Bücher mit dem Tag "abrechnung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "abrechnung" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.351)
    Aktuelle Rezension von: AlisonBurgers

    Der Autor beeindruckt durch fantastisch gewählte Sprache, insbesondere in Konversationen und inneren Monologen. Gepaart mit viel Phantasie und guter Recherche lässt Timur Vermes die Geschichte erschreckend real wirken. Wer mit diesem Humor klarkommt wird das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Einziger, kleiner Makel: das Niveau kann nicht komplett durchgehend bis zum Ende gehalten werden. 

  2. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.492)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Nach der erfolgreichen Rettung im ersten Teil und den vielen positiven Schlagzeilen in allen Zeitungen, soll Carl Mörck einer norwegischen Delegation Fragen zum Sonderdezernat Q geben, doch alles scheint irgendwie schief zu laufen. Er bekommt eine Assistentin , die er nicht will. Doch der Dickkopf Rose scheint sich nicht verschrecken zu lassen. Assad ist begeistert, wird er doch morgens mit allen möglichen Komplimenten im Dienst begrüßt.

    Als Assad darauf besteht einen alten Fall zu lösen, lässt sich Carl nur schwer darauf ein, doch etwas ist merkwürdig. Der Fall galt als abgeschlossen und keiner weiß eigentlich wie die Akte in den Keller zu den Drei gekommen ist. Als Mörck sich daraufhin natürlich erst Recht in den Fall verbeißt, stellt er fest, dass der bestrafte Täter vielleicht die Schuld bewusst auf sich genommen hat, da die damalige Elite Uni Mannschaft, die heute alle wohlhabende und berühmte Persönlichkeiten in Dänemark sind, anscheinend mehr Dreck am Stecken haben als bisher bekannt. Obwohl sogar die Polizeipräsidentin ihn blockieren will und er kurz vor der Suspendierung steht, ist es natürlich unmöglich einfach aufzuhören und die Ermittlungen gehen erst so richtig los....

    Mit Rose bekommt das ganze nochmal einen Schwung und einen weiteren Charakterkopf, welcher der Handlung richtig gut tut. Schon relativ früh kennt man die Bösen, doch in dem Fall gelingt es gut, alles in Frage zu stellen und dabei hilft auch ein ehemaliges Mitglied der Gang, die ein besonderes Interesse am Tod Ihrer ehemaligen Mitschüler hat. Gelungen geschrieben , tolle Charaktere und ein Mörck der trotz seiner wenig charmanten Art, einfach überzeugend ist.

    Auch wenn ich ein Spätleser dieser Reihe bin, ist der 3. Teil schon besorgt und es ist schön, wenn man sich auf etwas freuen kann, was zwar noch auf einem Riesen Stapel liegt aber ganz sicher nicht enttäuschen wird, so wie dieser 2. Teil. Natürlich 5 Sterne und eine klare Empfehlung an alle, welche bislang noch nichts mit dieser Reihe anfangen konnten.

  3. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (353)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Shadow wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, weil seine Frau bei einem Unfall stirbt. So weit, so tragisch und so klar. Was danach geschieht entwickelt sich zu einem Roadmovie bei dem man dem Protagonisten an der Seite des Mannes namens Wednesday auf Schritt und Tritt folgt.

    Der Autor ermöglicht dabei den Blick auf Kleinstädte, Großstädte und in das Gedankenkonstrukt von Shadow. Denn immer wieder wird dieser mit der Frage konfrontiert woran er glauben soll und was er für die Wahrheit halten sollte. Deutlich wird dies vor allem, als Shadow zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und kurzweilig untertauchen muss. Dabei öffnet der Autor eine Nebenhandlung der eigentlichen Story, die man recht bald wieder aus den Augen verliert, jedoch nicht unbeachtet lassen sollte, da sie für das Ende noch mal einiges hergibt.

    Was besonders auffällt, nichts scheint so zu sein, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Denn die Frage, ob alte oder neue Götter stellt sich zum Schluss hin aus einem ganz anderen Grund als zunächst vermutet. Dabei wird man absichtlich erst ab der zweiten Hälfte des Buches nicht mehr nur mit Shadows Sichtweise der Dinge konfrontiert, sondern lernt auch noch eine weitere Figur kennen. Deren Existenz erschließt sich letztlich aus einem anderen Grund als gedacht und eröffnet dem Autor zugleich die Möglichkeit, die Geschichte in ihrer eigentlichen Haupthandlung abzuschließen.

    So toll dies umgesetzt ist, lässt die Geschichte nicht darüber hinwegtäuschen, dass an manchen Stellen die Dialoge doch irgendwie auch ins Leere laufen. Hinzu kommt, dass sich Gaiman gelegentlich in Details verliert, die für die eigentliche Handlung nicht unbedingt zweckmäßig erscheinen. Erstaunlicherweise offenbart sich deren Anlass mitunter erst nach einigen Kapiteln - oder erst sehr weit zum Ende hin.

