Bücher mit dem Tag "aberglauben"
34 Bücher
- Jussi Adler-Olsen
TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...
(113)Aktuelle Rezension von: JosseleDas Original dieses Romans, der vor der Erfindung von Carl Mørck geschrieben wurde, erschien 2008 unter dem Titel „Og hun taggede guderne“, was übersetzt „Und sie dankte den Göttern“ und damit dem deutschen Untertitel entspricht. Dieses „Original“ scheint jedoch eine überarbeitete (?) Version der 2003 erschienenen Urfassung „Firmaknuseren“ („Firmenzerstörer“) zu sein. So jedenfalls deute ich die etwas rätselhaften Angaben zur Veröffentlichungsgeschichte im Buchinneren. Die Protagonisten der Geschichte sind der Geschäftsmann Peter de Boer, Gründer und Chef der Firma Christie N.V., spezialisiert darauf, erfolgreiche Unternehmen im Auftrag der Konkurrenz zu zerstören, und seine frisch eingestellte Trainee Marlene „Nicky“ Landsaat, die aus prekären Verhältnissen kommt, aber extrem ehrgeizig ist.
Bereits zu Beginn ein seltsamer Widerspruch: da kommt Peter de Boer zu einem Meeting eine Stunde zu spät und niemand sagt dazu ein Wort und nur einer wagt es, ihn anzusehen, obwohl doch ausweislich der Zeilen kurz vorher, weil sich alle lange kennen, „ein entsprechend legerer Umgangston“ herrscht.(dtv Tb, 3. Aufl. 2020, S. 20)
Leider ziehen sich diese logischen Fehler durch den gesamten Roman. Sie werden nur übertroffen von der Realitätsferne der Handlung. Besonders krass habe ich das erstmals empfunden bei der Einstellung von Nicky bei Christie, was, man muss es so hart sagen, nur der Auftakt zu einer Art Stakkato an Realitätsverweigerung war. Selbst wenn man bei einem Thriller keine allzu hohen Maßstäbe an Logik und Realitätsnähe anlegt, ist dieser Roman schwer zu ertragen, es sei denn, man ist Fantasy-Fan. Aber das ist eigentlich eine andere Literaturgattung. In der Gattung Fantasy ist es wahrscheinlich völlig normal, dass ein Mann seine Mutter nach 10 Jahren erstmals wieder besucht und dabei im Keller stante pede das Familiengeheimnis entdeckt. Alle diese Fauxpas aufzuzählen ist fast eine Lebensaufgabe, denn es folgt einer auf den anderen. Da fällt es schon fast nicht mehr, dass der Leiter der Finanzabteilung, Hans Blok (ebd., S. 26), binnen knapp 200 Seiten zum Vertriebschef (ebd., S. 191) und später wieder zurück mutiert. Ächz!!
Insofern muss man den Gestaltern des Umschlags einen großartigen Sinn für Humor attestieren, die sich nicht scheuten, darauf die Worte „Ein beängstigend realistisches Schreckensszenario“ zu drucken, denn das in dem Buch enthaltene Szenario ist ungefähr so realistisch wie die bevorstehende Übernahme der Weltherrschaft durch die Reptiloiden. Will sagen: man kann der Story beliebig viele Eigenschaften zuerkennen, aber eine in keinem Fall: realistisch zu sein!
Ich hätte die Lektüre der Romane des Autors mit dem letzten Teil der Carl Mørck Reihe beenden sollen. Diesen letzten mir noch unbekannten Roman Adler-Olsens auch noch zu lesen, war ein Fehler. Er ist schlicht schlecht! Ein Stern.
- Stefanie vor Schulte
Junge mit schwarzem Hahn
(257)Aktuelle Rezension von: RiesenradFahrenIch musste mich erstmal in das Buch reinkämpfen, aber es hat sich gelohnt.Die Geschichte beginnt düster und traurig. Wir lernen Martin, einen 11jährigen Waisenjungen, kennen. Er lebt in einem Dorf und niemand dort mag ihn wirklich, sein einziger Freund ist ein Hahn, der immer bei ihm ist. Nach den ersten Seiten schält sich aus dieser trüben Umgebung Martins Charakter hervor (hier hat mich die Geschichte gepackt). Dieser Junge hat die Rohheit, den Egoismus und den Stumpfsinn seiner Umgebung nicht aufgenommen. Er leuchtet zwischen all dem Leid.
