, dass ihnen im Leben etwas fehlt und sind nie wirklich zufrieden. Als sich Tully immer mehr ins Kates Leben einmischt, kommt es zu einem großen Streit, der die Freundschaft fast beendet. Dieser Einschnitt wird schon im Klappentext verraten, geschieht allerdings erst im letzten Drittel des Buches. Doch erst danach kommt es zum großen emotionalen Countdown....

    Charaktere:
    Der Leser lernt sowohl Tully als auch Kates bereits im Teenageralter kennen und wächst mit ihnen im Laufe der Jahre genauso mit, wie sich die beiden Hauptprotagonistinnen weiterentwickeln. Man hat sehr viel Einblick in ihre Gefühlswelt. Auch wenn ich nicht immer jede Sichtweise verstehen konnte, sind alle Figuren sehr authentisch beschrieben und mitten aus den Leben gegriffen. Man erlebt die Höhen und Tiefen, den Schmerz und die Einsamkeit, genauso wie die Liebe und das Glück von Tully und Kate mit. 

    Schreibstil:
    Schon beim letzten Buch der Autorin war ich von ihrem Schreibstil und der Erzählweise beeindruckt. Die Autorin schreibt wunderbar emotional und man lebt bei ihren Geschichten einfach mit. Über Jahrzehnte wird hier das Leben der Hauptprotagonisten dargestellt und man durchlebt eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle, wie es nur Kristin Hannah kann.

    Fazit:
    "Immer für dich da" konnte mich nicht so überzeugen, wie mein letztes Buch der Autorin. Trotzdem war es eine sehr emotionale und berührende Geschichte einer tiefen Freundschaft zweier Frauen, die alle Höhen und Tiefen mehr oder weniger übersteht. Ich bin gespannt, wie es in Teil 2 weiter gehen wird. Vorsicht: Taschentuchalarm!
  11. Cover des Buches Elementarteilchen (ISBN: 9783832162788)
    Michel Houellebecq

    Elementarteilchen

     (423)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Michel Houellebecq: das "Enfant terrible" der französischen Literatur mit seinem besten Buch. Egal, wie man zu ihm steht: Schreiben kann der Mann!!!

    Ich war etwa 25, als ich dieses Buch las: Es war ein Schlag ins Gesicht! Das Buch hatte mich total umgehauen. Wie brutal in "Elementarteilchen" die Abschaffung der Spezies "Mensch" gefeiert wird. Schrecklich und grandios zugleich.

    Ich teile nicht die Ansichten des Autors, aber dieses Buch ist schlicht und einfach eine Meisterleistung!

  12. Cover des Buches Becks letzter Sommer (ISBN: 9783257609271)
    Benedict Wells

    Becks letzter Sommer

     (397)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Er hatte diese Fahrt in die Türkei nur deshalb mitgemacht, weil er dadurch vor seinen Problemen weglaufen konnte. Doch das war ein Irrtum gewesen. Alle seine Probleme hatte er im Gepäck.“

    Kurzrezension

    Bisher konnten mich alle gelesenen Bücher des jungen deutschen Autors Benedict Wells absolut überzeugen, stets sind es 5 Lesesterne geworden und alle stehen jetzt im Regal derjenigen Bücher, die ich gerne noch ein weiteres Mal lesen würde. Doch nach „Vom Ende der Einsamkeit“, „Hard Land“ und „Fast genial“, kann dieser Debütroman hier leider nicht ganz mithalten, was durchaus an meiner hohen Erwartungshaltung liegen mag.

    Dabei hat mich der lockere, humorvolle Schreibstil, der doch immer wieder auf wichtige Lebensfragen zurückfällt auch hier liebevoll durch das Buch geführt. Weshalb man dem Lehrer Beck und seinen Freunden durchaus einen gewissen Unterhaltungswert zuschreiben kann. Der Roman liest sich flüssig, schafft lebhafte Bilder und besticht durch eine angenehme Erzählart. Meine Kritikpunkte beziehen sich bei dieser Lektüre vorwiegend auf die Handlungsebene und die Story an sich. 

