Bücher mit dem Tag "acabus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "acabus" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Zwischen den Atemzügen (ISBN: 9783862822980)
    Britta Röder

    Zwischen den Atemzügen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana
    Inhalt:
    Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus der Stadt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern …
    Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist?

    Meinung:
    In diesem Roman erwartet den Leser ein Roadtrip der besonderen Art und wie ich bereits von der Autorin erfahren haben, steckt hinter Zwischen den Atemnzügen eine Art Herzensprojekt.

    Wer kennt das nicht, man ist unzufrieden und stellt sich die Frage: Was wäre wenn? Genauso ergeht es hier den Charakteren, die diesen Roman prägen, Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allesamt sind sie auf der Suche nach dem "Weiter" bzw. nach dem Sinn das hinter ihrem Dasein steckt oder sie sind auf der Flucht vor ihrem Leben, dass vielleicht nicht ganz so nach Plan verläuft, wie es sein sollte.

    Auf Ihren Abenteuer kommen sie sich näher und haben so manche Hürde und allerlei Schockmomente zu verdauen. Und hier kommt leider mein einziger Kritikpunkt, es waren mir "zu viele" Schockmomente, die diesem ja doch sehr realistischen Buch einen Hauch Fantasie verliehen haben, welcher für mich leider nicht so ganz hereingepasst hat.

    Fazit:
    Ein Roadtrip der besonderen Art, indem es darum geht sich selbst zu finden und über so manche Schatten zu springen. Teilweise waren mir die besonderen Vorkomnisse zu viel, aber dennoch habe ich das Lesen dieser Geschichte sehr genossen - 4 von 5 Sternen ♥
  2. Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)
    Markus Walther

    Buchland

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Worum gehts?


    Das Buchland schwebt in Gefahr, doch das scheint im Moment noch niemand zu wissen. Nicht einmal Beatrice, die uns gemeinsam mit Herrn Plana durch die Geschichte lenken. Nachdem Beatrice einen neuen Job braucht und sich kurzerhand bei Herrn Plana bewirbt findet sie rasch eine Zusage und bemerkt das dieser Laden das ganz besondere Etwas hat. Beatrice liebt die Bücher, doch sie liebt auch ihren Mann, der aus einer starken Alkoholsucht nicht heraus finden kann. Schafft sie es beides retten zu können, oder muss sie eine folgenschwere Wahl fällen?

    Das Buch hat sich durch den locker erzählenden Schreibstil fast wie von selbst gelesen. Was am Anfang noch nicht absehbar war. Es wirkte erst etwas trocken. Aber je mehr man gelesen hat, desto mehr ist man in der Welt versunken. Bea, Herr Plana und der personifizierte Tod waren mir dabei die liebsten Charaktere. Am Anfang war es noch etwas realistisch gehalten aber je mehr man über diesen geheimnissvollen Keller las desto mehr wusste man, was es mit diesem 'Buchland' auf sich hatte. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet selbst die Nebenrollen bleiben mir noch in Erinnerung und auch die Gastauftritte von Edgar Allan Poe und Wolfang von Goethe beispielsweise habe ich noch schmunzelnd in Erinnerung. Übrigens wurden auch viele andere Werke in dem Buch genannt. Wie Narnia. Und die beiden lustigigsten Beispiele: Herr Plana ist ein älterer Herr und befindet sich dann irgendwann im weiteren Verlauf in einer dunklen Ecke, er hebt den Gehstock und will zuerst "Lumus" rufen - tut es aber nicht da er sich auf seine Vernunft besinnt. Wäre zu lustig gewesen, wenn es im Buchland funktioniert hätte. Und dann als Bea und Herr Plana in der Halle der unnötigen Bücher sind finden sie das "Biss zum ..."Buch und beschreibt das Cover. Es schwimmt in einem Meer aus Tinte. Ja. Da musste ich auch etwas schmunzeln. Seltsam fand ich die Tatsache das Herr Plana irgendwie in Bea verliebt war, obwohl sie einen extrem großen Altersunterschied hatten und er ihr Vater hätte sein können. Das war nicht so mein Fall. Dennoch hat mich seine Geschichte interessiert und auch das Ende war traurig. Tja. Wenn man wirklich in Schicksalen herum radieren und schreiben könnte, dann hätten es wohl sehr viele versucht wenn sie 'Buchland' je gefunden hätten. Sehr gute Geschichte - so alles in allem.

    Fazit:
    Wer einen lockeren Schreibstil und originelle Ideen bevorzugt ist bei Walther's Buchland richtig. Es ist nicht ganz frei von seiner persönlichen Meinung, dennoch hat es Schwung und ein Ende, das Hoffnung auf ein zweites Band macht.

  3. Cover des Buches Hexenherz - Eisiger Zorn (ISBN: 9783862824564)
    Monika Loerchner

    Hexenherz - Eisiger Zorn

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!

    550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesell­schaft heran, in der die Vorherr­schaft der Frauen unum­stößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höch­sten Hexe, der Goldenen Frau, aufzu­steigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …


    Rezension:

    Für ihre Mutter, eine begabte Hexe, war Helena kein Wunsch­kind. Doch sie wurde zu einer ange­sehenen Gardistin. Als sie ihren Bruder, der zu den Rebellen gehen will, jedoch nicht anzeigt und das von einer Neiderin belauscht wird, sieht sie sich plötzlich des Hoch­verrates angeklagt. Bei der Über­führung in die Haupt­stadt gelingt ihr die Flucht. Auf dieser gerät sie an Rebellen, die sie bei sich auf­nehmen. Langsam kommen bei Helena Zweifel auf, ob ihre erlernten Ansich­ten wirklich korrekt sind.

    Das Außer­gewöhn­lichste an Monika Loerchners Fantasy-Reihe „Hexen­herz“ ist zweifellos der Welten­bau. Den kann man am ehesten als ‚alter­native Realität‘ beziehungs­weise ‚alter­native Geschichte‘ einordnen. Bis ins 15. Jahr­hundert verlief die Geschichte dieser Welt analog zu unserer realen. Dann über­nahmen aller­dings die Frauen die Macht und entrech­teten die Männer. Da nach­gewiesen werden konnte, dass (fast) jede Frau der Magie fähig ist, liegt die Macht alleine bei Hexen. Aller­dings sind auch die nur während ihrer frucht­baren Jahre fähig zu zaubern. Mädchen, Fräu­leins und Groß­mütter zählen weniger als zauber­fähige Hexen, Jungen und Männer beinahe nichts. Männer, die sich damit nicht abfinden wollen, aber auch Frauen ohne erweckte Zauber­kräfte und einige wenige Hexen bilden die Rebellen, die für Gleich­berech­tigung aller eintreten. Dem Buch selbst ist nicht zu entneh­men, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Ledig­lich der Klappen­text verrät, dass es (etwa) 2016 sein muss. Auffal­lend ist, dass das Ambiente dennoch mittel­alterlich wirkt. Es existiert weder erwähnens­werte nicht-magische Technik noch sonst irgend­etwas, was erkennen ließe, dass aktuelle Zeiten erreicht sind. Zumindest in diesem 1. Band wird jedoch in keiner Weise erwähnt, wieso die Macht­über­nahme der Frauen beziehungs­weise Hexen die Entwick­lung derart gebremst hat.

    Die Autorin lässt ihre Prota­gonistin Helena als Ich-Erzählerin agieren. Der Schreib­stil des interes­santen Aben­teuers, während­dessen die Prota­gonistin ihre Einstel­lungen mehrfach über­prüfen muss, kann gefallen. Lediglich die oft wieder­holten Gedanken zur Rolle von Frau und Mann in dieser Welt erschei­nen teil­weise doch etwas zu viel. Bis zu den entsprech­enden Text­stellen dürfte wohl jeder Leser begriffen haben, worum es in dieser Hinsicht geht. Auffal­lend ist auch, dass in dieser Geschichte außer der Magie keine anderen Fantasy-Elemente auftauchen.

    Bei der Situation, in der sich Helena am Ende dieses Bandes befindet, darf man gespannt sein, wie sich das Gesche­hen weiter­entwickelt.


    Fazit:

    Ein außergewöhnliches Fantasy-Abenteuer, bei dem besonders der unge­wohnte Welten­bau ins Auge fällt.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man auch auf Facebook folgen.

  4. Cover des Buches Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker (ISBN: 9783862822744)
    Andreas Dresen

    Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker

     (19)
    Aktuelle Rezension von: loralee
    Ja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Es ist durch und durch Steampunk und ein fantastischer Einstieg in die Reihe um Wilhelmstadt und der plietschen Ingenieurin Johanne de Junker. Mein eReader fing schon an, sich solidarisch in ein mechanisch betriebenes Lesegerät zu verwandeln.

