Bücher mit dem Tag "abhängigkeit"
208 Bücher
- George Orwell
1984
(4.264)Aktuelle Rezension von: eastÜber 75 Jahre ist es her, dass Orwells kritische Dystopie zum ersten Mal erschien. Doch auch in der heutigen Zeit bleibt diese Geschichte aktueller, denn je und Winston Smiths Kampf gegen die Windmühlen der totalen Kontrolle wirkt nicht wie eine Erzählung aus längst vergessener Zeit und leider auch nicht wie Science-Fiction.
Mit kritischem Blick und scharfer Zunge beschreibt Orwell eine Welt, in der keine Gesetze herrschen und doch niemand frei ist, eigene Entscheidungen zu treffen, eine Welt, die das Individuum nicht kennt und die Wahrheit verleugnet. Seine Geschichte ist verstörend und zeigt den Menschen auf seine schlimmste Art, gierig, rücksichtslos machthungrig und jeglichem Verstand gegenüber blind. Aber sie ist auch voller messerscharfer Beobachtungen, die heute noch genauso gültig sind, wie im letzten Jahrhundert.
Apropos letztes Jahrhundert: Orwells Frauenbild ist eher unangenehm, was natürlich seiner Zeit geschuldet ist, aber dennoch sauer aufstößt. Er hat die schlimmste Art von Gleichberechtigung geschaffen: Gemeinsame Rechtlosigkeit, schrieb aber trotzdem einen Protagonisten, der alle Frauen auf ihr Aussehen oder Mutterschaft reduziert.
Davon einmal angesehen bleibt 1984 ein Meisterwerk von einer Dystopie, auch wenn die Lektüre keinesfalls angenehm ist, viel zu deprimierend ist Winstons Leben, seine Welt und die Ausweglosigkeit der totalen Überwachung. Verstörend und grausam ist dieses Buch, aber auch intelligent, eben eines, das man gelesen haben sollte, gerade in solch turbulenten Zeiten.
- Marc Elsberg
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
(1.604)Aktuelle Rezension von: LisaNumbeIn Marc Elsbergs Roman Blackout sind große Teile Europas von einem Stromausfall betroffen, welcher länger als gewöhnlich anhält. Während die alsbald geplünderten Supermärkte aufgrund der unterbrochenen Lieferkette keine Nahrungsmittelnachschübe liefern können und Krankenhäuser mit Notstrom unter immer schwierigeren Bedingungen die notfallmäßige Versorgung zu stemmen versuchen, bemühen sich Politik und Stromerzeuger, den Blackout zu beenden. Doch was zunächst wie ein technischer Fehler erscheint, entpuppt sich nach und nach als gezielter Angriff. Wer könnte dahinter stecken?
Hier kommt der ehemalige Hacker Manzano ins Spiel, welcher glaubt, eine Spur entdeckt zu haben. Doch das Zerbrechen der öffentlichen Ordnung sorgt für wachsendes Misstrauen unter den Menschen, sodass Manzano vom Helfenden zum Gejagten wird. Es entpuppt sich ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird Manzano es schaffen, die Verantwortlichen von seinem Verdacht zu überzeugen, bevor der Blackout die gesamte menschliche Zivilisation betrifft?
Dieses Buch ist nicht nur ein spannender Thriller mit einem realistisch aufgebauten Plot und unvorhersehbaren Wendungen, sondern auch ein populärwissenschaftlicher Ritt durch den Aufbau der Energieversorgung unserer Zivilisation. Wer auf fesselnde Weise etwas über die Funktionsweise von Kernkraftwerken, den Einfluss von Spannungsabfällen auf das Stromnetz und seine Schwächen erfahren möchte, hat mit Blackout die richtige Wahl getroffen.
Sehr empfehlenswert!
