Bücher mit dem Tag "abenteuerroman"
69 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.919)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneManchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
- Ursula Poznanski
Erebos 2 (Limited Edition)
(544)Aktuelle Rezension von: Helena_KawaiiErebos 2 ist genauso spannend und fesselnd wie der erste Teil, mit einem sehr packenden Schreibstil. Auch dieses Mal hat mich die Geschichte sofort mitgerissen und ich habe es schnell durchgelesen. Ich fand schön, dass neben den altbekannten Charakteren auch neue hinzugefügt wurden. Dazu ist die Geschichte mit der Zeit gegangen und das Spiel wirkt moderner.
Von mir eine klare Leseempfehlung!
Bewertung: 5 von 5 Sternen
- Jules Verne
Reise zum Mittelpunkt der Erde
(434)Aktuelle Rezension von: CherubiumSicher, Bücher müssen auch im Kontext Ihrer Zeit gelesen werden und sicherlich war es vor über 100 Jahren ein Blockbuster.
Aber es ändert sich nichts daran, dass es kein gutes Buch (mehr) ist.
Die Charakter oberflächlich, die Geschichte langweilig, die Sprache altbacken.
Nichts an dem Buch hat mir Spaß gemacht, außer es zu beenden.
- Mark Twain
Mark Twain, Die Abenteuer des Huckleberry Finn
(287)Aktuelle Rezension von: BlintschikIm englischen ist das Buch an sich leicht zu lesen, allerdings sind manche Dialekte und Akzente etwas schwerer zu verstehen. Dennoch macht gerade das das Buch lebendig und authentisch. Die Charaktere sind interessant und witzig erzählt, auch wenn ich kaum mit jemandem mitfühlen konnte. Andererseits ist es auch eher ein Lausbubenkinderbuch und da bin ich nicht unbedingt die Zielgruppe. Trotz allem ist es spannend und abenteuerlich nur mittig wird es für meinen Geschmack etwas langwierig und zieht sich. Außerdem ist der Humor nicht unbedingt meins, auch wenn es einige echr witzige Stellen gibt. Also mein Lieblingsklassiker ist es nicht, aber ich bin trotzdem froh es gelesen zu haben.
- Charlotte McConaghy
Zugvögel
(298)Aktuelle Rezension von: Elina_moroDieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben.
- Christian Kracht
Imperium
(169)Aktuelle Rezension von: Lorenz1984Die Art wie Herr Kracht Romane schreibt, ist eine ganz besondere.
Vorallem in diesem Roman aber, unterscheidet sich die Schreibweise von seinen anderen Werken wie Eurotrash oder Faserland.
Denn der Wahnwitz, die Brillanz der Worte, und die Beschreibung der Ereignisse, ist in so einer unglaublich fantastisch, wunderbar signifikanten Art beschrieben, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Nämlich eine unbarmherzige Ironie, die mir alle paar Sätze ein Schmunzeln in Gesicht zaubert.
Andere Personen würden wohl abschrecken vor Sätzen, die eine halbe Seite lang sind, aber das nehme ich bei diesem Genuß liebend gerne in Kauf.
"Die Toten" von Kracht war mein Einstieg in die Sucht namens Christian Kracht, und ich hab tatsächlich mittlerweile 90% seiner Werke gelesen.
- Jules Verne
Von der Erde zum Mond
(81)Aktuelle Rezension von: AischaVielen gilt Jules Verne als einer der Wegbereiter der Science-Fiction-Literatur; ich sehe ihn eher als sehr technikgläubigen Visionär mit großem erzählerischen Talent. 1828 geboren erlebte Verne eine Zeit, in der die Natur- und Ingenieurwissenschaften in rascher Folge bahnbrechende Entdeckungen und Erfindungen machten, die zu tiefgehenden gesellschaftlichen Veränderungen führten. So verwundert es nicht wirklich, dass Verne eine große Technikbegeisterung entwickelte und neueste Erfindungen in vielen seiner Romanen eine zentrale Rolle spielen. Aber wie detailverliebt der studierte Jurist Maschinen, chemische und physikalische Vorgänge schildert, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
So auch im vorliegenden Roman, wenn er für eine erste bemannte Raumfahrt gleich drei Menschen zum Mond fliegen lässt. Zwar nicht in einer Rakete, sondern in einem riesigen Hohlprojektil, abgefeuert von einer riesigen Kanone, doch wirkt alles sehr glaubhaft. Die Geschichte ist als satirische Kritik am damaligen Militarismus zu lesen und als solche sehr gelungen, etwa, wenn mit beißendem Spott ausgerechnet wird, dass die kriegsbegeisterten Mitglieder des "Gun-Clubs" nur noch einen Arm pro vier Personen, dafür umso mehr Prothesen und Krücken aufweisen können.
