Bücher mit dem Tag "ab 14 jahren"
51 Bücher
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Der verwundete Krieger
(695)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteDas Cover fügt sich stimmig in die Reihe ein und vermittelt sofort den Eindruck eines eher introspektiven, charakterfokussierten Bandes. Die Gestaltung wirkt kraftvoll, aber weniger dynamisch als bei anderen Teilen – passend zu Chaols persönlicher Reise und dem ruhigeren Ton der Geschichte.
Inhalt:
Im sechsten Band der Throne of Glass-Reihe verschiebt sich der Fokus deutlich: Statt Aelins epischer Schlachten begleitet man vor allem Chaol Westfall und Yrene Towers, ergänzt durch Perspektiven von Nesryn Faliq und Sartaq.
Nach dem dramatischen Ende von Band fünf breitet sich hier eine ungewohnte Ruhe aus. Chaols körperliche und seelische Heilung steht im Mittelpunkt, eingebettet in die faszinierende Kulisse des südlichen Kontinents Antica.
Sarah J. Maas überzeugt erneut mit starkem Worldbuilding: Antica, seine Kultur, die Torres Cesme und die politischen Verflechtungen sind atmosphärisch, detailreich und erweitern das bekannte Universum um spannende Facetten. Neue Charaktere – allen voran Yrene – bringen frischen Wind in die Handlung.
Gleichzeitig fühlt sich der Band stellenweise wie ein Einschub an, der den Haupthandlungsstrang unterbricht. Die fehlende Auflösung des Cliffhangers aus Band fünf kann frustrierend sein, auch wenn die neuen Erkenntnisse über Mave, die Wyrd-Schlüssel und die Valg-Dämonen wichtig für die Gesamtgeschichte bleiben.
Meinung:
Der Band hat mich positiv überrascht. Obwohl Chaol zuvor nicht zu meinen Lieblingsfiguren gehörte, fand ich seine Entwicklung hier authentisch und berührend. Die Beziehung zu Yrene wächst behutsam und glaubwürdig, und ihre Dynamik gehört zu den stärksten Elementen des Buches.
Die wechselnden Perspektiven sorgen für Spannung, besonders Nesryns Abenteuer und ihre Begegnung mit Sartaq erweitern die Welt auf gelungene Weise. Kampfszenen, politische Intrigen und neue Allianzen halten die Handlung lebendig, auch wenn das Tempo insgesamt ruhiger ist.
Einige Längen sind spürbar, und ohne Celaena/Aelin fehlt ein Stück der gewohnten Energie. Dennoch entfaltet der südliche Kontinent einen eigenen Zauber – farbenreich, mythisch und atmosphärisch dicht.
Fazit:
Der verwundete Krieger ist ein starker, wenn auch ungewöhnlicher Teil der Reihe. Er punktet mit tiefgehender Charakterentwicklung, beeindruckendem Worldbuilding und neuen, liebenswerten Figuren. Auch wenn der Band nicht nahtlos in den Erzählfluss der Hauptreihe passt und der Fokus auf Aelin fehlt, liefert er wichtige Bausteine für das große Finale.
- Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(751)Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt
Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.
Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall Andie Bell aufzuklären.
Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.
Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.
- S.J. Kincaid
Diabolic / Diabolic (1). Vom Zorn geküsst
(405)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDer Anfang des Buches hat mir sehr gefallen. Man wird relativ ausführlich und ruhig in die Geschichte und den teilweise sehr komplexen Hintergrund der verschiedenen Familien eingeführt. Außerdem erfahren wir, wie Diabolics erschaffen werden und wie die Prägung funktioniert. Dadurch ist die Grunddynamik zwischen Nemesis und ihrer Schutzbefohlenen Sidonia von Anfang an klar und benötigte keinen Weiterren Hintergrund. Auch die Phase der Vorbereitung für Nemesis’ Aufenthalt am imperialen Hof fand ich sehr gut dargestellt.
Ab dann flachte die Geschichte für mich leider sehr ab. Die am Hof erwarteten Intrigen blieben größtenteils aus, die Machtspiele sind eher schmückendes Beiwerk. Die Gefühle, die sie für Tyrus zu entwickeln beginnt, kamen für leider mich überhaupt nicht rüber und damit fiel die ganze Liebes-Thematik für mich weg.
Meiner Meinung nach lag der Fokus tatsächlich noch zu wenig auf der Liebe, die Nemesis entwickelt - denn eine künstlich geschaffene Diabolic sollte nur einen Menschen lieben: ihre zu schützende Person, auf die sie geprägt wurde. Das, was hier passiert ist also in dieser Welt etwas noch nie da gewesenes und könnte generell zum Nachdenken anregen. Das tut es leider überhaupt nicht.
Und dann kam das Ende. Dass es relativ offen gehalten ist, stört mich überhaupt nicht, es irritierte mich eher, dass keine offenen Fragen blieben. Im Nachhinein habe ich mich ein wenig erkundigt und erfahren, dass das Buch eigentlich erst als Einzelband gedacht war, und das merkt man. Das Ende kann genau so stehenbleiben.