    Wilhelmstadt im ausgehenden 19. Jahrhundert ist eine Stadt am Puls der Zeit, aufstrebend, auf wirtschaftliches Wachtum gepolt. Hier wimmelt es von spannenden dampfbetriebenen Erfindungen. Eine fantastischer als die andere. Ich bin begeistert von der Kreativität des Autors. Es gelingt ihm, die Aufbruchsstimmung, die damals historisch tatsächlich herrschte, einzufangen und mit der rein fiktiven Steampunk Welt zu verknüpfen. Das macht seine Welt authentisch. Die ersten Autos überholen ganz selbstverständlich Kutschen, die von mechanischen Pferden gezogen werden, der neue Roman des jungen Autors Jules Verne ist in aller Munde und die Reformbewegung ist auf dem Vormarsch. Es ist eine Gesellschaft, die glaubt, unendliche Ressourcen zur Verfügung zu haben, sich im Industrierausch befindet, sich aber auch sehr schwer aus ihren preußischen Zwängen lösen kann.

    Wilhelmstadt ist eine flexible Stadt, die auf Stahlplatten gebaut ist. Wenn alle Rohstoffe in der Umgebung abgebaut sind, zieht die Stadt samt Gebäuden, Bewohner, etc. einfach um - und wird Stahlplatte für Stahlplatte abgebaut und am neuen Standort wieder zusammengesetzt. Johanne ist Mechanikerin und Tochter eines stadtbekannten Ingenieurs und Erfinders. Der ist einer Machtintrige zum Opfer gefallen und Johanne versucht heraus zu finden, wer dahintersteckt.

    Johanne und ihre Freunde kommen allerdings eher skizzenhaft bei mir an. Ich hätte mir mehr Charakter gewünscht. Die ausführlichen Beschreibungen der dampfbetriebenen Stadt drängen die Handlung und die Charaktere an den Rand. Dennoch ist die Geschichte spannend bis zuletzt, wo sie allerdings in eine recht plakative Richtung abdriftet. Ich würde es schon fast schrill nennen. Das muss man mögen.

    Ich mag es. Und empfehle dieses Buch allen eingefleischten Steampunk Fans, die sich der Faszination von dampfbetriebenen Welten nicht erwehren können.
  5. Cover des Buches Elsas Stern. Ein Holocaust-Drama (ISBN: 9783862823109)
    Agnes Christofferson

    Elsas Stern. Ein Holocaust-Drama

     (23)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Frei erfunden, aber durchaus im Rahmen des Möglichen. - So sehr, dass ich geglaubt habe, das hier wäre ein wirklich geschehenes Schicksal.


    Inhalt: Elsa ist Jüdin. Gemeinsam mit ihrer Familie konnte sie sich bis 1944 auf dem Land bei einem Bekannten verstecken. Aber auch das wird irgendwann zu heikel und die Familie will nach Amerika fliehen. 

    Weit kommen sie allerdings nicht, denn sie werden verraten und gelangen nach Auschwitz.

    Elsa ist die Einzige, die das Martyrium überlebt und sie geht am Ende doch nach Amerika. Anders, als es der Vater gewollt hat, aber sie baut sich dort ein Leben und eine Familie auf. Sie hütet ein Geheimnis vor ihrer einzigen leiblichen Tochter, obwohl sie davon zwei hat.

    Eine einzige flüchtige Begegnung in einer Bar bringt sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs und das Familiengeheimnis Stück für Stück ans Tageslicht.


    Fazit: Ich habe lang überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll. Schon das Cover macht ja klar, dass es auch hier nur wieder um eine weitere KZ-Story geht. Ein grausames Schicksal eines im KZ inhaftierten Juden. - Diese Geschichte jedoch ist zwar dieses jüdische Schicksal, doch in einer Form verpackt, dass es einen mitreisen muss. Die ganze Story ist schlüssig, glaubhaft und vor allem interessant geschrieben. In einer Mischung aus Gegenwart, Vergangenheit, Tagebucheinträgen und Unterhaltungen zwischen zwei vermeintlichen Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, kommt so nach und nach eine Story ans Tageslicht, die heftiger nicht sein kann. - Ich jedenfalls war gefesselt. Von Anfang an hat es mich gepackt und ich habe mich über die langen Lesepausen richtig geärgert. Denn das hat weder die Story noch das Buch an sich verdient gehabt.

    Trotzdem, durch die langen Lesepausen habe ich aber auch nichts eingebüßt. Das Gelesene hat sich sehr gut eingeprägt, sodass ich nach einem weiteren Beginn immer wieder problemlos in die Story hinein gekommen bin und wieder eins fix drei komplett gefesselt war. Mehr als einmal hätte ich darüber fast den Schichtbeginn verpasst und wäre um ein Haar zu spät zur Arbeit gekommen.

    Es fällt auf jeden Fall nicht auf, dass es Elsa und ihre Familie so nie gegeben hat. Dass die Handlung, wie sie hier geschrieben wird, so nie passiert es. Es handelt sich hier um einen Roman. Nicht mehr und auch nicht weniger. - Was mich angeht, kann ich gar nicht sagen, ob ich darüber jetzt erleichtert oder enttäuscht sein soll. Denn während der Lektüre hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Tochter hier die Lebensgeschichte ihrer Mutter niedergeschrieben hat. Fakt ist aber mal, dass das so durchaus hätte passieren können. So viele Naziverbrecher sind nach Amerika geflohen. Und so viele Juden haben nach dem Krieg in den verschiedensten Ländern Zuflucht gefunden.


    Das Buch ist einprägsam und durchaus ein Fall von mehrmals lesen. Es wirkt nacht. Ich war nicht in der Lage, gleich im Anschluss das nächste Buch zu beginnen. Dazu waren meine Augen am Ende viel zu sehr von Tränen verschleiert.

    Überhaupt, die Gefühle, besonder von Elsa, sind sehr gut nachgestellt und glaubhaft beschrieben. Eben so gut, dass ich jedes einzelne Gefühl miterlebt habe und schon aus dem Grund öfter mal unterbrechen musste.

    Genau aus diesem Grund hatte ich die ganze Zeit ein heftiges Kopfkino. Ich habe Elsa gesehen, als sie noch frei war. Ich habe Elsa gesehen, als sie immer mehr abmagerte, ihre Haare verlor, krank wurde, die Experimente ertragen musste. Diese Hilflosigkeit gefühlt… - Das könnte ich jetzt stundenlang so weiter schreiben.


    Ich kann das Buch durchaus empfehlen. Die Autorin nimmt gerade bei den grausamen Ereignissen absolut kein Blatt vor den Mund. Das kann zwar dazu führen, dass zartbesaitete Gemüter hier ihre Probleme bekommen könnten, aber alles in allem ist der Stoff einfach nur richtig super geschrieben und absolut lesenswert.

    GEGEN DAS VERGESSEN!!!

  6. Cover des Buches Der Weizen gedeiht im Süden (ISBN: 9783862827367)
    Erik D. Schulz

    Der Weizen gedeiht im Süden

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BellBel

    Die Welt ist am Ende und die Menschheit dem Tode geweiht. Die nördliche Hemisphäre wurde durch einen Atomkrieg schwer getroffen und versinkt im atomaren Winter. Nur Dr. Oliver Bertram, zusammen mit seiner Tochter und einigen wenigen Überlebenden, gelang die Flucht in einen hochtechnisierten Bunker in der Schweiz. Während noch zu Beginn die Hoffnung auf ein (Über)Leben real scheint, treibt ein Mörder in der Gruppe sein Unwesen, während die Getreidepest letztlich alle Grundlagen der Gruppe zerstört. Von Angst aber auch Hoffnung getrieben, dass Afrika von den Auswirkungen des Krieges größtenteils verschont blieb, bricht Betram mit einer kleinen Gruppe in Richtung Süden auf. Vor ihnen liegt die Reise durch einen zerstörten Kontinent mit ungeahnten Gefahren…

    Die aktuelle Pandemie ist in aller Munde und so scheint es schon fast naheliegend, dass man die jetzige Situation ein wenig versucht in Relation zur Dystopie zu bringen, die Erik Schulz hier entworfen hat. Schnell jedoch merkt man, wie schnell man mit derlei Vergleichen an seine Grenzen stößt. Obgleich sich auch hierzulande eine Art Lagerkoller und damit verbundene Verschwörungstheorien ausbreiten, ist Schulz Beschreibung noch wahnhafter und erschreckender hinsichtlich der menschlichen Abgründe, die er skizziert. Bei der Lektüre des Romans, der sich in drei Teile aufteilt – den Bunker, die Reise über die Alpen und das Kapitel, welches dem Buch gleichzeitig den Namen gab – schwingt eine bedrückende Atmosphäre mit, die man vermutlich am ehesten mit dem Wort „authentisch“ beschreiben kann. Maßgeblich kann hierfür genannt werden, dass Schulz, der als Allgemeinmediziner in Berlin tätig ist, sich in mehreren Anti-Atomwaffen Organisationen engagiert und seine Erfahrungen und Ängste niedergeschrieben zu haben scheint.

