Bücher mit dem Tag "abschiednehmen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "abschiednehmen" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.009)
    Aktuelle Rezension von: Keyofbooks

    Habe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.

  2. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Flucht (ISBN: 9783596194988)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Flucht

    (2.302)
    Aktuelle Rezension von: KKrause

    Cassia ist heimlich, illegal in die äußeren Provinzen geflohen, um Ky zu finden. Währenddessen muss Ky als Soldat kämpfen, gejagt von der Gesellschaft, die ihn beseitigen will. Ihre Wege trennen sich im Chaos, doch beide kämpfen sich Richtung Canyons und Hoffnung zur Wiedervereinigung.

    Ally Condie erzählt die Geschichte in zwei Stimmen: Cassias zähe Entschlossenheit und Kys verzweifelter Überlebenswille wechseln sich ab und lassen den Leser tief einsteigen in diese dystopische Welt. Die Gefahr ist real, die Landschaft atemberaubend: Canyons, Lager, Luftschiffe. Jede Szene lädt ein zum Mitfühlen und Mitzittern. Nur das langsame Erzähltempo zu Beginn bremsen etwas die Spannung, bevor beide Protagonisten wieder Tempo und Klarheit gewinnen.

    Fazit:
    Eine mitreißende, emotionale Reise zwischen Kontrolle und Rebellion, die zeigt, wofür es sich zu kämpfen lohnt und warum die eigenen Gefühle niemals gelöscht werden können. 4 von 5 Sternen

  3. Cover des Buches In meinem Himmel (ISBN: 9783442470051)
    Alice Sebold

    In meinem Himmel

    (819)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Schreibstil ist grandios. Ich war von der ersten Seite verliebt in das Buch. Ich habe den Film bereits davor gesehen.

    Das Buch ist aus einer etwas anderen Perspektive geschrieben und zwar aus der Sicht von Susi. Susi ist aber kein gewöhnliches Mädchen, sondern sie ist ein Mordopfer und wir erleben alles aus der Sicht ihres Himmels.

    Das Buch ist emotional und sehr berührend. Der Spannungsbogen ist angenehm. Die Charakterentwicklung ist großartig.


    Ich habe absolut keine Kritik an dem Buch und liebe alles daran. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne. 

  4. Cover des Buches Mein bester letzter Sommer (ISBN: 9783453270121)
    Anne Freytag

    Mein bester letzter Sommer

    (874)
    Aktuelle Rezension von: gimmis_leben

    Wow. Einfach nur wow! Durch “Mein bester letzter Sommer“ haben mir so oft Tränen in den Augen gestanden, wie bei kaum einem anderen Buch -und damit habe ich nicht gerechnet ❤️‍🩹

    Ein durch und durch berührendes Buch.


    Da es nicht mein erstes Buch der Autorin ist, war ich mit dem Schreibstil bereits vertraut und er gefällt mir auch hier wieder. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist einfach zu verstehen.


    Das Tempo der Handlung ist recht zügig, besonders am Anfang -da ging es mir ehrlich gesagt etwas zu zügig voran, denn die Verbindung zwischen Tessa & Oskar war plötzlich einfach da. Im Verlauf des Buches war die Geschwindigkeit aber völlig angemessen und passend, gerade was die Reise der Protagonisten betrifft -denn ihre Zeit ist nunmal leider begrenzt.


    Die Beschreibung der Charaktere ist ebenfalls absolut gelungen. 

    Anfangs wirkt es vielleicht so als wären sie oberflächlich gehalten, aber im Verlauf steckt die Tiefgründigkeit und die Emotionen, sowie die Entwicklung einzelner Charaktere -dieser Aufbau gefällt mir sehr gut und hat wunderbar zur Handlung gepasst.

    Dass die Darstellung der verschiedenen Umgebungen während der Reise zu kurz kam, war für mich gar kein Problem in diesem Buch. Normalerweise ist das etwas, was mich stört, aber auch hier war das angemessen und für die Situation passend.


    Dieses Werk von Anne Freytag ist einfach ein in sich stimmiges Buch und Aspekte, die ich sonst als störend oder zu wenig ausgearbeitet empfinde, wurden hier gut zusammengefügt -so macht alles Sinn und schadet der Geschichte ganz und gar nicht 🎧

  5. Cover des Buches Marianengraben (ISBN: 9783847901990)
    Jasmin Schreiber

    Marianengraben

    (434)
    Aktuelle Rezension von: Readarella

    Ich habe Marianengraben in einem Zug gelesen, eigentlich war ich mitten in einem anderen Buch, aber nach den ersten Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören. 🙈

    Selten hat mich ein Buch auf so sanfte Weise berührt. Jasmin Schreiber schafft es, ein schweres Thema wie Verlust und Trauer so zu erzählen, dass man sich verstanden fühlt, ohne dass es jemals kitschig wird. Es gibt viele Sätze, die ich mir am liebsten markieren wollte, weil sie genau das ausdrücken, was man selbst schon gefühlt hat, aber nie in Worte fassen konnte.

    Paula, die Hauptfigur, war mir sofort sympathisch, gerade, weil sie so unperfekt und ehrlich ist. Ihr Schmerz ist greifbar, aber sie verliert nie ihren trockenen Humor. Und dann kommt Helmut, dieser eigenwillige, liebenswürdige alte Mann, der das Buch mit seiner Lebensweisheit und seinen Eigenarten zu etwas ganz Besonderem macht. 💫

    Ich mochte vor allem, dass die Geschichte zeigt, wie Trauer nicht einfach verschwindet, sondern sich langsam verwandelt. Man lernt, wieder zu atmen, Stück für Stück.

    Dieses Buch schenkt, trotz des schweren Themas Hoffnung. Ein Buch, das nachhallt. Eins, das man nach dem Lesen kurz auf den Schoß legt und tieeeeef durchatmet.

  6. Cover des Buches Die guten Frauen von Safe Harbour (ISBN: 9783328110712)
    Bobbi French

    Die guten Frauen von Safe Harbour

    (54)
    Aktuelle Rezension von: MrsMurphy

    Dieser Roman hat mich gefunden, nicht ich ihn. Die letzten Jahre waren herausfordernd für mich, von drei Freundinnen musste ich mich aufgrund einer Krebserkrankung verabschieden und vor vier Wochen ist ein lieber Kollege nach kurzer Erkrankung ebenfalls an Krebs verstorben. Das hat mich alles unglaublich mitgenommen und in ein tiefes, dunkles Tal gerissen.  

    Den Roman „Die guten Frauen von Safe Habour“ von Bobbi French habe ich schon sehr lange ungelesen in meinem Regal stehen und dort vergessen. Beim Staubwischen ist mir der Band runtergefallen und ich sah nur das Cover und dachte „Ach komm, das nimmst du mit in den Urlaub an die Nordsee!“ Ich hatte keine Ahnung mehr, um was es ging. Und dann beim Lesen nach den ersten Seiten direkt wieder zugeknallt – nein, das kann ich jetzt nicht lesen.  Aber Hauptfigur Frances hat mich quasi mit ihrem Humor gezwungen! 

    Überhaupt die Figuren! Die sind Autorin Bobbi French unglaublich gut gelungen. Wie humorvoll und offen Frances mit ihrer Erkrankung umgeht, und wie herzerwärmend und hilfsbereit Edie und vor allem Annie sich um Frances kümmern und dann Abschied nehmen. Das alles hat in mir viele Emotionen ausgelöst und mir in meinem tiefen Tal wieder das Licht angeknipst. 