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.792)Aktuelle Rezension von: coffee2goDer Thriller von Ursula Poznanski ist immer noch ein Klassiker und wurde soeben von meiner Tochter als Gemeinschaftsprojekt in der Schule gelesen. Gerade, da nun auch ein Fortsetzungsteil erschienen ist, erlebt die Serie wieder einen Aufschwung in der Beliebtheit und dies zurecht. Vor allem die Hauptcharaktere, unter anderem Nick, sind realistisch dargestellt, sodass Jugendliche sich mit ihnen identifizieren können. Der Thriller eignet sich gut für Gespräche und Diskussionsrunden im Nachhinein, was Medien mit uns machen und welche Macht sie besitzen, kann ich nur wärmstens empfehlen.
- Colleen Hoover
Verity – Der Epilog zum Spiegel-Bestseller
(2.190)Aktuelle Rezension von: Jasmin_S1Kurzrezension zu Verity
„Verity“ von Colleen Hoover ist ein fesselnder Psychothriller, der Realität und Manipulation auf beklemmende Weise verschwimmen lässt. Während Lowen das Leben der verletzten Autorin Verity übernimmt, stößt sie auf ein verstörendes Geheimnis, das sie immer tiefer in ein gefährliches Netz aus Lügen zieht. Die düstere Atmosphäre, unerwartete Wendungen und das offene, verstörende Ende machen das Buch zu einem echten Pageturner. Nichts für schwache Nerven – aber perfekt für alle, die psychologische Spannung lieben.
- Margaret Atwood
Der Report der Magd
(859)Aktuelle Rezension von: wortgefluesterDer Report der Magd ist ein beeindruckendes, atmosphärisch dichtes Werk, das mich sowohl fasziniert als auch erschüttert hat. Der Einstieg fiel mir allerdings nicht leicht – die Welt ist so ungewöhnlich und gleichzeitig so beklemmend, dass ich eine Weile brauchte, um mich zurechtzufinden und wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Doch sobald das gelungen war, hat mich die düstere, unglaublich real wirkende Atmosphäre vollkommen in ihren Bann gezogen.
Besonders die Grundidee der Geschichte hat mich tief berührt und teilweise richtig erschreckt. Die Vorstellung, wie leicht gesellschaftliche Strukturen kippen können und wie schnell Menschenrechte verloren gehen, bleibt bedrückend nah an der Realität. Diese Mischung aus Fiktion und erschreckender Plausibilität macht das Buch zu einem intensiven Leseerlebnis.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich die Länge einiger Passagen. Manche Abschnitte wirken etwas in die Länge gezogen, wodurch die Spannung zwischendurch etwas abflacht. Dennoch tut das dem Gesamteindruck nur wenig Abbruch, denn Stil, Atmosphäre und die verstörend aktuelle Thematik tragen die Geschichte kraftvoll bis zum Ende.
Insgesamt ein eindrucksvolles, zum Nachdenken anregendes Buch – für mich klare 4 Sterne.
- Rebecca F. Kuang
Babel
(440)Aktuelle Rezension von: shinyJulieDer chinesische Robin Swift wird als Kind von Professor Lovell nach England gebracht und auf seine Aufnahme in Oxford vorbereitet. Er soll Babel beitreten. Aber schnell merkt er, dass die Arbeit von Babel nur vorteilhaft für England ist und für niemanden sonst.
.
Robin ist ein unglaublich großartiger Protagonist. Man lernt ihn als Kind kennen und begleitet ihn auf seinem gesamten Werdegang, so ist er mir beinahe wie ein Kindheitsfreund vorgekommen. Genauso cool waren aber auch die Freunde, die er schließlich in Babel findet, wo er sich zum ersten Mal so richtig zugehörig fühlt. Besonders Rami war toll. Da ich ein großes Interesse an Sprachen habe, war es unglaublich cool, dass man während dem Lesen praktisch mit Informationen gefüttert wurde und auch die Verbindung von Sprache mit Magie hat mir super gut gefallen. Generell ist der Weltenbau unglaublich durchdacht und realistisch. Aber besonders bewegend war der Umgang mit den nicht englischen Studenten wie Robin und das allgemeine Verhalten von England, beziehungsweise den Engländern als Kolonialmacht. Die Handlung ist super spannend, ich konnte prima mitfiebern und das Ende hat mich absolut geschockt, aber begeistert zurückgelassen. Abgerundet wurde dieses großartige Buch durch den anspruchsvollen Schreibstil. - Paula Hawkins
The Girl on the Train (English Edition)
(736)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.