    Dystopien der Postapokalypse gibt es in der weiten Literaturlandschaft zuhauf. Sei es nun in Form einer Jugendliebe am Rande der menschlichen Existenz, wie in Gudrun Pausewangs Roman „Die Wolke“ (1987) oder deutlich bedrückender in „Die Straße“ (2006) von Cormac McCarthy. Allen diesen Romanen ist die Schwere des Themas zu eigen, der Erik Schulz in seinem neuesten Werk auf nicht minder erschreckende Weise Ausdruck verleiht. Der Roman erhält eine unbedingte Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass die Zeilen die nötige Kraft besitzen zu belehren und wenn nötig zu bekehren.

  7. Cover des Buches Hexenherz. Glühender Hass (ISBN: 9783862826353)
    Monika Loerchner

    Hexenherz. Glühender Hass

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Er sollte einst Oberhaupt der Familie werden, jetzt gilt er weniger als nichts: Von seiner Mutter in eine männer­verachtende Gesell­schaft geschleppt und dann im Stich gelassen, ist der junge Kolja hin- und her­gerissen zwischen dem Hass auf seine Gebärerin und dem Wunsch, endlich seinen Vater zu finden. Um seinen Zielen näher­zukommen, geht er einen gefähr­lichen Pakt ein und stellt sich gegen die Gesetze der Hexen des Goldenen Reiches – und gegen die der Göttin.

    Der zweite Roman aus der Hexenherz-Welt erzählt die Geschichte aus Sicht von Helenas Zieh­sohn Kolja. Wie ergeht es einem Jungen in einer matriar­chalischen Welt, in der er zum schwachen Geschlecht gehört?


    Rezension:

    Helenas Adoptivsohn Kolja will endlich heraus­finden, was aus seinem Vater geworden ist. Doch wie soll er als Junge in diesem Hexen­staat auf die Suche gehen und Infor­mationen erhalten. Die einzige Chance, die er sieht, ist, sich als Frau zu verkleiden. Doch das ist strafbar. Und wird es nicht auffallen, dass er über keine Magie verfügt? Frauen ohne Kräfte sind schließ­lich auch nicht gerade hoch ange­sehen. Oder können ihm diese eigen­artigen Steine helfen, mit denen die Rebellen experi­mentieren?

    Dass Monika Loerchners Fantasy-Reihe „Hexenherz“ ein ungewöhn­licher Welten­bau zugrunde liegt, stach natürlich bereits im 1. Band („Eisiger Zorn“) ins Auge. Wer aller­dings davon ausging, dass das Leben der dortigen Prota­gonistin Helena hier fort­gesetzt wird, dürfte über­rascht werden. Prota­gonist und Ich-Erzähler dieses Bandes ist nämlich Helenas Adoptiv­sohn Kolja, dem in Band 1 nur eine fast unbe­deutende Neben­rolle zufiel. Als Frau verkleidet und mit einem Magie­stein ausge­stattet, hat er auf der Suche nach seinem Vater eine abenteuer­liche Reise vor sich. Neben dieser Haupt­handlung im Goldenen Reich existiert diesmal allerdings eine Neben­handlung, die im Großen Molda­wischen Reich ange­siedelt ist und in Form von Tage­buch­einträgen von den Problemen eines Mädchens in der dortigen männer­dominierten Gesell­schaft handelt. In welcher Verbin­dung diese Geschichte mit der Haupt­handlung steht, erschließt sich dem Leser erst gegen Ende dieses Bandes.

    Der Stil der Autorin kann auch weiterhin überzeugen. Das Spiel mit den Geschlechter­rollen – insbe­sondere auch im Gegensatz zwischen den beiden Reichen – erweist sich als interes­santes Element, auch wenn ent­sprechende Anmer­kungen vielleicht doch etwas zu oft betont werden. Auch ohne immer aufs Neue wieder­holte aus­drück­liche Hinweise dürfte das dem Leser mittler­weile im Gedächt­nis sein.

    Nach dem Prota­gonisten­wechsel zwischen Band 1 und 2 darf man gespannt sein, wie sich die Geschichte im 3. Band weiter­entwickelt.


    Fazit:

    Die überraschende Fokusänderung beleuchtet die beschrie­bene Welt in Band 2 aus einem anderen Blick­winkel.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man auch auf Facebook folgen.

  8. Cover des Buches Ava und die STADT des schwarzen Engels (ISBN: 9783862820023)
    Andreas Dresen

    Ava und die STADT des schwarzen Engels

     (23)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    Das Leben des Schwertlers Fahrat wird kräftig durcheinander gewirbelt, als er mitten am Tag einen leibhaftigen Golem einfach so durch die Straßen der STADT laufen sieht, der eine junge Frau namens Ava angreift. Fahrat nimmt sich der verstörten Frau an, die verzweifelt nach ihren Kindern sucht, seitdem man sie aus der Anstalt entlassen hat. Denn anders als gewöhnliche Menschen ist Ava in der Lage, die Zwischenweltler als solche zu erkennen. Fahrat entschließt sich, ihr zu helfen und gerät in einen Sog aus politischen Intrigen und Machtsielen, der alle Wahrheiten infrage stellt, die Fahrat kannte.

    Der Roman hat mich positiv überrascht. Nachdem ich der amerikanischen Fantasy überdrüssig geworden bin, habe ich mal was Neues versucht und siehe da - es gibt auch noch neue Ideen. Die Fantasygeschöpfe dieses Romans sind grausig-originell und nicht unbedingt in jedem zweiten Fantasyroman genau so zu finden. Auch die Helden, wenn man sie denn so nennen will, sind keine Knights in shining armor, sondern leicht faule und fülligere Charaktere, die noch nicht so ganz wissen, wo ihr Platz im Leben ist. Trotz der Kürze des Buches, bekommt man ein lebendiges Bild der STADT, die Fahrats Zuhause ausmacht und der Antagonist Morton, seines Zeichens Vizekanzler, ist ein klassischer Bösewicht, der nach Macht giert. Götter, schwarze Engel, Hexen und Kobolde spinnen eine farbenfroge Geschichte, die immer auch mal zum Schmunzeln beiträgt.
  9. Cover des Buches Schuldlos tot: Kriminalroman (Ein-Petra-Taler-Krimi, Band 2) (ISBN: 9783862822645)
    Angela L. Forster

    Schuldlos tot: Kriminalroman (Ein-Petra-Taler-Krimi, Band 2)

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Lady-Katari

    Schuldlos tot von Angela L. Forster

    Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Großmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eißendorf. War sie tatsächlich ohne Schuld , wie die Nachricht des Mörders am Tatort lautet? Doch warum musste Regine dann sterben? §Neben Erbstreitigkeiten der Familie, ständigem Stress mit den Handwerkern und weiterem privaten Ärger versucht Taler nun, Licht ins Dunkle zu bringen und die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen beginnt.


    Meine Bewertung :


    Ich liebe ja die Romane aus dem alten Land  und ich mag die Petra Taler und ihr Team. Wieder wurde ich total überrascht, hatte zwar auch schon überlegt wer der Mörder war, doch da wäre ich im Traum nicht drauf  gekommen. Wer es war, was eigentlich passiert ist und was Petra Taler noch an privaten Stress hat, das solltet ihr, liebe Leser, selber lesen.


    Ich kann euch sagen, ihr werdet nicht enttäuscht sein, Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit vielen Hintergrundinformationen zum Alten Land und den Einwohnern.


    Wer mich kennt, weiß das ich nicht der große Romanschreiber bin, was Rezensionen angeht und hoffe dennoch, das sich die Autorin etwas freut.


    Ich kann das Buch nur jedem nahe legen, der Krimis aus Deutschland mag.

