Bücher mit dem Tag "abbruch"
39 Bücher
- Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen
(1.087)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrMich hat das Buch hauptsächlich zum Nachdenken gebracht. Gerade die Zukunft rund um Tao hat mich sehr beschäftigt. Ich glaube man ist sich gar nicht so recht bewusst, wie wichtig die Bienen im Alltag wirklich sind.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich etwas Probleme mit den beiden Hauptprotagonisten George und William hatte. Zeitweise konnte ich die beiden Männer und deren Umgang mit ihren eigenen Familie nicht verstehen. Ich wäre am liebsten ins Buch gesprungen und hätte beide schütteln können für ihre engstirnige, kaltherzige Art.
Fazit: Für mich eine klare Leseempfehlung.
- Lin Rina
Animant Crumbs Staubchronik
(1.205)Aktuelle Rezension von: Shontelle_BooksBälle, Männer und Verlobungen – das sollte eigentlich im Kopf einer jungen 17-jährigen Dame aus dem Jahr 1890 in England herumschwirren. Doch bei Animant sind es Bücher, Bücher und noch mehr Bücher! (Wer kennt es nicht🫢)
Bälle sind nur gezwungenes Begleit, um die Güte ihrer Mutter nicht überzustrapazieren.
Doch dann soll Animant nach London zu ihrem Onkel ziehen: Animant wittert Freiheit! Doch sie landet als Assistenz sie bei einem grimmigen jungen Bibliothekar ... der sie scheinbar so gar nicht leiden kann.
Staubchronik ist seit 2018 mein Wohlfühlbuch – mein Zuhause, wenn ich mich in der Buchwelt verloren fühle. Mein Weg führt mich jedes Jahr mindestens einmal zurück zu dieser Geschichte. Eine Geschichte der selbstbewussten Animant und ihrer Ansicht der Welt in einem Zeitalter, welches … nun, wie soll ich sagen, doch gern gegen die Frauen gestimmt war.
Lin Rinas Schreibstil ist so wohlig warm wie ein heißer Tee bei Regen. Diese Geschichte umhüllt mich jedes Mal, als würde ich sie das erste Mal lesen. Eine ruhige, cozy Liebesgeschichte, ungezwungen, gefühlvoll und verspielt. Die Geschichte kann man ohne Probleme mühelos weglesen, der Schreibstil ist bildhaft und charmant. Zurück bleibt: die kribbelnde Wärme der Worte und der Gefühle.
Lin hat hier ein Herzstück für mein Bücherregal gezaubert.
Die Charaktere sind allesamt fantastisch – von der Protagonistin hin zu diversen kleinen Nebencharakteren, die ebenfalls so lebhaft sind, dass sie keine Statisten darstellen.
Animant ist eine junge, freche Dame, welche so gar nicht in das damalige Zeitalter hineinpasst. Genau das macht sie so charmant und sehr humorvoll. Ihre Einstellung und ihr Hitzkopf sind großartig geschrieben, man kann sich in ihre Situationen des Erwachsenwerdens sehr einfühlen, und sie ist sehr nahbar. Ich wäre genauso 1890!
Mr. Reed ist genau nach meinem Geschmack – ein kalkühner, bissig dreinschauender, schöner Mann, der anfangs sehr einfach und naja … reserviert dargestellt wird. Mit der Zeit erweichen seine Gesichtszüge und seine Art (für Animant), und dennoch bleibt er genau so kühl wie am Anfang. Diese Balance ist unfassbar geschrieben, und ich habe das selten so gut dosiert gelesen. Er ist er, und niemand kann ihn ändern: Nur für manche lässt er sein Herz spielen, ein bisschen!
Mein Herz hat ebenfalls Miss Hamilton erobert – sie ist einfach … unverbesserlich und unfassbar genial! Mein kleiner weiblicher Crush!
Die Geschichte ist manchmal ein kleines Auf und Ab und so gefühlvoll geschrieben! Sucht ihr ein cozy Reading ohne Zwang und ohne großes Denken, aber mit viel Herz? Dann seid ihr genau richtig!
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.248)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …
Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Amie Kaufman
Illuminae
(576)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Ich wusste nicht genau, was mich mit den Illuminae-Akten erwartet und habe bewusst vorher nicht viel darüber gelesen, um mich nicht zu spoilern. Auch in meiner Rezension möchte ich nichts spoilern.
Zunächst ein großes Lob an die Autoren, aber auch an die Übersetzer und den Verlag, so ein Projekt anzugehen, denn es ist mehr als ein Buch. Der gestalterische Aufwand war mit Sicherheit immens, aber meiner Meinung nach war er es auf jeden Fall wert. So erlebt man das Buch in einer Eindringlichkeit, die ich so noch nicht kannte.
Die Protagonisten sind noch Teenager, könnten praktisch meine Enkel sein, und ich gehöre somit sicher nicht zur anvisierten Altersgruppe. Trotzdem war ich unheimlich gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der sich mal auf ein ganz anderes Buchabenteuer einlassen möchte. Die Serie gehört sicher zu meinen Lese-Highlights!
