Bücher mit dem Tag "äthiopien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "äthiopien" gekennzeichnet haben.

77 Bücher

  1. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (721)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Der Autor besticht durch einen sehr geradlinigen und puristischen Schreibstil, was vermutlich auch seiner juristischen Ausbildung geschuldet ist. 

    Ferdinand von Schirach wirft zu Anfang die Frage nach der Schuld auf und impliziert, dass es nicht immer ein Einfaches ist, diese zu beantworten,- die Welt ist mehr als schwarz und weiß. Die Schuldfrage zieht sich durch die genauere Betrachtung der Motivlage und des Täterprofils wie ein roter Faden durch die Kurzgeschichten. Der Leser erlebt selbst den Zwiespalt, der auch das Rechtssystem bei seiner Durchsetzung vor Herausforderungen stellt. 

    Die Kurzgeschichten lassen in psychologische Abgründe blicken und mir persönlich viel es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass es so kurzweilig war. 



  2. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257239997)
    Martin Suter

    Der Koch

     (467)
    Aktuelle Rezension von: Milagro

    Die Geschichte an sich ist schon recht interessant. Mich hatte das Leben in der Fremde, das ungewöhnliche Arbeiten des Protagonisten angezogen. Die Idee mit dem genialen Koch, der auf Familienrezepte zurückgreift und still und ruhig die köstlichsten Gerichte für merkwürdige Leute schafft. Das ist insgesamt sicherlich  gut beschrieben, insbesondere die zugrundeliegende politische Situation in Sri Lanka, aufgrund derer der junge Mann in die Schweiz gekommen ist,  wird hier zeitgleich beleuchtet. Die Nöte der Familien, die inmitten der gewalttätigen Auseinandersetzungen verzweifelt auf den in der Schweiz arbeitenden Verwandten vertrauen. Der gesellschaftliche Druck, der auf diesem liegt, ist enorm. Das ist doch ein spannendes Thema, mit tollem Ansatz. Aber..... Ich wunderte mich, warum ich so wenig mitfühlend war, diese Geschichte ist doch traurig, das Leben für den Protagonisten ist schwer, er sehnt sich zurück in die Heimat, er versucht sich zu arrangieren. Da könnte man doch Mitleid empfinden. Ich hab all das lediglich verfolgt, ohne dass ich berührt wurde von der Geschichte. Mir schreibt Suter zu distanziert, ich lese den Text ohne viel Mitgefühl. Ich fand es unpassend, dass sich alles in  Wohlgefallen auflöst. 

    Ich hadere weiterhin mit Suter. Ich denke, das wird nichts mehr mit uns. 

  3. Cover des Buches Alle, außer mir (ISBN: 9783803132963)
    Francesca Melandri

    Alle, außer mir

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Francesca Melandri ist mit ihrem 2017 erschienenen Roman ein facettenreiches Bild Italiens, seiner Lebenslügen und Probleme gelungen.

    Zentrales Thema ist die Kolonialgeschichte Italiens und deren Auswirkungen. Die Korruptheit der italienischen Gesellschaft spielt ebenfalls eine zentrale Rolle.

    Es beginnt damit, dass die 46-jährige Lehrerin Ilaria vor ihrer Wohnungstür von einem schwarzen Afrikaner erwartet wird, der behauptet, ihr Halbbruder zu sein. Ilaria erkennt, dass sie, auch wenn vor Jahren bereits einmal ein Geheimnis ihres Vaters Attilio Profeti aufgedeckt wurde, noch immer längst nicht alles über dessen Leben weiß. Sie forscht nach und ist, da ihr Vater inzwischen dement ist, auf andere Quellen angewiesen. Die Zeit, in der Attilio sein Leben lebte und dessen Verlauf ist der Inhalt dieses Buches.

    Melandri schreibt teilweise voller Sarkasmus und Ironie, durchgehend prägt ein leiser Humor das Buch, trotz des teilweise erschreckenden Inhalts. An anderen Stellen, als sie z.B. das Viertel Esquilin beschreibt benutzt sie richtig derbe Worte. Die Erzählweise ist nicht chronologisch, die Autorin springt munter zwischen den Zeiten und Ereignissen hin und her. Immer wieder flicht Melandri historische Details und Personen ein, z.B. Berhanu Bayehs Flucht in die italienische Botschaft nach dem Sturz der Mengistu-Regierung 1991. Im Text heißt es dazu u.a.: „Berhanu Bayeh sollte die Botschaft nie mehr verlassen.“ Das ist beim Erscheinen des Buches 2018 auch noch richtig gewesen. Ende Dezember 2020 verließ er die Botschaft dann doch, nachdem die Todesstrafe aufgehoben wurde.
     Teilweise schreibt Melandri so eindrücklich und lebendig, dass es den Leser richtig schaudert, z.B. als sie beschreibt, wie der Bahnhofsvorsteher Ernani in einem Waggon eingesperrte Juden mit Wasser versorgt, indem er es mit einem Löffel durch eine Ritze zwischen den Brettern reicht.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe eine Menge über die Geschichte Italiens und seine kolonialen Verbrechen gelernt, was mir so vorher nicht bewusst war. Mein Wissen über die Zeit der faschistischen Herrschaft beschränkte sich im Wesentlichen auf Mussolini. Fünf Sterne von mir.

