Bücher mit dem Tag "affären"
111 Bücher
- Jojo Moyes
Eine Handvoll Worte
(1.860)Aktuelle Rezension von: Silla_GuEine berührende Liebesgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt. Wir begleiten in der Vergangenheit Anthony und Jenny und in der Gegenwart (2003) begleiten wir Ellie, die durch einen Zufall alte Dokumente im Archiv der Zeitung findet, für die sie arbeitet. Es sind berührende Liebesbriefe und Ellie setzt es sich zum Ziel, die Personen dahinter aufzuspüren und herauszufinden, was aus dieser Liebesgeschichte geworden ist. Zudem begleiten wir auch Ellie in ihrem Liebesleben, das tatsächlich ziemlich chaotisch ist. Ellie steckt seit mindestens einem Jahr in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, aus der sie sich nur schwer lösen kann.
Mich hat vor allem die Geschichte von Anthony und Jenny sehr berührt. Zwischenzeitlich hat es sich zwar etwas gezogen, es hat sich aber trotzdem gelohnt dranzubleiben, da es vor allem am Ende echt tragisch aber auch super spannend wurde. Ich habe so mitgelitten und mitgefiebert und hab hier und da auch ein paar Tränchen vergossen. Zu Ellie konnte ich leider keine so richtige Verbindung aufbauen, sie hat zum Ende hin noch eine gute Entwicklung durchgemacht, was mich ihr näher gebracht hat aber bis dahin fand ich sie ziemlich anstrengend 😅 Zudem brauchte ich etwas, um in die Zeitsprünge reinzukommen, ein paar Hinweise hier und da hätten bestimmt geholfen. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein realer Brief, ich habe wirklich lange gebraucht, um zu checken, dass es sich hierbei nicht um Briefe handelt, die zur Geschichte gehören 😂 Das wird im Nachwort sogar erwähnt und erläutert, evtl. wäre das als Vorwort besser gewesen.
Trotz allem hat mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, wenn man Fan von Jojo Moyes und ihres Schreibstils ist, macht man hiermit auf jeden Fall nichts falsch 😊
- Milan Kundera
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
(1.172)Aktuelle Rezension von: VeeziIch habe das Buch a) wegen dem Buchclub und b) wegen der "99 Bücher, die man gelesen haben muss" Challenge gelesen. Aber warum dieses Buch dazu zählt, habe ich keine Ahnung. Tomas und Theresa, Franz und Sabine sind alles Charaktere, die schwer zu ertragen sind. Tomas und Theresa sind in einer absolut toxischen Beziehung, Sabina treibt es gefühlt nur mit verheirateten Männern und Franz, als Professor, iwie total naiv. Kann ich gar nicht anders beschreiben. Knapp 300 Seiten und ich möchte einfach nicht mehr drüber nachdenken. Die wichtigen Themen, wie die Kommunistische Zeit von Russland über Polen und Tschechien kommt für meinen Geschmack viel zu Wenig zur Geltung. Stattdessen drehen wir uns um die Beziehungen der zwei Paare (die auch miteinander verknüpft sind) immerzu im Kreis.
- Iain Banks
Lolita
(519)Aktuelle Rezension von: AirdemVladimir Nabokovs Lolita ist kein Buch für schwache Nerven. Es ist ein Werk, das man übersteht, während man von der schieren Qualität der Prosa geblendet wird. Wer hier eine bloße Provokation vermutet, unterschätzt das gefährliche Spiel, das Nabokov mit seinen Lesern treibt.
Das Werk ist ein rhetorischer Kraftakt. Nabokov nutzt die Sprache nicht nur, um eine Geschichte zu erzählen, sondern um den Leser aktiv zu korrumpieren. Während Humbert Humbert seine Verbrechen begeht, kleidet er sie in eine derart lyrische und intellektuelle Sprache, dass man sich dabei ertappt, seinen Ausführungen fast fasziniert zu folgen. Im nächsten Moment ist man von der eigenen Akzeptanz angewidert.
Das Genie des Romans liegt in der Parallelität. Humbert manipuliert Lolita durch emotionale und physische Abhängigkeit. Parallel dazu manipuliert Nabokov den Leser durch unzuverlässiges Erzählen und sprachliche Brillanz.
Wir erhalten einen so präzisen Einblick in die psychologische Planung und die Rechtfertigungsmechanismen eines Täters, dass es schmerzt. Nabokov lässt uns nicht nur den Verbrecher sehen. Er zwingt uns, durch seine Augen zu schauen. Das ist politisch und moralisch unbequem, aber als literarisches Experiment von einer Präzision, die ihresgleichen sucht.
Lolita bleibt ein zutiefst verstörendes Werk über Machtmissbrauch und die Zerstörung einer Kindheit. Dass Nabokov es schafft, den Leser zum Komplizen seiner Ästhetik zu machen, macht das Buch zu einem der wichtigsten Klassiker der Moderne. Wer verstehen will, wie Manipulation auf höchstem sprachlichem Niveau funktioniert, kommt an diesem Albtraum nicht vorbei. 5 Sterne für die literarische Wucht.
