Bücher mit dem Tag "adoleszenz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "adoleszenz" gekennzeichnet haben.

154 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.788)
    Aktuelle Rezension von: 79yvi

    Ich habe „Tschick“ im Zuge einer Lesechallenge für die Aufgabe „Lies ein Buch, das gefühlt schon jeder gelesen hat, nur du nicht.“ gelesen. Der Hype um Maiks und Tischs Geschichte war nach deren Erscheinen groß, dass sie verfilmt wurde, weiß wohl auch jeder. Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass ich nichts verpasst hätte, wenn ich mich für ein anderes Buch zur Erfüllung der Aufgabe entschieden hätte.

    Es lässt sich flüssig weg lesen und punktet teilweise mit witzigen und auch stragnen Situationen, die die beiden Jungs auf ihrem Roadtrip erleben. Andererseits ist es gespickt mit Klischees, die ich in der Form in einem Jugendbuch einfach nicht angebracht finde. Tschick und Maik gehen ihre Reise ziemlich planlos an und genauso kommt die Geschichte bei mir an. Was mich zu der Frage gelangen lässt: Was will mit diesem Buch eigentlich transportiert werden?

    Zusammengefasst ist „Tschick“ für mich eher enttäuschend. 

  2. Cover des Buches Dumplin' (ISBN: 9783841422422)
    Julie Murphy

    Dumplin'

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Armorel_Lovegood

    Willowdean fühlt sich in ihre Körper wohl, ist von Herzen Dolly Parton-Fan, trauert um ihre Tante Lucy und schwärmt für den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo. Doch als Bo sie unerwartet küsst. Banen sich in ihr Zweifel an. Er ist schlank und sie ist dick. Das hat sie bisher nie gestört. Doch jetzt ist sich die sonst so selbstsichere Will unsicher, die mit ihrer besten Freundin Ellen eigentlich immer unschlagbar war. Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will am Schönheitswettbewerb teilzunehmen, um allen - vor allem sich selbst -  zu beweisen, dass egal ob dick, dünn, picklig, mit hinkendem Beim oder mit schiefen Zähnen JEDER SCHÖN IST SO WIE ER IST!

    Direkt auf der ersten Seite viel mir dieser einzigartige Schreibstil auf. Er hat mich sofort in seinen Bann gerissen, genauso wie die Charaktere, die alle ihre Makel und Fehler hatten und doch einem sofort sympathisch waren. Ich habe dieses Buch mit einer Leichtigkeit gelesen, wie ich sie nur bei eine wirklich flüssigen Schreibstil habe. 

    Die Protagonisten Will ist stärker als man denkt, als sie denkt. Doch man kann ihren Mut, ihre Selbstsicherheit zwischen den Zeilen lesen. Generell konnte ich hier sehr viel zwischen den Zeilen lesen, was mir sehr gefallen hat. 

    Das Ende... dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, außer dass es mich überrascht hat und trotzdem wunderbar zum Stil des Buches gepasst hat. Es war so schlüssig und hat mich einfach hier sitzen lassen, mit meinen Gedanken allein gelassen, als hätte sich das Buch einfach gedacht. So jetzt höre ich auf und lasse die Leser*innen damit jetzt alleine, mal sehen was sie daraus machen. 

    Die Message war unglaublich wichtig und hat mich (als schlankes Mädchen) sehr ergriffen. Ich finde das möglichst viele Menschen dieses Buch lesen sollten. Ich denke, dass das klassische Schönheitsbild so viel mehr hinterfragt werden würde!

  3. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  4. Cover des Buches Nichts (ISBN: 9783423625173)
    Janne Teller

    Nichts

     (1.031)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nichts, was im Leben wichtig ist - Janne Teller 

    Rezension ohne Spoiler 

    ***
    Der Junge Pierre Anthon ist der Meinung, nichts hätte eine Bedeutung, weshalb es keinen Sinn macht, überhaupt etwas zu tun.
    Daraufhin beschließen seine Mitschüler ihm zu zeigen, dass es durchaus Dinge gibt, die Bedeutung haben. Jeder dieser Schüler entscheidet, was jemand anderem von ihnen besonders viel bedeutet, und genau diese Dinge werden gesammelt.
    Leider nimmt diese Tat grausame Ausmaße an, denn das, was die jungen Schüler/innen „opfern“ müssen ist alles andere als harmlos! 

