Bücher mit dem Tag "absturz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "absturz" gekennzeichnet haben.

81 Bücher

  1. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

    (1.416)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Stengl

    Flugangst hatte ich nie. Deshalb war Flugangst 7A für mich erst mal einfach nur ein Titel. Ein Thriller eben. 

    Ich habe das Buch vor Kurzem zu Hause gelesen – ganz unspektakulär, auf dem Sofa. Und dann passierte das, was bei guten Thrillern passiert: Der „Nur noch eine Seite-Sog“ ergriff von mir Besitz.

    Man klappt das Buch zu – und öffnet es sofort wieder. Nur noch ein Kapitel. Nur noch diese eine Auflösung.

    Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren nicht die Turbulenzen in der Luft, sondern die psychologischen Abgründe der Akteure. Und diese perfide Konstruktion der Geschichte, bei der man irgendwann merkt: Hier wird mit einer Ur-Angst gespielt. Mit Moral. Mit Schuld. Mit Manipulation.

    Und plötzlich sitzt man da – völlig sicher auf dem eigenen Sofa – und fühlt sich trotzdem innerlich unter Druck gesetzt.

    Ein Moment hat mich dabei besonders beschäftigt: Ich habe mich angesichts des Motivs des Entführers ertappt gefühlt. Und mich mich gefragt, ob dieses Buch manche Menschen dazu bringt, ihr eigenes Verhalten in diesem Punkt zu überdenken.

    Und genau das ist es, was für mich einen starken Psychothriller ausmacht: Nicht nur Spannung beim Lesen, sondern der bleibende Eindruck.

    Warum ich dir das erzähle?

    Weil Flugangst 7A für mich wieder einmal gezeigt hat: Manchmal ist Angst ein hervorragender Geschichtenerzähler. Sie zwingt uns, hinzusehen. Sie legt offen, wie gering manchmal unser Einfluss ist und wie leicht wir in Extremsituationen in innere Konflikte geraten können.

    Wenn du Thriller liebst, psychologische Abgründe spannend findest und Geschichten schätzt, die mehr sind als bloße Action, dann ist dieses Buch definitiv etwas für dich.

  2. Cover des Buches These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1) (ISBN: 9783551317742)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)

    (878)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky

    2.5 stars.


    i put this book onto my wish list around 10 years ago. back then i was really into YA / sci-fi and couldn’t wait to read it (i’ve also known amy kaufman from other books / series) so when i finally got it, i started it immediately. it’s super fast paced and interesting: a rich girl and a „rags-to-riches“ army major are stranded on an empty planet. but is it really empty? however, while it as a fn read i also realized that YA is just too young for me these days. couldn’t really connect with the characters (there were only two major ones so the story is limited to begin with) and overall the story was very far fetched at times. will not continue with the rest of the series. 

  3. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.266)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


  4. Cover des Buches Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg. (ISBN: 9783453426238)
    Julie Clark

    Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.

    (517)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwuermchen_1990

    Das Buch beginnt sehr stark. Ich war sofort in der Geschichte drin und bin durch die Seiten geflogen. Die Autorin schafft es Spannung von Beginn an hoch zu halten. In der Mitte hat es sich zwar kurz etwas gezogen, aber mit den fortschreitenden Seitenzahlen kamen die unerwarteten Wendungen.

    Was mir ausserdem gefällt sind die kurzen Kapitel und die wechselnden Sichten der Kapitel. 

    Die Charaktere wirken nahbar und authentisch.

    Die Idee hinter dem Tausch ist interessant, aber an manchen Stellen auch leicht verwirrend. 

    Insgesamt ist "Der Tausch" ein wirklich spannender Thriller mit kleinen Längen, der vor allem jedoch durch seine Wendungen und die psychologische Tiefe überzeugt.

  5. Cover des Buches Das Alphabethaus (ISBN: 9783423219525)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Alphabethaus

    (560)
    Aktuelle Rezension von: Catarina90

    „Das Alphabethaus“ von Jussi Adler-Olsen erzählt die Geschichte zweier britischer Piloten, die sich im Zweiten Weltkrieg als SS-Offiziere ausgeben und in einer Nervenheilanstalt untertauchen. Die Grundidee ist stark und gut recherchiert, besonders der erste Teil im Krieg bietet spannende Ansätze. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise konstruiert, langatmig und nicht immer ganz plausibel – vor allem im späteren Teil, der Jahrzehnte danach spielt. Man merkt, dass es sich um ein Frühwerk handelt: interessant, aber erzählerisch noch nicht auf dem Niveau der späteren Thriller. Insgesamt lesbar, aber eher Durchschnitt – daher 3 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783104915715)
    William Golding

    Herr der Fliegen

    (903)
    Aktuelle Rezension von: HenriLMatos

    Herr der Fliegen ist kein Abenteuerroman. Es ist ein Experiment: Was passiert mit menschlicher Identität, wenn die sozialen Systeme entfernt werden, die ihr Form geben? Goldings Antwort ist keine optimistische. Die Jungen werden nicht böse — sie waren es vorher auch. Das System hatte es nur unter Kontrolle. Was das Buch so beunruhigend macht: Die Auflösung geht schnell. Viel schneller als man denkt. Und sie beginnt immer mit dem besten Willen.