- Taylor Jenkins Reid
Die sieben Männer der Evelyn Hugo
(814)Aktuelle Rezension von: Anja_KosDer Schreibstil der Autorin war wie immer ein Highlight. Inhaltlich war die Story auch gut. Was mir nicht so gefallen hat, war, dass der ganze Plot sich nur um die Vergangenheit dreht, aber das liegt bereits in der Idee begründet und ... naja, kann man wohl nicht ändern. Alles in allem aber auf jeden Fall sehr lesenswert.
- Paula Hawkins
Girl on the Train
(1.263)Aktuelle Rezension von: Nessaja
Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.
Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.
Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.
Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…
- Friedrich Schiller
Kabale und Liebe
(1.218)Aktuelle Rezension von: birarnolIch kann mir vorstellen, dass das Stück auf der Bühne gut funktioniert. Stark überzeichnete Gefühle, viel Epos.
Insgesamt gefällt mir die Geschichte nicht wirklich gut. Reicher Jüngling liebt armes Mädchen, Probleme sind vorprogrammiert, Intrigen, um die beiden auseinanderzubringen, werden dicht gesponnen. Aber gut - so lautet ja auch der Titel.
Was mir gut gefallen hat, sind die Ansätze, die Klassenunterschiede überwinden zu wollen. Doch letztendlich waren es nicht die äußeren Widrigkeiten, welche die Liebe verhinderten, sondern die Denkweisen und Schwächen der einzelnen Personen.
- der Ältere Dumas
Die drei Musketiere
(385)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsHandlung und Struktur Die Geschichte folgt dem jungen d'Artagnan, der nach Paris kommt, um Musketier zu werden. Durch eine Verkettung von Umständen freundet er sich mit den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Was als persönliche Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einer epischen Erzählung von politischen Intrigen, gefährlichen Missionen und schicksalhaften Begegnungen.
Dumas gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge zu verweben. Die Haupthandlung um die Diamantspangen der Königin wird durch zahlreiche Nebenhandlungen ergänzt, die alle kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Spannungsbögen sind perfekt getaktet - kaum ist ein Abenteuer überstanden, wartet schon das nächste.
Charakterzeichnung Die Charakterisierung der Hauptfiguren ist außergewöhnlich differenziert. Jeder der vier Protagonisten hat eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit:
- D'Artagnan: Jung, ungestüm, aber clever und lernfähig
- Athos: Geheimnisvoll, aristokratisch, von dunkler Vergangenheit geprägt
- Porthos: Kraftvoll, prahlerisch, aber von großer Loyalität
- Aramis: Elegant, intellektuell, zwischen weltlichen und geistlichen Ambitionen schwankend
Besonders bemerkenswert ist die Figur der Milady de Winter - eine der faszinierendsten Schurkinnen der Literaturgeschichte, deren Komplexität bis heute beeindruckt.
Historischer Kontext Dumas bettet seine fiktive Geschichte geschickt in den historischen Kontext des Frankreichs unter Ludwig XIII. ein. Die politischen Intrigen zwischen Kardinal Richelieu und Königin Anna von Österreich, die Spannungen mit England und die Belagerung von La Rochelle bilden einen fesselnden historischen Hintergrund.
Sprache und Stil Der Autor beherrscht die Kunst, packend zu erzählen. Seine Dialoge sind witzig und schlagfertig, die Beschreibungen lebhaft und atmosphärisch. Die Duelle werden mit einer Dynamik geschildert, die den Leser mitten ins Geschehen versetzt. Dumas' Sprache ist dabei zugänglich und direkt, ohne an literarischer Qualität einzubüßen.
Thematische Tiefe Unter der spannenden Oberfläche behandelt der Roman zeitlose Themen:
- Die Bedeutung von Freundschaft und Loyalität
- Der Konflikt zwischen persönlicher Ehre und Staatsräson
- Die Komplexität menschlicher Beziehungen
- Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung
Kulturelle Wirkung Der Einfluss des Romans auf die Populärkultur ist kaum zu überschätzen. Der Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" ist zum geflügelten Wort geworden. Die zahlreichen Adaptionen für Film, Fernsehen und Theater zeugen von der ungebrochenen Faszination der Geschichte.
Kritische Würdigung Natürlich lässt sich aus heutiger Sicht einiges kritisch sehen:
- Die Darstellung der Geschlechterrollen ist zeitbedingt
- Manche Handlungsstränge verlieren sich in Nebensächlichkeiten
- Einige historische Ungenauigkeiten sind vorhanden
Diese Aspekte schmälern jedoch nicht die literarische Leistung und die packende Erzählkunst des Autors.
Fazit "Die drei Musketiere" ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch zu fesseln vermag. Die Kombination aus spannender Handlung, komplexen Charakteren und historischem Panorama macht den Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Dumas gelingt der seltene Spagat zwischen anspruchsvoller Literatur und mitreißender Unterhaltung. Ein Meisterwerk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur gefunden hat.