Wenn man 6 Sterne vergeben könnte, würde ich die sicher vergeben.
- Andy Weir
Der Marsianer
(895)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteWir begleiten Mark Watney, wie er durch einen Unfall allein aufm Mars zurück gelassen wird und sich jedwedem Hindernis stellt um zurück zur Erde zu kommen.
Es ist erstaunlich wie einfallsreich die Hindernisse angegangen werden, wie er trotz allem stets einen guten Spruch auf den Lippen behält und nicht mit Sarkasmus geizt aber stets nie den Mut aufgibt.
Aber das beste ist die Umsetzung der teilweise hochkomplexen Systeme. Das Buch schafft es das aufs einfachste und leichteste runterzubrechen bzw eicht verständlich zu erklären.
Es ist zu Recht verfilmt worden und zu Recht ein Bestseller. Einfach nur eine Empfehlung wert.
- Stephenie Meyer
Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
(352)Aktuelle Rezension von: Anka_PlwkIch hätte nicht gedacht, dass ich 15 Jahre später nochmal ein Biss Buch lesen werde.
Den Perspektivwechsel fand ich gut. Die Gedanken allerdings teilweise etwas langatmig. Was aber auch den inneren Kampf hervorhebt, den er erlebt.
Am Ende angekommen, mit dem Wissen, wie es weitergeht, war ich wieder völlig drin und habe alle anderen Teile auch erneut gelesen.
Ich könnte noch mehr davon lesen.
- John Ironmonger
Der Wal und das Ende der Welt
(507)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertIch finde es erstaunlich, dass dieses Buch bereits vor der Corona-Pandemie veröffentlicht wurde. Viele der Themen wirken heute fast prophetisch.
Joe erinnert mich an Jona: Er versucht, die Menschen vor der drohenden Gefahr zu warnen. Gleichzeitig ist er – wie Jona – überzeugt, dass die Menschen sich selbst in Krisenzeiten nicht verändern werden. Doch genau wie Jona wird auch Joe am Ende eines Besseren belehrt.
Gerade diese Entwicklung macht das Ende der Geschichte so berührend und hoffnungsvoll. Sie zeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten Menschlichkeit, Mitgefühl und Veränderung möglich sind.
- Colson Whitehead
Underground Railroad
(351)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Catherine Shepherd
Knochenschrei
(91)Aktuelle Rezension von: UnterDieHautDas Cover ist einfach klasse. Und bei dem Wort „Knochenschrei“ fängt bei mir sofort das Kopfkino an zu laufen.
Bei dem Buch handelt es sich zwar um den 8. Band der Reihe, aber das störte beim Lesen absolut nicht.
Schon der Prolog beschert einem totale Gänsehaut und man hat das Gefühl, mit im Raum zu sein. Die Beklemmung ist beim Lesen spürbar. Die Kapitel wechseln sich immer zwischen Gegenwart und der Vergangenheit von vor 500 Jahren ab. Am Anfang hatte ich noch Bedenken, wie das funktionieren würde, aber im Laufe der Geschichte fügte es sich so gut zusammen wie ein Puzzle. Die Geschichte empfand ich zu keiner Zeit als
langweilig. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.Insgesamt bin ich positiv überrascht worden. Ich habe mir anfangs überhaupt nicht vorstellen können, wie die Geschichten aus zwei unterschiedlichen Zeiten zusammenpassen sollen, bzw. wie die Autorin es schafft, diese im Buch zu vereinen. Trotz viel zeitlichem hin und her konnte ich dem Buch jederzeit gut folgen. Auch der historische Teil der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Und das, obwohl ich mir genau deswegen im Vorfeld ein wenig Sorgen gemacht hatte, aber das war völlig unbegründet (historische Romane sind normalerweise nämlich nicht so meins).
Ich wurde gut unterhalten und an der Nase rumgeführt. Für mich war es das erste Buch dieser Reihe und es konnte mich total von sich überzeugen.
Nun habe ich wieder eine Lieblingsreihe mehr. Außerdem macht es irgendwie auch Lust, sich Zons mal im wirklichen Leben anzuschauen.
- Ilona Jerger
Und Marx stand still in Darwins Garten
(145)Aktuelle Rezension von: MadamebiscuitZuerst hatte ich befürchtet, dass es viel um die Theorien der beiden gehen würde, die zwar wirklich spannend und interessant sind, aber nicht zwingend leicht zu lesen. Aber die Autorin hat genau das nicht getan, sie hat die beiden älteren Herren - vor allem Darwin - in den Fokus gestellt. Dabei beschreibt sie beide so liebenswürdig, schrullig und exzentrisch, dass es ein absolutes kurzweiliges Lesevergnügen war. Ihr flüssiger Schreibstil und der bildliche Sprachstil brachten sie mir zusätzlich nahe.