  7. Cover des Buches The First to Fall (ISBN: 9783989780118)
    Kristina Moninger

    The First to Fall

    (174)
    Aktuelle Rezension von: jasi26

    Diese Reihe hat mich wirklich überrascht. Was zunächst wie eine klassische New-Adult-Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Tieferem. Freundschaft, Liebe, Geheimnisse und Verlust greifen hier so intensiv ineinander, dass man die Bücher kaum aus der Hand legen kann.

    Besonders berührt hat mich die Dynamik zwischen den Charakteren, ihre Geschichten fühlen sich echt, verletzlich und manchmal auch schmerzhaft ehrlich an. Mit jeder Seite wächst die Spannung, weil man unbedingt verstehen möchte, was hinter all den Andeutungen und Ereignissen steckt.

    Für mich ist diese Reihe eine emotionale Mischung aus Herzklopfen, Spannung und Momenten, die noch lange nach dem Lesen nachhallen.

  8. Cover des Buches Friends, Lovers and the Big Terrible Thing (ISBN: 9783404060153)
    Matthew Perry

    Friends, Lovers and the Big Terrible Thing

    (108)
    Aktuelle Rezension von: MelB2508

    Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht unberechtigt! 

    Matthew Perry ist teilweise wirklich wie seine Figur Chandler, aber ohne dessen Entwicklung und Reifung und vor allem ohne ein Happy End. 

    Wissend, was mit seinem Leben geschah, nachdem er das Buch geschrieben hatte, ist es natürlich maximal heftig, Sätze zu lesen wie "Ich habe Angst zu sterben" "Ich möchte nicht sterben" oder "Ich suche noch die wahre Liebe und wünsche mir Kinder". All das ist nicht eingetreten, er ist alleine in seinem Whirlpool ertrunken, er ist nicht nüchtern gewesen und nicht drogenfrei. 

    In Matthew Perrys Autobiographie gibt es Stellen, die wirklich sehr Insider-mäßig anmuten. Wir lesen über Castingprozesse, erfahren von Beziehungen und Freundschaften mit anderen berühmten Schauspielern und lesen über seine nicht so glückliche Kindheit und den märchenhaften Reichtum, den er durch Friends erworben hat. Gleichzeitig aber lesen wir auch von den tiefsten Tiefpunkten, von Operationen, Narben, Drogen, von Weinkrämpfen und Einsamkeit, von Verzweiflung und immer wieder von versuchten Entzügen, die entweder fehlschlugen oder später dann doch von den unvermeidlichen Rückfällen. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Ich weiß, das Buch ist ehrlich und das honoriere ich auch. Aber es ist keine "schöne" Lektüre. Fernab von anderen Büchern von Menschen, die an einer Sucht litten und diese besiegt haben, wiederholen sich die Rückschläge wieder und wieder, was das Lesen wahnsinnig frustrierend und ein bisschen repetitiv macht. Auch die Selbstreflexion, die der Autor eindeutig hat, bringt ihm nichts und so war ich am Ende des Buches ausgelaugt und frustriert - und ehrlich gesagt, auch wütend. Ein Mensch, der so viel Geld verdient hat - obszön viel Geld! - damit, dass er in einer Fernsehserie mitgespielt hat, der immer nur tiefer sinkt und wieder und wieder die gleichen oder ähnliche Fehler macht, der macht mich am Ende des Buches einfach nur wütend. Er hatte alle Chancen und Möglichkeiten und er war nicht dumm, er wusste, was sein Verhalten bei ihm, seinem Körper, aber auch bei anderen Menschen, die ihm nahe stehen, auslösen würde - und trotzdem tat er es! Das ist etwas, was meinem eigenen Charakter so sehr entgegen steht, dass es mir einfach nicht möglich ist, entspannt damit zu sein. Und auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, darüber, wie Matthew Perry gestorben ist und auch darüber, dass seine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, kann ich nicht tief mit ihm mit empfinden. 

    Das Buch kann ich auch nur eingeschränkt empfehlen, da es meiner Meinung nach einfach teilweise zu heftig geraten ist. 

  9. Cover des Buches The Things we leave unfinished (ISBN: 9783499013553)
    Rebecca Yarros

    The Things we leave unfinished

    (184)
    Aktuelle Rezension von: Karolina_Hruskova

    Ich habe lange erst ziemlich locker daran gelesen, fand es ganz nett, wusste aber nicht, wohin mich die Geschichte führen wird. 