- Michael Ende
Momo
(2.401)Aktuelle Rezension von: vjohann„Momo“ hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Michael Ende schafft es, mit einer Mischung aus Poesie, Wärme und Tiefgang zu erzählen, wie wertvoll echte Zeit und Aufmerksamkeit sind. Momo, dieses kleine Mädchen, das den Menschen einfach zuhört und ihnen Momente voller Nähe schenkt, hat mich tief berührt – sie zeigt, dass Liebe und Freundlichkeit selbst die dunkelsten Mächte besiegen können.
Beim Lesen habe ich oft innegehalten, weil ich gespürt habe, wie kostbar die kleinen Augenblicke im Leben sind. Die grauen Herren wirken zwar erschreckend, doch Momos Mut, ihr Herz und ihre Fähigkeit zuzuhören strahlen eine unglaubliche Wärme aus. Ich habe gelacht, gestaunt und manchmal sogar Tränen der Rührung vergossen – weil dieses Buch auf sanfte Weise daran erinnert, dass das, was wir einander schenken, am wertvollsten ist: unsere Zeit, unser Herz, unsere Aufmerksamkeit.
„Momo“ ist für mich mehr als ein Märchen – es ist eine Liebeserklärung an die kleinen Momente, die uns im Leben wirklich tragen, und ein Buch, das ich jederzeit wieder aufs Herz legen würde.
- Kelly Oram
Cinder & Ella
(1.690)Aktuelle Rezension von: Tine04Der Prolog steigt heftig in die Geschichte ein. Ich musste das Buch durchlesen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte zerreißt einen das Herz und heilt es dann wieder. Es geht unter anderem um Mobbing und Depressionen, was mir ziemlich nahe ging. Ich habe noch lange nach beenden, darüber nachgedacht.
- Benjamin von Stuckrad-Barre
Panikherz
(129)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderBenjamin von Stuckrad Barre wächst etwas abgeschirmt auf, denn seine Eltern sind typische Ökos und sein Vater Pastor. Als er von seinem Bruder abgelegte Klamotten bekommt und im örtlichen Musikladen Schallplatten entdeckt, ist er plötzlich in einer anderen Welt. Udo Lindenberg wird sein Held, sein Idol und als er heran wächst und anfängt zu arbeiten, schreibt er über Udo und er vernichtet ihn in seinen Kritiken. Sein Held fällt und Benjamin irgendwie auch. Sein Leben ist unstet und wie eine Achterbahnfahrt und er nimmt Drogen, experimentiert mit vielen Stoffen und entwickelt eine Essstörung. Aber er hat auch Höhepunkte und darf Udo treffen und lernt ihn kennen, findet in ihm einen Freund. In den USA trifft er auf einen Held der Buchbranche, Bret Easton Ellis und verbringt berauschte Nächte mit ihm und kommt doch auch wieder runter. Ein Buch mit Udo Lindeberg, über Udo Lindenberg und ein Buch von und über Benjamin von Stuckrad Barre. Er nimmt uns mit auf seinem wilden Ritt durch seine Kindheit und Jugend und sein aufregendes Erwachsenenleben und wir dürfen Backstage sein und viele Prominente treffen. Raschzustände, Sex, Angst, Neuanfang, Absturz, alles ist dabei und am Ende immer ein Udo Song.
- Juli Zeh
Spieltrieb
(426)Aktuelle Rezension von: Wortwelten-LikeTheStory„Spieltrieb“ von Juli Zeh erzählt die fesselnde Geschichte der Schüler Ada und Alev, die sich in ein moralisch fragwürdiges Spiel um Macht, Sex und Manipulation verstricken. Die beiden Jugendlichen wählen ihren Lehrer Smutek als Ziel einer ausgeklügelten Erpressung. Die Handlung entfaltet sich in einem Spannungsfeld zwischen jugendlicher Rebellion und moralischen Abgründen, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Ernsthaftigkeit zunehmend verschwimmen.
