Bücher mit dem Tag "aberglaube"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aberglaube" gekennzeichnet haben.

134 Bücher

  1. Cover des Buches Dracula (ISBN: 9783755300298)
    Bram Stoker

    Dracula

    (1.167)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwind

    Wie bei Frankenstein hab ich anhand der volksmundlichen Erzählungen etwas anderes davon erwartet, aber wurde wieder nicht enttäuscht. Gruselig ist in der gesamten Geschichte überhaupt nichts, auch wenn häufig passagenweise darum bemüht wird. Bis auf wenige "Horror-Elemente" kristallisiert sich von Anfang an bis zum Ende ein exzellenter Catch Me If You Can Thriller, teilweise mit Kriminalfall-Manier. Der Aufbau bzw. die Zerlegung des Plots in Tagebucheinträgen ist an sich genial. Die einzigen Schwächen sind für mich die heutzutage nicht mehr zeitgemäßen Brieffreundschaft-Romanzen und der Sexismus der vergangenen Jahrhunderte, der natürlich hier auch wieder ausgeprägt ist. 

    Stoff sowie Plot machen das jedoch mehr als wieder Wett.

  2. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (971)
    Aktuelle Rezension von: Uli_Black

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist eines dieser seltenen Bücher, die leise daherkommen und einen dann vollkommen einnehmen. Schon die Ausgangsidee ist wunderbar eigenwillig: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurz darauf jemand im Dorf. Kein Horror, kein Kitsch – sondern ein poetischer Vorbote, der das ganze Leben der Menschen in Bewegung setzt.

    Mariana Leky erzählt mit einer Wärme und Sanftheit, die sofort berührt. Ihre Figuren sind schrullig, verletzlich, liebenswert und erstaunlich echt. Man hat das Gefühl, sie alle zu kennen: die Großmutter Selma mit ihrer ruhigen Weisheit, Luise mit ihrem wachen Blick auf die Welt, Martin mit seinem Schweigen, das mehr sagt als tausend Worte. Dieses Dorf lebt – nicht laut, sondern mit einem leisen, tiefen Puls.

    Was das Buch so besonders macht, ist sein Ton. Leky schreibt mit Humor, aber nie oberflächlich; mit Melancholie, aber ohne Schwere. Sie schafft es, über große Themen zu sprechen – Tod, Liebe, Angst, Verpassen und Bleiben – und dabei eine Leichtigkeit zu bewahren, die tröstet. Das Okapi wird dabei zu einem Symbol für all das, was wir ahnen, aber nicht kontrollieren können.

    Die Sprache ist klar, bildhaft und voller kleiner Wahrheiten, die einen unvermittelt treffen. Viele Sätze möchte man sich anstreichen, nicht weil sie klug wirken wollen, sondern weil sie etwas auf den Punkt bringen, das man selbst schon einmal gefühlt hat.

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman über das Leben selbst: über das Warten, das Lieben, das Loslassen und darüber, wie wichtig es ist, im richtigen Moment stehen zu bleiben und hinzusehen. Ein warmes, kluges, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nach dem Zuklappen noch lange mit sich herumträgt.

  3. Cover des Buches Silber – Das erste Buch der Träume (ISBN: 9783839841747)
    Kerstin Gier

    Silber – Das erste Buch der Träume

    (333)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    Liv Silber ist mit ihrer Schwester Mia gerade erst nach London gezogen. Dort erfährt sie, dass sie bald zu dem neuen Freund ihrer Mutter und dessen zwei Kindern ziehen wird. Nach einem Missgeschick muss sich Liv den Pullover ihres "Stiefbruders" Grayson ausleihen. Als sie mit dem Pullover einschläft, landet sie in einer Traumwelt, die sich als äußerst interessant, aber auch gefährlich erweist...


    Bewertung 

    "Silber - Das erste Buch der Träume" ist nicht das erste Hörbuch von Kerstin Gier, das ich gehört habe. Aber es ist das erste Jugendbuch von ihr. Und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen. Mit einer Laufzeit von knapp zehn Stunden ist es nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Der Erzählstil ist locker und leicht und man kann gut in die Welt abtauchen. Auch Liv und ihre Familie waren mir äußerst sympathisch- was man leider von ihren Freunden nicht unbedingt behaupten. Die waren teilweise extrem unsympathisch. Die Handlung ist gut gelungen - spannend  aber nicht brutal. Ich werde auf jeden Fall auch noch die restlichen Hörbücher hören.  4 Sterne von mir.

  4. Cover des Buches Ich gebe dir die Sonne (ISBN: 9783570312223)
    Jandy Nelson

    Ich gebe dir die Sonne

    (168)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es gibt Bücher, da weiss man schon nach wenigen Seiten, dass man sie lieben wird. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson ist so eine Geschichte. Eine Geschichte, die mich tief beeindruckt und begeistert hat und die ich kaum in Worte fassen kann. Eine Geschichte, die man selber erleben muss. Die Zwillinge Noah und Jude sind mit 13 Jahren zwar sehr unterschiedlich, aber unzertrennlich. Doch dann schleicht sich die Eifersucht ein, um den Stellenwert bei den Eltern aber auch aufeinander. Drei Jahre später sprechen sie kaum noch ein Wort miteinander und es hat den Anschein, als hätten sie die Rollen getauscht. Mit 13 Jahren war Noah sehr introvertiert und drückte sich vor allem durch das Malen aus, Jude war dagegen draufgängerisch und frei. Doch heute studiert sie an der Kunsthochschule, die immer Noahs Traum war. Er hingegen nimmt keinen Pinsel, keine Stifte mehr in die Hand. Das Besondere an diesem Buch ist, dass wir als Leser einen intensiven Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Zwillinge erhalten. Das gelingt dadurch, dass es zwei Handlungsstränge gibt. Der erste findet vor dem Bruch der Zwillinge statt als beide 13/14 sind und wird uns aus der Sicht von Noah erzählt, der eine ganz spezielle Wahrnehmung auf die Welt hat. Der zweite Handlungsstrang spielt zu der Zeit, als Noah und Jude 16 sind, und wird aus der Sicht von Jude erzählt, die auf eine ganz besondere Art und Weise abergläubisch ist. Obwohl wir so mit jedem Perspektivenwechsel auch noch einen Zeitsprung haben, bereitet es keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Erst nach und nach erkennt man, wie die unterschiedlichen Charaktere zusammenspielen, was es mit den Familiengeheimnissen auf sich hat und was dann schlussendlich wirklich zum Bruch zwischen den Zwillingen geführt hat, gleichzeitig begleiten wir sie auf dem Weg des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung. Jandy Nelson zieht im Hintergrund geschickt die Fäden und schafft die Balance zwischen dem individuellen Schicksal und dem gemeinsamen Drama. Sie schafft es dabei, einfühlsam die Themen Sexualität, Liebe, Trauer und Vergebung zur Sprache zu bringen. Das Buch überzeugt mit facettenreichen Charakteren und der Sprachkunst der Autorin. Sie erzählt so intensiv, zum Teil poetisch, dass man als Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgerissen wird. Das ist Erzählkunst! Jandy Nelson hat mir ein wundervolles und intensives Leseerlebnis geschenkt und obwohl das Buch doch knapp 500 Seiten umfasst, hätte ich Noah und Jude nur zu gerne noch ein Stück weiter begleitet. 

