Bücher mit dem Tag "9/11"
34 Bücher
- Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(1.252)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierNach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.
Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.
Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.
- Garrett M. Graff
Und auf einmal diese Stille
(131)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterEin Buch, das sprachlos macht.
Keine detaillierte Analyse der Ereignisse. Kein Fokus auf das „Wie“ oder „Warum“.
Stattdessen: Stimmen. Echte Menschen. Überlebende, Angehörige, Retter, Polizisten, Zeugen.
Sie erzählen. Direkt. Ungefiltert. Und genau das trifft mitten ins Herz.
Das Buch wirkt wie ein Logbuch – chronologisch aufgebaut, mit kurzen Einschüben des Autors, die helfen, das Gesagte zeitlich und historisch einzuordnen.
💔 Besonders schwer zu ertragen: Aussagen von Opfern, die letzte Nachrichten auf den Anrufbeantworter sprachen – und nie wieder zurückkamen.
Was bleibt, ist tiefe Trauer. Und unfassbare Tragik.
Aber auch: ein unglaublich wichtiges, eindringliches Zeitdokument.
Ein kollektives Erinnern.
🇺🇸 Die große Rolle, die Patriotismus für viele Amerikaner spielt, wird dabei ebenso deutlich wie der Schmerz, der über Generationen nachwirkt.
📖 Keine leichte Lektüre – aber eine, die man gelesen haben sollte.
- Armando Lucas Correa
Das Erbe der Rosenthals
(100)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
New York 2014: Annas Vater ist 2001 beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben gekommen. Anna hat ihn nie kennengelernt. Als unverhofft ein Brief ihrer Großtante Hannah aus Kuba eintrifft, beschließt sie, ihre Großtante in Kuba zu besuchen, um endlich etwas über ihren Vater herauszufinden.
Berlin 1939: Hannah ist elf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie auf der St. Louis Richtung Kuba aufbricht, um die Gefahren des Nationalsozialismus hinter sich zu lassen. Denn sie sind jüdischen Glaubens. Doch während der Reise ändert Kuba die Einreisebedingungen und nur wenige Menschen dürfen das Schiff in Kuba verlassen. Hannahs Familie wird auseinandergerissen und ihr Vater zurück nach Deutschland geschickt…
Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in zwei Handlungssträngen. Da ist einmal die elfjährige Hannah, die gemeinsam mit ihrem besten Freund nicht wirklich versteht, in welcher Gefahr sie beide und ihre Familien schweben. Wie sollten sie auch?
Doch dann gelingt ihren Familien die Ausreise nach Kuba mit dem Schiff. Auf der St. Louis ist die Welt in Ordnung. Der Kapitän jemand, der das Leid der Menschen nicht ausnutzt und das Herz am rechten Fleck besitzt. Und der – als klar wird, dass Kuba nicht – wie ursprünglich zugesagt – alle Menschen an Bord der St. Louis aufnehmen wird, alles Menschenmögliche tut, um die Menschen nicht zurück nach Deutschland bringen zu müssen.Hannah und ihr bester Freund Leo erleben auf der St. Louis ein paar unbeschwerte Wochen. Ihre kindliche Freude beim Lesen zu spüren nach all der schweren Zeit der Entbehrungen und Drangsalierung hat mein Herz berührt. Als klar wird, dass nur Hannah und ihre Mutter Kuba betreten dürfen, verändert das alles. Für immer.
Der zweite Handlungsstrang handelt 2014 von Anna, die unbedingt mehr über ihren Vater und sein Leben herausfinden möchte. Ihre Mutter kämpft seit dessen Tod mit Depressionen und ihr Kummer war deutlich spürbar beim Lesen. Anna umsorgt ihre Mutter und versucht, ihr da rauszuhelfen, doch das ist für ein Kind eine zu schwere Bürde.
Als der Brief der Großtante Hannah aus Kuba eintrifft und Annas Mutter beschließt, mit Anna nach Kuba zu reisen, verbinden sich die beiden Handlungsstränge zu einer gemeinsamen Geschichte.
Der Leser erfährt, wie es Hannah und ihrer Mutter auf Kuba ergangen ist, ob sie ihren Vater und Leo jemals wiedergesehen hat. So viele tragische Schicksale. So viel Abschied. So viel Tod.
Die Geschichte wird bildhaft ergänzt durch Fotos der originalen Passagierliste und der Passagiere der St. Louis. Dadurch bekommt dieser Roman nochmal eine andere, sehr dunkle Schwere.
Zu wissen, dass diese Geschichte nicht fiktiv ist und die Männer, Frauen und Kinder auf den Fotos nur zu einem kleinen Teil den Holocaust überlebt haben, das tut schon beim Anschauen im Herzen weh.
