Bücher mit dem Tag "abtreibung"
102 Bücher
- Kai Meyer
Arkadien erwacht
(2.028)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt. Anfangs tat ich mich ein wenig schwer mit Rosa, aber im Laufe der Geschichte erfährt man, was sie durchgemacht hat und man versteht sie besser. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe mit den Protagonisten mitgelitten.
- John Irving
Gottes Werk und Teufels Beitrag
(1.029)Aktuelle Rezension von: Fynn_AugustusFinde das Buch wirklich sehr gut. Vielschichtige Personen, die die Handlung schon fast unwichtig machen. Der Erzählstil ist sehr langsam, was ich persönlich sehr gerne mag wenn es gut gemacht ist. Es geht um die Personen, ihre Beziehungen zueinander und zu ihrer Umwelt, ihre Persönlichkeiten und ihre Leben. Die Abtreibungsdebatte wird humanisiert. Rassismus ist kein Hauptthema, aber trotzdem weißt der Autor auf einige Probleme hin.
Ich kann das Buch grundsätzlich jedem empfehlen, nicht geeignet ist es meiner Meinung nach für Lese(wieder)einsteiger, da eben wenig passiert und das für Leute, die nicht viel lesen, öde sein kann, vor allem, da das Buch über 800 Seiten hat.
- Kai Meyer
Arkadien brennt
(1.269)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich auch mit dem zweiten Band der Serie wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe auch hier mit den Protagonisten mitgelitten.
- J.R.Ward
Bourbon Kings
(419)Aktuelle Rezension von: love1988Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.
Denver Clan und Dallas lässt grüßen.
Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.
In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.
Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.
Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!
- Lucinda Riley
Helenas Geheimnis
(410)Aktuelle Rezension von: AnschiMIch habe das Buch mit einer völlig anderen Erwartung angefangen zu lesen. Lucinda Riley - da kann doch eigentlich nichts schief gehen. Alles was ich bisher von ihr gelesen habe war großartig.
Leider ist dies wohl ihr schlechtestes Buch. Ich war versucht es schon abzubrechen und hab mich dann aber doch durchgequält.
Es fängt an bei wirklich schlechten Charakteren bis hin zu absurden, realitätsfremden Handlungen und Reaktionen.
Zudem ist das Buch dermaßen in die Länge gezogen.
Nichts für mich. Kann es nicht empfehlen.
- Neal Shusterman
Vollendet – Die Flucht
(750)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaWas sind Klatscher? Das wird am Anfang nicht erklärt. In einer Szene haben die beiden Protagonisten die glorreiche Idee, bei ihrer Flucht in die Hände zu klatschen und damit Panik auszulösen. Es klappt. Die Personen um sie herum flüchten und rufen: "Klatscher! Da sind KLATSCHER!!!1!"
Zuerst dachte ich, man würde sie für Selbstmordattentäter mit einer Bombenweste halten. Aber wieso sollten solche Personen andere mit Klatschen warnen? Ergibt keinen Sinn. Also dachte ich, dass vielleicht Klatscher eine Explosion so kündigen, die irgendwo in der Nähe stattfinden wird. Macht etwas mehr Sinn. Aber, später werde ich aufgeklärt, dass das auch nicht stimmt.
Tja, danach verschwindet das Phänomen Klatscher ohne weitere Erklärungen. Weird, dachte ich, aber was soll's. Richtung Ende tauchen wieder Klatscher auf und erst da erklärt uns der Autor, dass Klatscher irgendwie Sechs Liter Bombenflüssigkeit in sich tragen und durch das Klatschen eine Explosion auslösen.
Hold on! Wait a minute: Die Klatscher schleusen sich in eine Art Krankenhaus ein, wo sie durchgehend untersucht werden. Würde man da solche Personen nicht auf die Bombenflüssigkeit testen? Vor allem, wenn Klatscher so berüchtigt sind? Sie werden ja alle am Anfang durchgehend untersucht, Blut abgenommen, geröntgent, Harnprobe, Stuhlprobe, Mund ganz weit auf bitte. Wie können sie dann SECHS GOTTVERDAMMTE LITER BOMBENFLÜSSIGKEIT verpassen? Wie inkompetent sind diese Ärzte? Sind die etwa blind? Like WTF? Außerdem wird erklärt, dass die Flüssigkeit im Blut ist. IM BLUT! Alter, sind das Ärzte aus TEMU? Allein wegen so etwas werde ich die Fortsetzung nicht lesen. Adios, Autor!
Ich spul mal zurück: Der Stil ist schrecklich. Von Anfang an schreibt der Autor ohne Leidenschaft und ist nur auf die Handlung fokussiert. Aber er macht es spannend, das muss ich ihm lassen und auch die Figuren werden sympathisch. Sogar Roland, der Bully mit dem Mordkomplex, wurde mir richtig lieb und ich habe mir das Beste für ihn gewünscht.
Das Buch selbst verfolgt eine ziemlich bescheuerte Idee: Was wäre, wenn man eine Schwangerschaft nachträglich abbrechen könnte? Sagen wir, wenn das Kind zwischen 13 und 18 ist? Das klingt so blöd und doch nimmt das Buch die Idee ernst und baut es durchaus gekonnt auf. Ich fand die Umsetzung wirklich gelungen, tha best!