Ich habe so einiges über die beiden Männer und ihr Leben erfahren, zum Beispiel, dass beide aus gläubigen Familien kamen. Im Laufe ihres Lebens ihren Glauben allerdings verloren haben, was maßgeblich ihre beider Werke beeinflusst hat.Auch meine Wissenslücke über das Paarungsverhalten von Regenwürmern konnte ich schließen. 🤭
Auch wenn es das besagte Dinner in der Realität nie gab, ist gerade das eine der amüsantesten Szene mit einem herrlichen rhetorischen Schlagabtausch.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen kurzweiligen Roman haben.
- H. D. Carlton
Haunting Adeline (English Edition)
(52)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld„They‘ll soon realize I sit on the fucking throne, and their nightmares bow to me.“
“Haunting Adeline“ ging vor einigen Jahren als Dark Romance ja völlig durch die Decke und ich wollte die Dilogie deswegen auch mal testen. Das Ganze ist inzwischen schon einige Wochen aus dem Urlaub her, so dass ich vermutlich eher wenige Sachen mehr erwähnen werde statt all die Details, zu denen ich mich eigentlich äußern wollte.
Kommen wir erstmal zur Handlung. Die tieferliegenden Subplots rund um die Ermordung von Adelines Urgroßmutter sowie Zades Firma und seine Mission, Menschenhandel und den Verkauf ins Sexgewerbe zu verhindern, fand ich sehr spannend. Für mich hätte das tatsächlich als Handlung vollkommen ausgereicht - mehr Plot, weniger Sm*t, voilà, ein düsterer Horrorroman mit Lovestory. Ich fand die Auszüge zu Zades Job wirklich wahnsinnig spannend und empfand es auch insofern als sehr gut, dass das Thema mal aufgegriffen wird (auch wenn die Triggerwarnung dazu mehr als notwendig ist), da es einfach die bittere Realität ist. Gerade in heutigen Zeiten mit der „Enthüllung“ der Epstein-Akten ist das Thema absolut präsent und wird den Menschen mehr vor Augen geführt, was sie eigentlich für Abgründe haben. Zades Erfolge mit seiner Firma, Schicksäle davon zu befreien oder den Menschenhandel direkt zu verhindern, sind hier zwar reine Fiktion, aber waren auch irgendwie ein Hoffnungsschimmer.
Die Charaktere zueinander empfand ich als zu blass, nicht greifbar und ohne Tiefe. Zade hatte durch seine Firma und seine Mission für mich noch wesentlich mehr Charakter als Adeline. Ich weiß gar nicht so genau, was sie eigentlich ausgemacht hat außer auf Zade zu warten, ihre Moralvorstellungen abwechselnd über Bord zu werfen, und ab und an mal einzustreuen, dass sie ja Autorin ist, auch wenn sie im gesamten Buch nichts damit zu tun hat. Der Job dient hier lediglich als Maske, wie Zade auf sie aufmerksam geworden ist.
Die Beziehung der beiden zueinander war für mich nicht viel stärker als ihre Persönlichkeiten. Ich verstehe, dass es Dark Romance ist, und das Szenario, einen Stalker zu haben, der einen f***t, wie es ihm gerade passt, und sich später dann in ihn zu verlieben, da quasi normal ist. Ich konnte es aber null (0!!!) nachvollziehen und fand die Vorstellung auch nicht gerade berauschend. Warum das Buch dann überhaupt lesen? Tja, wollte gern ein gehyptes Buch für meinen dritten Dark Romance-Read haben… Dazu kamen sie ganzen ausschweifenden S*x-Szenen, die in der zweiten Hälfte deutlich zugenommen haben und die ich später auch ermüdend fand, so dass ich sie nur noch überflogen habe. Aber waren das überhaupt S*x-Szenen? An der Debatte im Dark Romance ob CnC oder R**e kommt man auch in diesem Buch nicht vorbei, und ich finde die Diskussion mehr als gerechtfertigt. Sich einer anderen Person aufzuzwingen, die weint und schreit, weil man sich einbildet, die andere Person will es ja, und es dann auch noch rund zu schreiben mit, dass Gefahr Adeline anturnt - weiiiiß ich ja nicht. Wenn man das schöngeredete CnC mal beiseite lässt, muss ich ehrlich sagen, dass ich vermutlich anderes an Smut erwartet hatte. Wie gesagt war es erst meine zweite oder dritte Dark Romance, wo in den anderen Büchern auch Thema BDSM eine wesentlich größere Rolle gespielt hat. Das hatte ich hier auch mehr erwartet, zumindest mehr freudigen Sm*t - aber gut, war vermutlich auch fern der Realität, wenn man einen ungewollten oder doch gewollten, das hat sich ja jede Szene abgewechselt, Stalker hat. Die Pistolenszene war da schon eher das, was ich erwartet hatte - zwar nicht sooo früh im Buch - aber das war scheinbar ein Einzelfall. Tatsächlich hätte ich eher von dieser Art mehr erwartet.