    Tatsächlich habe ich mich viel zu lange gefragt, auf was der Autor eigentlich hinauswill, denn er widmet gerade am Anfang des Textes seinen Charakteren ein regelrecht dominantes Auftreten. Immer wieder kreisen die Gedanken um kleine Momentaufnahmen aus dem Alltag der Protagonisten, von denen man bald ganz genau weiß, was eigentlich alles schief läuft in deren Leben. Nicht nur, dass sie auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten aufweisen, nein sie bleiben irgendwie sperrig und sehr speziell. Auf mich wirkte das leider eher abschreckend als aufmunternd, zumal ihre Aktionen so überzeichnet sind, dass sie schon fast ans Klischeehafte grenzen. Ein in die Jahre gekommener Lehrer, ein musikalischer Wunderschüler und ein drogenabhängiger Freund – sie verbindet einerseits kaum etwas andererseits sind sie anscheinend voneinander abhängig. Für mich einfach eine unglückliche Kombination. 

    Die gleichermaßen alltägliche, wie besondere Handlungsebene, wirkt daher sehr bemüht und konstruiert. Ein Roadtrip, der wenig Bezug liefert und bei dem von Beginn an klar ist, dass sich die Wege der Reisenden wieder trennen werden, und sei es nur, weil sie eben doch nicht ganz zueinander passen. Die tatsächliche Intention schimmert nur hin und wieder zwischen den Zeilen durch und verliert dadurch viel von ihrer Bedeutsamkeit. Möglicherweise konnte mich auch die Thematik der Sinnsuche des Lebens und der Selbstfindung nicht restlos überzeugen, weil sie hier so speziell und wenig universell wirkt, obwohl man rein emotional verstehen kann, was die Akteure so umtreibt, bleibt es doch irgendwie belanglos. 

    Fazit

    Für das Erstlingswerk des Autors möchte ich 3,5 Sterne vergeben, die ich tendenziell aber abrunden würde. Sicherlich bleibe ich ihm treu und lese auch noch die fehlenden Bücher meiner Liste, trotzdem bleibt „Becks letzter Sommer“ nicht wesentlich in meiner Erinnerung erhalten. Die Story mag sich für eine Verfilmung eignen, die es seit 2015 tatsächlich auch gibt und die ich zumindest einmal anschauen möchte. Für meine Begriffe haben wir hier einen netten Unterhaltungsroman, mit speziellen Charakteren und einer bunt gemischten Handlung zwischen persönlichen Problemen, den großen Fragen des Lebens und der Aussicht auf Veränderungen aller Art. Wirklich motiviert war ich beim Lesen jedoch nicht, deshalb eine Leseempfehlung mit Abstrichen.

  13. Cover des Buches Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (ISBN: 9783462046892)
    Sven Regener

    Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    Das Buch über Karl Schmidt, die tragische Nebenfigur in Sven Regeners "Herr Lehmann", die wohl am stärksten in Erinnerung blieb. Es sind fünf Jahre nach "Herr Lehmann", nach dem Mauerfall, nach Karls psychischem Zusammenbruch vergangen. Karl lebt jetzt in Hamburg und hat sich mit seinem Leben zwischen Drogen-WG und Hilfshausmeister- und Hilfstierpflegerjob in einem Kinderheim arrangiert. Aus dieser ruhigen Welt, in der es schon rebellisch ist heimlich einen Eisbecher zu essen und in der ihm niemand allzu viel zutraut, wird er von seinem alten Freunden aus Berliner Zeiten Ferdi und Raimund gerissen, die ihn als Fahrer für eine Tour durch Techno-Clubs engagieren. Karl wird (wieder) zu Charlie und zum Tourmanager. Ohne viel Aufhebens übernimmt die neue Rolle und managet souverän den Kindergarten bestehend aus neun DJs unter Drogeneinfluss und zwei Meerschweinchen, mit dem er quer durch Deutschland unterwegs ist. Statt dass jemand auf ihn, den Verrückten, den Ex-Multitoxer, aufpasst, passt er nun auf andere auf. Erinnerungen an alte Zeiten werden wach und im Hintergrund lauert immer die Angst vor einem Rückfall.
    Die Handlung ist überschaubar und ohne große Überraschungen, stattdessen viele absurde Gespräche und Einblicke in Karl Schmidts Gedanken. Das könnte öde sein, ist bei Sven Regener sehr kurzweilig und oft sehr witzig. Dabei trifft er genau das richtige Maß und den richtigen Ton zwischen dem (Wahn-)Witz dieser Tour und den persönlichen, nicht ganz einfachen Befindlichkeiten von Karl Schmidt.