Bis zur Erntefarm war es auch durchgehend spannend. Der Autor baut eine Atmosphäre auf, gibt seinen Figuren eine Seele und verfolgt mit der Geschichte ein Ziel. Es hat Spaß gemacht, obwohl bei jedem Handlungsstrang die Logikfehler immer mehr Fragen aufgeworfen haben. Und diese Fragen stürzen in der Erntefarm zusammen und mit den Klatschern war es dann zu viel.
Außerdem sind Fragen offen, die einfach ignoriert werden: Wer hat Lev die Bombenflüssigkeit verpasst? Wie sind sie in das Erntefarm eingeschleust worden? Gibt es ein anderes, größeres Netzwerk? Und wieso wird Lev einfach wieder freigelassen, der doch eindeutig eine Bedrohung ist, trotz Heldentaten?
Dann wird das Ende noch so hart gebogen, damit daraus ein Happyend entsteht. Die Regierung weiß von dem Friedhof, wo sich die entflohenen Wandler verstecken, aber nehmen das einfach so hin? Alter, solche Wandler sind pures Gold, die man einfangen, zerlegen und teuer verkaufen kann. Das ist ja so, als würde die Regierung Öl zwei Meter unter dem Boden entdecken und sich dazu entscheiden, lieber Weizen anzubauen. Lol.
Wenn ein, zwei Sachen keinen Sinn ergeben, aber die Spannung funktioniert, nehme ich das gerne hin. Aber wenn eindeutig zu viele Elemente keinen Sinn ergeben, wenn manche Handlungsstränge aus den Fingern gesogen werden, ist es schließlich so weit, dass man keine Lust mehr für die Fortsetzung hat. Wie gesagt: Adios, Autor.
- Gudrun Pausewang
Die Wolke
(955)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1987
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Verlag: Ravensburger
Genre: Jugendliteratur
Seitenanzahl: 223
- Inhalt:
Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...
- Meinung:
Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.
- Fazit:
Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!
- Empfehlung:
Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Tipp:
Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.
- Lieblingszitate:
"Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."
Prolog - Seite 7
"Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''
Prolog - Seite 9
"»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"
Kapitel 1 - Seite 23
"»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"
Kapitel 2 - Seite 33
"Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."
Kapitel 8 - Seite 127
"»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."
Kapitel 10 - Seite 153
"»Menschen sind zu allem fähig«,..."
Kapitel 10 - Seite 154
- Sonia Rossi
Fucking Berlin
(587)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 29.07.2008
Verlag: Ullstein
Genre: Autobiografie
Seitenanzahl: 284
- Inhalt:
Eine junge Frau die nach Deutschland kommt, um zu Studieren, landet ziemlich schnell im Rotlichtmilieu und erzählt von dieser Zeit.
- Meinung:
Als das Buch damals rausgekommen ist, hatte meine damalige Beste Freundin es und ich wollte es auch gerne lesen. Wie das Leben so ist, hat sich das Vorhaben im Sande verlaufen und es galt das Prinzip "aus den Augen, aus dem Sinn". Wiederentdeckt beim Schmökern, habe ich es dann gebraucht gekauft (da es nicht mehr gedruckt wird und es auch nicht als eBook vorhanden ist) und sofort angefangen zu lesen. Ich fand ihre Geschichte sehr interessant und das was sie erzählt, ist auch teilweise nicht ohne.
- Fazit:
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es wird mir wahrscheinlich auch noch lange im Gedächtnis bleiben.
- Empfehlung:
Für alle, die sich für das Thema "Rotlichtmilieu" interessieren.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Celeste Ng
Kleine Feuer überall
(334)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarDer Anfang: «In jenem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons, endgültig durchdrehte und das Haus abfackelte. Während das ganze Frühjahr über die kleine Mirabelle McCullough Gesprächsthema gewesen war – beziehungsweise, je nachdem, auf welcher Seite man stand, May Ling Chow –, gab es endlich neuen aufregenden Gesprächsstoff.»
Es brennt! Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihre jüngste Tochter hat in jedem Schlafzimmer Feuer gelegt. Shaker Heights, der wohlhabende Vorort von Cleveland, Ohio, hier ist es sauber, ruhig und völlig ungefährlich, Golf-, Reit-, Tennis-, Segelclub. Ein strukturiertes Straßennetz, beste Schulen; vom Außenanstrich der Häuser bis zur Höhe des Rasens ist alles vorgeschrieben, eine Scheinidylle. Rasen! Gemüse im Garten ist nicht erlaubt. Ordnungsfanatismus, Ordnung ist das ganze Leben! Wie konnte es zu diesem Unglück kommen? Gehen wir zurück zu dem Tag als das unkonventionelle Mutter-Tochter-Paar Mia und Pearl Warren zur Miete in eine der Wohnungen der Richardsons einzieht …
«‹Izzy nimmt alles ernst. Zu ernst. Das ist ihr Problem.›
‹Der Witz daran ist›, sagte Lexi eines Nachmittags, ‹dass Izzy in zehn Jahren bei Springer auftreten wird.»
‹In sieben›, widersprch Trip. ‹Höchstens acht. Jerry hol mich aus dem Knast.›
‹oder Hilfe meine Familie will mich einweisen›, sagte Lexi.