Einzig Vernes Hang zu schier endlosen Aufzählungen strapaziert meine Geduld als Leserin auch in diesem Roman ab und an. Und man sollte - abgesehen vom rasanten Ende - nicht allzu viel Action erwarten. Doch vermag Verne auch ohne diese reichlich Spannung zu erzeugen.
Fazit: Nicht unbedingt das beste unter Vernes zahlreichen Büchern, aber doch ein lesenswertes!
- Tom Hillenbrand
Der Kaffeedieb
(115)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin interessanter historischer Roman mit vielen abenteuerlichen Szenen, aber hin und wieder gab es auch ein paar Längen.
Es geht um den Engländer Obediah Chalon, der mit einem gut ausgewähltem Team Kaffeepflanzen nach Europa holen möchte. Es ist das Jahr 1683 und die Reise ist nicht ganz ungefährlich... 💚
Ich habe das Hörbuch gehört; sehr gut gelesen von Hans Jürgen Stockerl.
30.04.2026
- Steffen Kopetzky
Risiko
(71)Aktuelle Rezension von: sofie
Gleich im Prolog lernen wir den Protagonisten des Romans – Sebastian Stichnote, eigentlich Marinefunker – in der bis dahin vielleicht dunkelsten Stunde seines Lebens kennen. In Afghanistan, auf einer Mordmission. Danach nimmt uns Steffen Kopetzky auf etwas mehr als 700 Seiten mit auf die Reise und nach und nach erfahren wir, wie es dazu kommen konnte. Von Durazzo in Albanien kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs an Bord der BRESLAU bis nach Kabul. Vermeintlich weiß man natürlich schon wie es ausgeht – nicht nur durch den Prolog, sondern auch durch Geschichtswissen. Das Ende des Ersten Weltkrieges kennt man ja. In beiden Fällen weiß der Autor aber zu überraschen.
Mich hat “Risiko” sehr gut unterhalten und mir einen ganz neuen Aspekt des Ersten Weltkrieges nähergebracht, nämlich den deutschen Dschihad, der eine Expedition von Konstantinopel nach Kabul schickte. Der Protagonist Stichnote ist ein vielseitige und spannende Persönlichkeit. Aber auch die weiteren Figuren haben einiges zu bieten. Nur an interessanten Frauenfiguren mangelt es, aber das haben Kriegsromane wohl so an sich.
Ansonsten mangelt es an nichts – es gibt Intrigen und Verrat, Kameradschaft und Freundschaft, Abenteuer und Exotik. Und ganz nebenbei erzählt Kopetzky eine fiktive Geschichte wie das beliebte Brettspiel “Risiko” entstanden sein könnte- zugegebenermaßen musste ich nach dem Lesen erst einmal nachschlagen, ob es nicht vielleicht genau so war.
Für mich war es nicht das erste Buch des Autors und sicher auch nicht das letzte. Mit kleinen Abstrichen vergebe ich vier von fünf Sternen!
- Alexandra Fischer
Joli Rouge
(61)Aktuelle Rezension von: bstbsalatIch hatte mich sehr auf Joli Rouge gefreut – endlich eine selbstständige junge Piratin als Hauptfigur! Letztendlich war das Buch aber so langweilig, dass ich oft ganze Kapitel übersprungen habe und doch nicht das Gefühl bekam, etwas verpasst zu haben.
Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, viele Figuren stehen im Mittelpunkt. Während der Klappentext eine heroische Coming-of-Age-Geschichte einer taffen jungen Frau verspricht, liegt der Fokus für meinen Geschmack viel zu sehr auf Politik und den Machenschaften der Männer. Zusätzlich ist die „Roquette“ (auf Deutsch „Rakete“) keine angenehme Person für mich als Leserin: sie ist weder interessant noch bemerkenswert. Erst, als sich eine Beziehung zum Totenkopf anbahnte wurde es wirklich spannend – und dann gab es einen Zeitsprung, der viel von dem ausließ, was ich doch nun über die beiden wissen wollte.
Dass sie einen Mann an ihrer Seite brauchte, um als Figur interessant zu werden, gefällt mir so gar nicht. Besonders, da dieses Buch doch eigentlich eine ganz andere Geschichte erzählen wollte. Joli Rouge war mein erstes Buch aus dem Drachenmond Verlag. Ich hoffe, das Programm hat sich seit Erscheinen dieses Buches (das war 2016) weiterentwickelt und verbessert. - Alexandre Dumas (der Ältere)
Der Graf von Monte Christo
(72)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan. Man stolpert mitten hinein in die Situation ohne zu wissen, wer die Leute sind, worum es geht oder wer die Hauptperson ist. Zumindest wenn man wie ich grundsätzlich keine Klappentexte liest. Eigentlich hätte ich dieses Werk gern auf französisch gelesen, aber die Sprache ist so ungewohnt mit ihren verschlungenen Sätzen und altmodischen Redewendungen, dass ich schon im Deutschen einiges nur mit viel Mühe verstehen konnte. Außerdem gibt es keine Kapitel, sondern die Geschichte ist nur in Absätze unterteilt, die teilweise sehr lang sind.
Aber nach ein paar Seiten war ich so in die Geschichte versunken, dass ich das alles ignorieren konnte und das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Denn es vereint Drama, Spannung und Abenteuer, Intrigen und Verwicklungen. Allein das Beziehungsgeflecht stellt jede Seifenoper in den Schatten. - Jens Schumacher
Deep - Gefahr aus der Tiefe
(49)Aktuelle Rezension von: LiviaaDas Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Kulisse der Antarktis mit dem ewigen Eis, einer untergegangenen Zivilisation tief verborgen und plötzlich aktiv. Das war genau mein Setting. Schon beim Einstieg spürte ich, hier geht es sich um etwas Größeres.
Die Spannung zog sich durch das ganze Buch. Henrys Suche nach seinem Vater, die Hinweise, die aus dem Eis auftauchen, die Angst vor dem Unbekannten, ich hatte dauernd das Gefühl, ich müsste weiterlesen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Die Mischung aus Abenteuer, Mysterium und wachsenden Bedrohungen war für mich absolut überzeugend.
Die Handlung war dicht. Ich mochte, wie der Autor mit der Architektur der Antarktis arbeitete, mit Ruinen, die älter als jede bekannte Zivilisation scheinen, mit Wesen, die besser unentdeckt geblieben wären. Die Figuren waren für mich glaubwürdig in ihrem Einsatz, ihren Ängsten und ihrem Drang nach Wahrheit.
Was besonders gefallen hat: Die Atmosphäre. Man merkt die Kälte, man spürt die Isolation, man ahnt ständig, dass etwas Schreckliches lauert. Und dennoch gibt es Momente, in denen Hoffnung durchscheint. Die Bildhaftigkeit der Beschreibungen war stark, ich hatte ständig eine große, weiße Fläche vor Augen, das Knirschen des Eises, die Angst, die mitwächst.
Das Ende war für mich sehr befriedigend. Keine losen Enden, sondern ein Schluss mit Wirkung. Es war nicht vorhersehbar im Detail, ich hatte nicht sofort alle Antworten im Kopf.
Fazit:
Ein mitreißender Abenteuer-Thriller mit viel Tiefgang, guter Idee und starkem Szenario. Wer Geschichten mag, die einen nicht loslassen, mit großem Setting und richtigem Nervenkitzel, wird hier voll auf seine Kosten kommen. - Alwyn Hamilton
Rebel of the Sands
(60)Aktuelle Rezension von: MiracleYoungsterTolle Ideen und Charaktere in einer interessanten Welt. Es ist toll, wie man sich nach und nach einfindet. Allerdings ist die Storyline um die "Waffe" meiner Meinung nach etwas mühselig.