    Mit der Zeit habe ich mich dann aber in Scarlett und Jameson verliebt, habe mich in ihre unerschütterliche, leidenschaftliche Liebe verliebt, die mitten im Zweiten Weltkrieg so bedeutsam und heilend aufgetreten ist. Georgia und Noah waren kein Vergleich dazu. Ihre schnippische Art war mir stellenweise zu viel. Die Spannung zwischen beiden war zwar da, wurde aber auch ziemlich gut versteckt. 


    Ab der Hälfte war ich dann voll im game, habe mich auf jedes Kapitel aus den 40er Jahren gefreut, sie begeistert gelesen. Mein Herz war angegriffen; auf der einen Seite war diese wahre, pure Liebe, auf der anderen Seite der immer drohende Tod. Im Laufe der Geschichte hat man viele Anhaltspunkte erhalten, wie Scarletts und Jamesons Schicksal aussehen könnte, ich war mir auch sehr sicher, dass ich das Geheimnis gelöst hatte - und dann hat ein Kapitel, ein Absatz alles verändert. Überwältigend.


    Ab dem Punkt, als Georgia und Noah in der Gegenwart übernommen haben, überschlugen sich die Ereignisse und ich bin teilweise nicht mehr hinterhergekommen. Dennoch mochte ich sehr, wie alles (auf-)gelöst wurde.


    Meine liebste Romance von Rebecca Yarros bis jetzt. Eine gefühlvolle Geschichte über Liebe, die allen Widrigkeiten trotzt.

  10. Cover des Buches Die Optimierer (ISBN: 9783404208876)
    Theresa Hannig

    Die Optimierer

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In der schönen neuen Welt, die Theresa Hannig in ihrem Roman „Die Optimierer“ entwirft, hat jeder Büger das Recht darauf eine Lebensberatung zu erhalten, aus der dann ein passendes Jobangebot hervorgehen soll. Das Risiko dieser Beratung: Zeigt man zu wenig Eigeninitiative und Engagement wird man der sogenannten Kontemplation zugeführt und lebt dann von einer Art bedingungslosem Grundeinkommen. Die Autorin hat viele kreative Ideen, sie entwirft eine interessante futuristische Welt (ein wenig hat mich das Buch an den Film „Demolition Man“ erinnert, auch wenn keine Muschel vorkommt). Und die Schreibweise ist packend.

     

    Die Hauptfigur des Romans ist Samson Freitag. Er ist ein Verfechter des Systems und hat nichts gegen totale Überwachung und Kontrolle. Vor seinen eigenen, systemkritischen Eltern verteidigt er die Vorteile der sogenannten Optimalwohlgesellschaft. Auf mich hat er zu Beginn des Buchs einen naiven Eindruck hinterlassen, er hat sich an die Gegebenheiten angepasst und hinterfragt nichts. Freitag ist ein braver Beamter eines fragwürdigen Staats, der angepasst die gesellschaftlichen Regeln befolgt. Und noch mehr: Er hat gar den Ehrgeiz, der optimalste und beste Bürger von allen zu sein. Um Sozialpunkte zu sammeln, schreibt er jede Menge Korrekturvermerke, also Verbesserungsvorschläge für das System.

     

    Und die Regeln, nach denen man zu leben hat, sind äußerst rigide. Fleischkonsum wird z.B. mit Abzug von Sozialpunkten sanktioniert. Es werden Bewegungsprofile aufgezeichnet, Gespräche werden mit Hilfe von Linsen gespeichert, das Konsumverhalten wird festgehalten, Krankheiten und Straftaten werden digital und für jeden anderen Bürger einsehbar fixiert. Und weil die Eltern von Samson gegen eine Regel verstoßen, die ihr Sohn nicht zur Anzeige bringt, wird er schließlich sanktioniert und gerät immer tiefer in eine Abwärtsspirale, weil er Sozialpunkte verliert.

     

    Und als ob das noch nicht genug wäre, wird Samson nachträglich auch noch eine Falschberatung einer Klientin vorgeworfen, bei der er es an Empathie hat vermissen lassen. Ihm wird ein schweres Verbrechen zur Last gelegt und er wird zwangstherapiert. Plötzlich ist er nur noch ein Bürger zweiter Klasse, der von anderen gemieden wird. Zwischenzeitlich macht es dabei sogar den Eindruck, dass Samson sich in einen Verfolgungswahn hineinsteigert. Ihm droht gar das sogenannte Internat, eine Umerziehungseinrichtung. Soll er etwa aus dem Weg geräumt werden, weil er zu einem populären Politiker einen Korrekturvermerk verfasst hat? Das alles liest sich sehr spannend und ist toll von Hannig gestaltet worden!

     

    Und durch seine Erlebnisse beginnt Samson das System auf einmal mit anderen Augen zu sehen und Dinge zu hinterfragen. Eine interessante Entwicklung, die der Protagonist hier durchläuft. Er wacht auf und sieht, was schief läuft. Ein interessanter Kontrast, der sich hier ergibt. Von der Gesellschaft als krank abgestempelt, erkennt Samson seinerseits die Krankheitssymptome der ihn umgebenden Gesellschaft. Toll! Und das alles liest sich packend, ich wollte permanent wissen, was aus Samson wird und wie es mit ihm weitergeht. Wird er sich auch seiner Lage befreien? Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und auch das Ende ist stark, auch wenn man schon recht früh ahnt, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt.

     

    Fazit: Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen und mit zunehmendem Handlungsverlauft hat mich der Roman immer mehr begeistert. Die futuristische Welt, die sich die Autorin überlegt hat, ist interessant. Ein gelungener Entwurf einer möglichen Dystopie. Und eine Sogwirkung entfaltet Samsons Schicksal. Sein tiefer Sturz von einem braven Beamten zu einem Außenseiter der Gesellschaft. Wirklich packend. Ich habe nichts an dem Buch auszusetzen und gebe deshalb 5 Sterne.

  11. Cover des Buches Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt (ISBN: 9783802597565)
    Alex Morel

    Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

    (464)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist einfach traumhaft und der Klappentext hat ich direkt berührt und zum Nachdenken angeregt. 

    So habe ich auch direkt mit dem Lesen angefangen und wurde von einem wunderbar emotionalen und angenehmen Schreibstil gefesselt, auch an Spannung hat es nicht gemangelt.

    Dementsprechend hat es auch nicht lange gedauert, bis ich mit dem Buch durch war. Ich wollte es nicht aus der Hand legen und gleichzeitig nicht, dass es zu Ende geht.

    Sehr tolles Buch.

  12. Cover des Buches Career Suicide (ISBN: 9783550201394)
    Bill Kaulitz

    Career Suicide

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Janet

    Als Fan der ersten Stunde musste ich das Buch einfach lesen. Bill passt in keine Schublade. Das liebe ich an ihm. Nun ist er auch Autor. Ich finde er drückt sich gut aus, aber manchmal fiel es mir schwer, seinen Gedankensprüngen zu folgen beziehungsweise den roten Faden zu erkennen. Ich habe mich sehr gefreut, mehr über Mama Kaulitz zu erfahren. Sie hatte fast nichts, aber an Liebe für ihre Kinder mangelte es nicht. Sie waren und sind ein tolles Dreiergespann. Was Bill und Tom in der Schule durchgemacht haben, ist erschreckend. Kein Wunder, dass sie da so schnell wie möglich raus wollten. Die Entstehungsgeschichte von Tokio Hotel kannte ich natürlich. Was ich aber nicht wusste ist, warum sie in die USA gezogen sind. Als Fan hat mich die Auswanderung damals enttäuscht. In seinem Buch hat Bill mir erklärt, wieso der Wegzug notwendig war. Allein dafür hat sich das Lesen sehr gelohnt.

  13. Cover des Buches Guides - Die erste Stunde (ISBN: 9783959670937)
    Robison Wells

    Guides - Die erste Stunde

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Andere finden Überraschungen in den Buchläden, ich in der Bibliothek. Ganz unerwartet stolperte ich dort über »Guides – Die erste Stunde«, ein Science Fiction Roman von Robison Wells. Auch wenn es sich hier um eine sehr klassische Erstkontaktgeschichte handelte, konnte ich mich doch sehr dafür erwärmen.

    »Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, das die Welt nach seinem Absturz in Atem hält. Und Alice ist sicher: Niemand außer ihr Vater, der für die NASA arbeitet, hätte seine siebzehnjährige Tochter jetzt auf ein Internat nach Minnesota gebracht - ausgerechnet mitten ins Zentrum der Katastrophe. Hier kommt Alice der Wahrheit hinter den Nachrichten gefährlich nahe. Doch mit der Wahrheit kommt auch die Angst vor den unbekannten Geschöpfen, die das Raumschiff verlassen …«
    (Quelle: Goodreads)

    Erstkontaktgeschichten gibt es viele, also solche Geschichten, wo es zu einer allerersten Berührung zwischen Menschen und Außerirdischen kommt. Deren liebste sind mir immer noch Arrival und Contact, aber auch »Guides« konnte mich begeistern.

    Dabei muss man eigentlich ganz objektiv sagen, dass »Guides« eigentlich wenig innovativ ist, was diesen Geschichtentypus angeht und doch eher in Richtung Independence Day geht statt Arrival. Der Plottwist am Ende war recht vorhersehbar, und ehrlich gesagt war das Ende ohnehin der schwächste Teil für mich.

    Dennoch: Der Rest hat Spaß gemacht zu lesen. Alice landet auf einem Internat, auf das vor allem Bonzenkinder gehen, also Leute mit ausreichend Geld und Prestige. Aber auch besondere Talente. Das heißt, dass die wenigsten Protagonisten wirklich doof sind und ganz im Gegenteil sogar oft kluge Kommentare zum Geschehen abgeben können und umfangreiches Allgemeinwissen mitbringen. Trotz allem sind sie Teenager und benehmen sich auch wie solche. Nur eben solche mit einem etwas höheren IQ als der Durchschnitt, was einem den einen oder anderen dämlichen Kommentar erspart.