- Lucinda Riley
Das italienische Mädchen
(482)Aktuelle Rezension von: angeltearzIch liebe die Bücher der Autorin sehr. Weil ich einfach ihren Schreibstil und den besonderen Aufbau ihrer Geschichten einfach großartig finde. Sie erzählt die Geschichten von Frauen, die praktisch ihr Schicksal finden. Im positiven Sinne. Ich liebs sehr!
Gefühlt habe ich auch schon die meisten ihrer Bücher gelesen. Aber es gibt noch einige ältere Bücher von ihr, die ich unbedingt lesen möchte.
Dieses gehörte auf jeden Fall dazu.
Ich muss allerdings ehrlich gestehen, dass ich hier und da überlegt habe abzubrechen. Roberto ist so ein ekelhafter Charakter, dass ich das kaum ertragen konnte. Wie er mit Rosanna umging. Richtig ekelhaft. Und die arme Rosanna, die ich gerne schütteln wollen würde.
Aber ich habe es beendet und ohne zu spoilern kann ich sagen, dass am Ende alles gut wurde. Typisch der Autorin. Man wird einfach nicht enttäuscht.
Ich habe mich dennoch unfassbar wohl in der Geschichte gefühlt. Auch die Nebengeschichten waren richtig toll und rund. Ich mag es sehr, dass die Autorin sich nicht nur auf die Protas fokussiert, sondern auch den Nebencharakteren ihre Geschichte gibt. - Ildikó von Kürthy
Schwerelos
(411)Aktuelle Rezension von: BucherpalastOkay, um ehrlich zu sein fällt es mir schwer, euch meine Meinung über dieses Buch zu sagen. Fangen wir jedoch mal mit dem Guten an: Das Buch ist superwitzig und einfach geschrieben. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so über ein Buch gelacht habe.
Die Illustrationen, die in dem Buch sind, sind auch unfassbar schön gestaltet, vor allem da mir nicht klar war, dass diese in dem Buch enthalten sind.
Aber naja das war es auch schon irgendwie. Die Geschichte an sich plätschert nur so vor sich hin, die Zeitsprünge, welche stattfinden sind teilweise echt verwirrend.
Mit der Protagonistin konnte ich mich leider auch gar nicht anfreunden was wohl denke ich am Gesamtpaket liegt.
In diesem Roman werden viele, sehr viele Klischees bedient. In meinen Augen waren es ein paar zu viele. Womit ich jedoch am wenigsten klar kam, waren ein paar der Aussagen, die in diesem Roman getroffen wurden. Klar, es soll witzig sein, doch bei mir traf es am Ende nur auf Unverständnis. Am schlimmsten hier bei war jedoch die Aussage: Eine gute Ehe funktioniert nur mit Kindern, einem guten Ehemann und einer Affäre.
Äh, wie bitte?!
Oder die Protagonistin hatte kein erfülltes Sexleben nur, weil sie noch nie Sex in der Öffentlichkeit hatte oder einen Dreier.
Und das sind nur ein paar Beispiele die so gar nicht meinen Humor getroffen haben.
Aber naja, ich habe das Buch eh nur gelesen, weil ich es geschenkt bekommen habe und da bin ich echt froh hier für kein Geld ausgegeben zu haben.
Ganz eindeutig keine Empfehlung für euch. - Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Der Spieler
(293)Aktuelle Rezension von: Jacky_liestMit Der Spieler legt Fjodor M. Dostojewski einen schmalen, aber inhaltlich dichten Roman vor, der sich kompromisslos mit Spielsucht, Macht, Abhängigkeit und zerstörerischer Liebe auseinandersetzt. Der Text trägt spürbar autobiografische Züge und genau diese Nähe zur eigenen Erfahrung verleiht der Geschichte ihre schonungslose Intensität.
Im Zentrum steht ein junger Mann, innerlich zerrissen zwischen seiner obsessiven Liebe zu Polina und der berauschenden Verheißung des Roulettetisches. Das Glücksspiel ist hier weit mehr als bloße Kulisse: Dostojewski beschreibt den Ablauf, die Atmosphäre und vor allem die Sogwirkung des Spiels mit beklemmender Präzision. Man spürt förmlich das fiebrige Hoffen, das nervöse Kalkulieren und den jähen Absturz, bis klar wird, dass der Protagonist längst nicht mehr spielt, sondern selbst gespielt wird.
Sprachlich ist der Roman anspruchsvoll und kritisch, stellenweise bewusst provokativ. Die häufig eingestreuten französischen Passagen, leider ohne Übersetzung, können irritieren und ein Gefühl von Distanz erzeugen, beeinträchtigen das grundsätzliche Verständnis jedoch nicht. Auch die Figuren werden zu Beginn recht überfallartig eingeführt, was kurzfristig Orientierung verlangt. Doch Dostojewski gleicht dies aus, indem er Beziehungen und Abhängigkeiten immer wieder aufgreift und vertieft. Mit jeder Seite fügt sich das Beziehungsgeflecht klarer zusammen.