Offen gestanden war dies für mich, trotz des gemächlichen Tempos, eine anstrengende Lektüre. Juli Zehs Schreibstil ist in diesem Buch eher intellektuell anspruchsvoll. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, und die zahlreichen Rückblenden, Perspektivwechsel sowie inneren Monologe erfordern eine gewisse Konzentration. Manchmal fühlte ich mich fast wie in einem intellektuellen Wettlauf, bei dem ich nicht immer sicher war, ob ich das Ziel rechtzeitig erreichen würde.
Doch das Ende hat mich dann wirklich gepackt! Die letzten rund 100 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, so spannend war es. Die Wendungen und die Intensität der letzten Kapitel haben mich regelrecht mitgerissen und dafür gesorgt, dass ich das Buch mit einem positiven Gefühl beendet habe.
Fazit:
„Spieltrieb“ ist ein tiefgründiger und provokanter Roman, der den Leser zum Nachdenken anregt. Trotz der Herausforderungen, die das Lesen mit sich brachte, hat mich die Geschichte letztendlich überzeugt. Ich vergebe 3,0 von 5 Sternen.
- Colleen Hoover
Love and Confess
(1.328)Aktuelle Rezension von: New_Adult_FanBisher hatte ich von Colleen Hoover bereits die Reihe zu Layken und Will, "Layla", "It Ends With Us" und "It Starts With Us" (letztere beiden in der englischen Originalversion) gelesen. Mit "Layla" als Ausnahme hatte ich die Bücher geliebt.
Auch "Love and Confess" konnte mich durch und durch überzeugen. Die Geschichte ist - typisch für Colleen Hoover - eher dramatisch und dennoch nicht übertrieben.
Obwohl ich in der Regel ein Fan von Reihen bin, hat es mir bei diesem Einzelband an nichts gefehlt.
Das letzte Kapitel ist für mich das Highlight des Buches. Mehr möchte ich aber nicht verraten.
Definitiv eine Leseempfehlung!! - Ayla Dade
Like Ice We Break
(365)Aktuelle Rezension von: FallendreamsAnfänglich mochte ich das Buch mehr als den zweiten Teil der Reihe, jedoch noch etwas weniger als Teil 1. Meine anfängliche Euphorie hat sich jedoch schnell gelegt.
Teilweise ist das Buch mit so vielen verschiedenen Probleme überladen, dass ich nicht mal mehr richtig mitgekommen bin. Die Autorin hätte sich eher auf Gwens psychische Gesundheit und den narzisstischen Vater konzentrieren sollen, da ich die Storyline sehr interessant fand! Allerdings wurde mir mit Gwens bipolarem Krankheitsbild zu oberflächlich umgegangen. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Die Tension zwischen Gwen und Oscar habe ich nicht gefühlt, da es mir alles in allem viel zu überladen war. Die Story mit Bri und den ganzen Drogen habe ich null gefühlt und empfand es eher als lästig, da in den „wenigen“ Seiten einfach nicht genug Zeit für eine tiefgreifendere Story blieb.
Fazit
Zu viel Drama, viel zu überladen und mir fehlte der Tiefgang. Zwar gab es schöne Zitate zwischen Gwen und Oscar, doch mehr gefiel mir dann auch nicht. Ich fand den Kosenamen „Cheesecake“ etwas weird und die vielen stockenden Sätze machten mir das Lesegefühl etwas kaputt.
- Katharina Brinckmann
Bis zum nächsten Sommer
(28)Aktuelle Rezension von: Pagina86Wieso ich mich für dieses Buch entschieden haben, lag daran, dass ich vor kurzem einen Traum hatte, da ging es um eine junge Frau, die sich in einen älteren Mann verliebte. Der Traum ließ mich nicht mehr los und in meinem Kopf blitzten Erinnerungen auf, dass ein solcher Roman mit dieser Thematik auf meiner Wunschlist steht.