    Kann sein, dass man durch welche Krankheit auch immer früher gehen muss, Liebe und Freundschaft nimmt man mit. Und das haben sicher meine Freundinnen und auch mein Kollege gespürt. Dafür ist es nie zu spät!

  7. Cover des Buches Book of Songs. Die Playlist für jede Lebenslage. Die wahren Geschichten hinter den 500 ultimativen Hits der Popmusik (ISBN: 9783791387260)
    Malcolm Boyd

    Book of Songs. Die Playlist für jede Lebenslage. Die wahren Geschichten hinter den 500 ultimativen Hits der Popmusik

    (5)
    Aktuelle Rezension von: -Anett-

    Der irische Musikblogger Colm Boyd hat in diesem Buch 70 Playlists erstellt, aber auch wirklich zu jeder Lebenslage! Da gibt es nicht nur Songs über die Eifersucht, über das Verlassenwerden oder über Abschiednehmen. Nein, es finden sich auch ungewöhnliche Playlists wieder: Songs über ultimative Vollidioten, Von Gemälden inspirierte Songs oder aber auch Songs, die in Romanen von Haruki Murakami vorkommen.

    Natürlich gibt es auch entsprechend zu jeder Playlist auch gleich den entsprechenden Spotify Code dazu, so dass ich das Buch lesen und gleichzeitig in die Musik eintauchen konnte.


    Den Anfang machte gleich die Playlist Songs mit großartigen Intro. Dabei eines meiner ultimativen Lieblingshits einer Lieblingsband: Smells Like Teen Spirit von Nirwana. Und weil Colm Boyd ein Musikblogger ist und nicht nur Titel aufschreibt, kann man zu jedem Titel auch etwas lesen. Mit viel Witz und vielen überraschenden Fakten erzählt er kleine Geschichten, die hinter der Musik stehen. Und gerade dieser Witz, mit dem Colm Boyd die Geschichten erzählt, fand ich total herrlich:


    „Songs über das Älterwerden

    When We Were Young – Adele

    Adele hat einmal gesagt, dass das, von allen Liedern, die sie je geschrieben hat, ihr absoluter Lieblingssong sei. (….) Und damit ist das genau der Song, der einem unvorbereitet beim Geschirrspülen erwischt und dann vollkommen pathetisch heulend dastehen lässt.“

    (Seite 200)


    Ganz besonders interessant fand ich auch die Playlist: Songs mit einer Länge von mehr als sieben Minuten. Genau wie in der Zwischenüberschrift geschrieben, die werden sie nie im Radio spielen, ist es nämlich auch! Es gibt so herrlich geniale Songs, und die hört man einfach nie, niemals im Radio.

    Ich steh zum Beispiel auch total auf The Doors. Die dürfen in dieser Aufzählung natürlich auch nicht fehlen, und so sind sie in dieser Playlist mit dem Songs „Riders on the Storm“ vertreten. Boyd gibt mir hier Hintergrundwissen, um wen es sich in dem Lied handelt und was den Song noch dazu so düster macht.


    Natürlich waren mir auch einige Infos bekannt, wenn man sich mit bestimmten Künstlern auseinander setzt, liest man ja doch einiges schon, trotzdem fand ich auch vieles, was mir neu war.

    Außerdem punktete hier auch coole Illustrationen von Musikern. Gezeichnet von Patricia Ghijsens-Ezcurdia. Finden kann man die Künstlerin auf Instagram.

    Alles in allem ein geniales Buch – ein Buch für jeden Musikfan! Eine großartige Zusammenstellung!

    Auch wenn ich nicht alle Playlists mochte, und auch wenn nicht alles mein Geschmack ist, so ist doch gerade das das tolle an dem Buch. Der Autor hat gefühlt wirklich alles an verschiedenen Lebenslagen erfasst und weiß gefühlt zu allem was wichtiges zu sagen.

    Alles in allem: Ich bin begeistert! Werde immer wieder in das Buch rein lesen!

  8. Cover des Buches Manchmal ist es federleicht (ISBN: 9783462053371)
    Christine Westermann

    Manchmal ist es federleicht

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Maimouna19

    In „Manchmal ist es federleicht“ teilt Christine Westermann ihre Gedanken zum Thema Abschiede auf eine ehrliche und berührende Weise, manchmal wehmütig, doch auch immer mit einer Prise Humor, angereichert mit Beispielen aus ihrem Leben.

    Loslassen fällt oft schwer und es gibt sie natürlich, die schweren Abschiede, wie z.B. der Tod eines geliebten Menschen, die einen ein Leben lang begleiten und auch mit Zeit nicht leichter werden. Und es gibt die Abschiede, die das Alter mit sich bringt: mit 70 fallen einem viele Sachen halt nicht mehr so leicht wie mit 20, 30, 40. Aber muss man sich deshalb das Leben schwer machen? Und dann gibt es natürlich auch die leichten Abschiede, die man selbst plant und von denen man hofft, dass sie das Leben positiv verändern.

    Doch für alle Abschiede, egal ob „federleicht“ oder unendlich schwer, gilt: sie öffnen neue Wege, bieten neue Chancen.

    In diesem Buch kann sich jeder wiederfinden, ich habe es gern gelesen, es hat mich zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken gebracht. Ein Buch, das noch lange nachhallen wird.

  9. Cover des Buches Du fehlst so, Hase! (ISBN: 9783328302711)
    John Dougherty

    Du fehlst so, Hase!

    (3)
    Aktuelle Rezension von: kleine_buecherwuermchen

    Die Schildkröte Cleo und der Hase Leo waren unzertrennlich und teilten eine tiefe Freundschaft. Doch eines Tages war Leo plötzlich verschwunden und hinterließ nur ein dunkles Loch. Zuerst suchte Cleo verzweifelt nach ihm, dann wurde sie wütend auf das Loch und schließlich übermannte sie die Traurigkeit. Der große Bär Otto bemerkte Cleos Kummer und nahm sie tröstend in den Arm. Er gab ihr den Rat, das Loch mit den schönen Erinnerungen an Leo zu füllen. Cleo folgte seinem Rat, und langsam wurde ihr Herz leichter.

    Meine Erfahrung/Meinung:
    Beim ersten Lesen hat mich die Geschichte zu Tränen gerührt. Sie ist unglaublich einfühlsam erzählt, und der reimende Text fängt den Trauerprozess auf eine besondere Weise ein. Die Illustrationen unterstreichen die Atmosphäre perfekt. Absolut empfehlenswert!