    Cover  : 5/5 ***** Sehr passend zum Roman

    Autorin : 5/5 ***** Eine tolle Frau und Autorin, mit dem Herz am rechten Fleck

    Buch : 5/5 ***** Wie immer spannend von der ersten bis zur letzten Seite


    ~Katari


  10. Cover des Buches Hamburg - Deine Morde. Der Spion ohne Vaterland (ISBN: 9783969710524)
    Andreas Behm

    Hamburg - Deine Morde. Der Spion ohne Vaterland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: marion_gallus
    Hauptkommissar Harald Hansen steht kurz vor seiner Pensionierung. In knappen zwei Wochen ist die jahrelange, harte Ermittlerarbeit Geschichte und er steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für sein neues Leben. Hansen hat seinen Resturlaub genommen und befindet sich in den Umzugsvorbereitungen. Der Kommissar wird mit seiner Lebensgefährtin Nadja und deren 8-jähriger Tochter zusammenziehen. Nadja hat Hansen während seines ersten Falls als Zeugin kennen und lieben gelernt. Solange er aber noch aktiv im Dienst tätig ist, hatten Nadja und er die Abmachung, dass er seine eigene Wohnung behält. Denn Harald Hansen ist ein eigenwilliger Kerl, der während laufender Ermittlungen einen Rückzugsort braucht, um in Ruhe denken zu können. Nun sind die Umzugskisten gepackt, Nadja wohnt bereits in der neuen Wohnung, Hansen hat sich sogar ein Familienauto zugelegt und im Großen und Ganzen freut er sich auf die nahe Zukunft. Natürlich kommt es anders als der der stoffelige, grummlige Kommissar sich das vorgestellt hatte. Zunächst wird ein alter Mann in einer noblen Hamburger Wohngegend ermordet aufgefunden. Im Vorfeld wurde er über mehrere Stunden brutal gefoltert. Fest steht, dass der ältere Herr am gleichen Abend einen Besucher in der Wohnung hatte, doch wer dieser Mann war, muss noch herausgefunden werden. Als dann genau dieser Mann als wichtiger Zeuge auftaucht und ein Treffen an einem unauffälligen Ort in Hamburg mit der Polizei arrangiert wird, gibt es ein Unglück. Es kommt bei diesem Treffen zu einer Schießerei im Stadtpark, bei dem ein offensichtliches Killerpärchen eine Person tötet, was alles verändert. Umgehend erhält Hansen einen Anruf von seinem Vorgesetzen Thorwald und wird reaktiviert. Er soll in diesem Fall ermitteln, was sein Team trotz der schlimmen Ereignisse mit Wohlwollen aufnimmt. Vera Becker und auch Thomas Bernstein, die beiden Ermittler aus Hansens engstem Team, haben im Laufe der Zeit ein inniges Verhältnis zu dem Kommissar aufgebaut und ihn in einen fast umgänglichen Menschen „verwandelt“. So schnell kann es gehen. „Dirty Harry“ ist wieder im Revier und nun gilt es mittlerweile zwei Morde aufzuklären … *** Dies ist der dritte – und wohl auch letzte – Fall des Kommissars Harald Hansen. Mir ist der Ermittler mit seiner grummeligen, stoffeligen aber im inneren dennoch herzensguten Art direkt ans Herz gewachsen. Er übergeht während seiner Arbeit auch gerne einmal die ein oder andere Vorschrift, doch es dient ja immer der guten Sache. Alte Bekannte aus den beiden ersten Fällen sind wieder an seiner Seite, Vera Becker, die weibliche „Harry“ genauso wie der Homosexuelle – und voll akzeptierte – Thomas Bernstein. Ich habe sofort in die Handlung hineingefunden, der Aufbau des Krimis war dieses mal auch wieder der klassische, doch dennoch gefiel er mir wieder besser als der zweite Teil. Die Hintergründe sind sehr verwickelt, reichen weit in die Vergangenheit in die Zeit des geteilten Deutschlands. Hier hat Andreas Behm offensichtlich sehr gut recherchiert, es liest sich alles sehr stimmig und scheint geschichtlich belegt. Die vielen Abkürzungen aus der Zeit der DDR sind glücklicherweise im Anhang ausführlich aufgeschlüsselt, sodass man immer nachschlagen kann. Die Ermittlungsmethoden und die teilweisen verdeckten Einsätze waren typisch Harald Hansen und auch (oder erst Recht) so kurz vor der Pensionierung lässt sich der Kommissar von Vorgesetzten und Dienstvorschriften nicht wirklich abschrecken. Ich mag eigentlich keine Spionagegeschichten, doch die Geschichte Deutschlands und hier vor allem die Zeit der Teilung interessieren mich sehr. Dies wurde behandelt, jedoch nicht politisch und trocken, sondern spannend und fesselnd. Auch die ruhigen und privaten Momente kommen nicht zu kurz. Oft haben wir Teil wenn Harald Hansen, mittlerweile als Familienmensch, zur Ruhe kommt, er sich mit Nadja unterhält, Pflichten wie einkaufen oder das Kind aus der Schule holen, übernimmt. Die Zwischenmenschlichkeit ist innerhalb der drei Bände stetig mehr geworden, was den Charakter des Protagonisten positiv aufwertet. Gegen Ende gab es zwei sehr rührende Szenen. In einer kommt Hansen nach einem missglückten Einsatz nach Hause Er trifft seine Lebensgefährtin Nadja im Bad unter der Dusche an. Angezogen steigt er zu ihr in die Dusche, stellt sich vor sie und sie nimmt ihn stumm in den Arm. Sie drücken sich einfach und das Wasser rauscht über sie. Diese kleine Szene fand ich sehr intim, traurig und still-schön. Das hat mir einen kleinen Kloß im Hals verursacht. Die zweite rührende Szene werde ich nicht näher erläutern, weil sie irgendwie mit dem Fall zu tun hat, wenn auch eigentlich nicht …. Der Verlag präsentiert den Roman wieder als Taschenbuch und hat diesmal ein Cover gewählt, dass mir persönlich besser gefällt als das weiße des zweiten Teils. Es zeigt ein kahles Verhörzimmer mit lediglich einem Holzstuhl. Und obwohl dieser 3. Fall der längste ist und somit dicker als die zwei ersten Krimis, hat der Verlag den Preis von 13,90 € beibehalten. Zum Abschluss noch einmal der Hinweis, dass die Reihe zwar „Hamburg – deine Morde“ heißt, auf das Verständnis für den Leser aber keinen Einfluss hat. Ich war nur einmal kurz in Hamburg, verstehe daher auch die kleinen Anspielungen auf bekannte Orte oder Straßen nicht, wie es die Leser tun, die dort wohnen. Das tut der Handlung aber keinen Abbruch. Ich finde die Bezeichnung „Regionalkrimi“ sowieso unsinnig. Also, Krimi Fans sollte es egal sein, wo die Handlung spielt. Bei einem Film interessiert es uns doch auch nicht, ob sich die Protagonisten in London, München oder New York aufhalten. Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für einen guten dritten und letzten Teil um einen eigenwilligen Ermittler, der seinen eigenen Weg geht und sich nicht um Vorschriften oder Vorgesetzte schert. Eine interessante und gut aufgebaute Handlung, die spannend erzählt ist und einen Einblick in die Vergangenheit Deutschlands gibt. Mich persönlich würde es ja freuen, wenn es noch einen weiteren Teil um Harald Hansen gibt, auch wenn er nun schon knappe 60 ist und zu viele Zigaretten raucht :o) . © Buchwelten 2012
  11. Cover des Buches Bedrohte Art. Ein Hamburg-Friedrichstadt-Krimi (ISBN: 9783862823130)
    Minos Efstathiadis

    Bedrohte Art. Ein Hamburg-Friedrichstadt-Krimi

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der Autor mit dem Zungenverknotenden Namen präsentiert seinen Lesern einen ungewöhnlichen Krimi rund um Hamburg und Friedrichstadt.

    Chris Papas – Griechischer Herkunft wie der Autor – fristet sein Leben als Privatdetektivs. Allerdings ist er es überdrüssig, fremdgehenden Ehefrauen und Ehemännern nachzuforschen.
    Da kommt ihm der Hilferuf einer Frau gerade recht.
    Ihr Nachbar Konrad Hausmann sei ermordet worden. Ja, nicht nur ermordet sondern regelrecht geschlachtet.

    Ein möglicher Tatzeuge ist Syd. Syd ist ein Hausschwein Syd, das einer bedrohten Schweinerasse entstammt und beim Mordopfer Unterschlupf gefunden hat.
    Blöd nur, dass Syd keine Aussage machen kann.

    Der Detektiv arbeitet teils mit der Polizei zusammen teils ermittelt er auf eigene Faust.

    Ein weiterer Mord geschieht: das Opfer trägt denselben Nachnamen wie das erste, die Tötungsart ist dieselbe.

    Wie hängen die Mordfälle zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen?
    Der ermittelnde Kommissar hat den Verdacht, dass die Ermittlungen von „ganz oben“ sabotiert werden. Ist er paranoid oder …?