Er bleibt nett zu den Menschen, beobachtet die Anderen, er hilft, spricht die Wahrheit und verbittert nicht. Dadurch passt er nicht in dieses Dorf, seine Freundlichkeit und Reinheit, lässt den Dreck der Anderen deutlicher zutage treten.Eines Tages taucht ein Reiter auf, entreißt einer Mutter ihr Kind und verschwindet wieder. Martin, der das mitansah, wird nun sein Leben der Suche nach diesem Ritter widmen. Und er wird den Ritter finden und das Rätsel der Entführung lüften, aber ein klassisches happy end wird es nicht.
Obwohl es mir schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, möchte ich sie euch empfehlen. Sie ist anders. In anderen Rezensionen wurde die Stimmung des Romans mit Krabat und den grimm'schen Märchen vergleichen, beidem stimme ich zu. Die Geschichte ist düster, sie bewegt sich auf der Grenze von Realität, Märchen und einer düsteren Parallelwelt. Sie macht aber nicht hoffnungslos, weil Martin und sein Huhn es nicht sein.
Ein beeindruckendes Erstlingswerk.
- Oliver Pötzsch
Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
(305)Aktuelle Rezension von: Isar-12"Das Buch des Totengräbers" ist der erste Band der Totengräber-Serie von Oliver Pötzsch. 1893 im herbstlichen Wien wird im Prater die Leiche einer Dienstmagd aufgefunden. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, das die Frau gepfählt wurde. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt ist soeben aus Graz angekommen um seine Stelle als Polizeiagent in Wien anzutreten. Mit seinen modernen Methoden der Tatortanalyse schafft er sich aber gleich Feinde innerhalb den eigenen Polizeireihen. Und währenddessen ist dieser Mord nur der Beginn einer unheimliche Serie. Verbündete findet von Herzfeldt daher bei den Ermittlungen nur in dem eigenwilligen Totengräber Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. Oliver Pötzsch beginnt mit diesem Fall für Leopold von Herzfeldt eine neue Reihe im historischen Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Atmosphärisch fängt er dabei den Leser ein, wenn er in den Herbsttagen Stimmungen auf dem Wiener Zentralfriedhof oder im Prater beschreibt. Dazu Charaktere, die in ihren Wesen teils unterschiedlicher nicht sein können und aufeinanderprallen. Daraus entsteht eine Kombination, die einen beim Lesen in das damalige Wien abtauchen lässt. Obwohl ich früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, der sich letztendlich bestätigte, war die Story immer kurzweilig. Auch der technische Wandel dieser Zeit wurde gut eingefangen. In Summe ein spannender historischer Krimi und eine Auftakt dieser Reihe, bei der ich sicherlich weitere Bände lesen werde.
- Lioba Werrelmann
Tod in Siebenbürgen
(142)Aktuelle Rezension von: LostHope2Handlung: Paul Schwartzmüller ist Investigativjournalist. Doch sein Heimatland Rumänien hat er seit Jahrzehnten nicht mehr besucht. Eines Tages erfährt er, dass seine Tante gestorben ist und reist nach Siebenbürgen, um sein Erbe anzutreten. Doch eigentlich möchte er den ihn vererbten Bauernhof schnell loswerden. Nun kommt aber alles anders, da auf Schloss Bran ein Mord geschieht und Pauls Freund Sorin verhaftet wird. Jetzt muss Paul den Mord so schnell wie möglich aufklären.
Cover: Das Cover ist sehr schön gestaltet. Das Hauptmotiv ist Schloss Bran, was rechts unten in der Ecke gezeigt wird. Es ist umgeben von einer wunderschönen Landschaft. Am oberen Rand steht der Name der Autorin und unten drunter in einem Sechseck der Buchtitel, sowie Untertitel des Buches und am unteren Rand in der Mitte steht der Name des Verlags, eichborn.