  10. Cover des Buches Was dir bleibt (ISBN: 9783458681762)
    Jocelyne Saucier

    Was dir bleibt

    (50)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Der Roman der von mir sehr geschätzten Autorin Jocelyn Saucier verpackt vier Erzählschichten in einem Buch. Laut Klappentext geht es um Gladys, eine 76Jährige, die ihre psychisch kranke Tochter zuhause allein zurücklässt und sich auf eine wirre Zugfahrt durch den Nord-Osten Kanadas aufmacht. Nach und nach soll aufgeklärt werden, was es mit der Zugirrfahrt der älteren Dame auf sich hat. Das ist aber nur ein Teil dieses Buches. Die größere Klammer entsteht dadurch, dass ein Ich-Erzähler berichtet, er sei mit dem Verschwinden der älteren Dame in Kontakt gekommen (wie, wird zunächst nicht erklärt) und gehe nun schon seit mehr als zwei Jahren dem Bedürfnis nach, die Geschichte von Gladys aufzuschreiben bzw. zu recherchieren. Er sei Lehrer und Eisenbahnnarr, daher kein richtiger Autor. Zu diesem Erzähler später mehr. Um diese Klammer des "Wer erzählt hier eigentlich wie und warum" schließt sich noch die Klammer, dass unser Ich-Erzähler gegen Ende des Romans mit seiner eigenen Geschichte ins Zentrum rückt und Gladys verdrängt. Und ganz tief im inneren der gesamten Romangeschichte steckt als zentrales Thema das Reisen mit der Eisenbahn im nur dünn besiedelten Nord-Osten Kanadas.

    Für mich machte dieses letzte, zentrale Thema letztlich und eigentlich auch unerwartet den einzigen Reiz der Lektüre aus. Es ist wirklich interessant, was man aus diesem Buch über die Nutzung der Zugstrecken in dieser Region mit (fast) unendlichen Weiten alles erfährt. Man erfährt, dass Züge regelmäßig Verspätungen von einem Tag haben können, da der Personenverkehr dem Güterverkehr nachgestellt wird. Man erfährt, dass es früher "school trains" gab, in denen ein Lehrer mit seiner Familie durch Kanada gefahren wurde, um immer für zwei Wochen am Stück auf einem Abstellgleis zu parken und die Kinder der abgelegensten Regionen zu unterrichten. Wir erfahren, dass ein fast freundschaftlich-familiäres Verhältnis zwischen Zugchefs und regelmäßigen Fahrgästen besteht, dass auch mal auf freier Strecke angehalten wird, um Kanu-Fahrer mitzunehmen. Hm, jetzt habe ich bereits die interessantesten Informationen ausgeplaudert. Lohnt sich also darüber hinaus noch eine Lektüre?

    Meines Erachtens nicht zwingend. Denn der Ich-Erzähler geht einfach nur unglaublich auf die Nerven mit seinen ständigen Erklärungen, warum er denn nun wieder einmal etwas nicht gut erzählen kann, warum er nicht zum Punkt kommt und sich immerzu entschuldigen muss. "Sollte meine Erzählung eines Tages Leserinnen und Leser finden, so bitte ich um Vergebung für die Unordnung. Obwohl ich erst ganz am Anfang stehe, merke ich jetzt schon, wie mir die Fäden entgleiten." Soll das eine Warnung an uns Leser:innen sein, dass auch Jocelyn Saucier so ihre Probleme mit ihrem Stoff hatte? Nach Abschluss der Lektüre glaube ich das tatsächlich. Denn sie bekommt ihren Stoff nicht unter eine Decke. Die Geschichte um Gladys wird zur Nebensache, diese Figur ist die, die am wenigsten Form bekommt in diesem Roman. Spätestens auf Seite 196 endet deren Geschichte, verpufft ins Nirwana und wirkt auch nicht nachhaltig nach. Natürlich war es ihre letzte Zugreise, das wird schon nach den ersten Seiten klar. Dann folgen noch 60 Seiten Palaver des Ich-Erzählers und er berichtet uns ausführlichst, wie es mit ihm nach dem Ende der Zugreise von Gladys weitergegangen ist. Dazu hatte ich dann gar keinen Bezug mehr und fühlte mich neuerlich von ihm genervt. So schreibt er zum Ende hin: "Bernie fragt mich häufig, wie weit ich bin. Ich antworte, es würden immer mehr Seiten, aber ein Ende sei nicht in Sicht." AMEN.

    Meines Erachtens wurde die Autorin hier von ihren eigenen Ideen überrollt, hat vier Geschichten in eine gepackt und ist dann nicht mehr damit zurecht gekommen. Rund wirkt das Endergebnis für mich leider dadurch gar nicht. Allein die Informationen zum Eisenbahngewerbe in Kanada war nachhaltig. Allerdings habe ich die Vermutung, dass man diese Infos durchaus auch z.B. aus einer ARTE-Dokumentation hätte ziehen können. Dabei hätte der Mehrwert in zusätzlichen schönen Filmimpressionen gelegen.

    Leider kann ich eine Lektüre von "Was dir bleibt" nicht ohne weiteres empfehlen. Wenn man einen selbstunsicheren Erzähler, der ständig seinen Fortschritt kommentieren muss, ertragen kann, dann könnte es vielleicht eine kurzweilige Lektüre werden. Ansonsten gilt eher: Finger weg.

    2,5/5 Sterne

  11. Cover des Buches Ein Garten für uns (Deutsch-Englisch) (ISBN: 9783193096029)
    Zoë Tucker

    Ein Garten für uns (Deutsch-Englisch)

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Eine einfühlsame, poetische Geschichte über den Lauf des Lebens

    in der Natur und bei den Menschen

    -auch eine Geschichte über 

    Abschiednehmen / Tod und Trauer-

    mit dem typischen Trauerprozess

    für Kinder ab 4 Jahren

    So warm und gefühlvoll, wie die Coverillustration ist auch die Geschichte, die einen durch die wundervolle Erzählsprache von erstem Moment an einfängt und in den Bann zieht. Jedes Wort zieht einen faszinierter und mit so viel Liebe und Wärme in die Geschichte hinein, das einem wirklich warm ums Herz wird.

    Um es vorwegzunehmen, das Wort Tod kommt hier nicht vor. Vielmehr liegt in dieser Bilderbuchgeschichte der Fokus auf dem Kreislauf des Lebens in der Natur, der Mensch und Tier mit einbezieht.


    Die kleine Ich- Erzählerin hat ganz besondere Freundinnen gefunden. Sie hat sich einer fröhlichen Gruppe älterer Damen angeschlossen, die im Hinterhof einer Hausanlage einen Garten gestaltet haben. Richtig gemütlich haben sie es sich gemacht. 

    An einem Frühlingsmorgen machen sich alle auf, um im Garten die ersten Samen zu säen. Für das Mädchen sind die Samen nicht einfach nur Samen aus denen wunderschöne Pflanzen erwachsen, für sie sind die kleinen Pünktchen voller "Hoffnung, jedes ein Versprechen" (Zitat). Behutsam graben sie kleine Löcher in die Erde und legen genauso behutsam die Samen hinein, die dann mit Erde bedeckt werden.

    Dann heißt es warten. Überall im Garten stehen Beete, Kübel und andere Gefäße voll mit Erde und voller Hoffnung. Für das Mädchen und die älteren Damen ist erst einmal Zeit es sich gemütlich zu machen. Die Zeit vergeht. Langsam wird es immer wärmer und heller. Sie Sonnenstrahlen gewinnen an Kraft, die Samen gehen auf. Liebevoll kümmern sich das Mädchen mit ihrer Oma-Freundin (so haben meine Lesekinder sie genannt) um die kleinen Pflänzchen. Sie sprechen mit ihnen, hegen und pflegen sie und wenn gerade nichts zu erledigen ist, dann liegen sie auf einer Decke im Gras oder in ihren Liegestühlen und genießen die Natur. Wo gesät wird darf dann auch irgendwann geerntet werden.