    Die Auflösung finde ich ein wenig überraschend. Die Schilderung der Winterstimmung ist gut gelungen. Der Exkurs in die frühe Geschichte Friedrichstadts ist zwar für die Handlung nicht unbedingt bedeutend, hat mir persönlich allerdings sehr gut gefallen.

    Der Autor spielt mit den Worten. Den Titel kann man in mehrere Richtungen interpretieren. Einerseits die bedrohte Haustierrasse andererseits nicht bestechliche Detektiv und/oder Polizisten.
  12. Cover des Buches Ascheland (ISBN: 9783862824496)
    Oliver Kyr

    Ascheland

     (16)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    Der visionäre Roman „Ascheland“ von Oliver Kyr ist 2016 im acabus Verlag erschienen.

    Die Welt, wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Der ehemalige Zoowärter Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch Deutschland im Jahr 2023. Die wenigen Überlebenden setzen ihre ganze Hoffnung auf ihn, denn er ist der einzige Mann, der noch Kinder zeugen kann. Zacharias Brandt hadert oft mit seiner Position, da er nicht weiß, ob es sinnvoll ist Kinder in diese Welt ohne Hoffnung zu setzen.

    Als Mama hat mich das Buch stellenweise sehr getroffen und ich war nicht nur einmal kurz davor, es aus den Händen zu legen. Der Schreibstil ist so bildhaft, dass mir das Schicksal der Kinder und ihr Leid, wirklich nah gegangen ist, was ich so bisher von keinem postapokalyptischen Zukunftsroman kannte.

    Trotz der tollen Schreibweise und der fesselnden Geschichte blieben für mich einige Fragen unbeantwortet. Ich kann das Buch nicht mit voller Punktezahl weiterempfehlen, lesenswert ist es aber allemal und vor allem „anders“ als andere Bücher. Während dem Lesen wird man mit vielen existenziellen Fragen konfrontiert, die zum Nachdenken anregen.

  13. Cover des Buches Das leise Kratzen in der letzten Rille. Absurditäten aus dem Leben eines Taugenichts (ISBN: 9783862823017)
    Johannes Finkbeiner

    Das leise Kratzen in der letzten Rille. Absurditäten aus dem Leben eines Taugenichts

     (4)
    Aktuelle Rezension von: esposa1969
    Hallo liebe Leser,

    dieses Mal durfte ich Dank einer Verlosung dieses interessante Taschenbuch lesen:

    == Das leise Kratzen in der letzten Rille. Absurditäten aus dem Leben eines Taugenichts ==

    Autor: Johannes Finkbeiner


    == Buchbeschreibung: ==

    Erstmal Urlaub. Savićević, notorischer Arbeitsverweigerer, verspürt fast täglich den unstillbaren Drang nach Urlaub. Urlaub von der Eintönigkeit seines Lebens, den Städten und dem sich schier endlos auftürmenden Berg der Bürokratie, mit der das Ordnungsamt der Föderativen Republiken Europas ihn stetig quält. Kein Wunder also, dass der eigensinnige Faulenzer von dem ganzen Stress eine Pause braucht. Und seine engsten Freunde, ein sprechender Panther und eine Kobra, müssen natürlich mit, wenn Savićević die Reiselust packt. Ausgerüstet mit einer Silvesterrakete, einer Schallplatte, einer zerrissenen Konzertkarte und weiteren höchstwichtigen Gegenständen, macht er sich auf zu einer außergewöhnlichen Fahrt, wie sie abenteuerlicher und wundersamer nicht sein könnte.

    Tauche ein in eine Welt voller skurriler Charaktere und Absurditäten, in der Wahnsinn und Genie kaum voneinander zu trennen sind; in eine Geschichte voller Witz, guter Laune, Melancholie und auch ein bisschen Liebe! Mit seinem Debütroman, irgendwo zwischen Fantasy und pikareskem Roadmovie, liefert Autor Johannes Finkbeiner die deutsche Antwort auf die Werke englischsprachiger Genre-Größen wie Terry Pratchett und Douglas Adams.


    == Leseeindrücke: ==

    Die Geschichte ist genial skurril und skurril genial. Fast fühlte ich mich bei den"Absurditäten aus dem Leben eines Taugenichts" an Eichedorffs "Sus dem Leben eines Taugenichts" erinnert. Eine Geschichte, die so das Leben eigentlich kaum schreiben konnte, aber unterhaltsam zu lesen ist.  Savićević ist notorischer und arbeitsscheuer Arbeitsverweigerer etwas sprunghaft, stark selbstbewusst und Dank Geldbeträgen aus Fussballwetten muss er auch gar nicht mehr arbeiten. Nicht viel tun kann Savićević gut. Und um seinen unstillbaren Drang zu urlauben zu stillen, macht er sich gemeinsam mit Panther Pynchon und die Kobra Topstar und den in der Buchbeschreibung genannten skurrilen Gegenständen auf den Weg, auf dem er eine junge Frau mit geschmeidigen Namen Fink kennenlernt und fortan gemeinsam mit ihr reist….

    Dieser Roman ist genauso schräg und skurril wie sein Protagonist und sehr gewöhnungsbedürftig. Die Namen, die Figuren, die Handlung … außergewöhnlich anders. Man muss sich schone ehr in die Charaktere hineinversetzen, um zu verstehen, um was hier eigentlich geht, außer ums Nichtstun. Dennoch, oder gerade weil dieser Roman recht abstrus ist, hat er mir sehr gefallen, weil ich das Andersartige eigentlich sehr mag, weil es von der Norm abweicht.

    Das Cover zeigt Savićević, gefolgt von Panther Pynchon und die Kobra Topstar  wie er sie auf die Reise begibt….

    Als sehr augenfreundlich empfand ich die angenehm große Schrift und auch die Kapitellänge. Dieser Roman las sich unterhaltsam, kurzweilig und eben "anders" . Sehr gerne vergebe ich hierfür 5 von 5 Sternen!!

    Herzlichen Dank, dass ich mitlesen durfte!

    © esposa1969


  14. Cover des Buches Der Schrei der Zypressen. Ein Provence-Umwelt-Krimi (ISBN: 9783862822867)
    Heinz-Joachim Simon

    Der Schrei der Zypressen. Ein Provence-Umwelt-Krimi

     (1)
    Aktuelle Rezension von: starone
    Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in der Provence in unserer Zeit. Die Menschen leben ein beschauliches und somit auch überschaubares Leben. Kein Stress und keine Hecktik plagt die Menschen. Man lebt von Weinanbau und etwas vom Tourismus. Alles könnte so schön sein, wenn der Bürgermeister nicht plötzlich sein Dörfchen aus dem Dornröschenschlaf erwecken will mit dem Bau eines Luxusresort am Rande des Ortes. Genau da wo die Weinberge anfangen  und diese müssten dann weichen. Das bringt die Menschen auf die Barrikanden und die Umweltschützer auf den Plan. Die Fronten in der Dorfgemeinschaft verhärten sich und die Zeichen stehen auf Sturm. Ausgerechnet zu dieser Zeit kommt  nun der Privatdetektiv Peter Gernot aus Berlin in dem Örtchen. Der eigentlich nur seinen Freund und Partner Mario  beim Renovieren seines Ferienhauses helfen will. Plötzlich kommt die Liebe ins Spiel durch die bezauberte Winzerin Ismene und auch die Familie von Peter Gernot hat großen Anteil dran, dass sich Peter von nur Renovierer ziemlich schnell zum Ermittler in eigener Sache mausern muss. Denn ein Umweltschützer wird erschlossen und es tauchen finstere Gestalten in Dorf auf. Wird das Dorf und ihre Bewohner von der globalen Investmentmafia heimgesucht? Als Privatdetektiv nimmt Peter Gernot nun den Kampf gegen die Geschäftemacher und ihre unsauberen Methoden auf.  Meine Meinung: Hier kommt ein wirklich anspruchsvoll gestalteter Roman. Anschaulich zeichnet der Autor das Jetzt und Heute, schlägt aber auch gekonnt den Bogen zur Vergangenheit im Bezug auf Deutschland und Frankreich, was Einstellung und Ansichten betritt. Quasi auch eine kleine geschichtliche Aufarbeitung, die mir sehr gut gefallen hat und verdeutlich, dass viele Leute immer noch anderster denken vom ihrem Nachbarn als die Politiker es gerne hätten. Keiner wird durch den Kakao gezogen, nein der Autor macht es auf die nette und witzige Art. Was mich auch zum Schmunzel gebracht hat, denn trotzdem  ernsten Thema, gibt es immer wieder auch lustige Passagen im Buch. Interessante auch die marktwirtschaftlichen Aspekte im Denken und handeln der Personen. Und die entsprechenden Auswirkungen am Ende. Eine vielschichtiger Roman, der ein reales Thema und eine Bedrohung unserer Zeit behandelt. Mit einem, überraschenden und unerwartetem Ende. Das aber so durchaus stimmig mir erscheint, auch was den Punkt Liebe betrifft.  Eine kurze Bemerkung zum Buchpreis. Der hier für meinen Geschmack schon etwas den Rahmen sprengt.  Aber das Cover ist einfach traumhaft. Mit diesem ansprechenden Gemälde im Aquarell Stil. Auch der Einband ist ungewöhnlich, weil zweimal zum Aufklappen und somit qualitative hochwertig, für meinen Geschmack. Und deshalb ist der Preis bei solch einer Aufmachung auch gerechtfertigt, wie ich finde.  Überdies übernehme ich gerne die Überschrift vom Klapptext..ein Buch für das Urlaubsgepäck..ja das stimmt und ich empfehle es auch gerne weiter. Gerne als Urlaubsbuch oder als Geschenk. 
  15. Cover des Buches Historisches aus dem Westerwald. 2 Kurzgeschichten-Bände (Das Mirakelbuch. Historische Kurzgeschichten / Kalt ruht die Nacht. Historische Kriminalgeschichten) (ISBN: 9783862826858)
    Michaela Abresch