Die Gefühle zwischen Adeline und Zade habe ich ebenfalls nicht so sehr gespürt. Zade sagt es am Anfang ja ganz klar, dass er sich Adeline aufzwingen und sie dazu bringen wird, sich in ihn zu verlieben, koste es, was es wolle. Und das klappt ja ganz offensichtlich auch, deswegen sehe ich die Ehrlichkeit und freien Willen da nicht so richtig, zumindest von Adelines Seite aus. Zades Moral in allen Ehren, aber dieser riesen Gotteskomplex gepaart mit seinem scheinbar riiiesigen Schw**z haben echt dazu geführt, dass er seitenweise innere Monologe geführt hat, wie sehr er Adeline huldigen wird, sie ist die Eine, seine Welt ist gekippt, sie soll ihn Gott nennen blablabla. War auf Dauer echt anstrengend.
Das Ende hat dann spannungstechnisch nochmal ordentlich Fahrt aufgenommen, auch wenn es schon etwas abzusehen war. Aus diesem Grund, und weil ich den zweiten Band schon da hatte, habe ich die Reihe tatsächlich auch weitergelesen, obwohl mich dieser Band wenig packen konnte. Man hätte hier wirklich Hunderte von Seiten einkürzen können; die Spannung wäre dann komprimierter und durchgängiger gewesen, und an Charakterentwicklung sowie Handlung war eh kaum was vorhanden. Um schon mal vorweg zu greifen, Band 2 war immerhin etwas besser.
“Haunting Adeline“ bekommt von mir 3/5 Sterne. Diesen Hype konnte ich leider nicht nachvollziehen.
- Jon Cohen
Die wundersame Mission des Harry Crane
(107)Aktuelle Rezension von: Liesi_WeBei dem Buch viel mir sofort der Schreibstil auf. Er ist sehr entspannt und gefühlvoll zu lesen. Harry, der seine Frau aufgrund eines Lottospiels warten ließ und diese dann starb -und von Oriana, welche ihren Vater verlor und nun glaubt er sein ein Flügelwesen aus dem Märchen- werden verbunden durch die Magie des Waldes. Bäume sind Harry's Leidenschaft genauso wie Oriana sich bei ihnen an ihren Vater erinnert. Eine Thematik, welche ich so noch nie gelesen habe und mich deswegen auch faszinierte. Jedoch war ich von der Geschichte nie so gefesselt, dass ich sie verschlungen habe. Es geht in diesem Buch viel um die Trauerbewältigung, das Loslassen geliebter Menschen und das Wiederfinden neuen Lebensmutes und des Liebe.
- Sarah Perry
Melmoth
(121)Aktuelle Rezension von: SophiasticatedNach dem Erfolg von Die Schlange von Essex legt Sarah Perry mit Melmoth einen weiteren Roman vor, der sich deutlich dunkleren Themen zuwendet. Inspiriert vom klassischen Gothic-Roman Melmoth the Wanderer von Charles Maturin, versucht Perry, alte Schauerliteratur mit modernen Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verdrängung zu verbinden. Das gelingt ihr streckenweise beeindruckend – aber nicht durchgängig.
Im Zentrum steht Helen Franklin, eine zurückgezogen lebende Übersetzerin in Prag, deren nüchternes Dasein durch die Entdeckung eines mysteriösen Manuskripts aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses erzählt von Melmoth, einer einsamen, geisterhaften Gestalt, die seit Jahrhunderten durch die Welt wandert und Menschen heimsucht, die Schuld auf sich geladen haben. Die Idee ist faszinierend – Melmoth als personifizierte Erinnerung, als Mahnung, die niemandem erlaubt zu vergessen oder sich reinzuwaschen.
Perry verwebt mehrere historische und persönliche Erzählungen miteinander, die Einblicke in Grausamkeiten und moralisches Versagen geben – von den Gräueltaten des 20. Jahrhunderts bis zu intimen Momenten menschlicher Schwäche. Diese Geschichten sind oft eindrucksvoll, teils erschütternd – doch der rote Faden dazwischen wirkt nicht immer straff genug gespannt.
Perrys Sprache ist elegant und atmosphärisch dicht, mit einem spürbaren Hang zum Literarischen. Die düstere, leicht entrückte Stimmung, die Prag als Schauplatz perfekt unterstützt, ist eine der großen Stärken des Romans. Auch die Idee, Schuld nicht als juristisches, sondern als existenzielles Phänomen zu betrachten, hebt Melmoth von bloßer Gruselliteratur ab.
Doch genau hier liegt auch ein Problem: Der Roman will viel – vielleicht zu viel. Zwischen Gothic-Fiction, philosophischem Essay und psychologischem Drama bleibt die emotionale Wucht manchmal auf der Strecke. Die Figuren – allen voran Helen – wirken oft seltsam distanziert. Ihre inneren Kämpfe bleiben abstrakt, statt wirklich unter die Haut zu gehen. Wer eine packende Geschichte erwartet, wird stellenweise eher mit einer intellektuellen Meditation konfrontiert.
