Bücher mit dem Tag "afrika"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "afrika" gekennzeichnet haben.

825 Bücher

  1. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257072723)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

    (2.150)
    Aktuelle Rezension von: M1C

    Dieses Buch ist sehr spirituell und religiös, für gewöhnlich sind das Themen die mich nicht besonders ansprechen, hier hat es mir aber überraschend gut gefallen.
    Das Buch macht Mut an seine Träume zu glauben und sie zu verfolgen und sich nicht mit dem erstbesten zufrieden zu geben.
    Nur das Ende war mir leider etwas zu offen und wirr.

  2. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

    (724)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ein weiteres Buch von Jonasson, das mir gut gefallen hat. Ich hatte keine Ahnung, was genau mich erwarten würde, kannte nur meine bisherigen Erfahrungen und dass ich die genossen habe, weshalb ich mit gutem gerechnet habe, und wurde wieder einmal nicht enttäuscht.
    Politische Probleme werden mit sehr viel Humor gemeinsam in eine absurde Geschichte gepackt, in der wieder einmal Atomwaffen eine Rolle spielen, ebenso wie ein paar sehr unglaubwürdige Figuren, die in dieser Geschichte aber absolut natürlich wirken, einfach weil die ganze Geschichte so unglaubwürdig ist.
    Mit Nombeko und Holger gibt es zwei unglaublich sympathische Hauptfiguren, die ihr bestes tun, um ein möglichst gutes Leben zu führen, ohne dass andere darunter leiden, und mit den drei chinesischen Schwestern und dem amerikanischen Töpfer sind auch für lustige Nebenfiguren gesorgt, die alle ihren Platz in der Geschichte haben. Und dann gibt es da noch die nicht ganz so liebevollen Nebenfiguren, die mir leider eher auf die Nerven gingen, aber auch die hatten eindeutig ihren Platz im Geschehen und es ist ja nicht so, als seien sie versehentlich nervig geworden, sondern man merkt schon sehr deutlich, dass Jonasson sich was bei den Dingen gedacht hat, die er geschrieben hat.
    Es gibt ein paar kleinere Momente, bei denen ich mich gefragt habe, ob die Dinge vielleicht doch zu weit gehen in ihrem Humor, da sie einen rassistischen Unterton haben könnten, allerdings habe ich bei Jonasson wirklich das Gefühl, dass er seine Witze eher auf Kosten von den Figuren schreibt, als auf Kosten der Stereotype ihrer Herkunft, auch wenn beides teilweise überschneidet. Ich bin was das angeht aber wirklich kein Experte, und auch nicht betroffen, entsprechend kann ich mir auch durchaus vorstellen, dass andere Leute das ganz anders sehen würden.
    Auch muss ich zugeben, dass ich an so einigen Stellen doch sehr enttäuscht war, als in der Geschichte manche Figuren so stark unter anderen leiden, und die anderen praktisch nie die Konsequenzen davon zu spüren bekommen. Es geht für die Figuren letztendlich gut aus, aber dass man so sehr im Leben anderer herumpfuschen konnte, ohne dass es je zu irgendwelchen Problemen kommt, hat mich doch nicht ganz glücklich gemacht. Auch wenn's vielleicht realistisch ist, dass nicht alle Leute immer vom Karma erwischt werden, aber gewünscht hätte ich's mir hier doch.
    Ändert aber nichts daran, dass ich alles in allem wieder einmal eine echt gute Zeit hatte, und Jonasson ist denke ich auch weiterhin auf der Liste der Autoren, bei denen ich nie nein zu einem Buch sagen würde.

  3. Cover des Buches Children of Blood and Bone (ISBN: 9783596712168)
    Tomi Adeyemi

    Children of Blood and Bone

    (494)
    Aktuelle Rezension von: bstbsalat

    Wieder einmal frage ich mich rückblickend, was mich so lange davon abgehalten hat, ein Buch zu lesen. Children of Blood and Bone steht seit Jahren auf meiner "unbedingt irgendwann lesen"-Liste und als es bei NetGalley angeboten wurde, habe ich nicht lange überlegt. Umso länger lag es dann einfach da, weil bei mir die Luft raus war und ich mich lieber mit klarem Kopf in eine neue Geschichte stürze als mich in Momenten der Leseflaute durch ein Buch zu quälen - denn dann kann es mir eigentlich gar nicht gefallen. Nun habe ich innerhalb einer Woche diesen ersten Band der Trilogie verschlungen und bin sehr neugierig, wie es mit Zélie, ihren Begleiter*innen und der Magie weitergeht. 


    Ich hatte eine gewaltige (und gewalttätige) Geschichte erwartet, voller Mut und Abenteuer und vor allem voller Zorn. Zorn auf die Welt, die Machtungleichheiten nicht nur ermöglicht, sondern geradezu fördert; Zorn auf die Unterdrücker und die Grenzen der eigenen Fähigkeiten. Dazu eine kleine Prise Romance und eine große Prise Magie. Dieses Mal wurden meine Erwartungen genau getroffen, aber um eine fantastische Welt ergänzt. 


    Zélie war mir sofort sympathisch, blieb es aber nicht durchgehend. Manchmal trifft sie Entscheidungen oder lässt durch ihre inneren Monologe Einblicke in Gedankengänge zu, die mir unlogisch erscheinen und die oft auch Konsequenzen haben. Aber hey, sie ist ein Teenager. Dass ich aus meiner Perspektive anders denke als sie, das ist wohl kaum verwunderlich. Am meisten gestört hat mich an Zélie, dass sie immer wieder an sich zweifelt, was ihr aber von vielen Menschen mal mehr, mal weniger metaphorisch eingeprügelt wurde. Es wäre schön gewesen, wenn sie diesen angelernten "Makel" mit der Zeit ablegen würde. Ich hoffe, das tut sie in den Fortsetzungen. Zélie ist ein junges Mädchen der untersten Gesellschaftsklasse, dass sogar zum eigenen Bruder eine riesige Distanz auf Ebene der Wertschätzung und Anerkennung empfindet. Sie fühlt sich von so gut wie allen Menschen verraten und verfolgt, was von der Realität gar nicht so weit entfernt ist. 