  14. Cover des Buches Press Play - Was ich dir noch sagen wollte (ISBN: 9783473401260)
    Stevan Camden

    Press Play - Was ich dir noch sagen wollte

     (21)
    Aktuelle Rezension von: time.to_read_

    Worum geht es?

    Ryan wächst in einer Zeit ohne Handys, MP3s oder Internet auf. Seine geheimsten Gedanken hält er auf einer Kassette fest. Er spricht über seine Ängste, seine Träume und über das neue Mädchen von nebenan, in das er verliebt ist. Zwanzig Jahre später findet Ameliah die Kassette, als sie in den persönlichen Gegenständen ihrer verstorbenen Eltern stöbert. Schon bald ahnt sie, dass sie und den fremden Jungen viel mehr verbindet als nur eine Tonbandaufnahme.

    Cover

    Das Cover ist schlicht gehalten und auch nicht unbedingt ein Blickfang, aber dennoch finde ich es sehr schön. Es hat einfach in Kombination mit dem Klappentext eine besondere Wirkung auf mich. (Die Innengestaltung gefällt mir ebenfalls sehr gut.)

    Meine Meinung

    Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut. Ich konnte mich schnell mit dem Schreibstil des Autors anfreunden. Außerdem wird ein schnelles vorankommen, durch die große Schrift und durch die gelungene Seitenaufteilung, garantiert.                                                                          Zu dem Schreibstil von Steven Camden kann ich noch anmerken, dass er sehr flüssig ist und interessant. Besonders die Wortwahl hat mir gefallen. Es wird durch Perspektivenwechsel zwischen Ryan und Ameliah durchaus für Spannung gesorgt. Jedoch muss ich gestehen, dass die Geschichte sich, meiner Meinung nach, in die Länge gezogen hat. Das Ende hat mir wirklich unheimlich gut gefallen. 

    Zusammenfassend ist es ein empfehlenswertes und sehr einfühlsames Buch, welches ich gerne gelesen habe. 

  15. Cover des Buches Fremdland (ISBN: 9783442488049)
    Philipp Reinartz

    Fremdland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    Der Kriminalroman „Fremdland“ von Philipp Reinartz ist 2018 im Goldmann Verlag erschienen.

    Jerusalem „Jay“ Schmitt von der Neunten Mordkommission für besondere Fälle wird zu einer Mordermittlung in einer Seniorenresidenz gerufen. Neben der Leiche, die in ihrem Zimmer ermordet wurde, findet sich eine rätselhafte Botschaft. Zeitgleich ermittelt er in einem Fall aus der Vergangenheit und sein eigener Vater scheint ein Verdächtiger zu sein. Fremdenhass und Polizeigewalt werden authentisch thematisiert.

    „Fremdland“ ist der zweite Band der Reihe rund um den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Immer wieder eingebaute Rückblenden erschließen sich den LeserInnen nur nach und nach und haben mich, auf Grund der fehlenden Zeitangabe, beim Lesen mehr als einmal verwirrt. Immer wieder wird man beim Lesen auf die falsche Spur geführt, bis sich am Ende alle losen Enden zusammenfügen und man sprachlos zurückbleibt.