    Alice hat indigene Wurzeln, die vor allem gegen Ende eine Rolle spielen, als sie zu ihrer Großmutter flieht. Ich kann leider nicht wirklich beurteilen, inwiefern dem Autor die Darstellung der indigenen Bevölkerung gelungen ist. Aber auf mich machte alles einen feinfühligen Eindruck und bot zudem einen interessanten kleinen Einblick in diese Lebensweise.

    Streckenweise hat der Roman eine sehr düstere Atmosphäre und dem Autor gelingt es gut, das auch zum Leser zu transportieren und diesem eine Gänsehaut zu bescheren. Besonders gefiel mir, wie die Protagonisten auf die entsprechenden Situationen reagierten, die teils weit jenseits der alltäglichen Erfahrungswelt liegen, und wie sich das auf ihre Psyche auswirkte. Der Schock, der sich mitunter einstellte, wurde realistisch dargestellt.

    Spannend war ebenso das Rätseln, was wirklich hinter der Anfunkt der Guides auf der Erde steht, denn es wird schnell klar, dass da mehr dahinter steht, als die Guides die Menschen glauben machen wollen. Auch wenn ich relativ schnell darauf kam, störte es mich nicht unbedingt, als meine Vermutung bestätigt wurde. Das Drumherum passte immer noch.

    Der Roman mag zwar nicht viel zu all den Erstkontaktgeschichten hinzufügen. Dennoch ist er kurzweilige, spannende Unterhaltung, ein empfehlenswerter Happen für Zwischendurch. Einen kleinen Gruselfaktor gibt es streckenweise ebenso, und Lesern, die mit der Darstellung von Gewalt und Gewaltopfern ihre Schwierigkeiten haben, sei eher von der Lektüre abgeraten. Allen anderen kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.
  14. Cover des Buches Midnight Blue (ISBN: 9783736309920)
    L. J. Shen

    Midnight Blue

    (215)
    Aktuelle Rezension von: SweetSmile

    Zum Inhalt: 

    Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm – wunderschön aus der Ferne, 

    doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören 

    Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird – vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren... 

     

    persönliche Wertung: 

    Ein Buch bei dem der Klappentext wirklich vielversprechend ist, wie ich finde. Wer hat denn
     bitte noch nie von einem Rockstar geträumt? Ich habe dies definitiv getan - klingt also nach der perfekten Geschichte für mich! Auch das Cover finde ich wunderschön. Dieses dunkle blau ist genau meins und das angedeutete Gitarre spielen ist einfach toll. Ich habe mich gleich in das Cover verliebt. 

    Dementsprechend vorfreudig war ich, als ich die Geschichte zur Hand nahm. Leider bin ich mit dem Schreibstil der Autorin in diesem Buch so gar nicht warm geworden. Für mich war es lange Zeit echt schwierig die Geschichte zu lesen, die Sprache war mir viel zu vulgär und das Feeling beim Lesen eher unangenehm. Die ersten zwei Drittel des Buches habe ich mich regelrecht zwingen müssen weiter zu lesen, da ich die Geschichte einfach nicht gefühlt habe, obwohl sie an sich wirklich Potential hat. Im Großen und Ganzen mag ich die Idee der Story richtig gern. Die Umsetzung hätte ich mir einfach ganz anders gewünscht. 

    Indigo ist eine angenehme junge Frau, ich mochte ihre Schlagfertigkeit und ihren Stil. Sie ist wahnsinnig kreativ, aufopferungsvoll, freundlich, führsorglich und einfach ganz sie selbst, was mir wirklich imponiert.

    Alex ist anfangs leider gar nicht so wie ich ihn mir gewünscht hätte. Wenn Rockstars sind wie er, dann überlege ich mir meinen Traum noch einmal... Spannend fand ich seine Geschichte, auch wenn sie für meinen Geschmack hätte anders verpackt sein können. Der ganze Charakter hat für mich nicht gestimmt. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen könnte, dass ich mit seiner Person an sich gar kein so großes Problem gehabt hätte, wenn mich die Vulgarität des Schreibstiles nicht so gestört/ verschreckt hätte. Sie hat mir diesen Charakter irgendwie zerstört. 

    Auch die Nebencharaktere hatten echt Potenzial, leider waren sie für mich aber nicht gut ausgearbeitet, eher oberflächlich und zu seicht. Am Ende wurde es, wie auch der Rest der Geschichte besser, aber alles in allem hätte ich mir auch hier mehr gewünscht.

    Das letzte Drittel des Buches konnte mich dann doch etwas besänftigen. Hier habe ich auch wieder freudiger zum Buch gegriffen und mich wohler gefühlt. Das Ende an sich hat mir dann auch richtig gut gefallen.

    Alles in allem für mich aber leider eine kleine Enttäuschung.