Die Geschichte um Melanie und George hat mich dermaßen verzaubert, dass immer noch die Schmetterlinge in meinem Bauch tanzen und mich in einem Rauschzustand befinde.
Die Story/Handlung an sich, ist ein bisschen flach, eigentlich nichts Besonderes. Dreh- und Angelpunkt sind das junge naive blonde Au Pair Mädchen Melanie aus Deutschland und der erfolgreiche charmante selbstbewusste älterer Geschäftsmann George aus England. Der Altersunterschied ist enorm groß. Die Autorin Katharina Brinckmann hat mit ihren vielschichtigen Charaktere alles richtig gemacht. Melanie war das nette Mädchen von nebenan. Mit ihrer naiven, aber liebenswerten Art konnte sie mich überzeugen.
George ist ein ganz anderes Kaliber. Er strahlt Dominanz aus, er ist unverbesserlich, sehr selbstbewusst in allen Dingen und kann manchmal wirklich ein A* sein. Er hat auch gute und liebenswerte Seiten an sich, die er nur selten zeigen kann. Da George bereits 1937 geboren ist und aufgrund seiner strengen Erziehung, spielte er ständig den großen Beschützer und ließ Melanie kaum "atmen". Eigentlich ist George kein schlechter Mensch, er hat es nicht anders gelernt.
Die Harmonie zwischen Melanie und George stimmt trotz großem Altersunterschied auf jeden Fall. Es ist nicht immer ein Friede-Freude-Eierkuchen-Zustand zwischen den Beiden, sondern es geht um Macht, Eifersucht und Gefahren außerhalb ihrer Liebesblase.
Der Schreibstil war super flüssig und wunderbar zu lesen. Innerhalb 3 Tage inhalierte insgesamt 471 elektronische Seiten. Rekord!!
Da es am Ende einen fiesen Cliffhanger gibt, freue ich mich auf den nächsten Teil "Seit dem letzten Sommer". Ich erwarte in der Fortsetzung, dass sich Melanie emanzipiert und ihren eigenen Weg mit George geht.
Fazit
bezaubernd, selbstbewusst, naiv, jung, alt & harmonisch
- Barbara Kingsolver
Demon Copperhead
(204)Aktuelle Rezension von: pw1Dieses Buch hat mich ziemlich begeistert. Am Anfang war ich skeptisch, ob so ein dickes Werk mich von vorne bis hinten interessieren könnte, aber ich habe schon dickere Bücher gelesen...
Auch bei diesem hier kann ich sagen: Keine Seite war zu viel.
Ich war sehr schnell gefesselt durch den Erzählstil, aus der Sicht des Protagonisten, der immer locker bleibt, egal, wie übel ihm mitgespielt wurde.
Das ließ mich hoffen, dass am Ende alles gut wird. Denn sonst hätte er ja die ganze Geschichte nicht so abgeklärt erzählen können.
Hier wird eine ganz bestimmte Gesellschaft auf sehr anschauliche und liebevolle Art durch die Autorin dargestellt. Ich habe zum Teil ziemlich mitgefiebert.
Es ist ein absolut lesenswertes Buch. Es ist eine Art moderner "David Copperfield". - C. Hoover
Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird
(292)Aktuelle Rezension von: coffee_and_bo0ksIch lese nur Colleen Hoover Bücher, wenn es keine NA/YA Bücher sind. In dem Fall war die Geschichte eine Gradwanderung, da einzelne Scenen wirklich krass waren.
- T. C. Boyle
Das Licht
(112)Aktuelle Rezension von: berlinerkatzeWer hier nach einem spannenden Plot sucht, sucht vergeblich. Die Geschichte ist recht vorhersehbar und beschränkt sich inhaltlich auf klassische Themen der 60er Hippie-Bewegung: Sex und LSD. Dafür sind diese ausführlich und gut beschrieben, sodass ich das Buch flüssig lesen konnte und es an Personen weiterempfehlen würde, die sich für diese Themen interessieren
- Lucinda Riley
Das italienische Mädchen
(482)Aktuelle Rezension von: angeltearzIch liebe die Bücher der Autorin sehr. Weil ich einfach ihren Schreibstil und den besonderen Aufbau ihrer Geschichten einfach großartig finde. Sie erzählt die Geschichten von Frauen, die praktisch ihr Schicksal finden. Im positiven Sinne. Ich liebs sehr!