Zu wissen, dass es Länder gab, wie die USA und Kanada und einige andere, die es abgelehnt haben, die Passagiere der St. Louis aufzunehmen und viele von ihnen somit in den sicheren Tod geschickt haben, macht beim Lesen fassungslos.
Die Geschichte lässt beim Lesen den Schrecken des Nationalsozialismus dem Leser wieder deutlich werden und man zieht beim Lesen erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit.
Hass, Ausgrenzung, Faschismus erfahren in diesen Tagen immer mehr Zuspruch. Sei es aus der Bevölkerung oder aus der Politik. Faschismus wird wieder salonfähig. Das darf nicht geschehen. Nicht heute und auch nicht in der Zukunft. Und es liegt in unserer Hand, dass wir in Zukunft nicht in einem faschistischen Regime leben.
Wir sind alle Menschen. Wir tragen alle das gleiche Blut in uns. Das dürfen wir niemals vergessen. Egal aus welchem Land. Egal welcher Religion. Wir sind Menschen.
#niewiederistjetzt
- Cynthia D'Aprix Sweeney
Das Nest
(201)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin"Das Nest" ist ein Treuhandfonds, den der bereits verstorbene Familienvater Leonard Plumb für seine vier Kinder angelegt hat. Dieser sollte am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter Melody ausgezahlt werden. Wenige Monate zuvor verursacht der älteste Sohn Leo jedoch einen Unfall, weshalb Mutter Francie den Fonds als Schweigegeld für das Unfallopfer verwendet, um einen Skandal zu verhindern. Dummerweise hatten die Kinder jedoch mit der Auszahlung eines millionenschweren Erbes gerechnet, so dass sie sich nicht aus ihren bestehenden Finanzkrisen heraushelfen können. Leo vertröstet seine Geschwister zunächst und verspricht, sich um einen Ausgleich zu kümmern, aber dann verschwindet der Lebemann klammheimlich.
Der Roman ist aus der Perspektive zahlreicher Charaktere geschrieben, dass es zunächst schwerfällt, einen Überblick über alle Figuren zu erhalten und die Zusammenhänge zu erkennen. Es werden nicht nur Szenen aus dem Leben der vier Geschwister Plumb geschildert, sondern auch aus denen von Nebencharakteren, die für die Handlung keine wesentliche Rolle spielen. Auf diese Weise kommt man keinem Charakter wirklich nah, sie blieben distanziert und undurchsichtig. Auch stört die am Anfang sprunghafte Erzählweise den Lesefluss. Die einzelnen Episoden und Rückblenden wirken zusammenhanglos und es fehlt an einer aktiven Handlung, da sich der Roman mehr mit den Gedanken und Sorgen der Protagonisten beschäftigt.Erst als der Fokus stärker auf Leo rückt und sein Charakter, der sich als eine arrogante, überhebliche und egoistische Persönlichkeit entpuppt, die keinerlei Unrechtsbewusstsein zu haben scheint, sich seine Schuld nicht eingesteht und für sich selbst einen Neuanfang möchte, wird das Buch interessanter und spannender. Leider verliert sich die Handlung dann erneut in Nebenschauplätzen, so dass sie am Ende nicht spannender sondern ermüdender wird.
"Das Nest" ist für mich kein klassischer Familienroman, denn dafür fehlte mir eine durchgehende Interaktion der Geschwister. Es bleibt vage, wie die Geschwister gemeinsam aufgewachsen sind und in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen. Verbindendes Element scheint einzig der Treuhandfonds zu sein, weshalb sie sich überhaupt um Treffen bemühen. Details aus den Leben der jeweils anderen kennen sie nicht. Die Rolle von Mutter Francie ist nebulös und warum sie das Erbe eingesetzt hat, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, wird nicht klar.Auch wenn der rote Faden die ausstehende Wiedergutmachung Leos ist, auf die sich die Geschwister verlassen, um ihre finanziellen Probleme zu lösen, verliert sich der Roman in diversen Nebenhandlungen, die völlig beliebig und für den Fortgang der Handlung unerheblich sind, so dass er etwas langatmig und unfokussiert erscheint. Auch die fehlende Nähe zu den Charakteren erschwert es, an ihren Schicksalen teilzuhaben, so dass die Handlung weder sonderlich fesselt noch emotional berührt. - Patricia Cornwell
Postmortem
(12)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderFür Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta gibt es einiges zu tun. Ein Frauenmörder geht um und sie forscht nach, horcht, hinterfragt und beobachtet so eine Spur. Ihr männlicher Kollege beobachtet wiederum sie ganz genau und das nicht nur beruflich. Ihre Mutter findet, dass Kay einen Mann braucht und auch Kinder haben soll. Aber Kay will kein Kind, denn ihre Nichte Lucy tanzt ihr auf der Nase herum, aber hilft ihr auch immer wieder bei der Arbeit. Ihre Schwester Dorothy ist das pure Chaos und heiratet mal wieder. Und ganz nebenbei, kommt Kay etwas ganz großem auf die Spur und ihre Karriere startet richtig durch.