Besonders gelungen ist der Tonfall, mit dem Dostojewski Tragik und grotesken Humor verbindet. Die moralische und seelische Dekadenz der Figuren ist erschütternd und zugleich stellenweise bitterkomisch überzeichnet. Ein echtes Highlight ist das Auftreten der Tante: ihr Verhalten, ihr Glück (oder vielmehr Unglück) am Roulette und ihre respektlose Direktheit bringen eine fast absurde Leichtigkeit in die ansonsten düstere Erzählung.
Fazit:
Der Spieler ist ein psychologisch präzises, sprachlich starkes Werk über Liebe, Geld und Sucht, über Menschen, die glauben zu handeln, und doch längst getrieben sind. Anspruchsvoll, stellenweise sperrig, aber insgesamt sehr eindrucksvoll.
- JP Delaney
The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
(386)Aktuelle Rezension von: Gin_ahab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.
die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?
naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.
- Maria Nikolai
Die Schokoladenvilla
(256)Aktuelle Rezension von: InaRomStuttgart, Anfang des 20. Jahrhunderts:
Judith Rothmann ist die Tochter eines angesehenen Schokoladefabrikanten und führt mit ihren jüngeren Zwillingsbrüdern ein privilegiertes Leben. Da sie sich sehr für die Herstellung von neuen Schokoladekreationen interessiert, ist es ihr größter Wunsch einmal die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Wilhelm Rothmann hat aber andere Pläne für seine Tochter und arrangiert gegen ihren Willen die Hochzeit mit einem reichen Bankierssohn. Judith wehrt sich mit aller Kraft gegen diese Verbindung mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Von ihrer geliebten Mutter Hélène kann sie auch keine Hilfe erwarten, da sich diese in ein Sanatorium am Gardasee abgesetzt hat. Doch dann tritt Victor Rheinberger in ihr Leben …
Nachdem ich den Zweiteiler „Little Germany“ von der Autorin Maria Nikolai gelesen hatte, wollte ich unbedingt dieses Buch lesen und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich flog nur so durch die Seiten und genoss wieder diesen flüssigen, wunderbaren Schreibstil. Die einzelnen Kapitel von insgesamt einundsechzig, haben eine angenehme Länge und ermöglichen somit ein gemütliches Lesen. Ich finde die Dialoge der verschiedenen Charaktere sehr gelungen. Besonders bei dem verbalen Schlagabtausch zwischen Victor und Judith`s Vater musste ich sehr schmunzeln. „Ich stelle Sie auf der Stelle wieder ein, Rheinberger! Sie würden meine Lieferanten in Grund und Boden verhandeln.“ (Zitat: Seite 611).
Die Protagonistin Judith ist mir sehr sympathisch, denn sie verkörpert eine junge, willensstarke Frau, die trotz eigener Schwierigkeiten nie auf das Wohl ihrer jüngeren Brüder vergisst. Alle Charaktere wurden sehr gut vorstellbar gezeichnet. Die Autorin hat wieder toll recherchiert und somit habe ich einiges über das Stuttgart der Jahrhundertwende erfahren. Dass die sogenannte „Zacke“ noch heute fährt, fand ich sehr interessant. Am Ende der Geschichte findet man ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Hinweise auf den geschichtlichen Hintergrund. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Ich empfehle dieses Buch unbedingt allen Lesern die gerne Familiengeschichten mit historischem Hintergrund bevorzugen.
- Brent Weeks
Der Weg in die Schatten
(317)Aktuelle Rezension von: DrachenbuecherhortDer Weg in die Schatten von Brent Weeks ist der erste Band der Schatten-Trilogie und ein fesselnder Einstieg in eine düstere Fantasy-Welt. Das Buch erzählt die Geschichte von Azoth, einem jungen Straßenjungen, der in einer brutalen und gnadenlosen Welt lebt. Um seinem harten Leben zu entkommen, entscheidet er sich, Lehrling des berüchtigten Assassinen Durzo Blint zu werden.
Azoth, der Protagonist, wächst in den Slums einer Stadt auf, in der Gewalt und Hunger an der Tagesordnung sind. Sein Leben ändert sich drastisch, als er Durzo Blint begegnet, einem Meister der Schatten und des Tötens. Azoth sieht in Durzo seine einzige Chance auf ein besseres Leben und beschließt, alles zu tun, um dessen Lehrling zu werden. Doch der Weg in die Schatten ist gefährlich und fordert von Azoth mehr, als er sich je hätte vorstellen können.
In „Der Weg in die Schatten“ wird die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Charaktere erzählt, wobei die Erzählweise in der dritten Person gehalten ist. Diese multiperspektivische Erzählweise ermöglicht es dem Leser, tief in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Figuren einzutauchen, was die Handlung vielschichtiger und spannender macht. Obwohl die Erzählung in der dritten Person erfolgt, gewährt Weeks den Lesern Einblicke in die inneren Monologe der Charaktere. Man hört, was sie denken, und erlebt ihre inneren Konflikte hautnah mit.
Die Vielzahl der Charaktere mag anfangs überwältigend erscheinen – nur dadurch noch schlimmer gemacht, dass es keinerlei Glossar gibt – doch sie trägt wesentlich zur Tiefe und Komplexität der Geschichte bei. Diese Fülle an Figuren kann es manchmal schwierig machen, den Überblick zu behalten und sich ein klares Bild von jedem Einzelnen zu machen. Doch gerade diese Vielfalt trägt zur Tiefe und Authentizität der Geschichte bei. Die Vielzahl der Charaktere spiegelt die Komplexität der Welt wider, in der Azoth lebt. Von Straßenkindern und Assassinen bis hin zu Adligen und Magiern – jede Figur bringt ihre eigene Geschichte und Perspektive mit, was die Handlung reich und dynamisch macht. Diese Vielfalt kann anfangs überwältigend sein, doch sie sorgt auch dafür, dass die Welt lebendig und realistisch wirkt.
Trotz der vielen Nebenfiguren sind die Hauptpersonen besonders gut ausgearbeitet und bleiben dem Leser im Gedächtnis. Azoth, der sich später Kylar Stern nennt, ist ein vielschichtiger Charakter, dessen Entwicklung von einem verängstigten Jungen zu einem entschlossenen Assassinen eindrucksvoll dargestellt wird. Seine inneren Konflikte und moralischen Dilemmata machen ihn zu einer glaubwürdigen und sympathischen Figur. Durzo Blint, Azoths Mentor, ist ebenfalls eine faszinierende Figur. Seine zynische und harte Schale verbirgt eine komplexe Persönlichkeit mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Durzos Beziehung zu Azoth ist vielschichtig und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, was zu einigen der emotional intensivsten Momente des Buches führt.
Das Buch behandelt Themen wie Macht, Verrat, Loyalität und die Suche nach Identität. Weeks schafft es, eine Welt zu erschaffen, die sowohl faszinierend als auch erschreckend realistisch ist. Die moralischen Dilemmata, mit denen die Charaktere konfrontiert werden, regen zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte Tiefe.
„Der Weg in die Schatten“ ist der packende Auftakt zur Schatten-Trilogie von Brent Weeks und bietet einen faszinierenden Einstieg in eine düstere Welt voller Intrigen und Geheimnisse. Wer Geschichten über moralisch graue Figuren und Assassinen liebt, wird dieses Buch verschlingen und sich auf die Fortsetzungen freuen.
- Michelle Marly
Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
(175)Aktuelle Rezension von: nasaMademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly ist eine Romanbiografie über die bekannte Coco Chanel und wie sie ihr berühmtes Parfüm entwickelte. Der Roman reiht sich in die Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Reihe ein.
Ich habe ein paar Bücher dieser Reihe gelesen und mag sie recht gerne. Es sind immer tolle Romane von verschiedenen Autoren die Fakten mit Fiktion verbinden und eine schöne Geschichte daraus machen. In dem vorliegenden Buch wird das Leben von Coco Chanel zwischen den Jahren 1919 und 1922 beleuchtet.
Paris 1919 Coco Chanels Liebhaber Boy Capel kommt bei einem Autounfall ums Leben. Für die erfolgreiche Modeschöpfer bricht eine Welt zusammen. Sie ist wie gelähmt und versinkt in Trauer. Erst der Plan, ihrer großen Liebe mit einem Duft zu gedenken und für die moderne Frau zu kreieren lässt sie aus der Trauer erwachen. Mit neuem Lebensmut macht sie sich auf die Suche nach dem passenden Duft und trifft dabei auf den russischen Großfürsten und Exilanten Dimitri Romanow.
Das Buch hat sich gut lesen lassen. Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und unterhaltsam. Man kann ihn gut lesen und sich auch gut in die Geschichte reindenken. Obwohl es den roten Faden des Parfüms gibt, plätschert die Geschichte an manchen Stellen etwas vor sich hin. Es fehlt ein gewisser Spannungsbogen, man kann das Buch gut ein paar Tage aus den Händen legen und später wieder einsteigen und hat nicht das Gefühl was verpasst zu haben.
Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat, gab es einige Längen. Es gab immer wieder Affären in Cocos Leben, diese waren mir teilweise etwas zu sehr ausgeschmückt, da sie nicht unbedingt zum entstehen ihres Parfüms beitrugen. Allerdings gehörten sie zu ihrem Leben und daher ist es gut das sie Erwähnung fanden. Ich hätte gerne noch etwas mehr über das Entstehen und die Herstellung des Parfüms erfahren. Das kam mir etwas zu kurz.
