Bücher mit dem Tag "adipositas"
21 Bücher
- Charlotte Link
Einsame Nacht
(198)Aktuelle Rezension von: BuchSuchtIch habe bis auf die letzten beiden neuen Teile, alle Bücher von Frau Link gelesen und ich war noch nie enttäuscht, oder fand eins etwas weniger gut. Alles Bücher die ich Blind gekauft habe und alle mit 100%iger Überzeugung weiter empfehlen würde.
Sicherlich hat sie ihren Stile, aber verdammt.. man kommt trotzdem einfach nicht hinter diese Gedankengänge. Man weiss, das immer alle irgendwie, irgendwas miteinander zu tun haben, aber nope.. nein.. es ist einfach nicht möglich dahinter zu kommen.
Auch wieder hier.. es schien so offensichtlich.. und zack, drei Seiten weiter BOOM!
Hervorragend! Immer ein Highlight! Und die Kate Linville Bücher mag ich unglaublich gerne.
Freue mich schon jetzt auf die nächsten Teile!
- Nicole Jäger
Die Fettlöserin
(76)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: eBook
Erscheinungsdatum: 18.12.2015
Verlag: Rowohlt
Genre: Autobiografie
Seitenanzahl: 286
- Inhalt:
Nicole Jäger erzählt von ihrem Kampf mit den Kilos.
- Meinung:
Das Buch hat nicht meine Erwartungen erfüllt. Ihre Geschichte ist interessant, ehrlich und stark - das möchte ich gar nicht abstreiten, aber eine "Anatomie des Abnehmens" ist es wahrlich nicht. Sie hat lediglich geschafft, ihre eigene Fettlöserin zu sein, keine allgemeine. Wer hier eine Art Ratgeber erwartet, wird enttäuscht sein.
- Fazit:
Das Buch war ansatzweise interessant, aber konnte mich nicht so mitnehmen.
- Empfehlung:
Für alle, die Fans von Nicole Jäger sind und/oder Interesse an Abnehmgeschichten haben.
Keine Kauf- und Leseempfehlung von mir.
- Michael Tsokos
Der Totenleser
(125)Aktuelle Rezension von: HoldenWeitere Fälle aus der Rechtsmedizin, begleitet von erklärenden Einschüben des bekanntesten deutschen Gerichtsmediziners. Erneut legt Tsokos die hanebüchenen "Ermittlungsmethoden" der Rechtsmediziner in Tatort, CSI usw. offen, die über eine Fußsohle streichen und die Todeszeit bis auf 5 Minuten festlegen können. Die meisten vermeintlichen unklaren Todesfälle stellen sich als Suizide und nicht als Tötungsdelikte heraus, wenn auch mitunter in sehr durchdachter und verblüffender Begehungsweise. Ein Buch, das jedem Krimiautor ans Herz gelegen sei.
- Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Jana Crämer
Jana, 39, ungeküsst
(111)Aktuelle Rezension von: MichaelaS99Vielen Dank an NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Vor diesem Buch kannte ich Jana Crämer noch nicht und war daher umso neugieriger, zumal ich im Vorfeld sehr viele positive Stimmen zu “Jana, 39, ungeküsst” gehört hatte.
Das Buch ist definitiv anders als das, was ich normalerweise lese, aber auf seine ganz eigene Art sehr gut. Man kann eigentlich nur den Hut vor dieser unfassbar starken Frau ziehen. Was Jana in ihrer Vergangenheit bereits erlebt hat, ist kaum vorstellbar. Umso bewundernswerter finde ich es, dass sie den Mut aufbringt, ihre Geschichte öffentlich zu teilen und sich damit noch einmal intensiv mit einer nicht immer leichten Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich glaube, dass das für sie auch noch einmal kräftezehrend war,
Besonders ist vor allem die Erzählweise: Die heutige Jana tritt in einen Dialog mit der jungen Jana. Dadurch lernen wir beide Seiten kennen, die Frau von heute und das Mädchen von damals. Diese Form der Darstellung fand ich sehr spannend, da sie einem als Leserin einen ganz neuen und intensiveren Blick auf die Geschehnisse ermöglicht.