- Martha Sophie Marcus
Das blaue Medaillon
(39)Aktuelle Rezension von: Siko71Alessa wird nach dem Tod ihrere Eltern von Iihrem Großvater großgezogen. Dieser erzieht sie zur Meisterdiebin. Nach dem Tod der Tante und dann auch noch dem Mord an ihrem Großvater beschließt sie vor dem Mörder zu fliehen, sie will nach Deutschland. In Celle lebt ihr Cousin. Aber auch am Hofe bei Herzog Wilhelm und seiner Frau ist sie nicht sicher. Was hat es mit dem Medaillon ihrer Tante auf sich, das man sogar einen Mord begeht?
Die Geschichte um Alessa liest sich flüssig und spannend. An manchen Stellen ziehen sich zwar die detaillierten Ausführungen der Theatertruppe etwas in die Länge, aber das macht der Rest dann wieder weg.
- Esi Edugyan
Washington Black
(95)Aktuelle Rezension von: Elina_moroEs ist ein Abenteuerroman über wichtige Themen wie außergewöhnliche Freundschaften, Sklaverei und Kampf um die Freiheit. Apropos Freiheit. Was bedeutet sie? Was würde sie einem Sklaven bedeuten, wenn er nicht ganz genau weiß, was er machen würde, wäre er frei?
Die Autorin liefert uns eine Geschichte über das Schicksal eines schwarzen Sklavenjungen Wash. Die Story wird auch aus seiner Perspektive erzählt. Manche seine Formulierungen erscheinen grammatikalisch inkorrekt, was mich überhaupt nicht gestört hat. Dabei bekommt man das Gefühl, dass der Protagonist ungebildet ist. Seine Naivität und wie Wash sich während der Zeit persönlich entwickelt hat, hat mich sowohl überrascht, als auch schockiert. An manchen Stellen kam mir der Roman anhand zu vielen Beschreibungen zu lang vor. Nichtsdestotrotz würde ich das Buch diejenigen weiterempfehlen, die sich für diese Thematik interessieren.
- Michael Ende
Jim Knopf und die Wilde 13
(274)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ja, auch dieses Buch liebe ich seit meiner Kindheit. Als ich damals öfter ins Krankenhaus musste als Kind, habe ich es mir neben dem ersten Teil oft auch dort vorlesen lassen von meiner Mutter, um von Narkosen abgelenkt zu werden.
Zum Buch selbst: Schön spannend geschrieben und so manches Geheimnis wird gelüftet. Eine richtig schöne Piratengeschichte mit einigen neuen Freunden, kühnen Kämpfen und auch mit dem typischen gemütlichen und klassischen Jim-Knopf-Flair aus dem ersten Teil, den ich sehr schätze. Ein Buch, das zum Klassiker geworden ist und dass ich jedem Kind oder denjenigen, die noch Kind bleiben wollen oder zurück kehren wollen für kurze Zeit in die Kindheit, empfehlen möchte. Zudem ist der Schreibstil auch gut nachvollziehbar und sehr angenehm zu lesen.
- Christoph Görg
Troubadour
(39)Aktuelle Rezension von: LaberladenDarum geht’s:
Niki Wolff stürzt 2017 betrunken von der Burgruine Dürnstein und kommt ihm Jahr 1193 wieder zu sich – ohne große Teile seines Gedächtnisses. Noch bevor er sich richtig orientiert hat, hat er sich den Sohn des Burgherrn zum Feind gemacht und wird dazu verpflichtet, auf der Burg mit Laute und Gesang für Unterhaltung zu sorgen. Außerdem soll er sich um das Wohl des prominenten Gefangenen auf der Burg kümmern – der kein geringerer als Richard Löwenherz ist.
So fand ich’s:
Durch den Sturz von der Mauer hat Niki sein Gedächtnis verloren und wundert sich erst einmal nicht wirklich, dass er im 12. Jahrhundert lebt. Nur die merkwürdigen Gedankenblitze und das Wissen, das ihm manchmal in den Kopf schießt, irritieren ihn, sind aber oft auch sehr hilfreich.