Für mich ist diese Trilogie also beendet, wie sie ursprünglich gedacht war.
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.108)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.
- Traci Chee
Ein Meer aus Tinte und Gold
(264)Aktuelle Rezension von: Anni04Die Gestaltung des Buches, mit den vielen kleinen Details, hat mir sehr gut gefallen. Die Idee an sich ist wirklich magisch und originell. Leider hat mir die Erzählweise nicht so gefallen. Vor allem die vielen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, haben mich verwirrt und immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Zum Schluss wurde zwar aufgelöst, wie die Personen miteinander zusammenhängen, ich wäre aber gerne zwischendurch schon mal aufgeklärt worden. Die Verwirrung verstärkt haben dann noch die unzähligen Namen und Orte, die ich trotz Notizen nicht mal annähernd alle zuordnen konnte.
Die Protagonistin und ihr stummer Begleiter mochte ich ganz gerne, aber sie waren bis zum Schluss eher unnahbar. Ich konnte nie einschätzen, wie Sefia reagiert.
Die Handlung an sich war interessant, aber etwas weniger Perspektiven und mehr Spannung hätten das ganze für mich besser gemacht. Am Ende hat sich die Verwirrung zwar größtenteils aufgelöst, aber ich denke nicht, dass ich die Reihe weiter verfolgen möchte.
- Teri Terry
Mind Games
(547)Aktuelle Rezension von: RattusExlibricusKategorie: Abenteuer |Action |Dystopie| Intrigen |Jugendroman |Moralische Fragen |Science fiction
Worum dreht sich die Handlung?: In nicht allzu ferner Zukunft ist alles über einen Chip im Gehirn gesteuert. Schule, Privatleben, Beruf - alles findet nur noch in virtuellen Räumen statt. Außer, man ist ein Verweigerer. Jemand, der sich nur über altmodische VR-Sofas in diesen virtuellen Rummelplatz begibt. Und das auch nur sehr ungern. So wie Luna, die dafür gute Gründe hat, über die sie jedoch nie reden würde... Warum bekommt trotzdem ausgerechnet sie einen Platz für einen begehrten Test angeboten, der ihr nach die Schule die Aussicht auf einen Traumjob beim führenden Techunternehmen oder zumindest ein Studium an einer rennomierten Uni ermöglicht? Schon bei dem mehrtägigen Test hat sie das Gefühl, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und trifft auf andere, die auch misstrauisch sind. Als sie den Test wider Erwarten mit Bravour besteht und für einen hochkarätigen Think Tank rekrutiert wird, schrillen bei ihr endgültig die Alarmglocken. Kann es gefährlich sein, wenn man die virtuelle und die reale Welt zu gut auseinander halten kann und was hat der Konzern mit ihr vor?
Große Themen in Hintergrund: Die (Über)Macht technischen Fortschritts | Realitätsverweigerung | Verantwortung und Intelligenz/Rationalität | Monopolisierung und Mundtotmachung
- Handlung ***
Die Handlung geht gut auf die gestellten Grundfragen / Hintergrundthemen ein. Jenseits dessen entsprechen die Handlungsstränge einem stabilen Jugendthriller. Die Motive sind nicht unglaublich originell, aber gut verarbeitet und fügen sich stimmig ins Gesamtbild. Leider gibt es mehrere plötzliche Brüche, die inkonsistent wirken, so zum Beispiel, dass während des ersten Teils prägend ist, dass die Hauptfigur keinen Chip hat, nachdem sie überredet/gezwungen wurde, sich einen implantieren zu lassen, ist sie nur 1-2 Kapitel lang irritiert, danach ist es für sich völlig normal. Die Liebesgeschichte ist leider etwas verkitscht und kommt auch irgendwie gezwungen rüber,. Trotzdem blieb meine Neugierde auf das Fortschreiten der Handlung konstant, es gab keine größeren Hänger und die Handlung hielt ein paar gute Wendungen bereit. Die Szenen in der virtuellen Welt und dem Hackerraum dahinter sind anschaulich geschildert und man kann sich alles gut vorstellen.
- Aufbau **°
Während am Anfang sehr ausführlich berichtet wurde, wirkte die Geschichte nach hinten ziemlich gerafft. Die Geschichte enthält einige Zeitsprünge, zwischendurch werden Gedächtnisse gelöscht. Die Handlung bleibt in sich trotzdem stimmig. Gerade nach hinten hin wird die Erzählung recht hektisch, lange vorbereitete Wiedersehen mit eventuell totgeglaubten werden dann doch recht sachlich in einem Kapitel abgerissen, die Begrüßung wird einfach übersprungen. Das mag vielleicht am Lektorat liegen, doch am Ende ging dem ganzen dann die Atmosphäre aus, alles geschah Schlag auf Schlag - über mehrere Kapitel und dann ging irgendwie die Puste aus. Schade.
- Charakterzeichnung **°
Die Charaktere sind wie die Handlung - nicht unglaubwürdig, nicht uninteressant, aber an manchen Stellen fehlte die Tiefe. Man hätte aus den vorhandenen Charakteren mit Sicherheit noch einiges herauskitzeln können, so bleibt es beim Potential, das durchaus vorhanden ist.
