Bücher mit dem Tag "absurd"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "absurd" gekennzeichnet haben.

216 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.852)
    Aktuelle Rezension von: Jana03

    Ein sehr tolles Buch, das viel schwarzen Humor und Ironie enthält.                                                  Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil von Jonasson ist sehr humorvoll und flüssig, sodass es viel Freude beim Lesen bereitet.                                    Allerdings ist an manchen Passagen das Buch etwas langatmig, aber das macht der Autor mit dem schon benannten Schreibstil wieder gut.

    Diesen Autor kann ich nur weiterempfehlen und ich werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihm lesen.                  

  2. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.491)
    Aktuelle Rezension von: Talja

    ! Spoiler Warnung!

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    Der erste Band der Trilogie war ziemlich schwierig, ich fand den Schreibstil teilweise wirklich anstrengend und Juliette, die Protagonistin war anstrengend. Während die die ganze Zeit jammert und in Selbstmitleid versinkt geht um sie herum die Welt unter. Die neben Charakter haben es für mich gerettet, da sie spannend waren. 

    Ich bin absolut in Warner verliebt ! Hoffentlich kommt von ihm mehr. 


    Aber die Story ist großartig und ein erschreckendes Bild einer Welt die uns auch erwarten könnte. 

    Ich mag den Humor und das Buch hat viele schöne Zitate. 


    Das Cover ist wunderschön wie ich finde ! Sowas spricht mich total an !

  3. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (ISBN: 9783548372570)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken

     (1.156)
    Aktuelle Rezension von: Diandra-Anja

    Hab das Buch von einer Kollegin geliehen bekommen, mit den Worten "Das ist auch was für dich!" ... Und was soll ich sagen: Sie hatte völlig Recht, ich mag es und musste ganz oft Lachen.
    Das Känguru ist schon echt durchgeknallt, doch das macht es auch wieder irgendwie Extremst Lustig. Auch wenn ich ziemlich sicher bin, das ist kein Humor für Jedermann. Einigen wird es zu Extrem sein, man sollte, schon eine gehörige Dosis Schwarzen Humar mögen, wenn man sich für das Buch entscheidet..

    Über das Cover lässt sich streiten, ich mag halt Grün nicht so sehr und es sagt auch nicht´s darüber, Was einem im Buch erwartet. Im Buchladen hätte ich, ehrlicherweise, wohl nicht danach gegriffen. Es wäre mir denke ich gar nicht aufgefallen.

    Die Story selber finde ich gar nicht schlecht und gut erzählt. Genau das Richtige für ein Wochenende. Hab auch vorhin gesehen, das Buch wurde verfilmt. - Ich glaube den Film sehe ich mir doch noch an, könnte ein schöner DVD Abend werden.

  4. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.371)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  5. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.750)
    Aktuelle Rezension von: lovely-xy

    Ich bin zunächst mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen, da es sich bei uns um eine Schullektüre handelt. Vorurteile! Das Buch packt! Die Geschichte ist spannend, aber auch herrlich absurd. Hinterlistig spielt die "alte Dame" ihr Spiel und gewinnt. Weil Geld eben doch die Welt beherrscht. Die Aussage des Buches ist klasse, der Schreibstil etwas anstrengend, die Situationskomik amüsant und leicht.

  6. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783453407848)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

     (3.157)
    Aktuelle Rezension von: DrBernstein

    Dieses Buch ist wohl eines der besten, die je geschrieben worden sind. Danach ist das Leben besser, denn man wurde in die erheitenden Welten des Absurdismus eingeweiht. Per Anhalter durch die Galaxis ist nicht nur eine unglaublich witzige und intelligente Geschichte, sondern zugleich der einzige Lebensratgeber, den man braucht.

  7. Cover des Buches Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (ISBN: 9783570585627)
    Jonas Jonasson

    Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Seaice

    Ein skurriles Buch, die mit drei unfassbar ungleichen Protagonisten einhergeht. Absurd, jedoch ohne dabei kompliziert zu werden (wie beispielsweise bei "Per Anhalter durch die Galaxis"). Die irren Sachen die passieren, können einen durchaus zum schmunzeln bringen, jedoch hat mich das Buch  nicht ganz abholen können. Sei es, dass die Profitgier ein zentraler Aspekt ist oder aber die Dummheit so mancher Charaktere, die manchmal etwas hoffnungslos ist. Das Ende ging mir dann fast zu gut aus, so ganz verdient ist es irgendwie nicht. Zum Lesen für Zwischendurch geeignet.

  8. Cover des Buches Der Kuss des Kjer (ISBN: 9783570304891)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Kjer

     (1.143)
    Aktuelle Rezension von: pantea

    Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Besonders denjenigen die eine magische Enemy's to Lover's Story mit viel Fantasy und Intrigen mögen.
    Das erste Mal habe ich dieses Buch mit 17 gelesen und jetzt bin ich 22. Bis zum heutigen Tag lese ich es immer mal wieder, um in Nostalgie zu schwelgen und mich in die fantastische Welt Nivard's entführen zu lassen.

    Der Verlauf der Beziehung zwischen Kjer und Mordan geht einem immer wieder unter die Haut. Es ist so herzzerreißend und liebevoll zugleich. Die Höhen und Tiefen die man zusammen mit den Charakteren durchlebt, bringen einem zum Weinen und zum Lachen und man kann gar nicht anders als sie ins Herz zu schließen.

    Lynn Raven's Schreibstil ist wie immer auch einfach nur grandios und jede dieser 600 Seiten wurde von mir regelrecht verschlungen! Man wird wortwörtlich in eine andere Welt entführt und fühlt jegliche Emotionen, die Kjer und Mordan verspüren, mit.
    Das Buch ist gefüllt mit Intrigen, Verrat, ein wenig Brutalität aber auch mit einer Art von Zärtlichkeit, Freundschaft und Liebe, dass man beim Lesen tatsächlich manchmal das Atmen vergisst und sich komplett in dessen Bann ziehen lässt.

    Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und einer meiner häufigsten Re-Reads! Jeder der High Fantasy und Romantik mag, muss dieses Buch gelesen haben!