Fazit: Ein sehr bewegendes Buch über eine starke Frau, das Mut macht und gleichzeitig dafür sensibilisiert, achtsamer und aufmerksamer mit seinen Mitmenschen umzugehen, gerade auch mit denen, deren Geschichten man nicht kennt.
- Sibylle Wenzel
Lilly und die Zwölfen: Elfen verboten
(70)Aktuelle Rezension von: MeandmyFantasievoll, lustig und kurzweilig zu lesen. Was für eine wunderbare Idee, die Familie der sphärisch-blutleeren Elfen um die lebenslustig-überschäumenden Zwölfen zu bereichern. Ein wunderbar vergnüglicher Leseschmaus, den uns hier die Autorin Sibylle Wenzel bereitet – detailreich, hintersinnig und optimistisch. Applaus!
- Rex Miller
Fettsack
(14)Aktuelle Rezension von: heberschHarte Kost! Ein schwerstgewichtiger Psychopath mit Wutanfällen ermordet wahllos und ohne jede Gnade Menschen, denen er begegnet. Erinnerungen an brutale Kindheit, den Vietnam-Krieg und das Berauschende beim Tötungsakt lassen den Leser heftig schlucken. Ich kann verstehen, wenn man aus dem Buch aussteigt. Gefallen hat mir der Polizist; eine tragische Figur, Ex-Alkoholiker, eine Art "Lonesome Cowboy", der sich (in die Witwe eines Opfers) unerwartet verliebt. Wie es nach dem spektakulären Ende weitergeht (ist der Killer wirklich tot, gibt es ein Happy-End?) bleibt offen. - Heide Fuhljahn
Allein unter Dünnen
(13)Aktuelle Rezension von: LarissarDiese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir vom Verlag über LovelyBooks zur Verfügung gestellt worden ist.
Klappentext:Allein unter Dünnen“ von Heide Fuhljahn ist ohne Zweifel eines der mutigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Als ich darauf gestoßen bin, musste ich ob des Titels zuerst lachen. „Allein unter Dünnen“ – dieses Gefühl kann ich nachvollziehen! Und dann erst die Kapitelüberschriften! Ich musste es unbedingt lesen! Knapp 300 Seiten später ziehe
SPOILER
Der Schreibstil war sehr angenehm zu Lesen und super flüssig.
Die Persönliche Erfahrung die Autorin Heide Fuhljahn berichtet sind mir teils sehr nah gegangen und konnte ich gut nachvollziehen.
Die Ergänzenden Interviews fand ich besonders interessant.
Das Thema des Buches hat was besonderes und jeder der sich für das Thema interessiert sollte das Buch lesen.
- Claudia Thesenfitz
Sylt oder Sahne
(89)Aktuelle Rezension von: helgi_liest_4711Alle finden sich hier wieder denen das Thema Abnehmen und wieder wohl im Körper fühlen bekannt vor ist. Das Thema sich selbst zu akzeptieren und den eigenen Körper wieder zu wertzuschätzen steht hier im Vordergrund. das Buch zeigt, dass nur schlank sein nicht das wichtigste ist, sondern das man das Leben genießen soll.
Ein wichtiges Thema, das hier im Buch auf eine gute und lustige Weise thematisiert wird.
- Rex Stout
Alibi nach Mass
(3)Aktuelle Rezension von: Holden2 (in Worten: zwei) Kriminalkurzromane um Nero Wolfe und seinen Assistenten/ Laufburschen/ Handlanger Archie Goodwin, die Kabbeleine zwischen den beiden sind mit das Schönste na den Krimis. Ich beneide Wolfe nach wie vor um seine Bierklingel, die allerdings nur in der ersten Geschichte zum Einsatz kommt, da Wolfe sich in seinem zweiten Einsatz überraschenderweise nicht zu Hause befindet, da er als Zeuge der Anklage vor Richter Corbett erscheinen und deshalb seine Gefilde verlassen muß. Zwei spannende Fälle, brillant gelöst vom Lieblingsschwergewicht. Bud Spencer hätte sich für eine Verfilmung angeboten, RIP.