     

    Fazit:

    Eine Geschichte mit viel Potential, welches für mein Empfinden leider nicht so ganz genutzt wurde. Wenn man allerdings kein Problem mit dem vulgären Schreibstil hat, dann sieht man die Geschichte sicherlich mit ganz anderen Augen und fühlt sich gut unterhalten.

  15. Cover des Buches In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen (ISBN: 9783423264549)
    Rebecca Yarros

    In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Deborah85

    Ich weiss nicht woran es liegt, aber alle Bücher von Rebecca lösen vor meinen Augen einen Film aus ab der ersten Seite. Ich habe auch hier alles vor Augen gehabt, mitgelitten und gefiebert. Die Szenen im Kriegsgebiet werden bildlich beschrieben, man spürt die Atmosphäre und riecht die Angst. Die Geschichte von Nate und Izzy liest sich flüssig und ist sehr spannend. In Rückblenden wird aufgelöst, wie sie sich kennen gelernt haben, bis zum Heute. 


    Ich war sehr berührt von der Geschichte und mich hats einfach gepackt. Eine wunderschöne Geschichte mit allem, was es für einen 2nd Chance braucht. 


  16. Cover des Buches Brennender Midi (ISBN: 9783832164119)
    Cay Rademacher

    Brennender Midi

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    ... wobei das eins der besseren Bücher war... Erst fand ich es stinkelangweilig, aber dann gings. Und irgendwas fesselte mich und so kam ich dann doch noch zum Ende. Ich glaub, ich hab ne ganze Woche benötigt, um das Buch zu lesen. 

    Echt schade, dabei gefiel mir der Provenceflair, die Ermittler und der Fall war eigentlich auch interessant. Aber interessant ist was anderes wie spannend. Und Highlights hatte ich - persönlich - leider keins. 

    Aber wer Krimis aus der Provence mag, mit schönem Umfeld, der ist hier eigentlich gut aufgehoben. 

    Nur halt der Krimi war nicht plausibel oder spannend. Schade eigentlich. 

    Immerhin kann der Autor schreiben, er hat mich ans Buch gefesselt, bis es ausgelesen war. ;-) Ja doch, kann man so sagen... :-) Vielleicht sollte er Geschichten aus der Provence schreiben, mit dem Flair und tollen Charakteren? Schreiben kann er jedenfalls. Nur wars nicht so meins. 

  17. Cover des Buches Himmelhorn (ISBN: 9783426282045)
    Volker Klüpfel

    Himmelhorn

    (157)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Das war eine spannende Ermittlungen und eine lustige Geschichte aus dem privaten Leben von dem Kluftinger! Hier wird ein aktueller Mord und ein Cold Case  gelöst.... Ich habe sehr viel Spass gehabt beim Leben und auch sehr viel mitgefiebert. Ein super Schreibstil!  Die Familie Kluftinger ist sehr real, konnte mir alle Szenen sehr gut vorstellen. 

  18. Cover des Buches Die 100 - Heimkehr (ISBN: 9783453270718)
    Kass Morgan

    Die 100 - Heimkehr

    (261)
    Aktuelle Rezension von: mimgi

    Ich werde Kritik äußern, muss aber auf mein Bauchgefühl hören und diesem Teil 5 Sterne geben. Bisher war dieser Teil mein Favorit. 


    Was mir gefallen hat:

    Endlich Drama und Action! Die Handlung im zweiten Teil war mir zu langsam, doch hier wurde ordentlich nachgelegt. Glass kämpft um Luke’s Überleben, da dieser von den Erdgeborenen schwer verletzt wurde und sie ihn zurück zum Camp bringen muss. Wells verliert Sasha durch die Kolonisierten. Bellamy wird von Rhodes praktisch das ganze Buch über gejagt. Mir gefällt‘s und ich konnte das Buch (vor allem ab der zweiten Hälfe) kaum weglegen. Sasha’s Tod hat mich echt getroffen, sie gefiel mir sehr gut. Dennoch fand ich ihren Tod sinnvoll für den Plot. 


    Was mir weniger gefallen hat: 

    Manche Geschehen werden auch in diesem Teil viel zu plump vorgestellt. Beispielsweise in der Kampfszene zwischen den abtrünnigen Erdgeborenen und den Kolonisierten. Die Szene hat so viel Potenzial für spannende Momente. Und die haben wir auch bekommen, jedoch waren die Formulierungen schwammig und könnten lebendiger gestaltet werden. Auch der Moment, in dem Clarke ihre Eltern das erste Mal wieder sah. Hier hätte man erzählerisch auch so viel rausholen können, stattdessen wirkte es eher nebenläufig, dass sie sie gefunden haben. 

    Außerdem war der Plot teilweise sehr vorhersehbar. Dass Kendall eine Verräterin ist, konnte man schon sehr früh erahnen. Einen richtigen Schocker hätte ich hier gern gesehen. 