    Historisches aus dem Westerwald. 2 Kurzgeschichten-Bände (Das Mirakelbuch. Historische Kurzgeschichten / Kalt ruht die Nacht. Historische Kriminalgeschichten)

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Latzel
    Das Cover ist einfach nur schön und wirkt trotz des Titels beruhigend auf mich. Der Klappentext ist mega gelungen. 6 spannende Kurzgeschichten hat die Autorin da zu Papier gebracht. Die Charaktere sind alle unterscheidlich und wirken auf mich authentisch . Jede Story hat sein gewisses Etwas und die Handlungen sind nachvollziehbar. Den Schreibstil bezeichne ich als flüssig und leicht zu lesen. Michaela schafft es , das ich sofort in jede neue Story reinfinde und abtauchen kann.Auch das Historische hat hier seinen Reiz. Krimikurzgeschichten habe ich bis dato wenig gelesen,vllt. ändert sich das ja jetzt! 
  16. Cover des Buches Keks-Mord. Ein Hanseaten-Krimi (ISBN: 9783862823192)
    Stella Michels

    Keks-Mord. Ein Hanseaten-Krimi

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Wurm200
    Stella Michels
    Keks - Mord
    A CABUS

    Autor: Stella Michels ist in ihrer Geburtsstadt Bremen an der Weser aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie ist ausgebildete Bürokauffrau und lebt mit ihrem Mann im niedersächsischen Syke.
    Als Teenager wurde die Autorin mit dem Segelvirus infiziert; sie hat auf der Weser und Nordsee das Segeln von ihrem Vater gelernt. Ende der 90er Jahre nach einer riskanten neurologischen Operation entdeckte die Autorin das Schreiben für sich; bald wurde der heimische Schreibplatz zum Lieblingsplatz und einer Oase der Ent-Spannung.
    Stella Michels veröffentlicht Artikel zu kulinarischen Themen sowie touristisch ausgerichtete Texte über die Region zwischen der Oberweser und der Nordseeküste. Den Beweis für ihre großen Passionen, kochen und segeln, liefert Stella Michels mit ihrem Debütroman Hanseaten-Mord (Okt. 2013, ACABUS Verlag) und dessen Fortsetzung, dem Kriminalroman Keks-Mord (Okt. 2014, ACABUS Verlag). (Quelle: ACABUS)

    Sofie Kehlenbeck arbeitet beim Verein zur Förderung der Fördeferien Flensburg e. V. (VFFF) und hat den Weg trotz Schnee in Ihr Büro geschafft. Sofie ist wie Sie selber sagt, ein Relikt in diesem Verein und schon seit 35 Jahre für diesen tätig. Nachdem Sie die Mails und den Anrufbeantworter überprüft hatte und Kaffee aufgesetzt, ging Sie in das Büro von Gerth Roggen (Gerth Roggen ist Leiter des Vereins). Ihr fällt sofort auf, dass etwas ungewöhnlich ist. Ein Adventsgesteck steht im Büro. außerdem duftete es nach Tanne und Marzipan. Sofie wunderte sich, wieso Gerth Ihr nicht sagte, dass er schon im Büro ist. Ein mulmiges Gefühl beschleicht Sie, ,mit dem Sie auch recht behalten soll.

    Das Buch besteht aus 20 Kapiteln und einem Prolog. Die Kapitelangabe ist nicht nummerisch, sondern mit einer anderen Schriftform geschrieben (z. B. Eins). Manchmal besitzen diese Kapitel auch noch Unterkapitel, die den Namen der darin besprochenen Person. 20 Kapitel auf knapp 171 Seiten wirkt etwas viel und das ist es beim Lesen auch. Das kürzeste Kapitel hat dabei ca. 1 Seite. Gefallen haben mir aber die Unterkapitel, da man so außerhalb der Story einiges über die wichtigsten Charaktere erfährt. Diese geben dann auch viele Details preis, sodass wir einiges besser verstehen können. Leider bleibt bei all dem, der Kriminalfall sehr im Hintergrund und das, obwohl ich einen Krimi lese. Das meiste der Story besteht daraus Zwischenmenschliches zu erfahren, dies ist zwar nicht schlecht, jedoch sollte man dabei nicht den Kriminalfall vergessen. Die Weihnachtszeit wird auch sehr gut aufgegriffen und detailliert geschrieben. Somit haben wir die Gerüche, die Hektik usw. sofort parat. Leider fällt aufgrund der Kapitellänge einiges unter den Tisch, sodass manche Handlungen total schnell erzählt werden und ein ganzer Tag auf einer Seite abgehandelt wird. Da wünsche ich mir lieber ein paar mehr Seiten dafür aber nicht so eine “Hektik” beim Lesen. Besonders gefallen hat mir das Aufgreifen einiger Dinge aus dem 1. Band. Dies schafft Verknüpfungen zwischen den Bänden.

    Cover: Der Hintergrund des Covers ist eine braune Tischplatte, die nach hinten grün/schwarz ausläuft. Auf der Tischplatte sehen wir eine Mehlschicht, in welche der Titel geschrieben steht. Außerdem sehen wir einen Mistelzweig und 2 Mandeln. Damit passt das Cover perfekt zum Zeitraum, in dem das Buch spielt, nämlich der Weihnachtszeit.

    Fazit: Keks - Mord hat sehr viele “Schwächen” und kann als Krimi leider überhaupt nicht überzeugen. Ob man sich dieses Buch kaufen möchte, muss jeder selbst entscheiden, da ich keine klare Empfehlung aussprechen kann. Da mir aber die kleine Rezeptsammlung gut gefällt, hebt das die Bewertung etwas an. Somit komme ich am Ende auf 2 Sterne.

    Klappentext: Dass ihm ausgerechnet seine Leidenschaft für Weihnachtsgebäck zum Verhängnis werden würde, damit hätte Gerth Roggen aus Flensburg wohl nicht gerechnet. Denn die Kekse, die er an diesem Tag im Dezember isst, haben es in sich – Gift!
    Kommissar Frieder Westermann wird mit dem Fall beauftragt und begibt sich auf die Suche in Gerth Roggens Vergangenheit. Doch wo soll er anfangen zu suchen? Hat Roggens Tod etwa mit dem geplanten Bau eines Putenmaststalls in Taby zu tun? Oder ist die Giftbäckerin unter seinen Frauengeschichten zu suchen? Die Sekretärin, die Ex-Frau, die neue Partnerin und die Affären – alle scheinen ein Motiv zu haben.
    Dieser Fall verursacht dem kochenden Kommissar zusätzlichen Stress in der Adventszeit. Erst vor kurzem wurde er Vater von Zwillingsmädchen, seine Hochzeit steht bevor, mehrere Diätversuche sind bereits gescheitert und der übliche Vorweihnachtstrubel hält die junge Familie in Atem. Entspannung findet Frieder nur noch beim Kochen und bei der Suche nach dem perfekten Familien-Segelschiff. Das plötzliche Auftauchen von Annas Verflossenem aus Husum, der Frieder bei den Ermittlungen helfen soll, macht das Chaos perfekt …
    Nach dem erfolgreichen Debüt "Hanseaten-Mord" wartet auch der neue Krimi der Syker Autorin Stella Michels mit nervenaufreibender Spannung und leckeren Rezepten zum Nachkochen auf! (Quelle: ACABUS)

    Titel: Keks - Mord
    Autor: Stella Michaels
    Genre: Krimi
    Seiten: 188
    Verlag: ACABUS
    Preis: 11,90
    ISBN: 9783862823192

    http://wurm200.blogspot.de/
  17. Cover des Buches Schockdiagnose ALS. Leben und Pflegen: Zwei Seiten einer unheilbaren Krankheit (ISBN: 9783862822676)
  18. Cover des Buches Aufgekratzt durchs Leben. Mein Leben mit Neurodermitis (ISBN: 9783969710753)
  19. Cover des Buches Allein. Tagebuch eines vernachlässigten Kindes (ISBN: 9783969711668)
    Christa Schwägerl

    Allein. Tagebuch eines vernachlässigten Kindes

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Worum gehts?