  4. Cover des Buches DER ZEHNTE HEILIGE (ISBN: 9783958350656)
    Daphne Niko

    DER ZEHNTE HEILIGE

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Gute Unterhaltung! Interessante antike Fakten gemischt mit bedrohlicher Zukunftsvision, ein Buch mit vielen Denkansätzen, aber nicht trocken oder verstaubt.

  5. Cover des Buches Die Insel der Zitronenblüten (ISBN: 9783734104336)
    Cristina Campos

    Die Insel der Zitronenblüten

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_H

    Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich. 

    Die Schwestern Anna und Marina könnten unterschiedlicher nicht sein. 

    Anna lebt mit ihrem reichen Mann in Saus und Braus auf Mallorca. Ihre Gedanken kreisen um das nächste Lifting, angesagte Mode, die nächste Party und die Freundinnen aus dem Segelclub. Ihre Tochter Anita passt so gar nicht zu ihrer Mutter. Sie interessiert sich sehr wenig für die Themen ihrer Mutter, worunter auch die Beziehung der beiden etwas leidet.

    Marina ist als Ärztin bei Hilfsorganisationen in aller Herren Länder unterwegs. Dies ,acht sie schon einige Jahre, was ihr leicht fällt, da auch ihr Partner mit ihr gemeinsam tätig ist. 

    Auf Grund eines Streits von Marina mit dem Mann von Anna haben die beiden Schwestern seit 14 Jahren keinen Kontakt mehr. Ein gemeinsames Erbe von einer Frau die beide nicht kennen bringt die Schwestern in Mallorca wieder zusammen. 

    Beide beginnen über ihr Leben nachzudenken und fragen sich teilweise, ob das das Leben ist, das sie möchten. 

    Eine wunderbare Geschichte, die einem sehr zum Nachdenken über das eigene Leben bringt. 

  6. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328102687)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

     (234)
    Aktuelle Rezension von: AliceW1

    Ein schönes Buch und wunderbare Entdeckung. So eine Reise möchte ich auch einmal machen.

  7. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

     (100)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  8. Cover des Buches Feuerherz (ISBN: 9783426273418)
    Senait G. Mehari

    Feuerherz

     (110)
    Aktuelle Rezension von: daydreamin
    Selten fiel es mir so schwer, eine Rezension zu einem Buch zu verfassen. Bei "Feuerherz" handelt es sich um die Autobiographie der Sängerin Senait G. Mehari, welche um 1973 herum in Äthiopien geboren wurde und mittlerweile in Deutschland lebt. Im Buch schildert sie vor allem ihre Kindheit, angefangen von der Verstoßung der Mutter bis hin zu ihrer Abschiebung in ein Camp der Eritreischen Befreiungsfront (ELF), wo sie angeblich zur Kindersoldatin ausgebildet wurde, bis sie in den Sudan fliehen konnte und schließlich nach Deutschland ausreiste. 

    Ich schreibe ganz bewusst, dass sie dieses Schicksal nur angeblich durchmachte. Einige Jahre nach der Veröffentlichung dieses Buches mehrten sich die Stimmen, die den Wahrheitsgehalt Meharis Erzählungen anzweifelten. Sie sei nie Soldatin gewesen, habe nie eine Waffe gehalten und das Ausbildungslager sei viel mehr eine Schule als ein Camp gewesen, heißt es von Zeitzeugen. Bei meinen Recherchen sind sogar mir einige schwerwiegende Unstimmigkeiten aufgefallen. Beispielsweise soll der Konflikt zwischen ELF und der davon abgespaltenen Eritreischen Volksbefreiungsfront (EPLF) Anfang der 1970er stattgefunden haben, als Mehari selbst gerade erst geboren war. Der Konflikt dieser beiden Gruppierungen spielt jedoch eine tragende Rolle im Roman. Eine Frau, die im Buch als Kindermörderin dargestellt wurde, reichte 2008 sogar Klage ein und der Verlag widerrief schon bald einige Kapitel. 