Elena ist Journalistin, die für das heimische Provinzblatt zu schreibt, was eigentlich nicht ihr Lebensziel gewesen ist. Aber das wundervolle Shaker Heights ist ihre Geburtsstadt und ihr Mann ist ihr gefolgt, ein gut verdienender Anwalt im Ort geworden. Sie haben vier Kinder zur Welt gebracht, Lexie (17), Trip (16), Moody (15) und Isabelle (Izzy, 14), ein ansehnliches Haus gebaut – der amerikanische Traum ist perfekt. Natürlich haben alle Kinder völlig verschiedene Charaktere, doch Izzy, die Jüngste bereitet Sorgen. Rebellisch, gesellschaftskritisch, sie lässt Äußerungen fallen, die ihre Umgebung zu Schnappatmung bringt; sie lässt sich zu Aktionen hinreißen, die ihr mächtigen Ärger einbringen. Moody ist von der gleichaltrigen Pearl fasziniert, von ihrem Lebensstil, dem Vagabundenleben. Denn Pearls Mutter Mia ist Künstlerin. Sie fotografiert, zerlegt die Fotos, bearbeitet sie und gestaltet etwas Neues daraus. Sie leben von der Hand in den Mund; besorgen sich Möbel vom Sperrmüll, Bekleidung aus Secondhandläden, und wenn ihnen eine Stadt nicht mehr gefällt, ziehen sie weiter. Pearl wiederum, die sich nun täglich bei den Richardsons aufhält, beneidet Moody um diese Familie, die ein gemütliches Leben ohne Sorgen führt. Ein festes Heim, eine Heimat. Das hatte ihre Mutter ihr versprochen: Wir suchen einen Ort, an dem wir bleiben! Pearl soll in Ruhe ihre Schule abschließen können. Und Shaker Heights ist der perfekte Ort, um für immer zu bleiben.
«Während der Nachmittage mit Pearl begriff er allmählich, wie ihr unstetes Leben ausgesehen hatte. Sie reisten mit leichtem Gepäck: zwei Teller, zwei Tassen, eine Handvoll bunt zusammengewürfeltes Besteck, jeder einen Seesack mit Kleidern und natürlich Mias Kameras. Im Sommer fuhren sie mit offenen Fenstern, weil der Golf keine Klimaanlage hatte; im Winter fuhren sie nachts bei aufgedrehter Heizung. … Um die Privatsphäre zu wahren, hängten sie ein Laken von der Hecktür über die Kopfstützen der Vordersitze wie ein Zelt. Zum Essen hielten sie am Straßenrand und aßen, was sie hatten, aus der Papiertüte: Brot und Erdnussbutter, Obst, manchmal Salami oder ein Peperoniwürstchen, wenn es gerade im Angebot war. Manchmal waren sie nur ein paar Tage unterwegs, dann wieder eine Woche, bis Mia einen passenden Ort fand, an dem sie eine Weile blieben.»
Pearl, die mit allen Kindern der Richardsons befreundet ist, mit jedem auf eine andere Weise, gehört bald zur Familie. Und dann macht Elena Mia das Angebot, bei ihr im Haushalt stundenweise zu arbeiten. Izzy ist fasziniert von Mia und sie will fotografieren lernen, Kunst schaffen; und Mia zeigt ihr, worauf es ankommt. Die beiden Familien sind eng miteinander verfochten. Wie es so ist im Leben, es passieren Dinge, die nicht geplant sind – Geheimnisse, Missverstandenes, schwelende Eifersucht … Bereits im zweiten Satz in diesem Roman begegnen wir Mirabelle McCullough – die am Ende das Fass zum überlaufen bringt …
«eine Utopie zu schaffen. Ordnen – und Verordnen, für Ordnung unerlässlich – galt den Shakern als Schlüssel zu Harmonie. Sie hatten alles verordnet: die angemessene Zeit, um morgens aufzustehen, die angemessene Farbe der Vorhänge, die angemessene Haarlänge für Männer, die angemessene Art, wie man die Hände zum Gebet faltet (den rechten Daumen über den linken). Die Shaker waren fest überzeugt, wenn sie jede Kleinigkeit planten, könnten sie ein Stück Himmel auf Erden schaffen, einen kleinen Zufluchtsort, und die Gründer von Shaker Heights hatten genauso gedacht. In Werbeannoncen zeigten sie Shaker Heights hoch oben auf einem Berggipfel am Ende eines Regenbogens, mit Blick auf das schmutzige Cleveland. Perfektion war das Ziel.»