    Wir sehen wir das Mädchen mit ihrer "Oma-Freundin" sorgsam das Gemüse schneidet und die Schätze des Gartens einweckt. Es wird aber auch ein großes Erntedankfest mit vielen Freunden gefeiert und es werden neue Samen gewonnen, die sie vorsichtig in kleine Papiertütchen legen. Wer hier genau hinschaut erkennt, dass die "Oma-Freundin" nicht wie sonst am Tisch sitzt, sondern im Bett. Man erkennt es nicht unbedingt direkt, da die große Bettdecke fast schon wie ein Tisch wirkt. Dieses Verschmelzen von ersten Gedanken in der visuellen Wahrnehmung hin zur Realität des Bildes gelingt der Illustratorin Julianna Swaney unglaublich gut. Wir sehen etwas, verbinden es mit unserer Wahrnehmung und erkennen erst auf den zweiten Blick das es anders ist. 

    Das gemeinsame Eintüten der Samen ist das Letzte, was die beiden zusammen machen. "Blätter fallen, Farben verblassen - und du bist fort." heißt es in der Geschichte dazu sehen wir das Mädchen mit zwei älteren Damen vor einem Beet. Das Mädchen hat Samen in der Hand die sie an ihre "Oma-Freundin" erinnern. Vorsichtig übergibt sie die Samen der Natur. Ein wenig sieht es so aus als würde sie darauf warten, dass der Wind sie fortträgt (Vermutung der Kinder). 

    Nach dem Abschied kommt der Winter und auf den Winter folgt der Frühling. Nun bringt das Mädchen die Samen alleine ins Beet, genauso wie sie es von ihrer Freundin gelernt hat. Sie sät, sie wartet, und als die Saat aufgeht und wie von Zauberhand kleine Pflänzchen sprießen, spricht sie mit ihnen. In allem, was sie tut, ist ihr ihre Freundin ganz nahe, die Erinnerungen leben weiter und begleiten sie in all ihrem Wirken.

    Wie nah die "Oma-Freundin" ist, sehen wir in einem ganz zauberhaften letzten Bild, das genauso fasziniert wie alle anderen Zeichnungen.

    Die warmen Rot-Orange-Töne mit den kleinen Kontrasten von Grün erwärmen sofort die Herzen der Betrachter, genauso wie die Geschichte uns, auf sehr poetische, einfühlsame Weise den Lauf der Natur mit ihren Jahreszeiten und dem Leben, der Veränderung, dem Abschiednehmen und Wiedererwachen, näherbringt.


    Die älteren Kinder realisieren sehr wohl, dass es um den Tod geht. Traurig wirkt die Geschichte allerdings nur ganz wenig. Es ist mehr eine Spur von Melancholie die einen einfängt und ein Stück mitnimmt, bevor es wieder hoffnungsvoll und hell wird.


    Die Geschichte regt zu ganz vielen Gesprächen an. 

    *über die Jahreszeiten

    *die Veränderungen in der Natur

    *über Säen, Fürsorge und Ernte

    *über Samen 

    *über Samengewinnung und Vorräte anlegen

    *über Freundschaft

    *über Abschiednehmen und Erinnern

    *über den Tod und Erinnern

    *über den Lauf des Lebens in der Natur und beim Menschen  

    u.v.m.


    Auf euch wartet ein zauberhaftes Bilderbuch, ein wahrer Bilderbuchschatz

  12. Cover des Buches Ich sehe deine Tränen. Trauern, klagen, leben können (ISBN: 9783783108774)
  13. Cover des Buches iRachel (ISBN: 9783442489572)
    Cass Hunter

    iRachel

    (9)
    Aktuelle Rezension von: booknerd84
    • Titel: iRachel
    • Autorin: Cass Hunter
    • Verlag: Goldmann
    • Seitenanzahl: 480 Seiten

    Inhalt/Klappentext:

    Mit dem plötzlichen Tod seiner Frau Rachel bricht für Aiden und die fünfzehnjährige Tochter Chloe die Welt zusammen. Doch Rachel, eine KI-Spezialistin, hat vorgesorgt. Sie hinterlässt eine bahnbrechende Erfindung: einen von ihr programmierten androiden Roboter namens iRachel. Dieser soll bei Aiden und Chloe einziehen, um menschliches Verhalten zu erlernen und für sie da zu sein. Ein Experiment, das das Leben der Familie völlig auf den Kopf stellt.

    Mein Fazit:

    Wow was für ein tolles Buch. "iRachel" konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite an fesseln. 

    In dieser Geschichte werden so viele spannende und bewegende Themen behandelt. Anfangen bei Trauer, Wut und familliären Zusammenhalt, bis hin zur künstlichen Intelligenz und menschliches Verhalten ist alles dabei. 

    Der Schreibstil der Autorin konnte mich ebenso begeistern. Die lockere und flüssige Schreibweise ließ mich regelrecht durch die Seiten fliegen. Auch fand ich die vielen kurzen Kapitel super die im Wechsel aus den Erzähl-Perspektiven aller Familienmitglieder und iRachel erzählt wurden. 

    Die Protagonisten und Nebencharaktere waren alle unglaublich authentisch und lebendig. Aiden, Chloe und iRachel sind mir ruck zuck ans Herz gewachsen. Ihre Geschichte zu verfolgen und wie sie den Alltag mit iRachel erleben war stets spannend und interessant. Auch wenn sie es anfangs nicht wahr haben wollten, so merkte man stetig in wie weit das Zusammenleben mit iRachel der Familie bei der Trauerbewältigung geholfen hat. 

    Auch war die Handlung für mich nicht vorhersehbar. Bis zum Schluss konnte ich mir nicht vorstellen, wie das Buch enden könnte. Umso überraschter war ich dann auch am Ende. 

    Für mich war diese Geschichte darüber hinaus auch mal etwas komplett neues und erfrischendes. Man merkt sehr wie gut sich die Autorin mit der ganzen Thematik rund um die künstliche Intelligenz auseinander gesetzt hat. 

    Ich kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. "iRachel" ist ein unglaublich toller Roman der spannende und fesselnde Lesestunden beschert. Daher vergebe ich 5 von 5 Sterne!

    Liebe Grüße
    eure Jasmin (booknerd84)

  14. Cover des Buches Kostbares Dasein (ISBN: 9783702232412)
    Petra Hillebrand

    Kostbares Dasein

    (11)
    Aktuelle Rezension von: DieBerta
    Kostbares Dasein von Petra Hillebrand

    - Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
    - Verlag: Tyrolia (9. Januar 2013)
    - Sprache: Deutsch
    - ISBN-10: 3702232419
    - ISBN-13: 978-3702232412
    - Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,2 x 18,5 cm

    Klappentext:
    In Zeiten schwerer Krankheit, z. B. nach einer Krebsdiagnose, beginnt für viele Betroffene eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer Endlichkeit. Angst, Trauer, Zorn und Mutlosigkeit wechseln sich ab mit aufkeimender Hoffnung und dem Willen, es mit der Krankheit aufzunehmen und irgendwann vielleicht wieder völlig gesund zu werden. In diesen schwierigen Phasen können Büchlein mit den "besten Wünschen zur Genesung" viel zu oberflächlich anmuten; der Patient fühlt sich nicht ernst genommen. Dieses Geschenkbuch, das aus der Erfahrung mit KrebspatientInnen entstanden ist, nimmt die vielen großen und kleinen Abschiede und das Sterben zum Thema. Die behutsamen Texte, in denen trotz allem die Hoffnung spürbar ist, und einfühlsame Fotos bringen die Gefühlsebene der Betroffenen mit ihren Höhen und Tiefen zum Ausdruck.