Nicht nur, dass er auf Richard Löwenherz trifft, der auf der Burg gefangen gehalten wird, nein, er wird auch zum “Bauernsturm” verpflichtet und muss mit anderen jungen Männern aus dem Dorf mit Schwert und Kettenhemd kämpfen lernen, wobei der Sohn des Burgherren zu seinen Lehrmeistern zählt, mit dem ihn eine Feindschaft auf den ersten Blick verbindet. Er wird bei der jungen Engeltrud und ihrem Bruder Bertram einquartiert, schließt Freundschaften, besucht das Badehaus, in dem für alle Sinne etwas geboten wird, erlebt ein Turnier und so einiges mehr. Das Buch strotzt nur so vor Lebensfreude, Abenteuer, Gefahr, Humor, aber auch Spannung und Tragik.
Obwohl die Bücher mit Niki Wolff keinen Seriennamen haben, bekamen sie von mir einen verpasst, denn die Bücher gehören definitiv zusammen. Und da sie chronologisch Niki Wolffs Leben im Mittelalter erzählen, sollte man sie auch am besten in der richtigen Reihenfolge lesen. Ich bin mit Band 3 “Isengrim” eingestiegen, weil dort ein Kriminalfall zu lösen ist und ich das gerne lese. Dadurch bin ich erst auf die Bücher mit Niki Wolff aufmerksam geworden. Dass ich nun auch die beiden älteren Bände lese, ist definitiv eine gute Idee. Denn auch “Troubadour” bietet bunte und sehr kurzweilige Unterhaltung.
Der einzigen Kritikpunkt, den man anbringen könnte, wäre die moderne Sprache und das zeitgenössische Flair, das das Buch immer mal verbreitet. Ich kann nicht den Finger darauf legen, woran es liegt, aber manchmal konnte ich die Tatsache, dass die Handlung im Mittelalter spielt, nicht fühlen. Wenn jemand beispielweise vom “Braten im Ofen haben” spricht, fragte ich mich, ob das im Mittelalter schon eine gebräuchliche Redewendung war oder ob das doch nicht in die Zeit passt. Das bunte Leben in und um Dürnstein und die abwechslungsreiche und spannende Handlung haben mich aber dann so mitgerissen, dass es mir egal war und ich “Troubadour” sehr genossen habe.
Band 2 namens “Reliquiae: Die Konstantinopel-Mission” liegt hier schon bereit und ich hoffe sehr, dass Christoph Görg schon an einem vierten Abenteuer Nikis im Mittelalter schreibt, damit ich mich nicht so bald von ihm und seinen Freunden aus dem Mittelalter verabschieden muss.
- Gerd Schilddorfer
Der Nostradamus-Coup
(53)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Der Nostradamus-Coup" ist der dritte Band der John-Finch-Reihe von Gerd Schilddorfer. Als eine alte Douglas DC-3 zum Verkauf steht kann das Fliegerass John Finch nicht widerstehen und schlägt zu. Gemeinsam mit seiner Weggefährtin Amber will er damit von einem Flughafen in der Wüste Libyens starten. Doch als Gaddafis Sohn mitsamt einem seiner Geheimdienstmänner als ungebetene Passagiere die Herrschaft über das Flugzeug nehmen wollen, beginnt für John Finch ein weiteres Abenteuer. Er gelangt in den Besitz eines brisanten Notizbuches, für das sich Geheimlogen, der Vatikan und der IS, aber auch der britische Geheimdienst interessiert. Denn es enthält geheime Botschaften zu den Prophezeiungen von Nostradamus und dem Schatz der Templer. John Finch entfacht damit ein Katz und Maus Spiel der jeweiligen Gegenspieler, dass ihn und seine Mitstreiter ein Abenteuer quer durch Europa erleben lässt. Gerd Schilddorfer begeistert den Leser mit diesem nächsten Band um den Weltenbummler und Fliegerass John Finch, einer Art Indiana Jones der Gegenwart. Die Geschichte bleibt dabei ständig auf einem hohen Spannungsniveau und man fiebert bei Finch und seinen Erlebnissen mit. Dabei wird die Story auf verschiedenen Zeitebenen und aus dem Blickwinkel verschiedener Akteure erzählt. Was anfangs noch Einzelstränge sind, verwebt sich aber bestens miteinander und wird zu einer schlüssigen Story. Mit 800 Seiten ist dieses Buch sicherlich keinerlei Leichtgewicht, aber man wird von Anfang bis Ende darin aufgesogen. Für mich ist auch dieses Abenteuer des John Finch ein absolut gelungener Band und ich freue mich schon auf weitere spannende Abenteuer aus der Feder von Gerd Schilddorfer.