    Lena Maria ist fünf und oft mit ihrem kleinen Bruder Maxi allein zu Hause. Lena versucht stets, ihre Mutter Karla nicht zu verärgern. Das klappt nicht immer, vor allem wenn sie müde ist oder mit ihrem Bruder und ihrer Mutter einfach nicht klarkommt. Wie ein Damoklesschwert schwebt ständig die Gefahr über ihr, Mama könnte irgendwann für immer verschwinden. Nur mit ihrem Stoffhasen Kalle kann Lena über ihre Sorgen reden.
    Hoffnung schöpft sie eines Tages auch durch Hannah, in deren Familie alles in Ordnung zu sein scheint. Hier kann Lena sorglose Stunden und Tage verbringen, fort von der launischen, überarbeiteten Mutter. Und Hannah ist es schließlich auch, die Lena und ihren Bruder aus ihrer gefährlichen Einsamkeit befreit …

    Meine Meinung:
    Die ersten 5 Seiten waren schnell durch. Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort gepackt. Denn sie schreibt direkt aus der Sicht dieses fünf-Jährigen Mädchens. Vor und nach der Haupthandlung bekommt man kurze Abschnitte aus Lena's jetzigem Leben präsentiert. Aber vorallem die Haupthandlung macht einen sehr nachdenklich und betroffen.

    Kinder sind ein ernstes Thema und wer nicht genügend Verantwortung aufbringen kann, sollte sich das besser noch einmal überlegen. In dem Buch hadert die Mutter immer mit ihren eigenen Wünschen und denen ihrer Kinder, entscheidet sich aber im Endeffekt immer für die ihrigen. In diesem Jahr wohl eines der Bücher, die mich fassungslos zurück gelassen haben. Ich war am Ende wirklich froh, das, das kein biografisches Buch ist, sondern nur fiktiv. Aber man muss sich dennoch mal vorstellen, das es irgendwo solche Frauen gibt. Vielleicht wollen sie für ihre Kinder da sein, aber sie sind im Verstand noch nicht reif genug. Mütter die keine Hilfe bekommen und einfach überfordert sind. Das gibt es. Das ist real. Und darum geht es im Buch. Aber es gibt Menschen, die einem unter die Arme greifen können. Nicht nur im Sinne des Kindergeldes. Man kann Betreuung anfordern. Es gibt staatlich gesehen aufjeden Fall Hilfe. Man wird nicht allein gelassen. Und wenn man sich trotz allem nicht richtig um das Kind sorgen kann, dann ist die allerletzte Option vielleicht eine Freigabe zur Adoption - es ist besser als das Kind eine Woche - allein - in der Wohnung zu lassen. Das Kind hat schließlich keine Ahnung ob das Elternteil wieder kommt oder nicht und auch wenn genügend Essen da ist, kann es sich nicht immer selbst versorgen und schon gar nicht Herd oder Sonstiges bedienen. Harter Tobak, aber auf jedenfall lesenswert.

    Mein Fazit.
    Beeindruckende Art und Weise, die Sicht des Kindes so aufgreifen zu können und verständlich rüber zu bringen. Ich hatte die Geschichte nach 2 Tagen beendet und war emotional schockiert und bestürzt und habe jetzt ein klareres Bild davon wie diese Gewalt überhaupt entstehen kann, was mir vorher nicht wirklich bewusst war. Es ist im Prinzip wie ein Teufelskreis, doch das gibt Eltern nicht das Recht es an den eigenen Kindern aus zu lassen.

  20. Cover des Buches Sportstadtmord. Ein Hamburg-Krimi. Tatort Steilshoop (ISBN: 9783862822805)
    Klaus Struck

    Sportstadtmord. Ein Hamburg-Krimi. Tatort Steilshoop

     (3)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber
    Kurzbeschreibung Der mysteriöse Tod eines beliebten Ausbilders am Hamburger AFA Umschulungsinstitut in Steilshoop sorgt für Aufregung. Nicht nur der Fundort und Todeszeitpunkt, sondern auch die ungewöhnliche Drapierung des Toten stellen die Kripo vor eine schwierige Aufgabe. Erst mithilfe von Cybercrime-Spezialisten werden ungeahnte Machenschaften am Institut aufgedeckt. Das Opfer nutzte das firmeneigene Penthouse für besondere Soirées mit bekannten Kiez-Größen, und die bisher unentdeckte Anwesenheit eines Militariavereins in der fast vergessenen, ungenutzten U-Bahn-Station der Anlage erweitert das potenzielle Täterumfeld. Doch Kommissar Schrenk und sein Team werden den Verdacht nicht los, dass der Mord nur ein Mittel für einen ganz anderen Zweck war.
    Meinung Ein wirklicher Hamburg-Krimi! Gleich auf den ersten Seiten geschieht ein Mord, aber auf mysteriöse Weise. Die Polizei ist sofort zur Stelle und wird vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Im Laufe der Zeit ergeben sich viele Motive und Täter, welche aber leider zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis führen. Alles stehen vor einem Rätsel. Ich muß sagen, das sich die Handlung sehr in die Länge zog und nicht wirklich Spannung bei mir aufkam.
    Die Ermittlungen gehen schleppend voran, alles könnte möglich sein. Gut fand ich, das ich als Leser, viel von der polizeilichen Ermittlungsarbeit mitbekam. Diese wurde sehr ausführlich und detailliert vom Autor beschrieben, nur leider hatte ich ungefähr in der Mitte des Buches aber auch dann genug davon. Es wurde mir einfach zuviel. Ich sah keinen roten Faden mehr und der Plot zog sich nur so dahin.
    Desöfteren legte ich das Taschenbuch somit an die Seite und brauchte für die nur 288 Seiten dann auch ziemlich lange. Es war kein Ende in Sicht, geschweige denn ein Mörder unter Tatverdacht. Dies zog sich dann bis fast zum Ende und dann kam der Schluß so abrupt, so schnell konnte ich gar nicht schauen. :-( Da hätte ich mir dann mehr Ausführlichkeit gewünscht.
    Die Charakteren waren zwar authentisch, aber einen richtigen Bezug fand ich nicht. Vielleicht hätte man mehr von der Polizeiarbeit abzwacken müssen und sich mehr der Darstellung der Charkateren witmen können. Diese waren mir einfach dann doch zu oberflächlich.
    Der Schreibstil war ok, die Schriftgröße auch, was mir aber vermehrt aufgefallen ist, waren die vielen Trennungsfehler im Text. Dies störte ein wenig meinen Lesefluß. Auch die einzelnen Kapitel waren mir zu lange.
    Cover Das Cover ist unscheinbar und hätte mich im Laden wahrscheinlich nicht angesprochen. Ganz in grau gehalten, mit einem Umriss der Leiche und wenigen Blutstropfen. Die Schrift wurde auch in schwarz gehalten.
    Fazit „Sportstadtmord – Tatort Steilshoop“ konnte mich nur bedingt überzeugen. Mir fehlte die Spannung und der Bezug zu den Charakteren. Aus dem doch aktuellen Thema hätte man vielleicht mehr machen können. Dieses Werk erhält von mir 2 von 5 Sternen und leider keine Leseempfehlung.
  21. Cover des Buches Die STADT. Zwei Urban-Fantasy-Romane in einem Bundle (Ava und die STADT der schwarzen Engel / Samson und die STADT des bleichen Teufels) (ISBN: 9783862826841)
    Andreas Dresen

    Die STADT. Zwei Urban-Fantasy-Romane in einem Bundle (Ava und die STADT der schwarzen Engel / Samson und die STADT des bleichen Teufels)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Slev
    Fahrat wird zurück in die Stadt beordert, wieder muss er einen Neuling in die STADT integrieren. Doch damit fangen die Probleme erst an ...
    Die Fortsetzung zu "Ava und die STADT des schwarzen Engels" startet "langsam", viele Rezensenten bewerten dies negativ. Für mich war es eine logische Konsequenz, schließlich müssen neue Leser, die Ava nicht gelesen haben, an das Univerum herangeführt werden. Altleser hingegen werden die vergangenen Ereignisse noch mal vor Augen geführt. Für mich ist "Samson und die STADT des bleichen Teufels" eine schöne Fortsetzung. Am Schreibstil merkt man, dass der Autor sich weiterentwickelt hat, die Geschichte ist konsequent aufgebaut. Nach der Lektüre verbleibe ich mit dem Gefühl gut unterhalten worden zu sein und dem Verlangen nach mehr!
  22. Cover des Buches Entschuldigung? Ich bräuchte mal Ihr Kind! (ISBN: 9783862822706)
    Simon Bartsch

    Entschuldigung? Ich bräuchte mal Ihr Kind!