    Ich habe ein kleines wunderbares Buch lesen dürfen, dass zum Nachdenken anregt. Es enthält 22 wunderbare Gedichte und auch 22 wunderschöne Bilder, die sehr bedacht zu den Gedichten ausgesucht wurden. Obwohl es sich hier um ein Buch mit (nur) 48 Seiten handelt ist es kein Buch für eine halbe Stunde. Sicher kann man es in einer halben Stunde oder gar weniger durchlesen und anschauen, aber es berührt doch wesentlich länger und man kann es immer wieder zur Hand nehmen. In schwierigen Momenten des Lebens kann es sicher für Betroffene, egal auf welcher Seite, ob es nun diejenigen sind, die gehen oder diejenigen, die bleiben Hilfestellung leisten. Aber ich denke es ist nicht nur ein Buch für Sterbende und deren Angehörige. Man kann das Buch zu jeder Zeit zur Hand nehmen und sich bewusst machen, wie schön das Leben ist oder war ...
    Ich würde das Buch natürlich Betroffenen empfehlen, aber es ist auch für Menschen in jeder Lebenssituation eine Bereicherung.

  15. Cover des Buches Philadelphia (ISBN: 0553569139)
    Christopher Davis

    Philadelphia

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    In der "Stadt der brüderlichen Liebe": Andrew Beckett ist einer der talentiertesten Anwälte in Philadelphia und arbeitet wie ein Pferd in der bekanntesten Kanzlei am Ort Wheeler & Wyatt, bis ihm unter einem fadenscheinigen Grund gekündigt wird, als man bei ihm erste Anzeichen einer Aids-Erkrankung erkennen kann. Beckett ist homosexuell und lebt mit seinem Lebenspartner Miguel zusammen, was er in der Kanzlei allerdings verschweigt. Als Anwalt erklärt sich nur Joe Miller bereit, Afroamerikaner und anfangs voller Vorurteile gegenüber Schwulen, Beckett zu vertreten im Arbeitsrechtsstreit um dessen Kündigung und dessen Rechtmäßigkeit. Beckett geht es zunehmend schlechter, je lämnger sich der Prozeß hinzieht, wird er das Ende überhaupt noch erleben? Der erste Oscar für Tom Hanks in der Hauptrolle, die Geschichte war 1993 angeblich noch ein Wagnis, als der Film rauskam. Die Rolle von Denzel Washington als Miller ist vielleicht etwas schwarz-weiß gezeichnet, vielleicht auch etwas viel "Anwaltsverherrlichung" (Tom Robbins), aber auch ohne den Neil-Young-Song am Ende sehr ergreifend.

  16. Cover des Buches Nicht mehr da (ISBN: 9783957287465)
    Eva Dax

    Nicht mehr da

    (10)
    Aktuelle Rezension von: papa.hirsch.liest

    🦊 ab 4

    📄 36 Seiten

    📖 Knesebeck Verlag @knesebeck_verlag

    🖊️ Eva Dax @dullyunddax

    🎨 Sabine Dully

    ⁉️ Buch über Trauer und den Tod


    🦌Worum geht es?🦌


    Im Buch geht es um Pepe, der es im Winter liebte bei seinem Schneemann zu sein, nichts zu tun und einfach die Welt zu genießen. Doch nicht nur der Winter schwand allmählich, sondern auch der Schneemann. Dies versuchte Pepe mit aller Macht zu verhindern, doch dies gelang ihm nur bedingt. Irgendwann musste es zwangsläufig wärmer werden, sodass nur noch die Klamotten des Schneemanns übrig waren.



    🦌Mein Eindruck:🦌


    Hach…..Wie schön kann einen Geschichte über das Thema Trauer und Tod sein? SO SCHÖN! Sentimental und hingebungsvoll ist diese Geschichte geschrieben, warmherzig und winterlich schön illustriert. Auch wenn ich noch keinen Bezug zu dem Thema habt, wird es, so schwer es ist, irgendwann auf Euch und Eure Kinder zukommen. Dieses Buch wird Euch dabei helfen und das auf eine extrem liebevolle Art und Weise!



    Bewertung: 🦊🦊🦊🦊🦊



    Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊

  17. Cover des Buches Nicht im Traum (ISBN: 9783902866080)
    Robert Kleindienst

    Nicht im Traum

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Via_Klein
    „Nicht im Traum“ ist ein Roman über das Abschiednehmen, das langsame Verschwinden, über Sterbehilfe, das Loslassen und die Liebe über den Tod hinaus. Die Figuren in diesem Roman sind nicht nur gut gezeichnet, sondern entwickeln beim Lesen ein sehr starkes Eigenleben und tragen zur dichten, teils unheimlichen Atmosphäre und Spannung des Romans bei. Geschickt versteht es Kleindienst, eine subtile Spannung aufzubauen, indem er nach und nach Schichten aufdeckt, durch die man der Vergangenheit des Protagonisten Simon Selanders näherkommt. Welches „dunkle Geheimnis“ – wie es der Klappentext verheißt – dabei ans Tageslicht kommt, wird an dieser Stelle nicht verraten!
  18. Cover des Buches Das Kuscheltier-Kommando (Band 2) – Auf Wiedersehen, Leila – Loslassen ist nicht leicht (ISBN: 9783961292370)
    Samuel Koch

    Das Kuscheltier-Kommando (Band 2) – Auf Wiedersehen, Leila – Loslassen ist nicht leicht

    (33)
    Aktuelle Rezension von: ourbooksoflife

    BUCHTITEL: Das Kuscheltier-Kommando - Auf Wiedersehen Leila - Loslassen ist nicht leicht!
    AUTOREN: Samuel Koch & Sarah Koch
    ILLUSTRATORIN: Nadine Resch
    VERLAG: Karibu
    ISBN: 9783961292370
    SEITENZAHL PRINT: 32
    REIHE: Das Kuscheltier-Kommando
    BAND: 2 von 2

    KLAPPENTEXT:
    Pollo und seine Freunde müssen Abschied nehmen. Freds Cousine Suse zieht ans andere Ende der Welt und nimmt natürlich auch ihr heißgeliebtes Stofflamm Leila mit. Besonders Esel Eduard ist untröstlich. Seine kleine Leila, mit der er so viele schöne Abenteuer erlebt hat, ist für ihn nun unerreichbar weit weg.

    Der sonst so furchtlose Anführer des Kuscheltier-Kommandos verschwindet spurlos und versetzt seine Freunde in helle Aufregung. Nun müssen Pollo und Ha-Tschi das Kommando übernehmen. Schließlich finden sie Eduard, aber wird es ihnen gelingen, dem Freund über seinen Verlust hinwegzuhelfen?

    MEINE MEINUNG:
    Es handelt sich hier um den zweiten Teil der Reihe "Das Kuscheltier-Kommando".

    Wir wussten vor dem Lesen gar nicht, dass dies bereits der zweite Teil der Reihe ist. Uns fehlt zwar der Vergleich, aber wir würden dennoch sagen, das Buch kann man unabhängig lesen.

    Die Geschichte und auch die Illustrationen haben meinen Kindern und mir sehr gut gefallen.