Patricia Cornwell schickt Kay Scarpetta auf die Reise und das ist einfach super spannend und genial.
- Michael Tsokos
Abgefackelt
(228)Aktuelle Rezension von: sbalunziaGrundsätzlich fand ich das Buch nicht schlecht. Die kurzen Kapitel machten das Lesen einfach. Auch die medizinischen Aspekte, wie z. B. die Obduktion, waren sehr interessant. Ich finde nicht, dass sie zu detailliert beschrieben waren – vor allem, wenn man weiss, wer der Autor ist. Sehr gut fand ich auch, dass in der Danksagung erwähnt wurde, inwiefern sich einige Teile des Buches an wahren Begebenheiten orientieren.
Trotz dieser positiven Punkte wurde ich mit dem Buch nicht warm. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Velleicht am Schreibstil des Autors oder daran, dass mir das gewisse Etwas fehlte. Das Ende und die letzte grosse Szene davor fand ich zwar gut, mir war es aber etwas zu viel.
- Edward Rutherfurd
Im Rausch der Freiheit
(28)Aktuelle Rezension von: engineerwifeMit seinen 1.150 Seiten hat der bekannte Autor Edward Rutherfurd ein Werk über die Stadt New York erschaffen, das Seinesgleichen sucht. Mr. Rutherford ist bekannt für seine Bücher epischen Ausmaßes und hat bereits die Städte Dublin, Paris, Sarum (Salisbury) und London, sowie die Länder China und Russland in Buchform porträtiert. Mit „Im Rausch der Freiheit“ widmet er sich New York, welches in den Anfängen noch als New Amsterdam bekannt war. Während er selbstverständlich viele Fakten und geschichtliches Wissen einfließen lässt, versäumt er es nicht, diverse Familien in einem fiktionalen Teil zu begleiten, der das Buch weniger sperrig wirken lässt und ihm den berühmten „roten Faden“ beschert. Ich bin der Überzeugung, man sollte vor dem Genuss des Buchs ein gewisses Wissen über die USA mitbringen, ja vielleicht sogar eine gewisse Liebe dem Land gegenüber. Wer wie ich schon das Glück hatte, diese einmalige Stadt besuchen zu dürfen, wird besonders im späteren Teil des Buchs vieles wiedererkennen und vielleicht nun vieles besser verstehen. Während ich nach den ersten 100 Seiten eigentlich schon aufgeben wollte, freue ich mich doch sehr, dass ich mich selbst zum Weitermachen überreden konnte. Belohnt wurde ich mit einer fantastisch recherchierten und super fundierten Geschichte, deren Ende mir tatsächlich eine Gänsehaut verursachte und das mich sehr bewegt hat. Ich vergebe hier sehr gerne vier von fünf Sternen verbunden mit einer Leseempfehlung an alle New York Liebhaber und die, dies noch werden wollen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Autor das Buch – wie schon bei der Dublin Saga – auf zwei Teile aufgeteilt hätte. So hat es mich doch fast ein wenig erschlagen. Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte, würde ich mir ein Buch über Berlin aus der Feder des Autors wünschen habe jedoch Bedenken, dass sich Mr. Rutherfurd mit seinen inzwischen 77 Jahren nochmals zu solch einem Werk berufen fühlen möge. Ich bleibe gespannt!
