Bücher mit dem Tag "abgeschiedenheit"

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54 Bücher

  1. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.431)
    Aktuelle Rezension von: koechl

    Dieses Buch hat sich komplett anders entwickelt, als ich es erwartet habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen etwas ungewöhnlichen Krimi handelt. Ja, es ist ein Krimi, aber die eigentlichen Kriminalelemente (mit Ausnahme des Gerichtsprozesses in hinteren Teil) bilden nur einen ganz kleinen Teil der Handlung.

    In den Sümpfen North Carolinas wird die Leiche von Chase Andrews gefunden. Der Sheriff geht nicht von einem Unfall aus und stellt Untersuchungen an. Sein Verdacht fällt schnell auf Kya Clark, die abgeschieden und isoliert von allen anderen im Marschland wohnt und von jedermann nur "das Marschmädchen" genannt wird.

    Erzählt wird hauptsächlich aus Kyas Perspektive, wie sie als Kind zunächst von ihrer Mutter, später vom Rest der Familie verlassen wird. Sie schlägt sich alleine, mit der Hilfe von sehr wenigen Freunden, durchs Leben, geht nicht zur Schule, lebt von Fisch- und Muschelfang. Ihr Freund Tate bringt ihr lesen bei und hilft ihr, zwei Bücher zu veröffentlichen.

    Ich fand das Buch schön zu lesen, auch wenn es ganz anders war, als erwartet. Allerdings war ich bis zum überraschenden Ende hin und her gerissen, wie ich es nun bewerten sollte. Mir kam doch vieles zu unwahrscheinlich vor (Kya kann zwar lesen und schreiben und verbringt viel Zeit in der Natur, aber wissenschaftliche Bücher zu verstehen und sogar selbst zu schreiben, scheint mir doch etwas weit hergeholt). Wenn man darüber hinwegsieht, ist es aber eine schöne Lektüre, die mich am Schluss sogar zu Tränen gerührt hat.

  2. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

    (952)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Schon vor langer Zeit habe ich die Verfilmung dieses Klassikers der neueren Literatur geschaut und muss sagen, dass diese schon sehr eindrucksvoll und gleichzeitig bedrückend war, allerdings hätte ich niemals damit gerechnet, wie großartig und packend das Buch tatsächlich ist.

    In diesem begleitet man die namenlose Protagonistin dabei, wie sie, plötzlich von einer unsichtbaren Wand in den Bergen eingesperrt, versuchen muss, ohne jeglichen Luxus, ganz allein und mit relativ wenigen Nahrungsmitteln, klarzukommen. Nur ein Hund, später noch eine Kuh und eine Katze, begleiten sie in ihrem spartanischen Leben und werden mehr und mehr zu ihrer Familie. Die ganze Geschichte hätte dabei echt langweilig werden können, doch dem war ganz und gar nicht so, denn diese war zwar relativ sachlich, aber auch einfach nur wahnsinnig spannend und packend geschrieben. Das Buch ist ein Bericht über das, was der Protagonistin geschieht und spiegelt perfekt deren Gefühle und Gedanken wider. Es zeigt die bedrückende Einsamkeit, aber auch die Schönheit der Natur und des Alleinseins, der Ruhe und der Entschleunigung. Außerdem wurde die innige Beziehung zwischen der Protagonistin und den Tieren richtig toll beschrieben und jeder Verlust, den sie erleiden muss, war richtig schlimm für mich, da ich die Tiere auch sehr ins Herz geschlossen habe, allen voran Luchs, den bayrischen Gebirgshund. 

    Was die Protagonistin angeht, so fand ich diese ebenfalls richtig großartig und vor allem interessant geschrieben. Sie ist eine Mutter und Witwe in ihren Vierzigern und wirkte auf mich recht pragmatisch. Schnell passt sie sich ihrer neuen Situation an und versucht, einfach nur zu überleben. Dabei verändert sie sich immer mehr, wird immer ruhiger, leidet aber auch hier und da unter einer Art Depression. Dennoch kämpft sie, wobei ihr gerade auch ihre Tiere und die Verantwortung helfen.

    Alles in allem war dieses Buch super ruhig und unaufgeregt geschrieben und dennoch fand ich den Bericht einfach nur mitreißend und super atmosphärisch. Es zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist und dass aller Luxus nichts wert ist, wenn es ums pure Überleben geht. Gleichzeitig muss sich auch die Protagonistin auf das Wesentliche besinnen. Ich hätte jedenfalls niemals gedacht, dass mich dieses Buch so sehr begeistern könnte und kann sagen, dass es für mich ein absolutes Lesehighlight ist. 

  3. Cover des Buches Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle. (ISBN: 9783596705580)
    Arno Strobel

    Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.

    (1.127)
    Aktuelle Rezension von: TTurtle

    Ich habe sehr viele Empfehlungen auf Booktok und co. zu diesem Buch erhalten und mich sehr darauf gefreut. Leider wurde ich enttäuscht. Ich wurde einfach nicht warm mit diesem Buch und auch wenn sehr viel Arbeit dahinter stand, die Charaktere und deren Geschichten aufzubauen und zu verknüpfen, war es nichts für mich. Ich habe eine ähnliche Story-Line schon einmal gelesen und im direkten Vergleich verlor dieses Buch für mich. Trotzdem war es flüssig zu lesen, daher 3/5 Sternen.

  4. Cover des Buches Liebes Kind (ISBN: 9783423218368)
    Romy Hausmann

    Liebes Kind

    (1.121)
    Aktuelle Rezension von: makama

    Eine  einsame Hütte irgendwo im Wald im Niemandsland zu einer Grenze, alles ist abgedunkelt - niemand darf raus, nur der Mann hat Kontakt zur Außenwelt, geht arbeiten..... doch die Frau und die Kinder nicht - doch dann eine Flucht - die Frau schwer verletzt - das Mädchen verstört - doch wo sind der Mann und der Junge .....

    Fazit und Meinung ---- ein Thriller ist das nicht - aber das Buch ist sehr verstörend. Es ist aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben - und langsam - ganz langsam kommt die ganze düstere Wahrheit ans Licht. Am Ende wird es noch mal sehr dramatisch und das ganze Ausmaß dieser Welt, die sich auf die dunkle Hütte, den Mann, die Kinder und die "Mutter" bezieht kommt ans Licht.  So ganz weiß ich nicht was ich davon halten soll - das Buch hat mich fasziniert und abgestoßen - gebe 4 Sterne

  5. Cover des Buches Wahn (ISBN: 9783828994393)
    Stephen King

    Wahn

    (446)
    Aktuelle Rezension von: DunkleKraehe

    Edgar hat einen Unfall, der sein Leben verändert. Er findet Gefallen an der Malerei und zieht in ein einsames Haus an Floridas Küste namens Duma Bay. (Dies ist auch der Originaltitel).