    Der Director's Cut verfügt letztlich noch über einen Bonusteil, welchen der Autor aus einem anderen Kapitel herausgestrichen hat. Meiner Meinung nach irgendwie schade, da es doch recht witzig umgesetzt ist.

    Fazit: American Gods befasst sich mit der Frage, welche Götter einen größeren Stellenwert im Leben der Menschen noch besitzen und welche überhaupt überflüssig geworden sind. Im Grunde ist es eine Mischung mehrerer Genres, die sich nicht 100%tig zuordnen lassen. Was das Buch zugleich schon wieder genial macht. Über einige Längen und offene Stränge täuscht das jedoch nicht hinweg.

  4. Cover des Buches Totenkünstler (ISBN: 9783548285399)
    Chris Carter

    Totenkünstler

     (699)
    Aktuelle Rezension von: Sabrina1988

    Super geschrieben,  mega spannend und unvorhersehbar. Absolut empfehlenswert 

  5. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.281)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy

    In dem dritten und letzten Teil der Millenium Reihe von Stieg Larsson, steht Lisbeths Prozess im Vordergrund.
    Denn sie wird wegen Mord vor das schwedische Gericht gestellt. An ihrer Seite steht steht wieder Mikael Blomqvist.
    Doch dieser stellt nebenbei noch andere Ermittlungen an, und ihm wird bewusst, dass hinter diesem Fall mehr dahinter steckt als erwartet.

  6. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426304297)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  7. Cover des Buches Schattenspiel (ISBN: 9783442377329)
    Charlotte Link

    Schattenspiel

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Der Autoringelingt es meisterhaft die Schicksale, Emotionen und Lebensumstände der verschiedenen Protagonisten zu einem emotional fesselnden Ganzen zu verweben. Geschickt wechselt sie dabei zwischen Personen, Zeiten und Ot´rten und lässt so Langeweile keine Chance. Vielmehr fiebert der Leser von Situation zu Situation mit den Geschehnissen mit und kann die nächste Wendung kaum abwarten.

    Der Spannungsbogen ist dadurch nicht konstant, es ist mehr ein ständiges Erwarten eines neuen Spannungsausbruchs - der auch ab und zu kommt.

    Die Figuren sind sehr gut und mit viel Tiefe und Charakter gezeichnet in all ihrer Unvollkommenheit und Zerrissenheit. Man kann garnicht anders, als mit ihnen mitzufühlen.

    Das ganze Geschehen wird durch die Autorin in einer tollen, leicht lesbaren, aber sehr anschaulichen Schreibweise dargeboten. Von solchen Krimis wünscht man sich mehr...!

  8. Cover des Buches Das Muschelessen (ISBN: 9783492274005)
    Birgit Vanderbeke

    Das Muschelessen

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht der alles kontrollierende Vater einer Familie, der jedoch gar nicht anwesend ist. Während Ehefrau, Tochter und Sohn, darauf warten, dass das sonst so pünktliche Familienoberhaupt von seiner Dienstreise zurückkehrt, kommen sie ins Gespräch über den Vater, über seine Familienführung und, als er sich immer mehr verspätet, auch darüber, wie es wäre, würde er überhaupt nicht mehr auftauchen. Nach und nach berichten alle Familienmitglieder von der Tyrannei des Vaters, seinem autoritären und gewalttätigen Regime, in dem nur seine Wünsche und Ziele von Bedeutung sind, in dem vor allem das Familienbild perfekt sein muss. Keines der Familienmitglieder aber entspricht wirklich den Vorstellungen des Vaters, was er diese auch spüren lässt. Und jetzt, wo Mutter, Tochter und Sohn das erste Mal wirklich offen miteinander sprechen, zerfällt langsam das so sorgsam aufgebaute Bild und dem Vater wird Stück für Stück seine Autorität genommen.


    Die Idee der Geschichte finde ich großartig. Die Umsetzung entspricht leider absolut nicht meinem Geschmack. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Menschen gerade den Schreibstil spannend und passend finden, mich hat er leider absolut gestört. Die Autorin schreibt aus der Sicht der Tochter, die all die Geschehnisse in endlos langen, sich wiederholenden und wirren Sätzen erzählt. Im ganzen Buch gibt es kaum Absätze, keine Erzählpausen. Das Gesagte wiederholt sich und streckt die Erzählung für mich unnötig in die Länge. Innerhalb eines Satzes, der gut und gerne mal eine ganze Seite lang geht, werden oft mehrere verschiedene Themen angeschnitten. Manchmal beginnt die Erzählerin mit einem Thema, erzählt dann mittendrin von fünf anderen Dingen, bis sie dann wieder auf das Ausgangsthema zurückkommt. Aufgrund dieser Erzählweise konnte ich mich überhaupt nicht mit dem Buch anfreunden. Und obwohl hier hochemotionale Dinge erzählt werden, konnte ich leider kein Stück mitfühlen, da ich mich zu keinem Zeitpunkt so gefühlt habe, als wäre ich Teil der erzählten Welt. 