- Roger Smith
Kap der Finsternis
(111)Aktuelle Rezension von: thenightKlappentext: Ein dummer Zufall, ein brutales Verbrechen, ein korrupter Polizist und eine schonungslose Tour de force, die in immer tiefere Abgründe führt.
Der Autor: Roger Smith lebt und arbeitet in Kapstadt, Kap der Finsternis ist sein erster Thriller.
Meine Meinung:
Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.
Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.
Nicht eine Person in dem Buch ist symphatisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*
Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.
- Marvel Hit-Comic Nr. 07
Marvel Hit-Comic Nr. 07
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenMit dem Kingpin ist der "Dicke" aus dem Westernhagen-Song gemeint, kein Zweifel! Nachdem Rechtsanwalt Murdock von seiner Geliebten unter extremem Druck an den Kingpin verraten wurde, machte dieser ihm die bürgerliche Existenz zunichte. Murdocks Haus bekam einen "warmen Abriß" verpaßt, und seine Anwaltskanzlei ging ebenfalls den Bach runter. Von blindem Rachewunsch wie von Sinnen und während eines Nervenzusammenbruchs, sucht "der Dämon" Kingpin in dessen Bürohochhaus auf und erschießt ihn. Von Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen geplagt, taumelt Matt Murdock in der Folgezeit mit dem Suchen nach Selbstbestrafung durch New York. Ein gebrochener Held, halb tot und mit dem Wunsch nach Sühne. Ein toller Comic mit "alten Bekannten" wie Spiderman und dem Punisher.
- Fine Kerkhoff
Ich war nur die Dicke!
(2)Aktuelle Rezension von: RavenDas Buch "Ich war nur die Dicke!" von Fine Kerkhoff ist 364 Seiten lang und als E-Book sowie Softcover erhältlich.
Die Ebookausgabe ist ordentlich gegliedert und übersichtlich.
Du bist zu fett weil du zu viel frisst und dich nie bewegst. Das musste sich die Autorin anhören von Ärzten und der Gesellschaft seit der Kindheit. Dabei steckte eine heimtückische Krankheit hinter ihrem Leiden.
Erklärung zum Lipödem:
Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung, welche durch hormonelle Schwankungen bzw Umstellungen meistens ausgelöst wird. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen, wobei es auch einige, wenige diagnostizierte Männer gibt. Meistens sind die Beine und der Hintern betroffen, manchmal auch die Arme. Die betroffenen Stellen sind druckempfindlich, es entstehen schnell blaue Flecke, Knötchen sind unter der Haut zu fühlen, es kommt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die symmetrische, spontane Volumenzunahme in den Regionen ist deutlich ersichtlich. Die Erkrankung ist chronisch und fortschreitend. Meistens kommen Lymphödeme im späteren Verlauf hinzu. Momentan wird von den Krankenkassen nur konservative Behandlungen wie spezielle, flachgestrickte Kompressionsstrümpfe für Arme und Beine, sowie Lymphdrainage MLD übernommen. Spezialisten können, besonders in frühen Stadien, mittels Liposuktion (spezielles Verfahren) die Erkrankung deutlich verbessern. Oft sind die Patienten sogar dauerhaft von ihrem Leid befreit. Leider übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die nötige Operation nicht, da eine Fettabsaugung als Schönheits-OP zählt und nicht im Leistungskatalog der Krankenkasse enthalten ist. Eine solche Operation kostet je nach Operateur und Schwere ab ca 10.000-20.000 Euro. Bei Stufe 3 Patienten sogar noch weitaus mehr, da eine Vielzahl von Operationen und auch Straffungen notwendig sind. Demnach landen viele später im Rollstuhl, weil sie sich selbst die OPs nicht leisten können. Protestaktionen und Druck durch die Betroffenen und Angehörigen gibt es seit vielen Jahren. Ab Anfang 2020 werden unter vielen Auflagen und Prüfungen Studien an Stufe 3 Patienten von der Krankenkasse erhoben, die noch bis 2025 fortgesetzt werden.