  5. Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)
    Oscar Muriel

    Die Schatten von Edinburgh

    (163)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Ein sehr vergnüglicher Auftakt der historischen Krimireihe um die beiden Ermittler Frey und McGray.

    Ich persönlich habe das Buch sehr gerne gelesen; der Fall ist spannend und gut recherchiert. Die beiden Ermittler sind sehr sympathisch.

    Ja, das Buch ist mitunter ziemlich derb, es wird viel geflucht und geschrien, aber man sollte alles mit einem kleinen Augenzwinkern betrachten, dann hat man bei dieser Krimireihe sehr viel Spaß.

  6. Cover des Buches Totenbraut (ISBN: 9783473543915)
    Nina Blazon

    Totenbraut

    (807)
    Aktuelle Rezension von: Helena_Kawaii

    Nina Blazon hat mich seit „Faunblut“ von ihren Fähigkeiten als Autorin überzeugen können. Sie gehört zu einer meiner Lieblingsautoren.
    Ich hab das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, da mich das Setting und die Story komplett mitgerissen hat. Man lernt viel über historischen slawischen Aberglauben und ist es sehr spannend geschrieben, vor allem da ich man selten Romane liest, wo das historische Serbien der Schauplatz der Handlung ist. Wer Blazon gerne liest, sollte nicht nur Fantasy erwarten. Das Buch steht auf dem schmalen Grad zwischen historischem Roman und Fantasy-Romanze. Diese Kombi war sehr erfrischend, ist aber vielleicht nicht für jeden etwas, der Fantasy alá Blazon gewohnt ist.
    Zwei Sachen haben mich jedoch gestört, sodass ich nicht vollständig überzeugt von „Totenbraut“ war.
    Neben ein paar Logik- sowie Rechtschreibfehlern, war es vielmehr der Schreibstil, den ich nicht so flüssig und verständlich fand wie ich ihn sonst von Blazon gewöhnt bin. Auch hatte ich etwas mit der Sympathie gegenüber den Charakteren zu kämpfen. Erst zum Ende hin waren mir die Protagonisten sympathisch. Vor allem die Gedanken und Handlungen von Jasna waren für mich teilweise unverständlich. Erst am Ende konnte ich Sympathie und Verständnis aufgebaut.
    Nichtsdestotrotz hab ich das Lesen sehr genossen!

    4 von 5 Sternen 

  7. Cover des Buches Grabesstille (ISBN: 9783734108150)
    Tess Gerritsen

    Grabesstille

    (454)
    Aktuelle Rezension von: Borderpath

    Grabesstille“ von Tess Gerritsen hat mich schon ab den ersten Seiten vollkommen gepackt. Ich wollte nur kurz hineinlesen – und plötzlich konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung bleibt über die komplette Länge hinweg konstant, und das Miträtseln darüber, wie die verschiedenen Fälle miteinander verknüpft sind, macht unglaublich viel Spaß. Jedes Mal, wenn ich dachte, der Wahrheit einen Schritt näher zu sein, kam wieder eine neue Wendung, die mich überrascht hat.


    Besonders beeindruckend finde ich, wie geschickt Tess Gerritsen falsche Spuren legt. Ich wäre nie auf die Personen gekommen, die am Ende eine so entscheidende Rolle spielen. Und selbst nachdem der Fall aufgelöst wurde, hörten die Überraschungen nicht auf – es kamen immer noch neue Details ans Licht, die die gesamte Geschichte in einem völlig neuen Blickwinkel erscheinen ließen. Sogar die allerletzte Seite hat mich noch einmal eiskalt erwischt und dafür gesorgt, dass ich das Buch mit einem richtig guten Gefühl zugeschlagen habe.


    Für mich ist „Grabensstille“ ein durchgehend packender, atmosphärischer Kriminalroman voller Spannung, cleverer Twists und großartigem Storytelling. Ich werde definitiv weitere Bücher von Tess Gerritsen lesen.

  8. Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
    Chloe Benjamin

    Die Unsterblichen

    (233)
    Aktuelle Rezension von: PunktundKomma

    Was wäre, wenn du wüsstest, wann dein Leben endet? Genau damit beschäftigt sich dieser Roman – eine berührende Familiengeschichte über Schicksal, Entscheidungen und die Suche nach Kontrolle im Ungewissen.