Melmoth ist ein ambitionierter, atmosphärisch starker Roman mit einem interessanten Konzept. Sarah Perry beweist literarisches Können und wagt sich an große Themen. Doch nicht alles fügt sich zu einem runden Ganzen. Die emotionale Distanz, die Überfrachtung mit Motiven und das langsame Erzähltempo können das Leseerlebnis mitunter dämpfen. Ein gutes, nachdenkliches Buch – aber nicht unbedingt ein unvergessliches. - Marie-Sabine Roger
Wenn das Schicksal anklopft, mach auf
(33)Aktuelle Rezension von: NMGIch hab das Buch jetzt schon 2x gelesen, ich hatte es vor Jahren das 1x gelesen und jetzt vor einem Monat nochmals gelesen da es mir wieder in die Hände gefallen ist :)
Es ist definitiv eines der Bücher die ich später nochmals lesen werde, aufgrund der Story die für mich eine kleine Emotionsfahrt darstellt und ich den Schreibstil sehr mag.
Das Buch hat mich direkt im 1. Kapitel schon in den Bann gezogen, konnte es nicht wirklich aus der Hand legen und ich habe bis zum Ende viel gelacht aber auch einige Tränen geweint.
Es hat mich auch sehr zum Nachdenken angeregt über mich, und über mein Umfeld/Familie.
- Jane Linfoot
Der kleine Brautladen am Strand
(109)Aktuelle Rezension von: Laurada11Poppy ist ein absoluter Stadtmensch, nimmt aber für ihre beste Freundin den Job als Hochzeitsplanerin auf einer Farm an. Dort lernt sie nicht nur das Landleben kennen und vielleicht lieben.
Auch wenn der Strand aus dem Titel nicht im Buch vorkommt und der Brautladen nicht gerade klein ist, konnte mich die Geschichte wirklich überzeugen. Poppys Abwehrhaltung gegenüber Männern ist durch ihre Erfahrungen nachvollziehbar. Und die Freundinnen und Kolleginnen sind eine erfrischende Gruppe.
Ein schönes Buch zum Abschalten und Genießen.
- Hilary Mantel
Wölfe
(9)Aktuelle Rezension von: black_horseIch mag eigentlich historische Romane sehr gern und habe deswegen gerne zu diesem mit dem Man Booker Price ausgezeichneten Werk gegriffen. Aber ich muss zugeben, dass es mich nicht fesseln konnte.
Das Buch spielt am Hofe Henry VIII., der Unerhörtes vor hat: Er will sich von seiner Ehefrau scheiden lassen und Anne Boleyn heiraten. Dabei trifft er auf großen Widerstand, v.a. aus Richtung der Kirche/des Papstes.
Ungewöhnlich ist, dass das Buch im Präsenz geschrieben ist. Eigentlich eine Art, den Leser/Hörer näher in das Geschehen zu ziehen, das ist bei mir leider nicht gelungen. Das Hörbuch hat sich für mich eher wie ein "Bericht" über die Tatsachen der damaligen Zeit angehört, nicht wie ein Roman. Die handelnden Personen sind mir fremd geblieben, es gab keine, in die ich mich hineinversetzen konnte. Ich bin mir wie ein distanzierter Betrachter vorgekommen.
Dabei ist das Thema ansich, die Gepflogenheiten bei Hofe, die Intrigen, der Einfluss der katholischen Kirche, die politischen Zusammenhänge in Europa etc. sehr interessant.
Mal sehen, ob ich mich noch an den zweiten Teil "Falken" heranwage. - Selja Ahava
Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm
(79)Aktuelle Rezension von: Sabine38Das Buch an sich ist sehr interessant und behandelt ein anderes Thema, als die meisten Bücher. Es springt jedoch sehr hin und her, was zwar zum Charakter des Buches passt aber es dem Leser doch sehr schwer macht zu folgen. Ich denke mal muss sich darauf einlassen und sich bewusst Zeit nehmen-also nichts für Zwischendurch.
- Brigitte Riebe
Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
(185)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Im Juni 1932 wird das Modekaufhaus der Thalheims am Berliner Ku’damm eingeweiht und eröffnet. Die 13jährige Rike Thalheim weiß nun, wo ihre Zukunft liegt, in diesem Hause, auch wenn der Vater seinen Sohn bevorzugt!
Mai 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Die Villa der Thalheims wird erst von den russischen, dann von den britischen Besatzern beschlagnahmt. Das glanzvolle Kaufhaus ist den Bomben zum Opfer gefallen und der Vater ist noch immer in russischer Gefangenschaft.