- Kate Lord Brown
Das Haus der Tänzerin
(52)Aktuelle Rezension von: antjemueIn den letzten Jahren konnten mich schon einige Familiensagas regelrecht begeistern. Als ich bei Amazon Vine „Das Haus der Tänzerin“ entdeckte, reizte mich die Kurzbeschreibung und ich bestellte ein Rezensionsexemplar. Von der
Autorin Kate Lord Brown
hatte ich allerdings im Vorfeld wieder einmal noch nichts gehört. Auf der Verlagsseite erfuhr ich dann, dass ihr Roman „Das Haus der Tänzerin“ über den spanischen Bürgerkrieg zwar der erste ist, der in deutscher Übersetzung erschien, sie ihr Debüt jedoch mit dem Roman „The Beauty Chorus“ gab, der von Piloten im zweiten Weltkrieg handeln soll. Leider bin ich selbst der englischen Sprache nicht mächtig und konnte aus den Informationen im Netz nicht herauslesen ob das für September 2014 angekündigte weitere deutschsprachige Buch der Autorin „Das Sonntagsmädchen“ dessen Übersetzung ist. Kate Lord Brown wuchs in der englischen Grafschaft Devon auf, studierte an der Universität Durham und am Courtauld Institute und war zunächst als internationale Kunstberaterin tätig. Als sie mit ihrer Familie nach Valencia zog, begann sie mit dem Schreiben. Heute lebt sie in Qatar und arbeitet als Kolumnistin. (Quellen: Amazon und Piper)
Das Haus der Tänzerin
2001 – Emma Temple ist nach dem Tod ihrer Mutter und der nicht ganz verarbeiteten Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten einfach durch den Wind. Sie zieht sich, obwohl ihrer Großmutter Freya davon nicht unbedingt begeistert ist, in ein von ihrer Mutter geerbtes kleines Haus in den Hügeln von Valencia zurück. Im Gepäck hat sie eine Schachtel Briefe ihrer Mutter. Ihre Großmutter und deren Bruder haben zu Zeiten des spanischen Bürgerkriegs dort viel Leid erlebt, aber irgendwie ist sie nicht in der Lage, Emma zu sagen, was damals eigentlich passierte. So findet Emma selbst Stück für Stück die Wahrheit heraus…
Schreckliche Ereignisse müssen verarbeitet werden
Zu Beginn dieser jeweils in der dritten Person, allerdings aus verschiedenen Perspektiven erzählten Geschichte hatte ich leichte Orientierungsprobleme. In recht kurzen Kapiteln handeln in Form von Episoden in zwei verschiedenen Zeitebenen ziemlich viele verschiedene Charaktere, die ich erst nach und nach kennenlerne und einordnen kann. Allerdings hatte auch gerade das für mich einen besonderen Reiz, denn es schwirrten mir ja Fragen über Fragen im Kopf herum, die beantwortet werden mussten. Meine Verwirrung dauerte auch nicht allzu lange, in dem Moment, denn in dem mir klar war, wer die Familienmitglieder von Emma sind, nahm die Geschichte für mich an Fahrt auf und das auf beiden Zeitebenen.
Die historische Ebene war für mich sowieso interessant, weil ich aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs bislang sehr wenig wusste und mich die Geschehnisse rund um Widerstandskämpfer, Opfer, Kriegsfotografen und Sanitäter tief berührten. Aber auch die Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit berührten mich sehr. Das lag vor allem daran, dass ich, obwohl die Geschehnisse um Emma noch wesentlich dramatischer waren, doch einige Parallelen zu meinem eigenen Leben ziehen konnte und mir diese Hauptfigur daher besonders sympathisch war.
Obwohl das Geheimnis, welches Emma letztendlich herausfindet, für mich nicht ganz überraschend kam, verlor ich nie das Interesse an der Auflösung, da es eng an menschliche Verhaltensweisen in all ihren Facetten geknüpft ist, die einerseits zusammen schweißen, andererseits auch immer zerstören können. Alles in allem hat mir diese Geschichte sehr gut gefallen und ich kann eine klare Leseempfehlung abgeben.
11. Februar 2014 - Niclas Seydack
Geile Zeit
(100)Aktuelle Rezension von: TheblackswanWer ein Loblied und einen Walk Down Mwmory Lane der Millenials erwartet, wird von diesem Buch bestimmt enttäuscht.
Ja, vor allem in der ersten Hälfte bringt und Niclas noch ein paar nostalgische Momente, die einen schmunzeln lassen. In der zweiten Hälfte ist es dann aver vor allem jammern und eine poor us Mentalität, die bestimmt alle Generationen an den Tag legen. Was am Ende des Tages gefehlt hat war ein gutes Konzept und ein roter Faden, der alles miteinander verbindet.
Was mir gar nicht gefallen hat war der Schreibstil. Er hat sich weder über die Alterssprunge sehr verändert, noch war er sehr unterhaltsam. Für mich hat er sich leider etwas holprig gelesen. - Jon Krakauer
Auf den Feldern der Ehre
(10)Aktuelle Rezension von: Tim_TichatzkiDas Buch lag lange ungelesen in meinem Schrank, weil ich keine Lust hatte, schon wieder ein Buch über den Krieg zu lesen. Dann habe ich mit Begeisterung den Film „Into The wild“ gesehen, und festgestellt, dass er auf einer Buchvorlage von Jon Krakauer basiert. Ich habe dieses Buch also nur deshalb wieder aus dem Schrank geholt, weil es von Jon Krakauer geschrieben wurde. Ich folge halt gerne Autoren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr geschickt verbindet Krakauer die Biografie von Pat Tillmann mit der geschichtlichen Entwicklung, die zum Afganistankrieg geführt hat. Es ist wirklich gut, wie leicht er unterschiedliche Erzälstränge, Perspektiven und Zeitsprünge miteinander verbindet - etwas, dass mich sonst beim Lesen gerne stört. Aber Jon Krakauer schafft es, dieses Stilmittel mit Bravour zu verwenden. Viele Hintergrundinformationen über das Militär, die Taliban und American Football machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Und man stellt als Leser wieder einmal fest, dass es keinen sauberen Krieg gibt. Es ist immer schmutzig. Es wird gelogen und betrogen, und selbst die hochgerüstetste Macht der Welt ist nicht vor menschlichem Versagen gefeit. Krieg ist Scheisse! - Edward Snowden
Permanent Record
(21)Aktuelle Rezension von: Masau*** 3,5 STERNE ***
Interessant alles aus der Sicht von Snowden selbst zu hören.