Fazit: Das Buch hat mich sehr gefesselt und das Ende hätte ich so gar nicht erwartet. Es war spannend und ich freue mich schon darauf den zweiten Teil davon zu lesen. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.
- Stephan Orth
Couchsurfing in Russland
(58)Aktuelle Rezension von: HoldenNach der Besetzung der ukrainischen Krim durch Rußland, aber bevor dem aktuellen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine reiste Stephan Orth via Couchsurfing durch Rußland, von West bis Ost. Schwierig, unter diesen Bedingungen neutral über Russen und Rußland zu schreiben, auf jeden Fall sind wird auf die porträtierten jungen Russen angewiesen, wenn wieder eine Annäherung an Rußland erfolgen soll. Interessant, wie unterschiedlich die Russen über Deutschland, Europa und Putin urteilten, für mich als Brillenträger wichtig, daß einem im russischen Winter bei -40 Grad Celsius die Brille im Gesicht festfrieren kann. Leider fehlt ein Foto der bildhübschen Nestea-Trinkerin. Gowno!
- Julius Arth
Die Brücke von London
(136)Aktuelle Rezension von: Eliza08Sehr detailreich und erzählerisch dicht habe ich die Geschichte um Juliana empfunden. Der Roman ist in mehrere Erzählebenen untergliedert: Zum einen die Ereignisse im Jahr 1749 auf der London Bridge rund um Juliana und Oliver, zum anderen die Geschehnisse im Jahr 1202 um Estrid und den Bau dieser Brücke. Gegen Ende des Romans werden beide Erzählebenen zusammengeführt.
Die Handlung um Juliana hat mir dabei etwas besser gefallen. Sie ist eine sehr starke Frau, die im Laufe der Erzählung weiter reift und zur Heldin der Geschichte wird. Oliver hat mir ebenfalls gut gefallen, wirkte auf mich jedoch charakterlich etwas eindimensionaler als Juliana.
Die zahlreichen Nebencharaktere wie der Straßenjunge Alder sorgen für zusätzliche Facetten der Geschichte. Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert und atmosphärisch dicht. Zudem gelingt es ihm hervorragend, den Zeitgeist beider Epochen einzufangen. Man verliert sich förmlich in der Handlung und fiebert mit den Figuren mit.
Als lesende Person erfährt man viel über diese besondere Brücke Londons, die aufgrund der zahlreichen Gebäude auf ihr ein außergewöhnliches Bauwerk darstellte. Auch das Alltagsleben in der bereits damals prosperierenden Stadt wird vom Autor erzählerisch sehr lebendig dargestellt.
Das Ende war für mich rund und stimmig. Ein Roman, der Fakten und Fiktion zu einer gelungenen Geschichte verbinde
- Kwei Quartey
Trokosi
(17)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderTrokosi: ein umstrittener Brauch wo Jungfrauen als Trokosi einem Götterschrein geweiht werden, wo sie dann als Sklavinnen des Pristers leben müssen. Gladys war eine eifrige Medizinstudentin und versuchte in ihrer Heimat Ghana über HIV und Aids aufzuklären. Speziell mit den Trokosi nahm sie Kontakt auf und versuchte Hilfe und Aufklärung zu bieten. Nun ist sie ermordet und die Ermittler versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Die Lager sind gespalten, denn die einen wollen Traditionen bewahren und HIV und Aids wird als Hexerei abgetan. Auf der anderen Seite gibt es die wo selbst Informationen weiter geben oder suchen und die Bevölkerung schützen wollen. Mitten in dieses Fadenkreuz gelangen die Ermittler und es geht um viel mehr als um die Aufklärung des Mordes an Gladys. Kwei Quartey ist ein sehr realistisches, beklemmendes und spannendes Buch gelungen. Die Gefahren von HIV und Aids werden drastisch dargestellt und diese Geisel wird oft noch verharmlost oder als Hexerei dargestellt. Alles verpackt in einen spannenden und ershcütternden Thriller.
- Agatha Christie
Das Geheimnis von Sittaford
(67)Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs„Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.
Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.
Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere. - Jeremias Gotthelf
Die schwarze Spinne
(188)Aktuelle Rezension von: LuliaDie Geschichte spielt in einem idyllischen Schweizer Dorf, wo eine Tauffeier stattfindet und während die Gäste über ein altes, seltsam verrußtes Holzstück am Haus rätseln, erzählt der Großvater die wahre und düstere Geschichte dahinter. Die atmosphärisch düstere Handlung verbindet realistische Beschreibungen des bäuerlichen Lebens mit eindringlichen Horrorszenen gekonnt miteinander.
Die Protagonisten, wie z.B. Christine, der grüne Jäger oder Hans von Stoffeln sind überzeichnet dargestellt und weisen einen starken Symbolcharakter auf, der die Botschaft der Geschichte/Parabel optimal unterstützt.
Wer atmosphärische Gruselliteratur mit einem starken moralischen und symbolischen Parabelcharakter mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildreich, voller Symbolik und erfordert ein wenig Geduld, die sich aber lohnt.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Alexander Hartung
Der Fluch des Fremden
(28)Aktuelle Rezension von: monasnowDer historische Krimi „Der Fluch des Fremden“ von Alexander Hartung spielt in Deutschland, Anfang des 17. Jahrhunderts. Das Dorffest in Furtenblick endet abrupt, als ein Fremder grausame Tode prophezeit und sich anschließend über eine Klippe stürzt. Kurz darauf gibt es das erste Opfer. Während die Dorfbewohner schreckliche Angst vor dem Fluch haben, begeben sich Katharina und ihr Nachbar auf die Suche nach der Wahrheit.
Bücher mit historischem Hintergrund lese ich normalerweise nicht, daher war ich besonders gespannt auf dieses Buch und etwas skeptisch, ob es mir gefallen würde. Ich muss sagen, dass ich begeisterst bin. Ich konnte es gar nicht mehr weglegen. Das Buch von Alexander Hartung hat mich auf jeder Ebene gefesselt: ich habe mich aufgeregt, Freude empfunden, mitgefiebert und war erstaunt über die Geschehnisse. Die Story hat mich richtig in ihren Bann gezogen. Ich habe mich in die Zeit zurückversetzt gefühlt, was man auch an der Sprache des Buches gemerkt hat. Obwohl ich mich an die Sprache erst gewöhnen musste, empfand ich sie als erfrischend. Es war eine willkommene Abwechslung zu anderen Romanen.
Das Buch wurde aus der Sicht von mehreren Dorfbewohnern geschrieben, was dem Leser mehr Hintergrundwissen über die Dorfbewohner und das Geschehene gibt. Trotzdem bleiben Fragen offen, die erst später aufgeklärt werden. Die Rolle des Allwissenden gefällt mir ja sehr, weil ich gerne mehr weiß als andere Charaktere. Die meiste Zeit wird die Geschichte jedoch aus der Perspektive von Katharina und Jakob erzählt. Beide sind verwitwet, was sie auch verbindet. Den Umgang miteinander fand ich immer schön zu lesen. Es hat mich immer sehr gefreut, wenn ich wieder in den Gedanken von Katharina oder Jakob eintauchen konnte. Jakob hat wie viele andere Dorfbewohner Angst vor dem Fluch. Katharina hingegen glaubt nicht daran und will die Wahrheit herausfinden und zieht Jakob mit, was sehr amüsant ist. Besonders mit Katharina konnte ich mich gut identifizieren: im Vergleich zu den anderen hatte sie eine recht moderne Sicht auf das Geschehen gehabt.
Während ich mich durch das Lesen unterhalten ließ, bin ich hier und da ins Grübeln gekommen, was sich im Vergleich zu heute alles geändert hat. Der Stellenwert der Frau, die Macht der Kirche und die Medizin steckten noch in den Kinderschuhen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Im Großen und Ganzen war es ein sehr gelungenes Buch. Das Ende war für mich ein schöner und befriedigender Abschluss, sodass ich das Buch zufrieden weglegen konnte. Ich würde mich über weitere Geschichten von Katharina und Jakob freuen. Ich bin etwas traurig, dass die Geschichte erst einmal vorbei ist. Aber es wird definitiv nicht mein letzter Hartung gewesen sein.