    ***
    Meine Meinung:
    Ich bin im Nachhinein so schockiert von diesem Buch, dass ich das Ganze erstmal verdauen muss. Für diese kurze Seitenzahl passiert so viel, was nicht in Worte gefasst werden kann.
    Die Geschichte beginnt so harmlos und wird im Laufe immer schrecklicher, damit hätte ich nicht gerechnet!
    Die Nachricht, die sich hinter dem Buch verbirgt, ist wirklich wichtig und hat sich deutlich bei mir eingeprägt. Mir kam beim Lesen immer wieder die Frage in den Sinn: „Was hat eigentlich für mich eine Bedeutung?“ und ich denke, genau das möchte die Autorin auch erreichen.
    Doch viel prägnanter, als diese Nachricht, finde ich wirklich die Tatsache, was die Charaktere in diesem Buch tun und besonders, was sie von ihren Mitschülern verlangen zu tun. Es geht um körperliche Gewalt, Gewalt an Tieren und um eine Menge anderer Dinge, auf die ich niemals gekommen wäre. Diese Boshaftigkeit, die sich im Laufe des Buches bei den Charakteren entwickelt, ist so deutlich zu spüren, dass ich teilweise Gänsehaut hatte. Besonders bleibt mir diesbezüglich eine Person im Sinn.
    Die Geschichte mag dabei aber, so grausam und schockierend sie ist, genauso realitätsfern sein.
    Einige Taten dieser Kinder sind so heftig, dass ich die „Konsequenzen“ daraufhin nicht verstehe. Irgendwie wurde mir vermittelt, dass solche Dinge ruhig passieren können, dann bekommt man halt mal Hausarrest und andere Strafen und die Sache ist gegessen. Da hat mir etwas der Bezug zur Realität gefehlt bei einem sonst so wichtigen und aktuellen Thema. 

    Sonst bin ich einfach nur begeistert und schockiert zugleich und kann wirklich sagen, dass dieses Buch eindeutig zu meinen derzeitigen Highlights in diesem Jahr gehört!

  5. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  6. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.510)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  7. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.235)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Bis zu ihrem 6. Lebensjahr wächst Christiane behütet in der Nähe von Hamburg auf dem Land auf. Dieses Behütet-Sein endet schlagartig, als Christiane mit ihren Eltern nach Berlin zieht, in die Gropiusstadt. Dort wohnen sie in einem Hochhaus im 11. Stock, spielende Kinder scheinen der Haus- und Stadtverwaltung eher ein Dorn im Auge zu sein. In der Schule merkt Christiane schnell, dass sie keine Schwäche zeigen darf und eine der Härtesten sein muss. Nach und nach zieht es sie zu den "coolen" Kindern, in die Szene und in die Clubs. Was Anfangs noch harmlos erscheint, entpuppt sich als Katastrophe, als Christiane anfängt, Drogen zu konsumieren.


    Dicht gedrängt, teilweise fast minutiös schildert Christiane F. in diesem Buch, das von Kai Hermann und Horst Rieck aus Tonbandaufnahmen transkribiert wurde, ihren Weg in die Drogenszene Berlins. Sie berichtet von den Anfängen, in denen sie "nur" leichte Drogen wie Hasch im evangelischen Jugendclub konsumierte, sie erzählt davon, wie sie und ihre Freunde zum Heroin kamen, wie sie auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo landete - und von ihren zahlreichen Versuchen, einen Entzug durchzuführen und vom Heroin loszukommen.


    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist kein sprachliches Meisterwerk. Es besticht nicht durch seinen besonderen Schreibstil oder durch eine wunderbar ausgeklügelte Geschichte. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist roh und ungeschönt, es schockiert und schreckt ab - und genau das macht dieses Buch aus. Christiane F. teilt ihre Kindheit und Jugend mit uns Leser*innen, sie gibt einen Einblick in eine Szene, die doch häufig unbekannt gerade von jungen Menschen fast romantisiert und bewundert wird. Ich habe großen Respekt vor der Offenheit von Christiane F. und bin davon überzeugt, dass dieser Bericht Teil einer sehr guten Drogenprävention sein kann.


    Mich hat das Buch extrem verstört und mitgenommen. Ich denke andauernd an Christiane F. und ihre Freunde, die im Buch entweder verstorben sind oder auf dem Strich und im Gefängnis landeten. Dieser Klassiker ist nicht leicht zu lesen, trotzdem sollten in das Buch wohl vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Nasen reinstecken. Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches Ein Winter in Paris (ISBN: 9783552063778)
    Jean-Philippe Blondel

    Ein Winter in Paris

     (131)
    Aktuelle Rezension von: variety

    Auch diesen Blondel-Roman kann man nur in einem Zug durchlesen, allerdings mit kleinen Pausen dazwischen, denn der Stoff ist ziemlich berührend und man leidet mit den Hauptpersonen. Ein Schüler bringt sich um und der ganze Hintergrund sowie die Familiengeschichte entwickeln sich immer mehr zu einem Spinnennetz, das einen gefangen nimmt. Auch wenn einzelne Passagen (z. B. Besuch an der Atlantikküste) etwas gesucht und unrealistisch wirken, passen sie bestens zu den Protagonisten der Geschichte. Kein leichter Stoff, aber leicht zu lesen

  9. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.267)
    Aktuelle Rezension von: Nixi

    Titel: Die Welle

    Autor: Morton Rhue

    Übersetzer: Hans-Georg Noack

    Verlag: Ravensburger 

    Seitenzahl: 186 Seiten

    Erscheinungsdatum: 1. Februar 1997

    Altersempfehlung: ab 13

     

    Inhalt: 

    Wie funktioniert Faschismus?

    Diese Frage möchte ein Lehrer namens Ben Ross, der an einer Highschool das Fach Geschichte unterrichtet, seinen Schüler*innen beibringen.

    Bei ihnen ist gerade der 2. Weltkrieg Thema und damit natürlich auch wie kann es sein, dass sich Hitler so viele Menschen angeschlossen haben.