    Das Stofflamm Leila zieht weg und der Stoffesel Eduard ist traurig. Gerade haben sie gemeinsam so eine schöne Zeit zusammen verbracht und plötzlich soll diese vorbei sein?!

    Eduard ist untröstlich. Die anderen Kuscheltiere machen sich um Eduard sorgen, da er plötzlich verschwunden ist. Als sie ihn wieder finden zeigen sie ihm, das er nicht alleine ist. Sie trösten ihn und lachen auch mit ihm.

    Zum Schluss gibt es noch eine kleine Überraschung und Eduard merkt, es ist doch nicht alles so schlimm, wie er erst gedacht hat.

    In dem Buch geht es um das Thema "Abschied nehmen". Dies ist vor allem für die Kinder bereits schon ein wichtiges Thema, da es doch immer wieder mal vorkommt, das man sich von dem ein oder anderen verabschieden muss.

    Überblick der Reihe "Das Kuscheltier-Kommando":
    Teil 1: Das Kuscheltier-Kommando - Eine Geschichte über wahre Stärke
    Teil 2: Das Kuscheltier-Kommando - Auf Wiedersehen Leila - Loslassen ist nicht leicht!

  19. Cover des Buches Das rote Adressbuch (ISBN: 9783844530209)
    Sofia Lundberg

    Das rote Adressbuch

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In "Das rote Adressbuch" begleiten wir die 96 jährige Doris Alm, die es sich zu ihrer letzten Aufgabe gemacht hat ihr Leben für ihre Großnichte Jenny aufzuschreiben. Doris hat mit dem Adressbuch, welches sie einst von ihrem Vater geschenkt bekam ihr Leben erzählt, mit all den Personen, die sie im Laufe ihres Lebens begegnet ist.

    Mir hat Doris' Geschichte sehr gut gefallen, es ist eine wunderschöne Geschichte über Leben, Freunde, Familie, Heimat und allen voran über die Liebe.
    Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart war gut und hat der Geschichte zu dem gemacht was sie ist

  20. Cover des Buches Abschied (ISBN: 9783466373314)
    Till Eitel

    Abschied

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Manfred1958

    Mir einen Gedichtband zu schenken. Obendrein über Trauer! Ich war ärgerlich mit meiner Schwester. Inzwischen liegt das blaue Buch hier greifbar. Es ist voll von Momenten die ich kenne. Das Buch kennt mich erschreckend gut. Ein bißchen wie ein Freund, der weiß wie's mir geht. Es hilft mir wenn ich hänge. Es tut mir gut, sie hatte recht. Anderen sicher auch. Volle Punktzahl!

  21. Cover des Buches Anna und das Abschiednehmen: Opas himmlische Karamell-Bonbons (ISBN: 9783863386030)
    Karin Lorenz

    Anna und das Abschiednehmen: Opas himmlische Karamell-Bonbons

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    Eine sehr einfühlsame Trauergeschichte,

     in der Trauerphasen und Gottes Wirken

     sehr schön 

    mit eingebracht sind

    für Kinder ab 4 Jahren

    Anna liebt es ihren Opa zu besuchen. Ihr Opa hat immer eines von Annas Lieblingsbonbons in der Hosentasche, obwohl er Karamellbonbons überhaupt nicht mag und auch gar nicht verstehen kann, wie die immer in seine Hosentasche wandern. 

    Mit dieser liebevollen kleinen Einführung, die erst einmal Schmunzeln lässt, beginnt Annas Geschichte, in der sie Abschied von ihrem geliebten Opa nehmen muss. Die Verbundenheit und Zuneigung der beiden zueinander ist in den ersten Illustrationen sehr schön mitzuerleben. Umso besser können wir dann auch Annas tiefe Traurigkeit verstehen und spüren als sie von ihrer Mutter erfährt das der geliebte Opa gestorben ist. Trotz der traurigen Nachricht wird dem Leser beim Lesen oft warm uns Herz, weil die Autorin Karin Lorenz die Mutter so unglaublich liebevolle Worte finden lässt. Sie sagt:

    " Opa Paul ist gestorben. Sein liebes Herz hat einfach aufgehört zu schlagen." Wenn man Kindern eine Geschichte zum Thema Tod vorliest, sind genau solche Momente unglaublich wichtig, um in der Traurigkeit noch ein anderes Gefühl zu spüren zu lassen. 

    Anna ist so traurig, dass ihr Herz weh tut. An diesem Nachmittag mag sie nicht spielen, noch nicht einmal eine Gute-Nacht-Geschichte hören.

    Am Abend kommt ihre Oma noch vorbei. Sie setzt sich zu Anna ans Bett. Erst schweigen sie gemeinsam, aneinander gekuschelt, dann fängt die Oma langsam und sehr behutsam ein kleines Gespräch an, in das Anna mit einsteigt. Sie sprechen über die Liebe zum Opa, über seine Liebe zu ihnen und über das Vermissen. Annas Oma schafft es mit wenigen Worten viel und vor allem Wichtiges zu vermitteln. Dabei sagt sie nicht, wie so viele Erwachsenen, dass es bald besser wird, sondern nimmt den Schmerz an, verleugnet ihn nicht. "Das tut sehr weh und da darf man auch weinen," sagt sie. 

    Nach einer ruhigen Phase kommt dann aber der Moment, an dem Anna richtig wütend ist. "Ich will nicht, dass Opa tot ist", schreit sie. Wieder ist es die Großmutter, die ihr den Rücken streichelt und ihr sagt, dass es oky ist wütend zu sein. Auch sie war wütend und hat mit Gott geschimpft, wie es zulassen konnte, dass der Opa gestorben ist. Sie erklärt der Kleinen, dass man Gott ruhig sagen darf das man böse mit ihm ist. "Der Tod ist etwas Schlimmes". 

    Anna möchte wissen, wieso Gott nichts dagegen tut, und bekommt von ihrer Oma eine erstaunliche Antwort. Sie erzählt von Gott, von Jesus, von Jesus Auferstehung und der Bedeutung für die Menschen und das Leben danach. Der Opa wird nicht wieder kommen, so wie Jesus, doch es wird ein Wiedersehen geben. Wie genau das aussieht, das wissen wir nicht, und doch hat da jeder so seine eigenen Vorstellungen. Anna stellt sich vor wie ihr Opa auf einer Wolke sitz und muss dabei schon fast ein klein wenig kichern. Der Opa war ein Freund Jesus und Jesus lässt seine Freunde nicht im Stich, das weiß Anna von ihrer Oma. 

    Früher, als der Opa noch gearbeitet hat, da war er beruflich auch oft weg und Anna hat ihn schrecklich vermisst. Damals hat er Anna immer ein Foto von sich gegeben, so war sie ihm nahe, auch wenn er nicht da ist. Nun gibt Annas Oma ihr ein Foto von ihm. Es scheint Anna zu beruhigen, denn kurz darauf sehen wir sie mit einem kleinen Lächeln schlafend in ihrem Bett, auf dem Kopfkissen das Bild des Opas.

    In dieser Nacht träumt Anna von ihrem Opa. Er lächelt und winkt ihr zu. Als sie am Morgen aufwacht liegt eines ihrer Lieblingsbonbons auf ihrem Nachttisch.

    Die Geschichte endet mit dem Bild, mit dem sie begonnen hat, mit der Cover-Illustration von Anna und ihrem Opa auf einer Wolke sitzend um sie herum ein paar Karamell- Bonbons.

    Das Bild transportiert ganz viel Verbundenheit, die über den Tod hinaus bleibt.

    Anna weiß nun, dass es weh tut jemanden zu vermissen, sie weiß, dass es oky ist mit Gott zu hadern, sie weiß aber auch, dass der Tod nicht das Ende ist. Das Jesus alle, ein Freund ist, der auf seine Freunde aufpasst. Sie weiß, dass es dem Opa, da wo er ist, gut geht und er nur vorgegangen ist. 


    Karin Lorenz einfühlsame, aber auch realistisch, ehrliche Geschichte über das Abschiednehmen, den Tod akzeptieren und Annehmen zeigt die Phasen der Trauer auf, die hier zwar sehr komprimiert wirken aber Kinder spüren und erfahren lassen, dass es sie gibt. Anna ist traurig, Anna ist so traurig, dass ihr das Herz weh tut. Anna ist wütend. Anna hadert mit Gott, sie braucht eine Weile, um Hoffnung zu schöpfen doch am Ende ist ihr leichter ums Herz.

    Zu wissen, dass ihr Opa bei Gott, bei Jesus ist und dort auch Schutz findet, dass ihr Opa nicht alleine ist und sie sich wiedersehen werden, das spendet Trost und Hoffnung zu gleich.


    Anna und ihre Oma sind sich in der Trauer sehr nah. Die gemeinsame Trauer ist ein wichtiger Aspekt, der leider viel zu oft nicht gegeben ist. Viele Erwachsenen sind so in ihrer eigenen Trauer gefangen, selbst so sprachlos, dass es ihnen schwer fällt Gespräche zu führen, etwas zu erklären. Immer wieder erleben wir Kinder, die von ihren Bezugspersonen nicht in ihrem Trauerprozess angenommen und begleitet werden, weil ihnen selbst (aus den unterschiedlichsten Gründen) die Worte fehlen.

    Hier können Bilderbücher wie dieses in vielerlei Hinsicht helfen. Zum einen finden Bilderbücher Worte, wo uns oft welche fehlen und helfen über ihre Geschichte mit Trauer umzugehen, bzw. zu erleben, dass man mit dem, was man fühlt nicht allein ist, zum anderen ist das gemeinsame Lesen aber schon ein Teil des Ganzen, was wichtig ist. In der Trauer nicht allein zu sein, in der Trauer füreinander da zu sein, das ist nicht nur für Kinder wichtig. Und es gibt noch einen weiteren Punkt, wieso Bilderbücher zum Thema Tod so wichtig sind. Sie erzählen leicht verständlich und vermitteln Trost und Hoffnung, genau in der Dosis, die auch Erwachsenen guttut. Sie führen, unterstützen, trösten, helfen.....

    Nicht selten bekomme ich genau diese Rückmeldung von den Großen.


    Corinna Arauners Illustrationen begleiten die Geschichte sehr liebevoll. Sie visualisieren die Gefühle, zeigen wie Anna aber auch die Mutter und die Oma sich fühlen und vermitteln so Szenen, die viele, die mit dem Tod konfrontiert werden mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen können.

    Letztendlich ist eine Geschichte zum Thema Tod immer auch ähnlich einem Leidensgenossen. Da ist jemand, dem es genauso (oder ähnlich geht) dieses Gefühl schafft Nähe, Verbundenheit und sich Verstanden fühlen. Das Gefühl nicht allein mit Traurigkeit aber auch Verzweiflung und Wut zu sein tröstet oft schon ungemein. Wenn das dann so wie hier auch noch so wunderbar über die Bilder transportiert wird ist das sehr wertvoll.


    Es gibt einige wundervolle Bilderbücher zum Thema Tod, die wenigsten jedoch beziehen Gott und Jesus mit ein. 

    Wer also eine Geschichte zum Thema Tod sucht und den christlichen Aspekt mit einbezogen, wissen möchte ist hier genau richtig.


    Auf euch wartet ein gefühlvolles, wundervoll illustriertes Bilderbuch, das Traurigkeit zulässt aber auch tröstet.


    Wer sich näher mit dem Thema Trauer und den Trauerphasen auseinandersetzen möchte dem empfehle ich sich einmal mit dem Modell von Elisabeth Kübler-Ross auseinanderzusetzen.

    Die emotionale Veränderungskurve ist hier sehr aufschlussreich.

    Hier sieht man sie Angst, den Ärger, die Trauer mit dem Tiefpunkt dem sogenannten Tal der Tränen das dann langsam in die Hoffnung übergeht bis hin zur wiederkehrenden Freude.

    Jeder Bereich hat so zu sagen einen Mitspieler.

    Erst kommt der Schock, dann das Leugnen (nicht wahrhaben wollen) dann die Akzeptanz, das Verstehen, Experimentieren, Realisieren und dann das Integrieren = einen Weg gefunden zu haben. 

    Die einzelnen Phasen sind individuell unterschiedlich ausgeprägt und unterschiedlich lang und die Übergänge fließend.

    Es gibt weitere Modelle, die oft aber ähnlich dem von Elisabeth Kübler Ross sind, wobei die Benennungen der Phasen teilweise abweichen. 


  22. Cover des Buches Solange ihr mich liebt (ISBN: 9783429026714)
  23. Cover des Buches Meer als Alles. (ISBN: 9783863341664)
    Udo Schroeter

    Meer als Alles.

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Traeumerin109
    Und wer sitzt mit dir am Feuer? Welche Geschichten erzählst du? Welches Wort steht auf der Visitenkarte deines Lebens? Udo Schroeter lässt die Menschen in seinem Buch viele Fragen stellen, aber diese Fragen lohnen sich! Es geht darum, seine Bestimmung zu erkennen, im Hier und Jetzt zu leben, Schmerzen aus der Vergangenheit und Sorgen um die Zukunft loszulassen.

    Was genauso gut wie so viele andere Lebensratgeber daherkommen könnte, ist doch ganz anders! Ich war sehr positiv überrascht. Nachdem das Buch lange in meinem Regal stand, hatte ich dann beim Lesen viel Freude. Die Rahmengeschichte spielt auf einer kleinen Insel, wo der Protagonist einen alten, weisen Freund wiedertrifft. Beide sind begeisterte Angler, und so sind auch die Bilder und Metaphern, die gewählt wurden, aus dem Anglerleben. In Gesprächen am Strand oder am Lagerfeuer sitzen die beiden Freunde zusammen und versuchen, ihre Fragen zu beantworten.

    Udo Schroeter schreibt sehr schön und poetisch, aber auch klar und ohne viel Drumherum. Ich habe in dem Buch viele schöne Ideen und inspirierende Gedanken gefunden. Auch viele Fragen, die Impulse geben und vielleicht helfen, uns darüber klarzuwerden, welches Feuer unseres ist. Er bringt die Dinge gut auf den Punkt und findet sehr passende und schöne Formulierungen. Insgesamt ein sehr lebendiges Buch, welches vor einem wunderschönen Hintergrund spielt: Dem Meer. Zwischendurch sind auch immer wieder tolle Bilder, die ein wenig zum Träumen einladen und auf jeden Fall noch mehr Ruhe und Gelassenheit in das Ganze bringen.