Gefühlt habe ich auch schon die meisten ihrer Bücher gelesen. Aber es gibt noch einige ältere Bücher von ihr, die ich unbedingt lesen möchte.
Dieses gehörte auf jeden Fall dazu.
Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich hier und da überlegt habe abzubrechen. Roberto ist so ein ekelhafter Charakter, dass ich das kaum ertragen konnte. Wie er mit Rosanna umging. Richtig ekelhaft. Und die arme Rosanna, die ich gerne schütteln wollen würde.
Aber ich habe es beendet und ohne zu spoilern kann ich sagen, dass am Ende alles gut wurde. Typisch der Autorin. Man wird einfach nicht enttäuscht.
Ich habe mich dennoch unfassbar wohl in der Geschichte gefühlt. Auch die Nebengeschichten waren richtig toll und rund. Ich mag es sehr, dass die Autorin sich nicht nur auf die Protas fokussiert, sondern auch den Nebencharakteren ihre Geschichte gibt. - Sally Rooney
Normale Menschen
(272)Aktuelle Rezension von: Lissy0612Als erstes muss sagen, dass ich von dem Buch mehr erwartet habe. Es wurde so hoch gelobt aber Schluss endlich ist es (wie der Titel schon verrät) eine ganz normale Geschichte über ganz normale Menschen.
Ich musste mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, hat für mich irgendwie was von einem Jugendbuch. Die Zeitsprünge haben mir teilweise irritiert.
Es gab für mich keine richtige, spannende Handlung, aber dadrauf ist das Buch wahrscheinlich ausgelegt. Es heißt ja „normale Menschen". Obwohl die Beziehungen ganz schön toxisch waren, um sie als normal zu bezeichnen.
Manche stellen fand ich schwierig... und frage mich, ob die Autorin es heute genauso schreiben oder Sachen ändern würde.
Die beiden Hauptcharaktere Marianne und Connell haben mich zwischenzeitlich total sauer gemacht. Ihm geht es die ganze Zeit nur um ihn und sie lässt alles mit sich machen und entschuldigt sich auch noch für Sachen. Nach der Wut kam dann die Traurigkeit. Traurigkeit für Marianne, weil sie alles mit sich machen lässt.
Alles was Connell ihr antut, alles was ihr Bruder oder ihre Mutter ihr antut und alles was ihre „beste Freundin" ihr antut.
All in All bin ich leider enttäuscht von diesem Buch.
- Kyra Groh
Fake Dates and Fireworks
(469)Aktuelle Rezension von: justryuureadingBecca ist verknallt und das seit 10 Jahren. Dieses Jahr an Silvester plant sie Nils endlich ihre Liebe zugestehen. Schließlich hatten sie sich damals vor zehn Jahren geschworen an Sylvester immer füreinander da zu sein. Becca hat sogar ein Zimmer in einem Wellnesshotel gebucht, um das beste Setting zu haben. Doch dann ist da plötzlich der verhasste Onkel von einem ihrer Kitakinder und Nils reist mit einer Frau an. Das Chaos scheint Becca zu übermannen.
Ich mochte den Schreibstil von Kyra Groh wieder sehr gerne. Sofort war man mitten im Geschehen und konnte mit den Charakteren mitfühlen. Allerdings muss ich sagen, dass ich am Anfang ein wenig Probleme mit Becca hatte. Sie hat mich ein wenig genervt und ich konnte ihr Handeln echt null nachvollziehen. Ich war aber froh, dass ich dran geblieben bin, denn mit der Story erklärt sich auch mehr und mehr ihr verhalten. Die ganze Geschichte mit Nils, der ziemlich unsympathisch rüber kam, lüftet sich und lässt die Sicht auf eine toxische Beziehung zu.