    Der Lehrer möchte den Jugendlichen anhand eines Experimentes veranschaulichen wie es damals funktioniert hat, allerdings läuft dieses ziemlich aus dem Ruder.

     

    Meine Meinung:

    Ein wirklich interessantes Buch. Es regt zum nachdenken an, ist spannend und klingt realistisch. Letzteres wahrscheinlich, weil die Geschichte tatsächlich so stattgefunden hat1

    Das ist eine der Sachen, die mich ziemlich beeindruckt hat.

    Ich hab mir auch gerne wichtige Stellen markiert, die Stellen an denen die Welle weiter voranschreitet. Zum Beispiel der eigene Gruß oder das eigene Zeichen.

    In diesem Fall machen die Mitglieder der Welle zum Gruß mit der Hand eine Wellenartige Bewegung und ihr Zeichen ist ein gewellter Strich der von einem Kreis eingerahmt wird.

    Ich gebe ⭐️⭐️⭐️⭐️ und empfehle es allen, die eine kurze Geschichte lesen mögen, die gleichzeitig zum Nachdenken anregt und fasziniert.

  10. Cover des Buches Wie ich dich sehe (ISBN: 9783551583475)
    Eric Lindstrom

    Wie ich dich sehe

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Elli_Bee

    BUCHBESCHREIBUNG
    Parker ist blind und hat mit einem Schicksalsschlag nach dem anderen zu kämpfen, was sie aber nicht davon abhält so zu leben, wie sie es für richtig hält. Mit (selbst)ironischem Humor und eisernem Willen schlägt sie sich durch die High-School-Zeit, auch wenn sie sich eingestehen muss, dass sie ohne ihren besten Freund Scott da durch muss …

    CHARAKTERE
    Das Jugendbuch ist aus Parkers Perspektive geschrieben, in der Ich-Form, was es einfach macht sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ihr Charakter ist speziell, aber auf eine gute Art und Weise und lässt sie sympathisch erscheinen. Ihr ist viel in ihrem Leben widerfahren und dies versucht sie durch ihren ironischen Humor auszugleichen. Dies kann auch schon mal ruppig gegenüber anderen wirken, in Wahrheit ist es jedoch nur ein Selbstschutz und ihr Umgang mit dem Leben. Auch an Selbstironie spart sie nicht, so trägt sie täglich eine Augenbinde, um ihren Zustand noch einmal zu verdeutlichen, zusätzlich befinden sich Blinden-Witze-Buttons in auf ihrer Army-Jacke. Auch vom Laufen hält sie niemand ab, sie meistert dadurch etwas, das für andere undenkbar erscheint. Es gibt aber auch Situationen, in denen sie schwach wird. Diese Verletzbarkeit wird vor allem dann sichtbar, wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht. Alles in allem ist Paker eine undenkbar starke, junge Frau, die man rasch in sein Herz schließt.

    Aber auch ihre Freunde werden sehr liebenswert beschrieben. Sowohl Molly, die neu an ihrer Seite ist, da sie ihr neuer Buddy ist und Parker täglich durch den Schulalltag begleitet, als auch Sarah, Parkers beste Freundin, mit der sie in der Mittagsstunde Beratungsstunde für alle Schüler der High School anbietet und mit der sie jeden Abend telefoniert. Sarahs Augen helfen Parker den Schultag noch einmal aus einer anderen Perspektive Revue passieren zu lassen. Und dann wäre da noch Faith, Parkers alte Freundin, die eigentlich nicht mehr richtig zum Freundeskreis dazugehört. Ebenso wie Scott, der plötzlich durch eine Zusammenführung der Schulen wieder bei ihr im Klassenraum sitzt. Scott, der einst unersetzlich gewesen ist.

    Das Buch beginnt mit einem weiteren Schicksalsschlag für Parker: dem Tod ihres geliebten Vaters, über den sie nicht wirklich reden kann. Ihre Mutter hat sie bereits mit ihrem Augenlicht bei einem Unfall in ihrer Kindheit verloren. Seitdem sind ihr Vater und sie allein gewesen, bis er tot aufgrund von einer Überdosis Medikamente aufgefunden wird. Plötzlich wohnen ihre Tante und deren Kinder in Parkers Haus, die ihr fremd und unvertraut sind, aber die sich um Parker kümmern müssen, denn schließlich ist sie erst 16 Jahre alt und noch dazu blind …

    „Und was wirst du jetzt machen?“
    „Was ich immer mache.“
    „Ich meine in 10 Minuten. Da wirst du hinter ihm sitzen.“
    „Aber ich werde ihn nicht sehen.“

    MEINE MEINUNG
    Die Amazonbeschreibung verfährt meiner Meinung nach schon zu viel von dem Buch. Zudem sie sich auch in einen anderen Jungen verliebt, in einen Schuhverkäufer – Jason -, der neu an ihre Schule kommt. Auch wenn ihre Gefühle für Scott noch tief in ihrem Herzen vorhanden sind – schließlich ist er auch ihr bester Freund gewesen – will sie Jason eine Chance geben.