  19. Cover des Buches Gray (ISBN: 9783844526349)
    Leonie Swann

    Gray

    (47)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    An der berühmten Universität Cambridge stürzt ein Student in den Tod. War es ein tragischer Unfall oder gar ein Mord? Dr. Augustus Huff, Professor an der Uni, ist von Letzterem überzeugt. Als er sich im Zimmer des Toten umsieht trifft er dort auf den Graupapagei Gray. Der Vogel kann sprechen, ist wirklich schlau und wurde von seinem Besitzer überall mit hingenommen. Für Huff ist klar: Gray weiß, was geschehen ist...


    Bewertung 

    Das Wichtigste zuerst: Papagei Gray ist der Hit. Dem Vogel dabei zuzuhören, wie er alle möglichen Dinge anstellt, ist enorm witzig. Gerade in seinem Fall macht es so viel mehr Spaß, dem Sprecher dabei zuzuhören, wie er Gray eine Stimme verleiht.  Der Fall ist dagegen jetzt nichts Besonderes, muss er aber auch nicht. Es geht hier schließlich nicht darum, einen kniffligen Fall zu lösen, sondern eher um das Zusammenspiel von Huff und Gray. Was geschehen sein muss, ist relativ schnell klar, aber ich habe trotzdem gerne weiter zugehört. Auf jeden Fall ist dieses Hörbuch eine Empfehlubg, wenn man generell Tier-Krimis und vor allem "Glennkill" möchte.

  20. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Laymon - man liebt ihn, oder man hasst ihn....!  Dieses Buch ist mal wieder typisch dafür. Wie schon in der Überschrift bemerkt gibt Isa kaum eine Grausamkeit, die der Autor auslässt. Dazu kommen die vielen sexuellen Anspielungen - da wippen haufenweise die Brüste vor den sabbernden Augen der Figuren. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die erst zum Finale hin zusammenlaufen. Logik sucht man hier vergebens - aber wer will schon Logik, wenn man einen Laymon liest.

    Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber nach zwei Büchern des Autors in Folge ist jetzt erstmal eine längere Pause angesagt. Von dem Trip muss man dann erstmal wieder runterkommen.....!

  21. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783442719624)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Besser (ISBN: 9783499259302)
    Doris Knecht

    Besser

    (55)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    📌 "Manchmal ist die Erinnerung besser als die Realität." - S. 13


    Darin hab ich mich oftmals wiedererkannt. 

    Wenn es auch teilweise sehr überspitzt und zynisch war, war es doch amüsant und halt auch irgendwie wahr. 

    Das (Ehe-)Leben als (Ehe-)Frau und Mutter ungeschönt in all seinen Facetten. 

    Ein bisschen Gesellschaftsstudie, Vergangenheitsbewältigung und verschiedene Möglichkeiten für etwaige Lebensweisen/Wege. 


  23. Cover des Buches Der Trinker (ISBN: 9783752999402)
    Hans Fallada

    Der Trinker

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Berlin_Sprachmittlen

    Zum Schatten werden


    Der Trinker ist Erwin Sommer, so wurde er im Buch genannt.

    Er ist eine schwache Person, die immer andere Menschen für eigene Taten schuldig macht.  

    Nicht ohne sich bewusst zu sein, zerstört der Trinker sich selbst durch seine Handlung. 

    Es fehlt ihm an Selbstwert und Selbstbewusst. Sein niedriges Selbstwertgefühl demotiviert ihn stark im Leben.  Seine Frau ist ihm ein Dorn im Auge. Sie ist ihm eine Erinnerung an seine Schwächen. Er kann sie deswegen nicht wahrnehmen und kann sie auch nicht wahrhaft lieben. Er lässt seinen Frust an sie aus. 

    Durch einen starken Alkoholkonsum versucht er der Realität und seiner Unzufriedenheit zu entfliehen.  Er macht sich klein, obwohl er im Gegenteil groß angesehen werden will. 

    Zwecklos scheint sein Leben zu sein. Sein einziges Ziel ist es, Alkohol zu trinken und den betrunkenen Zustand zu genießen.  Er wird ganz schnell von dem Autor entmenschlicht. Er wird nicht nur als Trinker im Buch dargestellt, sondern auch als Lügner, Verräter der Familie, Betrüger,  Räuber und Verbrecher. Niemand hält ihn mehr für einen guten Burger oder Mitmenschen. Es ist dem Leser sehr schwer mit ihm Mitleid zu fühlen.

    Er handelt respektlos zu sich selbst, zu seiner Frau, sowie zu anderen Menschen und dadurch überschreitet er alle denkbaren Grenzen. 

    Es ist kein Wunder, dass er auch schnell im Gefängnis und später in einer Heilanstalt landet. Dort lernt er aber kleine Dinge zu schätzen. Dinge, die ihm früher wertlos waren. Ein Stückchen Brot, ein Stückchen Seife, ein bisschen Tabak. Plötzlich spielen in seinem Leben alle diese Sachen eine andere Rolle, sie werden überlebenswichtig. Auf einer Stelle werden sie 'primitiven Dinge des Lebens’ im Buch genannt, worüber man mit anderen Insassen ‘ein vernünftiges Wort reden konnte’.  