    Worum es geht:

    New York im Sommer 1969. Um der Langeweile zu entgehen, auf der Suche nach einem Abenteuer, besuchen vier Geschwister – Varya, Daniel, Klara und Simon – eine geheimnisvolle Wahrsagerin, die angeblich das genaue Todesdatum eines Menschen vorhersagen kann. Einzeln und der Verschwiegenheit verpflichtet, betreten sie die Räume der seltsamen Frau. Hinterher ist plötzlich alles anders. Diese Begegnung hinterlässt bei jedem Einzelnen einen tiefen Eindruck und bleibt nicht ohne Folgen, denn dieses Erlebnis beeinflusst jede ihrer Lebensentscheidungen auf dramatische Weise.
    So entfaltet der Roman sich über mehrere Jahrzehnte hinweg und bespielt die zentrale Frage: Wie verändert sich das Leben, wenn man glaubt zu wissen, wann es enden wird?

    Zum Buch:

    Chloe Benjamin überzeugt mit starken Figuren, tiefgründigen Fragen und einer ruhigen, eindringlichen Erzählweise, die noch lange nachhallt.

    Der Aufbau Benjamins Roman »Die Unsterblichen« ist so gestaltet, dass jedem Geschwisterkind ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Beginnend bei Simon, dem jüngsten Kind der Familie. Die Autorin überzeugt besonders durch ihre feinfühlige und glaubwürdige Figurenzeichnung. Jedes der vier Geschwister wird mit großer psychologischer Tiefe und individueller Stimme dargestellt – ihre Ängste, Hoffnungen und Widersprüche wirken authentisch und greifbar. 

    Ein starkes Buch, das zum Nachdenken anregt, aber durch seine ruhige Erzählweise dennoch die Distanz zum Lesenden bewahrt.
    Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die zum Nachdenken anregen und dabei emotional berühren. Denn in dem Roman wird keine heitere Familiengeschichte erzählt. Vielmehr schildert die Autorin in ihrem Buch eindringlich und berührend das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und Vorhersehung – eingebettet in eine Familiengeschichte voller Verlust, Bindung und der tiefen Sehnsucht, das eigene Schicksal lenken zu können. 

    Keine leichte Kost, aber für mich ein starkes Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

    Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2025/08/07/die-unsterblichen/

  9. Cover des Buches Wind der Zeiten (ISBN: 9783453534001)
    Jeanine Krock

    Wind der Zeiten

    (134)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Johanna braucht nach einer scheußlichen Trennung eine Auszeit von ihrem Leben. Deswegen macht sie bei ihrer Freundin Caitlynn Urlaub in den schottischen Highlands. Dort begegnet sie auch dem geheimnisvollen Alan, welcher sie - ebenso wie Schottland - mehr und mehr in seinen Bann zieht. Doch Alan gehört nicht in diese Zeit, er ist Chief eines uralten Clans. Plötzlich findet Johanna sich im 18. Jahrhundert wieder, mitten im Clanleben. Doch das ist nicht so einfach, wird sie es schaffen Alans Liebe zu erwidern trotz aller Schwierigkeiten?

    Johanna ist ein spannender Charakter. Sie hat alles, was man sowohl im 21. Jahrhundert, als auch im 18. Jahrhundert braucht. Sie ist klug, emphatisch, witzig und sie besitzt Durchsetzungsvermögen. Ihre Vergangenheit war nicht leicht - ihr Leben ist mehr Bürde - aber sie hat gelernt damit umzugehen und ist mir durchweg immer sympathisch gewesen. Sie hat mich fasziniert, denn man taucht immer wieder mal in ihre Vergangenheit ein und auch in die von Alan. 

    Doch nicht nur die Protagonistin hat mich umgehauen, auch die ganzen anderen Charaktere waren sehr authentisch und sind mir stellenweise sehr ans Herz gewachsen.

    So zum Beispiel Alan und Morág, ebenso wie - überraschenderweise sogar - Marie. Ich konnte mir alle Figuren gut vorstellen und zu gerne wäre ich ebenfalls mit der liebevollen und stets gut gelaunten Morág befreundet! 

    Alan ist der harte, sexy Clanführer welcher sein  Herz am richtigen Fleck trägt und doch wird er als Wechselbalg abgestempelt und von vielen gehasst. Das hat mich stellenweise richtig wütend gemacht. Das Denken von damals hat die Autorin insbesondere im Bezug auf ihn sehr gut darstellen können. Diese Engstirnigkeit und den Hang nichts zu hinterfragen... Nichtsdestotrotz harmonieren Alan und Johanna sehr gut miteinander und leichtes Kribbeln überfiel mich beim Lesen, wenn die beiden agierten.

    Generell hat Jeannine Krock es geschafft mir eine fantastische Welt zu zeigen! Ich liebe Schottland und war auch bereits in den Highlands, gerade deswegen konnte ich das Buch wohl wie einen Film ablaufen lassen. Die Naturbeschreibungen, die Charaktere und die alten Gebräuche und Gepflogenheiten hat sie mit einer wahnsinnigen Präzision aufs Papier gebracht, dass Kopfkino vorprogrammiert war. Dabei bleibt sie detailgetreu und denkt auch weiter. Nicht nur die schönen Aspekte werden von ihr beleuchtet, sie greift auch Problematiken auf, die die Zeit damals mit sich brachte: vom Nachttopf über Läusebäder bis hin zu Verrat, Misstrauen und Krieg bei den Clans. 

    Der Schreibstil war insgesamt angenehm, auch, wenn oft gällische Worte fallen, so unterbricht dies den Lesefluss nicht. Vielmehr war es ein Durchfliegen durch die Seiten und ehe ich mich versah hatte ich den Brecher von  über 560 Seiten beendet. 

    Schlussendlich kann ich sagen, dass ich nicht erwartet hatte, dass mich dieses Buch so sehr in seinen Bann ziehen würde. Im Gegensatz zu anderen, kenne ich die Outlander-Saga nicht, so dass mir ein Vergleich nichts an diesem Meisterwerk zerstören kann! Die Geschichte hatte meiner Meinung nach alles: Freundschaft, Mut, Liebe, Misstrauen, Verrat, Spannung und einen Hauch von Magie. Es gefällt mir sehr gut, wie sich am Ende alles fügt (was Caitlynn damit zu hat hätte ich wohl gewusst, wenn ich Band eins gelesen hätte, da dies jedoch unabhängig voneinander gelesen werden kann, habe ich das wohl in der Reihenfolge verbaselt) und ich kann hier nur eine dicke Leseempfehlung aussprechen für jeden, der historische Liebesgeschichten liebt und sich gerne von den schottischen Highlands verzaubern lassen möchte. 