- Daphne Niko
DER ZEHNTE HEILIGE
(57)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:
Das Buch erzählt von der gefährlichen Reise der Archäologin Sarah Weston aus der schroffen äthiopischen Wüste auf die Straßen von Paris, London und Texas. Sie riskiert alles auf ihrer Suche nach der Entzifferung einer längst vergessenen Prophezeiung, die den Planeten vor einer brutalen, drohenden Katastrophe retten kann. Doch ist die Wahrheit den Preis wert, den sie zahlen muss?
Cambridge Archäologin Sarah Weston macht eine ungewöhnliche Entdeckung in den Bergen des alten äthiopischen Königreiches von Aksum: ein versiegeltes Grab mit Inschriften in einem obskuren Dialekt. Sie versucht die Inschrift zu entziffern und die Identität des Mannes zu ermitteln, der dort beigesetzt wurde, dabei entdecken sie und ihr Kollege, der amerikanische Anthropologe Daniel Madigan, ein tödliches Geheimnis.
Hinweise führen Sarah und Daniel nach Addis Abeba und die Klöster von Lalibela. In einer unterirdischen Bibliothek entschlüsseln sie Prophezeiungen über die letzten Stunden der Erde von einem Mann, den die koptischen Mystiker als "Zehnten Heiligen" verehren. Ein Brief aus dem 14. Jahrhundert beschreibt die katastrophalen Ereignisse, die zum Untergang der Welt führen sollen, und leiten Sarah nach Paris, wo sie ein weiteres Teil des alten Puzzles findet.
Mit ihren Entdeckungen kommt Sarah einer weltweiten Verschwörung auf die Schliche und riskiert ihr eigenes Leben auf der Suche nach der ganzen Wahrheit.
Rezension:
Die Archäologin Sarah Weston leitet gerade eine Ausgrabung in Äthiopien, als sie auf ein Grab in den umgebenden Bergen hingewiesen wird. Tatsächlich findet sie dort eine alte Leiche umgeben von Inschriften. Diese stellen sich als höchst interessant und definitiv alt heraus, doch weist das Skelett eine Zahnfüllung auf, die so hochentwickelt ist, dass sie der Wissenschaft unbekannt ist. Plötzlich werden Kräfte aktiv, die das Bekanntwerden des Fundes verhindern wollen und dabei auch vor Mord nicht zurückschrecken.
Daphne Nikos Archäologie-Abenteuer erinnert etwas an Indiana Jones. Mysteriöse archäologische Funde, verbunden mit reichlich Mythologie und Interessengruppen, deren Absichten zunächst nicht erkennbar sind, bilden den Kern der Story. Dazu kommen Action-Szenen und eine recht eigensinnige Protagonistin. Dass diese einen männlichen Co-Protagonisten bekommt und zwischen beiden auch Gefühle entstehen, bleibt (zumindest was diesen Band betrifft) eine eher unbedeutende Nebenhandlung. Neben dieser in aktuellen Zeiten angesiedelten Haupthandlung existiert ein weiterer Erzählstrang um einen Mann, der zunächst Zuflucht bei einer Beduinen-Gruppe findet. Dieser ist für den Leser anfangs kaum zeitlich einzuordnen, da sich manche Hinweise zu widersprechen scheinen. Als Hintergrund entpuppt sich ein sich für das gesamte Geschehen als entscheidend herausstellendes Handlungselement, das man dem Bereich der Science Fiction zuordnen muss. Am Ende ergibt das alles eine Geschichte, bei der die Einzelteile zusammenpassen. … und bei der offen bleibt, ob die Entscheidung der Protagonistin wirklich die richtige war. Ob die weiteren Bände der Reihe auf diesen Punkt nochmals eingehen, bleibt abzuwarten.