    „Fremdland“ ist meiner Meinung nach ein intellektueller Krimi mit authentischem Schreibstil, der beim Lesen die ganze Aufmerksamkeit der Lesenden fordert.
  16. Cover des Buches Ich gegen Osborne (ISBN: 9783257242843)
    Joey Goebel

    Ich gegen Osborne

     (106)
    Aktuelle Rezension von: JohnLeeGalt

    "Ich gegen Osborne" spielt an einem einzigen Tag und ist aus der Sicht von James Weinbach geschrieben, welcher in seinen Augen der letzten Vertreter guten Stils, Anstand und echten Werten ist, während die anderen der "großen Hurerei" verfallen. James kämpft für seine Werte und stellt sich diesem Wandel der Zeit, nur um hoffnungslos zu scheitern. 

    Was das Buch so interessant macht, ist dass es meiner Meinung nach nur eine bestimmte Nische von Leuten anspricht und den Großteil wohl eher nicht wirklich zusagt. Ähnlich wie James sehne ich mich nach alten Werten, Stil und Qualität und frage mich daher, wie das Buch von "modernen" Zeitgenossen aufgenommen wird, die wohl laut James zur Gruppe der "großen Hurerei" zählen, aufgenommen wird. 


  17. Cover des Buches Voodoo (ISBN: 9783442463367)
    Nick Stone

    Voodoo

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Von diesem Thriller war ich mehr als überrascht. Dieses Buch stand fast ein Jahrzehnt lang in meinem Regal und fand dann vor einigen Wochen endlich mal wieder in meine Hand.

    Der Klappentext besteht aus einem Dialog aus dem Buch, der sich zwischen dem Hauptprotagonisten Max Mingus und seinem Auftraggeber Allain Carver abspielt:

    „Eines sollte ich noch erwähnen“, sagte Carver zum Schluss. „Die Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Sagen wir eher – sehr gefährlich.“ 
    „Soll heißen?“, fragte Max.
    „Ihre Vorgänger sind… Es ist nicht gut für sie gelaufen.“
    „Sie sind tot?“
    Carver schwieg einen Augenblick. Sein Gesicht war fahl geworden.  
    „Nein. Nicht tot, viel schlimmer."

    Und damit beginnt ein richtig guter Thriller um Max Mingus. Ich hätte beim Buchtitel nicht erwartet, so ein gutes Buch zu lesen und ich habe bis heute nicht verstanden, warum ich es fast 10 Jahre im Regal stehen lassen habe, um dann festzustellen, dass das einer der besten Thriller war, die ich seither gelesen habe.
    Die Geschichte handelt von dem ehemaligen Polizisten und Privatdetektiv Max Mingus, der eines Tages einen verlockenden Auftrag eines haitianischen Milliardärs bekommt. Max Mingus eilt sein Ruf als Privatdetektiv voraus und er wird von Allain Carver angeworben, seinen Sohn Charlie zu finden. Dieser Auftrag ist ihm zehn Millionen Dollar wert. Aber eben auch nicht ungefährlich. Eine Reise in ein fernes Land voll schwarzer Magie und Voodoo wartet auf Max und die Menschen auf der Insel meinen es nicht alle gut mit ihm. Seine Auftraggeber haben so manches düstere Familiengeheimnis und so beginnt eine spannende, gefährliche und brutale Suche nach einem Kind, die ihn arg herausfordert und ihn verstehen lässt, dass der Tod nicht das Schlimmste ist, was ihm passieren kann.

    Der Schreibstil von Nick Stone ist wirklich herausragend. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet und war traurig, als es zu Ende ging.

    Die Charaktere im Buch sind sehr authentisch. Nick Stone bedient sich unserer Sprache des 21. Jahrhunderts. Also kein gehobenes „Snob-Gequatsche“. Da sind Wörter wie „Scheiße“ noch harmlos ^^

    Ich hatte auch gewiss keine Probleme in die Story reinzufinden. Der Prolog, der die Geschichte einleitet, ist schon sehr viel versprechend und hat bei mir sofort dazu geführt, weiterzulesen. Die Dinge, die dem Protagonisten auf Haiti passieren sind teilweise beängstigend und seine Beobachtungen abscheulich. Aber sie führen ihn auf die richtige Spur und so kommt er seinem Ziel Stück für Stück näher.