    Dort lernte er auch Menschen kennen, mit denen er früher nie etwas zu tun hatte. Kriminelle, Diebe, psychich oder seelisch kranke Menschen. Er merkt, wie das System solche Menschen behandelt und mit solchen Menschen umgeht, alle leiden unter Hunger. In einer solchen Anstalt werden die Menschen, die Insassen sehr knapp mit allem versorgt, es betrifft Essen, Kleidung und andere wichtige Dinge des Lebens. Der Grund dafür, merkt Erwin Sommer, ist die überall herrschende Korruption. 

    Obwohl Herr Sommer nicht ein positiver Charakter dieser Geschichte ist, hat man aber keine starke Abneigung gegen ihn, zumindest ging es mir so. 


    Er scheint eine sehr emotionale Figur zu sein. Er weiss aber auch nicht oft, wie er nachhaltig und ohne sich selbst zu schaden mit seinen Emotionen umgehen kann. Jeder starke emotionale Schock oder außerordentliche Ereignis kann er kaum beheben oder unter Kontrolle bringen. Er versucht, solche Ereignisse und Schocks mit alkoholischem Rausch zu überwinden. 

    Statt diese Erlebnisse in einer gesunden Art zu erarbeiten, will er seine Gefühle mit Alkohol betäuben. Diese Art der Handlung zerstört ihn als Mensch, nimmt ihm seinen Willen weg und schadet ihm nur mehr und mehr, sodass am Ende aus einem Mensch nur ein willenloser Schatten bleibt  



  24. Cover des Buches Der Mitreiser und die Überfliegerin: Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2017 (ISBN: 9783957611833)
    Mira Valentin

    Der Mitreiser und die Überfliegerin: Gewinner des Kindle Storyteller Awards 2017

    (68)
    Aktuelle Rezension von: east

    Mit dem Tod seiner besten Freundin zerbricht das Leben des jungen Milan. Er gibt sich die Schuld für ihren Kletterunfall und versinkt in Trauer und Selbsthass. Aber dann fliegt ihm ein weißer Wellensittich zu und weicht nicht mehr von seiner Seite. Was er zunächst als seltsamen Zufall abtut, führt ihn schon bald ins Publikum eines reisenden Zirkus und ehe er sich versieht, ist er als Mitreiser engagiert und muss sich dem Abenteuer namens Leben wieder stellen…

     

    Mit „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ hat Mira Valentin ein berührendes und auch überraschend tiefgründiges Jugendbuch geschrieben, das einen Hauch von Mystery mit Coming of Age, einem Abenteuer und einer Liebesgeschichte verbindet. Klingt nach einer wilden Mischung? Ist es auch.

     

    Während Milan dem ganzen Hokuspokus der Zirkusleute und ihrem ungezügelten Leben erst skeptisch gegenübersteht, zieht ihn die ganz eigene Magie dieses wilden, aber keinesfalls sorglosen Lebens in ihren Bann. Außerdem ist da natürlich noch eine gewisse Trapezkünstlerin, die ihn auch nicht ganz kalt lässt.

    Was als Fantasy-Aspekt mit Seelentieren, magischen Menschen und solchen, die diese Magie stehlen ein wenig an Momo und die grauen Herren erinnert, kann auch als Gesellschaftskritik verstanden werden, die die Autorin mit überspitzen Symbolen darstellt und dabei mit der Fantasie des Lesers spielt.

     

    Nach und nach taucht man an Milans Seite ein in das vielseitige, aber auch entbehrungsreiche Leben in einem Zirkus, lernt ein paar echt schräge Vögel kennen (sowohl gefiederte als auch solche mit Armen und Beinen) und begleitet Milans Reise zu sich selbst, auch wenn die mit herben Rückschlägen und Selbstzweifeln einhergeht. Mira Valentin hat das Thema Trauer und Schuld realitätsnah eingefangen und gekonnt mit anderen Aspekten verknüpft, sodass eine teils witzige, aber nicht leichte, vielseitige, manchmal tiefgründige und unterhaltsame Geschichte unter dem Zauber eines Zirkuszelts entstanden ist, die natürlich vor allem Jugendliche anspricht, aber auch anderen Lesern Vergnügen und ein wenig Nachdenklichkeit bescheren kann.

     

    Das Buch kommt mit überraschend wenig Drama aus und steigert sich auch gegen Ende nicht in eine unrealistische Handlung hinein, sondern bleibt sich selbst treu: einer Geschichte, die uns daran erinnert, wie bunt und vielfältig das Leben sein kann, dass Herausforderungen uns immer finden werden und dass ein Fünkchen Magie im Herzen jedes Menschen lebt, wenn wir es nur zulassen.


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