    In dem Haus und der Umgebung wird er dann mit seinen inneren und mit äußeren Geistern konfrontiert.

    Wie King diese Story aufbaut, ist absolut meisterhaft. Der Protagonist kommt uns nah, immer neue Figuren tauchen auf und werden ungemein geschickt in die Handling verwebt. Die Stimmung, die diese Buch transportiert, ist sogar stärker als beispielsweise bei »Es« oder »Shining«.

    Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Sicherlich eines der fünf besten von Stephen King.

  6. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

    (374)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    In Alaska, in den 20er Jahren, wollen Mabel und Jack der Hoffnungslosigkeit entfliehen und neu beginnen. Aber die Aufbruchsstimmung ist in Ernüchterung gewichen. Mabel und Jack sind nicht mehr die Jüngsten, und das harte Leben auf ihrer erst im Werden begriffenen Farm hat beide viel Kraft gekostet. In einer kargen, kleinen Hütte auf zum Teil noch nicht mal erschlossenem Ackerland lebend, weit ab von den nächsten Nachbarn, umgeben von Kälte und rauer, wilder Landschaft, ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Die Beziehung der beiden leidet trotzdem sie sich aufrichtig lieben. Aber eines Abends bauen sie gemeinsam eine Schneefigur, ein Mädchen. Am nächsten Tag ist das Schneemädchen dort, aber sie sehen ein Blondes Mädchen im Wald.

    Die ersten Eindrücke des Buches sind das winterliche Alaska, das die Autorin beschreibt: Einsam, still, weiß und freudlos. Der Winter steht bevor, und mit ihm lange Dunkelheit. Die Stimmung ist bedrückend. Das Land strahlt Erbarmungslosigkeit aus. Ivey schreibt schnörkellos, direkt mit wenigen Adjektive und dennoch schafft sie eine Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und Bilder im Kopf malt. Was folgt, ist eine sachte, melancholische Mischung aus Märchen, semi-historischer Abenteuergeschichte und Landschaftsroman. Ivey nimmt sich viel Zeit für ihre Geschichte und ihre Figuren. Sie lässt den Leser lange im Unklaren über das ‚Schneemädchen‘. Und selbst, wenn man glaubt, das Geheimnis sei gelöst, belehrt sie ihn eines besseren und greift den märchenhaften Unterton geschickt wieder auf. 

    Mein Fazit: Ein Irgendwie-Märchen eingebettet in eine raue, gnadenlose, atemberaubend schöne Landschaft. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Einsamkeit, Depression und Durchhaltevermögen. Ein sehr eigenes, besonders Buch, das den Leser mit in eine schneebedeckte Welt nimmt, in der Wirklichkeit und Traum miteinander tanzen.

  7. Cover des Buches Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville (ISBN: 9783954187065)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville

    (462)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    Ich habe den Roman in der Übersetzung von Gisbert Haefs gelesen.

    Doyles Roman verbindet gekonnt Schauergeschichte und Detektivroman: In der düsteren Moorlandschaft wird ein möglicherweise übernatürliches Verbrechen durch Holmes’ kühle Logik aufgelöst. Die Auflösung ist vollständig und berücksichtigt alle zuvor verstreuten Hinweise – ein Paradebeispiel für klassische Kriminallogik.

    Aus heutiger Sicht wirkt es unfreiwillig komisch, dass das Übernatürliche im Namen der Wissenschaft als Aberglaube einfacher Leute abgetan wird, während gleichzeitig die Phrenologie – das Deuten von Charakter und Intelligenz anhand der Schädelform – als ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung dargestellt wird. Die weiblichen Figuren sind passiv, klischeehaft und rein funktional. Insgesamt spiegeln sich hier sehr verstaubte Weltbilder. 

    Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt der Roman sehr lesenswert, nicht nur als Krimi, sondern auch als spannendes Dokument seiner Zeit.

  8. Cover des Buches Eisige Schwestern (ISBN: 9783426520147)
    S. K. Tremayne

    Eisige Schwestern

    (623)
    Aktuelle Rezension von: honeyandgold

    In diesem Jahr hab ich einfach kein Glück. Das zweite Buch aus 2026 gestaltet sich erneut eher als Flop. Der Anfang fühlt sich ein wenig an wie ein Horrorfilm, unsere Protagonistin hat ihre Tochter durch einen tragischen Unfall verloren. Lydia, ihre Zwillingschwester, leidet unter psychischen Problemen und die Ehe mit ihrem Mann Gus läuft auch nicht mehr so toll. Plötzlich behauptet Lydia ihre verstorbene Schwester zu sein und unsere Protagonisten Sarah stoßt immer wieder an ihre Psychischen Grenzen. 

    Das Ganze jetzt Psycho-Thriller zu nennen ist schon sehr weit hergeholt. Wir begleiten ein trauernde Mutter auf ihrem Weg. Sarah jedoch dreht irgendwann komplett durch und beschuldigt ständig ihren Mann, ohne vorher die Fakten zu überprüfen und natürlich stellt sich alles dann als falsch heraus. Gut, Gus ist auch kein Heiliger und ebenso unsympathisch wie Sarah. Ich hab selbst keine Ahnung von Kinder Erziehung aber ich hab mir oft die Haare gerauft. 

    Das Ende war tatsächlich ganz in Ordnung. Aber Psycho-Thriller würde ich es trotzdem nicht nennen. 

  9. Cover des Buches Wild like a River (ISBN: 9783499003998)
    Kira Mohn

    Wild like a River

    (664)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Wild like a River

    Autor*in: Kira Mohn

    Erschienen in Deutschland: 2020

    Originaltitel: -

    Erschienen in -: -

    Übersetzer*in: - 

     

    Weitere Informationen: 

    Genre: Slice of Life, Drama, Hetero, Romance

    Preis: € 12,99 [D] | € 13,40 [A]

    Seiten: 395

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-499-00399-8

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

    Rezensionsexemplar: Nein 

     

    Inhalt:

    Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt... 