Raphael dagegen mochte ich umso mehr. Er war charmant, immer wie selbstverständlich zu richtigen Zeit am richtigen Ort.
Ich kann dieses Buch auf jedem Fall jedem empfehlen, der RomComs mag. Die Geschichte war witzig, aber auch emotional.
- Marisha Pessl
Niemalswelt
(382)Aktuelle Rezension von: Bella0070Schon das Buchcover hat mich gereizt, das Buch in die Hand zu nehmen. Die Schrift, die sich im Nebel auflöst und das Thema Wasser passen gut zum Inhalt des Buches, denn es regnet die ganze Zeit und in viele Szenen spielt Wasser eine Rolle.
Die Hauptprotagonistin Beatrice, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wir, ist durch den plötzlichen Tod ihres Freundes Jim stark traumatisiert und bricht den Kontakt zu ihren Freunden völlig ab. Fünf Jahre später kommt es zu einem Treffen und zu einem folgenschweren Unfall, der sie und ihre Freunde in die Niemalswelt katapultiert, einer Welt zwischen Leben und Tod, in der sich der gleichen Tag immer aufs neue wiederholt, bis sich die fünf Freunde entscheiden, wer von ihnen überleben soll.
Die Idee an sich ist schon sehr interessant, wenn auch nicht neu. Was würde ich tun in dieser Situation? Beatrice und ihre Freunde gehen verschiedene Stadien durch, jeder versucht die Situation auf seine Weise zu bewältigen und lernen sich dabei immer besser kennen.
Ein sehr spannendes Buch, das am Schluss auch etwas nachdenklich macht mit einer Protagonistin, in die ich mich gut hineinversetzen konnte.
- Mareike Fallwickl
Dunkelgrün fast schwarz
(341)Aktuelle Rezension von: ChristineEDrei Freunde aus schwierigen Familienverhältnissen - zwei Jungen und ein Mädchen. Sie werden älter, verlieren sich aus den Augen und suchen sich, sie finden sich. Was geschieht in den Familien, mit den Eltern?
Die Sprünge zwischen früher und jetzt sind bisweilen anstrengend und man muss aufpassen, wer jetzt was und wo und in welcher Zeit - aber als die Geschichte und ihre Tragik richtig Fahrt aufnimmt, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen geben.
Es rührte mich an und vieles konnte ich nachvollziehen - vieles aber auch so garnicht ... Absolute Empfehlung!
- Brittainy C. Cherry
Wie das Feuer zwischen uns
(658)Aktuelle Rezension von: JaneSchreibtInhalt (spoilerfrei)
Alyssa und Logan waren als Teenager die besten Freunde – auch wenn alle um sie herum vom Gegenteil überzeugt waren. Doch ihre Verbindung hielt genau bis zu dem Moment, als Logan die Stadt und sie ihn am dringendsten gebraucht hätte. Jahre später taucht er plötzlich wieder in True Falls auf – und mit ihm die Erinnerungen an eine Liebe, die nie ganz erloschen ist. Alyssa hat sich längst ein eigenes Leben aufgebaut, doch als ihre Wege erneut aufeinandertreffen, flammt das alte Feuer wieder auf – und bringt alles ins Wanken, was sie sich mühsam erarbeitet hat.
Analyse: Themen & Tropes
Brittainy Cherry verwebt hier klassische Romance-Elemente mit schweren, realistischen Themen.
Second Chance, Opposites Attract, ein deutlicher Grumpy/Sunshine-Kontrast, Trauma-Bewältigung und die Frage, ob Liebe einer kaputten Vergangenheit standhalten kann, bilden das Grundgerüst.Die Geschichte nutzt zwei Zeitebenen – Vergangenheit und Gegenwart –, ergänzt durch eine wechselnde Ich-Perspektive. Was emotionale Nähe erzeugt und die Tragweite der Entscheidungen greifbar macht.