    Ich bin wahrlich keine Expertin auf dem Gebiet und habe nur wenige Stunden recherchiert, jedoch bin ich auf ein Interview gestoßen, in denen Mehari sich selbst nur noch als "Kind des Krieges" betitelte und die Anrede "Kindersoldat" den Medien zuschustert, obwohl sie zumindest das Wort "Soldat" mehrfach in ihrem Buch nutzt. Im Detail werde ich wohl nie erfahren, welche Szenen der Wahrheit entsprachen, welche überzogen dargestellt oder gar erfunden wurden. 

    Abgesehen davon, dass die Rubrik "Autobiographie" in diesem Fall die falsche sein dürfte, behandelt Mehari ein sehr wichtiges Thema. Kindersoldaten sind in einigen Ländern immer noch Realität, ganz egal, wie ihre eigene Kindheit aussah. Ihre Schilderungen gehen unter die Haut und haben nach Veröffentlichung des Buches definitiv wachgerüttelt. Hinzukommt, dass ich nun auch noch einiges mehr über Äthiopien, Eritrea und den Unabhängigkeitskampf weiß (nicht zuletzt durch zusätzliche Recherchen, die bei diesem Buch einfach notwendig sind). Selbst wenn es mich enttäuscht, dass ich während des Lesens durch Nachforschungen feststellen musste, dass wohl so einige maßgebliche Aussagen im Buch nicht der Wahrheit entsprechen, habe ich das Buch dennoch gerne gelesen und werde einiges daraus mitnehmen. Auf eine Sternebewertung hätte ich wegen oben genannter Kontroverse verzichtet, Lovelybooks besteht aber darauf, deswegen habe ich aus dem Bauch heraus 2 Sterne vergeben.

    Quellen: 
    Infos über die ELF und EPLF: Wikipedia [1][2]
    Diverse Artikel: [1], [2], [3], [4]
    NDR-Reportage: [1]
  9. Cover des Buches Journeyman (ISBN: 9783548375663)
    Fabian Sixtus Körner

    Journeyman

     (119)
    Aktuelle Rezension von: LBKaefer

     Journeyman - 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs von Fabian Sixtus Körner


    Fabian Sixtus Körner erzählt in diesem Buch von seiner Idee und der Ausführung, die Welt zu bereisen und dabei die mittelalterliche Tradition der Walz weiterzuführen. Er arbeitet nur für Kost und Logis. 


    Ich finde es wirklich erstaunlich, wie er alles in den zwei Jahren gemeistert hat. Dieses Buch ist eine kleine Weltreise. Ich habe richtig Fernweh bekommen! 

    Auch die Bilder, die eingefügt wurden, haben mir die Orte noch einmal anschaulicher präsentiert. Es war auch neu für mich in einem Buch in so gut wie jedem Kapitel einen QR-Code zu finden. Der führt zu einem YouTube Video, das auch sehr spannend ist. 


    Das Cover ist meiner Meinung nach sehr passend gestaltet und spiegelt das Erscheinungsbild von Fabian Sixtus Körner, das in dem Buch vermittelt wird wieder. 


    Ein tolles Buch für Reiseliebhaber!

            

  10. Cover des Buches Weit weg zu mir zurück (ISBN: 9783775160483)
    Sarah Keshtkaran

    Weit weg zu mir zurück

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Grace2

    In ihrem neuen Buch „Weit weg zu mir zurück“ lässt die Autorin Sarah Keshtkaran den Leser/die Leserin teilnehmen an ihren Erfahrungen, wie es ist, mit der Familie nach Äthiopien auszuwandern und bei sich selbst anzukommen.

     

    Das Buch, das zunächst und oberflächlich betrachtet „nur“ nach einem Bericht über eine Auswanderung klingt, beinhaltet viel mehr und Tiefgründigeres, als zunächst vermutet. Auch wenn die Autorin manchmal auch auf eine humorvolle Weise die Höhen und Tiefen der rein praktischen Seite schildert, liegt der Schwerpunkt des Buches auf einer gefühlvollen, gläubigen Seite, die den Leser/die Leserin viel nachdenklicher und inspirierter zurücklässt, als wenn man erfährt, welche Impfungen man benötigt und wie man ein Haus möbliert, das man nur von ein paar Fotos kennt. 

     

    Doch zunächst zur äußeren Betrachtung des Buches, dessen Gestaltung hervorragend den Inhalt des Buches widerspiegelt. Das Buch hat ein angenehmes Format und liegt gut und mit einer tollen Haptik in der Hand. Die Texte sind abwechslungsreich gesetzt, ganzseitig, farblich oder mit Symbolen oder Fotos unterlegt, verschiedene Schrifttypen in unterschiedlichen Größen, mal als Fließtext, mal in Gedichtform oder auch nur einzelne Sätze. Die Fotos sind fantastische und qualitativ hochwertige Aufnahmen. Doch all diese Unterschiedlichkeit habe ich hier nicht als anstrengend, sondern als bereichernd empfunden. Jedes Detail lenkt nicht vom Inhalt des Textes ab, sondern hilft ihn besser zu verstehen. 