Ein vielschichtiges Familien-Psychogramm von zwei Familien, dazu ein Kleinstadt-Psychogramm. Eine erstickende Kleinstadtidylle, in der der ein freundlicher, freiheitsliebender Paradiesvogel auftaucht. Eine alleinerziehende Mutter, die dem Bürgertum ganz ohne Absicht ihr Spießertum offenbart, aufdeckt, dass dieser ganze Luxus nur verdeckt, was darunter brodelt, dass er letztendlich nichts wert ist. Diese Stadt hat viele Pläne, Regeln, Gesetze. Mia zu ihrer Kunst gefragt, antwortet: «Ich fürchte, ich habe keinen Plan. Aber den hat eigentlich niemand, auch wenn alle das Gegenteil behaupten.» Der Stich ins Wespennest. Izzy sprengt ihre Ketten: «Sie sann nach Möglichkeiten, um sich zu rächen. Und sie suchte sich die Beste aus.» Zu viel Neugier, Kontrollsucht, Geheimnisse, Intrigen, Rache und ein paralleles Drama in der Stadt machen die Geschichte zu einem spannenden Roman, den man nicht aus der Hand legen mag. Ein Drama, das ist auf der ersten Seite klar. Aber was brachte Izzy dazu? «und Izzy ließ das Streichholz auf das Bett ihrer Schwester fallen und rannte zur Tür hinaus.» Mit feiner Beobachtungsgabe nähert sich Celeste Ng empathisch ihren Protagonist:innen, den Müttern und den Kindern. Die auktoriale Perspektive erlaubt dem Leser den Einblick. Wir kennen die Geheimnisse aller Beteiligten. Und das macht es spannend. Wann fliegt wer auf und was mag das auslösen? Bitterböse und gesellschaftskritisch. Es gibt hier keine fiesen Charaktere – im Gegenteil, letztendlich hat man Verständnis für jeden Einzelnen – und was sich hier entblättert ist großes Kino! Empfehlung!
«Seit ihrer Jugend hatte sie einen Plan gehabt und ihn minutiös eingehalten … Sie hatte, kurz gefasst, alles richtig gemacht und sich ein gutes Leben aufgebaut, ein Leben wie sie es sich wünschte, wie alle es sich wünschten. Und jetzt kam diese Mia, eine vollkommen andere Frau mit einem vollkommen anderen Lebensstil, die sich ohne Entschuldigungen ihre eigenen Regeln setzte.»
Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. ›Was ich euch nicht erzählte‹ stand genauso auf der Bestsellerliste wie ›Kleine Feuer überall‹, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.
- Kristina Ohlsson
Aschenputtel
(342)Aktuelle Rezension von: RihannaMona„Aschenputtel“ ist der Auftakt einer Serie um den Kommissar Alex Recht und der Fahndungsspezialistin Frederika Bergmann. Es ist Hochsommer in Schweden und ein voll besetzter Schnellzug muss außerplanmäßig halten. Eine Frau, namens Sarah will telefonieren und verlässt den Zug. Plötzlich fährt der Zug wieder an und im Zug verbleibt ihre Tochter Lilian. Es wird sofort der Schaffner informiert, aber als der Zug in Stockholm hält, ist Lilian verschwunden. Alex Recht und sein Team geht von Entführung aus und der Vater rückt sofort in den Fokus. Aber hat er wirklich seine Tochter entführt? Dann verschwindet allerdings ein zweites Kind zu dem der Vater von Lilian überhaupt keine Beziehung hat. Daher bricht über Alex Recht und Frederika Bergmann kommt ein wahrer Albtraum zu. Werden sie die Mädchen noch lebend finden?
Kristina Ohlsson hat einen spannenden Debütroman geschrieben, der Spannung hat und einen Thriller, der zwei sehr unterschiedliche Ermittler hat. Aber auch gibt sie dem Täter Raum in ihrem Thriller, ohne seine Identität zu verraten. Sie legt auch immer wieder verschiedene Spuren, so dass man fast bis zum Schluss am mitraten ist, wer der Täter sein könnte.
Fazit: Spannende Story und gelungenes Krimidebüt!
- Sharon Bolton
Todesopfer
(118)Aktuelle Rezension von: Tanja_WuePuh, ich bin erleichtert dieses Buch endlich zu Ende gelesen zu habe. Das Buch hat mich fast in eine Leseflaute geworfen und ich hätte es fast abgebrochen. Schlussendlich hab ich es gerade endlich fertig gelesen. Wollte dieser Geschichte noch eine Chance geben.
Es fängt schon ein bisschen skurril an. Wir lernen Tora unsere Protagonistin kennen, die gerade ein Grab für Jamie ausgehebt. Und es dauerte ein bisschen bis endlich kam, Jamie ist ein Pferd. Nunja, Währenddessen findet sie eine Leiche und die ganze Story nimmt ihren Lauf.
Sehr langatmig und langsam ist die Geschichte geschrieben. Tora als Protagonistin ist einfach nur so unsympathisch und dann gab es Szenen, die hab ich nicht verstanden und verstehe ich immer noch nicht.
Dieses Buch soll das Debüt der Autorin sein und was man positiv hervorheben muss, ist die Grundidee der Geschichte und die kleinen Wendungen. An der Umsetzung muss man noch arbeiten.
- Felicitas Fuchs
Die Akte Schneeweiß
(56)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Dieser Roman basiert auf einer wahren Geschichte. Er ist ein teilweise verstörender Ritt durch vier Jahrzehnte im 20. Jahrhundert. Es geht um Familie, Verantwortung, richtig und falsch, Recht und Unrecht, Vergangenheitsbewältigung und Emanzipation. Mich haben die Schicksale der Figuren sehr berührt, gerade weil es einen wahren Hintergrund gibt. Außerdem ist Mathilde ungefähr so alt wie meine eigenen Großmütter. Ich habe auch zu Bielefeld und Umgebung ein besonderes Verhältnis. Aber vor allem zeigt diese Geschichte, warum wir noch immer um Grundrechte für Frauen kämpfen müssen. Wie wichtig es ist, einander zuzuhören und zu glauben, Verständnis zu haben und nicht immer nur die eigene Perspektive gelten zu lassen. Ob man als Frau über den eigenen Körper frei entscheiden darf, hat so einen riesigen Einfluss auf das weitere Leben. Insbesondere moralisch und finanziell wird es Frauen auch heute noch schwer gemacht, die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Das Problem verschwindet aber nicht, wenn man keine Wahl mehr hat.Ich möchte dieses Buch allen ans Herz legen, in deren Bundesland dieses Jahr Wahl ist. Jeder ist seines Glückes Schmied. Manche Menschen schmieden sich einen Spaten und schaufeln sich ihr eigenes Grab...