Fazit:
Dieser Roman verbindet ein Archäologie-Abenteuer à la Indiana Jones mit SciFi- und Verschwörungs-Elementen zu einem stimmigen Ganzen.
Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.
- Manuel Andrack
Cache!
(5)Aktuelle Rezension von: HoldenHarald Schmidts Sidekicks Geocaching-Roman für ganz junge Leser, die Jugend möge sich angesprochen fühlen und Tablets und Playse mal beiseitelegen. Draußen finden halt doch die wahren Abenteuer statt! Clara und Victor werden von ihrer Mutter zum Verwandtschaftsbesuch "verdonnert", weil diese nach München auf einen Kongreß muß, Vater ist im Ausland und beobachtet Tiere zum Filmen. In der Eifel stoßen die beiden auf den Trendsport "Geocaching", so macht die gute alte Schnitzeljagd noch mehr Spaß, und Technik ist auch involviert! Für aufgeweckte Kids.
- Jules Verne
Die geheimnisvolle Insel - Illustrierte Ausgabe
(68)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Auch wenn es eine Fortsetzung von "20000 Meilen unter dem Meer" ist, wovon ich nicht so begeistert war, so hat mich dieses Buch umso mehr begeistert. Ballonbrüchigkeit, Überlebenskünstler sein, Aufklärung einiger Geheimnisse aus dem vorherigen Abenteuer, viele Inselabenteuer und einige sehr schöne Momente des Witzes und des gemeinsamen Zusammenhalts. Dieses Werk hat so ziemlich alles, was ein gutes Inselabenteuer braucht. Zudem hat es mir sehr gut gefallen, dass sich alle auf der Insel unterstützt haben und dass die Gruppe so gut zusammen gearbeitet hat, dass jeder seine Fähigkeiten einsetzen konnte.
- Edgar Allan Poe
Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym
(12)Aktuelle Rezension von: bookswithjacki3,5 Sterne. Zu diesem Werk lässt sich wirklich viel sagen! Es ist Poes einziger Roman, der m.M.n. einen sehr interessanten Aufbau hat und durch Vor- und Nachwort perfekt eingeleitet bzw. beendet wird. Es gibt Ausgaben mit passenden Zeichnungen, die man sich auf jeden Fall anschauen sollte. Ich mag seinen Schreibstil gerne, wobei ich seine Kurzgeschichten insgesamt gelungender finde. Der Anfang war für mich sehr spannend, auch wenn ich das Thema Seereisen nicht gerade ansprechend finde. Dann lässt die Spannnung jedoch stark nach, um zum Ende hin wieder an Fahrt aufzunehmen. Dass in älteren Werken oft Begrifflichkeiten verwendet werden, die nicht mehr zeitgemäß sind, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Dennoch würde es mich freuen, wenn man vorab darauf hinweist, das gewisse Worte heute als rassistisch gelten - das einmal am Rande. Ich habe lange an diesem Buch gesessen, auch wenn es relativ kurz ist. Ich habe die Zeit benötigt, weil die Spannnung - wie gesagt - zwischendurch abflacht, aber auch, weil die Sprache natürlich nicht die Einfachste ist. Wenn man sich darauf einlässt, kann man aufjedenfall schöne Stunden mit dem Buch verbringen. Und einmal zum Horror-Faktor: Nicht ganz so schaurig wie seine anderen Geschichten, aber der Anfang hat es in sich: Auf engstem Raum eingeschlossen sein, ohne Gewissheit, je wieder herauszukommen, erinnert stark ans "lebendig begraben sein" und hat für mich einen großen Gruselfaktor!