    Ein wirklich gelungener Thriller und ich bin echt gespannt, was die anderen beiden Bände um Max Mingus für Fälle bereithalten. Für mich ein 🌟🌟🌟🌟🌟 Buch.
  18. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist Jahre her, dass ich „American Psycho“ gelesen habe. Trotzdem ist mir der Roman noch ziemlich gut in Erinnerung geblieben – vielleicht mehr, als mir lieb ist. Normalerweise breche ich Bücher nicht ab, aber hier war ich mehrmals kurz davor gewesen.

    Und nach dem Lesen habe ich zumindest verstanden, warum das Buch auf dem Index landete. Normalerweise finde ich diese Form der Bevormundung blöd. Aber wenn’s denn sein muss – packt eine FSK-Zahl drauf und fertig. Warum das in Sonderfällen nicht auch bei Büchern machen? Aber ich schweife ab.

    Während des Lesens hatte ich extrem widersprüchliche Gefühle. Es gibt ellenlange Beschreibungen völlig nichtiger Dinge, zum Beispiel das Aussehen von Visitenkarten – ob deren Farbe Elfenbein oder Eierschale ist, welche Schriftart verwendet wurde und so weiter. Es wird debattiert, in welches angesagte Restaurant man essen gehen soll, Bateman spricht viel über seine Lieblingsmusik und bestimmte LPs. Man verfolgt seitenweise seine Körperpflege und die Wahl seiner Kleidung. Kapitalismus ist ein durchgängig wichtiges Thema des Romans.

    Die scheinbar beliebigen Belanglosigkeiten plätschern so vor sich hin – und wechseln sich dann mit Batemans sadistischen Neigungen, seinen Sexorgien und seinen immer brutaler ausfallenden bestialischen Morden ab. Ich glaube, als das Buch damals erschien, war es ziemlich schockierend zu lesen, aber ebenso glaube ich, dass es auch heute noch schockiert. Denn in jeder Zeile schwingt eine grauenhafte Gleichgültigkeit mit, die Bateman als Erzähler suggeriert.

    „American Psycho“ kennt kaum Tabus, um seinen Protagonisten in all seinen Facetten darzustellen. Seine Sexualität, seine egomanischen Züge, seine Langeweile vom Leben, seine Gewaltbereitschaft, sein Drang zu töten – schonungslos stürzt Ellis seine Leser von seitenlanger Monotonie in Gewaltexplosionen und umgekehrt.

    Dabei ist der Roman nicht im klassischen Sinne spannend. Hier und da musste ich mich regelrecht durchquälen, weil einfach nichts passiert ist – nur um einige Seiten später eine neue brutale Aktion zu lesen. Insofern hat „American Psycho“ viele unterschiedliche Empfindungen in mir ausgelöst, von gelangweilt über schockiert und angeekelt bis hin zu beeindruckt.

  19. Cover des Buches Dornröschen hatte es leichter (ISBN: 9783981721034)
    Vanessa Mansini

    Dornröschen hatte es leichter

     (31)
    Aktuelle Rezension von: AeppelwoiAstra

    Das Cover ist sehr auffällig durch seine Farbgebung, was mir gut gefällt. Auch die verschiedenen Schriften passen zur Geschichte. Ich hätte das Buch anhand des Covers definitiv im Buchladen aus dem Regal gezogen. Innen ist das Buch sehr schlicht gehalten.

    Die Geschichte beschäftigt sich sehr gründlich mit dem Wandel der Technologien innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Es muss ziemlich krass sein nach so vielen Jahren aufzuwachen aus einem Koma und festzustellen, dass alles anders ist. Deine Eltern sehen aus wie Oma und Opa, deine Freunde haben die Schule beendet, haben neue Freunde und Partner. Vanessa Mansini stellt diese Kluft zwischen Hermine und ihrem Umfeld sehr gut da. Allerdings ist es natürlich etwas unglaublich, dass nach zwanzig Jahren Koma keine bleibenden Schäden zurück bleiben...