- Rose Snow
3 Lilien, Das zweite Buch des Blutadels
(179)Aktuelle Rezension von: bookworm_ally1312🔥Eigene Meinung:🔥
Und wieder bin ich nahezu durch die Seiten geflogen!
An der Stelle muss ich den Schreibstil mal ganz dolle loben ✏️!
Diese Reihe gefällt mir aber irgendwie noch nicht ganz so gut wie ich gedacht hatte... Obwohl die Story und die Hintergründe an sich gut durchdacht sind, passt mir etwas nicht, was ich nicht genau beschreiben kann... 🤔🥲🤪
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❗️Dies ist ein Spoiler zum ersten Band!❗️
🔥Handlung:🔥
Lorelai würde alles tun, um keinesfalls zu ihrer genetischen Familie zu müssen, doch das Hohe Herrscherhaus hatte entschieden, und sie und Vitus mussten Plätze tauschen.
Sie war eine Dunkle ⚫️ und er ein Heller ⚪️. Nicht andersherum.
Zeitgleich passieren immer wieder Morde und die Rote Garde muss nun zur Folter greifen um den Täter zu finden. Doch Lorelai sitzt an der Quelle, denn als Drittgeborene gewann sie ungewollt die Aufmerksamkeit des grausamen Thronerbens für sich. ✨️
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🔥Fazit:🔥
Eine Empfehlung für diejenigen, die eine flüssige, leichte Story haben wollen!
✨️
Eine gut durchdachte, aber oberflächliche Geschichte, die vielleicht für jüngere Leser*innen besser geeignet ist.
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🔥Bewertung:🔥
Story: 8.5/10
Schreibstil: 9.5/10
Hauptcharakter(e): 8.5/10
Cover: 9.5/10
Gesamt: 8.75/10
- Kat Eryn Rubik
Furye
(120)Aktuelle Rezension von: Vaniii23Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll
„Furye“ hat mich einfach komplett überrollt. Die Geschichte mit der Hauptfigur und wie sie gegen diese ganze aufgestaute Wut ankämpft, ist so heftig und ehrlich geschrieben. Ich saß teilweise da und dachte nur „Wow, genau so ist es.“
Man merkt beim Lesen richtig, wie es unter der Oberfläche brodelt, bis alles hochgeht.
Es war so fesselnd, dass ich die Zeit total vergessen habe, und als ich die letzte Seite umgeblättert hab, war ich echt traurig. Ich wollte eigentlich gar nicht, dass es endet, weil es so ein richtig gutes, intensives Buch war. Wer was sucht, das einen nicht mehr loslässt, sollte das hier unbedingt lesen!
- Caroline O'Donoghue
Die Sache mit Rachel
(188)Aktuelle Rezension von: Lisa0902marieDie Sache mit Rachel war ganz anders, als ich es erwartet habe. Statt einer klassischen Liebesgeschichte geht es viel stärker um gesellschaftskritische Themen, Freundschaft und die erste große Liebe, fast schon wie ein Blick zurück auf eine prägende Lebensphase.
Der biografieartige Aufbau macht die Geschichte sehr persönlich und authentisch. Besonders die Dynamik zwischen Rachel und James fand ich interessant. Gleichzeitig war das Buch an manchen Stellen etwas zäh zu lesen, weil der Fokus weniger auf Spannung und mehr auf Entwicklung und Themen liegt.
Insgesamt eine wichtige und nachdenkliche Geschichte über das Erwachsenwerden, das Leben und die Liebe nur nicht unbedingt ein leichtes Buch für zwischendurch.
- Christof Weigold
Der Mann, der nicht mitspielt
(96)Aktuelle Rezension von: Katl2Ein erfolgloser Schauspieler ist in Hollywood keine Seltenheit. Hardy Engel ist nur einer von vielen. Sein Versuch, als Privatdetektiv über die Runden zu kommen, ist ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Bis eines Tages eine attraktive, rothaarige Frau um eine Audienz bei ihm bittet. Und mit einem Schlag ändert sich im Leben von Hardy Engel alles. Seine Ermittlungen führen ihn hinter die Bühnen und Scheinwerferlichter von Hollywood zu den dunklen und verdorbenen Geheimnissen der Filmwelt. Schnell wird ihm klar, dass hier nichts so ist, wie es scheint und dass es manche Vorfälle gibt, die nie in das Licht der Öffentlichkeit geraten sollen.