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das Buch habe ich auch zufällig in der Bibliothek gesehen und ich muss sagen, ja, solche Art von Büchern zieht mich halt total an, aber ich denke, das dürfte eh sowas von offensichtlich sein, wenn man sich auch mal so ansieht, was ich so über die letzten Jahre gelesen habe. Auch das Buch hier arbeitet mit zwei Perspektiven, sowohl mit der von Haven, als auch der von Jackson. 

    Außerdem gibt es damit auch zwei Handlungsstränge, die eng miteinander verwebt sind. Auf der einen Seite hat man Jackson, der früher mal wohl eher ein Arsch war und sich dann weiterentwickelt hat, mit Haven etwas ernsthaftes haben möchte, sie aber nicht verschrecken will. Gleichzeitig will er sie vor seinen Freunden schützen, was dann aber nach hinten losgeht und ihn dazu bewegt sich zu fragen: Sind diese Leute wirklich meine Freunde? Warum sehe ich sie als meine Freunde an, wenn ich die meiste Zeit nichts mehr mit ihnen anfangen kann und mir ihre Art mehr peinlich ist als alles andere? Er hat zwar ein bisschen zu lange gebraucht, um das zu kapieren, aber vermutlich, weil er es eine lange Zeit einfach hingenommen hat. 

    Da ist aber auf der anderen Seite Haven, die mehr über ihre eigene Vergangenheit lernen möchte, mehr über ihre verstorbene Mutter und auch alles, was ihr Vater ihr verschwiegen hat, eben, um sie in Schutz zu nehmen. Das gleiche Motiv also wie bei Jackson und bei beiden geht es in die Hose, bei beiden hat Haven dann erstmal Vertrauensprobleme, die sie allerdings abbaut. Auch findet sie heraus, wer sie selbst ist, was sie von sich selbst erwartet, vom Leben und wo sie in Zukunft stehen möchte. 

    Fand ich sehr angenehm zu lesen und die Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt, wie er sich die Zeit nimmt und sie langsam herausfindet, was es bedeutet, jemanden zu lieben und sich auf diese Person einzulassen. Ja, doch war sehr schön und sehr süß. Dazu noch die schöne Natur, die ich mir ausnahmsweise in meinem Kopf vorstellen konnte... keine Ahnung, ich hab ja schon ewig ein Problem mit meinem Kopfkino, meinem schwachen. Aber den See und den Wald hab ich mir richtig gut vorstellen können. Da hat mein Hirn auf einmal keine Probleme mehr :D 

     

    Fazit:

    Ja, doch, das war wieder sein sehr gemütliches Buch, hat für gemütliche wenn auch dramatische Lesestunden gesorgt. Trotz oder auch gerade wegen der schweren Themen. Und ich fand die Dynamik zwischen den beiden ziemlich gut, wie auch die Art, wie sie mehr über sich und ihre Vergangenheit herausgefunden hat. Da kam es doch zu einigen Plottwists. Mir hat das Buch gefallen und bekommt insgesamt von mir fünf Sterne. Und auch hier spreche ich eine Lese-Empfehlung aus! 

  10. Cover des Buches Die kleine Bäckerei am Strandweg (ISBN: 9783492312424)
    Jenny Colgan

    Die kleine Bäckerei am Strandweg

    (399)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Polly zieht es von Plymouth nach Mount Polbourne, eine kleine abgelegene Halbinsel im Nirgendwo, nachdem die Firma des Freundes und damit auch die Beziehung den Bach runter gingen und sie auf einem Haufen Schulden sitzt. Zuerst scheint noch alles aussichtslos und keine Einnahmequelle in einer Form eines neuen Jobs oder einer positiven Veränderung sind in greifbarer Nähe. Als Polly die Liebe zum Backen wieder entdeckt sind plötzlich alle begeistert, außer Mrs Manse, die Bäckerin von Polbourne, darum backt sie vorerst heimlich und immer mehr Bewohner schleichen sich zu Polly, um ihre außergewöhnlich leckeren Backwaren zu erstehen. Auch Tarnie, ein Fischersmann und Huckle, ein amerikanischer Aussteiger sind begeistert. Aber nicht nur vom saftigen Brot.

    Dies ist eine so liebevoll erzählte Geschichte mit vielen Details und schönen Momenten. Er hat auch viele positive Botschaften in sich, das Motto ist, seine Träume zu verfolgen, nie aufzugeben.

    Mir gefällt die Schreibweise des Buches sehr gut, auch wenn manche Wörter und Beschreibungen mir neu waren. So liest man Seite für Seite flott dahin und saugt den Inhalt nur so auf.

    Besonders hat mir der Papageientaucher Neil gefallen und Pollys Liebe zu ihm, auch wenn die Hauptliebesstory sich um zwei andere Herren dreht. 

    Auch ein trauriger Part ist im Buch enthalten, welchen ich so garnicht erwartet hätte.

    Ein wirklich abwechslungsreiches, kurzweiliges Buch.

  11. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.008)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Henning Mankells „Mörder ohne Gesicht", der erste Band der Wallander-Reihe, hat mich von Anfang an durch seinen prägnanten und reduzierten Erzählstil überzeugt. Der Schreibstil mag zunächst ungewohnt erscheinen, erinnert aber mit seiner präzisen, teils stakkatoartigen Erzählweise an die Direktheit eines „Maschinengewehrs". Diese Klarheit, gepaart mit dem Verzicht auf überflüssige Ausschmückungen, sorgt dafür, dass die Handlung stets auf den Punkt bleibt und nie ins Stocken gerät. Selbst alltägliche Handlungen, wie Wallanders Reisen von einem Ort zum anderen, werden aufs Wesentliche reduziert, ohne dass dabei etwas fehlt.

    Die Handlung selbst ist geprägt von rea-litätsnaher Polizeiarbeit. Wer actiongela-dene Szenen, Explosionen oder filmreife Verfolgungsjagden sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen überzeugt das Buch durch die nüchterne und präzise Darstellung von Ermittlungsarbeit. Gerade diese sachliche Herangehensweise macht die Geschichte so fesselnd - die Spannung entsteht aus der Authentizitat der Arbeit und den falschen Fahrten, denen man als Leser ebenso auf den Leim geht wie die Ermittler. Mankell schafft es meisterhaft, den Leser in den Denkprozess der Ermittler einzubeziehen, sodass man selbst miträtseln kann.