    Aber sonst ist die Geschichte gut geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Figuren sind gut geschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen.

  20. Cover des Buches Reif für die Insel (ISBN: 9783442465965)
    Bill Bryson

    Reif für die Insel

     (150)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Bevor Bill Bryson mit seiner Familie zurück in seine Heimat Amerika zieht, bereist er nochmal für ein paar Wochen Großbritannien - Die Insel, die er im Jahre 1973 zum ersten Mal besucht hat und schließlich dort geblieben ist. Wie damals, vor 21 Jahren, beginnt seine Reise am Hafen von Calais und staunt daher nicht schlecht, als er das veränderte Dover wiedersieht. Brysons Reise geht weiter über London, danach quer durch Land bis weit hinauf in den Norden. Das Land, was er in den vergangenen so lieben gelernt hat, überrascht ihn immer noch mit so manch Skurilem, aber auch mit vielen Sehenswürdigkeiten. Eine große Reise, auf der den Autor so manches Abenteuer erwartet.

    "Ich verstehe nie, wieso die Londoner nicht begreifen, dass sie in der wunderbarsten Stadt der Welt leben." - Seite 39, eBook

    Bill Bryson listet in seinem besonderen England-Reiseführer neben Sehenswürdigkeiten und Nichtsehenswürdigkeiten auch Besonderheiten auf, wie etwa das Abenteuer U-Bahn fahren in London. In keiner anderen Metropole haben die Bahnhöfe so wunderbar phantasievolle Namen. Bevor er nun nach vielen Jahren zusammen mit seiner englischen Frau in die USA zurückkehrt, bereist er noch einmal die Insel. Im Prolog schildert Bryson seine ersten Momente, als er im Jahre 1973 zum ersten Mal in Dover die Insel betritt. Neben interessanten Fakten listet er auch immer wieder Dinge auf, die den Leser zum Schmunzeln bringen.

    "Aus Gründen, die sich ebenfalls einer rationalen Erklärung entziehen, gibt British Rail die Zielorte vorne am Zug an, was schrecklich praktisch wäre, wenn die Fahrgäste auf den Schienen sitzend warten würden, aber vielleicht nicht so ideal für die ist, die von der Seite einsteigen." -Seite 125, eBook

    "Was für ein herrliches Land - total bekloppt natürlich, aber über die Maßen hinreißend." - Seite 321, eBook

    Mein Fazit: Ein humorvoller und sehr interessanter Reisebericht. Bill Bryson beschreibt hier viele Orte, Verhaltensweisen der Engländer oder auch Alltägliches mit seinem ganz eigenen Charme. So sehr er sich beispielsweise über die englischen Parkhäuser aufregt, so toll sind für ihn die vielen Londoner Parks und beeindruckenden Landschaften. Da ich England und ganz besonders London sehr mag, hat es mir Spaß gemacht, diesen speziellen Reiseführer zu lesen. Eine wunderbare Mischung aus interessanten Fakten und humorvollen Anekdoten. Ich bin nun sehr gespannt auf den Nachfolger "It's teatime, my dear".
  21. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (433)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  22. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (370)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch fühlt sich so an, als hätte es ein Kleinkind geschrieben. "Ich mag die eine Frau sehr", "Ich mag das nicht", "mein Arsch ist klebrig" und natürlich wird in jedem Kapitel gekackt, gepisst und gefurzt. Der übermäßige Brauch von dem Wort "dass" macht auch eindeutig klar, dass der Autor die Schönheit der deutschen Sprache nicht zu würdigen weiß.

    Die Handlung beschränkt sich auf Saufen und Rauchen, irgendwo kommt auch ein bisschen Sex und natürlich sind da auch Drogen dabei. Was wäre schon ein nihilistisches Buch ohne Drogen? Die Figur selbst ist reich und oberflächlich, eine Zutat, die man in so vielen Drecksbüchern schon gelesen hat, dass das einem aus dem Hals hängt. Warum dürfen sich die Reichen alles erlauben und werden dafür geliebt, während die Arme für jede Handlung gehasst werden?