Typisch sind außerdem die melancholische Grundstimmung, die intensive Innenwelt ihrer Figuren und der Fokus auf Heilung – sowohl emotional als auch familiär. Die Neuauflage bringt zudem eine überarbeitete, moderne Optik, doch erzählerisch bleibt das Werk an seinem ursprünglichen Kern.
Subjektive Bewertung
Der Anfang hat mich schon abgeholt: roh, intensiv, emotional glaubwürdig. Brittainy Cherry baut eine Nähe zwischen Alyssa und Logan auf, die wirklich unter die Haut geht. Und bis weit in die erste Hälfte hinein trägt die Dynamik zwischen ihnen den Roman mühelos.
Im letzten Drittel verliert die Geschichte dann allerdings an Kraft. Der rote Faden ist noch da, wirkt aber zunehmend dünn. Statt einer organischen Entwicklung reiht sich ein Ereignis ans nächste, als würde eine Outline pflichtbewusst abgearbeitet, deren Verknüpfung allerdings nicht. Die Emotionalität, die zuvor so fein dosiert war, verliert sich meiner Meinung nach.
Da Cherry schon oft bewiesen hat, wie stark sie erzählen kann, hätte ich mir für diese Neuauflage eine inhaltliche Überarbeitung gewünscht. Das Potenzial ist riesig – mit ein wenig Feinschliff hätte das Buch sein eigenes Niveau aus dem ersten Teil bis zum Schluss halten können.
⭐️⭐️⭐️ (3 von 5 Sternen)
- Raven Kennedy
The Darkest Gold – Die Gefangene
(500)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteThe Darkest Gold – Die Gefangene von Raven Kennedy hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Dieser Auftakt ist kein typisches Fantasy-Märchen, sondern eine intensive, dunkel schimmernde Reise in eine Welt voller Macht, Abhängigkeit und innerer Gefangenschaft. Schon früh wird deutlich: Diese Geschichte ist roh, schonungslos und emotional herausfordernd – und gerade dadurch so außergewöhnlich.
Auren, die goldene Gefangene von König Midas, ist eine der komplexesten Figuren, denen ich seit Langem begegnet bin. Zerbrechlich, abhängig und voller Zweifel – und gleichzeitig trägt sie eine stille Kraft in sich, die sich im Verlauf des Buches immer deutlicher Bahn bricht. Ihre Entwicklung hat mich tief berührt. Ich habe mit ihr gezittert, gehofft, gelitten und ihre leisen Momente der Rebellion gefeiert. Selten habe ich mich so intensiv in die Gedankenwelt einer Protagonistin hineinversetzen können.
Der Schreibstil ist atmosphärisch, bildhaft und poetisch, manchmal sanft und wunderschön, manchmal brutal und beklemmend. Diese Gegensätze schaffen eine unglaubliche Spannung und spiegeln perfekt Aurens inneren Konflikt wider. Die Autorin versteht es meisterhaft, Themen wie Machtmissbrauch, emotionale Abhängigkeit und Selbstfindung mit psychologischer Tiefe zu verweben – ohne jemals belehrend zu wirken.
Die Handlung entfaltet sich langsam, aber intensiv. Die bedrückende Atmosphäre des goldenen Palasts, der gleichzeitig glänzt und erstickt, ging mir unter die Haut. Im letzten Drittel zieht das Tempo deutlich an, und die Wendungen haben mich regelrecht atemlos zurückgelassen. Trotz schwerer Themen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Mein Fazit:
Ein brillant geschriebener, vielschichtiger und emotional aufwühlender Reihenauftakt, der lange nachhallt. Wer eine leichte Romantasy sucht, ist hier falsch – wer jedoch eine tiefgehende, düstere Geschichte über Kontrolle, Schmerz und den Weg zur Selbstbefreiung lesen möchte, wird dieses Buch lieben. Für mich ein absolutes Highlight und ein Auftakt, der mehr als neugierig auf die Fortsetzung macht.Ganz klare 5 von 5 Sternen! 🌟🌟🌟🌟🌟