    Amari ist für mich eine angenehmere Protagonistin gewesen. Sie kommt direkt aus dem Palast, hat in Wohlstand gelebt, was aber in ihrem Fall gleichbedeutend mit einem goldenen Käfig und Einsamkeit ist. Amari fühlt sich mit ihrer Dienerin verbundener als mit ihrer eigenen Familie und nutzt eine flüchtige Chance, um diesem Leben zu entkommen - und um genau für die eine Sache zu kämpfen, die ihr eigener Vater mit Mord und Genozid unterdrückt. Dabei wächst sie immer wieder über sich selbst hinaus und legt dabei eine spürbare Entwicklung hin. Im Vergleich zu Zélie, die am Ende innerlich noch etwa genauso aussieht wie am Anfang - "nur" ein bisschen traumatisierter -, ist Amari quasi ein neuer Mensch. Das zu verfolgen war richtig toll. 


    Inan, der einzige männliche Protagonist, aus dessen Perspektive einige Kapitel erzählen, ist meiner Meinung nach im Vergleich mit den Mädchen eine komplexere Figur: Zélie ist zornig, verletzt und auf Rache, später auch auf ein größeres Ganzes aus. Amari ist kurz davor gebrochen zu werden und flieht ins Exil, bevor sie ihre gesamte Haltung auf Rebellion und Angriff ausrichtet. Und ihr Bruder Inan? Er ist der treue Soldat, der gute Sohn des grausamen Königs, der die Lehren seines Vaters gehorsam umsetzt und an dessen Wahrheit glaubt. Der Krieger, dem der Boden unter den Füßen wegbricht, als seine Augen für die Realität geöffnet werden und er ins Zweifeln gerät. Der versucht, eine neue, eigene Wahrheit zu finden, eine Seite zu wählen und der immer wieder von äußeren Einflüssen in verschiedene Richtungen gelenkt wird. Man könnte Inan als wankelmütig beschreiben und würde damit nicht falsch liegen. Wenn man aber berücksichtigt, wie blind er lange Zeit gewesen ist für die Ereignisse außerhalb des Palasts und wie sehr ihn die hasserfüllten Worte seines Vaters ausfüllten, wie sehr er danach strebte, dessen Anforderungen gerecht zu werden, dann verändert und entwickelt sich Inan im Verlauf der Geschichte am meisten. Und doch bleibt Amari meine Favoritin.


    Besonders wird diese bekannte Geschichte von Macht, Unterdrückung und Rebellion durch die Magie. Gewährt durch Götter, erweckt durch Beschwörungen und anhaltenden Glauben und vernichtet - zumindest vorübergehend - durch einen machtgierigen Sterblichen. Viele Elemente dieser Magie sind mit Kulturen verknüpft, die mir fremd sind und damit eine ganz eigene Welt in meinem Kopf entstehen ließen. Soweit ich herausfinden konnte, hat sich die Autorin von westafrikanischen Mythen inspirieren lassen und direkte Bezüge auf die Kultur der Yoruba eingesetzt, zum Beispiel in der Sprache der Magiebeschwörungen. Ich konnte schon viele verschiedene Magie- und Glaubenssysteme in den unterschiedlichsten Büchern kennenlernen: Children of Blood and Bone ist in dieser Masse für mich, für den Moment, einzigartig. (Zugegeben, ich habe bisher wenig gelesen, das sich auf afrikanische Kulturen bezieht. Dieses Buch verdeutlicht für mich, dass sich daran etwas ändern sollte.)


    Children of Blood and Bone hat glasklare Messages zum Thema Rassismus und Colorismus, die allerspätestens im Nachwort der Autorin deutlich werden sollten. Dort verbindet sie einzelne Storyelemente mit Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA, mit der Black Lives Matter Bewegung, und benennt konkrete Schwarze Opfer dieser Gewalt. 


    Obwohl mir die Geschichte richtig gut gefällt und ich große Freude daran hatte, den Figuren bei ihrer Entwicklung zuzuschauen, stört mich leider genau das etwas: Ich blieb Zuschauerin. Es fühlte sich nicht wirklich an, als ob ich Zélie, Amari, Tzain und Inan begleite, sondern als ob ich im Nachhinein ihre Geschichte erzählt bekomme. Das kann natürlich auch damit zu tun haben, dass ich Weiß bin und die Figuren Schwarz sind. Ich führe es aber vielmehr auf die Erzählweise zurück, die mich trotz aller Emotionalität doch etwas auf Distanz hielt. Manchmal waren die Details zu ausschweifend, sodass ich auch mal eine Seite zurückblättern musste, um den roten Faden wieder aufzugreifen. Manchmal passierte etwas mit einer Figur und es war mir total egal, weil ich vorher nicht genug Zeit mit ihr verbracht hatte, um sie besser kennenzulernen und Nähe aufzubauen. Manchmal ging es dann wieder so schnell, dass ich das Gefühl hatte, etwas Wichtiges übersprungen zu haben.  


    Fazit

    Insgesamt ist Children of Blood and Bone genau wie ich erwartet habe und mehr: Zornig. Hoffnungsvoll. Magisch. Mystisch. Rebellisch. Es hat mir gut gefallen, den drei Held*innen auf ihrer Reise zu folgen und Einblicke in diese Fantasy-Version der Yoruba-Kultur zu erhalten. Leider hat mich der Schreibstil unterwegs öfter kurz verloren. Ich bin deshalb sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und schließlich endet, aber bis zum Lesen der Fortsetzung wird wohl erneut etwas Zeit vergehen.

  4. Cover des Buches Die Tyrannei des Schmetterlings (ISBN: 9783596704033)
    Frank Schätzing

    Die Tyrannei des Schmetterlings

    (172)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension "Die Tyrannei des Schmetterlings" 

    Mit großen Erwartungen bin ich in das Buch gestartet und wurde schon nach wenigen Seiten enttäuscht. Was ist nur aus dem flüssigen Schreibstil aus "Der Schwarm" und "Limit " geworden. Wo kommen denn diese ganzen verschachtelten Sätze her? Und was soll dieses ganze philosophische Gerede?

    Ich bin ein großer Fan von Frank Schätzig und habe seine Bücher mit Freude verschlungen. Mir gefiel besonders, dass er wissenschaftlich-technische Ansätze mit Leichtigkeit erklärte und diese dabei unauffällig und auch unaufdringlich in einer spannenden Geschichte unterbrachte. Schätzings Schreibstill war dabei einfach und flüssig. Als Leser konnte man in seine Romane eintauchen und die meist sehr lange und komplexe Story miterleben. Den Spannungsbogen konnte er problemlos über hunderte von Seiten aufrechterhalten. Die Plots seiner bisherigen Romane sind immer vielschichtig, aber nie verworren. Schätzing ist bekannt dafür, dass er meistens aktuelle, brisante und hochinteressante Themen aussucht und diese dann in einer fiktiven Geschichte rund um wunderbare und lebendige Charaktere verpackt. Für mich war es ein Genuss seine Bücher zu lesen.

    Vor diesem Hintergrund kaufte ich mir das neueste Werk "Die Tyrannei des Schmetterlings" ohne Rezensionen oder andere Bewertungen gelesen zu haben. Aufgrund der bereits gelesenen Romane habe ich die gewohnte Qualität erwartet und war gespannt, in welche Richtung die Story diesmal geht. Und auch diesmal hat sich Schätzig ein aufregendes und umfangreiches Thema ausgesucht. Es geht um künstliche Intelligenz und Quantentechnik. In Sierra Nevada wird eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen führen zur HighTech-Firma Nordvisk und zu deren Super-Computer ARES, der mich sehr stark an eine bekannte Internet-Suchmaschine erinnert. Als der ermittelnde Sheriff Luther den Hintergründen der Sache zu nah auf die Spur kommt, sorgen die Verantwortlichen dafür, dass er über eine geheimnisvolle "Brücke" in ein Parallel-Universum gerät....

    Soweit - so gut, das gewählte Thema finde ich persönlich interessant und vielfaltig. Schätzig ist dafür bekannt, dass er im Vorfeld seiner Romane akribische Recherche betreibt und diese Informationen in seinen Büchern leicht verständlich und mitreißend verarbeitet. Allerdings wirkt dieser Roman sehr gekünstelt und überladen auf mich. Schätzigs Schreibstil weicht vom bisher Bekannten ab. Die Sätze sind teilweise sehr lang und verschachtelt. Die einzelnen Szenen werden über Seiten bis ins kleinste Detail beschrieben, so dass ich irgendwann anfing diese Beschreibungen einfach zu überspringen, um nicht direkt einzuschlafen. Die Formulierungen sind sehr philosophisch und mit Adjektiven überfrachtet. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl in einem Nebel zu sein und die Handlung des Romans durch einen Schleier zu erleben. Als störend empfand ich auch, dass diese philosophischen Monologe manchmal das eigentliche Geschähen unterbrachen und so für Verwirrung sorgten.

    Die einzelnen Figuren und der Protagonist der Geschichte werden von Schätzig detailliert beschrieben. Die Einzelheiten ihrer Biografien erklären nachvollziehbar ihr Handeln. Trotzdem wirkten diese Charaktere auf mich nicht sonderlich lebendig, sondern eindimensional. Die Hauptfigur Luther Opoku, der zu Beginn aufgrund seiner Durchschnittlichkeit authentisch und sympathisch erscheint, nervt irgendwann mit seinem gefühlsduseligen Innenleben und seiner Moral. Auch mit den anderen Figuren wurde ich nicht richtig warm.

    Der Geschichte selbst ist langatmig und enthält einige logische Fehler. Erst ab der Hälfte des 728 Seiten langen Romans nimmt die Erzählung etwas Fahrt auf. Es entsteht sowas wie ein Spannungsbogen, welcher leider nicht lange gehalten wird, weil der Autor immer wieder in philosophische Betrachtungen abweicht. Anstatt die Geschichte voranzutreiben, erhebt Frank Schätzig den mahnenden Zeigefinger. Er beschäftigt sich mit den Fragen „Was ist menschlich oder was einen Menschen ausmacht?“ und „Wie geht man mit einer Superintelligenz um?“.  Und schürt damit die „German-Angst“ vor dem Ungewissen.

    Überaschend war der Schluss, der mit vielen Explosionen und Toten Schätzigs literarisches Niveau verlässt und seht stark an einen amerikanischen Blockbuster erinnert.

    Zusammenfassend gibt es von mir für diesen Roman keine Leseempfehlung. Trotz des spannenden Grundthemas, hatte ich durchgehend das Gefühl, dass Herrn Schätzig der Ruhm zu Kopf gestiegen ist und er in seiner Eitelkeit unbedingt tiefgründig sein wollte.

    https://www.readingwitch.com/post/die-tyrannei-des-schmetterlings

  5. Cover des Buches Erwartung DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung DER MARCO-EFFEKT

    (633)
    Aktuelle Rezension von: marysfavouritebooks

    Ich habe die Reihe bis zu diesem Band förmlich verschlungen. Aber hier hatte ich wirklich Mühe. Ich hatte das Buch bereits zwei Mal angefangen und wieder abgebrochen. Irgendwie kan ich leider überhaupt nicht rein. Jetz habe ich es endlich im Rahmen meiner SUB Abbau Challenge geschafft. Zwischenzeitlich war es sehr langatmig - das war ich mir von seinen anderen Büchern nicht gewohnt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Bandenkriminalität, Clans und Korruption generell Themen sind, die ich nicht besonders interessant finde. Ich bin froh, ist es durch. Gegen Ende wurde es aber dann doch noch einigermassen spannend. Jetzt freue ich mich auf die restlichen Bücher.

  6. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

    (3.287)
    Aktuelle Rezension von: Jiko_Tuna

    Ein Klassiker, der Eindruck hinterlässt - vielleicht auch keinen guten :-). Das Buch hat den Mut einen unsympathischen Hauptprotagonisten zu haben, dessen Verhalten man (nach Nachdenken) nachvollziehen kann aber nicht nachahmen möchte. Wenn man leichte Unterhaltung möchte sicher nicht geeignet. Es thematisiert schwierige Tabu-Themen ohne moralisch sein zu wollen. Ein Buch seiner Zeit, könnte aber auch in der heutigen Zeit Relevanz haben kann (man redet halt nicht darüber). 

    Ich wollte es unbedingt fertig lesen, um zu wissen wohin die Handlung geht und endet. Es ist ein kurzes Buch und daher nicht sehr zeitaufwändig. Mich hat es erst später zum Nachdenken angeregt als ich indirekt mit dem offensichtlichen Hauptthema betroffen war. 

    Empfehlen kann ich das Buch, wenn man gerne Bücher liest, die den Zeitgeist bestimmter Epochen widerspiegeln. Ich mag etwas skurrile und morbide Bücher, daher hat es mir gefallen. 

  7. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492306249)
    François Lelord

    Hectors Reise

    (1.186)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Anfangs fand ich die Fähigkeit des Autoren Francois Lelor, komplexe Sachverhalte auf den Kern herunterzubrechen, auffallend und den daraus resultierenden Schreibstil in seiner Schlichtheit ansprechend. Nach wenigen Seiten jedoch dachte ich, dass es sich der Autor öfter mal zu einfach macht. Kurz danach ging es dann darum, wie es ist zu begreifen, dass man nicht begriffen hat. Und ich wartete darauf, dass der Autor in diesem Sinne einige seiner Statements vielleicht irgendwann zum Ende hin revidieren würde. Aber nein. Es bleibst so stehen, dass Hectors (aus dessen Perspektive die Geschichte geschrieben ist) Lebensgefährtin ein wenig Schuld sei an seinem Fremdgehen, weil sie ihn auf der Reise nicht begleitet hatte. Was für ein Clown. Hectors Einstellung zu Frauen stieß mir mehrmals übel auf. Sie fallen ihm entweder auf, wenn sie "hübsch" und "reizend" sind (Frauen müssen für ihn also Unterhaltungswert haben) oder negativ wie die Psychiaterin Marie-Louise, die mit ihrem Wunsch, dass ihre Kinder ohne Chauffeur und Leibwächter sicher zur Schule gehen können, dafür sorgt, dass ihr Ehemann in einem anderen Land weit weg von seinen Eltern leben muss. Dabei hätte es Hector als Kind doch cool gefunden, mit Chauffeur und Leibwächter in die Schule zu kommen. Bei solchen Sätzen dachte ich mir, Hector müsse ein ziemlicher Idiot sein. Er war mir am Ende reichlich unsympathisch. Da gab es Formulierungen, die ich für unbedacht hielt wie die, dass die chinesischen Kellner wie "normale" Kellner aussehen - Hallo? Wenn man in China ist, dann sind wohl Chinesen das Normale und alles andere die Ausnahme. Mir kamen solche Dinge nicht vor, als sollten sie eine gezielte Provokation des Lesers sein. Denn im Folgenden erhält man keine Gelegenheit, mit dieser Kritik irgendwo anzuknüpfen. Zusammengenommen wirkte Hector recht selbstverliebt mit seiner Überzeugung, er könne die Welt durchschauen und jeden zum Reden bringen. Mehrmals sagt er, die Wissenschaft brauche man nur zur Überprüfung von Erkenntnissen, die jeder für sich selbst machen könne. So schafft es Hector ja auch, auf seiner Reise sämtliche Prinzipien des Glücks aufzuschreiben, die die gesamte Forschungslandschaft zusammengetragen hat. Lebenserfahrung ersetzt Wissenschaft. Irgendwann merkte ich dann, dass der Stil des Autors, Dinge zu vereinfachen, diese Überheblichkeit widerspiegelt. Bei mir kam es so an, als habe man dem Leser zeigen wollen, dass sich die Menschen (so wie Hectors "grundlos" unglückliche Patienten) zu sehr verkopfen und dass es auch einfacher und damit besser ginge. Es kam dabei allerdings etwas heraus, das abgeglitten ist, wenn nicht in die Babysprache, dann aber in eine belehrende Sprache für sehr kleine Kinder. Die verschiedenen Stationen der Reise und die Begegnungen waren durchaus interessant. Das war sehr abwechslungsreich und vielfältig. Nicht nur durch die Menschen, die eben verschieden sind, sondern auch durch die unterschiedlichen Stimmungen, die über den Situationen lagen. Aber ich lese sicher kein Buch mehr von Hector (da gibt es ja noch etliche Bände). 3 Sterne von mir für das Buch, 3 minus!

  8. Cover des Buches Die Sonnenschwester (ISBN: 9783442491728)
    Lucinda Riley

    Die Sonnenschwester

    (399)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Der Anfang gefiel mir gar nicht, weil es soviel über Drogensucht und Alkoholsucht ging, aber letztendlich war es wichtig für die Geschichte, demzufolge war mir Elektra auch nicht sympathisch, sie war mir zu oberflächlich und verwöhnt.

    Aber als es dann um ihre Herkunft ging, fand ich es spannend und interessant, wie  es in Afrika war. Als Elektra dann ihre Großmutter kennenlernte und sich ihr auch öffnete, wurde  alles  besser. Elektra ging in die Suchtklinik und ließ sich behandeln, mit Erfolg, dort lernte sie dann Miles und  Vanessa kennen. Miles und Elektra setzen sich dann für Vanessa ein und letztendlich wird Elektra  auch Aktivistin gegen das Drogenproblem.

  9. Cover des Buches Bourbon Kings (ISBN: 9783736303225)
    J.R.Ward

    Bourbon Kings

    (417)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover passt zur Geschichte und ist heiß.

    Denver Clan und Dallas lässt grüßen.

    Die Geschichte ist krass, damit habe ich eindeutig nicht gerechnet. Es ist wirklich alles dabei: Lust, Leidenschaft, Liebe, Intrigen, Machenschaften und Zusammenhalt.

    In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Lane und Lizzie, wobei auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. Man muss sie alle einfach mögen.

    Der Schreibstil ist locker und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Und das Setting ist toll beschrieben.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  10. Cover des Buches Otherland. Band 1 (ISBN: 9783608949612)
    Tad Williams

    Otherland. Band 1

    (319)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    „Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ ist der erste Band der gleichnamigen dystopischen Science-Fiction-Reihe von Tad Williams. Dieses Buch entführt uns in eine faszinierende virtuelle Welt, die sowohl die kühnsten Fantasien als auch die schlimmsten Albträume beherbergt.

    Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, in der das Internet zu einem riesigen, allumfassenden virtuellen Netzwerk namens Otherland weiterentwickelt wurde. Dieses Netzwerk wurde von einer geheimen Gruppe, der sogenannten Gralsbruderschaft, geschaffen. Ihr Ziel ist es, die Menschheit durch dieses Netzwerk zu kontrollieren. Die Handlung folgt einer Gruppe von Menschen, die sich in dieser virtuellen Welt zusammenfinden, um gegen die Machenschaften der Gralsbruderschaft zu kämpfen.

    Trotz der Tatsache, dass „Otherland“ eher eine jüngere Zielgruppe anvisiert, ist Tad Williams’ Schreibstil anspruchsvoll und erfordert konzentriertes Lesen. Die vielen Handlungsstränge und Perspektiven können zu Beginn verwirrend sein, aber sobald man sich in die Welt eingelesen hat, entfaltet das Buch seinen vollen Zauber. Williams’ Fähigkeit, eine so komplexe und detaillierte Welt zu erschaffen, kommt auch hier wieder beeindruckend zur Geltung und macht das Lesen zu einem intensiven Erlebnis.

    Während „Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ durch seine komplexe Handlung und tiefgründigen Charaktere besticht, gibt es auch Passagen, die sich in die Länge ziehen. Tad Williams nimmt sich oft viel Zeit, um die virtuelle Welt und ihre zahlreichen Details zu beschreiben. Diese ausführlichen Beschreibungen können zwar die Immersion verstärken, führen aber auch dazu, dass die Handlung manchmal ins Stocken gerät. Besonders in den mittleren Kapiteln kann es vorkommen, dass die Spannung nachlässt und die Leser sich durch langatmige Abschnitte kämpfen müssen, bevor die Geschichte wieder an Fahrt aufnimmt. Diese Passagen erfordern Geduld, belohnen aber letztlich mit einer reichhaltigen und tiefgründigen Erzählung.

    Die Charaktere in „Otherland“ sind vielfältig und vielschichtig. Von einem alten Mann in einer Garnison über eine junge Universitätsmitarbeiterin bis hin zu einem Buschmann und einem zehnjährigen Jungen – jede Figur bringt ihre eigene Geschichte und Perspektive mit ein. Diese scheinbar unabhängigen Geschichten werden nach und nach miteinander verwoben, was die Komplexität und Tiefe der Erzählung erhöht.

    Ein zentrales Thema des Buches ist die Macht und Kontrolle durch Technologie. Williams stellt die Frage, wie weit Menschen gehen würden, um Macht zu erlangen und zu behalten. Die virtuelle Welt von Otherland dient dabei als Metapher für die reale Welt und die Gefahren, die mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung einhergehen.

    „Otherland – Stadt der goldenen Schatten“ ist ein großartiger Roman der Science-Fiction-Literatur. Es fordert den Leser heraus, bietet aber auch eine reiche und lohnende Erfahrung. Für Fans von komplexen Geschichten und tiefgründigen Charakteren ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es regt zum Nachdenken an und bleibt lange im Gedächtnis.

  11. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

    (1.489)
    Aktuelle Rezension von: buch_leselust

    Ich fand es wirklich teilweise sehr witzig und musste einige Male schmunzeln. 

    Sie Figuren sind natürlich ziemlich überzeichnet, was mich aber nicht so sehr gestört hat. Und manchmal hat man ja wirklich schon solche Personen erlebt. 

    Das einzige, was man wissen muss, ist dass Buch schon vor ein paar Jahren spielt und man deswegen manche technischen Sachen nicht mehr so heute hat.


    Besonders toll fand ich auch das Hörbuch dazu. Die vorstellten Stimmen und Dialekte kamen super gut rüber. Gibt es auch kostenlos auf Spotify. 

  12. Cover des Buches Bevor der Regen kam: Eine Liebe in Malawi (ISBN: 9783958180871)
    Stefanie Schankat

    Bevor der Regen kam: Eine Liebe in Malawi

    (17)
    Aktuelle Rezension von: nana_fkb

    Meine Meinung:

    Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr leicht gefallen. Schankat hat es geschafft, dass man sich direkt in Afrika wieder findet. Ihre Beschreibung der Umgebung war so detailreich und klar, dass man direkt gut in die Geschichte und die Situation hineinfindet. Julia ist eine junge, selbstbewusste Frau, die sich in Afrika in einen Mann aus Europa verliebt. Richard hat es ihr vom ersten Augenblick, als sie ihm begegnet ist, angetan. Doch weiß sie nicht, wie er zu ihr steht. Im einen Moment macht er ihr Komplimente, im nächsten Augenblick wirkt er wieder distanziert. Sie ist verwirrt und weiß erstmal nicht, wie sie damit umgehen soll. Doch als sie ein gemeinsames Wochenende fern vom Alltag verbringen, wird schnell klar, dass beide großes Interesse aneinander haben.

    Trotzdem gibt es noch sehr viele ungeklärte Fragen, die sich Julia aber nicht traut zu stellen. Und so kommt es, dass Richard nach einiger Zeit wieder zurück nach Europa reist und sie mit einem großen Fragezeichen zurück lässt. Denn Julia weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Werden sie sich wiedersehen? War es nur eine kurze Affäre? Leider hat sie weder eine Telefonnummer noch weiß sie, in welchem Land, geschweige denn welcher Stadt er in Europa wohnt. Sie stürzt sich also erstmal wieder in ihre Arbeit, versucht sich abzulenken. Doch kann sie ihre Gedanken nicht kontrollieren. Diese führen sie immer wieder zurück zu der Zeit mit Richard.

    Julia findet dann doch einen Hinweis auf seinen aktuellen Wohnsitz und reist geradewegs nach Paris. Und wie es der Zufall so will, begegnet sie ihm dann dort auf der Straße. Wie es dann weitergeht, werde ich euch aber nicht verraten Es sei nur so viel gesagt: das Ende ist dann doch etwas überraschend und unvorhersehbar.

    Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen. Vor allem die Beschreibung der Landschaft haben es mir sehr angetan. Schankat hat es geschafft, dass man sich direkt auf diesem Kontinent wiederfindet, fast schon den Staub der Landschaft schmeckt. Das hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen. Man merkt, dass die Autorin das Land schon besucht hat und von ihren Eindrücken erzählt. Es wirkt so malerisch und hat mich immer mal wieder an „Jenseits von Afrika“ erinnert.

    Julia habe ich als selbstbewusste Frau empfunden, die weiß, was sie will. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als sie Richard trifft. Er bringt sie und ihr Leben gehörig durcheinander. Besonders anfangs, als sie nicht genau weiß, was er von ihr hält. Da grübelt sie viel und scheint sein Verhalten nicht wirklich einordnen zu können. Sie beschreibt Richard als abenteuerlustigen Wanderer, der nicht lange an einem Ort bleiben kann. Im Laufe des Buches wird klar, dass sie mit dieser Beschreibung ins Schwarze getroffen hat. Und das, obwohl sie seine Lebensgeschichte erst viel später erfährt.

    Dass sie Richard einige Zeit nach seiner Abreise dann zufällig in Paris über den Weg läuft finde ich doch etwas vorhersehbar. Julia empfindet diese Begegnung als großen Zufall. Ich finde es allerdings doch etwas zu viel. Klar, Zufälle kann es immer geben, aber in dem Fall habe ich es als zu übertrieben empfunden. Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung.

    Allerdings hat mir beim Lesen trotzdem die Intensität gefehlt. Ich habe das Buch gerne gelesen, aber es hat mich nicht durchgängig gefesselt. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich die Protagonisten nicht richtig greifen konnte. Mir haben neben den oben genannten Eigenschaften noch weitere Beschreibungen gefehlt. Vieles hat man einfach nur im Nebensatz erfahren. Es kann aber natürlich daran liegen, dass das Buch aus der Ich-Perspektive von Julia geschrieben wurde und dadurch einige Beschreibungen einfach verloren gegangen sind.

    Alles in allem aber ein gutes Debüt von Schankat und ich bin schon ganz gespannt, wie es bei ihr weitergeht! 

  13. Cover des Buches Erebos 2 (Limited Edition) (ISBN: 9783743223455)
    Ursula Poznanski

    Erebos 2 (Limited Edition)

    (529)
    Aktuelle Rezension von: Book_Type

    Wir tauchen wieder ein in die Welt von Erebos. Eine virtuelle Welt, die ihre Spieler rekrutiert und ihr Leben bestimmt, es gibt und nimmt diesmal härter als zuvor. Mit dem zweiten Teil der Erebos-Reihe gibt es ein Wiedersehen mit Nick Dunmore. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich mich so sehr freue, wieder an Nicks Seite zu stehen, um mit ihm erneut das Abenteuer zu bestehen.


    Wir lernen hier jedoch auch neue und doch vertraute Charaktere kennen, und auch wenn ich normalerweise selten Bücher mit männlichen Protagonisten lese, bin ich hier wirklich auf meine Kosten gekommen. Wir lesen hier abwechselnd aus der Sicht von Nick und Derek, dem “Nachwuchs” sozusagen, doch dieser hat eine wichtige Verbindung zur alten Spielerschaft.


    In diesem Fall habe ich mich sogar noch mehr gefreut als schon im ersten Teil. Denn hier gibt es natürlich ein Wiedersehen mit alten Eingeweihten, die ich auch im ersten Band schon unfasslich genossen habe. Ich mag Geschichten, in denen sich Freunde zusammenschließen, um gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen. Es war wieder so spannend, was hat Erebos vor? Wer steckt dahinter? 


    Erebos hatte Zeit sich in den Jahres des “Schlafes” weit zu entwickeln, dies hat es ausgiebig genutzt. Wo es in Band eins noch die Wahl gab, auszusteigen, blieb einem Spieler diesmal dieser Weg verwehrt. Ich mochte das Rätseln sehr, hier und da hatte ich bereits einen Verdacht, doch das volle Ausmaß habe ich auch diesmal nicht erahnen können.


    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und wirklich gut und schnell zu verfolgen. Das Ausmaß erschreckend, dass die Autorin hier schafft. Wenn ich mir vorstellen müsste, ob sowas wirklich passieren könnte, habe ich damit keinerlei Probleme.


    Mein Fazit, wem Teil eins bereits gefiel, wird auch Band zwei mögen. Wer verdammt noch mal noch noch nicht mit Band ein angefangen hat sollte das tun. Ein toller Jugendbuch Thriller, bei dem man auf seine Kosten kommt, auch wenn man vielleicht in dem Genre nicht ganz zu Hause ist.

  14. Cover des Buches Sand (ISBN: 9783499258640)
    Wolfgang Herrndorf

    Sand

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Hahnfeld

    Die Geschichte von Carl, der mit Amnesie erwacht und nun herausfinden möchte, wer er ist, habe ich mit Spannung verfolgt. Anfangs wirkt das Buch chaotisch, die Ereignisse werden fragmentarisch aneinander gereiht – aber als ich einmal drin war, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz und laden ein zu Gedanken wie "Na ein Kapitel geht noch". Musste abwechselnd lachen, unbedingt weiterlesen, habe die besten Stellen meinem Freund zitiert. Das Ende hat mich ziemlich verwirrt, anfangs auch enttäsucht. Aber irgendwie machte die Sinnlosigkeit des Endes die Geschichte auch wahrhaftiger, mehr wie das echte Leben. Jedenfalls mag ich Wolfgang Herrndorfs Bücher schon allein deshalb, weil sie gut geschrieben sind. Ich hatte auch Spaß an seiner Wortgewalt und seinem Witz. 

  15. Cover des Buches Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman (ISBN: 9783957535030)
    Frank Pulina

    Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Nicoles-Leseecke
    Danke an den Autor für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

    Mit dem Hintergrundwissen dass es sich hier um die eigene Geschichte des Autors handelt, stieg ich voller Neugier in das Buch ein. Ich wurde nicht enttäuscht der Schreibstil ist flüssig und so interessant gestaltet, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und so viel zu schnell am Ende angelangt war. Am Ende ließ es mich fassungslos und erschüttert zurück. Erschüttert darüber, wie schnell Gesetze dazu führen, das man unschuldig verdächtigt und verhaftet wird.