    Wen so etwas aber nicht stört, wer so einen Schreibstil vielleicht sogar mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  9. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783837101980)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Weltdenker

    13 Personen sind Schuld an Hannahs Selbstmord. 13 Tapes hat sie aufgenommen. Clay, der in Hannah verliebt war, erhält die Kassetten und hört sie sich an. Er ist eine der Personen. Er trägt Mitschuld an Hannahs Tod...

    Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen, es war so fesselnd geschrieben, dass ich es direkt durchgelesen habe. Allerdings war es zwischendurch ein bisschen verwirrend, da ich immer vergessen habe, welcher Name zu welcher Person gehörte. Aber die einzelnen Geschichten waren unfassbar gut geschrieben. Ich empfehle das Buch definitiv weiter.

  10. Cover des Buches Und dann gab's keines mehr (ISBN: 9783596511143)
    Agatha Christie

    Und dann gab's keines mehr

     (276)
    Aktuelle Rezension von: HMo

    10 Personen werden von einem mysteriösen Gastgeber in seine Villa auf der Insel eingeladen. Durch einen tosenden Sturm sitzen sie das ganze Wochenende auf der Insel fest. Als Hilfe vom Festland kommt ist alles was die Rettungskräfte vorfinden ein verwaistes Haus mit 10 Leichen. Alles was noch übrig bleibt, ist ein Rätsel, das es zu lösen gilt.

    Abgesehen von einem rassistischen Kinderreim (das Buch ist 1939 erschienen), der aber in vielen Ausgaben mit neutralen Begriffen abgeändert wurde, ist diese Geschichte einfach nur spannend, raffiniert, ein wenig unheimlich und sorgt auf jeden Fall für Gänsehaut-Feeling. 🗺

    Ich würde sagen es ist eines der besten, wenn nicht sogar das Beste Werk von Agatha Christie. Ich fand es einfach so interessant zu verfolgen, weil es eben keinen spezifischen Detektiv gab. Da es auch auf einer Insel spielt gibt es keinen Ausweg, niemand ist sicher und der Mörder/die Mörderin muss unter den Inselbesuchern sein. Ich will hier auch gar nichts spoilern deswegen hör ich jetzt auf bevor ich zu viel verrate. 🤫

    Wenn man Agatha Christie lesen will, ist diese Geschichte ein Must-Read!

  11. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (397)
    Aktuelle Rezension von: Wieland

    Ich habe dieses Buch nun nach einer Weile abgebrochen und ich muss sagen, dass ich von "American Psycho" geschrieben von Bret Easton Ellis überhaupt nicht überzeugt bin.

    Im wesentlichen handelt es um Patrick Bateman der bereits mit 27 Jahren Vizepräsident einer fiktiven Investment-Bank ist. Patrick Bateman kommt anfangs als eine diplomatische und linksliberale Persönlichkeit rüber. Schnell stellt sich heraus, dass dies lediglich als Fassade dient und dahinter versteckt sich ein gewalttätiger Psychopath steckt.

    So werden wir auch oft Zeuge von trivialen Morden ohne Motiv und Verstand. Sie dienen lediglich dazu um seine Blutrünstigen Bedürfnisse zu befrieden. Der Ursprung dieser Bedürfnisse ist bis über der Hälfte des Buches nicht bekannt und auch so lässt der Autor kein Spielraum für Spekulationen offen, denn trotz der Ich-Erzählweise bleiben die Morde motivlos. So ziehen sich die weiteren Morde, und auch Straftaten, über mehrere Kapitel, so dass Patrick Bateman weiterhin ein kaltblütiger Mörder bleibt. Durch die Ich-Erzählweise hätte ich mir daher mehr Einblick in die Gedanken und Psyche von Patrick Bateman gewünscht. Warum macht er das gerade so? Warum empfindet er gerade das was er empfindet? Leider erhalten wir nie einen tieferen Einblick, sondern viel mehr einen oberflächlichen. Gepaart mit der Erzählweise hatte ich also permanent das Gefühl, dass mir etwas entgeht, dass da was fehlt und dass der Charakter noch nicht richtig ausgearbeitet wurde. Die Hoffnung dass im laufe der Geschichte Patrick Bateman ein Gesicht bekommt wird zerstreut. Ich hatte bisher nur ein einziges Kapitel gelesen, dass etwas mehr Charakter in Patrick Bateman einfließt und das war es auch. Leider ist der Hauptcharakter dieser Geschichte völlig ein-dimensional.

    Der Schreibstil dieser Geschichte lässt relativ schnell zu wünschen übrig. Ich will den Autor und den Übersetzer nicht beleidigen, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass der Autor und/oder der Übersetzer eine sehr überschaubaren Menge an Bausätzen verinnerlicht hat. Wahllos werden irgendwelche Gegenstände und Kleidungsstücke in die Szene reingeworfen und das wie ein Maschinengewehr. Als Beispiel: "Patrick Bateman trägt eine Krawatte und eine Rolex-Armbanduhr und ein Baumwellhemd und schwarze Schuhe und die Sessel sind Rot und...". Ich war schlussendlich sehr genervt davon und kam auch gar nicht mehr mit, weil so vieles so unpräzise in so kurzer Zeit reingeworfen wurde.

    Damit diese Review allerdings nicht im bösen endet möchte ich gerne sagen, dass die Dialoge mir ganz gut gefallen haben und dass der Autor gut deutlich machen konnte, in welch einer Gesellschaft wir uns befinden. Und wenn man glaubt, dass man irgendwie nun den Durchblick in diesem Sozialen-Konstrukt gefunden hat, kommt wieder irgendetwas daher was einen umdenken lässt. Das fand ich gut, dass hat mich auch ein wenig mitgenommen. Wenn ich ganz ehrlich bin: In den Kreisen in denen sich Patrick bewegt... sie sind zum kotzen... und dass der Autor dass gut mit Steigerungen rüberbringen konnte fand ich gut :)    

  12. Cover des Buches Ein Gesicht in der Menge (ISBN: 9783499227943)
    Stephen King

    Ein Gesicht in der Menge

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Wayland

    Nach dem Tod seiner Frau ist Dean Evers nach Florida gezogen und genehmigt sich den ein oder anderen Drink, um seiner Einsamkeit zu entfliehen. Dabei sieht er gerne Baseball.

    Da die Geschichte auf nur 58 Seiten erzählt wird, ist es schwer eine Bindung zu Dean aufzubauen. Dennoch kommt die düstere Stimmung und die Melancholie sehr gut durch. Man wird selbst fast trübsinnig und still beim Lesen. 

    Mit dem Sport Baseball kann ich leider nicht so viel anfangen, weshalb mir auch diese Erzählungen nicht wirklich viel geben konnten.

    Ein klarer Pluspunkt für die Geschichte ist der mystische Aspekt, der mir durchaus Gänsehaut verursacht hat. Dean fängt an in den Zuschauermengen verstorbene Menschen zu sehen und eines Tages sieht er auch seine verstorbene Frau. 

    Es ist schon sehr unheimlich beschrieben und es macht Spaß zu lesen, da es auch spannend ist. Man darf aber einfach nicht zu viel erwarten und muss sich vor dem Lesen vor Augen halten, dass es ein kleiner Snack ist - und nicht mehr. 

  13. Cover des Buches Stupid white men (ISBN: 9783492241274)
    Michael Moore

    Stupid white men

     (582)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle
    Analytisch eher schmalbrüstig, inhaltlich veraltet und für meinen Geschmack überhaupt nicht witzig, hat das Buch trotzdem noch immer einige interessante Seiten.

    Moore beschreibt die Probleme der USA 2001, die sich bis heute nicht geändert haben. Was soll man denn wählen in einem Land mit Zweiparteiensystem, wenn man sich von keiner vertreten fühlt und wo Wahlen offensichtlich manipuliert werden? Vielleicht hilft das zu verstehen, warum so viele Amerikaner sich für Trump entschieden.

    Außerdem ist die Person Moore interessant. Er ist nicht das Thema des Buches, aber man merkt, woher seine Triebfeder stammt - seine Herkunft aus der Arbeiterklasse, deren Interessen er sich verbunden fühlt (allerdings plus Umweltschutz) 

    Und last not least zeigt er, dass Demokratie Spaß macht, weil jeder Einzelne die Macht hat, die Mächtigen zu ärgern, sofern er nur ein bisschen mutig ist.

  14. Cover des Buches Für jede Lösung ein Problem (ISBN: 9783431039498)
    Kerstin Gier

    Für jede Lösung ein Problem

     (1.556)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Da ich sooo lange nichts von Kerstin Gier gelesen habe, war ich sehr glücklich, als mir dieses Buch in die Hände fiel! Ich vermisse sie und hoffe, dass es bald ein Neues Buch von ihr gibt!

    Erstaunlicherweise hat mir das Hörbuch nicht gefallen, aber es ist auch ein sehr trauriges Thema  und die Autorin schreibt lustige Bücher!

     Dieses Buch ist soooo niedlich! Die Abschiedsbriefchen stecken in kleinen bunten Umschlägen und sind im ganzen Buch verteilt! Ich liebe es! Die Geschichte ist auch genial. Im Schlusswort nimmt die Autorin auch Stellung, dass ihr der Ernst des Themas bewusst ist! 

    Also hier nicht das Hörbuch, sondern das Buch kaufen!!! Es lohnt sich! 

  15. Cover des Buches Seichtgebiete (ISBN: 9783442156412)
    Michael Jürgs

    Seichtgebiete

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Michael Jürgs betreibt Doofenbashing. Die Behauptung "So schlimm wie jetzt wars noch nie." ist ja nie besonders sympathisch, aber angesichts neuer Tiefpunkte wie Scripted reality ist der totale Tiefstand offenbar noch nicht erreicht. Aber die Behauptung, daß Sarrazin im Ergebnis recht habe, kannst du dir sonstwohin stecken, Alter!
  16. Cover des Buches Absurde Menschheit: oder Was Voyager eigentlich über die Menschheit hätte berichten sollen (ISBN: 9783902987037)
    Gard Meneberg

    Absurde Menschheit: oder Was Voyager eigentlich über die Menschheit hätte berichten sollen

     (44)
    Aktuelle Rezension von: HonestAnniesBru
    Sicher, es ist nicht einfach (wie im vorliegenden Fall) Fakten ironisch-satirisch darzustellen, ohne den Wert der vermittelten Botschaft zu schmälern oder gar durch Verharmlosen in sein Gegenteil zu verkehren. Gard Meneberg hat das über eine Gratwanderung versucht und seine Ironie dystopisch gewichtet, was wohl auch der Grund dafür gewesen sein mag, dass manche Leser, die auf Anspruchslosigkeit, Unterhaltung und Aktion fixiert waren, enttäuscht wurden.

    Ich bin der Meinung, dass Meneberg die wirklich akuten brandheißen Probleme unserer Gesellschaft unter den Tisch hat fallen lassen. Mit voller Absicht, denn Außerirdische, die sich vielleicht mit unserer Spezies beschäftigen, sind sehr wohl im Bilde, auf welcher primitiven Entwicklungsstufe wir uns noch befinden und sind sicher nicht daran interessiert, uns eine Abkürzung zu zeigen, um über ein solches unverdientes Geschenk auf ein höheres Entwicklungs-bzw. Wissensniveau zu gelangen.

    Auch glaube ich nicht, dass Meneberg dieses Buch aus Enttäuschung (oder gar aus der Sicht eines Lebensverneiners) geschrieben hat. Ich glaube, er hat es geschrieben, um aufzuzeigen, wie weit weg wir noch vom wahren Menschen entfernt sind. Dass wir größtenteils werteblind sind, selbstverliebt, egoistisch, asozial – und krankhaft gierig nach Macht und Einfluss!
    Trotz unserer Zivilisation, trotz unserer technischen Errungenschaften, unterscheiden wir uns kaum von den Menschen, die vor zweitausend Jahren gelebt haben; das Tier in uns ist nach wie vor in der Rolle des souveränen Beherrschers; ja, es ist – ohne ins Detail zu gehen - das alles Delegierende, alles Bestimmende auf der politischen Weltenbühne.


  17. Cover des Buches Vergeltung (ISBN: 9783518465004)
    Don Winslow

    Vergeltung

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz
    Auch wenn viele Kritiken hier das Buch etwas zerreissen und es als Winslows schlechtestes Buch darstellen, möchte ich die Kritik daran trotzdem zurückweisen.

    Im Suhrkamp Verlag erschienen. TB Ausgabe 2014 , 491 Seiten
    Vergeltung polarisiert, das ist klar, aber man sollte wissen, was man liest, wenn der Klappentext es einem schon förmlich suggeriert. Dieses Buch ist nichts für Romantiker oder auch nicht für Leute, die eine langsame Geschichte benötigen, die sich dann steigert. Dieses Buch besteht von Anfang bis Ende aus martialischer Action, die hart und auch Brutal eine für mich sehr spannende Geschichte erzählt.

    Dave Collins, ehemaliges Mitglied der Delta Force mit Einsätzen in Mogadishu, Irak, Haiti, Peru und vielen anderen Krisenherden dieser Welt, hat den aktiven Dienst verlassen und ist Sicherheitschef am Kennedy Airport und versucht trotz vieler Alpträume, sein Leben mit seiner Frau und seinem Kind , in den Griff zu bekommen und es endlich zu genießen. Dann geschieht das Unfassbare! Seine Frau und sein Sohn werden beim Start des Flugzeugs von einem Attentäter in die Luft gesprengt. Die Regierung versucht die Tatsache zu verschleiern und redet von einem Unglück. Niemand von der Regierung legt gesteigerten Wert darauf, es als Anschlag zu betrachten. Dave organisiert Geld und heuert eine Söldnertruppe an um, die Attentäter zu fassen.....

    Natürlich besteht die Söldnertruppe aus ehemaligen Kollegen, die allesamt Spezialisten sind und natürlich weiss man durch viele Kontakte, wie die Attentäter zu ermitteln sind und die Jagd geht los.
    Aber wie soll Dave Collins sonst einen Hauch einer Chance haben, das Buch spannend und voller Action zu bestreiten ? Das hier durchaus Stallone, Schwarzenegger und Bruce Willis im Einsatz sein könnten, will ich nicht bestreiten. Das Niveau ist jedoch höher und auch der Schreibstil ist wie immer flüssig. Das es eine große Prise Heldentum und harte Männer hat, bestreitet auch niemand.

    Für dieses Genre gehört dieser Thriller dennoch zu meinen Favoriten und ich habe es Ruck Zuck gelesen und mich bestens unterhalten gefühlt.

    Fazit:  Uneingeschränkte Empfehlung für Leser, die einfach bei einem packenden Buch abschalten wollen und nicht alles auf realitätsnah in Frage stellen. Es ist eine sehr gute Unterhaltung zum Gehirn abschalten und einfach lesen.


  18. Cover des Buches J ... (L)etztenlich 60 (ISBN: 9783737533935)
    Lele Frank

    J ... (L)etztenlich 60

     (2)
    Aktuelle Rezension von: noita

    Das Buch beginnt mit dem 60. Geburtstag von Frauke, bei dem sie irgendwie aufwacht. Sie merkt, dass ihr Leben sich eigentlich nur danach richtet anderen zu gefallen und fängt an zu rebellieren und sich selbst zu verwirklichen. Mehr will ich hier nicht verraten. Die Geschichte liest sich flüssig, sie weckt Interesse, wie es weiter geht und ich habe mich immer wieder gefragt, ob es wohl die eigene Geschichte der Autorin ist ?!?!

    Nicht nur ein Buch für Leser ab 60 !!!

  19. Cover des Buches Wenn die Nacht am stillsten ist (ISBN: 9783888977756)
    Arezu Weitholz

    Wenn die Nacht am stillsten ist

     (64)
    Aktuelle Rezension von: daydreamin

    Geschrieben im August 2012:
    Zuerst muss ich sagen, dass mich der Schreibstil absolut beeindruckt und verzaubert hat. Arezu Weitholz beschreibt die eigentlich sehr alltäglichen Situationen unfassbar schön. Naja, nicht direkt schön, eher wahrheitsgemäß und ungeschönt, aber trotzdem liest sich das Buch einfach nur wunderbar.

    „Warst du jemals auf einem Rave, ich meine nicht in der VIP-Lounge, wo deine Freunde mit den richtigen Turnschuhen stehen. Ich meine ein Fest, bei dem man irgendwann morgens um vier merkt, dass man die ganze Zeit im Matsch getanzt hat. Dass man seit Stunden nicht mehr auf die Uhr geguckt hat. Dass man aussieht wie jemand, der vergessen hat, wie er aussieht.“

    Aufgebaut ist der Roman relativ einfach: Zuerst sitzt man mit Anna an Ludwigs Bett und hört Anna zu. Man weiß nicht warum Ludwig die Tabletten genommen hat und vor allem nicht wie viele und das hat mich wahnsinnig gemacht, weil ich sofort den Notarzt gerufen hätte. Anne setzt sich einfach hin und erzählt und das war für mich gleichermaßen problematisch wie auch interessant.

    Nach ca. 50 Seiten bricht die Nacht dann ab und „Der Tag zuvor“ fängt an. Man begleitet Anna durch ihren Tag und erfährt in Rückblenden, wie sie Ludwig kennen gelernt hat und was mit ihren Eltern passiert ist, zumindest so grob. Im Klappentext heißt es ihr Vater beging Selbstmord. Im Buch selbst habe ich trotzdem nicht erfahren warum. Im Klappentext werden Afrika, Drogen und Partys erwähnt, doch eigentlich weiß ich jetzt bloß, dass Anna mal in Afrika gewohnt und Party gemacht und dabei Drogen genommen hat. Die einzige, über die man mehr erfährt, ist Annas Mutter, die im Altenheim sitzt. Ansonsten hab ich durch den Klappentext ein ganz anderes Buch erwartet, als ich letztendlich gelesen habe.

    Am Anfang habe ich erwartet viel von Annas und Ludwigs Einzelschicksalen zu erfahren, doch im Nachhinein weiß ich nur wenig von den beiden. Das Buch ist für mich persönlich eine Gesellschaftskritik, die von der Oberflächlichkeit und Kaltblütigkeit im Beruf erzählt (wofür Ludwig steht), von den Schattenseiten des Altenheims und was aus dem Gedanken in Würde altern zu wollen geworden ist (dafür steht Annas Mutter) und von etwas verlorenen Seelen mit eigenem Kopf, die sich nicht leicht in die Gesellschaft einordnen wollen (represäntiert durch Anna selbst).

    Die Charakter sind alle ziemlich schön beschrieben, doch trotzdem habe ich im Nachhinein nicht das Gefühl sie zu kennen. Ludwig zum Beispiel wird nur als Klischee eines arbeitenden und arroganten Journalisten beschrieben, doch da er im Buch gar nicht wirklich zu Worte kommt und es nur selten Momente in Annas Rückblenden gibt, in denen man hinter seine Fassade schauen kann, würde ich nicht sagen dass Ludwig tatsächlich dem Klischee entspricht. Auch Anna hinterlässt so ihre Rätsel. In den ersten Seiten hatte ich auf jeden Fall das Gefühl, dass sie sehr eigen ist und ich konnte ihre Entscheidung nicht den Arzt zu rufen nicht nachvollziehen. Wenn man sie dann durch einen mehr oder weniger normalen Tag begleitet erscheint Anna auch mehr oder weniger normal und handelt wie eine durchschnittliche Frau, die gerade eine kleine Lebenskrise dank Mann, Job und Mutter im Altenheim hat. Auch hier kann ich nicht sagen, ob ich Anna mag oder nicht, denn hinter ihr steckt vermutlich noch so viel mehr als der Leser erfährt.

    Der einzige Charakter, über den ich mich immer so richtig freuen konnte, war Hannes. Er ist Annas bester Freund und über ihn erfährt man gerade so viel, wie nötig ist. Er reißt immer den ein oder anderen Witz, hat einen guten Rat und ist immer für Anna da.

    Fazit

    Das Buch ist definitiv anders, als ich es erwartet hatte. Das ist nichts schlechtes, eigentlich find ich diese ungeschönte Beschreibung der Gesellschaft und der Leute absolut super. Die Texte sind so wahr, dass sie eigentlich jeder lesen und sich zu Herzen nehmen sollte. Nach dem Klappentext hatte ich nur etwas vollkommen anderes erwartet und ich find es schade, dass man über so viele Themen nichts erfährt: Den Selbstmord des Vaters, wie Anna nach Afrika und an ihre Jobs dort kam, ob Ludwig überlebt. Bei den Charaktern wurde ich irgendwie angefüttert, aber die Hauptspeise ist dann ausgeblieben. Die Wahrheit hinter Anna und Ludwig hätte ich irgendwie noch gerne erfahren. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.
  20. Cover des Buches Unter deutschen Betten (ISBN: 9783426783979)
    Justyna Polanska

    Unter deutschen Betten

     (82)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Erhofft hab ich mir ein Buch a la Mikka Bender „ist Nebensaison, wird nicht mehr geputzt“, das ich wirklich köstlich fand.

    Das hier ist eher eine Art Lebensgeschichte der Autorin. Der Titel ist, wie gesagt, sehr irreführend, denn ich hatte mir wirklich lustige Geschichten erwartet, nicht aber eine Ansammlung von „hier schrecklich, bei uns gut“ und auch der Lebenslauf der Autorin hat mich so nicht interessiert – wenn ich eine Biographie möchte, dann kaufe mich mir eine und möchte sie nicht verpackt in einem vermeintlichen lustigen Buch finden.

    Zudem fehlen mir dann in meinen Augen doch wichtige Infos - wo wurde denn nun letztendlich Deutsch gelernt, nachdem es bei der ersten Stelle nicht mehr bezahlt wurde und somit die Schule flach fiel? Und konnte sich die Autorin - des Deutschen absolut nicht mächtig wie sie mehrmals betont - wirklich all die ganzen bösen Schimpfworte solange merken und wer was wann sagte, BIS sie dann Deutsch konnte - und das Buch schrieb ? Kommt mir - vorsichtig gesagt- seltsam vor. 

    Wie es unter deutschen Betten aussieht? Vermutlich nicht viel anders als unter polnischen, belgischen oder sonstigen Betten.