- Sprache und Stil **°
Der Stil ist sehr einfach gehalten, was bestimmt an Zielgruppe und Genre angepasst wurde. Die Beschreibungen der virtuellen Welt sind plastisch und gelungen, in der Realität wirkt es manchmal ein bisschen lieblos. Insgesamt zwar flüssig zu lesen und der Stimmung und Handlung keinen Abbruch bescherend, hat der Stil aber auch keine herausragenden Merkmale und die Sprache ist mehr Werkzeug als Ausdrucksmittel. Definitiv kein Problem bei dem Genre, aber ein kleines bisschen mehr Würze hätte bestimmt auch nicht geschadet.
- Zielgruppe(n)
Liebhaber dystopischer Jugendromane, die nicht vor Themen zurückschrecken, über die man eventuell auch nach dem Lesen noch nachdenkt und die den Alltag eventuell jetzt schon berühren. Allerdings sollten die Erwartungen an stilistische und sprachliche Feinheiten nicht zu hoch sein. Man sollte sich bewusst sein, dass es ein Buch zum schnell lesen ist und mit den Brüchen, gerade gegen Ende, klarkommen. Es hilft, sich auf die Spannung einzulassen und sich nicht zu lange Zeit zu lassen.
- Fazit **°
Die Hintergrundthemen und die Frage nach Intelligenz und Rationalität sowie der Übermacht von Technikkonzernen auf die Wahrnehmung sind gut gewählte und interessant umgesetzte Themen. Allerdings ist das Buch kein tiefsinniges Sci-Fi-Epos, sondern eher ein für schnelle Spannung generierter Jugendroman, der nicht ganz ohne Klischees auskommt und manchmal flach bleibt und Brüche aufweist. Gerade am Ende wird die Erzählung sehr schnell und etwas sprunghaft. Man bekommt nichts, was man nicht erwartet und ein klein bisschen weniger als man erwartet. Mit diesem Vorwissen ein Buch, das man zur Unterhaltung ganz gut lesen kann.
- Marie Lu
Young Elites 1. Die Gemeinschaft der Dolche
(652)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteEs dreht sich um Adelina. Durch das Blutfieber gehörte sie zu eines der wenigen Kinder, die später besondere Kräfte entfalten. Diese zu bändigen soll sie bei der Revolutionistengruppe der Dolche lernen, wäre da nicht ihr Hang zur Dunkelheit.
Es ist interessant und spannend geschrieben. Jedoch habe ich nie den richtigen Bezug zur Protagonistin gefunden, was hauptsächlich daran liegt, dass sie so von Hass, Angst und Wut sich beeinflussen lässt.
Trotzdem passt die Charakterentwicklung sehr gut. Wie sie wegen dem Terror des Vaters und dem ganzen Schmerz als Folge sich so entwickelt.
- Julia Kuhn
Moonlight Academy. Feenzauber
(158)Aktuelle Rezension von: Mellchen1Ich finde ihr Schreibstil war sehr angenehm. Auch sieht das Cover einfach viel zu schön aus. Ich liebe es total. Allerdings war die Story teils sehr oft wiederholt, hatte ich das Gefühl. Ich fand außerdem die Romanze schwer reinzuversetzen. Ich mag gerne Bücher, wo mehr Twists in der Story passieren und auch ein bisschen schnellere Handlungen.
- Julie Heiland
Pearl - Liebe macht sterblich
(201)Aktuelle Rezension von: LagoonaPearl sucht seit zweihundert Jahren die wahre Liebe, denn nur wenn sie die einzig wahrhaftige wahre Liebe findet, wird sie endlich erlöst und kann ihr Leben in Ruhe leben. Seit zweihundert Jahren ist Pearl eine Suchenende und immer auf der Suche den Einen zu finden. Bislang ist es ihr noch nicht geglückt. Inzwischen ist sie mit ihren beiden treuen Begleitern in Venedig gelandet. Wenn nicht hier, wo sollte man dann die richtige Liebe finden. Doch Suchenende haben ein gefährliches Leben, denn auch Jäger sind auf der Suche und wollen die Suchenende vernichten. Wird Pearl endlich ihre wahre Liebe finden?
"Pearl - Liebe macht sterblich" von Julie Heiland ist als Hardcover im Fischer Verlag erschienen und umfasst 325 Seiten.
Mein Fazit:
Mir hat die Geschichte von Pearl gut gefallen, weil es auch einfach mal etwas anderes war. Teilweise natürlich schon ein wenig traurig, wenn man sich vorstellt für so einen langen Zeitraum ohne Liebe leben zu müssen. Aber ich finde Pearl meistert das ganz gut.
Ich gebe 4 Sternchen
- Kim Kestner
Anima
(202)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Guter, flüssiger Schreibstil der nicht zu längen neigt.