Für mich war neben der Entstehung des weltbekannten Parfüms Chanel No 5 auch interessant mit wie vielen verschiedenen Persönlichkeiten Coco in Kontakt stand. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammte, schaffte sie es an die Spitze der damaligen Berühmtheiten. Sie hat ein sehr bewegendes Leben geführt und ihre Ziele immer verfolgt.
Diese Romanbiografie verbindet sehr schön Fakten und Fiktion und bringt einem das Leben der Coco Chanel und ihres weltberühmten Parfüms näher. Es lässt sich gut lesen und für ein paar Stunden in die 1920iger Jahre in Frankreich abtauchen.
- Michael Robotham
Die Rivalin
(187)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Richtige Worte zu finden, wenn das eigene Kind vermisst wird, fällt jedem Erwachsenen schwer. Dabei haben die Geschwister oftmals viele Fragen und haben nicht nur mit den eigenen Ängsten zu kämpfen. Sie spüren auch die Verunsicherung und Besorgnis der Eltern.
Es ist hierbei wichtig, trotz eigener Sorge, dass den Kindern auf eine verständliche und einfühlsame Art und Weise, die Situation erklärt wird. Dabei sollte auch erläutert werden, dass es normal ist, sich Sorgen zu machen, wenn ein geliebter Mensch vermisst wird. Es sollte jedem Erwachsenen klar sein, dass es keine Schande ist, sich professionelle Hilfe an die Seite zu holen, schließlich ist jeder, mit solch einer Situation, überfordert.
Auch der Verlust eines Kindes hat schwerwiegende Folgen für das restliche Leben. Ein Kind zu verlieren, ist für viele Eltern das Schlimmste, was geschehen kann. Die Wunden, die solch ein Schicksalsschlag hinterlassen kann, sind traumatisch und liebende Eltern erholen sich womöglich niemals.
Wir alle haben einen Promi oder eine Person in unserem Umfeld, mit denen wir gern tauschen möchten. Dabei kennen wir meist nur die Seite, die uns die Person wirklich zeigen möchte. Niemand weiß, ob es Schattenseiten gibt und, ob uns diese gefallen, können wir nicht einschätzen. Auch, wenn wir der Meinung sind, dass das vermeintlich andere Leben schöner ist, könnten wir uns irren und in eine andere Art schweres Leben schlittern.
Kein Leben ist einfach und alles hat sein Tür und Wider. Wenn wir wieder lernen, dankbarer zu sein, für das, was wir haben und uns nicht mit anderen vergleichen, haben wir ein viel angenehmeres und zufriedeneres Leben. Oftmals ist weniger mehr.
Viele von uns, haben ein Problem damit, älter zu werden. Dabei muss die Frage erlaubt sein, warum dies so ist. Für viele von uns, ist es selbstverständlich, älter zu werden. Leider ist ihnen es nicht bewusst, dass dies nicht immer der Fall ist.
Es gibt viel zu viele Menschen, die gern älter geworden wären, es aber durch ein zu zeitiges Ableben nicht konnten. Uns muss endlich bewusst werden, dass nichts selbstverständlich ist und schon gar nicht, alt zu werden.
- John Updike
Die Hexen von Eastwick
(54)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDieser Roman begeistert immer noch. Drei unterschiedliche Frauen leben zusammen und sie sind Hexen! Oft führt das zu Verwirrungen und Komplikationen, aber auch zu ungeheuren komischen Situationen. In New York trifft ein Kunstsammler ein und dieser Mann verwirrt die drei geschiedenen Damen. Liebe? Angst? Unsicherheit? Ein spannender Reigen beginnt, als es wieder einmal Zeit ist für den Hexensabatt.
- Taylor Jenkins Reid
Malibu Rising
(299)Aktuelle Rezension von: bookworm_ally1312🔥Eigene Meinung:🔥
Malibu Rising war definitv anders als andere Bücher.
Es gab verschiedene Charaktere, deren Sicht immer aus der Er/Sie Perspektive geschrieben wurden.
Anfangs hat mich das ziemlich gestört, im Laufe des Buches ist mir klar geworden, dass es nötig ist 🤭
Außerdem waren Zeitwechsel vorhanden. Zum einen die Geschichte der Mutter der Protagonisten, zum anderen die berühmte Riva Party 🫣🥰
Die Vergangenheitsstory hat mein Herz komplett zerrissen 😔🤐 Es war einfach so unglaublich schwer und hart, was diese Familie durchlebt hat 🫥
Der Schreibstil hat mir persönlich nicht ganz gefallen, dafür hat die Geschichte mich aber voll und ganz gepackt.
Gegen Ende kamen mega viele Nebencharaktere dazu, aus deren Perspektive AUCH NOCH MAL beschrieben wurde 🥲 Viele hat das gestört, ich hingegen fand es ganz amüsant 😁
Jede Perspektive für sich war unglaublich nahbar beschrieben und ich habe es geliebt neue Charaktere kennenzulernen 🤷🏻♀️🌸
Dieser Surfe und Sommer Vibe hat mir ein richtiges Urlaubs- Feeling gegeben, es war, als wäre ich selbst mit Nina und ihren Geschwistern am Strand 🏝
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🔥Handlung:🔥
Supermodel Nina Riva schmeißt genauso wie immer die größte und bedeutendste Sommerparty Malibus 🏝✨️
Am liebsten würde Nina diese jedoch abblasen, da ihr Mann sie zuvor betrogen hatte.