    Das Buch bietet unglaublich viel. Es geht nicht nur um die erste Liebe, sondern auch um die Freundschaft, um den Umgang mit toten Eltern, um Parkers Blindheit, aber auch ihren Mut nicht aufzugeben und sich Dinge zu trauen, die ihr keiner zutraut.

    Nicht gefallen hat mir persönlich die Szene im Einkaufscenter mit Molly Schwester. Diese ist mir zu gekünstelt und aufgesetzt. Bin aber generell kritisch bei Models und Berühmtheiten in Erzählungen.
    Davon abgesehen habe ich aber Parkers Geschichte verschlungen.

    „Not if I see you first“, heißt das Buch im Original. Schade, dass dies nicht so übernommen worden ist, denn diese Aussage von Parker und Scott passt hervorragend zu der Geschichte, besser als „Wie ich dich sehe“.

    „Aber sicher ist das was.“ Er drückt behutsam zu. „In jedem Menschen steckt etwas, von dem du nichts weißt. Aber dass du nichts davon weißt, heißt nicht, dass es ein Geheimnis ist, sondern nur, dass du noch nicht davon weißt.“ Er lässt meine Hand wieder los. „Und das ist gut so. Sonst hätten Menschen keinen Grund, miteinander zu sprechen.“

    FAZIT
    Ich habe mich mit Parker sehr wohl gefühlt, ihre Art Humor trifft genau den meinigen. Zusätzlich bin ich ein großer Fan ihrer Schlagfertigkeit und ihres Durchsetzungsvermögens. Eric Lindstrom hat es außerdem geschafft, einen durchaus authentischen Frauencharakter mit einem unglaublich sympathischen Freundeskreis zu kreieren. Gerne mehr! Sowohl von Parker, als auch von Eric …

  11. Cover des Buches Still (ISBN: 9783442157648)
    Susan Cain

    Still

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Sokratestochter

    Inhalt:

    Die Nachdenklichen verändern die Welt! Wir leben heute in einer Welt, in der extravertierte Menschen den Ton angeben - sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Privatleben. Susan Cain bricht eine Lanze für die Introvertierten und zeigt, wie wichtig sie für unsere Gesellschaft sind. Ohne Introvertierte hätten wir keine Relativitätstheorie, keinen "Harry Potter", keine Klavierstücke Chopin, und auch die Suchmaschine "Google" wäre nie entwickelt worden. Susan Cain ermutigt leise Menschen dazu, die eigene Introversion zu erkennen und anzunehmen. Denn in der Stille liegt die Kraft! 


    Meinung:

    Susan Cain nimmt die Introversion von Grund auf unter die Lupe, sei es durch ausführliche Studien, tiefe Gespräche, gründlichen Recherchen oder eigenen Erfahrungen. Jedem der sich schon einmal fehl am Platz oder zu klein für diese Welt gefühlt hat, ist dieses Buch nur ans Herz zu legen. Mir selbst war bewusst, dass ich eher der "stillere Typ" bin, aber nicht wie weit verbreitet dieser Charakter und wie weitreichend die Auswirkungen des richtigen Umgangs damit sind. Introversion bietet weit mehr Stärken, als uns der Alltag glauben machen will und den Introvertierten stehen mehr Möglichkeiten offen, als ihnen gesagt wird. Susan Cain schreibt dabei klug und dennoch leicht verständlich und vorallem nicht herablassend gegenüber den Extrovertierten. Eine klare Empfehlung für alle Introvertierten, die sich selbst mehr verstehen wollen und alle Extrovertierten, die unterstützen und/oder ihren Horizont erweitern wollen. 

  12. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.674)
    Aktuelle Rezension von: Lexitestet

    Das Werk "Der Vorleser" ist mal anders strukturiert, da es in drei Teile untergliedert ist, die alle einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt haben. Zudem bietet es zahlreiche Themen wie den Analphabetismus, Beziehungen mit großen Altersdifferenzen sowie die Verurteilung von NS-Verbrecher*innen. Die Themen sind immer noch aktuelle und durch den einfachen Schreibstil mehr als gut nachzuvollziehen. Jedoch enttäuschen die letzten beiden Teile, da die Emotionalität durch die distanzierte Beziehung ausbleibt.

    Empfehlenswert ist dieses Buch besonders für Menschen in juristischen wie auch sozialpädagogischen Berufen. Lernen aus Kasuistik.

  13. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    "Demian" erzählt vom jungen Emil Sinclair, den wir von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter begleiten. Schon früh fällt es diesem schwer, sich in die gesellschaftliche Dichotomie zwischen gut und böse, gesellschaftlich akzeptiert und ausgeschlossen, einzufügen. Dass er in jungen Jahren als Kind aus gutbürgerlichem Elternhaus selbst Kontakt zu eher halbseidenen Gestalten aufbaut, macht es nicht leichter. Und dann trifft er auch noch auf den seltsamen, älteren Max Demian, der viele von Sinclairs Überzeugungen und scheinbaren Gewissheiten auf den Kopf stellt.

    Im Verlauf der fiktiven Biografie bleibt Demian über die gesamte Zeit des Aufwachsens für Sinclair wichtig, auch, wenn beide sich oft über längere Zeit nicht sehen. Sinclair ist auf der Suche, nach sich selbst, nach Erklärungen, Weisheiten, nach seinem Platz in der Welt. Damit ist das Motiv dieses Buchs ähnlich wie in anderen Werken von Hesse.