     

    Inhaltlich begleitet der Leser/die Leserin die Autorin und ihre Familie von der Idee bis zur tatsächlichen Auswanderung nach Äthiopien. Hierbei geht es Sarah Keshtkaran aber weniger um die rein äußeren Dinge als vielmehr um das, was in und mit ihr während der unterschiedlichen Stationen des Beginns eines neuen Lebens passiert ist. In den verschiedenen Kapiteln stellt sie sich und auch dem Leser/die Leserin die Fragen und den Gefühlen wie zum Beispiel „Wieviel Angst darf Mut machen?“ oder „Was die Normalität des Andersseins bedeutet?“. Es ist eine Reise von Neugier, Spannung, Angst, Trauer zu Freude und der neuen Erkenntnis von Heimat. Mich hat dieses Buch begeistert und auch ermutigt, den verschiedenen Gefühlen nachzugehen. Tatsächlich habe ich so einige Situationen wiedererkannt und mich daran erinnert, wie es war/ist, wenn man alles losgelassen hat und nur noch die Ruhe von Gottes Nähe spürt. Denn auch wenn ich nie ausgewandert bin, kann man die einzelnen Stationen auch im eigenen Leben spüren und erfahren. So ist dieses für mich auch die Kernaussage der Autorin. Es braucht nicht das fremde Land zu sein, um ganz bei Gott zu sein. Wir müssen Ihn nur in unser Leben hineinlassen. Ich kann dieses Buch daher auch nur von ganzen Herzen weiterempfehlen. Es ist ein Buch, das noch lange in einem nachklingt. 

  11. Cover des Buches Robin – High in the Sky (ISBN: 9783961116072)
    Charlotte Taylor

    Robin – High in the Sky

     (68)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy

    Ich muss zugeben, dass bevor ich das Buch angefangen habe es für eine banale 0815 Liebesgeschichte gehalten habe. Jedoch wurde ich positiv überrascht. Nicht nur werden sehr interessante Themen angesprochen sondern es bilden sich auch unerwartetet Handlungsstränge. 

    Das Buch war wirklich leicht zu lesen und es war wirklich nicht schwierig mit den Charakteren zu sympatisieren. An einigen Stellen hatte ich zwar das Gefühl, dass das Buch auf der Stelle stehen bleibt, doch die ging recht schnell vorüber 

  12. Cover des Buches Expeditionen eines englischen Gentleman (ISBN: 9783257070262)
    Evelyn Waugh

    Expeditionen eines englischen Gentleman

     (4)
    Aktuelle Rezension von: nordberliner
    Ein Klassiker der Reiseliteratur zwischen den Weltkriegen

    Die Lust an der Provokation war ein Wesenszug von Evelyn Waugh. Er stand kurz vor seinem 27. Geburtstag, als er im Oktober 1930 zu einer Reise durch Afrika aufbrach, die bis März 1931 dauerte. Seine Beobachtungen und Erlebnisse schildert er in “Remote People”, erschienen Ende 1931, und sind erst seit wenigen Jahren auf deutsch verfügbar. Sie sind auch heute, neunzig Jahre später, sehr lesenswert, weil sie unmittelbaren Einblick geben in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, in einen Teil des Britischen Weltreichs, und weil der Autor mit seiner glasklaren, schnörkellosen Schilderung eine haftenbleibende Prosa hinterlassen hat.
    Dass die geschilderten Beobachtungen von Land und Leuten nicht in unvordenklichen Zeiten erfolgten, zeigt etwa die aus einem Gespräch in Aden berichtete Erwähnung der "niedlichen Prinzessin" in England, die heute noch lebt: wir kennen sie als amtierende Königin Elisabeth II.

    Der Reiseroman hat zwei Teile: Im ersten Teil berichtet Evelyn Waugh von seiner Reise nach Abessinien zur Krönung des Kaisers Haile Selassie im noch jungen Addis Abeba - und damit aus einem Land, dass nie Kolonie war; im zweiten Teil schildert der Autor seine anschließende Reise über Aden, Sansibar, Kenia, Uganda, Tansania und Kongo nach Kapstadt - und somit durch jenen Teil des afrikanischen Kontinents, der - mit Ausnahme des Kongo - zum Britischen Weltreich gehörte. Erst 1922 hatte das Empire seine größte Ausdehnung erreicht, als die Kolonialpolitik längst im Umbruch war.
    1930/31 war das britische Empire noch mehr als bloß existent, erfuhr aber bereits eine Änderung seines imperialistischen Charakters. Evelyn Waugh zeichnet in seinem Reiseroman Figuren vor Ort, die das Bild vom britischen Imperialismus geprägt haben. Er zeichnet auch ein bekannt anmutendes Bild von einem Teil der Welt, in dem sich Juden, Christen, arabische und asiatische Moslems und nicht zuletzt Animisten gar nicht aus dem Weg gehen können.