Der Detektiv
Hardys Wunsch, ein Komiker zu werden, ist nicht sonderlich von Erfolg gekrönt und so beschießt er, sich seine Erfahrungen als Polizist zunutze zu machen und beschließt, Privatdetektiv zu werden, anfangs mit einer niedrigen Beschäftigungsrate. Ein unscheinbarer Auftrag ändert dann alles. Seine Hartnäckigkeit und sein Talent, stehts zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, stoßen den zynischen und sturköpfigen Hardy mitten hinein in die Welt des Filmes, wo es von Geheimnissen und Unwahrheiten nur so wimmelt. Doch für Hardy Engel ist klar, dass er letztendlich nur der Wahrheit dient. Und die will er finden, koste es was es wolle.
Ein Platz, an dem Träume zur Wirklichkeit werden
Hollywood – ein Platz voller Träume, berühmter Persönlichkeiten und ein Himmel auf Erden. Zumindest scheint es so. Christof Weigold malt ein anderes Bild von Hollywood. Drogen, Alkoholismus und sexuelle Vergnügungen stehen an der Tagesordnung der großen Stars. Die vermittelte Illusion existiert nicht, und doch kämpft die Filmbranche darum, eben jene Illusion aufrecht zu erhalten. Doch der Skandal, der durch den Tod von Virginia Rappe ausgelöst wird, lässt die Fassade bröckeln und ermöglicht den Medien einen Blick hinter die sorgsam verborgenen Kulissen. Die Aufregung ist groß. Zeitungen erkennen ihre Chance zu Massenabnahmen ihrer Schlagzeilen, die Filmproduzenten fürchten um ihren Ruf, Schauspieler und Produzenten haben Angst um ihre Karriere. Am Ende ist sich jeder selbst der nächste. Und, wie Hardy später klarstellt: Im Krieg und im Film ist die Wahrheit das erste Opfer.
Fazit
Ein spannungsgeladener, actionreicher Kriminalroman der 1920er Jahre. Unerwartete Richtungsänderungen und Entwicklungen machen die Handlung unberechenbar und sorgen für eine fesselndes Leseereignis. Hardy Engel ist ein symphytischer Ermittler, der sich seiner eigenen Schwächen und Fehler durchaus bewusst ist und mit seinem zynisch-ironischen Blick auf die übertriebene Welt um ihn herum, einen angenehmen Gegenpol zu den undurchsichtigen Persönlichkeiten des Buches bildet. Ich habe diesen Ausflug in die Goldenen Zwanziger genossen, jede einzelne Seite davon. Für Menschen, die verwickelte Handlungsstränge lieben, ein absolutes Muss.
- Maria Nikolai
Töchter eines neuen Morgens
(64)Aktuelle Rezension von: Melanie_WehNun geht es um die letzte der drei Lindner-Schwestern Katharina.
Sie ist eine starke moderne Frau, die Medizin in München studiert, in einer Zeit, in der Frauen noch nicht sonderlich willkommen an Unis waren.
Besonders einem Kommilitonen gefällt dies gar nicht, dass er Katharina eine Straftat anhängt. Dadurch gerät Katharinas Zukunft in Gefahr, doch zum Glück hat sie einen vorher einen tollen Mann kennengelernt, der sie bei allem versucht zu unterstützen.
Es ist wieder mal sehr spannend wie es Katharina schafft dort heraus zukommen. Ein schöner Abschluss der Reihe.
Schade, dass die Geschichte der Linders damit ein Ende findet.
- Ruth Ware
Im dunklen, dunklen Wald
(317)Aktuelle Rezension von: LenatheplugAls vielbelesener Thriller-Fan konnte ich aber bereits vor der Auflösung eins und eins zusammenzählen - etwas enttäuschend da ich nicht überrascht wurde. An und für sich okay, könnte im Ganzen aber kompakter oder spannungsreicher sein.
Die einzelnen Charaktere sind gut gezeichnet und könnten unterschiedlicher nicht sein. Dies trägt gekonnt zu der sich entwickelnden Gruppendynamik auf engem Raum bei, von der dieser Thriller lebt. Am Ende verdächtigt man so ziemlich jeden. Fazit: Meiner Meinung nach eher ein Spannungsroman als ein Thriller, den ich trotz ein paar weniger Längen innerhalb eines Tages regelrecht verschlang. Also packend ist er auf jeden Fall und konnte mich dadurch äußerst gut unterhalten. Somit bleibt die Autorin definitiv auf meinem Radar.
- Anabelle Stehl
Runaway
(136)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsAuf Elias' Geschichte habe ich mich, vom ersten Moment an, gefreut.
Was er bereit war, für seine Geschwister aufzugeben, zeugte einfach von einem unglaublich tollen Charakter.
Dass ausgerechnet er und die ruhige, süße Miriam zueinander finden könnten, hat mich besonders neugierig auf den dritten und letzten Band der AWAY Trilogie gemacht.
Die Geschichte der Zwei hat mir insgesamt auch gut gefallen.
Sowohl Miriam als auch Elias müssen für sich und ihre Entscheidungen einstehen.
Bei Miriam geht es dabei um eine aus vergangenen Tagen, die aber für mächtig Konfliktpotenzial sowohl in der Gesellschaft als auch in ihrem familiären Umfeld sorgt.
Elias wiederum sieht sich der Frage gegenüber, ob er für die Familie und den Familienbetrieb bereit ist, seine Lebenswünsche hinten anzustellen.