Bewertung Biographie:
Fine hat einen unglaublich mitreißenden und flüssigen Erzählstil. Wenn man mit dem Buch angefangen hat, will man es nicht mehr zur Seite legen. Sie schildert sehr bewegend und emotional ihr Leben und gibt tiefe Einblicke in die Krankheit Lipödem. Das Werk ist für Betroffene motivierend und schenkt Verständnis und Trost. Vielleicht öffnet es auch das ein oder andere Auge uns sensibilisiert. Schließlich ist jeder Mensch auf seine Art und Weise hübsch und ein hohes Gewicht sollte kein Grund für Mobbing sein. In diesem Fall steckt zusätzlich auch noch eine Krankheit hinter dem ganzen Leiden, welche chronisch fortschreitet und zu einer Behinderung führt. Darüber sollte sich niemand lustig machen und besonders keine, in dem Bereich ungeschulten, Mediziner. Auf Fines Lipoblog.de kann man zur Geschichte noch tiefere Einblicke in den Alltag mit Lipödem erhalten und dort gibt es auch ganz viele Fotos der Autorin, die in den letzten Jahren der Community und den Betroffenen eine echte Stütze war und ist. Sie engagiert sich in ihrer Freizeit stark, fährt auf Stammtische, Protestaktionen, betreibt Aufklärung und bietet Hilfe an und vermittelt. Dank ihr konnte schon vielen Menschen in dem Bereich frühzeitig geholfen werden und der eigene Leidensweg somit ein Stück weit erspart. Es ist unglaublich wie sie gedemütigt, ausgegrenzt und belächelt wurde und trotzdem hat diese starke Frau immer weiter für sich und andere gekämpft. Mit ihrem Buch zeigt sie das es sich lohnt zu Kämpfen.
Fazit: Unglaublich bewegende und motivierende Lebensgeschichte einer realen Superheldin. Außerordentliche Leseempfehlung! - Andrea Heinisch
Henriette lächelt
(56)Aktuelle Rezension von: CladdyHenriette wiegt 190 Kilo. Sie ist Buchhalterin und froh, im Home-Office arbeiten zu können, denn sie verlässt ihre Wohnung nur äußerst ungern.
Autorin Andrea Heinisch beschreibt in kurzen Episoden Henriettes Leben. Das äußere und das innere. Dass sie zum Beispiel zwei Mägen hat. Nicht wirklich, aber wie sollte sie sonst so viel essen müssen. Und dass in ihrem Herz eine Margerite blüht, denn sie ist verliebt. Doch wie soll das gehen, verliebt und derart übergewichtig?
Die Probleme, die Henriette hat, werden thematisiert. Nichts wird weggelassen, nichts wird beschönigt. Von engen Toilettenkabinen im Flugzeug über die Scham beim Einkaufen von Nahrung bis zu Depression und Selbsthass und einem ambivalenten Verhältnis zu einer Mutter, die in ihrem durchaus liebevollen Kümmern übergriffig und anmaßend ist.
Über Henriettes Erinnerungen an ihre Kindheit erhaschen wir Details, mit denen jeder Psychologe ihre Entwicklung begründen könnte.
Doch darum geht es nicht. Nicht um Erklärung. Vielmehr um das Hinein-Fühlen. Das Miterleben.
Man könnte befürchten, ein trostloses Buch über ein trostloses Schicksal in die Hand zu nehmen. Aber Heinisch stellt sich mit einer ungeheuren, beinahe wuchtigen Sensibilität an Henriettes Seite, schaut genau hin und schreibt, was sie sieht, so nüchtern wie poetisch, so zart wie schonungslos in meist kurzen Sätzen nieder. Sie gestattet sich Leichtigkeit und Humor, aber keine Ironie. Sie nimmt keine Bewertung vor, verbietet sich jedwede Interpretation. Subtil und warmherzig führt sie uns nicht nur an einen besonderen Menschen heran, sondern auch an unsere eigenen Vorurteile, und bietet gleichzeitig die Chance, diese zu überwinden.
Dieses Buch zu lesen ist ein großes Glück. Oder anders gesagt: Wer sich dabei beobachten würde, könnte sich vermutlich lächeln sehen.
- Christian Zaschke
Hell's Kitchen
(4)Aktuelle Rezension von: HoldenDie SZ-Kolumne von Chris Zaschke aus Hell`s Kitchen und dem Big apple, sehr schöne Alltagsbetrachtungen und Beschreibungen des menschlichen Scheiterns (Balkonrenovierung, Gewichtsabnahme), der zweite Teil vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie geschrieben. Erstaunlich wenige Beiträge über den damaligen Präsidenten Donald T., erst am Ende scheint die Spaltung des Landes durch, als sich Zaschke und sein bisheriger Freund Jack nichts mehr zu sagen haben, weil beide in verschiedenen Welten (in den USA) wohnen. Bei dem Chaos, das in den USA beim Thema Renovierungen und entsprechenden Zusagen und bei der Parkplatzbewirtschaftung zu herrschen scheint, wundert man sich, daß dort überhaupt noch was zu laufen scheint. Als nächsten Wohnort für den aufgeschlossenen Autor nach dem 17. Stock im ehemaligen Schwesternwohnheim empfehle ich New New York ("Futurama").
- Anja Hilbert
Ratgeber Übergewicht und Adipositas
(1)Aktuelle Rezension von: SonnenwindSehr schön aufgeschlüsselt, wie die Ernährung funktioniert - aber leider enthält das Buch einige Denkfehler.
In Deutschland gibt es aktuell mehr als 6 Millionen Menschen mit Diabetes. Dies ist eine Steigerung um 38 Prozent seit 1998. Altersbereinigt beträgt die Steigerung immer noch 24 Prozent. Jeden Tag gibt es fast 1.000 Neuerkrankungen.
Dunkelziffer: Von diesen 6 Millionen weiß jeder Fünfte (=1,3 Millionen) noch nicht von seiner Erkrankung.
(https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen)
Erschreckend, nicht? Wie angebracht da ein solches Buch erscheint! Der Pferdefuß dabei ist nur, daß eine kohlenhydratlastige Ernährung den Patienten voll in die Diabetes-Falle tappen läßt. Und genau das wird hier propagiert, und diese Beeinflussung muß dringend schnell ein Ende finden.
Begründung: Die Bauchspeicheldrüse muß Insulin produzieren, um den Blutzucker zu senken. Das schafft sie nur eine begrenzte Zeit, und wenn schon Kinder dauernd Süßigkeiten naschen, Nudeln, Kartoffeln, Reis täglich auf den Tisch kommen, mit Zucker und Süßspeisen nicht gespart wird - wird sie ständig überfordert. Bis sie die Segel streckt.
Das ist der Grund für die explodierenden Erkrankungszahlen, der Grund für Übergewicht und auf Dauer Diabetes-Folgeschäden aller Couleur. Wir essen uns krank, und das mit steigender Geschwindigkeit.
In diesem Buch wird propagiert, sich kohlenhydratreich zu ernähren und Fett zu sparen. Das war die Ideologie vor 30 oder 40 Jahren. Die Folge ist andauernder Appetit, der dann wieder mit Kohlenhydraten zu stillen versucht wird. Man gerät in einen Teufelskreis. Sinkt der Blutzuckerspiegel, entsteht Heißhunger und es folgt der Griff in die Süßigkeitenschublade (Gummibärchen werden hier expressis verbis empfohlen, obwohl sie kein einziges Vitamin enthalten!). Und immer wieder von vorn. Das ist der Grund für den Jojo-Effekt, der wohl allen bekannt ist, die schon mal eine Diät gemacht haben.
Der bessere Weg: Eins nach dem anderen an Kohlenhydraten reduzieren und dann ganz weglassen: Zucker, Nudeln, Kartoffeln, Reis, später auch Mehl (Stichwort Low Carb). Heißhungerattacken sind Geschichte, die Kilos schmelzen, der Diabetes beruhigt sich, die Bauchspeicheldrüse erholt sich und die Leistungsfähigkeit steigt. Das ist wirklich eine Lösung!