  10. Cover des Buches Heute schon für morgen träumen (ISBN: 9783596703746)
    Lori Nelson Spielman

    Heute schon für morgen träumen

    (215)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Em wohnt im Haus der Familie. Auch wenn sie dort ihr eigenes Reich hat lässt sie sich doch sehr stark von ihrer Nonna bevormunden.

    Da ihre Mutter früh starb ließ der überforderte Vater zu, dass seine Schwiegermutter das Zepter schwang.

    Als Tante Poppy, die Schwester ihrer Nonna, kurz vor ihrem 80 ten Geburtstag mit Emilia nach Italien fliegen will, greift sich Em ein Herz und folgt ihrer Tante, auch gegen den Willen ihrer Nonna.


    Ich kannte bisher kein Buch der Autorin. Dieses Buch hat mir meine Tochter weiter gegeben, nachdem sie es gelesen hatte, und es ihr gut gefiel.

    Mich störte zunächst, das Em sich von ihrer Nonna so beherrschen ließ. Diese Frau war mir von Anfang an unsympathisch.

    Je mehr ich in der Geschichte voran kam, um so unmögliche fand ich die verlogene Alte.

    Schon bald war mir klar, dass es da ein dunkles Familiengeheimnis gibt.

    Luciana, Ems Cousine darf auch mit auf die Selbstfindungstour nach Italien. Sie war mir zu Beginn zu flippig. Dann kam der Wandel und machte sie mir viel sympathischer.

    Mit Ems Schwester Dari wurde ich auch nicht so recht warm. Ihre Begründung gegen Ende, warum sie sich gegenüber ihrer Schwester so verhielt hat mich nicht wirklich überzeugt.

    Tante Poppy fand ich großartig. Sie war die Charaktere im Buch, die mich am meisten beeindruckt hat. Ein Leben und so viele Schicksalsschläge und doch konnte es sie nicht brechen. Bewundernswert.

    Sie konnte den beiden Mädels mit ihrer Lebensgeschichte und ihrem unbeirrbaren Glauben an ein Happy End so viel mitgeben.

    Vom Schreibstil her hat mir die Geschichte auch gut gefallen. Es sprang immer zwischen den frühen 60 ern und der Gegenwart. Aber die Vergangenheit war gut in die Gegenwartsgeschichte eingebunden.

    Mir hat das Buch gefallen.

  11. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

    (82)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Das ist jetzt nicht despektierlich gemeint, aber das (scheinbar) religiöse Gedudel mag dem einen Leser, der anderen Leserin gehörig „auf den Zweig gehen“. In einem solchen Fall ist man geneigt, diesem opulenten Werk von etwa 500 Seiten nicht seine Lebenszeit zu opfern. Warum es trotz solcher Vorbehalte lohnt, sich hier einzulesen, wird spätestens dann deutlich, wenn einen die Kraft der Sprache, die Opulenz der erzeugten Bilder in ein gedankliches Karussell katapultiert, dem nur schwer zu entkommen ist. Solcherart geflasht, folgt man neugierig den beiden Ebenen dieser Erzählung. 

    Auf der einen, der im 13. Jahrhundert angesiedelte Geschichte, folgen wir der Freundschaft und den Gesprächen zwischen dem persischen Gelehrten und Sufi-Dichter Rumi und dem Wanderderwisch Schams-e Tabrizi, und auf der anderen einer intensiven Auseinandersetzung zwischen der verheiratet Ella und dem „augenöffnenden“ Disput mit dem Autor des Buches „Süße Blasphemie“, Aziz Zahara. Wie nicht anders zu erwarten, werden hier die universellen Enden der Liebe zu einem offenen Knoten verwebt. Und so ganz nebenbei (so nebenbei ist es auch wieder nicht) bekommt man einen recht unverstellten Blick in die Möglichkeiten der islamischen Religion: „‘Wer die Nisa [Sure an-Nisã, Sure „Die Frauen“] mit offenem inneren Auge liest, erkennt, dass in dieser Sure nicht um Frauen und Männer geht, sondern um Weiblichkeit und Männlichkeit. Und jeder Einzelne von uns, auch du und ich, hat, in unterschiedlichen Graden und Abstufungen, sowohl Weibliches als auch Männliches in sich. Nur wenn wir lernen, beides anzunehmen, erreichen wir das harmonische Einssein.‘“

    Es würde dem Buch nicht gerecht, diesen Mehrklang zwischen Leben und Liebe, und alles, was dazwischen liegt, eingebettet in die verschiedenen gesellschaftlichen Zustände/Normen auch nur annährend vorstellen zu können. Einerseits. Andererseits kann man diesen Roman auch mit feuchten Augen lesen, ohne sich von der tiefe der Gedanken irritieren zu lassen. In welcher Form auch immer man sich diesem Buch nähert, man wird überrascht werden von der Weite und Tiefe der angebotenen Gedanken. Zusätzlich wird man mit einer spannenden, auseinandersetzungsreichen Geschichte belohnt.

  12. Cover des Buches Heilige und andere Tote (ISBN: 9783832165055)
    Jess Kidd

    Heilige und andere Tote

    (225)
    Aktuelle Rezension von: MikkaLiest

    Seine Kindheit in einem Dubliner Waisenhaus hat der Tunichtgut Mahoney schon einige Jahre hinter sich gelassen. Mit Witz und Charme mogelt er sich nun durchs Leben und ist auch dem gelegentlichen Diebstahl nicht abgeneigt. Doch seine Überzeugung, seine Mutter habe ihn aus mangelnder Liebe verstoßen, gerät jäh ins Wanken, als er einen Brief erhält, der eine viel grausamere Erklärung andeutet. Was ist damals mit seiner Mutter geschehen?