  9. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (365)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam


    Heftige Bilder, schnelle Szenenwechsel, Mythen zum Leben erweckt wie Blitzeinschläge …
    Aber welche Substanz bleibt, wenn man hinter die äußerst effektvolle Inszenierung schaut?

    Sucht und Frust …

    Tatsächlich habe ich viel Zeit für American Gods aufgewendet: das Buch gelesen (671 eng bedruckte Seiten), das Hörbuch gehört (24 Stunden!) und alle 26 Folgen der Serie angeschaut (noch mal 25 Stunden) … Warum bin ich nur so zwänglerisch gewissenhaft? – Das ist ja schlimm!
    Es hat mich einfach nicht losgelassen, dass American Gods bei einem anspruchsvollen Publikum, das sonst kaum Fantasy lesen dürfte, so gut angekommen ist. Drei renommierte (Fantasy-)Preise für dieses eine Buch – das müsste ein untrügliches Zeugnis für literarische Qualität sein. Und: Ja, es hat etwas … Deshalb blieb die Hoffnung bis zum Schluss, dass die Begeisterung plötzlich doch noch zuschlägt.
    Hat sie aber nicht. Ich war zwischendrin berauscht, wie im Taumel, gebannt wie das berühmte Kaninchen und danach verkatert und angeätzt.
     Was ist das für ein hartes Zeug, das einen fast süchtig macht, aber komplett ausgelaugt und total unzufrieden zurücklässt?

    Der Stoff

    Wie der Stoff selbst aussieht, ist schnell beschrieben: milchig-grau.
     Natürlich nicht, aber ähnlich hirn-vernebelnd schon und leider nicht so einfach auf einer geraden Erzähl-Linie abzubilden:

    Shadow, groß und beeindruckend, gehört scheinbar zu den Loosern. Frisch aus dem Knast entlassen, verunglückt seine Frau tödlich. Zudem war sie ihm nicht treu. Da kommt das Jobangebot des mysteriösen Mr. Wednesday gerade recht. Als Bodyguard begleitet Shadow seinen neuen Arbeitgeber auf dessen Reise – der Roadtrip beginnt. 

    Wednesday handelt wie ein heruntergekommener Trickbetrüger, und besitzt zugleich etwas von der Würde eines Gottes. Im House on the Rock (gibt es wirklich!) beruft er eine Versammlung ein: ein Thing der Götter. Wednesday offenbart sich als der Allvater Odin und fordert zum Kampf gegen die neuen Götter wie Kreditkarten, Schnellstraßen, Internet und Fernsehn, die nach seinen Worten die alten Götter töten wollen.

    Shadow wird in diesen Kampf hineingezogen, entführt, von seiner untoten Zombie-Frau gerettet und muss in einem idyllischen Dörfchen Unterschlupf suchen. Doch dann ermorden die neuen Götter Mr. Wednesday. Als er die Totenwache übernimmt, reist er selbst ins Reich der Toten und begreift, dass alles nur ein großer Trickbetrug war, der Odin wieder in Macht und Ehre bringen sollte. Doch er wird von den Toten zurückgeholt und beendet den Kampf der Götter. 

    Die ganzen Nebenhandlungen zu dieser Story wuchern übrigens wie Gestrüpp auf dem Weg und machen das Vorankommen unglaublich erlebnisreich, aber ebenso mühsam. Eingestreut werden Einwanderungsgeschichten (Sklaven aus Afrika, Begnadigte aus Irland, Wikinger, Südamerikaner, vorgeschichtliche Stämme aus Asien, etc.), Träume (von Büffelmenschen, Donnervögel u.a.) und Zwischensequenzen, die irgendwo in Amerika spielen und das Schicksal eines Gottes, einer Göttin aufgreifen (Ifrit aus der islamischen Mythologie, Wiskey Jack aus der indianischen Überlieferung, Bilquis/Königin von Saba als Sukubus, etc.).

    Niemand ist Amerikaner. (…) Nicht ursprünglich jedenfalls. (133)
    Als die Menschen nach Amerika kamen, haben sie uns hierher mitgenommen. Mich und Loki und Thor, Anansi und den Löwengott, die Leprechauns und Curicauns und Banshees, Kubera und Frau Holle und Astraroth … und euch alle. (…) Unsere wahren Gläubigen verstarben und hörten auf zu glauben, und uns blieb nichts anders übrig, als uns – besitzlos und verängstigt – mit dem wenigen durchzuschlagen, was wir an Verehrung und Glauben noch finden konnten.“ (166)
    Würdest du glauben, dass alle Götter, die sich die Menschen je ausgedacht haben, immer noch bei uns sind. (445)
    Götter sind groß (…) Aber das Herz ist größer. Denn aus unseren Herzen kommen sie, und dorthin werden sie wieder zurückehren …“ (470)

     

    Göttermigration nach USA wird zum Fantasy

    Die Grundidee ist so faszinierend wie aktuell. Was passiert mit den traditionellen Mythen und Göttern, deren Vorstellungen in den Köpfen von Einwanderer weiterleben, wenn sie im Schmelztiegel der Vielvölkernation USA zusammentreffen. Bleiben sie, verändern sie sich, verlieren sie an Bedeutung und Kraft? Afrika, Südamerika, Asien, Europa  … Protestanten, Katholiken, Muslime, Natur- und Geist-Religionen …  Was bedeutet dieser ethnische und religiöse Multilateralismus für das Land und sein Selbstverständnis. Über zwei Jahrhunderte hinweg bis heute waren immer rund ein Fünftel der im Lande lebenden Menschen dort nicht geboren – ein Dauereinwanderungsland. Das ist einmalig und faszinierend.

    In American Gods sind die Götter lebendig, nähren sich aus Verehrung und Opfer ihrer Gläubigen, sind unter uns, wie sie es schon immer waren.  Doch in dem Schmelztiegel der Kulturen geraten die alten Götter der Einwanderer nach Amerika schnell in Vergessenheit, verlieren ihren Glanz und müssen ein bescheidenes Dasein fristen, während neue Götter der „Kreditkarten“, des „Internets“ und des „Fernsehens“ (167) an Macht gewonnen haben und sich in dem dicken Jungen und Mister World materialisieren. Weil die alten Götter aufbegehren, sollen sie endgültig abgeschafft und umgebracht werden. Eine große Schlacht auf dem Götterhügel steht bevor und droht, sich wie ein katastrophales Unwetter in einem blutigen Gemetzel zu entladen.

    Dieses Setting stellt den Roman in die Genre-Ecke Mystery oder Fantasy

    Aber genau die Inkarnation von Göttern in realen Figuren wirkt in dieser Art auf mich fast plump allegorisierend und aufgesetzt. Sollen sie für das Denken und den Glauben der jeweiligen Einwanderer bzw. für die moderne Verwandlung stehen?
    Dass Internet und Fernsehen uns vereinnahmen und unendlich viel Zeit auf ihren Altären geopfert wird, ist eine banale Tatsache, für die man kein Buch lesen muss. Und warum sind die Hauptakteure für die alten Götter Odin und Loki, obwohl die Wikinger nun gerade nicht zu den Stämmen gehören, die Amerika besiedelt haben (auch wenn sich die Angelsachsen das gerne so vorstellen)?
    Tatsächlich ist Neil Gaiman in Südengland geboren und erst 1992, also grob 10 Jahre vor seinem Roman in die Staaten gezogen. Es ist also so etwas wie eine „Ich bin selbst Migrant und entdecke dieses neue Land“-Geschichte …

    Nordische Mythologie als Interpretationsraster

    „Mr. Englishman Gaiman, warum schreiben Sie einen US-Roadmovie? Fehlen Ihnen nicht die eigenen, tiefen Wurzeln für ein fundiertes Gefühl, was den amerikanischen Flickenteppich des Selbstverständisses ausmacht?“, frage ich.
    „(…) viele der Schlüssel, die ich verwendet habe, um Amerika aufzuschließen, sind germanischen Ursprungs“ (8), erklärt Gaiman.
    Das ist ja nicht zu übersehen. Nur: Warum sollte gerade dieser Blickpunkt etwas von der amerikanischen Gesellschaft verraten? – Weil die Götter wie „Ideen sind“ (83), die nicht sterben können und in anderen „Gestalten“ für immer bestehen bleiben (vgl. S. 83)?
    Es wirkt sehr rechtfertigend, wenn der Autor seinen Schlüssel erklären muss. Künstlerische Freiheit bleibt immer unbenommen. Nur aufgeschlossen hat dieser Schlüssel für mein Amerikabild relativ wenig, meinen Einblick in die Seele der USA kaum vertieft. Und das ist schade, denn gerade die kurzen Zwischengeschichten über Einzelschicksale von Einwandern waren ergreifend und enthüllend – Neil Gaiman ist ja ein Meister -, aber eben nur Beiwerk zu den großen Göttergeschichten. Und die handelten von ägyptischer und nordischer Mythologie, ein wenig von Vodoo aus Afrika wie auch Mystik des Islams und nur in Miniauftritten von den Ureinwohnern Amerikas. Das ist seltsam eklektizistisch und nicht im Geringsten repräsentativ für die große Zahl an Einwanderern aus Europa, Asien und Südamerika. Und deshalb kann es m.E. auch gar nicht in den Kern dessen vorstoßen, was Amerika in seinem Selbstverständnis ausmacht.

    Exzentrik-Effekt

    „Ich wollte ein dickes, merkwürdiges, ausschweifendes Buch schreiben, und das tat ich auch. Ich wollte ein Buch schreiben, das jene Seite von Amerika zeigte, die mich begeisterte und von denen ich besessen war (…)“, schreibt Neil Gaiman selbst in der Einleitung. Wenn das sein Ziel war, hat er es in dieser subjektiven Perspektive sicher erreicht und das Anliegen an sich gereicht einem Schriftsteller zur Ehre. Gefallen muss das Ergebnis deshalb noch lange nicht jedem.

    War es vielleicht nicht nur leidenschaftliche Exzentrik, sondern auch ein bisschen Effekthascherei, die den Autor antrieb? Denn der permanente Tabubruch ist nicht zu übersehen. Leichensezierungen, tödlich endender Sex, brutale Gewalt und Erniedrigung, derbste Gossensprache u.v.m. – keine Ahnung, was diese Elemente zum Gesamten beigetragen, außer dass sie das Adrenalin aufpeitschen. Manches ist noch nicht einmal originär, wie etwa das Penisstück im Mund der toten Frau von Shadow – das kennen wir aus John Irvings Garp.

    Sucht man nach der tieferen Ebene oder gar einer zweiten Interpretationsschicht – dann erschließt sich mir eine solche nur ziemlich schwer. Angebote gibt es wie Billigware aus dem Supermarktregal in jedem Abschnitt: Absurde, groteske und sinnige Sätze finden sich im Übermaß. Man sucht wie im Taumel nach mehr und ich bin mir sicher, dass man etwas finden wird. Intentional – also raffiniert aufgebaut und verschachtelt – wirkt es nicht. Dagegen bietet es effektvolle „Leerstellen“ (wie man es in der Literaturwissenschaft nennt), in die man etwas und vieles hineininterpretieren kann. Natürlich lässt sich das poetisch werten, ist es aber nicht für jeden.

    Der Schatten-Gott aus dem Comic-Universum

    Shadow, die Hauptperson, spielt in der Romanhandlung seinen Charakter wie eine Nebenrolle, ist treu und ehrlich, trotz krimineller Vergangenheit, aber auch ein wenig einfältig. Er ist ein Hüne und verkehrt wie selbstverständlich mit Göttern, obwohl ihm von allen ständig sein einfacher Geist vorgehalten wird. Und dennoch gelingt es gerade ihm und nur ihm, den Krieg der Götter Amerikas zu verhindern. Er ist der eigentliche amerikanische Held. Hätte in der Verfilmung der Schauspieler von Captain America diese Rolle eingenommen, so wäre das mehr als passend gewesen.
    Und so schließt sich der Kreis. Neil Gaimans erste Karriere als Comic-Autor (für den Text) findet in American Gods eine literarische Fortsetzung.
     Comics mag ich zwar sehr, aber eben nur gezeichnet. In literarischen Werken muss der geistige Pinselstrich schon etwas mehr bieten. Geschriebene Comic-Strips schätze ich nicht.

    Fazit

    Ein solch reiches Werk wie American Gods muss man erst mal erschaffen können und ich zolle an dieser Stelle ausdrücklich meinen höchsten Respekt. Und trotzdem hat es mich persönlich nicht bereichert, sondern zur heftigen Kritik gereizt. Aber auch diese ausführliche Auseinandersetzung ist eine Form der höchsten Würdigung, selbst wenn es ganz anders klingt.

    Vielleicht macht es die eigene Lesebiographie als Fantasy-Vielleser aus, dass mir und vielleicht auch anderen mit diesem Hintergrund ein vergleichbares Setting grundsätzlich vertraut ist und die manchmal absurd wirkenden Götter nicht zu faszinieren verstanden. Dagegen sind die plakativen, derben und effekthascherischen Elemente für mich stärker als solche spürbar. Für Freaks und Splatter-Freunde mag es ein ausgemachter Spaß sein. Für etwas mehr literarisch Interessierte wie mich wirkte es wie ein Cocktail mit hartem Stoff, der nur zu genießen ist, wenn man das Zeug gewohnt ist und dem hemmungslosen Rausch der Gedanken in Gestalt zügelloser Phantasie nicht abgeneigt ist. Eine Droge für buchlesende Adrenalin-Junkies, aufgeladen mit heftiger Bedeutung, ohne dies ein- oder aufzulösen. 

    Jede Menge Mythen werden aufgegriffen wie zufällige Begegnungen auf einem Road-Trip, aber sie wirken ohne eine spürbare Verbindung zum heutigen Amerika. Eine philosophische oder gar psychologische Dimensionen kann ich nur in sehr kleinen Ansätzen entdecken. Ehrlich gesagt halte ich das ganz für eine stimulierende Inszenierung, die natürlich ähnlich wie bei der Serie großartig umgesetzt ist, einen aber, inhaltsleer wie sie ist, total unbefriedigt zurücklässt. Ein cooler Trickbetrug – Odins Spiel.

    Meine Neil Gaimann Lese-Ära ist nach American Gods und Der Ocean am Ende der Straße für längere Zeit beendet. Ich wollte ihn gelesen haben und das ist nun geschehen.

    Und Du? Hat es dich eher angeregt oder abschreckt?

  10. Cover des Buches Willkommen in Night Vale (ISBN: 9783608961379)
    Joseph Fink

    Willkommen in Night Vale

     (135)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Night Vale ist eine Kleinstadt wie jede andere…oder etwa doch nicht? Irgendwo mitten in der amerikanischen Wüste liegt das kleine Städtchen, in dem sich Zeit und Raum nicht so verhalten wie sie sollten, Menschen ihre Gestalt wandeln können und ein fünfköpfiger Drachen für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Über alle lokalen Ereignisse berichtet Moderator Cecil Palmer vom Radiosender Night Vale Community Radio. Er sah schon viele Praktikanten kommen und gehen, denn merkwürdigerweise verschwinden oder sterben die meisten von ihnen nach kurzer Zeit.

    In dem zum Podcast passenden Roman Welcome to Night Vale begleiten wir zwei Frauen. Jackie führt ein Pfandleihgeschäft und ist schon seit Jahrzehnten neunzehn Jahre alt. In letzter Zeit kann sie sich an vieles nicht mehr erinnern. Noch seltsamer als sonst wird es allerdings, als ihr ein Mann in einer braunen Jacke einen Zettel gibt, auf dem „King City“ steht. Was sie auch tut, sie kann den Zettel nicht loslassen – er kehrt immer wieder in ihre Hand zurück. Vielleicht sollte sie herausfinden, was es mit dem Zettel und dem Mann in der braunen Jacke auf sich hat.

    Die zweite Protagonistin, Diane, arbeitet in einem Büro, aus dem plötzlich Leute verschwinden. Oder haben sie überhaupt jemals dort gearbeitet? Bis auf Diane scheint sich niemand an ihren Kollegen erinnern zu können. Wie hieß er noch gleich? Evan? Als auch noch ihr Sohn Josh, ein pubertärer und dementsprechend launischer Gestaltwandler, darauf drängt, seinen Vater endlich kennenzulernen, treffen Diane und Jackie aufeinander. Die beiden scheinen mehr gemeinsam zu haben, als sie anfänglich glauben.

    In Zwischensequenzen, die immer wieder eingestreut werden, lauschen wir Cecils Sendung und verfolgen die örtlichen Nachrichten, die, so abstrus sie auf den ersten Blick scheinen, Hintergrundinformationen zur Geschichte liefern.

    Wer sich nach Night Vale begibt, muss sich vollkommen darauf einlassen. Der Schreibstil ist genau wie die Erzählsprache des Podcasts. Das ist wunderbar, denn so kann man den Roman komplett mit Cecils Stimme im Kopf lesen. Wer den Podcast nicht kennt, wird keine großen Schwierigkeiten haben, den Inhalt zu verstehen. Fans hingegen haben den Vorteil, viele Figuren und Schauplätze wiederzuerkennen und sich über kleine Details freuen zu können.

    Um sich mit dem Stil und dem Grad an Seltsamkeit vertraut zu machen und einzuschätzen, ob es euch gefallen könnte, empfehle ich, mal in den Podcast hereinzuhören. Alle Folgen findet ihr auch bei Youtube.

    In Night Vale klingeln Papphandys (und sind telefoniertüchtig), Vogelspinnen besuchen die High School (und machen dort ihren Abschluss) und jedes Mal, wenn Jackie und Diane versuchen, nach King City zu fahren, landen sie wieder in Night Vale. Anfangs wundert man sich vielleicht noch, gerade, wenn man nicht mit dem Podcast vertraut ist. Doch irgendwann nimmt man es einfach hin, ohne mit der Wimper zu zucken. Flamingos haben sechs Beine? Die Bücherei ist ein gefährlicher, tödlicher Ort? Völlig normal, so ist das nun mal in Night Vale.

    Was das Buch – und auch den Podcast – so besonders macht, ist neben seinem herrlich merkwürdigen Grundcharakter der Humor. Welcome to Night Vale ist nicht Lachtränen-lustig, auch nicht einfältig-lustig. Joseph Fink und Jeffrey Cranor erzählen ihre Geschichten mit intelligentem Humor, der sich durch den kompletten Roman zieht, ohne, dass es jemals zu viel wird. Einige Rezensenten haben das Buch in dieser Hinsicht mit Douglas Adams‘ Werken, insbesondere Per Anhalter durch die Galaxis, verglichen.

    Die Handlung ist spannend, die Twists und am Ende zusammengeführten Fäden machen richtig Freude zu lesen, doch worin sowohl der Roman Welcome to Night Vale (Willkommen in Night Vale) als auch der gleichnamige Podcast brillieren, ist die mysteriöse, völlig bizarre und wundervoll unterhaltsame Atmosphäre. Joseph Fink und Jeffrey Cranor haben sie auch schriftlich fantastisch festgehalten. Night Vale ist ein spezieller Ort, und auch ein spezielles Buch, das es so nicht noch einmal gibt. Das, Freunde der Fantasy und Sciencefiction, ist skurriles, herrliches und originelles Storytelling!

  11. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.693)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Da ich schon viel von Bella und Edward gehört hatte, war ich nun doch auf die Bücher neugierig geworden. Kaum hatte ich angefangen, war ich vom Schreibstil gebahnt, gefesselt und konnte kaum mehr aufhören.

    Bella versucht sich in Forks einzuleben und lernt die "Aussenseiter" der Schule kennen. Schon komisch, wenn sie nichts essen oder trinken. Dann ist auch noch ihre Haut und die Augen sind anders als gewöhnlich. Dies zieht Bella magisch an. Was natürlich Edward nicht willkommen hieß.

    Auf einem Ausflug bekommt sie die Mythen und Legenden der Umgebung erklärt und recherchiert als sie wieder zu Hause war.

    Ein klärendes Gespräch mit Edward bringt neue Fragen auf, dann kommen plötzlich andere Vampire, die hinter Bella her sind.

  12. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.359)
    Aktuelle Rezension von: bookilicious_de

    Klappentext:

    Clare ist Kunststudentin und eine Boticelli- Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. 

    Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. 

    Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint. 

    Meinung:

    Das Buch habe ich vor über zehn Jahren von einer sehr sehr guten Freundin für entspannte Abende geschenkt bekommen. Ich kannte bis dahin noch nicht die kleinen Bücher aus der Fischer Taschenbibliothek und war schonmal von dem handlichen Format begeistert. Immerhin passte es locker in meine Handtasche :-) Ihr müsst euch vorstellen, dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Verfilmung gab, die ich übrigens nicht besonders toll fand (ich bin kein besonders großer Fan von Rachel McAdams). Seitdem habe ich das Buch sicherlich schon dreimal verschlungen und es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern (so zerfleddert sieht es teilweise auch schon aus!). Ich muss gestehen, dass ich ein Fan von Zeitreise Geschichten bin. Und Audrey Niffenegger zeigt mit dieser Liebesgeschichte, dass Zeitreisen nicht nur aus Abenteuern, Action oder Science- Fiction bestehen. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten Henry und Clare erzählt in einer Art Tagebuchstil. Dabei wird jeder Abschnitt mit einem Datum versehen und dem aktuellen Alter von Clare und Henry. Dies ist auch wichtig, um als Leser nicht die Übersicht zu verlieren. Wenn man sich erst einmal auf die Story eingelassen hat und davon absieht, dass sich nicht alles logisch erklären lässt, erlebt man eine wunderschöne Liebesgeschichte, die zumindest ich nicht als kitschig empfunden habe. Die Autorin erzählt die Geschichte halbwegs chronologisch. Aber Zeitsprünge bleiben halt Zeitsprünge. So hat man als Leser auch eine ungefähre Ahnung, wie sich Clare und Henry teilweise fühlen müssen. Der Plot hält auch einige lustige und chaotische Szenen parat, vor allem wenn Henry wieder einmal nackt in einer ihm unbekannten Zeit landet und sich zunächst auf die Suche nach passenden Klamotten machen muss. Aber wir leiden auch mit Clare und Henry mit und hoffen auf ein gutes Ende. Wie gesagt, es handelt sich hierbei um eines meiner Lieblingsbücher, deshalb kann ich natürlich auch nur 5 Sterne vergeben :)

  13. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

     (922)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Unschlüssig pendelt der junge Ich-Erzähler Toru Watanabe durchs Leben. Nachdem Selbstmord seines besten Freundes Kizuki fällt es ihm schwer ein klares Ziel zu fassen. Alles was er tut, unternimmt er ohne besonderen Ehrgeiz, ohne besondere Leidenschaft: sein Studium, seine Bekanntschaften, kleine Affären. Er beginnt eine Beziehung mit der introvertierten Naoko, die Kazikus Freundin war und ebenfalls unter dem Verlust leidet. Er fühlt sich ihr gegenüber verantwortlich, weiß jedoch selbst nicht, was er für sie empfindet. Als Naoko wegen ihrer Depressionen in eine Klinik geht, lernt er die lebhafte Midori kennen …  auch für diese Frau entwickelt er Zuneigung …

    Völlig anders als bei den meisten seiner Werke (z.B. 1Q84, Tanz mit dem Schafmann, Kafka am Strand), verzichtet Murakami völlig auf surreale-phantastische Elemente. Die Story wird ausschließlich getragen von ihren Protagonisten und den vielen ausgiebigen Gesprächen, die diese miteinander teilen. Watanabe steht dabei im Mittelpunkt. Er ist ein Protagonist, der sich selbst im Weg steht und darum auf der Stelle tritt. Als ein Mann ohne ausgeprägte Eigenschaften ist er jedoch mit viel Empathie ausgestattet. So  wird er zum Auffangbecken verschiedener Biografien und sehr intimer Geheimnisse. Murakami lässt seinem Protagonisten viel Raum, um herauszufinden, was er im Leben will.

    Wie es in Murakami-Romanen üblich ist, spielt auch in diesem Musik eine wichtige Rolle. Bei „Naokos Lächeln“ ist es der Beatles-Song „Norwegian Wood“, der den melancholischen Grundton der gesamten Story prägt und die Unschlüssigkeit seines Romanhelden transportiert.

    Ich tat mich teilweise ein wenig schwer mit diesem für mich so anderen Murakami, bei dem sich nicht die vertraute Sog-Wirkung einstellen wollte. Die Unentschlossenheit des Protagonisten tat ihr übriges. Die zahlreichen Dialoge und die lebendigen sehr originellen Charaktere haben mich jedoch immer wieder versöhnt.

    „Naokos Lächeln“ ist für mich das traurigste unter den Murakami-Büchern. Aber es steckt auch sehr viel Zärtlichkeit und Aufrichtigkeit in ihm. Das macht die Lektüre zu einem Erlebnis mit langem Nachhall.

  14. Cover des Buches Das flüssige Land (ISBN: 9783608964363)
    Raphaela Edelbauer

    Das flüssige Land

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Kajani

    Ich habe mich in den letzten Tagen bis etwa Seite 180 mehr oder weniger durchgequält, es gab für mich recht interessante Passagen, aber auch weniger interessante Passagen, die für mich den Großteil ausmachten. 

    Ich fand die genutzte Sprache und vieles irgendwie einfach merkwürdig und konnte mich nicht so recht darauf einlassen.

    Das Buch war aufgrund mancher Wortschöpfungen für mich nicht ganz flüssig zu lesen. 

    Das Konzept fand ich generell aber sehr spannend, hätte für mich aber vermutlich anders geschrieben sein müssen, leider. 

  15. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499249266)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (619)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Dieser erfolgreiche und verfilmte Roman besteht aus neun ineinander verwobenen Geschichten. Jede Story hat ihren eigenen Schreibstil und ihre eigene Atmosphäre. Und doch verschmelzen sie zu einer Erzähllandschaft, in der es viele lose Enden gibt, denen man selber nachgehen kann. Und trotzdem schließen sich viele Themenkreise.

    Das Buch ist wirklich interessant gemacht. Mich hat die Verschiebung der Realität und das Oszillieren zwischen Traum und Wirklichkeit mit Hilfe von Literatur und Geschichten fasziniert. Ein sehr guter Text.

    Fazit: Gute Lektüre. Klare Leseempfehlung.

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  16. Cover des Buches Gefangene des Blutes (ISBN: 9783802581311)
    Lara Adrian

    Gefangene des Blutes

     (990)
    Aktuelle Rezension von: JennyWa

    Klappentext:

    Bei der Tierärztin Tess Culver taucht ein Mann auf, der aus mehreren Schusswunden blutet. Verzweifelt kämpft sie um sein Leben, ohne zu ahnen, dass es sich bei dem gutaussehenden Fremden um einen Vampir handelt. Da schmiedet ein verhängnisvoller Kuss das Schicksal der beiden auf ewig aneinander und macht sie zu Verbündeten im Kampf gegen die Mächte der Finsternis. 

    Meinung:

    Der zweite Teil dieser Vampir-Story war um einiges besser als der Start. Die Geschichte von Dante und Tess ist spannend und mitreißend. Mir gefiel besonders, dass es nicht nur um die Liebesgeschichte der zwei Hauptcharaktere ging, sondern auch um die Gefühle und Probleme anderer Personen. 

    Der Schreibstil gefiel mir nicht ganz so gut, da immer wieder von der ICH-Perspektive in den Schreibstil der 3ten Person gewechselt wird. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es ein Problem der Übersetzung ist.

  17. Cover des Buches Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town (ISBN: 9783596034987)
    Charlie Human

    Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town

     (55)
    Aktuelle Rezension von: theatermensch
    Man muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch,  aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen. 
    Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen.
  18. Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783257069891)
    Amélie Nothomb

    Töte mich

     (92)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Sérieuse hatte ihn mit Agamemnon und Iphigenie geschlagen. Nun tauchten aus seinen rudimentären Erinnerungen an den Religionsunterricht Abraham und Isaak auf. Ein Hoffnungsschimmer streifte ihn, machte aber bald einem noch tieferen Schmerz Platz.“

    Inhalt

    Graf Henri Neville steckt in der Zwickmühle: Denn nachdem ihm eine Wahrsagerin prophezeit hat, dass er auf seiner letzten Garden Party auf seinem stattlichen Anwesens zum Mörder eines Gastes werden wird, überlegt er krampfhaft, wie so ein Mord standesgemäß ablaufen könnte und wer überhaupt das passende Opfer wäre. Ihn schreckt es nicht, dass er nach vollbrachter Tat ins Gefängnis gehen muss, denn er ist ohnehin verarmt und der Landbesitz eine einzige Schuldenfalle. Doch Graf Neville hat schon von Kindesbeinen an den Grundsatz der gehobenen Gesellschaftsschicht verinnerlicht: es spielt keine Rolle, welche Taten du verübst, solange sie moralisch vertretbar sind. Leider gibt es unter den geladenen Gästen zwar viele mögliche Opfer, aber keines scheint das geeignete. Als ihn seine  verschrobene jüngste Tochter Sérieuse das Angebot macht, doch sie zu töten, statt eines Fremden, eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Wäre da nicht sein schlechtes Gewissen und die unsagbare Strafe, die es ihm nach der Tat bis ans Ende seines Lebens unmöglich machen würde, seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen …

    Meinung

    Dieser kleine, feine Roman mit gerade mal 111 Seiten Umfang konnte mich sehr begeistern, denn die 1967 geborene belgische Diplomatentochter Amélie Nothomb, die bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat, spinnt hier ein diffiziles Kammerspiel, welches sich zum gedanklichen Schlagabtausch zwischen Vater und Tochter entwickelt. Einerseits ist dieses Buch zeitlos und universell, weil es nichts weiter als ein moralisches Gedankenexperiment ist, andererseits wirkt es märchenhaft-leicht und absolut unterhaltsam, weil es so ohne Rahmenhandlung und Kenntnis der näheren Umstände auskommt. Für die Entwicklung der Protagonisten bleibt wenig Raum, man erfährt als Leser nur ein paar Hintergründe, die nicht genügen, um die Motivation der 17-jährigen Tochter tatsächlich nachzuvollziehen. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf den Aspekt des Standesdünkels und so manch skurriler Begebenheit, die eine so haarsträubende Idee schließlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. 

    Fazit

    Ich habe mich hier bestens unterhalten gefühlt und einen leichten, beschwingten Roman gelesen, der ein eigentlich unvorstellbares Dilemma auf die humoristische Art und Weise löst und vergebe gerne 5 Lesesterne. Sicherlich ist das keine besonders anspruchsvolle Lektüre mit Tiefgang, allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch, insbesondere wenn man sich auf dieses Experiment mit den Möglichkeiten und Unvorstellbarkeiten einlässt.

     Gerne hätte dieses Buch noch ein paar mehr Seiten haben dürfen und vielleicht noch einen kleinen Ausblick in das Beziehungsgeflecht der Familie Neville nach dem Ende der Garden Party liefern können, doch auch so passt es wunderbar. Von der Autorin werde ich gewiss noch weitere Bücher lesen – dieses hier hebt sich positiv von der Menge der Bücher ab, die ich sonst in den Händen halte und lässt jegliche Schwere vermissen, was für mich normalerweise immer ein Kritikpunkt ist, nicht jedoch, wenn so klar erkennbar ist, in welche Richtung eigentlich argumentiert werden soll.

     

  19. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453504073)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

     (1.912)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Ich habe dieses Buch als Teenager gelesen und bis heute kann ich sagen, dass es mit eines der besten Bücher ist.

    Die Spannung nimmt kein Ende und ich muss sagen das ich an so manchen Stellen Gänsehaut bekommen habe.

    Die Katze, was mit der Familie geschieht, der Friedhof einfach alles hinterlässt einen Schauer und zieht einen in seinen Bann.

    Ich habe damals auch den Film gesehen und kann sagen das beides gleich gut ist. Nicht wie bei vielen Dingen, Buch Klasse, Film schlecht..

    Absolut garnicht.

    Klare empfehlung meinerseits.



  20. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (396)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Es handelt sich scheinbar um eine ganz normale Familie aus einem englischen Vorort. Jedes der Familienmitglieder hat seine Eigenarten, doch nichts besonders auffälliges oder gar schlimmes. Als der Vater plötzlich stirbt beginnen sich die Familienmitglieder langsam zu verändern und driften langsam von einander Weg. Als die Mutter dann noch unerwartet an Krebs stirbt, bleiben Jack, Julie und ihre beiden jüngeren Geschwister alleine in dem Haus zurück. Da ihnen die Abschiebung in ein Kinderheim droht, fassen die Kinder den Entschluss die Mutter im Keller einzuzementieren, um so deren Ableben zu verbergen. Ohne die festen familiären Strukturen beginnt sich jedes der Kinder nun immer schneller zu verändern und driften dabei immer weiter von einander ab. 

    Nachdem ich von "Saturday" einigermaßen begeistert war, wollte ich noch etwas anderes von Ian McEwan lesen und da kam mir dieses kurze Buch mit seiner doch pikanten Thematik sehr zupass. Der Schreibstil des Autors konnte mich schon bei seinem anderen Buch begeistern, doch bei dieser Geschichte konnte mich der Autor auf sprachlicher Ebene sogar noch ein Stückchen mehr abholen. Man bekommt bunte beschreibende Bilder geliefert, ohne dass die Geschichte dabei zu zäh werden würde, oder der Lesefluss eingeschränkt werden würde. Ian McEwan konnte meiner Meinung nach also die besonderen Lebensumstände, in die sich die 4 Heranwachsenden manövriert hatten, sehr gut darstellen und erzeugte dabei eine besondere und drückende Atmosphäre, die ich ähnlich einem schwülen, drückend heißem Sommertag empfand, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem Schreibstil konnte mich die Geschichte auch mit ihrer kranken und gewöhnungsbedürftigen Handlung abholen. Dadurch, dass man in der Geschichte nur einen einzigen maßgebenden Handlungsstrang hat, der sich immer weiter auflädt und polarisiert fliegt man beim Lesen nur so durch die Geschichte. Das Thema mag nicht für jeden passend sein, doch man kann ihm nicht absprechen, dass er Garant für Spannung ist. Am meisten Begeistern konnte mich Ian McEwan aber mit den Charakterzeichnungen. Zwar kam ich keinem der Protagonisten auf emotionaler Ebene nahe, doch das wäre meiner Meinung nach bei dieser Handlung nicht möglich gewesen. Man blickt viel mehr als unbeteiligter Zuseher auf eine Horde kranker Minderjähriger herab und wünscht sich dabei, niemals in so einem emotional verwahrlostem Zustand wie diese zu Enden. Was Ian McEwan allerdings geschafft hat ist, dass jeder der Protagonisten eine andere Richtung in seiner emotionalen bzw. körperlichen Verwahrlosung einnimmt. Am besten merkt man dies in meinen Augen bei Jack und seinem kleinen Bruder. Jack verwahrloste körperlich und ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens vor ihm ziemlich ekelte, wohingegen bei seinem jüngeren Bruder die emotionale und soziale Verwahrlosung erschreckende Ausmaße annimmt. Das Meisterwerk des Autor besteht dabei aber, dass er mir die Charaktere und deren doch recht abartige Entwicklung als authentisch verkaufte. Ich hatte das Gefühl, dass das ganze so gerade sich irgendwo abspielen könnte, und ich nur nichts davon wissen würde. Ein einziges kleines Problem hatte ich allerdings damit, dass ich vor allem gegen Ende der Geschichte nicht mehr mit der Handlung auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Ich hatte am Ende einfach das Gefühl, dass es zu viel wurde. 

    Letztendlich ist das Buch aber extrem lesenswert - wie alle Bücher des Autors - , alleine durch diese doch recht unkonventionelle und krasse Thematik. Die Umsetzung ist auch insofern gelungen, dass mich das Buch trotz seiner Knappheit schockieren konnte. 