    Fazit
    Der Autor hat sich hier viel Mühe gegeben einen Teil seiner Lebensgeschichte fesselnd zu verfassen. 
  16. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

    (417)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.

  17. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

    (1.582)
    Aktuelle Rezension von: Jacky95

    Das Buch hat mich tief bewegt und nachhaltig beeindruckt. Die Lebensgeschichte der Autorin, die aus der somalischen Wüste stammt und es trotz schwerster Kindheitserfahrungen – insbesondere der Genitalverstümmelung – bis ins internationale Modelbusiness geschafft hat, ist eindrucksvoll und schockierend zugleich. Ich habe beim Lesen nicht nur viel über eine mir fremde Kultur erfahren, sondern auch über den unermüdlichen Kampf einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit erhebt. Das Buch hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, hinzusehen, zuzuhören und sich für Menschenrechte einzusetzen. Es ist nicht nur eine Biografie, sondern auch ein kraftvoller Appell für Veränderung.


  18. Cover des Buches Mord auf Antrag (ISBN: 9783955101077)
    Inger G. Madsen

    Mord auf Antrag

    (13)
    Aktuelle Rezension von: BooksAreGreat
    Meinung:

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Der Einstieg viel mir wirklich schwer. Ich hatte ganz schön zu kämpfen, weil es eine so große Anzahl an Personen gab. Nachdem diese Hürde jedoch genommen war, gefiel mir das Buch sehr gut.

    Mich hat die Spannung gefesselt und ich hatte richtig Spaß daran mitzurätseln.

    Der fall ist super interessant und verzwickt. Auf die Lösung bin ich so nicht gekommen. Die Autorin hat mich gut hinters Licht geführt und durch eine gekonnte Wendung am Ende mein Interesse erneut wecken können und mich überrascht.

    Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er ist flüssig und spritzig. Die Dialoge der Charaktere haben mir gefallen. Auch die Beschreibungen sind detailreich und weiterbringend.

    Die Charaktere waren aussagekräftig und sympathisch. Ich könnte mir durchaus vorstellen noch mehr von ihnen zu lesen.

    Insgesamt kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. 
  19. Cover des Buches Victoria Falls (ISBN: 9783960870432)
    D. B. Blettenberg

    Victoria Falls

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Eine Reise, eine perfekte Ehefrau, die Weite Afrikas – und doch gefangen in der Abhängigkeit!

    Robert Stein, mit seiner Frau Lisa auf den Spuren von Richard Burton und Elizabeth Taylor zwischen Sambesi und Okawango unterwegs, kämpft eine ganze Reise lang um diese Unabhängigkeit. Gehorsam treibt er inmitten einer Schar von Luxustouristen durch die Tropen und beobachtet wilde Tiere. Man nächtigt in noblen Safariherbergen, genießt Haute Cuisine mitten im Busch und nachts lauscht man dem Husten der Hippos vor der klimatisierten Camphütte. Noch nie hat Robert sich so gefangen gefühlt, gekettet an eine gnadenlos perfekte Frau. Vielleicht ist es die Weite und Großartigkeit Afrikas, die seine Sehnsucht nach Freiheit schürt. Vielleicht liegt es aber auch an Rachel, der vermeintlichen Seelenverwandten. Leider ist sie mit einem bornierten britischen Investor verheiratet, der wie ein verspäteter Kolonialherr durch dieses grade von der Herrschaft des weißen Mannes genesende Land trampelt. An den Viktoriafällen greift Robert schließlich nach der Unabhängigkeit …


    Rezension:

    Das südliche Afrika. Reiche Europäer reisen von Luxushotel zu Luxuslodge, um die Schönheiten des Kontinents zu erleben. Robert ist genervt von seiner Frau, die ihm bei jeder Gelegenheit über das Gesehene belehrt. Viel lieber würde er die Zeit mit Rachel verbringen, doch die hat ihren eigenen Mann dabei – der ihr auch auf die Nerven zu gehen scheint. Als Robert mit seiner Frau an den schäumenden Victoria Falls steht, fasst er einen spontanen Entschluss.

    D. B. Blettenberg führt seine Leser in dieser kurzen Geschichte nach Afrika, wo er seinen versnobten Charakteren den Spiegel vorhält. Der Begriff Protagonist passt im eigentlichen Sinn auf keinen einzigen von ihnen. Viele sehen die Einheimischen noch immer als eine Art Dienstboten an, deren einzige Existenzberechtigung darin liegt, die wohlhabenden Urlauber zu bedienen, die von sich gegenseitig gelangweilt sind.. Soweit ist die zugrunde liegende Idee durchaus brauchbar. Das Problem der Story liegt allerdings darin, dass es keine wirklich Handlung gibt. Dabei geschieht sogar ein Mord! Doch wird dieser anscheinend von niemanden außer dem Täter überhaupt bemerkt. Danach geht das Geschehen jedenfalls nahezu unverändert weiter. Irgendeine wirklich Entwicklung ist nicht zu erkennen. So bleibt am Schluss die Frage: Was will der Autor seinen Lesern mit der Geschichte eigentlich sagen? Außer eingestreuten Informationen über die (reale) Geschichte des südlichen Afrikas bleibt nichts.


    Fazit:

    Ein interessantes Setting – und dann findet keine wirkliche Handlung statt.


    - Blick ins Buch -

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

  20. Cover des Buches Der gute Mensch von Assuan (ISBN: 9783943709155)
    Peter S. Kaspar

    Der gute Mensch von Assuan

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
    Die Wortkombination, die mir in diesem Buch mit am besten gefällt ist: "Feind, Todfeind, Parteifreund".

    Diese drei Worte habe ich dem Buch "der gute Mensch von Assuan" von Peter S. Kaspar entnommen. Es ist ein Roman über Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe und Parteigerangel.