    Kurz entschlossen reist er ins irische Städtchen Mulderrig, wo sie einst lebte. Dort findet er eine Verbündete in der alten Mrs Cauley, die überzeugt ist, Mahoneys Mutter sei ermordet worden. Andere Bewohner begegnen ihm mit Misstrauen und Ablehnung, denn sie sehen in seinen Zügen den Schatten einer Vergangenheit, die sie schon lange begraben wähnten … Doch Mahoney besitzt eine ungewöhnliche Gabe: Er kann Geister sehen, die ihn auf ihre eigene Weise unterstützen oder beeinflussen.

    Die Handlung sprüht vor Einfallsreichtum; Jess Kidd verwebt Krimi, Urban Fantasy, Schelmen- und Entwicklungsroman zu einer stimmigen Mischung, gewürzt mit Humor und irischem Flair. Ich bin beeindruckt von ihrer literarischen Bandbreite: Drama und Tragik, Unterhaltsamkeit und Spannung, Liebe und feiner Witz, sie porträtiert alles mit der gleichen Leichtigkeit, ohne je ins Banale abzugleiten.

    Ihre Sprache tanzt nur so durch die Geschichte, mit poetischen Worten, bildgewaltigen Beschreibungen und viel Charme und Ambiente. Sie schreckt allerdings auch vor dem Makabren nicht zurück.

    Die Spannung baut sich schnell auf, und die Kombination aus Geheimnissen, ungelösten Rätseln und übernatürlichen Elementen sorgt für eine ganz eigene Note. Man sollte ja meinen, dass Geister der Logik und Schlüssigkeit abträglich wären! Tatsächlich fügen sie sich jedoch organisch in die Geschichte ein und tragen sogar zur Enthüllung der Geheimnisse bei.

    Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, gut ausgearbeitet und lebendig. Sie haben alle ihre Schrullen und Schwächen, und gerade das macht sie einnehmend und überzeugend.

    Ich hatte viel Freude an diesem rundum außergewöhnlichen Roman.

  13. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

    (110)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es geht um Ehre, zumindest sagt das der Titel. Das Buch beginnt auch richtig interessant, die Schwester holt den Bruder aus dem Gefängnis ab und quartiert den Muttermörder in ihre Wohnung. Muttermörder? Die eigene Mama? Also das war ein Satz, der mich sofort aufhorchen ließ.

    Doch sobald ich neugierig bin, macht die Autorin einen Zeitsprung zurück und erzählt von der Oma des Muttermörders, und das verdammt langweilig.

    Zuerst wird von der Oma berichtet, die so viele Schwangerschaften hinter sich und nur Pech mit Mädels hatte. Am Ende stirbt sie und dann konzentriert sich die Geschichte auf die Tochter der Oma, der Mama des Mörders, und es ist so, wie ich es nicht erwartet habe: Langweilig.

    Jedes kleine Detail wird in die Länge gezogen. Sobald die Autorin endlich schafft, mich für sich zu gewinnen, kommt ein Zeitsprung, ruiniert die Bilder, zieht die Handlung in die Länge und im nächsten Abschnitt wird erzählt, wie die Mutter nach England zieht und damit das nicht zu aufregend wird, erzählt die Autorin von der Schwester der Mutter, der jungfräulichen Hebamme, die beste Hebamme aller Zeit, und da war ich so froh, dass das Buch so dick und schwer war. Damit auf meinem Kopf zu schlagen, war eindeutig schöner, als es zu lesen.

    Und die Männer erst: Sie werden weitgehend ignoriert. Der Opa, der Vater, die werden nur am Rande erwähnt, als wären sie nur Penisse, die ihre Aufgabe erledigt und nur noch die Autorin genervt haben, während Oma und Mama so viel Platz bekommen, als hätten die Frauen nach dem Empfängnis des heiligen Spermas nichts mehr mit dem anderen ehelichen Teil zu tun gehabt.

    Die Autorin macht nicht einfach einen Bogen um das aktuelle Thema der Geschichte; sie läuft davon weg und erzählt über alles andere und dafür habe ich nicht gezahlt. Das Problem dabei ist, dass sie nicht wirklich einen Spannungsbogen aufbaut oder auch nur schafft, die Figuren irgendwie sympathisch zu machen. Klar, sie bekommen Gesichter, doch gleichzeitig wird so distanziert erzählt, dass mich die Figuren nicht berührt haben. Dann die Szene mit der Namensgebung: Das war so Hardcore-Türkisch, dass Kopfschütteln allein nicht genügt haben.

    Das Buch ist so langatmig, so langweilig, als hätte der Verleger sich von der Autorin gewünscht, so viel wie nur möglich zu schreiben ohne viel zu erzählen.

  14. Cover des Buches Suleika öffnet die Augen (ISBN: 9783746634517)
    Gusel Jachina

    Suleika öffnet die Augen

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Vanderkatz

    Ein unglaublich schöner Roman, der mich von Anfang an fasziniert hat. So tiefgründig, erschreckend, erschütternd, spannend und gleichzeitig unheimlich warm und rührend. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig,  sehr authentisch und lässt fantastische Bilder vor dem inneren Auge entstehen, die für sich genommen schon Meisterwerke sind. Auch die Nebenfiguren sind meisterhaft dargestellt. Kulturen, Traditionen, Geschichte, Schicksalsschläge, Volksmärchen, Natur und unglaublicher Mut sind kunstvoll ineinander verwoben. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so begeistert hat. 

  15. Cover des Buches Wo die Nacht verweilt (ISBN: 9783038800934)
    A. B. Poranek

    Wo die Nacht verweilt

    (60)
    Aktuelle Rezension von: black_cat595

    Vibes:

    🔸Atemberaubender Erzählstil

    🔸Spanennde Charaktere 

    🔸Interessante Welt

    🔸Tradition und Kultur 


    In dieser Geschichte erlebt man eine spannende Kombination aus Magie, Liebe und Kultur. 

    Die Geschichte beginnt mit dem jungen Hauptcharakter und einer Legende. Sie macht sich auf in den Driadawald, um sich einen dringenden Wunsch erfüllen zu lassen. Dafür muss sie in einer gewissen Nacht eine bestimmte Blume finden. Doch findet sie neben einer wundersamen Welt, dort auch unheimliche und tödliche Kreaturen, seltsame magische Begebenheiten und die Liebe. Doch ist wirklich alles so wie es scheint?

    Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und entwickeln sich in der Geschichte. Man kann unglaublich gut mit ihnen fühlen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen.

    Der Schreibstil selbst verzaubert einen zusammen mit der Geschichte und lässt einen nicht mehr los. 


    Eine wirklich zauberhaft gelungene Geschichte!


    ⭐⭐⭐⭐⭐🌟/5

  16. Cover des Buches Das Mörderarchiv (ISBN: 9783499012655)
    Kristen Perrin

    Das Mörderarchiv

    (227)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Tante Frances dachte immer, dass sie eines Tages umgebracht wird. Sie hatte recht. Und sie hat vorgesorgt.
    Frances Adams war siebzehn Jahre alt, als ihr eine Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt prophezeite, dass man sie ermorden würde. Ihr Leben lang nahm niemand Frances ernst. Bis sie nun, sechzig Jahre später, ermordet wird! Tante Frances hatte also recht. Und sie hat vorgesorgt. Erstens hat sie auf ihrem herrschaftlichen Landgut in Dorset ein besonderes Archiv angelegt. Jede Person aus dem Dorf, die sie auch nur im Entferntesten für verdächtig hielt, taucht dort auf. Zweitens hat sie ein Testament hinterlassen: Wer den Mordfall löst, erbt alles. Schafft es ihre Großnichte Annie oder der fiese Stiefneffe?
    Da Annie die schrullige alte Dame nie kennengelernt hat, scheint sie klar im Nachteil. Doch dann findet sie ein Tagebuch der Tante und liest über ein tragisches Ereignis in den Sechziger Jahren. Annie kombiniert: Unter mehr als einem Dach in Castle Knoll schlummert ein Geheimnis. Nur unter welchem ein mörderisches?
    Willkommen in Castle Knoll, dem Dorf mit dem einzigen Mörderarchiv der Welt!


    Die Prämisse hat mir auf den ersten Blick gefallen: Eine Frau, die sich ihr Leben lang sicher war, dass jemand sie einmal ermorden würde, weshalb sie ein Archiv angelegt hat, in welchem alle ihr verdächtig erscheinenden Personen aufgelistet sind.
    Ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, woher ihr unerschütterlicher Glaube an die eigene Ermordung stammt und ob sie mit ihrem Archiv tatsächlich auch auf die richtige Spur führen könnte.
    Die Auswahl an verdächtigen Personen ist von Anfang an riesig und so ziemlich alle Figuren, die Annie zu Beginn trifft, verhalten sich auch schnell extrem auffällig und enthüllen schnell Motive und/oder nicht ganz vollständige Alibis.
    Eigentlich also eine tolle Ausgangslage, jedoch fallen schnell auch so einige Logiklücken auf.

    So ist Annie die einzige, die sieht, dass die Blumen, welche die tote Frances umklammert hielt, mit Metallnadeln gespickt waren - weder den Sanitätern noch der Polizei ist dies aufgefallen - und anstatt einfach noch mal die Polizei zu rufen, nimmt sie selber das komplette Blumengebinde, hat plötzlich eine passende Plastiktüte zur Hand und macht sich damit irgendwie (ein Auto hat sie nämlich nicht) auf den Weg zur Polizei.
    Dort fällt dem Detective dann auf, dass Annie sich die Hände aufgeschnitten hat und einen Ausschlag hat und obwohl er erkennt, wovon der stammt, sagt er ihr das aus unerfindlichen Gründen nicht.
    Klang für mich schon total unecht, aber ab diesem Punkt ging es mit den Seltsamkeiten erst los.

    Die Interaktionen wirkten auf mich teilweise extrem gestellt.
    Die einen Figuren machen sich durch ihre Aussagen extrem verdächtig, wobei Annie dann auch nie genauer nachfragt, sondern alles immer einfach so hinnimmt und die anderen geben direkt überhaupt keine klaren Aussagen von sich.
    Der Detective z.B. gibt ständig nur halbe oder kryptische Aussagen von sich. Selbst den Autopsiebefund kann er nicht einfach nennen, sondern übergibt den Bericht an Saxon, der sich den erst mal durchlesen soll, um Annie dann zu erzählen, was da drinsteht.
    Das fand ich extrem unnötig und besonders nervig, da sich solche Szenen mehrfach wiederholen.

    Was mich im Verlaufe der Handlung ebenfalls ein wenig gestört hat, war, dass das eigentliche (titelgebende!) Mörderarchiv kaum zum Einsatz kam. Saxon und seine Frau gehen zwar ziemlich rabiat mit den Akten um - was im Übrigen auch niemanden so richtig stört -, aber Annie macht kaum Gebrauch davon und löst den Fall schließlich anhand von Frances’ Tagebuch.
    Gut, dieses Buch soll ja nur den Auftakt einer Reihe rund um das Mörderarchiv darstellen, aber ich fand es schon etwas enttäuschend, dass wir hier so gut wie gar keinen Gebrauch davon gemacht haben.

    Insgesamt wurde ich aber ein paar Stunden lang ganz gut unterhalten und da sich der Krimi ja auch eher im „cosy crime“-Bereich aufhält, konnte ich auch die ein oder andere Logiklücke einigermaßen verschmerzen. 


    Fazit: Für einen Auftaktband mit „Mörderarchiv“ im Titel wurde von besagtem Archiv viel zu wenig Gebrauch gemacht und es gab auch so einige Logikfehler. Da wir uns aber im eher gemütlichen „cosy crime“-Genre befinden und es zumindest für ein paar unterhaltsame Stunden sorgen konnte - auch wenn meine Erwartungen deutlich höher waren - vergebe ich trotz einiger Kritikpunkte 3 Sterne. 