Als Alternative zu Chips vor dem Fernseher bieten sich Gemüsesticks an (geputztes Gemüse in Häppchen), dazu ein paar Nüsse. Das kostet nur ein wenig Umstellung, macht nicht süchtig und liefert dem Körper, was er braucht. Statt Kohlenhydraten liefert Fett dem Körper die nötige Energie. Man ist wie neugeboren. Der Körper kann nämlich - Tusch! - Kohlenhydrate selbst herstellen und ist nicht auf eine Zufuhr angewiesen.
Andere Ideen aus diesem Buch sind wiederum gut: Steigerung der körperlichen Bewegung, viel trinken. Nur die Kohlenhydratfalle muß gestoppt werden! - Rex Stout
Die Gummibande
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenAn Nero Wolfe werden zwei Fälle herangetragen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Ein großer Betrag Geld ist aus einem Büro einer großen Firma gestohlen worden, und der Präsident glaubt nicht an die Täterschaft der nymphenhaften Clara Fox. Diese beauftragt Nero wenig später, eine Geldforderung aus einem Schuldschein für sie und ander durchzusetzen. Widerwillig und nach einer Voruntersuchung durch Archie Goodwin willigt Wolfe ein, und wenig später liegt auch schon die erste Leiche in New York. Wie der Meister alle Fäden in der Hand behält und seine Laufburschen ausschickt, um ihn mit Informationen zu versorgen, ist mal wieder unnachahmlich, und das bei dem Bierkonsum! Die Kabbeleien zwischen Nero und Archie sind manchmal auch das Schönste an den Büchern, damals sprach man noch nicht von einer Bromance.
- Jami Attenberg
Die Middlesteins
(25)Aktuelle Rezension von: schokoloko29Edie ist eine erfolgreiche Anwältin, die sich für die armen und benachteiligten einsetzt und sie ist verheiratet mit Richard. Alles könnte so schön sein, wenn Edie nicht fresssüchtig wäre. Sie frisst alles in sich hinein und sie wird immer dicker. Am Ende des Roman wiegt sich 130 kg und leidet an Diabetis und anderen Sekundarerkrankungen. Der Arzt hat Edie und ihrer Familie informiert, wenn sie ihr Lebensstil (ihre Fresssucht und die geringe Bewegung) weiter fortführt, wird sie bald sterben. Ihre Familie (besonders die Schwiegertochter von Edie) nimmt sich ihrem Lebenswandel an. Sie soll Sport machen, gesünder essen und nicht wahllos alles in sich hinein fressen.
Doch Edie ist nicht bereit sich zu ändern. Ihr Mann Richard kann diese Selbstzerstörung nicht mehr ertragen und trennt sich von ihr. Die Angehörtigen sind nicht mehr bereit Richard verständnisvoll zu begegnen und grenzen ihn aus. Und versuchen mit aller Macht diese Frau, gegen ihren Willen zu "retten".
Diese Geschichte ist super geschrieben. Durchgeknallt, sehr jüdisch, sehr chaotisch und einfach auch sehr bissig geschrieben.
Dies war mein erstes Buch von Attenberg und es wird bestimmt nicht mein letztes sein!
- Jörg Menke-Peitzmeyer
Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger
(61)Aktuelle Rezension von: magical_colorful_bookworld"Billy the Beast“ hat mir leider nicht so gut gefallen. Das Buch soll lustig sein und hat auch einen total lockeren Schreibstil, weshalb es sich schnell lesen lässt, aber das ändert nichts daran, dass die Handlung mir einfach nicht gefallen hat und einige Dinge meiner Meinung nach eher problematisch dargestellt wurden. Der Protagonist Bert ist übergewichtig und durch seinen Job als Maskottchen fängt er an abzunehmen. Aber die ganze Thematik mit seinem Gewicht wurde finde ich einfach nicht gut dargestellt. Seine Mutter zwingt ihn fast dazu zu essen, väterlicherseits sieht es nicht anders aus, weil hier keiner unter 100 Kilo wiegt. Er selbst wird in der Schule gemobbt, was er aber einfach so hinnimmt und der Grund, dass er doch abnehmen will, ist ein Mädchen (natürlich eine Cheerleaderin). Aber ich habe seine Beweggründe eigentlich nie so ganz verstanden. Ihm war immer alles so gleichgültig. Das hat bestimmt zu dem lockeren Schreibstil beigetragen, aber so habe ich gar keine Bindung zu ihm aufbauen können und ihm gegenüber auch keine Emotionen empfunden. Ich war dann am Ende auch eher froh als das Buch vorbei war. Die Geschichte war wohl leider einfach nicht mein Fall.