    Der Wandel der Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten auf den Kolonialismus wird ein Stück weit erkennbar, obwohl der Eindruck überwiegt, dass der Autor politische Wertungen zu vermeiden sucht. Er sieht Politik zutreffend nicht als exakte Wissenschaft (S. 218) und zieht es vor, unmittelbare Eindrücke zu schildern. Hierzu bedient sich der  Menschen-Beobachter Waugh glasklarer Sätze und der Zuspitzung beobachteter Widersprüche, teilweise mit beißendem Spott und ätzendem Humor. Das führt dann zu ungeschliffenen literarischen Rohdiamanten wie diesem: “Die kenianischen Siedler sind keine Spinner jener Art, die Neu-England kolonosiert haben, auch keine Verbrecher und Ganoven der Art, die nach Australien ausgewandert sind.”

    Drei Albträume beschreibt der Autor in seinem Buch, die das Reisen mit sich zu bringen scheint: Zum Ende des ersten Teils seiner Afrikareise, in Äthiopien, muss er geraume Zeit mit Warten verbringen - sein hartnäckiger Gegner ist die kurzweilig beschriebene Langeweile. Der zweite Albtraum besteht im Warten unter wechselnden, widrigen Bedingungen in Tansania und die Ungewissheit seiner Reisepläne im Kongo, deren drastische Schilderung den Leser darin bestärkt, die Grenze zwischen Tourismus und Reisen gut zu überdenken. Der dritte Albtraum schließlich plagt den Heimkehrer: nach der Rückkehr nach London besucht der Autor ein dort neuerdings angesagtes Lokal, das er als heiß und laut erlebt und in dem er wenig Gastfreundschaft erfährt - man sehe nur, so sein bissiges Resumee, wie London den schwarzen Kontinent in die Tasche steckt.

    In einer unscheinbaren Fußnote teilt der Autor die Kosten seiner Reise mit, die in sechs Monaten knapp 500 Pfund verschlungen hat, “einschließlich verschiedener Einkäufe von Tropenkleidung, lokalen Kunstwerken usw. sowie aller Verluste bei Karten- und Glücksspiel”. 500 Pfund Sterling entsprachen damals - kurz vor der Abschaffung des Goldstandards in Großbritannien im Oktober 1931 - stolzen 10.000 Reichsmark, was heute ungefähr 40.000 Euro entspricht. Eine Luxusreise war es dennoch nicht, und der Reisebericht zeigt anschaulich, was den Reisenden vom Touristen unterscheidet.

    Das Buch ist  mit einem Anhang ausgestattet, bestehend aus einem Nachwort von Rainer Wieland (“Glücklichere Menschen beobachten Vögel”), das Aufschluss über den Lebensweg und das literarische Schaffen von Evelyn Waugh gibt, sowie einer Zeittafel.

  13. Cover des Buches Die Schiffe der Kleopatra (ISBN: 9783442441181)
    John Maddox Roberts

    Die Schiffe der Kleopatra

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Man schreibt das Jahr 51 vor Christus, Gaius Iulius Caesar ist in Gallien schwer beschäftigt. Deswegen feiern die, zuvor von Pompeius besiegten, Piraten im Mittelmeer fröhlich ihre Auferstehung.

    Decius Caecilius Metellus, Senator aus Rom, wird von seiner Familie nach Zypern gesendet um mit den Seeräubern kurzen Prozess zu machen. Leider wird weder darauf Rücksicht genommen, dass Decius nicht seefest ist, noch, dass die Römische Mittelmeerflotte de facto nicht vorhanden ist. Die Schiffe leisten Hilfsdienste für Caesar. Und überhaupt, so stark die Römische Armee an Land ist, so schwach ist die Marine. Wasser ist zum Waschen da, aber es befahren, ist sogar nichts für einen Römer.

    In Zypern trifft Decius allerdings auf unerwartete Hilfe: Prinzessin Kleopatra, gerade einmal sechzehn Jahre, bietet ihm ihre Hilfe bzw. ihre Flotte an.