  21. Cover des Buches Der Ekel (ISBN: 9783499105814)
    Jean-Paul Sartre

    Der Ekel

     (273)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Die Lektüre E. M. Ciorans "Vom Nachteil, geboren zu sein" hat mich auf die grandiose Idee gebracht wieder einmal Jean-Paul Sartres "Der Ekel" aus dem Regal zu nehmen. Fasziniert habe ich nach wenigen Sätzen festgestellt, dass dieser philosophische Roman über den Historiker Antoine Roquentin für mich nichts an Intensität verloren hat. Antoines Tagebucheinträge sind auch nach zwanzig Jahren, so lange ist es her, seit ich "Der Ekel" zuletzt gelesen habe, fesselnd und erstaunlich frisch. Sartre hat seine Philosophie des Existenzialismus in eine unkomplizierte Sprache verpackt..."es war einmal ein armer Kerl, der hatte sich in der Welt geirrt. Er existierte, wie die anderen Leute, in der Welt der Parks, der Kneipen, der Handelsstädte, und er wollte sich einreden, er lebe woanders, hinter der Leinwand der Gemälde, mit den Dogen Tintorettos, mit den ernsten Florentinern Gozzolis, hinter den Seiten der Bücher, mit Fabrice del Dongo und Julien Sorel, hinter den Grammophonplatten, mit den langen, spröden, klagenden Jazzmelodien. Und dann, nachdem er lange genug den Idioten gemacht hat, hat er verstanden, hat er die Augen geöffnet, hat er gemerkt, daß es da ein Versehen gab: er saß in einer Kneipe, ausgerechnet, vor einem Glas lauwarmem Bier..." für mich immer noch eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut empfehlenswert.
  22. Cover des Buches Die Krone der Schöpfung (ISBN: 9783751800068)
    Lola Randl

    Die Krone der Schöpfung

     (51)
    Aktuelle Rezension von: naninka

    Das Alltagsleben zu Coronazeiten in kurzen Abschnitten verfasst mit Lebensfragmenten, kurzen fachlichen Erklärungen oder Definitionen und dann noch kurze Fragmente der Zombiestory, an der die Hauptprotagonisten arbeitet. Es ist wie Zapping und macht uns etwas zappelig... Das auf gekonnte Art. Für mich symbolisiert die Zombiestory den ganzen Trash, den Leute sich im TV reinziehen....

    Die Abhandlung der vielen Themen reflektiert auf unterhaltsame Weise die chaotische Zeit, in der wir uns befinden.... und hält uns Details vor Augen, die wir längst vergessen hatten.


    Irgendwie hinterlässt mich das Buch ratlos - lustig und flockig geschrieben, mit einer grossen und heiteren Prise Zynismus, etwas Zombie-trash, viele Themen in einem Kurzkolumnen-Stil verfasst, Themen unserer Zeit, .... Eigentlich sehr nach meinem Gusto und trotzdem hat es mich nicht erreichen können.... Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich sehr Corona-müde bin....

    Vielleicht lag es aber auch daran, dass dieses schmale, kleine Büchlein, das erst noch so ansprechend und originell aufgemacht ist zu viel reinpacken wollte?

  23. Cover des Buches Ohne ein Wort (ISBN: 9783548283418)
    Linwood Barclay

    Ohne ein Wort

     (826)
    Aktuelle Rezension von: Sjard_Seliger

    Mein zweites Buch vom kanadischen Autor Linwood Barclay. Vorher las ich "Kein Entkommen" von ihm und muss sagen: Dieses Buch hier ist sogar noch ein bisschen besser geraten. Es ist wieder ein absolut solider und schön aufgebauter Thriller mit gutem Timing, sympathischen Charakteren,  interessanter Story und den typischen Merkmalen des Autors.  

    Sein Schreibstil erinnert auch hier wieder an einen weniger dialogschweren Harlan Coben und liest sich daher absolut flüssig und zügig in einem Rutsch, ohne je wirklich Längen zu haben. Auch eine nette Brise Humor wurde eingefügt und lockert das Ganze wunderbar auf. Allerdings gefallen mir einige Passagen oder Sprüche nicht, weil sie fürchterlich kalauerhaft und sehr abgedroschen wirken. Vor allem heutzutage (das Buch ist von 2006). 

    Auch das Setting befindet sich wieder in den Neu-England-Staaten der USA, genauer gesagt zwischen Massachusetts, Connecticut und dem Upstate New York rauf bis nach Buffalo und die Niagarafälle. Auch werden viele Eindrücke der Natur beschrieben und clever in die Story mit eingebaut. 

    Der gesamte Aufbau der Geschichte ist weitestgehend linear, man tappt als Leser genauso lang im Dunkeln wie die Hauptprotagonisten. Die Spannungskurve beginnt vorallem im letzten Drittel des Buches stark anzusteigen, während es am Anfng leider fast schon ein wenig zu gemütlich beginnt - eine kleine typische Schwäche Linwood Barclays. Auch werden zwischendrin kurze, geheimnisvolle Zwischensequenzen eingebaut von zwei unbekannten Personen aus deren Perspektive, und man munkelt als Leser munter mit. Das Finale wiederum ist Barclay-typisch erneut viel zu kurz und knapp geraten, auch wenn es schön geschrieben ist und einen emotional schon auch ziemlich berührt. Da hatten es gerne 10 Seiten mehr sein dürfen.

    Fazit:

    Bis auf kleinere Schwächen in Spannung & Timing besonders am Anfang und einer stellenweise zu abgedroschen klingenden Wortwahl (für 2021er Verhältnisse) ist dieser Thriller wieder einmal ein typisch gutes Machwerk des kanadischen "Family in Jeopardy"-Autors, wie man es kennt und von ihm erwartet. :)


  24. Cover des Buches Stark (Dark Half) (ISBN: 9783453433984)
    Stephen King

    Stark (Dark Half)

     (464)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider teile ich die vielen guten Meinungen zu diesem Buch nicht. Zum Inhalt wurde bereits viel geschrieben, daher werde ich hier keine neue Zusammenfassung posten.

    Die Story hört sich erstmal gut und spannend an. Eine typische Stephen King Idee das symbolisch beerdigte Pseudonym eines Schriftstellers zu neuem Leben zu erwecken. Die Geschichte zeigt aber rasch Längen und hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Überraschende Wendungen Fehlanzeige. 

    Auch die Rolle der Sperlinge ist ziemlich bald klar und der Leser kämpft sich Seite für Seite zum Finale vor, das gelungen ist. 

    Für mich eines der schwächeren Stephen King Bücher, dass von mir keine Leseempfehlung erhält. Es gibt bessere! 

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