- Vashti Harrison
Groß
(8)Aktuelle Rezension von: papa.hirsch.liest🦌Worum geht es?🦌
Im Buch geht es um ein kleines Mädchen, das schon früh sehr reif für sein Alter war. Doch im Laufe der Jahre wuchs das Mädchen heran, wurde größer als andere Kinder und entsprach nicht mehr dem Idealbild der Gesellschaft. „Sie ist zu dick“, sagten sie. Diese Worte verletzten das Mädchen tief.
🦌Mein Eindruck:🦌
Ein wundervolles Buch – poetisch und einfühlsam. Dieses Werk kommt oft als halbes „Silent Book“ ohne Worte aus, verzichtet dabei jedoch nicht auf den Ausdruck von Gefühlen. Ganz im Gegenteil: Es berührt tief, rüttelt auf und erinnert uns an vergleichbare Situationen aus unserem eigenen Leben oder dem unserer Kinder. Dieses Buch kann Halt geben und gleichzeitig wachrütteln. Es sensibilisiert und motiviert zugleich. Illustratorisch wie poetisch ist es eine echte Meisterleistung!
Nun ein Anliegen in eigener Sache: Vorliegend haben wir ein internationales Own-Voice-Buch, das von großer Bedeutung ist. Ich appelliere an Autor:innen und Verlage, auch deutschsprachige Werke zu publizieren. Denn was könnte wichtiger sein, als Vielfalt sichtbar zu machen?
Bewertung: 🦊🦊🦊🦊🦊
Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊
- Richard Bachmann
Der Fluch - Bachmann ist King - Stephen King ist Bachmann
(90)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Der Fluch“ begann recht vielversprechend, das erste Kapitel fand ich richtig spannend und gut geschrieben, doch das zweite Kapitel versetzte meiner Begeisterung direkt wieder einen kleinen Dämpfer. King-typisch wimmelte es darin von ausschweifenden Beschreibungen, was die Spannung deutlich störte. Dennoch gefiel mir die erste Hälfte des Buches, trotz einiger Längen. Als Billy sich nach 160 Seiten aber (SPOILER) auf die Suche nach dem alten Mann begab und dem Wanderzirkus nachreiste (SPOILER ENDE), baute die Geschichte für mich ziemlich ab. Das Buch war stellenweise sehr langatmig, (SPOILER) als er von Stadt zu Stadt zog und nach den Durchreisenden fragte, bis er schließlich ihren Aufenthaltsort ermittelt hatte und sich mit Ginelli, einem kriminellen Restaurantbesitzer, zusammentat, um den Fluch aufheben zu lassen. (SPOILER ENDE) Zum Ende hin wurde es dann noch einmal ein bisschen spannend, der Schluss gefiel mir persönlich allerdings nicht so gut. (SPOILER) Nach all den Anstrengungen hätte ich mir gewünscht, dass Billy den Fluch endgültig von sich nehmen und sich mit seiner Familie versöhnen kann. Außerdem mochte ich es nicht, dass Ginelli gestorben ist, weil er mir als Billys Partner ans Herz gewachsen ist (SPOILER ENDE), aber das ist einfach Geschmacksache.
Fazit: „Der Fluch“ begeisterte mich besonders in der ersten Hälfte, die zweite Hälfte fand ich eher schwach. Wirklich toll fand ich jedoch, dass im Buch auch thematisiert wurde, wie die weißen Stadtmenschen die Menschen vom Wanderzirkus ausnutzen.
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