    Kurt Wallander ist eine Figur, die mich besonders beeindruckt hat. Mankell gibt einen tiefen Einblick in seine Persönlichkeit und Gefühlswelt. Wallander ist ein vielschichtiger Charakter, der manchmal unsympathisch wirkt, gleichzeitig aber auch seine menschliche und mitfühlende Seite zeigt. Diese Ambivalenz macht ihn glaubwürdig und interessant. Es ist spannend, Wallanders Entwicklung im Verlauf des Buches zu beobachten, und ich freue mich darauf, seine charakterliche Reise in den folgenden Büchern weiterzuverfolgen.

    Ein weiteres Highlight des Buches ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen. Besonders auffällig ist, wie aktuell die Diskussionen über Themen wie Asylpolitik und Rassismus auch heute noch sind - mehr als 30 Jahre nach Erscheinen des Buches. Dies verleiht dem Werk eine zeitlose Relevanz und regt zum Nachdenken an. Ich bin gespannt, welche weiteren gesellschaftlichen Fragestellungen Mankell in den nächsten Bänder -'fgreifen wird.

    Insgesamt ist „Mörder ohne Gesicht" ein beeindruckender Auftakt der Wallander-Reihe. Die Kombination aus realitätsnaher Ermittlungsarbeit, spannenden Wendun-gen, einem tiefgründigen Hauptcharakter und gesellschaftskritischen Themen macht das Buch zu einem echten Leseer-lebnis. Ich freue mich auf die Fortsetzung der Reihe und bin gespannt, wie sich Kurt Wallander weiterentwickelt.

    Fazit: Ein gelungener Start in eine der wohl bekanntesten Krimireihen - absolut empfehlenswert!



  12. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

    (109)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es geht um Ehre, zumindest sagt das der Titel. Das Buch beginnt auch richtig interessant, die Schwester holt den Bruder aus dem Gefängnis ab und quartiert den Muttermörder in ihre Wohnung. Muttermörder? Die eigene Mama? Also das war ein Satz, der mich sofort aufhorchen ließ.

    Doch sobald ich neugierig bin, macht die Autorin einen Zeitsprung zurück und erzählt von der Oma des Muttermörders, und das verdammt langweilig.

    Zuerst wird von der Oma berichtet, die so viele Schwangerschaften hinter sich und nur Pech mit Mädels hatte. Am Ende stirbt sie und dann konzentriert sich die Geschichte auf die Tochter der Oma, der Mama des Mörders, und es ist so, wie ich es nicht erwartet habe: Langweilig.

    Jedes kleine Detail wird in die Länge gezogen. Sobald die Autorin endlich schafft, mich für sich zu gewinnen, kommt ein Zeitsprung, ruiniert die Bilder, zieht die Handlung in die Länge und im nächsten Abschnitt wird erzählt, wie die Mutter nach England zieht und damit das nicht zu aufregend wird, erzählt die Autorin von der Schwester der Mutter, der jungfräulichen Hebamme, die beste Hebamme aller Zeit, und da war ich so froh, dass das Buch so dick und schwer war. Damit auf meinem Kopf zu schlagen, war eindeutig schöner, als es zu lesen.

    Und die Männer erst: Sie werden weitgehend ignoriert. Der Opa, der Vater, die werden nur am Rande erwähnt, als wären sie nur Penisse, die ihre Aufgabe erledigt und nur noch die Autorin genervt haben, während Oma und Mama so viel Platz bekommen, als hätten die Frauen nach dem Empfängnis des heiligen Spermas nichts mehr mit dem anderen ehelichen Teil zu tun gehabt.

    Die Autorin macht nicht einfach einen Bogen um das aktuelle Thema der Geschichte; sie läuft davon weg und erzählt über alles andere und dafür habe ich nicht gezahlt. Das Problem dabei ist, dass sie nicht wirklich einen Spannungsbogen aufbaut oder auch nur schafft, die Figuren irgendwie sympathisch zu machen. Klar, sie bekommen Gesichter, doch gleichzeitig wird so distanziert erzählt, dass mich die Figuren nicht berührt haben. Dann die Szene mit der Namensgebung: Das war so Hardcore-Türkisch, dass Kopfschütteln allein nicht genügt haben.

    Das Buch ist so langatmig, so langweilig, als hätte der Verleger sich von der Autorin gewünscht, so viel wie nur möglich zu schreiben ohne viel zu erzählen.

  13. Cover des Buches Neuschnee (ISBN: 9783328106418)
    Lucy Foley

    Neuschnee

    (264)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Nachdem mir Sommernacht erstaunlich gut gefallen hatte, musste ich auch den Roman davor noch lesen. Neuschnee erzählt im Grunde eine sehr ähnliche, fast schon schablonenartig gleiche Geschichte wie Sommernacht. Man hat das Gefühl, dass sie mit Sommernacht dazu gelernt hat, und dementsprechend wirken manche Dinge in Neuschnee noch etwas unbeholfen.

    Etwa die vielen Hinweise darauf, dass in dem Ferienort etwas nicht stimmt. Da wird von "Statuen" gesprochen, die später nicht mehr da sind - nur um dann nie wieder erwähnt zu werden. Dann geht es um einen Highlandripper - die Auflösung darum ist aber eher enttäuschend. Und ein kleiner Sideplot kommt sehr aus dem Nichts und hätte vielleicht etwas mehr Zeit gebraucht. Denn man merkt dem Buch an, dass es gerne eine Spur länger hätte sein können, um gerade Nebencharaktere oder die Sideplots besser auszuarbeiten.

    Ansonsten war es aber wieder ein Fest. Die Freundesgruppe war zwar einen Ticken zu groß, gerade am Anfang kommt man schnell durcheinander. Man kann allerdings schnell einige Figuren einfach links liegen lassen, da sie nicht viel hergeben und man sich auch denkt, dass diese nicht das Opfer/der Mörder sein werden. So konzentrieren wir uns auf eine Handvoll andere, bei denen immer mehr ans Licht kommt. Vieles kann man mit geschultem Auge schon vorausahnen, was mal so, mal so funktioniert, einen aber trotzdem bei der Stange hält. Je länger man die Figuren beobachtet, desto mehr bekommt man ein Gefühl für sie und gegen Ende war ich tatsächlich überzeugt, dass theoretisch noch jeder weitere der Freundesgruppe in Gefahr war.