    Hier kommt einiges an Pauschal - Aussagen und Klischees zum Tragen und zudem – und so etwa ärgert mich dann immer am meisten – widerspricht sich die Autorin ab und zu selber. So z.B. macht sie anfangs des Buches dreimal im Jahr Urlaub (wow! Das kann ich mir nicht leisten…) – später ist es dann aber nur noch einmal im Jahr. „Das Handy ist im Urlaub NIE an“ – aha, und später: "ausnahmsweise hatte ich das Handy an" …und das dann auch ausgerechnet am Strand noch ? Aha.....

    Weiter ausholen mag ich nicht, lest es und guckt selber, ob IHR es amüsant und authentisch findet…ich nicht….
  21. Cover des Buches Ruhelos (ISBN: 9783833305368)
    William Boyd

    Ruhelos

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume

    Als Ruth sich mit ihrem fünfjährigen Sohn Jochen zum Cottage ihrer Mutter in die englische Provinz fährt, ahnt sie noch nicht, das sie erfährt, das der Name ihrer Mutter Eva Delektorskaja lautet. Erst denkt sie das Mama Sall durcheinander ist, doch ihre Mutter gibt ihr in zeitlichen Abständen immer einen Umschlag mit, in dem Ruth die Vergangenheit ihrer Mutter in Form von Berichten und Ereignissen liest. Nichtsahnend läßt sich die Tochter, die in Oxford wohnt, und Studenten Sprachhilfe gibt, auf die von der Mutter gelegten Fährte ein. 


     Doch Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen sich hier, Geschickt und manipulativ versucht die Mutter durch ihre Tochter an die Wahrheit zu kommen. Die ruhelose Mutter, die schon fast paranoid, vorsichtig und vorausdenkend, ihre Tochter in ihre Vergangenheit einbindet, hat nur ein Ziel - eine Abschluss mit den Ereignissen im 2. Weltkrieg zu finden.  

    Die Ich-Erzählerin Ruth beginnt im Jahre 1970 an zu erzählen, als sich ihre Mutter offenbarte. Die Manuskripte, die sie erhält beginnen im Jahre 1939 und verteilen sich bis Kriegsende über verschiedene Aufenthaltsorte ihrer Mutter. 

    Denn Eva, die viele Namen hatte, wurde angeworben...

    Zitate:

    »Suchen Sie sich einen sicheren Unterschlupf. Wo auch immer. Überall, wo Sie sich für eine gewisse Zeit aufhalten, brauchen Sie Ihren persönlichen Zufluchtsort. Den dürfen Sie nicht mir, den dürfen Sie keinem verraten. Einfach ein Ort, zu dem Sie immer Zugang haben, wo Sie anonym bleiben, wo Sie sich, wenn nötig, verstecken können.«


    die wichtigste Regel, Regel Nummer eins, die man nie vergessen darf.«

    »Welche wäre?«

    »Traue niemandem«, 

    Manchmal hatte sie dieses ewige Misstrauen, die ständige Wachsamkeit gründlich satt – wie kann man überhaupt so leben?, fragte sie sich. Immer auf der Hut sein, alles beargwöhnen und ständig in Angst, verraten zu werden, aufzufliegen.

    Ein sehr spannendes Buch, ein Agententhriller und Roman zugleich. Boyd gelingt es die Mutter-Tochter Beziehung authentisch zu erzählen im Rahmen der Ereignisse zu Beginn und Ende des 2. Weltkrieges. 

     Ein sehr flüssiger Schreibstil mit viel Gefühl für die Protagonisten ohne in Klischees greifen zu müssen. Klare Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783862314270)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Jayvanh
    Ich bin wahnsinnig begeistert von der Geschichte und 
    dem Sprecher, der wie immer einen super
    Job macht. Die Spannung ist durchgehend da gewesen,
    Das Hörbuch langweilt nicht und macht wieder Lust
    auf mehr davon. 
  23. Cover des Buches The Godfather (ISBN: 0451167716)
    Mario Puzo

    The Godfather

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Vorlage zu dem wundervollen Film mit Brando, Pacino usw. Der Aufstieg des Don wird erzählt, und wie er Audienz hält, indem er sich die Sorgen seiner Bittsteller anhört und mal gütig, mal kalt reagiert, wie er seine Nachfolge zu regeln gedenkt, sich mit seinem Consigliori berät und auch äußert widerspenstige Naturen wie den Filmproduzenten Jack Woltz zu überzeugen vermag ("Ich hab ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte.") Nur die Beschreibung von Sonnys "derbem Puttengesicht" wirkt albern.
  24. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe (ISBN: 9783641220044)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe

     (4.823)
    Aktuelle Rezension von: Christinagirl

    In diesem Buch erzählt ein totes Mädchen ihre Geschichte bzw. die Gründe, die dazu geführt haben, warum sie sich umgebracht hat. Es sind insgesamt 13 Kassetten. Auf jeder Kassette wird eine Person erwähnt, die etwas mit dem Tof von Hannah zu tun haben.

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