  17. Cover des Buches Teufelsgold (ISBN: 9783404177271)
    Andreas Eschbach

    Teufelsgold

    (142)
    Aktuelle Rezension von: MeryGrape

    Am Anfang fand ich es noch ganz interessant, auch die Einblicke in die frühere Zeit. Etwa ab der Hälfte begann mich die Geschichte zu langweilen. Der Protagonist wurde immer unsympathischer, ich dachte, mehr geht gar nicht. Irgendwie hat mir was gefehlt und das kam einfach nicht. Für mich das schlechteste Buch von Eschbach. 

  18. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783423147873)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Seitenlange Monologe, eine langsam dahintröpfelnde Geschichte ohne Spannungsbogen und ein frustrierendes Ende ohne echte Ermittlungsarbeit - das fasst diesen Roman gut zusammen. Ich habe ganze Abschnitte übersprungen, da mich die immer wiederkehrenden Themen wirklich gelangweilt haben. Mitgefiebert habe ich an keiner Stelle, einzig die Frustration über das korrupte System konnte ich nachfühlen. Einen flotten Krimi hatte ich nicht erwartet, aber eine atmosphärisch dichte Erzählung über einen Kriminalfall in einer ganz anderen Kultur. Am Ende fand ich die Geschichte aber vor allen Dingen langatmig. 

  19. Cover des Buches Marschlande (ISBN: 9783596523771)
    Jarka Kubsova

    Marschlande

    (184)
    Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_

    In der norddeutschen Marsch im 16. Jahrhundert hat es Gutsbesitzerin Abelke Bleken nach dem Tod des Vaters nicht leicht als junge Frau alleine einen großen Hof zu bewirtschaften. Vielen Leuten ist sie ein Dorn im Auge und wird der Hexerei bezichtigt. Fast 500 Jahre später zieht Britta Stoever mit ihrer Familie in die Marsch. Auch für sie bedeutet das Leben dort einen Umbruch und sie begibt sich auf Spurensuche.

    Auf besondere Weise verwebt Autorin Jarka Kubsova in ihrem Buch die Leben dieser beiden Frauen, die trotz so vieler Unterschiede auch zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweisen. Die beeindruckend gut recherchierten historischen Hintergründe lassen den modernen Leser an vielen Stellen sprachlos zurück. Sprachlos, weil die Stärke dieser Frau an anderen Menschen Schwächen aufgedeckt hat, die man zu vertuschen versuchte. So wurden durch Sturheit und Blindheit damals zahlreiche hoffnungsvolle Leben zerstört und letztlich hingerichtet. Ähnlich machtlos im übertragenen Sinne fühlt sich auch Britta in ihrem heutigen Leben. Aber wie auch Abelke damals schon, gibt sie sich nicht einfach geschlagen. Dieses Buch ist eine gut ausformulierte Hymne an alle starken Frauen und die, die es noch werden können, egal aus welcher Epoche.

  20. Cover des Buches Die Sekte (ISBN: 9783641138349)
    Mo Hayder

    Die Sekte

    (222)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo ihr Lieben, 

    das Buch hatte definitiv Potential, welches meiner Meinung nach allerdings nicht ausgeschöpft wurde. Leider! Es ging gut und spannend los! Auf der Insel, der Journalist die Menschen die dort leben. Es baute sich gut Spannung auf! Die aber dann rapide abfiel. Als gäbe es einen cut! Alles was danach kam war irgendwie Unglaubwürdig und fügte sich nicht ineinander! Alles in allem hat es mir ab der Mitte nicht mehr zugesagt und ich habe mich bis zum Ende durchgequält. Das Ende hat’s auch nicht besser gemacht! Muss man nicht gelesen haben, meine Meinung. 

  21. Cover des Buches Vardo – Nach dem Sturm (ISBN: 9783453361058)
    Kiran Millwood Hargrave

    Vardo – Nach dem Sturm

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Eine kleine Insel ganz im Norden von Norwegen erlebt am Weihnachtsabend 1617 eine furchtbare Tragödie. Alle Männer der Insel Vardø kommen beim Fischfang durch einen schrecklichen Sturm um. Zurück bleiben Ehefrauen, Verlobte, Mütter und Kinder. Für diese beginnt nun ein schonungsloser Überlebenskampf, denn sie müssen nun Aufgaben übernehmen, die Frauen zum einen nicht gelernt haben, zum anderen aber auch nicht verrichten dürfen, da diese sich für Frauen nicht gehören. Doch was bleibt ihnen anderes übrig?!  Drei Jahre später betritt ein Mann die Insel, der als Kommissar dorthin beordert wurde und auf der Insel der Frauen nun für Ordnung sorgen soll. Dieser Mann ist streng gläubig und in seinem Herkunftsland Schottland hat er sich einen Namen als erfolgreicher „Hexenaufspürer“ gemacht.

    Kiran Millwood Hargrave wagt sich hier an ein schlimmes Thema der europäischen, aber im besonderen auch der norwegischen Geschichte, denn die Hexenverbrennungen haben dort in Massen stattgefunden. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau, Maren, die die Tragödie auf Vardø miterlebt und ihren Vater, Bruder und Verlobten verliert. Sie lernt mit den veränderten Umständen umzugehen und ihr Leben ohne Männer zu gestalten obwohl sie dabei immer noch versucht ist, sich an Regeln zu halten. Im Laufe der Zeit wird sie hierbei immer mutiger und nimmt immer mehr wahr, welche Missstände aber auch Abneigungen innerhalb des Dorfes und der Frauen herrschen. Als der Kommissar mit seiner jungen Frau Ursache auftaucht, wird das Leben sehr gefährlich, denn zum einen Beginnen die Frauen des Dorfes sich zum Teil bei diesem zu denunzieren, zum anderen freundet Maren sich mit Ursa intensiv an, eine Freundschaft, die nicht gerne gesehen wird.

    Zu Beginn hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit dem trockenen Schreibstil, mit dem ich zunächst warm werden musste. Später passte dieser Stil für mich allerdings sehr gut zu der Kargheit des Lebens so hoch im Norden und spiegelte diese gewissermaßen wieder. Nach kurzer Zeit fesselte mich das Geschehen des Romans, das sich langsam aber stetig aufbaut und für mich dann richtig spannend wurde.