Die Stimmung im dritten Teil ist eher nachdenklich, die Geschichte recht ruhig.
Die Lovestory geht eher in die Richtung Slow Burn.
Ich mochte vor allem die Momente, in denen sich Elias und Miriam näher kommen,
und sich ihre Sorgen und Gedanken anvertrauen.
Das war sehr süß!
Im Verlauf, ist mir die Entwicklung zwischen ihnen, aufgrund der hier verarbeiteten Themen, jedoch zu sehr in den Hintergrund gerückt.
Und statt sich näher und näher zu kommen,
hatte ich dann zeitweise eher das Gefühl, dass sie sich eher wieder voneinander entfernen.
Den Weg, den Miriam und Elias bestreiten,
allen voran einzeln, aber auch gemeinsam,
fand ich insgesamt aber sehr schön und schlüssig.
Manchmal fühlte es sich etwas langatmig an, dennoch und trotz der sensiblen, bewegenden Themen, hinterließ die Geschichte letztlich ein angenehmes Gefühl bei mir.
4 Sterne
- Jenny Blackhurst
Mein Herz so schwarz
(129)Aktuelle Rezension von: abuelitaEvie White stürzt sich am Tag ihrer Hochzeit mit Richard von einer Klippe in den Freitod. Ihr Bräutigam ist fassungslos….nur die beste Freundin Rebecca scheint mehr zu wissen.
Die Geschichte ist in ein „damals“ und „jetzt“ aufgeteilt und die Kapitel werden aus der Sicht von Rebecca erzählt – später auch noch von Evie und Richard.
Dass mit Rebecca auch nicht alles so stimmt, wurde immer wieder leicht angedeutet – trotzdem hat es mich überrascht, was letztendlich dabei herauskam.
Das Ende fand ich – na ja, sage ich mal. Es hat mir nicht sonderlich gut gefallen und jetzt kann ich mir selber überlegen, wie das wohl weitergegangen ist….
- Joan Weng
Amalientöchter
(48)Aktuelle Rezension von: SusziDeutschland 1918 - nach den Ende des großen Krieges herrscht Aufbruchsstimmung. Die junge Klara fühlt sich in dem kaisertreuen Elternhaus eingeengt und folgt ihren Verlobten nach Berlin.
Klara besitzt die Ungestühmtheit und Risikobereitschaft der Jugend. Ohne viele Bedenken, folgt sie ihrer großen Liebe Fritz nach Berlin, wo der Umbruch sehr viel ausgeprägter als in dem beschaulichen Weimar ist. Das moderne Leben fördert ihre Entwicklung von der behüteten Tochter der gehobenen Gesellschaft mit vorgezeichnetem Lebensweg zu einer selbstbewussten Frau, die ihre Ziele verwirklicht. Während Fritz zunehmend desillusioniert seine Ideale nach und nach aufgibt, blüht Klara regelrecht auf und will mehr als das Leben einer Arztgattin.
Prinzipiell ist der Stoff sehr interessant, vor allem auch wegen der politischen Umbrüche. Leider bleiben die Akteure relativ farblos. Der Zusammenhang zu Prinzessin Amalia erschließt sich mir, bis auf Karlas Schwärmerei dafür nicht wirklich. Auch ihre Postkartensammelleidenschaft die die Grundlage für ihre Schreiberei bildet, bleibt darüber hinaus etwas zusammenhanglos.
Für mich ein Buch was einen zwar ganz nett unterhält, jedoch nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
- Stephanie Schuster
Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste
(133)Aktuelle Rezension von: Buchwurm05Inhalt:
Anfang der 60er Jahre läuft Luise Dahlmanns kleiner Laden richtig gut. Zu ihr kommen die Dorfbewohner nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Tratschen oder auch um von Luise Tipps für die Essenszubereitung zu bekommen. Ihre Schwägerin Marie hat unterdessen 3 Kinder und mit ihnen und ihrer kleinen Landwirtschaft alle Hände voll zu tun. Auch Helga taucht wieder mit ihrem unehelichem Kind auf. Sie ist Frauenärztin und hat eine Stelle in der Klinik von Dr. von Thaler bekommen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Alle 3 werden immer wieder vom Schicksal heraus gefordert......
Leseeindruck:
Unterdessen sind seit Band 1 einige Jahre vergangen. Die Freundinnen Luise, Marie und Helga haben es durch Mut und Fleiß zu etwas gebracht. Ich war sofort wieder mittendrin. Der Titel "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" ist gut gewählt. Die Wirtschaft ist im Aufschwung und auch das Leben wird durch einige neue Erfindungen einfacher. Man merkt die Zeit des Umbruchs. Frauen bekommen immer mehr Rechte. Trotzdem sind sie noch oft von ihren Ehemännern abhängig. Obwohl der Roman eher leichte Kost ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Durch kleinere Andeutungen am Kapitelende und der abwechselnden Erzählweise aus Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Interessant fand ich das Contergan Thema, das mit eingeflossen ist. Wie schrecklich muss es für die Frauen gewesen sein, plötzlich ein Kind ohne Arme oder schlimmeres zu haben.
Fazit:
Ich bin gespannt wie es weiter geht. Denn "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" hört mit einem Cliffhanger auf. Während sich Luise, Marie und Helga zu starken Frauen entwickelt haben, zeigen die Ehemänner in diesem Band ihre schlechteren Seiten. Jetzt freue ich mich, bald den Abschluss der Reihe zu lesen, der dann in den 70er Jahren spielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. - Camilla Läckberg
Golden Cage
(336)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkNach außen wirkt Fayes Leben perfekt: Sie hat einen einflussreichen Ehemann, eine Tochter, die sie über alles liebt, und eine luxuriöse Wohnung im schönsten Viertel Stockholms. Doch sie wird von dunklen Erinnerungen aus ihrer Kindheit verfolgt. Und ihr Ehemann Jack bringt ihr nichts als Verachtung entgegen. Faye war einmal eine mutige, starke junge Frau, die ihre Träume verfolgte. Bis sie für Jack alles aufgab.
Als Jack sie betrügt, steht Faye vor dem Nichts. Doch dann beschließt sie, sich zurückzuholen, was ihr gehört – und schmiedet einen Racheplan, der seinesgleichen sucht.
Faye scheint alles zu haben: einen erfolgreichen Ehemann, eine Tochter und ein Leben im Luxus. Doch hinter der perfekten Fassade steckt eine Frau, die ihre eigenen Träume für einen Mann geopfert hat, der ihr längst nur noch Verachtung entgegenbringt. Als Jack sie schließlich verrät und demütigt, beschließt Faye, nicht länger das Opfer zu sein. Was folgt, ist ein ebenso raffinierter wie kompromissloser Rachefeldzug.
💥 düsterer Racheplot mit hohem Unterhaltungsfaktor
💥 kurze Kapitel sorgen für starken Lesefluss
💥 Faye ist faszinierend und gleichzeitig schwer zu mögen
💥 Mittelteil zieht sich spürbar in die Länge
💥 einige Entwicklungen wirken sehr konstruiert
Das Buch schafft es mühelos, Hassliebe zu erzeugen. Einerseits fiebert man mit Faye mit, weil Jack ein wandelndes Argument für eine Scheidung ist. Andererseits fragt man sich immer wieder, wie dieselbe Frau gleichzeitig so brillant und so naiv sein kann. Die Rückblicke auf ihre Vergangenheit sollen vieles erklären, für mich haben sie aber nicht alle Widersprüche aufgelöst. Vor allem fiel es mir schwer zu glauben, dass jemand, der als Jugendliche bereits so strategisch und vorausschauend handelt, sich später derart irreführen lässt. Dazu kommen einige Zufälle und Entwicklungen, die sehr bequem wirken. So kommt Fayes Geschäftsidee genau dann, wenn sie gebraucht wird und der Erfolg stellt sich erstaunlich schnell ein. Auch manche Racheaktionen scheinen verdächtig reibungslos zu funktionieren. Trotzdem entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Kein perfekter Spannungsroman, aber eine unterhaltsame Mischung aus Drama, Manipulation und Rachefantasie. Inhaltlich nicht immer glaubwürdig, emotional aber durchaus fesselnd.
- Mela Wagner
Restart - Die Begegnung (Leni und Paul, Band 1)
(378)Aktuelle Rezension von: ReadingMaddoxGirl3Auf der einen Seite hätte ich gerade so viel Redebedarf über dieses Buch, andererseits sitze ich hier und weiß nicht was ich sagen soll. Das Buch geht mehr als nur unter die Haut, es geht mitten ins Herz und noch viel tiefer. Die unterschiedlichen Gefühle, die Charaktere und die komplette Geschichte haben mich phasenweise wirklich zerstört. Jede einzelne Gefühlsregung der Protagonistin war sowas von verständlich, nachvollziehbar und spürbar für mich. Und das war leider oft sehr grausam. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir kurz die ersten Rezensionen angesehen und habe dabei eine richtig miese gesehen, die ich absolut nicht unterschreiben kann. Klar kommt es manchmal zu Wiederholungen der Gedanken, aber das musste so sein. Lena hatte in der Vergangenheit einige grausame Dinge erlebt und machen müssen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie nun ist. Kalt, unnahbar und gefühlslos. Das alles aufzuarbeiten geht weder im realen Leben von heute auf morgen, noch würde es im Buch glaubhaft rüber kommen. Aber da war kein Funke von unnötigem Wiederholen, denn wenn Lena in ihr altes Verhaltensmuster gefallen ist, war genau diese Wiederholung absolut angebracht und notwendig. Ich weiß nicht, wie oft ich beim lesen geheult habe- es war auf jeden Fall sehr oft. Diese Geschichte hat mich wirklich schnell gepackt und leider auch oft in ihre Abgründe mitgerissen, mich aber andererseits auch wieder mit auf Wolke 7 mitgenommen, wenn auch nur kurzfristig. Gerne würde ich sagen, dass es einfach ein schönes Buch ist, aber schön ist einfach nicht das richtige Wort. Das Buch ist heftig, es nimmt einen mit in eine Achterbahn der Gefühle, es behandelt einige ernsten Themen, es berührt tiefer als zutiefst, und es wird sicher noch eine Zeit lang in mir nachklingen. Auch wenn ich jetzt direkt weiter lesen muss.