- Uli Aechtner
Poyais. Ein Land, das es nie gab
(32)Aktuelle Rezension von: PixibuchWer Abenteuerbücher liebt, der muß dieses Buch unbedingt lesen. Die Kaufmannstochter Julie verliebt sich in Carl, dem Pferdeknecht ihres Vaters. Aber der hat schon einen anderen Mann für sie ausgesucht. Um 1822 herum stechen zwei Schiffe in See, um nach Mittelamerika in das Land Poyais zu kommen. Sehr viele Sieder verkaufen ihr Hab und Gut, um in dem gelobten Land ihr Glück zu versuchen. Sie haben sich dort bereits Grundstücke gekauft. Als Julie und Carl das hören, kaufen sie sich eine Schiffspassage und möchten in Poyais eine Familie gründen und sich dort ein neues Leben aufbauen. Initiator dieser Ansiedlung ist Gregor MacGregor. Auch Soldaten werden angeworben, um gegen Feinde anzukämpfen und MacGregor eilt der Ruf voraus, alle Gegner zu besiegen. Doch als die Siedler in Payois ankamen, gab es keine Stadt, sie kamen in den Urwald, nur Wildnis. Krankheiten breiteten sich aus, Hunger, Erschöpfung bis hin zum Selbstmord. Neben Julie und Carl begegnen uns noch viele eindrucksvolle und starke Personen wie z.B. Theo, Jim, Jeoffrey, Margret, Liam. Alle hatten mit den Unbillen dieser Landschaft und dem Klima zu kämpfen. Der Tod war der tägliche Begleiter. Julie wuchs über sich hinaus, organisierte Essen, verwaltete das Lager. Bald hatten sie die Erkenntnis, dass MacGregor ein Betrüger war und sie um ihr ganzes Geld gebracht hat. Die Siedler hatten nur noch den einen Wunsch, zurück in ihre Heimat zu kommen. Hier werden die Schicksale, die Angst und die Verzweiflung dieser Menschen derart wirklichkeitsnah dargestellt. Man spürt beim Lesen die Hitze, den Staub, das Ungeziefer, dass die Menschen dort befällt. Wechselfieber und Ruhr grassieren unter den Siedlern. Die Autorin verbindet mehrere Handlungsstränge, die zum Schuß zu einem Ganzen werden. MacGregor ab es wirklich, ist eine reale Figur, der aber trotz seiner Betrügereien sich herauswinden konnte und ohne Strafe davonkam. Er hat damals den Menschen Grundstücke in einem Land verkauft, dass es gar nicht gab. Hier wird dieser Umstand gekonnt zu einem tollen Roman verarbeitet, der von der ersten bis zur letzten Seite voller Spannung und Abenteuer ist. Das grellgelbe Cover zeigt eine wunderbare Karibiklandschaft mit Palmen und dem türkisblauen Meer.
- Alexandre Dumas
Die Bartholomäusnacht
(30)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannIch wollte nur ein bisschen Geschichte – und bekam ein wildes, mitreißendes Drama. Die Bartholomäusnacht von Alexandre Dumas (Mehr zu Dumas: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/alexandre-dumas/ ) ist kein staubiger Roman. Es ist ein Sturm aus Intrigen, Liebe, Religion und Rache. Und ich war mittendrin.
Dumas wirft uns ins Frankreich des 16. Jahrhunderts, mitten hinein in die Spannungen zwischen Katholiken und Hugenotten. Alles brodelt. Alles steht kurz vor dem Explodieren. Und dann kommt diese Nacht – eine Nacht, die alles verändert.
Was mich beeindruckt hat: Dumas schreibt mit Tempo. Seine Figuren leben, kämpfen, flüstern, betrügen. Kein Moment bleibt ruhig. Und dabei verliert er nie das Herz der Geschichte – den Menschen, der liebt, hofft, zweifelt.
Ich habe mitgefiebert, gelitten, gejubelt. Manche Dialoge klangen fast modern, so direkt und lebendig. Und trotzdem ist da diese historische Tiefe, die Respekt vor dem echten Schrecken zeigt.
Die Bartholomäusnacht ist großes Erzählkino. Ein Roman, der unterhält und zugleich erinnert, wie dünn der Faden zwischen Ordnung und Chaos sein kann. Ich habe jede Seite verschlungen. Und ja – ich hätte gern noch mehr gehabt.
Geschichte kann spannend sein. Dumas beweist es. Und wie.