    Der Ägypter Mansur Ghali kommt 2015 wieder an seinen ehemaligen Studienort Berlin. Durch Zufall lernt er den dealenden Afrikaner Souliman kennen, hört von den Schrecken seiner Flucht auf einem übefüllten Boot. Mansur, ein milliardenschwerer Geschäftsmann sieht das Hilfe gebraucht wird und schon handelt er. Geld hat er genug um seine ehrgeizigen Pläne in die Tat umzusetzten. Es soll ein Selbstversorgerdorf entstehen, in dem Flüchtlinge die dtsch. Sprache lernen und eine Ausbildung bekommen. Doch er hat die Rechnung ohne die Nazigruppe des nahen Dorfes gemacht. Zwar sind die meisten Jugendlichen nur Mitläufer, aber es gibt auch einen "Chef" der Gruppe, der nicht lange redet, sondern sofort zu unrühmlichen Taten schreitet.

    "Was man nicht ändern kann, muss man umarmen", heißt ein Sprichwort und so macht Mansur auch den Nazis das Angebot, in dem Dorf eine Berufsausbildung  zu erhalten. Diese willigen mehr oder weniger freudig ein. Es bleibt ihnen keine Wahl, als seinem Vorschlag zuzustimmen. Doch was sie dann erleben gibt ihnen Selbstwertgefühle und es ist, als spürten sie erstmals, dass sie ernst genommen werden und Menschen mit persönlichen Werten  sind. Endlich etwas Vernünftiges mit der Zeit anfangen können! Die ersten Bekanntschaften mit Asylbewerbern werden geknüpft und sowas wie zarte Freundschaften geschlossen. Es entsteht ein Geben und Nehmen.

    Doch es sind nicht nur Flüchtlinge und Nazis, die aufeinander treffen. Da sind auch Parteifreunde, von denen einige schlimmste Verstöße wittern und hoffen, durch das Aufdecken eines Skandals die eigene, politische  Karriere in Schwung zu bringen, mit dem Hintergedanken, einen Stuhl zu ergattern, auf dem derzeit noch jemand sitzt.

    Die Ideen von Mansur sind gut. Doch so weit, so theoretisch. Die Realität ist oftmals eine andere.

    Woran es liegt?  Mhh - Menschen sind keine Roboter die man programmieren kann und dann funktionieren/arbeiten sie wie gewünscht. Es gibt unenedlich viele Unabwägbarkeiten, angefangen bei der jeweiligen Kultur, die sich von unserer mitunter ganz gewaltig unterscheidet, bis hin zum Anspruchsdenken von Flüchtlingen, die aus Rentierstaaten (franz.) stammen. Am einfachsten dürfte die Intergration der Flüchtlinge sein, die es als große und einmalige Chance begreifen, sich in Europa ein Leben aufbauen zu können - egal ob sie für immer bleiben oder in einigen Jahren wieder in ihr Land zurückgehen wollen.

    Doch diese Themen bleiben ausgespart. Viele der Unabwägbarkeiten, mit denen sich Flüchtlingshelfer in der Realität abgeben müssen, konnte der Autor getrost beiseite schieben. Ist es doch ein Roman und kein Sachbuch. Herausgekommen ist ein sehr interessantes und gut lesbares Buch, das ich gerne weiterempfehle. Mit den Sternchen schwankte ich zwischen vier und fünf, entschied mich am Ende dann doch für fünf, da ich mich von der Ausarbeitung des Themas sehr angesprochen fühle.


  21. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328110859)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

    (255)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Meike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.

    Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und  wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich. 

  22. Cover des Buches Schildkröten haben keinen Außenspiegel (ISBN: 9783743191839)
    Jutta Hammer

    Schildkröten haben keinen Außenspiegel

    (17)
    Aktuelle Rezension von: mamamal3
    Die Autorin hat mehrmals Madagaskar bereist, vor allem für ihre beruflichen Schildkröten-Forschungen, aber auch um ‚Land&Leute‘ kennenzulernen. Dabei bekommt sie es mit den Tücken der innerländischen Transportarten zu tun, aber erlebt auch den Lebensstil der Einheimischen auf eine ganz besonders intensive Art. Schildkröten aufzuspüren gehört genauso dazu, wie besendern, fotografieren und beobachten. Auch die gelebte Kultur (Feiertagsfestlichkeiten oder Beerdigungen) werden hier beschrieben. —- Ohne das Land bisher bereist zu haben, macht dieses Buch Lust auf mehr. Auch wenn einige Sitten und Bräuche eigentümlich daherkommen und sicher nicht für jeden sympathisch wirken, so schafft es die Autorin trotzdem, jeden Leser gut zu unterhalten. Sie wirkt in jeder Situation gelassen, ich glaube sie lässt sich auch sonst nicht leicht aus der Ruhe bringen. Das macht nicht nur sie sehr angenehm, sondern vor allem ihr Buch. Auch die Fotos, Zeichnungen, angehängten Erklärungen im Glossar vervollständigen das Gelesene noch. Ich würde mich sehr freuen, mehr von ihren Erlebnissen zu lesen!
  23. Cover des Buches EINMAL UM DIE WELT: Allein als junge Frau durch Afrika - Ein inspirierender Ratgeber mit aufregenden Erlebnisberichten aus sechs Monaten Backpacking in Afrika (ISBN: B075WG7N9T)
    Michaela Gruber

    EINMAL UM DIE WELT: Allein als junge Frau durch Afrika - Ein inspirierender Ratgeber mit aufregenden Erlebnisberichten aus sechs Monaten Backpacking in Afrika

    (21)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Genre: Reise

    Erwartung: Einblicke in andere Länder und Kulturen

    Meinung:

    Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Autorin wirkt sympathisch auf mich.

    Leider hat mich das Buch enttäuscht. Ich habe mich auf tolle Erfahrungsberichte fernab vom Massentourismus gefreut. Jedoch ist das Buch überwiegend auf die Reiseplanung fokussiert. Das dies mal angesprichen wird ist mir klar. Jedoch waren es viel zu wenig Begegnungen über die berichtet werden. Somit war es für mich tatsächlich keine richtige Reise sondern eher ein paar mitgeteilte Erfahrungen. Dem entsprechend konnte keine "Fernweh" Athmosphäre aufkommen.Schade!

    Fazit: Nur 2 Sterne für dieses Buch.

  24. Cover des Buches Wie wir waren (ISBN: 9783492310963)

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