Bücher mit dem Tag "abgebrochen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "abgebrochen" gekennzeichnet haben.

208 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    (5.833)
    Aktuelle Rezension von: Lucie

    Daniel Sempere ist 10 als sein Vater, ein Buchhändler ihn mit zum "Friedhof der vergessenen Bücher" nimmt, ein besonderer und geheimer Ort, an dem viele Bücher sind, die es nur noch einmal gibt. So auch der Roman von Julian Carrax, den Daniel sich aussucht und womit er eine ungeahnte Kette von Ereignissen auslöst...

    Es war nun schon das zweite mal, dass ich dieses Buch gelesen habe (das erste mal war vor 6 Jahren) und ich muss sagen, ich hatte es besser in Erinnerung! Also das buch ist spannend und fesselnd, gar keine Frage, aber eben auch sehr düster und hyperdramatisch. Außerdem finde ich einige Äußerungen ziemlich sexistisch. 

    Ich kann es trotzdem empfehlen, wenn auch nicht zu 100 Prozent!

  2. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783641301644)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

    (10.325)
    Aktuelle Rezension von: RosaSue

    Meine anfängliche Skepsis durch den Hype, der durch die BDSM Story ausgelöst wurde, verflog nach der Hälfte des Buches. Ich war gespannt darauf, wie sich die Charkarter entwicklen würden. Der Cliffhänger am Ende hinterließ mir genug Input, um auf die weiteren Buchteile zu warten. Der "Ich-Erzähler" Schreibstil fand ich gut.

  3. Cover des Buches Ein wenig Leben (ISBN: 9783446289666)
    Hanya Yanagihara

    Ein wenig Leben

    (653)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Ich habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.

    Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣

    Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.

    Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.

    Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊

    Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh. 

    Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.

    Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.

    Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen. 

    Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.

    Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy. 

    Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!

    Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.

    Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.

    Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.

    Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!

  4. Cover des Buches Begin Again (ISBN: 9783736302471)
    Mona Kasten

    Begin Again

    (3.472)
    Aktuelle Rezension von: Athena2612

    Allie zieht für ihr Studium in eine neue Stadt und möchte endlich unabhängig sein. Durch eine WG landet sie bei Kaden, der zuerst sehr abweisend wirkt. Mit der Zeit lernen sie sich besser kennen und es prickelt ordentlich zwischen denn beiden. 

    Der erste Teil der Reihe  Begin Again ist ein gelungener start. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil von Mona Kasten gefällt mir sehr gut und die Geschichte hat einen stimmigen Handlungsstrang. Besonders das Uni-Setting fand ich toll, da ich mich als Studentin gut mit der Handlung identifizieren konnte.


  5. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

    (1.615)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin72

    Thriller oder Realität? 

    Diese Frage geht dem Leser nicht mehr aus dem Kopf. Denn die Story kann jederzeit, überall Realität werden. Beim Lesen wird einem bewußt, wie angreifbar, verletzlich und ungeschützt die Welt gegenüber solchen Attacken ist. Und wie schnell Chaos und Kriminalität ausbrechen, wenn es ums Überleben geht. Und das es ums Überleben geht, vor allem bei eisigen Minustemperaturen, sollte jedem klar sein.

    Packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Terroristen und dem Rest der Welt.

  6. Cover des Buches Erebos (Limited Edition) (ISBN: 9783743205314)
    Ursula Poznanski

    Erebos (Limited Edition)

    (3.808)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Da von dieser Reihe bald der 3. Band erscheinen sollte, wollte ich sie noch einmal in „Vorbereitung“ lesen. Das letzte mal liegt auch schon etliche Jahre zurück und ich war gespannt, wie sich mein Blick auf das Buch verändert hat.

    Insgesamt fand ich es noch immer klasse! 

    Das Vermischen des realen Lebens mit der Spielwelt aus Erebos war genial umgesetzt. Und als die Aufträge des Spiels in die reale Welt gewechselt haben, bin ich wieder völlig in den Bann des Buches (oder des Spiels) geraten und habe mitgefiebert und gerätselt - obwohl ich das Ende ja eigentlich schon kannte! 

    Was mir dieses mal allerdings unangenehm aufgefallen ist, war die Art, wie der Protagonist teilweise über Mitschüler gesprochen hat. Es passte zwar irgendwie zu seiner Art und meiner Vorstellung, wie Jungs in dem Alter miteinander und anderen umgehen, aber es hat mich trotzdem gestört. Denn es klang für mich nach Mobbing. Das hatte für mich einen faden Beigeschmack.

    Trotzdem hat mir das Buch noch immer sehr gut gefallen und ich kann es unabhängig vom Alter der Lesenden empfehlen. Wer Games mag, kommt hier noch einmal mehr auf seine Kosten, doch auch so ist die Geschichte fantastisch.

  7. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

    (7.071)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Klar 😊 Hier ist die Rezension mit einem passenden Titel:

    🌟 Eine Reise in die Welt der Fantasie – Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist ein faszinierender Fantasy-Roman, der Leser jeden Alters in eine magische Welt voller Abenteuer und tiefgründiger Botschaften entführt. Im Mittelpunkt steht der schüchterne Junge Bastian Balthasar Bux, der ein geheimnisvolles Buch entdeckt und schließlich selbst Teil der Geschichte wird.

    Besonders beeindruckend ist die fantasievolle Welt Phantásien, die mit außergewöhnlicher Kreativität beschrieben wird. Figuren wie Atréju oder der Glücksdrache Fuchur bleiben lange im Gedächtnis. Gleichzeitig behandelt das Buch wichtige Themen wie Mut, Selbstvertrauen und die Kraft der Fantasie.

    Ein zentrales Motiv ist das „Nichts“, das die Fantasiewelt bedroht. Es kann als Symbol für den Verlust von Fantasie und Hoffnung in der realen Welt verstanden werden und gibt der Geschichte eine tiefere Bedeutung.

    Der Schreibstil ist lebendig und bildhaft, sodass man sich leicht in die Handlung hineinversetzen kann. Besonders originell ist die Idee, dass Leser und Geschichte miteinander verschmelzen – das macht das Buch einzigartig.

    Insgesamt ist Die unendliche Geschichte ein zeitloses Werk, das nicht nur spannend ist, sondern auch zum nachdenken anregt.

  8. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

    (601)
    Aktuelle Rezension von: Malte_Hermann

    Frank Schätzings Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der Raumfahrt, Energiehunger und Überwachung ineinandergreifen. Ich begleite eine Reise zum Mond – Prestigeprojekt und Versuchslabor –, während auf der Erde Konzerne, Dienste und Hacker um die Vorherrschaft über Energien ringen. Helium-3 gilt als Heilsversprechen, doch je höher die Visionen steigen, desto sichtbarer werden Abhängigkeiten, Spannungen und Grenzen der Machbarkeit. (Mehr: https://love-books-review.com/de/limit-von-frank-schaetzing/ )

    Mich reizt die Doppelstruktur: Lunar-Tour und ein bodennahes Ermittlungsnetz, das über globale Schauplätze führt. Die Kapitel wirken filmisch, mit Beschreibungen von Technik, Interfaces und Räumen; ich spüre die Kälte der Algorithmen und den dünnen Atem der Mondoberfläche. Während Drohnen, Daten und Deals den Takt bestimmen, geraten die Figuren in moralische Engpässe: Wie weit darf Fortschritt gehen, wenn seine Kosten Menschen verschleißen?

    Schätzing verbindet Detail und Spannung zu einer Kritik am Glauben an grenzenloses Wachstum. Ich lese darin keine Flucht, sondern Erzählung über Verantwortung: Innovation braucht Regeln, sonst kippt sie in Raubtierlogik. Trotz des Tempos bleibt Raum für Staunen – über Ingenieurskunst und Sehnsucht, die Erde von außen zu sehen. Zugleich empfinde ich Beklemmung, weil Macht in Netzen zirkuliert, die niemand kontrolliert.

    Limit hinterlässt mich elektrisiert und nachdenklich: ein Panorama aus Weltraumglanz und irdischer Schattenökonomie, das fragt, wo Fortschritt endet – und Menschlichkeit beginnen muss.

  9. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.085)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich muss gestehen, dass „Die Geschichte der Bienen“ schon über 4 Jahre bei mir im Schrank lag. Jetzt allerdings habe ich mich bereit für den Roman von Maja Lunde gefühlt.

    In dem Roman geht es vereinfacht gesagt um Bienen. Die Geschichte der Bienen wird von drei Generationen betrachten. Dem 1870er, dem 2007 und der 2098. Konkret der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft.

    Es geht um die Beginne der Bienen und der Imkerei. Das spielt vorwiegend in der Vergangenheit. Wie die Bienen nützlich sind und wie man als Menschen und Bevölkerung von ihnen profitiere kann.

    Die Gegenwart betrachtet das Absterben der Bienen durch Krankheiten. Diese sind ausgelöst durch den Klimawandel und haben Auswirkungen auf die Welt und Lebensmittel.

    Der letzte Abschnitt ist die Zukunft. Hier sind die Bienen schon gestorben und es gibt keine mehr. Die Gesellschaft muss die Pflanzen händisch bestäuben, um noch den Prozess am Laufen halten zu können.

    Es ist wirklich sehr spannend und zeigt die Tragweite der Bienen und auch die Folgen mit dem Verlust dieser. Wirklich eine sehr wichtige Lektüre, welche gelesen werden sollte.

    Auf dem Cover ist eine kleine süße Biene abgebildet. 

  10. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (885)
    Aktuelle Rezension von: Eve_Wae

    Klappentext:

    Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. Ein totalitärer Staat, der keine Gnade kennt. Und eine stille Heldin, die den Ausbruch versucht: »Der Report der Magd« ist große Literatur und noch viel mehr.

    Für Millionen Leserinnen auf der ganzen Welt ist Margaret Atwood die wichtigste literarische Stimme eines warnenden Feminismus. Ihre beklemmende Dystopie löste bei Erscheinen im Jahr 1985 einen kollektiven Aufschrei aus. Die weltweite Faszination ist geblieben.

    Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...


    Meine Meinung:

    Ich bin über die Serie The Handmaid’s Tale auf Disney+ gestolpert und war sofort gefesselt. Ich bin komplett in diese Welt eingetaucht und wollte unbedingt wissen, woher das alles kommt. So bin ich schließlich bei Der Report der Magd von Margaret Atwood gelandet.

    Und ehrlich gesagt hat mich das Buch genauso wenig losgelassen wie die Serie.

    Die Geschichte spielt in Gilead, einem ehemaligen Teil der USA, der nach einem religiösen Umsturz zu einem totalitären Regime geworden ist. Frauen haben keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen weder lesen noch arbeiten noch über ihr eigenes Leben bestimmen. Sie existieren nur noch als Besitz und im schlimmsten Fall als Gebärmaschinen.

    Im Zentrum steht June Osborn, die als Magd im Haushalt eines Kommandanten lebt und gezwungen wird, für ihn ein Kind zu bekommen. Allein diese Ausgangssituation ist schon schwer auszuhalten, aber was das Buch daraus macht, geht noch viel tiefer.

    Besonders spannend fand ich die Form. Die Geschichte ist wie ein Bericht aufgebaut, fast wie ein persönliches Protokoll. June erzählt bruchstückhaft von ihrem Leben nach dem Umsturz, ihren Erinnerungen, ihren Gedanken. Dazwischen stehen die sogenannten historischen Anmerkungen aus der Zukunft, in denen ihr Bericht wie ein Fundstück analysiert wird. Das macht das Ganze noch beklemmender, weil es plötzlich nicht mehr nur wie Fiktion wirkt, sondern wie etwas, das tatsächlich passiert sein könnte.

    Die Handlung an sich ist ruhig und unspektakulär. Es geht nicht um große Action, sondern um das Aushalten, das Erinnern und das Überleben. Gerade das hat es für mich so intensiv gemacht. Margaret Atwood schreibt nüchtern und teilweise fragmentarisch, was die Ausweglosigkeit nur noch verstärkt.

    Ein Detail, das mir erst nach und nach bewusst wurde, hat mich besonders getroffen. Die Namen der Mägde. June wird „Desfred“ genannt, eine Andere heißt zum Beispiel „Desglen“. Am Anfang habe ich das einfach hingenommen, ohne groß darüber nachzudenken. Bis mir klar wurde, dass das nicht einfach Namen sind. Sie bedeuten „des Fred“, „des Glen“. Die Frauen besitzen nicht einmal mehr ihre eigene Identität. Sie gehören ihren Kommandanten. In Junes Fall ist das Fred Waterford. Dieser Moment des Verstehens hat für mich noch einmal deutlich gemacht, wie konsequent dieses System Frauen entmenschlicht.

    Es ist definitiv keine leichte Lektüre. Der Umgang mit Frauen, die völlige Kontrolle über ihre Körper und ihr Leben, das alles ist schwer auszuhalten. Und gleichzeitig wirkt es erschreckend real. Gerade weil das Buch schon in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich heute fast noch aktueller an.

    Fazit:

    Für mich war „Der Report der Magd“ keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt. Es ist ein Buch, das nachwirkt, das einen beschäftigt und das einem unangenehme Fragen stellt. Genau das macht es so stark.

  11. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

    (1.049)
    Aktuelle Rezension von: einbisschenbuecherei

    Das Buch befasst sich eingehend mit den Themen Rassismus, gesellschaftliche Unterschiede und soziale Ausgrenzung.  Besonders interessant fand ich die Erzählung aus der Perspektive eines Kindes, das die Menschen als gleich empfindet, Hass nicht versteht und völlig unvoreingenommen ist. Trotz seines Alters hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt und ist heute genauso relevant wie in den 1960er Jahren. Das Buch ist eine prägnante Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig leicht zu lesen ist.

  12. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

    (1.233)
    Aktuelle Rezension von: JBreath

    Ein spannendes Grundkonzept mit wechselnden Perspektiven, das vor allem im ersten Teil gut funktioniert. Die verschiedenen Blickwinkel der vier Verdächtigen machen das Rätseln interessant und halten die Spannung über weite Strecken aufrecht.


    Die Figuren sind zwar teilweise etwas klischeehaft angelegt (Streberin, Sportler, Problemkind etc.), aber insgesamt solide umgesetzt. Gegen Ende lässt das Buch jedoch nach: Der Fokus verschiebt sich stärker auf eine Figur und ihr Liebesleben, was die eigentliche Spannung etwas abschwächt. Auch das Ende wirkt stellenweise unnötig konstruiert, besonders im Hinblick auf die Auflösung und den Epilog.


    Der Twist ist grundsätzlich interessant, passt aber nicht ganz zum Titel, der dadurch etwas irreführend wirkt. Insgesamt ein gutes, unterhaltsames Buch, das aber sein starkes Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten kann.

  13. Cover des Buches Selection – Die Kronprinzessin (ISBN: 9783733501389)
    Kiera Cass

    Selection – Die Kronprinzessin

    (2.244)
    Aktuelle Rezension von: Betty_B

    Hier wird nun der Spieß umgedreht: Etwa zwanzig Jahre nach der Geschichte der ersten Bücher, hat das sich dort gefundene Paar (wer wissen will, wer es wird, lese die ersten Bände ;) mehrere Kinder, darunter Eadlyn, die Kronprinzessin. Zunächst war ich skeptisch, dass es jetzt ein neues Casting gibt, statt Frauen nun Männer und man hatte sich doch nach drei Bänden an die erste Konstellation sehr gewöhnt. Doch je länger man Eadlyn und ihre Bewerber verfolgt, desto interessanter wird es. Als Kronprinzessin ist sie gut gezeichnet, etwas verschroben und streng, weiß sie zunächst nicht mit der Männerhorde umzugehen. Immerhin bestand ihr Leben zuvor und auch jetzt noch aus vielen Pflichten! Doch sie lernt dazu und hinterlässt begeisterte Leser*innen.

  14. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

    (750)
    Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher

    "The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
    MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! 

  15. Cover des Buches DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben (ISBN: 9783453270633)
    Estelle Maskame

    DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

    (1.200)
    Aktuelle Rezension von: Janchen_Maerchendrache

    Eine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern, die ansich eine gute Mischung aus kribbeligen Gefühlen und einem gut gewählten Handlungsort war, aber für mich ging es nach dem 1. Band nicht mehr weiter, weil die Liebesgeschichte der zwei über mehrere Bände hinweg zu kämpfen hatte und das entsprach einfach nicht meinem Geschmack, wurde alles zu sehr in die Länge gezogen, meiner Meinung nach.

  16. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

    (576)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Buendía über mehrere Generationen hinweg im Ort Macondo. Realität und Fantasie gehen dabei ständig ineinander über, wodurch eine sehr eigene, fast schon entrückte Welt entsteht.


    Der Einstieg war für mich eher schwierig. Viele Figuren, ähnliche Namen und schnelle Wechsel innerhalb der Handlung haben es unübersichtlich gemacht. Auch im weiteren Verlauf bleibt das Buch fordernd und verlangt viel Aufmerksamkeit.


    Mit dem Schreibstil bin ich nicht wirklich warm geworden. Die Erzählweise wirkt oft sehr dicht und gleichzeitig sprunghaft, wodurch für mich wenig Lesefluss entstanden ist. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte einzutauchen.


    Inhaltlich steckt viel in dem Roman, vor allem in Bezug auf Familie, Wiederholungen und Einsamkeit. Allerdings blieb vieles für mich eher schwer greifbar und hat mich emotional nicht wirklich erreicht.


    Insgesamt ein literarisch besonderer Klassiker, der viele interessante Ansätze hat, mich aber weder sprachlich noch inhaltlich richtig überzeugen konnte.


  17. Cover des Buches Children of Blood and Bone (ISBN: 9783596712168)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone

    (498)
    Aktuelle Rezension von: AnnieHall

    Zélies Welt war einst voller Magie – bis zu der Nacht, in der der machthungrige König von Orïsha alle Magier töten ließ. Diese Blutnacht nahm Zélie ihre Mutter und raubte einem ganzen Volk die Hoffnung. Doch Jahre später bekommt sie die Chance, die Magie nach Orïsha zurückzubringen. Dafür begibt sie sich auf eine gefährliche Mission und muss ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein – besonders dem Kronprinzen, der alles daran setzt, die Rückkehr der Magie zu verhindern.

    Children of Blood and Bone entführt die Leserinnen und Leser in eine faszinierende Welt, die stark von westafrikanischer Mythologie inspiriert ist. Früher konnten Flammentänzer das Feuer beherrschen, Geistwandler Träume erschaffen und Seelenfänger über Leben und Tod wachen. Diese kulturellen Einflüsse verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und heben sie von vielen klassischen Fantasywelten ab. 

    Im Mittelpunkt steht die junge Zélie, deren Mutter während der Blutnacht ermordet wurde. Ihre Wut, Trauer und Hoffnung sind spürbar und machen sie zu einer starken und glaubwürdigen Hauptfigur. Seit jener Nacht leben Menschen mit magischem Potenzial unterdrückt und in ständiger Angst, doch als sich für Zélie die Möglichkeit ergibt, die verlorene Magie zurückzubringen, beginnt eine gefährliche Reise durch Wüsten, Städte und spirituelle Welten. Besonders spannend sind dabei die verschiedenen Arten von Magie, die Götter und Rituale, die der Geschichte eine große Tiefe verleihen.

    Neben dem spannenden Abenteuer greift das Buch auch ernste Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung und Machtmissbrauch auf. Dadurch wirkt vor allem der Konflikt zwischen Magiern und Nichtmagiern emotional und teilweise erschreckend real. 

    Mitunter ist die Geschichte allerdings etwas überladen und schreitet sehr schnell voran. Viele Ereignisse passieren in kurzer Zeit, wodurch einige Entwicklungen oder Beziehungen etwas überstürzt erscheinen. Auch manche Nebenfiguren bleiben weniger ausgearbeitet, als es die komplexe Welt eigentlich verdient hätte.

    Trotzdem ist Children of Blood and Bone ein spannender und emotionaler Auftakt einer Fantasytrilogie mit einer starken Heldin und einer außergewöhnlichen Welt. Für LeserInnen von Jugendfantasy sowie Geschichten über Rebellion, Identität und Hoffnung ist das Buch eine klare Empfehlung. 

  18. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis des Pan (ISBN: 9783551314932)
    Sandra Regnier

    Das geheime Vermächtnis des Pan

    (1.724)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Felicity Morgen ist nicht das was sich die Elfenwelt von ihrer Prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist nicht besonders attraktiv und etwas tollpatschig ist sie auch noch. Sie ist so ganz das Gegenteil von Lee, ihrem neuen Mitschüler. Er ist super sexy und ein richtiger Frauenschwarm. Umso verwunderlicher ist, dass er ausgerechnet ihr nicht von der Seite weicht. Doch irgendetwas ist seltsam. Er scheint ihre Gedanken lesen zu können, verschwindet einfach so wochenlang und hat etwas absolut magischen an sich. Was steckt dahinter?

    Ich muss sagen ich bin ehrlich ein wenig entsetzt…In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich darum, wie fett und hässlich Felicity denn ist und,, dass Lee eigentlich viel zu gut für sie ist. Also alles seeehr oberflächlich. Keine Ahnung wie dieses Buch je den Leserpreis gewinnen konnte. Denn gerade die Zielgruppe ab 14 Jahren sollte so etwas auf gar keinen Fall lesen müssen. Kein Wunder, dass so viele Jugendlichen sich in ihrem Körper nicht wirklich wohl fühlen. ich denke ich verstehe was die Autorin damit bezwecken wollte, nämlich dass jeder etwas aus sich machen kann. Das ging aber deutlich nach hinten los.

    Leider muss ich auch erwähnen, dass mich das Buch trotzdem irgendwie in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist auf jeden Fall mal etwas anderes und der Weltenaufbau ist etwas ganz besonderes. Ich wollte unbedingt herausfinden, was sich hinter all den Vorkommnissen verbirgt. Das spricht ja eigentlich für das Buch. Der Fantasy Teil zeigt sich leider erst so richtig nach der zweiten Hälfte. Vorher ziehen sich die Geschehnisse leider manchmal etwas. In der zweiten Hälfe geht es dann aber so richtig los.

    Ich denke eine Überarbeitung würde sicher nicht schaden. Ich hoffe wirklich darauf in Band zwei eine Verbesserung der Missstände zu sehen. Es wäre so schade um die Grundidee.

  19. Cover des Buches Die Hütte (ISBN: 9783548069876)
    William Paul Young

    Die Hütte

    (630)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.

    So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt. 

    Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht. 

    Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.  

  20. Cover des Buches To all the boys I've loved before (ISBN: 9783423626804)
    Jenny Han

    To all the boys I've loved before

    (763)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Bookgirl

    Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unspektakulär. Genau genommen fand es gar nicht statt. Dafür war sie schon öfters hoffnungslos verliebt und um sich jemandem anzuvertrauen, schreibt sie Abschieds-Liebesbriefe, die sie in ihre Hutschachtel legt. Doch als die Briefe auf einmal zu ihren Empfängern gelangen, bricht ihr rein imaginäres Liebesleben in Chaos aus… ✉️

    Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich den Film „To all the Boys I’ve loved before“ gesehen habe, aber als ich das Buch im Buchladen gesehen habe, durfte es ganz spontan mitkommen. Da ich den Film bereits geliebt habe, hatte ich auch hohe Erwartungen an das Buch, die leider nicht ganz erfüllt wurden. 🎀

    Den Schreibstil von Jenny Han finde ich relativ angenehm und ich bin dementsprechend auch recht schnell durch das Buch durchgekommen. 

    Den Charakteren hat es hin und wieder etwas an Tiefe gefehlt, aber da es ein Jugendbuch ist, hatte ich vielleicht einfach nur zu hohe Erwartungen.


    Lara Jean war mir grundsätzlich sehr sympathisch, auch wenn ich manche ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte.
    Die Jungs waren mir beide total unsympathisch und Lara verdient definitiv jemand besseren! 🤍

    Das Buch war trotzdem sehr süß, auch wenn ich in diesem Fall den Film tatsächlich besser fand. 🌸

    𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩:
    𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘴𝘦𝘩𝘳 𝘴üß𝘦 𝘙𝘰𝘮𝘊𝘰𝘮 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘧𝘪𝘯𝘪𝘵𝘪𝘷 𝘦𝘪𝘯 𝘔𝘶𝘴𝘵-𝘙𝘦𝘢𝘥 𝘰𝘥𝘦𝘳 -𝘞𝘢𝘵𝘤𝘩 𝘧ü𝘳 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘴 𝘔ä𝘥𝘤𝘩𝘦𝘯! 🧁💗

    3.5/5 ★

  21. Cover des Buches Zeitenzauber (ISBN: 9783846601495)
    Eva Völler

    Zeitenzauber

    (1.020)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Im zweiten Band dieser Trilogie reist Anna ins 17. Jahrhundert nach Paris. Sebastiano ist bereits dort und scheint sein Gedächtnis verloren zu haben. Er kennt Anna nicht mehr und weiß auch nicht, dass er ein Zeitreisender ist. Er hält sich für einen Musketier. Anna muss es irgendwie gelingen, seinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen..

    ❤️ Hat mir wie bereits Band 1 sehr gut gefallen. Ich mag Zeitreiseabenteuer, und das Paris im 17. Jahrhundert ist an sich schon spannend! :)  

    19.12.25

  22. Cover des Buches Numbers – Den Tod im Blick (Number 1) (ISBN: 9783551315847)
    Rachel Ward

    Numbers – Den Tod im Blick (Number 1)

    (1.184)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die fünfzehnjährige Jem lebt in den weniger glanzvollen Teilen Londons bei Pflegeeltern, die sie hasst. Ihre Mutter hat sie vor Jahren eines Morgens tot in ihrem eigenen Erbrochenen gefunden. Überdosis. In der Schule hat sie keine großen Chancen. Die Mitschüler piesacken sie, wann und wo es geht. Ihr einziger Freund, Terry, genannt Spinne, treibt sich in kriminellen Milieus herum und erscheint noch seltener zum Unterricht als sie.

    Das ist die Ausgangslage von Rachel Wards fantastischem Jugendroman “Numbers – Den Tod im Blick”, Auftakt einer Trilogie. Fantastisch? Ach ja. Eine Kleinigkeit habe ich vergessen zu erwähnen: Jem kann das Sterbedatum eines jeden Menschen vorhersehen, dem sie in die Augen schaut. Auch das von Spinne – und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit.

    Reale Fantasy – fantastische Realität?

    Die Fantasy-Elemente in “Numbers” halten sich in Grenzen. Und dies ist die eine Sache, die mir an dem Roman sehr gut gefällt. Ich mag fantastische Bücher, die sich wie realistische Thriller lesen, die also wohldosiert mit wenigen Elementen die Handlung über den Alltag erheben, ansonsten jedoch die Figuren und ihre Beziehungen in den Mittelpunkt stellen. Exakt das macht Rachel Ward in “Numbers” – und sie macht dies extrem gut.

    Jems “Zahlensehen” ist so massiv in einen trostlosen und realistischen Alltag eines Mädchens aus der Londoner Unterschicht eingebettet, dass dieses fantastische Element vollkommen beiläufig und damit glaubwürdig erscheint. Gleichzeitig ist es für die Geschichte von zentraler Bedeutung. Eine schwierige Gratwanderung, die die Autorin souverän meistert. Hut ab vor Wards Leistung.

    Unverwechselbare Erzählstimme

    Das zweite Element, das dieses Jugendbuch herausragen lässt, ist die Sprache. Anders als so häufig in Unterhaltungsliteratur steht sie nicht allein im Dienst des Erzählens einer spannenden Geschichten (was ebenfalls sehr gut gelingt), sondern trägt ganz massiv zur Atmosphäre und vor allem zur Charakterisierung der Ich-Erzählerin Jem bei.

    Jems Stimme, die eines klugen, nur nicht unbedingt gebildetes Mädchens der Unterschicht, das viel zu früh erwachsen und zynisch geworden ist und doch wiederum in ihrer Kindheit feststeckt, ist Ward herausragend gelungen und für mich der eigentliche Star dieses Romans. Bewundernswert, wie konsequent die Autorin diese durchaus anspruchsvoll zu schreibende Sprache durchhält und zum Vorteil verwendet.

    Spannend, aber nicht flach

    Trotz dieser originellen und interessanten Erzählstimme bleibt “Numbers” hauptsächlich ein Thriller und wird keine psychologisierende Milieustudie. Im Hintergrund werden Fragen über Verantwortung, Schicksal und freien Willen aufgeworfen – und nicht zuletzt eine ergreifende Liebesgeschichte erzählt. Rachel Ward schreibt im besten Sinne anspruchsvolle, solide Unterhaltung, die verzaubert, ohne den Blick für die Realität zu verstellen. Idealer Lesestoff, wenn man mich fragt.

    Fazit

    Ein schlichtweg spannender Jugendroman, der sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

    Die Sprache und die wohl dosierten Fantasy-Elemente sind für mich die beiden herausragenden Elemente des Romans, die ihn für Autoren interessant machen. Wer lernen will, wie man seiner Perspektivfigur eine authentische, ausgefallene und trotzdem nicht anstrengende Erzählerstimme verleiht und wie man fantastische Romane schreibt, ohne der Realität zu entfliehen, sollte einen analytischen Blick auf Rachel Wards “Numbers – Den Tod im Blick” werfen.

  23. Cover des Buches Die Blutschule (ISBN: 9783404175024)
    Max Rhode

    Die Blutschule

    (1.035)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    In zwei Tagen ausgelesen und was soll ich sagen... ich bin wie immer begeistert. Ich mag einfach den Schreibstil - der hier stark an die ersten Werke erinnert - und die Art wie sich die Spannung immer mehr und mehr steigert, sodass man die letzten Seiten eigentlich nur noch überfliegen möchte und endlich zu erfahren wie es ausgeht. Und immer ist das gewisse Augenzwinkern mit dabei (und sei es nur bei den Danksagungen oder wie in diesem Fall, ohne zu viel verraten zu wollen, bei den Beschwerden).

    Die Aufregung über den Preis kann ich mal nun gar nicht nachvollziehen. Ich schließe mich da völlig der Bewertung des Sebastian F. an (und ich traue Herrn Fitzek durchaus zu, dass er diese Bewertung tatsächlich selber geschrieben hat). Ein Buch ist doch etwas das sich optisch etwas her machen sollte, das ich mir danach ins Bücherregal stelle und gerne nochmal in die Hand nehme. Der Verlag oder Herr Fitzek oder wer auch immer es endgültig entschiedet, gibt sich immer sehr viel Mühe, dass die Bücher hochwertig aussehen und auch in diesem Fall macht es etwas her. Es ist ja kein einfaches Taschenbuch und ich halte den Preis für völlig angebracht.

    Für mich ist es ein gelungenes Erstlingswerk im Bereich Horror/Fantasy und ich würde mich über weitere Werke von Herrn Rhode alias Fitzek sehr freuen. Ob das Buch nun in Zusammenhang mit dem Joshua-Profil steht, wird sich dann ja nächste Woche raus stellen.

    Das Buch ist - wie ich finde - nicht viel blutiger oder rauer als gewohnt. Es wird - wie man es kennt - an den Stellen aufgehört zu beschreiben die man auch einfach nicht genauer ausgeführt haben möchte. So war es schon immer und so wird es vermutlich bleiben. Den Bücher sind - im Gegensatz zum TV nun mal reines Kopfkino.

  24. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783442719709)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

    (293)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Saša Stanišić ist ein Autor, der sich, ähnlich wie bspw. Kazuo Ishiguro, viel Zeit für seine Romane lässt. Zwischen dem ersten Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, der ihn zu einem Shootingstar der deutschen Literaturszene machte, und dem zweiten Roman „Vor dem Fest“ lagen acht Jahre, zwischen dem zweiten und dem dritten Roman „Herkunft“ dann immerhin auch noch fünf (wobei hier in der Zwischenzeit auch ein schmaler Band mit Erzählungen erschien).

    Diese Langsamkeit hat etwas Sympathisches und lässt die Romane schon vor der Lektüre wie etwas Kostbares (und auch wie etwas sehr Gewissenhaftes) erscheinen. Möglicherweise ist es diesen Erwartungen und dem Sympathievorschuss geschuldet, dass ich mich mit „Herkunft“ ein bisschen schwergetan habe. Aber vielleicht zunächst zum Inhalt, auch wenn er wohl bereits jeder/m an dem Buch Interessierten durch Klappentext und andere Besprechungen bereits bekannt sein dürfte:

    Der Roman liest sich wie eine fiktionalisierte und mit Ausschmückungen versehene Biographie des Autors, mit speziellem Fokus auf die Beziehung zu seiner Großmutter und den Jahren nach der Flucht aus dem ehem. Jugoslawien in der neuen „Heimat“ Deutschland. Die einzelnen Kapitel sind kurz und Stanišić bedient sich immer wieder unverhofft schöner Sprachkapriolen, statt einfach nur einen gelungenen Stil zu pflegen und springt viel in der Zeit hin und her, was manchmal einen etwas übereifrigen Eindruck macht.

    So entsteht aus der Schilderung eines Lebens ein Gestrüpp/Geflecht von sich überlagernden Empfindungswelten, das zwar immer wieder beeindruckende Muster hervorbringt, aber auch genauso oft zu leichten Verhedderungen in der Wahrnehmung führt, zumindest bei mir war es so. Stanišić greift auf viele Register und Stilmittel zurück, sein Roman ist ein sehr agiles Konstrukt, aber manchmal wirkt es dabei nicht nur bravourös, sondern wie auf allzu flüchtigen Ideen erbaut.

    Was dabei vor allem verloren geht, ist die Anschaulichkeit. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl, das Stanišić einem wichtigen Detail viel Mühe angedeihen lässt, dabei aber über das Ziel hinausschießt, weil das Anschauliche eben eine Frage der Balance und nicht der Kompensation ist. Es mag vermessen wirken, dass ich über einen hochverdienten Autor solch eine Kritik verhänge, aber auch wenn ich viele meiner Eindrücke relativieren kann, dieser Eindruck bleibt doch bestehen.

    Dabei ist Stanišićs Sprache keineswegs ohne Prägnanz. Vielmehr hat sie alles: Witz, Prägnanz, Ruhe, Dynamik, nur eben manchmal in für mich unpassenden Verhältnissen/Ausprägungen. So schwingt viel mit, aber wenig verdichtet sich zu einem Begriff, einem Verstehen, in das man sich begeben kann. Vielleicht ist die Erwartung, die aus dieser meiner Auseinandersetzung hervorscheint, auch einfach fehl am Platze. Vielleicht haben diese meine Erwartungen etwas mit der oben bereits genannten Aura der Sorgfalt zu tun, die (für mich) Stanišićs Romane umgibt. In jedem Fall ist „Herkunft“ ein wichtiges Buch, das mitunter auch blendend unterhält, aber auch einige Längen hat.

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