Ich danke dem Maximum Verlag, dass mir das Buch zur Verfügung gestellt wurde.
- Brunonia Barry
Die Frauen von Salem
(27)Aktuelle Rezension von: zwischenkapitelnundkaffeeDas Cover finde ich eigentlich sehr schön, nicht sehr auffällig, eher schlicht - aber ansprechend.
Inhalt und Meinung: Salem - woran denkt man, wenn man den Ortsnamen hört? Hexen. Das Buch ist aber viel mehr. Ein Krimi mit viel Mystik. Vom Klappentext hatte ich eigentlich nicht so viel esoterische und übersinnliche Dinge erwartet, Das hat mich etwas überrascht, und das leider nicht nur positiv. Oft fand ich die mystischen Stellen zu übertrieben, und lang gezogen. Die Protagonisten haben alle so ihre Eigenheiten, die kann man lieben oder hassen (würde ich sagen). Ich mochte sie alle sehr gerne, sie wurden auch authentisch beschrieben Der Schreibstil ist sehr angenehm gewesen, die Spannung wurde toll aufgebaut und auch wenn es zwischendurch ruhigere Stellen gab, wollte ich immer wissen, wie es endet.
Fazit: Die Idee finde ich gut, jedoch war mir das Übernatürliche etwas zu viel (vor allem weil man vom Klappentext her, von einem Krimi ohne viel Magischem ausgeht). Die Protagonisten finde ich sympathisch und gut ausgearbeitet. Das Ende hat mich überrascht und auch im Buch gab es oft für mich unvorhersehbare Wendungen.
- Wladimir Kaminer
Meine kaukasische Schwiegermutter
(34)Aktuelle Rezension von: HoldenNordkaukasus ist nur einmal im Jahr: Kaminer schildert dir russische Provinz im Nordkaukasus, besagte Schwiemu kommt in einigen Geschichten vor, genauso wie wunderbar schrullige Leute im Bad-taste-Land, alle sehr trinkfreudig, sicherlich eine Reise wert! Schön sind auch die hellsichtigen Kommentare zu sowjetischem Sozialismus, Mick Jagger usw. Jogi Bitter ist übrigens ein großer Kaminer-Fan, der gerade diese Passagen sehr schätzt.
Barracuda Band 1: Das Geheimnis des heiligen Brunnens (Zack Comic-Album)
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenJan und Eric, einer Däne, der andere aus Tyksland, bilden das Barracuda-Team, das als Tiefseetaucher wörtlich "den Sachen auf den (Meeres)Grund geht", ein freiberufliches Taucherteam, das schon einige Abenteuer bestanden hat. Als die beiden gerade ihren Stranurlaub in Acapulco genießen, werden sie kontaktiert und gebeten, auf die Halbinsel Yucatan zu fliegen, um einen angeblich verwunschenen Brunnen zu erforschen, bei dem sich die Einheimischen weigern herunterzusteigen. Eine attraktive Archäologin gibts obendrauf, mit der Eric aber schon am Strand zusammengerasselt ist. Richtig mysteriös wird es aber erst, als man im Brunnen einen geschliffenen Diamanten gefunden hat, und was macht die aneder suchende Männergruppe dort? Mit vielen historischen Erläuterungen versehen, ist der Comic dennoch leider nur Durchschnittsware.- Astrid Fritz
Die Wölfe vor den Toren
(43)Aktuelle Rezension von: Lucy_WichmannIch liebe dieses Buch und habe es schon 2 mal durchgelesen. Selbst wenn man nicht von Anfang an bei der Serie dabei war ist man dennoch sehr gut im bilde.