Rike Thalheim fühlt sich inzwischen für die Familie verantwortlich, auch wenn ihre Mutter noch vor dem Krieg verstorben ist und sie mit einer Stiefmutter und einer Halbschwester beseelt ist. Und dann ist da noch Miriam, die als Jüdin irgendwie den Krieg in Berlin überlebt hat.
Aus ihren Verstecken holen sie Nähmaschine und Stoffe. In einer kleinen zugigen Wohnung planen und basteln sie an ihrer Zukunft, aber kleine und größere Schicksalsschläge machen ihnen immer wieder einen Strick durch die Rechnung.
Mein Fazit:
Brigitte Riebe kann historische Romane schreiben – das steht ohne Zweifel für mich fest. Ich habe schon einige Romane aus dieser Epoche gelesen, aber dieser Roman gibt mir noch einmal Einblicke in Bereiche, die ich nur vom Hören kann: Trümmerfrauen, Spruchkammer etc. Mir war nicht bewusst, wie beschwerlich das Leben nach dem Krieg war. Ständiger Hunger, strenge Winter, kaum Arbeit und überall verwundete Seelen und Körper.
Die Atmosphäre wurde von der Autorin wunderbar eingefangen, die Nöte und Sorgen, aber auch kleine Hoffnungsschimmer, Durchhalteparolen und kleine Freuden, die den harten Alltag etwas auflockerten und von den Problemen ablenkten. Es war auch eine Zeit der politischen Unsicherheiten. Berlin in vier Sektoren eingeteilt – wie würden die Siegermächte mit dem Volk umgehen? Wie sah die Zukunft der Stadt und ihrer Menschen aus?
Diese Unsicherheiten kamen immer wieder zum Vorschein. Rike ist mit ihren 26 Jahren schon das Familienoberhaupt, solange der Vater aus der Gefangenschaft nicht zurückgekehrt ist. Er gehörte noch zum Volkssturm, zum letzten Aufbegehren des Führers, ehe Berlin endgültig fiel. Die Verantwortung lasten auf ihr und die Umstände machen es ihr nicht gerade leicht. Aber die Familie hält auch zusammen, machen Pläne und arbeiten bis zum Umfallen. Fast vergisst sie ihre eigene Zukunft dabei.
Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber es gibt viele interessante Szenen, die mir eine ganze Menge über die damalige Zeit erzählten. Bedauerlich ist das auch so ein Punkt, den ich zu kritisieren habe. Der Spannungsbogen fehlte so ein bisschen, als Leserin wusste ich nicht so recht, wohin die Reise geht und was da noch kommen mag.
Die Fortsetzung werde ich zu dieser Geschichte nicht lesen. Trotz der interessanten Details konnte es mich nicht mitnehmen und packen, deshalb gibt es nur eine Sterne.
- Elizabeth Macneal
The Doll Factory
(90)Aktuelle Rezension von: Lesezauber_ZeilenreiseInhaltsangabe Verlag:
London, 1850. Iris schuftet unter harten Bedingungen in einer Puppenmanufaktur, doch heimlich malt sie Bilder und träumt von einem Dasein als Künstlerin. Als sie für den Maler Louis Frost Modell stehen soll und von ihm unterrichtet wird, eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt: Künstlerische Meisterschaft, persönliche Entfaltung und die Liebe zu Louis stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der seinen ganz eigenen, dunklen Plan verfolgt.Meine Inhaltsangabe:
Iris arbeitet zusammen mit ihrer Zwillingschwester Rose in einer Puppenmanufaktur unter harten Bedingungen und sehnt sich so sehr danach, auszubrechen und Künstlerin zu werden. Zumal das Verhältnis zur einst so geliebten Schwester immer schwieriger wird. Als sich Iris eines Tages die Chance dazu auftut, ergreift sie diese. Sie sitzt dem bekannten Künstler Louis Modell, der sie dafür großzügig entlohnt und ihr Kunstunterricht gibt. Endlich kann sie das Leben führen, das sie sich schon immer wünschte. Zwischen ihr und Louis ist zudem eine Liebe entstanden, die sie sehr glücklich macht. Ihr begegnet immer wieder der Präparator Silas, doch sie denkt sich nichts weiter dabei. Silas hingegen will Iris für sich gewinnen und ist bereit, jeden noch so dunklen Weg dafür zu gehen.Mein Eindruck:
Ich habe mir einen schönen historischen Roman erwartet, verknüpft mit einer netten Liebesgeschichte und vielen Eindrücken aus London Ende des 19. Jahrhunderts. Bekommen habe ich einen ausnehmend fesselnden Roman, der durch die Figur Silas eine ganz besondere düstere und irgendwie gruseligen Note erhält und mir das eine oder andere Mal eine Gänsehaut beschert hat. Dann wiederum lese ich über das bunte, pralle Leben der Künstler damals, über die Weltausstellung, bunte Farben, Kunst und Liebe. Diese Gegensätze machen das Gelesene noch eindrücklicher. Hinzu kommt die bildhafte Beschreibung der Zustände der damaligen Zeit, so dass ich den Schmutz und Gestank, die Armut und die Frauenfeindlichkeit förmlich wahrnehmen konnte. Die Figuren sind allesamt sehr eindrücklich. Vor allem der kleine Straßenjunge Albie (schmutzig, zahnlos, diebisch, gerissen und trotz aller Armut das Herz am rechten Fleck) hat es mir angetan, so dass ich bei einer Stelle im Buch dasselbe am liebsten in die Ecke gepfeffert hätte. Mein Mann hat sich aufgrund meiner Lautäußerungen sehr amüsiert. Er kennt mich ja und weiß, dass ich bei manchen Büchern regelrecht mitfühle. Zum Ende hin war es dann wirklich zum Nägelkauen und Atemanhalten. Ganz großes Kino (apropos: letztes Jahr wurde es verfilmt, ich hoffe, der Film kommt bald auch in Deutschland zum Streamen) und natürlich 5/5 Sterne. Schon allein für die Darstellung von Silas. Diese Figur hat mir tatsächlich Gänsehaut und schlechte Träume beschert und ein Gefühl grenzenloser Abneigung heraufbeschworen. - Gail Honeyman
Ich, Eleanor Oliphant
(65)Aktuelle Rezension von: izzy_booksGail Honeymans „Ich, Eleanor Oliphant“ ist eine warmherzige, zugleich schmerzlich ehrliche Geschichte über Einsamkeit, Trauma und die Suche nach Verbindung. Eleanor, exzentrisch und isoliert, lernt durch unerwartete Freundschaft, dass Heilung möglich ist. Humor und Herz balancieren meisterhaft – ein Roman, der bewegt, ohne kitschig zu werden.
- Kim Harrison
Blutsbande
(135)Aktuelle Rezension von: BlutmaedchenMeine Meinung
Kim Harrison ist eine gnadenlose Autorin! Sie hat mich längst mit all ihren dicken Rachel Morgan Schinken geködert und ich habe jedes Buch regelrecht verschlungen! Band zehn heißt "Blutsbande" und wieder kennt Harrison keine Gnade mit ihrer Hauptprotagonistin. Doch Rachel weiß sich zur Wehr zu setzen: Sie ist nämlich ziemlich zäh und dickköpfig!
Rachel Morgan hatte schon viele, viele Feinde. Bösartige Kreaturen, die sich an ihr rächen wollten, die I.S. und das F.I.B. die ihr schon so manches anhängen wollten. Ganz zu schweigen von den ganzen Dämonen und dem Hexenzirkel, die Rachel wegen ihres dämonischen Ichs am liebsten eine Lobotomie verpassen würden.
Doch das sie sich irgendwann auf einer Kfz-Stelle Feinden gegenüberstehen sehen würde, war dann mal was ganz neues. Rachel ist keine Hexe, sondern ein Dämon - auch wenn sie sich weigert diese Identität anzunehmen - was es ihr ziemlich schwer macht überhaupt eine Zulassung, geschweigedenn einen Bibliotheksausweis zu bekommen. Für alles braucht man Unterlagen, die von wem anders ausgestellt werden müssen, die wiederum... Blahblah, Bürokratie!
Im letzten Band hat Rachel mit einem Fluch dafür gesorgt, dass das Jenseits schrumpft und besonders die Dämonen dürften deswegen nicht gut auf sie gestimmt sein - allein voran Al, ihr "Lehrer", vor dem sie sich nun versteckt. Mit Hilfe eines Armbandes, was ihr der Elf Trent Kalamack gegeben hat, ist sie vom Jenseits abgeschnitten, kann aber auch keine Kraftlinienmagie mehr bewirken.
"Blutsbande" wäre kein Rachel Morgan Buch, wenn ihr nicht wieder alle sabbernd nach dem Leben trachten würden. Die einzige Frage, die sich meist noch stellt ist die, wer der Gegner diesmal ist. Eins vorweg: Obwohl es in jedem Buch so ist, ist es nie langweilig oder identisch - dafür sorgt schon Rachel!
In dieser Geschichte werden entstellte Inderlander tot aufgefunden. Ihr Aussehen ist bei weitem nicht mehr menschlich. Hufen, Pelz und Ziegenaugen deuten darauf hin, dass an ihnen dämonische Flüche ausprobiert wurden. Rachel wird als Unterstützung hinzugezogen - zumindest offiziell, denn Rachel merkt schnell, dass man sie nur mit den Morden in Verbindung bringen will. Für solche Taten kommen nicht viele in Frage, die das bewirken können und wieder einmal mehr muss sie ihre Unschuld beweisen.
Als sich herausstellt, dass eine geheime Untergrundgruppierung, die sich MegPag nennt, dahinter steckt, wird es auch für Rachel gefährlich. Denn diese Gruppe von Menschen will alle Inderlander ausrotten und Rachels Blut ist perfekt für eine neue Seuche geeignet...