Beim ersten Perspektivwechsel war ich etwas verwirrt, da dieser nur mit einem Absatz zwischen den Zeilen kam. Schön wäre da ein kleiner Hinweis gewesen. Allerdings ist es relativ schnell klar, dass es sich plötzlich um eine andere Person handelt um die es grad geht.
Das ganze hat keine Actionreiche Spannung, sondern eine angenehme dahin fließende Atmosphäre. Das Spiel von Gut gegen Böse, mit dem dezenten Hinweis, dass es jede Menge dazwischen gibt.
Das Abby so schnell an Juspinn hängt (im wahrsten Sinne) finde ich etwas übertrieben, auch wenn es dafür etwas später eine Erklärung gibt. Er ist quasi der "Böse" und macht viele Dinge die Abby als "Gute" gegen den Strich gehen und trotzdem dackelt sie ihm etwas zu sehr hinterher.
Das Ende war mir allerdings zu schnell und einfach abgehandelt. Ich hätte schon ganz gerne erfahren, was da eigentlich zwischen dem Teufel und Abby passiert ist.
Insgesamt aber eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
- Alicia Zett
Wie Wellen im Sturm
(135)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiWas für eine süße Geschichte. Ein toller Start der Reihe. Hier geht es nicht nur um queere Liebe, sondern um auch um Selbstfindung, Outing um Gemeinschaft und Freundschaft, sowie Zusammenhalt. Freunde die dich so nehmen wie du bist und dich nicht ändern wollen. Zum ersten Mal sehe ich auch eine Pronomen Tabelle, Neopronomen.
🤔Ob ich mich daran gewöhnen konnte?
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. In meinem Umfeld kenne ich zumindest keinen der sie anwendet. Es würde wahrscheinlich eine ganze Weile dauern, bis ich sie drauf hätte. Einfach weil es noch immer so ungewöhnlich ist.
Louise wird in ihrer Schule ausgegrenzt, nach dem sie ein Mädchen geküsst hat. Sie flüchtet sich daher in ihre selbstgeschriebene Fantasy-Geschichte, in der sie auch ihre Gefühle verarbeiten kann. Den sie liebt es zu Schreiben. Auch in diese Geschichte darf man als Leser eintauchen.
Ein Stipendium ermöglicht ihr den Schulwechsel auf ein renommiertes Internat namens Schloss Mare an der Nordsee. Doch nun steht ihr Leben erst Recht Kopf. Im Fußball Team des Internats findet sie schnell Anschluss und Freundschaften. Auf dem Internat kann sie auch endlich ohne schlechten Gewissen ihrer Leidenschaft dem Schreiben nach gehen. So erfahren wir von ihrer Fantasie Geschichte von Kimari und Prinzessin Liana. Kimari ist eine Kriegerin. Sie spukt auch oft in Louises Kopf und feuert sie gedanklich an mutig zu sein. Mutig zu ihren Gefühlen und diese auch mitzuteilen. So kommt es manchmal zu witzigen Wortwechsel.Interessant finde ich auch, dass es im Internat eine >Queere & Friends-AG<gibt. Ich glaube so etwas sollte es mittlerweile auf jeder Schule geben. Eine Gemeinschaft in der man sich unter Gleichgesinnten austauschen kann. Mut zu sich zu finden.
Ich freu mich auf den zweiten Teil. Durch den angenehmen Schreibstil und der schönen Geschichte bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
- C.S. Pacat
Dark Rise
(110)Aktuelle Rezension von: EmmierdbeeereNoch nie hat mich ein Buch so schnell begeistert wie diese Reihe. Fantasy, Boyslove im slow burn... was will man mehr.
Mich faszinierten die Charaktere aber auch wie wunderbar anschaulich die Welt gestaltet und der generelle Vibe beibehalten wurde.
Außerdem hat dieses Buch einen wahnsinns Plottwist den ich nicht vorhergesehen habe! Und das passiert mir selten xD
Fazit: Ich liebe es!
- Caroline Brinkmann
Zimmer gesucht, Liebe gefunden
(97)Aktuelle Rezension von: OndinaDas Buch hat mich total umgehauen. Es war extrem humorvoll und hat mich unzählige Male zum Lachen gebracht. Es ist ein totaler feelgood Roman und erweckt auch kribbelige Schmetterlingsgefühle.
Dabei geht es um sehr viel mehr als nur eine seichte Romanze. Es geht um Freundschaften und Schwierigkeiten im Leben, um toxische Beziehungen und Selbstfindung.
Absolut empfehlenswert!
- Kathrin Lange
Die Fabelmacht-Chroniken / Die Fabelmacht-Chroniken (1). Flammende Zeichen
(186)Aktuelle Rezension von: lesenundteetrinkenFabelmacht... das klingt nach einer praktischen Fähigkeit. Alles was man aufschreibt geschieht. Man kann Ereignisse umschreiben, Dinge ungeschehen machen, die Realität verändern. Aber so einfach ist es natürlich nicht. Wie so oft hat die Sache einen Haken.