     (13)
    Aktuelle Rezension von: dani_eb
    Marc liebt sich und hat wenig Selbstzweifel. Kinder kann er nicht leiden, seinen sehr seltsamen Bruder duldet er während des Sommers in seiner Wohnung, obwohl dieser, ständig kiffend, die Wohnung ziemlich versauern lässt. Nach der Rückkehr von Mallorca, wo Marc sich als Animateur im Fremdgeher-Paradies wohlfühlt, geht seine Beziehung zu seiner reichen Freundin in die Brüche. Marc stört das soweit nicht, wäre da nicht die ausgesprochene Baby-Prämie der senilen Oma. Und diese Finanzspritze würde er jetzt ganz besonders gut gebrauchen können. Mit wenig Charme und Geschick begibt er sich auf Frauenjagd, die auch nur von mäßigem Erfolg gekrönt ist. Nebenbei sorgt sein Bruder immer wieder für skurrile Zwischenfälle, die den Leser in eine verrückte Welt entführen.

    Gut zu lesen, allerdings mit einem etwas anderem Humor. Um bei Klischees zu bleiben, nenne ich es jetzt einmal "Männerhumor". Mir fehlt dabei ein bisschen das Tüpfelchen auf dem i und irgendwie beinhaltet die Geschichte etwas wenig Handlung. Der Schluss verspricht allerdings eine durchaus interessante Fortsetzung der Geschichte.
  23. Cover des Buches Die Britannien-Saga. Band 1 und 2: Hengist und Horsa / Brand und Mord. Die komplette Saga in einem Bundle (ISBN: 9783862826605)
    Sven R. Kantelhardt

    Die Britannien-Saga. Band 1 und 2: Hengist und Horsa / Brand und Mord. Die komplette Saga in einem Bundle

     (4)
    Aktuelle Rezension von: quatspreche

    Schon seit einiger Zeit hatte ich dieses Buch vom acabus-Verlag im Blick, da ich letztes Jahr in einem Seminar einen Vortrag über die Entstehungslegende der Engländer halten musste. Hengist und Horsa spielen darin eine große Rolle.

    Die beiden Brüder bringen (den Aufzeichnungen zufolge) das sächsische und anglische Volk auf die Insel, welches sich ansiedelt und einige Zeit später gegen die Briten um Land kämpft und zu den Angelsachsen wird. - Okay das ist wirklich sehr verkürzt und überspitzt dargestellt. Jedoch würde ein Roman oder eine Saga genügend Raum bieten dieses Thema aufzugreifen und darzustellen.

    Leider brauchte ich vier Anläufe für die ersten 100 Seiten, was mich irritierte, denn sonst lege ich nur selten ein Buch ganz beiseite. Jedoch fesselten mich die bruchstückhaften, abgeschnittenen Kapitel nicht. Gespräche wurden ständig unterbrochen, die Aktionen der verschiedenen Protagonisten nahmen nie an Fahrt auf. Die vielen Namen waren so außergewöhnlich, dass ich sie mir nicht merken konnte. Außerdem musste ich jedesmal sobald ein neues Kapitel begann zum vorherigen zurückblättern, da die dortigen Datums- und Ortsangaben essentiell wichtig waren, da manchmal auch in der Zeit vor und zurück gesprungen wurde.

    Als ich das Buch zum fünften Mal aufheben wollte, legte ich es entschieden ganz beiseite. Diese Art von Literatur macht mich nicht glücklich.

    Originalbeitrag: Hengist und Horsa

  24. Cover des Buches Hamburg - Deine Morde. Jeder Mord braucht einen Täter (ISBN: 9783862823314)
    Andreas Behm

    Hamburg - Deine Morde. Jeder Mord braucht einen Täter

     (1)
    Aktuelle Rezension von: marion_gallus

    Harald Hansen ist pensioniert, lebt endlich mit seiner Lebensgefährtin Nadja zusammen und hat die Vaterrolle für Mareike übernommen. Klingt eigentlich nach einem sehr entspannten und vorallem lang herbeigesehnten Alltag. Tja, dem ist aber ganz und gar nicht so. Hansen ist unzufrieden, ihm fehlt die Arbeit – auch wenn er das nicht einsehen will – und er wird von Tag zu Tag unerträglicher. Nadja fädelt es schlau ein, dass ein alter Kollege, Peters, dem Harald doch recht nahe stand, am Weihnachtsabend zu Besuch kommt. Er ist einer der wenigen, der Hansen direkt ins Gesicht sagen kann und darf, was er denkt. Was Harry zu hören bekommt, gefällt ihm zunächst nicht, doch er muss zugeben, dass es stimmt.

    Nach einigen Tagen der Überlegung entschliesst sich Harry dafür, ein Büro anzumieten und eine Detektei zu eröffnen. Er übernimmt eigentlich nur Fälle für eine Versicherung, ermittelt hier und da in abzurechnenden Fällen nach eventuellem Versicherungsbetrug.

    Als plötzlich eine schöne Unbekannte in seinem Büro auftaucht und ihn mit einer Ermittlung beauftragt, klingt dies nicht so aufwendig, sodass Hansen den Fall annimmt. Er beschattet den vermeintlichen Ehemann seiner Auftraggeberin, fertigt einige Fotos. Doch als in seinem Büro die Leiche des Journalisten Konradi aufgefunden wird, schlingt sich rasant eine böse Schlinge um Hansens Hals. Denn Hansen ist zur Tatzeit ebenfalls in seinen Büroräumen und wird umgehend verhaftet. Als er innerhalb der U-Haft Drohungen erhält, die das Leben seiner Lieben betrifft, legt er ein Geständnis ab.

    Doch Harry Hansen, wäre nicht der, der er ist, wenn er nicht auf eigene Faust versuchen würde, den Fall zu lösen und seine Unschuld zu beweisen. Hierzu nimmt er nicht nur eine gefährliche Flucht in Kauf, er bringt auch andere Menschen in Gefahr. Mitunter die Mutter des Opfers, die Hansen mit Rat und Tat zur Seite steht ….

    ***

    Als großer Fan der Harald Hansen Romane war ich natürlich sehr erfreut, dass der Autor Andreas Behm nun doch noch einen abschließenden vierten Teil um den grummeligen aber herzensguten Ermittler geschrieben hat. Behm knüpft in der Handlung an den dritten Roman an, alle Bekannten Figuren sind wieder mit dabei. Nadja, Harrys Lebensgefährtin mit ihrer Tochter, seine ehemaligen Partner und “Untergebenen” Vera Becker (bissig wie eh und jeh) und auch Thomas Bernstein (nach wie vor homosexuell und in einer glücklichen Beziehung). Schön war es alle diese Personen wiederzutreffen und sie auf ca. 220 Seiten in ihrem letzten Fall zu begleiten.

    Die Grundidee der Handlung, nämlich das der ehrwürdige Harry Hansen im Ruhestand prompt unter Mordverdacht gerät, gefällt mir gut. Auch die Art, wie Hansen damit umgeht, nämlich auf eigene Faust ermittelt, seine ehemaligen Leute an seiner Seite wissend, ist sehr gut gemacht.

    Der Spannungsbogen ist gut gespannt, der Schreibstil gewohnt angenehm. Die Geschichte liest sich sehr rasant und flott und ist absolut kurzweilig. Teilweise sind wieder sehr gefühlvolle Momente in der Handlung verbaut, die den rauen Harry sentimentale Züge zeigen lassen.

    Insgesamt ein würdiger Abschluss für die Reihe um Harald Hansen. Ich finde es schon schade, dass es nun nichts mehr von ihm zu lesen gibt, aber Andreas Behm möchte sich in seiner Schreiberei nun einmal anderen Dingen widmen. Absolut verständlich und auch nachvollziehbar. Ich werde den Stoffel Harry Hansen dennoch vermissen aber natürlich in liebevoller Erinnerung behalten.

    Mein Fazit: Ein gut gesponnener Krimi, der eine Reihe angemessen zum Abschluß bringt. Eine gute Idee für den letzten Teil, die fast so gut ist, wie die Idee zum ersten Roman war :-). 
    © Buchwelten 2014     

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks