Bücher mit dem Tag "ägypten"
412 Bücher
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.160)Aktuelle Rezension von: LeseratteAnniDer Alchimist schildert den Weg des jungen Spaniers Santiago. Gewohnt ist er ein Leben als Hirte. Mit seinen Schafen zieht er umher und genießt diese einfache Art des Reisens. Doch ein wiederkehrender Traum von einem Schatz bei den Pyramiden von Ägypten bringt ihn plötzlich von seinen gewohnten Wegen ab. Als jedoch eine Seherin und ein geheimnisvoller König zu ihm sprechen und ihm Hinweise geben, wie er zu seinem Schatz gelangen kann, merkt Santiago, dass dies kein Zufall mehr sein kann. Er beginnt, den Zeichen zu folgen, die ihn auf eine lange Reise nach Ägypten führen. Dabei stellen sich ihm viele Hindernisse in den Weg, und schon bald fragt er sich: Hat dieser Weg überhaupt einen Sinn?
Ich habe dieses Buch aufgrund zahlreicher Empfehlungen gelesen, um zu verstehen, was genau so viele Menschen daran fesselt. Gerade für die jüngere Generation, die noch viele wichtige Lebensentscheidungen zu treffen hat, ist dieses Buch besonders geeignet. Mich hat die Denkweise, die diese Geschichte vermittelt, sehr fasziniert. Die Worte des Alchemisten, Santiagos und weiterer Charaktere haben mich tief berührt.
Der Einstieg gelingt problemlos und schnell – durch den lockeren Schreibstil und die vielen Weisheiten, die sich von Anfang bis Ende durch das Buch ziehen. Jede Handlung Santiagos, jeder noch so kleine Schritt, ist von großer Bedeutung und beeinflusst den Verlauf der Geschichte.
Jeder Mensch hat Träume und eine Bestimmung im Leben. Es liegt an ihm, seinen Träumen zu folgen und sie zu verwirklichen. Doch warum fürchten wir uns so sehr davor, unseren Lebenstraum zu verfolgen? Träume sind Hinweise auf unsere persönliche Legende. Sie kommen aus dem Innersten, aus dem Herzen, und zeigen, was uns wirklich erfüllen kann und wofür wir bestimmt sind.
Als Leser beginnt man zunehmend, auch an sich selbst zu glauben. Man verlässt diese Geschichte mit vielen Weisheiten, neuer Lebenslust und Mut. Paulo Coelho lädt den Leser in eine malerische Kulisse ein und schildert Santiagos Reise nach Afrika sowie seinen Weg durch die Wüste mit einer Karawane. Jede Szene ist eindrucksvoll beschrieben und lädt dazu ein, für einen Moment aus dem eigenen Alltag zu flüchten und Teil dieser Reise zu werden.
Dieses Buch lehrt uns, dass Träume kein Zufall, sondern Wegweiser sind. Der Mensch hat Angst, weil er Sicherheit oft dem Glück vorzieht und Scheitern oder Verlust fürchtet. Viele reden einem ein, die eigenen Träume seien unrealistisch. Die Menschen träumen – doch sie handeln nicht.
Nach dem Lesen von Der Alchimist wird einem dies immer bewusster. Das Ende ist umso überraschender und beinhaltet einen großen Plot-Twist, der die Botschaft „Der Weg ist das Ziel“ noch einmal vertieft. Ein Buch voller Weisheiten, das ich sicherlich immer wieder zur Erinnerung lesen werde.
- Rick Riordan
Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide
(395)Aktuelle Rezension von: FearstreetfanDieses Buch hab ich damals gelesen jetzt wieder, super Buch, viele geheimnisse und Abenteuer. Sadie ist wirklich Cool und auch vorlaut. Carter ist der Besonnene und der experte wenn es um Ägyptische mythologie gilt. Das ende war sehr toll. Freue mich bald Band 2&3 zu lesen.
Ein tolles Leseerlebniss für alle ab 12
- Isabel Ibañez
What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)
(305)Aktuelle Rezension von: Roman-TippsBei “Geheimnisse des Nil – What the River knows” von Isabel Ibanez, dem 1. Band einer Dilogie, war ich lange am Hin und Her überlegen, ob ich es lese oder lieber nicht. Das unglaublich schöne Cover, der schöne Buchschnitt und die Vorfreude auf einen Fantasy-Roman, der in Ägypten spielt, entfachten zwar meine Neugierde, aber ein Teil des Klappentextes schreckte mich ab – nämlich der Hinweis, dass die Protaginistin auf “einen gutaussehenden” Charakter trifft. Ich hatte die Befürchtung, dass das ganze Buch über eine belanglose, unverständliche und oberflächliche Liebesgeschichte im Vordergrund stehen würde. Doch ich muss sagen, dass die Autorin mich mehr als positiv überraschen konnte. Und dass dieses Lese-Abenteuer es schaffen konnte, mein Herz zum Schlagen zu bringen, und zu meinem Jahres-Buchhighlight 2025 wurde.
In “Geheminisse des Nil – What the River knows”, welches 1884 spielt, dreht es sich um Inez Olivera, die vom mysteriösen Tod ihrer Eltern in Ägypten erfährt und daraufhin kurz entschlossen sich alleine auf den weiten Weg nach Ägypten begibt, um mehr darüber zu erfahren. Dort hofft sie Antworten von ihrem Onkel Ricardo zu bekommen, welcher mit ihren Eltern zusammen bei archäologischen Ausgrabungen gearbeitet hatte. Doch anstelle von Antworten, häufen sich nur neue Fragen.
Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven in Form des Ich-Erzählers erzählt. Zum einen aus der Sicht von Inez Olivera, zum anderen aus der Sicht von Whitford Hayes, dem “Assistenten” von Ricardo – beide sehr tiefgründige Charaktere. Inez fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist beharrlich – wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, macht sie es auch -, risikofreudig und ideenreich, aber leider auch sehr vertrauensselig. Ganz alleine ist sie mit einer List nach Ägypten aufgebrochen, um herauszfinden, wie ihre Eltern gestorben sind. Es gab nicht selten Situationen, in welchen sie mit diesem Einfallsreichtum glänzt und die Handlung in ungeahnte und abenteuerliche Bahnen lenkt und so manchen erstaunlichen Ausweg aus Schwierigkeiten findet. Was Whit betrifft, so ist er ein Charakter, der zwar anfangs relativ unsympathisch wirkte, aber schnell meine Neugier wecken konnte. Er ist zwar zynisch, in sich gekehrt, schottet seine Gefühle für die Außenwelt ab und hat ein dunkles Geheimnis sowie ein anscheinend unerschöpfliches Reservoir an Waffen und Charme – ein wahrer Abenteurer -, aber es gibt immer mal wieder Momente, wo sich zeigt, dass er ein loyaler Freund ist, auf den man sich in einer lebensbedrohlichen Situation absolut verlassen kann. Und der humorvolle und krasse Schlagabtausch zwischen Inez und Whit ist ja mal einmalig gut!
Neben den beiden gibt es natürlich auch noch weitere Charaktere, wie z. B. Inez’ Onkel Ricardo, der ihr anscheinend so einiges verschweigt, oder dessen Geschäftspartner Abdullah sowie die beiden mysteriösen Charaktere, die von Ricardo zur Sicherung der Ausgrabungsstätte angeheuert wurden. Allerdings erschienen diese ein bisschen blass. Dass hier jedoch jeder Charakter ein Geheimnis hat, verlieh der gesamten Handlung eine schöne Krimi-Note. Und über allem die Frage: Könnte einer von ihnen etwas mit dem Verschwinden ihrer Eltern zu tun haben? Was ist wirklich passiert? In Ägypten kommen Inez jedoch nur immer mehr Fragen, als dass sie Antworten auf diese bekommt. Und ohne es zu ahnen gerät sie in einen gefährlichen und tödlichen Konflikt.
Die Handlung fand ich total spannend, sodass die Seiten nur so dahinflogen und ich es kaum erwarten konnte weiterzulesen. Es gab Momente mit Nervenkitzel, Herzklopfen und Spannung, aber auch Humor. Am Ende wartete ein recht actionreicher Showdown – und ein krasser Cliffhanger. Eine “Liebesgeschichte” ist zwar am Rande vorhanden, aber ich fand diese emotional und nachvollziehbar erzählt, sodass ich auch hiervon mitgerissen werden konnte. Außerdem hat die Autorin hier auch eine wahnsinnig schöne Atmosphäre geschaffen und ein buntes und abenteuerliches Ägypten vor meinen Augen entstehen lassen. Magie ist hier bis zu einem gewissen Maß eingebunden.
Isabel Ibanez’ Schreibstil ist ganz großartig – locker und amüsant. Sie schafft es selbst in den aufregendsten Momenten eine Prise Humor mit einzubringen. Nur sind die Dialoge nicht immer passend zu der Zeit, in welcher die Handlung spielt.
Negative Punkte: Einige Dinge liefen hier zu einfach. Des Weiteren kam es mir gegen Ende vor, als müsste die Handlung mal eben beschleunigt und damit überstürzt zu einem Abschluss gebracht werden, was ich sehr bedauerlich finde. Ein paar Dinge waren auch nicht so gut durchdacht. Der Showdown war ziemlich kurz, schnell und einfach gelöst. Und dann die Ungereimtheiten. So trifft Inez am Ende kurz entschlossen eine Entscheidung, die zu ihrem bisherigen Charakter nicht passt. Und dann (Achtung Spoiler!): Woher wusste Ricardo am Ende, wohin die beiden entführt wurden? Und warum fragte ihn das hinterher keiner? Nun ja.
Insgesamt konnte mich der Auftaktband jedoch begeistern und meine Vorfreude auf die Fortsetzung “Geheimnisse des Nil – Where the Library Hides”, welches ich gleich im Anschluss gelesen hatte, absolut steigern. ^^
Fazit:
Ein ganz wundervoller, atmosphärischer und historischer Fantasy-Krimi mit Nervenkitzel, emotionalen Momenten, Spannung, gefährlichen Abenteuern, vielen Geheimnissen und interessanten Charakteren. Und ein paar Kritikpunkten. Für mich ein ganz tolles Leseabenteuer, mit welchem ich viel Spaß hatte. Buchhighlight!
- S. A. Chakraborty
Die Stadt aus Messing
(129)Aktuelle Rezension von: LismoppSehr empfehlenswert! Zauber von 10001 Nacht. Ich habe die gesamte Reihe verschlungen und war sehr traurig als ich mit ihr durch war. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und die Idee der Romane fand ich auch sehr toll. Ich mochte die Charaktere im Buch und es gab spannende Twists. Außerdem finde ich es super, das es mal wieder Bücher mit mehr als 400 Seiten sind
- Jeffrey Archer
Das Vermächtnis des Vaters
(320)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteWeiter geht es mit Harrys Geschichte in New York, über seine Zeit im Gefängnis und was es dort erlebt. Währenddessen begleiten wir Emma, die versucht auch nach Amerika zu kommen und aufzuklären was Harry passiert ist. Und wir folgen Hugo Bartington durch seine Missetaten und dessen Folgen. Auch dürfen wir erfahren, wie Giles den Krieg erlebt und sich auszeichnet.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Auch der Titel passt sehr gut, weil er an vielen Stellen zur Story passt. Aber was mir besonders gut gefällt ist die historische Darstellung. Wie realistisch die unlauteren Mittel im damaligen Amerika waren um seine Ansichten durchzubribgen und wie genau auf alles einzugehen ist. Das selbe gilt aber auch für alles in Großbritannien. Wie es Hugo gelingt sich durchzuwinden und den anderen übel mitzuspielen.
Es ist realistisch, bewegend und äußerst unterhaltsam. Dabei steht nicht der zweite Weltkrieg im hauptsächlichen Vordergrund.
- Kai Meyer
Merle. Das Steinerne Licht
(615)Aktuelle Rezension von: zickzackDas ägyptische Imperium hat ohne den Schutz der fließenden Königin Venedig eingenommen. Serafin und ein paar Rebellen versuchen verzweifelt Venedig zu retten, aber sie ahnen, dass nur Merle die Rettung sein kann. Sie ist nämlich mit der fließenden Königin auf dem Rücken des Obsidianlöwen Vermithrax geflüchtet und begibt sich hinab in die Hölle. Dort möchte sie Lord Licht um Hilfe bitten, aber irgendwann stellt sich die Frage, wer hier die größere Bedrohung ist.
Wir verfolgen weiter die Abenteuer von Merle und Vermithrax. Anders als zum ersten Band ist, dass man hier eine zweite Sicht bekommt. Serafin bekommt mehr Raum und erzählt, wie es in Venedig aussieht. Dabei schließt er sich den Rebellen an. Konkurrenten werden zu Freunden und die Rebellen werden von jemand geführt, von dem man es nicht erwartet hat. Diese Perspektive hat mir gut gefallen, wie sich die Lage in Venedig zuspitzt und welche einschneidenden Erlebnisse Serafin hat. Als Figur finde ich ihn ganz nett. Ich verfolge ihn gern, aber mein Herz hängt nicht an ihm. Irgendwie finde ich ihm manchmal etwas sehr sprunghaft. Und woher seine enge Verbindung zu Merle kommt, dass er immer wieder an sie denken muss, verstehe ich nicht so recht. So viel Kontakt hatten sie nun auch nicht, aber ich habe auch nicht verstanden, warum Merle und Junipa von einem zum anderen Tag beste Freundinnen wurden. Manche Beziehungen gehen mir einfach zu schnell, um sie ernst nehmen zu können.
Die Abenteuer mit Merle, der fließenden Königin und Vermithrax waren spannend, aber auch an der einen oder anderen Stelle etwas langatmig. Im ersten Band ist mir schon aufgefallen, dass Kai Meyer einen beschreibenden Stil hat. Man kann sich die ungewöhnlichen Umgebungen gut vorstellen und dennoch ist es mir an manchen Stellen etwas zu lang.
Ich glaube, als Jugendliche konnte ich mich besser in die jungen Figuren hineinfinden. Inzwischen finde ich Merle okay, aber mehr auch nicht. Sie sticht mit ihrem Charakter nicht hervor. Was man von Merle sagen kann, dass sie sehr loyal ihren Freunden gegenüber ist, sich für andere einsetzt und empathisch ist. Mir ist sie als Figur zu rund und die scharfen Kanten fehlen.
Die fließende Königin ist oft sehr nervig, was aber auch daran liegen kann, dass Merle das so empfindet und da man nah an ihrer Perspektive ist… Allerdings wie diese immer wieder einfach Merles Körper übernimmt, ist auch alles andere als nett. Ich kann mich nicht mehr an das Ende erinnern und frage mich die ganze Zeit, ob mehr hinter ihr gesteckt hat.
Vermithrax finde ich als Figur am interessantesten. Ich bin ja mal gespannt, ob er sich wegen den Vorkommnis in diesem Band sich noch sehr verändern wird.
Ich habe mich auch gefragt, warum ich nicht von der Reihe vollkommen begeistert bin, dass ich die Welt nicht richtig verstehe. Es gibt Meerjungfrauen, (fliegende) Steinlöwen, Sphinxe, die Hölle an sich und ihre Wesen, mystische Beschützer wie die fließende Königin, technische Fortschritte wie die Luftmaschinen der Ägypter und doch wirkt die Welt eher rückschrittlich, als würde man sich ein ganzes Stück vor der jetzigen Zeit befinden. Wenn es eben schon Steinlöwen, Meerjungfrauen, Höllenwesen und Sphinxe gibt, frage ich mich, was noch für Wesen in der Welt existieren. Auch klassische Fantasywesen wie Vampire, Werwölfe, Elfen etc.? Obwohl die meiner Ansicht nicht richtig reinpassen würden.
Irgendwie ist mir die Welt noch sehr schleierhaft und das stört mich unterbewusst schon, da ich mich ja nun im dritten Band befinde.
Dennoch bin ich gespannt wie es nun ausgehen mag.
Fazit: Wie auch der erste Band hat mir der zweite Teil ebenfalls gut gefallen. Die Welt ist fantasievoll, manche Beschreibungen mir inzwischen doch etwas zu langwierig und am Ende fehlt mir der letzte Funke, dass ich komplett begeistert bin. Es ist gut, aber holt mich dennoch nicht 100% ab. 4 Sterne.
- Christoph Marzi
Die Uralte Metropole - Lilith
(404)Aktuelle Rezension von: BeeLu* Teil zwei einer Reihe*
Der Auftakt 'Lycidas' der Reihe aus der Uralten Metropole hat mir schon außerordentlich gut gefallen, sodass ich den Nachfolgeband 'Lilith' nicht lange liegen lassen konnte!
Mein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren (Ich möchte auch Dinsdale das Irrlicht haben!) war herzlich und es gesellen sich noch neue tolle Figuren dazu!
Es ist einige Zeit seit den Geschehnissen vom letzten Weihnachtsfest vergangen und Emily und Aurora leben sich bei ihren neuen Pflegeeltern ein, sie besuchen eine "normale" Schule und versuchen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Beide erhalten Unterricht von Wittgenstein und dem Elfen Micklewhite und gerade Emily baut ihre Trickster-Fähigkeiten aus. Doch die Vergangenheit ruht nicht und schnell wird klar, dass es in der Uralten Metropole Unruhen gibt, außerdem gilt es weiterhin, Kontakt zur kleinen Mara herzustellen.
Jack the Ripper treibt sein Unwesen und auch andere Geschöpfe sind auf den Plan gerufen. Und was hat es mit der mysteriösen Lilith auf sich, um die sich alles zu drehen scheint?
Wiedereinmal toll! Sofort hatte Marzi mich wieder abgeholt und in die Uralte Metropole eintauchen lassen. Ich liebe diese düstere, gruselige Welt!
Im Gegensatz zu 'Lycidas' geht es hier etwas geradliniger vor, es gibt weniger verwirrende Zeitsprünge, dafür ist es für meinen Geschmack stellenweise ein wenig langatmig gewesen. Aber wirklich nur ein wenig. Der schrullige Wittgenstein ist wieder Erzähler und ich liebe seine trockene Art, von den Geschehnissen zu berichten. Ein bisschen holprig wird es, wenn er als allwissender Erzähler von Gedanken und Gegebenheiten berichtet, die er so gar nicht oder nur schwer wissen kann (vielleicht wurde es ihm im Nachhinein auch einfach erzählt?) aber ich finde diese überheblich angehauchte Art ganz passend zu diesem Charakter.
Die Verbindung zwischen Emily und Aurora ist sehr eng und die Zuneigung und den Halt, den beide sich gegenseitig geben wird nahezu durch die Seiten greifbar.
Marzi vermengt ägyptische Götter, griechische Sagen und Mythen gekonnt miteinander und lässt in der Jetztzeit zusätzlich noch den Flair vom viktorianischen London entstehen - und erzeugt trotzdem eine spannende und stimmige Welt!
Der nächste Band wird definitiv nicht mehr lange ungelesen bei mir verweilen!
- Jonathan Stroud
Bartimäus
(669)Aktuelle Rezension von: BlintschikDas Buch kann unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden, da es mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun hat. Es erzählt einfach von einem alten Abenteuer von Bartimäus. Allerdings erfährt man nicht besonders viel Neues von ihm. Dennoch ist das Abenteuer unterhaltsam und genauso humorvoll erzählt wie seine anderen Geschichten. Die Geschichte hat auch einen gewissen Spannungsbogen und, wie ich finde, sogar bessere Charaktere als in der Hauptreihe. Also an sich ein tolles Buch für alle die noch mehr von Bartimäus lese wollen, man aber nicht unbedingt gelesen haben muss.
- Isabel Ibañez
Where the Library Hides (Geheimnisse des Nil 2)
(55)Aktuelle Rezension von: winniehexNach dem Mord an ihrer Cousine Elvira und dem Verrat durch ihre Mutter ist Inez Olivera am Boden zerstört. Als ihr Onkel Ricardo ihr ein Ultimatum bezüglich ihres Erbes stellt, bleibt ihr nur noch ein Ausweg: Whitford Hayes zu heiraten. Doch der Assistent ihres Onkels hat seine eigenen mysteriösen Gründe, in Ägypten zu bleiben. Inez bleibt keine andere Wahl, als ihr Herz aufs Spiel zu setzen und ihr Schicksal in die Hände desjenigen zu geben, dessen geheime Pläne sie ruinieren könnten
Endlich konnte ich den zweiten Band lesen und war schon sehr gespannt wie es weitergeht.
Ein besondere Blick fällt hier auf Whitford Hayes, und rückt statt archäologischer Schatzsuche eine detektivische Jagd nach einer Diebin bis nach Alexandria in den Vordergrund.
Was mich überrascht hat, war die Heirat zwischen den beiden, ob die sich damit wirklich einen gefallen getan haben? Inez merkt aber recht schnell, dass bei ihm nicht alles Gold ist was glänzt.
Mir gefiel es total wie die Autorin wieder alles beschrieben hat, man konnte sich seine Umfeld gut vorstellen. Die Geschichte beginnt schleichend und nimmt im Verlauf an Dymnaik zu, was mir wirklich gut gefallen hat. Hatte wirklich was von einer Verfolgungsjagd.
Band zwei ist spannender und actionreicher als der Vorgänger. Viele offene Fragen werden beantwortet – etwa zum Verbleib von Inez’ Vater, zum Geheimnis der Schriftrolle und zur Zukunft von Inez und Whitford. Fazit: eine gelungene Fortsetzung und ein überzeugender Abschluss der Abenteuer am Nil.
- Michael Ondaatje
Der englische Patient
(245)Aktuelle Rezension von: AukjeDie junge kanadische Krankenschwester Hana befindet sich ende des Zweiten Weltkriegs in der Toskana, Italien. Sie pflegt dort in einer zerbombten Villa einen nicht transportfähigen Patienten, der sich beim Absturz mit seinem Flugzeug über der Libyschen Wüste unheilbare Verbrennungen zuzog. Da man seine Identität nicht kennt wird er ‚Der englische Patient‘ genannt. Doch sie bleiben nicht allein, da der italienische Spion Caravaggio und der indische Minensucher Kip und sein Freund der Soldat Hardy sich auch in der Villa eiquartieren. Obwohl sie dort zusammen leben bleibt jeder der vier meist mit seiner Vergangenheit und den jeweiligen Kriegstraumata allein. Abends liest Hana dem ‚englischen Patienten‘ meist aus seiner Ausgabe ‚Historien‘ von Herodot vor, dass für ihn so eine Art Tagebuch ist, da es persönliche Briefe, Zeichnungen und Notizen von ihm enthält. Hana und Kip freunden sich nach und nach an und beginnen eine Affäre, während sich Caravaggio als Morphin süchtig herausstellt und anscheinen eine gemeinsame Vergangenheit mit den ‚Englischen Patienten’ hat. Während Hana dem ‚Englischen Patienten‘ vorliest beginnt dieser sich zu erinnern und man erfährt nach und nach er ist … Er heißt László de Almásy und ist ein ungarischer Wüstenforscher, der für eine britische Gruppe von Kartographen in Afrika arbeitete und beschloss, seine Herkunft und Identität zu vergessen. Auch erfährt man über die Liebesgeschichte zwischen ihm und der Britin Katherine, der Ehefrau einer der Kartographen, Geoffrey Clifton. Genauso erfährt wie und warum er mit seinem Flugzeug abgestürzt ist und in welcher Beziehung er irrtümlicher weise mit Caravaggio steht.
Ein unheimlich schönes und tragisches Buch. Natürlich habe ich den Spielfilm zum Buch gesehen den ich wirklich gut finde, aber das Buch ist wie in den meisten Fällen viel tiefgründiger. Auch wenn es mittlerweile zu den älteren Büchern gehört, beschreibt es einfach eine wunderschöne Liebesgeschichte in komplizierten Zeiten unter komplizierten umständen. Liebe das Buch!
- George R. R. Martin
Wild Cards - Das Spiel der Spiele
(241)Aktuelle Rezension von: Booknerd232In Das Spiel der Spiele entführt uns George R. R. Martin in die Welt der Wild Cards, in der ein mysteriöses Virus die Menschheit verändert hat. Menschen, die das Virus überlebt haben, werden entweder zu Jokern mit deformierten Körpern oder zu Asse mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die Geschichte folgt mehreren Charakteren, die sich in der Reality-Show „American Hero“ beweisen wollen – ein Wettbewerb, der Ruhm und Reichtum verspricht, aber auch Gefahren birgt.
Das Besondere an diesem Buch ist die Zusammenarbeit mehrerer Autoren, die jeweils einen Charakter aus ihrer Perspektive erzählen. Diese Struktur verleiht der Erzählung Vielfalt und Tiefe, auch wenn der Wechsel zwischen den Perspektiven manchmal abrupt wirken kann. Die Charaktere sind facettenreich und die Welt, die sie bevölkern, ist komplex und gut durchdacht.
Die Themen Macht, Ruhm und die Frage, was einen wahren Helden ausmacht, werden geschickt in die Handlung integriert. Die Mischung aus Superhelden-Elementen und gesellschaftlicher Satire macht das Buch zu einem unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Leseerlebnis.
- Marah Woolf
Zepter aus Licht
(280)Aktuelle Rezension von: RavendaraMeine Eindrücke & Gefühle
Zepter aus Licht hat mich von Beginn an fasziniert: dieser Mix aus ägyptischer und biblischer Mythologie, die in der Gegenwart zum Leben erwacht. Der Einstieg ist angenehm langsam – die Welt und ihre Rätsel bekommen Zeit, sich zu entfalten und vorzustellen. Auch die Charaktere mit ihren Motiven und inneren Zerrissenheiten werden in Ruhe aufgebaut.
Sobald jedoch die eigentliche Suche nach dem Zepter beginnt, stieg meine Spannung massiv. Die Rätsel haben mir großen Spaß gemacht. Ich kenne mich ein wenig in der Thematik aus und fand es witzig, wie die unterschiedlichen Mythologien miteinander verwebt wurden. Selbst mitzurätseln wäre mir allerdings zu anstrengend gewesen – ich habe es lieber genossen, den Figuren dabei zuzusehen.
Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse, was einerseits für Spannung sorgt, andererseits aber auch etwas gehetzt wirkt – als wolle die Geschichte zu viel in kurzer Zeit unterbringen.
Marah Woolfs Sprache ist kraftvoll, eingängig und mit einem Hang zu bildhaften Szenen. Ich konnte die Schauplätze, Emotionen und Stimmungen lebhaft vor Augen sehen.
Meine Highlights
Azrael: Zu Beginn arrogant und distanziert, später mit kleinen Schichten von Verletzlichkeit – sein Wandel wirkt realistisch und lässt ihn sympathisch werden. Leider ist er stellenweise zu sehr als Love Interest von Taris angelegt und bleibt dadurch etwas farblos. Wirklich schade. Die Beziehung zwischen Taris und Azrael ist interessant konzipiert, aber emotional nicht immer glaubwürdig. Gerade an den Wendepunkten kippt die Dynamik teils zu schnell von Ablehnung zu Nähe.
Welt & Mythologie: Die Verbindung von ägyptischen Säulen, alten Göttern, Atlantis-Legenden und moderner Schatzsuche ist originell und atmosphärisch dicht.
Rätsel & Spannung: Nicht alles wird sofort erklärt – es gibt Andeutungen, Geheimnisse und Wendungen, die das Interesse hochhalten und immer wieder neue Fragen aufwerfen.
Nebenfiguren & Vielfalt: Figuren wie Horus, Seth und Dante bringen Abwechslung und eigene Motivationen in die Geschichte. Ich mochte sie sogar lieber als die Hauptfiguren. Auch die witzigen Dialoge und Wortgefechte zwischen ihnen sorgen immer wieder für frische Energie.
Was für mich schwächer war
Taris (Nefertari de Vesci): Einige Wortgefechte zwischen ihr und Azrael fand ich sehr gelungen, aber insgesamt war sie für mich eine recht selbstverliebte Protagonistin – zickig, impulsiv und unreflektiert. Wie ignorant sie mit dem Sterben ihres Bruders umging und keinerlei Signale wahrnahm, hat mich sprachlos gemacht. Ihr Verhalten schwankt zwischen entschlossener Heldin und übertriebenen Selbstzweifeln – das wirkte gelegentlich uneinheitlich und unbalanciert. Das Alter von Mitte 20 habe ich ihr nicht abgenommen.
Tropes & Vorhersehbarkeit: Einige Wendungen fühlten sich vertraut an; man ahnte früh, worauf es hinauslaufen würde. Das nimmt der Geschichte etwas Überraschung und Intensität.
Hörbuch
Wie immer, wenn ich Probleme mit dem Buch habe, besorge ich mir das Hörbuch und lasse es mir vorlesen. Hier von Dagmar Bittner und Sven Macht.
Dagmar Bittner bringt die weiblichen Passagen mit einer starken, klaren Stimme zum Leben, während Sven Macht die männlichen Perspektiven mit Tiefe und Präsenz füllt.
Ein absoluter Gewinn und das hat es für mich gerettet.
Die Wechsel zwischen den Erzählperspektiven – Taris und Azrael – werden hörbar und emotional gut voneinander abgegrenzt. Insgesamt tragen die Sprecher die Emotionen, Spannung und auch die mystischen Teile der Geschichte überzeugend. Besonders in emotionalen Momenten entsteht ein spürbarer Klangraum, der mich oft richtig gepackt hat.
EmpfehlungZepter aus Licht ist ideal, wenn du mythologische Themen, romantische Spannung, magische Artefakte und mutige Heldinnen liebst. Wer Atmosphäre, Geheimnisse und Charaktertiefe sucht, wird hier definitiv Freude haben.
Für Leser:innen, die es actionlastiger, direkter oder pragmatischer mögen, kann die Geschichte stellenweise etwas ruhiger wirken – aber der Zauber liegt im Detail, in der Seele und Symbolik der Geschichte.
Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen und dem Hörbuch 4 von 5 ⭐️ – und vielleicht werde ich bei Gelegenheit sehen, wie die Atlantis-Chroniken weitergehen.
Vielleicht kriegt Taris nach dem Tod ihres Bruders ja jetzt die Kurve, aber erstmal brauche ich eine kleine Pause von ihr. Horus und Dante hingegen würde ich sehr gerne wiedersehen.
- Kai Meyer
Merle. Die Fließende Königin
(747)Aktuelle Rezension von: EngelsteamDieses Buch fesselte mich gleich von Anfang an.Ich kam gleich von Anfang her gut mit und fand es nicht zu langatmig. Locker drauf los und sehr in fremde Welten abgetaucht.
Es geht um Merle. Sie ist eine Jugendliche aus dem Waisenhaus. Sie macht eine Ausbildung beim Spiegelmacher Acrimboldo. Hier passieren schon Dinge , die magisch sind.
Weiter im Buch geht es um die fließende Königin. Die zum Teil von Merle wird. Und Merle hat von da dann die Aufgabe. Die fließende Königin, sich und die Stadt zu retten. So ungefähr könnte man es ausdrücken.Mich hat es so mitgerissen, da dort einige Wesen vorkommen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt. Also klar Fantasy. es ist eine Geschichte zum abtauchen. Und auch sehr spannend. Ich freue mich jetzt schon Band 2 zu starten und hoffe, dass es Merle, die fließende Königin plus der steigernde Löwe( der mit auf der Flucht ist) es schaffen die Stadt zu retten.
viel Freude euch beim lesen.
- Tess Gerritsen
Grabkammer
(662)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
In einem Bostoner Museum wird im Keller eine Mumie entdeckt. Als die Museumsleitung sie untersuchen lässt, kommt Grausames zutage: Die Mumie ist nicht annähernd so alt wie angenommen und in ihrem Bein steckt eine Pistolenkugel. Sie wird nicht die letzte Leiche sein, die nach allen Regeln der antiken Bestattungskunst konserviert wurde. Ein perverser Mörder scheint seine Opfer für die Ewigkeit erhalten zu wollen.
Fazit
Solider und spannender Krimi, der etwas schwächelt.
- Anna Banks
Nemesis - Geliebter Feind
(211)Aktuelle Rezension von: Kati21Nemesis bietet eine perfekte Mischung aus Intrigen, Machtspielen und unerwarteter Romantik. Ana Banks schafft es, mit ihrer starken Heldin und einer faszinierenden Welt voller Geheimnisse sofort zu fesseln. Die Spannung bleibt bis zum Schluss, also Vorsichtig vor Suchtpotenzial. Nemesis ist eine Dilogie.
- Voosen | Danielsson
Schwüre, die wir brechen
(181)Aktuelle Rezension von: Nele33"Schwüre, die wir brechen" ist der zweite Band einer Reihe des Autorenduos und Ehepaares Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen.
Skandinavische Krimireihen sind mir die liebsten und wenn ich, wie hier bei dieser Reihe ganz tief in das Geschehen eintauchen kann, haben die Autoren alles richtig gemacht.
Als in Malmö eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird, ohne Herz, dafür mit angenähtem Krokodilskopf weiß John Nordh als erfahrener Ermittler scheinbar sofort wohin die Reise der Ermittlungen ihn und seine Kollegin Svea Karhuu führen wird. Es bleibt nicht bei der einen Leiche und wieder spielen bizarre Objekte/Tierteile eine große Rolle. Die Ermittlungen gestalten sich spannend und dabei auch wendungsreich, sodass ich teilweise wirklich auf die falsche Fährte geschickt wurde.
Das Privatleben von Svea und John spielt auch in diesem Band eine große Rolle, zweifelt John doch an dem Unfalltod seiner Frau und meint etwas Entscheidendes zu entdecken. Bei all den privaten Problemen müssen sich die beiden immer noch zu einem Team zusammenfinden.
Insgesamt eine gelungene Fortsetzung mit einem noch ausbaufähigem Team. - Mika Waltari
Sinuhe der Ägypter
(103)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Buch, dass mMn jeder mal lesen sollte. Die fiktive Lebensgeschichte eines altägyptischen Arztes führt zwischen Lehre, Thron, Krieg und Reisen in eine längst vergangene Welt und belebt diese vor dem inneren Auge wieder. Man hat stetig das Gefühl, dass alles wirklich so passiert sein könnte, man lernt so viel dabei und bekommt eine beinahe schon klare Vorstellung vom Leben und Leiden in dieser alten Kultur. Übrigens ist die Sprache auch absolut lebendig und die Kapitel fliegen nur so dahin. Ich bin absolut fasziniert!
- Anna Banks
Nemesis - Verräterisches Herz
(86)Aktuelle Rezension von: Kati21Der zweite und finale Teil von Nemesis ist eine gute Fortsetzung mit kleinen Längen. Auch wenn sich die ständigen Streitereien der Protagonisten etwas in die Länge ziehen, bleibt Nemesis 2 ein spannendes Buch mit viel Herz und politischer Intrige. Die Welt bleibt faszinierend und die Charaktere entwickeln sich weiter. Trotz kleiner Schwächen immer noch ein lesenswertes Abenteuer.
- Anne Rice
Die Königin der Verdammten
(384)Aktuelle Rezension von: lazaruspiDieses Buch bietet wieder alles, was wir an Anne Rice so lieben: überschäumende Fabulierfreude, angedeutete Erotik und untote Intrigen!
Tatsächlich gibt es auch seit Band 1, Interview mit einem Vampir, einen durchgehenden Spannungsbogen, der hier sein fulminantes Finale findet. Deshalb wirken diese drei Bände auf mich wie eine Trilogie, nicht wie der Beginn eines Zyklus.
Hier enden quasi die großen Kinofilme*, und zwar mit einem Showdown à la Hollywood. Danach, mit dem nächsten Band, beginnt sozusagen die Fernsehserie. Auch nicht schlecht, aber kein Erweckungserlebnis mehr. Häufig dieselben Geschichten, nur aus anderer Perspektive.
Bis hierher jedoch sind Rices Vampirgeschichten ganz großes Kino.
*Ich spreche im übertragenen Sinn. Der tatsächliche Kinofilm zu diesem Buch ist leider grottenschlecht und bietet außer einer aufregenden Aaliyah als Hingucker keinerlei Reize.
- Kai Meyer
Merle. Das Gläserne Wort
(569)Aktuelle Rezension von: zickzackWährend Venedig wegen der Eroberung des ägyptischen Imperiums zerbricht, fliehen Merle mit der fließenden Königin auf Vermithrax Rücken aus der Hölle nach Ägypten. Dort kommen sie dem Geheimnis hinter der Macht des ägyptischen Imperiums näher und gleichzeitig erwartet sie in Ägypten eine Überraschung. Das Land liegt unter einer festen Schneedecke und droht zu erfrieren. Aber nicht nur Ägypten droht dieses Schicksal, sondern der gesamten Welt.
Ein spannender Abschluss der Reihe. Man erfährt nicht nur, was hinter der Macht der Ägypter steckt und die einzelnen Handlungsstränge laufen zusammen, sondern man erfährt auch mehr von Merles Vergangenheit. Wer ist die Hand hinter dem Spiegel? Wer sind ihre Eltern?
Es war eine spannende Reise und gleichzeitig hat mir auch bei diesem Band der letzte Funke gefehlt, damit es ein Highlight wird. Bei diesem Band ist mir auch klargeworden, woran es liegt. Man hat einfach deutlich gemerkt, dass es sich an jüngere Leser richtet, ein Jugendbuch ist. Das Buch handelt ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Das Ende war zwar bittersüß und nicht wirklich ein Happy End, weil es wirklich sehr dramatisch und traurig wurde, aber für mich hat das nicht gereicht. Beim entscheidenden Kampf, der hätte episch werden können, wurde man einfach nicht mit einbezogen.
Überhaupt fand ich insbesondere den Band vor allem oft beschreibend. Es wurde die Umgebung ganz toll bildlich dargestellt, aber wenn es in Actionenszenen ging, die sehr spannend hätten sein können, wurden diese kurz gehalten oder gleich ganz ausgespart. Das fand ich irgendwie etwas enttäuschend.
Dennoch haben mir insbesondere die Figuren gut gefallen. Merle, Junipa (sie war einfach liebenswert), Vermithrax (welcher mein Liebling war), die fließende Köngin (die nicht nur Merle genervt hat), Lalapeia (die immer einen mystischen Touch hatte, was ich aber sehr cool fand), Serafin (joa, nette Figur, aber mit ihm konnte ich nicht viel anfangen und verstehe bis jetzt nicht so recht die Anziehung zwischen Merle und ihm, da sie sich ja kaum kennen), Unke (eine sehr spannende Figur mit interessanten Hintergrund), Seth (interessanter Böser) u.v.m. Kai Meyer schafft es auf jeden Fall interessante Figuren zu schaffen.
Bei dem Buch handelt es sich ja um einen Reread und auch wenn es 20 Jahre ist, als ich die Reihe das erste Mal gelesen habe, hat es mich doch sehr gewundert, dass ich so gar nichts mehr von dem Band wusste. Ich hatte keine Ahnung mehr, auf was das hinausläuft. Ich konnte es mir während des Lesens langsam denken, aber da war keine Erinnerung, was mich bei der Dramatik am Ende wirklich wundert. Das bringt mich zu der Erkenntnis, dass ich die Reihe vielleicht auch besser in Gedächtnis abgespeichert habe, als ich sie damals wirklich fand.
Fazit: Es ist eine gute Reihe, die aber für mich kein Highlight ist. Das Ende ist dramatisch und spannend. Es hat mir gefallen. 4 Sterne.
- Carel van Schaik
Das Tagebuch der Menschheit
(9)Aktuelle Rezension von: PhilippWehrliEvolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins, der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“
Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’, ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.
Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.
Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.
Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.
Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.
Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.
So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.
In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.
Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.
Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?
Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.
Nachtrag vom 1. Oktober 2017
Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.
- Kayvion Lewis
Thieves’ Gambit
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- Rick Riordan
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(220)Aktuelle Rezension von: BookwuermchenNach einer humorvollen Rückblende starten Carter und Sadie in ein spannendes Abenteuer. Sie müssen den Sonnengott Re wieder erwecken und ein Artefakt finden. Zum Glück bekommen sie Unterstützung von einem Zwergengott. Auf einer witzigen, magischen und gefährlichen Reise voller Mumien, Götter, Dämonen und einer Kletterpartie auf die Cheopspyramide kämpfen sie um das Schicksal der Welt. Und als ob das nicht reicht, müssen sie die Prüfungen der zwölf Häuser bestehen! Ach jaaa und ihr besucht eine Art Ägyptisches Altenheim für Götter 😉 - " PERFEKT ABGESICHERT IN DIE UNSTERBLICHKEIT"
Lieblingszitate:
"Heiliger Horus."
"Jeder neue Morgen ist eine neue Welt."
"Worte sind die Quelle aller Macht."
- Kira Licht
A Spark of Time - Ein Date mit Mr Darcy
(175)Aktuelle Rezension von: maybe_liz_readsAuch dieser Teil hat mir wieder gut gefallen. Die Geschichte setzt nahtlos an Band eins an und wir sind sofort wieder mittendrin in Abenteuer, Romantik und Rätseln.
Besonders beeindruckend finde ich die ganze Recherche Arbeit der Autorin Kira Licht bezüglich der verschiedenen Epochen, Länder und Sitten, Charaktere usw.
Man hat durch ihre tollen Umschreibungen das Gefühl selbst dabei zu sein und ihr Schreibstil ermöglicht es mühelos durch die Seiten zu fliegen. Am Ende findet man auch wieder Informationen zu den realen Charakteren und Orten.
Dann geht es aber plötzlich nach Ägypten und alles passiert Schlag auf Schlag und es fühlt sich ein bisschen an, wie eine separate Geschichte, die aber noch mit in diesen Band musste. Ich denke ein paar Seiten mehr hätten dem Buch bzw. der Reihe gut getan. Denn die Geschichte rund um die Pyramiden und den Ursprung der Zeitreisen war auf jeden Fall spannend.