Es hat etwas gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Es werden Ereignisse erwähnt, die vor Beginn des Buches stattgefunden haben und ich brauchte etwas, um mir einiges zusammenzureimen. Danach gab es aber kein Halten mehr und ich habe das Buch verschlungen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Mit ihren wunderbaren Beschreibungen hat die Autorin es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre bei Mila und Nicholas in Paris. (Außerdem ist mein Wunsch, diese Stadt zu besuchen, um ein vielfaches gewachsen. 😉)
Die Geschichte ist spannend und rasant und man kommt kaum zu Atem. Es gibt überraschende Wendungen und das Ende war wirklich unerwartet.
ABER... die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt! - Bella Higgin
Belle Morte - Rot wie Blut
(90)Aktuelle Rezension von: jxwxDie Idee des Buches ist nicht schlecht, für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht zu alt bin und die Zielgruppe eher junge Jugendliche sind, die gerade ins Genre einsteigen und ich deshalb das Gefühl hatte, jede Wendung vorherzusehen... Das Tempo der Handlung ist tatsächlich total in Ordnung, die düstere, geheimnisvolle Stimmung kommt leider nicht ganz rüber. Renie ist eine aufgeweckte 18 Jährige, die ihren Charme hat, irgendwie wurde ich aber nicht ganz warm mit ihr, was vielleicht an der schnellen Liebesstory lag, die sehr oberflächlich wirkte. Das führte dazu, dass ich ihre Gedanken zu Edmond nicht ganz verstand. Genauso wenig wie Edmonds Gefühle - er ist schließlich ein 400 Jahre alter Vampir, der sich ohne ersichtlichen Grund in eine gerade als offiziell erwachsen geltende Frau verliebt (für mich etwas suspekt). Ansonsten bleiben die anderen Vampire auch recht ungreifbar, die beiden Spender-Freunde von Renie sind jedoch ganz lustig. Alles in allem klärt Renie das "Geheimnis" um ihre Schwester sehr schnell auf, als Leser kann man es schnell gut erahnen.
Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt, die Handlung ist etwas platt, die Liebesgeschichte nimmt Raum weg für coole düstere Vampir-Stimmung.
- Teresa Toten
Beware That Girl
(37)Aktuelle Rezension von: YaBiaLinaIch dachte,das sich hinter dem wirklich ansprechenden Klappentext,ein tolles und spannendes Buch verbirgt,womit ich schöne Lesestunden verbringen kann.Leider war aber das Gegenteil der Fall.
Die Story konnte mich überhaupt nicht packen,geschweige denn mitreißen oder fesseln.Erst zum Ende hin,kam ein wenig Spannung auf,was irgendwie im Sande verlief,da ich nach dem zuklappen des Buches,mit Fragezeichen über dem Kopf da saß.Der Schreibstil wirkte oft verwirrend auf mich,so das ich selbst in den unterteilten Kapitel zwischen Kate und Olivia durcheinander kam.Das ist mir noch nie passiert...Einzig allein interessant fand ich,was sich in der jeweiligen Vergangenheit der beiden abgespielt hat und warum sie um jeden Preis verhindern wollen,das es ans Licht kommt.
In der Gegenwart störte mich oft,der Umgang zwischen den beiden Hauptprotagonistinnen.Teilweise schlichen die beiden um sich herum,dachten das schlimmste voneinander und verheimlichten sich Sachen.Was daran eine Freundschaft gewesen sein sollte,weiß ich bis jetzt noch nicht...
- Katie MacAlister
Silver Dragons - Drachen lieben heißer
(127)Aktuelle Rezension von: Fantasymangabook⚠️Diese Reihe sollte nach der "Dragon Love" - Reihe gelesen werden⚠️
Cover:
Das Cover passt optisch zu den vorangegangenen Bänden und zeigt, dass es sich dabei um ein Band der Reihe handelt.
Handlung:
Die Handlung ist abwechslungsreich. Sie ist geladen mit Aktion, hat aber immer wieder ruhige Elemente, in denen der Leser durchatmen kann.
Charakter:
Der Umgang zwischen Gabriel und May wirkt auch in diesem Band sehr liebevoll und ist geprägt von Vertrauen ineinander. Die ganzen Neckereien zwischen den Beiden fand ich während des Lesens einerseits süss und andererseits unterhaltsam. Der innere Zwist von May wird sehr authentisch vermittelt. Überraschend für mich war die Tatsache, dass Cy ihr dabei tatsächlich helfen kann, ist doch sonst sie diejenige, der geholfen werden muss. Auch Kostyas Umgang mit Cy und seine Emotionen waren eine positive Überraschung. So war er bis dahin ein Charakter, der mir mit seinem "es muss alles nach mir gehen"-Gehabe eher auf die Nerven ging. Auch Magoth war wieder eine Nummer für sich, amüsant aber aufbrausend. Drakes Mutter war... nun ja, seine Mutter und hat sich nicht wirklich verändert. Die Weisheit und Geduld von Gabriels Mutter wirkte auf mich wie ein Ausgleich zu Drakes Mutter und war mir von Anfang an sympathisch. Fiat dagegen war nach wie vor ein Charakter, der einfach nur unzurechnungsfähig wirkte. Doch im Weyr gibts ja so einige, die eher rechthaberisch und machtgierig sind.
Fazit:
mir hat auch der Abschluss der Reihe sehr gefallen und konnte sowohl mit Unterhaltungswert als auch Emotionen punkten. Teilweise war ich regelrecht enttäuscht, musste ich die Lektüre unterbrechen.» - Moon - Christine Féret-Fleury
Dornröschentod
(64)Aktuelle Rezension von: natti_LesemausInhalt:
Vom Leben eines normalen Teenagers kann Ariane Prudent nur träumen, denn ein Serienmörder hat sie seit ihrer Geburt im Visier. An ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie sterben, mit einer Rose in der Hand. Fünfmal schon hat der "Dornröschenmörder" bewiesen, dass er seine Drohungen wahr macht. Doch Ariane beschließt, diesem Schauermärchen ein für alle Mal ein Ende zu setzen ...
Meinung:
Das Cover ist wirklich wunderschön, läßt aber vermuten, das wir hier einen Jugendroman oder etwas Fantasy- oder Liebes Ding lesen.
Aber der Titel zeigt, das es sich um etwas anderes handelt. Tatsächlich ist es eher ein Thriller. Soll er zumindest sein.
Aber auch wenn mir das Buch wirklich bis zum Ende hin super gefallen hat, so empfinde ich es nicht als Thriller. Eher als leichten Krimi.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und es bleibt bis zum Ende spannend, auch wenn es sich Stellenweise etwas zieht.
Ariane flieht vor ihrem Mörder, der wirklich sehr gewieft ist und immer unbekannt bleibt, bis zum Ende hin. Ich habe die ganze Zeit versucht, rauszufinden, wer der Täter sein könnte und warum er das alles tut. Aber bis zum Schluss hin, tappte ich im Dunkeln.
Das Ende war super spannend und wirklich unvorhersehbar- für mich jedenfalls- zum Teil. Andere würden vielleicht es anders sehen, aber das ist ja nur meine Meinung.
Ariane hat sich die ganze Zeit tapfer gehalten, sie ist mutig und trotz der Gefahr, auch wenn sie manchmal sehr vorhersehbar handelt.
Tolles Buchm schnell zu lesen und spannend!
- Tanya Byrne
Everlove – Bis übers Ende dieser Welt hinaus
(106)Aktuelle Rezension von: LeoLorisLifeDas Buch ist so schön geschrieben. Poppys & Ashs Liebe fühlt sich so süß an & geht über den Tod hinaus. Das Ende ist nicht schlecht, allerdings hätte ich mir persönlich ein anderes gewünscht. Trotzdem hat es sich in mein Herz geschlichen.
Für mich ist das Buch auf jeden Fall in meinen Top 10 2024. 💜
- Antje Leser
Lost in the Wild
(25)Aktuelle Rezension von: Linker_MopsWas als spannender Ausflugstrip nach dem Abi startet, endet für fünf Jugendliche in diesem Buch in der Hölle. Den nach einem Bergrutsch geraten sie in die Fänge einer Survival-Gruppe, deren Anführer - ein Prepper - immer mehr ausflippt.
Die Autorin hat hier wirklich einen sehr spannenden Jugendthriller hingelegt. Man ist sofort im Geschehen drin, die Bildsprache ist sehr plastisch und die Figuren vielfältig. Zudem ist das Thema Verschwörungsideologen, Prepper und Reichsbürger ja schon sehr aktuell und hier gut und differenziert dargestellt. Und auch die Gruppendynamik und wie diese wechseln kann in Stressituationen ist sehr gut und anschaulich erzählt.
Zwei Kritikpunkte habe ich aber: Zum einen ist das Buch an einigen Stellen schon sehr brutal beschrieben. Ob das wirklich jede/r Jugendliche/r verkraftet, bin ich mir nicht sicher. Denn selbst ich als Erwachsene musste manchmal mit dem lesen anhalten, weil es mir gerade zuviel wurde. Und zum anderen ist das Buch zwar durchweg spannend, aber das Ende flacht dann sehr ab. Angesichts des hohen Levels hatte ich für das Ende einen größeren Showdown erwartet. Ich will nicht sagen, es war ein Rohrkrepierer, aber irgendwie hatte ich mehr erwartet.
Mein Fazit: Ein lesenswerter Jugendthriller, der aber nichts für schwache Nerven ist.
- Bastian Kresser
Verformung
(19)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffIn den letzten Tagen habe ich auch "Verformung" von Bastian Kresser gelesen. Das Buch ist 2025 im Braumüller Verlag (Braumüller GmbH) veröffentlicht worden und als Gegenwartsliteratur einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Der Berliner Manager Marc Steiner belegt nach einem Burnout einen Messerschmiedekurs im Spreewald beim verschlossenen, zugleich charismatischen Niels Bergmann. Dort lernt er nicht nur das Schmieden, sondern auch Niels’ Reich kennen – eine Welt nach eigenen Regeln. Zwischen den beiden entsteht eine unerwartete Freundschaft, und bald wird Marc Teil dieses abgeschotteten Kosmos – mit meterhohem Zaun, Bunker und rätselhaften Besuchern. Als Marc die Journalistin Nina kennenlernt und ihr Niels vorstellt, wird sie jedoch sofort misstrauisch: Mit diesem Mann stimmt etwas nicht. Sie beginnt zu recherchieren – die vermeintliche Idylle kippt und plötzlich steht alles auf dem Spiel.
"Verformung" ist nach "Als mir die Welt gehörte" mein zweiter Roman von Bastian Kresser, die beide im Braumüller Verlag erschienen sind und ähnliche Konzepte verfolgen. Dabei lässt sich dieser Roman nicht so einfach kategorisieren, zeigt durchaus Anklänge eines Thrillers, ist gleichzeitig aber auch ein Entwicklungsroman. Aufgrund der starken Konzentration auf gesellschaftlich relevante Fragen habe ich das Buch jedoch als Roman der Gegenwartsliteratur eingeordnet.
Die Handlung ist hierbei durchaus spannend und abwechslungsreich, hat teilweise aber kleinere Längen. Hierbei ist es gelungen und erschreckend zugleich, wie nachvollziehbar der Autor Marcs Weg in die Radikalisierung beschrieben hat, wie leicht von außen betrachtet die Manipulation durch Niels vonstatten geht, wie man sich teilweise selbst ertappt, trotz aller Rationalität einzelne Argumente nicht gänzlich von der Hand weisen zu können - das macht sicherlich auch den Erfolg von Extremisten momentan aus. Zugleich mischt Bastian Kresser auch Themen wie psychische Erkrankungen in den Roman mit ein und sorgt für ein großes Potpourri an Fragestellungen und Handlungssträngen.
Dabei kann vor allem das Setting brillieren. So entführt der Autor die Leser:innen in den Gegensatz zwischen dem pulsierenden Berlin und dem ausgestorbenen Schwarzwald, nimmt sie mit in einen autarken Hof, dessen Besitzer auf der Grenze zwischen Prepper und Reichsbürger balanciert, in eine Gedankenwelt, die so weit entfernt ist, dass man sie schwerlich greifen kann, in eine Kurzeinführung in die Messerschmiedekunst. Zusätzlich wird durch Nina das Setting noch erweitert, bringt sie doch die Welt des Investigativjournalismus in die Geschichte hinein - ein Handlungsstrang, der das ganze Drama nochmal potenziert.
Die einzelnen Figuren sind hierbei vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugt insbesondere Nina, der nicht so ganz heimliche Star des Romans, während Marc teils nicht nachvollziehbar handelt und Niels weit entfernt davon ist, irgendwelche Sympathien bei den Leser:innen zu wecken. Bastian Kresser Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.
Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind leider einige Kleinigkeiten durchgerutscht, die den Lesefluss aber nicht erheblich schmälern, der Buchsatz ist ordentlich. Der Buchumschlag ist mit Klappen versehen, das unter dem Umschlag befindliche Hardcover eher schlicht. Das Covermotiv setzt sich nahtlos auf Buchrücken und Coverrückseite fort und erzeugt so ein tolles Gesamtbild, bietet durchaus Anklänge an die Handlung, ist insgesamt aber kein Eyecatcher - auch dank der wenig überzeugenden Typografie. Auch hätte man im Anhang durchaus auf Hilfs- und Hinweisangebote zu Fragen der Radikalisierung, aber auch zu Burnout und psychischen Problemen verweisen können.
Mein Fazit? "Verformung" ist ein Roman der Gegenwartsliteratur, der vor allem Dank seines brillanten Settings und einer tollen Protagonistin glänzt, dabei aber auch kleinere Schwächen aufweist. Für Leser:innen des Genres bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von etwa 14 Jahren.
- Günther Mayr
Herr Kuranaga
(8)Aktuelle Rezension von: SofieWaldenHerr Kuranaga, japanischer Philosophie-Professor in Wien und ganz wichtig, ein echter Samurai, bringt sich ein. Der Wirt seiner Kneipe "Eiserne Hand" offenbart dem dortigen Stammtisch seine Sorgen, denn seine Freundin liegt nach der dritten Coronaimpfung mit ernsthaften Problemen auf der Intensivstation. Irgendetwas stimmt da nicht, da sind sich schnell alle einig und die ersten 'Ermittlungen' laufen an. Ein befreundeter Arzt macht den Anfang und dann lässt Kuranaga seine eigenen Verbindungen in die ganze Welt spielen. Gerade in den asiatischen Sphären tut er Kontakte auf, die Erstaunliches zu berichten haben. Und eine Lösung bahnt sich ihren Weg.
Ein sehr unterhaltsamer Kriminalroman, mit einem angenehm dargebotenen Maß an Spannung und vor allem, jeder Menge Humor und Charme. Wenn zwei kulturell so ausgeprägt verschiedene Grundstatements gut Freund miteinander sind und an einem Strang ziehen und dann der Reiz, der das Aufeinandertreffen von Wiener Schmäh und asiatischer Lebenshaltung so mit sich bringt, voll durchschlägt, dann hat das was. Da kann man den 'Ernst der Lage' auch schon mal kurzzeitig vergessen, weil es einfach Spaß macht, diesen charmanten Absonderlichkeiten, wie sie auch von den Protagonisten selbst durchaus wahrgenommen werden, zu lauschen bzw. sie lesend mitzuerleben. Die Idee dazu schlägt auf jeden Fall voll ein und wir Leser sind zufrieden, so zufrieden, dass uns Herr Kuranaga gerne wieder beehren darf. Ich würde mich freuen.
- Marcel Huwyler
Frau Morgenstern und die Offenbarung
(28)Aktuelle Rezension von: GutrundFrau Morgenstern und die Offenbarung ist ein echtes Highlight: temporeich, überraschend tiefgründig und vor allem skandalös gut geplottet. Der Twist rund um das zentrale Geheimnis verleiht der Geschichte noch einmal eine ganz neue Dimension.
Die Figuren sind dabei das Herzstück des Romans und sind wunderbar ausgestaltet. Man merkt, wie viel Freude und Sorgfalt in ihnen steckt und schließt sie schnell ins Herz, selbst wenn sie moralisch nicht immer auf der „richtigen“ Seite stehen.
Der historische Abstecher ist, clever recherchiert und voller bissiger Kommentare auf Politik, Religion und Macht. Trotz allem bleibt die Geschichte jederzeit spannend und für mic, erstaunlich stimmig.
Positiv hervorzuheben: Das Buch funktioniert auch hervorragend ohne Kenntnis der vorherigen Teile. Der Einstieg gelingt mühelos, ohne dass man das Gefühl hat, wichtige Zusammenhänge zu verpassen.
Fazit: Ein skandalöser Plot Twist, Figuren mit Herz und Witz und ein Erzählstil, der gleichermaßen unterhält wie überrascht. Ich hatte durchgehend Spaß und würde jederzeit wieder mit Frau Morgenstern und Miguel auf Mission gehen.
- Hanna Aden
Lass uns tanzen, Fräulein Lena
(37)Aktuelle Rezension von: Eva_GNiebüll, 1946: Lena Both ist vor einem Jahr gemeinsam mit ihrer Schwester in den nordfriesischen Ort gekommen. Damals hatte sie nichts und war vollkommen geschwächt von der Flucht und den Strapazen des langen Weges von Pommern nach Nordfriesland. Doch mittlerweile hat sich einiges in ihrem Leben geändert und sie ermöglicht nicht nur ihrer Schwester Margot den Besuch des Gymnasiums, sondern arbeitet auch hart dafür, ihre Mutter und ihre Schwester Lieselotte aus einem Flüchtlingslager in Dänemark nach Niebüll zu holen. Doch dafür braucht sie Geld und ein Zimmer, das groß genug für sie vier ist. Das Leben im kleinen Städtchen Niebüll fühlt sich für Lena aber nach wie vor nicht nach Heimat an, denn ständig wird sie von Einheimischen mit komischen Blicken angesehen und auch Fräulein Gerdes, der sie alle drei Wochen beim Waschen der Wäsche hilft, macht immer wieder seltsame Andeutungen über Gerüchte, die ihr über Lena zu Ohren kommen. Einzig ihr Freund Rainer ist ein Lichtblick ins Lenas Leben, treffen sie sich doch regelmäßig zu Spaziergängen und können dann über alles sprechen. Allerdings wartet Lena nun schon sehr lange auf Annäherungsversuche von Rainer, hat sie sich doch ein wenig in ihn verguckt und eigentlich gedacht, dass er ähnliche Gefühle für Lena hat...
Hanna Aden erzählt das Leben der neunzehnjährigen Lena auf eine sehr einfühlsame und authentische Weise. Denn das Leben des Flüchtlingsfräuleins ist alles andere als einfach. Scheut sie doch die Arbeit nicht, ist immer freundlich und ehrlich und doch kursieren immer wieder Gerüchte über sie und ihre angeblichen Missetaten und machen ihr so einen Neuanfang in Niebüll unnötig schwer. Obwohl der Roman größtenteils aus Lenas Sicht erzählt wird, kommen auch andere Charaktere wie Rainer, Erwin, Doro oder Gisela zu Wort und dürfen in eigenen Kapiteln ihre Perspektive schildern. So entsteht eine weit größere Tiefe und Mehrschichtigkeit der Handlung.
Bereits der erste Band über Lena und ihr Leben in Niebüll war sehr fesselnd, daher bin ich mit großen Erwartungen in dieses Buch gestartet. Ich wurde allerdings nicht enttäuscht und war auch jetzt wieder vollkommen gefesselt von Lenas Schicksal. Es gefällt mir, wie realistisch und authentisch die Autorin über die damalige Zeit und das Leben als Flüchtling erzählt und mir so immer wieder das Gefühl gibt, gerade selbst Teil der Handlung zu sein. Ein packendes Lesehighlight!