- Saller
Wenn Martha tanzt
(116)Aktuelle Rezension von: AbnunchaEin Debütroman von Tom Saller, eine Reise eines jungen Mannes nach New York um ein Büchlein seiner Urgroßmutter zu versteigern, ein unbekannter Käufer bietet viel Geld dafür, aber wofür fragt man sich, es gilt ein Geheimnis zu Lüften. Das Buch ist eine Hommage an das Bauhaus in Weimar an Studierende und Künstler bis hin zur Machtübernahme der Nationalsozialisten, was zur Schließung der Schule führt. Martha, die als Studierende an der Kunstschule ist reist bei der Schließung der Schule zurück zu ihren Eltern in ein Dorf in Pommern. Eine Familie die mit der Musik lebt und deren Haus immer lebendig ist. Im Gepäck nicht nur das besagte Notizbuch, hier ist noch nicht zu erahnen was für einen immensen Wert es einmal haben wird, sondern auch ein Kind. Wer ist dieses Kind und wie kann der Weg hier weitergehen, der Krieg droht. Ein sehr gelungener Debütroman, den ich gerne gelesen habe. Allerdings hat mir das Ende nicht gefallen, wirkt wie unüberlegt, leider. Vielen Dank.
- Anja Reich
Wo warst Du?
(31)Aktuelle Rezension von: buchjunkie„Es gibt die Geschichte eines Mannes, der beschreibt, wie er sich irgendwo auf der Welt ein Bad einließ, als das World Trade Center zusammenfiel......
Man kann nicht sagen, ob der Mann in seinem Badezimmer den Tag intensiver erlebte als wir. Man kann nur sagen, dass wir am 11. September 2001 in New York waren.
Wir lebten damals in der Stadt. Eine Frau, ein Mann, ihre zwei kleinen Kinder.
Eine deutsche Familie in Amerika. Es war zunächst ein Tag wie jeder andere..... Dann schlugen die Flugzeuge ins World Trade Center, und unser Leben verlor seinen Rhythmus.“
Alexander Osang war damals Spiegel-Korrespondent und erzählt von seiner Odyssee durch das geschockte New York, auf der Suche nach „seiner“ Geschichte.
Seine Frau Anja Reich sieht die schwarzen Wolken aus Manhattan auf ihr Haus in Brooklyn zukommen.
Sie erlebt diesen Tag ganz anders- zusammen mit ihren Kindern und ihren Nachbarn. Und ohne Nachricht von ihrem Mann.
In diesem Buch erzählt jeder seine Geschichte über den längsten Tag in New York.
Dieses Buch wurde von zwei Reportern geschrieben, das merkt man und es lässt sich sehr gut lesen. Die einzelnen Erzählstränge unterscheiden sich durch die Schrift.
Unaufgeregt erzählt jeder von seinen Erlebnissen an diesem Tag, sehr ehrlich und offen.
Spannung braucht dieses Buch nicht, jeder kennt die Geschehnisse des 11.September.
Ich fand diese verschiedenen Sichtweisen des Ehepaares sehr interessant.
Auch scheinbare Banalitäten gehören dazu. Aber so ist das „echte“ Leben eben!
Mir hat dieses Buch gut gefallen, mich bewegt und auch daran erinnert, was ich an diesem denkwürdigen Tag gemacht habe.
Wer sich für die Geschichte dieses schrecklichen Tages aus anderer Sicht interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen!
- Hannes Ringlstetter
Paris. New York. Alteiselfing
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDer Schinder, Hannes! erzählt vom Anfang seiner Musikkarriere, wobei man "Karriere" anfangs fast in Anführungsstriche setzen muß, menschenleere Auftrittsorte zählen nicht mit in der Aufzählung. Als Nordlicht war mir der Ringl of fire (RIP Johnny Cash) bisher fast nur aus der Glotze ein Begriff, sein musikalisches unaufhörliches Beackern deutscher Bühnen war mir hingegen nicht so sehr vertraut. Wenn man alles schon mal mitgemacht hat an Zurücksetzung und Erniedrigung als "Kulturclown", härtet das bestimmt ab. Ähnliche Bücher hat man ja schon mal gelesen, ab er hier hatte man noch mal das komplette Wort-of aller Pleiten Pech und Pannen, die auftreten (!) können, beisammen. Und wer hat den Erfolg mehr verdient, als jemand, der jeden Autobahnraststätte an ihrem Geruch erkennt?
- Madison Smartt Bell
Die Farbe der Nacht
(7)Aktuelle Rezension von: Literaturblumen:
Ein Buch, das mich zutiefst erschüttert hat.
Die Farbe der Nacht ist sprachlich stark, verstörend und außergewöhnlich konsequent. Madison Smartt Bell erzählt von Gewalt, Macht, Sexualität, Drogen und den Spuren, die all das in einem Menschen hinterlassen kann.
Mae ist dabei eine moralisch extrem ambivalente Figur. Sie ist Opfer gewesen – und trägt zugleich die Konsequenzen dieser Verletzungen in sich auf eine Weise, die unbequem ist. Die Verbindung von Schmerz und Gewalt durchzieht ihre ganze Existenz, prägt ihre Beziehungen, ihre Entscheidungen. Es gibt keine einfache Opfergeschichte hier.
Besonders verstörend finde ich, wie Bell die Gewaltszenen schreibt: Die Sprache wechselt zwischen derb und poetisch, und manchmal sind es nur zwei, drei Sätze – und trotzdem oder gerade deshalb liegt darin das komplette Grauen. Es ist verstörender als jede ausführliche Beschreibung.
Besonders schwierig fand ich auch, dass man Mae als Erzählerin niemals vollständig vertrauen kann. Sie selbst stellt infrage, wie viel von ihrer eigenen Geschichte überhaupt wahr ist. Dadurch bleibt bis zum Schluss eine enorme Unsicherheit: Was ist Erinnerung, was ist Wahrheit, was ist Interpretation?
Im Zentrum steht die besondere Beziehung zwischen Mae und Laurel – eine Beziehung, die von allem durchdrungen ist, was diese beiden Frauen erlebt haben.
Ich kann anerkennen, wie präzise und konsequent dieses Buch geschrieben ist. Aber ich möchte es nicht noch einmal lesen. Und es verfolgt mich immer noch.
- Michael Hingson
Held auf vier Pfoten
(6)Aktuelle Rezension von: LadySamira091062Michael Hingsen ist seit kurz nach seiner Geburt blind .In diesem Buch beschreibt er sein Leben und seinen Werdegang als Blinder in der Welt der sehenden .Durch die tatkräftige Unterstützung seiner Familie gelingt es ihm vieles ohne fremde Hilfe eigenständig zu meistern .
Er erzählt uns wie er zu seinem ersten Blindenhund kam und wie sich sein leben von dem Tag an veränderte,
Sein Gottvertrauen und sein bedingungsloses Vertrauen in Roselle ,seinen Labrador halfen ihm den gemeinen Anschlag des 11.September im World Trade Center zu überleben . Zusammen mit seinem Hund und einem Freund gelang es ihm aus dem 78.sten Stock über die Treppen raus zu kommen und den Zusammensturz der Twintowers zu entgehen.
Michael Hingson erzählt wie er es geschafft hat sein Leben zu meistern und macht damit vielen Blinden Hoffnung und Mut ihr Leben selbständig zu meistern.Er ist ein sehr gläubiger Mensch ,was ihm sicher sehr geholfen hat den Schrecken des 11.ten September zu überstehen .
Mir gefielen die Passagen über seine Blindenhunde sehr gut ,man merkt ,das sie vollwertige Familienmitglieder waren bzw sind und er ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Blindenhund hat - Chloe Benjamin
The Immortalists
(13)Aktuelle Rezension von: GedankenflügeMeine Gedanken zur Geschichte
Ich hatte keinerlei Erwartungen. Ich wusste nur das mich das Thema interessiert und darum war ich einfach neugierig. Die Autorin hat sich Gedanken gemacht wie Menschen wohl reagieren, wie ihr Leben verläuft, wie sie ihr Leben leben, wenn sie wüssten an welchem Tag sie sterben würden. Einerseits hat es was verlockendes zu wissen wann der Tag gekommen ist, denn wir reden uns ein das wir dann bewusster Leben, wir uns vorbereiten können, das wir dann erkennen was wirklich wichtig ist, wir wirklich nur noch das machen würden was wir wollen. Andere meinen, bloss nicht, ich will nicht mein ganzes Leben, egal wie kurz oder lang es sein mag, Angst haben vor diesem Tag. Ich will frei sein, frei sein mein Leben unbeschwert zu leben, zu geniessen. Ich will mir keine Grenzen setzen lassen von der Zeit, die mich da sonst einschränken würde. Doch was ist wenn wir einfach nicht dazu bestimmt sind zu wissen wann wir sterben? Können wir, egal wie wir entscheiden, es zu glauben oder nicht, das Leben leben das wir wollen? Das für uns bestimmt ist? Ja, das sind alles Gedanken von Erwachsenen, doch was ist wenn Kinder einfach neugierig sind. Was macht diese Erkenntnis mit ihnen? Und genau da setzt Chloe Benjamin an. Und was soll ich sagen? Die Autorin hat es geschafft eine sinnvolle, spannende und nachvollziehbare Geschichte zu schreiben die mich gepackt hat.
Da hat natürlich auch ihr Schreibstil keinen unwesentlichen Beitrag dazu geleistet. Ich mag ihn, er ist wirklich angenehm und flüssig zu lesen. Mich hat sie gleich gehabt, ab der ersten Seite. Sie schreibt locker, tiefsinnig, einfühlsam und manchmal auch mit Humor. Chloe Benjamin hat das Buch in 4 Teile eingeteilt, in jedem erzählt sie die Lebensgeschichte eines der Geschwister.
Prota- und Antagonisten & Co
Wir haben in dieser Geschichte viele Protagonisten. Da wären die vier Geschwister, sie alle haben total verschiedene Charaktereigenschaften. Und die Autorin hat es geschafft diese wirklich sehr gut auszuarbeiten. Da wär die kontrollsüchtige und von Zwängen gebeutelte Varya. Der vermeintlich bodenständige Daniel, der sein Leben zielstrebig verfolgt, die verantwortungslose, spontane Klare, die weiss wass sie will und was eben auch nicht, egal was andere von ihr denken. Simon, der sensieble und schüchterne, der versucht nicht aufzufallen, es allen recht machen will.
Ich muss gestehen das ich mit Varya am schlechtesten klar kam. Warum? Sie ist hart und unnachgiebig. Das sind Eigenschaften die ich an einem Menschen gar nicht mag. Sie ist schnell im (ver-)urteilen aber selber kommt sie wohl am wenigsten mit ihrem Leben klar. Ich denk sie ist oft neidisch und das verzeit sie den anderen nie.
Mein Herz hängt an Simon. Er ist mir am nächsten. Er hat die grösste Entwicklung gemacht. Er hat seine Angst überwunden und ist ins kalte Wasser gesprungen auch wenn er einen kleinen Stubs dazu brauchte. Aber er hat’s getan.
Klara und Daniel, ja, ich glaube sie sind ihren Charaktereigenschaften am treusten geblieben. Und dennoch ist ihr beider Leben spannend und wird von dem wissen, wann sie sterben, beeinflusst.
Dann ist da noch die Mutter und ihre Beziehung zu den Kindern, sie stammt aus einer Generation die nicht aufbegehren und sich fügen. Die eher subtile andere beeinflusst mit dem wie sie es sagt und was sie sagt.
Die Sache mit dem Text
Wie schon oben gesagt, ist das Buch in 4 Teile eingeteilt, diese erzählen die jeweilige Geschichten der Geschwister. Innerhalb der Teile wird der Text auch noch durch Kapitel unterteilt. Diese sind in der Länge völlig okay. Sie sind nicht zu lang aber lassen genug Platz für einen angenehmen Leserhythmus. Auch die Sprache ist dem Alter angepasst und für das Genre passend.
Meine ganz persönliche Meinung zum Buch
Zuerst möchte ich über das Cover sprechen, denn es ist der Eyecatcher. Es ist schlicht und doch irgendwie passend. Den das Leben ist wie ein Baum, es wächst und es verzweigt sich. Manche Äste (Lebensabschnitte) berühren sich, andere stehen für sich alleine. Es gibt den Stamm, die Äste und die zarteren Zweige. Und irgendwann fallen die Blätter und das Leben ist zu Ende. Was den Titel angeht, hm… da bin ich etwas zwiegespallten.
Die Geschichte, sie war spannend, interessant und regte immer wieder zum Nachdenken an. Denn es ist ein Thema über welches ich schon lange immer mal wieder rum gesponnen habe. Und ich fand es interessant wie die Autorin das Thema angegangen ist. Bei mir löst es sehr viele Gedanken aus, viele Pro’s und Kontra’s. Ist es ethisch vertretbar es jemandem zu sagen, wenn man’s könnte? Und wenn man weiter denkt, stellen sich andere Fragen. Ist das Leben vorherbestimmt? Wenn ja, was ist mit dem Schicksal? Wer bestimmt dann über das Leben? Oder ist alles nur ein Phänomen das wir „selbsterfüllende Prophezeiung“ nennen? Und und und… Es ist wirklich ein sehr spannendes, philosophisches Thema welches in eine spannende Geschichte verpackt wurde.
Leider aber muss ich sagen, dass das Ende irgendwie unbefriedigend war, für mich. Denn bei allen 3 Geschwister erzählte sie die Geschichte bis zu ihrem Tod, nur bei der Person die alle überlebt hat, endet es davor Tod. Und das fühlte sich für mich unvollendet an. Aber dieser, für mich etwas unbefriedigenden Schluss, verändert den Gesamteindruck nicht des Buches!
Ich bin auf alle Fälle auf weitere Bücher von Chloe Benjamin gespannt. Ich denke mit ihrem Buch hat sie die Messlatte recht hoch gelegt und die Erwartungen sind sicher recht gross. Aber ich werd ein Auge auf sie haben
Ich kann euch das Buch wirklich nur an’s Herz legen! Ihr solltet aber allerdings offen gegenüber dem Thema sein.
- Mohsin Hamid
The Reluctant Fundamentalist
(25)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7The first person narrator of this story tells an American visitor to Lahore, whom he invites to tea, his story. He came to America at the age of 18, finished college at Princeton, got a well-paid job, was extremely successful, fell in love with an American girl. 9/11 and the time afterwards changed things for him and especially the way he looks at his life. But what became of his love and hus career? Why is he back in Pakistan? Why does he spend the evening with this American stranger?
An interesting story that doesn't release you till the end. - Stefan Aust
Zeitreise
(5)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973Der Verlag wollte eine Biografie von Stefan Aust. Er mag aber keine Biografien, Memoiren oder wie das immer nennen mag und löste die „Aufgabe“ auf seine Weise. Nach der Darlegung seiner Kindheit und Jugend hangelt er sich entlang der deutschen Nachkriegsgeschichte durch sein Leben. Das heisst, er konzentriert sich auf seine journalistische Laufbahn. Den Menschen Stefan Aust lernt man durch das Buch nicht kennen. Trotzdem lohnt sich das Hörbuch zu hören. Denn keiner dokumentiert die politischen Geschehnisse so intensiv und informativ wie er.
Ich habe ich mich für das Hörbuch entschieden, weil es einer Biografie noch mehr Authentizität verleiht.
- Christian Zaschke
Hell's Kitchen
(4)Aktuelle Rezension von: HoldenDie SZ-Kolumne von Chris Zaschke aus Hell`s Kitchen und dem Big apple, sehr schöne Alltagsbetrachtungen und Beschreibungen des menschlichen Scheiterns (Balkonrenovierung, Gewichtsabnahme), der zweite Teil vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie geschrieben. Erstaunlich wenige Beiträge über den damaligen Präsidenten Donald T., erst am Ende scheint die Spaltung des Landes durch, als sich Zaschke und sein bisheriger Freund Jack nichts mehr zu sagen haben, weil beide in verschiedenen Welten (in den USA) wohnen. Bei dem Chaos, das in den USA beim Thema Renovierungen und entsprechenden Zusagen und bei der Parkplatzbewirtschaftung zu herrschen scheint, wundert man sich, daß dort überhaupt noch was zu laufen scheint. Als nächsten Wohnort für den aufgeschlossenen Autor nach dem 17. Stock im ehemaligen Schwesternwohnheim empfehle ich New New York ("Futurama").
- Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(36)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch habe das Buch sehr gerne gehört. Auch der Sprecher war sehr angenehm und ich fand es schön wie er die verschiedenen Stimmen gesprochen hat.
Es gibt drei verschiedene Erzählstränge, was ich ehrlich gesagt etwas verwirrend manchmal fand. Der Erzählstrang rund um Oskar hat mir am besten gefallen. Meine Tochter ist ungefähr genauso alt wie Oskar und ich fand es vielleicht auch deswegen sehr traurig und berührend wie er mit der Trauer um seinen Vater umgeht.
Auch die Erlebnisse des Großvaters während des zweiten Weltkrieg in Dresden sind mir zum Teil sehr nah gegangen. Es ist grausam was Menschen einander antun.
Ich denke ich werde das Buch irgendwann nochmal als Print lesen.
- Lukas Rietzschel
Mit der Faust in die Welt schlagen
(142)Aktuelle Rezension von: H-LshIn unserer Gesellschaft existieren viele Werke, die das gleiche Thema bearbeiten. Sonnenallee, Goodbye, Lenin, das Leben der anderen. Viele Soziologen haben sich mit dem Kern des Themas auch beschäftigt. Für mich ein gutes, wichtiges und interessantes Buch. Formulierungen, Sprache und Argumente sind zeitgemäß und bieten die Möglichkeit der Aufarbeitung. Nicht alle müssen Lütten Klein oder ähnlich mit nur einem Ereignis verbinden.
- Bernd Greiner
9/11
(3)Aktuelle Rezension von: PongokaterWer keinen Abenteuerroman erwartet, sondern eine originelle, politikwissenschaftlich fundierte Sicht der Ereignisse, ist hier richtig. Besonderer Schwerpunkt ist die These, dass Präsident Bush nach 9/11 eine parlamentsferne, von einem engen Kreis von Insidern bestimmte Außenpolitik betrieben habe, die in der Katastrophe des Irakkriegs endete.