    Während man nun auf die Vervollständigung von Schiffen und Besatzung wartet, wird Decius Gastgeber, der Statthalter Silvanus, ermordet aufgefunden. Er ist an einem Klumpen Weihrauch erstickt. Jetzt beginnen die Probleme erst richtig

    Die Liste der Verdächtigen ist lang und es gibt einige Leute, die alles tun, um Decius Ermittlungen zu behindern. Und, welche Rolle spielt Kleopatra?

    Meine Meinung:

    Ich habe vor einiger Zeit Band 5 und 6 aus der nunmehr 13-teiligen Reihe rund um Decius Caecilius Metellus gelesen. Nachdem hier die Laufbahn eines Römischen Adeligen beschrieben wird, ist es gut, mit Band eins zu beginnen. Vor allem für jene Leser, die in der Römischen Geschichte nicht ganz so firm sind. Mit Latein in der Langform aus dem Gymnasium hat man hier doch einige Vorteile.

    Die Reihenfolge der Abenteuer:

    01. SPQR
    02. Die Catilina-Verschwörung
    03. Der Frevel des Clodius
    04. Der Musentempel
    05. Tödliche Saturnalien
    06. Tod eines Centurio
    07. Der Fluch des Volkstribuns
    08. Die Rache der Flussgötter
    09. Die Schiffe der Kleopatra
    10. Im Namen Caesars
    11. Mord am Vesuv
    12. Das Orakel des Todes
    13. Die Feinde des Imperators

    Gut gefallen haben mir die Anspielungen und Querverweise auf andere Bände bzw. historische Begebenheiten, z. B. „Die Verschwörung des Catilina“ (siehe Band 2).
    Hin und wieder blitzt ein wenig Humor durch. Auch der große Caesar bleibt nicht von kleinen Nadelstichen verschont .

    Fazit:

    Das Eintauchen in die Welt der Römer mit all ihren Intrigen und politischen Ränkespielen ist auch heute noch lesenswert.
  14. Cover des Buches Maps (ISBN: 9783866155169)
    Nuruddin Farah

    Maps

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Nele
    "Maps" von Nuruddin Farah empfinde ich als ein Buch, welches ich einfach nicht verstanden habe. Der Zutritt wurde mir durch Sprache und Schrift einfach verweigert. Kurz gesagt geht es in dem Buch um die Beziehung Askars zu seiner Ziehmutter Misra. Die Äthiopierin Misra findet den Somali Askar kurz nach seiner Geburt neben seiner toten Mutter. Misra nimmt ihn auf und wird nun seine "Mutter". Es entsteht eine wechselseitige zwanghafte Beziehung in der keiner von beiden ohne den anderen kann. Mit 9 Jahren wird Askar zu seinem Onkel Hilaal nach Mogadischu geschickt, denn in Kalaffo wo er vorher lebte herrscht Bürgerkrieg. Nun muss er erfahren, was es heißt von seiner "besseren Hälfte" getrennt zu leben. ... Das Buch ist beherrscht von den Wörtern Tod und Blut. Die wirre Beziehung zwischen Askar und Misra (in dem einen Moment liebt er sie - im anderen möchte er sie töten) erschloss sich mir überhaupt gar nicht. Des weiteren war es von Kapitel zu Kapitel ein anderer Erzählstil (Ich-Form, Du-Form, Er-Form), welches das Buch aber doch irgendwie spannend gemacht hat. Gerade in den Du-Kapiteln wollte man doch immer wissen: wer redet da? Doch so richtig wusste ich das am Ende auch nicht ... 2 Sterne vergebe ich dennoch, denn die Auseinandersetzung mit dem Flüchtlingsdasein und dem Zwiespalt zwischen den Somali und dem Land Äthiopien kam doch ganz gut heraus. Da es ein Thema ist, mit dem ich mich persönlich noch nie befasst habe unterlasse ich aber jegliches weiterführendes Kommentar. Zugutehalten muss ich dem Buch auch, dass ich die 360 ziemlich klein bedruckten Seiten doch sehr schnell durchhatte. Zwischendurch wollte ich es allerdings immer wieder aus der Hand legen. Bereuen tue ich nicht, dass ich doch weitergelesen habe. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies einfach kein Buch für mich war.
  15. Cover des Buches Rückkehr nach Missing (ISBN: 9783458357001)
    Abraham Verghese

    Rückkehr nach Missing

     (35)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29
    Shiva und Marion werden in Äthopien geboren. Ihre Mutter ist Nonne und stirbt während der Geburt; während ihr Vater (ein Chirurg) Hals über Kopf verschwindet.
    Shiva und Marion werden sehr liebevoll von Gosh und Hema aufgezogen. Beide sind Ärzte und arbeiten im athiopischen Hospital Missing.

    Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist spannend und dicht erzählt. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten aufweist war es nie langweilig oder langatmig für mich.
    Es wird gut die Stimmung im Hospital beschrieben und wie die Zwillinge aufwachsen und ihren eigenen Weg gehen.

    Fazit:
    Dieses Buch war eine wunderschöne Reise nach Äthiopien. Es werden einige medizinische Begriffe erläutert, was ich als Horizont Erweiterung empfand.

    Eine sehr interessante und lesenswerte Lektüre!
  16. Cover des Buches Die Somalia-Doktrin (ISBN: B00A7R8XL4)
    James Grenton

    Die Somalia-Doktrin

     (2)
    Aktuelle Rezension von: ArnieQ
    Gutes Thema, aber für meinen Geschmack zu viele Leichen.
  17. Cover des Buches Ein Märchenschatz aus Afrika (ISBN: 9783869740911)
    Michael Kraus

    Ein Märchenschatz aus Afrika

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Endland (ISBN: 9783423626989)
    Martin Schäuble

    Endland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Readingfreak_05

    Deutschland ist eingeschlossenn von einer Mauer. Die Schulpflicht und gesetzliche Arbeitslosenhilfe sind abgeschafft und konservative Rollenbilder werden gefördert. Flüchtlinge heißen nicht mehr Flüchtlinge sonder Invasoren. Der Euro wurde gegen die Mark eingetauscht und zu Europa gehört Deutschland auch nicht mehr. 

    Obwohl viele Punkte in Martin Schäubles Dystopie "Endland" an die NS-Zeit erinnern, befinden wir uns in der Zukunft. Die Regierung wird von der rechtsextremen Partei NA (Nationale Alternative) dominiert. 

    Die Protagonisten sind der junge Soldat Anton aus Deutschland, der überzeugt von den Ideen der NA sein Land verteidigt, sein Freund Noah, der die Ideale der NA sehr viel kritischer sieht und immer wieder versucht Antons Augen zu öffnen. Die dritte Protagonistin ist Fana. Wegen der vom Klimawandel ausgelösten Hungersnot flüchtet sie aus Äthiopien nach Deutschland, um sich dort eine Zukunft auzubauen und Medizien zu studieren.

    Als Anton in einem Geheimauftraug als Flüchtling nach Deutschland einreisen soll, trifft er Fana und nach und nach beginnt er zu sehen, was sie ganze zeit direkt vor seiner nase war. Er und Fana werden Freunde und bald steht Anton vor der größten Entscheidung seines Lebens: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde und ein freies Leben.

    Während Anton und Fana im letzten Flüchtlingslager deutschlands festsitzen, muss Noah untertauchen, nachdem er geheime Informationen der NA an die Öffentlichkeit weitergegeben hatte. 

    Werden es die drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten schaffen die rechtspopulistische deutsche gesellschaft zu "besiegen"?

    Martin Schäuble greift aktuelle Themen sehr gut auf und führt einem immer wieder die Realität vor die Augen. Er schreibt in einem unkomplizierten und gradlinigen Schreibstil und verzichtet auf lange Schachtelsätze. Er schreibt abwechselnd aus der Perspektive von Anton, Fana und Noah, wodurch man sich gut in die drei hineinversetzen kann.

    Der Roman ist außerdem sehr gut recherchiert und man hat beim lesen immer ein sehr klares Bild davon wie es am Handlungsort gerade aussieht.

    Ein sehr fesselnder Roman, den man gar nicht mehr weglegen kann, wenn man einmal angefangen hat. Sehr geeignet für Jugendliche ab ca.12 jahren aber auch für Erwachsene ein toller Roman. 

    Eine klare Leseempfehlung von mir!

  19. Cover des Buches Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten - Afrika (ISBN: 9783406721946)
    Asfa-Wossen Asserate

    Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten - Afrika

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Orgho
    Das Buch, geschrieben vom Großneffen des letzten äthiopischen Kaisers, behandelt 100 und eine Frage zum afrikanischen Kontinent. Die Themen sind breit gestreut. Mit einem geschichtlichen Abschnitt geht es los, über Religion, Familie und Kultur geht es weiter und findet einen Abschluss in Politik, Wirtschaft und Natur (um nur einige Themen zu nennen). Beispiels Fragen: Gibt es eine eigene afrikanische Literatur? Wie patriarchalisch ist die afrikanische Gesellschaft? Welche rolle spielt Kernenergie in Afrika? Warum ist Afrika arm? ------- An sich ist das Buch recht informativ. Leider ist es recht "trocken" geschrieben und liest sich zum teil wie ein Schulbuch. Was ich bei einem Buch, das nach konkreten Fragen aufgebaut ist nicht erwartet habe. Zudem nerven die sich wiederholenden (jedoch nicht immer unberechtigten) Vergleiche mit anderen Ländern. Nach dem Motto: " Ja hier ist viel Korruption, aber da und da ist es genau so schlimm, oder unter der und der Betrachtungsweise sogar schlimmer". Bewertungskommentar: - verhältnismäßig okay -
  20. Cover des Buches Vom Glück mit Büchern zu leben (ISBN: 9783766719348)
    Stefanie von Wietersheim