- Dr. Andreas Fischer
Sonntag: Kurzgeschichte
(3)Aktuelle Rezension von: Sonne63Eine kleine Geschichte über den Aberglauben. Schön erzählt, mit einem zwinkernden und aber auch mit einem wissenden Auge. Wir alle kennen den Ausdruck im Gesicht, wenn jemand über höhere Macht redet und sein Gegenüber nicht daran glaubt. Doch dann werden wir oft Zeugen von Geschehnissen, wo man sich fragt: „… und wenn doch?“ Vieles kann man nicht so ohne Weiteres erklären. Vielleicht liegt es aber auch daran, aus welchem Blickwinkel wir eine Sache betrachten. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.
Fazit:
Schöner Denkanstoß, empfehlenswert.
- Helga Bürster
Als wir an Wunder glaubten
(84)Aktuelle Rezension von: blauer_RegenDer Roman "Als wir an Wunder glaubten" stammt aus der Feder von Helga Bürster, umfasst 283 Seiten und erscheint im Herbst 2023 im Insel Verlag.
Der Nachkriegsroman spielt im kleinen Moordorf Unnenmoor im Norddeutschen. Der 2. Weltkrieg ist vorüber und er hat auch im kleinen Dorf seine deutlichen Spuren hinterlassen. Viele Männer sind im Krieg geblieben, andere Rückkehrer, jedoch nur noch Schatten ihrer selbst. Während die Frauen Edith und Annie während des Krieges tapfere zusammenstanden, entzweien sie sich nach Kriegsende auf dramatische Art. In der Gegend herrscht große Armut, den Menschen fehlt es an Orientierung und Perspektiv. Da kommt ein Wanderprediger scheinbar gerade richtig, er schührt Angst und Aberglaube, verteufelt und sät Zwietracht unter der Bevölkerung, was für die Gemeinschaft dramatische Folgen hat.
Die Hauptpersonen im Roman sind treffen dargestellt, man kann ihre Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Eine gewisse Dramatik ist für mich die Basis des gesamten Plots, die sich mit fortschreitender Erzählung weiter verdichtet. Die Zerrissenheit der Bewohner zwischen Halt suchen im Aberglaube und ihrem Blick in die hoffnungsvolle Zukunft weiß die Autorin plastisch darzustellen. Ein echter Lesegenuss, der eine klare Weiterempfehlung verdient.
- Erica Feldmann
Mein magisches Heim
(5)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmWie viele andere auch, mag ich es die Wohnung zu dekorieren. Dabei die richtige Balance zu treffen, so dass nichts überladen wirkt und es dann auch noch dem männlichen „Mitbewohner“ gefällt, ist schon eine Herausforderung an sich. Doch es hat nicht immer etwas mit der Optik zu tun, sondern auch mit positiver Energie. Zumindest dann, wenn man Erica Feldmann Glauben schenkt. In diesem Buch gewährt sie Interessierten Einblick in ihr magisches Wissen und zeigt, wie jeder ein gemütliches Heim für sich und seine Liebsten schaffen kann.
Was mir hier direkt positiv auffiel ist die einohrige Katze. Auch wenn damit ein bisschen das Klischee von wegen Hexe und schwarze Katze bestätigt scheint. Aber nein, natürlich ist nicht (nur) das Positiv. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Dieses Buch ist kein Ratgeber im klassischen Sinne, sondern wirkt wie ein netter Plausch unter Freunden. Erica Feldmann sagt nicht, wie jemand etwas ändern muss, sondern gibt Anregungen für eigene Ideen. Anleitungen gibt es sowohl für generelle Einrichtung, als auch für Dekorationen, Düfte und vielerlei anderes.
Untermalt ist das Buch von vielen, meist ganzseitigen, Fotos. Diese sind immer passend und schön anzusehen.
~°~ Fazit ~°~
Die Autorin zeigt in ihrem Werk, dass Harmonie für Zuhause (k)ein Hexenwerk ist und gibt Tipps für mehr Wohlbefinden.
- Dido Nitz
Kräuterzauber
(2)Aktuelle Rezension von: annlu*Manches ist seit tausenden von Jahren daran gewöhnt, sich seinen Lebensraum nach seinen Bedürfnissen zu erobern. Anderes stirbt aus. Und mit ihm Wissen und Geschichten, flüsternd und raunend, verwehende Vielfalt im Fortschreiten der Zeit.*
Abwehr von Dämonen und dem Teufel, Liebeszauber oder Totenkraut, Glücksbringer oder Rauschmittel – hier wird ein ABC der Zauberpflanzen vorgestellt. Willkürlich ausgewählt repräsentiert eine Pflanze pro Buchstabe die Vielfalt an Heilwirksamkeit und Zauber, die den Pflanzen zugeschrieben wird.
Jede Pflanze wird mit einem kleinen Steckbrief eingeführt, der auf ihre Systematik, ihre Heil- und Zauberwirkung, aber auch auf eventuelle Giftigkeit eingeht. Die Beschreibung der Pflanze legt einen Fokus auf den (Aber-)Glauben, der mit ihr in Verbindung steht, auf die Überlieferungen aus der Zeit der Germanen/Griechen und Römer, aber auch dem Volksglauben, sodass neben angeblichen Wirkungen immer wieder auch Zaubersprüche und überlieferte Sammelanweisungen angeführt werden. Die Vorstellung der Zauberpflanze wird durch ein kurzes Eingehen auf die Frage „Was ist dran?“ abgerundet, sodass heutiges Wissen und Anwendungsmöglichkeiten erwähnt werden.
Das Buch ist allerdings kein Heilpflanzenbuch und sollte nicht als solches verstanden werden – vielmehr beschäftigt es sich mit Überlieferungen und der Geschichte, die hinter den Zauberpflanzen steht. Das wird auch durch die vielen Zitate deutlich, die das Bild rund um die jeweilige Pflanze ergänzen.
Der Aufbau des Buches lässt sich sehen – vier Seiten pro Pflanze, die sorgfältig illustriert und mit Text versehen wurden. Die Seiten pro Pflanze sind verschiedenfarbig unterlegt, sodass schon optisch eine Trennung erfolgt. Auf den ersten Blick etwas überladen lädt die Aufmachung dazu ein, genauer hinzusehen und Details zu entdecken. Der jeweilige Buchstabe aus dem Alphabet leitet durch eine mit Pflanzenornamenten verzierte Initiale das Kapitel ein – schon diese alleine fordert einen genaueren Blick.
Hinzu kommen zahlreiche Fotografien. Sie dienen weniger dem Wiedererkennen der Pflanzen, da sie sich auf ein Detail der Pflanze konzentrieren. Auch zeigen sie sich eher von einer künstlerischen Seite, als von einer sachlichen. Dieser Eindruck entsteht auch dadurch, dass die Fotografie öfters durch eine Zeichnung der gesamten Pflanze überlagert wird. So muss man sich als Leser die Zeit nehmen, die Bildkompositionen genauer zu betrachten. Neben den Bildern ist es der Text, der zur Gestaltung beiträgt. Die umgangssprachlichen Namen ergänzen ebenso wie Zitate unterschiedlicher Autoren/aus dem Volksmund den Text. Optisch hervorgehoben werden sie durch eine altertümlich anmutende Schriftart.
Fazit: Die Informationen waren sehr interessant – wenn es um bestimmte Zaubertätigkeiten ging, auch erheiternd. Die Gestaltung des Buches war grafisch anspruchsvoll, auf den ersten Blick herausfordernd, dann aber eine Bereicherung des Ganzen. Ein schönes Buch, das mir den Zauber der Pflanzen nähergebracht hat.
- Hannah Kent
Wo drei Flüsse sich kreuzen
(55)Aktuelle Rezension von: Aaron_WeigelEin Buch, dass seinen Spannungsbogen langsam aber beständig in die Höhe schraubt, bis man es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen will.
Durch das düstere Setting und die eigenwilligen Figuren, die einem nicht symphatisch sind und die den Leser gerade deswegen in den Bann ziehen, schafft die Autorin eine fantastische erzählerische Atmosphäre.
- Annette Dressel
Das Amulett
(15)Aktuelle Rezension von: SteffiGlueckledererEin toller Book-Snack, der Lust auf mehr macht. Die Geschichte war spannend und kurzweilig, dabei sehr unterhaltsam und originell. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht. Eine schöne Fantasy-Geschichte, die man empfehlen kann.