    Dementsprechend bin ich trotz einiger Startschwierigkeiten doch sehr angetan. Es ist nicht ganz so gelungen wie der andere, aber wie gesagt, vermutlich hat sie nach diesem Roman einfach gedacht, das kann ich noch besser und es auch so getan. Deshalb ist Neuschnee kein schlechter Roman, ganz im Gegenteil, ich war sehr unterhalten. An der ein oder anderen Stelle konnte ich es einfach nicht weglegen und so, wie es am Ende alles zusammenkommt, wünsche ich mir fast eine Fortsetzung mit diesen Figuren. Denn Potenzial wäre auf jeden Fall da.

    Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  14. Cover des Buches Sunshine Man (ISBN: 9783758700408)
    Emma Stonex

    Sunshine Man

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie_Frankfurt

    Ich hatte anfangs etwas Mühe reinzukommen, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Dieses Tagebuchartige mit den vielen Zeitsprüngen machte es mir zu Beginn schwer, in die Geschichte einzutauchen. Doch dann war sie spannend bis kurz vor Schluss, als der Fall aufgelöst wurde. Das Buch ist empfehlenswert, wenn man sich auf den besonderen Schreibstil einlassen kann.

  15. Cover des Buches Als das Böse kam (ISBN: 9783423263399)
    Ivar Leon Menger

    Als das Böse kam

    (369)
    Aktuelle Rezension von: Marcelz

    Ich möchte gar nicht viel von der Story vorweg nehmen. 

    Aber für alle, die einen kurzen Thriller, mit einem plottwist, welchen man nicht sofort erwartet suchen, greift hier zu. Die Story ist für mich sehr originell gewesen, man wusste gerade am Anfang nicht genau wo die Reise hingeht und hat viel spekuliert. Selbst als dann klar war, was und wieso alles so ist, wie es ist, ist das Buch dennoch aufregend.

  16. Cover des Buches Mathilde und Marie (ISBN: 9783423285124)
    Torsten Woywod

    Mathilde und Marie

    (89)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD

    Manchmal braucht es ein einschneidendes Erlebnis, um endlich über seinen Schatten zu springen, Veränderungen zu wagen, sich dem Leben entgegenzustellen, zu sich selbst ehrlich zu sein. Bei Marie führt dies zu einer zunächst kopflos anmutenden Flucht ins Ungewisse. Durch eine ebenso schicksalhafte wie unerwartete Begegnung landet sie inmitten der belgischen Ardennen, in einem kleinen Bücherdorf.

    Torsten Woywod möchte den Leser dazu animieren, in diesen aktuell schwierigen, stressigen und durchaus ungewissen Zeiten, auch einmal innezuhalten. Sich auf all das positive zu besinnen, es wieder wahrzunehmen, ohne dabei die Realität zu verklären. Und – dies darf man ruhig schon zu Beginn sagen – es gelingt ihm ganz grandios.

    Nicht immer ist es ausschließlich das, was aufgeschrieben wurde, das den Leser berührt. Oft sind es die ungesagten Worte, der Raum zwischen den Zeilen, der ein Buch zu einer besonderen Lektüre werden lässt. Selbstverständlich besticht hier auch die Geschichte des Ortes, das Zusammenspiel der sich wunderbar ergänzenden Charaktere und ihrer Entwicklungen, sowie der eingängige und poetische Schreibstil. Die wahre Magie aber entsteht durch eine unbeschreibliche Atmosphäre, die sich vermutlich jedem auf eine andere Art und Weise zeigt.

    Ein wahrhaftiger Wohlfühlroman, der keine allzu großen Wendungen erwarten lässt, das Leben aber auch nicht bloß von seiner rosigen Seite zeigt. Es ist ein bisschen als würde der Leser gemeinsam mit Marie auf Entdeckungsreise gehen und von Grund auf lernen was Wahrnehmung eigentlich bedeutet und was sie vermag. Konkrete Formulierungen für Gefühle zu finden, ist immer schwierig, zumal eine Allgemeingültigkeit sicherlich nicht gegeben wäre. Daher: Unbedingt lesen und eintauchen!

  17. Cover des Buches Der Mann im Leuchtturm (ISBN: 9783734108433)
    Erik Valeur

    Der Mann im Leuchtturm

    (9)
    Aktuelle Rezension von: mama2009
    Meine Meinung und Fazit: 

    Erik Valeur legt mit „Der Mann im Leuchtturm“ sein zweites Buch vor, für mich das erste, was ich gelesen habe. 
    Was mir besonders aufgefallen ist, dass er gekonnt mit Wörter umgehen kann und Dinge bildhaft bzw. im übertragenen Sinn beschreibt. Sicher liegt es auch mit an dem sonderbaren Hauptprotagonisten Viggo, der sehr seltsam anmutet. Seine Art/seine Gedanken sind mitunter nicht so flüssig zu lesen, wie man es von anderen Krimis gewohnt ist, doch meiner Meinung nach lohnt es sich, „durchzuhalten“, um das Geschehen aufgeklärt zu bekommen. Und es wird wirklich alles aufgeklärt, alle Spuren führen zu einem Ergebnis. Das finde ich sehr gelungen. In der Mitte ging es für mich zwar einige Längen, aber wir oben geschrieben, lohnt es sich, die Vergangenheit heute aufgeklärt zu bekommen. Und alle tragen irgendwie und irgendwo ein Geheimnis mit sich umher. 

    Erik Valeur arbeitet auch mit Umschreibungen, was mir besonders bei den beiden Ermittlern aufgefallen ist. Mord-Chef und Nummer Zwei. Und dazu noch ein gelungenes Zitat aus dem Buch von Seite 14: „Nummer Zwei witterte bereits den Hass seines Chefs auf den unbekannten Widersacher - einen Hass, der ihn wie ein Motor antrieb und durch den er berühmt geworden war.“ 

    Das Cover ist auffallend. Der Leuchtturm am Ende des Seelands in rauer Natur, umtost von wildem Wasser. 

    Mein Dank geht an das Team von kriminetz.de und dem blanvalet Verlag für das bereitgestellte Reziexemplar.
  18. Cover des Buches The Revenant – Der Rückkehrer (ISBN: 9783492305655)
    Michael Punke

    The Revenant – Der Rückkehrer

    (68)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein interessantes und sehr spannendes Abenteuerbuch! Es entführt die Leser in eine vergangene Zeit, in eine vergangene Welt, in die nördlichen Prärien des frühen 19. Jahrhunderts. Auch dieses Buch transportiert keine Wildwestromantik, sondern zeigt eine eher grausame Realität. "The Revenant - Der Rückkehrer" ist eine abenteuerliche und auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte, die die Natur und die Gewalt der Menschen und die Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Natur zeigt. Es geht um ein aggressives Geschehen und eine Reaktion darauf, den Wunsch nach Rache. Hugh Glass wird von seinen Reisegefährten beraubt und schwer verletzt in den Prärien zurückgelassen. Dennoch kann er sich retten und dürstet nach Rache. Vielleicht hat ihn auch gerade die Tat seiner Reisegefährten wieder ins Leben zurückgeholt. Wer weiß das schon?!?! Mir erschien es auf jeden Fall so. Dabei fand ich die Schreibe interessant und das Thema gut rübergebracht, etwas gestört hat mich nur, dass die indianischen Bewohner Amerikas hier nicht so gut wegkommen, aber hier spricht nur mein Wunsch und vielleicht auch meine Romantik. Denn beide Bevölkerungsgruppen werden authentisch und menschlich gezeichnet, wir leben ja auf keinem rosaroten Ponyhof. Die lebensfeindlichen Witterungsbedingungen werden perfekt geschildert und der Leser bekommt eine Ahnung davon, was es heißt damals und an diesem Ort gelebt und überlebt zu haben. Ebenso finde ich, dass dieses Buch ein Winterbuch ist, denn in dieser Jahreszeit wird der Geist des Buches noch etwas besser transportiert.

    Interessant finde ich auch, dass das Buch recht wenig Ähnlichkeit zu dem Film aufweist. Und das Buch durchaus realer rüberkommt und damit bekommt der Film, den ich auch sehr schätze, einige Minuspunkte ab. Denn die Figur des Hugh Glass kommt in dem Buch weniger reißerisch rüber, ist aber dafür deutlich lebensechter! Wenn das Drehbuch des Films sich mehr an dem Buch orientiert hätte, wäre der Film ebenso toll geworden. Schade!

  19. Cover des Buches Die Melodie der Schatten (ISBN: 9783404177745)
    Maria W. Peter

    Die Melodie der Schatten

    (189)
    Aktuelle Rezension von: kupfis_buecherkiste

    Fiona soll mit ihrer Tante in die Highlands, doch da wird sie nicht angkommen. Ihre Kutsche wird überfallen, Fiona kann als einzige fliehen, der Kutscher und ihre Tante kommen um. Fiona flüchtet sich auf ein Anwesen, wo sie mürrisch empfangen wird. Das Hauspersonal ist verhalten, der Hausherr verhält sich sehr mürrisch ihr gegenüber. Zudem schleicht ein schwarzer Mann im Haus herum, und erschreckt Fiona nicht nur einmal. Zudem hört Fiona stimmen und Melodien im Haus. Trotz Unmut des Hausherren fängt Fiona an zu forschen, was es mit dem Haus und deren Besitzer auf sich hat. Nach und nach kann sie Vertrauen zum Hauspersonal, aber auch zu den Einwohnern des Ortes aufbauen. Dabei erfährt sie die Geschichte, die nicht nur den Hausherren betrifft, sondern auch ihren Vater – und sie muss sich entscheiden, zu wem sie hält. 

    Die Handlung dieses Buches findet im Jahre 1837 in den schottischen Highlands statt. Fiona entspricht nicht der typischen Rolle einer Frau, die man gewinnbringend verheiraten kann. Sie leidet an Fallsucht, und ihr Vater möchte sie zwar verheiraten, ist aber nicht ganz glücklich, weil er weiß, dass sich keiner seiner kranken Tochter annehmen möchte. Zudem ist er Richter, und möchte sein Ansehen waren. Dagegen hat Aidan Thristan als Hausherr keinen Ruf mehr zu verlieren. Seine Geschwister und sein Vater haben in der Region viele Menschen gewaltsam vertrieben, er selbst war als Verurteilter in Australien. Fiona versucht jedoch, Aidan von der Familienschuld zu befreien, weil sie erkennt, dass er ein gutes Herz hat. Dabei stößt sie aber in ein Wespennest, und muss sich nachher entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Denn sie muss feststellen, dass ihr Vater die Finger im Spiel hatte, als Aidan verurteilt wurde. 

    Das Buch hat mir grundsätzlich gut gefallen. Es lässt sich gut und einfach lesen, und man kann gut dabei bleiben. Das Buch wird mit Schauerliteratur beworben. Hier muss ich leider sagen, die habe ich vergeblich gesucht. Ja, der Mord am Kutscher und an Fionas Tante sind grausam gewesen. Auch der beschriebene schwarze Mann hat durchaus seinen Hang zur Spannung. Aber unter einer Schauerliteratur verstehe ich mehr Gruselfaktor, den ich einfach für meinen persönlichen Lesegeschmack vermisst habe. Ich würde das Buch eher als Historienroman bewerben. In dieses Genre passt das Buch perfekt. Denn die Autorin Maria W. Peter beschreibt eindringlich, wie Highland Clearances abgelaufen sind. Auf grausame Weise wurden die Highlands geräumt, um den Platz für die Schafzucht zu bekommen. Die betroffenen Menschen wurden gewaltsam auf Auswanderschiffe geschafft, die nach Australien oder auch nach Nordamerika gebracht wurden. Die Autorin erzählt diese Geschichte nahbar am Fall von Aidan Thirstane, und webt Fiona als Liebesgeschichte wunderbar mit ein. Zugegeben, aufgrund des Klappentextes war ich auf eine andere Geschichte eingestellt, die vielleicht auch etwas mehr mit Fantasy oder wirklicher Schauerliteratur zu tun hat. Ich fahr eigentlich auf ein Schlossgespenst oder ein Fluch eingestellt. Doch letzterer Fluch offenbarte sich als Geschichtsroman, dessen Geschichte ich aus Schottland nicht kannte. Das hat mich positiv überrascht und ich konnte durch dieses Buch recht viel lernen. Also lasst euch vom Klappentext nicht irritieren und lest dieses Buch, das leicht zu lesen ist, auch wenn es eine anspruchsvolle Geschichte verbirgt. Definitiv lesenswert.









  20. Cover des Buches Bergkristall (ISBN: 9783458178132)
    Adalbert Stifter

    Bergkristall

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Sanna und Konrad sind Schusterkinder und am 24.Dezember machen sie sich auf den Weg, um den Großeltern Geschenke für Weihnachten zu bringen. Da der Himmel zu zieht und es ja früh dunkel wird und auch noch Schneefall beginnt, drängt die Großmutter die Kinder zum Heimweg. Sanna und Konrad laufen los, aber verirren sich im Schneegestöber in den Bergen und finden in einer Höhle Unterschlupf und harren hier aus. Draußen beginnt eine große Suche nach den Kindern.

    Adalbert Stifter hat mit feiner Feder, eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte geschrieben. Er nimmt uns mit in das kleine Dorf und wir lernen erst die Eheleute kennen, dann die wunderbare Landschaft und dann kommen die Kinder. Das Vertrauen und der Zusammenhalt zwischen Sanna und Konrad ist ganz wunderbar geschrieben und geht einem zu Herzen. Eine ganz besondere und einzigartige Weihnachtsgeschichte. Gerda Reidt hat bei dieser Ausgabe wunderschöne Illustrationen beigesteuert. Ein Weihnachtsklassiker, der nie an Schönheit und Kraft verliert.

  21. Cover des Buches Eine Insel nur für uns (ISBN: 9783959100588)
    Adrian Hoffmann

    Eine Insel nur für uns

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Nina und Adrian haben die Nase voll von ihrem Leben in Deutschland. Das junge Ehepaar wandert aus auf eine recht einsame Insel des Königreichs Tonga im Südpazifik. Ein wahr gewordener Traum scheint perfekt - ein Leben im Paradies ist möglich, wenn man nur Willen und den Mut dazu hat. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt!


    Die Geschichte von Nina und Adrian Hoffmann klingt auf den ersten Blick unheimlich beneidenswert und gigantisch. Wer träumt denn nicht davon? Einmal ausbrechen und seinen Traum leben! 

    Der Erzählstil der beiden wirkt einer Biografie gleich bzw. einem Tagesplan. Wir dürfen gerade auf den ersten Seiten komplett mitfiebern wie alles abläuft vom kündigen der Jobs bis hin zum packen der Kartons. Aber ab da an, wirkt die Story stumpf und spröde und irgendwann auch einfach unglaubwürdig. 

    Zum einen muss man nicht nur Mut haben, alles so in seinem Leben zu canceln, man brauch auch Geld bzw. keine Verpflichtung, sprich keine Haustiere (die beiden nehmen ihren Hund mit, aber sooooo einfach ist das weiß Gott nicht!), Haus und Hof, Kinder etc.. Das ist bei manchen Menschen nicht so leicht. Von nichts bezahlt sich weder Flug noch das normale Leben. Nichtmal der Tot ist umsonst! Was mich aber am meisten stört, wenn man mal hinter die Geschichte blickt und dabei mal ein wenig googelt.....oioioioi....da haut es einem fast die Füße weg aber gut, das muss jeder für sich lesen, hier geht es um das Buch. Für meine Begriffe war das Ganze zu viel Träumerei und ganz ehrlich, was haben sich die beiden vorgestellt? In der Hängematte faulenzen und Cocktails schlürfen? War doch klar dass das nicht klappt.


    Alles in allem ein Buch über zu viel Träumerei und ein Zeichen, das man sich nicht darin verlieren sollte. Mittlerweile sind die beiden getrennt...das sagt schon alles.

  22. Cover des Buches Verloren im Feuer (ISBN: 9783757957742)
    Dieter Burkard

    Verloren im Feuer

    (11)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963

    "Falls du es nicht bemerkt hast, ich bin komisch. Ich bin ein Spinner. Ich passe mich nicht an und ich möchte nicht dazu passen." (Jughead Jonas)
    Sarah zieht nach einem privaten, schweren Unglück von der Kleinstadt Asheville in die Großstadt Charlotte. Hier will sie alles vergessen und neue anfangen. Seltsamerweise fühlt sie sich hier immer wieder verfolgt, unwohl und wird von Albträumen heimgesucht. Als ihre beiden neugewonnenen Nachbarn Jack und Tom für ein Wochenende in Toms abgelegene Hütte fahren, fragt Sarah, ob sie mitkommen kann. Nicht nur, dass es im See fast zu einem Badeunfall kommt, werden sie kurz darauf von einem Unbekannten überrascht. Warum dieser sie verfolgt hat, verheimlicht er ihnen vorerst. Doch die Lage wird angespannt und zusehends bedrohlich, bis es eskaliert und für jeden einzelnen zur tödlichen Gefahr wird. Wer wird diesen erbitterten Überlebenskampf wohl gewinnen und wem kann Sarah überhaupt noch vertrauen? 

    Meine Meinung:
    Das geheimnisvolle Cover und der Klappentext haben mich auf Anhieb fasziniert. Dass man für dieses Buch starke Nerven braucht, stört mich dabei nicht im geringsten. Im Gegenteil, so ist wenigstens für Spannung gesorgt. Der Schreibstil ist unterhaltsam und der Spannungsbogen nimmt kontinuierlich zu. Leider bleiben die Charaktere ein wenig hinter meinen Erwartungen. Mir fehlt auf jeden Fall bei allen ein wenig der Tiefgang und bei Stalker Devin die richtige Motivation, warum er Sarah schaden möchte. Selbst die beiden Nachbarn bleiben recht oberflächlich und blass. Von allen hätte ich gerne noch mehr am Schluss mehr erfahren. Tom ist zurückhaltend und schüchtern, während der gut aussehend Jack doch eher offensiv und unverfroren ist und ich ihm nicht so ganz über den Weg traue. Die Gewaltbereitschaft dieses Thrillers ist vor allem ab der Hälfte extrem hoch, sodass ich verstehe, warum dieses Buch nicht sämtliche Leser begeistert. Vor allem gegen Ende zu empfinde ich einige Szenen dann schon etwas gewagt und übertrieben dargestellt. Die eine oder andere Aktion hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Hier finde ich einen Abschnitt, den Sarah sehr persönlich trifft besonders heftig und unnötig. Die Charaktere sind wohlüberlegt, doch oftmals zu oberflächlich. Jedoch in Sarah kann ich mich gut hineinversetzen. Selbst wenn sie etwas zu sprunghaft, unberechenbar, leichtgläubig und mitunter exzentrisch auf mich wirkt. Bei Störenfried und Soziopath Devin gewährt der Autor uns zwar ein wenig Einblick, doch das war mir dennoch zu wenig. Das Setting mit der abgeschiedenen Hütte in den Bergen und dem See hingegen gefällt mir gut. Ich finde es nur ein wenig seltsam und vielleicht nicht ganz authentisch, dass ausgerechnet in dieser Wildnis die Handys funktionieren. Die Atmosphäre ist besonders im letzten Drittel höchst angespannt und temporeich. Die detaillierten Geschehnisse sind mitunter schon echt heftig zu lesen. Speziell das Entsorgen der Toten lässt selbst mich nicht kalt. Wie man das so herzlos machen kann, ist für mich unbegreiflich. Viele von den Ideen finde ich gut konstruiert, wobei es mir besonders die unerwarteten Wendungen in der Geschichte angetan haben. Folglich bleibt der Plot bis zum Ende unvorhersehbar und fesselnd, weshalb die Geschichte von mir 4 von 5 Sterne bekommt. 

  23. Cover des Buches DIE FARM (ISBN: 9783958352100)
    Tom Abrahams

    DIE FARM

    (16)
    Aktuelle Rezension von: TillyJonesbloggt

    Inhalt/Meinung
    Die „Traveler-Reihe“ von Tom Abrahams ist eine Reihe, die schon lange lesen wollte und endlich bin ich dazu gekommen. Den Start macht „Die Farm“ und ich bin wirklich lange genug um diese Reihe herumgeschlichen. Die wird jetzt in einem Rutsch weggelesen.

    Wo wir gerade im Rutschen sind. Genauso liest sich „Die Farm“ auch. Das gesamte Buch hat ca 230 Seiten und die sind so wahnsinnig schnell gelesen, dass ich das Ende fast nicht kommen sah. Es geht Schlag auf Schlag und zack, ist alles vorbei. Wirklich echt irre.

    Die Grundstory ist schnell erzählt. Auf der Welt wütet ein Pest-Bakterium, dass schnell mutiert und medikamentenresistent ist. Ein schwindend geringer Prozentsatz der Menschheit ist immun, leider findet die Wissenschaftler nicht heraus, warum. Es dauert nur wenige Wochen, bis die gesamte Menschheit am Ende ist.
    Die Geschichte ist in die Zeit um den Niedergang und 5 Jahre später aufgeteilt. Wir erfahren in Rückblicken von Battles Leben, wie alles vonstatten ging, als das Pest-Bakterium seine Heimatstadt erreichte und wie das Leben 5 Jahre später ist. Die Welt hat sich komplett geändert, es gibt keine Regierung und ein krimineller Zusammenschluss namens „Das Kartell“ regiert weite Teile von u.a. Texas. Es wird erst geschossen, dann werden Fragen gestellt. Gerade die Rückblicke, die immer wieder eingestreut sind, zeigen sehr anschaulich, was auf der Welt passiert und wie Battle zu dem wird, der er ist. Und wie er fünf Jahre auf seinem Land mitten im Nichts unentdeckt bleiben konnte.

    Wir begleiten Marcus Battle in seinem Kampf ums Überleben. Ich mochte ihn tatsächlich direkt von Anfang an, denn obwohl er jemand zu sein scheint, der alles kann und an alles denkt und auf alles vorbereitet ist, ist er nicht abgehoben. Alles was er tut und was er kann, ist erklärbar. Nichts passiert einfach so, weil es gerade so schön passt. Er bekommt genauso eins auf die Nase, wie andere und es geht ihm genauso Bescheiden, wie den anderen. Das fand ich wirklich klasse. Er hat strickte Regeln für sein eigenes Überleben aufgestellt und befolgt diese seid 5 Jahren. Solange, bis plötzlich Lola für seiner Tür auftaucht und er einfach nicht Nein sagen kann, als sie um Hilfe bittet. Schnell hat er ziemlich viel Ärger am Hals, den er eigentlich nie haben wollte. Battle entwickelts ich vom kauzigen Einsiedler zu einem Mann, der einer verzweifelten Frau Hilfe leistet und das hat mir wirklich gut gefallen. Er tut das, was er schließlich tut nicht, weil er einfach nur auf die Handlung reagiert, sondern weil er es wirklich tun will.

    Auch die anderen Figuren waren gut, wenn auch manchmal etwas seltsam. Vielleicht lag das an der Übersetzung, das kann ich nicht beurteilen. Aber alle Figuren verhalten sich postapokalyptisch. Der Stärkere regiert die Welt und alle anderen haben sich unterzuordnen. Es gibt eine klare Struktur im Kartell, das auch durch einige Kapitel beleuchtet wird. Sie sind etwas zu sehr von sich überzeugt und ich bin hier wirklich gespannt, was ich in den nächsten Bänden noch über das Kartell erfahren werde.
    Das Ende ist… sorry… einfach nur fies. Cliffhanger vom Feinsten. Wie ich es hasse. ^^

    Fazit
    „Die Farm“ macht auf wenigen Seiten viel her. Die Story ist echt schnell durchgelesen, der Schreibstil zog mich nur so in die Geschichte. Die Handlung ist spannend, es geht Schlag auf Schlag, sodass man als Leser kaum zur Ruhe kommt. Toller Auftakt einer interessanten Reihe, ich bin wirklich gespannt, ob mich auch hier wieder „Der Fluch des zweiten Teils“ einholt und alles ruiniert wird.
    Aber Band 1 kann ich ohne Weitere Bedenken jedem Fan dieses Genres empfehlen!

  24. Cover des Buches Schneebraut (ISBN: 9783596299133)
    Ragnar Jónasson

    Schneebraut

    (29)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Ich bin auf die Reihe aufmerksam geworden, weil ich vor kurzer Zeit die Hulda-Trilogie von Jónasson geliebt und verschlungen habe. Als ich dann erfahren habe, dass er auch schon vorher eine Thriller Reihe geschrieben hat mit ganzen 5 Teilen, war ich Feuer und Flamme und musste mir direkt den ersten Teil davon holen. Hmm…leider hält sich meine Begeisterung für „Schneebraut“ allerdings in Grenzen. Es gab keine wirkliche Spannung im Buch und die Handlung war auch nicht sehr originell – eher á la „Wir sind ein einsames Dorf und werden durch den Schnee von der Außenwelt abgeschnitten“. Die Auflösung am Ende hat mich dann doch etwas überrascht und die atmosphärische Schreibweise, wie auch bei der Hulda-Trilogie konnte das Ganze dann noch retten. Von mir gibt es gut gemeinte 3/5 Sterne für das Buch und ich bin gespannt, ob es im zweiten Teil spannender wird.

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