    Vom Glück mit Büchern zu leben

     (17)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Die Autorin Stefanie von Wietersheim und die Photographin Claudia von Boch präsentieren in Vom Glück mit Büchern zu leben 20 Porträts über (mir mehr oder weniger) bekannte Persönlichkeiten und ihr Leben mit Büchern. Bei den Porträtierten handelt es sich hauptsächlich um Menschen, die direkt mit Büchern arbeiten (Buchhändler, Autoren, Verleger etc.), oder um Personen, die auf verschiedene Weise im künstlerischen Bereich tätig sind (Bildende Künstler, Entertainer etc.). Allen 20 ist gemein, dass sie sich selber als Bibliophile betrachten und Bücher ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens sind.

    Die Aufmachung des Bildbandes ist sehr ansprechend. Nach einer schönen, gefühlvollen Einleitung reihen sich die einzelnen Porträts aneinander, die alle nach einem bestimmten Muster aufgebaut sind: Porträtaufnahme der Persönlichkeit, eine kurze Sentenz, die den folgenden Inhalt zusammenfasst, Name und Funktion; Bilder und Text zur privaten Bibliothek und zum Leben mit Büchern; ein abschließendes Interview zu Mein schönster Satz, Dieses Buch hätte ich gerne geschrieben, Ein Klassiker, der mich zu Tode langweilt etc.

    Ich fand es unheimlich interessant und faszinierend einen Blick in die Bücherregale fremder, mir teilweise bekannter Persönlichkeiten zu werfen: Wie viele Bücher besitzen sie? Wie sortieren sie ihre Regale? Sehe ich auf den ersten Blick Bücher, die ich auch besitze? Jeder Lesefreund kennt wohl die Neugier und die Freude an fremden Bücherregalen, wenn man Altbekanntes, aber auch Neues für sich entdeckt. Schön fand ich auch, dass nicht nur die Bücherregale an sich, sondern das gesamte Interieur vor die Linse gebracht wurde. So hat man einen guten Eindruck bekommen, wie Bücher die jeweiligen Wohnungen bereichern und ergänzen und auch, wenn ich mich persönlich weniger dafür interessiere, war es spannend auf einen Schlag direkt 20 verschiedene Einrichtungsstile präsentiert zu bekommen.

    Die Fotos – und auf die kommt es bei einem Bildband an – fand ich, soweit ich das beurteilen kann, sehr gut und sehr gelungen. Anders sieht es meiner Meinung nach mit den Begleittext aus, weswegen ich auch einen Stern abgezogen habe: Viele Porträts sind wirklich faszinierend und man kann sich in einigen Persönlichkeiten und in ihrer Leidenschaft für und in ihrem Umgang mit Büchern gut wiedererkennen. Interessant fand ich es auch, einen Blick in die Arbeit eines Buchhändlers oder eines Verlegers blicken zu dürfen; spannend wurde es, wenn die Porträtierten ihre Erfahrungen mit Büchern und Lesen in autoritären Gesellschaften (DDR, Türkei etc.) geschildert haben. Leider gibt es aber auch genauso viele Porträts, die sich meiner Meinung nach durch einen dünkelhaften und elitären Ton auszeichnen und Lesen sowie Bücherliebe ganz in die intellektuelle Ecke schieben. Das fand ich persönlich sehr schade, denn ich bin der Überzeugung, egal, welches Genre, egal, wie wert- und niveauvoll – Hauptsache: Lesen und dabei Spaß haben. Bücher sind für alle da, nicht nur für Promovierte, Klassik-Experten, Fremdsprachengenies und exklusive Sammler.

    Nichtsdestotrotz ein schöner Bildband zum Schmökern, bei dem man den Text ruhig vernachlässigen darf. Zum Verschenken und Immer-Wiederlesen.

  21. Cover des Buches Rex Mundi 02 (ISBN: 9783770466115)
    Arvid Nelson

    Rex Mundi 02

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Mussolini (ISBN: 9783453081482)
    Richard Collier

    Mussolini

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Cutting for Stone (ISBN: 9781410439727)
    Abraham Verghese

    Cutting for Stone

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Äthiopien (ISBN: 9783831710249)
    Katrin Hildemann

    Äthiopien

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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