Dieses 607-seitige Urban Fantasy-Abenteuer hat es wieder echt in sich. Viel Witz und Charme (allein schon durch den Pixie Jenks, meinem absoluten Lieblingscharakter!!) gepaart mit reichlich Action, Zerstörung und Kampf. Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich auch erst das ist wieder ein ziemlicher Schinken, aber jetzt, wo es Zuende ist, will ich mehr davon. Rachel Morgan ist eine hammerharte Protagonistin, mit der ich als Leserin schon viel durchgemacht habe. Mal habe ich sie geliebt und manchmal hätte ich sie am liebsten geköpft, aber der Beweis wurde wieder in diesem Buch erbracht, dass es tödlich enden kann, wenn man sich ihr in den Weg stellt. Sie ist einerseits eine zuvorkommende und nette Person mit viel Sarkasmus, die ihre verletzliche Seite gut kaschieren kann, aber sie ist vorallem tödlich. Ihr starrköpfigkeit hat mir manchmal richtige Gänsehaut bescherrt, denn das ist der Modus, in dem man auf einfach alles gefasst sein muss. Rachel macht nichts grundlos und die Verständigung zwischen ihr und ihren Freunden ist oft mit wenigen Worten verbunden - was es wieder spannender macht, weil man sich als Leser manchmal erst selbst was zusammenreimen muss, bis alles ans Licht kommt und einen umhaut.
Jenks ist sowieso der Beste! Dieses kleine vorlaute Pixie bringt mich immer zum lachen und seine Schimpfungen auf Tink ("Tinks Titten!" - "Tinks Tampons!") sind immer wieder einfach nur herrlich!!
Besonders interessant finde ich auch Rachels Gedankengänge, wenn es um Trent geht. Zu Beginn dieser Serie hat er Rachel genügend Gründe gegeben, dass sie ihn hasst. Er hat sie in einen Nerz verwandelt und an Tierwettkämpfen teilnehmen lassen. Dann die Jagdhunde, die hinter ihr her waren. Ganz zu schweigen von den Erpressungen, dass sie für ihn arbeiten sollte. Doch seit ein paar Büchern hat sich vieles geändert. Wieso Trent früher so zu Rachel war, ist mir noch nicht ganz klar, aber fest steht, dass sie ihm nun ihr Leben verdankt, dass er sofort da ist, wenn sie in Gefahr schwebt und für viele ihrer Probleme eine Lösung präsentieren kann. Ich finde die Beiden würden ein gutes Paar abgeben, aber ob es dazu kommt steht wohl noch in der Zukunft...
Band elf wird im September 2013 erscheinen - bis dahin heißt es warten und Nägel kauen. ._.
- Britta Sabbag
Blackwood – Briefe an mich
(35)Aktuelle Rezension von: LennyRadio Blckwood kommt beim Hörbuch sooo klasse rüber! Ich hab mich auf diese Szenen sehr gefreut! Ein Radiosprecher fasst die Neuigkeiten des Ortes zusammen und informiert über wichtige Gerüchte!
Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Stellenweise etwas lahm , so dass ich mich auf die Radionews gefreut habe. Die hatten immer Dampf! Ich muss aber sagen, dass die Geschichte am Ende an Fahrt aufgenommen hat und mich doch noch gepackt hat. Da hat sich das Hörbuch noch den 4. Stern verdient!
Die Idee der Geschichte fand ich grossartig!
- Raphaela Edelbauer
DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021
(93)Aktuelle Rezension von: SommerkindtIn einem für Leser fordernden Schreibstil setzt sich die Autorin mit dem Thema KI auseinander.
Ich bin der Autorin so richtig auf den Leim gegangen. Bis ich eins und eins zusammengezählt hatte und mich von allen Zweifeln verabschiedet hatte war dreiviertel des Buches gelesen.
Ich persönlich habe mich wirklich schwer mit dem Schreibstil getan. Er war nicht nur fordernd, sondern auch anspruchsvoll. Vor allem die eingeflochtenen wissenschaftlichen Texte waren für mich als Leihe teils wirklich schwer verständlich. Ja manche habe ich gelesen, aber manches blieb einfach nicht hängen. Einiges ergab erst später einen Sinn.
Die Story an sich fand ich interessant, auch wenn es doch recht drunter und drüber, verwirrend war. Teils sogar chaotisch.
Ich habe mich durch diesen Roman regelrecht durchbeißen müssen. Wenn sich jemand mit Programmieren befasst, ist es bestimmt leichter verständlich.
Das Cover passt zur Story.
Fazit: Ein eher anspruchsvoller Roman, der sich einen leichter erschließt wenn man eine gewisse Affinität zum Programmieren oder aber sich mit dem Thema KI bereits näher auseinander gesetzt hat. Für alle andere wird es eher schwierig. Daher ist dieser Roman eher nur bedingt weiter zu empfehlen.