PHANTOM - der wandelnde Geist - Comic Magazin # 168: Die Stunde des Hexers
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDie Eingeborenen von Bangalla sind sich sicher: Der spitzbärtige Weiße bringt ihnen nur Unglück, während eines furchtbaren Gewitters wird auch der Wandelnde Geist auf diesen aufmerksam, als die Ureinwohner verschreckt zusammenhocken. Gegenüber unserem Helden stellt sich der geheimnisvolle Weiße als Dr. Moretti aus Wien vor, der nach einem geheimen (von dem Phantom verbotenen) Ogoru-Totenkult forschen möchte. Als der Fremde abgereist ist, bleiben die Beschwerden der Einheimischen jedoch bestehen, woraufhin das Phantom inkognito nach Wien reist, um dem rätselhaften Prof nachzuspüren...
- Claudia Winter
Glückssterne
(145)Aktuelle Rezension von: mamenuKlappentext
Karriere,Heirat,Kinder.Die Anwältin Josefine weiß genau,was sie vom Leben erwartet.Doch kurz vor der Hochzeit brennt Josefine Cousine mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch,den legendären Familienring im Gepäck,den die Braut bei der Trauung tragen sollte.Als ihre abergläubische Großmutter daraufhin der Ehe ihren Segen verweigert,bleibt Josefine keine Wahl:Wutentbrannt reist sie dem schwarzen Schaf der Familie hinterher und gerät in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste.Nicht nur einmal muss der Charismatische Konditor Aidan der Braut in spe aus der Patsche helfen dabei ist dieser Charmeur der Letzte,vor dem sie sich eine Blöße geben möchte.Aber der Zauber Schottlands lässt niemanden unberührt,und schon bald passieren seltsame Dinge mit Josefine,die so gar nicht in ihren Lebensplan passen.
Meine Meinung
Ich weiß gar nicht, warum ich das Buch so lange auf meinem Sub hatte und es immer wieder zur Seite gelegt habe. Denn eines muss ich gleich sagen, das mir die Geschichte sehr gut gefallen hat. Auch wenn es nur eine Liebesgeschichte ist, muss ich sagen, das ich doch beim Lesen sehr überrascht worden bin von dieser Autorin. Man meint ja immer, das bei solchen Geschichten immer das gleiche passiert und alles ein Happy End hat. Aber sowas weiß ich ja vorher, wenn ich so was lese. Für mich kommt es dann immer drauf an, was die Autorin aus dieser Geschichte macht, oder ob sie mich gleich von der ersten Seite her packen kann oder nicht. Das ist hier genau passiert. Ich war von Anfang an gleich im geschehen drin und fand jede einzelne Charaktere sehr genau beschrieben, sodass sie mir auch sehr sympatisch waren. An manchen stellen beim lesen musste ich sogar schmunzeln, weil Josefine mich einfach mit ihrer Art begeistert hat. Was mir am Ende dann auch noch sehr gut gefallen hat, war, das man noch einige Rezepte nachlesen konnte und ich denke, das sollte man wirklich mal nach Backen. Ich bin von dieser Geschichte sehr gut Unterhalten worden und auch der Schreibstil war flüssig und leicht. Hier habe ich nichts zu meckern und werde weitere Bücher von Claudia Winter lesen.
- Marion Johanning
Der fremde Reiter
(31)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieGenre: Historischer Roman
Erwartung: Ein spannendes Buch mit toller Atmosphäre erleben
Meinung:
Das Cover ist passend. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen.
Die Charaktere sind gut gestaltet und ich mochte sie gerne. So habe ich mit ihnen mitgehofft und gebangt. Die erhoffte Atmosphäre der vergangenen Tage wurde für mich bildhaft dargestellt. So hat mein einiges über das Denken und Handeln und den Alltag erfahren. Das Buch war überwiegend spannend geschrieben ( ein kleines Tief gab es für mich zwischendurch). Das Ende war nicht so überraschend, aber passend gemacht.
Fazit: von mir gibt es 4 Sterne für das Buch