    Fazit: Es ist ein eher ruhiges Buch, aber es kommt auch gar nicht darauf an, dass viel passiert. Vor dem Meer als Hintergrund werden tiefgreifende Fragen aufgeworfen. Dabei kommt es weniger auf die Antworten an, als vielmehr darauf, die Fragen zu stellen. Ein wunderbares Leseerlebnis, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe!

  24. Cover des Buches Wir vermissen dich, lieber Bär! (ISBN: 9783765554803)
    Jane Chapman

    Wir vermissen dich, lieber Bär!

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    "Bär starb an einem Freitag, während die Sonne über das Gras tanzte und Raupen an den Blättern der Bäume knabberten."(Zitat)


    Mit diesen ganz wundervollen Worten beginnt die Geschichte vom Biber, dem Maulwurf und allen Freunden, des Bären, die mit ihm zusammen im Wald gelebt haben. Alle sind sehr traurig und vermissen ihn, doch am allermeisten vermissen ihn Biber und Maulwurf. Sie können nicht fassen, dass sie den Bären nie wieder sehen, nie wieder sein fröhliches Pfeifen hören werden. Nur gut, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind. Sie können sich gegenseitig trösten, einander zuhören, und gemeinsam an den Bären erinnern.  

    So vergeht die Zeit, der Sommer neigt sich dem Ende zu. Immer noch vermissen Biber und Maulwurf ihren Freund sehr. Er fehlt einfach immer und überall. Besonders vermissen die beiden ihn zu Weihnachten. Biber ist sich sicher, dass der Bär nicht gewollt hätte, dass sie so traurig sind und dennoch können sie sich nicht freuen. 

    Manchmal ist der Biber sogar richtig wütend auf den Bären, weil er sie verlassen hat. Nach dem Winter kommt der Frühling, das Leben im Wald erwacht wieder, es wird jeden Tag etwas grüner und heller. Biber und Maulwurf beschließen zum Baumhaus des Bären zu gehen. Kurz überlegen sie, ob es in Ordnung ist, wenn sie das Baumhaus betrete, doch für sie ist klar, der Bär hatte sie lieb, er hätte nichts dagegen. Was sie im Baumhaus erwartet, ist erstaunlich. Es sieht fast so aus, als hätte der Bär die Überraschung, die sie vorfinden genau geplant.  Noch ist das Baumhaus nicht ganz fertig also beschließen sie es in Bärs Sinn weiterzubauen. 

    Der Maulwuf mag es Bär Werkzeug, um sich zu haben und überhaupt haben sie das Gefühl, das der Bär im Baumhaus bei ihnen ist. Ein schönes Gefühl macht sich breit. Wut und Traurigkeit weichen. Sie vermissen ihren Freund und wissen, dass das auch so bleiben wird, doch die Erinnerungen geben ihnen nun ein gutes Gefühl. Das Gefühl, dass er doch irgendwie bei ihnen ist. 

    Gemeinsam mit vielen anderen Tieren wird gehämmert, gesägt, gepinselt, bis das Baumhaus fertig ist. Bärs Baumhaus ist der Ort, an dem sie zusammenkommen. Ein Ort der gemütlich ist. Ein Ort, der ihnen Geborgenheit gibt und an dem der Bär bei ihnen ist, fast so wie früher.


    Wenn jemand stirbt, ist das sehr traurig. Die die zurückbleiben müssen lernen mit dem Verlust zu leben. Diese Trauerarbeit läuft in verschiedenen Phasen ab, die hier kindgerecht in die Geschichte integriert sind und so Kindern in einer Trauerphase das Gefühl geben, das sie nicht allein sind mit ihren Gefühlen. Gleichzeitig lässt sie aber auch Kinder, die nicht den Verlust eines geliebten Menschen (oder Tieres) verkraften müssen, verstehen was Trauer ist.

    Biber und Maulwurf vermissen den Bären. Anfangs haben sie das Gefühl sie hören ihn noch und sind enttäuscht, wenn sie feststellen, dass es nur Einbildung war. Sie geben einander Halt, sind füreinander da. An bestimmten Tagen, wie Weihnachten ist das Vermissen noch etwas stärker. Sie fragen sich, ob es richtig ist zu feiern, vielleicht sogar sich zu freuen, beantworten diese Frage dann aber selbst, weil sie wissen, dass der Bär nicht gewollt hätte, dass sie so traurig sind. Zum Vermissen kommt Wut. Wut auf den Bären, weil er sie allein gelassen, im Stich gelassen hat. Auch das ist eine typische Phase der Trauerbewältigung. Man sagt auch mit der Wut setzt die Besserung ein. Klingt paradox ist aber oft so. Zeit vergeht die Erinnerungen bleiben, doch irgendwann sind sie nicht mehr sehnsuchtsvoll schmerzhaft, sondern Teil des Lebens. Es werden Erinnerungen, die spüren lassen, dass da jemand bei einem ist, auch wenn er nicht mehr physisch anwesend ist und diese Erinnerungen lassen Wärme spüren und auch Schmunzeln, ja sogar lachen. 

    Es ist wunderbar wie einfühlsam Jane Chapman diesen Weg der Trauerarbeit mit ihren beiden Protagonisten geht und dabei zu jeder Zeit viel Raum für Gefühle lässt.

    Sicherlich ist die Geschichte erst einmal traurig, und das darf sie auch sein. Kinder müssen lernen, dass es unterschiedliche Gefühle gibt, dass es Momente gibt, die unglaublich traurig sind, dass es Dinge im Leben gibt, mit denen man lernen muss umzugehen. Mit ihrer Geschichte hilft sie Kindern diese Gefühle kennenzulernen, mit ihnen umzugehen. Es ist oky, traurig zu sein. Es ist oky, wütend zu sein und nach der Traurigkeit und Wut gibt es auch wieder viele schöne Momente.

    Begleitet wird diese gefühlvolle, einfühlsame und sehr feinfühlig erzählte Geschichte von sehr warmherzigen, weichen, sanften, aber auch ausdrucksstarken Zeichnungen, die die Gefühle wunderbar transportieren und immer eine tiefe Verbundenheit spüren lassen. Biber und Mauwurf sind traurig. Sehr traurig und das sieht man auch, aber sie haben sich, keiner ist allein und das macht die Situation und auch die Stimmung, die über das Bild vermittelt wird, hoffnungsvoll. Die Zweisamkeit der beiden sowie das Szenarium drum herum entführen in eine Bildwelt, in der es etwas zu entdecken gibt, dass nichts, mit der Traurigkeit zu tun hat und auch das tut der Geschichte gut, da die Kinder erleben, dass es bei aller Traurigkeit etwas gibt wie Normalität. Es ist nicht alles Grau in Grau und das wird auch über die Mimik und Gestik der Figuren transportiert. Im Laufe der Geschichte werden die Gesichert immer entspannter, fröhlicher und zum Schluss spürt man sogar die Wärme und das Glück, das sich wieder eingefunden hat.

    "Wir vermissen dich, lieber Bär" ist eine Geschichte, die Mut macht, Hoffnung schenkt und keinesfalls nur traurig ist, sondern ganz viele fröhliche, lustige, faszinierende Momente beinhaltet, mit denen sie ihre Leser auch entlässt.

    Ein wundervolles Bilderbuch zu einem nicht ganz einfachen Thema.

    Ein wichtiges Bilderbuch, das in keiner Trauerkiste fehlen sollte.

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