    In diesem liegt aber vor allem ein großer Fokus auf der menschlichen Psyche und auf Religiosität und Philosophie und deren Gemeinsamkeiten. So ist Demian ein ausgesprochen guter Menschenkenner, der Emil Sinclair wiederholt geradezu als Gedankenleser erscheint.  Wie Sinclair ist auch Demian ein Außenseiter, einer, der viele Dinge aus einem philosophischen, spirituellen Blickwinkel betrachtet und dabei auf alte Religionen zurückgreift - auch das ist so ein bisschen ein Markenzeichen bei Hesse, der sich selbst viel mit alten Religionen auseinandergesetzt hat. Und auch das Spiel mit Wirklichkeit und EInbildung, Realität und Traum, das man beispielsweise aus dem Steppenwolf kennt, taucht hier wieder auf.


    Im Vergleich zu anderen Werken Hesses fand ich dieses etwas schwächer, es zog mich weniger in seinen Bann als der Steppenwolf, Siddharta oder Narziss und Goldmund. Trotzdem bleibt es sowohl durch die Sprache als auch die für Hesse bezeichnenden, bedeutungsschweren und oft gesellschaftskritischen Sätze ein sehr lesenswertes Buch.


  14. Cover des Buches The Catcher in the Rye (ISBN: 9780316769174)
    J. D. Salinger

    The Catcher in the Rye

     (451)
    Aktuelle Rezension von: lulu_liest

    Der im Jahre 1946 16-jährige Holden Caulfield lädt den Leser ein mit ihm 3 Tage seines Lebens auf den Straßen von New York City zu verbringen.


    Die im Buch vermittelte Stimmung rund um den Protagonisten sowie das Setting muten ziemlich düster an und entsprechen nicht unbedingt dem Bild, das man sich normalerweise von einem Teenager  ausmalen würde, außerdem fällt relativ schnell auf dass Caulfield sich eines sehr derben Wortschatzes bedient. 


    Die Handlung haut mich nicht unbedingt vom Hocker, dennoch finde ich, dass der Fänger im Roggen zu den Büchern gehört, die man im Laufe des Lebens mal gelesen haben sollte - ein echter Klassiker eben.

  15. Cover des Buches Neue Vahr Süd (ISBN: 9783442459919)
    Sven Regener

    Neue Vahr Süd

     (641)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Auf dieses Buch kam ich rein zufällig, da es mir versehentlich anstelle eines anderen Buches geliefert wurde. Der Klappentext hat mich dann neugierig gemacht. Es liest sich leicht runter, ist ziemlich absurd an manchen Stellen, wobei sich manche Witze auch so durchziehen und Wiedererkennungswert haben. Das ist wohl der 2. Teil einer Trilogie, die aber in sich geschlossen zu sein scheinen. War ganz nett und unterhaltsam, aber die anderen Teile interessieren mich jetzt nicht so.

  16. Cover des Buches Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein? (ISBN: 9783570302088)
    Cecily von Ziegesar

    Gossip Girl - Ist es nicht schön, gemein zu sein?

     (388)
    Aktuelle Rezension von: Simba99
    Als Fan der Fernsehrserie musste ich nun auch mal mit den Büchern beginnen. Eins vorweg, der Aufbau der Familien ist ganz anders als in der Serie. Ich hoffe das lässt drauf schließen, dass auch die Story eine ganz andere ist. Das fänd ich super!

    Der Einstieg mit dem ersten Buch war schonmal super! Bin ich mal gespannt wies weitergeht!
  17. Cover des Buches The Perks of Being a Wallflower (ISBN: 9781471100482)
    Stephen Chbosky

    The Perks of Being a Wallflower

     (599)
    Aktuelle Rezension von: fiona

    Diese wunderbare Coming of Age Geschichte ist auf eine wunderbare Weise traurig, doch wunderschön zugleich. Die Geschichte acht einen und die Charaktere wuchsen mir extrem schnell ans Herz. Es erzählt über Probleme beim Erwachsenwerden und übers Einsam sein. Momente im Buch wie die Tunnelszene übertrifft jegliche Vorstellungen die ich vor dem Lesen hatte und wärmte mir das Herz beim Lesen. Der Schreibstil ist etwas neues, etwas was ich zuvor noch nicht kannte. In Briefen zu kommunizieren ist sehr speziell und gibt diesem Buch noch etwas dazu. Ich würde das Buch auf der Stelle nochmals lesen. Dieses Buch ist ein Must-Read für alle!!

  18. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

     (693)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Phil hat keine Ahnung davon, was es heißt,  ein normales Leben zu führen. Mit seiner chaotischen Familie wohnt er in einem alten Haus, in dem Ort Visible. Phils Mutter ist exzentrisch und hat den Ruf eines Flittchens. Dianne seine stille Schwester und dann die sprechende Puppe Paleiko. Als würde das alles nicht reichen würde und Phil nicht schon genug hätte, gibt es da auch noch Nicholas. Nicholas ist ganz anders, als all die Personen die er vorher getroffen hat…

    Ich bin ja ein absoluter Fan von Büchern in denen LGBTQIA+ Bereiche thematisiert werden. Und deshalb musste auch dieses Buch bei mir einziehen. Ich glaube von dem Buch gibt es unterschiedliche Ausgaben, deshalb möchte ich nur kurz anmerken, dass ich die Filmausgabe hatte. Den Film zu dem Buch habe ich noch nicht gesehen, aber das möchte ich unbedingt noch tun. Vorab möchte ich noch anmerken, dass diese Rezension nicht dafür da ist, dass Buch in irgendeiner Art und Weise schlecht zu reden. Dies ist meine persönliche Meinung. Bitte überzeugt euch selbst, denn es kann gut sein, dass euch das Buch komplett überzeugen kann. Bei mir war das nur leider nicht der Fall.

    Phil mochte ich an sich ganz gerne. Manchmal hatte er Handlungen durchgezogen, die für mich keinen Sinn ergeben haben und ich mich nur gefragt habe, warum er das tut. Phil war jedoch nicht wirklich authentisch oder lebhaft. Ich konnte viele seiner Handlungen nicht nachvollziehen und auch seine Emotionen kamen bei mir einfach nicht an. Ich habe ihn nicht verstanden.

    Nicholas ist der neue Schüler in dem Ort. Ihn mochte ich auch sehr gerne. Jedoch war er nicht greifbar und durchsichtig. Auch wenn ich ihn an sich sehr gerne mochte, wurde er für mich nicht gut ausgearbeitet und hat keine Tiefe. Er hat nicht wirklich eine eigene Persönlichkeit bzw. nichts was ihn ausmacht. Da gibt es nichts in dem Buch, wo ich sagen würde, dass genau das zu Nicholas passt oder ihn beschreiben würde. Sehr schade!

    Selbst die Nebencharaktere waren für mich nicht greifbar. Glass fand ich schrecklich, ich konnte zu ihr absolut keine Verbindung aufbauen. Gerade die Aktionen die sie gebracht hat, waren furchtbar. Genauso wie seine Schwester. Mit der bin ich auch nicht warm werden und am Ende hat sie mich auch ziemlich geschockt. Und zu Kat möchte ich eigentlich gar nichts sagen, sie macht mich nur wütend.

    Der Schreibstil von Andreas Steinhöfel konnte mich sehr überzeugen. Die Art wie er schreibt gefällt mir sehr gut. Er schafft es eine schöne Geschichte zu schreiben, die Handlung war super. Jedoch hat er es nicht geschafft, seine Charaktere individuell und einzigartig zu erschaffen.

    Für mich war im Grunde die ganz Geschichte nicht greifbar. Man hätte aus dieser Geschichte so viel mehr rausholen können und eine echt schöne Geschichte schreiben können. Ich konnte nicht zu einem einzigen Protagonisten eine Bindung aufbauen, da sie nicht gut ausgearbeitet wurden. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit haben für mich keinen Sinn ergeben. Sie haben mich vielmehr verwirrt, was ich unglaublich schade finde.

  19. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.245)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwelt
    Es ist definitiv eines von Stephen Kings Monumentalwerken. Aber seien wir ehrlich, wäre es wirklich noch so gut, wenn es nur halb so lang wäre? Es ist gerade der für Stephen King übliche langsame, aber stetige Aufbau der Spannung, der dieses Buch ausmacht. Treibt er es damit auf die Spitze? Ja. Natürlich. Aber was soll ich sagen, er kann es eben. Das ist seine große Stärke und das merkt man in dem Buch ganz deutlich.
    Aber beginnen wir am Anfang. In diesem Buch geht es - ganz kurz gesagt - um eine Gruppe Kinder, die eine unbekannte Macht jagen, die Menschen umbringt, und die als Erwachsene zurückkehren, um ihre Taten zu vollenden. Und doch geht es um so viel mehr.
    Wir haben hier eine Gruppe Kinder, die sich mit Morden konfrontiert sehen. Allein das ist schon eine höchst sonderbare Konstellation, zumal diese Kinder nichts besonderes an sich haben. Sie sind einfach nur ganz normale Kinder. Wir lernen diese Kinder auf den vielen Seiten dieses Buches sehr gut kennen, ihre Sorgen, ihre Gedanken, ihre Freuden, aber vor allem ihre Ängste. Hier kommt nun auch schon das erste leider: Leider liegt der Fokus so stark auf den Kindern, dass die meisten andern Figuren eher blass bleiben. Sie verschwimmen im Hintergrund und viele Personen, die für die Kinder wichtig sein sollten, werden sogar nur erwähnt. Die Kinder werden in ihrer eigenen kleinen, kindlichen Blase dargestellt, und nur diese gemeinsame Welt wird gezeigt. Nun ja, andernfalls wäre das Buch vermutlich noch deutlich länger geworden. Und zwar unterscheiden sich die Kinder in ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten sehr stark, der Fokus liegt aber ganz klar auf Bill. Die anderen Kinder haben ihre Momente, aber Bill ist die treibende Kraft, derjenige, der wirklich aktiv wird, derjenige, der alles vorantreibt und die Gruppe zusammenhält. Er ist allerdings auch derjenige aus der Gruppe, den Es am stärksten beeinflusst hat. Schnell wird für die Kinder klar, dass es nicht nur um Rache geht, sondern auch um ihr eigenes Überleben.
    Trotz seiner Länge verliert das Buch nie seine Spannung. Es ist keines der Bücher, von denen man sich nicht losreißen kann, die einen nachts nicht mehr schlafen lassen. Aber diese ständige, leichte Steigerung der Spannung hält einen die ganze Zeit bei der Stange. Was mich stellenweise völlig aus dem Lesefluss gerissen hat, waren die Perspektivwechsel mitten in der Szene, denen ich nicht immer ganz leicht folgen konnte. Aber auch das ist man von Stephen King ja gewöhnt.
    Die Auflösung und der Hintergrund der ganzen Geschichte waren höchst seltsam, Stephen King typisch eben. Obwohl ich mir an der Stelle tatsächlich noch etwas Erklärung gewünscht hätte, warum das denn alles so war und was es damit auf sich hatte. Aber das bleibt nun meiner Fantasie und Interpretation überlassen.
    Wie bereits erwähnt ging es in dem Buch um den Kampf gegen ein unbekanntes mörderisches Monster. Aber es geht um so viel mehr - und das wird sogar in einem Dialog im Buch aufgegriffen. Es geht um Freundschaften, Pflichtgefühl und um Kindheitsängste, und wie sie uns bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten können, vielleicht sogar für den Rest unseres Lebens. Letzteres hat mich ganz besonders fasziniert. Wir wissen zwar als Erwachsene, dass es da kein Monster im Schrank oder unter dem Bett gibt (oder was auch immer einem als Kind Angst gemacht hat), aber wenn man dann in eine Situation kommt, in der man daran erinnert wird und in der es wieder so real erscheint… ist die Angst dann wirklich weg? Sind wir dann wirklich die rational denkenden Erwachsenen? Oder kommt das Kinder in uns wieder hervor, wenn wir an usnere Kindheit erinnert werden, und mit ihm all die Ängste? Sind diese Ängste als Erwachsene nicht sogar schlimmer, weil sie nicht in unser gefestigtes Weltbild passen, aber dennoch so echt erscheinen, es aber vernünftigerweise gar nicht sein können? Diese Themen ziehen sich durch das ganze Buch. Es sind Ängste, die jeder einzelne von uns verstehen und nachvollziehen kann. Und gerade das macht dieses Buch so mächtig. Es ist keine abstrakte Angst, die hier geschaffen wird, sondern eine verdammt reale, die in uns schlummert, und die man weckt.

  20. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596905911)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

     (2.388)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Der historischen Zusammenhänge und der immensen Bedeutung dieses Zeitdokumentes bewusst, trafen mich die Lebensfreude und die teils sehr unterhaltsamen Anekdoten der jungen Autorin doch unvorbereitet. So überrascht, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Tagebuch der Anne Frank gewährt ein fesselndes Eintauchen in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und lässt einem ganz beiläufig erfahren, wie es ist, von einem deutschen Unrechtsstaats das eigene Daseinsrecht abgesprochen zu bekommen. Es ist unfassbar, dass die Deutschen damals ihre ethnischen Säuberungen sogar im Radio angekündigt haben. Und alle haben gewusst, was mit jenen passiert, die weggeholt und abtransportiert wurden. Alle haben es gewusst!

  21. Cover des Buches Paper Girls 1 (ISBN: 9783959811408)
    Brian K. Vaughan

    Paper Girls 1

     (39)
    Aktuelle Rezension von: hauntedcupcake

    Inhaltsangabe © Cross Cult

    Bei den PAPER GIRLS handelt es sich um vier Mädchen, die in einem amerikanischen Vorort im Jahre 1988, ausgestattet mit Walkie-Talkies, Tageszeitungen an Haushalte ausliefern. Wie es sich für selbstbewusste Teenie-Mädels gehört, möchten sie eines dieser Walkie-Talkies natürlich wieder zurückerobern, als es ihnen ausgerechnet in der Nacht nach Halloween von einer mysteriösen Gestalt entwendet wird. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass in ihrer Kleinstadt Dinge vor sich gehen, die ihre bis dahin bekannte Vorstellungskraft weit übersteigt.

    Meine Meinung

    Nach Saga hat auch Paper Girls von Brian K. Vaughan seinen Weg zu mir gefunden. Dieses Mal mit einem anderen Zeichner im Gepäck, bietet die Geschichte wieder einiges. Tatsächlich war ich aber nach etwa 10 Seiten versucht, den Comic abzubrechen. Weil es nur um Teenies ging, die ja so krass sind, Zeitungen austragen und kleinere "Kämpfe" untereinander. Einfach nicht mein Ding. Aber dann ... ZACK ... ist alles anders geworden. Und ich hab den Comic praktisch inhaliert! Die Zeichnungen in den Blau-, Violett- und Rosatönen haben mich sehr begeistert, aber auch die Story war nach den anfänglichen Schwierigkeiten genial.

    Die junge Erin will an Halloween das erste Mal Zeitungen austragen, doch irgendwie geht von Anfang an alles schief. Sie gerät an randalierende, aufdringliche Jungs und muss von den anderen Zeitungsausträgerinnen, den Paper Girls gerettet werden. Zusammen wollen sie das ihnen geklaute Walkie-Talkie zurückholen und plötzlich finden sie sich mitten in einer Invasion schräger Gestalten wieder.

    Klingt wild? Ist es auch! Und es begeistert wirklich. Obschon ich weder mit Erin noch mit ihren neu gewonnenen Freundinnen etwas anfangen kann (irgendwie waren sie mir einfach unsympathisch), bietet die Geschichte viel. Mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Entdeckt es am besten einfach selbst!

    Inhalt

    Vier junge Mädels, die Zeitungen austragen und plötzlich im Abenteuer ihres Lebens stecken? Klingt erst etwas lahm, entwickelt sich dann aber zu einer genialen Geschichte. Die stimmigen Zeichnungen passen perfekt, ich bin begeistert! 

    4.5 Sterne

  22. Cover des Buches Auerhaus (ISBN: 9783746636320)
    Bov Bjerg

    Auerhaus

     (315)
    Aktuelle Rezension von: miss_undomiel

    Okay, Auerhaus ist zwar schon 2015 erschienen und nach Bücherjahren damit eine „olle Kamelle“, aber es war auch eines dieser Bücher, das mir zwar von allen meinen Kolleginnen in der Buchhandlung empfohlen wurde, das aber schon nicht mehr aktuell genug war als dass ich es dann auch unbedingt lesen wollte. So landete es über kurz oder lang auf meinem ewig wachsenden Stapel (husthust, Regal) noch zu lesender Bücher. Letzte Woche griff ich mehr oder weniger wahllos ins Regal als ich noch Zuglektüre brauchte und siehe da – zwei Tage später hatte ich Auerhaus auch schon  fertig gelesen.

    Für all diejenigen unter Euch, die Auerhaus noch nicht kennen: Frieder steht kurz vorm Abitur als er versucht sich das Leben zu nehmen. Weil er danach nicht alleine sein soll, aber auch nicht mehr bei seinen Eltern leben will, ziehen sein bester Freund, der uns die Geschichte erzählt, dessen Freundin sowie eine weitere Klassenkameradin mit ihm in das Haus, das Frieder von seinem Opa geerbt hat. Das Haus, das fortan von allen nur noch Auerhaus genannt wird, weil die Jugendlichen oft den „gleichnamigen“ Song von Madness hören – also Our House.

    Trotz des schweren Themas hat das Buch stellenweise eine Leichtigkeit und einen Witz, der die Geschichte gleichzeitig realistischer und greifbarer macht, aber auch aufbricht sodass man eben nicht vollends in die Verzweiflung der Jugend eintaucht. Diese Mischung macht das Buch wunderbar glaubwürdig und einfühlsam sodass ich mich dem Sog nicht entziehen konnte und immer, immer weiter lesen musste und wollte.

    Ich glaube das ist eines der Bücher, die ich mit 18 genauso gerne gelesen hätte wie ich es jetzt gelesen habe, und dass mich mit 40 auch noch auf die selbe Art und doch ganz anders berühren wird.

    Also: Wer es noch nicht getan hat, sollte Auerhaus unbedingt lesen!

  23. Cover des Buches Weißer Oleander (ISBN: 9783404157662)
    Janet Fitch

    Weißer Oleander

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein
    Das Buch hat mich wirklich gefesselt - man sollte doch immer mal wieder auf Bestseller zurückgreifen. Ein großartiges Werk, welches sich einbrennt. Die Geschichte der Protagonistin ist an sich schon fesselnd, prägend und lesenswert, doch die Beleuchtung der einzelnen Charaktere sucht seinesgleichen. Man erstellt direkt zu allen Personen psychologische Profile und staunt über vielschichtigen Personen und Verbindungen zueinander, die alle das Leben und Handeln der Protagonistin prägen. Besonders spannend ist die allgegenwärtige Beziehung zu Ihrer Mutter, die sich im Laufe des Aufwachsens und der unterschiedlichen Lebenssituationen wandelt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin hellauf begeistert, eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe. 
  24. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783596509577)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

     (740)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Moses ist ein 11-jähriger Junge, der mit seinem alleinerziehenden Vater in der Rue Bleue, Paris lebt. Da er nur wenig Geld von seinem Vater bekommt, stiehlt er in dem Gemischtwarenladen von Monsieur Ibrahim immer mal wieder etwas. Doch der "Araber an der Ecke" nimmt es dem kleinen Jungen nicht übel, sonst nimmt in unter seine Fittiche und bringt ihm die wichtigen Dingen des Lebens bei - vorallem das Lächeln. Das Buch ist sehr kurzweilig und liebevoll geschrieben. Es zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und macht warm ums Herz. Obwohl man im ersten Moment denken könnte, dass es um die Unterschiede zwischen den Menschen geht (alt/ jung,  Jude/ Moslem, etc.), geht es eigentlich mehr darum, dass man menschliche Wärme und ein Lächeln seinen Mitmenschen entgegen bringen sollte. Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann wie ein 11- jähriger in den Puff gehen kann und darf🤣

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