    Ich will nichts in ein Buch interpretieren. Ich will nicht den tieferen Sinn darin suchen, sondern ich lasse mich immer vom Autoren leiten, von einem Satz zum nächsten und das hier fühlte sich schon wie eine Beleidigung an. Ich habe mich zu tote gelangweilt. Soll der Protagonist seine geliebte Jacke sonst wohin stecken. Seit American Psycho können mich solche Bücher nicht schockieren.

  23. Cover des Buches Sommerhaus, später (ISBN: 9783104034027)
    Judith Hermann

    Sommerhaus, später

     (253)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe diese Kurzgeschichtensammlung im Rahmen eines Uni-Kurses gelesen. Bisher habe ich nur ein einziges Buch mit Kurzgeschichten gelesen, weil ich eher der Roman-Leser bin.

    Judith Hermanns Schreibstil ist einfach und weder auffällig noch außerordentlich besonders. Sie verwendet viele Hauptsätze und beschreibt die Erzählungen nicht ins genauste Detail. Sie wirft den Leser jedes Mal inmitten die Geschichten und Handlungen hinein. Man bekommt keinen genauen Eindruck von den Charakteren, sondern nur grobe Merkmale und Hintergründe. Die Figuren selbst sind Menschen aus dem gewöhnlichen Alltag, die sich in verschiedenen Lebenssituationen befinden.

    Anfänglich habe ich immer noch nach der Wendung oder Moral in den Geschichten gesucht, doch diese fehlt zumeist. Es liegt an dem Leser selbst, sich ein Bild von den Erzählungen zu machen. Meistens handeln diese von Einsamkeit, von Entscheidungen (zumeist in Bezug auf die Liebe, ob die Figuren diese erwidern sollten oder nicht) und von unausgesprochenen Worten und verpassten Momenten.

    Dieses Buch ist für jeden, der die Art von (Kurz-)Geschichten mag. Es liest sich schnell und ist ein gutes Buch für zwischendurch.

  24. Cover des Buches Malibu (ISBN: 9783257234343)
    Leon de Winter

    Malibu

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Für
    diese Geschichte braucht der Leser nicht nur gute Nerven, sondern
    muss vor allem in der Lage sein, zwischen den Zeilen zu lesen. Zuerst
    einmal sollte man die ersten dreißig Seiten überblättern, die von
    verschiedenen Umständen berichten, die allerdings kaum etwas mit der
    Geschichte zu tun haben.




    Gleich
    zu Anfang trifft sich die Hauptperson Joop mit seinem ehemaligen
    Schulfreund Philip in einem Motel in Los Angeles. Beide Männer sind
    holländische Juden. Joop reagiert entsetzt über Philips „Bitte“,
    für den israelischen Geheimdienst einen Mann auszuspionieren. Es ist
    alles vorbereitet: eine passende Arbeitsstelle samt Vertrag (den Joop
    nie im Leben erhalten hätte), ein abhörfähiges Handy und natürlich
    Geld.


    Genau
    in diesem Moment erfährt Joop, dass seine Tochter verunglückte.
    Danach ereignen sich immer mehr erschreckende „Zufälle“, die
    mich die ganze Nacht nicht schlafen ließen.


    Joop
    versteht das Ausmaß der Manipulation und das grausame Verbrechen
    erst, als der Leser auf der letzten Seite ist, schiebt aber seine
    Erkenntnis weit von sich.


    Der
    Roman ist wegen der Verkettung der unterschiedlichsten Umstände und
    Begegnungen durchweg spannend. Der Schluss machte mich sehr
    betroffen, wütend und fassungslos. Ich fühlte mich nicht in der
    Lage, das Nachwort zu lesen und weiß demnach nicht, ob diese
    schlimme Geschichte auf Tatsachen beruht.

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