Doch als ihre Geschwister sie schließlich überreden, kommen in dieser Nacht jahrzehntealte Familiengeheimnisse zum Vorschein 🤭
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🔥Fazit:🔥
Definitv eine packende Partygeschichte mit absolutem Sommerfeeling 🏝✨️🌸
Die Party an sich war wahnsinnig spannend, ganz zu schweigen von der Vergangenheitsstory, die voller greifbarer Gefühle war 😉🫣
Gegen Ende hat es ein wenig nachgelassen und der Schreibstil nicht ganz meins, daher 4 vom 5 Sterne 😊
•••••••••
🔥Bewertung:🔥
Story: 9/10
Schreibstil: 6/10
Hauptcharakter(e): 8.5/10
Cover: 3/10
Gesamt: 7/10
- Stephen Fry
Mythos
(83)Aktuelle Rezension von: _leserin_Ich flieg zu Ostern nach Athen und wollte mich mit Stephen Frys vier Büchern zur griechischen Mythologie (Mythos, Helden, Troja und Odyssee) ein wenig einstimmen. Begonnen habe ich nun mit dem ersten Buch: Mythos. Dem Autor gelingt es leicht und humorig zu schreiben, so als würde er neben mir sitzen und frei heraus erzählen. Die griechische Mythologie ist ja ein Paradies der Fantasie, wobei ich mir die Wirrnisse der Griechen bestimmt nicht alle merken konnte – jede*r mit jeder*m Akteur*in verwandt und verschwägert. Ich liebe diese Geschichten, diese Göttinnen und Götter mit ihren menschlichen Eigenschaften, die so überhaupt nicht perfekt sind, wie wir sie aus der christlichen Religion kennen. Stephen Fry schafft es, hier einerseits ein wenig Ordnung und Chronologie reinzubringen, andererseits verweist er auf die römische Mythologie und übersetzt die Bedeutungen in die Gegenwart. Ganz große Empfehlung.
Aus dem Englischen von Matthias Frings - Norbert Scheuer
Winterbienen
(100)Aktuelle Rezension von: NicolePEgidius Arimond lebt 1944 in ständiger Gefahr. Wehruntauglichkeit wegen Epilepsie und diverse Frauengeschichten sind noch harmlos. Er versucht, Juden in speziellen Bienenstöcken nach Belgien zu schmuggeln.
Die Geschichte besteht in erster Linie aus Tagebuchnotizen von Egidius. Dort ist in erster Linie über seine Arbeit und Tätigkeit als Imker zu lesen. Doch in leisen Zwischentönen erfährt der Leser viel über die damalige Zeit und wie die Menschen versucht haben, irgendwie hindurch zu kommen.
Dieser ruhig erzählte Roman regt auch zum Nachdenken an. Man sollte beim Lesen bedenken, dass Tagebucheinträge in erster Linie für einen Schreiber selbst als Erinnerung gedacht sind und daher ausführliche Beschreibungen zu Orten, Personen und Begebenheiten selten sind. Dafür bringen sie einem den Verfasser emotional sehr nahe. Mir hat das Buch sehr gefallen, und ich empfehle es gerne weiter.
- Tom Rachman
Die Unperfekten
(202)Aktuelle Rezension von: JorokaTageszeitungen haben heutzutage gerade durch die Konkurrenz im Internet einen schweren Stand. Doch hinter den bedruckten Seiten stehen Menschen, die mit größerer oder eher geringerer Hingabe, mehr oder weniger befähigt diese Zeilen gefüllt haben. Tom Rachman bringt uns diese Menschen ein Stück weit näher. Und auch eine Leserin, zugegebenermaßen eine sehr verschrobene, wird genauer unter die Lupe genommen. Und nebenbei erzählt Rachman die Geschichte vom Traum eines einzelnen, in der ewigen Stadt eine englischsprachige Zeitung zu gründen und diese weltweit zu verbreiten. Man könnte dies als Spleen eines reichen Amerikaners abtun, doch dieses Vorhaben bestimmt über 50 Jahre einen großen Teil des Lebens vieler Menschen....
Die besonderen Stärken des Romans sind sicherlich im Schreibstil von Rachman (bzw. der anscheinend gelungenen Übersetzerarbeit) zu sehen. Rachman erweist sich als befähigter Stilist. Ihm gelingt es, 11 ganz unterschiedliche Geschichten seiner Figuren zu erzählen und sie trotzdem zu einem Geschichtsteppich zusammen zu weben. Rahmen bietet in Rückblicken ein Abriss der 50jährigen Zeitungsgeschichte. Am Ende treffen sich die Stränge in der Gegenwart wieder.
Fazit: Ein kurzweiliges Buch, gefällig geschrieben, abwechslungsreich durch die verschiedenen Lebenseinblicke, dadurch aber auch nicht zu sehr in die Tiefe gehend.
- Agatha Christie
Mord im Pfarrhaus
(276)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Im Pfarrhaus wird ein Mann erschossen aufgefunden, der im ganzen Dorf unbeliebt war. Schnell gibt es nicht nur ein Geständnis, sondern gleich zwei. Zusammen mit dem Pfarrer ermittelt Miss Marple um den wahren Täter zu finden, was sich als schwieriger als gedacht herausstellt.
Mich hat die Geschichte gut unterhalten, auch wenn das Ende nicht ganz überraschend war. Der Weg dahin war aber spannend und Miss Marple mit ihrer zurückhaltenden Art war wie immer sehr sympathisch.
- Britt Reißmann
Die Farbe des Himmels
(33)Aktuelle Rezension von: Katharina_Dick94Es waren leider sehr viele Rechtschreibfehler vorhanden.
Was ich sehr störend fand, dass oft zwischen Hochdeutsch und Dialekt gewechselt wurde.
Leider wurde es erst am Ende der Geschichte spannend, daher kämpfte ich mich durch 3/4 des Buches. (Wollte zwischendurch sogar aufhören.)
Von mir bekommt das Buch 1 von 5 Sternen da die Handlung nicht so schlecht war.
- Emma Rosenblum
Bad Summer People
(104)Aktuelle Rezension von: aalliinnaa98Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich ziemlich gespannt auf das Buch.
Leider hat sich es aber anders heruafestellt
Für mich sind es zu viele Personen die im ersten moment involviert sind. Oft wusste ich schon nicht mehr, wer wer ist und wer zu wem gehört.
Der Anfang hat langsam Fahrt aufgenommen, ist aber dann ziemlich schnell abgeflacht.
Zu oft Wiederholungen und die gleiche Geschichte aus anderen Perspektiven.
Die Geschichte hätte mehr Potential gehabt, leider wurde daraus nichts.
Der Fall, wurde leider auch eher zur Nebensache und das Ende war sehr flach.
- Cora Stephan
Ab heute heiße ich Margo
(100)Aktuelle Rezension von: JulianchenDieses Buch wartete schon etwas länger im Regal darauf, gelesen zu werden. Es hat sich gelohnt. Auf den Spuren von Margo, eigentlich Margarete, begibt sich der Leser auf eine Reise durch die deutsche Geschichte von 1936 bis zur Jahrtausendwende. Margo ist eine selbstbewusste Frau, für die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung sehr wichtig sind. Während der Naziherrschaft ist sie eine Mitläuferin, hat keine politischen Interessen und keine politische Haltung. Sie ist fleißig, tatkräftig und mutig und hält sich nicht mit Emotionalitäten auf. Nach dem Krieg gelingt es ihr mit ihrem Mann Henri, ein neues Leben im Wirtschaftswunder Westdeutschlands aufzubauen. Sie ist pragmatisch, kreativ und zukunftsgerichtet. So wird sie schnell erfolgreich und erarbeitet sich eine eigene Karriere. Henri, der auch als Richter seinen Platz gefunden hat, kocht und kümmert sich hingebungsvoll um den Garten. Ein sehr moderner Mann in der damaligen Zeit. Seine Figur rührt mich sehr. Seine Liebe zu Margo hält auch Betrug und Seitensprünge aus. Neben Margo wird die Handlung auch aus der Perspektive von Helene, einer ehemaligen Kollegin Margos und Alard, eines Adeligen erzählt. Die drei verbindet ein Geheimnis aus den letzten Kriegsjahren. Helene ist eine sehr zwiespältige Figur. Anfangs gefällt sie mir sehr gut mit ihrem Mut und ihrem Aufbegehren. Auch ihre Liebe zu Alard, die sich bis auf wenige Tage im Krieg nicht entfalten kann, ist sehr gut eingefangen. Ihre Wandlung zur Spionin der DDR und ihre emotionalen Intrigen werfen dann aber ein anderes Licht auf sie. Mir bleibt ihre Figur bis zum Ende etwas fremd und unnahbar. Dennoch ist die wechselseitige Perspektive aus Ostdeutschland und Westdeutschland, durch Helene und Margo sehr gut gesetzt. Die Geschichte der beiden Töchter, Leonore und Clara bzw. Emma ist angerissen, wird aber im Nachfolgeroman tiefer erzählt. Am Ende geht es dann etwas schnell und wirkt stellenweise konstruiert. Auch das Geheimnis um die verschwundenen DDR-Millionen hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht. Doch der Roman berührt mich, interessiert mich und die Figuren sind sehr facettenreich gezeichnet. Daher absolut empfehlenswert.