    Für Leser*innen die Spaß an geschichtlichen Hintergründen haben ein absolut empfehlenswertes Buch. 

  22. Cover des Buches Junge mit schwarzem Hahn (ISBN: 9783257246919)
    Stefanie vor Schulte

    Junge mit schwarzem Hahn

    (255)
    Aktuelle Rezension von: RiesenradFahren
    Ich musste mich erstmal in das Buch reinkämpfen, aber es hat sich gelohnt. 

    Die Geschichte beginnt düster und traurig. Wir lernen Martin, einen 11jährigen Waisenjungen, kennen. Er lebt in einem Dorf und niemand dort mag ihn wirklich, sein einziger Freund ist ein Hahn, der immer bei ihm ist. Nach den ersten Seiten schält sich aus dieser trüben Umgebung Martins Charakter hervor (hier hat mich die Geschichte gepackt). Dieser Junge hat die Rohheit, den Egoismus und den Stumpfsinn seiner Umgebung nicht aufgenommen. Er leuchtet zwischen all dem Leid.
    Er bleibt nett zu den Menschen, beobachtet die Anderen, er hilft, spricht die Wahrheit und verbittert nicht. Dadurch passt er nicht in dieses Dorf, seine Freundlichkeit und Reinheit, lässt den Dreck der Anderen deutlicher zutage treten.

    Eines Tages taucht ein Reiter auf, entreißt einer Mutter ihr Kind und verschwindet wieder. Martin, der das mitansah, wird nun sein Leben der Suche nach diesem Ritter widmen. Und er wird den Ritter finden und das Rätsel der Entführung lüften, aber ein klassisches happy end wird es nicht.

    Obwohl es mir schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, möchte ich sie euch empfehlen. Sie ist anders. In anderen Rezensionen wurde die Stimmung des Romans mit Krabat und den grimm'schen Märchen vergleichen, beidem stimme ich zu. Die Geschichte ist düster, sie bewegt sich auf der Grenze von Realität, Märchen und einer düsteren Parallelwelt. Sie macht aber nicht hoffnungslos, weil Martin und sein Huhn es nicht sein.

    Ein beeindruckendes Erstlingswerk. 


  23. Cover des Buches Das Geschenk des Meeres (ISBN: 9783866487482)
    Julia R. Kelly

    Das Geschenk des Meeres

    (187)
    Aktuelle Rezension von: mimitati_555

    Es ist Winter in Schottland des Jahres 1900, ein kleiner Junge wird an die Küste des kleinen Fischerdorfes Skerry gespült. Dorothy nimmt das Kind bei sich auf, das eine unheimliche Ähnlichkeit mit ihrem Sohn aufweist. Ihrem Sohn, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht im Meer verschwand. Niemand weiß, was damals passiert ist, aber alle tuscheln hinter vorgehaltener Hand, besonders über Dorothy und Joseph, der so viel für sie empfand.

    »Nachdem er gegangen ist, sinkt sie tiefer in ihren Sessel und legt die Hände fest um ihre Teetasse, um das Zittern zu unterdrücken, denn die Vergangenheit steht wieder vor der Tür, hämmert drängend gegen das Holz und versucht hereinzukommen.« (Seite 76)

    Im Wechsel zwischen Jetzt und Damals erzählt Julia R. Kelly eine Geschichte, die schöner, tragischer und trauriger könnte nicht sein. Hierbei lässt sie anfangs vieles weg, das sie erst langsam verrät, dadurch wird das Buch spannender, als ich es erwartet hätte. Eine junge Frau kommt voller Hoffnung und Zuversicht ins Dorf, die Gemeinschaft empfängt sie, aber anders als erwartet. Es wird getuschelt, es gibt Tratsch und Klatsch, Gerüchte entstehen, auf Hoffnung folgt Streit. Liebe kommt auf leisen Sohlen, wird im Keim erstickt, es gibt Scham, Lügen und sowas wie ein Happy End, das schnell ins Gegenteil umschlägt, aber etwas bleibt. Es folgt ein Drama, das anhält, bis das Meer etwas gibt, das anders ist, als es scheint.

    Dieses Buch ist der wunderbarste und berührendste Roman, den ich in der letzten Zeit lesen durfte. Ganz unschuldig fing er an, dann entfaltete er eine Wucht, der ich mich nicht entziehen konnte, ich legte ihn irgendwann einfach nicht mehr aus der Hand. Drama, Tragödie, eine Prise Krimi, eine Liebesgeschichte und ein Familienroman, all dies vereint in einer Story, die mich tief bewegt und berührt hat. Die Autorin überraschte mich immer wieder mit Wendungen und Enthüllungen, die ich nicht kommen sah. Ich bangte und fühlte, litt und weinte, lächelte und schmunzelte, war entsetzt und wütend, wünschte und hoffte - es war wirklich wunderbar. Ein Herzensbuch und ein Jahreshighlight!

  24. Cover des Buches Auf Treu und Glauben (ISBN: 9783257242041)
    Donna Leon

    Auf Treu und Glauben

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Alina_R

    Ich bin seit langem begeisterter Commissario Brunetti Fan und habe fast alle Bücher des sympathischen Commissarios verschlungen. Ich mag, wie Donna Leon den Lesenden in die einerseits gemütliche, harmonische Welt des Commissarios und seiner Familie entführt und andererseits in den jeweiligen Verbrechen bewegende, wichtige Themen anspricht. Dabei betrachtet sie die Vorfälle von einer realistischen Seite, wobei sie zeigt, wie grausam unsere Welt manchmal sein kann. Die Charaktere sind absolut liebenswert und man findet schnell in einen angenehmen Erzählfluss. Ich kann jeden Commissario Brunetti Band nur empfehlen.

    Ich kann mich den Rezensionen und Kommentaren zu diesem Teil nur anschließen. Ich finde, dass es Donna Leon erneut gelungen ist, einen Krimi zu schreiben, der die LeserInnen bewegt und sie durch die grandiosen Charaktere nach Hause kommen lässt. 

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